Freitag, 03. Dezember 2021

Pro-Kopf-Verschuldung steigt auf ĂŒber 1.000 Euro

53-Millionen-Euro-Haushalt beraten

Ladenburg, 19. MĂ€rz 2014. (red/ld) Gut 53 Millionen Euro schwer wird der Stadthaushalt im laufenden Jahr. Das will der Gemeinderat in seiner kommenden Sitzung am 26. MĂ€rz beschließen. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist das enorm. Zwei Abende lang trafen sich die StadtrĂ€te und die Verwaltung, um das Werk Seite fĂŒr Seite durchzugehen. Änderungen wurden kaum beantragt. Nachfragen gab es vor allem fĂŒr kleinere Posten. [Weiterlesen…]

AsylcafĂ© bietet Gelegenheit fĂŒr Begegnung

ÜberwĂ€ltigende Hilfsbereitschaft

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Ladenburg, 26. September 2013. (red/ld) 180 Asylbewerber sind derzeit in der alten Martinsschule untergebracht. Die Zimmer sind voll belegt. Seit dieser Woche erhalten die Kinder ab sechs Jahren Sprachförderung in KindergĂ€rten, in der Dalbergschule und der Werkrealschule Unterer Neckar. Auch die Erwachsenen lernen Deutsch und erhalten viel UnterstĂŒtzung von der Ladenburger Bevölkerung. Um Begegnungen zwischen den Asylbewerbern und der ĂŒbrigen Bevölkerung zu erleichtern, findet morgen ab 15:00 Uhr ein AsylcafĂ© in der Martinsschule statt. [Weiterlesen…]

Problemfall Hauptschule

Immer mehr Haupt- und Werkrealschulen schließen sich mit anderen Schulen zusammen

Überall im Kreis stehen Hauptschulen vor dem Aus oder eine Fusion oder…. Die frĂŒhere Johannes-Kepler-Schule wurde unter der CDU-Regierung zu einer gemeinsamen Werkrealschule Karl-Drais mit Heddesheim und Hirschberg. Was aktuell unter GrĂŒn-Rot aus der Schule wird, ist unklar. Vielleicht einfach nur Geschichte.

 

 

Rhein-Neckar, 23. Oktober 2012. (red/ld) Abstellgleis Hauptschule – Aufstiegsgarant Gymnasium? Mit der Abschaffung der verpflichtenden Grundschulempfehlung bleiben den Haupt- und Werkrealschulen in der Region die SchĂŒler weg. Wenn auch im jahrgangsĂŒbergreifenden Unterricht keine Klasse mehr zusammen kommt, bleibt nur noch, sich mit einer Nachbargemeinde zusammen zu schließen: Heddesheim und Hirschberg haben es schon getan, Edingen-Neckarhausen und Ilvesheim haben sich mit Ladenburg zusammengeschlossen. Am Ende des laufenden Schuljahres wird sich die Weinheimer Karrillonschule mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Schulzentrum zusammen schließen.

Von Lydia Dartsch

Je höher der Schulabschluss, desto besser die Job- und Ausbildungschancen. Diese Rechnung geht fĂŒr viele Eltern und ihre Kinder auf. Entsprechend bange warteten sie bisher auf die Zeugnisse der vierten Klasse:

Bloß nicht auf die Hauptschule!,

war fĂŒr viele die Hoffnung. Seit diesem Schuljahr können Eltern und SchĂŒler frei wĂ€hlen und sie wĂ€hlen vermehrt die höheren AbschlĂŒsse, wie die Mittlere Reife oder das Abitur. FĂŒr die Haupt- und Werkrealschulen ist das ein großes Problem: Ihnen fehlen die SchĂŒler, um noch Klassen bilden zu können. 28 SchĂŒler sind die Mindestvoraussetzungen fĂŒr eine Klasse. Reichen die SchĂŒler eines Jahrgangs dafĂŒr nicht aus, können die Schulen noch zwei JahrgĂ€nge zusammen legen, die dann gemeinsam unterrichtet werden. Doch in vielen Gemeinden in der Region gibt es auch fĂŒr diese Lösung nicht genĂŒgend SchĂŒler.

„Es ist ein Schulsterben. Das will niemand wahrhaben.“

Schulen zusammenschließen bleibt die letzte Lösung fĂŒr das Problem. In den Gemeinden werden Schulen ganz geschlossen:

Das ist eindeutig ein Schulsterben,

schildert Endrik Ebel vom Staatlichen Schulamt in Mannheim, das wolle nur niemand wahrhaben. Allein in Heidelberg ist die Zahl der Haupt- und Werkrealschulen in den letzten zehn Jahren von vier auf zwei gesunken. In den letzten Jahren haben sich Edingen-Neckarhausen und Ilvesheim mit der Werkrealschule Unterer Neckar in Ladenburg zusammengeschlossen. Die SchĂŒler aus Heddesheim mĂŒssen seit einiger Zeit nach Hirschberg (und umgekehrt) zum Unterricht fahren und ab nĂ€chstem Herbst gehts fĂŒr die SchĂŒler der Karillon-Schule zum Unterricht ins Dietrich-Bonhoeffer-Schulzentrum. Das hatte die Stadtverwaltung im Juli bekannt gegeben.

RĂŒcklĂ€ufig sind die SchĂŒlerzahlen zwar schon seit 30 Jahren. An den Hauptschulen wird der RĂŒckgang nun auch durch die Abschaffung der Grundschulempfehlung verstĂ€rkt. Die Entscheidung zur Zusammenschließung von Schulen treffe der SchultrĂ€ger, erklĂ€rt David Hager-Mann, Leiter des Staatlichen Schulamtes: „Das ist ein organischer Vorgang. Wenn einer den Eindruck hat, dass es so nicht mehr weiter geht, spricht man miteinander.“ Meistens suche die Schule das GesprĂ€ch mit der Gemeinde.

Höherer Abschluss = bessere Jobchancen?

Der Grund fĂŒr die Wahl der Eltern ist die Angst der Eltern, ihre Kinder mit einer Anmeldung an der Hauptschule auf das soziale Abstellgleis zu rangieren. Ebel sieht darin eine Begleiterscheinung einer sich entwickelnden Wissensgesellschaft:

In den LĂ€ndern der Wissensgesellschaft streben die Eltern fĂŒr ihre Kinder möglichst hohe BildungsabschlĂŒsse an. Die meisten schaffen das auch.

Zumindest in den NachbarlĂ€ndern sei das der Fall. Das gegliederte Schulsystem in Deutschland aber verschĂ€rft die Bedingungen fĂŒr den sozialen Aufstieg: „Da werden die Qualifikationen schon sehr frĂŒh sichtbar. Die Kinder werden schon von vorneherein abgestempelt. Das fĂŒhrt zu gesellschaftlicher Ungleichheit.“

Doch nicht jeder, der in der fĂŒnften Klasse aufs Gymnasium geht, bekommt auch das Abitur: „Wenn das Kind nicht mit dem Stoff mitkommt, geht es runter von der Schule“. erklĂ€rt Ebel: Vom Gymnasium auf die Realschule, von der Realsschule auf die Hauptschule. Die ĂŒbrigen Haupt- und Werkrealschulen könnten spĂ€testens dann an ihre Grenzen stoßen: „Wenn es keine Hauptschulen mehr gibt, wird es lustig“, meint Ebel.

Bessere Möglichkeiten an Gemeinschaftsschulen

An Gemeinschaftsschulen könnten Kinder individuell gefördert werden, ist sich Ebel sicher. Das ist im bestehenden Schulsystem nicht möglich: „Die Kinder lernen in unterschiedlichen FĂ€chern auf unterschiedlichen Niveaus“, erklĂ€rt Ebel. Gemeinschaftsschulen können diese Niveauunterschiede auffangen und „aus möglichst vielen SchĂŒlern möglichst viel herausholen“, wie es Ebel sieht. Das wollen auch die Eltern. So verzeichnet die bisher einzige Gemeinschaftsschule der Region in Bammental seit fĂŒnf Jahren einen bemerkenswerten SchĂŒlerzuwachs: „Dort haben sich die SchĂŒlerzahlen verdreifacht“, zeigt sich Ebel begeistert. Dort hĂ€tten die Eltern gemerkt, dass individualisiertes Lernen möglich sei, „und das, obwohl sie nur eine Werkrealschule sind“, so Ebel.

Wie geht es weiter mit den Werkrealschulen? Über die Zukunft des Standorts Heddesheim informiert die Gemeinde heute Abend in der Aula der Karl-Drais-Schule. In Weinheim wird der Zusammenschluss der Schule voran gehen. Die Schulleitung hat bisher nicht auf unsere Anfrage reagiert.

Die Wahlen finden vom 26. bis zum 30. November statt

Öffentliche Bekanntmachung der Wahl zum Jugendgemeinderat

Ladenburg, 03. Oktober 2012. (red/pm) Die dritte Wahl zum Jugendgemeinderat findet in der Zeit vom 26. bis 30. November statt. Die gesetzlichen Grundlagen richten sich nach der baden-wĂŒrttembergischen
Gemeindeordnung. [Weiterlesen…]

Aus der Gemeinderatssitzung vom 26. September 2012

Auf dem Weg zur Ganztagesschule

Ladenburg, 27. September 2012. (red/sap) Der Abend war lang. 13 Punkte standen auf der Tagesordnung des Ladenburger Gemeinderates und darunter so „knackige“ Themen wie Ganztagesschule, Sanierung des GebĂ€udeensembles Jugendzentrum/PflastermĂŒhle und die FörderantrĂ€ge fĂŒr die Sanierung des CBGs und den Neubau einer neuen Sporthalle. Da gab es viel Beratungs- und Diskussionsbedarf.

Ein weiteres brisantes Thema, die Verkehrslenkung in der Altstadt, wurde nach nahezu vierstĂŒndiger Sitzungsdauer auf Antrag von Stadtrat GĂŒnter BlĂ€ĂŸ vertagt.

„Das haben wir uns fast gedacht“, sagte eine Ehepaar, Anwohner der Kirchenstraße, die genau deswegen gekommen waren und nun enttĂ€uscht nach Hause gingen. Jetzt hoffen sie, dass „ihr“ Thema bei der nĂ€chsten Gemeinderatssitzung ganz vorne auf der Tagesordnung steht.

Auf dem Weg zur Ganztagesschule

„Wir wollen die Werkrealschule „Unterer Neckar“ in eine gute Zukunft fĂŒhren“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Ziegler. Deshalb habe eine Steuergruppe der Schule ein Konzept fĂŒr eine Ganztagesschule ausgearbeitet.

Schulleiter Thomas Schneider stellte mit UnterstĂŒtzung von Angelika Scherb im Gemeinderat diese Konzept vor. „Wir sind auf dem Weg zur Ganztagesschule“, so Schneider.

Dies ist laut Schneider auch ein erforderlicher Weg. Die Werkrealschule habe ein Imageproblem und der Standort sei gefĂ€hrdet. Mit der Ganztagesschule hoffe man, die Zwei-ZĂŒgigkeit erhalten zu können.

Laut einer Befragung wollten 70 Prozent der Eltern unbedingt eine Ganztagesschule, 22 Prozent wĂŒrden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit wĂ€hlen und nur acht Prozent sĂ€hen diesen Betrieb kritisch.

Ladenburg sei gerade durch seine zentrale Lage ein starker Werkrealschulstandort, die nÀchsten gebundenen Ganztagesschule gÀbe er erst wieder in Mannheim-Schönau und in Heidelberg-Kirchheim, sagte Schneider.

Individuelle Förderung, handlungsorientiertes und soziales Lernen seien die Ziele seiner Schule. Die Schule als Lebensort, in der das pÀdagogische Angebot sinnvoll verzahnt sei.

Angelika Scherb stellten den Schulalltag der Ganztagesschule vor: Ein offener Schulanfang ab 07:30 Uhr, feste Schulzeiten von 08:00 bis 16:00 Uhr, Unterrichtsblöcke mit Pausen und ein Mittagsband von 13:10 bis 14:00 Uhr mit einem verpflichtenden Mittagessen. Am Nachmittag ein Freizeitangebot, selbstbestimmt und angeleitet. Angestrebt ist die Verzahnung von Unterricht und Freizeit.

Dazu kommen Kooperationen mit VerbĂ€nden, Vereinen und Wirtschaft und mit Ehrenamtlichen und dem Netzwerk Berufsfindung. „Wir brauchen diese Menschen, um unsere SchĂŒler zu fördern“, sagte Angelika Scherb.

Schwerpunkt Berufsförderung

Das Profil der Schule werde eindeutig den Schwerpunkt auf die Berufsförderung legen. Das gehe in die Richtung eines dualen Systems, sagte Rektor Thomas Schneider.

Die Kosten fĂŒr die erforderlichen baulichen Maßnahmen – Einrichtung einer Mensa und eines Versammlungsraums – belaufen sich auf rund 325.000 Euro inklusive Brandschutz, erklĂ€rte der StĂ€dtische GebĂ€udemanager Götz Speyerer. 70 Prozent davon sind förderfĂ€hig, 50 Prozent sind sicher. Die Mehrkosten fĂŒr Personal werden sich auf rund 8.400 Euro jĂ€hrlich belaufen.

„Wir begrĂŒĂŸen diesen Schritt zur Standortsicherung“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Ziegler.

„Wir waren vor Ort und uns hat das Konzept, die SchĂŒler mit der Arbeitswelt vertraut zu machen, imponiert“, sagte Dr. Meinhard Georg (CDU).

Es ist eine Investition fĂŒr und in die Zukunft,

erklĂ€rte auch Petra Erl (SPD). Durch das Ganztagsmodell habe man ein Konzept gegen den Trend gegen die Werkrealschule gefunden. „Wir kĂŒmmern uns um diese Kinder“, so Erl. Und lobte den Mut von Eltern, dieser Schulform nicht den RĂŒcken zu kehren, sondern das Geeignete fĂŒr ihre Kinder zu wollen.

Auch Gudrun Ruster (FW) bezeichnete den vorgeschlagenen Weg als richtig.

Ladenburg sei eine Schulstadt fĂŒr Kinder mit verschiedenen Begabungen. „Wir brauchen die Werkrealschule fĂŒr die Chancengleichheit“, sagte Ingrid Dreier (GLL), denn die Lebenswelten hĂ€tten sich geĂ€ndert und manche Eltern könnten ihre Kinder in der Schule nicht unterstĂŒtzen.

Als pÀdagogisch sinnvoll bezeichnete auch Dr. Rudolf Lutz (FDP) die Entwicklung zur Ganztagesschule.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den Antrag zu stellen, die Werkrealschule „Unterer Neckar“ zur Ganztagesschule umzuwandeln und bei Bewilligung die notwendigen baulichen und personellen Maßnahmen vorzunehmen

Öffentliches BĂŒcherregal

Stadt bittet um Sorgfalt

Ladenburg, 05. Juli 2012. (red/pm) Die Stadt bittet um einen sorgfĂ€ltigen Umgang mit dem öffentlichen BĂŒcherregal am Domhof – es soll keine „AbfallentsorgungsstĂ€tte“ werden.

Information der Stadt Ladenburg:

„Am Ladenburger Rathaus hat der Arbeitskreis Stadtmarketing in Zusammenarbeit mit der Werkrealschule Unterer Neckar ein „öffentliches BĂŒcherregal“ eingerichtet. Sie können hier BĂŒcher kostenlos mit nach Hause nehmen, neue einstellen oder Titel tauschen. Dies wurde von Anfang an erfreulich gut angenommen. Viele BĂŒrgerinnen und BĂŒrger fĂŒllen durch bestĂ€ndigen BĂŒchertausch das Projekt mit Leben.

FĂŒr das dauerhafte Funktionieren eines solchen Angebots ist jedoch eine unabdingbare Voraussetzung: Neu eingestellte BĂŒcher mĂŒssen noch brauchbar und auch fĂŒr jeden lesbar sein.

Wir bitten Sie deshalb, sich an folgende, eigentlich selbstverstÀndliche Regeln zu halten:

  • Stellen Sie bitte keine zerfledderten oder unvollstĂ€ndige BĂŒcher in das Regal!
  • Wichtig: Falls Sie BĂŒcher in Kartons transportiert haben, nehmen Sie diese bitte auch wieder mit. Bitte lassen Sie keine Kartons mit BĂŒchern vor dem Regal stehen!

Das BĂŒcherregal darf nicht zu einer AbfallentsorgungsstĂ€tte werden.

So können Sie dazu beitragen, dass dieses Angebot auch weiterhin fĂŒr alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger nutzbar bleibt und, wie bisher, gerne angenommen wird.“

Gemeinderat beschließt weitere Halbtagsstelle

Jugendsozialarbeit wird verstÀrkt

Ladenburg, 27. Juni 2012. (red) Durch Änderungen der Förderungen von Stellen in der Schulsozialarbeit ist es fĂŒr die Stadt möglich, fĂŒr nur 4.500 Euro mehr pro Jahr eine zweite Stelle Halbtagsstelle in der Schulsozialarbeit zu schaffen.

Bislang gab es in Ladenburg eine Halbtagsstelle an der Werkrealschule Unterer Neckar und eine weitere mit zehn Wochenstunden an der Erich-KĂ€stner-Schule. Bislang wurden hier Fördermittel des Rhein-Neckar-Kreises beansprucht. Seit 2012 gibt es zusĂ€tzlich eine Landesförderung, die ein Drittel der anfallenden Kosten fördert. FĂŒr beide Förderungen ist mindestens eine Halbtagsstelle zu schaffen.

FĂŒr die Gesamtkosten fĂŒr zwei Halbtagsstellen von rund 45.000 Euro können so 23.000 Euro Fördergelder beantragt werden. Insgesamt kommen auf die Stadt also noch 22.000 Euro Lohnkosten zu. Die Stadt spart gegenĂŒber den bisherigen Regelungen 13.000 Euro und fĂŒr die Kinder und Jugendlichen steht mehr Zeit durch die neue Stelle zu VerfĂŒgung.

Die Leiterin der Merian-Realschule, Realschulrektorin Dr. Edeltrud Ditter-Stolz, betonte in der Sitzung, dass es viele SchĂŒlerinnen und SchĂŒler gebe, die „Probleme“ haben. Zudem sei die Schule hĂ€ufig mit den KlassenstĂ€rken „am Anschlag“, außerdem wachse der Druck durch die freie Schulwahl. Die Inklusion, also der Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kinder, werde ebenfalls neue Herausforderungen schaffen:

Wir brauchen dringend UnterstĂŒtzung – auf fĂŒr prĂ€ventive Maßnahmen.

Gerade junge Menschen ohne familiÀren Ansprechpartner brÀuchten diese Sozialarbeit sehr dringend. Die Rektorin sagte, sie höre immer, man habe keine Probleme an der Schule:

Nur weil wir sehr engagiert arbeiten, heißt das nicht, dass wir keine Probleme haben. Die haben wir.

Stadtrat GĂŒnter BlĂ€ĂŸ sagte, dass vor allem die PrĂ€vention wichtig sei, damit Konflikte vor einem Ausbruch gelöst werden könnten. Man sei zwar bestrebt, das Personal niedrig zu halten, aber in diesem Fall von der Notwendigkeit ĂŒberzeugt.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler sagte, die Kooperation zwischen Jugendzentrum und Schulsozialarbeit sei erfolgreich und könne ausgebaut werden.

SPD, Freie WĂ€hler, GLL und FDP schlossen sich der Sichtweise an.

Stadtrat Dr. Rainer Beedgen (CDU) erkundigte sich, was denn die grĂ¶ĂŸten Probleme mache.

Frau Ditter-Stolz sagte:

Das sind die Probleme unserer Gesellschaft. Viele Kinder sind verwöhnt-verwahrlost. Viele haben viel, aber keine Zuwendung, hinzu kommt eine Überforderung durch die Medien.

Entlassfeier Martinsschule: „Es war schön mit Euch!“


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Rektor Kurt Gredel verabschiedet MartinsschĂŒler.

Rhein-Neckar/Ladenburg, 22. Juli 2011. (red) 22 Absolventen der Martinsschule wurden heute in Ladenburg feierlich entlassen. Der Rektor Kurt Gredel verabschiedete seine SchĂŒlerinnen und SchĂŒler mit seiner positiven Lebensfreude und Stolz: „Ihr habt das gelernt, was euch möglich war und uns alle und eurer Eltern damit beschenkt.“

Von Hardy Prothmann

Die Martinsschule in Ladenburg ist eine ganz normale Schule fĂŒr besondere Kinder – 254 Kinder wurden hier im vergangenen Schuljahr unterrichtet, 22 wurden heute aus ihrer Schulzeit entlassen, fĂŒnf davon absolvierten die Außenklasse an der Werkrealschule Unterer Neckar.

Die MartinsschĂŒler sind körperbehindert, teils schwerst. Lernen ist fĂŒr viele von ihnen mit großen MĂŒhen verbunden – ebenso fĂŒr alle, die sie dabei unterstĂŒtzen, ob Lehrer, SonderpĂ€dagogen, Therapeuten, Hausmeister oder das KĂŒchenpersonal.

Auf die SchulabgĂ€ngerinnen und -abgĂ€nger warten neue Herausforderungen außerhalb der Schule. Einige wechseln zu beruflichen BildungstrĂ€gern, andere beginnen direkt ein „Arbeitsleben“ in speziellen Einrichtungen wie BehindertenwerkstĂ€tten.

Rektor Kurt Gredel betonte die besonderen Eigenschaften seiner nun ehemaligen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler: „Bei euch stand immer die SolidaritĂ€t mit den anderen im Vordergrund. Ihr habt euch gegenseitig geholfen, gegenseitig gelacht und auch gegenseitig getrauert. Und ihr habt das gelernt, was euch möglich war und uns alle und eure Eltern damit beschenkt.“

Gredel ist ein Mensch, der den Mut nie verliert, sondern gibt: „Wer euch genau kennenlernen möchte, muss „gewohnte“ Spuren verlassen – um eine Spur zu finden.“ Weiter betonte der Rektor den besonderen Charakter der Schule als „offene“ Schule, „in der sich viele begegnen können“. Sehr herzlich und ergriffen sagte er: „Es war schön mit Euch!“

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Große Freude ĂŒber den besonderen Tag und die Zeugnisse.

Auf dem Programm standen PrĂ€sentationen der Klassen von Anke Stone und Ingrid Siller – humvorvolle Bildershows, die an die gemeinsame Zeit erinnerten. Die SchĂŒlerband und der Lehrerchor unterhielten musikalisch. Danach standen die ZeugnisĂŒbergaben auch fĂŒr die Klassen von Bernd Nagel und Dagmar Pesek auf dem Programm.

Insgesamt wurde viel gelacht bei dieser Entlassfeier – wĂ€hrend der ZeugnisĂŒbergaben sah man aber auch viele nachdenkliche Gesichter bei Eltern, Familienangehörigen und Freunden, dem Personal der Martinsschule oder Vertretern anderer Schulen, die ganz sicher die vergangenen Jahre erinnerten und an die kommende Zeit dachten.

Die SchulabgĂ€nger/innen waren da viel entspannter und freuten sich sehr stolz ĂŒber ihre Zeugnisse.

Vertreter der Stadt Ladenburg, des Gemeinderats oder des SchultrĂ€gers Rhein-Neckar-Kreis waren, soweit wir das beobachten konnten, nicht anwesend – was von vielen Anwesenden bedauert worden ist.

Die Bildergalerie zur Entlassfeier finden Sie beim rheinneckarblog.de.