Freitag, 17. September 2021

Fotostrecke: Klassik am Fluss 2010 – Großes Kino in Ladenburg

Guten Tag!

Ladenburg, 05. Juni 2010. Klassik am Fluss 2010 hat sehr eindrucksvoll vorgefĂŒhrt, wie sehr Musik die GefĂŒhle bewegt. Das Deutsche Filmorchester Babelsberg kommt aus der Klassik und bedient alles Genres. Der Star des Abends war Sharon Phillips.

Von Hardy Prothmann

Sharon Phillips - der Star des Abends. Bild: ladenburgblog

Das Deutsche Filmorchester Babelsberg ist eine Klasse fĂŒr sich. Angetreten, um „Klassik am Fluss“ zu prĂ€sentieren, spielt das Orchester unter der Leitung von Dirigent Scott Lawton „Klassik im Fluss“: NĂ€mlich ein Crossover durch viele musikalische Stile – durchaus auch mit „klassischen Elementen“.

Emotionale Reise.

Das Programm „Hollywood meets Classic“ war eine emotionale Reise durch die Filmgeschichte: Von den AnfĂ€ngen, „als die Bilder laufen lernten“ mit Evergreens wie „Der blaue Engel“ ĂŒber die „Crime Time“ mit unvergesslichen Kompositionen wie zu „Der Pate“ von Nino Rota.

Im 3. Teil der musikalischen Reise, die sechs Teile umfasste, wurden „Adventures“ gespielt, Melodien aus „Robin Hood“ und „Mad Max“ oder „Jurassic Park“. Auch diese emotional packend – aber insgesamt der „schwĂ€chste“ Teil der Kompositionen im Vergleich. Danach ging es in die Pause.

Dietmar Wunder: Leiht "Bond"-Daniel Craig seine Stimme und moderiert den Abend. Bild: ladenburgblog

Packend, souverĂ€n, mit vielen Anekdoten aus dem Filmgeschehen und der richtigen Portion Witz, moderierte Dietmar Wunder den Abend. Der Synchronsprecher leiht Daniel Craig, dem aktuellen James Bond, seine Stimme fĂŒr die deutschen Filmfassungen: „Was Sie heute Abend erleben, ist ein wenig wie Disneyland durch die Filmmusik“, sagte Wunder. Das stimmte – der Reigen durch das Wunderland der Filmmusik mit ihrer starken Ausdruckskraft war ein Erlebnis.

Lizenz zum Töten – Sharon Phillips.

Vor allem nach der Pause. Denn jetzt war „James Bond“ dran. Mit „Goldfinger“ oder „Licence to kill“ – hier brillierte „Special Guest“ Sharon Phillips. Überhaupt war sie der Star des Abends. Ihre tolle Stimme und BĂŒhnenprĂ€senz kam beim Publikum sehr gut an.

Dank Scott Lawton. Der Chefdirigent der „Babelsberger“ fĂŒhrt das Orchester erfrischend klassisch souverĂ€n, aber doch mit vielen anderen Lieben zu Jazz oder Rock. In der strengen Welt der Klassik dĂŒrfen Bassisten sonst nicht solch raffinierte Basslinien spielen oder Trompeter die Seele aus dem Horn blasen, wie bei einem Filmmusikorchester, dass den Auftrag hat, die Emotionen des Massenpublikums zu bearbeiten.

Wenn es ganz groß oder eng im Herz werden soll, kommen die Streicher zum Einsatz, die eine tolle Vorstellung geliefert haben. Der Blick in die Gesichter der GĂ€ste zeigte die Ergriffenheit – gerade bei den „Crime-Stories“, vor allem aber bei „Bond“ und natĂŒrlich bei den „Love Songs“.

Scott Lawton und sein Orchester bedienen Emotionen.

Scott Lawton gefĂ€llt als Dirigent ungemein, weil er konsequent fĂŒhrt, aber seiner Begeisterung fĂŒr gewisse StĂŒcke sichtbaren Lauf lĂ€sst. Dann fĂ€ngt er an zu tanzen oder zu „headbangen“ – er geht auf in den StĂŒcken und fordert dasselbe von seinem Orchester, dass konzentriert, cool und wild mitmacht.

Mit Einbruch der Dunkelheit steigt die Stimmung ĂŒber Licht- und Showeffekte. Bild: ladenburgblog

Sicher hat der Einbruch der Dunkelheit und die dann einsetzende Video- und Lightshow die zweite HĂ€lfte des Konzerts zum besseren Teil des Abends gemacht – weil es audiovisuell zuging. Die Einspieler berĂŒhmter Filmszenen bedienten auch die Augen. Dietmar Wunder outete sich als Fan von „Indi“, Indiana Jones, der in echt Harrison Ford heißt. Kenntnisreich und liebevoll moderierte er die Filmgeschichte und ihre Entwicklung aber auch, indem er die „Bourne-Trilogie“ oder „Mission Impossible“ als FortfĂŒhrung der „Bond“-Filme einordnete. Damit hatte der Abend nicht nur etwas Unterhaltendes, sondern diente auch der „Fortbildung“.

Aufgeregter Ziegler.

Insgesamt also ein aufregender, schöner Abend. Auch BĂŒrgermeister Rainer Ziegler war ein wenig die „Aufregung“ anzumerken, als er auf die BĂŒhne kam, um die GĂ€ste vor und auf der BĂŒhne zu begrĂŒĂŸen.

Der Abend hat ihm enorm Spaß gemacht – das merkte man ihm an. Er wĂŒnscht sich noch viele solcher Abende – damit hat er Recht. Die Festwiese, der Neckar, die Altstadt, das Programm sind ein Alleinstellungsmerkmal. Das macht Ladenburg besonders.

Ziegler lobte auch den Veranstalter DeMi Promotion. Ganz sicher hat er damit auch Recht – die Organisation war vorbildlich und trĂ€gt wesentlich zum Gelingen von Großveranstaltungen enorm bei.

Das Feuerwerk zum Ende des Abends war beeindruckend. Allerdings fand es „hinter den BĂ€umen“ statt. Der Großteil der rund 1.600 Zuschauer konnte nur einen eingeschrĂ€nkten Eindruck genießen, da die meisten Feuerwerkskörper aus Sicht der Zuschauer hinter den großen Pappeln explodierten.

Das Konzert war ein Feuerwerk der Emotionen –
braucht es dann noch ein Feuerwerk?

Sicher war das Feuerwerk beeindruckend – ob es sein muss? DarĂŒber darf man mit guten Argumenten streiten.

Das Feuerwerk der Emotionen und toller Musik hatten die „Babelsberger“ unter Leitung von Scott Lawton schon besorgt – Sharon Phillips sowieso.

Wir dokumentieren den Abend mit unserer Fotostrecke. Die Bilder sind chronologisch geordnet.

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