Donnerstag, 30. Juni 2022

Kandidatenaufstellung

Jugendgemeinderatswahl 2012

Ladenburg, 12. November 2012. (red/pm) Am heutigen Montag, 12.11.2012, um 16:00 Uhr tagte öffentlich der Wahlauschuss zur Jugendgemeinderatswahl 2012 im Jugendzentrum „Kiste“.
Vorsitzender BĂŒrgermeister Ziegler, die JugendstadtrĂ€te Julian Albrecht und Simon Kurz sowie Angelika Schlechter als Beisitzer und Achim Kolb als SchriftfĂŒhrer prĂŒften die eingegangenen Bewerbungen und beschlossen ĂŒber die Zulassung der Kandidaten. Alle 19 Kandidatinnen und Kandidaten wurden zur Wahl zugelassen.
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Vorschlag des Jugendgemeinderats wird umgesetzt

Am Wochenende bleiben die Lichter in Ladenburg an

Ladenburg, 24. Mai 2012. (red/sap) Der Ladenburger Gemeinderat hatte am 20. April 2011 fĂŒr eine einjĂ€hrige Testphase der Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung von 02:00 bis 04:00 Uhr frĂŒh zugestimmt. Ein Jahr spĂ€ter wurde jetzt Bilanz gezogen. Der Vorschlag des Jugendgemeinderates, die Lichter in den NĂ€chten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag anzulassen und dafĂŒr unter der Woche schon um 01:00 Uhr die Straßenbeleuchtung auszuschalten, wird umgesetzt. [Weiterlesen…]

Jugendgemeinderat zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Zu wenig Einfluss

Profilbild der Facebookseite des JGR. Quelle: JGR

 

Ladenburg, 07. Mai 2012. (red/jt) Der Jugendgemeinderat bemĂ€ngelt zu wenig Einfluss auf die Realpolitik und wĂŒrde gerne wieder mehr Licht in die Stadt bringen – zumindest am Wochenende. Strategisch hat der Jugendgemeinderat einen Fehler beschlossen: Die Website und damit die Kommunikation mit der Öffentlichkeit wird abgeschaltet.

Am vergangenen Donnerstag ab 19:30 Uhr lud der Jugendgemeinderat Ladenburg zur öffentlichen Sitzung im Sitzungssaal 105 im Ladenburger Rathaus. Neben den Mitgliedern des Jugendgemeinderates waren auch der SozialpĂ€dagoge Achim Kolb sowie BĂŒrgermeister Rainer Ziegler und seine erste Stellvertreterin Gudrun Ruster (FWV) anwesend.

Auf der Tagesordnung des Jugendgemeinderates standen eine Stellungnahme zu dessen Internetauftritt, die Finanzierung eines neuen Volleyballnetzes sowie die Stellungnahme zum bereits verabschiedeten Haushalt der Stadt Ladenburg fĂŒr das Jahr 2012.

Offline, dafĂŒr auf Facebook

Der Jugendgemeinderat hat beschlossen, seine alte InternetprĂ€senz nicht weiter zu betreiben. Das Angebot sei zu veraltet und zu schwer zu administrieren, sagte der Vorsitzende Julian Albrecht. Eine moderne, neue Alternative sei zu teuer. DiesbezĂŒgliche Angebote habe man sich eingeholt.

Die Ladenburger Jugendlichen, welche der Jugendgemeindert vertritt, sind grĂ¶ĂŸtenteils auf Facebook vertreten. Ebenso der Jugendgemeinderat selbst. Daher wurde beschlossen, die Seite auf Facebook zur zentralen Anlaufstelle umzufunktionieren. Dort findet man Informationen ĂŒber den Jugendgemeinderat, dessen Termine sowie BeitrĂ€ge und Entscheidungen.

Gudrun Ruster (FWV) erkundigte sich, was mit den Personen sei, die nicht auf Facebook vertreten sind.

Julian Albrecht und Pieter Dietrich entgegneten, bereits jetzt stĂŒnde jedem die Möglichkeit offen, auch persönlich, per Telefon oder Mail Kontakt aufzunehmen. Die Kontaktdaten seien auch auf der InternetprĂ€senz der Stadt Ladenburg zu finden. BĂŒrgermeister Rainer Ziegler sagte, man könne wichtige Informationen auch auf die Seite der Stadt nehmen und im Bereich „Aktuelles“ den Menschen zugĂ€nglich machen.

Sponsoren gesucht

Zweites wichtiges Thema der Sitzung war ein neues Netz fĂŒr das Volleyballfeld. Ein solches Netz schlĂ€gt mit rund 750 Euro zu Buche. Einen Sponsor habe man mit der Sparkasse bereits gefunden. Diese steuert 200 Euro bei.

Der Jugendgemeinderat hat das Netz bereits bestellt. Zum Start der neuen Saison wird es aber vermutlich noch nicht da sein.

Notfalls werde man den restlichen Betrag von 550 Euro aus dem eigenen Etat finanzieren, so Julian Albrecht. JugendstadtrÀtin Christine Völkel sagt:

Uns ist es lieber, wenn wir unseren knappen Etat schonen.

Nach ihrer Ansicht ist es wichtig, sinnvoll und zielgerichtet mit dem geringen Etat umzugehen, welcher dem Jugendgemeinderat zur VerfĂŒgung steht. Julian Albrecht warb im Namen des Jugendgemeinderates noch einmal um weitere Sponsoren fĂŒr das Netz.

Leider kein spĂŒrbarer Einfluss

Der Einfluss des Jugendgemeinderats auf den richtigen Gemeinderat sei leider gering, wurde bemĂ€ngelt. Gerade in Bezug auf die Verwendung von Mitteln fĂŒr „jugendliche Belange“ wĂŒrde der Jugendgemeinderat gerne intensiver mitreden. So habe man den Eindruck, sei viel auf Kosten der Jugendlichen gespart worden. BĂŒrgermeister Rainer Ziegler sagte zu, dass der Jugendgemeinderat bei den kommenden Etat-Beratungen intensiver beteiligt werden soll.

Das Thema „Straßenbeleuchtung“ wurde ebenfalls vorgebracht. Aus Sicht der Jugendlichen wĂ€re es sinnvoller freitags und samstags das Licht anzulassen, um das GefĂŒhl der Sicherheit zu erhöhen. Sonntags bis donnerstags könnte man das Licht von ein bis vier Uhr abstellen, also eine Stunde lĂ€nger als bisher. Der Gemeinderat werde im Mai oder Juni ĂŒber den Test verhandeln, so Ziegler.

Aus dem Gemeinderat: Haushaltsberatung

Streichungen bei Feuerwehr und Musikschule

Die Feuerwehr muss ZuschusskĂŒrzungen hinnehmen - damit gibt es auch weniger Gelder fĂŒr die Jugendfeuerwehr. Archivbild: Übung der Jugend am Neckar

 

Ladenburg, 20. MÀrz 2012. (red/sap) Die Haushaltsberatungen in der Sitzung des Ladenburger Gemeinderates zogen sich bis in die spÀten Abendstunden, vor allem Stadtrat Steffen Salinger hatte den Haushaltsplan 2012 akribisch gelesen und fragte immer wieder kritisch nach. Bei der Gemeinderatssitzung waren diesmal auch vier Mitglieder des Ladenburger Jugendgemeinerates dabei.

Von Sabine Prothmann

Bei der Haushaltsberatung standen zwei Positionen im Kreuzfeuer der Diskussion: Der Zuschussbedarf der Freiwilligen Feuerwehr und der Etat der StÀdtischen Musikschule.

Ohne Frage sei die Wehr wichtig fĂŒr die Stadt und sicherlich sei der Anstieg des Zuschussbedarfs um 60.000 Euro auf jetzt 262.000 Euro gut begrĂŒndet, und es zweifle auch nicht an der Notwendigkeit der Ausgaben, dennoch halte er eine Budgetierung fĂŒr richtig, erklĂ€rte Steffen Salinger (SPD) bei der Haushaltsberatung.

„Ich ziehe mir diesen Schuh nicht an“

„Ich ziehe mir diesen Schuh nicht an“, so BĂŒrgermeister Ziegler. Hier gehe es um Schutzkleidung und Fortbildung der Wehr, also um Sicherheit. Er sei nur fĂŒr Budgetierung, „wo es sinnvoll ist“.

„Die Frage ist, kommt ihr auch mit 240.000 anstatt 262.000 Euro aus?“, fragte Prof. Dr. Rainer Beedgen (CDU) den Kommandanten der Ladenburger Wehr, Harald Lange.

„Die Kosten steigen jedes Jahr“, kritisierte auch Wolfgang Luppe (FDP).

FrĂŒher lag der Zuschussbedarf bei rund 150.000 Euro, erinnerte Ilse Schummer (SPD), dann kam ein riesiger Sprung, „kann man in der Zukunft mit weniger rechnen?“

Lange erklĂ€rte den Anstieg des Zuschussbedarfs mit den hohen Wartungskosten fĂŒr die neuen GerĂ€te, den Austausch von Schutzkleidung oder auch die Fahrschulung fĂŒr die FĂŒhrerscheinklasse 2.

Aber natĂŒrlich auch aus den Aus- und Fortbildungsmaßnahmen fĂŒr die 35 Jugendlichen, denn „die junge Mannschaft tritt in die aktive Wehr ĂŒber“, so Lange.

Dr. Peter Hilger (FW) schlug eine Auflistung von allem, was gebraucht wĂŒrde, vor.

„Verschonen sie uns vor diesem bĂŒrokratischen Aufwand.“

„Verschonen sie uns vor diesem bĂŒrokratischen Aufwand“, entgegnete Ziegler merklich genervt.

Und Jugendgemeinderat Julian Albrecht empörte sich:

Ich halte diese Diskussion fĂŒr eine Gemeinheit.

Er habe Schulkameraden, die bei der Freiwilligen Feuerwehr dabei seien und hier gehe es um Sicherheit. Das Lobdengaumuseum bekomme 80.000 Euro mehr, das hieße „wir investieren mehr in alte Römer.“

Ziegler erklĂ€rte, nach drei Jahren Vakanz habe man nun wieder einen Leiter fĂŒr das wichtige Ladenburger Museum eingestellt. Zudem musste in eine TV-Überwachung investiert werden.

Dennoch stimmte der Ladenburger Gemeinderat mit einer knappen Mehrheit von neun zu acht Stimmen fĂŒr eine Budgetierung des Zuschussbedarfs der Freiwilligen Feuerwehr auf 230.000 Euro.

„Das Budget gerĂ€t außer Kontrolle“

Wenig VerstĂ€ndnis zeigte der Gemeinderat auch fĂŒr den gestiegenen Etat der StĂ€dtischen Musikschule von 215.000 auf 262.000 Euro.

Das Budget gerate aus Kontrolle, so Luppe (FDP). „Sind wir irgendwann bei 560.000 und ein Jahr spĂ€ter bei 598.000 Euro?“ Dann stellte er fest:

„Diese Steigerung trage ich nicht mit!“

Die KĂ€mmereimitarbeiterin Claudia Schmitt erklĂ€rte die Kostenerhöhung durch eine Steigerung beim Einzelunterricht und 18 zusĂ€tzliche Wochenstunden – das seine eine halbe Stelle. Zudem mache die auf 2,5 Prozent geschĂ€tzte Tariferhöhung allein 30.000 Euro aus.

Eine GebĂŒhrensteigerung hielt BĂŒrgermeister Ziegler fĂŒr ausgeschlossen. „Dann brechen uns die SchĂŒler weg“. FrĂŒher „hatten wir knapp 800, jetzt sind es noch rund 670 MusikschĂŒler“ und damit nehme man natĂŒrlich auch weniger Entgelte ein, so Ziegler.

Die Entwicklung an der Musikschule widerspreche dem Gemeinderatsbeschluss den Einzelunterricht zu reduzieren, sagte Ilse Schummer (SPD).

Ihr Antrag, den Zuschuss auf 230.000 Euro zu reduzieren, wurde bei fĂŒnf Gegenstimmen und einer Enthaltung vom Gemeinderat verabschiedet.

Die CDU Ladenburg diskutiert ĂŒber die Gemeinschaftsschule

“Alles ist denkbar, wenn das Produkt stimmt”

Ladenburg, 14. MĂ€rz 2012. (red/jh) Ein SchĂŒler, ein ehemaliger Schulleiter, ein Wirtschaftsvertreter und ein CDU-Landtagsabgeordneter diskutierten am vergangenen Freitag gemeinsam mit zahlreichen Besuchern ĂŒber die Gemeinschaftsschule. Perfekt ist das Konzept hierfĂŒr (noch) nicht – darĂŒber sind sich alle einig.

Von Julian Heck

Im Domhofsaal im Ladenburger Rathaus stehen vorne an je einem Stehtisch MÀnner aller Generationen. Der halbe Saal ist voll. Es geht um das so wichtige Thema Gemeinschaftsschule. Die CDU Ladenburg hat eingeladen. Der ehemalige Schulleiter Heinz Gindner am Carl-Benz-Gymnasium Ladenburg hat auch an der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried (IGMH) unterrichtet. Seine Erfahrungen spiegeln sich in einem langen Vortrag wieder, den er zu Beginn der öffentlichen Diskussionsrunde hÀlt.

Gemeinschaftsschulen gibt es schon immer

Man mĂŒsse das Rad nicht immer neu erfinden, sondern Bestehendes weiterentwickeln, so Gindner.

Der Porsche ist nur deshalb ein Erfolgsmodell, weil er sich und seinem Stil treu bleibt.

Der PensionÀr bekrÀftigt damit seine vorherige Aussage einer Weiterentwicklung statt Erneuerung, auch das Schulsystem betreffend.

Gemeinschaftsschulen habe es schon immer gegeben – die Grundschulen. Bloß wĂŒrde es nicht weitergefĂŒhrt werden, weil die FĂ€higkeiten der Kinder in dem Alter immer weiter auseinandergingen. Im Raum sind aber keine Grundschullehrerinnen, die diese Aussage bestĂ€tigen könnten.

Gindner Ă€ußert starke Kritik an der Auswahl der 34 Starterschulen. Alle ausgewĂ€hlten Schulen haben nur eine kleine SchĂŒleranzahl und kein Gymnasium. Im Prinzip sei es nur ein Namenstausch, mehr nicht.

Individuelle Förderung kostet Geld

Der ehemalige Schulleiter plĂ€diert stattdessen dafĂŒr, einige weitere Gesamtschulen einzurichten, da dort die Schullaufbahnentscheidung hinausgeschoben werde. Im gleichen Atemzug betont er aber auch die hohen Kosten bei dieser Schulart aufgrund der Differenzierungskurse, die mehr Lehrpersonal erfordern.

Seiner Ansicht nach kann die Gemeinschaftsschule bei den momentanen AbschlĂŒssen und dem vorhandenen Niveau wegen der unterschiedlichen LernfĂ€higkeit und -geschwindigkeit keinen Erfolg haben.

Die Werkrealschule – ein Auslaufmodell

Relativ zuversichtlich zeigt sich Julian Albrecht, Vorsitzender des Jugendgemeinderates und SchĂŒler am Carl-Benz-Gymnasium in Ladenburg. Der Ansatz sei auf jeden Fall richtig. Jedoch möchte er, dass die anderen Schulformen unter der EinfĂŒhrung der Gemeinschaftsschule nicht leiden.

Er berichtet von seinem Besuch im Landtag. Ein Abgeordneter habe zu ihm gesagt, die Werkrealschule sei ein Auslaufmodell. „Ist dieser Abschluss also ein Auslaufmodell?“, fragt Julian Albrecht in die Runde. Mit Blick zu Harald Töltl, Leiter des Bereichs Berufsbildung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mannheim, fordert er die Wirtschaft auf, auch gut qualifizierte WerkrealschĂŒler zu nehmen.

Hauptsache das Produkt stimmt

Harald Töltl betrachtet die Diskussion um die EinfĂŒhrung der Gemeinschaftsschule aus zwei Richtungen. Zum einen wĂŒnscht er sich besser qualifizierte Schulabsolventen. Viel zu viel Geld wĂŒrde momentan noch in Übergangssysteme gesteckt, um die zukĂŒnftigen Auszubildenden ausbildungsreif zu ĂŒbernehmen.

Zum Anderen bringt er das auf den Punkt, was wohl viele denken. Letztendlich komme es auf das Produkt an.

Liebe Politik, welche Schulform es werden soll, das dĂŒrft ihr selbst entscheiden. Nur entscheidet euch richtig!

Töltl und auch der Christdemokrat Georg Wacker zitieren Bildungsforscher, die zum Ergebnis kommen, dass es keinen Zusammenhang zwischen UnterrichtsqualitÀt und dem Schulsystem gibt.

Gemeinschaftsschule finanzpolitisch riskant

Die Baden-WĂŒrttembergische CDU lehnt das Konzept der Gemeinschaftsschule strikt ab. Diese Meinung vertritt auch Georg Wacker, der fĂŒr die CDU im Landtag sitzt. Er plĂ€diert dafĂŒr, das bestehende dreigliedrige System weiterzuentwickeln statt eine komplette UmwĂ€lzung vorzunehmen und zĂ€hlt eine Reihe von Nachteilen auf.

Die LehrkrĂ€fte seien mit der HeterogenitĂ€t der SchĂŒlerschaft ĂŒberfordert. Die Umstrukturierung ist nicht von unten nach oben erfolgt, sondern von der Landesregierung auferlegt worden. Die Ungleichbehandlung gegenĂŒber den anderen Schulformen – bezĂŒglich Personal, Klassenteiler und anderem – sei nicht akzeptabel.

Zudem hĂ€lt Wacker das grĂŒn-rote Gemeinschaftsschulkonzept fĂŒr „höchst riskant“. Die nötigen Ressourcen fĂŒr eine individuelle Förderung seien finanziell nicht tragbar.

Georg Wacker ist der Ansicht, es gibt bessere Modelle als das von der Landesregierung vorgeschlagene.

Die IGMH ist wesentlich fortschrittlicher als das Konstrukt Gemeinschaftsschule.

Nur noch Reparaturbetrieb

Die GĂ€ste verfolgten die Stellungsnahmen der Redner – eine hitzige Diskussion kam nicht wirklich zustande – und hielten sich eher zurĂŒck. Ein anderer Blickwinkel erfolgte dann doch durch einen Herren, der fĂŒr sich festellt:

Man ist nur noch ein Reparaturbetrieb, anstatt prĂ€ventiv zu handeln. Was ist mit Werten wie TeamfĂ€higkeit, Ordnung, PĂŒnktlichkeit und anderem?

Was nimmt man an Zuschauer nun aus dieser Veranstaltung mit? Das perfekte Schulsystem scheint es nicht zu geben. Egal, ob etwas Neues eingefĂŒhrt wird oder nicht. Wichtig scheint zu sein, dass stĂ€ndig darĂŒber diskutiert und sich damit auseinandergesetzt wird – denn nur dann ist eine stetige Weiterentwicklung möglich.

Antrag des Jugendgemeinderats wird abgewiesen

„Mit der Schließung des Römerstadions wird uns die Chance verwehrt, uns außerschulisch sportlich zu bewegen.“

Ladenburg, 15. Dezember 2011. (red/sap) Der Jugendgemeinderat wurde von der Verwaltung in seiner letzten nicht-öffentlichen Sitzung darĂŒber in Kenntnis gesetzt, dass fĂŒr das Römerstadion eine neue Schließanlage installiert wird. Diese sieht vor, dass nur noch bestimmte Personengruppen (Vereine, Schulen) Zugang zum Römerstadion erhalten sollen. Dies wĂŒrde bedeuten, dass kein Jugendlicher mehr spontan und ohne Verpflichtungen die Möglichkeit hĂ€tte, das Stadion zum Fußballspielen oder fĂŒr sonstigen Sport zu nutzen.

„Das ist fĂŒr uns nicht im Sinne der Ladenburger Jugend“, heißt es im Antrag des Jugendgemeinderats, der in der gestrigen Sitzung an den Gemeinderat gestellt wurde.

Deshalb beantragte der Jugendgemeinderat, „das Römerstadion nicht komplett zu schließen und eine flexible Nutzung des Gummiplatzes möglich zu machen.“

Im Antrag rÀumte der Jugendgemeinderat aber auch ein, dass er die Beanstandung der Zerstörung, insbesondere des neuen Kunstrasenplatzes, sehr wohl verstehen könne.

„Mit der Schließung des Römerstadions wird uns die Chance verwehrt, uns außerschulisch sportlich zu bewegen“,

erklÀrte Hannah Karl, stellvertretende Vorsitzende des Jugendgemeinderates, und forderte, den Gummiplatz zugÀngig zu machen.

Keine Lösung parat

„Ich habe keine Lösung parat, außer in einen Verein einzutreten“, sagte Gemeinderat Bernd Garbaczok (SPD): „Wir mĂŒssen das Stadion erst mal schließen.“

Allgemein war man sich einig, dass man gerne fĂŒr die Ladenburger Jugend eine Lösung finde möchte, dass aber eine teilweise Öffnung des Stadions – zum Beispiel des Gummiplatzes – mit Kosten verbunden sei.

Dr. Rainer Beedgen (CDU) verwies auf die Neckarwiese als Möglichkeit fĂŒr sportliche BetĂ€tigung.

Julian Albrecht, Vorsitzender des Jugendgemeinderats, und Hannah Karl waren mit dem Verweis auf Vereine nicht zufrieden.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler wies den Jugendgemeinderat darauf hin, dass die Ladenburger Jugend in den Zeiten, wenn Vereine und Schulen im Römerstadion sind, die Möglichkeit hĂ€tte, dort Sport zu treiben.

„Ihr mĂŒsst euch in Gruppen zusammenschließen“, meinte Gemeinderat Bernd Garbaczok (SPD).

Dem Antrag des Jugendgemeinderates wurde nicht statt gegeben.

Vorschlag des Jugendgemeinderats zum temporĂ€ren Abschalten der Straßenbeleuchtung

„Die Idee ist gut“, aber das Licht bleibt – noch – aus

Ladenburg, 15. Dezember 2011. (red/sap) Seit Mai 2011 bleibt in Ladenburg nachts zwischen 02:00 und 04:00 Uhr frĂŒh die Straßenbeleuchtung aus. Der Jugendgemeinderat der Stadt Ladenburg stellte in der gestrigen Gemeinderatssitzung einen Antrag an den Gemeinderat, am Wochenede die Straßenbeleuchtung anzulassen und unter der Woche schon eine Stunde frĂŒher, um 01:00 Uhr, das Licht auszuschalten. Zudem sollte in den Sommermonaten, die Beleuchtung um 04:00 Uhr nicht wieder eingeschaltet werden.

Von Sabine Prothmann

„Die Idee ist gut“, war der allgemeine Tenor bei der Gemeinderatssitzung am gestrigen Mittwoch. Doch das Licht bleibt – zunĂ€chst noch – auch am Wochenende aus.

Der Ladenburger Jugendgemeinderat hatte an den Gemeinderat den Antrag gestellt, dass man die Straßenbeleuchtung in den NĂ€chten von Freitag auf Samstag und von Samstag bis Sonntag wieder anstellen sollte.

„Es ist unangenehm, im Dunklen heimzukehren“, sagte Julian Albrecht, Vorsitzender des Jugendgemeinderates.

Zudem machte die Ladenburger Jugend den Vorschlag, in den NĂ€chten von Sonntag bis Freitag die Straßenbeleuchtung schon um 01:00 Uhr nachts auszuschalten und in den Sommermonaten um 04:00 Uhr frĂŒh erst gar nicht mehr einzuschalten.

Der Ladenburger Gemeinderat hatte mit Beschluss vom 20. April 2011 der Nachtabschaltung von 02:00 bis 04:00 Uhr und einer einjĂ€hrigen Testphase mit abschließender Bilanz zugestimmt.

Obwohl allgemeine Übereinstimmung herrschte, dass der Antrag des Jugendgemeinderates ein guter Vorschlag sei, wollten vor allem die Fraktionen der GrĂŒnen Liste Ladenburg und der SPD zunĂ€chst die einjĂ€hrige Testphase abwarten „bevor wir schon wieder etwas Neues ausprobieren“. Danach könne man noch mal darĂŒber reden.

Bislang 12.000 Euro eingespart

Die StadtrÀte der CDU und der FDP sahen darin kein Problem, denn auch bei dem Vorschlag des Jugendgemeinderates handle es sich ja noch um einen Test.

StadtrĂ€tin Gudrun Ruster (Freie WĂ€hler) blieb dabei, dass sie das Abschalten des Lichtes zu keiner Zeit fĂŒr gut heiße. Sie habe im Juli zwischen 02:00 und 04:00 Uhr eine Begehung gemacht und vor allem im Bereich der Oststadt gĂ€be es „viele Stolpersteine“.

Bisher hat das Ausschalten der Straßenbeleuchtung von 02:00 bis 04:00 Uhr frĂŒh gut 60.000 kWh gespart, „das sind rund 12.000 Euro“ erklĂ€rte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler.

Laut dem Ladenburger Polizeichef wurden in den vergangenen Monaten keine vermehrten UnfĂ€lle oder kriminelle Delikte vermerkt: „Es lag nichts AuffĂ€lliges“ vor, so Ziegler. Der den Vorschlag des Jugendgemeinderates positiv beurteilte.

„Ich sehe am Wochenende schon Bedarf das Licht anzulassen“, meinte Stadtrat Dr. Rainer Beedgen (CDU).

„Wir sollten es bei einem Jahr Testphase belassen und die Bevölkerung nach einem Jahr fragen, wie ist es gelaufen“, sagte Petra Erl (SPD).

Auch Dr. Peter Hilger (Freie WĂ€hler) war dafĂŒr, das Ende der Testphase abzuwarten.

„Ich habe großen Sympathie fĂŒr den Vorschlag des Jugendgemeinderats“, versicherte auch Alexander Spangenberg (GrĂŒne). Doch letztendlich handle es sich dabei um drei Teile und die sollten nach der einjĂ€hrigen Testphase „auf Wiedervorlage“ gesetzt werden.

„Der Vorschlag ist begrĂŒĂŸenswert und das Ziel Bilanz zu fĂŒhren, sehe ich davon nicht beeintrĂ€chtigt“, meinte Stadtrat Rudolf Lutz (FDP).

Jugendgemeinderat Julian Albrecht ergĂ€nzte: „Bis Mai kennt die Bevölkerung dann beide Alternativen.“

Testphase soll eingehalten werden

„Wir sind nicht inhaltlich gegen den Vorschlag, aber wir wollen zunĂ€chst die einjĂ€hrige Testphase einhalten“, meinte auch Wolfgang Zahner (SPD).

StadtrĂ€tin Ilse Schummer (SPD) verwies darauf, dass mit dem Vorschlag des Jugendgemeinderats nur ein Teil der Bevölkerung reprĂ€sentiert sei und man wolle schließlich alle Bevölkerungsgruppen einbeziehen.

„Eine Testphase sei schließlich zum Testen da“, deshalb habe er kein Problem damit, den Vorschlag des Jugendgemeinderats umzusetzen, sagte Gerhard Seidel (CDU).

Mit 11 Gegenstimmen wurde der Antrag abgelehnt.

Jugendgemeinderat will mehr Öffentlichkeitsarbeit machen

Guten Tag!

Ladenburg, 21. Juli 2010. Die Tagesordnung des Jugendgemeinderats hatte bei der Sitzung vom 20. Juli 2010 vor allem einen wichtigen Punkt: Öffentlichkeitsarbeit.

Von Hardy Prothmann

Vertretung der Jugend: Jugendgemeinderat. Bild: ladenburgblog.de

Der Jugendgemeinderat (JGR) wird einen Ausschuss bilden, der sich vor allem um Öffentlichkeitsarbeit kĂŒmmern soll – denn der Jugendgemeinderat ist zu unbekannt.

Bei der Sitzung – von denen es vier im Jahr gibt – war kein einziger Jugendlicher zugegen. Die zwölf JugendstadtrĂ€tinnen und -rĂ€te wissen um das Problem der zu geringen Bekanntheit.

Deshalb will der JGR sich verstĂ€rkt an Schulen zeigen, in die Klassen gehen und das Gremium dort vorstellen. Außerdem sollen Sitzungstermine und die Arbeit mit Flyern beworben werden.

Auch digital – seit kurzem gibt es bei Facebook eine Seite des JGR (Jugendgemeinderat Ladenburg), auch ĂŒber Twitter und eine verbesserte Homepage wollen die Mitglieder fĂŒr ihre Arbeit und ihre Aufgaben werben.

Auf dem Altstadtfest will sich der JGR wieder mit einem Stand prÀsentieren, um auch hier auf sich aufmerksam zu machen.

Am 25. September 2010 will der JGR ein Fußballturnier veranstalten, die Zahl der Mannschaften soll auf 24 begrenzt werden. Wegen der brutalen Attacke bei einem Jugendspiel denkt man ĂŒber den Einsatz von Security-KrĂ€ften nach.

Die GetrĂ€nkepreise sollen niedrig gehalten werden – pro GetrĂ€nk ist ein Aufschlag von 50 Cent geplant, der an das Jugendzentrum „Die Kiste“ gehen soll.

Der JGR will aus seinem Etat Putzmittel anschaffen, mit denen die mittlerweile 35 „Stolpersteine“ (die DenkmĂ€ler erinnern an jĂŒdische Opfer des Holocaust) in Ladenburg von SchĂŒlergruppen gepflegt werden sollen.

Mitglieder des JGR sind: Jan Gerstenberger (Vors.), Bianca Eggert (stellv. Vors.), Lukas Reiß, Simon Kurz, Hannah Karl, Pieter Dietrich, Sören Wegner, Maurice Sturm, Julian Albrecht, Christine Völkel, Laura Schrötel, Francesco Iacono