Samstag, 28. Januar 2023

Technischer Ausschuss diskutierte Bau- und Sanierungsmaßnahmen der Pflastermühle

Für die einen ein Traum, für die anderen ein Kostenfaktor

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Die Pflastermühle an der Wallstadter Straße. Foto: Ladenburgblog.


Ladenburg, 16. Juni 2012. (red/sap) Die Schreinerei ist aus dem Ostteil der Pflastermühle gezogen. Nun soll die komplette Pflastermühle in der Wallstadter Straße zukünftig als Jugend-, Kultur- und Kleinkunstbühne genutzt werden. Während für die Stadträtin Ingrid Dreier mit dem Um- und Ausbau der Pflastermühle ein Traum in Erfüllung geht, wollten die anderen Mitglieder des Technischen Ausschusses erst mal wissen, was das alles kostet.

Von Sabine Prothmann

Der Ladenburger Architekt Jürgen Borkowski stellte dem TA die geplanten Bau- und Sanierungsmaßnahmen vor.

Es sollen durch leichte Trennwände im Erd- und Obergeschoss jeweils drei Räume abgetrennt werden. Dies ermögliche eine flexible Raumgestaltung ohne weitere Investitionen. Der Haupteingang soll verlegt werden und im Obergeschoss soll ein breites Gaubenband zur verbesserten Belichtung von drei Räumen eingebaut werden. Desweiteren soll die Fassade konstruktiv gesichert und renoviert werden.

Hier ist schon lange das Jugendzentrum "Die Kiste" untergebracht. Foto: Ladenburgblog.

Im Zuge der Freilegung wurde im Kellergeschoss das alte Bachbett einschließlich des ehemaligen Mühlrads wiederentdeckt. Nach erfolgter Instandsetzung sollen Bürger und Besucher die Anlage besichtigen können.

Dies sei ein „echter Hingucker“,  meinte auch Bürgermeister Ziegler.

Der Gebäudekomplex stehe zwar nicht unter Denkmalschutz, aber habe dennoch einen hohen Wert im Hinblick auf die Wirtschaftsgeschichte Ladenburgs.

Bie der Pflastermühle handelt es sich um 14.000 Kubikmeter umbauten Raum, so der Architekt. Das Gebäude sei statisch okay und die Sanierung könne und müsse in Stufen erfolgen. Zudem sei der Standard eines Jugendzentrums ein anderer als der eines Wohnhauses.

Nur das Dachgeschoss werde man dämmen und eine Beheizung ist nur tages- und stundenmäßig vorgesehen. Die Sanierung werde im Leichtbau erfolgen und die Elekrik könne „auf Putz“ verlegt werden.

Es sollen Gruppen- und Projekträume enstehen für die dynamische Jugendarbeit. Auch der Jugendgemeinderat soll hier seinen eigenen Raum bekommen.

Ein Traum aus meiner Jugend wird Wirklichkeit,

schwärmte Ingrid Dreier (GLL). Und der Jugendgemeinderat werde hier eine Heimat finden.

Petra Erl (SPD) wollte wissen, ob das als Jugend-, Kultur- und Kleinkunstbühne nur der Jugend vorbehalten sei oder auch für breite Nutzung gedacht sei. Bürgermeister Rainer Ziegler sagte:

Die Pflastermühle soll ein kulturelles Zentrum werden – generationsübergreifend.

„Was ist die Endsumme?“

„Was kostet das?“, wollte Steffen Salinger (SPD) konkret wissen. „Was ist die Endsumme?“, fragte auch Gerhard Seidel (CDU).

Es seien 192.000 Euro Fördermittel vorhanden, 60 Prozent werden dabei vom Land finanziert, informierte der Architekt. Zusätzlich könnte noch einmal knapp die gleiche Summe durch Haushaltsreste und -posten bereitgestellt werden. Das heißt rund 400.000 Euro seien vorhanden.

Die Eigenarbeit von Jugendprojektgruppen, wenige Trennwände, Nasszellen und Dämmung würden die Kosten für die Baumaßnahmen geringer halten. Außerdem machte der Bürgermeister darauf aufmerksam, dass der Umbau schrittweise erfolgen könne.

Rund eine halbe Million Kosten

Salinger beharrte auf die Nennung einer konkreten Summe und bekam schließlich rund 500.000 Euro genannt. Ein Projekt dieser Größenordnung von rund einer halben Million wollte der SPD-Stadtrat nicht ohne den Gemeinderat beschließen.

Schließlich einigte man sich einstimmig darauf, den Bauantrag zu genehmigen – um durch eine Zeitverzögerung die Fördermittel nicht zu verlieren -, und auch gleichzeitig der Verwaltung den Auftrag zu erteilen, vor der ersten Auschreibung eines Gewerkes dem Gemeinderat einen konkreten Zeiten- und Kostenplan vorzulegen und dies dort zu beraten.

 

 

 

 

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