Sonntag, 24. Oktober 2021

Will die Agentur Leistungen der Stadt ĂŒber einen Bericht in der RNZ erpressen?

Unverhohlene Drohung – die Demi und ihr Sturm

neckarwiese-130605- IMG_5610

Schlammschlacht: Im Sommer sah die Festwiese nach einem Konzert von Xavier Naidoo aus wie ein Acker – jetzt hetzt die RNZ ĂŒber beste Verbindungen zu Demi Promotion gegen Bensheim und setzt Ladenburg unter Druck. Zeit, dass sich der Gemeinderat der Sache annimmt. (Archivbild)

 

Ladenburg/Hirschberg, 27. November 2013. (red) Die Rhein-Neckar-Zeitung hat sich heute Sorgen um die Zukunft des Musiksommers in Ladenburg gemacht. Die Hirschberger Agentur Demi Promotion hat wohl Probleme mit der Finanzierung und sucht die Schuld bei anderen. Doch das ist nur der vordergrĂŒndige Teil der Geschichte. Interessanter sind die HintergrĂŒnde – vor allem die versuchte Erpressung im Mantel einer „Berichterstattung“. [Weiterlesen…]

Erneuerung der EisenbahnbrĂŒcke in Mannheim Friedrichsfeld

EinschrÀnkungen im Zugverkehr von und nach Mannheim

Ladenburg, 04. Juli 2013. (red/pm) Vom 07. Juli bis zum 19. Juli kommt es zu erheblichen EinschrĂ€nkungen im Zugverkehr von und nach Mannheim, da die EisenbahnbrĂŒcke in Friedrichsfeld erneuert wird. [Weiterlesen…]

Prozess gegen brutale RĂ€uber startet im Juli


Rhein-Neckar/Darmstadt, 21. Juni 2011. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat drei MĂ€nner in mehreren FĂ€llen unter anderem wegen gemeinschaftlich begangenen schweren Raubs, gefĂ€hrlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung angeklagt. Zwei der TatverdĂ€chtigen hatten Ende August 2010 den Ladenburger Gastronom Willy Koch (Fody’s FĂ€hrhaus) brutal ĂŒberfallen und misshandelt. Auch der Überall auf ein Viernheimer Schnellrestaurant, eine Bensheimer Bowling-Bahn sowie ein Mannheimer BekleidungsgeschĂ€ft sollen von den Angeklagten begangen worden sein.

Von Hardy Prothmann

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat gegen zwei 37 und 26 Jahre alte Deutsche und einen 26-jÀhrigen Spanier am 13. Mai 2011 Anklage wegen gemeinschaftlich begangenen schweren Raubs, gefÀhrlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung erhoben.

Die Ermittlungen gegen den 37-jĂ€hrigen Mörlenbacher und den 26-jĂ€hrigen Viernheimer wurden durch die Zeugenaussage der Ehefrau des Mörlenbachers vorangebracht, die die Behörden freiwillig informiert haben soll. Warum Melanie S. ihren Mann „verpfiffen“ hat, ist nicht bekannt.

Zwei der angeklagten MĂ€nner sind in drei FĂ€llen angeklagt, eine vierte Anklage wird vermutlich folgen. Die Ermittlungsakten sind zur Zeit auf dem Weg von Mannheim nach Darmstadt.

Am 30. August 2010 sollen die beiden Beschuldigten in Ladenburg den Gastronom Willy Koch in dessen Wohnung ĂŒber der GaststĂ€tte Fody’s mit einer geladenen Schreckschusswaffe brutal ĂŒberfallen haben. Der Gastronom wurde gefesselt und geschlagen.

8.000 Euro Bargeld aus dem Tresor sowie elf wertvolle Uhren sollen die MĂ€nner geraubt haben. Ihrem Opfer setzten die MĂ€nner massiv zu, um die Herausgabe von Pin-Codes zu erpressen, was auch gelungen war. Mit den Bankkarten erbeuteten die MĂ€nner nochmals 3.000 Euro. Den Gastronomen ließen die MĂ€nner gefesselt zurĂŒck – erst nach Stunden entdecken Angestellte ihren Chef, dem die TĂ€ter die HĂ€nde auf den RĂŒcken gefesselt einen Kissenbezug ĂŒber den Kopf gezogen hatten.

Die mutmaßlichen TĂ€ter des Ladenburger RaubĂŒberfalls sind den Behörden bestens bekannt und bereits „mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten“, wie der Pressesprecher Sebastian Zwiebel auf Anfrage unserer Redaktion sagte.

„GewerbsmĂ€ĂŸiger Diebstahl“ und „schwerer Bandendiebstahl“ stehen im Vorstrafenregister der MĂ€nner, so der Staatsanwalt. Beide waren schon zu mehrjĂ€hrigen GefĂ€ngnisstrafen verurteilt und zur Zeit der erneuten Straftaten noch in „BewĂ€hrungszeit“.

Mindestens drei ÜberfĂ€lle haben die MĂ€nner in ihrer BewĂ€hrungszeit begangen – was das ohnehin schon hoch zu erwartende Strafmaß noch verschĂ€rfen dĂŒrfte. Die vom Gesetzgeber geforderte Mindeststrafe allein fĂŒr schweren Raub betrĂ€gt fĂŒnf Jahre.

Bei dem Überfall auf einen Burger-King in Viernheim am 20. Dezember 2010 sollen die Angeklagten einen weiteren Komplizen gehabt haben, einen 26-jĂ€hrigen Viernheimer spanischer Staatsangehörigkeit. Auch hier wurden ein Angestellter und Mitarbeiter einer Reingungsfirma mit einer Waffe bedroht und durch den Einsatz von Pfefferspray verletzt. Die Beute: 2.500 Euro. Die Polizei konnte die TĂ€ter nach dem Überfall stellen und festnehmen – einer der TĂ€ter wurde bei einem Schusswechsel durch die Kugel eines Polizeibeamten verletzt.

Der Komplize, der bislang wegen Diebstahls und VerstĂ¶ĂŸen gegen das BetĂ€ubungsmittelgesetz aufgefallen ist, soll auch bei einem Raubzug am 19. September 2010 in Bensheim dabei gewesen sein. Hier wird dem Trio der Überfall auf eine Bowlingbahn angelastet. Wieder bedrohten die MĂ€nner, die „Skelettmasken“ getragen haben, weibliche Angestellte mit einer Schusswaffe und erbeuteten einige hundert Euro.

Ein vierter Überfall am 13. Dezember 2010 auf ein BekleidungsgeschĂ€ft im Bereich der Mannheimer Planken (FußgĂ€ngerzone) soll auf das Konto der beiden HauptverdĂ€chtigen gehen. Die GeschĂ€ftsfĂŒhrerin wurde in den Morgenstunden abgepasst, ebenfalls mit einer Pistole bedroht und zusammen mit einer Angestellten mit Klebeband gefesselt – aus dem Tresor sollen die MĂ€nner eine „große Menge“ gestohlen haben.

Dieser Überfall passt nicht zu den „Gastro-RaubzĂŒgen“. „Warum gerade dieses GeschĂ€ft ĂŒberfallen worden ist, wissen wir bislang noch nicht“, sagte uns ein Polizeisprecher. „Vermutlich ist irgendwie bekannt geworden, dass es dort was zu holen gibt.“ Denn die Tatzeit – der frĂŒhe Morgen – lĂ€sst normalerweise nicht auf „volle Kassen“ schließen – vermutlich hatten die TĂ€ter irgendeine „Informationsquelle“.

Den MĂ€nnern wird auch ein Einbruch in eine Logistikfirma in Biebesheim am Rhein zur Last gelegt.

Der Prozess beginnt am 04. Juli 2011 vor der großen Strafkammer des Landgerichts Darmstadt.