Sonntag, 07. August 2022

„Vor wem soll man sich fĂŒrchten? Vor den Umweltheinis oder Monsanto & Co?“ Alexander Spangenberg im Interview ĂŒber leckere Produkte und notwendige Handlungen


6. BĂŒrgenland Regionalmarkt - sehr gut besucht dank schönem Wetter, aber auch großem Interesse der Besucher.

Ladenburg/Rhein-Neckar, 26. September 2011. (red) Alexander Spangenberg ist eine Art Aktivist. Er kĂ€mpft mit anderen zusammen fĂŒr eine gentechnikfreie Region. Er ist Vorsitzender des BUND Ladenburg und einer der MitbegrĂŒnder von „BĂŒrger fĂŒr eine gentechnikfreie Landwirtschaft in der Kurpfalz“, kurz „BĂŒrGenLand“.

Er ist aber auch Unternehmensberater und Stadtrat in Ladenburg. Aktuell haben wieder rund 20 Aussteller beim 6. Regionalmarkt „BĂŒrgenland“ Produkte aus der Region angeboten – nicht alles ist „Bio“, aber vielleicht auf dem Weg dahin. WĂ€hrenddessen arbeiten finanzkrĂ€ftige Industrien mit weitreichendem Einfluss am Gegenteil davon, wie ein ARTE-Dokumentationsfilm zeigt.

Interview: Hardy Prothmann

Der 6. BĂŒrgenland Regionalmarkt hatte im Vergleich zum vergangenen Jahr GlĂŒck mit dem Wetter. Wie lief es sonst aus Ihrer Sicht, Herr Spangenberg?

Alexander Spangenberg: Wir haben viel Zuspruch bei der Bevölkerung und viel Lob erhalten. Vor allem haben wir die Kosten reinholen können, was auch sehr positiv ist.

Die Aussteller kommen aus der Region – ist die Nachfrage groß?

Spangenberg: Anfangs war es sehr mĂŒhsam, vor allem hier vor Ort bei den landwirtschaftlichen Betrieben aus Ladenburg. Das sind konventionell wirtschaftende Betriebe, die wohl Sorge hatten, dass die „Umweltheinis“ wieder Ärger machen. Mittlerweile hat sich diese Skepsis in eine gute Kooperation verwandelt. Aktuell haben wir 20 Aussteller und weiten gerne aus, sofern qualitĂ€tsvolle Produkte angeboten werden. BĂŒrgenland ist nicht einfach nur lecker – sondern notwendig.

Der Landtagsabgeordnete Hans-Ulrich Sckerl (BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen) wurde von Ihnen zur Landwirtschaftspolitik der neuen Regierung befragt. Sie fragten zur gentechnikfreien Zone, zur Landschaftspflege und zur Förderung von neuen Biobetrieben sowie zu Biogasanlagen. Was denken Sie ĂŒber die Antworten?

Alexander Spangenberg am Mikro: Informieren ist alles.

Spangenberg: Herr Sckerl versicherte, dass die Regierung alles tun wird, um gentechnikfreie Zonen zu realisieren, was uns natĂŒrlich zusagt. Was fehlt, sind verbindliche KreistagsbeschlĂŒsse und konkrete Förderungen. Wir werden sehen, was daraus wird.

Was die Landschaftspflege angeht, hat Uli Sckerl eine Umschichtung der entsprechenden Budgets zugesichert – im Rahmen der Möglichkeiten.

Die Entwicklung bei „Biogas“ gefĂ€llt uns ĂŒberhaupt nicht.

Das Thema Biogas treibt uns sehr um. Einerseits ist Biogas eine nachhaltige Form der Energieerzeugung, andererseits gefĂ€llt uns die Entwicklung ĂŒberhaupt nicht. Es kann nicht sein, dass Felder nur noch fĂŒr den Maisanbau genutzt werden, der dann in die Anlagen geht. Diese „Vermaisung“ der Landschaft fĂŒhrt zu einer Bedrohung der Artenvielfalt und zu Monokulturen, was wir definitiv ablehnen. Auch hier will Sckerl gegensteuern: Da bin ich aber sehr skeptisch. Hier ist AufklĂ€rung Ă€ußert wichtig und auf Bundesebene eine VerĂ€nderung der „EinspeisevergĂŒtung“ fĂŒr den erzeugten Strom.

Sie sind in engem Kontakt mit den Besuchern, die man durchaus als sehr interessiertes Publikum bezeichnen kann. Was hört man denn von denen?

Spangenberg: Vor allem sehr viele GlĂŒckwĂŒnsche zu den von uns bis hier erreichten Ergebnissen, wie dem Anbaustopp von MON810, dem genverĂ€nderten Mais des Monopolisten Monsanto vor unserer HaustĂŒr. Die haben wir aus der Region vertreiben können.

Das bedeutet aber nicht, dass wir uns in Ruhe zurĂŒcklehnen können. Allein bei der europĂ€ischen Kommission in BrĂŒssel sind ĂŒber zwanzig GVO-Konstrukte (Gentechnisch verĂ€nderter Organismus) in der Zulassung. Darunter wiederum MON810.

Was können BUND und BĂŒrgenland dagegen tun?

BĂŒrgenland wird von Umweltaktivisten getragen: Hier im Bild Alexander Spangenberg und Anke Antary, Mitglied der GrĂŒnen in Heddesheim.

Spangenberg: Informationen sammeln und weitergeben. Druck auf Abgeordente ausĂŒben und nicht locker lassen. Das sind bescheidene Mittel, die aber enorme Auswirkungen haben können. In Bayern musste beispielsweise ein Imker seine komplette Honig-Ernte vernichten, weil sie mit Pollen von MON810-Mais verunreinigt waren.

Der Imker hat sich erfolglos durch alle Instanzen in Deutschland geklagt, erst vor dem EuropĂ€ischen Gerichtshof hat er Recht und damit Anspruch auf Schadensersatz fĂŒr die verseuchte und dann vernichtete Ernte bekommen . Es braucht leider viele von diesen tapferen VorkĂ€mpfern, um gegen die Gentechnik-Lobby aus Landwirtschaft und Politik etwas ausrichten zu können.

Über 80 Prozent der europĂ€ische Bevölkerung lehnen Gentechnik in der Landwirtschaft ab. Das ist eine starke Basis – leider steht dagegen der weltweit vernetzte Lobbyismus.

Nach dem Regionalmarkt ist vor dem Regionalmarkt. Was macht BĂŒrgenland sonst?

Spangenberg: Wir informieren kontinuierlich die Kommunen und werben fĂŒr unsere Ideen. Um die Jugend zu erreichen gehen wir zu den OberstufenschĂŒlern der Gymnasien der Region. Denn der Lobbyismus der großen Konzerne dringt bereits bis in die Schulen vor.

So schickt die BASF zum Beispiel einen Bus in die Schulen, genannt Gen-Lab, hier wird fĂŒr Gen-Technik geworben und die Gefahren werden selbstverstĂ€ndlich klein geredet. Am Beispiel des Amflora-Skandals wird das deutlich. Die als Industriekartoffeln verĂ€nderte Pflanze wurde zunĂ€chst nur als StĂ€rke-Pflanze zugelassen. Eine Verunreinigung lĂ€sst sich aber nicht verhindern.

Die genverĂ€nderte Kartoffel „Amflora“ wĂ€chst auch da, wo sie nicht hingehört.

So wĂ€chst die Amflora-Kartoffel auch da, wo sie nicht hingehört. Aus diesen GrĂŒnden hatte die BASF eine zweite Zulassung als Nahrungsmittel nachgeschoben. Geradezu mantraartig wird der Begriff der „Koexistenz“ dahergebetet, also die Behauptung, gentechnisch verĂ€nderte und konventionelle Pflanzen könnten problemlos bei ausreichendem Abstand angebaut werden.

TatsĂ€chlich ist die BASF noch nicht mal in der Lage, in ihrem Kartoffelkeller Ordnung zu halten – dort wurden zwei GVO-Kartoffeln einfach mal verwechselt. Die Gefahr des Dilletantismus kommt zu den unabwĂ€gbaren Risiken hinzu.

GemĂŒse aus der Region: GemĂŒsebauerin Christiane Ernst bedient Kunden.

Was hat BĂŒrgenland in Zukunft vor?

Spangenberg: Ein heißes Thema ist das ebenfalls von Monsanto entwickelte Unkrautvertilgungsmittel Glyphosat. Das ist das derzeit weltweit meist verkaufte Herbizid – viele von Monsanto entwickelte Genpflanzen sind resistent gegen dieses Gift. So schließt sich fĂŒr Monsanto die Verwertungskette – man verkauft eine GVO-Pflanze plus das passende Herbizid.

Inzwischen hĂ€ufen sich aber alarmiernde Meldungen, dass das Gift in Tieren und Menschen nachgewiesen werden kann und schwere GesundheitsschĂ€den sind nicht ausgeschlossen. DarĂŒber wollen wir verstĂ€rkt aufklĂ€ren.

BĂŒrgenland dient allen.

Wer kann Mitglied bei BĂŒrgenland werden?

Spangenberg: Alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, alle Kommunen, alle Organisationen – unser Anliegen dient schließlich allen. Wir sind als Verein in der GrĂŒndung – bislang reicht eine formlose ErklĂ€rung zur Teilnahme und UnterstĂŒtzung. MitgliedsbeitrĂ€ge gibt es noch nicht. Wir freuen uns also ĂŒber Zuschriften.

Dokumentation:
„BĂŒrGenLand“ ist bislang eine Arbeitsgemeinschaft, die sich fĂŒr eine gentechnikfreie Landwirtschaft einsetzt. Informationen finden Sie hier: BĂŒrgenland. Mitglieder kommen aus der gesamten Region.

Information von Greenpeace ĂŒber Monsanto und Gentechnik.

Arte-Film ĂŒber Monsanto: Mit Gift und Genen

Kreisbrandleitung sieht Waldbrandgefahr im Rhein-Neckar-Kreis entspannt


Guten Tag!

Rhein-Neckar-Kreis, 29. April 2011. (red) Die anhaltende Trockenheit im Rhein-Neckar-Kreis macht nicht nur den Landwirten zu schaffen. In einigen Gebieten steigt nach drei Wochen Trockenheit auch die Gefahr von BrĂ€nden und das nicht nur in Waldgebieten. In Belgien hat ein Großbrand aktuell rund 1.000 Hektar Naturschutzgebiet vernichtet. Im GesprĂ€ch mit dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Axel Schuh wird klar, dass nicht nur das trockene Wetter die Gefahrenlage verschĂ€rft.

Von Christiane Eisele

Unser GesprĂ€ch mit Axel Schuh beginnt ĂŒberraschend. Auf unsere Bitte, mit uns ĂŒber die vermehrten GrasnarbenbrĂ€nde im Kreis und die vielerorts vermeldete erhöhte Brandgefahr zu sprechen, reagiert Herr Schuh in bezug auf Nordbaden nĂ€mlich eher entspannt: „Es gibt derzeit keine erhöhte Brandgefahr. Durch die Regenschauer der letzten beiden Tage hat sich Lage zudem deutlich entspannt“.

Im Internet könne man das leicht selbst recherchieren, erklĂ€rt er und verweist uns auf das Angebot des Deutschen Wetterdienstes (DWD), das er auch gleich selbst aufruft. Dort stellt der DWD wĂ€hrend der Waldbrandsaison (MĂ€rz — Oktober) tĂ€glich aktualisierte Waldbrandgefahrenprognosen fĂŒr Deutschland bereit. DafĂŒr muss man allerdings genau wissen, wo man suchen soll: DWD, Spezielle Nutzer, Landwirtschaft, Agrarwetter, Waldbrandgefahrenindex.

Regionale Parameter.

Die Prognose erfolgt mittels des sogenannten M-68-Modells, das international gĂŒltig ist und die WaldbrandgefĂ€hrdung in Stufen von 1 (sehr geringe Gefahr) bis 5 (sehr hohe Gefahr) darstellt. FĂŒr die Prognose nach dem M-68-Modell spielt außer meteorologischen Parametern auch der Vegetationsstand eine wesentliche Rolle.

Visualisierte GefÀhrdung. Quelle: DWD

Dass der aktuelle Gefahrenstand beim DWD im Rhein-Neckar-Raum mit 3-4 (mittlere bis hohe Gefahr) angeben wird, beunruhigt Herrn Schuh nicht ĂŒber GebĂŒhr: „Es gibt dabei regionale Unterschiede, die man berĂŒcksichtigen muss. Im Westen des Rhein-Neckar-Raumes ist die Brandgefahr etwas höher, durch die leichten Sandböden trocknen die Pflanzen schneller aus und sind dadurch leichter entflammbar.“

Auch sei es von Bedeutung ob es „einen grĂ¶ĂŸeren Nadelwaldbestand gibt, der naturgemĂ€ĂŸ am Boden einen höheren Anteil organisches Material hat, das sich leichter entzĂŒnden kann.“

Im Rhein-Neckar-Raum gibt es auch einige kleinere AnbauflĂ€chen Miscanthus (Schilfgras) das „da es in pelletierter Form zu Heizmaterial verarbeitet und in Biogasanlagen verwendet wird, leichter austrocknet und dann auch potentiell leichter entzĂŒndlich ist, bei der Beurteilung der Brandgefahr eine Rolle spielt“.

5-10 GrasnarbenbrÀnde pro Woche.

Axel Schuh ist stellvertretender Kreisbrandmeister im Rhein-Neckar-Kreis. Bild: Feuerwehr

Herr Schuh betont aber, dass seitens der Feuerwehr keine erhöhte Alarmbereitschaft besteht, „es bewegt sich alles noch in einem fĂŒr dieses Jahreszeit normalem Rahmen“

Dass es bei der derzeitigen Trockenheit zu deutlich mehr GrasnarbenbrĂ€nden kommt, ist fĂŒr Herrn Schulz aus Sicht der Feuerwehren auch nicht besorgniserregend. „Wir haben hier derzeit etwa 5-10 GrasnarbenbrĂ€nde pro Woche. Normal sind im Zeitraum April-Mai etwa 1-2 BrĂ€nde. Aber diese vermehrten BrĂ€nde verteilen sich auf 106 Abteilungen und sind deshalb fĂŒr uns kein Problem“.

Verursacher werden meist nicht identifiziert.

Die Ursachen der BrĂ€nde, die auf den GrĂŒnstreifen und Feldern neben Landstraßen und Autobahnen aufflammen, sind bekannt: „Meistens sind das achtlos aus den Autofenster geworfene Zigarettenkippen. Oder Weißglasflaschen, deren Scherben wie BrennglĂ€ser gerade gemĂ€hte FlĂ€chen mit trockenem Pflanzenmaterial entzĂŒnden.“-  Die Verursacher solch fahrlĂ€ssig verursachter BrĂ€nde werden aber so gut wie nie identifiziert.

Einige BrĂ€nde entstehen auch als Unfallfolgen, “ wenn kleine Scherben aus geborstenen Scheiben im Feld neben den Autostraßen zurĂŒckbleiben.“ Nicht immer entstehen solche BrĂ€nde also aus Unachtsamkeit, „auch SelbstentzĂŒndung kommt hin und wieder vor“.

Die Gefahr von WaldbrĂ€nden in der Waldbrandsaison (MĂ€rz bis Oktober) steigt ebenfalls mit der Dauer der Trockenheit. Um prĂ€ventiv gegenzusteuern gibt es die Landeswaldgesetze der einzelnen BundeslĂ€nder. „Dort ist geregelt, dass offenes Feuer nur im Abstand von mehr als 100 Metern zur Waldgrenze entzĂŒndet werden darf und rauchen im Wald nicht gestattet ist.“

Appell an die Vernunft.

Axel Schuh rĂ€t, Raucher und ZĂŒndler, die sich im Wald nicht an diese Bestimmungen halten, anzusprechen und an Ihre Vernunft zu appellieren. „Sollten die sich trotzdem nicht an die Vorschriften halten, sollte man das Forstamt informieren. Oft ist es allerdings schwierig da jemanden zu erreichen, dann bleibt nur ein Anruf bei der Polizei.“ Die Feuerwehr ist in solchen FĂ€llen nicht zustĂ€ndig: „Wir sind erst zustĂ€ndig, wenn es brennt.“

Wer sind denn diese Leute, die so unvernĂŒnftig mit offenem Feuer im oder in der NĂ€he des Waldes hantieren? „Das sind zum Großteil normalerweise pflichtbewusste BĂŒrger, denen gar nicht bewusst ist, welche Gefahren ihr Handeln mit sich bringt. In einigen wenigen FĂ€llen spielt auch Alkohol eine Rolle, wenn so sorglos unachtsam gezĂŒndelt wird.“

Kein Problem sieht Axel Schuh an Orten, an den zum Beispiel das Grillen mit offenem Feuer erlaubt ist. „Besondere Vorkehrungen mĂŒssen an diesen Orten nicht getroffen werden. Gartenfeuer, zum Beispiel das Verbrennen von Schnittgut, mĂŒssen angemeldet werden.“ Grillfreunde sind also an öffentlichen GrillplĂ€tzen auf der sicheren Seite.

Trotz der anhaltenden Trockenheit ist im Rhein-Neckar Raum also nicht von einer besorgniserregenden Gefahrenlage auszugehen. Und wenn sich jeder an die Vorschriften hĂ€lt, seine Zigarettenkippen und Flaschen nicht in Feld Wald und Flur entsorgt und sich zum Grillen an die dafĂŒr vorgesehen PlĂ€tze begibt, dann muss auch die Feuerwehr selbst bei dieser Trockenheit nur selten ausrĂŒcken.

5. „BĂŒrGenLand“-Regionalmarkt auf der Festwiese

Guten Tag

Ladenburg/Rhein-Neckar, 24. September 2010. (red/pm) Die Initiative „BĂŒrGenLand“ (BĂŒrger fĂŒr eine gentechnikfreie Landwirtschaft in der Kurpfalz) lĂ€dt am Samstag, den 25. September 2010 von 11:00-18:00 Uhr auf die Festwiese zum 5. KurpfĂ€lzer Regionalmarkt ein. Angeboten werden landwirtschaftliche Produkte aus der Region – garantiert gentechnikfrei.

Pressemitteilung der Initiative „BĂŒrGenLand“

Uli Sckerl (MdL BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen) und BM Ziegler (SPD) auf dem Regionalmarkt. Bild: BĂŒrGenLand

„Bereits zum 5.Mal lĂ€dt die Initiative „BĂŒrger fĂŒr eine gentechnikfreie Landwirtschaft in der Kurpfalz“ (BĂŒrGenLand) fĂŒr Samstag, den 25. September 2010 von 11.00 bis 18.00 Uhr nach Ladenburg auf die Festwiese zum KurpfĂ€lzer Regionalmarkt ein.

Der Erzeugermarkt steht unter dem Motto: Gentechnikfrei genießen – Landwirtschaftliche Produkte aus der Region fĂŒr die Region. Eingebettet ist der Regionalmarkt in der bundesweiten Aktionswoche „Tag der Regionen“. Die Eröffnung des Marktes erfolgt um 13.00 Uhr durch BĂŒrgermeister Rainer Ziegler.

AnlĂ€sslich des 5jĂ€hrigen Bestehens gibt es ein Preisausschreiben mit attraktiven Preisen, z.B. einen „KurpfĂ€lzer Schlemmerkorb“, gefĂŒllt mit leckeren Erzeugnissen von den Regionalmarkt-StĂ€nden. Auf die Kinder warten ein Malwettbewerb und eine HĂŒpfburg.

Mit dem Regionalmarkt will die Initiative BĂŒrGenLand landwirtschaftlichen Betrieben, aber auch Erzeugern und Herstellern die Möglichkeit bieten, ihre Betriebe und Produkte einem breiten Publikum vorzustellen.

Der Markt prĂ€sentiert somit mit den regionalen Betrieben fast die ganze Bandbreite der Erzeugung. So erwarten die Organisatoren von BĂŒrGenLand Landwirte, GemĂŒsegĂ€rtner und Imker. Außerdem werden Metzgerei, BĂ€ckerei, KĂ€serei und Winzer ihre SpezialitĂ€ten auftischen und den Gaumen erfreuen. Alle Aussteller sind entweder anerkannt ökologisch wirtschaftende Betriebe oder konventionelle, die zumindest bis Ende 2011 sich zu einem Verzicht auf gentechnisch verĂ€ndertes Saatgut, Futtermittel bzw. Lebensmittel verpflichtet haben.

Viele konventionelle Betriebe aus der Kurpfalz haben mittlerweile diese SelbstverpflichtungserklĂ€rung unterschrieben. Sie wehren sich gemeinsam mit den Verbrauchern gegen die AnfĂ€nge der GrĂŒnen Gentechnik. Sie wollen eine Produktion mit der Natur und nicht gegen sie.

Mit dabei sind in diesem Jahr:
Winzer: Seiler (Weyher,), Weingut Schwarztrauber (Neustadt-Mußbach,)
GemĂŒsegĂ€rtner: Hege (Ladenburg), Tomatenlust Treiber (Mannheim-Friedichsfeld)
Verarbeiter: BĂ€ckerei Wolf (Weinheim,), Metzgerei P.S.PfĂ€lzer SpezialitĂ€ten (Heidelberg,), KĂ€semanufaktur MĂŒller (Hockenheim), Falter Fruchtsaft (Heddesbach,), Timrott Bio-Produkte (Ilbesheim), ARISTA-Öle (Speyer), Lobdengau-Brauerei (Ladenburg), Gutting
Landwirtschaftliche Betriebe: Bitsch (Rimbach-Zotzenbach), Meng (Ladenburg), Pfalznudel (Großfischlingen), gEISslein (Laudenbach)
Imker: Lunahof (Bad DĂŒrkheim), Imkerei Hagemeier
Sonstige: Attac Mannheim, Heidelberger Partnerschaftskaffee

Mit den Produkten ARISTA Öle und den Timrott-Bioprodukten schaut der Regionalmarkt allerdings auch ĂŒber den Tellerrand unserer Region hinaus: erlesene Essige, Senfsorten und Olivenöle werden angeboten.

Der Kaffee aus dem Projekt „Heidelberger Partnerschaftskaffee“ bringt ökologischen Kaffeegenuss ohne Ausbeutung fĂŒr die Kaffee-Anbauer. Die BĂ€ckerei Wolf aus Weinheim verarbeitet ausschließlich Mehl aus dem Kraichgau-Korn von zertifizierten MĂŒhlen. Das regional denkende Familienunternehmen Falter-FruchtsĂ€fte – SĂ€fte „made“ im Odenwald – stellen ihre SĂ€fte bereits in dritter Generation im Odenwald her.

FĂŒr SchleckermĂ€uler und Feinschmecker gibt es köstliches Eis aus frischer Ziegenmilch vom gEISslein-Ziegenhof aus Laudenbach. Wenn die Marktbesucher etwas StĂ€rkung benötigen, lĂ€dt ein Biergarten mit „Lobdengau- Bier“ zum Verweilen ein.

Die KĂ€serei MĂŒller aus Hockenheim bietet in diesem Jahr nicht nur handgefertigte KĂ€se an, sondern auch Jazzmusik vom Feinsten mit der Formation „The Pope of Cheese“. Molkereimeister und Drummer Lothar MĂŒller prĂ€sentiert mit Regina Litvinova und den Gitarristen und Komponisten Werner Goos zwei Edelsteine der Deutschen Jazzszene. Komplettiert wurde das Trio durch Hans-Joachim Grieb. Mit Modern Jazz, von klassisch inspiriert bis zum funky Stil mit viel Raum fĂŒr die IndividualitĂ€t wird diese Jazzformation fĂŒr eine perfekte musikalische Umrahmung des 5.KurpfĂ€lzer Regionalmarktes sorgen.

Das BĂŒndnis „BĂŒrger fĂŒr eine gentechnikfreie Landwirtschaft in der Kurpfalz“ wurde aus verschiedenen Gruppen des BUND (Bund fĂŒr Umwelt- und Naturschutz) sowie einigen Ortsgruppen von BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen und der GrĂŒnen Liste Ladenburg gegrĂŒndet. In ihm sind viele Einzelpersonen Mitglied, aber auch die Stadt Ladenburg, die Stadt Walldorf, die Stadt Heidelberg und die Gemeinde Ilvesheim. Neben den genannten Kommunen sind bereits weit ĂŒber 30 Gruppierungen und Organisationen Mitglied bei BĂŒrGenLand!

Das BĂŒndnis BĂŒrGenLand setzt sich kritisch mit den Fragen der GrĂŒnen Gentechnik auseinander und kĂ€mpft dafĂŒr, dass auch nach dem letztjĂ€hrigen Verbot des Genmaises MON 810 definitiv Schluss ist mit GVO-Versuchen in der Kurpfalz.

Die skandalösen VorgĂ€nge um die BASF- Genkartoffel „Amflora“ oder die diesjĂ€hrige Verunreinigung von konventionellem Maissaatgut mit gentechnisch verĂ€ndertem Mais zeigen wie sehr dieses Engagement gegen die Agro-Gentechnik gebraucht wird.“

Internet: www.buergenland.de

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