Freitag, 28. Januar 2022

„UnumgĂ€ngliches“ Chaos: Berufspendler in Richtung Heidelberg „stinksauer“

Guten Tag!

Rhein-Neckar/Heidelberg, 19. Oktober 2010. Eine Verkehrsbefragung hat heute morgen auf der A 5 zu mindestens fĂŒnf Kilometern Stau in beiden Richtungen gefĂŒhrt. Auch die B 3 war zeitweise „dicht“. Auf der B 37 (A 656) an der Stadteinfahrt Heidelberg hatte die Polizei von zwei auf eine Fahrspur verengt: Der „Geschwindigkeitstrichter“ sorgte fĂŒr Stau und großen Unmut.

Von Hardy Prothmann

Bis gegen 09:00 Uhr gingen rund ein Dutzend Anrufe in der Redaktion ein – bei der Polizei in Heidelberg ein Vielfaches: „Wir haben gefĂŒhlt an die 100 Beschwerdeanrufe erhalten“, sagt der Heidelberger Polizeisprecher Harald Kurzer auf Anfrage. Darunter auch sehr aufgeregte GeschĂ€ftsleute, die mit Klagen drohten, weil ihre Angestellten teils ĂŒber eine Stunde zu spĂ€t zur Arbeit kamen und damit der GeschĂ€ftsbetrieb empfindlich gestört wurde.

Die Polizei ist fĂŒr das Chaos nicht verantwortlich, sondern ist nur Hilfeleister: „Nur die Polizei darf Autofahrer anhalten“, erklĂ€rt Harald Kurzer. Und das tat sie: Rund jeder zehnte Autofahrer in Richtung Heidelberg wurde heute Morgen „herausgewunken“. Wer ĂŒber das Radio oder Mobiltelefone vom Stau erfahren hatte, versuchte sein GlĂŒck ĂŒber die B 3: „Ab Hirschberg und Schriesheim stand hier dann auch alles.“

Die Stadt Heidelberg fĂŒhrt diese Verkehrsbefragung durch. Gestern gab es in Heidelberg dazu eine Pressekonferenz – viel zu kurzfristig aus Sicht der Autofahrer. „Wir können und wollen das nicht großartig ankĂŒndigen, weil sonst das wissenschaftliche Ergebnis verfĂ€lscht wĂŒrde“, sagte Bert-Olaf Rieck vom Amt fĂŒr Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Heidelberg. „Wir wissen, dass die B 37 eine problematische Stelle ist und haben mit RĂŒckstau gerechnet, aber nicht in diesem Umfang.“

Die Befragung wurde abgebrochen und könnte im Lauf des Tages weitergefĂŒhrt werden, sagte Sebastian Gieler vom Amt fĂŒr Verkehrsmanagement auf Anfrage: „Das ist sicher fĂŒr die Autofahrer nicht schön, aber wir benötigen diese Daten eines möglichst unbeeinflussten Verkehrsverhaltens.“ Das sei die einzig denkbare Möglichkeit, um an gute Daten zu kommen, „die schließlich der Allgemeinheit zu gute kommen“. Man habe im Vorfeld intensiv ĂŒber die Maßnahme diskutiert, dieses Verfahren sei „unumgĂ€nglich“.

ZusĂ€tzlich gibt es noch Haushaltsbefragungen und VerkehrszĂ€hlungen. Die Stadt rechnet damit, dass bis Januar die Daten von einem Berliner IngenieurbĂŒro ausgewertet sein werden und im Februar öffentlich gemacht werden können.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

5. „BĂŒrGenLand“-Regionalmarkt auf der Festwiese

Guten Tag

Ladenburg/Rhein-Neckar, 24. September 2010. (red/pm) Die Initiative „BĂŒrGenLand“ (BĂŒrger fĂŒr eine gentechnikfreie Landwirtschaft in der Kurpfalz) lĂ€dt am Samstag, den 25. September 2010 von 11:00-18:00 Uhr auf die Festwiese zum 5. KurpfĂ€lzer Regionalmarkt ein. Angeboten werden landwirtschaftliche Produkte aus der Region – garantiert gentechnikfrei.

Pressemitteilung der Initiative „BĂŒrGenLand“

Uli Sckerl (MdL BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen) und BM Ziegler (SPD) auf dem Regionalmarkt. Bild: BĂŒrGenLand

„Bereits zum 5.Mal lĂ€dt die Initiative „BĂŒrger fĂŒr eine gentechnikfreie Landwirtschaft in der Kurpfalz“ (BĂŒrGenLand) fĂŒr Samstag, den 25. September 2010 von 11.00 bis 18.00 Uhr nach Ladenburg auf die Festwiese zum KurpfĂ€lzer Regionalmarkt ein.

Der Erzeugermarkt steht unter dem Motto: Gentechnikfrei genießen – Landwirtschaftliche Produkte aus der Region fĂŒr die Region. Eingebettet ist der Regionalmarkt in der bundesweiten Aktionswoche „Tag der Regionen“. Die Eröffnung des Marktes erfolgt um 13.00 Uhr durch BĂŒrgermeister Rainer Ziegler.

AnlĂ€sslich des 5jĂ€hrigen Bestehens gibt es ein Preisausschreiben mit attraktiven Preisen, z.B. einen „KurpfĂ€lzer Schlemmerkorb“, gefĂŒllt mit leckeren Erzeugnissen von den Regionalmarkt-StĂ€nden. Auf die Kinder warten ein Malwettbewerb und eine HĂŒpfburg.

Mit dem Regionalmarkt will die Initiative BĂŒrGenLand landwirtschaftlichen Betrieben, aber auch Erzeugern und Herstellern die Möglichkeit bieten, ihre Betriebe und Produkte einem breiten Publikum vorzustellen.

Der Markt prĂ€sentiert somit mit den regionalen Betrieben fast die ganze Bandbreite der Erzeugung. So erwarten die Organisatoren von BĂŒrGenLand Landwirte, GemĂŒsegĂ€rtner und Imker. Außerdem werden Metzgerei, BĂ€ckerei, KĂ€serei und Winzer ihre SpezialitĂ€ten auftischen und den Gaumen erfreuen. Alle Aussteller sind entweder anerkannt ökologisch wirtschaftende Betriebe oder konventionelle, die zumindest bis Ende 2011 sich zu einem Verzicht auf gentechnisch verĂ€ndertes Saatgut, Futtermittel bzw. Lebensmittel verpflichtet haben.

Viele konventionelle Betriebe aus der Kurpfalz haben mittlerweile diese SelbstverpflichtungserklĂ€rung unterschrieben. Sie wehren sich gemeinsam mit den Verbrauchern gegen die AnfĂ€nge der GrĂŒnen Gentechnik. Sie wollen eine Produktion mit der Natur und nicht gegen sie.

Mit dabei sind in diesem Jahr:
Winzer: Seiler (Weyher,), Weingut Schwarztrauber (Neustadt-Mußbach,)
GemĂŒsegĂ€rtner: Hege (Ladenburg), Tomatenlust Treiber (Mannheim-Friedichsfeld)
Verarbeiter: BĂ€ckerei Wolf (Weinheim,), Metzgerei P.S.PfĂ€lzer SpezialitĂ€ten (Heidelberg,), KĂ€semanufaktur MĂŒller (Hockenheim), Falter Fruchtsaft (Heddesbach,), Timrott Bio-Produkte (Ilbesheim), ARISTA-Öle (Speyer), Lobdengau-Brauerei (Ladenburg), Gutting
Landwirtschaftliche Betriebe: Bitsch (Rimbach-Zotzenbach), Meng (Ladenburg), Pfalznudel (Großfischlingen), gEISslein (Laudenbach)
Imker: Lunahof (Bad DĂŒrkheim), Imkerei Hagemeier
Sonstige: Attac Mannheim, Heidelberger Partnerschaftskaffee

Mit den Produkten ARISTA Öle und den Timrott-Bioprodukten schaut der Regionalmarkt allerdings auch ĂŒber den Tellerrand unserer Region hinaus: erlesene Essige, Senfsorten und Olivenöle werden angeboten.

Der Kaffee aus dem Projekt „Heidelberger Partnerschaftskaffee“ bringt ökologischen Kaffeegenuss ohne Ausbeutung fĂŒr die Kaffee-Anbauer. Die BĂ€ckerei Wolf aus Weinheim verarbeitet ausschließlich Mehl aus dem Kraichgau-Korn von zertifizierten MĂŒhlen. Das regional denkende Familienunternehmen Falter-FruchtsĂ€fte – SĂ€fte „made“ im Odenwald – stellen ihre SĂ€fte bereits in dritter Generation im Odenwald her.

FĂŒr SchleckermĂ€uler und Feinschmecker gibt es köstliches Eis aus frischer Ziegenmilch vom gEISslein-Ziegenhof aus Laudenbach. Wenn die Marktbesucher etwas StĂ€rkung benötigen, lĂ€dt ein Biergarten mit „Lobdengau- Bier“ zum Verweilen ein.

Die KĂ€serei MĂŒller aus Hockenheim bietet in diesem Jahr nicht nur handgefertigte KĂ€se an, sondern auch Jazzmusik vom Feinsten mit der Formation „The Pope of Cheese“. Molkereimeister und Drummer Lothar MĂŒller prĂ€sentiert mit Regina Litvinova und den Gitarristen und Komponisten Werner Goos zwei Edelsteine der Deutschen Jazzszene. Komplettiert wurde das Trio durch Hans-Joachim Grieb. Mit Modern Jazz, von klassisch inspiriert bis zum funky Stil mit viel Raum fĂŒr die IndividualitĂ€t wird diese Jazzformation fĂŒr eine perfekte musikalische Umrahmung des 5.KurpfĂ€lzer Regionalmarktes sorgen.

Das BĂŒndnis „BĂŒrger fĂŒr eine gentechnikfreie Landwirtschaft in der Kurpfalz“ wurde aus verschiedenen Gruppen des BUND (Bund fĂŒr Umwelt- und Naturschutz) sowie einigen Ortsgruppen von BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen und der GrĂŒnen Liste Ladenburg gegrĂŒndet. In ihm sind viele Einzelpersonen Mitglied, aber auch die Stadt Ladenburg, die Stadt Walldorf, die Stadt Heidelberg und die Gemeinde Ilvesheim. Neben den genannten Kommunen sind bereits weit ĂŒber 30 Gruppierungen und Organisationen Mitglied bei BĂŒrGenLand!

Das BĂŒndnis BĂŒrGenLand setzt sich kritisch mit den Fragen der GrĂŒnen Gentechnik auseinander und kĂ€mpft dafĂŒr, dass auch nach dem letztjĂ€hrigen Verbot des Genmaises MON 810 definitiv Schluss ist mit GVO-Versuchen in der Kurpfalz.

Die skandalösen VorgĂ€nge um die BASF- Genkartoffel „Amflora“ oder die diesjĂ€hrige Verunreinigung von konventionellem Maissaatgut mit gentechnisch verĂ€ndertem Mais zeigen wie sehr dieses Engagement gegen die Agro-Gentechnik gebraucht wird.“

Internet: www.buergenland.de

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