Dienstag, 22. Mai 2018

In eigener Sache: Wir sagen Danke!

Über 6.700 Leserinnen und Lesern gefallen unsere Facebook-Seiten

freundeskreis logoRhein-Neckar, 04. November 2013. (red) Mittlerweile verzeichnen wir ĂŒber 6.700 „GefĂ€llt mir“-Angaben unserer Facebook-Seiten durch Leserinnen und Lesern fĂŒr die Ortsblogs und das Regionalblog unseres Blognetzwerks. Das gefĂ€llt uns natĂŒrlich auch sehr und wir sagen: Danke fĂŒr die Aufmerksamkeit. [Weiterlesen…]

Exklusive Weihnachtsaktion

Wir haben nichts zu verschenken – und tun’s trotzdem

Wir verlosen attraktive WerbeplĂ€tze – ohne Risiko fĂŒr Neukunden.

 

Rhein-Neckar, 11. Dezember 2010. (red) Gewerbetreibende, Dienstleister und Freiberufler können aktuell bei uns Werbeleistungen in Höhe von 7.700 Euro gewinnen. Ohne jegliche Verpflichtung. Unsere Aktion richtet sich an alle Neukunden, die vorwĂ€rts denken und realisieren, dass ĂŒberteuerte Print-Werbung der Vergangenheit angehört und Online-Werbung die Zukunft ist. Wir bieten eine hohe Aufmerksamkeit durch eine fundierte und kritische Berichterstattung. DafĂŒr werden wir von unseren Leserinnen und Lesern geschĂ€tzt. Die Aufmerksamkeit erarbeiten wir uns hart mit klassischem Journalismus. Unsere Werbekunden profitieren davon – denn heutzutage muss sich jeder der Kritik der Öffentlichkeit stellen und wo kann man das besser als bei einem konstruktiv-kritischen Online-Medium?

Von Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (46), GrĂŒnder und Chefredakeur der Rheinneckarblogs. Foto: sap

Wir bieten aktuell eine Verlosung an, die sich an Neukunden richtet. Die Regeln sind ganz einfach. Sie schicken uns eine Email, gewinnen mit etwas GlĂŒck einen unserer Preise und profitieren von unserem Werbeumfeld. Sie gehen keinerlei Verpflichtungen ein. (Hier sehen Sie die Werbeleistungen, die Sie gewinnen können und wie Sie an der Verlosung teilnehmen.) Es gibt kein Abo, keine versteckten Kosten. Es gibt kein Risiko fĂŒr Sie. DafĂŒr haben Sie die Möglichkeit, unverbindlich unsere Werbemöglichkeiten zu testen.

Und wenn Sie das interessiert, dann lesen Sie bis zum Ende weiter.

GlaubwĂŒrdigkeit ist Trumpf

Wir bieten dieses „Spiel“ an, weil wir ĂŒberzeugt sind, dass Sie als Gewinner weiter mit „uns spielen wollen“. Wer ist „uns“? Wir sind eine unabhĂ€ngige, journalistische Redaktion, die sich der Information der Öffentlichkeit verschrieben hat. Wir berichten kritisch. Wir informieren aktuell. Wir sind ehrlich.

Das unterscheidet uns in erheblichem Maß von den „etablierten Medien“, die seit Jahren mehr und mehr an GlaubwĂŒrdigkeit verlieren. Am dramatischsten lĂ€sst sich dieser GlaubwĂŒrdigkeitsverlsut bei den Zeitungen erkennen. Die Auflagen sinken und sinken. Die WerbeumsĂ€tze noch drastischer, weil die Preise unverschĂ€mt sind und die „Werbeleistung“ auch nicht im Ansatz erbracht wird. Zudem wird hĂ€ufig tendenziös berichtet.

Im Vergleich zu den Zeitungen, zum Radio und zum Fernsehen sind unsere Blogs, so nennen wir unsere Vor-Ort-Onlinezeitungen, noch relativ klein. Aber im Unterschied zu den anderen Medien verlieren wir keine Reichweite, sondern gewinnen dazu.

Engagierter Journalismus

Wir sind ein kleines Team von rund zehn Journalisten, die mit viel Herzblut und großer Überzeugung fĂŒr die demokratische Aufgabe ihren Job machen. Wir werden von sehr vielen BĂŒgerinnen und BĂŒrgern unterstĂŒtzt, die uns mit Informationen beliefern. Diese Quellen und ihre BedĂŒrfnisse nehmen wir ernst. Ebenso unsere Anzeigenkunden und ihre WĂŒnsche. Dabei halten wir uns allerdings strikt an das Gebot der Trennung von Redaktion und Vermarktung.

Denn wir sind ĂŒberzeugt davon, dass unsere Anzeigenkunden in erheblichem Maß von dieser Trennung und der damit verbundenen GlaubwĂŒrdigkeit profitieren. SelbstverstĂ€ndlich sind unsere Werbekunden fĂŒr uns erste Ansprechpartner: Ob es um Finanzen geht, um Hochzeiten, um Bauangelegenheiten, ums Auto, um Bildung, um Freizeit oder Sport oder Demografie. Unsere Kunden sind Experten, auf die wir gerne in unserer Berichterstattung zurĂŒckgreifen – aber trotzdem Quellen wie jede andere auch. Und wenn bei einem Kunden etwas schief lĂ€uft, werden wir auch hier wie gewohnt kritisch berichten. DafĂŒr gab es schon einige Beispiele und bis auf das Logistikunternehmen Pfenning hat keiner der Kunden  uns das bislang ĂŒbel genommen, was fĂŒr die große SouverĂ€nitĂ€t unserer Werbepartner spricht.

Bei „etablierten Medien“ ist das erkennbar anders. Über „gute Kunden“ wird nur Gutes berichtet. Kritik findet nicht statt. Damit beschĂ€digen „traditionelle“ Medien seit Jahren ihre GlaubwĂŒrdigkeit und die ihrer Kunden gleich mit.

Informationsorientierte Leserinnen und Leser

Unser Leserinnen und Leser sind ĂŒberwiegend zwischen 25 und 50 Jahren alt, sehr interessiert am lokalen Geschehen, an Politik, Gesellschaft und Kultur. Wir erreichen im Gegensatz zu Tageszeitungen auch Leser unter 25 Jahren, die selbstverstĂ€ndlich elektronische Medien benutzen. Und wir freuen uns, dass immer mehr Ü50-Leser sich aktiv im Netz informieren.

Unsere Nachrichtenangebote machen immer wieder auch ĂŒberregional Schlagzeilen. Wir bieten Dokumentationen, investigative Stories, hintergrĂŒndige Berichte und Service-Informationen fĂŒr die Bevölkerung vor Ort. Unser lokaljournalistisches Konzept ist Vorbild fĂŒr eine Reihe von anderen Lokalmedien, die in den vergangenen zwei Jahren ĂŒberall in Deutschland entstanden sind.

Wir finanzieren uns ausschließlich ĂŒber Werbeeinnahmen. Unsere Kunden sehen wir deshalb als Partner – denn sie unterstĂŒtzen und stĂŒtzen unsere journalistische Arbeit. Von unserem sehr guten Image profitieren die Partner natĂŒrlich ebenfalls. Wenn Sie sich vorstellen können, Werbepartner bei uns zu werden, freuen wir uns sehr und beraten Sie unverbindlich. Wir bieten mehr als nur die Schaltung von Anzeigen – wir beraten Sie umfassend zu klassischer Image- oder Aktionswerbung und zu Social Media-Kampagnen. Unsere Preise sind fair und passen zu Kleinunternehmern, Dienstleistern bis hin zu großen Firmen aus dem Mittelstand. Unsere renommierten Werbepartner schĂ€tzen unser qualitativ hochwertiges Werbeumfeld bereits.

Probieren Sie es einfach aus. 🙂

Wenn Sie an der Aktion teilnehmen möchten, klicken Sie bitte auf den Link.

Wenn Sie uns direkt erreichen möchten, wÀhlen Sie 0621/ 437 458 30 oder schicken eine email an anzeigen (at) rheinneckarblog.de

Ihr

Verkehrsberuhigung: Eine FußgĂ€ngerzone wird es nicht geben.


Ladenburg, 17. Mai 2011. Soviel Andrang ist selten im Gemeinderat. Rund 180 BĂŒrgerinnen und BĂŒrger kamen zur Sondersitzung des Gemeinderats am gestrigen Abend. Zweieinhalb Stunden dauerte die Vorstellung möglicher Lösungen, die Debatte und die Anhörung der GĂ€ste. Am Ende stand kein verbindliches Ergebnis. Nur soviel ist klar: Eine FußgĂ€ngerzone wird es nicht geben.

Von Hardy Prothmann

WĂŒrde man nach einem Applausometer entscheiden, wĂ€re alles ganz einfach: „Lossen mer doch Ă€fach alles, wie es is. Bald 35 Johr werd schun diskutiert. Frieher war’s schlimm mit dem Verkehr. Heit hot sich des doch vun selbschd geregelt“, sagte ein Ă€lterer Herr. Der spontanste und lauteste Applaus des Abends gehörte ihm.

Doch so einfach wird das nicht werden. Eben weil schon so lange diskutiert wird. Und weil die SPD, allen voran Stadtrat Gerhard Kleinböck (der auch Landtagsabgeordneter ist) das Thema bereits zur Kommunalwahl 2009 und zur Landtagswahl im MĂ€rz hoch aufgehĂ€ngt haben. Und weil die Verwaltung viel Arbeit mit LösungsvorschlĂ€gen hatte. Und weil der Bund der SelbstĂ€ndigen sich um „Schadensbegrenzung“ aus seiner Sicht bemĂŒht hat. Und weil die Einsicht, dass „es sisch vun selbschd geregelt hot“ vielleicht richtig ist, aber leider ein Manko hat: Es fehlt scheinbar eine Entscheidung.

Volles Haus: Rund 180 BĂŒrgerinnen und BĂŒrger kamen zur Sondersitzung des Gemeinderats mit dem Thema Verkehrsberuhigung

Die SPD wird unbedingt eine Entscheidung wollen, die irgendeine VerĂ€nderung bringt – Hauptsache irgendwas wird entschieden und verĂ€ndert und damit vermeintlich das Gesicht gewahrt. Die GeschĂ€ftsleute hoffen, dass eine VerĂ€nderung nicht ĂŒber ihr Schicksal entscheidet. Und viele Anwesende hoffen, dass eien Entscheidung nicht das mit sich bringt, was eigentlich keiner will: Die Altstadt als Museum.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler hat sich als guter Demokrat gezeigt und die Sitzung mit dem enormen Auditorium souverĂ€n moderiert. Aber er ist auch SPD-Mitglied und ganz sicher erwarten die Genossen von ihm eine UnterstĂŒtzung ihres Anliegens: Es muss sich aus deren Sicht etwas Ă€ndern. Die SPD hat sich so sehr darauf versteift, dass sie irgendeine Änderung fĂŒr ihr Selbstbewusstsein braucht. Dass die Partei landauf, landab mit dieser sturen Haltung keine Punkte macht, ist in der Ladenburger SPD auch noch nicht verstanden worden.

Die Einsicht zur Aussicht fehlt bei manchen.

Leider ist es immer falsch, Entscheidungen zu treffen, bloß, weil man sich auf etwas versteift hat. Noch falscher ist es, ein Thema, mit dem man im Wahlkampf Punkten wollte weiterzutreiben. Vor allem, wenn man zĂ€hlen kann und feststellt, dass man schon wieder deutlich Stimmen verloren hat. Eine gewisse Einsicht wĂŒrde hier zu mehr Aussicht verhelfen.

Fest steht: Es gibt viele unterschiedliche Interessen. Die Anwohner wollen mehr Ruhe. Die Eltern mehr Sicherheit fĂŒr die Kinder. Der Heimatbund weniger Tische auf dem Marktplatz. Die SpaziergĂ€nger keine Autos. Die Autofahrer mehr ParkplĂ€tze. Die Gewerbetreibenden und Gastronomen keine EinschrĂ€nkungen fĂŒr die Kunden und GĂ€ste. Der BĂŒrgermeister keinen Streit. Die Parteien ihre Profilierung.

Und keiner will ein „Museum“ und keiner eine „tote“ Innenstadt – aber irgendeinen Tod muss man sterben, wenn so viele widerstreitende Positionen aufeinanderprallen.

Umfangreiche Debatte: Das Thema Verkehrsberuhigung erregt die GemĂŒter und forderte BĂŒrgermeister Ziegler.

Fakten, Fakten, Fakten.

Zu den Fakten: Die Polizei zĂ€hlte im Jahr 2010 vierzehn UnfĂ€lle, davon acht Fahrerfluchten, also BeschĂ€digungen von ruhendem Verkehr. Der stellvertrende Revierleiter Steffen Hildebrand sieht statistisch deswegen keinen Handlungsbedarf, sondern betont, wie „sicher“ es zugeht. Eltern, die „mehrmals tĂ€glich beinahe-UnfĂ€lle“ subjektiv erkennen, wird das nicht ĂŒberzeugen.

Die Stadt hat eine aktuelle VerkehrszĂ€hlung durchgefĂŒhrt. Wurden 1995 in der Hauptstraße West an einem Tag 2.600 Pkw gezĂ€hlt, sind es aktuell zwischen 1.700 und 1.800. In der Hauptstraße Ost waren es 1995 1.800, aktuell zwischen 1.100 und 1.200 Fahrzeuge. Der RĂŒckgang ist ĂŒberdeutlich. Und das, obwohl es viel mehr Fahrzeuge pro Einwohner gibt. Auch in der Kirchenstraße sind es zwischen 400 und 460 – gegenĂŒber 800 im Jahr 1995.

Und es sind viele FahrrĂ€der unterwegs: Im Westteil der Hauptstraße ĂŒber 1.000, im Ostteil rund 500, in der Kirchenstraße rund 600 in 24 Stunden. Doch auch das störte einen BĂŒrger, der „FahrrĂ€der“ als gefĂ€hrlichstes Fahrzeug ausmachte, weil man die nicht hört.

WĂ€hrend manche monierten, die Rollator-Rentner könnten wie MĂŒtter mit Kinderwagen nur unter Dauergefahr in die Innenstadt, sagten andere Rentner, dass sie wegen Gehproblemen mit dem Auto in die Innenstadt fahren – aber nie einen Parkplatz finden. Doch der ruhende Verkehr sollte nicht Teil der Debatte sein, was andere wieder als nicht zulĂ€ssig betrachteten.

Was fĂŒr ein Zirkus könnte man meinen. TatsĂ€chlich geht es um Meinungen und die darf man haben – egal, ob sie klug oder dumm sind. Und es ist Teil unserer Demokratie, dass das Grundgesetz diese Meinungsfreiheit garantiert.

Was bleibt also ĂŒbrig von dieser Sondersitzung des Gemeinderats unter einer wirklich sehr hohen BĂŒrgerbeteiligung? Das Schlusswort des BĂŒrgermeisters, der sich bei allen fĂŒr die Teilnahme bedankte, aber darauf verwies, „dass der Gemeinderat sich ein Meinungsbild verschafft hat, was aber sicher nicht reprĂ€sentativ ist, aber nach einer Beratung zeitnah entscheiden wird“.

Entscheidungsfindung.

Und der BĂŒrgermeister hat recht. Eine Versammlung von BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern allein ist noch nicht reprĂ€sentativ. Aber es waren 180 BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die aus eigenem Antrieb den Montagabend im Rathaus verbracht und ihre Sicht der Dinge vorgetragen haben. Darunter waren auch viele GeschĂ€ftsleute. Und jeder, der etwas vorzutragen hatte, hĂ€tte kommen können.

Und anhand der Stimmung ließ sich bestens ablesen, dass eine FußgĂ€ngerzone nur von einer Minderheit gewĂŒnscht wird. Und dass der Vorschlag eines BdS-Regionalverbandvertreters, doch vielleicht Bodenschweller anzubringen, nur GelĂ€chter hervorgerufen hat. Der Mann wirkte insgesamt deplaziert.

Der Bund der SelbstĂ€ndigen hat sich kompromissbereit gezeigt und erweiterte Zufahrtssperrungen am Wochenende nicht begrĂŒĂŸt, aber als Möglichkeit der Verkehrsberuhigung als noch aktzeptabel signalisiert – auch wenn die Gastronomen davon mehr betroffen sind, als der Handel.

Auch eine „unechte Einbahnstraße“, also Straßen, in die man nur aus einer Richtung einbiegen darf, aber die in beide Richtungen befahrbar sind, könnte man akzeptieren – wenn es nicht anders geht.

Damit schließt sich wieder der Kreis: „Des hot sisch doch vun selbschd geregelt“, steht da wieder im Raum.

Die RĂŒcksichtslosigkeit mancher Autofahrer wurde oft kritisiert – aber die lĂ€sst sich nicht ĂŒber Schilder regeln. Auch nicht ĂŒber eine oft geforderte verstĂ€rkte Überwachung. DafĂŒr aber mit AufklĂ€rung. Erstaunlich ist, dass die vehementen „Verkehrsberuhiger“ den Einsatz von BdS und Stadt mit keinem Wort gewĂŒrdigt haben – kein Lob fĂŒr die Anstrengungen. Kein EinverstĂ€ndnis, dass es wirklich nur verschwindend geringe Unfallzahlen gibt. Kein VerstĂ€ndnis fĂŒr die Nöte der Kaufleute und Dienstleister, die immerhin fĂŒr Arbeit sorgen, die die „schönen Schaufenster“ anbieten, die Leben in die Stadt ziehen.

Der Ă€ltere Herr, den ich am Anfang zitiert habe, erzĂ€hlte dazu folgende Beobachtung: „Wann isch meine Freunde von außerhalb Ladeberg zeige, dann hĂ€nn die misch schun oft gefrogt: Seid wann hebt ihr denn die FußgĂ€ngerzone? Die denke des wirklisch, weil so wenisch los is. Wann isch Leut treffe will, geh ich zum Parkplatz an der WallstĂ€dter Stroß – do ist viel los. Wann des hier so weitergeht, ist die Altstadt bald ganz tot.“

Anmerkung:
Wir haben die Sitzung live mitprotokolliert.
Sie können das bei Facebook oder bei Twitter nachlesen.

Unsere Facebook-Seite

Unsere Twitter-Seite

Dokumentation: Streit um Twitter & co – oder die Angst vor der Transparenz und Meinungsfreiheit

Guten Tag!

Heddesheim/Rhein-Neckar, 25. Februar 2011. Der Heddesheimer BĂŒrgermeister Michael Kessler, die CDU, die SPD und die FDP haben ein Problem mit dem „Verhalten“ des partei- und fraktionsfreien Gemeinderats Hardy Prothmann. Der Vorwurf: Durch „Twittern“ missachte GR Prothmann den Rat. Der Streit um Twitter & co ist nicht auf Heddesheim begrenzt.

In Heddesheim wurde der partei- und fraktionsfreie Gemeinderat Hardy Prothmann in der Gemeinderatssitzung vom 24. Februar 2011 per Mehrheitsbeschluss von BĂŒrgermeister Michael Kessler sowie den CDU-, SPD- und FDP-Fraktionen aus der Sitzung ausgeschlossen und vom BĂŒrgermeister des Saales verwiesen.

Der erste genannte Grund: Der Gemeinderat Prothmann habe getwittert und damit den Rat angeblich missachtet. Der zweite genannte Grund: Der Gemeinderat Prothmann habe angeblich den BĂŒrgermeister beleidigt.

Gemeinderat Prothmann verwahrte sich gegen beide Unterstellungen und hat noch am selben Abend Beschwerde beim Kommunalrechtsamt eingereicht. Die Beschwerde, weitere Dokumentationen und Berichte zum Thema lesen Sie auf dem heddesheimblog.de.

In Augsburg gab es Ende 2009 Zoff ums Twittern. Erst im Sommer 2010 wurde es wieder erlaubt. Quelle: Augsburger Allgemeine

Der „Streit“ um den „Anstand“ zwischen konservativen BĂŒrgermeistern, ihren jeweiligen „Rats-Mehrheiten“ und progressiven GemeinderĂ€ten wird landauf, landab gefĂŒhrt. Im Kern geht es um die Kontrolle der „Deutungshoheit“. Einzelne GemeinderĂ€te oder kleine Fraktionen sollen sich der „Mehrheit“ unterordnen. Meinungsfreiheit ist dabei eher ein gering geachtetes Gut.

Wutentbrannte Reaktion

Am 18. Dezember 2009 berichtet beispielsweise die Augsburger Allgemeine Zeitung unter der Überschrift: „Debatte um Kommunikationsdienst – Ärger um Twitter-Nachrichten aus dem Augsburger Stadtrat“ ĂŒber den damals 26-jĂ€hrigen Stadtrat Christian Moravcik (GrĂŒne). Moravcik hatte getwittert und andere StadtrĂ€te fĂŒhlten sich dadurch angeblich „gestört“.

Lange Zeit allerdings nicht – es war laut Bericht „seit Monaten bekannt“, dass der junge Mann den Internet-Dienst nutzt. Doch bei einer Sitzung verfolgte eine CSU-StadtrĂ€tin am Notebook, was der „Kollege“ denn da so an Nachrichten verbreitet.

Eine Bemerkung ĂŒber den CSU-Fraktionschef fĂŒhrte zum Eklat. Die Augsburger Allgemeine, ebenfalls eher eine konservative Zeitung, berichtete: „KrĂ€nzle reagierte wutentbrannt.“

Es folgten monatelange Diskussionen um ein Verbot und schließlich eine „Selbstverpflichtung“, wie Twitter zu benutzen sei. Die Augsburger Allgemeine berichtet am 24. August 2010: „Augsburger Stadtrat: Twittern wieder erlaubt.

Die ThĂŒringische „Goethe- und UniversitĂ€tsstadt“ Ilemnau (rund 26.000 Einwohner) ist da weiter. Sie achtet die Meinungfreiheit.

Hier ist Twittern sogar ins Ortsrecht aufgenommen worden.

In Ilmenau ist Twittern per Ortsrecht erlaubt

In der „GeschĂ€ftsordnung fĂŒr den Stadtrat und die AusschĂŒsse sowie die OrtsteilrĂ€te der Stadt Ilmenau vom 5. November 2009“ heißt es unter Paragraf 3 „Öffentlichkeit der Sitzungen“:

„(5) Tonbandaufzeichnungen sowie Filmaufnahmen durch Dritte sind nur mit einstimmiger
Zustimmung des Stadtrates zulĂ€ssig. Die Zustimmung gilt als erteilt fĂŒr Fotoaufnahmen,
wenn sie durch Journalisten vom Presseplatz aus erfolgen.
(6) Elektronische Informationen aus der öffentlichen Sitzung (z. B. Twittern) heraus sind
erlaubt. Dies gilt nicht fĂŒr die nichtöffentliche Sitzung. Nur derjenige, der die elektronische
Information in das Internet eingibt, ist fĂŒr die Rechtsfolgen der Verbreitung der
elektronischen Kurzinformation verantwortlich.“

Dort darf also die Presse sogar vom Platz aus fotografieren und bei Zustimmung des Stadtrates sogar filmen oder Tonbandaufnahmen machen.

In Weinheim ist die CDU Vorreiter

Im Weinheimer Gemeinderat gibt es ebenfalls StadtrÀte, die sich sozialer Netzwerke bedienen, darunter mindestens ein Stadtrat der CDU.

Die StĂ€dte Ladenburg und Weinheim sowie die Gemeinde Hirschberg, ĂŒber die unsere Redaktion auch berichtet, sind darĂŒber informiert, dass wir vom Pressetisch aus wĂ€hrend der Sitzung twittern, EintrĂ€ge bei Facebook vornehmen und sogar aus der Sitzung heraus nach Beschlussfassung Artikel sofort veröffentlichen.

Die GemeinderĂ€te und BĂŒrgermeister dieser Kommunen haben nichts dagegen einzuwenden und verhalten sich in dieser Hinsicht vorbildlich in bezug auf Meinungsfreiheit und Transparenz.

Verboten sind dort wie in vielen GemeinderĂ€te Ton-, Film- und Fotoaufnahmen, außer, sie werden ausdrĂŒcklich gebilligt.

In Heddesheim lĂ€sst der BĂŒrgermeister „observieren“

In Heddesheim hingegen rĂŒgte der BĂŒrgermeister Michael Kessler den partei- und fraktionsfreien Gemeinderat Hardy Prothmann zum wiederholten Male, „Twittern“ sei eine Missachtung des Gemeinderats.

Hier hat Hardy Prothmann einen von "kooptech" Tweet "retweetet", was man am vorgestellten RT erkennt. "kooptech" ist die renommierte IT-Journalistin Christiane Schulzi-Haddouti. Quelle: twitter.com

Der BĂŒrgermeister Kessler lĂ€sst dazu die Twitter-AktivitĂ€t des Gemeindrats Prothmann wĂ€hrend der Sitzung durch Gemeindebeamte beobachten. Die Arbeitsanweisung scheint klar zu sein. Sobald eine Nachricht auftaucht, in die man aus Sicht der Verwaltung eine „Missachtung“ hineininterpretieren kann, unterbricht der BĂŒrgermeister die Sitzung, um eine „Stellungnahme“ vorzunehmen.

Die Frage, inwieweit es sich um eine Missachtung des Gemeinderats durch die Verwaltungsmitarbeiter und den BĂŒrgermeisters handelt, wenn diese wĂ€hrend der Sitzung im Internet Twittermeldungen lesen, ist in der Sitzung vom 24. Febraur 2011 nicht geklĂ€rt worden.

Angst vor „Kontrollverlust“

Der Hintergrund fĂŒr Auseinandersetzungen in Augsburg, Heddesheim oder anderswo ist sicherlich mit der Angst vor „Kontrollverlust“ zu begrĂŒnden.

Obwohl es sich um öffentliche Gemeinderatssitzungen handelt, war man es lange gewohnt, dass sich die Fraktionen und Verwaltungen im Vorfeld der Sitzungen absprechen. Man kann das auch „Hinterzimmerdemokratie“ nennen oder „Gemauschel“ oder wie auch immer.

Die wenigen BĂŒrger, die bei solchen Sitzungen anwesend sind, erhalten keine Hintergrundinformationen, erleben keine tatsĂ€chliche Debatte. Die „Öffentlichkeit“ wird im Nachgang hĂ€ufig ĂŒber Monopolzeitungen informiert. Politikverdrossenheit ist da vorprogrammiert.

Eigene Meinungen und Sichtweisen und eine zeitnahe Verbreitung (ver-)stören da viele „Traditionalisten“, die sich weder einer kritischen Öffentlichkeit und schon gar nicht kritischen Gemeinderatsmitgliedern, die alle demokratisch gewĂ€hlt wurden, stellen wollen.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Anmerkung der Reaktion:
Hardy Prothmann ist verantwortlich fĂŒr das heddesheimblog und ehrenamtlicher, partei- und fraktionsfreier Gemeinderat in Heddesheim.

Schwerer Unfall wĂ€hrend ZDF-Sendung „Wetten, dass…“

Guten Tag

Rhein-Neckar/DĂŒsseldorf, 04. Dezember 2010. WĂ€hrend der heutigen ZDF-Sendung „Wetten, dass…“ ist es offenbar zu einem schweren Unfall bei einer Wette gekommen. Kurz darauf wurde die Sendung unterbrochen.

Im Internet ĂŒberschlagen sich zur Zeit die Meldungen – verifizierte Informationen hat aber so gut wie niemand.

"Saalwetten"-Kandidat bleibt regungslos liegen.

Soviel ist klar: Der 23-jĂ€hrige Wettkandidat Samuel Koch ist nach einem waghalsigen Sprung ĂŒber Autos mit „Sprungfedern“ ĂŒber Autos „liegengeblieben. Kurz darauf wurde die Sendung unterbrochen und „Archivmaterial“ ausgestrahlt.

Sofort kamen via des Kurznachrichtendienst „Twitter“ hunderte von Meldungen.

Erste Videos wurden bei youtube.de Videos hochgeladen, zu denen das ZDF „Löschaufforderungen“ sendete.

Wir berichten weiter auf „weinheimblog.de

Die Redaktion

Gabis Kolumne

Die NormalitÀt von sozialen Netzwerken

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Guten Tag!

Ladenburg, 22. November 2010. Soziale Netzwerke sind voll im Trend. So gut wie alle Kinder und Jugendlichen haben damit zu tun. Fragt sich nur, was man selbst damit zu tun hat, ob man alles versteht und wie man den Kindern den Umgang damit beibringt, meint Gabi.

Vor ein paar Wochen habe ich geschrieben, dass ich mich den Sozialen Netzwerken annĂ€here. Vorsichtig habe ich mich herangetastet. Ich muss gestehen, dass ich mich der Fazination kaum erwehren konnte. Ich habe gechattet, sogar mal was gepostet, wie es so schön heißt. Mein Freundeskreis ist stetig gewachsen. Das zu mir.

Facebook. Aus einem Studentenjahrbuch-Verzeichnis wurde die grĂ¶ĂŸte Online-Community der Welt.

Auch meine Kinder sind in sozialen Netzwerken unterwegs: SchĂŒlerVZ und Facebook und wer-kennt-wen. NatĂŒrlich haben wir es zu Hause thematisiert, auf die Gefahren hingewiesen und davor gewarnt, Bilder zu veröffentlichen.

Die Gefahren im Netz sind subtiler.

Auch weiß ich von Freunden und Bekannten, dass deren Kinder hier „unterwegs“ sind. Letztendlich sehen wir es aber recht locker, was kann hier schon passieren? Ist es nicht rein virtuell und nichts gegen die Gefahren, denen unsere Kinder im tatsĂ€chlichen Leben ausgesetzt sind?

Doch die Gefahren, die hier lauern, sind viel subtiler. Wie erkennt man, was wer ernst meint? Wo hört der Spaß auf? Ist ein Freund wirklich ein Freund?

Jugendliche berichten ĂŒber Saufgelage, stellen davon Bilder ins Netz, nehmen politische Haltungen ein, provozieren. Um cool zu sein, aufzufallen, sich abzugrenzen. Dass sie sich damit auch inszenieren und von außen nicht immer erkennbar ist, wo der Spaß aufhört und der Ernst anfĂ€ngt – ist ihnen das klar? Wirklich bewusst?

sntwitter

Twitter – ein Kurznachrichtendienst im Internet.

Was man im Internet veröffentlicht, dafĂŒr ist man letztendlich verantwortlich. Und man stellt eine Öffentlichkeit her. Denn, wer teilweise einige hundert Freunde und mehr sein eigen nennt, wird kaum noch ein Überblick darĂŒber haben und kann nicht davon ausgehen, dass alles nur im „stillen KĂ€mmerlein“ passiert.

„Ich habs nicht so gemeint“, gilt nicht.

Lockere, coole SprĂŒche sind an der Tagesordnung. Was passiert, wenn cool nicht mehr cool ist, sondern rassistisch? „Ich hab-€ℱs nicht so gemeint“, ist schnell gesagt. Aber letztendlich kann man ja nur an den eigenen Worten gemessen werden. Vor allem dann, wenn man es öffentlich macht.

Soll ich meinen Kindern die Netzwerke jetzt verbieten? Gilt es nicht eher mit ihnen darĂŒber zu reden und sie aufzuklĂ€ren?

Wir wissen heute alle, dass sich Personalchefs gerne im Facebook oder Studi-VZ tummeln. Welches Bild möchte man dann hier nach Außen abgeben?

Wer rechts- oder auch linksextreme Aussagen tĂ€tig, muss damit rechnen, dass man ihn oder sie fĂŒr Ernst nimmt. Und wollen das Jugendliche nicht eigentlich?

Andererseits gehört zum jung sein, auch ĂŒber das Ziel hinaus zu schießen. Das habe ich getan, das machen immer wieder meine Kinder. Wichtig ist dabei immer wieder Grenzen zu erkennen. Sich betrinken tut sich fast jeder mal in seiner Jugend (oder auch spĂ€ter), lĂ€sst man sich aber volllaufen und beschĂ€digt sich, andere oder Dinge, hat das eine ganz andere Brisanz.

snfbgroß

Die Frage ist meist nicht, ob man oder ob man nicht, sondern wie man mit Facebook umgeht.

Wie können wir unseren Kinder, in einer Welt, die so zwischen VirtualitÀt und RealitÀt hin- und herspringt, begreiflich machen, wo hier die Gefahren liegen, wo wir doch selbst in dieser Welt meist Fremde sind?

Quatsch ist erlaubt – aber auch ein sauberes Image.

Ich kann meinen Kindern nur den Rat geben, dass sie nur das veröffentlichen, zu dem sie wirklich stehen können. Und wenn es Quatsch ist, muss es auch als Quatsch erkennbar bleiben.

Klar ist, dass soziale Netzwerke fĂŒr unsere Kinder normal sind. Klar ist aber auch, dass es darin normal zugehen sollte.

FĂŒr mich sind soziale Netzwerke noch neu und ich nĂ€here mich an. Vorsichtig. Das versuche ich auch meinen Kindern beizubringen.

Und klar – die sozialen Netzwerke bieten auch jede Menge Vorteile. Einer ist gerade der, der auch problematisch sein kann: Der öffentliche Austausch mit anderen.

Und eine FĂŒlle von Informationen, die man fĂŒr das echte Leben nutzen kann, warten im Internet neben all dem Schrott, den es dort auch gibt. Damit unterscheidet sich das Internet nicht wirklich vom realen Leben.

Der entscheidende Unterschied ist der der Dokumentation – was im Internet gepostet wird, kann man zwar wieder löschen. Ob es damit aus der Welt ist? HĂ€ufig nicht. Denn Informationen werden kopiert, an anderer Stelle wieder eingefĂŒgt.

Auch ich muss lernen, Herrin ĂŒber die Informationen zu bleiben, die ich pflege und die andere ĂŒber mich haben. Das ist eine ganz schön verantwortliche Aufgabe, die ich wie meine Kinder erst gerade lerne.

gabi

Gabis Kolumne

Ich bin in Facebook und es ist spannend

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Guten Tag!

Ladenburg, 11. Oktober 2010. Social Media – soziale Medien. Irgendwie ist das dauernd ein Thema – die Kinder machens schon und seit neuestem auch Gabi – die war erst skeptisch und findet es nun richtig spannend.

Eine gute Bekannte ist fĂŒr ein Jahr nach Amerika gezogen. Bisher haben wir es weder geschafft miteinander zu telefonieren noch zu mailen. Dennoch weiß ich alles ĂŒber sie. Ich weiß, was sie am letzten Wochenende gemacht hat und dass sie endlich den Mann ihrer TrĂ€ume gefunden hat.

Sie fragen sich jetzt sicher woher? Aus dem sozialen Netzwerk Facebook. Das ist das erfolgreichtste Social Media-Angebot der Welt und bald vielleicht wichtiger als Google.

Bislang hatte ich das GefĂŒhl, relativ mĂŒhelos dem Zeitgeist folgen zu können. Ich bin frĂŒh auf die digitale Kamera umgestiegen, benutze seit 1993 email im Beruf und im privaten Bereich gehören die auch schon lange zu meinem Alltag, auch wenn ich das Briefeschreiben lange vermisst habe. SMSen finde ich eine absolut praktische Sache und das Navigationssystem im Auto ist wirklich ne tolle Sache.

Auch das ladenburgblog ist bei Facebook: Die erfolgreichste Social-Media-Plattform der Welt. Zur Zeit kommt gerade der Film "The Social Network" in die Kinos.

So weit, so gut, aber womit ich wirklich Probleme hatte, war das Social Networking im Web.

Wer-kennt-wen, Facbook, Twitter, SchĂŒlerVZ…

Vor zwei Jahren hörte ich im Freundeskreis zum ersten Mal von WKW („Wer kennt wen“). Eine Bekannte war vollends begeistert: „Ich habe jetzt wieder Kontakt zu Freunden aus meiner Schulzeit und habe insgesamt schon ĂŒber 300 Kontakte.“

Und mir wurde schnell klar, viele Kontakte haben ist gut, wer viele Kontakte hat, genießt in diesen Netzwerken ein hohes Ansehen. Auch, wenn ich mich innerlich dagegen wehrte, ein wenig neugierig war ich schon.

Zumal meine Kinder selbstverstĂ€ndlich das SchĂŒlerVZ nutzen und mein Mann von WKW ĂŒber Xing bis zu Facebook in allen Netzwerken vertreten ist und auch fröhlich twittert.

Also meldete ich mich bei WKW an und tatsÀchlich, nach kurzer Zeit tauchten alte Bekannte auf, aber auch welche, die ich nicht kennen oder nicht mehr kennen wollte.

Kaum hatte ich mich ein wenig mit WKW auseinandergesetzt, redeten alle im Bekanntenkreis, und da vor allem die JĂŒngeren von Facebook. Also habe ich mir auch da einen Account angelegt.

Dieser Tage habe ich nun das erste Mal gechattet. Mein Mann war auf GeschÀftsreise und wir hatten ein Chat-Date (kann man das so sagen?)

Aufregender Anfang.

Ich war höllisch aufgeregt, ich saß vorm Computer starrte auf meine Facebook-Seite und wartete darauf, dass ein grĂŒner Punkt mit seinem Namen erschien.

Es erfolgte ein „Pling“ und es erschien „Hallo Schatz -€©.“

Schon nach kurzer Zeit war mir klar, die Antworten und Fragen mĂŒssen kurz und schnell ausfallen, damit eine vernĂŒnftige(?) Kommunikation stattfinden kann. Bastelt man zu lange an dem Response ist das Thema beim Chat-Partner vielleicht schon wieder durch.

Mit dieser neuen Erfahrung nahm ich auch mutig das Chat-Angebot eines Bekannten an, der sich plötzlich mit dem „Pling“ und einem „Hi-€©“ meldete. Diesmal ging es schon leichter.

Verstehen? Einfach drauf los und siehe da, es klappt.

Der nĂ€chste Schritt war das Kommentieren von EintrĂ€gen und Bildern. Eindeutig Neuland fĂŒr mich.

Ich versuchte System und Form zu verstehen. Hoffnungslos! Also einfach drauf los. Und siehe da, es klappte und machte Spaß. Und wie von allein wird das Netz immer engmaschiger, das heißt es kommen neue Freundschaftsanfragen hinzu. Man wird schnell aufgenommen in der Community der Kommentierenden. Man ist „on“.

Werden wir uns zukĂŒnftig also immer mehr in den Sozialen Netzwerken bewegen, hier unsere Freunde besuchen, an ihrem Leben teilnehmen. Durch Anklicken unseren Freundeskreis erweitern und beim Chatten unsere Probleme besprechen.

Ich muss zugeben, meine Meinung schwankt: Hatte ich vor kurzem diese virtuelle Welt noch verdammt, verstehe ich langsam auch als Bereicherung. Aber nicht als Ersatz fĂŒr echte soziale Netzwerke.

Anmerkung der Redaktion: Sie finden uns bei Facebook unter Redaktion ladenburgblog.

Notiz: Danke fĂŒr die UnterstĂŒtzung

Guten Tag!

Ladenburg, 13. September 2010. Vor kurzem haben wir unsere LeserInnen aufgerufen, sich bei uns einzubringen – fĂŒr einen neuen Journalismus, der nĂ€her am Leben dran ist und die LeserInnen mit einbezieht. Wir haben viele Hinweise dazu bekommen und sagen Danke.

Beispielsweise haben wir „live“ von der SchlĂ€gerei erfahren: „Sie sind doch der vom ladenburgblog?“, war eine Frage: „Dann mĂŒssen Sie schnell zur Kirche, da hats gerade gekleppert.“

Wir waren dann auch vor Ort, aber die Situation hatte sich schon wieder aufgelöst. Ein anderer Leser informierte uns per email, dass die SchlĂ€gerei kurz nach 23:00 Uhr war und nicht um Mitternacht. Wir haben das bei der Polizei gecheckt – Tatasche, der Leser hatte Recht. Wir haben die Uhrzeit im Artikel korrigiert.

Unser Aktion „Save the FĂ€hnchen“ ist uns eingefallen, nachdem es den Flashmob gab. Es haben so viele Menschen darĂŒber gesprochen, dass wir dachten: „Ok, ist das alles? Wie bekommen wir es hin, dieses große Diskussionsthema ins Bild zu bekommen, wenn keine FĂ€hnchen da sind?“ Wir haben dann die FĂ€hnchen am Ringerstand in der Lustgartenstraße entdeckt und sofort gedacht: „Das machen wir. Festbesucher und FĂ€hnchen im Bild.“ Wir haben ĂŒber 30 Bilder mit fast 100 Personen aufgenommen. Nur zwei wollten nicht aufs Foto. Viele waren keine Ladenburger, aber begeisterte Festbesucher.

Über Facebook wurden wir auf das Atelier 47 aufmerksam gemacht – hier fand eine „Labskauslesung“ statt und das Jazzkartell spielte mit Gitarre und Vibraphon – ein kleiner Leckerbissen auf dem großen Fest.

Über die Foren Facebook (unser Name hier: Redaktion ladenburgblog) und Wer-kennt-wen (hier unter Hardy Prothmann) sowie Twitter (ladenburgblog) stehen wir in gutem Kontakt mit vielen LeserInnen, die unsere Arbeit immer wieder mit guten Argumenten und Hinweisen unterstĂŒtzen.

Deshalb: Danke dafĂŒr.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog