Samstag, 18. November 2017

24. - 30. November

Diese Woche: Tipps und Termine

tipps und termine

Rhein-Neckar, 24.¬†November 2014. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps f√ľr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktm√∂glichkeiten finden Sie am Ende des Artikels. [Weiterlesen…]

Die Boulefreunde treffen am 04. Oktober zum Herbstturnier

Bouleturnier am Wasserturm

Ladenburg, 02. Oktober 2014. (red/pm) Die Boulefreunde Ladenburg veranstalten am kommenden Samstag, 04. Oktober, ab 10:30 Uhr ihr Herbstturnier auf dem Platz am Wasserturm. Weitere Informationen erteilt Fritz L√ľns, Tel.: 06203-14642, f.luens@t-online.de.

Verkehrsunfall in Ladenburg

Zusammenstoß zweier Pkws

Ladenburg, 20. September 2013. (red/pol) Vergangenen Donnerstagabend kam es in der Neckarstra√üe zu einem Verkehrsunfall. Es entstand ein Sachschaden von 2.500 Euro. [Weiterlesen…]

NPD-Kundgebung in Ladenburg

140 Gegendemonstranten gegen 7 Nazis

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Ladenburg/Rhein-Neckar, 31. August 2013. (red/ld/zef) Aktualisiert. Rund 140 Gegendemonstranten haben sich aktuell in der N√§he des Wasserturms am Dr.-Carl-Benz-Platz versammelt. Die NPD ist kurz vor 15 Uhr mit sieben (!) Personen eingetroffen, um eine Kundgebung abzuhalten. Im L√§rm der Gegendemonstranten sind die Parolen kaum zu verstehen. [Weiterlesen…]

Kundgebungen verliefen ohne Zwischenfälle

300 Gegendemonstranten √ľbert√∂nen neun Nazis

Ladenburg, 17. August 2013. (red/ch) Heute gegen 12:00 Uhr ist es auf dem Dr.-Carl-Benz-Platz in Ladenburg zur angek√ľndigten Demonstration der NPD Kreisverbandes Rhein Neckar gegen die Unterbringung von rund 160 Asylbewerbern in der Ladenburger alten Martinsschule gekommen. Rund 300 Gegendemonstranten versammelten sich Nahe des Wasserturm um ein Zeichen gegen rechts zu setzen. Das „B√ľndnis Wir gegen Rechts“ hatte die Gegendemo angemeldet. [Weiterlesen…]

"B√ľndnis Aktiv gegen Rechts" ruft zur Gegenkundgebung auf

NPD darf in Ladenburg demonstrieren

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Rechtsextreme Schlecht-Menschen wollen f√ľr ihre menschenverachtende Ansichten in Ladenburg werben. Archivbild einer NPD-Demonstration in Mannheim-Neckarau.

 

Ladenburg/Rhein-Neckar, 15. August 2013. (red/ch) Der NPD Kreisverband Rhein-Neckar wird am Samstag ab 12:00 Uhr in Ladenburg eine Kundgebung abhalten. Die Beh√∂rden haben einen entsprechenden Antrag heute im Rahmen eines runden Tisches genehmigt. Auch das ‚ÄěB√ľndnis Wir gegen Rechts‚Äú darf sich in Ladenburg versammeln, um gegen die Rechtsextremen Stellung zu beziehen. Die beiden Kundgebungen werden Nahe des Ladenburger Wasserturms stattfinden. [Weiterlesen…]

Veranstalter und Organisatoren ziehen positive Bilanz

Turnfest bewegte die Metropolregion

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9.000 Aktive feierten beim gro√üen Festzug den Beginn des Turnfestes in der Metropolregion Rhein-Neckar. Der Auftakt f√ľr sieben Tage „Leben in Bewegung“.

 

Rhein-Neckar, 28. Mai 2013. (red/aw) Erstmals in der Turnfest-Geschichte hat mit der Metropolregion Rhein-Neckar eine ganze Region die Rolle des Gastgebers √ľbernommen. Das Konzept ist aufgegangen: Das Turnfest hat getreu dem Motto ‚ÄěLeben in Bewegung‚Äú und Dank einer guten Zusammenarbeit mit allen 22 beteiligten St√§dten und Gemeinden die Region sieben Tage lang in Bewegung gebracht. [Weiterlesen…]

Anstrahlung der Kirchen und des Wasserturms werden abgeschalten

Earth Hour 2013

Ladenburg, 20. M√§rz 2013. (red/pm) Gemeinsam mit tausenden St√§dten weltweit in √ľber 150 L√§ndern beteiligt sich Ladenburg an der WWF-Earth-Hour 2013. Am kommenden Samstag, 23. M√§rz, wird deshalb die Beleuchtung der beiden Kirchen und des Wasserturms f√ľr eine Stunde abgeschaltet.

Information der Stadt Ladenburg

„Ab 20:30 Uhr wird f√ľr eine Stunde die Anstrahlung der beiden Kirchen sowie des Wasserturms abgeschaltet, um symbolisch ein Zeichen f√ľr mehr Umwelt- und Klimaschutz zu setzen und ein √∂ffentliches Bekenntnis f√ľr den Schutz unseres Planeten abzugeben.

Alle B√ľrgerinnen und B√ľrger sowie Vereine und Naturschutzverb√§nde werden aufgerufen, sich an dieser Aktion ebenfalls zu beteiligen und gemeinsam eine beeindruckende wwf earth hour 2013 zu erzeugen. Unter www.earthhour.wwf.de werden vom Organisator u.a. Vorlagen f√ľr Poster und Flyer sowie ein Online-Banner bereitgestellt.“

Die spannendste Nacht des Jahres – Lange Nacht der Museen

Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen/Rhein-Neckar, 09. April 2011. (red/pm) In der 13. MEIER Langen Nacht der Museen präsentieren sich die Kunst- und Kulturszenen der Städte Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg so vielfältig, sinnlich und spannend wie nie zuvor. Diese Nacht setzt einen Meilenstein mit einer Rekordzahl von 130 Stationen, 30 neuen Locations und zahlreichen Highlights an ungewöhnlichen Orten.

Die lange Nacht der Museen in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen.

Interessante und neue Programmpunkte

-‚ā¨¬Ę Weltber√ľhmte Meisterwerke und R√ɬ© Soupault-Ausstellung in der Mannheimer Kunsthalle.
-‚ā¨¬Ę Direktoren, die pers√∂nlich durch ihr Haus f√ľhren in den Reiss-Engelhorn-Museen.
-‚ā¨¬Ę Die Inszenierung ‚ÄěHafenlicht 1‚Äú mit Schiffsrundfahrten im Mannheimer Industriehafen.
-‚ā¨¬Ę Lichtkunst im wiederentdeckten Heidelberger Schlossbergbunker.
-‚ā¨¬Ę Poetry Slam im Mannheimer TECHNOSEUM.
-‚ā¨¬Ę Das Kevin O-‚ā¨ňúDay Ballett Nationaltheater Mannheim im Ludwigshafener Wilhelm-Hack-Museum.
-‚ā¨¬Ę Offene T√ľren in Baudenkm√§lern wie dem Heidelberger Schloss oder dem Mannheimer Wasserturm.
-‚ā¨¬Ę Neue Locations wie die Hebelhalle oder der Landfriedkomplex in Heidelberg, der Ochsenpferchbunker oder die Backsteinhalle in Mannheim.
-‚ā¨¬Ę In der Heidelberger Print Media Academy die Ausstellung ‚ÄěPoster‚Äú und die offizielle Lange Nacht Aftershow-Party.

Das sind nur einige von vielen Programmpunkten, die diese Nacht so au√üergew√∂hnlich machen-‚ā¨¬¶

Am 9. April k√∂nnen die Besucher der Langen Nacht mit nur einem Ticket all diese Programme in einer ganz eigenen, kreativ aufgeladenen Atmosph√§re erleben: Neues entdecken und Bekanntes in neuem Licht sehen – das ist typisch f√ľr die Lange Nacht und so spannend und vielf√§ltig pr√§sentiert sich das Kulturleben des Rhein-Neckar-Deltas nur einmal im Jahr.
Das Programm des Jahres 2011 spiegelt nach außen, dass die drei großen Städte der Metropolregion Rhein-Neckar Kultur von internationalem Format zu bieten haben.

 

√úber 1000 K√ľnstler sind daran beteiligt

Dank des gemeinsamen Engagements von √ľber 1.000 K√ľnstlern und Kreativen wird die MEIER Lange Nacht der Museen am 9. April wieder unter Beweis stellen, warum sie eine der gr√∂√üten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland ist: Sie wird selbst zu einer mehrst√ľndigen einmaligen Performance, die Besucher wie Aussteller und K√ľnstler gleicherma√üen verzaubert.

Karten: Tickets f√ľr die Lange Nacht der Museen 2011 gibt es im Vorverkauf bei ausgew√§hlten Teilnehmern und den bekannten Vorverkaufsstellen oder im Internet unter www.meier-online.de/langenacht. Am 9. April ab 19 Uhr bei allen beteiligten Museen, Galerien und Institutionen sowie im Vorverkauf. Erwachsene zahlen -‚Äö¬¨ 14.- im Vorverkauf (zzgl. Geb√ľhr) und -‚Äö¬¨ 18.- an der Abendkasse. Jeder Erwachsene kann ein Kind bis einschlie√ülich 14 Jahre kostenlos mit durch die Nacht nehmen. Zus√§tzliche Kindertickets kosten -‚Äö¬¨ 5.- bzw. -‚Äö¬¨ 7.- an der Abendkasse. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt!

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das rheinneckarblog

Ampel am Wasserturm „eingeweiht“

Guten Tag!

Ladenburg, 30. November 2010. Ab heute gibt es eine neue Fu√üg√§nger-Ampel am Wasserturm, um die Neckarstra√üe „stressfrei“ √ľberqueren zu k√∂nnen.

V.l.n.r.: Gerald Teufel, Herbert Felbek, Walter Berka, Rainer Ziegler, Frank Hartmannsgruber. Bild: Stadt Ladenburg

Die neue „Verkehrssignalanlage“ soll vor allem der Sicherheit der dort zu Fu√ü oder mit dem Fahrrad kreuzenden Sch√ľlerinnen und Sch√ľler auf dem Weg zur Schule oder nach Hause, aber dar√ľber hinaus der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, dienen.

Fahrradfahrer m√ľssen beachten, dass R√§der geschoben werden m√ľssen, um Fu√üg√§nger nicht zu gef√§hrden.

Inklusive der Erdarbeiten, Markierung und Beschilderung hat die Signallichtanlage rund 20.000 Euro gekostet. Es handelt sich dabei um eine ‚ÄúBedarfsampel-‚ā¨¬Ě, die auf ‚ÄúKnopfdruck-‚ā¨¬Ě umschaltet.

Anlieger aus der Bordhofstra√üe k√∂nnen deshalb nicht mehr direkt auf die Neckarstra√üe fahren, sondern m√ľssen √ľber die Stra√üe ‚ÄúAm Seilergraben-‚ā¨¬Ě fahren.

Urspr√ľnglich sollte die Ampel im Zeitraum „Ende Juli bis zum Beginn des Schuljahres“ in Betrieb gehen.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das ladenburgblog

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B√ľrgermeister Ziegler: „Unter diesen Bedingungen f√ľr Stimmung zu sorgen ist sehr schwer.“

Guten Tag!

Ladenburg, 17. September 2010. Im Interview mit dem ladenburgblog zeigt sich B√ľrgermeister Rainer Ziegler zufrieden mit dem Altstadtfest. Trotz aller Widrigkeiten wie fehlenden F√§hnchen, L√§rmpegelbegrenzung, Haushaltslage und Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen. Er lobt die Vielfalt und die √ľberregionale Attraktivit√§t des Festes und k√ľndigt Ver√§nderungen an.

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B√ľrgermeister Ziegler: Begeisterter Musikfan und Festbesucher.

Herr B√ľrgermeister Ziegler: Das Programm des 37. Altstadtfestes war vielf√§ltig – was hat Ihnen am besten gefallen? Jetzt sagen Sie bitte nicht „einfach alles“…
Rainer Ziegler: „Die Vielfalt. Ich m√∂chte nichts herausheben, weil der Gedanke des Festes ist, allen etwas anzubieten: generationen√ľbergreifend f√ľr jung und alt und unterschiedliche Geschm√§cker. √úberall gibt es etwas anderes zu entdecken. Deswegen schlendere ich auch gerne wie andere Festbesucher √ľber das Fest und lasse mich √ľberraschen. Das ist das Konzept, das Herr Dietrich Edinger, der Leiter der Musikschule und meine Mitarbeiterin, Frau Stahl sowie ich verfolgen. Wobei ich klar sagen muss: Frau Stahl ist die Macherin des Altstadtfestes.“

Frau Stahl ist die Macherin des Altstadtfestes.

Das wird Frau Stahl gerne hören.
Ziegler: „Ich sage nur: 37 Altstadtfeste, die 37 mal von Frau Stahl organisiert worden sind.“

Was ist neben der Vielfalt das besondere am Altstadtfest?
Ziegler: „Die Stadt Ladenburg betreibt keine direkte Vereinsf√∂rderung. Das Fest wurde damals eingerichtet, um den Vereinen eine Einnahmem√∂glichkeit zu bieten. So ist das bis heute. Und wir sind √ľberraschend – haben immer wieder neue K√ľnstler im Programm – neben den Klassikern wie den Altstadtmusikanten. Fast alle Musikrichtungen sind vertreten, dazu gibt es Kinder- und Jugendprogramm, Kabarett und Angebote aus dem Ausland.“

Zur Er√∂ffnung haben Sie Ihren ersten Flashmob erlebt, rund 200 „Aktivisten“ wedelten mit wei√ü-blauen F√§hnchen. Was halten Sie davon?
Ziegler: „Sie haben mich l√§cheln sehen. Das war eine geniale Idee, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Das hat mir gefallen. Ich f√§nds toll, wenn die Menschen jedes Jahr mit den wei√ü-blauen F√§hnchen wedeln.“

Die Mutter aller Altstadtfeste: Brigitte Stahl hat alle 37 Altstadtfeste organisiert. Bild: ladenburblog.de

Unsere „Spa√üaktion“ Save the F√§hnchen“ hat gezeigt – nicht nur Ladenburger haben die Wimpel vermisst. Wird es die im kommenden Jahr wieder geben?
Ziegler: „Mir haben sie auch gefehlt, sie erinnern ja wei√ü-blau an unsere Stadtfarben silber-blau. Ich glaube aber, dass sie auf dem Fest gar nicht so sehr gefehlt haben, da gabs ja so viel anderes zu schauen, sondern vor allem im Vorfeld, weil die F√§hnchen in den vergangenen Jahren schon Wochen im voraus signalisiert haben: Achtung, das Altstadtfest steht an.“

Fähnchen-Demo.

Das hat meine Frage nicht beantwortet.
Ziegler:
„Ich war noch nicht fertig. Unsere Haushaltslage ist bekannt. Uns fehlten dieses Jahr schlicht und ergreifend die Mittel f√ľr diese sch√∂ne Nebens√§chlichkeit. Wir m√ľssen √ľberall einsparen, auch beim Altstadtfest. Man kann das nicht isoliert betrachten.“

Stimmen die 20.000 Euro, die eingespart sein sollen?
Ziegler: „Die Zahl ergibt sich aus der Berechnung der Arbeitszeit, dem Einsatz der Hubwagen und Arbeiten, die der Bauhof erledigen dann anstelle von Fremdfirmen erledigen kann. Die F√§hnchen sind ein enormer Aufwand, auch weil die meisten H√§user denkmalgesch√ľtzt sind und nicht einfach irgendwelche L√∂cher gebohrt werden d√ľrfen. Und um gleich zu beantworten, ob man das privat machen k√∂nnte. Nein – das kann ich nicht verantworten, wenn dabei etwas passieren w√ľrde.“

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Unsere Aktion "Save the Fähnchen" hat Spaß gemacht - das Thema wird aber ernsthaft diskutiert. Ein Festteilnehmer sagte uns: "Ohne Fähnscher is des Aldschdadfeschd naggisch."

Wie w√§re es mit einer Teill√∂sung, also nur den Marktplatz oder die Hauptstra√üe zu „bewimpeln“?
Ziegler: „Dann geht die Diskussion in den anderen Teilen des Festes los, warum dort und nicht bei uns. Ich h√§tte sie gerne aufh√§ngen lassen, das war uns nicht m√∂glich und ich wei√ü, dass die F√§hnchen wieder h√§ngen werden, sobald wir uns das finanziell leisten k√∂nnen. “

Wie wärs mit einer Wimpelabgabe?
Ziegler: „Jetzt sind Sie aber hartn√§ckig.“

Immer.
Ziegler (lacht): „Ich wei√ü. Nein, das ist keine L√∂sung, wir haben gerade die Geb√ľhren f√ľr die St√§nde erh√∂ht, das geht nicht. Aufgeschlossen bin ich nat√ľrlich gegen√ľber Spendenl√∂sungen, aber da muss man abwarten, ob dabei genug zusammenkommt.“

Harte Bedingungen.

Was kostet denn das Fest?
Ziegler: „Wir haben eine Haushaltsperre, auch auf die Kulturausgaben. Geplant waren mal 36.000 Euro, dann waren es nur noch 16.000 Euro. 12.000 Euro haben wird als Spenden und √ľber die Sponsoren des Festes erhalten, wof√ľr wir sehr dankbar sind. Dazu kommen vermischte Einnahmen, deren H√∂he ich noch nicht kenne. Ich hoffe, dass wir gerade so alles bezahlen k√∂nnen. Zum Vergleich: 2008 hatten wir 48.000 Euro zur Verf√ľgung.“

Die fortwährende Lärmpegelmessung hat Musikern und Festbesuchern am Markptlatz die Stimmung "begrenzt". Bild: ladenburgblog.de/local4u

Das Hauptthema war allerdings die Kritik an der Pegelbegrenzung und dem rigorosen Abschalten der Musik um 23:00 Uhr. Das war f√ľr viele Festbesucher ein √Ąrgernis. Die Stadt musste sich einem gerichtlichen Vergleich f√ľgen. Besteht Hoffnung, dass sich das wieder entspannt?
Ziegler: „Diese Hoffnung habe ich nicht. Wir haben sehr hart f√ľr diesen Vergleich k√§mpfen m√ľssen und das beste herausgeholt. Ganz klar ist das vielen sicher nicht genug. Ich h√§tte auch gerne mehr, mehr war aber nicht drin. In einer Auseinandersetzung zwischen Festbetreibern und Anwohner haben die Anwohner ganz einfach Vorteile vor Gericht. Jedes Fest √ľberall in Deutschland verst√∂√üt gegen die Vorschriften. Wo kein Kl√§ger ist kein Richter. Bei uns wurde geklagt, wir m√ľssen uns nun an die Vergleiche halten, die an der Gerberstiege und am Marktplatz getroffen wurden.“

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"Hallo, h√∂rt mich jemand?" Tamara Push hat mit ihrer Band eine √ľberzeugende Show hingelegt - die aber unter der Pegelbegrenzung litt.

Nicht nur die Besucher, auch die Musiker d√ľrften unzufrieden gewesen sein.
Ziegler: „Herr Prothmann, ich habe selbst miterlebt, wie die Bands abends k√§mpfen mussten, weil sie sich teils selbst nicht geh√∂rt haben. Unter diesen Bedingungen f√ľr Unterhaltung und Stimmung zu sorgen ist sehr schwer. Aber es ist nunmal so, dass das reine Festgeschehen einen L√§rmpegel von 70 dB(A) erzeugt und unsere Grenze im 16-Stunden-Mittelpegel bei 85 dB(A) liegt. Das w√ľssen wir einhalten. √úber Pausen und √ľber die Pegelbegrenzung.“

Klagen √ľber Klagen?

Deren Messung teuer ist. Trifft es zu, dass das 6.000 Euro kostet?
Ziegler: „Das ist die Zahl aus dem vergangenen Jahr f√ľr einen Tag. Bei diesem Fest waren es zwei Tage, an denen wegen des Vergleichs gemessen werden musste. Die Kosten liegen zwar nicht bei dem doppelten Betrag, aber deutlich √ľber denen vom vergangenen Jahr.“

Das ist teuer. Können Sie sich das in den kommenden Jahre leisten?
Ziegler: „Der Vergleich sieht vor, dass die Messergebnisse ausgewertet werden und ab dem kommenden Jahr die B√ľhnentechnik sich an den Erfahrungen dieses Jahres orientiert. Also vorerst werden keine Kosten entstehen.“

Außer, es wird nochmals geklagt. Es wird bereits kolportiert, dass es eine erneute Klage gibt. Trifft das zu?
Ziegler: „Davon ist mir nichts bekannt. Ich wei√ü nur, dass die Kl√§ger wieder unzufrieden waren. Aber auch die m√ľssen sich an den Vergleich halten und die Auswertungen abwarten.“

Rock at Church als Jugendmagnet.

Rock at Church kam bei den Jugendlichen gut an, die Konzerte auf dem Marktplatz hingegen nur bedingt. K√∂nnte es sein, dass die B√ľhne auf die Festwiese umzieht?
Ziegler: „Das ist √ľberhaupt nicht vorstellbar. Das Altstadtfest geh√∂rt in die Altstadt. Was Rock at Church angeht: Ich bin der evangelischen Kirche sehr dankbar f√ľr deren Einsatz. Die haben wieder ein sehr jugendbetontes Programm veranstaltet, nicht nur f√ľrs Publikum, sondern auch, was die K√ľnstler betrifft. Eine enorme Bandbreite wurde da geboten. Das ist zwar nicht alles meine Musik, aber ich konnte miterleben, wie sich die Jugendlichen wohl gef√ľhlt und die Bands begeistert angenommen haben. Das ist das, was z√§hlt.“

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Unauffällige Präsenz der Polizei, die mit Feuerwehr, Johannitern und Stadt ein gemeinsames Konzept erarbeitet hat.

Polizei, Feuerwehr, Johanniter und Stadt haben ein neues Sicherheitskonzept gehabt. Bilanzieren Sie das bitte aus Ihrer Sicht.
Ziegler: „Sie haben ja selbst positiv dar√ľber berichtet. Mir hat die unauff√§llige Pr√§senz der Polizei sehr zugesagt, das war genau richtig. Auch die Feuerwehr war gut vorbereitet und die Johanniter haben eine einwandfreie Arbeit geleistet, wobei die Zahl der F√§lle √ľberschaubar war und keine alkoholbedingten Ausf√§lle versorgt werden mussten. Dazu waren die Jugendsozialarbeiter im Einsatz. Das hat sehr √ľberzeugend ineinandergegriffen.“

Sicherheitskonzept √ľberzeugt – Alkohol bleibt ein Problem.

Es gab zwar keine bekannten alkoholbedingten „Ausf√§lle“ bei Jugendlichen – trotzdem musste die Polizei drei Platzverweise aussprechen. Besucher berichten von einem Massenbes√§ufnis rund um den Wasserturm. Wie ist Ihr Kenntnisstand in der Sache?
Ziegler: „Das sehe ich unabh√§ngig vom Altstadtfest. Das ist als generelles Problem bekannt. Leider nimmt der √ľberm√§√üige „Alkoholgenuss“ von Jugendlichen zu. Nicht nur bei uns. Wir kennen das Problem und jeder kleine Erfolg bringt uns weiter. Und es gibt Vorbilder wie den Jugendgemeinderat, der alkoholfreie Cocktails angeboten hat. Jedes Angebot, jeder Einsatz in dieser Richtung ist gut und hilft, auch wenn ich die Probleme nicht besch√∂nigen will.“

„Ich brauche keine weiteren Kl√§ger.“ BM Ziegler

Nochmal zur Polizei: Vereinsvertreter berichten, dass sie die Anordnung der Polizei als √ľberzogen betrachteten. Weiter gibt es Beschwerden, dass es „Ungleichbehandlungen“ gegeben habe. Was sagen Sie dazu?
Ziegler: „Sie k√∂nnen ein so gro√ües Fest nicht Punkt 23 Uhr ausschalten. Nat√ľrlich gibt es Kulanzen, die man aber auch nicht √ľbertrieben einfordern darf. Die Polizei hat ihren Rundgang gemacht und auf die Verordnung hingewiesen, die alle kannten. Je nach Wegstrecke waren eben die einen vor den anderen dran. Und bei einer zweiten Aufforderung wurde dann sicher darauf hingewiesen, dass eine Zuwiderhandlung die Lizenz f√ľrs n√§chste Fest kosten kann. Die abschlie√üende Runde wurde dann zum Ausschankende um 01:00 Uhr gemacht. Ich stehe dazu, denn ich brauche keine zus√§tzlichen Kl√§ger gegen das Fest. Das sollten die, die sich beschweren, bedenken.“

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Samstagabend war der Markplatz voll - am Sonntag bricht der Besucherandrang am Nachmittag ein.

Sie haben Gedanken ge√§u√üert, dass es ein neues Konzept geben k√∂nnte, weil der Sonntag „√ľberschaubar“ war, was die Besucherzahlen angeht. Haben Sie schon konkrete Ideen dazu?
Ziegler: „In welche Richtung sich unsere Ideen genau entwickeln, wird die Bilanzierung mit den Vereinen und Gastronomen zeigen, denn der Sonntag erweist sich nicht mehr so, wie manche sich das w√ľnschen. Die Geldbeutel sind enger und der Besucherstrom l√§√üt ab dem Nachmittag nach. Die Gerberstiege ist sehr gut frequentiert, der Bischofshof und der Marktplatz haben aber nachgelassen. Vielleicht m√ľssen wir das Fest am Sonntag mehr konzentrieren. Wir werden uns Gedanken machen, wie wir die Attraktivit√§t des Altstadtfestes hoch halten.“

Stadtf√ľhrung: „Ein sch√∂ner Spaziergang f√ľr sch√∂ne Fotos.“ (Oder: 7:22)

Guten Tag!

Ladenburg, 03. Mai 2010. Unser Praktikant Robin Birr (16) hat sich als Heddesheimer in Ladenburg umgeschaut. Zwar kennt er Ladenburg ganz gut – trotzdem wollte er mehr √ľber die Stadt wissen und nahm am 25. April 2010 an der Stadtf√ľhrung des Ladenburger Heimatbunds teil. Ein Erfahrungsbericht.

Von Robin Birr

Ich bin ein typischer Ladenburg-Tourist. Im Sommer komme ich gerne in die Altstadt, um ein Eis zu essen.

Deswegen kenne ich die „Sehensw√ľrdigkeiten“ der Stadt, also Wasserturm, Carl-Benz-Museum, den Hexenturm, die Altstadt. Vom Rumlaufen.

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"Zwei T√ľrme, weil sich jemand wichtig nahm." Bild: Robin Birr

Die bekannten Sehensw√ľrdigkeiten kenne ich also, ich wei√ü aber leider nicht viel dar√ľber. Deswegen habe ich gerne meinen ersten eigenen Artikelauftrag angenommen und habe mich am Sonntag zur Stadtf√ľhrung durch den Heimatbund eingefunden.

Ich habe zwar gesagt, dass ich als Reporter vor Ort bin, musste aber trotzdem wie alle Teilnehmer vier Euro bezahlen – die habe ich von der Redaktion zur√ľckbekommen.

Los gings am Wasserturm – allerdings gab es √ľberhaupt keine Informationen dazu. Das fand ich schade.

Neckar und Erde.

Dann wurde uns die Garage von Carl Benz gezeigt, an der Hauptstraße bekamen wir die Pflasterung erklärt: Die dunklen Steine symbolisieren den Neckar, die hellen die Erde.

Dann gings zur Stadtmauer mit Informationen, dass diese erneuert wurde. Anschließend gingen wir zum Rathaus, dass 1979 neu aufgebaut wurde. Dabei wurden Reste einer Festung entdeckt.

Die n√§chste Station war das Kunstobjekt des afrikanischen K√ľnstler Jean-Luc Bambara, die f√ľr das Gr√ľnprojekt geschaffen wurde und hinter dem Lobdengau-Museum beim „Hirschgraben“ steht.

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So ging es Station um Station durch Ladenburg – allerdings nahm die F√ľhrerin keine R√ľcksicht auf Teile der Gruppe. Einige fotografierten noch, Frauen mit Kinderw√§gen kamen nicht so schnell hinterher – deswegen kamen einige der Informationen bei diesen F√ľhrungsteilnehmern nicht an.

Vielleicht liegts an meinem Alter – aber wirklich viel konnte ich mit der F√ľhrung nicht anfangen.

Zum Ende standen wir vor der St. Gallus Kirche und erfuhren Geschichten √ľber irgendwelche Adlige. Mich h√§tte vielmehr interessiert, wie die Kirche gebaut wurde, also technische Sachen. Ich bin ja aber auch ein Mann. (Leider steht auch bei wikipedia nur was √ľber pr√ľgelnde Pfarrer und Streit.)

Wie baut man sowas?

Sicher kann man bei einer F√ľhrung nicht jeden Geschmack treffen – meinen hat es nicht wirklich getroffen. Die Kirche hat mich wirklich interessiert. Auch die Stadtmauer. Wie baut man sowas?

Grunds√§tzlich finde ich es aber klasse, dass solche F√ľhrungen angeboten werden – weil man zumindest mal die wichtigsten Sehensw√ľrdigkeiten kennenlernt. Und auch wenn nicht alles f√ľr mich interessant war. Interessant war, wie es zu zwei T√ľrmen gekommen ist: Ein Bischof fand sich ganz wichtig.

Da hätte ich auch bei wikipedia nachlesen können Рaber immerhin hatte ich einen schönen Spaziergang und habe viele Fotos gemacht.

Als wir losgingen, waren wir 22 Personen. Am Ende waren wir noch sieben.

Alle Bilder: ladenburgblog/robin birr

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Anmerkung der Redaktion:

Robin Birr ist 16 Jahre alt, lebt in Heddesheim und macht dieses Jahr in Weinheim seinen Realschulabschluss. Danach strebt er die Fachhochschulreife an. Robin ist bei der Jugendfeuerwehr Heddesheim und dort mit verantwortlich f√ľr den sehr guten Internetauftritt.

Robin ist unser erster Praktikant. Warum wir ihn genommen haben? Er hat sich bei uns beworben. Einfach so.

Dabei ist Robin ein eher zur√ľckhaltender Typ. Keiner, der als erster „Ich“ schreit.

Die Redaktion bietet ein Praktikum an, dass sich mit dem Schulalltag vereinen lässt. Stunden- oder projektweise lernen die Praktikanten eine moderne Form der Medienproduktion und journalistisches Arbeiten.

Zur Zeit wird in Deutschland (heute Abend bei Anne Will) viel √ľber das Schulsystem und die mangelnde Bereitschaft zur Leistung debattiert.

Vielleicht gibt es auch zu viele Debatten √ľber Vorschriften, als dar√ľber, wie man Sch√ľler nach ihren Neigungen an einen Beruf heranf√ľhren kann.

Robin ist mit seinen 16 Jahren schon ein begnadeter Fotograf. Er hat Situationen im Blick und versteht es, deutlich, aber auch diskret eine Szene festzuhalten.

Wir haben die F√ľhrung in Ladenburg telefonisch besprochen. Sein „Auftrag“ war: „Lauf mit, h√∂r Dir alles an, guck Dir alles an und achte drauf, obs Dich interessiert oder nicht. Obs Dich anspricht oder nicht. Obs Dich langweilt oder nicht. Ob Du Dir fragen stellst oder nicht? Mach die Augen und die Ohren auf und das schreibst Du auf. Gliedere den Text ruhig nach dem Verlauf. Und scheue Dich nicht, zu sagen, wie Du es wirklich fandest.“

Das hat Robin getan.

Robin ist hingegangen, hat zugeh√∂rt und geschaut. Bei der Arbeit am Text hat er gelernt, seine eigenen Eindr√ľcke zu formulieren und ihnen nicht unbedingt zu trauen. „Unsicherheiten“ mussten recherchiert werden. Robin hat sich aus vielen Quellen eine Meinung gebildet. Und gelernt, dass sein Bericht trotz ungef√§hrem Verlauf kein Wortprotokoll sein darf, sondern es immer um die Frage geht, welche Meinung man hat oder haben darf. Artikel 5 Grundgesetz.

Als Reporter hat er aufgepasst und authentisch berichtet: 7:22.

Nach Auswahl und Besprechung der Bilder, ein paar Nachrecherchen (Danke, Frau Stahl!) war die Geschichte fast fertig. Robins erste Reportage bei uns.

Was fehlte: „Gibt es irgendeine Information, mit der Du Deinen Eindruck belegen kannst? Was Du schreibst, hast Du erlebt. Was, wenn jemand die Szene ganz anders beobachtet haben will?“

Robin sagte: „Ja. 7:22. Als wir losgingen, waren wir 22, am Ende sieben Personen. Ich habe gewartet, bis alle weg waren.“

Damit war sein Bericht fertig.

Ampel am Wasserturm kommt Ende Juli bis spätestens September

Guten Tag!

Ladenburg, 14. April 2010. Am Ladenburger Wasserturm wird es Ende Juli, jedoch spätestens zum Beginn des neuen Schuljahres eine neue Ampelanlage geben.

Hier wird bald eine neue Bedarfsampel eine einfache Querung f√ľr Fu√üg√§nger und Radfahrer m√∂glich machen. Bild: ladenburblog

B√ľrgermeister Rainer Ziegler informierte am 24. M√§rz 2010, dass es eine Ortsbegehung durch Vertreter des Rhein-Neckar-Kreises in H√∂he des Wasserturms gegeben habe. Geplant sei eine Ampelanlage, um Fu√üg√§ngern und Radfahrern eine „unproblematische“ Querung der Neckarstra√üe zu erm√∂glichen.

Viele Schulkinder queren die Straße an dieser Stelle.

Auf Nachfrage des ladenburgblogs hat das Landratsamt die Ma√ünahme best√§tigt. Der Pressesprecher Berno M√ľller sagte: „Die Ampel kommt voraussichtlich Ende Juli, bestimmt jedoch zu Beginn des neuen Schuljahres 2010/11.“

Inklusive der Erdarbeiten, Markierung und Beschilderung wird die Signallichtanlage rund 20.000 Euro kosten. Es wird sich dabei um eine „Bedarfsampel“ handeln, die auf „Knopfdruck“ umschaltet.

Anlieger aus der Bordhofstra√üe k√∂nnen deshalb nicht mehr direkt auf die Neckarstra√üe fahren, sondern m√ľssen √ľber die Stra√üe „Am Seilergraben“ fahren.

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