Dienstag, 30. November 2021

Filmmatinee mit Frühstücksbuffet

Hirschberg/Rhein-Neckar, 11. Mai 2012. Am Sonntag lädt das Bündnis „Bürgenland“ zu einer Filmmatinee, die sich kritisch mit der Landwirtschaft beschäftigt.

„Das Bündnis „Bürger für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in der Kurpfalz“ (BürGenLand), zeigt am Sonntag, den 13. Mai im Rahmen einer Matinee dieses Mal zwei Dokumentarfilme, die im Anschluss ausreichend Zeit lassen, sich mit Akteuren von BürGenLand und mit den anderen Kinobesucherinnen und -besuchern über die Filminhalte auszutauschen.

Der erste Film „Vergiftetes Land – Die Folgen des Soja-Anbau“ zeigt als Folge europäischer Massentierhaltung das Entstehen riesiger Soja-Plantagen in Südamerika, die die heimische Flora und Fauna vernichten und indigene Völker von ihrem Land vertreiben. Ein 12minütger Film von „Friends oft he Earth“ und „Food Watch“.
Der zweite Film „Die Genverschwörung“ untersucht die Frage wie gefährlich ist die Agro-Gentechnik wirklich ist. Bei den Recherchen zu diesem Film stellen sich eine Menge ungeklärter Fragen zur Sicherheit gentechnisch veränderten Essens. Ein regelrechter „Krimi“ über die Verquickung von Politik und Wirtschaft! Ein 45minütiger Film von Manfred Ladwig, SWR-Journalist, dessen kritischen Dokumentationen schon mehrfach ausgezeichnet wurden.

Vor Beginn der beiden Films bietet BürGenLand ein kleines Frühstücksbuffet mit gentechnikfrei produzierten Lebensmitteln an.

Die Filmmatinee findet statt am Sonntag, den 13.Mai, im Olympia-Kino in Leutershausen. Beginn: 10.00 Uhr. Eintrittspreis inklusive kleines Frühstück: 7,50 € pro Person.“

5. „BürGenLand“-Regionalmarkt auf der Festwiese

Guten Tag

Ladenburg/Rhein-Neckar, 24. September 2010. (red/pm) Die Initiative „BürGenLand“ (Bürger für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in der Kurpfalz) lädt am Samstag, den 25. September 2010 von 11:00-18:00 Uhr auf die Festwiese zum 5. Kurpfälzer Regionalmarkt ein. Angeboten werden landwirtschaftliche Produkte aus der Region – garantiert gentechnikfrei.

Pressemitteilung der Initiative „BürGenLand“

Uli Sckerl (MdL Bündnis90/Die Grünen) und BM Ziegler (SPD) auf dem Regionalmarkt. Bild: BürGenLand

„Bereits zum 5.Mal lädt die Initiative „Bürger für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in der Kurpfalz“ (BürGenLand) für Samstag, den 25. September 2010 von 11.00 bis 18.00 Uhr nach Ladenburg auf die Festwiese zum Kurpfälzer Regionalmarkt ein.

Der Erzeugermarkt steht unter dem Motto: Gentechnikfrei genießen – Landwirtschaftliche Produkte aus der Region für die Region. Eingebettet ist der Regionalmarkt in der bundesweiten Aktionswoche „Tag der Regionen“. Die Eröffnung des Marktes erfolgt um 13.00 Uhr durch Bürgermeister Rainer Ziegler.

Anlässlich des 5jährigen Bestehens gibt es ein Preisausschreiben mit attraktiven Preisen, z.B. einen „Kurpfälzer Schlemmerkorb“, gefüllt mit leckeren Erzeugnissen von den Regionalmarkt-Ständen. Auf die Kinder warten ein Malwettbewerb und eine Hüpfburg.

Mit dem Regionalmarkt will die Initiative BürGenLand landwirtschaftlichen Betrieben, aber auch Erzeugern und Herstellern die Möglichkeit bieten, ihre Betriebe und Produkte einem breiten Publikum vorzustellen.

Der Markt präsentiert somit mit den regionalen Betrieben fast die ganze Bandbreite der Erzeugung. So erwarten die Organisatoren von BürGenLand Landwirte, Gemüsegärtner und Imker. Außerdem werden Metzgerei, Bäckerei, Käserei und Winzer ihre Spezialitäten auftischen und den Gaumen erfreuen. Alle Aussteller sind entweder anerkannt ökologisch wirtschaftende Betriebe oder konventionelle, die zumindest bis Ende 2011 sich zu einem Verzicht auf gentechnisch verändertes Saatgut, Futtermittel bzw. Lebensmittel verpflichtet haben.

Viele konventionelle Betriebe aus der Kurpfalz haben mittlerweile diese Selbstverpflichtungserklärung unterschrieben. Sie wehren sich gemeinsam mit den Verbrauchern gegen die Anfänge der Grünen Gentechnik. Sie wollen eine Produktion mit der Natur und nicht gegen sie.

Mit dabei sind in diesem Jahr:
Winzer: Seiler (Weyher,), Weingut Schwarztrauber (Neustadt-Mußbach,)
Gemüsegärtner: Hege (Ladenburg), Tomatenlust Treiber (Mannheim-Friedichsfeld)
Verarbeiter: Bäckerei Wolf (Weinheim,), Metzgerei P.S.Pfälzer Spezialitäten (Heidelberg,), Käsemanufaktur Müller (Hockenheim), Falter Fruchtsaft (Heddesbach,), Timrott Bio-Produkte (Ilbesheim), ARISTA-Öle (Speyer), Lobdengau-Brauerei (Ladenburg), Gutting
Landwirtschaftliche Betriebe: Bitsch (Rimbach-Zotzenbach), Meng (Ladenburg), Pfalznudel (Großfischlingen), gEISslein (Laudenbach)
Imker: Lunahof (Bad Dürkheim), Imkerei Hagemeier
Sonstige: Attac Mannheim, Heidelberger Partnerschaftskaffee

Mit den Produkten ARISTA Öle und den Timrott-Bioprodukten schaut der Regionalmarkt allerdings auch über den Tellerrand unserer Region hinaus: erlesene Essige, Senfsorten und Olivenöle werden angeboten.

Der Kaffee aus dem Projekt „Heidelberger Partnerschaftskaffee“ bringt ökologischen Kaffeegenuss ohne Ausbeutung für die Kaffee-Anbauer. Die Bäckerei Wolf aus Weinheim verarbeitet ausschließlich Mehl aus dem Kraichgau-Korn von zertifizierten Mühlen. Das regional denkende Familienunternehmen Falter-Fruchtsäfte – Säfte „made“ im Odenwald – stellen ihre Säfte bereits in dritter Generation im Odenwald her.

Für Schleckermäuler und Feinschmecker gibt es köstliches Eis aus frischer Ziegenmilch vom gEISslein-Ziegenhof aus Laudenbach. Wenn die Marktbesucher etwas Stärkung benötigen, lädt ein Biergarten mit „Lobdengau- Bier“ zum Verweilen ein.

Die Käserei Müller aus Hockenheim bietet in diesem Jahr nicht nur handgefertigte Käse an, sondern auch Jazzmusik vom Feinsten mit der Formation „The Pope of Cheese“. Molkereimeister und Drummer Lothar Müller präsentiert mit Regina Litvinova und den Gitarristen und Komponisten Werner Goos zwei Edelsteine der Deutschen Jazzszene. Komplettiert wurde das Trio durch Hans-Joachim Grieb. Mit Modern Jazz, von klassisch inspiriert bis zum funky Stil mit viel Raum für die Individualität wird diese Jazzformation für eine perfekte musikalische Umrahmung des 5.Kurpfälzer Regionalmarktes sorgen.

Das Bündnis „Bürger für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in der Kurpfalz“ wurde aus verschiedenen Gruppen des BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz) sowie einigen Ortsgruppen von Bündnis 90/Die Grünen und der Grünen Liste Ladenburg gegründet. In ihm sind viele Einzelpersonen Mitglied, aber auch die Stadt Ladenburg, die Stadt Walldorf, die Stadt Heidelberg und die Gemeinde Ilvesheim. Neben den genannten Kommunen sind bereits weit über 30 Gruppierungen und Organisationen Mitglied bei BürGenLand!

Das Bündnis BürGenLand setzt sich kritisch mit den Fragen der Grünen Gentechnik auseinander und kämpft dafür, dass auch nach dem letztjährigen Verbot des Genmaises MON 810 definitiv Schluss ist mit GVO-Versuchen in der Kurpfalz.

Die skandalösen Vorgänge um die BASF- Genkartoffel „Amflora“ oder die diesjährige Verunreinigung von konventionellem Maissaatgut mit gentechnisch verändertem Mais zeigen wie sehr dieses Engagement gegen die Agro-Gentechnik gebraucht wird.“

Internet: www.buergenland.de

Einen schönen Tag wünscht
Das ladenburgblog

Spangenberg: „Ich habe mich schon immer politisch interessiert und engagiert.“

Guten Tag!

Ladenburg, 27. Mai 2010. Alexander Spangenberg wird ab September neuer Gemeinderat und Mitglied der Fraktion „Grüne Liste Ladenburg“. Im Gespräch mit dem ladenburgblog erläutert der Finanzexpterte seine Ziele.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Spangenberg, kommt für Sie der Einzug in den Gemeinderat ab September überraschend?
Alexander Spangenberg: „Ja. Es wurde über einen möglichen Wechsel gesprochen, aber der Zeitpunkt war für mich überraschend.“

Alexander Spangenberg: "Ich war schon immer politisch interessiert, habe mich politisch engagiert und werde das weiter tun - dafür muss man in keiner Partei sein." Bild: privat

Sind Sie vorbereitet?
Spangenberg: „Seit meiner Nominierung als Gemeinderatskandidat habe ich regelmäßig an den Fraktionssitzungen der Grünen Liste teilgenommen. Ich bin also über die meisten Themen gut informiert, wenngleich ich mich in komplexe Themen wie die Finanzen sicher noch mehr einarbeiten werde.“

Wie das? Sie sind doch Finanzexperte?
Spangenberg: „Eben deshalb. Als Teilnehmer der Fraktionsgespräche habe ich die Themen verfolgt – sehr interessiert, aber nicht so tief, wie man das als Entscheidungsträger verantwortlich tun sollte. Das hole ich jetzt nach.“

Sie werden Mitglied der Fraktion der Grünen Liste Ladenburg sein, sind aber kein Parteimitglied. Warum?
Spangenberg: „Ich bin durch die regen politischen Diskussionen in meinem Elternhaus angeregt. Ich war schon immer politisch interessiert, habe mich politisch engagiert und werde das weiter tun – dafür muss man in keiner Partei sein.“

Da hat man aber vielleicht mehr Einfluss.
Spangenberg: „Das ist sicher so – mir gefällt aber bürgerschaftliches Engagement besser und je mehr mitmachen, umso größer wird der Einfluss. Ich habe in der Zeit der Studentenproteste in Heidelberg studiert, diese Zeit prägt natürlich. Damals entstanden in der Folge auch die Anti-AKW-Bewegung und als neue Form des unmittelbaren Bürgerprotestes auf lokaler Ebene die Bürgerinitiativen. Jüngstes Beispiel in Ladenburg ist Bürgenland, das ich mit vielen anderen engagierten Menschen in der Region mitgegründet habe. Mit diesen Erfahrungen werde ich mich für mehr Bürgernähe und Transparenz einsetzen. Man darf nicht alles den Politikern überlassen.“

Alexander Spangenberg: Finanzen, Flächenverbrauch, Stadtentwicklung, Klimaschutz, Verkehr sind seine Themen. Bild: privat

Sie fühlen sich aber der „grünen Idee“ verbunden?
Spangenberg: „Auf jeden Fall. Umwelt- und Klimaschutz sind mir sehr wichtig. Die fortschreitende Flächenversiegelung ist eine katastrophale Entwicklung. Der Grundsatz Innen- vor Außenentwicklung ist mir sehr wichtig. Da ich auch Vorsitzender des BUND Ladenburg bin, gibt es also viele Gemeinsamkeiten mit der „Grünen Liste“.“

Sie betonen aber, dass Sie als „unabhängiger Kandidat“ angetreten sind.
Spangenberg: „Weil ich unabhängig bin. Ich entscheide aus meiner Verantwortung heraus und nicht aus Parteiinteressen.“

Hören das die „Grünen“ gerne?
Spangenberg: „Ich denke ja, weil die Grünen in Sachen Bürgerbeteiligung sehr liberal sind, die Parteidisziplin längst nicht so ausgeprägt ist wie im konservativen Lager und sie lieber einen kritischen Geist wie mich unterstützen, als einen „Ja“-Sager.“

Was werden Ihre Themen in Ladenburg sein?
Spangenberg: „Klar die Finanzen, wie schon erwähnt der Flächenverbrauch und damit eine nachhaltige Stadtentwicklung, kommunaler Klimaschutz und die Einbindung der BürgerInnen. Wir müssen auch nach jahrelanger Diskussion endlich für die Verkehrsberuhigung in der Ladenburger Altstadt Lösungen finden!“

Haben Sie bereits Gremienerfahrung?
Spangenberg: „Ja. Ich habe als sachkundiger Bürger beim Grünprojekt und im Umweltausschuss mitgewirkt.“

Die GLH hat damit geworben, dass die Fraktion mit Hannah Barsch (21) die jüngste Stadträtin stellte – Sie sind 63 Jahre alt. Was bedeutet das?
Spangenberg: „Dass sich mancher lustig darüber machen wird, weil der Altersdurchschnitt nun deutlich angehoben worden ist. Ich fand es gut und wichtig, dass die junge Kollegin die Arbeit aufgenommen hat. Aus beruflichen Gründen kann sie das nicht mehr fortführen. Das mache ich jetzt – vielleicht mit weniger jugendlichem Elan, aber jeder Menge Erfahrung und der Weisheit eines noch jungen Alters. Und ich freue mich sehr auf die Arbeit.“

Zur Person:
Alexander Spangenberg (63) arbeitet als Unternehmens- und Finanzberater. Der studierte Volkswirt ist ledig und lebt seit 1982 in Ladenburg: „Ich habe Anfang der siebziger Jahre hier als Student in der Ferien als Ausgrabungshelfer gejobbt und Ladenburg lieb gewonnen. Das ist ein hübsches Plätzchen“, sagt der gebürtige Heidelberger.

Politisch ist Spangenberg in vielfältiger Hinsicht aktiv. Er ist Vorsitzender des BUND Ladenburg und maßgeblicher Mitbegründer von „Bürgenland„, das sich für eine gentechnikfreie Produktion von Lebensmitteln einsetzt.