Samstag, 18. September 2021

Die letzte Reise des Ludwig Anton von Pfalz-Neuburg

Prinz, Soldat und Bischof

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 Die Bischofsgruft in der Ladenburger Sebastianskapelle nach der Entdeckung im Jahre 1969 (Foto: Berndmark Heukemes). Foto: Lobdengau-Museum

 

Ladenburg, 08. November 2013. (red/pm) AnlĂ€sslich des Wittelsbacher Jahres prĂ€sentiert das Lobdengau-Museum die Ausstellung „Prinz, Soldat und Bischof. Die letzte Reise des Ludwig Anton von Pfalz-Neuburg“.  [Weiterlesen…]

Befestigte Gutshöfe und Herrensitze

Keltische Viereckschanzen

Ladenburg, 03. Dezember 2012. (red/pm) Die lĂ€ndliche Besiedlung SĂŒdwestdeutschlands in spĂ€tkeltischer Zeit (2./1. Jh. v. Chr.) Am Donnerstag, dem 6. Dezember 2012 um 19 Uhr im Ladenburger Rathaus (Domhofsaal), Hauptstr. 7.

Information des Lobdengau-Museums:

„Seit langer Zeit beschĂ€ftigt sich die archĂ€ologische Forschung mit den rĂ€tselhaften keltischen „Viereckschanzen“, die sich teilweise bis heute als eindrucksvolle rechteckige Wall-Graben-Anlagen erhalten haben. Anfangs waren verschiedene funktionale Deutungen in der Diskussion, ab den 1960er Jahren schien eine kultische Funktion im Sinne von keltischen HeiligtĂŒmern gesichert. Doch großflĂ€chige Grabungen in Baden-WĂŒrttemberg und Bayern fĂŒhrten seit etwa 20 Jahren dazu, dass die Viereckschanzen heute als wesentliches Merkmal des lĂ€ndlichen Siedelwesens der SpĂ€tlatĂšnezeit gesehen werden.

Die Anlagen vereinen durchaus unterschiedliche Funktionsaspekte: Befestigung, Herrensitz, Versammlungsort, Stapelplatz fĂŒr landwirtschaftliche GĂŒter, vielleicht auch Platz fĂŒr kultische Handlungen. In Ladenburg wurde eine solche Viereckschanze 1980 von Dr. Berndmark Heukemes entdeckt – sie ist bislang die einzige bekannte Anlage im NeckarmĂŒndungsgebiet. Bei der archĂ€ologischen Untersuchung konnten zahlreiche Objekte geborgen werden, die auf Fernhandelsbeziehungen der keltischen Hofherren im 2. und 1. Jh. v. Chr. hinweisen. Diese Funde werden derzeit erstmals im Lobdengau-Museum der Stadt Ladenburg prĂ€sentiert.“

„Kleine Sensation“: Das Ladenburger Richtschwert als LeihstĂŒck im Lobdengaumuseum

Guten Tag!

Ladenburg, 28. November 2010. Eine neue Ausstellung im frĂŒheren Arbeitszimmer des EhrenbĂŒrgers Dr. Berndmark Heukemes wurde am Samstag eröffnet. Durch die Integration des Erkerzimmers ist nun ein Rundgang im zweiten Stock des Lobdengaumuseums möglich. In den nĂ€chsten vier Wochen kann dort das „Richtschwert“ des Scharfrichters Johan Nicolaus Ostertag als Leihgabe besichtigt werden.

Von Hardy Prothmann

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BĂŒrgermeister Ziegler zerschneidet BĂ€nder, um die Ausstellung zu eröffnen. An seiner Seite Marianne Schwarz, eine Zeitzeugin des letzten "Ausschellers" Karl-Wilhelm Sauer.

Rund 40 Personen waren zur Eröffnung der Ausstellung ins Lobdengaumuseum gekommen. BĂŒrgermeister Ziegler begrĂŒĂŸte insbesondere die Enkelsöhne des stĂ€dtischen Ausschellers Karl-Wilhem Sauer, der bis 1956 die Bekanntmachungen der Stadt ausrief und dazu eine Glocke geschwungen hat. Diese und eine noch Ă€ltere Glocke sind hier ausgestellt.

Ebenso ein Bild des „Ă€ltesten“ bekannten Stadtsiegels aus der Zeit um 1313 bis 1317, das also fast 700 Jahre alt ist. Ebenfalls zu sehen sind zwei Siegel, ein „großes“ Siegel mit bedachtem Tor und darunterliegendem Fallgitter, sowie den dazwischen gekreuzten „Wormser SchlĂŒsseln“.

Siegel, Glocken, Möbel, Bilder, Richtschwert.

Das kleinere Siegel stammt aus der Zeit, als Ladenburg „Oberamtsstadt“ geworden war (siehe Fotos). Im neuen Zimmer sind auch Detaildarstellungen der Ladenburger KĂŒnstler Sachse und Geyer zu sehen, sowie von Konrad Seel III, „der fast ein Genie war“, wie BĂŒrgermeister Ziegler den Mann lobte, der es nicht immer ganz einfach in der Stadt hatte.

Dem Museumskurator Horst Hain dankte er in „Abwesenheit“ fĂŒr seine Verdienste um die Ladenburger Geschichte: „Er ist im Vorruhestand und kann leider nicht anwesend sein.“ Die Geschicke des Museums ĂŒbernehmen neben Heimatbund und Stadt nun Museumsmitarbeiterin Erika Duske und Stadtarchivar Oliver GĂŒlck.

Die Ausstellung ist eine Erweiterung der „Detailansichten von Ladenburg“ mit Möbeln und anderen Exponanten, beispielsweise einem Ohrensessel der Stifterin Dr. Maria Triebskorn, die dem Ladenburger Heimatbund ein bedeutendes finanzielles Erbe hinterlassen hat.

Ein „besonderes“ StĂŒck ist das Richtschwert des Scharfrichters Johan Nicolaus Ostertag. Dieses wurde von einem Sammler ersteigert, der es dem Lobdengau-Museum zur Ausstellung fĂŒr gut vier Wochen ĂŒberlassen hat.

Heimatbund-Vorsitzender Dr. Meinhard Georg holte das Schwert zur Eröffnung aus der Vitrine und prĂ€sentierte das doppelschneidige Todeswerkzeug dem Publikum. Herr Georg erlĂ€uterte, dass er selbst versucht hatte, das Schwert zu ersteigern, es ihm aber einen Tag zuvor weggeschnappt wurde. Nun sei er mit vielen Anrufen beim derzeitigen Besitzer bemĂŒht, es in den „rechtmĂ€ĂŸigen“ Besitz zurĂŒckzuholen: „Da bin ich guter Dinge, dass es, bis ich 100 bin, so sein wird.“

Eingraviert ist der Name des Scharfrichters sowie ein Balken. Auf der anderen Seite steht der Spruch (siehe Foto-Gallerie):

„Wann ich Das Schwerdt thu auffheben So wĂŒnsche Ich dem SĂŒnder Das Ewige Leeben“.

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Richtschwert als Leihgabe und "kleine Sensation".

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