Donnerstag, 24. Mai 2018

Deutlicher Anstieg der Kirchenaustritte in den meisten Gemeinden

„Tebartz-Effekt“ auch in der Metropolregion

kirche

 

Rhein-Neckar, 08. November 2013. (red/ms) Nach aktuellen Recherchen der Deutschen Presse Agentur ist die Anzahl der Kirchenaustritte vergangenen Oktober sprunghaft angestiegen. Hauptursache sei laut der ARD die AffĂ€re um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Ist dieser bundesweite Trend auch in unserem Berichterstattungsgebiet festzustellen? Eine deutliche Tendenz nach oben ist zu beobachten. Allerdings nicht ĂŒberall: WĂ€hrend sich etwa die Anzahl der Austritte in Laudenbach im Monatsvergleich mehr als versechsfacht hat, ist beispielsweise in Heddesheim kein Anstieg festzustellen. [Weiterlesen…]

Altstadtfest: 18.052, 30 Euro fĂŒr die LĂ€rmmessung

Guten Tag! Die Kosten fĂŒr die LĂ€rmmessung und die AnwĂ€lte aus dem vergangenen und diesem Jahr belaufen sich auf insgesamt 30.000 Euro – natĂŒrlich wurde darĂŒber diskutiert.

„Wir haben einen Vergleich schließen mĂŒssen, den besten, den wir erreichen konnten – aber wir sind verspflichtet worden, die Kosten zu ĂŒbernehmen“, sagte BĂŒrgermeister Ziegler zu den 18.000 Euro,

Dr. Rainer Beedgen (CDU) sagte: „Sie haben es ja schon geahnt, dass es hier noch Anmerkungen gibt. Wir haben heute 300.000 Euro ĂŒberplanmĂ€ĂŸige Ausnahmen zu genehmigen. Wir machen eine Haushaltssperre und unsere vornehmste Aufgabe, die Haushaltshoheit, wird hier tangiert. Ich habe hier große Probleme und es geht fĂŒr mich um eine gewisse Art von Hilflosigkeit.“ Beedgen wĂŒnste sich „frĂŒhere Informationen“.

Dieses Mikrophon hat das 37. Altstadtfest kontrolliert und dominiert.

BĂŒrgermeister Ziegler sagte: „Diesen Satz rote Ohren nehme ich an. Sie haben Recht, der SouverĂ€n ist der Gemeinderat. Aber bis auf einen Punkt wussten wir, dass es weitere Kosten geben wĂŒrde, aber diese Kosten rollen ĂŒber uns hinweg.“ Er erinnerte an Planungskosten fĂŒr das Gebiet „Altwasser“ und andere: „Wir sagen immer, es kommt was auf uns zu. Und wenn das so ist, stehen wir in der Kritik und das ist richtig. Dies darf nicht der Normalfall sein, ich kann sie verstehen. Aber auch uns ĂŒberfĂ€llt Machtlosigkeit, wenn wir vor Gericht gezerrt werden. Das können wir nicht steuern.“

Gerhard Kleinböck (SPD) sagte: „Dieses Geld hĂ€tten wir fĂŒr unsere FĂ€hnchen gebraucht.“ BĂŒrgermeister Ziegler sagte: „Im Saldo haben wir schon im vergangenen Jahr 12.000 Euro gebraucht. Insgesamt hat das Verfahren also gut 30.000 Euro gekostet.“

Gudrun Ruster (FW) sagte: „HĂ€tten wir die außerordentlichen Ausgaben nicht vermeiden können?“ Herr Ziegler entgegnete: „Es gab Ausgaben, die wir nicht machen wollten, beispielsweise Zaun und Schranke auf dem FeuerwehrgelĂ€nde. Das haben wir versucht, aber das war nicht möglich.“

Ingrid Dreier (GLL) schloss sich den AusfĂŒhrungen von Herrn Beedgen (CDU) an.

Wolfgang Luppe (FDP): „Wir werden diesen Kosten zustimmen mĂŒssen, da gibt es keine andere Wahl. Wir sind der Meinung, dass der Vergleich vor Abschluss in den Gemeinderat gehört hĂ€tte.“ Und weiter: „Mich bestĂŒrzt es, wie hier in ladenburg mit BĂŒrgern umgegangen wird, die ihr Recht eingeklagt und bekommen haben. Diese Menschen werden jetzt gemobbt. Wir mĂŒssen uns anpassen und nicht die KlĂ€ger.“

Herr Luppe zielte mit der Kritik auf Leserbriefschreiber: „Das ist ein rechtsstattliches Ergebnis und daran mĂŒssen wir uns halten. Wir sollten akzeptieren, dass die KlĂ€ger recht erhalten haben und uns der Situation anpassen.“

BĂŒrgermeister Ziegler entgegnete: „Ein solcher Vergleich gehört in die ZustĂ€ndigkeit des BĂŒrgermeisters. DafĂŒr bin ich als Vertreter der Stadt vor Gericht. Das muss innerhalb von 14 Tagen entschieden werden.“

Dr. Rudolf Lutz (FDP) sagte: „Wenn Sie dem Richter sagen, dass Sie drei Wochen brauchen, dann bekommen Sie die Zeit. Daran kann es nicht liegen.“

Uwe Wagenfeld (CDU) wollte wissen, ob der Vergleich „zukunftsfĂ€hig“ ist: „Ein Vergleich kann natĂŒrlich wieder angegriffen werden“, sagte Herr Ziegler. „Wir mĂŒssen uns an den Vergleich halten und das werden wir tun. Im kommenden Jahr brauchen wir kein Geld mehr, weil wir eine „begleitende Messung“ vornehmen werden, wie auch dieses Jahr. Diese Werte werden verglichen.“

Bei vier Gegenstimmen wurden die ĂŒberplanmĂ€ĂŸigen Kosten von 13.000 Euro beschlossen – 5.000 Euro waren dafĂŒr zunĂ€chst vorgesehen gewesen.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Altstadtfest mit Auflagen

Guten Tag!

Ladenburg, 07. Juli 2010. Die Stadt Ladenburg hat heute auf einer Pressekonferenz die Bedingungen vorgestellt, unter denen das Ladenburger Altstadtfestival stattfinden kann.

So sollen die Pegel verlaufen - wĂ€hrend des Festes werden die LĂ€rmpegel stĂ€ndig durch eine Ingenieursfirma gemessen und an das Schema angepasst. Klicken Sie auf das Bild fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Darstellung. Grafik: Stadt Ladenburg

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler betonte auf der Pressekonferenz, dass die Stadt Ladenburg immer zwei Seiten im Blick hatte: „Wir wollten ein Fest mit hoher QualitĂ€t und gleichzeitig eine Einigung mit den klagenden Anwohnern. Dies ist uns gelungen.“

Demnach wird das Fest vom IngenieurbĂŒro Genest und Partner begleitet. Diese fĂŒhren jeweils ĂŒber 16 Stunden am Samstag und Sonntag Schallmessungen durch und sollen „steuernd“ eingreifen, wenn das „Schallkontingent“ ĂŒberschritten werden sollte.

Im Kern geht es darum, einen „Mittelungspegel“ von 85 dB(A) ĂŒber den gesamten Zeitraum nicht zu ĂŒberschreiten. In der Spitze darf der „mittlere Maximalpegel“ 92 dB(A) nicht ĂŒberschreiten.

Zwei Parteien hatten geklagt. Die LĂ€rmmessung wird aber nur an einem Standort durchgefĂŒhrt „und zwar an dem Fenster, dass der LĂ€rmquelle am nĂ€chsten liegt“, sagte Diplom-Ingenieur Roland Jöckel: „Damit ist der andere Standort mit inbegriffen.“

Das wissenschaftlich-technische Verfahren ist eine logarithmische Rechnung. Vereinfacht ausgedrĂŒckt gibt es ein LĂ€rmkontingent von 16 Stunden mal 85 dB(A), also in der Summe 1.360 dB(A), das insgesamt nicht ĂŒberschritten werden darf. „Sie können sich das ungefĂ€hr wie die Verbrauchsmessung bei einem Auto vorstellen“, erlĂ€uterte Jöckel auf Nachfrage der Redaktion: „Auch hier ist der Verbrauch ein Mittelwert, der mal unter- und mal ĂŒberschritten wird.“

Die Messung erfolgt im laufenden Betrieb – die Ingenieure geben dabei der Tontechnikfirma Anweisungen, wie der „LĂ€rm“ zu fahren ist. Im Jahr drauf soll die Tontechnikfirma aus diesen Erkenntnissen heraus dann ohne zusĂ€tzliche Messung die entsprechenden Pegel einstellen.

Ab 23:00 Uhr wird es am Samstag vorbei sein mit der Musik. Das ist im Vergleich festgelegt. Der Ausschank geht bis 1:00 Uhr in der Nacht.

„Sollte hier und da Musik aus der Konserve gemacht werden, die niemanden stört, ist das sicherlich zulĂ€ssig“, sagte BĂŒrgermeister Ziegler.

Das Argument, dass der LĂ€rm SchĂ€den an GebĂ€uden anrichten könnte, kam beim Prozess nicht mehr auf: „Wir sind hier weit unterhalb möglicher schĂ€dlicher Wirkungen“, sagte Jöckel auf Anfrage. Zudem seien die Basslautsprecher auf Untersetzern montiert, die die Schwingungen dĂ€mpfen. Hinter der BĂŒhne wird eine schallabsorbierende Matte aufgehĂ€ngt.

Download: Der gerichtliche Vergleich
Download: Das vorlÀufige Programm

Link: Hier finden Sie unseren Kommentar zum Thema.

Anzeige – GrĂ¶ĂŸere Darstellung bitte klicken.

Verbraucherforum Energie

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Altstadtfest findet unter Auflagen statt

Guten Tag!

Ladenburg, 28. Juni 2010. Die gerichtliche Auseinandersetzung um das Altstadtfest ist mit einem Vergleich entschieden worden. Nach Aussage von BĂŒrgermeister Ziegler findet das Fest unter Auflagen statt. Details will er in KĂŒrze bekannt geben.

Auf der Gemeinderatssitzung vom 23. Juni 2010 bestĂ€tigte BĂŒrgermeister Ziegler auf Anfrage, dass das Altstadtfest stattfinden könne. „Wir mĂŒssen das Programm aber an den gefundenen Vergleich anpassen“, sagte Ziegler.

„Dass die GerĂ€uschpegel noch niedriger eingestellt werden mĂŒssen, kann ich so nicht stehen lassen, wie das im Mannheimer Morgen berichtet wurde. Diese Aussage stammt nicht von mir“, sagte Ziegler.

Nach seinen Angaben sei ein „guter Vergleich“ erzielt worden, der den „Charakter des Altstadtfestes nicht deutlich einschrĂ€nken wird“: „Es gibt ein paar neue Spielregeln.“

Details wolle er in KĂŒrze auf einer Pressekonferenz vorstellen. Dann wird er sicherlich auch zu den GerĂŒchten Stellung nehmen, dass den KlĂ€gern wĂ€hrend des Festes eine auswĂ€rtige Unterbringung mit KostenĂŒbernahme zugesichert worden sei.

Im Netzwerk „Wer-kennt-wen“ wird das Thema in der Gruppe „Alle Ladenburger willkommen“ diskutiert, ebenso auf Facebook unter „Altstadtfest„.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog