Montag, 25. Oktober 2021

Gisela Mayer wird Wahlfrau

Weinheim/Rhein-Neckar, 02. Marz 2012. (red/pm) Uli Sckerl tritt seinen Platz in der Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten ab. An seiner Stelle fährt Gisela Mayer, die Vorsitzende des Bündnisses der Eltern in Winnenden, nach Berlin.

Information des Landtagsabgeordneten Uli Sckerl:

„Der Landtagsabgeordnete Uli Sckerl hat zugunsten engagierter Bürger auf sein Ticket nach Berlin verzichtet. „Als Parlamentarischer Geschäftsführer war ich für die Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten gesetzt. Mir ist es aber sehr wichtig, dass engagierte Bürgerinnen und Bürger auch wählen können und nicht nur Parlamentarier.

Ich habe deshalb meinen Platz zur Verfügung gestellt. Das ist für mich ein plastisches Beispiel dafür, was wir Grüne Bürgergesellschaft nennen“, sagte Sckerl. Auf seinen Vorschlag vergab die grüne Fraktion dann zahlreiche Plätze an engagierte Persönlichkeiten. Er selbst hat Gisela Mayer, die Vorsitzende des Bündnisses der Eltern in Winnenden, die bei dem schrecklichen Amoklauf im März 2009 ein Kind verloren haben, als Wahlfrau eingeladen.

Sckerl unterstützt die Eltern und ihr Aktionsbündnis seit 2009 und arbeitete im Sonderausschuss des Landtags an Handlungsempfehlungen zur Prävention von Gewalt . „Ich habe vor den Eltern, die sich ungeachtet ihres unersetzlichen persönlichen Verlustes mit hohem Engagement für uns alle einsetzen, enorme Hochachtung. Sie gehören einfach in eine Bundesversammlung“, sagte er.“

Der 10. BundesprĂ€sident der Bundesrepublik Deutschland heißt Christian Wulff

Guten Tag!

Ladenburg/Berlin, 30. Juni 2010. Die Bundesversammlung hat heute im 3. Wahlgang den CDU-Politiker Christian Wulff zum zehnten BundesprÀsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewÀhlt.

Mit 625 Stimmen von 1.240 gĂŒltigen Stimmen ist der niedersĂ€chsische CDU-Politiker Christian Wulff zum zehnten PrĂ€sidenten der Bundesrepublik Deutschland gewĂ€hlt worden. Im dritten Wahlgang entschied sich die Wahl zwischen ihm und dem von SPD und GrĂŒnen favorisierten Kandidaten Joachim Gauck.

Wulff erreichte damit zwei Stimmen mehr als die absolute Mehrheit von 623 Stimmen. Im dritten Wahlgang enthielten sich 121 Wahlfrauen und -mĂ€nner – vermutlich vornehmlich der Linken. Zwei Stimmen waren ungĂŒltig.

Die schwarz-gelbe Koalition hatte in der Bundesversammlung eine absolute Mehrheit von 644 Stimmen – die aber auch in den ersten beiden WahlgĂ€ngen nicht ansatzweise erreicht wurde. In der Geschichte der Bundesrepublik brauchte es zuvor nur zwei Mal einen dritten Wahlgang zur Wahl von Gustav Heinemann (1969) und Roman Herzog (1994).

Christian Wulff war seit 2003 MinisterprÀsident des Landes Niedersachsen.

In der politischen Presse wird die Wahl kontrovers diskutiert – viele sehen darin den Anfang vom Ende der amtierenden Regierungskoalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Der BundesprĂ€sident ist das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland – wenngleich mit vorwiegend reprĂ€sentativen Aufgaben.

Am 31. Mai 2010 war der bisherige BundesprĂ€sident Horst Köhler ĂŒberraschend zurĂŒckgetreten.

Die Redaktion wĂŒnscht dem 10. BundesprĂ€sidenten Christian Wulff einen guten Start in das erste Amt im Staat und eine erfolgreiche AusfĂŒllung dieser herausragenden Aufgabe.