Dienstag, 21. November 2017

Gemeinderat beantragt 270.000 Euro

Zuschuss fĂŒr Neue Sporthalle?

Ladenburg, 27. November 2014. (red/ms) Die verfĂŒgbaren PlĂ€tze in den Hallen Ladenburgs reichen nicht aus, um dem Bedarf gerecht zu werden. Viele Vereine haben keine Möglichkeiten in dem Umfang zu trainieren, wie sie es gerne wĂŒrden. Wenn die Sanierung des Carl-Benz-Gymnasiums abgeschlossen ist und es wieder in Betrieb genommen wird, wird die Turnhalle der Alten Martinschule abgerissen – dann wird sich die aktuelle Situation noch verschĂ€rfen, wenn nichts getan wird. [Weiterlesen…]

Sommertagszug bei strahlendem Sonnenschein

Strih, Strah, Stroh – der Sommertag ist do

Ladenburg, 31. MĂ€rz 2014. (red) Der Winter hatte gestern gar keine Chance. Bei strahlendem Sonnenschein und frĂŒhlingshaften Temperaturen begingen die Ladenburger am Sonntag, 30. MĂ€rz, ihren Sommertagszug und verabschiedeten sich von der (naja) kalten Jahreszeit. Der Winter wurde traditionell in Form eines Schneemannes auf der Festwiese verbrannt. [Weiterlesen…]

Am 01. Februar lĂ€uft der elektronische Zahlungsverkehr ĂŒber SEPA

„Enormer Aufwand“ fĂŒr zwei Ziffern mehr

Foto: Deutsche Bundesbank

FĂŒr Privatpersonen sind es zwei Ziffern mehr zu merken. FĂŒr Gemeindekassen, Unternehmen und Vereine bedeutet die Umstellung auf SEPA einen hohen Aufwand. Foto: Deutsche Bundesbank

 

Rhein-Neckar,09. Januar 2014. (red/ld/al) WĂ€hrend sich Privatpersonen kĂŒnftig nur zwei neue Ziffern fĂŒr ihre IBAN merken mĂŒssen, hatten Gemeindeverwaltungen, Unternehmen und Vereine in den vergangenen Monaten mehr Aufwand. Grund ist SEPA – die Vereinheitlichung des EU-weiten elektronischen Zahlungsverkehrs. Stichtag ist der 01. Februar. Sie sind vorbereitet. [Weiterlesen…]

Eltern fordern Sanierung ein - im Zweifel auf Kosten einer Erweiterung der Lobdengauhalle

Bildung vor Freizeit!

Ladenburg/Heddesheim/Ilvesheim/Edingen-Neckarhausen, 10. Mai 2013. (red/pm) Der Elternbeirat des Carl-Benz-Gymnasiums duldet keinen Aufschub der Sanierung des maroden Gymnasiums mehr – schon gar nicht, wenn ein Anbau an die Lobdengauhalle wichtiger sein soll als die schultĂ€gliche Situation fĂŒr rund 1.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene plus 100 Lehrer. Die Kommunalwahl findet in einem Jahr statt und das Thema wird ganz oben stehen. Wir dokumentieren den offenen Brief des Elternbeirats an BĂŒrgermeister Rainer Ziegler und den Gemeinderat.

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Der Zustand des CBG ist mit fĂŒnf Wörtern exakt beschrieben: Das GebĂ€ude ist am Ende.

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Geprothmannt: Schulpolitik muss zukunftsorientiert debattiert werden

Die Ganztagesschule muss kommen – aber sie ist trotzdem ein Problem

Rhein-Neckar, 01. Oktober 2012. (red) Alles schön und gut. Die Forderung nach einer Ganztagesschule ist richtig, aber trotzdem problematisch. Aktuell wurde im Ladenburger Gemeinderat ĂŒber die EinfĂŒhrung der Ganztagesschule an der dortigen Werkrealschule diskutiert – aber die Debatte wird auch in anderen Gemeinden unseres Einzugsgebiet laufen. Und vermutlich StĂŒckwerk bleiben. Weil immer nur kurzfristig geplant wird und niemand den Mut aufbringt, mal zehn oder sogar 20 Jahre nach vorne zu schauen. Oder auch mal zurĂŒck.

Kommentar: Hardy Prothmann

Dieser Beitrag kommt ohne Zahlen aus, weil es nicht um Erbsen zÀhlen gehen soll, sondern um einen Aufruf zu einer weitsichtigen Debatte, die leider nicht stattfindet.

Baden-WĂŒrttemberg ist unbestritten ein guter Schulstandort. Aber die Zeiten Ă€ndern sich. Mit ihnen die Menschen und die Bedingungen, unter denen sie miteiander leben. Deswegen beginne ich auch mit einem Sprung zurĂŒck.

Ich bin 1966 geboren und bin nach der vierten Klasse in Frankenthal aufs Gymnasium gegangen. Mit ein paar Freunden. Andere Freunde wechselten auf die Reals- oder Hauptschule. FĂŒr die Freundschaften war das weitgehend unbedeutend. Um 13:00 Uhr lĂ€utete es, ich war um 14:00 Uhr mit Essen und meist auch mit Hausaufgaben fertig, spĂ€testens um drei ging es raus: Kicken, Rad fahren, Schwimmen gehen, Blödsinn machen, Vereinstraining. Mit meinen Freunden und anderen Kindern. Beim Abendessen war ich oft todmĂŒde, weil ausgepowert.

Gemeinsamkeit

Mit einigen meiner Freunde bin ich unabhĂ€ngig vom Schulabschluss und der spĂ€teren beruflichen „Laufbahn“ immer noch gut befreundet. Die einen arbeiten als Handwerker, andere in Heilberufen ohne Ärzte zu sein, es gibt HĂ€ndler und Dienstleister unter ihnen. Alles feine Leute, die teils mal richtig ordentlich mehr Geld verdienen als ich. Und die oft um einiges weniger arrogant sind als die, die sich fĂŒr die Elite halten.

Überhaupt diese ganze leidige Elitendiskussion: Wenn ich einem Kumpel einen französischen Text ĂŒbersetzt habe oder die Inschriften auf alten DenkmĂ€lern lesen und verstehen konnte, wusste ich, dass ich mehr weiß als mein Hauptschulfreund. Na und? DafĂŒr konnte der flitzeflink spĂ€ter Maße und Winkel berechnen, wusste immer, wo gerade die besten Preise fĂŒr was auch immer waren. Das ergĂ€nzt sich bis heute.

Zusammen, statt getrennt

Hardy Prothmann (45) fordert mehr Weitblick bei der Schulpolitik.

Damit bin ich beim Kern der Debatte: Vor meiner Zeit wurden Jungs und MĂ€dchen getrennt. Auch zu meiner Zeit wurden wir Kinder getrennt. Gemeinsames Lernen gab es nicht. Aber wir hatten neben der Schule viel Zeit fĂŒr Gemeinschaft. Heute werden die Kinder auch getrennt, aber durch die Lebenssituation vieler Eltern brauchen sie eine lĂ€ngere Betreuung. Sicher sind auch die Anforderungen in der Schule gestiegen, also auch lĂ€nger Schule.

Ich habe zwei Kinder. Der Sohn hat gerade nach dem achtjĂ€hrigen Gymnasium Abitur gemacht, die Tochter besucht die 8. Klasse. Die kennen keine Haupt- und RealschĂŒler mehr. Nicht wegen Elitegedanken – ich achte drauf, dass sie bewusst bescheiden bleiben -, sondern weil sie keine Zeit haben. Morgens um sechs Uhr aufstehen, Schule bis um 16-17:00 Uhr. Dann noch Hausaufgaben machen, lernen, etwas Sport und etwas Musik. Damit ist der Tag rum. Ab und an treffen sich „beste Freundinnen“ und das ist natĂŒrlich jemand aus der Klasse. Andere Kinder bekommen sie ja nicht zu Gesicht.

Diese Trennung der Kinder fĂŒhrt auch irgendwann zu einer Trennung der Gesellschaft. Gymnasiasten wissen nicht wie RealschĂŒler ticken und die nicht, wie HauptschĂŒler so als Menschen sind. Falsche Elitendebatten fĂŒhren zu falschen Selbstbildern bei den „Besten“ wie bei denen, die es „halt nicht geschafft haben“. Und vor allem CDU, SPD und FDP heißen diese heillosen Debatten auch noch an. Christliche Verbundenheit, soziales Miteinander oder freies FĂŒreinander fĂ€llt diesen „politischen Eliten“ nicht mehr ein. Und umgekehrt kriegen die GrĂŒnen Pickel, wenn jemand Elite sagt, obwohl man die ganz sicher ebenso braucht wie den soliden Handwerker.

Der Schultyp der Zukunft, der auch den Gemeinsinn der Menschen stĂ€rkt und der gesellschaftlichen Situation Rechnung trĂ€gt ist die gemeinsame Ganztagsschule. Damit die nachwachsenden Generationen auch fĂ€hig sind, gemeinschaftlich zu denken. Und ĂŒbereinander Bescheid wissen. NatĂŒrlich gehört auch Inklusion dazu.

Und man muss die Sportvereine in die VerÀnderungen ebenso mit einbeziehen wie Musikschulen. Wenn die Ganztags-Werkrealschule kommt, werden die Vereine erneut Kinder und Jugendliche verlieren. Ganz einfach aus dem Grund, dass nicht alle auf ein Mal im Zeitfenster 17:00-19:00 Uhr auf demselben Platz kicken oder diesselbe Halle belegen können.

Alle mĂŒssen zusammenrĂŒcken

FrĂŒher ging man nach der Schule in den Sportverein. „Nach der Schule“ ist heute spĂ€ter Nachmittag oder frĂŒher Abend. Also mĂŒssen die Vereine in die Schulen, ebenso die Musikschulen.

Das wird ein gewaltiger Umbau – denn dafĂŒr muss vieles neu gedacht werden. Von GebĂ€uden, ĂŒber PlĂ€tze, ĂŒber Mittel bis hin zur Organisation. In vielen Gemeinden reichen die HallenkapazitĂ€ten nicht mehr aus. Nicht weil die von morgens bis abens belegt sind, sondern weil immer mehr Anspruch auf diesselben Zeitfenster erheben. Wo soll das hinfĂŒhren? Dass jeder 10.000-Einwohner Ort vier Hallen und zwei KunstrasenplĂ€tze hat?

Man muss nicht nur gesellschaftlich die Schulen neu denken, sondern auch wirtschaftlich. Denn bekanntlich fehlt es an Geld zur Unterhaltun und es wird weniger Kinder geben. Ob man sich diesen Luxus, drei Schulsysteme mit entsprechenden Verwaltungen noch wird leisten können, ist heute schon fraglich. Hinzu kommt der SchĂŒlerverkehr, denn die wenigstens laufen nach der Grundschule in eine weiterfĂŒhrende Schule.

Was die HauptschĂŒler schon mitmachen mussten, Zusammenlegungen, Werkrealschulreform, erneute Zusammenlegung, jetzt Ganztagsschule wird auch auf die anderen Schultypen zukommen. Gymnasien fĂŒhren teils wieder die 9-jĂ€hrigen ZĂŒge nach der G8-Reform ein oder bieten beide ZĂŒge an. Die Realschulen haben „Sorge“, dass ihre „HomogenitĂ€t“ durch HauptschĂŒler gestört wird, da der Wegfall der Schulempfehlung nun Kindern die Realschule erlaubt, die sonst auf der Hauptschule gelandet wĂ€ren. Und die Hauptschulen, neudeutsch Werkrealschulen, mĂŒssen bangen, ob sie ĂŒberleben können.

Man könnte das Durcheinander auch als „lebendig“ bezeichnen. TatsĂ€chlich weiß ich aus vielen GesprĂ€che mit Eltern und Kindern, dass es als chaotisch begriffen wird. Eine „neue Ordnung“ kann nicht mehr Schaden anrichten als das verkorkste Herumexperimentieren der vergangenen Jahre.

Warum Spenden und Sponsoring Transparenz brauchen

Geprothmannt: UneigennĂŒtzige WohltĂ€tigkeit? Von wegen! Spenden und Sponsoring sind Werbung

100 Euro sind viel Geld - manche zahlen das aber aus der "Porto-Kasse" und machen daraus ein Vielfaches an "Image"-Gewinn. Quelle: 100-Euro-Schein

Rhein-Neckar, 12. Dezember 2011. (red) Zur Zeit jagt eine SpendenĂŒbergabe die nĂ€chste – so wie vergangenes Jahr auch und nĂ€chstes Jahr wieder. Besonders in der Vorweihnachtszeit laden viele Firmen und Gemeinden ein, ĂŒber mildtĂ€tige Spenden fĂŒr den guten Zweck zu „berichten“. Klares Ziel dieser Aktionen: Die Spender und Sponsoren wollen sich damit ein gutes Image verschaffen – dabei ist das nichts anderes als Werbung.

Von Hardy Prothmann

Die Redaktion fĂŒr die Lokalblogs in Nordbaden hat eine strikte Regel: Wir berichten nicht ĂŒber Spenden, egal wie großzĂŒgig diese sind. Denn hinter fast jeder Spende steckt immer ein „KalkĂŒl“, ein Hintergedanke und der ist nicht „mildtĂ€tig“, sondern egoistisch: Die spendende Firma oder Institution will sich damit ein gutes Image verschaffen.

Das ist auch absolut erlaubt – nur machen wir uns nicht zum Handlanger und zur erweiterten Pressestelle der Spender und Sponsoren. Wer aus Überzeugung spendet oder unterstĂŒtzt, braucht seine Haltung nicht an die „große Glocke“ zu hĂ€ngen.

Millionen von privaten Spendern halten das so – sie geben Geld fĂŒr alle möglichen Hilfsorganisationen und hoffen, dass damit anderen geholfen wird. Die allermeisten Spenderinnen und Spender bleiben „anonym“ – es geht ihnen um die Hilfe und nicht um eine öffentliche Nennung.

Wer hingegen der „Öffentlichkeit“ seine „GroßzĂŒgigkeit“ mitteilen möchte, kann eine Anzeige schalten. Das ist, wie gesagt, absolut erlaubt.

Hirschberg: Bericht ĂŒber eine Spende? Ja, gerne. Schleichwerbung? Nein, danke.

Aktuell haben wir ĂŒber die Spende einer Interessengemeinschaft „Storchenkerwe“ in Hirschberg berichtet: Die Einladung erschien frei von „Firmenwerbung“ – denn die Initiative des Ortsfestes spendete Geld fĂŒr gemeinnĂŒtzige Zwecke. Deshalb haben wir den Termin wahrgenommen.

Vor Ort prĂ€sentierte man aber Spendenschecks mit Logo und Schriftzug einer regionalen Bank. Diese Werbung haben wir aus dem Foto herausretuschiert (weiße FlĂ€che).

Das ist die einzige „saubere“ Lösung – alles andere ist eine Form von Schleichwerbung, untergrĂ€bt die GlaubwĂŒrdigkeit von Journalismus (sofern die bei gewissen Medien nicht sowieso schon „six feed under“ ist) und schadet letztlich auch dem „Werbekunden“ – muss der doch ganz besonders an einem glaubwĂŒrdigen Umfeld interessiert sein.

Penetrant wird es – und das ist zunehmend der Fall – wenn die Sponsoren und Spender sogar die Berichterstattung vorschreiben wollen. Dagegen hilft nur konsequente AufklĂ€rung und konsequente „Nicht-Berichterstattung“ bei „HĂ€rtefĂ€llen“.

Penetrantes Sportsponsoring

Selbst in der Provinz treibt dieses Sponsorenunwesen nicht nur seltsame, sondern völlig inaktzeptable „BlĂŒten“. Ein lokaler Tennisverein wollte uns beispielsweise nur Fotos gestatten, wenn das Sponsorlogo mit im Bild ist.

Das Ergebnis kann man hier nachlesen: „Kein Gruppenfoto ohne Sponsor“

Sehr krass ist dieses Beispiel: Eine Apotheke wird von einem „Marketing-Verband“ ausgezeichnet, nicht etwa weil die Apotheke am meisten Geld gespendet hat, sondern deren Kunden. Wir wollten darĂŒber berichten – und wurden vermutlich (aus Sorge) wegen unserer bekannten, kritischen Haltung nicht eingeladen. Wir haben trotzdem berichtet: Kein Kinderlachen fĂŒr das Heddesheimblog.

taz verpixelt Sportfotos und stellt die Aktion anscheinend klammheimlich wieder ein.

Die taz hatte im August angekĂŒndigt, ab sofort alle Sportfotos zu verpixeln. Die BegrĂŒndung:

Die Werbung im Fußball, Biathlon oder Handball ist mit den Jahren der Kommerzialisierung einfach zu aufdringlich, zu omniprĂ€sent geworden. Da mĂŒssen intelligentere Lösungen her. Zum Beispiel: Weg mit dieser Flimmerbande.

Und:

Wir sind nicht mehr bereit, Eure Werbebotschaft auf Trikots und Werbebanden zu verbreiten. Es kann ja auch nicht Aufgabe einer Zeitung sein, die mit kritischer Distanz ĂŒber Sport berichtet, tĂ€glich kostenlose Werbung von Vereinen und deren Sponsoren ins Blatt zu heben. Wir wollen durch die Verpixelung journalistisch noch unabhĂ€ngiger werden.

Guter Ansatz – leider scheint die taz das nicht durchgehalten zu haben. Vielleicht wars auch nur ne Sommerloch-Saure-Gurken-Zeit-Meldung. Eine ErklĂ€rung, warum nicht mehr verpixelt wird, konnte ich nicht finden (Anfrage ist gestellt, der Artikel wird gerne nach einem Hinweis ergĂ€nzt).

Wir werden das in Zukunft weiter so halten: Wenn Spender und Sponsoren mit Ihren Logos genannt und abgebildet werden wollen, erhalten Sie ein Angebot zum Schalten einer gewerblichen Anzeige. Solche „Berichte“ werden wir entsprechend als Anzeige kennzeichnen.

Andernfalls werden wir konsequent Spender und Logos aus Texten und Bildern entfernen – denn es  geht doch um MildtĂ€tigkeit? Oder geht es doch um etwas anderes? Sollten wir deshalb nicht mehr zu solchen AnlĂ€ssen eingeladen werden, können wir gerne darauf verzichten.

Trennungsgebot

Gut und richtig wĂ€re, wenn vor allem Zeitungen diesem Beispiel folgen wĂŒrden – das aber darf man tatsĂ€chlich bezweifeln, denn dort gibt es schon lĂ€ngst kein Trennungsgebot zwischen Redaktion und Anzeigen mehr, sondern nur noch die Haltung, dass man Anzeigenkunden nicht „verprellen“ will.

Die Masse der Leserinnen und Leser zahlt zwar insgesamt viel und bedeutendes Geld fĂŒrs „Abo“ – unterm Strich sind das aber knapp 30 Euro und was bedeutet so ein Betrag, wenn an anderen „AuftrĂ€gen“ ein paar mehr Nullen dranhĂ€ngen, also 3.000, 30.000 oder gar 3.000.000 Euro? Es wird anhand der „Nullen“ schnell klar, auf wen man „RĂŒcksicht“ nimmt und fĂŒr welche „Nullen-Informationen“ man sich entscheidet.

"Redaktionelles" Foto ab Spendenhöhe von 500 Euro - bitte Text mitschicken.

Allerdings gibt es auch hier „Regeln“ – die hĂ€ngen von der Höhe der Spende ab. Der Mannheimer Morgen macht zum Beispiel „grundsĂ€tzlich“ erst ab 500 Euro Spendensumme ein Foto. Warum, wieso, weshalb? DarĂŒber gibt es keine uns bekannten Informationen.

Ethisches Handeln

Ganz grundsĂ€tzlich verantwortet jedes Medium die eigenen redaktionelle Ethik und die Art seiner „Informationen“ im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten selbst – und auch die daraus resultierende GlaubwĂŒrdigkeit.

Mal schauen, wie Spender und Sponsoren mit unserer transparenten Haltung umgehen – dazu wird es, sofern interessant, einen Nachbericht geben.

Soviel sei noch angemerkt: Unternehmen, die mindestens zehn Prozent ihres Gewinns spenden, werden wir sofort lobend erwĂ€hnen, weil das tatsĂ€chlich Spenden sind, die „bemerkenswert“ sind. Keine Sorge – es gibt vermutlich kein einziges Unternehmen, das so verfĂ€hrt.

Vereine sollten sich nicht zu jedem Preis „kaufen“ lassen

Vereine, die sich fĂŒr ein paar Euro „Spendengeld“ oder „Sponsoring“ als VermarktungsflĂ€che missbrauchen lassen, sollten tatsĂ€chlich darĂŒber nachdenken, worum es geht.

Um Förderung von Kultur, Jugend oder Sport oder darum, dass die ehrenamtlichen Helfer wirklich sehr viel Arbeit aufbringen und sich von Firmen durch im Vergleich minimale „Förderung“ dann die hier „erwirtschaftete“ Aufmerksamkeit abkaufen lassen? Das kann nicht im Sinne von Kultur, Jugend und Sport sein – und auch nicht im Sinne der Unternehmen.

Und ein besonders GeschmĂ€ckle bekommen solche Spenden dann, wenn die Spenderfirmen nicht nur beim Image die Nutznießer sind, sondern durch AuftrĂ€ge und GeschĂ€fte mit den Vereinen wiederum einen ganz klaren geschĂ€ftlichen Vorteil suchen.

Dann haben Spenden sogar eher die Funktion einer Bestechung und sind vollends pervertiert. Und auch das ist leider oft schon fast „ĂŒblich“.

Spendenziele mĂŒssen transparent sein

Gemeinden mĂŒssen Spenden beispielsweise lĂ€ngst öffentlich machen und transparent darstellen – das sieht das GeldwĂ€schegesetz so vor. Und dafĂŒr gibt es ganz sicher GrĂŒnde.

Damit Sie mich richtig verstehen: Spenden sind gut und wichtig. Und jeder Euro hat seinen Wert.

Spenden sollten aber das sein, was sie sein sollen: Ein Beitrag zu einer besseren Welt. Ganz privat, ganz individuell nach den Möglichkeiten.

Wer Spenden und „Sponsoring“ auch nur im Ansatz fĂŒr eigene „Zwecke“ einsetzt, muss sich moralisch selbst verpflichten, seinen Anteil an Eigennutz klar darzustellen – damit keine „MissverstĂ€ndnisse“ aufkommen.

Wenn ein Großkonzern beispielsweise 1 Million Euro spendet, ist das vielen Medien eine Nachricht wert. Zeitungen wie der MM berichten mit Bild erst ab 500 Euro. FĂŒr den Konzern bedeutet 1 Million vielleicht nur einen 0,000-irgendwas Anteil an seinen Möglichkeiten. FĂŒr eine Initiative sind 500 oder 1.000 Euro hingegen alles, was man „aufbieten“ kann.

Wer ist nun „großzĂŒgiger“? Wer verdient mehr Aufmerksamkeit? WorĂŒber sollte man dankbarer sein? WorĂŒber berichten?

Denken Sie mal drĂŒber nach – eine Meinung zu dem Thema ist gar nicht so einfach zu finden.

Ist halt alles immer „relativ“ – dafĂŒr muss man kein Einstein sein.

Ihr

Anmerkung: Wir haben anfĂ€nglich auch ĂŒber Spenden berichtet und vor kurzem noch im Weinheimblog ĂŒber eine Aktion zu Defibrilatoren in der Stadt. Dabei wurde auch eine spendende Bank genannt. KĂŒnftig werden wir das kompromisslos handhaben.

Fotostrecke Altstadtfest: Schönstes Wetter, launige Stimmung, fieses Gewitter


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Bei den ASV-Ringern wurde heftig gefeiert.

Ladenburg, 12. September 2011. (red) Das diesjĂ€hrige Altstadtfest wurde von vielen Fans lange sehnlich erwartet. Ist ja auch klar – die Ladenburger Altstadt ist ein Magnet. Dieses Jahr auch wieder mit FĂ€hnchen geschmĂŒckt. Obwohl sich GĂ€ste und Standbetreiber wie Bands sehr zufrieden zeigen, gibt es auch besorgte Stimmen, die meinen, der Besucherandrang nehme ab. Wir zeigen eine große Bilderstrecke mit gut 100 Fotos vom Samstag und Sonntag.

Aktualisiert: Wir haben die Fotostrecke um rund drei Dutzend Bilder ergÀnzt.

Von Hardy Prothmann

Wenn man etwas nachfragt, dann gibt es kleine Sorgen bei den Standbetreibern, die schon lange dabei sind: „Wir sind zufrieden, aber es kommen tendenziell weniger GĂ€ste“, hört man hĂ€ufig. Aber auch: „Es gab Zeiten, da war das schlimm, da ging nix vor oder zurĂŒck.“

Was also beklagen? Zu voll oder zu wenig voll? Soviel steht fest: Das sonnige und warme Wetter hat dem Altstadtfest am Samstag gut getan. Wenn auch viele unter der SchwĂŒle ein wenig stöhnten. Schwitzen gehörte dazu.

Mit den vielen Musikstandorten an Marktplatz, Pfarrgarten (Rock at Church), Bischofshof oder Gerberstiege ist das Altstadtfest wirklich besonders. FĂŒr jeden Musikgeschmack gibt es ein Live-Angebot. Die ASV-Ringer bieten zudem mit DJ Peter Henninger das beste Partyzelt am Platz.

Das Programm ist so vielfĂ€ltig, dass man gar nicht jedes Angebot beschreiben kann – nur soviel: Wer noch nie auf dem Altstadtfest war, hat definitiv was verpasst.

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Rock at Church - FestivalatmosphÀre mitten in der Stadt.

Denn es geht nicht einfach nur um Konsum, um Essen und Trinken, um Bratwurst und Bier – beim Altstadtfest wird soviel Vielfalt geboten, dass es definitiv unmöglich ist, alles gesehen und erlebt zu haben. Es gibt Fans, die gehen ausschließlich in die Gerberstiege, um dort schönen Jazz zu lauschen, andere auf den Marktplatz, um diesen schönen Platz und das Treiben zu genießen, viele Jugendliche fĂŒhlen sich im Pfarrgarten bei guter Rockmusik gut aufgehoben, auch wenn diese sonst eher seltener im Pfarrgarten anzutreffen sind.

Der Flohmarkt ist besonders schön in den alten Gassen – stören tun allein die kommerziellen HĂ€ndler. Warum man die erlaubt, weiß nur die Stadtverwaltung. Genauso wenig braucht es sĂŒdamerikanische Folkloregruppen.

In den Gassen gibt es wechselnde Angebote fĂŒr Kinder. Überall findet sich in den CafĂ©s oder auf BierbĂ€nken ein Platz zum Ausruhen. Es gibt nicht viele Feste, die dieses Angebot haben.

Und es scheint, als gehört ein wechselhaftes Wetter dazu. Das Gewitter am frĂŒhen Sonntagabend sorgte fĂŒr einen frĂŒhen Aufbruch der meisten GĂ€ste – die echten Altstadtfest-Fans kamen aber schon wieder raus, als es immer noch ein wenig tröpfelte. Denn Altstadtfest ist nur einmal im Jahr und das will man in vollen ZĂŒgen auskosten.

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Diese Woche: Tipps und Termine

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Guten Tag!

Tipps und Termine fĂŒr den 24. – 30. Januar 2011. Jeden Montag erscheinen unsere Veranstaltungstipps fĂŒr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Termine finden Sie ins unseren Kalendern fĂŒr Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Weinheim.

Mittwoch, 26. Januar, 10 Uhr, Zwinger

„Ben liebt Anna“ – Szenenfoto. Quelle: Theater Heidelberg

Heidelberg. Der Zwinger zeigt „Ben liebt Anna“ ein TheaterstĂŒck nach dem Roman von Peter HĂ€rtling.
Eine Morgens kommt eine neue MitschĂŒlerin in Bens Klasse: Anna. Sie sieht ein bisschen anders aus als die anderen, wird verspottet und kommt nicht aus Deutschland. Aber Ben hat`s voll erwischt und es stimmt, was bald jeder weiß: Ben liebt Anna. FĂŒr Ben ist es das erste Mal und er weiß wirklich nicht, was werden soll.

Wie werden die Eltern, Freunde und Geschwister reagieren? Was, wenn Anna seine GefĂŒhle nicht erwidert? Wie und ob die beiden zusammen kommen, was sie erleben oder nicht erleben, hĂ€ngt diesmal nicht nur von den beiden und vom Autor, sondern auch vom Publikum ab.

Denn bei unserer Dramatisierung des bekannten Jugendbuches hat das Publikum ein Wort mitzureden, sind die Zuschauer eingeladen, die Handlung aktiv mitzugestalten. So ist jede AuffĂŒhrung anders, stellen sich die Fragen „Was hĂ€tte ich tun können?“,„Was wĂ€re, wenn?“ jedes Mal neu. Wie im richtigen Leben. Mit „Ben liebt Anna“ kommt nach lĂ€ngerer Zeit wieder ein StĂŒck des bekannten und beliebten Schriftstellers Peter HĂ€rtling auf die BĂŒhne des zwinger3.

Ort: Zwingerstr. 3-5, Heidelberg.
Karten: Tickets ab 17,30 Euro, MO-FR: 8-22 Uhr, SA: 9-18 Uhr, SO: 10-18 Uhr.

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Donnerstag, 27. Januar, 19 Uhr, Wachenburg

Krimidinner auf der Wachenburg.

Weinheim. Erlebnisgastronomie auf der Wachenbur: Ein Leichen-­schmaus – Der erste Teil der Ashton-­burry-Trilogie. Krimidinner. Ein außergewöhnlicher Abend a lÃ¥ Edgar Wallace mit mindestens einer Leiche. Der Geist Englands der frĂŒhen 60er Jahre weht durch den Saal. Eine illustre Gesellschaft kommt zu einer besonderen Feier zusammen.

Der Anlass ist die Testamentseröffnung des wohlhabenden und plötzlich verstorbenen Lord Ashtonburry. Seine Witwe empfĂ€ngt die geladenen GĂ€ste im Kaminzimmer des Schlosses an ĂŒppig dekorierten Tischen. Soweit scheint alles noch recht normal.

Doch was sich dann im Verlauf des delikaten 4-GĂ€nge-MenĂŒs abspielt, lĂ€sst mysteriöse Verwicklungen erahnen. Sollten sie einem der Angehörigen zum VerhĂ€ngnis werden? Starb der Lord wirklich eines natĂŒrlichen Todes oder stolperte er ĂŒber seinen raffsĂŒchtigen Neffen?

Am Ende eines aufregenden Krimiabends haben sich die eifrig mitrĂ€tselnden GĂ€ste vielleicht selber verdĂ€chtig gemacht, sind in die Irre geleitet worden oder haben sich als Detektive bewĂ€hrt. Auf jeden Fall können sie ihre gruselige Freude haben, wenn ĂŒber dieser Veranstaltung die Stimme des heimlichen Regisseurs ertönt: „Hallo! Hier spricht Edgar Wallace.“

Lassen Sie sich kulinarisch entfĂŒhren in das Reich der geheimnisvollen Kriminalgeschichten.

Ort: Wachenburg, Weinheim
Karten: Informati-­onen und Buchungen unter: 0201 /201 201. Restkarten fĂŒr 79 Euro.

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Freitag, 28. Januar, 20.30 Uhr, „Weißes Lamm“

Die Band „Greengrass“

Großsachsen. Die Iren hat es ja, freiwillig oder unfreiwillig, schon fast ĂŒberall auf der Erde hinverschlagen, so auch zum Walfang nach „Down Under“, Amerika oder nach Kanada. Auswandererlieder, Shantys, Kriegs- und Kampflieder, Saufsongs, einfĂŒhlsame Liebeslieder oder wunderschöne Balladen, die Palette der Musik, die aus dem keltisch/irischen Bereich kommt ist abwechslungsreich und schier unerschöpflich. Die Band „Greengrass“ spielt sowohl die Lebensfreude ausstrahlenden, fetzigen traditionellen InstrumentalstĂŒcke – Tunes genannt, als auch wunderschöne Songs und Balladen rund um die grĂŒne Insel. Eigene Arrangements sorgen fĂŒr Abwechslung und geben der Band ihre persönliche Note. Greengrass ist im offiziellen Kader des Nightgroove Musikfestivals und hat neben zahlreichen Konzerten in Pubs und auf KleinkunstbĂŒhnen auch schon bei renomierten Festivals (z.B. FÃÂȘte de la Musique in Strasbourg) die Menschen begeistert. Die drei kreativen Musiker Michael Böhler, Gesang, Gitarre, Whistle, Bodhran; Heidrun Holderbach, Gesang, Flöte, Bodhran, Gitarre sowie Erich Fading, Gesang, Gitarre, Mandoline, werden fĂŒr Spaß und gute Stimmung sorgen.

Feel welcome and enjoy!

Ort: Breitgasse 7, Hirschberg
Karten: Vorverkauf unter: 06201/57257

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Donnerstag, 27. Januar, 20 Uhr, Stadthalle

Die Schauspielerin Michaela May.

Weinheim. Die Kulturgemeinde zeigt die Komödie „Toutou“ von D. Besse und A. Tutenuit mit Michaela May, GĂŒnther Maria Halmer und Ingo Naujoks. Die Regie fĂŒhrt Bernd Schadewald.

Alex kommt vom abendlichen Gassi gehen mit leerer Leine zurĂŒck. Toutou ist weg. Und mit ihm alles, was in der Ehe von Alex und Zoé sicher und gefestigt schien. WĂ€hrend die beiden nach GrĂŒnden forschen, warum der fröhliche Hund verschwunden sein könnte – schien er doch bisher immer restlos zufrieden mit seinen Hundekroketten, seinen Knabberknochen aus Plastik und seiner Gummiquietschgiraffe -, bahnt sich zwischen ihnen ganz allmĂ€hlich eine Krise von beziehungsgefĂ€hrdendem Ausmaß an.

Sollte Alex den Mischling etwa mit Absicht „verloren“ haben? Geht er nicht ĂŒberhaupt nur wegen der ebenfalls einen Hund besitzenden Nachbarin Abend fĂŒr Abend mit Toutou runter? Oder hat Zoé den Vierbeiner vergrĂ€mt, als sie ihm ein „Trittchen“ gab und ihn ein Mistvieh nannte, nur weil er an der Orchidee aus Bangladesh das Bein gehoben hat?

In die konfliktgeladene AtmosphĂ€re dieser Überlegungen hinein platzt Pavel, langjĂ€hriger Freund des Paares, Nichthundebesitzer und offenkundiger Hundehasser – und schon ist Krach im Dreieck angesagt. In immer neuen BĂŒndnissen, stets zwei gegen einen, kommen nun all die Dinge zur Sprache, die schon immer mal gesagt werden mussten. Eine Beziehungskomödie mit Biss und eine Besetzung die höchsten AnsprĂŒchen genĂŒgt.

Ort: Birkenauertalstraße 1, Weinheim

Karten: GeschÀftsstelle der Kulturgemeinde Weinheim, Telefon: 06201/12282, eMail: theater@kulturgemeinde.de

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9-12 und 15-18 Uhr, an Vorstellungstagen 9-12 und 18-19 Uhr. Die Abendkasse ist jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet. Dort erfolgt nur der Verkauf zur jeweiligen Vorstellung. Abo A und freier Verkauf.

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Freitag, 28. Januar, 18:30 Uhr, Automuseum Dr. Carl Benz

Ladenburg. Einladung zur Filmpremiere Landesschau unterwegs: „Unser Benz! Der Autoerfinder bewegt die Kurpfalz“ ein Film von Eberhard Reuß.

Das Automuseum in Ladenburg.

Das SWR Fernsehen und das Automuseum Dr. Carl Benz laden herzlich zu einer Film-„Premiere“ ein: Wir wollen vor der Ausstrahlung anlĂ€sslich des JubilĂ€ums „125 Jahre Automobil“ den Fernsehfilm ĂŒber die KurpfĂ€lzer und ihren Autoerfinder anschauen. Autor und Redaktion sind anwesend. Anschließend GesprĂ€ch ĂŒber den Film. Die Frage, wer das Auto erfunden hat, wird in Stuttgart und Mannheim unterschiedlich beantwortet. In Stuttgart ist es Gottlieb Daimler, in Mannheim Carl Benz. Historisch gesehen haben die Mannheimer recht. Weil sie aber nicht immer recht bekommen, schmerzt dies die KurpfĂ€lzer sehr. Vor allem im JubilĂ€umsjahr des Autos. Carl Benz hat vor 125 Jahren das weltweit erste Patent fĂŒr ein Automobil erhalten. Und nicht Daimler. Die Mannheimer sind es „ihrem“ Erfinder und sich selbst einfach schuldig, dies immer wieder zu betonen. Die Stadt, die Region und ihre Menschen schöpfen bis heute StĂ€rke, Stolz und Selbstbewußtsein aus der Erinnerung an Carl Benz. In der alten Industriestadt, die seit Ende der siebziger Jahre Zehntausende von ArbeitsplĂ€tzen im verarbeitenden Gewerbe verloren hat, ist es wichtig daran zu erinnern, dass in Mannheim einmal die grĂ¶ĂŸte Autofabrik der Welt stand. Hunderttausende Mannheimer und KurpfĂ€lzer forderten nach dem Ende der Fusion von Daimler Chrysler die RĂŒckkehr zum Konzernnamen Daimler-Benz. Die Aktion „Kein Daimler ohne Benz“ scheiterte. Doch noch immer schafft man in Mannheim bis heute nicht „beim Daimler“ sondern „beim Benz“. Auch Mannheims zweitberĂŒhmtester Sohn, der Pop-Star Xavier Naidoo, ist fasziniert von der Benz-€˜schen Automobiltradition, ebenso wie der Youngtimer-Sammler Hardy Langer. Und die Urenkelin Jutta Benz sowieso. Auch weil Winfried Seidel in der ehemaligen Ladenburger Fabrik der Firma Carl Benz Söhne mit seinem Automuseum Dr. Carl Benz die Erinnerung an den Erfinder des Automobils wach hĂ€lt.
Sendung: Montag, 31. Januar 2011, von 18.15-18.45 Uhr im SWR Fernsehen (Wiederholung Samstag, 6.2.2011, 3:30 Uhr)

Ort: Automuseum Dr. Carl Benz, Ilvesheimer Str. 26, Ladenburg,

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Heddesheim, Freitag, 28. Januar, 20 Uhr, BĂŒrgerhaus

Die „Spitzklicker“ im BĂŒrgerhaus.

Heddesheim. “Die Spitzklicker-€ zeigen am Freitag im Heddesheimer BĂŒrgerhaus ihr aktuelles Programm “AugenKlick mal!-€. Die Spitzklicker das sind: Franz Kain, Markus König, Susanne Mauder, Markus Weber, Daniel Möllemann.

Die Texte sind von: Die Spitzklicker, Volker Heymann, Manfred Maser. Regie: Volker Heymann. Am Klavier und Komposition: Daniel Möllemann. Die Musikregie und Choreografie: Bettina Habekost. Licht-/Tontechnik:Philipp Friedrich, Olaf MĂŒller, Mathias Stroh. BĂŒhnentechnik: Francesco Bertolini. Souffleuse: Silvia Charro.

Ort: Unterdorfstr. 2, Heddesheim
Tickets: Bitte rechzeitig Karten bei der VHS Heddesheim reservieren, Tel. 101-267.

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Freitag, 28. Januar, 20 Uhr, Alte Druckerei

Das KlappsmĂŒhl-Ensemble in der Alten Druckerei.

Weinheim. Das KlapsmĂŒhl-€ℱ-Ensemble kommt mit „My (un)fair Lady“ am Freitag, 28. Januar, in die Alte Druckerei nach Weinheim. Frau Zehntbauer ist es zu verdanken, dass der „Monnemer“ Dialekt bundesweit hoffĂ€hig ist – und das KlapsmĂŒhl-€ℱ-Ensemble hat darauf reagiert.

HierfĂŒr wurde das legendĂ€re „My-fair-Lady“-Musical auf personelle Kleinstbesetzung reduziert, dazu reziprok gegen den Strich gebĂŒrstet, und kommt nun als Politsatire in „My (un)fair Lady“ mit allen dialektal-dialektischen Weihen daher, das Publikum mit satirischem Wortwitz, situativer Komik und unsterblichen Songs (live am Klavier begleitet) angemessen zu „bespaßen“.

Ort: KulturbĂŒhne Alte Druckerei, Weinheim, Friedrichstraße 24
Tickets: Kartenshop DiesbachMedien (Tel.: 06201/81345).

 

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Samstag, 29. Januar, 20 Uhr, Atelier 47

Alexandra Lehmler spielt im Atelier 47.

Ladenburg. Das Jahr 2011 wird mit einem kleinem (vor 25 Zuschauer) aber feinem Konzert im Atelier 47 beginnen. Am 29. Januar spielen Alexandra Lehmler (Alt- und Sopransaxophon, Bassklarinette) und Matthias Debus (Bass). Alexandra Lehmler, Absolventin der Musikhochschule Mannheim, vertiefte ihre Studien bei Bernd Konrad in Stuttgart und am “Conservatoire National Supérieur de Musique-€ in Paris.

Mehrfach wird sie PreistrĂ€gerin bei „Jugend… Jazzt“, arbeitet in den Landesjugendjazzorchestern Rheinland-Pfalz und Baden-WĂŒrttemberg, spĂ€ter im Bundesjazzorchester unter Leitung von Peter Herbolzheimer und bald u.a. mit Maria Schneider, David Liebman, JĂŒrgen Friedrich, Peter Weniger und Bobby Shew. Konzertreisen fĂŒhrten sie durch ganz Europa, nach Korea und Russland.
Matthias Debus kein unbekannter gefragter Bassist in der Gegend spielte u.a. mit Dirik Schilgen, Thomas Siffling, Erwin Ditzner, Lömsch Lehmann etc.

Zusammen spielen sie im Alexandra Lehmler Quintett (ALQ) dessen DebĂŒt CD im Jahre 2007 mit dem Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik“ nominiert wurde und im November 2009 waren sie unter den acht ausgewĂ€hlten (aus 80) Finalbands beim „Future Sounds“ Wettbewerb der Leverkusener Jazztage.
2009 erschien die Cd „Die Welt von unten gesehen“ 2010 mit Erwin Ditzner und Bernhard Vanecek „NETNAR TSINIM“. Seit den acht Jahren seines Bestehens verfolgt das ALQ konsequent die Vision eines europĂ€ischen Jazz, der von Weltmusik inspiriert ist.

Ort: Hauptstraße 43, Ladenburg
Eintritt: 14 Euro darin enthalten 5 Euro Verzehrgutschein Zwiwwel. Reservierung unter philleicht@the-life-of-a-philosopher.de

 

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Jeden Montag gibt es Tipps und Termine aus unserem Berichtsgebiet und der Region. Sie möchten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion. Wir ĂŒbernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgewĂ€hlte Termine in unsere Übersicht „Diese Woche“:

Termine Heddesheimblog.de

Termine Hirschbergblog.de

Termine Ladenburgblog.de

Termine Weinheimblog.de

Und fĂŒr Termine aus anderen Gemeinden an:

Termine Rheinneckarblog.de

Sie können auch gerne fĂŒr Termine werben: Kontakt zu unserer Anzeigenabteilung.

Über unsere Blogs erreichen Sie tĂ€glich bis zu 5.000 LeserInnen und Leser. Vor Ort und in der Region.

Eine schöne Woche wĂŒnscht
Die Redaktion

In eigener Sache: Wir machen Betriebsferien und wĂŒnschen Ihnen schöne Festtage

Guten Tag!

Ladenburg, 23. Dezember 2010. 2010 war ein aufregendes Jahr und 2011 wird sicherlich mindestens so gut werden. Denn das Leben ist aufregend – manchmal schön, manchmal weniger. Wir hoffen, dass wir Sie gut unterrichtet und auch unterhalten haben. Und freuen uns, Sie im kommenden Jahr wieder mit Nachrichten und Meinungen zu versorgen. Wir sind ab dem 10. Januar wieder fĂŒr Sie da.

Das wichtigste im Leben ist Gesundheit. Das wĂŒnschen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, am meisten.

Dazu aber auch schöne besinnliche Tage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2011!

Wir hoffen, dass wir Sie gut unterrichtet haben. Und freuen uns, Sie im kommenden Jahr wieder mit Nachrichten und Meinungen zu versorgen.

Unser lokaljournalistisches Angebot hat sich etabliert, bleibt aber trotzdem in Entwicklung.

Sie wirken daran mit, durch Ihre Aufmerksamkeit, Ihr Interesse, Ihre (mittlerweile 3.700) Kommentare, Ihre Informationen, die Sie uns geben. Und das ist gut so.

Herzlichen Dank dafĂŒr. Genauso an die Vereine und öffentliche Einrichtungen, Unternehmen und alle, die uns mit Informationen in unserer Arbeit ganz selbstverstĂ€ndlich unterstĂŒtzen.

Und natĂŒrlich allen Mitarbeitern in unserem kleinen Team fĂŒr die leidenschaftlich getane Arbeit.

Überall in Deutschland sind gerade im Jahr 2010 zahlreiche „Blogs“ oder „Internet-Zeitungen“ entstanden, die auf die VorzĂŒge der Berichterstattung im Internet setzen: kostenfrei, 24 Stunden am Tag erreichbar, schnell, hintergrĂŒndig, vernetzt und multimedial.

Wir wĂŒnschen den Kollegen viel Erfolg und viele Leserinnen und Leser.

Am Erfolg haben auch die Werbekunden teil, denen wir sehr herzlich fĂŒr die AuftrĂ€ge danken. Durch die Werbeeinnahmen wird ein Teil unserer Arbeit finanziert. Wir bitten deshalb um freundliche Beachtung der Anzeigen.

WĂ€hrend wir Betriebsferien machen, sind Sie herzlich eingeladen, unsere Artikel „nachzulesen“ – stöbern Sie einfach.

Oben können Sie ĂŒber das MenĂŒ zu verschiedenen Kategorien springen, rechts unten finden Sie in der Seitenleiste Schlagwörter und eine hierarchische Darstellung der Kategorien.

Wenn Sie uns ein Weihnachtsgeschenk oder eines zum neuen Jahr machen wollen, dann schreiben Sie uns, was Ihnen gefÀllt, was Sie vermissen, was wir besser machen können.

Das schließen wir dann in unsere guten VorsĂ€tze fĂŒr 2011 ein! 🙂

In diesem Sinne
wĂŒnschen wir Ihnen schöne Tage

Ihre
Redaktion ladenburgblog

BĂŒrgermeister Ziegler: „Unter diesen Bedingungen fĂŒr Stimmung zu sorgen ist sehr schwer.“

Guten Tag!

Ladenburg, 17. September 2010. Im Interview mit dem ladenburgblog zeigt sich BĂŒrgermeister Rainer Ziegler zufrieden mit dem Altstadtfest. Trotz aller Widrigkeiten wie fehlenden FĂ€hnchen, LĂ€rmpegelbegrenzung, Haushaltslage und Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen. Er lobt die Vielfalt und die ĂŒberregionale AttraktivitĂ€t des Festes und kĂŒndigt VerĂ€nderungen an.

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BĂŒrgermeister Ziegler: Begeisterter Musikfan und Festbesucher.

Herr BĂŒrgermeister Ziegler: Das Programm des 37. Altstadtfestes war vielfĂ€ltig – was hat Ihnen am besten gefallen? Jetzt sagen Sie bitte nicht „einfach alles“…
Rainer Ziegler: „Die Vielfalt. Ich möchte nichts herausheben, weil der Gedanke des Festes ist, allen etwas anzubieten: generationenĂŒbergreifend fĂŒr jung und alt und unterschiedliche GeschmĂ€cker. Überall gibt es etwas anderes zu entdecken. Deswegen schlendere ich auch gerne wie andere Festbesucher ĂŒber das Fest und lasse mich ĂŒberraschen. Das ist das Konzept, das Herr Dietrich Edinger, der Leiter der Musikschule und meine Mitarbeiterin, Frau Stahl sowie ich verfolgen. Wobei ich klar sagen muss: Frau Stahl ist die Macherin des Altstadtfestes.“

Frau Stahl ist die Macherin des Altstadtfestes.

Das wird Frau Stahl gerne hören.
Ziegler: „Ich sage nur: 37 Altstadtfeste, die 37 mal von Frau Stahl organisiert worden sind.“

Was ist neben der Vielfalt das besondere am Altstadtfest?
Ziegler: „Die Stadt Ladenburg betreibt keine direkte Vereinsförderung. Das Fest wurde damals eingerichtet, um den Vereinen eine Einnahmemöglichkeit zu bieten. So ist das bis heute. Und wir sind ĂŒberraschend – haben immer wieder neue KĂŒnstler im Programm – neben den Klassikern wie den Altstadtmusikanten. Fast alle Musikrichtungen sind vertreten, dazu gibt es Kinder- und Jugendprogramm, Kabarett und Angebote aus dem Ausland.“

Zur Eröffnung haben Sie Ihren ersten Flashmob erlebt, rund 200 „Aktivisten“ wedelten mit weiß-blauen FĂ€hnchen. Was halten Sie davon?
Ziegler: „Sie haben mich lĂ€cheln sehen. Das war eine geniale Idee, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Das hat mir gefallen. Ich fĂ€nds toll, wenn die Menschen jedes Jahr mit den weiß-blauen FĂ€hnchen wedeln.“

Die Mutter aller Altstadtfeste: Brigitte Stahl hat alle 37 Altstadtfeste organisiert. Bild: ladenburblog.de

Unsere „Spaßaktion“ Save the FĂ€hnchen“ hat gezeigt – nicht nur Ladenburger haben die Wimpel vermisst. Wird es die im kommenden Jahr wieder geben?
Ziegler: „Mir haben sie auch gefehlt, sie erinnern ja weiß-blau an unsere Stadtfarben silber-blau. Ich glaube aber, dass sie auf dem Fest gar nicht so sehr gefehlt haben, da gabs ja so viel anderes zu schauen, sondern vor allem im Vorfeld, weil die FĂ€hnchen in den vergangenen Jahren schon Wochen im voraus signalisiert haben: Achtung, das Altstadtfest steht an.“

FĂ€hnchen-Demo.

Das hat meine Frage nicht beantwortet.
Ziegler:
„Ich war noch nicht fertig. Unsere Haushaltslage ist bekannt. Uns fehlten dieses Jahr schlicht und ergreifend die Mittel fĂŒr diese schöne NebensĂ€chlichkeit. Wir mĂŒssen ĂŒberall einsparen, auch beim Altstadtfest. Man kann das nicht isoliert betrachten.“

Stimmen die 20.000 Euro, die eingespart sein sollen?
Ziegler: „Die Zahl ergibt sich aus der Berechnung der Arbeitszeit, dem Einsatz der Hubwagen und Arbeiten, die der Bauhof erledigen dann anstelle von Fremdfirmen erledigen kann. Die FĂ€hnchen sind ein enormer Aufwand, auch weil die meisten HĂ€user denkmalgeschĂŒtzt sind und nicht einfach irgendwelche Löcher gebohrt werden dĂŒrfen. Und um gleich zu beantworten, ob man das privat machen könnte. Nein – das kann ich nicht verantworten, wenn dabei etwas passieren wĂŒrde.“

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Unsere Aktion "Save the FĂ€hnchen" hat Spaß gemacht - das Thema wird aber ernsthaft diskutiert. Ein Festteilnehmer sagte uns: "Ohne FĂ€hnscher is des Aldschdadfeschd naggisch."

Wie wĂ€re es mit einer Teillösung, also nur den Marktplatz oder die Hauptstraße zu „bewimpeln“?
Ziegler: „Dann geht die Diskussion in den anderen Teilen des Festes los, warum dort und nicht bei uns. Ich hĂ€tte sie gerne aufhĂ€ngen lassen, das war uns nicht möglich und ich weiß, dass die FĂ€hnchen wieder hĂ€ngen werden, sobald wir uns das finanziell leisten können. “

Wie wÀrs mit einer Wimpelabgabe?
Ziegler: „Jetzt sind Sie aber hartnĂ€ckig.“

Immer.
Ziegler (lacht): „Ich weiß. Nein, das ist keine Lösung, wir haben gerade die GebĂŒhren fĂŒr die StĂ€nde erhöht, das geht nicht. Aufgeschlossen bin ich natĂŒrlich gegenĂŒber Spendenlösungen, aber da muss man abwarten, ob dabei genug zusammenkommt.“

Harte Bedingungen.

Was kostet denn das Fest?
Ziegler: „Wir haben eine Haushaltsperre, auch auf die Kulturausgaben. Geplant waren mal 36.000 Euro, dann waren es nur noch 16.000 Euro. 12.000 Euro haben wird als Spenden und ĂŒber die Sponsoren des Festes erhalten, wofĂŒr wir sehr dankbar sind. Dazu kommen vermischte Einnahmen, deren Höhe ich noch nicht kenne. Ich hoffe, dass wir gerade so alles bezahlen können. Zum Vergleich: 2008 hatten wir 48.000 Euro zur VerfĂŒgung.“

Die fortwÀhrende LÀrmpegelmessung hat Musikern und Festbesuchern am Markptlatz die Stimmung "begrenzt". Bild: ladenburgblog.de/local4u

Das Hauptthema war allerdings die Kritik an der Pegelbegrenzung und dem rigorosen Abschalten der Musik um 23:00 Uhr. Das war fĂŒr viele Festbesucher ein Ärgernis. Die Stadt musste sich einem gerichtlichen Vergleich fĂŒgen. Besteht Hoffnung, dass sich das wieder entspannt?
Ziegler: „Diese Hoffnung habe ich nicht. Wir haben sehr hart fĂŒr diesen Vergleich kĂ€mpfen mĂŒssen und das beste herausgeholt. Ganz klar ist das vielen sicher nicht genug. Ich hĂ€tte auch gerne mehr, mehr war aber nicht drin. In einer Auseinandersetzung zwischen Festbetreibern und Anwohner haben die Anwohner ganz einfach Vorteile vor Gericht. Jedes Fest ĂŒberall in Deutschland verstĂ¶ĂŸt gegen die Vorschriften. Wo kein KlĂ€ger ist kein Richter. Bei uns wurde geklagt, wir mĂŒssen uns nun an die Vergleiche halten, die an der Gerberstiege und am Marktplatz getroffen wurden.“

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"Hallo, hört mich jemand?" Tamara Push hat mit ihrer Band eine ĂŒberzeugende Show hingelegt - die aber unter der Pegelbegrenzung litt.

Nicht nur die Besucher, auch die Musiker dĂŒrften unzufrieden gewesen sein.
Ziegler: „Herr Prothmann, ich habe selbst miterlebt, wie die Bands abends kĂ€mpfen mussten, weil sie sich teils selbst nicht gehört haben. Unter diesen Bedingungen fĂŒr Unterhaltung und Stimmung zu sorgen ist sehr schwer. Aber es ist nunmal so, dass das reine Festgeschehen einen LĂ€rmpegel von 70 dB(A) erzeugt und unsere Grenze im 16-Stunden-Mittelpegel bei 85 dB(A) liegt. Das wĂŒssen wir einhalten. Über Pausen und ĂŒber die Pegelbegrenzung.“

Klagen ĂŒber Klagen?

Deren Messung teuer ist. Trifft es zu, dass das 6.000 Euro kostet?
Ziegler: „Das ist die Zahl aus dem vergangenen Jahr fĂŒr einen Tag. Bei diesem Fest waren es zwei Tage, an denen wegen des Vergleichs gemessen werden musste. Die Kosten liegen zwar nicht bei dem doppelten Betrag, aber deutlich ĂŒber denen vom vergangenen Jahr.“

Das ist teuer. Können Sie sich das in den kommenden Jahre leisten?
Ziegler: „Der Vergleich sieht vor, dass die Messergebnisse ausgewertet werden und ab dem kommenden Jahr die BĂŒhnentechnik sich an den Erfahrungen dieses Jahres orientiert. Also vorerst werden keine Kosten entstehen.“

Außer, es wird nochmals geklagt. Es wird bereits kolportiert, dass es eine erneute Klage gibt. Trifft das zu?
Ziegler: „Davon ist mir nichts bekannt. Ich weiß nur, dass die KlĂ€ger wieder unzufrieden waren. Aber auch die mĂŒssen sich an den Vergleich halten und die Auswertungen abwarten.“

Rock at Church als Jugendmagnet.

Rock at Church kam bei den Jugendlichen gut an, die Konzerte auf dem Marktplatz hingegen nur bedingt. Könnte es sein, dass die BĂŒhne auf die Festwiese umzieht?
Ziegler: „Das ist ĂŒberhaupt nicht vorstellbar. Das Altstadtfest gehört in die Altstadt. Was Rock at Church angeht: Ich bin der evangelischen Kirche sehr dankbar fĂŒr deren Einsatz. Die haben wieder ein sehr jugendbetontes Programm veranstaltet, nicht nur fĂŒrs Publikum, sondern auch, was die KĂŒnstler betrifft. Eine enorme Bandbreite wurde da geboten. Das ist zwar nicht alles meine Musik, aber ich konnte miterleben, wie sich die Jugendlichen wohl gefĂŒhlt und die Bands begeistert angenommen haben. Das ist das, was zĂ€hlt.“

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UnauffÀllige PrÀsenz der Polizei, die mit Feuerwehr, Johannitern und Stadt ein gemeinsames Konzept erarbeitet hat.

Polizei, Feuerwehr, Johanniter und Stadt haben ein neues Sicherheitskonzept gehabt. Bilanzieren Sie das bitte aus Ihrer Sicht.
Ziegler: „Sie haben ja selbst positiv darĂŒber berichtet. Mir hat die unauffĂ€llige PrĂ€senz der Polizei sehr zugesagt, das war genau richtig. Auch die Feuerwehr war gut vorbereitet und die Johanniter haben eine einwandfreie Arbeit geleistet, wobei die Zahl der FĂ€lle ĂŒberschaubar war und keine alkoholbedingten AusfĂ€lle versorgt werden mussten. Dazu waren die Jugendsozialarbeiter im Einsatz. Das hat sehr ĂŒberzeugend ineinandergegriffen.“

Sicherheitskonzept ĂŒberzeugt – Alkohol bleibt ein Problem.

Es gab zwar keine bekannten alkoholbedingten „AusfĂ€lle“ bei Jugendlichen – trotzdem musste die Polizei drei Platzverweise aussprechen. Besucher berichten von einem MassenbesĂ€ufnis rund um den Wasserturm. Wie ist Ihr Kenntnisstand in der Sache?
Ziegler: „Das sehe ich unabhĂ€ngig vom Altstadtfest. Das ist als generelles Problem bekannt. Leider nimmt der ĂŒbermĂ€ĂŸige „Alkoholgenuss“ von Jugendlichen zu. Nicht nur bei uns. Wir kennen das Problem und jeder kleine Erfolg bringt uns weiter. Und es gibt Vorbilder wie den Jugendgemeinderat, der alkoholfreie Cocktails angeboten hat. Jedes Angebot, jeder Einsatz in dieser Richtung ist gut und hilft, auch wenn ich die Probleme nicht beschönigen will.“

„Ich brauche keine weiteren KlĂ€ger.“ BM Ziegler

Nochmal zur Polizei: Vereinsvertreter berichten, dass sie die Anordnung der Polizei als ĂŒberzogen betrachteten. Weiter gibt es Beschwerden, dass es „Ungleichbehandlungen“ gegeben habe. Was sagen Sie dazu?
Ziegler: „Sie können ein so großes Fest nicht Punkt 23 Uhr ausschalten. NatĂŒrlich gibt es Kulanzen, die man aber auch nicht ĂŒbertrieben einfordern darf. Die Polizei hat ihren Rundgang gemacht und auf die Verordnung hingewiesen, die alle kannten. Je nach Wegstrecke waren eben die einen vor den anderen dran. Und bei einer zweiten Aufforderung wurde dann sicher darauf hingewiesen, dass eine Zuwiderhandlung die Lizenz fĂŒrs nĂ€chste Fest kosten kann. Die abschließende Runde wurde dann zum Ausschankende um 01:00 Uhr gemacht. Ich stehe dazu, denn ich brauche keine zusĂ€tzlichen KlĂ€ger gegen das Fest. Das sollten die, die sich beschweren, bedenken.“

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Samstagabend war der Markplatz voll - am Sonntag bricht der Besucherandrang am Nachmittag ein.

Sie haben Gedanken geĂ€ußert, dass es ein neues Konzept geben könnte, weil der Sonntag „ĂŒberschaubar“ war, was die Besucherzahlen angeht. Haben Sie schon konkrete Ideen dazu?
Ziegler: „In welche Richtung sich unsere Ideen genau entwickeln, wird die Bilanzierung mit den Vereinen und Gastronomen zeigen, denn der Sonntag erweist sich nicht mehr so, wie manche sich das wĂŒnschen. Die Geldbeutel sind enger und der Besucherstrom lĂ€ĂŸt ab dem Nachmittag nach. Die Gerberstiege ist sehr gut frequentiert, der Bischofshof und der Marktplatz haben aber nachgelassen. Vielleicht mĂŒssen wir das Fest am Sonntag mehr konzentrieren. Wir werden uns Gedanken machen, wie wir die AttraktivitĂ€t des Altstadtfestes hoch halten.“

Arbeiten Sie mit am „Journalismus der Zukunft“

Guten Tag!

Ladenburg, 09. September 2010. Glauben Sie alles, was in der Zeitung steht? Dann brauchen Sie nicht weiterlesen. Falls nicht, sind Sie bei uns richtig. Denn das ladenburgblog hat keinen geringeren Anspruch, als an der Zukunft des Journalismus mitzuwirken.

Von Hardy Prothmann

Unsere Redaktion betreut zur Zeit drei Angebote: http://ladenburgblog.de, http://heddesheimblog.de und http://hirschbergblog.de.

Auf dem heddesheimblog ist heute eine Kritik zum Mannheimer Morgen erschienen, dem wir nicht zum ersten Mal eine mangelhafte journalistische Leistung vorwerfen.

„Journalistische“ Mogelpackungen.

Der Bericht, „Die Sanierung geht weiter“, ĂŒber einen Ammoniak-Unfall an der Eisbahn Heddesheim tut so, als wĂ€re er vom MM-Redakteur Hans-JĂŒrgen Emmerich recherchiert und geschrieben worden. TatsĂ€chlich hat Herr Emmerich einfach die Pressemitteilung der Gemeinde Heddesheim etwas um- und seinen Namen drĂŒbergeschrieben. Schwubdiwups entsteht aus einem Fremdbeitrag eine scheinbar eigenstĂ€ndige journalistische Arbeit.

Das ist eine Mogelpackung, die sich hĂ€ufig (nicht nur) in Lokalmedien findet. In unseren Augen ist das schlechter Journalismus, weil die Aufrichtigkeit auf der Strecke bleibt. Auch wir veröffentlichen ab und zu Pressemitteilungen – dokumentieren dies aber ungeschönt und mit Nennung der Quelle. Erstens, weil wir uns kein fremdes geistiges Eigentum aneignen wollen und zweitens, weil wir damit die journalistisch notwendige Distanz wahren.

Kaum hatten wir den Text veröffentlicht und auch ĂŒber „social media“ wie Twitter und Facebook bekannt gemacht, erhielten wir per Twitter den Hinweis der Medien-Journalistin Ulrike Langer zu einer Umfrage der Akademie fĂŒr Publizistik in Hamburg: Journalisten erfĂŒllen Erwartungen nicht.

Guter Journalismus.

Darin heißt es: „Die Umfrage zeigt: Das Image der Journalisten ist nicht so gut, wie es sein mĂŒsste und nicht so schlecht, wie es sein könnte“, sagt Heribert Prantl, Leiter des Ressorts Innenpolitik der SĂŒddeutschen Zeitung, Dozent und Mitglied des Ethikrates an der Akademie fĂŒr Publizistik. „Der Journalismus braucht keine Imagekampagne. Er braucht gute Journalisten. Ein Journalismus, dem die Leute trauen und vertrauen, ist wichtiger denn je.“

Ein Journalismus, dem die Leute trauen und vertrauen also. Da hat der geschĂ€tzte und Ă€ußerst renommierte Kollege Prantl absolut recht und kann das auch so sagen, weil er einer ist, dem man trauen und vertrauen kann.

Journalismus soll zuallererst informieren, er darf auch unterhalten und er muss, dass ist unser Anspruch, durch seine privilegierten Recherchemöglichkeiten auf Kontrolle ausĂŒben. Journalisten sind keine Ermittler, keine Vollzugsbehörde und kein Gericht. Aber sie können recherchieren, können Dinge nachvollziehbar machen und ĂŒber die Meinungsfreiheit an der Meinungs- und Urteilsbildung mitwirken.

Journalismus fĂŒr alle.

Hardy Prothmann ist der verantwortliche Journalist fĂŒr das ladenburgblog.de

Ein bĂŒrgernaher Journalismus, wie wir ihn betreiben, ist dabei offen fĂŒr alle. Vereine, Parteien, Privatpersonen, Unternehmen und andere können sich auf unserer Plattform beteiligen, indem Informationen an die Öffentlichkeit gegeben werden oder indem die Redaktion ĂŒber HintergrĂŒnde und ZusammenhĂ€nge informiert wird.

Unsere journalistische Haltung ist zuallererst eine interessierte. „Was passiert wie wo und mit wem und ist das ausreichend interessant?“, fragen wir uns jeden Tag. Und immer mehr LadenburgerInnen unterstĂŒtzen uns dabei, was uns sehr freut.

Zwei Beispiele: Das Drachenbootrennen und das Ballon-Festival.

Die Berichterstattung zum Drachenbootrennen hat mit ĂŒber 12.000 BesucherInnen an einem Tag das bislang grĂ¶ĂŸte Interesse fĂŒr ein Einzelthema gefunden. Warum? Weil wir mit fast eintausend Bildern eine noch nie dagewesene Dokumentation dieses Ereignisses veröffentlicht haben. Rund die HĂ€lfte der Abrufe war ĂŒberregional – womit unsere Berichterstattung zum guten Ruf und zur Bekanntheit Ladenburgs und der Drachenbootabteilung des FV03 ĂŒber die Region hinaus beigetragen hat. Denn unsere Informationen sind lokal, regional, ĂŒberregional oder weltweit frei zugĂ€nglich abrufbar.

Die Hintergrundberichte zum Ballonfestival haben auch den Konflikt thematisiert, der zwischen LSV, Stadt und dem Ballonfahrten-Betreiber Michael Bering entstanden war. Nicht jede Information hat jedem gefallen – es ist aber auch nicht unsere Aufgabe, immer nur gefallen zu wollen. Hinweise zu HintergrĂŒnden kamen dabei aus der Bevölkerung und anderen Quellen, was unsere Arbeit deutlich unterstĂŒtzt hat und uns beispielsweise auch die Exklusivmeldung brachte, dass der Veranstalter Bering ein Ballonfestival im Luisenpark veranstaltet.

Oder unser Bericht aus der vergangenen Woche zum RaubĂŒberfall auf einen Ladenburger Gastronomen: Ohne die UnterstĂŒtzung von „Informanten“ hĂ€tten wir diesen nicht in dieser exklusiven Form verfassen können.

Umfassende Informationen.

Diese gemeinsame Leistung lohnt sich vielfach: Sie, liebe Leserinnen und Leser, können sich gut und umfassend informiert fĂŒhlen. Sicher – wir decken vielleicht noch nicht so viele Themenbereiche ab wie der Mannheimer Morgen, aber wir decken mehr auf, schreiben nicht immer dieselben Jubelartikel, blicken kritisch auf die Themen und setzen immer wieder das Tagesthema. Und das, obwohl wir erst seit Februar 2010 berichten, den MM gibt es seit 1949.

Was uns sehr freut: Wir erreichen ĂŒber Facebook und Twitter auch viele junge Menschen, eine Gruppe, die die Zeitungen lĂ€ngst verloren hat.

Anfeindungen und souverÀnde Haltungen.

Die Anfeindungen, die wir wegen unserer Berichte manchmal erleben mĂŒssen, sind teils massiv. Es wird „dummes Zeug“ erzĂ€hlt, beispielsweise ging in Heddesheim das GerĂŒcht um, wir wĂŒrden einen Anzeigenkunden mit kompromittierenden Fotos erpressen, damit dieser bei uns wirbt. Die Wahrheit ist eine andere. Uns sind FĂ€lle bekannt, bei den Werbekunden unter Druck gesetzt wurden, nicht mehr bei uns zu werden. Uns wird unterstellt, wir wĂŒrden Informationen manipulieren oder falsch berichten – GeschwĂ€tz, dass von „interessierten Kreisen“ verbreitet wird, die wir durch unsere Arbeit stören.

Der Heddesheimer BĂŒrgermeister Michael Kessler ist darĂŒber so verstört, dass er uns keinerlei Interview gewĂ€hrt und seinen Mitarbeitern einen Maulkorb verpasst hat. Wenn wir bei der Gemeinde recherchieren wollen, haben wir genau einen Ansprechpartner, die email-Adresse gemeinde@heddesheim.de.

Das ist natĂŒrlich vollstĂ€ndig absurd. Der Ladenburger BĂŒrgermeister Rainer Ziegler und sein Hirschberger Kollege Manuel Just zeigen sich dagegen sehr souverĂ€n, halten Kritik aus und unterstĂŒtzen unsere Arbeit, wie man das erwarten darf. Kontakte zu Gemeindemitarbeitern sind jederzeit möglich und werden von uns auch genutzt.

Werbepartner.

Die finanzielle Grundlage fĂŒr unsere Arbeit ist zum Teil die Werbung. Auch hier mĂŒssen wir noch Überzeugungsarbeit leisten, weil viele lokale und regionale Unternehmen bislang bei WerbetrĂ€gern ausschließlich an Printwerbung denken. Die vielfĂ€ltigeren Möglichkeiten einer Werbung, die auch die begehrten Zielgruppen im Internet erreicht, sind noch nicht bislang höchstens ausreichend verstanden worden.

Wir sind aber sicher, dass der Umdenkungsprozess schnell vorangeht, den die Werbung folgt der Aufmerksamkeit. Zudem bieten wir viel gĂŒnstigere Konditionen und bessere Bedingungen im Vergleich zu den saftigen Preisen einer Tageszeitung.

A propos lokale Wirtschaft: Auch diese begleiten wir wohlwollend kritisch, werden dabei aber unter UmstĂ€nden falsch verstanden, weil man mit Kritik nicht umgehen kann. Als der Bund der SelbststĂ€ndigen bekannt machte, dass die Mehrheit der beteiligten Unternehmen an einem verkaufsoffenen Sonntag sehr zufrieden war, hat der MM das auch so aufgeschrieben. Wir haben bei allen ĂŒber 20 beteiligten Firmen nachgefragt und herausgefunden, dass die „Zufriedenheit“ nach Schulnoten bei 2,3 lag. Das ist nicht „sehr gut“, sondern eine 2-.

Warum machen wir das? Um jemanden zu Ă€rgern? Wohl kaum. Wir ĂŒberprĂŒfen einfach Aussagen. WĂ€re eine 1+ rausgekommen, hĂ€tten wir auch das veröffentlicht. So ist unsere Recherche nicht kritisch im Sinne von „böse, böse“, sondern transparent und kann einen guten Hinweis geben, dass es eben doch keine so große Zufriedenheit gibt. Und bevor sich das in eine große Unzufriedenheit verwandelt, hat man die Möglichkeit, an den Konzepten zu feilen, um sie zu verbessern. So verstanden, hilft Kritik in fast allen Lebenslagen. Man muss nur bereit dafĂŒr sein.

Je mehr Kritik – umso bessere Lösungen.

Auch wir sind bereit fĂŒr Kritik – von Ihnen. Schreiben Sie uns an redaktion(at)ladenburgblog.de zu welchen Themen Sie mehr Berichte von uns erwarten, schreiben Sie uns Ideen, wie Sie sich einbringen können, schreiben Sie uns, was Ihnen nicht gefĂ€llt. Wir versuchen unser Angebot fortlaufend zu verbessern, um das beste an Journalismus zu bieten, was möglich ist.

Der Journalismus wird sich Ă€ndern mĂŒssen. Er ist nur noch ein Teil, wenn auch ein wichtiger, der öffentlichen Kommunikation. Unsere Redaktion ist darauf eingestellt. Wir gehen vor Ort zu den Menschen, aber sind auch da, wo die Menschen im Internet sind.

Als professionelle „Informationsarbeiter“ bieten wir verlĂ€ssliche Informationen an und filtern aus allen zugĂ€nglichen Quellen relevante oder auch unterhaltende Informationen. Und so, wie sich beispielsweise KommentatorInnen bei uns einbringen, kommentieren unsere Mitarbeiter auf anderen Seiten Ereignisse und Berichte als „BesucherInnen“.

Der zukĂŒnftige Journalismus ist Teil eines großen Netzwerkes und das ist gut so. Machen Sie mit. Es lohnt sich. 🙂

In eigener Sache: Sommerferien und Termine

Guten Tag!

Ladenburg, 28. Juli 2010. Heute gibt es Zeugnisse in den Schulen und danach beginnen die Ferien – die Termine zum Sommerferienprogramm finden Sie in unserem Terminkalender. NatĂŒrlich auch alle anderen Termine – sollte einer fehlen, schreiben Sie uns.

Unser Terminkalender (siehe links oben in der Navigation) erfreut sich steigender Beliebtheit und zeigt Ihnen, wann was wo los ist in Ladenburg.

Wir haben uns fĂŒr den Google-Kalender entschieden, weil dieser einfach zu bedienen ist und die Möglichkeit bietet, andere Terminkalender unkompliziert einzubinden.

So können beispielsweise Vereine selbst einen Google-Kalender anlegen und ihre Termine fĂŒr uns freigeben – diese werden dann auch in unserem Kalender angezeit. Man kann den Kalender fĂŒr Vereinsmitglieder freischalten, die dort die Termine pflegen und von jedem internetfĂ€higen Computer aus Ă€ndern können. Gibt es eine kurzfristige TerminĂ€nderung oder wollen Sie aktuell informieren… das ist jederzeit von jedem Ort aus möglich.

Google Maps zeigt, wo der Termin stattfindet.

Wird die Adresse eingegeben, kann man mit einem Klick durch Google Maps sehen, wo der Termin stattfindet.

Außerdem ist der Abgleich mit Outlook oder oder iCal (Mac) möglich – also eine perfekte Lösung, die kein Geld kostet und höchste FlexibilitĂ€t ermöglicht. Besucher können ebenso einfach Termine in ihre persönlichen Kalender ĂŒbernehmen.

Gute Übersicht ĂŒber die Termine.

Die TerminĂŒbersicht: Sie können wochen- oder monatsweise durch den Terminkalender blĂ€ttern. Ein Klick auf einen Termin zeigt diesen an.

ZusĂ€tzlich erhalten Sie Informationen ĂŒber Feiertage oder das Wetter und natĂŒrlich die Wochenzahlen.

Sie können zwischen drei Ansichten wĂ€hlen. Oben sehen Sie die Monatsansicht, Sie können auch die Wochenansicht wĂ€hlen oder wie unten zu sehen, die TerminĂŒbersicht.

ListenĂŒbersicht - beste Orientierung.

So behalten Sie einen optimalen Überblick.

Wir bemĂŒhen uns um VollstĂ€ndigkeit – dafĂŒr brauchen wir aber Ihre Hilfe. Vereine, Schulen, Initiative, Religionsgemeinschaften und andere, die ihre Termine gerne bei uns sehen wĂŒrden, wenden sich bitte an termine (at) ladenburgblog.de.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Was am ladenburgblog „sonderbar“ ist

Guten Tag!

Ladenburg, 27. Juni 2010. Der Kommentator „warum“ wundert sich ĂŒber unsere Berichterstattung – die Verwunderung ist vorgetĂ€uscht. Wir vermuten, dass die Motive andere sind. Unsere Berichte machen gewisse Kreise in Ladenburg nervös – und das ist gut so.

Von Hardy Prothmann

Der Nutzer „warum“ mit einer ebenfalls anonymen email-Adresse schreibt in einem Kommentar:

„Sehr geehrtes ladenburgblog,
ist es nicht sonderbar, dass eine Vielzahl von Artikeln sich mit Veranstaltungen bei Fody`s bschÀftigen?
Wenn “events-€ wie LSDS tatsĂ€chlich einen Großteil dessen ausmachen wĂŒrden, was Ladenburg kulturell zu bieten hat, mĂŒsste man sich eventuell Sorgen machen.
Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis dieser Kommentar freigeschaltet wird und wie ausfĂŒhrlich Ihr Kommentar dazu ausfĂ€llt.
Ein schönes Wochenende wĂŒnscht Ihnen
warum“

Eine inhaltsgleiche, aber rotzig formulierte email erhielten wir schon vor ein paar Tagen – vielleicht aus einer anderen Quelle, vermutlich aber nicht. Die haben wir gelöscht. Diesmal wurde zumindest der Form halber sauber formuliert.

Sinn und Zweck des Inhalts ist nicht ein Hinweis an die Redaktion mit einem brauchbaren Themenvorschlag, einem Hinweis zu Geschichten, die dieser Kommentator gerne bei uns lesen wĂŒrde. Im Gegenteil wird unterstellt, dass wir den Kommentar eventuell zensieren.

Scheinheilige Kommentare

Sinn und Zweck sind vermutlich eher die BeschÀdigung einer sehr erfolgreichen und aktiven Gastronomie sowie unserer Berichterstattung.

Solche Angriffe kennt die Redaktion zur GenĂŒge beim ersten unserer Angebote, dem heddesheimblog, auch beim hirschbergblog wurde das versucht, nun ist anscheinend das ladenburgblog ins Visier genommen worden.

Andere Unternehmen oder Redaktionen wĂŒrden ĂŒberhaupt nicht erlauben, dass Kritik geĂ€ußert wird – wir erlauben und wĂŒnschen uns das, denn Kritik ist ein gutes Mittel der Kontrolle und kann zu enormen Verbesserungen fĂŒhren.

Die KategorienĂŒbersicht in der rechten Spalte zeigt die Zahl der Texte zu einzelnen Themenbereichen.

Zu Ihrem Kommentar:

Die „Vielzahl“ lĂ€sst sich ganz konkret ausdrĂŒcken: 15 ist die Zahl der Texte, in denen der Begriff „Fody“ auftaucht. Klicken Sie hier fĂŒr das Suchergebnis.

DemgegenĂŒber sind mit Datum von heute seit Mitte Februar 2009 insgesamt 242 Texte auf dem ladenburgblog erschienen. Von den 15 gefundenen Texten, beziehen sich 11 Texte alleine auf Veranstaltungen von Fody’s FĂ€hrhaus.

Das sind keine fĂŒnf Prozent. Ob das einer „Vielzahl“ entspricht, muss jeder selbst bewerten. Von diesen 11 Texten sind 8 Texte dem „Kulturbereich“ zuzuordnen. Insgesamt sind bislang 47 Artikel unter dieser Kategorie gefĂŒhrt. Das entspricht dann 17 Prozent – auch das nicht gerade eine „Vielzahl“. Nimmt man die restlichen sieben der 15 Texte und legt diese auf Sport und Vereine (62 Texte) kommt man auf elf Prozent – auch das keine „Vielzahl“.

TatsĂ€chlich ĂŒbersteigt die Textzahl 15 aber bislang noch jede Textzahl zu Berichten ĂŒber einzelne Vereine – insgesamt gibt es aber bislang 36 Texte zu Vereinen und vier der Texte zu Fody’s FĂ€hrhaus ĂŒber VereinsaktivitĂ€ten dort – das macht elf Prozent. Auch das keine „Vielzahl“.

Falsche „Annahmen“.

Ihre Beobachtung ist also grundsÀtzlich falsch.

Kein Medium dieser Welt kann eine 100-prozentige Abdeckung ĂŒber alle Geschehnisse bieten. Das ladenburgblog ist das jĂŒngste Medium in Ladenburg und befindet sich im Aufbau – finanziert ĂŒbrigens ĂŒber Werbung. Bislang arbeiten wir aber defizitĂ€r – das heißt, die Einnahmen reichen nicht, um unsere journalistische Arbeit zu bezahlen.

Wir berichten ĂŒber Ladenburg journalistisch-redaktionell und bieten ein alternatives Angebot zu anderen Medien fĂŒr die BĂŒrgerInnen, fĂŒr die Wirtschaft, die Politik, die Vereine. Dies machen wir nicht zum VergnĂŒgen – obwohl uns die Arbeit viel Spaß macht – sondern aus geschĂ€ftlichen GrĂŒnden. Journalismus ist eine Dienstleistung, also ein GeschĂ€ft. Im Gegensatz zu anderen Unternehmungen aber eines, das von hohem öffentlichem Wert ist. Zumindest, wenn die dahinterstehende Redaktion diese Haltung vertritt und seine Arbeit dementsprechend betreibt.

Jetzt könnte man „unfreundlich“ vermuten, Fody’s erhalte von uns Aufmerksamkeit, weil das Unternehmen bei uns wirbt. Diese Annahme ist richtig. Sicher erhalten Unternehmen, die bei uns werben, unsere Aufmerksamkeit – wenn es dafĂŒr journalistische GrĂŒnde gibt.

Fody’s zeigt ein vorbildliches Engagement.

Im Fall von Fody’s gibt es jede Menge solcher GrĂŒnde: Das „Spaß- und Popfestival“ ist mit Abstand das zur Zeit grĂ¶ĂŸte und umfangreichste Programm eines privaten Veranstalters in Ladenburg, das in der Summe am meisten Menschen erreicht und aus unserer Sicht eine herausragende Leistung bietet. DarĂŒber hinaus betĂ€tigt sich das Unternehmen glaubwĂŒrdig karitativ fĂŒr das Kinderhospiz Sterntaler e.V. – auch der CDU-Abgeordnete Karl A. Lamers bestĂ€tigt diese Leistung durch seine Schirmherrschaft. Damit ist dieses Programm – unabhĂ€ngig von jeder Werbung – interessant und relevant. Und sicherlich zur Zeit auch „prĂ€sent“ in unserer Berichterstattung.

DarĂŒber hinaus arbeitet Fody’s mit verschiedenen Vereinen zusammen, dem ASV, dem FV 03, der AWO, den Hundefreunden – auch das ein herausragendes Engagement. Lobenswert ist der „Spaßfaktor“ hinter all der ProfessionalitĂ€t – es geht klar auch ums GeschĂ€ft, aber nicht bierernst, sondern mit Lust und Laune.

Wenn Sie sich die Texte inhaltlich anschauen, werden Sie feststellen, dass unsere Berichterstattung trotz der GeschĂ€ftsbeziehung differenziert ist und dies auch bleibt: Wir dokumentieren, wir ordnen ein und wir kritisieren auch, beispielsweise auch zuMo’Roots, einer Musikveranstaltung, die bei Fody’s stattfindet.

Fody’s und Mo’Roots-Chefin Susan Horn haben ĂŒbrigens auf die Kritik reagiert und das GesprĂ€ch mit uns gesucht: Die Veranstaltung lebe ja geradezu davon, dass Musiker von außen dazukommen und eine Session veranstaltet wird, so die Argumentation. Dies ist uns bewusst, trotzdem fanden wir es schade, dass der „Special Guest“ an diesem Abend dadurch etwas in den Hintergrund trat – die Veranstalter haben unsere Kritik akzeptiert und gesagt: „Ok, das ist Pressefreiheit und wir akzeptieren diese Sichtweise.“ FĂŒr diese Haltung ein großes Lob von unserer Seite! Das zeigt GrĂ¶ĂŸe, SouverĂ€nitĂ€t, eine demokratische Grundverfassung, die wir uns von anderen auch wĂŒnschen.

Differenzierte Berichterstattung

Wenn Sie demgegenĂŒber die Berichterstattung in anderen Medien beobachten, werden Sie feststellen, dass es diese kritische Differenzierung dort nicht gibt. Dort gibt es klar und unkritische „Bevorzugungen“ von GeschĂ€ftspartnern, dort gibt es klare tendenziöse Berichterstattungen zur Politik, zum Vereinsleben oder anderer Themen. Aufmerksame LeserInnen merken schnell, wen diese Medien als „Freund“ betrachten und bevorzugen und „nicht-Freunde“ entsprechend „behandeln“.

WĂŒrde uns ein Werbepartner „abspringen“ oder damit „drohen“, weil wir kritisch ĂŒber diesen oder seine AktivitĂ€ten berichten, dann wĂ€re das so – es wird unsere Berichterstattung nicht beeinflussen.

Die Redaktion entscheidet, wie was ĂŒber wen berichtet wird – sofern aus der Perspektive eines Unternehmens gleich welcher Art eine Information dargestellt wird, ist dies entsprechend mit Anzeige oder Sonderveröffentlichung gekennzeichnet, so dass die LeserInnen unterscheiden können, ob eine Information eine werbende Selbstdarstellung ist oder eine redaktionell-journalistische Leistung.

Zutreffend, interessant, hintergrĂŒndig

Wir sind eine kleine Redaktion und erst seit Mitte Februar in Ladenburg prĂ€sent – wir mĂŒssen noch viel ĂŒber die Stadt und ihre Menschen lernen. Das ist ganz selbstverstĂ€ndlich. Und wir sind stolz auf die bisher geleistete Arbeit, weil es uns in kurzer Zeit gelungen ist, ein vielbeachtetes Angebot zu schaffen.

Die stetig steigenden Zugriffszahlen auf unser journalistisches Angebot zeigen, dass wir die richtigen Themen treffen und sich unsere LeserInnen bei uns „wohlfĂŒhlen“ und unsere Informationen schĂ€tzen.

Es gab auf der anderen Seite eine Reihe von Angriffen: Die Fraktionsvorsitzenden der Parteien wurden per anonymen Schreiben vor uns „gewarnt“, auf Berichte folgten Telefonate und Kommentare von „etablierten“ Persönlichkeiten aus Ladenburg, die es mit der Meinungsfreiheit nicht so haben und unser Angebot diskreditieren wollen.

Auch davon lassen wir uns nicht beeinflussen. Wir verstehen diese Reaktionen sogar: Dadurch, dass es ĂŒber Jahrzehnte nur eine eingefahrene, oberflĂ€chliche und interessengeleitete Berichterstattung in Ladenburg gibt, sind einige Kreise in der Stadt den Umgang mit einem unabhĂ€ngigen Journalismus nicht mehr gewohnt.

Wir vermuten, dass der „Gewöhnungsprozess“ beim ein oder anderen ein schwieriger sein wird. Wir sind aber auch zuversichtlich, dass es den meisten gelingen wird, sich damit anzufreunden, dass es „sonderbarerweise“ ein unabhĂ€ngiges journalistisches Medium in Ladenburg gibt, das eine zutreffende, interessante und hintergrĂŒndige Berichterstattung anbietet.

ZurĂŒck zu „warum“. Unser Tipp: Lehnen Sie sich zurĂŒck, atmen Sie tief durch und denken Sie mal quer. Vielleicht gelingt Ihnen dann die Fragestellung, was „sonderbar“ an Ihrer Haltung ist und ob Sie einen Weg finden, aus der Schmollecke herauszukommen. 🙂

„Die Dosis Adrenalin ist garantiert. Skaten gibt ein gutes GefĂŒhl.“

Guten Tag!

Ladenburg, 17. Mai 2010. FĂŒr Marco Masetti war das Skate-Event „Heimspiel #2“ eine mehr als gelungene Veranstaltung. Im Interview erklĂ€rt der Mitorganisator, was Skaten ist, wieso niemand Angst vor Skatern haben muss und warum man sich als Eltern freuen kann, wenn die eigenen Kinder skaten.

Was macht Skaten als Sport aus?
Marco Masetti: „Skaten ist eine Lebenseinstellung. Dazu gehört der Sport, die Klamotten, die Musik, das Verhalten.“

Die Jungs sehen ziemlich cool aus und nicht unbedingt so, wie sich anstĂ€ndige Eltern anstĂ€ndige Kinder wĂŒnschen?
Masetti (lacht): „Ja, das ist das Klischee. So denken viele: Gammler, AbhĂ€nger, Nichtsnutze. Skaten ist fĂŒr konventionell denkende Menschen einfach nichts gescheites. Die Kleidung muss locker sein, damit man sich gut bewegen kann und da schnell mal irgendwo ein Loch drin ist, zieht man sich nicht die besten Klammotten an. Irgendwie logisch, oder?“

Marco Masetti: Schreiner, Skater, Shopbetreiber. Bild: local4u

Wie erklÀren Sie einem konventionell denkenden Menschen, was Skaten bedeutet?
Masetti: „Skaten ist zwanglos – man skatet, wenn man Lust dazu hat und wo man Lust dazu hat und mit wem man Lust dazu hat. FrĂŒher waren Skater noch sehr politisch, eine Protestbewegung gegen die Konsumgesellschaft. Man wollte anders sein – typisch fĂŒr die Jugendkultur. Heute ist Skaten anders politisch: Respekt fĂŒreinander spielt bei Skatern eine große Rolle. Und ganz wichtig: Skater sind cool und kein bisschen aggressiv.“

„Respekt spielt eine große Rolle.“

Heißt?
Masetti: „Die AnfĂ€nger lernen von den Könnern. Die Könner respektieren die AnfĂ€nger, weil sie auch mal angefangen haben und wissen, wie schwer es ist, einen Trick zu beherrschen. Um was zu können muss man mindestens zwei, drei Jahre sehr viel ĂŒben. Man stĂŒrzt, man tut sich dabei weh, man verletzt sich manchmal, man steht wieder auf und probiert es nochmal. DafĂŒr braucht man Disziplin und Biss. Wie hart die StĂŒrze sein können, sieht man ja im Video.“

Ist Skaten eine gefÀhrliche Sportart?
Masetti: „Jeder Sport birgt in sich ein Verletzungsrisiko. Skaten ist gefĂ€hrlich, keine Frage. Aber auch das fĂŒhrt wieder zur Disziplin. Nach den ersten harten Landungen ĂŒberlegt sich jeder sehr genau, was er probiert und was er sich zutraut. Skaten schult also auch die Wahrnehmung und den Umgang mit der Gefahr: wer unbedacht ist, bĂŒĂŸt das sofort auf die ganz harte Weise.“

„Skater sind hart im Nehmen.“

Klingt doch eigentlich ganz vorbildlich, das mit der Disziplin.
Masetti: „Ist es auch. Beim Skaten gilt ein Gesetz: Wenn jemand stĂŒrzt, stĂŒrzt er gleich hart, egal ob Profi oder AnhĂ€nger, das liegt in der Physik der Sache. Bis man sich einigermaßen auf dem Brett halten kann, stĂŒrzt man oft. Plötzlich kommt man weiter. Dann stagniert es wieder monatelang. Skater sind hart im Nehmen, sind fair miteinander und genießen es, wenn es lĂ€uft.“

Der Heidelberger Frank Royal ist erst elf Jahre alt und ein Skater-Talent. Bild: local4u

Wie lief das Heimspiel #2 am Samstag?
Masetti: „Das war eine geile Sache – wir hatten jede Menge Spaß und haben richtig gutes Skaten gesehen. So solls sein.“

Es waren zwei Gruppen am Start, warum?
Masetti: „Das hĂ€ngt von den Leistungen ab. In der Gruppe A sind die gesponserten Fahrer angetreten, die sind so gut, dass sie national bei Contests mitfahren können, nicht unbedingt gewinnen, aber doch gut dabei sein. In der B Gruppe sind die gefahren, die schon viel können, aber noch auf dem Weg in die Gruppe A sind. Alles klar?“

„Skaten schult die Wahrnehmung.“

Verstanden. Gabs Verletzungen?
Masetti: „Zwei verstauchte Handgelenke – also nicht wirklich was schlimmes.“

Obwohl Skaten ein hohes Verletzungsrisiko birgt, hatte kein Fahrer Protektoren an. Warum?
Masetti: „Die Bahnregeln besagen, dass man einen Schutz tragen soll – jeder fĂ€hrt aber auf eigenes Risiko. Das Problem an Protektoren: Die schrĂ€nken einen in der Bewegungsfreiheit ein und behindern damit den Fahrer. Das Verletzungsrisiko ist ganz klar gegeben, aber wie ich eben schon erklĂ€rt habe: Die Leute wissen, wie weh es tun kann und verhalten sich sehr verantwortungsvoll. Beim Fußball oder Handball gibt es wahrscheinlich mehr Verletzungen.“

Der Skatepark Ladenburg ist die Top-Holzbahn im Rhein-Neckar-Kreis.

Sie haben den Skatepark hier in Ladenburg geplant und kennen sich in der Szene aus. Wo wĂŒrden Sie den Park einordnen?
Masetti: „Unter den Holzparks ist Ladenburg ganz sicher im Rhein-Neckar-Kreis die Nummer eins. Holz fĂ€hrt sich ĂŒbrigens weicher und es gibt weniger Verletzungen als bei reinen Betonparks, die auch viel schneller sind. Insgesamt wĂŒrde ich den Skatepark unter die Top 20 einordnen.“

Es gibt immer wieder Vandalismus und MĂŒll im Skatepark. Sind Skater eine Problemgruppe?
Masetti: „Jaja, ich kenne diese VorwĂŒrfe. Das ist kompletter Blödsinn. Die Skater sind froh ĂŒber die tolle Anlage. Warum sollten sie da was kaputtmachen? Oder Flaschen kaputt werfen? Um sich dann durch die Glasscherben ordentlich zu verletzen? Skaten ist ein rauher Sport, Skater sind aber keine Rowdies.“

Skater sind aktive Leute.

Also kein Rucksacktrinken und Àhnliches?
Masetti: „Die Skater, die ich kenne und alt genug sind, um Alkohol trinken zu dĂŒrfen, feiern sicher aber und an mal gerne. Euer Video zeigt es aber ziemlich gut: Die meisten Skater sind drahtige Typen. Man braucht Kraft, Ausdauer, Geschick und bedröhnt oder mit dickem Kopp fĂ€hrt es sich einfach nicht gut. Skater sind gerne an der frischen Luft, sind aktiv und in Bewegung.“

Es waren nur Jungs am Start. Ist Skaten ein MĂ€nnersport?
Masetti: „Skaten ist eine MĂ€nnerdomĂ€ne. Aber ganz langsam kommen auch immer mehr MĂ€dels dazu. Das Geschick bringen Frauen wahrscheinlich genauso gut wie MĂ€nner, aber es ist auch ZĂ€higkeit und Kraft notwendig.“

Was ist ein gutes Alter, um mit dem Skaten zu beginnen?
Masetti: „Frank Royal aus Heidelberg hat eine bockstarke Leistung gezeigt. Der Junge ist elf Jahre alt und fĂŒr ihn gibt es nichts anderes. Aber er ist ein echtes Talent. Typischerweise wĂŒrde ich sagen, etwa ab zwölf Jahre. Dann sind die Jungs motorisch, physisch und psychisch fit genug.“

„Um gut zu skaten, braucht es eine gewisse Reife.“

Warum psychisch?
Masetti: „Kinder wollen immer schnell Erfolgserlebnisse. Die kommen, wie gesagt, beim Skaten aber nicht sofort. Es braucht eine gewisse Reife, Engagement, Ehrgeiz und Lust, sonst hört man schnell wieder auf.“

Marcel Mink. Bild: local4u

Gibt es ein Höchstalter?
Masetti: „Eigentlich nicht. Ich kenne zwar keine 60-jĂ€hrigen Skater – so alt ist das ja auch noch nicht. Aber es gibt viele, die fahren auch ĂŒber 40 noch. Beispielsweise der „Vadder“, der auch am Start war, ist so Anfang 40 und ein echt cooler Skater.“

„Die Dosis Adrenalin ist garantiert.“

Warum wird Skaten so gut wie nie in einem Verein angeboten?
Masetti: „Weil die Leute keinen Bock haben, sich ihre Trainingszeiten vorschreiben zu lassen. Weil sie nicht in einem klassischen Leistungssystem eingebunden, sondern frei sein wollen. Trotzdem bringen sie eine enorme Leistung.“

Zusammengefasst: Was ist Skaten?
Masetti: „Es ist ein unglaubliches GefĂŒhl, wenn man einen Trick steht, egal obs ein Ollie ist oder ein Flip oder Slide. Die Dosis Adrenalin ist garantiert. Wer soweit ist, in der Halfpipe zu gleiten und einen richtig guten Run hat, der fĂŒhlt sich einfach gut und frei. Das ist Skaten.“

Hintergrund zum „Heimspiel #2“
Marco Masetti arbeitet als Schreiner beim Nationaltheater in Mannheim. Zusammen mit der Stadt Ladenburg hat er den Skatepark in Ladenburg entworfen. Gefertigt hat ihn Andreas SchĂŒtzenegger (iou-ramps), der heute zu den Top-Holzskatepark-Konstrukteuren gehört (siehe Skateistan).

In Heidelberg betreibt Masetti mit seinem Partner Philipp Hund einen Skateshop „pier seven“. Sein Herz schlĂ€gt fĂŒrs Skaten: „Einfach ein cooles LebensgefĂŒhl.“

Veranstalter des „Heimspiel #2“ ist das Ladenburger Jugendzentrum „Die Kiste“. Zusammen mit dem Jugendgemeinderat wurde nach dem „Heimspiel“ im Herbst dieses Jahr versucht, den Contest kommerziell zu organisieren, „weil das jede Menge Arbeit und Kosten macht“. „Das erste Heimspiel war ein Riesenspaß, aber auch eine hohe Belastung fĂŒr alle, die mitgemacht haben“, sagt Masetti.

Die Schreinerei Wolf hat eine Graffiti-Wand spendiert. „Besonders dankbar sind wir dem Autohaus Vogel, die haben uns finanziell ganz herausragend gesponsort“, sagt Masetti. EnttĂ€uscht zeigt sich der Ladenburger aber ĂŒber die Vereine und GeschĂ€ftsleute: „Wir haben wirklich viele angesprochen und es kam nichts.“

Insgesamt sieht Masetti eine große Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit, was die offene Jugendarbeit angeht: „StĂ€ndig wird darĂŒber gesprochen, was fĂŒr Probleme man mit der Jugend hat und wenn man dann etwas auf die Beine stellen will, macht kaum jemand mit.“

Nur der ASV habe sich sofort bereit erklĂ€rt, zu kleinen Preisen, „die sich Jugendliche auch leisten können“, einen Grillstand zu machen. Der Jugendgemeinderat bot Waffeln und Fruchtcockails an. Die evangelische Stadtmission besorgte eine Kletterwand, die Stadt spedierte den Strom, das THW besorgte die technischen AnschlĂŒsse.

Die Kosten fĂŒr die Bands MĂ€hthrĂ€sher und Baxter, die DJs Tommy D und Blastar und die „Free gifts“ wurden vom Skateshop und der „Kiste“ ĂŒbernommen.

VeterinĂ€ramt informiert ĂŒber Hygiene bei Vereinsfesten

Guten Tag!

Ladenburg/Rhein-Neckar-Kreis, 07. Mai 2010. Das VeterinĂ€ramt des Rhein-Neckar-Kreises gibt RatschlĂ€ge zu Hygiene-Vorschriften bei Vereins- oder Straßenfesten.

Mitteilung des Rhein-Neckar-Kreises:

„Feiern, Feste und Hygiene
VeterinÀramt des Rhein-Neckar-Kreises gibt RatschlÀge

Nun bricht sie wieder an, die unterhaltsame Zeit der Straßen-, Kirchweih- und Vereinsfeste. Zum Gelingen dieser Veranstaltungen tragen engagierte Mitglieder von Vereinen und VerbĂ€nden mit dem Verkauf von Speisen und GetrĂ€nken aller Art bei.

Gerade die StĂ€nde der Vereine und Organisationen werden von den FestgĂ€sten gerne besucht, um das Speiseangebot bei einem zwanglosen GesprĂ€ch zu genießen.

Die Betreiber der StĂ€nde scheuen natĂŒrlich keine MĂŒhe und Arbeit, um ihren GĂ€sten einen angenehmen Aufenthalt bei „Wurst, Weck und Wein“ und anderen Köstlichkeiten zu bieten.

Wie auch in den Betrieben der Gastronomie sind auch bei Vereins- und Straßenfesten die Vorgaben des GaststĂ€tten- und des Lebensmittelrechts zu beachten.

Damit sich die mit Herz und Fleiß agierenden Standbetreiber auf der „sicheren Seite“ wĂ€hnen können, hat das VeterinĂ€ramt -LebensmittelĂŒberwachung – des Rhein-Neckar-Kreises einen Leitfaden erstellt, der praktische Hinweise fĂŒr den Betrieb eines Lebensmittelverkaufsstandes gibt.

Der Leitfaden gibt Auskunft ĂŒber die bauliche Beschaffenheit eines Verkaufsstandes und dessen Schutzvorrichtungen. NatĂŒrlich mĂŒssen die Lebensmittel bei vorgeschriebenen Temperaturen gelagert werden.

Diese sind in Tabellenform dargestellt. So dĂŒrfen rohe BratwĂŒrste nur bis zu maximal vier Grad Celsius und TiefkĂŒhlprodukte bei minus 18 Grad Celsius gelagert werden. Wertvolle Hinweise gibt der Leitfaden auch hinsichtlich der Kennzeichnung von Zusatzstoffen und der Preisauszeichnungen.

Wer bei einem solchen Fest Verantwortung ĂŒbernimmt, dem empfiehlt Rudi Wolf vom VeterinĂ€ramt des Rhein-Neckar-Kreises dieses Merkblatt zu lesen und die RatschlĂ€ge in der Praxis zu beherzigen, denn dann wird es „mit Sicherheit ein gutes Fest“.

Das Merkblatt ist erhĂ€ltlich beim VeterinĂ€ramt des Rhein-Neckar-Kreises, Adelsförsterpfad 7, 68168 Wiesloch, Telefon-Nummer 06222-30734265 oder auf elektronischem Wege ĂŒber Veterinaeramt@rhein-neckar-kreis.de“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Das ladenburgblog ist online!

Guten Tag!

Ladenburg, 13. Februar 2010. Heute startet das ladenburgblog! Was das ist? Ganz einfach. Ein journalistisch-redaktionelles Informationsangebot fĂŒr alle Ladenburgerinnen und Ladenburger und alle die sich fĂŒr Ladenburg interessieren. Wir haben den Anspruch, innerhalb kĂŒrzester Zeit zur Informationsadresse Nummer 1 fĂŒr Ladenburg zu werden.

Liebe Leserinnen und Leser!

Ich darf Sie herzlich auf den Seiten des ladenburgblogs begrĂŒĂŸen.

Hardy Prothmann, Journalist. Bild: sap

Mein Name ist Hardy Prothmann (43). Seit 1991 arbeite ich als freier Journalist.

ZunĂ€chst als freier Mitarbeiter fĂŒr den Mannheimer Morgen (bis 1994) wĂ€hrend meines Studiums im Mannheim. SpĂ€ter fĂŒr ĂŒberregionale Zeitungen und Magazine, Fachmedien sowie Hörfunk- und Fernsehen der ARD.

Lokal-regionale Informationsplattform.

Seit Mai 2009 baue ich mit einem noch kleinen Team eine lokal-regionale Informationsplattform auf. Zuerst startete das heddesheimblog, im Dezember das hirschbergblog und heute das ladenburgblog.

Warum ein Blog?
Ein Blog nutzt eine spezielle Software, um Artikel zu veröffentlichen. Im Gegensatz zu anderen Blog-Angeboten, die oft sehr persönlich sind oder nur zu bestimmten Themen informieren, ist das ladenburgblog „so etwas“ wie eine journalistische „Tageszeitung im Internet“.

Wir machen aber keine Zeitung. Wir machen mehr: ein Blog. Unsere Leserinnen und Leser können mitmachen und unsere Artikel kommentieren. Unsere Artikel erscheinen nicht einmal morgens, sondern ĂŒber den ganzen Tag verteilt – dann, wenn sie fertig sind. Auch am Wochenende.

Die Orientierung ist einfach: Auf der Startseite sehen Sie die neuesten Texte. Über die oben angezeigten Rubriken, das Archiv, ĂŒber die Suche oder ĂŒber die Schlagworte finden Sie alle erschienenen Artikel.

Wir berichten auf unseren Internetseiten ĂŒber die Lokalpolitik, ĂŒber das Geschehen in der Kommune, ĂŒber Feste und Vereine, Sport und Kultur, ĂŒber die Wirtschaft, ĂŒber die Menschen – ĂŒber alles, was die Redaktion fĂŒr berichtenswert hĂ€lt. Außerdem bieten wir Serviceartikel an zu Energie, Verkehr sowie fĂŒr den Umgang mit dem Internet (Sicherheit und Datenschutz).

Wir berichten unabhĂ€ngig und ĂŒberparteilich.

Und wir bieten Ihnen auch regelmĂ€ĂŸig Texte von Gastautoren und Interviews mit Experten. Und Kolumnen. Montags erscheint „Gabis Kolumne“: Geschrieben mit dem Blick einer Frau und Mutter schreibt Gabi ĂŒber Gott und die Welt. (Bisherige Gabi-Kolumnen auf dem heddesheimblog lesen Sie hier.)

Was wir nicht bieten sind ĂŒberregionale Nachrichten. Das können spiegel.de, sueddeutsche.de, welt.de, zeit.de oder sogar bild.de besser als wir. Wir holen aber immer wieder wichtige ĂŒberregionale Informationen auf die lokale und regionale Ebene. Beispiel Schweinegrippe: Alle Medien berichten – wir interviewen einen Arzt vor Ort. So werden HintergrĂŒnde und Auswirkungen von Politik „begreifbarer“.

Professioneller Journalismus.

Unser Anspruch ist professioneller Journalismus. Bestmögliche Informationen fĂŒr unsere Leserinnen und Leser. Auch darin unterscheiden wir uns von der Zeitung.

Wir langweilen unsere Leserinnen und Leser nicht mit „Bratwurstjournalismus“, wie wir das nennen: „Der Wettergott zeigte sich gnĂ€dig…“, „Die BratwĂŒrste sind lecker…“, „FĂŒrs leibliche Wohl war gesorgt.“ Solche Floskeln werden Sie bei uns nicht finden. Auch keine Hofberichterstattung.

DafĂŒr aber jede Menge kritischen Journalismus, der nachhakt und nachfragt. Und starke Meinungsartikel, die die Sache auf den Punkt bringen.

Wir loben Lobenswertes und wir kritisieren hart aber fair in der Sache, wenn etwas nicht in Ordnung ist.

Wir recherchieren umfassend, berichten aktuell und spannend. Weil wir im Internet viel Platz haben, zeigen wir oft umfangreiche Fotostrecken und wir können, anders als die Zeitung, mit Audio und Video arbeiten.

Informationen, die mehr wert sind. FĂŒr unsere Leserinnen und Leser.

Wir verlinken unsere Artikel mit zusĂ€tzlichen Informationen im Internet – so erhalten unsere Artikel einen zusĂ€tzlichen Mehrwert fĂŒr Sie.

Im Dezember hat mich eine 60-köpfige Jury fĂŒr diese Arbeit auf Platz 3 unter die „100 Journalisten des Jahres“ im Bereich Regionales gewĂ€hlt.

Hier können Sie nachlesen, was die FAZ, epd Medien, Berliner Zeitung und viele andere ĂŒber unsere Arbeit berichtet haben. Manche nennen unser Konzept: „Zukunft des Lokaljournalismus“.

Unser Angebot ist frei zugÀnglich, 24 Stunden erreichbar und absolut kostenlos.

Und: Wir sind fleißig. Auf dem heddesheimblog sind seit Mai ĂŒber 1.100 Artikel erschienen. Ganz ĂŒberwiegend mit Heddesheimer Themen. Auf dem hirschbergblog seit Mitte Dezember 112 Artikel.

Werbung, die mehr kann als nur etwas „anzeigen“.

Unser Angebot ist werbefinanziert. Wir bieten der lokalen und regionalen Wirtschaft, vom Handwerker oder kleinen Laden ĂŒber die Dienstleister bis hin zu großen Unternehmen eine ideale Werbeplattform – mit fairen Preisen.

Werbung, die mehr ist und mehr kann als eine gedruckte Anzeige. Auch darin unterscheiden wir uns von einer Zeitung.

Die Redaktion wird einige Wochen brauchen, um sich im schönen Ladenburg zu vernetzen. Wir laden alle Leserinnen und Leser, Vereine, Parteien, Institutionen ein, mit uns in Kontakt zu treten.

Wir interessieren uns fĂŒr Ihre ThemenvorschlĂ€ge oder HintergrĂŒnde, die Sie uns ĂŒbermitteln wollen.

Schauen Sie sooft vorbei, wie Sie wollen. Unser Informationsangebot wird mit jedem Tag wachsen.

Bringen Sie sich mit Themen und Ideen ein – wir sind daran sehr interessiert und nehmen Ihre Anliegen ernst. Nicht immer wird sofort eine Geschichte draus – aber wenn Sie uns gut informieren, werden wir Sie umso besser informieren können.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine email.