Dienstag, 30. November 2021

ZĂ€hlerstand bis 06. Dezember mitteilen

Wasseruhren-Selbstablesung 2013

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Die Gemeinde bittet BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, Ihre WasserzĂ€hler abzulesen. Foto: Wikipedia, AndrĂ© Karwath (CC BY-SA 2.5)


Ladenburg, 20. November 2013. (red/pm) Um eine genaue Jahresverbrauchsabrechnung der Wasser- und SchmutzwassergebĂŒhren zu erstellen, benötigt die Stadt die neuesten WasserzĂ€hlerstĂ€nde. Wie schon in den vergangenen Jahren werden die BĂŒrger gebeten, die ZĂ€hlerstĂ€nde selbst abzulesen und zu ĂŒbermitteln. [Weiterlesen…]

Wasser wird nicht privatisiert – der Schriesheimer Gemeinderat trĂ€gt nichts dazu bei

„Vielen war nicht bewusst, dass es Altenbach und Ursenbach direkt betrifft“

Auch kĂŒnftig kommt bezahlbares und hochwertiges Wasser von kommunalen Versorgern beim Verbraucher an.

 

Schriesheim/Rhein-Neckar, 21. Juni 2013. (red/zef) Heute erteilte der EU-Kommissar Michel Barnier der Privatisierung von der Trinkwasserversorgng auf massiven öffentlichen Druck der EuropĂ€ischen BĂŒrgerinitiative right2water, von Kommunen und dem Deutschen StĂ€dtetag  eine endgĂŒltige Absage. Der Gemeinderat Schriesheim hat es jedoch am Mittwoch versĂ€umt, im Gegensatz zu den GemeinderĂ€ten in Weinheim und Heddesheim, seinen Beitrag zu leisten. Eine entsprechende Resolution von GrĂŒnen und SPD lehnte der Gemeinderat mit einem Patt von 13 Ja- und 13 Nein-Stimmen ab. Besonders irritierend Ă€ußerte sich die Fraktion der CDU: Ihr war nicht bewusst, dass die Ortsteile Ursenbach und Altenbach im Gegensatz zu Schriesheim von einer europaweiten Ausschreibung betroffen gewesen wĂ€ren. [Weiterlesen…]

Wasser wird nicht privatisiert

EuropĂ€ische BĂŒrgerinitiative erfolgreich

Rhein-Neckar/BrĂŒssel, 21. Januar 2013. (red) Nach verschiedenen Medienberichten ist die umstrittene Richtlinie zur Privatisierung der Wasserversorgung vom Tisch. Mehr als 1,5 Millionen EU-BĂŒrger/innen hatten gegen eine Privatisierung protestiert. Mehr als eine Millione Stimmen aus sieben LĂ€ndern waren nötig, um sich gegen die Privatisierung zu wehren. Das Ziel wurde erreicht. [Weiterlesen…]

Laut Landtagsabgeordnetem Uli Sckerl bedroht die EU die kommunale Wasserverorgung

Trinkwasser bald nur noch fĂŒr Reiche?

Schriesheim/Rhein-Neckar, 05. MĂ€rz 2013. (red/zef) Schwerpunktthema der GrĂŒnen Kreisversammlung am 28. Februar war etwas, das jeden betrifft: Die Wasserversorgung. Am 28. Juli 2010 erklĂ€rten die Vereinen Nationen den Zugang zu sauberem Wasser zu einem Menschenrecht. Das Problem ist jedoch: Dies ist gesetzlich nicht bindend. Laut Uli Sckerl, dem Vorsitzenden der GrĂŒnen Rhein-Neckar, möchte nun die EuropĂ€ische Kommission, die Regierung der EU, dieses Recht unterlaufen. Bereits 1,2 Millionen BĂŒrgerInnen der EU haben sich in einer EuropĂ€ischen BĂŒrgerinitiative (EBI) dagegen ausgesprochen. [Weiterlesen…]

Die „Ladenburger Sandbank“ – Wasserspielplatz fĂŒr große Jungs


Ladenburg, 07. Oktober 2011. (red) Zur Zeit wird der Neckar bei Ladenburg ausgebaggert. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende des Jahres. Was und warum das genau geschieht, erklÀrt das Schifffahrtsamt in Heidelberg.

Von Tillmann Bross

Wer dieser dieser Tage den Neckar von der Ladenburger BrĂŒcke betrachtet, dem werden zuerst die großen Baggerschiffe auffallen, die im Neckar graben, als wĂ€re es ein Sandkasten und sie Spielzeug. Moment mal!? Im Neckar graben? Wie geht denn das? Und warum ĂŒberhaupt?

„Der Bagger grĂ€bt im Neckar, um die Fahrrinne fĂŒr Transportschiffe auf die optimale Tiefe zu bringen“, sagt Dipl. Ing. Jörg Huber, Leiter der Wasser-und Schifffahrtsverwaltung Heidelberg. Nachdem Messschiffe alle zwei Jahre mit Echolot die Tiefe des Flusses gemessen haben, werden die Daten mit den vorgeschriebenen Maßen der Fahrrinne verglichen.

So kann festgestellt werden, ob sich Sediment abgelagert hat, das heißt, dass die Strömung des Flusses eine Menge Schlamm oder in diesem Fall Kies an diese Stelle transportiert hat, sodass sich eine Art Sandbank bildet. Das war hier der Fall. FĂŒr die Berufsschifffahrt ist das nicht ungefĂ€hrlich und fĂŒr das WSV in Heidelberg teuer, wenn ein Schiff auf dem von der Behörde verwalteten Teil des Neckars beschĂ€digt wird.

Auf Höhe des "Stegs" wird auf dem Neckar bei Ladenburg eine Sandbank weggebaggert. Zum Einsatz kommen sogenannte "Schuten"

Kurz und gut, das Schifffahrtsamt hat beschlossen, die Fahrrinne zu vertiefen. Deswegen befördert der Bagger fleißig den Kies auf sogenannte „Schuten“, Schiffe ohne eigenen Antrieb, also „AnhĂ€nger im Wasserverkehr“, die die Sedimente in Aufbewahrungslager bringen.

Klingt alles ganz einfach. Ist es soweit auch, da ein erschwerender Faktor nicht eingetreten ist: Der Flussgrund ist nicht mit Schadstoffen belastet, die man besonders sorgfĂ€ltig abtransportieren und unschĂ€dlich machen mĂŒsste. Ein Hoch auf den Neckar, dessen Flussbett hier aus Kies besteht. „Der Kies ist sauber“, sagt Herr Huber.

Ladenburg ist kein Einzelfall, auch in Freudenheim wird gebaggert. Die BegrĂŒndung: Der Neckar ist zwar ein Fluss mit wenig Strömung, doch gab es eine kleine Hochwasserwelle, die fĂŒr die „Ladenburger Sandbank“ gesorgt hat.

Da die Wasserbaustelle sich selbstverstĂ€ndlich ĂŒber der Fahrrinne befindet, ist der Wasserverkehr eingeschrĂ€nkt. Schließlich mĂŒssen die Schiffe an dieser Stelle auf viel kleinerem Raum den Fluss befahren und, wer hĂ€tte das gedacht, langsamer fahren.

Das stört natĂŒrlich die Fahrer der Schiffe, und wer kann ihnen da nicht beipflichten? Hat nicht jeder schonmal morgens mit zitterdem Fuß auf dem Gas an der Baustelle auf der Autobahn gewartet und am liebsten seinen Kleinwagen in einen Hubschrauber verwandelt?

Doch es gibt gute Nachichten. Die Baustelle besteht seit Mitte September und wird voraussichtlich gegen Ende des Jahres beendet sein. Wann wird der Bagger denn wieder sein munteres Werk in Ladenburg verrichten?

„Das kommt auf den Fluss an.“ FĂŒr eine Überraschung scheint der Neckar immer gut zu sein.

Anmerkung:
Tillmann Bross (17), ist Gymnasiast (12. Klasse) aus Bad DĂŒrkheim und absolviert zur Zeit ein Kurzpraktikum beim Ladenburgblog.de.

Infoveranstaltung „Gesplittete AbwassergebĂŒhren“

Guten Tag!

Ladenburg, 03. Dezember 2010 (cm/pm). Die Stadt Ladenburg lĂ€dt am 07. Dezember 2010 um 19:30 Uhr in die Lobdengauhalle zu einer Informationsveranstaltung ĂŒber „Gesplittete AbwassergebĂŒhren“ ein. Aufgrund eines Urteils des Verwaltungsgerichtshofs Baden-WĂŒrttemberg wurden alle Gemeinden im Land zur EinfĂŒhrung dieser getrennten AbwassergebĂŒhrenberechnung verpflichtet.

KĂŒnftig kann bei der Wasserabrechnung gesplittet werden. Bild: ladenburgblog.de

Jeder Haushalt einer Kommune muss AbwassergebĂŒhren bezahlen. Die Berechnung fĂŒr diese GebĂŒhr verlief bisher pauschal. Grundlage fĂŒr die GebĂŒhr war die entnommene Frischwassermenge. Also der Verbrauch an gewöhnlichem Leitungswasser. Diese Berechnung ist jedoch problematisch.

Wird das Wasser beispielsweise zum Gießen von Blumen oder zur BewĂ€sserung eines Gartenbeets verbraucht, fließt es fĂŒr gewöhnlich nicht in den Kanal zurĂŒck. Die AbwassergebĂŒhr fĂŒr Schmutz- und Niederschlagswasser wurde jedoch auf dieser Basis kalkuliert.

FĂŒr einen BĂŒrger aus dem Landkreis Schwarzwald-Baar war dies Grund genug, gegen das Landratsamts vorzugehen. Nachdem er einen AbwassergebĂŒhrenbescheid erhalten hatte, kam er zu dem Schluss, dass die Kalkulation falsch sei. Sein Widerspruch gegen den Bescheid wurde vom Landratsamt jedoch abgewiesen.

Mit dem Grundgesetz gegen AbwassergebĂŒhren

Am 10. August 2007 reichte der Betroffene deshalb eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Freiburg ein. Man prozessierte sich durch alle Instanzen, bis schließlich der Verwaltungsgerichtshof Baden-WĂŒrttemberg am 11. MĂ€rz 2010 sein Urteil fĂ€llte. Das Gericht erklĂ€rte, dass die „Erhebung einer nach dem Frischwassermaßstab berechneten einheitlichen AbwassergebĂŒhr […] auch bei kleineren Gemeinden in aller Regel gegen den Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG sowie das Äquivalenzprinzip“ verstĂ¶ĂŸt.

Kalkulation muss gesplittet werden

Um fehlerhafte Kalkulationen zukĂŒnftig zu vermeiden, muss in Baden-WĂŒrttemberg eine getrennte AbwassergebĂŒhrenberechnung eingefĂŒhrt werden. Wie diese gestaltet und realisiert wird, darĂŒber informiert die Stadt am Dienstag den 07. Dezember ab 19:30 in der Lobdengauhalle.

Das Urteil kann hier im Volltext eingesehen werden.

Anmerkung der Redaktion:

Christian MĂŒhlbauer absolviert ein redaktionelles Praktikum bei uns in der Zeit vom 22. November – 10. Dezember 2010. Herr MĂŒhlbauer studiert an der Fachhochschule Ansbach “Ressortjournalismus.-€