Donnerstag, 17. Juni 2021

Christin Ulrich beendet Karriere

ASV Ladenburg gewinnt Saisonfinale deutlich

Ladenburg, 08. April 2013. (red/pm) In der 2. Bundesliga West der Gewichtheber hat der ASV Ladenburg den letzten Kampf der Saison gegen den SC Pforzheim klar mit 3:0 Punkten und 536,3: 463,5 Relativpunkten gewonnen und sich die Vizemeisterschaft in dieser Saison gesichert. Das Hauptaugenmerk bei diesem nie in Gefahr geratenden Sieg in der Ladenburger Lobdengau-Halle lag aber sicherlich auf Christin Ulrich. Ulrich, die ja, wie bereits im Vorfeld schon in der Presse bekanntgegeben wurde, ihre Karriere sowohl national als auch international beenden. So wurde jeder Versuch der 22-j├Ąhrigen Heberin vom Publikum mit einem lachenden als auch mit einem weinenden Auge betrachtet. [Weiterlesen…]

Hitlerbart-Debatte: Was von der Diskussion ├╝brig bleibt

Guten Tag!

Ladenburg, 17. November 2010. Unser Text ├╝ber das Fehlverhalten einiger CBG-Sch├╝ler hat erstaunliche Reaktionen zu Tage gef├Ârdert. Wut- bis Hass-├äu├čerungen, Beleidigungen bis Diffamierungen, Androhung von Gewalt und Verschw├Ârungstheorien. Das Aggressionspotenzial ist mehr als erstaunlich und macht nachdenklich.

Von Hardy Prothmann

Am Abend des 17. November sind 144 153 Kommentare zum Text „Hitlerbart und Nazi-Symbole – wie sich ein Teil der CBG-Jugend im Internet auslebt-ÔéČ┬Ł ver├Âffentlicht worden, rund ein Dutzend wurden mangels „Gedanken“ oder wegen verfassungsfeindlicher Aussagen nicht ver├Âffentlicht. Nach der internen Statistik wurde der Text bis 23:30 Uhr genau 4.008 Mal aufgerufen.

Auf Facebook wurden gestern ├╝ber 240 Kommentare bei einem Teilnehmer geschrieben – ich hatte mich dort der Diskussion mit „Freunden“ derer „gestellt“, ├╝ber die im Artikel berichtet wurde. W├╝ste Beschimpfungen und Unterstellungen bestimmten lange Zeit die „Debatte“, zum Ende hin wurde es etwas vern├╝nftiger, was allerdings nur einigen wenigen Kommentatoren zu verdanken war.

In den Kommentaren hier auf dem Blog wurden „Meinungen“ zu verschiedenen Themenbereichen geschrieben. Eine detaillierte Zusammenfassung ist angesichts der F├╝lle kaum m├Âglich, eine Sammlung hingegen schon.

Auff├Ąllig ist, dass allen Kommentatoren, die den Artikel negativ bewertet haben, eine wenigstens noch ausreichende Medienkompetenz abgesprochen werden muss.

Wir bedanken uns f├╝r die positiven Kommentare, wenngleich wir kritisch anmerken, dass auch hier teils deutliche ├ťbertreibungen stattgefunden haben.

Zu den „Vorw├╝rfen“:

Der Staatsschutz wurde eingeschaltet.
Mal abgesehen davon, dass der Staatsschutz kein Lichtschalter ist, wurde der Staatsschutz nicht ├╝ber Namen informiert, sondern nur grunds├Ątzlich ├╝ber den Vorfall, mit der Bitte um ein Interview ├╝ber „flie├čende Grenzen“ vom „provokanten Spiel“ hinein in rechtsradikale Netzwerke.

Im Text steht lediglich, dass der Staatsschutz soziale Netzwerke beobachtet und sich f├╝r solche Verhaltensweisen interessiert, da die Beh├Ârde auch ohne „Anzeigen“ von sich aus t├Ątig ist.

Der Staatsschutz ist auch nicht der Verfassungsschutz, sondern eine Polizeibeh├Ârde. Und hat beim besten Willen aber auch gar nichts mit der „Staatssicherheit“ zu tun.

Facebook-Nutzer wurden „ausspioniert“, Datenschutz, Urheberrecht, Pers├Ânlichkeitsrecht.
Mal abgesehen davon, dass „Spionnage“ ganz andere Ziele verfolgt und ganz andere, nicht-├Âffentliche Methoden anwendet, wurde niemand ausspioniert, sondern nur „├Âffentlich“ zug├Ąngliche Informationen zur Kenntnis genommen. Diese wurden dokumentiert und transparent im Zuge der Berichterstattung ver├Âffentlicht.

Das Profil weist eindeutig eine journalistische Redaktion aus. Als solche achten wir auch die Privatsp├Ąhre, selbst im ├Âffentlichen Raum. Wie im „realen“ ├Âffentlichen Raum berichten wir aber ├╝ber besondere Vorkommnisse, die eine gesellschaftliche Relevanz haben. Im vorliegenden Fall wurde der „Hitlerbarttr├Ąger“ im Vorfeld ausf├╝hrlich ├╝ber einen email-Briefwechsel informiert. Wir hatten eine „vertrauliche“ Berichterstattung ohne Recherche an der Schule vorgeschlagen, was abgelehnt worden ist.

Dass Personen aus dem n├Ąheren Umfeld der betroffenen Sch├╝lerinen und Sch├╝ler diese „erkennen“ ist nicht auszuschlie├čen. Gegen├╝ber der breiten ├ľffentlichkeit wurden diese ausreichend anonymisiert.

Informanten h├Ątten wir vollends unkenntlich gemacht. Es besteht aber ein gro├čer Unterschied zwischen einem Informanten, der Missst├Ąnde aufkl├Ąren hilft und Personen, die sich missst├Ąndlich verhalten.

Die verwendeten Materialien dienen der journalistischen Dokumentation – eine Urheberrechtsverletzung hat nicht stattgefunden.

„Hinreichend bekannte Aversionen“ gegen Sch├╝ler und das CBG.
Es gibt keine „Aversion“ gegen Sch├╝ler oder das CBG. Schon gar keine „hinreichend bekannten“.
Hier finden Sie alle Artikel unter dem Stichwort „Gymnasium„, die bislang auf dem Ladenburgblog erschienen sind.

Hass gegen den Mannheimer Morgen.
Es gibt weder Hassgef├╝hle gegen Zeitungen, Gegenst├Ąnde noch Personen. Kritik hingegen schon.

„Alle“ Sch├╝ler, „das“ CBG „sind so“.
Im Artikel steht kein Wort davon. Es ist von zehn namentlich bekannten Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern die Rede. Nicht mehr und nicht weniger.

„Neonazistische Unterwanderung“ oder „brauner Sumpf“.
Im Artikel steht kein Wort davon – weder ├╝ber die betroffenen Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler, noch ├╝ber sonstige Sch├╝ler.

Privatsp├Ąhre kontra Kontrolle.
Mit 14 Jahren beginnt laut Gesetz die Strafm├╝ndigkeit. Eltern kann und muss eine Aufsichtspflicht ├╝ber ihre Kinder, die unter ihrem Dach leben, sicherlich nach wie vor erlaubt sein. Verantwortliche Eltern kommen dieser sicherlich ├╝berwiegend nach.

„Kleiner Journalist, drittklassiker Journalist, l├Ącherlich, unf├Ąhig, Gier nach Aufmerksamkeit usw.“
Ich bin 1,74 Meter gro├č. Nicht gr├Â├čer und nicht kleiner.
Wer sich daf├╝r interessiert, wie echte Experten und andere Medien unsere Arbeit beurteilen, infomiert sich hier: Berichte ├╝ber unsere Blogs.

Das mit der Aufmerksamkeit hat geklappt ­čśë

„Arsch, Schreiberling, Boykott“ usw.
Im Artikel steht: „Bleiben die Fragen: Wie werden andere Jugendliche der Schule den Text in emails, Chats, SMS und Foren kommentieren?“
ÔÇťHast Du den Artikel von dem ÔÇťSchreiberling-ÔéČ┬Ł gelesen? Der hat doch eh keine Ahnung, was abgeht? Egal ­čśÇ . Wo ist die Party? Geiles Foto. H├Âh├Â. Ich knall mich weg. Schei├če, hab ich Kopfschmerzen. Wo geht was? Schei├č Wichser. P├Ąderast. Harzer. Wir wissen, was kommt. Boykottiert den Arsch. xx ist in einer Beziehung. Ich habs gern auf dem Schreibtisch. Gl├╝cksnuss. Farmville. Das gef├Ąllt mir.-ÔéČ┬Ł

Diese Reaktionen sind dann mehr oder weniger eingetroffen. W├Ârtlich als Kommentare und ganz konkret, was den „Boykott“ angeht. Etwa 70 90 (auch ehemalige) Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler sind dem Aufruf gefolgt und haben uns auf Facebook „die Freundschaft gek├╝ndigt“. Rund ein Dutzend neue „Freunde“ sind hinzugekommen, 150-200 aus dieser Gruppe haben die „Freundschaft gehalten“.

Geldeinnahmen oder anderer Nutzen f├╝r das Blog durch hohe Klickzahlen.
Die Inhalte des ladenburgblogs sind f├╝r alle kostenfrei. Der Aufruf des Blogs oder eines Artikels ergibt nicht einen Cent, sondern nur einen statistischen Z├Ąhler bei den Besuchern und den Seitenaufrufen.

Geld verdienen wir unter anderem mit Klicks auf Werbeanzeigen und deren Verkauf. Die Zahl der Klicks auf Werbeanzeigen ist nicht signifikant gestiegen, gemessen an der Zahl der Klicks auf den Artikel. Wir und unsere Werbekunden freuen uns ├╝ber jeden Klick auf die Anzeigen. ­čÖé

Ganz im Gegenteil haben wir bewusst einkalkuliert, dass dem Artikel zun├Ąchst zwar eine hohe Aufmerksamkeit zukommt, unter Umst├Ąnden aber auch viele Menschen zun├Ąchst negativ reagieren – ein typischer Reflex auf Kritik. Vor allem die, denen unsere kritische Berichterstattung nicht gef├Ąllt – zum Teil, weil wir ├╝ber diese selbst schon, Freunde oder Verwandte kritisch geschrieben haben (siehe Hinweise auf heddesheimblog). Die betreffenden Personen wissen, wer gemeint ist…

Einen vor├╝bergehenden Verlust an Aufmerksamkeit haben wir ebenso einkalkuliert, was unsere kritische Berichterstattung aber nicht behindern wird. Andere Medien verhalten sich da anders und vermeiden jede kritische Berichterstattung aus Angst, noch mehr Auflage zu verlieren. Alle Leserinnen entscheiden selbst, welches Medium sie nutzen m├Âchten.

Verursacher-Prinzip und „Stalking“, Denunziation.
Wir k├Ânnen nicht jede falsche Verwendung von Begriffen korrigieren. Informationen zu Stalking finden Sie hier. Die betreffenden Jugendlichen wurden nicht durch das ladenburgblog angeregt, eine Hitlerpose einzunehmen und diese zu kommentieren, sondern haben das aus freien St├╝cken selbst entschieden. Wir haben dar├╝ber berichtet.

Zitiert wurde auch August Heinrich Hoffmann von Fallersleben „Der gr├Â├čte Lump im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant.“ Mal angesehen davon, dass das kein Argument ist, sondern nur ein Zitat und der Mann neben Kinderliedern die Deutsche Nationalhymne gedichtet hat, war er ein ausgemachter Antisemit und ist als zitierte Person in diesem Zusammenhang sicher kein gutes Beispiel.

„Jugendlicher Leichtsinn, dumme-Jungs-Streich“.
Im Artikel steht ausdr├╝cklich, dass aus Sicht der Redaktion kein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt. Nichtsdestotrotz haben Bild und ├äu├čerungen Grenzen verletzt, die angesichts des Alters der betroffenen Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler und des gew├Ąhlten „Themas“ ganz sicher nicht unter „jugendlichen Leichtsinn“ fallen. Deutlich wurde das auch in der verhementen Verteidigung des Verhaltens und den Versuchen, eine Begr├╝ndung zu liefern. „Leichtsinn“ kommt ohne Begr├╝ndung aus.

Ausgeliehene Zitate oder andere Werke als „Beleg“ sowie „Parodie, Satire“.
Weder das Foto noch die Kommentare lassen irgendeine parodistische oder satirische Absicht erkennen. Der immerwiederkehrende relativierende Vergleich zu Chaplins „Der gro├če Diktator“ zeigt, dass viele den Chaplin-Film wohl nicht kennen, ebensowenig wie andere Filme aus dieser Zeit.

Ebensowenig wird dabei zur Kenntnis genommen, dass Chaplin sich sp├Ąter ge├Ąu├čert hat, den Film nicht oder anders gemacht zu haben, h├Ątte er die „Realit├Ąt“ des Dritten Reiches geahnt. Auch Helge Schneider hat sich von seinem Film distanziert und naja, wer „Switch reloaded“ lustig findet, darf das.

Tats├Ąchlich gibt es aber einen enormen Unterschied zwischen einem Hitlernachahmerbild und eindeutigen Kommentaren und dem Versuch einer dramaturgischen Bearbeitung. Es gibt auch einen gro├čen Unterschied zwischen „Pausenunsinn“, der im Moment vor einer kleinen Gruppe von Menschen passiert und einer Ver├Âffentlichung im Internet.

Hitlerbart und Nazi-Symbole – wie sich ein Teil der CBG-Jugend im Internet „auslebt“

Guten Tag!

Ladenburg, 16. November 2010. Ein Abiturient des Carl-Benz-Gymnasiums stellt sich im Internet mit Hitlerbart, schmalen Mund und irrem Blick dar. Seine Freunde kommentieren das mit S├Ątzen wie „Adolf xxx wurde in Berlin gesichtet“, „Whos your f├╝hrer?“ oder „Good old 88“. [Weiterlesen…]