Mittwoch, 18. Mai 2022

LSV Ladenburg erwartet zum Triathlon-Festival mehr als 1.600 Teilnehmer

Der 18. „Römerman“ steht bevor

Johannes Moldan gewann den "Römerman" 2010, vergangenes Jahr belegte er den 5. Platz. Und 2012? Wird spannend...

 

Ladenburg, 17. Juli 2012. (red/la) Am Samstag, den 21. Juli findet im Römerstadion das 18. Triathlon-Festival statt. Der LSV erwartet hierzu mehr als 1.600 Spitzen- und Breitensportler. Höhepunkt ist der „Römerman“, bei dem um 14 Uhr die Teilnehmer ĂĽber die olympische Distanz starten.

Das Ladenburger Triathlon-Festival hat sich zu einem Event auf Weltklasseniveau entwickelt. Breitensportler wie Top-Athleten finden auf der Wettkampfstrecke zwischen Ladenburg und dem vorderen Odenwald ihre Herausforderung. Als Teil des Rhein-Neckar Triathlon-Cups werden beim „Römerman“ auch dieses Jahr wieder Spitzenathleten am Start sein.

Mathias Pfähler vom LSV Ladenburg hofft bei seinem Heimtriathlon gut abschneiden zu können. Nach dem dritten Platz in seiner Altersklasse bei der Ironman-EM Frankfurt rechnet er sich auf jeden Fall gute Chancen aus. Auch Vorjahressieger Johannes Moldan vom SV WĂĽrzburg 05 tritt wieder an, um seinen Titel zu verteidigen. Dieses Jahr gewann er bereits beim „Dirty-Race Murr“ und wurde FĂĽnfter beim Ironman auf Mallorca. Vorne mitlaufen will auch Michael Göhner, der 2011 den dritten Platz beim Frankfurter Ironman belegte.

Das Frauenfeld fĂĽhrt die Titelverteidigerin des BASF Triathlon-Cups Katja Rabe vom Canyon Tri Team an. Lokalmatadorin und Vize-Europameisterin ĂĽber die Langdistanz Tanja Adler wird ebenfalls dabei sein. Zum Rhein-Neckar Triathlon-Cup gehören neben der Auftaktveranstaltung in MuĂźbach, der Ladenburger „Römerman“, der „Heidelbergman“ am 29. Juli sowie der Viernheimer V-Card Triathlon am 18. und 19. August.

Bevor die Topathleten an den Start gehen werden, gehört die Strecke jedoch den rund 800 Teilnehmern des Fitness-Triathlon messen werden. Neben den sportlichen Wettbewerben wird den Breiten- und Fitnesssportlern und Zuschauern ein Rahmenprogramm geboten. Neben der Triathlon-Expo runden verschiedene VorfĂĽhrungen und die Finisher-Party das Festival ab. Ab 20 Uhr wird im groĂźen Festzelt der Abschluss des sportlichen Events mit den „Star Boyzz“ gefeiert.

Die Wettbewerbe:

  • „Römerkids“
    Schüler C (Delfine): 50 Meter Schwimmen – 2,5 Kilometer Radfahren – 400 Meter Laufen
    Schüler B (Tiger): 100 Meter Schwimmen – 4 Kilometer Radfahren – 800 Meter Laufen
  • Fitness-Triathlon:
    Schüler A und Jugend B: 200 Meter Schwimmen – 7 Kilometer Radfahren – 2 Kilometer Laufen
    Jugend A, AK 1-4 und Senioren 1-7: 500 Meter Schwimmen – 20 Kilometer Radfahren – 5 Kilometer Laufen
  • „Römerman“:
    AK 1-4 und Senioren 1-7: 1,8 Kilometer Schwimmen (Neckar) – 42 Kilometer Radfahren – 10 Kilometer Laufen

Zeitplan:

  • „Römerkids“: 8:45 und 9:00 Uhr (Freibad)
  • Fitness-Triathlon: ab 9:20 Uhr – 12:40 verschiedene Starts (Freibad)
  • „Römerman“: 14 Uhr (Neckarufer in Ladenburg, Flusskilometer 16)
  • „Römer“-Staffel: 14:10 Uhr

Weitere Informationen finden Sie unter www.roemerman.de

Anmerkung der Redaktion: Mit Informationen des LSV Ladenburg

Matthias Pfähler berichtet von seinem 3. Platz beim "Ironman" in Frankfurt

Erfolgreiches Wochenende fĂĽr Ladenburger Triathleten

Trotz erfolgreicher guter Leistung fühlt er sich ein bischen bestraft - der Athlet Matthias Pfähler. Quelle: LSV Ladenburg.

Ladenburg, 12. Juli 2012 (red/pm) Gute Plätze für Ladenburger Triathleten: Am Dienstag bei der Organisationssitzung für das 18. Ladenburger Triathlon Event konnte der Abteilungsleiter Günter Bläß mit seinem Organisationsteam gleich sieben Athleten des LSV Ladenburg zu ihren sehr guten Leistungen gratulieren. Mathias Pfähler berichtet persönlich, wie er den Wettkampf erlebt hat.

Information der LSV Ladenburg:

„Mathias Pfähler wurde beim „Ironman European Championship“ in Frankfurt 3. Europameister in der AK 35 und hat somit wieder die Qualifikation fĂĽr Hawaii. Tanja Adler wurde bei der „Challenge Roth offizielle ETU-Langdistanz-Europameisterschaft“ am 08.07.2012 Vize-Europameisterin in der AK 25. Claudia Lörsch erhielt die Bronzemedaille bei der „Deutschen Meisterschaft“ im Triathlon Olympische Distanz. Ihrer Silbermedaille beim Duathlon in Oberursel am 1. Mai lieĂź sie nun eine Bronzemedaille ĂĽber die Olympische Triathlondistanz folgen.

Mathias Pfähler erreichte in seinem 23. Lauf den 3. Platz als Europameister in der Altersklasse 35, mit einer Zeit von 9:10:39 Stunden ist das der 37. Platz insgesamt.Damit besitzt er die Qualifikation fĂĽr Hawaii – auf dem Ladenburgblog beschreibt er spannend, wie er den Wettkampf erlebt hat.

Von Mathias Pfähler

„…in den ersten vier Rennstunden herrschte durchweg strömender Regen, danach hatten wir einen plötzlichen Wetterumschwung bis hin zu sommerlichen Temperaturen. Das Schwimmen war okay und ich blieb in meinem Soll  – ich hatte mit einer Schwimmzeit zwischen 59 Minute und 1:05 Stunde gerechnet. Der erste Wechsel verlief ebenfalls gut. Beim Radfahren benötigte ich einige Zeit, um meinen Rhythmus wieder zu finden, da es nun auf einmal anfing zu regnen und die Schauer immer heftiger wurden. Die Strecke war an mehreren Stellen abgeändert zu den Vorjahren – ohne dass ich sie deswegen als leichter oder schwerer empfand – vielleicht einen Tick länger als 180 Kilometer.

Etwa bei Kilometer 70 kurz vor Bad Vilbel kam der erste Genickschlag: Ich fuhr auf eine Gruppe von rund 30 Athleten auf und konnte einen nach dem anderen ĂĽberholen. Dazwischen fädelte ich mich wieder ein, ohne zu dicht auf meinen Vordermann aufzufahren. SchlieĂźlich kenne ich das Problem, da ich oft genug in der Situation bin, dass ich an mehr oder weniger groĂźen Gruppen vorbeifahre und sie ĂĽberhole. Doch auf einmal kam ein Pfiff, das Motorrad neben mir – die „nette“ Frau als Referee zeigte mir die „Schwarze Karte“.

Na Bravo !

Ich fragte kurz nach:  „Warum?“ Sie rief mir kurz etwas zu, was ich bei dem Regen, dem Motorradlärm und bei dem Fahrtwind nicht verstand.

Dann zeigte sie zwei weiteren Athleten ebenfalls eine Schwarze Karte. Das hatte zur Folge, dass wir zu dritt die nächste Penalty Box anfuhren, anhielten, eine Stoppuhr in die Hand bekamen, die auf sechs Minuten voreingestellt war und auf der diese Zeit ablief. Während der anschlieĂźenden sechs Minuten konnten wir in aller Ruhe unseren Namen und Startnummer registrieren lassen und uns den A…. abfrieren. Ich vermied es dabei, auf die Strecke zu blicken, um nicht wieder alle Athleten, die ich schon ĂĽberholt hatte, an mir vorbeifahren zu sehen.

Wut im Bauch

Nach endlos erscheinenden sechs Minuten ging es mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch weiter, natĂĽrlich zu schnell. Aber was will man machen, wenn der Verstand sagt: „Bleib entspannt und fahr Dein Tempo weiter, das Rennen ist noch lang genug“, aber der Bauch sich so ĂĽber die Ungerechtigkeit ärgert, dass diese Aggression abgebaut werden muss.

Also Bad Vilbel Vollgas hoch und immer weiter, bis ich so langsam einen nach dem anderen Athleten, an denen ich zuvor schon vorbei gewesen war, wieder überholte. In der zweiten Runde ging das so weiter, bis ich merkte, dass es langsam nun doch zu hart würde. In der ganzen Aufregung hatte ich auch meinen Ernährungsplan missachtet, was sich in Folge noch rächen sollte. Ab Kilometer 150 musste ich dann schließlich einen Gang rausnehmen und meine Einhol- beziehungsweise Überholvorgänge wieder einschränken. Ohne diese sechs Minuten hätte ich die schnellste Fahrzeit in meiner Altersklasse.

Der Mann mit dem Hammer

Der zweite Wechsel war gut. Das Loslaufen war aber schwierig. Nach ein paar Minuten kam ich wieder in meinen Rhythmus und lief immer so knapp um die 14 Minuten pro Kilometer – fĂĽr mich ist das ideal, nicht zu schnell. Der Mann mit dem Hammer kam in der dritten Runde – mir ging regelrecht der Sprit aus – und ich versuchte mich mit Wasser und Cola am Leben zu halten, Gel ging nicht mehr. Ich wurde immer langsamer – und meine innerliche Enttäuschung wuchs an, da ich nichts dagegen machen konnte, auĂźer weiter zu laufen – so schnell es irgendwie geht. So wurde die zweite Hälfte des Marathons zur Qual. Ich wusste, dass ich nach der Penalty Box Anfängerfehler begangen hatte, deren Quittung ich jetzt bekam.

Zum Glück waren zahlreiche Freunde, Bekannte und Verwandte an der Strecke, so dass ich mich immer wieder aufraffen konnte und körperlich sowie mental nicht noch mehr in Schwierigkeiten kam.

Vielen herzlichen Dank! Ihr habt mir sehr geholfen! Ohne Euch wäre der Tag noch etwas länger gewesen.

Eigene Enttäuschung – trotz guter Leistung

Nach alledem war ich daher auch nicht gerade zufrieden als ich endlich im Ziel war. Ich will nicht vermessen oder ĂĽberheblich sein. Aber wer mich kennt, weiĂź, was ich kann und welche Zeit auch bei solchen Bedingungen fĂĽr mich drin gewesen wäre. So traue ich mir beispielsweise einen Marathon von 2:50 bis 2:54 Stunden durchaus zu. Das Ergebnis 3. Platz in meiner Altersklasse ist okay, auch wenn ich ohne die „Schwarze Karte“ jetzt den Titel des Altersklasseneuropameisters hätte.“