Dienstag, 21. November 2017

Gemeinderat entscheidet f├╝r Bebauungsplan

Weitere Altstadtsanierung auf den Weg gebracht

Ladenburg, 29. September 2014. (red/ld) Bebauungsplan oder Erhaltungssatzung? Am Mittwochabend versuchte der Gemeinderat, den Spagat zu schaffen zwischen der Konservierung des Altstadtviertels an der Rheingaustra├če und einer Weiterentwicklung. Der Streit entbrannte um die Frage, welches daf├╝r das wirksamere Mittel sei und welche st├Ądtebaulichen Ziele die Stadt dort verfolgt. [Weiterlesen…]

B├╝rgermeister Ziegler zeigt sich konsterniert und verschiebt TOP auf September

„Das ist ein ziemlicher Klotz“ – Martinsh├Âfe in der Kritik

Ladenburg, 18. Juli 2014. (red/pro) Zwei Sitzungsunterbrechungen, gegenseitige Vorw├╝rfe, ein verschobener Tagesordnungspunkt – das gibt es selten im Ladenburger Gemeinderat. Doch am Mittwoch sorgte TOP 5 „Bebauungsplan der Innenentwicklung Martinsh├Âfe“ f├╝r ├ärger. B├╝rgermeister Rainer Ziegler war „not amused“ und nahm den Punkt lieber von der Tagesordnung, statt bei einer Abstimmung eine Ablehnung in Kauf zu nehmen. [Weiterlesen…]

Aufstellungsbeschluss und Planung erst nach Ergebnis der Sanierungskommission

Bebauungsplan Innenentwicklung vertagt

Ladenburg, 08. Mai 2014. (red/ld) Mit dem Quartier zwischen Rheingaustra├če, Wormser Stra├če und F├Ąrbergasse wird sich erst der neue Gemeinderat besch├Ąftigen. Das beschlossen die Stadtr├Ąte bei sechs Gegenstimmen am Mittwoch mehrheitlich auf Antrag der SPD-Fraktion. Die Stadtverwaltung hatte dagegen ein Bebauungsplanverfahren einleiten und ein Planungsb├╝ro beauftragen wollen. [Weiterlesen…]

Gemeinderat spricht sich mehrheitlich f├╝r S├╝danbau aus

Standort f├╝r Lobdengauhallenanbau diskutiert

Ladenburg, 08. Mai 2014. (red/ld) Der Anbau einer Einfeldsporthalle an die Lobdengauhalle geht voran. Am Mittwoch diskutierte der Gemeinderat ├╝ber den Standort des Anbaus. Die Mehrheit sprach sich f├╝r eine Variante an der S├╝dseite aus. Uwe Wagenfeld (CDU) stimmte dagegen. Er bevorzugt den Anbau an der Nordseite. Zwei Stadtr├Ąte enthielten sich. [Weiterlesen…]

Technischer Ausschuss stimmt dem Entwurf "Wohnen am Villengarten" zu

Sorgen wandeln sich in Zustimmung

Ladenburg, 09. Dezember 2013. (red/ms) Das „Wohnen am Villengarten“ ist ein gro├čes Projekt: Hier soll altengerechtes Wohnen in Verbindung mit einer Kinderkrippe entstehen. Dabei geht es auch um das Prestige der Stadt – denn Gegenstand der Bauarbeiten ist auch „eines der sch├Ânsten Jugendstilh├Ąuser Ladenburgs“. Am vergangenen Mittwoch wurde der Entwurf im Technischen Ausschuss zur Abstimmung gestellt. Lange ist unkar, ob dem vorliegenden Vorhaben so zugestimmt werden kann – bis die Planer selbst in die Diskussion miteinbezogen werden und den Stadtr├Ąten ihre Bedenken nehmen. [Weiterlesen…]

Neue Umst├Ąnde treffen auf alte Festsetzungen

Kann der Technische Ausschuss sich ├╝ber altes Recht hinwegsetzen?

Ladenburg, 06. Dezember 2013. (red/ms) Der Technische Ausschuss will gro├čz├╝gig sein – und begibt sich damit auf rechtlich d├╝nnes Terrain: Es geht um einen Bauherrn, dessen Vorhaben durch die Regularien eines fast 35 Jahre alten Bebauungsplan eigentlich nicht zul├Ąssig sein d├╝rfte. F├╝r die Regelungen hat heute kaum noch jemand Verst├Ąndnis – daher erlies der Technische Ausschuss am Mittwoch eine umstrittene Befreiung. [Weiterlesen…]

Die Bestattungsdienstleistungen werden weiterhin von der Firma Rolf Gregor erbracht

„Friedhof bleibt in bew├Ąhrter Hand“

Ladenburg, 21. November 2013. (red/sap) Der Vertrag ├╝ber die Vergabe der Bestattungs-Dienstleistungen mit dem Bestattungsunternehmen Eolf Gregor aus Ladenburg endet am 31. Dezember 2013. Die neu zu vergebenden Arbeiten wurden im beschr├Ąnkten Verfahren ausgeschrieben. Das j├Ąhrliche Auftragsvolumen betr├Ągt in etwa 40.000 bis 45.000 Euro. Es lagen zwei Angebote vor und die Ladenburger Firma Rolf Gregor hatte danach in allen Leistungspositionen das g├╝nstigste Angebot abgegeben.
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Kommentar zum Streit ├╝ber Musikfestival

Wie w├Ąre es mit einem Stadtmarketing?

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Wo bleibt endlich ein vern├╝nftige Stadtmarketing f├╝r Ladenburg?, fragt sich Chefredakteur Hardy Prothmann. Foto: sap

Ladenburg, 07. Juni 2013. (red/pro) Der Streit um das Musikfestival ist richtig, denn es sind viele Fragen offen. Und bietet Gelegenheit, das eigentliche Thema endlich zu fokussieren: Hat die Stadt ein Stadtmarketing und wenn ja, gibt es auch ein ├╝berzeugendes Konzept? Und wie sieht die Kosten-Nutzen-Rechnung aus?

Kommentar: Hardy Prothmann

Der B├╝rgermeister Rainer Ziegler ist also bereit, das Musikfestival aus Stadtmarketingsgr├╝nden „ein St├╝ck weit mitzufinanzieren“. Diese Aussage ist erstaunlich, weil nicht der B├╝rgermeister Herr des Haushalts ist, sondern der Gemeinderat.┬áUnd der ist offensichtlich nicht umf├Ąnglich ├╝ber Kosten und Nutzen der Veranstaltung informiert. Zumindest muss man von au├čen diesen Eindruck haben. Und selbst, wenn die Einzelausgabe in den Entscheidungsbereich des B├╝rgermeisters fallen sollte – gilt das auch f├╝r die Summe aller Ausgaben in diesem Bereich? [Weiterlesen…]

Deutliche Kritik am Musikfestival

Scheingefecht um Schlachtfeld?

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Schlachtfeld oder hinnehmbarer Schaden aus Stadtmarketing-Gr├╝nden?

 

Ladenburg, 07. Juni 2013. (red/pro) Es h├Ątte eine kurze, wenig spannende Sitzung des Technischen Ausschusses am Mittwoch werden k├Ânnen – den drei Tagesordnungspunkten wurden z├╝gig abgestimmt. Dann kam der Punkt „Verschiedenes“ und f├╝r Ladenburger Verh├Ąltnisse ging es r├╝de zu. Der ramponierte Zustand der Festwiese nach den Konzerten mit Xavier Naidoo und Sean Paul sorgte f├╝r ├ärger. [Weiterlesen…]

Gemeinderat bewilligt Haushalt

Kritische Stimmen zum Ausbau der Sporthalle

Ladenburg, 26. M├Ąrz 2013. (red/sap) Bei drei Gegenstimmen wurde der Ladenburger Haushalt in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch beschlossen. B├╝rgermeister Rainer Ziegler bezeichnete den Haushaltsplan 2013 in seiner Etatrede als „wenig aufregend“. Die mittelfristige Finanzplanung mit den Projekten┬á CBG-Sanierung, Ausbau des Bahnhofs und Erweiterung der Lobdengauhalle stand im Mittelpunkt der Haushaltsreden der Fraktionsvorsitzenden.

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Gemeinderat genehmigt die Sanierung der "Kiste"/Pflasterm├╝hle

Gute Jugend- und Kulturarbeit oder doch nur ein Luftschloss?

Die alte Pflasterm├╝hle – die Sanierungsarbeiten k├Ânnen jetzt beginnen. Foto: Ladenburgblog.

Ladenburg, 28. September 2012. (red/sap) Der Gemeinderat genehmigte die ├╝berplanm├Ą├čigen Ausgaben f├╝r die Sanierung von Jugendzentrum und Pflasterm├╝hle in H├Âhe von 150.000 Euro. Nicht alle Stadtr├Ąte waren von der Investition ├╝berzeugt.

Schon im Juni diskutierte der Technische Ausschuss die Zukunft des Jugendzentrums/Pflasterm├╝hle. Jetzt legte Architekt J├╝rgen Borkowski konkretere Pl├Ąne und Zahlen dem Gemeinderat vor. Unterst├╝tzt wurde er von Johannes Weis vom „Kiste“-Tr├Ągerverein und von B├╝rgermeister Ziegler.

„Wir haben nur eine enge Zeitachse“, erkl├Ąrte der B├╝rgermeister und verwies damit auf die m├Âglichen F├Ârdermittel.

Das Ensemble „Kiste“/Pflasterm├╝hle sei in einem schlechten, energetisch geradezu in einem miserablen Zustand, sagte Ziegeler. Nur wenige R├Ąume k├Ânnten genutzt werden.

Die „Kiste“/Pflasterm├╝hle st├╝nden zum einen f├╝r gute Jugend- und Kulturarbeit und symbolisiertem zudem ein industriegeschichtliches Erbe.

Die Gesamtkosten der Sanierung betitelte Borkowski auf 390.000 Euro, in diesem Jahr sollten noch 340.000 Euro investiert werden, um die F├Ârdermittel von 170.000 Euro abgreifen zu k├Ânnen.

F├╝r erste Sanierungsarbeiten wurden bereits 31.000 Euro ausgegeben, so Ziegler. Die restliche 50.000 Euro werden auf 2013 geschoben.

„Sie haben Angst, dass wir die F├Ârdermittel nicht bekommen und Sie wollen ein durchdachtes Konzept“, wandte sich der B├╝rgermeister an den Gemeinderat. Hier soll, so Ziegler, nicht nur ein Jugendzentrum aufgewertet, sondern auch R├Ąume f├╝r andere Gruppen und Kultur geschaffen werden. Und betonte:

Dies liegt mir am Herzen.

Man wolle ein soziokulturelles Zentrum ausbauen und das Konzept entwickle sich an den Rahmenbedingungen, erkl├Ąrte Johannes Weis.

Das bauliche Konzept sieht flexible R├Ąume, St├Ąnderw├Ąnde und offene T├╝ren vor, so Architekt Borkowski. Hier solle kein edler Status geschaffen werden, sondern eine einfache Boden- und Wandstruktur, die Leitungen werden „auf Putz“ verlegt. 70 Prozent der Investition diene allein der statischen Grundsicherung.

Der historische Bachkanal┬á im Keller sei gesichert, das M├╝hlrad von 1870 ist ausgebaut. Dies werde man sp├Ąter wieder einsetzten und ├╝ber Fenster und L├Âcher werden man sp├Ąter selbst von Au├čen den Bach sehen k├Ânnen, sagte Borkowski.

Ein Ladenburger habe ihm geschrieben, dass er t├Ąglich nur f├╝nf bis sechs Jugendliche in der Kiste sehe, berichtete Stadtrat Uwe Wagenknecht. Das sei dann viel Geld f├╝r Wenige.

Dem widersprach Jugendsozialarbeiter Achim Kolb:

Es sind bis zu 70 Jugendliche, die unseren offenen Treff aufsuchen, wenn auch nicht t├Ąglich.

Die „Kiste“ und die Pflasterm├╝hle bezeichnete Sascha Barembruch als Heimst├Ątte des Jugendgemeinderates und f├╝r die Jugendarbeit und als alternativen Veranstaltungsort f├╝r Theater- und Musikgruppen.

„Die Jugend bestm├Âglichst zu f├Ârdern, schreiben wir uns bei Wahlen auf die Fahnen“. Dennoch sah auch er die Investition kritisch:

Man bekommt den Eindruck, die Stadt investiert ins Blaue.

Die „Kiste“ und die Pflasterm├╝hle verglich er mit einem Mosaik in ihrer Vielf├Ąltigkeit. Kleine Steine werden gesetzt, um ein Kunstwerk enstehen zu lassen.

Auch die Freien W├Ąhler sahen die Notwendigkeit, mehr Raum f├╝r die Jugend zu schaffen, erkl├Ąrte Stadtr├Ątin Gudrun Ruster.

„Wir stehen zu unserem Jugendzentrum“, sagte Ingrid Dreier (GLL). Doch 390.000 Euro sind viel Geld. Deshalb wusste die GLL zun├Ąchst nicht, ob sie zustimme:

Wir mussten gute Gr├╝nde h├Âren und die haben wir jetzt auch geh├Ârt.

Zudem unterstrich Stadtr├Ątin Dreier die Generationen ├╝bergreifenden M├Âglichkeiten.

„Wir haben Schmerzen mit dieser Vorlage“, sagte Wolfgang Luppe (FDP). Projekte sollten mit angespartem Geld und nicht mit Schulden realisiert werden. Wir f├╝hlen uns gezwungen, die F├Ârdermittel in Anspruch zu nehmen, dieser Automatismus st├Âre seine Fraktion:

Wir vertrauen Ihnen diesmal.

„Wenn man R├Ąumlichkeiten hat, hat man auch Ideen, denn neue R├Ąume schaffen neue M├Âglichkeiten“, meinte Wolfgang Zahner (SPD).

Anders sah es seine Fraktionskollegin Ilse Schummer:

F├╝r das Luftschloss der soziokulturellen Ideen kann ich mich nicht erw├Ąrmen.

Sie misstraue dem soziokulturellen Bereich, man schaffe Bedarf, der gar nicht da sei, sagte die Stadtr├Ątin.

Bei vier Enthaltungen (Ilse Schummer, Bernd Garbaczok , Karl Meng und G├╝nter Bl├Ą├č) stimmte der Gemeinderat schlie├člich den ├╝berplanm├Ą├čige Ausgaben in H├Âhe von 150.000 Euro f├╝r die Umbau- und Sicherungsma├čnahmen zu.

Technischer Auschuss am 12. September 2012

Bauma├čnahme in der Neuen Anlage wird mit Auflagen verabschiedet

Ladenburg, 17. September 2012. (red/sap) Der Boden der Friedhofskapelle wird erneuert, Diskussion um eine Bauma├čnahme in der Neuen Anlage, Antrag auf Bau einer Oldtimergarage wird vertagt und die Rotbuche an der Bleiche bleibt erhalten.

Von Sabine Prothmann

B├╝rgermeister Rainer Ziegler informierte die ├ľffentlichkeit, dass in der nicht├Âffentlichen Sitzung des Technischen Ausschusses die Sanierung der Friedhofskapelle beschlossen wurde. Der Boden der Friedhofskapelle muss erneuert werden, da die Platten gerissen seien. Die Renovierungsarbeiten sollen auf keinen Fall den Beerdigungsbetrieb st├Âren. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 12.400 Euro, davon werden die Bauarbeiten 6.500 Euro und das Material 5.900 Euro kosten. Im Haushalt 2012 sind 9.500 Euro bereit gestellt.

Bauvorhaben in der Neuen Anlage wurde mit einigen Auflagen verabschiedet

Diskussionsbedarf gab es bei dem Antrag auf Umbau und Modernisierung mit Teilabriss und Wiederaufbau eines Wohn- und Gesch├Ąftshauses in der Neuen Anlage. Im Erdgeschoss des eingeschossigen Anbaus befand sich lange Jahre das Blumengesch├Ąft Lippl. Ein Teilbereich soll k├╝nftig als Personal-Trainingsstudio genutzt werden.

Der Verbindungsbau zwischen dem Schuppen und dem Hauptgeb├Ąude soll abgebrochen werden. Der eingeschossige, mit einem Flachdach bedeckte Anbau, soll dem restlichen Hauptgeb├Ąude angeglichen werden. Dabei wird der Bestand abgebrochen und das Haus insgesamt verl├Ąngert. Auf der Nordseite des Daches sollen vier Schleppdachgauben angebaut und die bestehende Satteldachgaube soll entfernt werden. Auf der S├╝dseite des Daches ist ein 4,75 Meter breiter Dacheinschnitt f├╝r eine Dachterrasse geplant, zudem sollen vier Dachfl├Ąchenfenster f├╝r ausreichend Belichtung sorgen.

Das Geb├Ąude ist das einzige Haus in der Neuen Anlage, bei dem die Altstadtsatzung greift. Deswegen dr├╝ckte Stadtbildpfleger Egon Lackner auch beide Augen zu, wie zum Beispiel bei dem Einbau der vier Dachfl├Ąchenfenster.

Dennoch m├Âchte er die Altstadtsatzung nicht „aufgeweicht“ sehen und zeigte sich mit einigen Details nicht einverstanden. So m├╝sse die Eingangst├╝r mindestens 15 Zentimeter ins Geb├Ąude einr├╝cken und eine Schwelle bekommen. Die Klappl├Ąden und die Lisenen (Mauerblenden) sollten erhalten bleiben und die Farbiggebung sollte mit Stadt abgesprochen werden. Alt- und Anbau sollten durch die Gestaltung optisch getrennt werden. Auch die Anordnung und Gr├Â├če der Fenster im Anbau sollten ├╝berdacht und mit der Verwaltung abgestimmt werden.

B├╝rgermeister Ziegler nahm die Anregungen von Egon Lackner als Bedingung in den Beschlussvorschlag auf und der Technische Ausschuss stimmte dem einstimmig zu.

Antrag vertagt

Im Gewerbegiebt „Hohe Stra├če“ soll eine Abstellhalle f├╝r Oldtimerfahrzeuge gebaut werden. Vorgesehen sind f├╝nf Zufahrten. Ein Teil der Mitglieder des Technischen Ausschusses konnte sich mit dem Vorhaben nicht anfreunden. „Wir schaffen hier einen Pr├Ąsidenzfall mit mehr Zufahrten f├╝r Edelgaragen“, meinte Gemeinder├Ątin Ingrid Dreier (GLL). Uwe Wagenfeld (CDU) sah durch die Zufahrten die Parksituation beeintr├Ąchtigt. „Wir reden hier ├╝ber ein Gewerbegebiet und nicht ├╝ber ein Naherholungsgebiet“, entgegnete Dr. Peter Hilger (FW).

Dem Antrag von Gemeinderat Uwe Wagenfeld, den Tagesordnungspunkt zu vertagen und der Verwaltung den Arbeitsauftrag zu geben, weitere Informationen einzuholen, wurde mit sechs Stimmen, vier Gegenstimmen und einer Enthaltung, zugestimmt.

Sechs weiteren Bauvorhaben wurde mehrheitlich zugestimmt.

Rotbuche bleibt erhalten

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ berichtete der stellvertretende Stadtbaumeister Gregor V├Âlker, dass eine Rotbuche an der Bleiche aufgrund von Pilzbefall gef├Ąllt werden sollte. Eine Schallimpulstomografie zeigte jedoch, dass der Baum noch ausreichend ├╝ber die Wurzeln versorgt wird, so dass man versuchen wird, ihn durch R├╝ckschnitt zu erhalten. Die Untersuchung kostete 500 Euro.

In j├╝ngster Vergangenheit sei es vermehrt zu Fahrrad-Unf├Ąllen durch hervorragende Gleise in der Industriestra├če gekommen, berichtete der B├╝germeister. Als Sofortma├čnahme werde man Asphalt aufsch├╝tten.

Weiter berichtete die Verwaltung ├╝ber energetische Sanierungsma├čnahmen an der Sporthalle der Astrid-Lingren-Schule. Das Flachdach soll durch ein Pultdach ersetzt werden.

Sitzung am 11. Juli 2012

Technischer Ausschuss lehnt Oberlicht auf Bungalow ab

Ladenburg, 15. Juli 2012. (red/sap) Diskussion um die Erweiterung der Wohnfl├Ąche bei einem Bungalow in der Domitianstra├če durch ein Oberlicht im Bereich des Atriums. Bauantrag wird vom Technischen Ausschuss abgelehnt.

Von Sabine Prothmann

Die Antragsteller planen das Atrium ihres eingeschossigen, unterkellerten Wohnhauses mit einem Oberlicht zu ├╝berdachen, um die Wohnfl├Ąche zu erweitern. Das Oberlicht soll eine Grundfl├Ąche von rund 16 Quadratmetern besitzen und etwa 1,30 Meter hoch sein.

Mit der Erweiterung werde die zul├Ąssige Grundfl├Ąchenzahl um 33,50 Kubikmeter, also um knapp 29 Prozent ├╝berschritten, berichte B├╝rgermeister Ziegler. Die Verwaltung halte das Bauvorhaben st├Ądterechtlich f├╝r vertr├Ąglich, da es sich lediglich um einen Verschluss des Daches handle.

Rainer Ziegler berichtete, dass es Beschwerden aus der Nachbarschaft g├Ąbe, doch den Nachbarn gehe es nicht um die ├ťberschreitung der Grundfl├Ąche, sondern um die Erh├Âhung. Diese sollte nach Ansicht der Nachbarschaft tiefer liegen.

Hier gehe es um die optische Wirkung, best├Ątigte auch Gemeinderat Uwe Wagefeld (CDU). In dem Baugebiet sei auf den Flachd├Ąchern nur eine Lichtkuppel zu l├Ąssig. „Warum baut man keine Lichtkuppel, damit das Geb├Ąude nicht so hoch wird?“, wollte auch Dr. Rudolf Lutz (FDP) wissen. Er habe zwar Verst├Ąndnis f├╝r die Anrainer, aber er sehe aus rechtlicher Sicht keine Ablehnungsgr├╝nde, sagte der B├╝rgermeister.

„Wenn ich die Wohnfl├Ąche erweitern will, brauche ich nicht 1,30 Meter aufsetzen“, meinte auch Steffen Salinger (SPD). Dieses Oberlicht k├Ânne man von der Stra├če aus ├╝ber alle D├Ącher hinweg sehen, den 1,30 Meter seien ein halbes Geschoss.

B├╝rgermeister Ziegler gab zu bedenken, der Eigent├╝mer habe das Haus erworben im Glauben, dass er aufstocken k├Ânne, dies habe aber das Regierungspr├Ąsidium abgelehnt. Verst├Ąndnis f├╝r das Bauvorhaben zeigte Christian V├Âgele (CDU): „Ich kann dem Ganzen nur zustimmen.“

Doch bei der Abstimmung konnten sich nur drei der Ausschussmitglieder f├╝r das Vorhaben erw├Ąrmen, sechs stimmten dagegen und einer enthielt sich. Nun muss das Baurrechtsamt den Antrag pr├╝fen.

Familienheim darf Scheunen und Haus abbrechen und Mehrfamilienhaus errichten

Moderner Neubau statt historischem Bauernhof

Ab Juni wird das historische Gem├Ąuer in der Feuerleitergasse abgerissen.

Ladenburg, 19. April 2012. (red) Ein Wohnhaus und zwei Scheunen werden in der Feuerleitergasse voraussichtlich ab Juni abgerissen. Die Familienheim Rhein-Neckar will an dieser Stelle bis 2013 ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohneinheiten errichten. Der Technische Ausschuss hat beide Antr├Ąge gestern best├Ątigt. Stadtrat Wagenfeld kritisiert Sitzungsvorlagen.

Von Hardy Prothmann

Ist es ein Spiel oder Ernst? Der CDU-Stadtrat Uwe Wagenfeld hat gestern wieder viele Fragen zum Bauvorhaben gestellt und dabei bem├Ąngelt, dass den Gemeinder├Ąten nur unvollst├Ąndige Unterlagen vorl├Ągen. Die weit ├╝ber ein Dutzend G├Ąste konnten nicht entscheiden, ob sich Herr Wagenfeld nur profilieren wollte oder ob die Kritik gerechtfertigt ist. Zumindest wurden seine Fragen beantwortet.

1992 hat die Stadt Ladenburg die Immobilie an die Familienheim Rhein-Neckar verkauft, die nicht denkmalgesch├╝tzt ist. Vor zwei, drei Jahren habe die Stadt einen R├╝ckkauf angefragt, was aber aus finanziellen Gr├╝nden nicht erfolgt ist, best├Ątigte uns B├╝rgermeister Rainer Ziegler (seit 2001 im Amt) auf Anfrage.

Mehrfamilienhaus bis 2013

Die Familienheim Rhein-Neckar wird nun das Grundst├╝ck verwerten und mit einem Neun-Familienhaus neu bebauen. Daf├╝r werden ein Wohnaus und zwei Scheunen abgerissen. Der planende Architekt, der Ladenburger Holger Ueberrein, erl├Ąuterte in der Sitzung das geplante Projekt.

Auf der R├╝ckseite der Kirchen werden ein Wohngeb├Ąude entstehen sowie ein R├╝ckgeb├Ąude mit Garagen, Stellpl├Ątzen und Abstellr├Ąumen. Au├čerdem ist ein 30 Quadratmeter gro├čer Spielplatz f├╝r Kinder geplant. Ingrid Dreier (GLL) regte an, diesen auf dem Gel├Ąnde anders als bislang geplant unter eine dort befindliche Eiche zu verschieben, dann br├Ąuchte man keine Beschattungsma├čnahmen. Architekt Ueberrein sagte eine Pr├╝fung zu.

Das Wohnhaus wird aus zwei Vollgeschossen bestehen sowie zwei ausgebauten Dachgeschossen. Im Satteldach werden sich sieben Schleppgauben und zwei Zwerchhausgauben zur Feuerleitergasse hin befinden. Auf der R├╝ckseite sind f├╝nf Schleppgauben und ein Dachfenster geplant, das aber nur eine Ausstiegsfunktion habe.

Auch das zweigeschossige Nebengeb├Ąude erh├Ąlt ein Satteldach, ├╝ber den Garagen im Erdgeschoss wird es durch einen Laubengang erschlossene Abstellr├Ąume geben.

Ausnahmen genehmigt

Laut Baugenehmigung m├╝ssen 15 Stellpl├Ątze nachgewiesen werden – es sind aber nur 14. Einer muss deshalb entweder abgel├Âst oder an anderer Stelle nachgewiesen werden.

Zwei der historischen Keller werden erhalten, ein dritter aufgesch├╝ttet. Eine weitere Unterkellerung ist nicht geplant. Der Technische Ausschuss stimmte weiter der Befreiung der Vorgaben der Gestaltungssatzung f├╝r die historische Altstadt zu und genehmigte eine ├ťberschreitung der Gesamtbreite der Dachaufbauten von 35 Prozent.

Kritik kam vom Ausschlussmitglied Carolin Schuhmann, die sich im Namen des Heimatbundes gegen das Projekt aussprach:

Der Heimatbund bedauert sehr, dass eines der letzten b├Ąuerlichen Anwesen in der Altstadt abgerissen wird.

Die Familienheim Rhein-Neckar wird hier ein Mehrfamilienhaus mit Nebengeb├Ąude errichten.

Das aktuelle Baugeschehen erinnere sie an die „Nachkriegszeit“.: „Hier wurden leider alle Chancen verpasst.“ Auch Stadtbildpfleger Egon Lackner kritisierte, ein in hohem Ma├če stadtbildpr├Ągendes Geb├Ąude werde zerst├Ârt, in Zukunft m├╝sse man hier aktiver auf den Schutz solcher Geb├Ąude achten. B├╝rgermeister Ziegler entgegnete, dass in diesem Fall keine Einflussnahme m├Âglich sei.

Die Antr├Ąge auf Abriss und Neubau wurden bei zwei Gegenstimmen von Uwe Wagenfeld (CDU) und Dr. Peter Hilger (FW) best├Ątigt.

Zwei weitere Bauantr├Ąge, darunter eine energetische Dachsanierung in der Trajanstra├če, die Errichtung einer Doppelhaush├Ąlfte mit Carport in der Zwingertgasse wurden ohne gro├če Diskussion ebenfalls genehmigt.

Technischer Ausschuss

Kein Einvernehmen f├╝r die Kinderbetreuungseinrichtung

Das ehemalige AWO-Geb├Ąude in der Wormser Stra├če.

Ladenburg, 22. M├Ąrz 2012. (red/sap) Auf der Tagesordnung des Technischen Ausschusses standen gestern Abend f├╝nf Bauanfragen sowie die Aussichtsplattform im Naturschutzgebiet und die Auftragsvergabe f├╝r die T├╝ren zur Realiserung des zweiten Rettungsweges am Carl-Benz-Gymnasium. Erneute Diskussion um die Kinderbetreuungseinrichtung in der Wormser Stra├če.

Von Sabine Prothmann

Bei der ersten Bauanfrage ging es wieder um das ehemalige AWO-Geb├Ąude in der Wormser Stra├če, in das die Kinderbetreuungseinrichtung Kinder-Laden-Burg einziehen soll. Dieser Bauantrag war in der vergangenen Ausschuss-Sitzung zur├╝ckgestellt worden.

Der Technische Ausschuss hatte der Nutzungs├Ąnderung schon im Dezember 2011 zugestimmt. In der Sitzung am 29. Februar 2012 wurde das Bauvorhaben erneut behandelt, der vorgelegten Planung konnte jedoch nicht entsprochen werden. Die gew├╝nschten ├änderungen wurde nun in die vorgelegte Planung einbezogen. Die Ausschussmitglieder mussten jetzt ├╝ber den Umbau des Geb├Ąudes entscheiden.

Zur Ausgangslage: Der Antragsteller plant, in einem bestehenden Wohn- und Gesch├Ąftshaus in den B├╝ror├Ąumen des Erdgeschosses eine Knderbetreuungseinrichtung f├╝r Kleinkinder (2 bis 3 Jahre, maximal 12 Kinder) einzurichten. Die Nutzfl├Ąche betr├Ągt rund 130 Quadratmeter. Die notwendigen Sozial- und Sanit├Ąrr├Ąume sind vorhanden bzw. werden neu eingerichtet.

Im Obergeschoss soll die Balkont├╝r vergr├Â├čert werden. Ein Teil des Daches des Nebengeb├Ąudes soll r├╝ckgebaut werden. Im Dachgeschoss sollen zwei Schleppgauben verbunden und zu einer ├╝berdachen Terrasse erweitert werden. Auf der Stra├čenseite sollen zwei Dachfl├Ąchenfenster als bauliche Rettungswege aus dem Dachgeschoss dienen. Auf der Hofseite sollen weitere Dachfl├Ąchenfenster sowie eine Loggia im zweiten Dachgeschoss eingebaut werden.

Das Treppenhaus soll getrennt werden. Der Zugang zur Kinderbetreuungseinrichtung im Erdgeschoss wird ├╝ber die Wormser Stra├če erfolgen. Der Zugang zum Treppenhaus zu den anderen Etage erfolgt ├╝ber den Hof.

Gem├Ą├č der „Stadtbildsatzung f├╝r die Umgebung der Altstadt“ sind charakteristische Dachaufbauten zu erhalten. Dies wurde durch die vorliegende Planung erreicht.

Die vorliegende Planung ist mit der Verwaltung und dem Stadtbildpfleger abgesprochen.

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses zeigten sich einverstanden mit den Umbauma├čnahmen im Dachgeschoss, aber die r├╝ckw├Ąrtige Bebauung, vor allem die Teil├╝berdachung des Hofes, stie├č auf viele kritische Stimmen

Die Bezeichnung ÔÇ×DachterrasseÔÇť sei nur durch „Teil├╝berdachung“ ausgetauscht worden, meinte Dr. Rudolf Lutz (FDP). Einer solchen werde er seine Zustimmung verweigern. Zudem sei weiterhin mit einer Dachterrasse zu rechnen, was von den Nachbarn abgelehnt w├╝rde.

„├ťber die Zukunft habe ich heute nicht zu befinden“, erkl├Ąrte B├╝rgermeister Rainer Ziegler. Auch wenn durch eine Email an die Stadtverwaltung das Vorhaben eine Terrrasse zu errichten, schon angek├╝ndigt worden sei, stehe diese Absicht am heutigen Tage nicht im Raum.

Stadtrat Dr. Peter Hilger (FW) kommentierte:

Sehe ich das richtig, wir stimmen ├╝ber eine ganze Salami ab, auch wenn es heute nur um eine Scheibe geht?

Auch Uwe Wagenfeld (CDU) und Steffen Salinger (SPD) lehnten die Zustimmung ab.

Eine Teil├╝berdachung g├Ąbe es schon, ebenfalls sei die Betonmauer schon vorhanden, „deshalb sehe ich keine Ver├Ąnderung f├╝r den Nachbarn“, erkl├Ąrte Ingrid Dreier (GLL), und demnach keinen Grund f├╝r eine Ablehnung.

Ziegler wies darauf hin, „versagen wir das Einvernehmen, wird das Baurechtsamt dies ersetzen.“

Der Verwaltungsvorschlag, dem vorliegenden Bauantrag zuzustimmen, folgten nur der B├╝rgermeister und Ingrid Dreier – damit ist das Baurechtsamt gefragt.

Die ├╝brigen Mitglieder des Technischen Ausschusses versagten das Einvernehmen zum r├╝ckw├Ąrtigen Bereich, was die ├ťberdachung und den R├╝ckbau betrifft, stimmten aber dem Umbau des Dachgeschosses zu.

Ein „Hoffnungsschimmer“ f├╝r den Verein

Im n├Ąchsten Tagesordnungspunkt ging es um die Einrichtung einer Versammlungsst├Ątte in den Gesch├Ąftsr├Ąumen eines Wohn- und Gesch├Ąftshauses in der Hauptstra├če. Es handle sich dabei um den t├╝rkisch-islamischen Kulturverein, erkl├Ąrte B├╝rgermeister Ziegler.

Der Verein war bislang im alten Feuerwehrhaus untergebracht und habe ├╝ber einen langen Zeitraum intensiv nach neuen R├Ąumlichkeiten gesucht. Die Versammlungsst├Ątte sei auf f├╝nf bis zehn Personen begrenzt und die R├Ąumlichkeit in der Hauptstra├če k├Ânne nur eine vor├╝bergehende L├Âsung sein, so Ziegler.

Dies sei ein „Hoffnungsschimmer“ f├╝r den Verein, so Ingrid Dreier (GLL).

Die ├ľrtlichkeit, direkt am Eingang der Altsstadt, bezeichnete Steffen Salinger (SPD) als ungeignet, zudem sei es schwierig, dieses Thema in einer ├Âffentlichen Sitzung zu diskutieren, da k├Ânne man leicht falsch verstanden werden. B├╝rgermeister Ziegler sagte:

Es ist nicht die beste L├Âsung, aber eine L├Âsung, die dem Verein f├╝r eine gewisse Zeit Heimat bietet, ansonsten kann der Verein nicht mehr existieren.

Bei zwei Gegenstimmen (G├╝nter Bl├Ą├č, Steffen Salinger) wurde der Nutzungs├Ąnderung zugestimmt.

Milchviehstall in Neubotzheim

Im n├Ąchsten Bauantrag ist die Errichtung eines Milchviehstalls f├╝r 165 Tiere in Neubotzheim. Das Geb├Ąude soll freistehend neben der bereits vorhandenen Biogasanlage errichtet werden. Die anfallende G├╝lle soll in die geplante Vorgrube und im Anschluss in die bestehende Biogasanlage eingeleitet werden. Hierbei handle es sich um den Hof der Familie Maas. Dies sei eine Zukunftsinvestition und auch die beiden S├Âhne seien im landwirtschaftlichen Betrieb. B├╝rgermeister Ziegler:

Wir begr├╝├čen dieses Bauvorhaben.

Das Bauvorhaben ist mit dem Amt f├╝r Landwirtschaft und Naturschutz abgestimmt. Ohne Gegenstimmen stimmte der Technische Ausschuss diesem Bauvorhaben zu.

Befreiung bevor Bebauungsplan in Kraft tritt

In einem Kenntnisgabeverfahren planen die Antragsteller die Errichtung eines Doppelhauses, eines Carports sowie eines Fahrradunterstandes. Das Geb├Ąude soll voll unterkellert werden. Das um 46 Grad geneigte Satteldach soll auf der Nordseite im ersten Dachgeschoss mit einer Schleppgaube und im zweiten Dachgeschoss mit zwei Dachfl├Ąchenfenstern elichtet werden. Auf der Sseite des Geb├Ąudes soll im ersten Dachgeschoss eine Terrasse eingebaut werden.

Das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Zehntstra├če“, im Geltungsbereich Altstadtsatzung, im Grabungsschutzgebiet sowie in der Gesamtanlage Ladenburg.

Es wurde ein Antrag auf Befreiung von den bauordnungsrechtlichen Festsetzungen des Bebauungsplans f├╝r den mit einem Gr├╝ndach bedeckten Carport beantragt. Die Ausf├╝hrung als Flachdach – anstelle eines im Bebauungsplan vorgesehenen geneigten Daches – vermeidet sowohl die Sichteinschr├Ąnkung auf die Giebelfassade der Zehntscheuer als Dach auf die S├╝dfassade des geplanten Doppelhauses.

Stadtrat Lutz (FDP) kritisierte, dass man schon eine Befreiung verabschieden sollte, bevor der Bebauungsplan ├╝berhaupt in Kraft trete.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Antrag einstimmig zu.

Im n├Ąchsten Bauantrag ist die Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit Garagen in der Zehentstra├če geplant. Es sollen sieben Wohnungen mit insgesamt rund 820 Quadratmetern Wohnfl├Ąche entstehen. Das Geb├Ąude wird mit einem Satteldach bedeckt. Insgesamt belichten sechs Gauben das Dachgeschoss. Sieben Garagen werden im Erdgeschos untergebracht, die restlichen f├╝nf Stellpl├Ątze entstehen auf dem Hof. Ein Kinderspielplatz ist f├╝r die n├Ârdliche Grundst├╝cksseite vorgesehen.

Das Bauvorhaben liegt ebenfalls im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Zehntstra├če“, im Geltungsbereich Altstadtsatzung sowie im Grabungsschutzgebiet. Die jeweiligen Festsetzungen werden eingehalten.

Das Vorhaben ist mit dem Stadtbildpfleger, der Denkmalschutzbeh├Ârde und der Stadtverwaltung abgesprochen, alle Anregungen wurden ber├╝cksichtigt. Die notwendigen Stellpl├Ątze werden nachgewiesen.

Das Bauvorhaben enstpreche in vollem Umfang den Vorgaben und Vorstellungen der Verwaltung und des Stadtbildpflegers, „wir haben eine optimale L├Âsung gefunden“, erkl├Ąrte B├╝rgermeister Ziegler. Das Geb├Ąude von 2012 f├╝ge sich wunderbar in die Altstadt ein.

Auch Uwe Wagenfeld (CDU) lobte das Ergebnis, das „nach langem hin und her“ f├╝r das Mehrfamilienhaus gefunden wurde.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Vorhaben einstimmig zu. Die Details, wie Balkon, Mauern, Farben etc., m├╝ssen noch abgestimmt werden.

Mit der Ma├čnahme, eine Aussichsplattform im Naturschutzgebiet zu errichten, war der Technische Ausschuss einverstanden.┬á Erfreulicherweise koste dass die Stadt kein Geld, da die Plattform vom der Werkstatt des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg gebaut w├╝rde, so Ziegler.

Au├čer Bauhofleistungen haben wir keine Kosten.

Als letzter Punkt stand die Auftragsvergabe f├╝r die T├╝ren zu Errichtung eines zweiten baulichen Rettungswegs am Carl-Benz-Gymnasium.

Den Zuschlag erhielt die Firma Heinen Innenausbau aus Ilsfeld. Mit rund 26.000 Euro legte sie das g├╝nstigste Angebot vor. Der Technische Ausschuss stimmte dem einstimmig zu.

Baustelle muss mit BDS abgestimmt werden

Neue Pflastersteine f├╝r die Altstadt

Ladenburg, 03. M├Ąrz 2011. (red/sap) Sieben Bauantr├Ąge, die Vergabe der Natursteinpflasterlieferung und die Einrichtung von Kurzzeitparkpl├Ątzen zwischen Benzhaus und Wasserturm standen am vergangenen Mittwoch, 29. Februar 2012, auf der Tagesordnung des Technischen Ausschusses in Ladenburg.

Beim ersten Bauantrag ging es um den Neubau einer Terrasse und Neuordnung im Hinterhof in der Metzgergasse.

Die Antragsteller planen im Hinterhof des Grundst├╝cks eine Terrasse zu errichten. Diese soll die gesamte Fl├Ąche des hinteren Grundst├╝cks einnehmen und den vorhandenen Wasch- und Trockenraum sowie den Abstellraum ├╝berdecken. Das Schleppdach soll ├╝ber der Scheune erneuert werden.

Stadtbaumeister Andr├ę Rehmsmeier erl├Ąuterte, dass durch die Bauma├čnahmen, der historische Keller des denkmalgesch├╝tzten Geb├Ąudes besser entl├╝ftet werden k├Ânne.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Bauvorhaben einstimmig zu.

Wohncontainer f├╝r Saisonarbeiter auf dem Hegehof

Der Bauantrag zur Errichtung von zwei Wohncontainern f├╝r Saisonarbeitskr├Ąfte, die w├Ąhrend der Erdbeerernte auf dem Hegehof in Neuzeilsheim t├Ątig sein werden, sorgte f├╝r Diskussion.

B├╝rgermeister Rainer Ziegler erkl├Ąrte, maximal 36 Damen und 48 Herren sollen hier untergebracht werden.

Die beiden Wohncontainer sollen jeweils rund 12 Meter breit und 49 beziehungsweise 40 Meter lang sein.

In den Zimmern sind vier bis sechs Personen untergebracht, zudem befinden sich in den Containern Sanit├Ąr- und Aufenthaltsr├Ąume und K├╝chen.

Die Errichtung von Wohncontainern wird notwendig, da die Unterbringungsm├Âglichkeiten in einem Altgeb├Ąude durch den Umbau f├╝r andere Zwecke entfallen. Daf├╝r soll mit der Bauma├čnahme Ersatz geschaffen werden.

Menschenunw├╝rdige Unterbringung von Saisonkr├Ąften?

Eine positive Stellungsnahme des Amts f├╝r Landwirtschaft und Naturschutz liege vor, so der B├╝rgermeister.

Rehmsmeier erkl├Ąrte auf R├╝ckfrage von Stadtrat G├╝nter Bl├Ą├č (CDU), es g├Ąbe keine Vorgaben f├╝r den Bau dieser Container.

Petra Erl (SPD) bezweifelte, ob es sich dabei um eine menschenw├╝rdige Unterbringung handle. ÔÇ×Dies haben wir hier nicht zu entscheidenÔÇť, sagte Ziegler „, und verwies auf die Zust├Ąndigkeit des Landratsamtes f├╝r derartige Fragen.

Stadtbildpfleger Egon Lackner wies darauf hin, dass man auf eine R├╝ckbauverpflichtung bestehen sollte, falls die Container ihren Zweck erf├╝llt h├Ątten, da es sich hierbei um einen starken Eingriff ins Landschaftsbild handle. Der B├╝rgermeister versprach dies zu ber├╝cksichtigen.

Der Technische Ausschuss beschied auch diesen Antrag einstimmig.

Penthouse wird abgebrochen – Walmdach entsteht

In der Bahnhofstra├če soll auf einem Wohn- und Gesch├Ąftshaus das mit einem Flachdach bedeckte Penthouse abgebrochen werden und stattdessen soll ein Ober- und Dachgeschoss mit Walmdach errichtet werden. Hinzu kommen ein Aufzug und ein Balkon an der Nordseite des Geb├Ąudes. Auch dieses Bauvorhaben bekam die Zustimmung des Technischen Ausschusses.

Stadtbildpfleger Egon Lackner kritisierte heftig die Errichtung einer Fluchttreppe aus dem ersten Obergeschoss der Erich-K├Ąstner-Schule.

ÔÇ×Schade, dass wieder ein neues Bauteil hinzukommtÔÇť, so Lackner.

ÔÇ×Wir sollten darauf achten, dass wir das Geb├Ąude nicht sukzessive zum Negativen ver├ĄndernÔÇť.

Diese Ma├čnahme werde aus Brandschutzma├čnahmen notwendig und auf Lackners Hinweis, damit verschandle man die sch├Ânste Seite des ÔÇ×Bauernschl├ÂsschensÔÇť, erkl├Ąrte Geb├Ąudemanager G├Âtz Speyerer, dies sei die einzig m├Âgliche Stelle gewesen.

Das sch├Ânste am Geb├Ąude sei nach dem Abbruch des maroden Balkons jetzt der Erker aus Sandstein, und der sollte auf jeden Fall erhalten werden, sagte Egon Lackner. Ziegler versprach darauf hinzuwirken.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Bauantrag einstimmig zu.

Garage wurde als zu massiv empfunden

In einem weiteren Bauantrag wurde ├╝ber die Errichtung einer Garage sowie den Umbau und die Erweiterung eines bestehenden Wohnhauses entschieden.

Die Umbauma├čnahmen wurden von den Mitgliedern des Technischen Ausschusses als positiv und als Verbesserung des Geb├Ąudes betrachtet, der Garagenneubau dagegen wurde kritisch gesehen, da die Garagenwand mit einer L├Ąnge von sechs Metern direkt an der Grundst├╝ckgrenze als zu massiv empfunden wurde.

Der Architekt, der an den Ratstisch gebeten wurde, versprach durch eine Untergliederung der Mauer oder durch einen eventuellen Bewuchs, eine optisch gute L├Âsung zu finden.

Auch diesem Vorhaben wurde einstimmig zugestimmt.

Ziegler: „Wir haben da ein bisschen Bauchweh“

Der Bauantrag zur Nutzungs├Ąnderung und Umbau der ehemaligen AWO-Gesch├Ąftsstelle in der Wormser Stra├če wurde nach l├Ąngerer Diskussion vertagt.

In dieses Geb├Ąude soll die Kleinkinderbetreuung des Vereins „Kinder-Laden-Burg“ einziehen.

„Wir haben da ein bisschen Bauchweh“, erkl├Ąrte B├╝rgermeister Ziegler zu den geplanten Umbauma├čnahmen.

Im Obergeschoss soll die Balkont├╝r vergr├Â├čert werden und der vorhandene Balkon soll bis ├╝ber das Nebenhaus erweitert werden.

Ein Teil des Daches des Nebengeb├Ąudes soll daher r├╝ckgebaut werden und die Au├čenmauer soll im Bereich der Dachterrasse bis auf Gel├Ąnderh├Âhe erh├Âht werden.

Im Dachgeschoss sollen zwei Schleppgauben auf der Stra├čenseite und auf der Hofseite durch Dachfl├Ąchenfenster beziehungsweise eine Loggia ersetzt werden.

Diese Ma├čnahmen dienten dem Brandschutz.

Das Vorhaben als solches sei unumstritten, erkl├Ąrte Ziegel, am Umbau des obersten Geschosses und des Daches habe man jedoch Zweifel.

„Es w├Ąre schade, wenn das Haus kaputtsaniert w├╝rde“, sagte Egon Lackner.

Rechtliche Bedenken hatte Stadtrat Dr. Rudolf Lutz und verwies auf Beschwerden der Nachbarn bez├╝glich der Terrassenerweiterung.

Damit die Kinderbetreuung plangem├Ą├č starten kann, will die Stadt, anders als vom Baurechtsamt empfohlen, das Verfahren ÔÇô Nutzungs├Ąnderung und Umbau – teilen. Der B├╝rgermeister hofft durch Gespr├Ąche eine f├╝r alle Seiten gute L├Âsung zu finden.

Indische Pflastersteine f├╝r die Hauptstra├če

Im Haushalt 2012 ist vorgesehen das Pflaster im Bereich der Hauptstra├če 4 bis zur Brauergasse auszutauschen. Dieser Bereich stelle eine Verkehrsgef├Ąhrdung und das schlimmste St├╝ck Stra├če der Altstadt dar. Es ist vorgesehen, den gleichen Pflasterbelag wie in dem Bereich der Hauptstra├če zwischen Neugasse und Metzgergasse auszuf├╝hren. Es handle sich dabei um gemischtfarbiges Kleinpflaster aus indischem Sandstein, das in Segmentb├Âgen verlegt werden soll.

Aufgrund der langen Lieferzeit wurde bereits mit Zustimmung des Technischen Ausschusses vom 18. Januar 2012 die Natursteinpflasterlieferung beschr├Ąnkt ausgeschrieben. Mit rund 32.000 Euro kam das g├╝nstigste Angebot von der Firma Seib GmbH aus Karlsruhe.

Fr├╝hestens im Sommer k├Ânne das Pflaster verlegt werden und dies solle, so B├╝rgermeister Ziegler, in Abstimmung mit dem Ladenburger Einzelhandel geschehen.

Es handle sich hierbei um eine „sehr sensible Baustelle“. Der Stadteingang Neckartor muss sehr wahrscheinlich eine Zeit lang ganz gesperrt werden. ÔÇ×Wir werden Gespr├Ąche mit dem BDS f├╝hren, um eine gemeinsame L├Âsungen zu findenÔÇť, sagte der B├╝rgermeister.

Der Auftragsvergabe wurde einstimmig zugestimmt.

Kein Schilderwald vorm Benzhaus

Als letzter Punkt auf der Tagesordnung wurde die Einrichtung von Kurzzeitparkpl├Ątzen zwischen Benzhaus und Wasserturm beraten.

Diese Parktasche werde vermehrt von Dauerparkern genutzt, erkl├Ąrte der B├╝rgermeister. Diese Parkpl├Ątze seien der Altstadt am n├Ąchsten und sollten daher auch vermehrt den Besuchern der Stadt und den Eink├Ąufern zur Verf├╝gung gestellt werden. Deshalb unterbreite die Verwaltung den Vorschlag, diese Parkpl├Ątze als Kurzzeitparkpl├Ątze, mit einer Parkdauer von zwei Stunden, auszuweisen.

Man solle auch die drei Parkpl├Ątze vor dem Benzhaus mit einbeziehen, forderte Stadtrat Uwe Wagenfeld (CDU). Die Verwaltung wies daraufhin, dass jeder einzelne Parkplatz mit einem Schild versehen werden m├╝sse und damit auch vorm Benzhaus ÔÇ×ein SchilderwaldÔÇť entst├╝nde. Das war nicht im Sinne der Ausschussmitglieder.

Dem Vorschlag, die sechs Parkpl├Ątze zwischen Wasserturm und Benzhaus in Kurzzeitparkpl├Ątze umzuwandeln, wurde einstimmig zugestimmt.

Technischer Ausschuss vergibt Auftrag f├╝r Rodungs- und Pflanzarbeiten

Kandelbach: Renaturierung beschlossen

├ťbersicht der Renaturierungsma├čnahmen. Quelle: Stadt Ladenburg

 

Ladenburg, 19. Januar 2012 (red/jt) Die Rodungs- und Pflanzarbeiten entlang des Kandelbachs wurden f├╝r knapp 56.000 Euro an eine Firma aus Ingolstadt vergeben. Der Endpreis lag 41 Prozent unter dem teuersten Angebot.

„Wildwuchs und bruchgef├Ąhrdete Pappeln“ sollen entlang des Kandelbachs beseitigt werden.

Anschlie├čend werden etwa 100 neue B├Ąume gepflanzt. Damit erf├╝lle man den ersten Teil der notwendigen Ausgleichsma├čnahmen f├╝r den Neubau der Martinsschule.

Bernd Garbaczok (SPD) erkundigte sich direkt, wie lange die Arbeiten andauern werden. Laut dem stellvertretenden Bauamtsleiter Herbert Felbek seien die Rodungsarbeiten bis Ende Februar abgeschlossen, die anschlie├čenden Pflanzarbeiten bis Mitte April.

Die noch zu vergebenden baulichen Ma├čnahmen erfolgen dann laut B├╝rgermeister Rainer Ziegler vermutlich im „Sp├Ątjahr“.

Sieben Bewerber

Auf die Ausschreibung der Stadt Ladenburg f├╝r die anstehenden Rodungs- und Pflanzarbeiten gaben sieben Unternehmen ein Angebot ab.

Mit 55.809,69 Euro lag das Angebot der „Fa. Schrader GmbH Garten- und Landschaftsbau“ aus Ingolstadt mehr als 41 Prozent unter dem mit 94.982,49 Euro teuersten Angebot.

Dieser „eklatante Unterschied“ f├╝hrte auch zu genauen Nachfragen ├╝ber die Zuverl├Ąssigkeit der Firma. Petra Erl (SPD):

Herr B├╝rgermeister, trauen sie der Firma einen solchen Auftrag zu?

Auch Alexander Spangenberg (GLL) fragte noch einmal nach:

Ich bin doch sehr verwundert ├╝ber die hier vorhandene Preisspanne. Das Angebot erscheint mir sehr g├╝nstig. Ich habe die Bef├╝rchtung, dass die Firma dann w├Ąhrend der Arbeiten illiquide wird.

Die ge├Ąusserten Bedenken wurden von B├╝rgermeister Ziegler souver├Ąn zerstreut. Laut seiner Aussage habe man bereits h├Ąufiger mit der Firma Schrader gearbeitet und bisher nur positive Erfahrungen gemacht. Weiter:

Wir geben der Firma ja nicht einfach das ganze Geld in die Hand. Es erfolgen Abschlagszahlungen f├╝r die bereits get├Ątigten Teilabschnitte.

Somit sei man auf der sicheren Seite. Auch verwies B├╝rgermeister Ziegler hier erneut an Herbert Felbek. Dieser antwortete auf die Frage ganz n├╝chtern:

Es handelt sich hier ja um eine gro├če Firma. Die haben mehrere unabh├Ąngige Trupps st├Ąndig im Einsatz. Das bekommen die schon hin.

Nullsummenspiel

Stadtrat Uwe Wagenfeld (CDU) fragte nach den entstehenden Kosten f├╝r die Stadt Ladenburg:

Mir ist nicht ganz klar, wieso die Kosten f├╝r diese Ma├čnahmen jetzt bei uns liegen. Schlie├člich sind die notwendigen Ausgleichsma├čnahmen ja Kreissache.

Laut B├╝rgermeister Ziegler handelt es sich hierbei jedoch um ein „Nullsummenspiel“. Die entstehenden Kosten w├╝rden vollst├Ąndig durch den Rhein-Neckar-Kreis ersetzt.

Bei der nachfolgenden Abstimmung wurden die Rodungs- und Pflanzarbeiten dann einstimmig an die Firma aus Ingolstadt vergeben.

Stadtrat Wagenfeld bezeichnet Werkstatt des K├╝nstlers Kissel als „Schrottplatz“


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Die Frage nach den Wiederherstellungskosten f├╝r die Mauer ist legitim - warum bezeichnet CDU-Stadtrat Wagenfeld die Werkstatt des K├╝nstlers Kissel aber als "Schrottplatz"?

Guten Tag!

Ladenburg, 14. September 2011. (red) Gezielte Provokation und einfach nur dummes Geschw├Ątz? Stadtrat Uwe Wagenfeld (CDU) erkundigte sich heute nach der im Dezember eingest├╝rzten Scheunenmauer und bezeichnete die Werkstatt des K├╝nstlers als „Schrottplatz“.

Sicher ist es zul├Ąssig, sich nach dem Stand der Arbeiten in Sachen eingest├╝rzter Scheunenmauer zu erkundigen. Wieso CDU-Stadtrat Uwe Wagenfeld allerdings die Werkstatt des Kinetik-K├╝nstlers Hans-Michael Kissel als „Schrottplatz“ bezeichnen musste, wurde nicht klar.

Trotzdem waren Frage und Aussage erhellend: G├Âtz Speyerer konnte f├╝r die Verwaltung nur sagen, dass man nicht wisse, was ein Wiederaufbau koste und dass man immer noch auf die Unterlagen des beauftragten Architekten warte.

Und Herr Wagenfeld machte klar, dass er wenig bis gar nichts von Kunst versteht – denn was er als „Schrott“ ansieht, ist das Arbeitsmaterial von Hans-Michael Kissel, der deutschland- und weltweit bereits seine kinetischen Installationen verkauft hat.

Neue Gauben in der Rheingaustra├če – Technischer Ausschuss genehmigt Bauantr├Ąge


Rechts auf dem Dach werden sich bald drei Schleppdachgauben befinden.

Guten Tag!

Ladenburg, 14. September 2011. (red) Der technische Ausschuss hat heute in Ladenburg verschiedene Bauantr├Ąge beschlossen.

Ein Bauherr m├Âchte sein Anwesen „Im Steg“ mit einem drei Meter breiten Holzbalkon versch├Ânern, von dem eine Treppe in den Garten f├╝hren soll.

Stadtrat Uwe Wagenfeld (CDU) trug einen Widerspruch von Nachbarn vor, angeblich betrage der Abstand zum Nachbarn nur 1,80 Meter. Die Verwaltung entgegnete, dies sei korrigiert. B├╝rgermeister Rainer Ziegler meinte, abschlie├čend m├╝sse das Baurechtsamt genehmigen.

Der Technische Ausschuss gab dem Antrag auf dem Flurst├╝ck 9722 statt und genehmigte eine ├ťberschreitung der ├╝berbaubaren Grundst├╝cksfl├Ąche bei Einhaltung der Abstandsfl├Ąchen nach ┬ž 31, Abs. 2 Nr. 2 BauGB. Wenn Vorbauten nicht breiter als f├╝nf Meter sind, nicht mehr als 1,5 Meter vortreten und den Abstand zu den Nachbarsgrenzen mit mindestens zwei Metern einhalten, ist eine solche Ausnahme nach der Landesbauordnung zul├Ąssig. F├╝r das Gebiet gilt der Bebauungsplan „5.1 Weiherg├Ąrten 1“.
Stadtrat Wagenfeld stimmte gegen den Antrag, Stadtrat Gerhard Seidel (CDU) enthielt sich.

Der Technische Ausschuss stellte eine Verbesserung eines bereits genehmigten Bauantrags fest und stimmte dem Vorhaben in der Rheingaustra├če, Flurst├╝ck 283 zu. Der Bauherr hat die Zahl der genehmigten Gauben von vier Satteldachgauben auf drei Schleppdachdauben verringert (Unterschied, siehe Wikipedia). Das Dachgeschoss wird ausgebaut. Weiter ist der Abriss eines Schuppens und die Anlage einer Terrasse im 1. OG. Die Zustimmung erfolgte, sofern die denkmalrechtlichen Auflagen und die Altstadtsatzung eingehalten werden.
Der Antrag wurde ohne Wortbeitr├Ąge einstimmig beschlossen.

F├╝r die Aufstockung eines landwirtschaftlichen Wohngeb├Ąudes in Neubotzheim wurde ebenfalls die Genehmigung erteilt. Hier sollen 80 Quadratmeter Wohnraum entstehen. Die Neigung des Satteldachs soll 35 Grad betragen, zwei vormals getrennt geplante Gauben werden zu einer breiten zusammengefasst.

B├╝rgermeister Rainer Ziegler hatte keine nicht-├Âffentlichen Beschl├╝sse oder Berichte bekannt zu geben.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das Ladenburgblog.de

Kommandant Harald Lange best├Ątigt – Ralf Tiemann neuer Stellvertreter


Guten Tag!

Ladenburg, 26. Januar 2011. Die Wahl der Kommandanten der Ladenburger Freiwilligen Feuerwehr war eine „ausgemachte Sache“ – und doch nicht. Harald Lange stellte sich wieder zur Wahl, sein bisheriger Stellvertreter Josef Karlberger bekannterweise nicht- daf├╝r aber Ralf Tiemann. Die Kandidaten wurden im ersten Wahlgang gew├Ąhlt – mit Gegenstimmen und Enthaltungen.

Von Hardy Prothmann

Harald Lange wird als „Chef“ f├╝r weitere f├╝nf Jahre in seiner vierten Amtszeit best├Ątigt und der neue Stellvertreter hei├čt Ralf Tiemann. Josef Karlberger hatte sich als Stellvertreter nach einer Amtsperiode aus „pers├Ânlichen Gr├╝nden“ nicht mehr zu Wahl gestellt.

Die Wahl der Kommandanten.

Anwesend waren 58 von 76 stimmberechtigten aktiven Feuerwehrleuten. Auf Herrn Lange entfielen 48 Ja-Stimmen, 8 Nein-Stimmen und je eine Enthaltung und eine ung├╝ltige Stimme. Herr Tiemann wurde mit 37 Ja-Stimmen, 20 Nein-Stimmen und einer Enthaltung gew├Ąhlt. F├╝r die „geheime“ Wahl waren eine einfache Mehrheit der anwesenden Wahlberechtigten, also 30 Stimmen (29+1) notwendig. Weder Harald Lange noch Ralf Tiemann hatten einen Gegenkandidaten.

Die Kandidaten und deren Wahl war „ausgemacht“. Bereits im Vorfeld war klar, dass Herr Lange und Herr Tiemann gew├Ąhlt werden w├╝rden. Das ist auch gut so. Denn die Wahl der Kommandanten folgt demokratischen Prinzipien, ist aber keine demokratische Wahl – sonst h├Ątten die B├╝rger w├Ąhlen m├╝ssen.

Die Feuerwehrleute bestimmen laut Satzung aus ihrer Mitte ihre „Anf├╝hrer“. Das macht Sinn, denn die Leitung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute basiert auf klaren Zust├Ąndigkeiten und Abl├Ąufen, aber noch viel mehr auf Vertrauen in die Kompetenz der verantwortlichen F├╝hung. Ohne ein solches Vertrauen, auch Kameradschaft genannt, k├Ânnen die Eins├Ątze der freiwilligen Feuerwehrleute nicht funktionieren.

Von links: B├╝rgermeister Rainer Ziegler, Kommandant Harald Lange, Stellvertreter Ralf Tiemann, fr├╝herer Stellvertreter Josef Karlberger. Bild: ladenburgblog.de

Nach „au├čen“ wird immer dargestellt, dass bei der Feuerwehr alles in Ordnung ist. Auch deswegen sind Wahlen sehr interessante Ereignisse. F├╝r zehn der 56 „W├Ąhler“ ist nicht alles in Ordnung. Sie haben den alten, neuen Kommandanten nicht gew├Ąhlt. Und 21 „W├Ąhler“ haben den neuen Stellvertreter ebenfalls nicht gew├Ąhlt.

Der Kommandant Harald Lange, ein freundlicher Mensch ist eindeutig best├Ątigt, sein Stellvertreter Ralf Tiemann ist mehrheitlich gew├Ąhlt worden. Beide kennen sich lange und sind Freunde. Beide sind seit 1976 Mitglieder der Ladenburger Feuerwehr.

Der neue Stellvertreter: Ralf Tiemann.

Ralf Tiemann (47) ist Zugf├╝hrer, hat drei Kinder im Alter von 9-12 Jahren, zwei Jungs und ein M├Ądchen. Der Machinenbaumeister arbeitet bei G+H in Ladenburg und ist ein Sohn der Stadt.

Im Gespr├Ąch vor der Abstimmung sagt er: „Eigentlich ├Ąndert sich nicht viel – die Veranwortung ist gr├Â├čer.“ Er setzt sich nach wie vor f├╝r die Grundausbildung der Feuerwehrleute ein, eine wichtige Aufgabe. Und er wird einen Kurs machen m├╝ssen, der ihn „zur Leitung einer Feuerwehr“ bef├Ąhigt. Das ist Vorschrift.

Ralf Tiemann ist eher ein ruhiger, nachdenklicher Charakter, w├Ąhrend sein Freund Harald Lange ein jovialer H├╝ne ist, der allein durch seine „K├Ârperlichkeit“ dominiert. Der fr├╝here Stellvertreter Josef Karlberger ist einer, der „die Ruhe weg hat“ und sicherlich seinem neuen und alten Kommandanten die Treue h├Ąlt, wie er den neuen Stellvertreter unterst├╝tzen wird.

Die Kameradschaft, Ruhe, Nachdenklichkeit, Dominanz – all das geh├Ârt zu den Eigenschaften, die das neue F├╝hrungsduo auszeichnen wird. Und das ist gut so.

Nicht gut w├Ąre es, die „Ablehnung“ der Kameraden, die die beiden nicht gew├Ąhlt haben, nicht ernst zu nehmen. Diese Stimmen zeigen, dass eben nicht alles „eitel Sonnenschein“ ist.

Und das muss nicht einmal „pers├Ânlich“ gemeint sein – negative Erfahrungen werden aber den F├╝hrungspersonen zugewiesen, wem sonst?

Alles positiv?

Ganz sicher ist die Mitgliedschaft in der Feuerwehr, das Bewusstsein, anderen zu helfen und sich f├╝r die Gesellschaft einzubringen, eine sehr positive Erfahrung. Und die Mitglieder der Feuerwehr k├Ânnen zu recht stolz auf ihre Leistung sein. Ihr Ehrenamt bedeutet eine hohe k├Ârperliche, zeitliche, pers├Ânliche und auch famili├Ąre Belastung.

Feuereins├Ątze sind selten. Quelle: Feuerwehr Ladenburg.

Doch was ist „negativ“? Was stimmt nicht? Ganz sicher stimmt hier und da die Ausstattung nicht – das m├╝ssen die Feuerwehrn ├╝berall im Land hinnehmen. Wenn es an Geld fehlt, gibt es keine neuen „Ger├Ąte“. Die Feuerwehr Ladenburg hat ein modernes, funktionales Feuerwehrhaus. Aber nicht alles, was darin ist, ist auf demselben Stand.

Mit 76 aktiven Mitgliedern ist die Ladenburger Feuerwehr im Vergleich zu manch anderen gut besetzt. Die Jugendfeuerwehr ist mit 36 Kindern und Jugendlichen im Vergleich sogar sehr gut besetzt. Doch die Belastung der aktiven Mitglieder ist und bleibt trotzdem hoch.

Wer zur Feuerwehr geht, den lockt sicher auch das Abenteuer. Fast alle „Homepages“ zeigen „Brandeins├Ątze“ mit Bildern von lodernden Flammen, da ist „Action“ geboten. Die Realtit├Ąt sieht anders aus. Feuereins├Ątze machen den geringsten Teil aus, die Rettung von Menschen ist auch nicht mehr Hauptaufgabe. Es werden Keller ausgepumpt, Sicherungen vorgenommen, ├ľlspuren beseitigt. Alles wichtige Eins├Ątze, aber nicht sehr „spektakul├Ąr“. Vor allem Unwetter und andere Umwelt-„Eins├Ątze“ wie Hochwasser sind heutzutage bestimmend.

Volles Haus: Zur "2." Jahreshauptversammlung. Die "1." am 11. Januar stand im Zeichen eines Einsatzes. Deswegen wurde die Wahl der Kommandanten ausgesetzt und zwei Wochen sp├Ąter auf die Tagesordnung genommen. Bild: ladenburgblog.de

Die F├╝hrung der Feuerwehr muss die freiwilligen Mitglieder trotzdem immer wieder motivieren, alles zu geben. Wenn der „Piepser“ losgeht, werfen die Feuerwehrleute alles hin, kommen zum Feuerwehrhaus und sind bereit f├╝r den Einsatz.

Kommandant Harald Lange informierte auf der Hauptversammlung, dass k├╝nftig ├╝ber „Kleineins├Ątze“ per Signal unterrichtet werde. Das hei├čt f├╝r die Feuerwehrleute, dass sie nicht „Hals ├╝ber Kopf“ aufbrechen m├╝ssen, weil es um Sekunden geht, sondern z├╝gig zum Einsatz kommen sollen, aber „ohne hei├če Reifen“: „Bei nicht kritischen Eins├Ątzen spielen f├╝nf Minuten keine gro├če Rolle.“

Innere Kameradschaft und Transparenz.

Der Inhalt einer solchen Information ist klar: „Ihr werdet gebraucht, aber ihr k├Ânnt entspannter mit Eins├Ątzen umgehen.“ Diese Botschaft dient sicher auch der „inneren Kameradschaft“.

B├╝rgermeister Rainer Ziegler, der die Wahl leitete, unterst├╝tzt durch seine Stellvertreterin Gudrun Ruster, den Stadtrat Uwe Wagenfeld und den Vertreter der „Alters- und Ehrenmannschaft, Stefan Himmler, lobte das alte Kommando, insbesondere Josef Karlberger: „Du warst ein hervorragender Stellvertreter und verk├Ârperst f├╝r mich den Charakter eines vorbildlichen Feuerwehrmanns. Ich bedaure, dass Du aufh├Ârst.“

Zu Ralf Tiemann sagte er: „Mit Ihnen hat die Feuerwehr ebenfalls eine sehr gute Wahl getroffen“, und begl├╝ckw├╝nschte den neuen Stellvertreter zur Wahl.

F├╝r Ralf Tiemann wird es nicht sein wie fr├╝her. Der Zugf├╝hrer ist nun stellvertretender Kommandant und hat neue, wichtige Aufgaben. Dazu geh├Ârt die Motivation der „Kameraden“, immer alles zu geben und Entscheidungen zu treffen.

Ganz sicher wird es in Zukunft neben all der fachlichen Ausbildung, die Herr Tiemann leistet, auch darum gehen, f├╝r die Feuerwehr aktiv zu werben und sich auch selbstkritisch in der ├ľffentlichkeit zu positionieren.

Ralf Tiemann ist zum neuen stellvertretenden Kommandanten gew├Ąhlt worden. Bild: ladenburgblog.de

Herr Tiemann wird die Aufgabe haben, die, die ihn nicht gew├Ąhlt haben, davon zu ├╝berzeugen, dass er eine gute Wahl als stellvertretender Kommandant ist.

Herr Lange wird zeigen m├╝ssen, dass er auch eine vierte Amtszeit mit Elan und Vorbild meistert und wenn er auch noch eine f├╝nfte bestreiten will, dass er f├╝r die „Zukunft der Feuerwehr“ steht oder einen geeigneten „Nachwuchs“ aufbaut.

Dass es keine „Gegenkandidaten“ gab, hei├čt, dass man den beiden schon viel zutraut, aber vielleicht auch, dass es sehr schwierig ist, jemanden zu finden, der bereit ist, diese Aufgaben zu ├╝bernehmen.

Sowohl Harald Lange als auch Ralf Tiemann beweisen seit 1976, dass sie Feuerwehrleute mit Herzblut sind, sonst w├Ąren sie nicht so lange dabei und w├╝rden sich nicht so herausragend engagieren.

Trotzdem bleibt das Problem der Motivation und dem kritischen Umgang mit den „Zust├Ąnden“ bei der Feuerwehr.

Das ist keine Kritik an der Ladenburger Feuerwehr – es ist eine „kritische“ Beobachtung, die alle Feuerwehren in der Umgebung und dar├╝ber hinaus angeht. Die Anforderungen rechtlicher und organisatorischer Art sind immens gewachsen. Die Verantworung ebenso. Und die Belastung umso mehr.

Zukunft der Feuerwehr(en).

Die Zukunft der freiwilligen Feuerwehren wird davon abh├Ąngen, eine ordentliche Kultur der – auch ├Âffentlichen – Kritik aufzubauen, diese zu managen und transparent offen zu legen.

Das Engagement der Feuerwehrmitglieder ist enorm. Es ist bewundernswert und verdient den Respekt aller B├╝rgerinnen und B├╝rger. Aber nicht, weil behauptet wird, dass alles „gut“ sei, sondern weil nachvollziehbar daran gearbeit wird, die Feuerwehren zukunftssicher zu machen. Die Ladenburger Feuerwehr ist auf einem guten Weg – der aber gegangen werden muss.

Dazu geh├Âren auch „Streicheleinheiten“. Kommandant Harald Lange lobte zum Ende der Veranstaltung einen „zivilen“ Einsatz: „Was ihr beim Feuerwehrball geleistet habt, war au├čerordentlich. Am n├Ąchsten Morgen war der Einsatz gegen 10:00 Uhr beendet, daf├╝r danke ich euch.“

Kommende Woche muss die Wahl der Kommandanten am 02. Februar 2011 durch den Gemeinderat best├Ątigt werden.