Dienstag, 19. Juni 2018

Gemeinderat entscheidet fĂŒr Bebauungsplan

Weitere Altstadtsanierung auf den Weg gebracht

Ladenburg, 29. September 2014. (red/ld) Bebauungsplan oder Erhaltungssatzung? Am Mittwochabend versuchte der Gemeinderat, den Spagat zu schaffen zwischen der Konservierung des Altstadtviertels an der Rheingaustraße und einer Weiterentwicklung. Der Streit entbrannte um die Frage, welches dafĂŒr das wirksamere Mittel sei und welche stĂ€dtebaulichen Ziele die Stadt dort verfolgt. [Weiterlesen…]

BĂŒrgermeister Ziegler zeigt sich konsterniert und verschiebt TOP auf September

„Das ist ein ziemlicher Klotz“ – Martinshöfe in der Kritik

Ladenburg, 18. Juli 2014. (red/pro) Zwei Sitzungsunterbrechungen, gegenseitige VorwĂŒrfe, ein verschobener Tagesordnungspunkt – das gibt es selten im Ladenburger Gemeinderat. Doch am Mittwoch sorgte TOP 5 „Bebauungsplan der Innenentwicklung Martinshöfe“ fĂŒr Ärger. BĂŒrgermeister Rainer Ziegler war „not amused“ und nahm den Punkt lieber von der Tagesordnung, statt bei einer Abstimmung eine Ablehnung in Kauf zu nehmen. [Weiterlesen…]

Aufstellungsbeschluss und Planung erst nach Ergebnis der Sanierungskommission

Bebauungsplan Innenentwicklung vertagt

Ladenburg, 08. Mai 2014. (red/ld) Mit dem Quartier zwischen Rheingaustraße, Wormser Straße und FĂ€rbergasse wird sich erst der neue Gemeinderat beschĂ€ftigen. Das beschlossen die StadtrĂ€te bei sechs Gegenstimmen am Mittwoch mehrheitlich auf Antrag der SPD-Fraktion. Die Stadtverwaltung hatte dagegen ein Bebauungsplanverfahren einleiten und ein PlanungsbĂŒro beauftragen wollen. [Weiterlesen…]

Gemeinderat spricht sich mehrheitlich fĂŒr SĂŒdanbau aus

Standort fĂŒr Lobdengauhallenanbau diskutiert

Ladenburg, 08. Mai 2014. (red/ld) Der Anbau einer Einfeldsporthalle an die Lobdengauhalle geht voran. Am Mittwoch diskutierte der Gemeinderat ĂŒber den Standort des Anbaus. Die Mehrheit sprach sich fĂŒr eine Variante an der SĂŒdseite aus. Uwe Wagenfeld (CDU) stimmte dagegen. Er bevorzugt den Anbau an der Nordseite. Zwei StadtrĂ€te enthielten sich. [Weiterlesen…]

Technischer Ausschuss stimmt dem Entwurf "Wohnen am Villengarten" zu

Sorgen wandeln sich in Zustimmung

Ladenburg, 09. Dezember 2013. (red/ms) Das „Wohnen am Villengarten“ ist ein großes Projekt: Hier soll altengerechtes Wohnen in Verbindung mit einer Kinderkrippe entstehen. Dabei geht es auch um das Prestige der Stadt – denn Gegenstand der Bauarbeiten ist auch „eines der schönsten JugendstilhĂ€user Ladenburgs“. Am vergangenen Mittwoch wurde der Entwurf im Technischen Ausschuss zur Abstimmung gestellt. Lange ist unkar, ob dem vorliegenden Vorhaben so zugestimmt werden kann – bis die Planer selbst in die Diskussion miteinbezogen werden und den StadtrĂ€ten ihre Bedenken nehmen. [Weiterlesen…]

Neue UmstÀnde treffen auf alte Festsetzungen

Kann der Technische Ausschuss sich ĂŒber altes Recht hinwegsetzen?

Ladenburg, 06. Dezember 2013. (red/ms) Der Technische Ausschuss will großzĂŒgig sein – und begibt sich damit auf rechtlich dĂŒnnes Terrain: Es geht um einen Bauherrn, dessen Vorhaben durch die Regularien eines fast 35 Jahre alten Bebauungsplan eigentlich nicht zulĂ€ssig sein dĂŒrfte. FĂŒr die Regelungen hat heute kaum noch jemand VerstĂ€ndnis – daher erlies der Technische Ausschuss am Mittwoch eine umstrittene Befreiung. [Weiterlesen…]

Die Bestattungsdienstleistungen werden weiterhin von der Firma Rolf Gregor erbracht

„Friedhof bleibt in bewĂ€hrter Hand“

Ladenburg, 21. November 2013. (red/sap) Der Vertrag ĂŒber die Vergabe der Bestattungs-Dienstleistungen mit dem Bestattungsunternehmen Eolf Gregor aus Ladenburg endet am 31. Dezember 2013. Die neu zu vergebenden Arbeiten wurden im beschrĂ€nkten Verfahren ausgeschrieben. Das jĂ€hrliche Auftragsvolumen betrĂ€gt in etwa 40.000 bis 45.000 Euro. Es lagen zwei Angebote vor und die Ladenburger Firma Rolf Gregor hatte danach in allen Leistungspositionen das gĂŒnstigste Angebot abgegeben.
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Kommentar zum Streit ĂŒber Musikfestival

Wie wÀre es mit einem Stadtmarketing?

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Wo bleibt endlich ein vernĂŒnftige Stadtmarketing fĂŒr Ladenburg?, fragt sich Chefredakteur Hardy Prothmann. Foto: sap

Ladenburg, 07. Juni 2013. (red/pro) Der Streit um das Musikfestival ist richtig, denn es sind viele Fragen offen. Und bietet Gelegenheit, das eigentliche Thema endlich zu fokussieren: Hat die Stadt ein Stadtmarketing und wenn ja, gibt es auch ein ĂŒberzeugendes Konzept? Und wie sieht die Kosten-Nutzen-Rechnung aus?

Kommentar: Hardy Prothmann

Der BĂŒrgermeister Rainer Ziegler ist also bereit, das Musikfestival aus StadtmarketingsgrĂŒnden „ein StĂŒck weit mitzufinanzieren“. Diese Aussage ist erstaunlich, weil nicht der BĂŒrgermeister Herr des Haushalts ist, sondern der Gemeinderat. Und der ist offensichtlich nicht umfĂ€nglich ĂŒber Kosten und Nutzen der Veranstaltung informiert. Zumindest muss man von außen diesen Eindruck haben. Und selbst, wenn die Einzelausgabe in den Entscheidungsbereich des BĂŒrgermeisters fallen sollte – gilt das auch fĂŒr die Summe aller Ausgaben in diesem Bereich? [Weiterlesen…]

Deutliche Kritik am Musikfestival

Scheingefecht um Schlachtfeld?

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Schlachtfeld oder hinnehmbarer Schaden aus Stadtmarketing-GrĂŒnden?

 

Ladenburg, 07. Juni 2013. (red/pro) Es hĂ€tte eine kurze, wenig spannende Sitzung des Technischen Ausschusses am Mittwoch werden können – den drei Tagesordnungspunkten wurden zĂŒgig abgestimmt. Dann kam der Punkt „Verschiedenes“ und fĂŒr Ladenburger VerhĂ€ltnisse ging es rĂŒde zu. Der ramponierte Zustand der Festwiese nach den Konzerten mit Xavier Naidoo und Sean Paul sorgte fĂŒr Ärger. [Weiterlesen…]

Gemeinderat bewilligt Haushalt

Kritische Stimmen zum Ausbau der Sporthalle

Ladenburg, 26. MĂ€rz 2013. (red/sap) Bei drei Gegenstimmen wurde der Ladenburger Haushalt in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch beschlossen. BĂŒrgermeister Rainer Ziegler bezeichnete den Haushaltsplan 2013 in seiner Etatrede als „wenig aufregend“. Die mittelfristige Finanzplanung mit den Projekten  CBG-Sanierung, Ausbau des Bahnhofs und Erweiterung der Lobdengauhalle stand im Mittelpunkt der Haushaltsreden der Fraktionsvorsitzenden.

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Gemeinderat genehmigt die Sanierung der "Kiste"/PflastermĂŒhle

Gute Jugend- und Kulturarbeit oder doch nur ein Luftschloss?

Die alte PflastermĂŒhle – die Sanierungsarbeiten können jetzt beginnen. Foto: Ladenburgblog.

Ladenburg, 28. September 2012. (red/sap) Der Gemeinderat genehmigte die ĂŒberplanmĂ€ĂŸigen Ausgaben fĂŒr die Sanierung von Jugendzentrum und PflastermĂŒhle in Höhe von 150.000 Euro. Nicht alle StadtrĂ€te waren von der Investition ĂŒberzeugt.

Schon im Juni diskutierte der Technische Ausschuss die Zukunft des Jugendzentrums/PflastermĂŒhle. Jetzt legte Architekt JĂŒrgen Borkowski konkretere PlĂ€ne und Zahlen dem Gemeinderat vor. UnterstĂŒtzt wurde er von Johannes Weis vom „Kiste“-TrĂ€gerverein und von BĂŒrgermeister Ziegler.

„Wir haben nur eine enge Zeitachse“, erklĂ€rte der BĂŒrgermeister und verwies damit auf die möglichen Fördermittel.

Das Ensemble „Kiste“/PflastermĂŒhle sei in einem schlechten, energetisch geradezu in einem miserablen Zustand, sagte Ziegeler. Nur wenige RĂ€ume könnten genutzt werden.

Die „Kiste“/PflastermĂŒhle stĂŒnden zum einen fĂŒr gute Jugend- und Kulturarbeit und symbolisiertem zudem ein industriegeschichtliches Erbe.

Die Gesamtkosten der Sanierung betitelte Borkowski auf 390.000 Euro, in diesem Jahr sollten noch 340.000 Euro investiert werden, um die Fördermittel von 170.000 Euro abgreifen zu können.

FĂŒr erste Sanierungsarbeiten wurden bereits 31.000 Euro ausgegeben, so Ziegler. Die restliche 50.000 Euro werden auf 2013 geschoben.

„Sie haben Angst, dass wir die Fördermittel nicht bekommen und Sie wollen ein durchdachtes Konzept“, wandte sich der BĂŒrgermeister an den Gemeinderat. Hier soll, so Ziegler, nicht nur ein Jugendzentrum aufgewertet, sondern auch RĂ€ume fĂŒr andere Gruppen und Kultur geschaffen werden. Und betonte:

Dies liegt mir am Herzen.

Man wolle ein soziokulturelles Zentrum ausbauen und das Konzept entwickle sich an den Rahmenbedingungen, erklÀrte Johannes Weis.

Das bauliche Konzept sieht flexible RĂ€ume, StĂ€nderwĂ€nde und offene TĂŒren vor, so Architekt Borkowski. Hier solle kein edler Status geschaffen werden, sondern eine einfache Boden- und Wandstruktur, die Leitungen werden „auf Putz“ verlegt. 70 Prozent der Investition diene allein der statischen Grundsicherung.

Der historische Bachkanal  im Keller sei gesichert, das MĂŒhlrad von 1870 ist ausgebaut. Dies werde man spĂ€ter wieder einsetzten und ĂŒber Fenster und Löcher werden man spĂ€ter selbst von Außen den Bach sehen können, sagte Borkowski.

Ein Ladenburger habe ihm geschrieben, dass er tĂ€glich nur fĂŒnf bis sechs Jugendliche in der Kiste sehe, berichtete Stadtrat Uwe Wagenknecht. Das sei dann viel Geld fĂŒr Wenige.

Dem widersprach Jugendsozialarbeiter Achim Kolb:

Es sind bis zu 70 Jugendliche, die unseren offenen Treff aufsuchen, wenn auch nicht tÀglich.

Die „Kiste“ und die PflastermĂŒhle bezeichnete Sascha Barembruch als HeimstĂ€tte des Jugendgemeinderates und fĂŒr die Jugendarbeit und als alternativen Veranstaltungsort fĂŒr Theater- und Musikgruppen.

„Die Jugend bestmöglichst zu fördern, schreiben wir uns bei Wahlen auf die Fahnen“. Dennoch sah auch er die Investition kritisch:

Man bekommt den Eindruck, die Stadt investiert ins Blaue.

Die „Kiste“ und die PflastermĂŒhle verglich er mit einem Mosaik in ihrer VielfĂ€ltigkeit. Kleine Steine werden gesetzt, um ein Kunstwerk enstehen zu lassen.

Auch die Freien WĂ€hler sahen die Notwendigkeit, mehr Raum fĂŒr die Jugend zu schaffen, erklĂ€rte StadtrĂ€tin Gudrun Ruster.

„Wir stehen zu unserem Jugendzentrum“, sagte Ingrid Dreier (GLL). Doch 390.000 Euro sind viel Geld. Deshalb wusste die GLL zunĂ€chst nicht, ob sie zustimme:

Wir mussten gute GrĂŒnde hören und die haben wir jetzt auch gehört.

Zudem unterstrich StadtrĂ€tin Dreier die Generationen ĂŒbergreifenden Möglichkeiten.

„Wir haben Schmerzen mit dieser Vorlage“, sagte Wolfgang Luppe (FDP). Projekte sollten mit angespartem Geld und nicht mit Schulden realisiert werden. Wir fĂŒhlen uns gezwungen, die Fördermittel in Anspruch zu nehmen, dieser Automatismus störe seine Fraktion:

Wir vertrauen Ihnen diesmal.

„Wenn man RĂ€umlichkeiten hat, hat man auch Ideen, denn neue RĂ€ume schaffen neue Möglichkeiten“, meinte Wolfgang Zahner (SPD).

Anders sah es seine Fraktionskollegin Ilse Schummer:

FĂŒr das Luftschloss der soziokulturellen Ideen kann ich mich nicht erwĂ€rmen.

Sie misstraue dem soziokulturellen Bereich, man schaffe Bedarf, der gar nicht da sei, sagte die StadtrÀtin.

Bei vier Enthaltungen (Ilse Schummer, Bernd Garbaczok , Karl Meng und GĂŒnter BlĂ€ĂŸ) stimmte der Gemeinderat schließlich den ĂŒberplanmĂ€ĂŸige Ausgaben in Höhe von 150.000 Euro fĂŒr die Umbau- und Sicherungsmaßnahmen zu.

Technischer Auschuss am 12. September 2012

Baumaßnahme in der Neuen Anlage wird mit Auflagen verabschiedet

Ladenburg, 17. September 2012. (red/sap) Der Boden der Friedhofskapelle wird erneuert, Diskussion um eine Baumaßnahme in der Neuen Anlage, Antrag auf Bau einer Oldtimergarage wird vertagt und die Rotbuche an der Bleiche bleibt erhalten.

Von Sabine Prothmann

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler informierte die Öffentlichkeit, dass in der nichtöffentlichen Sitzung des Technischen Ausschusses die Sanierung der Friedhofskapelle beschlossen wurde. Der Boden der Friedhofskapelle muss erneuert werden, da die Platten gerissen seien. Die Renovierungsarbeiten sollen auf keinen Fall den Beerdigungsbetrieb stören. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 12.400 Euro, davon werden die Bauarbeiten 6.500 Euro und das Material 5.900 Euro kosten. Im Haushalt 2012 sind 9.500 Euro bereit gestellt.

Bauvorhaben in der Neuen Anlage wurde mit einigen Auflagen verabschiedet

Diskussionsbedarf gab es bei dem Antrag auf Umbau und Modernisierung mit Teilabriss und Wiederaufbau eines Wohn- und GeschĂ€ftshauses in der Neuen Anlage. Im Erdgeschoss des eingeschossigen Anbaus befand sich lange Jahre das BlumengeschĂ€ft Lippl. Ein Teilbereich soll kĂŒnftig als Personal-Trainingsstudio genutzt werden.

Der Verbindungsbau zwischen dem Schuppen und dem HauptgebĂ€ude soll abgebrochen werden. Der eingeschossige, mit einem Flachdach bedeckte Anbau, soll dem restlichen HauptgebĂ€ude angeglichen werden. Dabei wird der Bestand abgebrochen und das Haus insgesamt verlĂ€ngert. Auf der Nordseite des Daches sollen vier Schleppdachgauben angebaut und die bestehende Satteldachgaube soll entfernt werden. Auf der SĂŒdseite des Daches ist ein 4,75 Meter breiter Dacheinschnitt fĂŒr eine Dachterrasse geplant, zudem sollen vier DachflĂ€chenfenster fĂŒr ausreichend Belichtung sorgen.

Das GebĂ€ude ist das einzige Haus in der Neuen Anlage, bei dem die Altstadtsatzung greift. Deswegen drĂŒckte Stadtbildpfleger Egon Lackner auch beide Augen zu, wie zum Beispiel bei dem Einbau der vier DachflĂ€chenfenster.

Dennoch möchte er die Altstadtsatzung nicht „aufgeweicht“ sehen und zeigte sich mit einigen Details nicht einverstanden. So mĂŒsse die EingangstĂŒr mindestens 15 Zentimeter ins GebĂ€ude einrĂŒcken und eine Schwelle bekommen. Die KlapplĂ€den und die Lisenen (Mauerblenden) sollten erhalten bleiben und die Farbiggebung sollte mit Stadt abgesprochen werden. Alt- und Anbau sollten durch die Gestaltung optisch getrennt werden. Auch die Anordnung und GrĂ¶ĂŸe der Fenster im Anbau sollten ĂŒberdacht und mit der Verwaltung abgestimmt werden.

BĂŒrgermeister Ziegler nahm die Anregungen von Egon Lackner als Bedingung in den Beschlussvorschlag auf und der Technische Ausschuss stimmte dem einstimmig zu.

Antrag vertagt

Im Gewerbegiebt „Hohe Straße“ soll eine Abstellhalle fĂŒr Oldtimerfahrzeuge gebaut werden. Vorgesehen sind fĂŒnf Zufahrten. Ein Teil der Mitglieder des Technischen Ausschusses konnte sich mit dem Vorhaben nicht anfreunden. „Wir schaffen hier einen PrĂ€sidenzfall mit mehr Zufahrten fĂŒr Edelgaragen“, meinte GemeinderĂ€tin Ingrid Dreier (GLL). Uwe Wagenfeld (CDU) sah durch die Zufahrten die Parksituation beeintrĂ€chtigt. „Wir reden hier ĂŒber ein Gewerbegebiet und nicht ĂŒber ein Naherholungsgebiet“, entgegnete Dr. Peter Hilger (FW).

Dem Antrag von Gemeinderat Uwe Wagenfeld, den Tagesordnungspunkt zu vertagen und der Verwaltung den Arbeitsauftrag zu geben, weitere Informationen einzuholen, wurde mit sechs Stimmen, vier Gegenstimmen und einer Enthaltung, zugestimmt.

Sechs weiteren Bauvorhaben wurde mehrheitlich zugestimmt.

Rotbuche bleibt erhalten

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ berichtete der stellvertretende Stadtbaumeister Gregor Völker, dass eine Rotbuche an der Bleiche aufgrund von Pilzbefall gefĂ€llt werden sollte. Eine Schallimpulstomografie zeigte jedoch, dass der Baum noch ausreichend ĂŒber die Wurzeln versorgt wird, so dass man versuchen wird, ihn durch RĂŒckschnitt zu erhalten. Die Untersuchung kostete 500 Euro.

In jĂŒngster Vergangenheit sei es vermehrt zu Fahrrad-UnfĂ€llen durch hervorragende Gleise in der Industriestraße gekommen, berichtete der BĂŒgermeister. Als Sofortmaßnahme werde man Asphalt aufschĂŒtten.

Weiter berichtete die Verwaltung ĂŒber energetische Sanierungsmaßnahmen an der Sporthalle der Astrid-Lingren-Schule. Das Flachdach soll durch ein Pultdach ersetzt werden.

Sitzung am 11. Juli 2012

Technischer Ausschuss lehnt Oberlicht auf Bungalow ab

Ladenburg, 15. Juli 2012. (red/sap) Diskussion um die Erweiterung der WohnflĂ€che bei einem Bungalow in der Domitianstraße durch ein Oberlicht im Bereich des Atriums. Bauantrag wird vom Technischen Ausschuss abgelehnt.

Von Sabine Prothmann

Die Antragsteller planen das Atrium ihres eingeschossigen, unterkellerten Wohnhauses mit einem Oberlicht zu ĂŒberdachen, um die WohnflĂ€che zu erweitern. Das Oberlicht soll eine GrundflĂ€che von rund 16 Quadratmetern besitzen und etwa 1,30 Meter hoch sein.

Mit der Erweiterung werde die zulĂ€ssige GrundflĂ€chenzahl um 33,50 Kubikmeter, also um knapp 29 Prozent ĂŒberschritten, berichte BĂŒrgermeister Ziegler. Die Verwaltung halte das Bauvorhaben stĂ€dterechtlich fĂŒr vertrĂ€glich, da es sich lediglich um einen Verschluss des Daches handle.

Rainer Ziegler berichtete, dass es Beschwerden aus der Nachbarschaft gĂ€be, doch den Nachbarn gehe es nicht um die Überschreitung der GrundflĂ€che, sondern um die Erhöhung. Diese sollte nach Ansicht der Nachbarschaft tiefer liegen.

Hier gehe es um die optische Wirkung, bestĂ€tigte auch Gemeinderat Uwe Wagefeld (CDU). In dem Baugebiet sei auf den FlachdĂ€chern nur eine Lichtkuppel zu lĂ€ssig. „Warum baut man keine Lichtkuppel, damit das GebĂ€ude nicht so hoch wird?“, wollte auch Dr. Rudolf Lutz (FDP) wissen. Er habe zwar VerstĂ€ndnis fĂŒr die Anrainer, aber er sehe aus rechtlicher Sicht keine AblehnungsgrĂŒnde, sagte der BĂŒrgermeister.

„Wenn ich die WohnflĂ€che erweitern will, brauche ich nicht 1,30 Meter aufsetzen“, meinte auch Steffen Salinger (SPD). Dieses Oberlicht könne man von der Straße aus ĂŒber alle DĂ€cher hinweg sehen, den 1,30 Meter seien ein halbes Geschoss.

BĂŒrgermeister Ziegler gab zu bedenken, der EigentĂŒmer habe das Haus erworben im Glauben, dass er aufstocken könne, dies habe aber das RegierungsprĂ€sidium abgelehnt. VerstĂ€ndnis fĂŒr das Bauvorhaben zeigte Christian Vögele (CDU): „Ich kann dem Ganzen nur zustimmen.“

Doch bei der Abstimmung konnten sich nur drei der Ausschussmitglieder fĂŒr das Vorhaben erwĂ€rmen, sechs stimmten dagegen und einer enthielt sich. Nun muss das Baurrechtsamt den Antrag prĂŒfen.

Familienheim darf Scheunen und Haus abbrechen und Mehrfamilienhaus errichten

Moderner Neubau statt historischem Bauernhof

Ab Juni wird das historische GemÀuer in der Feuerleitergasse abgerissen.

Ladenburg, 19. April 2012. (red) Ein Wohnhaus und zwei Scheunen werden in der Feuerleitergasse voraussichtlich ab Juni abgerissen. Die Familienheim Rhein-Neckar will an dieser Stelle bis 2013 ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohneinheiten errichten. Der Technische Ausschuss hat beide AntrÀge gestern bestÀtigt. Stadtrat Wagenfeld kritisiert Sitzungsvorlagen.

Von Hardy Prothmann

Ist es ein Spiel oder Ernst? Der CDU-Stadtrat Uwe Wagenfeld hat gestern wieder viele Fragen zum Bauvorhaben gestellt und dabei bemĂ€ngelt, dass den GemeinderĂ€ten nur unvollstĂ€ndige Unterlagen vorlĂ€gen. Die weit ĂŒber ein Dutzend GĂ€ste konnten nicht entscheiden, ob sich Herr Wagenfeld nur profilieren wollte oder ob die Kritik gerechtfertigt ist. Zumindest wurden seine Fragen beantwortet.

1992 hat die Stadt Ladenburg die Immobilie an die Familienheim Rhein-Neckar verkauft, die nicht denkmalgeschĂŒtzt ist. Vor zwei, drei Jahren habe die Stadt einen RĂŒckkauf angefragt, was aber aus finanziellen GrĂŒnden nicht erfolgt ist, bestĂ€tigte uns BĂŒrgermeister Rainer Ziegler (seit 2001 im Amt) auf Anfrage.

Mehrfamilienhaus bis 2013

Die Familienheim Rhein-Neckar wird nun das GrundstĂŒck verwerten und mit einem Neun-Familienhaus neu bebauen. DafĂŒr werden ein Wohnaus und zwei Scheunen abgerissen. Der planende Architekt, der Ladenburger Holger Ueberrein, erlĂ€uterte in der Sitzung das geplante Projekt.

Auf der RĂŒckseite der Kirchen werden ein WohngebĂ€ude entstehen sowie ein RĂŒckgebĂ€ude mit Garagen, StellplĂ€tzen und AbstellrĂ€umen. Außerdem ist ein 30 Quadratmeter großer Spielplatz fĂŒr Kinder geplant. Ingrid Dreier (GLL) regte an, diesen auf dem GelĂ€nde anders als bislang geplant unter eine dort befindliche Eiche zu verschieben, dann brĂ€uchte man keine Beschattungsmaßnahmen. Architekt Ueberrein sagte eine PrĂŒfung zu.

Das Wohnhaus wird aus zwei Vollgeschossen bestehen sowie zwei ausgebauten Dachgeschossen. Im Satteldach werden sich sieben Schleppgauben und zwei Zwerchhausgauben zur Feuerleitergasse hin befinden. Auf der RĂŒckseite sind fĂŒnf Schleppgauben und ein Dachfenster geplant, das aber nur eine Ausstiegsfunktion habe.

Auch das zweigeschossige NebengebĂ€ude erhĂ€lt ein Satteldach, ĂŒber den Garagen im Erdgeschoss wird es durch einen Laubengang erschlossene AbstellrĂ€ume geben.

Ausnahmen genehmigt

Laut Baugenehmigung mĂŒssen 15 StellplĂ€tze nachgewiesen werden – es sind aber nur 14. Einer muss deshalb entweder abgelöst oder an anderer Stelle nachgewiesen werden.

Zwei der historischen Keller werden erhalten, ein dritter aufgeschĂŒttet. Eine weitere Unterkellerung ist nicht geplant. Der Technische Ausschuss stimmte weiter der Befreiung der Vorgaben der Gestaltungssatzung fĂŒr die historische Altstadt zu und genehmigte eine Überschreitung der Gesamtbreite der Dachaufbauten von 35 Prozent.

Kritik kam vom Ausschlussmitglied Carolin Schuhmann, die sich im Namen des Heimatbundes gegen das Projekt aussprach:

Der Heimatbund bedauert sehr, dass eines der letzten bÀuerlichen Anwesen in der Altstadt abgerissen wird.

Die Familienheim Rhein-Neckar wird hier ein Mehrfamilienhaus mit NebengebÀude errichten.

Das aktuelle Baugeschehen erinnere sie an die „Nachkriegszeit“.: „Hier wurden leider alle Chancen verpasst.“ Auch Stadtbildpfleger Egon Lackner kritisierte, ein in hohem Maße stadtbildprĂ€gendes GebĂ€ude werde zerstört, in Zukunft mĂŒsse man hier aktiver auf den Schutz solcher GebĂ€ude achten. BĂŒrgermeister Ziegler entgegnete, dass in diesem Fall keine Einflussnahme möglich sei.

Die AntrÀge auf Abriss und Neubau wurden bei zwei Gegenstimmen von Uwe Wagenfeld (CDU) und Dr. Peter Hilger (FW) bestÀtigt.

Zwei weitere BauantrĂ€ge, darunter eine energetische Dachsanierung in der Trajanstraße, die Errichtung einer DoppelhaushĂ€lfte mit Carport in der Zwingertgasse wurden ohne große Diskussion ebenfalls genehmigt.

Technischer Ausschuss

Kein Einvernehmen fĂŒr die Kinderbetreuungseinrichtung

Das ehemalige AWO-GebĂ€ude in der Wormser Straße.

Ladenburg, 22. MĂ€rz 2012. (red/sap) Auf der Tagesordnung des Technischen Ausschusses standen gestern Abend fĂŒnf Bauanfragen sowie die Aussichtsplattform im Naturschutzgebiet und die Auftragsvergabe fĂŒr die TĂŒren zur Realiserung des zweiten Rettungsweges am Carl-Benz-Gymnasium. Erneute Diskussion um die Kinderbetreuungseinrichtung in der Wormser Straße.

Von Sabine Prothmann

Bei der ersten Bauanfrage ging es wieder um das ehemalige AWO-GebĂ€ude in der Wormser Straße, in das die Kinderbetreuungseinrichtung Kinder-Laden-Burg einziehen soll. Dieser Bauantrag war in der vergangenen Ausschuss-Sitzung zurĂŒckgestellt worden.

Der Technische Ausschuss hatte der NutzungsĂ€nderung schon im Dezember 2011 zugestimmt. In der Sitzung am 29. Februar 2012 wurde das Bauvorhaben erneut behandelt, der vorgelegten Planung konnte jedoch nicht entsprochen werden. Die gewĂŒnschten Änderungen wurde nun in die vorgelegte Planung einbezogen. Die Ausschussmitglieder mussten jetzt ĂŒber den Umbau des GebĂ€udes entscheiden.

Zur Ausgangslage: Der Antragsteller plant, in einem bestehenden Wohn- und GeschĂ€ftshaus in den BĂŒrorĂ€umen des Erdgeschosses eine Knderbetreuungseinrichtung fĂŒr Kleinkinder (2 bis 3 Jahre, maximal 12 Kinder) einzurichten. Die NutzflĂ€che betrĂ€gt rund 130 Quadratmeter. Die notwendigen Sozial- und SanitĂ€rrĂ€ume sind vorhanden bzw. werden neu eingerichtet.

Im Obergeschoss soll die BalkontĂŒr vergrĂ¶ĂŸert werden. Ein Teil des Daches des NebengebĂ€udes soll rĂŒckgebaut werden. Im Dachgeschoss sollen zwei Schleppgauben verbunden und zu einer ĂŒberdachen Terrasse erweitert werden. Auf der Straßenseite sollen zwei DachflĂ€chenfenster als bauliche Rettungswege aus dem Dachgeschoss dienen. Auf der Hofseite sollen weitere DachflĂ€chenfenster sowie eine Loggia im zweiten Dachgeschoss eingebaut werden.

Das Treppenhaus soll getrennt werden. Der Zugang zur Kinderbetreuungseinrichtung im Erdgeschoss wird ĂŒber die Wormser Straße erfolgen. Der Zugang zum Treppenhaus zu den anderen Etage erfolgt ĂŒber den Hof.

GemĂ€ĂŸ der „Stadtbildsatzung fĂŒr die Umgebung der Altstadt“ sind charakteristische Dachaufbauten zu erhalten. Dies wurde durch die vorliegende Planung erreicht.

Die vorliegende Planung ist mit der Verwaltung und dem Stadtbildpfleger abgesprochen.

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses zeigten sich einverstanden mit den Umbaumaßnahmen im Dachgeschoss, aber die rĂŒckwĂ€rtige Bebauung, vor allem die TeilĂŒberdachung des Hofes, stieß auf viele kritische Stimmen

Die Bezeichnung „Dachterrasse“ sei nur durch „TeilĂŒberdachung“ ausgetauscht worden, meinte Dr. Rudolf Lutz (FDP). Einer solchen werde er seine Zustimmung verweigern. Zudem sei weiterhin mit einer Dachterrasse zu rechnen, was von den Nachbarn abgelehnt wĂŒrde.

„Über die Zukunft habe ich heute nicht zu befinden“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler. Auch wenn durch eine Email an die Stadtverwaltung das Vorhaben eine Terrrasse zu errichten, schon angekĂŒndigt worden sei, stehe diese Absicht am heutigen Tage nicht im Raum.

Stadtrat Dr. Peter Hilger (FW) kommentierte:

Sehe ich das richtig, wir stimmen ĂŒber eine ganze Salami ab, auch wenn es heute nur um eine Scheibe geht?

Auch Uwe Wagenfeld (CDU) und Steffen Salinger (SPD) lehnten die Zustimmung ab.

Eine TeilĂŒberdachung gĂ€be es schon, ebenfalls sei die Betonmauer schon vorhanden, „deshalb sehe ich keine VerĂ€nderung fĂŒr den Nachbarn“, erklĂ€rte Ingrid Dreier (GLL), und demnach keinen Grund fĂŒr eine Ablehnung.

Ziegler wies darauf hin, „versagen wir das Einvernehmen, wird das Baurechtsamt dies ersetzen.“

Der Verwaltungsvorschlag, dem vorliegenden Bauantrag zuzustimmen, folgten nur der BĂŒrgermeister und Ingrid Dreier – damit ist das Baurechtsamt gefragt.

Die ĂŒbrigen Mitglieder des Technischen Ausschusses versagten das Einvernehmen zum rĂŒckwĂ€rtigen Bereich, was die Überdachung und den RĂŒckbau betrifft, stimmten aber dem Umbau des Dachgeschosses zu.

Ein „Hoffnungsschimmer“ fĂŒr den Verein

Im nĂ€chsten Tagesordnungspunkt ging es um die Einrichtung einer VersammlungsstĂ€tte in den GeschĂ€ftsrĂ€umen eines Wohn- und GeschĂ€ftshauses in der Hauptstraße. Es handle sich dabei um den tĂŒrkisch-islamischen Kulturverein, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Ziegler.

Der Verein war bislang im alten Feuerwehrhaus untergebracht und habe ĂŒber einen langen Zeitraum intensiv nach neuen RĂ€umlichkeiten gesucht. Die VersammlungsstĂ€tte sei auf fĂŒnf bis zehn Personen begrenzt und die RĂ€umlichkeit in der Hauptstraße könne nur eine vorĂŒbergehende Lösung sein, so Ziegler.

Dies sei ein „Hoffnungsschimmer“ fĂŒr den Verein, so Ingrid Dreier (GLL).

Die Örtlichkeit, direkt am Eingang der Altsstadt, bezeichnete Steffen Salinger (SPD) als ungeignet, zudem sei es schwierig, dieses Thema in einer öffentlichen Sitzung zu diskutieren, da könne man leicht falsch verstanden werden. BĂŒrgermeister Ziegler sagte:

Es ist nicht die beste Lösung, aber eine Lösung, die dem Verein fĂŒr eine gewisse Zeit Heimat bietet, ansonsten kann der Verein nicht mehr existieren.

Bei zwei Gegenstimmen (GĂŒnter BlĂ€ĂŸ, Steffen Salinger) wurde der NutzungsĂ€nderung zugestimmt.

Milchviehstall in Neubotzheim

Im nĂ€chsten Bauantrag ist die Errichtung eines Milchviehstalls fĂŒr 165 Tiere in Neubotzheim. Das GebĂ€ude soll freistehend neben der bereits vorhandenen Biogasanlage errichtet werden. Die anfallende GĂŒlle soll in die geplante Vorgrube und im Anschluss in die bestehende Biogasanlage eingeleitet werden. Hierbei handle es sich um den Hof der Familie Maas. Dies sei eine Zukunftsinvestition und auch die beiden Söhne seien im landwirtschaftlichen Betrieb. BĂŒrgermeister Ziegler:

Wir begrĂŒĂŸen dieses Bauvorhaben.

Das Bauvorhaben ist mit dem Amt fĂŒr Landwirtschaft und Naturschutz abgestimmt. Ohne Gegenstimmen stimmte der Technische Ausschuss diesem Bauvorhaben zu.

Befreiung bevor Bebauungsplan in Kraft tritt

In einem Kenntnisgabeverfahren planen die Antragsteller die Errichtung eines Doppelhauses, eines Carports sowie eines Fahrradunterstandes. Das GebÀude soll voll unterkellert werden. Das um 46 Grad geneigte Satteldach soll auf der Nordseite im ersten Dachgeschoss mit einer Schleppgaube und im zweiten Dachgeschoss mit zwei DachflÀchenfenstern elichtet werden. Auf der Sseite des GebÀudes soll im ersten Dachgeschoss eine Terrasse eingebaut werden.

Das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Zehntstraße“, im Geltungsbereich Altstadtsatzung, im Grabungsschutzgebiet sowie in der Gesamtanlage Ladenburg.

Es wurde ein Antrag auf Befreiung von den bauordnungsrechtlichen Festsetzungen des Bebauungsplans fĂŒr den mit einem GrĂŒndach bedeckten Carport beantragt. Die AusfĂŒhrung als Flachdach – anstelle eines im Bebauungsplan vorgesehenen geneigten Daches – vermeidet sowohl die SichteinschrĂ€nkung auf die Giebelfassade der Zehntscheuer als Dach auf die SĂŒdfassade des geplanten Doppelhauses.

Stadtrat Lutz (FDP) kritisierte, dass man schon eine Befreiung verabschieden sollte, bevor der Bebauungsplan ĂŒberhaupt in Kraft trete.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Antrag einstimmig zu.

Im nĂ€chsten Bauantrag ist die Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit Garagen in der Zehentstraße geplant. Es sollen sieben Wohnungen mit insgesamt rund 820 Quadratmetern WohnflĂ€che entstehen. Das GebĂ€ude wird mit einem Satteldach bedeckt. Insgesamt belichten sechs Gauben das Dachgeschoss. Sieben Garagen werden im Erdgeschos untergebracht, die restlichen fĂŒnf StellplĂ€tze entstehen auf dem Hof. Ein Kinderspielplatz ist fĂŒr die nördliche GrundstĂŒcksseite vorgesehen.

Das Bauvorhaben liegt ebenfalls im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Zehntstraße“, im Geltungsbereich Altstadtsatzung sowie im Grabungsschutzgebiet. Die jeweiligen Festsetzungen werden eingehalten.

Das Vorhaben ist mit dem Stadtbildpfleger, der Denkmalschutzbehörde und der Stadtverwaltung abgesprochen, alle Anregungen wurden berĂŒcksichtigt. Die notwendigen StellplĂ€tze werden nachgewiesen.

Das Bauvorhaben enstpreche in vollem Umfang den Vorgaben und Vorstellungen der Verwaltung und des Stadtbildpflegers, „wir haben eine optimale Lösung gefunden“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Ziegler. Das GebĂ€ude von 2012 fĂŒge sich wunderbar in die Altstadt ein.

Auch Uwe Wagenfeld (CDU) lobte das Ergebnis, das „nach langem hin und her“ fĂŒr das Mehrfamilienhaus gefunden wurde.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Vorhaben einstimmig zu. Die Details, wie Balkon, Mauern, Farben etc., mĂŒssen noch abgestimmt werden.

Mit der Maßnahme, eine Aussichsplattform im Naturschutzgebiet zu errichten, war der Technische Ausschuss einverstanden.  Erfreulicherweise koste dass die Stadt kein Geld, da die Plattform vom der Werkstatt des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg gebaut wĂŒrde, so Ziegler.

Außer Bauhofleistungen haben wir keine Kosten.

Als letzter Punkt stand die Auftragsvergabe fĂŒr die TĂŒren zu Errichtung eines zweiten baulichen Rettungswegs am Carl-Benz-Gymnasium.

Den Zuschlag erhielt die Firma Heinen Innenausbau aus Ilsfeld. Mit rund 26.000 Euro legte sie das gĂŒnstigste Angebot vor. Der Technische Ausschuss stimmte dem einstimmig zu.

Baustelle muss mit BDS abgestimmt werden

Neue Pflastersteine fĂŒr die Altstadt

Ladenburg, 03. MÀrz 2011. (red/sap) Sieben BauantrÀge, die Vergabe der Natursteinpflasterlieferung und die Einrichtung von KurzzeitparkplÀtzen zwischen Benzhaus und Wasserturm standen am vergangenen Mittwoch, 29. Februar 2012, auf der Tagesordnung des Technischen Ausschusses in Ladenburg.

Beim ersten Bauantrag ging es um den Neubau einer Terrasse und Neuordnung im Hinterhof in der Metzgergasse.

Die Antragsteller planen im Hinterhof des GrundstĂŒcks eine Terrasse zu errichten. Diese soll die gesamte FlĂ€che des hinteren GrundstĂŒcks einnehmen und den vorhandenen Wasch- und Trockenraum sowie den Abstellraum ĂŒberdecken. Das Schleppdach soll ĂŒber der Scheune erneuert werden.

Stadtbaumeister AndrĂ© Rehmsmeier erlĂ€uterte, dass durch die Baumaßnahmen, der historische Keller des denkmalgeschĂŒtzten GebĂ€udes besser entlĂŒftet werden könne.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Bauvorhaben einstimmig zu.

Wohncontainer fĂŒr Saisonarbeiter auf dem Hegehof

Der Bauantrag zur Errichtung von zwei Wohncontainern fĂŒr SaisonarbeitskrĂ€fte, die wĂ€hrend der Erdbeerernte auf dem Hegehof in Neuzeilsheim tĂ€tig sein werden, sorgte fĂŒr Diskussion.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler erklĂ€rte, maximal 36 Damen und 48 Herren sollen hier untergebracht werden.

Die beiden Wohncontainer sollen jeweils rund 12 Meter breit und 49 beziehungsweise 40 Meter lang sein.

In den Zimmern sind vier bis sechs Personen untergebracht, zudem befinden sich in den Containern SanitĂ€r- und AufenthaltsrĂ€ume und KĂŒchen.

Die Errichtung von Wohncontainern wird notwendig, da die Unterbringungsmöglichkeiten in einem AltgebĂ€ude durch den Umbau fĂŒr andere Zwecke entfallen. DafĂŒr soll mit der Baumaßnahme Ersatz geschaffen werden.

MenschenunwĂŒrdige Unterbringung von SaisonkrĂ€ften?

Eine positive Stellungsnahme des Amts fĂŒr Landwirtschaft und Naturschutz liege vor, so der BĂŒrgermeister.

Rehmsmeier erklĂ€rte auf RĂŒckfrage von Stadtrat GĂŒnter BlĂ€ĂŸ (CDU), es gĂ€be keine Vorgaben fĂŒr den Bau dieser Container.

Petra Erl (SPD) bezweifelte, ob es sich dabei um eine menschenwĂŒrdige Unterbringung handle. „Dies haben wir hier nicht zu entscheiden“, sagte Ziegler „, und verwies auf die ZustĂ€ndigkeit des Landratsamtes fĂŒr derartige Fragen.

Stadtbildpfleger Egon Lackner wies darauf hin, dass man auf eine RĂŒckbauverpflichtung bestehen sollte, falls die Container ihren Zweck erfĂŒllt hĂ€tten, da es sich hierbei um einen starken Eingriff ins Landschaftsbild handle. Der BĂŒrgermeister versprach dies zu berĂŒcksichtigen.

Der Technische Ausschuss beschied auch diesen Antrag einstimmig.

Penthouse wird abgebrochen – Walmdach entsteht

In der Bahnhofstraße soll auf einem Wohn- und GeschĂ€ftshaus das mit einem Flachdach bedeckte Penthouse abgebrochen werden und stattdessen soll ein Ober- und Dachgeschoss mit Walmdach errichtet werden. Hinzu kommen ein Aufzug und ein Balkon an der Nordseite des GebĂ€udes. Auch dieses Bauvorhaben bekam die Zustimmung des Technischen Ausschusses.

Stadtbildpfleger Egon Lackner kritisierte heftig die Errichtung einer Fluchttreppe aus dem ersten Obergeschoss der Erich-KĂ€stner-Schule.

„Schade, dass wieder ein neues Bauteil hinzukommt“, so Lackner.

„Wir sollten darauf achten, dass wir das GebĂ€ude nicht sukzessive zum Negativen verĂ€ndern“.

Diese Maßnahme werde aus Brandschutzmaßnahmen notwendig und auf Lackners Hinweis, damit verschandle man die schönste Seite des „Bauernschlösschens“, erklĂ€rte GebĂ€udemanager Götz Speyerer, dies sei die einzig mögliche Stelle gewesen.

Das schönste am GebÀude sei nach dem Abbruch des maroden Balkons jetzt der Erker aus Sandstein, und der sollte auf jeden Fall erhalten werden, sagte Egon Lackner. Ziegler versprach darauf hinzuwirken.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Bauantrag einstimmig zu.

Garage wurde als zu massiv empfunden

In einem weiteren Bauantrag wurde ĂŒber die Errichtung einer Garage sowie den Umbau und die Erweiterung eines bestehenden Wohnhauses entschieden.

Die Umbaumaßnahmen wurden von den Mitgliedern des Technischen Ausschusses als positiv und als Verbesserung des GebĂ€udes betrachtet, der Garagenneubau dagegen wurde kritisch gesehen, da die Garagenwand mit einer LĂ€nge von sechs Metern direkt an der GrundstĂŒckgrenze als zu massiv empfunden wurde.

Der Architekt, der an den Ratstisch gebeten wurde, versprach durch eine Untergliederung der Mauer oder durch einen eventuellen Bewuchs, eine optisch gute Lösung zu finden.

Auch diesem Vorhaben wurde einstimmig zugestimmt.

Ziegler: „Wir haben da ein bisschen Bauchweh“

Der Bauantrag zur NutzungsĂ€nderung und Umbau der ehemaligen AWO-GeschĂ€ftsstelle in der Wormser Straße wurde nach lĂ€ngerer Diskussion vertagt.

In dieses GebĂ€ude soll die Kleinkinderbetreuung des Vereins „Kinder-Laden-Burg“ einziehen.

„Wir haben da ein bisschen Bauchweh“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Ziegler zu den geplanten Umbaumaßnahmen.

Im Obergeschoss soll die BalkontĂŒr vergrĂ¶ĂŸert werden und der vorhandene Balkon soll bis ĂŒber das Nebenhaus erweitert werden.

Ein Teil des Daches des NebengebĂ€udes soll daher rĂŒckgebaut werden und die Außenmauer soll im Bereich der Dachterrasse bis auf GelĂ€nderhöhe erhöht werden.

Im Dachgeschoss sollen zwei Schleppgauben auf der Straßenseite und auf der Hofseite durch DachflĂ€chenfenster beziehungsweise eine Loggia ersetzt werden.

Diese Maßnahmen dienten dem Brandschutz.

Das Vorhaben als solches sei unumstritten, erklÀrte Ziegel, am Umbau des obersten Geschosses und des Daches habe man jedoch Zweifel.

„Es wĂ€re schade, wenn das Haus kaputtsaniert wĂŒrde“, sagte Egon Lackner.

Rechtliche Bedenken hatte Stadtrat Dr. Rudolf Lutz und verwies auf Beschwerden der Nachbarn bezĂŒglich der Terrassenerweiterung.

Damit die Kinderbetreuung plangemĂ€ĂŸ starten kann, will die Stadt, anders als vom Baurechtsamt empfohlen, das Verfahren – NutzungsĂ€nderung und Umbau – teilen. Der BĂŒrgermeister hofft durch GesprĂ€che eine fĂŒr alle Seiten gute Lösung zu finden.

Indische Pflastersteine fĂŒr die Hauptstraße

Im Haushalt 2012 ist vorgesehen das Pflaster im Bereich der Hauptstraße 4 bis zur Brauergasse auszutauschen. Dieser Bereich stelle eine VerkehrsgefĂ€hrdung und das schlimmste StĂŒck Straße der Altstadt dar. Es ist vorgesehen, den gleichen Pflasterbelag wie in dem Bereich der Hauptstraße zwischen Neugasse und Metzgergasse auszufĂŒhren. Es handle sich dabei um gemischtfarbiges Kleinpflaster aus indischem Sandstein, das in Segmentbögen verlegt werden soll.

Aufgrund der langen Lieferzeit wurde bereits mit Zustimmung des Technischen Ausschusses vom 18. Januar 2012 die Natursteinpflasterlieferung beschrĂ€nkt ausgeschrieben. Mit rund 32.000 Euro kam das gĂŒnstigste Angebot von der Firma Seib GmbH aus Karlsruhe.

FrĂŒhestens im Sommer könne das Pflaster verlegt werden und dies solle, so BĂŒrgermeister Ziegler, in Abstimmung mit dem Ladenburger Einzelhandel geschehen.

Es handle sich hierbei um eine „sehr sensible Baustelle“. Der Stadteingang Neckartor muss sehr wahrscheinlich eine Zeit lang ganz gesperrt werden. „Wir werden GesprĂ€che mit dem BDS fĂŒhren, um eine gemeinsame Lösungen zu finden“, sagte der BĂŒrgermeister.

Der Auftragsvergabe wurde einstimmig zugestimmt.

Kein Schilderwald vorm Benzhaus

Als letzter Punkt auf der Tagesordnung wurde die Einrichtung von KurzzeitparkplÀtzen zwischen Benzhaus und Wasserturm beraten.

Diese Parktasche werde vermehrt von Dauerparkern genutzt, erklĂ€rte der BĂŒrgermeister. Diese ParkplĂ€tze seien der Altstadt am nĂ€chsten und sollten daher auch vermehrt den Besuchern der Stadt und den EinkĂ€ufern zur VerfĂŒgung gestellt werden. Deshalb unterbreite die Verwaltung den Vorschlag, diese ParkplĂ€tze als KurzzeitparkplĂ€tze, mit einer Parkdauer von zwei Stunden, auszuweisen.

Man solle auch die drei ParkplĂ€tze vor dem Benzhaus mit einbeziehen, forderte Stadtrat Uwe Wagenfeld (CDU). Die Verwaltung wies daraufhin, dass jeder einzelne Parkplatz mit einem Schild versehen werden mĂŒsse und damit auch vorm Benzhaus „ein Schilderwald“ entstĂŒnde. Das war nicht im Sinne der Ausschussmitglieder.

Dem Vorschlag, die sechs ParkplÀtze zwischen Wasserturm und Benzhaus in KurzzeitparkplÀtze umzuwandeln, wurde einstimmig zugestimmt.

Technischer Ausschuss vergibt Auftrag fĂŒr Rodungs- und Pflanzarbeiten

Kandelbach: Renaturierung beschlossen

Übersicht der Renaturierungsmaßnahmen. Quelle: Stadt Ladenburg

 

Ladenburg, 19. Januar 2012 (red/jt) Die Rodungs- und Pflanzarbeiten entlang des Kandelbachs wurden fĂŒr knapp 56.000 Euro an eine Firma aus Ingolstadt vergeben. Der Endpreis lag 41 Prozent unter dem teuersten Angebot.

„Wildwuchs und bruchgefĂ€hrdete Pappeln“ sollen entlang des Kandelbachs beseitigt werden.

Anschließend werden etwa 100 neue BĂ€ume gepflanzt. Damit erfĂŒlle man den ersten Teil der notwendigen Ausgleichsmaßnahmen fĂŒr den Neubau der Martinsschule.

Bernd Garbaczok (SPD) erkundigte sich direkt, wie lange die Arbeiten andauern werden. Laut dem stellvertretenden Bauamtsleiter Herbert Felbek seien die Rodungsarbeiten bis Ende Februar abgeschlossen, die anschließenden Pflanzarbeiten bis Mitte April.

Die noch zu vergebenden baulichen Maßnahmen erfolgen dann laut BĂŒrgermeister Rainer Ziegler vermutlich im „SpĂ€tjahr“.

Sieben Bewerber

Auf die Ausschreibung der Stadt Ladenburg fĂŒr die anstehenden Rodungs- und Pflanzarbeiten gaben sieben Unternehmen ein Angebot ab.

Mit 55.809,69 Euro lag das Angebot der „Fa. Schrader GmbH Garten- und Landschaftsbau“ aus Ingolstadt mehr als 41 Prozent unter dem mit 94.982,49 Euro teuersten Angebot.

Dieser „eklatante Unterschied“ fĂŒhrte auch zu genauen Nachfragen ĂŒber die ZuverlĂ€ssigkeit der Firma. Petra Erl (SPD):

Herr BĂŒrgermeister, trauen sie der Firma einen solchen Auftrag zu?

Auch Alexander Spangenberg (GLL) fragte noch einmal nach:

Ich bin doch sehr verwundert ĂŒber die hier vorhandene Preisspanne. Das Angebot erscheint mir sehr gĂŒnstig. Ich habe die BefĂŒrchtung, dass die Firma dann wĂ€hrend der Arbeiten illiquide wird.

Die geĂ€usserten Bedenken wurden von BĂŒrgermeister Ziegler souverĂ€n zerstreut. Laut seiner Aussage habe man bereits hĂ€ufiger mit der Firma Schrader gearbeitet und bisher nur positive Erfahrungen gemacht. Weiter:

Wir geben der Firma ja nicht einfach das ganze Geld in die Hand. Es erfolgen Abschlagszahlungen fĂŒr die bereits getĂ€tigten Teilabschnitte.

Somit sei man auf der sicheren Seite. Auch verwies BĂŒrgermeister Ziegler hier erneut an Herbert Felbek. Dieser antwortete auf die Frage ganz nĂŒchtern:

Es handelt sich hier ja um eine große Firma. Die haben mehrere unabhĂ€ngige Trupps stĂ€ndig im Einsatz. Das bekommen die schon hin.

Nullsummenspiel

Stadtrat Uwe Wagenfeld (CDU) fragte nach den entstehenden Kosten fĂŒr die Stadt Ladenburg:

Mir ist nicht ganz klar, wieso die Kosten fĂŒr diese Maßnahmen jetzt bei uns liegen. Schließlich sind die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen ja Kreissache.

Laut BĂŒrgermeister Ziegler handelt es sich hierbei jedoch um ein „Nullsummenspiel“. Die entstehenden Kosten wĂŒrden vollstĂ€ndig durch den Rhein-Neckar-Kreis ersetzt.

Bei der nachfolgenden Abstimmung wurden die Rodungs- und Pflanzarbeiten dann einstimmig an die Firma aus Ingolstadt vergeben.

Stadtrat Wagenfeld bezeichnet Werkstatt des KĂŒnstlers Kissel als „Schrottplatz“


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Die Frage nach den Wiederherstellungskosten fĂŒr die Mauer ist legitim - warum bezeichnet CDU-Stadtrat Wagenfeld die Werkstatt des KĂŒnstlers Kissel aber als "Schrottplatz"?

Guten Tag!

Ladenburg, 14. September 2011. (red) Gezielte Provokation und einfach nur dummes GeschwĂ€tz? Stadtrat Uwe Wagenfeld (CDU) erkundigte sich heute nach der im Dezember eingestĂŒrzten Scheunenmauer und bezeichnete die Werkstatt des KĂŒnstlers als „Schrottplatz“.

Sicher ist es zulĂ€ssig, sich nach dem Stand der Arbeiten in Sachen eingestĂŒrzter Scheunenmauer zu erkundigen. Wieso CDU-Stadtrat Uwe Wagenfeld allerdings die Werkstatt des Kinetik-KĂŒnstlers Hans-Michael Kissel als „Schrottplatz“ bezeichnen musste, wurde nicht klar.

Trotzdem waren Frage und Aussage erhellend: Götz Speyerer konnte fĂŒr die Verwaltung nur sagen, dass man nicht wisse, was ein Wiederaufbau koste und dass man immer noch auf die Unterlagen des beauftragten Architekten warte.

Und Herr Wagenfeld machte klar, dass er wenig bis gar nichts von Kunst versteht – denn was er als „Schrott“ ansieht, ist das Arbeitsmaterial von Hans-Michael Kissel, der deutschland- und weltweit bereits seine kinetischen Installationen verkauft hat.

Neue Gauben in der Rheingaustraße – Technischer Ausschuss genehmigt BauantrĂ€ge


Rechts auf dem Dach werden sich bald drei Schleppdachgauben befinden.

Guten Tag!

Ladenburg, 14. September 2011. (red) Der technische Ausschuss hat heute in Ladenburg verschiedene BauantrÀge beschlossen.

Ein Bauherr möchte sein Anwesen „Im Steg“ mit einem drei Meter breiten Holzbalkon verschönern, von dem eine Treppe in den Garten fĂŒhren soll.

Stadtrat Uwe Wagenfeld (CDU) trug einen Widerspruch von Nachbarn vor, angeblich betrage der Abstand zum Nachbarn nur 1,80 Meter. Die Verwaltung entgegnete, dies sei korrigiert. BĂŒrgermeister Rainer Ziegler meinte, abschließend mĂŒsse das Baurechtsamt genehmigen.

Der Technische Ausschuss gab dem Antrag auf dem FlurstĂŒck 9722 statt und genehmigte eine Überschreitung der ĂŒberbaubaren GrundstĂŒcksflĂ€che bei Einhaltung der AbstandsflĂ€chen nach § 31, Abs. 2 Nr. 2 BauGB. Wenn Vorbauten nicht breiter als fĂŒnf Meter sind, nicht mehr als 1,5 Meter vortreten und den Abstand zu den Nachbarsgrenzen mit mindestens zwei Metern einhalten, ist eine solche Ausnahme nach der Landesbauordnung zulĂ€ssig. FĂŒr das Gebiet gilt der Bebauungsplan „5.1 WeihergĂ€rten 1“.
Stadtrat Wagenfeld stimmte gegen den Antrag, Stadtrat Gerhard Seidel (CDU) enthielt sich.

Der Technische Ausschuss stellte eine Verbesserung eines bereits genehmigten Bauantrags fest und stimmte dem Vorhaben in der Rheingaustraße, FlurstĂŒck 283 zu. Der Bauherr hat die Zahl der genehmigten Gauben von vier Satteldachgauben auf drei Schleppdachdauben verringert (Unterschied, siehe Wikipedia). Das Dachgeschoss wird ausgebaut. Weiter ist der Abriss eines Schuppens und die Anlage einer Terrasse im 1. OG. Die Zustimmung erfolgte, sofern die denkmalrechtlichen Auflagen und die Altstadtsatzung eingehalten werden.
Der Antrag wurde ohne WortbeitrÀge einstimmig beschlossen.

FĂŒr die Aufstockung eines landwirtschaftlichen WohngebĂ€udes in Neubotzheim wurde ebenfalls die Genehmigung erteilt. Hier sollen 80 Quadratmeter Wohnraum entstehen. Die Neigung des Satteldachs soll 35 Grad betragen, zwei vormals getrennt geplante Gauben werden zu einer breiten zusammengefasst.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler hatte keine nicht-öffentlichen BeschlĂŒsse oder Berichte bekannt zu geben.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das Ladenburgblog.de

Kommandant Harald Lange bestĂ€tigt – Ralf Tiemann neuer Stellvertreter


Guten Tag!

Ladenburg, 26. Januar 2011. Die Wahl der Kommandanten der Ladenburger Freiwilligen Feuerwehr war eine „ausgemachte Sache“ – und doch nicht. Harald Lange stellte sich wieder zur Wahl, sein bisheriger Stellvertreter Josef Karlberger bekannterweise nicht- dafĂŒr aber Ralf Tiemann. Die Kandidaten wurden im ersten Wahlgang gewĂ€hlt – mit Gegenstimmen und Enthaltungen.

Von Hardy Prothmann

Harald Lange wird als „Chef“ fĂŒr weitere fĂŒnf Jahre in seiner vierten Amtszeit bestĂ€tigt und der neue Stellvertreter heißt Ralf Tiemann. Josef Karlberger hatte sich als Stellvertreter nach einer Amtsperiode aus „persönlichen GrĂŒnden“ nicht mehr zu Wahl gestellt.

Die Wahl der Kommandanten.

Anwesend waren 58 von 76 stimmberechtigten aktiven Feuerwehrleuten. Auf Herrn Lange entfielen 48 Ja-Stimmen, 8 Nein-Stimmen und je eine Enthaltung und eine ungĂŒltige Stimme. Herr Tiemann wurde mit 37 Ja-Stimmen, 20 Nein-Stimmen und einer Enthaltung gewĂ€hlt. FĂŒr die „geheime“ Wahl waren eine einfache Mehrheit der anwesenden Wahlberechtigten, also 30 Stimmen (29+1) notwendig. Weder Harald Lange noch Ralf Tiemann hatten einen Gegenkandidaten.

Die Kandidaten und deren Wahl war „ausgemacht“. Bereits im Vorfeld war klar, dass Herr Lange und Herr Tiemann gewĂ€hlt werden wĂŒrden. Das ist auch gut so. Denn die Wahl der Kommandanten folgt demokratischen Prinzipien, ist aber keine demokratische Wahl – sonst hĂ€tten die BĂŒrger wĂ€hlen mĂŒssen.

Die Feuerwehrleute bestimmen laut Satzung aus ihrer Mitte ihre „AnfĂŒhrer“. Das macht Sinn, denn die Leitung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute basiert auf klaren ZustĂ€ndigkeiten und AblĂ€ufen, aber noch viel mehr auf Vertrauen in die Kompetenz der verantwortlichen FĂŒhung. Ohne ein solches Vertrauen, auch Kameradschaft genannt, können die EinsĂ€tze der freiwilligen Feuerwehrleute nicht funktionieren.

Von links: BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, Kommandant Harald Lange, Stellvertreter Ralf Tiemann, frĂŒherer Stellvertreter Josef Karlberger. Bild: ladenburgblog.de

Nach „außen“ wird immer dargestellt, dass bei der Feuerwehr alles in Ordnung ist. Auch deswegen sind Wahlen sehr interessante Ereignisse. FĂŒr zehn der 56 „WĂ€hler“ ist nicht alles in Ordnung. Sie haben den alten, neuen Kommandanten nicht gewĂ€hlt. Und 21 „WĂ€hler“ haben den neuen Stellvertreter ebenfalls nicht gewĂ€hlt.

Der Kommandant Harald Lange, ein freundlicher Mensch ist eindeutig bestÀtigt, sein Stellvertreter Ralf Tiemann ist mehrheitlich gewÀhlt worden. Beide kennen sich lange und sind Freunde. Beide sind seit 1976 Mitglieder der Ladenburger Feuerwehr.

Der neue Stellvertreter: Ralf Tiemann.

Ralf Tiemann (47) ist ZugfĂŒhrer, hat drei Kinder im Alter von 9-12 Jahren, zwei Jungs und ein MĂ€dchen. Der Machinenbaumeister arbeitet bei G+H in Ladenburg und ist ein Sohn der Stadt.

Im GesprĂ€ch vor der Abstimmung sagt er: „Eigentlich Ă€ndert sich nicht viel – die Veranwortung ist grĂ¶ĂŸer.“ Er setzt sich nach wie vor fĂŒr die Grundausbildung der Feuerwehrleute ein, eine wichtige Aufgabe. Und er wird einen Kurs machen mĂŒssen, der ihn „zur Leitung einer Feuerwehr“ befĂ€higt. Das ist Vorschrift.

Ralf Tiemann ist eher ein ruhiger, nachdenklicher Charakter, wĂ€hrend sein Freund Harald Lange ein jovialer HĂŒne ist, der allein durch seine „Körperlichkeit“ dominiert. Der frĂŒhere Stellvertreter Josef Karlberger ist einer, der „die Ruhe weg hat“ und sicherlich seinem neuen und alten Kommandanten die Treue hĂ€lt, wie er den neuen Stellvertreter unterstĂŒtzen wird.

Die Kameradschaft, Ruhe, Nachdenklichkeit, Dominanz – all das gehört zu den Eigenschaften, die das neue FĂŒhrungsduo auszeichnen wird. Und das ist gut so.

Nicht gut wĂ€re es, die „Ablehnung“ der Kameraden, die die beiden nicht gewĂ€hlt haben, nicht ernst zu nehmen. Diese Stimmen zeigen, dass eben nicht alles „eitel Sonnenschein“ ist.

Und das muss nicht einmal „persönlich“ gemeint sein – negative Erfahrungen werden aber den FĂŒhrungspersonen zugewiesen, wem sonst?

Alles positiv?

Ganz sicher ist die Mitgliedschaft in der Feuerwehr, das Bewusstsein, anderen zu helfen und sich fĂŒr die Gesellschaft einzubringen, eine sehr positive Erfahrung. Und die Mitglieder der Feuerwehr können zu recht stolz auf ihre Leistung sein. Ihr Ehrenamt bedeutet eine hohe körperliche, zeitliche, persönliche und auch familiĂ€re Belastung.

FeuereinsÀtze sind selten. Quelle: Feuerwehr Ladenburg.

Doch was ist „negativ“? Was stimmt nicht? Ganz sicher stimmt hier und da die Ausstattung nicht – das mĂŒssen die Feuerwehrn ĂŒberall im Land hinnehmen. Wenn es an Geld fehlt, gibt es keine neuen „GerĂ€te“. Die Feuerwehr Ladenburg hat ein modernes, funktionales Feuerwehrhaus. Aber nicht alles, was darin ist, ist auf demselben Stand.

Mit 76 aktiven Mitgliedern ist die Ladenburger Feuerwehr im Vergleich zu manch anderen gut besetzt. Die Jugendfeuerwehr ist mit 36 Kindern und Jugendlichen im Vergleich sogar sehr gut besetzt. Doch die Belastung der aktiven Mitglieder ist und bleibt trotzdem hoch.

Wer zur Feuerwehr geht, den lockt sicher auch das Abenteuer. Fast alle „Homepages“ zeigen „BrandeinsĂ€tze“ mit Bildern von lodernden Flammen, da ist „Action“ geboten. Die RealtitĂ€t sieht anders aus. FeuereinsĂ€tze machen den geringsten Teil aus, die Rettung von Menschen ist auch nicht mehr Hauptaufgabe. Es werden Keller ausgepumpt, Sicherungen vorgenommen, Ölspuren beseitigt. Alles wichtige EinsĂ€tze, aber nicht sehr „spektakulĂ€r“. Vor allem Unwetter und andere Umwelt-„EinsĂ€tze“ wie Hochwasser sind heutzutage bestimmend.

Volles Haus: Zur "2." Jahreshauptversammlung. Die "1." am 11. Januar stand im Zeichen eines Einsatzes. Deswegen wurde die Wahl der Kommandanten ausgesetzt und zwei Wochen spÀter auf die Tagesordnung genommen. Bild: ladenburgblog.de

Die FĂŒhrung der Feuerwehr muss die freiwilligen Mitglieder trotzdem immer wieder motivieren, alles zu geben. Wenn der „Piepser“ losgeht, werfen die Feuerwehrleute alles hin, kommen zum Feuerwehrhaus und sind bereit fĂŒr den Einsatz.

Kommandant Harald Lange informierte auf der Hauptversammlung, dass kĂŒnftig ĂŒber „KleineinsĂ€tze“ per Signal unterrichtet werde. Das heißt fĂŒr die Feuerwehrleute, dass sie nicht „Hals ĂŒber Kopf“ aufbrechen mĂŒssen, weil es um Sekunden geht, sondern zĂŒgig zum Einsatz kommen sollen, aber „ohne heiße Reifen“: „Bei nicht kritischen EinsĂ€tzen spielen fĂŒnf Minuten keine große Rolle.“

Innere Kameradschaft und Transparenz.

Der Inhalt einer solchen Information ist klar: „Ihr werdet gebraucht, aber ihr könnt entspannter mit EinsĂ€tzen umgehen.“ Diese Botschaft dient sicher auch der „inneren Kameradschaft“.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, der die Wahl leitete, unterstĂŒtzt durch seine Stellvertreterin Gudrun Ruster, den Stadtrat Uwe Wagenfeld und den Vertreter der „Alters- und Ehrenmannschaft, Stefan Himmler, lobte das alte Kommando, insbesondere Josef Karlberger: „Du warst ein hervorragender Stellvertreter und verkörperst fĂŒr mich den Charakter eines vorbildlichen Feuerwehrmanns. Ich bedaure, dass Du aufhörst.“

Zu Ralf Tiemann sagte er: „Mit Ihnen hat die Feuerwehr ebenfalls eine sehr gute Wahl getroffen“, und beglĂŒckwĂŒnschte den neuen Stellvertreter zur Wahl.

FĂŒr Ralf Tiemann wird es nicht sein wie frĂŒher. Der ZugfĂŒhrer ist nun stellvertretender Kommandant und hat neue, wichtige Aufgaben. Dazu gehört die Motivation der „Kameraden“, immer alles zu geben und Entscheidungen zu treffen.

Ganz sicher wird es in Zukunft neben all der fachlichen Ausbildung, die Herr Tiemann leistet, auch darum gehen, fĂŒr die Feuerwehr aktiv zu werben und sich auch selbstkritisch in der Öffentlichkeit zu positionieren.

Ralf Tiemann ist zum neuen stellvertretenden Kommandanten gewÀhlt worden. Bild: ladenburgblog.de

Herr Tiemann wird die Aufgabe haben, die, die ihn nicht gewĂ€hlt haben, davon zu ĂŒberzeugen, dass er eine gute Wahl als stellvertretender Kommandant ist.

Herr Lange wird zeigen mĂŒssen, dass er auch eine vierte Amtszeit mit Elan und Vorbild meistert und wenn er auch noch eine fĂŒnfte bestreiten will, dass er fĂŒr die „Zukunft der Feuerwehr“ steht oder einen geeigneten „Nachwuchs“ aufbaut.

Dass es keine „Gegenkandidaten“ gab, heißt, dass man den beiden schon viel zutraut, aber vielleicht auch, dass es sehr schwierig ist, jemanden zu finden, der bereit ist, diese Aufgaben zu ĂŒbernehmen.

Sowohl Harald Lange als auch Ralf Tiemann beweisen seit 1976, dass sie Feuerwehrleute mit Herzblut sind, sonst wĂ€ren sie nicht so lange dabei und wĂŒrden sich nicht so herausragend engagieren.

Trotzdem bleibt das Problem der Motivation und dem kritischen Umgang mit den „ZustĂ€nden“ bei der Feuerwehr.

Das ist keine Kritik an der Ladenburger Feuerwehr – es ist eine „kritische“ Beobachtung, die alle Feuerwehren in der Umgebung und darĂŒber hinaus angeht. Die Anforderungen rechtlicher und organisatorischer Art sind immens gewachsen. Die Verantworung ebenso. Und die Belastung umso mehr.

Zukunft der Feuerwehr(en).

Die Zukunft der freiwilligen Feuerwehren wird davon abhĂ€ngen, eine ordentliche Kultur der – auch öffentlichen – Kritik aufzubauen, diese zu managen und transparent offen zu legen.

Das Engagement der Feuerwehrmitglieder ist enorm. Es ist bewundernswert und verdient den Respekt aller BĂŒrgerinnen und BĂŒrger. Aber nicht, weil behauptet wird, dass alles „gut“ sei, sondern weil nachvollziehbar daran gearbeit wird, die Feuerwehren zukunftssicher zu machen. Die Ladenburger Feuerwehr ist auf einem guten Weg – der aber gegangen werden muss.

Dazu gehören auch „Streicheleinheiten“. Kommandant Harald Lange lobte zum Ende der Veranstaltung einen „zivilen“ Einsatz: „Was ihr beim Feuerwehrball geleistet habt, war außerordentlich. Am nĂ€chsten Morgen war der Einsatz gegen 10:00 Uhr beendet, dafĂŒr danke ich euch.“

Kommende Woche muss die Wahl der Kommandanten am 02. Februar 2011 durch den Gemeinderat bestÀtigt werden.