Samstag, 23. September 2017

Kartellamt startet Vergleichsportal

Alle Preise im Blick: Ab sofort immer billig Tanken?

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Ab sofort alle Preise im Blick: Per App, PC oder NavigationsgerĂ€t die gĂŒnstigste Tankstellen finden. (Foto: ADAC)

 

Rhein-Neckar, 18. September 2013. (red/aw) Vor knapp einer Woche ging die Markttransparenzstelle fĂŒr Kraftstoffe mit vier Verbraucher-Informationsdiensten online. Das Ziel: Mehr Transparenz. Verbraucher können ab sofort also die Preise zwischen den Tankstellen in ganz Deutschland vergleichen und gezielt die preisgĂŒnstigsten Anbieter auswĂ€hlen. Auch in der Metropolregion Rhein-Neckar. [Weiterlesen…]

Kartellverstoß: Benckiser soll 24 Millionen Euro Strafe zahlen

Ladenburg/Mannheim/Ludwigshafen/Weinheim/Bonn, 23. November 2011. (red/pm) Das Bundeskartellamt hat gegen die Reckitt Benckiser Deutschland GmbH sowie gegen deren verantwortlichen Mitarbeiter in zwei Verfahren Bußgelder in Höhe von insgesamt rund € 24 Mio. verhĂ€ngt. Dem Unternehmen wird vorgeworfen illegale Preisabsprachen ĂŒber MaschinengeschirrspĂŒlmittel getroffen zu haben. DarĂŒber hinaus hat Reckitt Benckiser sich, im Rahmen regelmĂ€ĂŸig stattfindender Treffen von verschiedenen Markenartikelherstellern, in unzulĂ€ssiger Weise ĂŒber wettbewerbsrelevante Informationen ausgetauscht.

Andreas Mundt, PrÀsident des Bundeskartellamts, sagte:

„Reckitt Benckiser und Henkel haben in mehreren FĂ€llen Preiserhöhungen fĂŒr MaschinengeschirrspĂŒlmittel der Marken „Calgonit“ und „Somat“ abgesprochen. Die beiden Unternehmen haben Preiserhöhungen zwischen ihren Produkten ĂŒber Jahre koordiniert. Die Zeche zahlte der Verbraucher.“

Reckitt Benckiser ist in der Region ein großer Arbeitgeber an den Standorten Mannheim, Ludwigshafen, Weinheim („Kukident“) und Ladenburg. Die Aktie der britischen Muttergesellschaft schloss heute mit einem leichten Schluss. Die Börse reagierte also gelassen auf die Millionenstrafe. Vor allem fĂŒr Ladenburg bedeutet die Kartellstrafe sicher nichts Gutes, denn das GechĂ€ftsergebnis wird mit Sicherheit belastet und in Ladenburg ist „Benckiser“ einer der großen Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler.

„Die Zeche zahlt der Verbraucher.“

Die Kartellstrafe, gegen die noch Einspruch erhoben werden kann, wurde nur gegen Reckitt Benckiser verhÀngt, da der Henkel-Konzern Selbstanzeige erstattet hatte.

Die GeschĂ€digten sind vor allem die Kunden – die mussten durch Preisabsprachen mehr zahlen. Besonders hinterhĂ€ltig: Durch verĂ€nderte PackungsgrĂ¶ĂŸen wurde dem Kunden gleicher Inhalt vorgegauckelt – tatsĂ€chlich zahlte er dasselbe Geld fĂŒr weniger Produkt.

Pressemitteilung des Bundeskartellamts:

„Andreas Mundt, PrĂ€sident des Bundeskartellamts: „Reckitt Benckiser und Henkel haben in mehreren FĂ€llen Preiserhöhungen fĂŒr MaschinengeschirrspĂŒlmittel der Marken „Calgonit“ und „Somat“ abgesprochen. Die beiden Unternehmen haben Preiserhöhungen zwischen ihren Produkten ĂŒber Jahre koordiniert. Die Zeche zahlte der Verbraucher.“

Das Verfahren wegen verbotener Preisabsprachen wurde 2010 infolge eines Bonusantrages (Kronzeugenantrages) der Henkel Wasch- und Reinigungsmittel GmbH eingeleitet. Gegen Henkel wurde in Anwendung der Bonusregelung des Bundeskartellamtes keine Geldbuße verhĂ€ngt.

Henkel und Reckitt Benckiser hatten zwischen Mitte 2005 und Mitte 2007 in vier FÀllen die Höhe sowie den Zeitpunkt von folgenden Preiserhöhungen vereinbart:

  • Erhöhung der Listenpreise zum 1. Dezember 2005 um 5-8% fĂŒr
  • MaschinengeschirrspĂŒlmittel der Marken „Calgonit“ (Reckitt Benckiser und “Somat“ (Henkel), fĂŒr WaschmittelzusĂ€tze der Marke „Vanish Oxi Action“ (Reckitt Benckiser) und “Sil“ (Henkel) sowie fĂŒr hochpreisige Allzweckreiniger der Marken „Cilit Bang“ (Reckitt Benckiser) und “Bref“ (Henkel).
  • Indirekte Preiserhöhung zum 1. Oktober 2006 um 13 % pro Einheit durch Reduzierung der PackungsgrĂ¶ĂŸen bei gleichbleibendem Preis fĂŒr einfache MaschinengeschirrspĂŒl-Tabs der Marken „Calgonit“ und „Somat“
  • Absprache zur Festlegung der PackungsgrĂ¶ĂŸen bei der NeueinfĂŒhrung von „Calgonit Alles in 1“/“Somat 7 in 1“ Mehrphasen-Tabs zum Jahresbeginn 2007
  • Erhöhung der Listenpreise zum 1. Juni bzw. 1. Juli 2007 um 5-8 % fĂŒr MaschinengeschirrspĂŒlmittel („Calgonit“ und“Somat“) sowie WaschmittelzusĂ€tze („Vanish Oxi Action“ und“Sil“)

Das zweite Verfahren betraf den unzulĂ€ssigen Austausch von wettbewerbsrelevanter Information mit mehreren anderen Markenartikelherstellern. Dieses Verfahren wurde 2006 ausgelöst durch einen Bonusantrag der Colgate Palmolive GmbH. Das Bundeskartellamt hatte in der Folge bereits in den Jahren 2008/2009 gegen insgesamt acht Hersteller von Drogerieartikeln Bußgelder in Höhe von insgesamt rund 20 € Mio. verhĂ€ngt.

Andreas Mundt: „Die Markenartikelhersteller hatten sich – gemeinsam mit anderen Unternehmen der Branche – seit Jahren ĂŒber anstehende Preiserhöhungen, neue Rabattforderungen des Einzelhandels sowie ĂŒber den Stand und Verlauf von Verhandlungen mit den EinzelhĂ€ndlern ausgetauscht.“

Der Informationsaustausch fand im Rahmen des Arbeitskreises „Körperpflege, Wasch- und Reinigungsmittel“ (KWR) des Markenverbandes statt. In den noch anhĂ€ngigen Verfahren gegen die ĂŒbrigen Teilnehmer des Arbeitskreises hatten weitere Ermittlungen ergeben, dass der Austausch auch Informationen ĂŒber beabsichtigte Preiserhöhungen einschloss, so dass Mitte 2010 gegen die noch verbliebenen Teilnehmer der Tatvorwurf erweitert wurde. Zudem ist vor dem Hintergrund des nun wesentlich schwereren Vorwurfs auch ein Verfahren gegen den Markenverband wegen UnterstĂŒtzung dieses wettbewerbswidrigen Informationsaustausches eröffnet worden.

In beiden Verfahren konnte Reckitt Benckiser aufgrund ihrer Kooperation bei der AufklĂ€rung der VorwĂŒrfe gemĂ€ĂŸ der Bonusregelung eine Reduktion der Geldbuße gewĂ€hrt werden. Auch konnten einvernehmliche Verfahrensbeendigungen (sog. Settlement) erzielt werden, welche ebenfalls zu einer Absenkung der Geldbußen fĂŒhrten.

Die Bußgeldbescheide gegen Reckitt Benckiser sind noch nicht rechtskrĂ€ftig. Gegen die Entscheidungen des Bundeskartellamtes kann Einspruch eingelegt werden, ĂŒber den das OLG DĂŒsseldorf entscheidet.“

Lebensmittel. Klarheit.de?


Rhein-Neckar, 21. Juli 2011. (red) Vielleicht gut gemeint. TatsĂ€chlich ein GAU. „Lebensmittelklarheit“. Dokumentiert.

So sieht Lebensmittelklarheit.de aus. Total klar. Die Website ist kollabiert. Peinlicher gehts nimmer.

Über das Portal „lebensmittelklarheit.de“ sollen Verbraucher „TĂ€uschungen“ melden können. Es soll Transparenz möglich sein. Kontrolle.

TatsĂ€chlich ist die Seite erstmal „abgeschmiert“.

Vielleicht fand sich die Regierung bĂŒrgernah.

Das Ergebnis zeigt, dass die Regierung keine Ahnung hat, was die BĂŒrger beschĂ€ftigt.

Leugnen hilft nicht – die BĂŒrger wollen gesunde und gute Lebensmittel.

Und sie wollen gut informiert sein.

Mietet Euch endlich einen Server, der funktioniert.

Billig-Scheiß-Lebensmittel gibt es genug.

Wir brauchen nicht noch einen billig-scheiß-server, der nur „klare VerhĂ€ltnisse“ darstellt.

Einen schönen Tag wĂŒnscht Ihnen
Das rheinneckarblog.de