Mittwoch, 13. Dezember 2017

Schwerpunkte in Heidelberg, Ladenburg, Neckargem├╝nd und Hirschhorn

Schleusen und Wehre am Neckar werden 2013 repariert

Einbau eines Revisionsverschlusses an einer Schleusenkammer - Foto von Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg

Einbau eines Revisionsverschlusses an einer Schleusenkammer. Foto: Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg.

 

Heidelberg/Rhein-Neckar, 09. Januar 2013. (red/pm) F├╝nf Schleusen und sieben Wehre werden 2013 am Neckar repariert. Die Planungen f├╝r die Unterhaltung der┬áWasserstra├če Neckar sind abgeschlossen, die Kosten┬áwerden auf rund vier Millionen Euro kalkuliert. Die┬á┬á├Âffentlichen Ausschreibungen werden vorbereitet.

Information des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg:

„Der Chefplaner des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg, Jochen Bode, spricht von einem ambitionierten Programm f├╝r das Jahr 2013.┬áAn insgesamt 5 Wehren und 7 Schleusenkammern haben wir dieses Jahr Unterhaltungsma├čnahmen geplant. Derzeit sind die Ingenieure dabei, die Ausschreibung f├╝r die Wehrinstandsetzungsma├čnahmen zu erstellen und die Beschaffungen f├╝r die Schleusen vorzubereiten. Wir kalkulieren die Kosten auf rund 4 Millionen. Euro.

Stauanlagen sind Grundlage f├╝r Schifffahrt und Energiegewinnung

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg hat am unteren Neckar zwischen Mannheim und Heilbronn 12 gro├če Stauanlagen mit insgesamt 25 gro├čen Schleusenkammern und 40 Wehrverschl├╝ssen zu unterhalten. Die Stauanlagen sind die Grundvoraussetzung f├╝r die Schifffahrt und Energiegewinnung durch Wasserkraftnutzung.

Die Anlagen haben ein Alter von rund 80 Jahren

erl├Ąutert Bode. ÔÇ×Dies ist zugleich auch unsere gro├če Herausforderung. Durch unsere Unterhaltungsprogramme ist es jedoch gelungen, dass am unteren Neckar bislang auf Grund von Anlagenversagen noch keine l├Ąngerfristige Schifffahrtssperre eingetreten ist. Dies h├Ątte mit Sicherheit auch Auswirkungen auf die Attraktivit├Ąt der Wasserstra├če gehabt.ÔÇť

Ein Schwerpunkt 2013 liegt auf Wehranlage in Ladenburg

Schwerpunkte 2013 liegen an den Wehranlagen in Ladenburg und Heilbronn, wo jeweils ein Wehrverschlussk├Ârper einer Stahlbauinstandsetzung unterzogen wird.┬áIm Rahmen des systematischen Wehrreparaturprogramms des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg wird jeder Wehrverschluss alle 15 bis 20┬áJahre von Grund auf instandgesetzt. ÔÇ×Durch die Praxis best├Ątigt sich dieser┬áTurnusÔÇť erl├Ąutert Projektingenieur Siamak Akhvanpour:

Nach einem 20 j├Ąhrigen Betrieb m├╝ssen bei einer Wehrwalze mit einem Gewicht von 100 Tonnen rund 10 Tonnen an tragendem Stahl ausgebaut und erneuert werden. Die Ma├čnahmen werden als Bauleistung ├Âffentlich ausgeschrieben und vergeben. Dazu kommen noch kleinere Ma├čnahmen an den Wehren in Wieblingen und Neckargem├╝nd.

Jochen Bode erl├Ąutert zum Schleusenreparaturprogramm:

Das Schleusenreparaturprogramm wird seit den 1970er Jahren j├Ąhrlich auf Grundlage der gemeldeten Bauwerksm├Ąngel bei Bauwerkspr├╝fung, Bauwerks├╝berwachung und Bauwerksbesichtigung erstellt. Dabei geht es neben der Beseitigung von Sch├Ąden an den Torkonstruktionen um den Austausch von Verschlei├čteilen an den Schleusentoren (Lager, Dichtungen), den F├╝ll- und Entleerungsorganen (Lager, Dichtungen) sowie an den Antrieben.

Schwerpunkte 2013 in Heidelberg, Neckargemünd und Hirschhorn

Schleusenreparatur in Schwabenheim. Foto: Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg

Weitere Schwerpunkte liegen 2013 neben Heidelberg, Neckargem├╝nd und Hirschhorn an den Schleusen Guttenbach, Neckarzimmern, Kochendorf und Heilbronn.

Am Neckar zeigt sich als Vorteil, dass jeweils zwei Schleusenkammern pro Anlage zur Verf├╝gung stehen. Somit kann f├╝r die Zeit des Schleusenreparaturprogramms eine Kammer gesperrt werden, ohne dass die Schifffahrt zum Erliegen kommt. F├╝r die Unterhaltung des WSA Heidelberg steht die Betriebssicherheit im Vordergrund. Deshalb wird bei l├Ąnger geplanten Sperrungen immer im Vorfeld die nicht zu sperrende Kammer trocken gelegt und inspiziert. Erst wenn hier keine M├Ąngel entdeckt wurden bzw. erkannte Sch├Ąden behoben wurden, wird die andere Kammer f├╝r einen l├Ąngeren Zeitraum au├čer Betrieb genommen.“