Dienstag, 21. August 2018

Schwerpunkte in Heidelberg, Ladenburg, NeckargemĂŒnd und Hirschhorn

Schleusen und Wehre am Neckar werden 2013 repariert

Einbau eines Revisionsverschlusses an einer Schleusenkammer - Foto von Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg

Einbau eines Revisionsverschlusses an einer Schleusenkammer. Foto: Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg.

 

Heidelberg/Rhein-Neckar, 09. Januar 2013. (red/pm) FĂŒnf Schleusen und sieben Wehre werden 2013 am Neckar repariert. Die Planungen fĂŒr die Unterhaltung der Wasserstraße Neckar sind abgeschlossen, die Kosten werden auf rund vier Millionen Euro kalkuliert. Die  öffentlichen Ausschreibungen werden vorbereitet.

Information des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg:

„Der Chefplaner des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg, Jochen Bode, spricht von einem ambitionierten Programm fĂŒr das Jahr 2013. An insgesamt 5 Wehren und 7 Schleusenkammern haben wir dieses Jahr Unterhaltungsmaßnahmen geplant. Derzeit sind die Ingenieure dabei, die Ausschreibung fĂŒr die Wehrinstandsetzungsmaßnahmen zu erstellen und die Beschaffungen fĂŒr die Schleusen vorzubereiten. Wir kalkulieren die Kosten auf rund 4 Millionen. Euro.

Stauanlagen sind Grundlage fĂŒr Schifffahrt und Energiegewinnung

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg hat am unteren Neckar zwischen Mannheim und Heilbronn 12 große Stauanlagen mit insgesamt 25 großen Schleusenkammern und 40 WehrverschlĂŒssen zu unterhalten. Die Stauanlagen sind die Grundvoraussetzung fĂŒr die Schifffahrt und Energiegewinnung durch Wasserkraftnutzung.

Die Anlagen haben ein Alter von rund 80 Jahren

erlĂ€utert Bode. „Dies ist zugleich auch unsere große Herausforderung. Durch unsere Unterhaltungsprogramme ist es jedoch gelungen, dass am unteren Neckar bislang auf Grund von Anlagenversagen noch keine lĂ€ngerfristige Schifffahrtssperre eingetreten ist. Dies hĂ€tte mit Sicherheit auch Auswirkungen auf die AttraktivitĂ€t der Wasserstraße gehabt.“

Ein Schwerpunkt 2013 liegt auf Wehranlage in Ladenburg

Schwerpunkte 2013 liegen an den Wehranlagen in Ladenburg und Heilbronn, wo jeweils ein Wehrverschlusskörper einer Stahlbauinstandsetzung unterzogen wird. Im Rahmen des systematischen Wehrreparaturprogramms des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg wird jeder Wehrverschluss alle 15 bis 20 Jahre von Grund auf instandgesetzt. „Durch die Praxis bestĂ€tigt sich dieser Turnus“ erlĂ€utert Projektingenieur Siamak Akhvanpour:

Nach einem 20 jĂ€hrigen Betrieb mĂŒssen bei einer Wehrwalze mit einem Gewicht von 100 Tonnen rund 10 Tonnen an tragendem Stahl ausgebaut und erneuert werden. Die Maßnahmen werden als Bauleistung öffentlich ausgeschrieben und vergeben. Dazu kommen noch kleinere Maßnahmen an den Wehren in Wieblingen und NeckargemĂŒnd.

Jochen Bode erlÀutert zum Schleusenreparaturprogramm:

Das Schleusenreparaturprogramm wird seit den 1970er Jahren jĂ€hrlich auf Grundlage der gemeldeten BauwerksmĂ€ngel bei BauwerksprĂŒfung, BauwerksĂŒberwachung und Bauwerksbesichtigung erstellt. Dabei geht es neben der Beseitigung von SchĂ€den an den Torkonstruktionen um den Austausch von Verschleißteilen an den Schleusentoren (Lager, Dichtungen), den FĂŒll- und Entleerungsorganen (Lager, Dichtungen) sowie an den Antrieben.

Schwerpunkte 2013 in Heidelberg, NeckargemĂŒnd und Hirschhorn

Schleusenreparatur in Schwabenheim. Foto: Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg

Weitere Schwerpunkte liegen 2013 neben Heidelberg, NeckargemĂŒnd und Hirschhorn an den Schleusen Guttenbach, Neckarzimmern, Kochendorf und Heilbronn.

Am Neckar zeigt sich als Vorteil, dass jeweils zwei Schleusenkammern pro Anlage zur VerfĂŒgung stehen. Somit kann fĂŒr die Zeit des Schleusenreparaturprogramms eine Kammer gesperrt werden, ohne dass die Schifffahrt zum Erliegen kommt. FĂŒr die Unterhaltung des WSA Heidelberg steht die Betriebssicherheit im Vordergrund. Deshalb wird bei lĂ€nger geplanten Sperrungen immer im Vorfeld die nicht zu sperrende Kammer trocken gelegt und inspiziert. Erst wenn hier keine MĂ€ngel entdeckt wurden bzw. erkannte SchĂ€den behoben wurden, wird die andere Kammer fĂŒr einen lĂ€ngeren Zeitraum außer Betrieb genommen.“