Samstag, 18. November 2017

Geheime Noten für die Schulen

Rhein-Neckar, 09. Mai 2014. (red/ld) Halten Schulen, was sie in ihren Leitbildern versprechen? Das untersuchen 90 Mitarbeiter des Landesinstituts für Schulentwicklung in Baden-Württemberg im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Fremdevaluation. Die Ergebnisse veröffentlicht das Kultusministerium aber nicht – um ein Schulranking zu vermeiden. [Weiterlesen…]

110 junge Erwachsene verlassen das CBG

Glückwunsch zum Abitur!

Ladenburg, 01. Juli 2013. (red/ld) Wir gratulieren den 110 Abiturientinnen und Abiturienten des Carl-Benz-Gymnasiums. Anbei die Namensliste der Abiturienten und der Preisträger, die uns das CBG zur Verfügung gestellt hat. [Weiterlesen…]

Abi 2012

CBG entlässt 217 Abiturientinnen und Abiturienten

Ladenburg, 21. Juni 2012. (red/pm) 217 junge Erwachsene haben dieses Jahr ihr Abitur am Carl-Benz-Gymnasium in Ladenburg gemacht – wir sagen: Herzlichen Glückwunsch. Anbei die Namensliste, die das CBG zur Verfügung gestellt hat. [Weiterlesen…]

Schule will sich vor Vandalismus seiner Privatschüler schützen

„Klo-Cam“: Kamera auf Toilette des Kurpfalz-Gymnasiums Mannheim

Kamera auf einer Männer-Toilette des Kurpfalz-Gymnasiums. Schulleiter Schmitt sagt: "Die Schule gehört mir - ich schütze mein Eigentum." Foto: privat

Mannheim/Rhein-Neckar, 03. Dzember 2011. (red/aktualisiert) Nach unseren Informationen wurde Strafanzeige gegen die Schulleitung wegen Datenschutzverletzungen erstattet. Die Schulleitung soll mittlerweile die Kameras entfernt haben.

Ursprünglicher Artikel:

Mannheim/Rhein-Neckar, 30. November 2011. In mindestens einer Männer-Toilette des privaten Kurpfalz-Gymnasium/-Realschule ist eine Kamera installiert. Unsere Redaktion wurde von Eltern darauf aufmerksam gemacht. Die Schulleitung findet, es sei ihr Recht, dort eine Kamera zu installieren. Ist das so? Darf eine Privatschule sanitäre Anlagen per Videoüberwachung „schützen“ und gleichzeitig die Privatsphäre von Schülern verletzen?

Von Hardy Prothmann

Die Aufregung bei den Eltern ist groß: „Das gibts doch nicht, war meine erste Reaktion, als ich gehört habe, dass auf den Toiletten Kameras hängen“, sagt der Vater eines Jungen, der das Mannheimer Kurpfalz-Gymnasium besucht.

„Geschmacklos und rechtswidrig“, ist die erste Reaktion von Mathias Meder, Sprecher für Sicherheits- und Ordnungspolitik von Bündnis 90/ Die Grünen im Gemeinderat der Stadt Mannheim.

„Das ist meine Sache, ich darf das“, ist die erste Reaktion von Schulleiter Schmitt, der uns sogleich „rechtliche Konsequenzen und jede Menge Ärger“ am Telefon androht: „Sie werden darüber nicht berichten.“ [Weiterlesen…]

Saufgelage in Heidelberg – maue Party in Ladenburg


Merian-Realschul-Abgänger feiern auf der Festwiese. Bild: ladenburgblog.de

Ladenburg/Heidelberg/Rhein-Neckar, 11. Mai 2011 (red/pol) Die Realschulabschlussfeier artete in Heidelberg zu einem Saufgelage aus. 25 Anzeigen, auffallend viele sehr betrunkene Schülerinnen und Schüler beschäftigten Polizei und Rettungsdienste. In Ladenburg kamen rund 80 Schülerinnen und Schüler in der „Hochphase“ am Nachmittag auf die Festwiese – ohne Zwischenfälle.

Von Hardy Prothmann

Abends um 20:00 Uhr ging es eher ruhig zu auf der Festwiese. Etwas über 30 Schülerinnen und Schüler feierten hier noch ihren Realschulabschluss. Die meisten gehen/gingen zur Merian-Realschule, ein Gruppe von Seckenheimer Realschülern war auch vor Ort.

Und die Polizei schaute regelmäßig vorbei: „Nervt ein bisschen“, meint ein Mädchen, sagt aber auch: „Die sind aber schon nett gewesen.“ Ein Schüler aus Heddesheim bestätigt: „Keine Probleme, die gucken halt, das man nichts „Hartes“ dabei hat. Ist ja auch ok so.“

Viele sind ein wenig enttäuscht und hatten sich eine größere Party erhofft: „Wir haben das extra beim Bürgermeister angemeldet und durften dann ja auch, aber vielleicht haben sich einige nicht getraut oder keinen Bock auf Stress gehabt.“

Vergangenes Jahr wurde am späten Nachmittag das Rundklo demoliert – mehrere tausend Euro Sachschaden waren das Ergebnis einer alkoholisierten Zerstörungswut von zwei Schülern. Damit war „Schluss mit lustig“ – seitdem wird stärker kontrolliert.

Auch Seckenheimer Schüler feierten auf der Festwiese: "War etwas mau."

Das Konzept des Revierleiters Frank Hartmannsgruber geht auf: regelmäßige Präsenz und aktive Ansprache der Jugendlichen hat für Ruhe in Ladenburg gesorgt: Hexennacht, Altstadtfest und gestern die Realschulfeier kamen ohne Exzesse und Zerstörungen, Gewalt und Krankenhausfällen aus: „Die sollen feiern, ich würde das auch wollen“, sagt der Revierleiter: „Aber es muss im Rahmen bleiben.“

Heißt übersetzt: Party ja – Rambazamba nein. Eigentlich schade, dass viele Schülerinnen und Schüler die Party deshalb „etwas mau“ fanden. Hey – freut Euch. Schule geschafft ist doch toll. Und man kann sich auch ohne Alk freuen. Man kann aber auch ein Bierchen trinken und sich entspannen, Spaß miteinander haben. Stockbesoffen in der Gegend rumzufallen ist alles andere als cool.

Wie es in Heidelberg zugegangen sein muss, beschreibt dieser Polizeibericht:

„Früher da – schneller betrunken – früh wieder weg, so verlief in Kürze der „Besuch“ vieler Realschüler aus Heidelberg und dem gesamten Rhein-Neckar-Kreis nach den schriftlichen Prüfungen am Dienstag ab der Mittagszeit. Und manch einer muss mit einem „Nachspiel“ rechnen.

25 Anzeigen, davon 14 wegen des Genusses von „harten“ Spirituosen (überwiegend Wodka!) und elf wegen Rauchens, sowie in einem Fall der Besitz von Marihuana, diese Bilanz zog die Polizei alleine auf dem Bismarckplatz am Dienstagmittag.

Das Ziel der 15 – 17-Jährigen war wie alle Jahre das Neckarvorland. Und mancher schaffte es gerade mal bis zum Hauptbahnhof. In einem Wartehäuschen schlief ein 17-Jähriger aus Sandhausen seinen Rausch aus. Er wurde, wie noch viele Andere, von den verständigten Eltern abgeholt.

Schon um 14 Uhr wurde ein 16-jähriger Schüler mit über 1,2 Promille auf die Wache gebracht, es sollte nicht der letzte sein. Einem 17-Jährigen aus Wiesloch wurde um 13.40 Uhr die Wodkaflasche weggenommen, der informierte Vater „verlangte“, dass die Flasche ausgeschüttet wird. Im Endeffekt ohne Erfolg, um 17.00 Uhr fiel der Jugendliche mit über 1,1 Promille wieder auf dem Bismarckplatz auf.

Gegen 15 Uhr erreichte die Party auf dem Neckarvorland mit etwa 600 Schülern den Höhepunkt. Durch zu starken Alkoholkonsum kam es bei vielen Jugendlichen zu „Totalausfällen“. Drei Jugendliche mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ein Mädchen musste notärztlich versorgt werden, um die anderen Schüler kümmerten sich die Sanitäter. Insgesamt hatte das DRK – zwei Notärzte und über 20 Sanitäter – bis zum Abend 21 Einsätze zu leisten, ab 17 Uhr musste das DRK ein Einsatzzelt auf dem Neckarvorland aufbauen.

Etwa ab 15.30 Uhr setzte die Abwanderungswelle ein, kurz nach 19 Uhr waren noch etwa 100 Feiernde auf der Neckarwiese.

Zurück blieb eine „Müllhalde“, zahlreiche Bewohner beschwerten sich über erbrechende und pinkelnde Schüler in ihren Vorgärten. Die Toilettenanlage unterhalb der Theodor-Heuss-Brücke musste mehrfach kurzfristig geschlossen werden und konnte erst nach erfolgter Reinigung wieder geöffnet werden.

Auch die Feuerwehr war im Einsatz, direkt am Neckarufer musste ein brennender Abfalleimer gelöscht werden.
Die Polizei hatte in den Spitzenzeiten etwa 40 Beamte im Einsatz.“

Fazit eines solchen Einsatzes: Jede Menge Kosten für den Staat. Geld, dass man besser in Schulbildung einsetzen kann. Jede Menge Anzeigen. Jede Menge Ärger. Und ganz sicher ein Grund, über ein Verbot solcher „Parties“ nachzudenken.

Das Nachsehen haben die, die in den nächsten Jahren feiern wollen. Die dürfen nicht oder nur unter Auflagen. Die diesjährigen Abgänger haben das „leidvoll“ erfahren. Die Party war in ihren Augen leider „mau“ – Schuld daran, dass weniger los war, waren vor allem zwei Randalierer, die allen anderen den Spaß verderben.

Den Jugendlichen kann man nur wünschen: Feiert Eure Parties – aber nicht bis zum Anschlag. Denn irgendwann ist leider Schluss mit lustig. Und das ist schade. Für alle.

„Gegen das Vergessen“ heißt auch hinschauen


Guten Tag!

Ladenburg, 29. Januar 2011. Siebenundreißig Stolpersteine sind verlegt. Als Mahnung, als Erinnerung an die grausame, menschenverachtende Zeit des deutschen Nationalsozialismus, der Millionen Menschen den Tod und den Deutschen Schande gebracht hat. Die Broschüre „Spuren jüdischen Lebens in Ladenburg – Ein Rundgang“ ist ein zusätzliches Dokument, das die Erinnerung an diese fürchterliche Zeit wachhält. Man will nicht vergessen. Das ist gut so. Man muss sich aber auch der Realität stellen. Das ist besser.

Von Hardy Prothmann

Am 16. November 2010 ist hier auf dem ladenburgblog der Text „Hitlerbart und Nazi-Symbole – wie sich ein Teil der CBG-Jugend im Internet auslebt“ erschienen. Dieser Text hat enorme Aufmerksamkeit gefunden und viel Kritik ausgelöst – gegen den Text und gegen mich als Verfasser.

Ich habe allerdings auch sehr viel Zuspruch erfahren. Wie auch immer – bis heute gibt es keine Reaktion von „offizieller Seite“ und das ist mehr als bedauerlich.

Vor allem vor dem Hintergrund des 66. Jahrestags zur Befreiung von Auschwitz und einem offiziellen Festakt, an dem auch das Bündnis „Wir gegen Rechts„, der Bürgermeister und andere Honoratioren sowie rund 80 Bürgerinnen und Bürger der Stadt teilgenommen haben.

stolpersteine-05

Der 37. Stolperstein für Lilli Frankenthal - 1942 in Auschwitz ermordet.

Deswegen nehme ich aus „aktuellem Anlass“ das Thema nochmals auf – wer sich mit Ladenburg, Geschichte, Journalismus, lokalen Medien, meiner Person und dem Thema auseinandersetzen möchte, wird sicherlich an den folgenden Informationen interessiert sein.

„Meine“ Geschichte mit der deutschen Geschichte

Ich bin 1966, also 21 Jahre nach dem Ende des „Dritten Reichs“ geboren.

Im Alter von vierzehn Jahren, also 1980, habe ich das erste Mal vom wirklichen Ausmaß der nationalsozialistischen Diktatur im Sozialkundeunterricht erfahren. In den folgenden Jahren lernte ich alles, was wir darüber lernen mussten.

Aber irgendwann kamen mir Hitler und das Dritte Reich zu den Ohren raus. Nicht nur einmal habe ich gedacht: „Nicht schon wieder.“ Aber der Lehrplan war gnadenlos.

Vor allem die Schuldfrage quälte mich. Was hatte ich damit zu tun? Ich war und bin nicht schuld an dem, was passiert ist. Zu keiner Zeit meines Lebens. Auch meine Eltern, 1944 und 1947 geboren, sind frei von jeglicher persönlicher Schuld.

Ich finde alles, was damals passiert ist, grausam, verachtenswert, erschütternd.

„Witzfigur“ Hitler?

Und es fällt mir persönlich bis heute schwer zu glauben, dass Adolf Hitler, diese „Witzfigur“, dieser kleine, hässliche Mann mit seinem blöden Bart und seiner ätzenden Stimme solch ein Ver“führer“ gewesen sein soll. Irgendetwas „Komisches“ kann ich an diesem Verbrecher bis heute nicht erkennen.

Und ich wusste, Hitler alleine kann nicht für alles verantwortlich sein. Auch nicht ein paar mehr oder viele mehr. Es waren sehr, sehr viele Deutsche an den Verbrechen beteiligt.

Adolf Hitler, 1933. Quelle: Bundesarchiv, Bild 146-1990-048-29A / CC-BY-SA

Nach der Schule habe ich Germanistik, Politische Wissenschaften und Philosophie in Mannheim studiert. Und nach und nach verstanden, warum wir Schüler mit dem Thema so „verfolgt“ worden sind. Denn der Geist des Nationalsozialismus, des Antisemitismus, der Fremdenfeindlichkeit war und ist unter uns.

Auch in anderen Ländern dieser Welt. Das schmälert aber in keiner Weise die historische Schuld, die die Bundesrepublik Deutschland zu tragen hat. Das Dritte Reich ist ein Erbe, das man nicht verweigern kann.

Schuldfrage

Wer wie ich als junger Mann denkt: „Was hab ich damit zu tun?“, dem muss man ehrlich antworten: „Ersteinmal nichts.“

Und dann muss man aufklären, warum man doch „auch schuldlos“ eine historische Verantwortung trägt, sich zu dieser bekennen sollte und für sich und die Zukunft dafür sorgt, dass dieser Geist, der damals herrschte, keinen Platz mehr in Deutschland haben sollte.

Sicher: Vergessen und vergeben ist gut, kann aber genauso schädlich sein. Vor allem dann, wenn man wegschaut. Und vor allem dann, wenn man wegschaut und untätig bleibt, obwohl man es besser wissen könnte oder andere es besser wissen könnten und einen nicht darüber informieren, was passiert. Angeblich wussten ja auch angeblich viele Deutsche damals nicht, was vor sich ging.

Damals ist damals gewesen, kann man argumentieren. Doch damals reicht bis in die Gegenwart.

Schattige Vorbilder der Vergangenheit

Der 1913 in Mannheim geborene und 2007 verstorbene und bis heute von vielen geachtete frühere baden-württembergische Ministerpräsident Hans Filbinger (CDU) war ein NSDAP-Mitglied und hat mit der Haltung: „Was damals rechtens war, kann heute nicht Unrecht sein“, von ihm als Nazi-Richter erlassene Todesurteile verteidigt und sich durch eine sture und intolerante Haltung bis zu seinem Lebensende „ausgezeichnet“.

Und er hat lange in der Politik gewirkt, Posten besetzt, Politik und Menschen geprägt.

Auch den ehemaligen Ministerpräsidenten Günther Oettinger (CDU), der die Rolle Filbingers in einer Trauerrede anlässlich dessen Todes verklärte. Die „Oettinger-Affäre“ hätte fast zum Rücktritt Oettingers geführt. Oettinger nahm seine Äußerung zurück, woraufhin der Zentralrat der Juden in Deutschland die Rücktrittsforderung nicht weiter betrieben hat. Oettinger blieb aber Mitglied des „rechtsnationalen“ Studienzentrums Weikersheim, das Filbinger gegründet hat.

12. April 1945: Foto vom KZ-Außenlager_Boelcke-Kaserne in Nordhausen, in dem über 20 000 Menschen ihr Leben ließen. Foto: T4c. James E Myers

Verschiendene Künstler bilden bis heute ganz selbstverständlich unsere kulturelle Basis. Beispielsweise August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, der den Text des „Lieds der Deutschen“ geschrieben hat, dessen dritte Strophe seit 1952 die deutsche Nationalhymne ist. Von Fallersleben hat auch jede Menge Kinderlieder geschrieben, ob „Alle Vöglein sind schon da“ oder „Ein Männlein steht im Walde“.

Und er war politisch, richtete sich gegen Pressezensur, staatliche Willkür und Kleinstaaterei. Eigentlich sind das gute Eigenschaften.

Ist er deshalb ein Vorbild? Nein. Seine Kinderlieder sind harmlos und nett und dürfen sicherlich gesungen werden. Das macht Fallersleben aber nicht zum Vorbild.

Denn von Fallersleben war bekennender Antisemit und Franzosenhasser. Seine Kinderlieder sind das eine. Seine berechtigter Protest das andere.

Seine Gesinnung muss man ablehnen.

Mein Opa war dabei

Als ich Mitte zwanzig war, klärte mich mein Großvater auf, dass er als 16-Jähriger in russischer Kriegsgefangenschaft war, weil er als „Gebirgsjäger“ 14-Jährige zu Soldaten schulen sollte. Und er war ehrlich: „Ich habe an Hitler geglaubt“, sagte er mir und das fiel ihm nicht leicht: „Erst später habe ich verstanden, wie dumm ich war.“

Meine Großmutter kam aus Böhmen, war drei Jahre als junge Frau interniert, weil ihr Vater in der NSDAP war und als sie in Bruchsal ankam, wurde sie von den Leuten dort bespukt. Nicht etwa, weil das keine Nazis gewesen waren, sondern weil man die Flüchtlinge nicht haben wollte. Das Brot und die Chancen waren knapp.

Ich habe lange Jahre später ein Jahr bei meinen Großeltern gelebt, ihnen ging es gut, Brot und leckeres Essen gab es reichlich und sonntags war der „Internationale Frühschoppen“ mit Werner Höfer „Pflicht“. 1987 musste der sehr „renommierte Journalist“ Werner Höfer die Sendung aufgeben, weil ihm nachgeweisen werden konnte, dass er aktiv für die NS-Propaganda tätig war, was er immer bestritten hatte.

Das hat meinen Großvater sehr beschäftigt: „Ich glaube trotzdem, dass es gut war, Dich über diese Sendung an die Politik heranzuführen“, sagte mein Opa. Und er war sehr enttäuscht. Nicht zum ersten Mal in seinem Leben. Ich habe viel von ihm gelernt.

Bagatellisierung von Rechtsextremismus

Anfang der neunziger Jahre habe ich dann nach dem Grundstudium zwei Semester bei Professor Eckhard Jesse studiert, der damals als Privatdozent in Mannheim gastierte. Ein absoluter Extremismus-Experte. Sehr kenntnisreich, argumentativ gewandt. Und ich habe viel gelernt und verstanden. Auch, dass mir Jesse nicht geheuer war. Der hätte gerne gehabt, dass ich „meinen Doktor“ bei ihm mache. Ich wollte nicht.

Mich störte ein gewisser Revisionismus des Nationalsozialismus und die Gleichsetzung von Rechts- und Linksextremismus. Meiner Auffassung nach ist das nicht zulässig. Nur weil beide Strömungen extremistisch sind, sind sie noch lange nicht dasselbe. Ich fühlte mich an den Historikerstreit erinnert, der damals noch ganz „frisch“ war.

Anfang 2001 tauchte Jesse in meiner Aufmerksamkeit wieder auf: Er sollte Gutachter im NPD-Verbotsverfahren werden. Nicht nur der von mir sehr geschätzte Kollege Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung) kritisierte Jesse wegen „Bagatellisierung von Rechtsextremismus„.

Jesse ist zweifellos ein Extremismus-Experte, aber eventuell auch ein „gefährlicher Kopf“, dessen Arbeit nicht nur aus der Forschungssicht gesehen werden darf, sondern gerade auch auf gefährliche Signale geprüft werden muss.

Entschuldungsargumentation

Rechtsradikale und fremdenfeindliche Botschaften verlaufen nicht erst heutzutage unterschwellig. Sie sind häufig nicht sofort als solche erkennbar und werden auch von Personen weitergetragen, die sich vielleicht gar nicht bewusst sind, dass sie mit Rechtsextremismus „Bekanntschaft“ gemacht haben oder gerade machen.

"Lustiger" dummer-Jungen-Streich? Schüler stellt sich mit Hitlerbart bei Facebook dar.

Hat Hitler nicht die Autobahnen gebaut, den Menschen Arbeit und Hoffnung gegeben, die Jugend gefördert? Wer so argumentiert, bereitet einer „Entschuldung“ des Terrors des Dritten Reichs Tür und Tor.

Extremes Gedankengut wird niemals aus der Welt sein. Und es wird nicht harmloser, indem man „Witze“ darüber reißt oder Sätze wie „Nach Frankreich nur auf Ketten“ schreibt.

Damit komme ich auf die „Hitlerbart“-Geschichte zurück.

Wer argumentiert, mit „Witzen“ und „Parodien“ werde der „Umgang“ einfacher, oder: „Das machen doch auch andere, die haben sogar Preise dafür gewonnen“, hat wenig bis nichts verstanden.

Dumme Jungs?

Die „Spielchen“ von Schülern kann man als „dumme Jungs-Streiche“ verharmlosen. Kein Problem. Dumme Jungs haben schon immer dumme Streiche gemacht. Dummheit gehört zur Jugend.

Was die zehn durch die Recherche der Redaktion bekannt gewordenen CBG-Schüler im Internet bei Facebook „getrieben“ haben, hätte auch an jeder anderen Schule in Deutschland passieren können.

Also, was soll’s?

Es ist aber in Ladenburg passiert und das ladenburgblog hat darüber berichtet.

Nicht ohne „Folgen“. In den Tagen nach dem Bericht haben rund 120 Schülerinnen und Schüler, die vorher mit dem Account der Redaktion auf Facebook „befreundet“ waren, diese „Freundschaften“ gekündigt.

Aus „Solidarität“ zu denen, die „betroffen“ waren und die sich sehr aktiv darum bemüht haben, den „Spieß umzudrehen“.

Der Hauptvorwurf: Wir hätten die „harmlose Sache“ hochstilisiert, um mehr Aufmerksamkeit, also mehr Klicks zu erreichen und damit mehr zu „verdienen“. „Auf Kosten“ der Schüler, die gar nichts Böses wollten. Unser Bericht sei geeignet, deren „Existenz“ zu zerstören.

Wie man die Rhetorik, „die wollen sich auf Kosten anderer bereichern“ einschätzen will, bleibt jedem selbst überlassen.

Ebenso Gedanken zur „Existenzfrage“ und der Überlegung, was wohl ein Personalchef über jemanden denkt, von dem er ein entsprechendes Bild sieht.

Nach unserem Bericht wurde nach unseren Kenntnissen teils enormer Druck auf Schüler ausgeübt, uns die „Freundschaft“ zu kündigen, denn wer weiter mit „uns befreundet“ sei, sei gegen die betroffenen Personen.

Wer will das schon aushalten müssen, wenn man sich täglich auf dem Schulhof begegnet und zwischen 14 und 18 Jahre alt ist?

Auch diesen „extremen“ Druck kann man beurteilen wie man möchte.

Theorien und Tatsachen

Tatsache ist, dass „Klicks“ überhaupt kein Geld bringen, sondern höchstens Aufmerksamkeit.

In diesem Fall eine, für die die Reaktion einsteht. In vollem Bewusstsein, dass das eher keine gute Argumentation gegenüber Werbekunden ist, weil die Aufmerksamkeit in diesem Fall keine war, die „Spaß macht“, über die „sich alle freuen“ und „alle zufrieden“ sind.

Diese Aufmerksamkeit hat für Unruhe und Stress gesorgt. Ganz erheblich. Diese Aufmerksamkeit war eher schlecht für ein Geschäft.

Die Entscheidung dazu ist bewusst getroffen worden, weil unser redaktioneller Anspruch ist, hinzusehen, aufzuschreiben, was ist und nicht, was man gerne sehen würde und worüber man doch bitte nichts berichten soll.

Wir machen gerne „Geschäft“ – aber wir entscheiden, mit wem und zu welchen Konditionen. Und schon gar nicht zu jedem Preis.

Wer ist „Wir gegen Rechts“?

In diesem Sinne bringen wir auch die Enttäuschung über das Verhalten des Bündnis „Wir gegen Rechts“ zum Ausdruck.

"Wir gegen Rechts" - Seite im Internet. Das Angebot ist nicht aktuell und insgesamt inhaltsleer. Ein Engagement ist nicht zu erkennen. Quelle: Bündnis "Wir gegen Rechts"

Wir haben uns redaktionell im Anschluss an unsere Berichterstattung an diese Organisation gewandt, die aktuell auch zum Gedenktag an die Befreiung von Auschwitz aufgetreten ist.
Wir haben das Bündnis „Wir gegen Rechts“ in einem langen Schreiben, als auch in einem umfangreichen Telefonat um Austausch zum Vorfall gebeten.

Eine Reaktion ist ausgeblieben. Es gab auch keine Antwort, die unserer Bemühung angemessen gewesen wäre.

Wenn man sich die „Arbeit“ von „Wir gegen Rechts“ anschaut, bleibt auch nicht viel außer Enttäuschung.

Das „Bündnis“ ist ein „zahnloser Tiger“ – die Internetseite wenig aktuell, wie auch vermutlich die „Aktionen“. Man tritt hier und da auf, bestätigt sich und andere und tut so als ob und doch eher nichts.

Reaktionen

Wir haben auch Bürgermeister Rainer Ziegler angesprochen, der den Vorfall als Vertreter des „Schulträgers“ uns gegenüber als „Angelegenheit der Schule“ erklärt hat. Das ist korrekt, aber insofern „ungewöhnlich“, als wir Herrn Ziegler in anderen Zusammenhängen als sehr engagiert kennen und achten.

Wir haben auch versucht, mit dem Elternbeirat in Kontakt zu treten, der sich nicht zuständig fühlte.

Das Fazit ist: Man will lieber nichts damit zu tun haben. Das ist ein „zu heißes Eisen“.

Tatsache ist: Der Vorfall hat stattgefunden. Tatsache ist auch, dass es nach unserer Kenntnis keinerlei inhaltliche Auseinandersetzung gegeben hat, um nicht „etwas zu sehen“, was man nicht sehen will. „Wenn man es gut genug ignoriert, geht es bestimmt vorüber“, mag der ein oder andere denken, „weil nicht sein kann, was nicht sein darf.“

Schön für alle, wenn es nur ein „Spuk“ war und die Welt danach wieder „in Ordnung“ ist.

Wir haben hingeschaut und vielleicht hat unsere Berichterstattung dazu geführt, dass eine ungute Entwicklung gestoppt wurde. Schön, wenn dem so wäre.

Aufgaben

Wir schauen auch weiter hin. Denn das ist unsere journalistisch-gesellschaftliche Aufgabe. Die nehmen wir ernst. Gegen jede Form von Extremismus.

Und ganz besonders freuen wir uns über die rund 60 Leserinnen und Leser, die danach „Freunde“ unseres Facebook-Accounts geworden sind und noch mehr über die, die erst die „Freundschaft“ quittiert und danach wieder aufgenommen haben. 🙂

Denn wir wissen genau, dass man damit einer Haltung Ausdruck gibt. Und dass das nicht immer einfach ist. Nicht in der Schule. Nicht privat. Nicht im Geschäftsleben.

Sich aus möglichst vielen öffentlich zugänglichen Quellen unterrichten zu können, um sich eine Meinung zu bilden und diese zu äußern, ist das nach Artikel 5 GG grundgesetzlich garantierte Recht aller Bürgerinnen und Bürger.

Artikel 5 unserer Verfassung schreibt nicht vor, dass man das tun muss. Aber es gut, richtig und wichtig, wenn man sich das Recht nimmt!

In diesem Sinne

Ihr

P.S.
Im Artikel sind mehrere Links auf wikipedia dokumentiert. Für die Inhalte ist ladenburgblog nicht verantwortlich. Diese Hinweise dienen einem ersten Überblick über häufig im allgemeinen unstrittige Tatsachen. Im Detail kann das aber durchaus „hinterfragenswert“ sein. Wir bitten deshalb darum, solche Verlinkungen als Quelle zu betrachten, die einen Einstieg zur jeweiligen Thematik ermöglicht.

Gabis Kolumne

Die Normalität von sozialen Netzwerken

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Guten Tag!

Ladenburg, 22. November 2010. Soziale Netzwerke sind voll im Trend. So gut wie alle Kinder und Jugendlichen haben damit zu tun. Fragt sich nur, was man selbst damit zu tun hat, ob man alles versteht und wie man den Kindern den Umgang damit beibringt, meint Gabi.

Vor ein paar Wochen habe ich geschrieben, dass ich mich den Sozialen Netzwerken annähere. Vorsichtig habe ich mich herangetastet. Ich muss gestehen, dass ich mich der Fazination kaum erwehren konnte. Ich habe gechattet, sogar mal was gepostet, wie es so schön heißt. Mein Freundeskreis ist stetig gewachsen. Das zu mir.

Facebook. Aus einem Studentenjahrbuch-Verzeichnis wurde die größte Online-Community der Welt.

Auch meine Kinder sind in sozialen Netzwerken unterwegs: SchülerVZ und Facebook und wer-kennt-wen. Natürlich haben wir es zu Hause thematisiert, auf die Gefahren hingewiesen und davor gewarnt, Bilder zu veröffentlichen.

Die Gefahren im Netz sind subtiler.

Auch weiß ich von Freunden und Bekannten, dass deren Kinder hier „unterwegs“ sind. Letztendlich sehen wir es aber recht locker, was kann hier schon passieren? Ist es nicht rein virtuell und nichts gegen die Gefahren, denen unsere Kinder im tatsächlichen Leben ausgesetzt sind?

Doch die Gefahren, die hier lauern, sind viel subtiler. Wie erkennt man, was wer ernst meint? Wo hört der Spaß auf? Ist ein Freund wirklich ein Freund?

Jugendliche berichten über Saufgelage, stellen davon Bilder ins Netz, nehmen politische Haltungen ein, provozieren. Um cool zu sein, aufzufallen, sich abzugrenzen. Dass sie sich damit auch inszenieren und von außen nicht immer erkennbar ist, wo der Spaß aufhört und der Ernst anfängt – ist ihnen das klar? Wirklich bewusst?

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Twitter – ein Kurznachrichtendienst im Internet.

Was man im Internet veröffentlicht, dafür ist man letztendlich verantwortlich. Und man stellt eine Öffentlichkeit her. Denn, wer teilweise einige hundert Freunde und mehr sein eigen nennt, wird kaum noch ein Überblick darüber haben und kann nicht davon ausgehen, dass alles nur im „stillen Kämmerlein“ passiert.

„Ich habs nicht so gemeint“, gilt nicht.

Lockere, coole Sprüche sind an der Tagesordnung. Was passiert, wenn cool nicht mehr cool ist, sondern rassistisch? „Ich hab-€™s nicht so gemeint“, ist schnell gesagt. Aber letztendlich kann man ja nur an den eigenen Worten gemessen werden. Vor allem dann, wenn man es öffentlich macht.

Soll ich meinen Kindern die Netzwerke jetzt verbieten? Gilt es nicht eher mit ihnen darüber zu reden und sie aufzuklären?

Wir wissen heute alle, dass sich Personalchefs gerne im Facebook oder Studi-VZ tummeln. Welches Bild möchte man dann hier nach Außen abgeben?

Wer rechts- oder auch linksextreme Aussagen tätig, muss damit rechnen, dass man ihn oder sie für Ernst nimmt. Und wollen das Jugendliche nicht eigentlich?

Andererseits gehört zum jung sein, auch über das Ziel hinaus zu schießen. Das habe ich getan, das machen immer wieder meine Kinder. Wichtig ist dabei immer wieder Grenzen zu erkennen. Sich betrinken tut sich fast jeder mal in seiner Jugend (oder auch später), lässt man sich aber volllaufen und beschädigt sich, andere oder Dinge, hat das eine ganz andere Brisanz.

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Die Frage ist meist nicht, ob man oder ob man nicht, sondern wie man mit Facebook umgeht.

Wie können wir unseren Kinder, in einer Welt, die so zwischen Virtualität und Realität hin- und herspringt, begreiflich machen, wo hier die Gefahren liegen, wo wir doch selbst in dieser Welt meist Fremde sind?

Quatsch ist erlaubt – aber auch ein sauberes Image.

Ich kann meinen Kindern nur den Rat geben, dass sie nur das veröffentlichen, zu dem sie wirklich stehen können. Und wenn es Quatsch ist, muss es auch als Quatsch erkennbar bleiben.

Klar ist, dass soziale Netzwerke für unsere Kinder normal sind. Klar ist aber auch, dass es darin normal zugehen sollte.

Für mich sind soziale Netzwerke noch neu und ich nähere mich an. Vorsichtig. Das versuche ich auch meinen Kindern beizubringen.

Und klar – die sozialen Netzwerke bieten auch jede Menge Vorteile. Einer ist gerade der, der auch problematisch sein kann: Der öffentliche Austausch mit anderen.

Und eine Fülle von Informationen, die man für das echte Leben nutzen kann, warten im Internet neben all dem Schrott, den es dort auch gibt. Damit unterscheidet sich das Internet nicht wirklich vom realen Leben.

Der entscheidende Unterschied ist der der Dokumentation – was im Internet gepostet wird, kann man zwar wieder löschen. Ob es damit aus der Welt ist? Häufig nicht. Denn Informationen werden kopiert, an anderer Stelle wieder eingefügt.

Auch ich muss lernen, Herrin über die Informationen zu bleiben, die ich pflege und die andere über mich haben. Das ist eine ganz schön verantwortliche Aufgabe, die ich wie meine Kinder erst gerade lerne.

gabi

Hitlerbart-Debatte: Was von der Diskussion übrig bleibt

Guten Tag!

Ladenburg, 17. November 2010. Unser Text über das Fehlverhalten einiger CBG-Schüler hat erstaunliche Reaktionen zu Tage gefördert. Wut- bis Hass-Äußerungen, Beleidigungen bis Diffamierungen, Androhung von Gewalt und Verschwörungstheorien. Das Aggressionspotenzial ist mehr als erstaunlich und macht nachdenklich.

Von Hardy Prothmann

Am Abend des 17. November sind 144 153 Kommentare zum Text „Hitlerbart und Nazi-Symbole – wie sich ein Teil der CBG-Jugend im Internet auslebt-€ veröffentlicht worden, rund ein Dutzend wurden mangels „Gedanken“ oder wegen verfassungsfeindlicher Aussagen nicht veröffentlicht. Nach der internen Statistik wurde der Text bis 23:30 Uhr genau 4.008 Mal aufgerufen.

Auf Facebook wurden gestern über 240 Kommentare bei einem Teilnehmer geschrieben – ich hatte mich dort der Diskussion mit „Freunden“ derer „gestellt“, über die im Artikel berichtet wurde. Wüste Beschimpfungen und Unterstellungen bestimmten lange Zeit die „Debatte“, zum Ende hin wurde es etwas vernünftiger, was allerdings nur einigen wenigen Kommentatoren zu verdanken war.

In den Kommentaren hier auf dem Blog wurden „Meinungen“ zu verschiedenen Themenbereichen geschrieben. Eine detaillierte Zusammenfassung ist angesichts der Fülle kaum möglich, eine Sammlung hingegen schon.

Auffällig ist, dass allen Kommentatoren, die den Artikel negativ bewertet haben, eine wenigstens noch ausreichende Medienkompetenz abgesprochen werden muss.

Wir bedanken uns für die positiven Kommentare, wenngleich wir kritisch anmerken, dass auch hier teils deutliche Übertreibungen stattgefunden haben.

Zu den „Vorwürfen“:

Der Staatsschutz wurde eingeschaltet.
Mal abgesehen davon, dass der Staatsschutz kein Lichtschalter ist, wurde der Staatsschutz nicht über Namen informiert, sondern nur grundsätzlich über den Vorfall, mit der Bitte um ein Interview über „fließende Grenzen“ vom „provokanten Spiel“ hinein in rechtsradikale Netzwerke.

Im Text steht lediglich, dass der Staatsschutz soziale Netzwerke beobachtet und sich für solche Verhaltensweisen interessiert, da die Behörde auch ohne „Anzeigen“ von sich aus tätig ist.

Der Staatsschutz ist auch nicht der Verfassungsschutz, sondern eine Polizeibehörde. Und hat beim besten Willen aber auch gar nichts mit der „Staatssicherheit“ zu tun.

Facebook-Nutzer wurden „ausspioniert“, Datenschutz, Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht.
Mal abgesehen davon, dass „Spionnage“ ganz andere Ziele verfolgt und ganz andere, nicht-öffentliche Methoden anwendet, wurde niemand ausspioniert, sondern nur „öffentlich“ zugängliche Informationen zur Kenntnis genommen. Diese wurden dokumentiert und transparent im Zuge der Berichterstattung veröffentlicht.

Das Profil weist eindeutig eine journalistische Redaktion aus. Als solche achten wir auch die Privatspähre, selbst im öffentlichen Raum. Wie im „realen“ öffentlichen Raum berichten wir aber über besondere Vorkommnisse, die eine gesellschaftliche Relevanz haben. Im vorliegenden Fall wurde der „Hitlerbartträger“ im Vorfeld ausführlich über einen email-Briefwechsel informiert. Wir hatten eine „vertrauliche“ Berichterstattung ohne Recherche an der Schule vorgeschlagen, was abgelehnt worden ist.

Dass Personen aus dem näheren Umfeld der betroffenen Schülerinen und Schüler diese „erkennen“ ist nicht auszuschließen. Gegenüber der breiten Öffentlichkeit wurden diese ausreichend anonymisiert.

Informanten hätten wir vollends unkenntlich gemacht. Es besteht aber ein großer Unterschied zwischen einem Informanten, der Missstände aufklären hilft und Personen, die sich missständlich verhalten.

Die verwendeten Materialien dienen der journalistischen Dokumentation – eine Urheberrechtsverletzung hat nicht stattgefunden.

„Hinreichend bekannte Aversionen“ gegen Schüler und das CBG.
Es gibt keine „Aversion“ gegen Schüler oder das CBG. Schon gar keine „hinreichend bekannten“.
Hier finden Sie alle Artikel unter dem Stichwort „Gymnasium„, die bislang auf dem Ladenburgblog erschienen sind.

Hass gegen den Mannheimer Morgen.
Es gibt weder Hassgefühle gegen Zeitungen, Gegenstände noch Personen. Kritik hingegen schon.

„Alle“ Schüler, „das“ CBG „sind so“.
Im Artikel steht kein Wort davon. Es ist von zehn namentlich bekannten Schülerinnen und Schülern die Rede. Nicht mehr und nicht weniger.

„Neonazistische Unterwanderung“ oder „brauner Sumpf“.
Im Artikel steht kein Wort davon – weder über die betroffenen Schülerinnen und Schüler, noch über sonstige Schüler.

Privatspähre kontra Kontrolle.
Mit 14 Jahren beginnt laut Gesetz die Strafmündigkeit. Eltern kann und muss eine Aufsichtspflicht über ihre Kinder, die unter ihrem Dach leben, sicherlich nach wie vor erlaubt sein. Verantwortliche Eltern kommen dieser sicherlich überwiegend nach.

„Kleiner Journalist, drittklassiker Journalist, lächerlich, unfähig, Gier nach Aufmerksamkeit usw.“
Ich bin 1,74 Meter groß. Nicht größer und nicht kleiner.
Wer sich dafür interessiert, wie echte Experten und andere Medien unsere Arbeit beurteilen, infomiert sich hier: Berichte über unsere Blogs.

Das mit der Aufmerksamkeit hat geklappt 😉

„Arsch, Schreiberling, Boykott“ usw.
Im Artikel steht: „Bleiben die Fragen: Wie werden andere Jugendliche der Schule den Text in emails, Chats, SMS und Foren kommentieren?“
“Hast Du den Artikel von dem “Schreiberling-€ gelesen? Der hat doch eh keine Ahnung, was abgeht? Egal 😀 . Wo ist die Party? Geiles Foto. Höhö. Ich knall mich weg. Scheiße, hab ich Kopfschmerzen. Wo geht was? Scheiß Wichser. Päderast. Harzer. Wir wissen, was kommt. Boykottiert den Arsch. xx ist in einer Beziehung. Ich habs gern auf dem Schreibtisch. Glücksnuss. Farmville. Das gefällt mir.-€

Diese Reaktionen sind dann mehr oder weniger eingetroffen. Wörtlich als Kommentare und ganz konkret, was den „Boykott“ angeht. Etwa 70 90 (auch ehemalige) Schülerinnen und Schüler sind dem Aufruf gefolgt und haben uns auf Facebook „die Freundschaft gekündigt“. Rund ein Dutzend neue „Freunde“ sind hinzugekommen, 150-200 aus dieser Gruppe haben die „Freundschaft gehalten“.

Geldeinnahmen oder anderer Nutzen für das Blog durch hohe Klickzahlen.
Die Inhalte des ladenburgblogs sind für alle kostenfrei. Der Aufruf des Blogs oder eines Artikels ergibt nicht einen Cent, sondern nur einen statistischen Zähler bei den Besuchern und den Seitenaufrufen.

Geld verdienen wir unter anderem mit Klicks auf Werbeanzeigen und deren Verkauf. Die Zahl der Klicks auf Werbeanzeigen ist nicht signifikant gestiegen, gemessen an der Zahl der Klicks auf den Artikel. Wir und unsere Werbekunden freuen uns über jeden Klick auf die Anzeigen. 🙂

Ganz im Gegenteil haben wir bewusst einkalkuliert, dass dem Artikel zunächst zwar eine hohe Aufmerksamkeit zukommt, unter Umständen aber auch viele Menschen zunächst negativ reagieren – ein typischer Reflex auf Kritik. Vor allem die, denen unsere kritische Berichterstattung nicht gefällt – zum Teil, weil wir über diese selbst schon, Freunde oder Verwandte kritisch geschrieben haben (siehe Hinweise auf heddesheimblog). Die betreffenden Personen wissen, wer gemeint ist…

Einen vorübergehenden Verlust an Aufmerksamkeit haben wir ebenso einkalkuliert, was unsere kritische Berichterstattung aber nicht behindern wird. Andere Medien verhalten sich da anders und vermeiden jede kritische Berichterstattung aus Angst, noch mehr Auflage zu verlieren. Alle Leserinnen entscheiden selbst, welches Medium sie nutzen möchten.

Verursacher-Prinzip und „Stalking“, Denunziation.
Wir können nicht jede falsche Verwendung von Begriffen korrigieren. Informationen zu Stalking finden Sie hier. Die betreffenden Jugendlichen wurden nicht durch das ladenburgblog angeregt, eine Hitlerpose einzunehmen und diese zu kommentieren, sondern haben das aus freien Stücken selbst entschieden. Wir haben darüber berichtet.

Zitiert wurde auch August Heinrich Hoffmann von Fallersleben „Der größte Lump im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant.“ Mal angesehen davon, dass das kein Argument ist, sondern nur ein Zitat und der Mann neben Kinderliedern die Deutsche Nationalhymne gedichtet hat, war er ein ausgemachter Antisemit und ist als zitierte Person in diesem Zusammenhang sicher kein gutes Beispiel.

„Jugendlicher Leichtsinn, dumme-Jungs-Streich“.
Im Artikel steht ausdrücklich, dass aus Sicht der Redaktion kein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt. Nichtsdestotrotz haben Bild und Äußerungen Grenzen verletzt, die angesichts des Alters der betroffenen Schülerinnen und Schüler und des gewählten „Themas“ ganz sicher nicht unter „jugendlichen Leichtsinn“ fallen. Deutlich wurde das auch in der verhementen Verteidigung des Verhaltens und den Versuchen, eine Begründung zu liefern. „Leichtsinn“ kommt ohne Begründung aus.

Ausgeliehene Zitate oder andere Werke als „Beleg“ sowie „Parodie, Satire“.
Weder das Foto noch die Kommentare lassen irgendeine parodistische oder satirische Absicht erkennen. Der immerwiederkehrende relativierende Vergleich zu Chaplins „Der große Diktator“ zeigt, dass viele den Chaplin-Film wohl nicht kennen, ebensowenig wie andere Filme aus dieser Zeit.

Ebensowenig wird dabei zur Kenntnis genommen, dass Chaplin sich später geäußert hat, den Film nicht oder anders gemacht zu haben, hätte er die „Realität“ des Dritten Reiches geahnt. Auch Helge Schneider hat sich von seinem Film distanziert und naja, wer „Switch reloaded“ lustig findet, darf das.

Tatsächlich gibt es aber einen enormen Unterschied zwischen einem Hitlernachahmerbild und eindeutigen Kommentaren und dem Versuch einer dramaturgischen Bearbeitung. Es gibt auch einen großen Unterschied zwischen „Pausenunsinn“, der im Moment vor einer kleinen Gruppe von Menschen passiert und einer Veröffentlichung im Internet.

Hitlerbart und Nazi-Symbole – wie sich ein Teil der CBG-Jugend im Internet „auslebt“

Guten Tag!

Ladenburg, 16. November 2010. Ein Abiturient des Carl-Benz-Gymnasiums stellt sich im Internet mit Hitlerbart, schmalen Mund und irrem Blick dar. Seine Freunde kommentieren das mit Sätzen wie „Adolf xxx wurde in Berlin gesichtet“, „Whos your führer?“ oder „Good old 88“. [Weiterlesen…]

„Elterninitiative CBG Sanierung“: Der falsche Plan zur richtigen Zeit

Das Carl-Benz-Gymnasium: Sanierungsbedürftig. Bild: ladenburgblog

Guten Tag!

Ladenburg, 19. Mai 2010. Eine Elterninitiative „Sanierung CBG“ will sich selbst um dringende baulich-räumliche Missstände beim Carl-Benz-Gymnasium kümmern – die Verzweiflung groß, der Wille scheint vorhanden, die Aussichten auf Erfolg dieser Idee sind suboptimal. [Weiterlesen…]

Gabis Kolumne

Generation G8 oder die verplante Zukunft unserer Kinder

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Guten Tag!

Ladenburg, 17. Mai 2010. Die Reform der gymnasialen Oberstufe ist ein Missgriff, meint Gabi. Ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen, betrachtet unsere Kolumnistin dabei die psychologischen Auswirkungen. Panik macht sich breit. Wer sichs leisten kann, schickt seine Kinder schon heute zur „Sonderqualifikation“, denn es wird eng – vor allem ums Herz.

Meine Kinder haben beide das Pech oder auch Glück, je wie man es sieht, zur Generation G8 zu gehören, also Schülerinnen, die sich mit dem achtjährigen Gymnasium herumschlagen müssen.

2012 gibt es den ersten G8-er Jahrgang – davor waren es G9-er, also Absolventen eines neunjährigen Gymnasiums.

Glück haben sie insofern, dass sie ein Jahr früher fertig werden und damit endlich im europäischen Zeitplan für die Oberstufe liegen.

Und Pech -€¦ Na ja, das zu erklären, dauert länger.

2012 wird es eine große Klopperei um Studien- und Ausbildungsplätze geben.

Ein Sonderfall ist dazu noch der Jahrgang meines Sohnes. Der gehört nämlich zu den ersten und zu den doppelten. Und das heißt wiederum: 2012 haben wir einen doppelten Jahrgang von G8-ern und G9-ern, die sich fröhlich um Studien- und Ausbildungsplätze kloppen dürfen.

Über die bekannten Nachteile des G8 wurde schon viel geschrieben: Schwachsinnig verkürzte Lehrpläne, Nachmittagsunterricht, kaum Freizeit – also eine typisch deutsche Reform, in der reformiert wurde, ohne richtig darüber nachzudenken, ob das eigentlich Sinn macht. Hauptsache reformiert.

Und jetzt ist es soweit, der doppelte Jahrgang geht in die Kurstufe, sprich 12. und 13. Klasse. Wer jetzt aufmerksam mitgerechnet hat, sagt Stopp!, eine 13. Klasse kann es ja nicht mehr geben.

Weit gefehlt, in diesem Sonderfall, also genau in diesem Jahrgang, überspringen alle 10-Klässler mal kurz die 11. Klasse, um gemeinsam mit den G9-ern nach den Sommerferien in die 12. Klasse zu kommen. Raffiniert, so wird landesweit ein ganzer Jahrgang zu Hochbegabten Schülerinnen, die mal eben eine Klasse überspringen.

Gehen wir nun mal positiv davon aus, dass die Schulen es geschafft haben könnten, beide Jahrgänge gleich gut auf ihr Abitur vorzubereiten, wird Baden-Württemberg (auch Bayern) 2012 nun über die doppelte Anzahl von Abiturienten verfügen.

Schön für die Hochschulen und Betriebe, denn die können sich die Besten aussuchen.

Doppelte Konkurrenz.

Da fragt man sich natürlich als Eltern, was tun? In Windeseile und mit Druck wurden unsere Kinder durch die Schulzeit gepeitscht, um sich dann sich in unglaublicher, nämlich doppelter Konkurrenz wieder zu finden.

Ein Rezept für viele ist sicherlich eine einjährige „Auszeit“, sprich ein Soziales Jahr oder ein Auslandaufenthalt mit „Mehrwert“, also mit Sprachschule, Praktikum, Selbsterfahrung oder ähnlichem. Denn, das haben wir gelernt, einfach nur so darf diese Generation gar nichts mehr tun.

Waren unsere Kinder schon ab dem Kindergartenalter in ihrer Freizeit verplant, so müssen sie auch direkt vom Abitur in eine sinnvolle gut planbare Beschäftigung gleiten.

Organisationen, die für teures Geld unsere Kinder im Ausland bei Jobs, Sprachschulen und Praktika betreuen, sprießen nur so aus dem Boden und sind äußerst erfolgreich.

Duale Hochschulen als Karrieregaranten?

Auf der Überholspur im Wettbewerb bei den Studienmöglichkeiten sind demnach auch die dualen Hochschulen, die nicht nur ein kurzes Studium, sonder auch gleichzeitig Praxis, Firmenkontakt und wenn möglich über das Studium hinaus ein Beschäftigungsverhältnis zu garantieren versprechen.

Bisher gelingt es mir noch ganz entspannt zu bleiben. Doch im Freundes- und Bekanntenkreis, beginnt die Hektik und Panik auszubrechen: Was passiert mit unserem Kinder nach dem Abitur? Und das ist, wohlgemerkt, 2012.

Durch Sprachaufenthalte in der Schulzeit versuchen einige Eltern, die sich das leisten können, ihren Kindern schon im Vorfeld einen Wettbewerbsvorteil zu ermöglichen.

Ein Bekannter, dessen Tochter in der 11. Klasse, also sprich noch G9 ist, rennt schon seit Wochen auf Info-Veranstaltungen von Hochschulen in der Region und auf Berufsinformationsmessen. Man muss sich frühzeitig kümmern, erklärt er mir.

„Sonst hast Du keine Chance mehr…“

Auf einer Party unterhielt ich mich kürzlich mit einer Frau, deren Sohn genau wie meiner nach G8 in zwei Jahren Abitur machen wird. „Wenn Du ein Duales Studium anstrebst, musst Du Dich mit dem Zeugnis von 11/1 bei den Betrieben bewerben, sonst hast Du keine Chance“, erklärte sie mir. Ich dachte: Stopp, ich strebe überhaupt kein Studium mehr an, das habe ich alles hinter mir, mein Zeugnis von 11/1 zeige ich keinem mehr und – ich hab-€™ doch schon einen Job.

Meine Argumente, mein Sohn weiß doch noch gar nicht, was er nach dem Abi machen möchte und vielleicht soll er erstmal ein Jahr auf Reisen gehen, wurde mit dem Blick, „Du hast ja keine Ahnung und Du wirst schon sehen, was dabei raus kommt“, abgeschmettert.

Wie schon gesagt, bislang bleibe ich noch ganz entspannt. Aber, wenn ich ehrlich bin, ich weiß nicht mehr, wie lange.

Denn auch, wenn ich bei dieser Hysterie (noch) nicht mitmache, möchte man ja doch das Beste für seine Kinder.

Aber ich bezweifle, dass ein so vorgeplanter Weg, wirklich das Beste ist. Oder? Was meinen Sie?

Junge Fußballer: „Es hätte jeden treffen können.“

Guten Tag!

Ladenburg/Heddesheim, 04. Mai 2010. Die brutale Fußtrittattacke gegen einen 15-jährigen Heddesheimer Spieler des Ladenburger Vereins FV 03 berunruhigt viele Eltern, aber auch die jungen Spieler: „Es hätte jeden treffen können.“

Von Hardy Prothmann

Heute war ein Teil der 16 jungen B-Fußballer des FV 03 wieder auf dem Platz beim Training. Die Stimmung ist gedrückt. Nach dem Training erzählen die jungen Fußballer, wie es ihnen geht.

Alle denken an ihren Vereinskameraden, der schwerverletzt in Heidelberg im Krankenhaus liegt. Der Kiefer und das Nasenbein sind gebrochen, Zähne wackeln. Drei Stunden lang wurde der junge Mann operiert.

B-Jugend beim Training: "Es hätte jeden treffen können." Bild: ladenburgblog

„Es hätte jeden von uns treffen können“, sagt einer. Ein anderer: „Es ist nunmal so, dass 70, 80 Prozent der Spieler in unserer Liga Ausländer sind. Aber die meisten wollen Fußball spielen, so wie wir – es gibt aber einige, die sehr aggressiv sind.“

Wie groß ist das Risiko?

Klar, jeder macht sich Gedanken nach dieser Attacke, die nichts mehr mit einem unnötig harten Foul zu tun hat, sondern ein hemmungsloser Fußtritt war, der eine massive Verletzung zur Folge hatte. „Was, wenn mir das passiert wäre? Soll ich weiterspielen oder ist das Risiko zu groß?“ Auch die Eltern reden natürlich mit ihren Jungs über den unfassbaren Vorfall.

Der stellvertretende Jugendleiter der jungen Kicker, Matthias Schmitt, sagt: „Der Schiedsrichter hat sich selbst in die Bredouille gebracht, weil er nicht von Anfang an konsequent eingeschritten ist.“ Mehr möchte Schmitt nicht sagen: „Die Sache ist jetzt beim Verband und wird dort geregelt.“

Ein Vater schildert den Ablauf so: Von Anfang an sei die gegnerische Mannschaft aggressiv aufgetreten und habe die Ladenburger Spieler, den Schiedsrichter und die Zuschauer übelst beschimpft. Es geschah – nichts.

Provokation in der 1. Halbzeit, Eskalation in der 2.

In der zweiten Halbzeit habe der Schiedsrichter versucht, die Lage in den Griff zu bekommen, wegen Schiedsrichterbeleidigung stellte er zwei Spieler aus Mannheim vom Platz, zwei weitere rote Karten und andere Strafen folgten. Die FV 03-Spieler lagen 0:2 hinten und dann 3:2 vorne.

„Dann ist alles ganz schnell gegangen. Der Torwart rannte bis zur Mittellinie und sprang dem Spieler von hinten mit gestreckten Beinen ins Kreuz. Der viel hin und als er sich aufrichten wollte, trat ein anderer ihm voll ins Gesicht.“

Der Heddesheimer Junge habe das Bewusstsein verloren und blieb schwer verletzt liegen. Danach kam es zu einem Handgemenge zwischen Betreuern, Spielern und Zuschauern. „Bis die Polizei mit fünf Streifenwagen und Hunden vor Ort war, hatte sich die Situation aber schon beruhigt.“

Die beiden Aggressoren, 17 und 16 Jahre alt, wurden in Handschellen vom Platz geführt.

„Der Krankenwagen hat 20 Minuten gebraucht, das ist eigentlich ein Skandal“, sagt ein anderer Vater.

„Wir wollen doch nur Fußball spielen.“

Thomas Thieme, Vorstand des FV 03, sagte: „Ich habe so etwas noch nie erlebt und betrachte es als Ausnahme. Trotzdem: Da muss man rigoros durchgreifen.“

Der Jugendleiter der Blau-Weiß Mannschaft aus Mannheim hat sich bei den Kollegen bereits entschuldigt. Angeblich soll die Mannschaft aufgelöst werden.

Matthias Schmitt sagt: „Ich finde das nicht richtig, wenn alle bestraft werden, weil zwei Spieler jegliches Maß verloren haben.“ Seine Jungs nicken. Einer sagt: „Wir wollen doch nur Fußball spielen.“ Und alle fragen sich: Wie?

„Mit einem solchen Vorfall hat niemand gerechnet“, sagt Schmitt. „Jetzt müssen wir uns bei jedem Spiel überlegen, ob wir antreten und ob wir, wenn die Stimmung aggressiv wird, das Feld verlassen.“ Die Jungs gucken – das will keiner, sie wissen aber nach dieser brutalen Attacke, dass es ihrem Schutz dient.

Der Schiedsrichter hat alles durchgehen lassen.

Einer der Väter sagt: „Ich habe die Tat genau beobachtet. Wer die Täter waren, ist klar. Aber der Schiedsrichter hat auch Schuld. Die ganze erste Halbzeit war schon durch Aggressivität und verbale Ausfälle der Gäste geprägt. Erst hat er alles durchgehen lassen und als die Ordnung auf dem Platz schon nicht mehr zu retten war, jede Menge Strafen verteilt. Dann gabs Gegentore und die sowieso schon aggressiven türkisch-stämmigen Spieler sind ausgerastet. Ab da wars zu spät. Innerhalb von Sekunden ist die Situation eskaliert.“

Der Mann ist selbst kein gebürtiger Deutscher. Auch Schmitt, der Trainer Michael Maurer und die jungen Spieler (Jahrgang 93/94) stellen fest, dass die Nationalität eigentlich keine Rolle spielen sollte. Aber: „Die aggressivsten Spieler sind überwiegend Türken. Ich weiß auch nicht, warum die so sind.“

Es ging nicht um was.

„Klar reden wir Spieler untereinander“, sagt ein anderer: „Und manchmal wird auch provoziert. Und Aggressivität gehört dazu, um sich durchzusetzen. Aber so?“ Er schüttelt den Kopf.

Beim Spiel der beiden Mannschaften ging es nicht wirklich „um etwas“. „Wir sind auf dem letzten Platz“, sagt einer, „und die Mannheimer auf dem vorletzten.“

Der schwer verletzte Heddesheimer Schüler steht kurz vor seinem Realschulabschluss. Und wollte danach eine Ausbildung beginnen.

Zirkus „Meriano“ gastierte in der Lobdengauhalle

Guten Tag!

Ladenburg, 03. Mai 2010. Die drei siebten Klassen der Merian-Realschule haben eine Woche lange geübt: Am Freitag den 30. April 2010, war es dann soweit: Manege frei für den Zirkus „Meriano“.

Zirkus von Schülern für Schüler: "Meriano". Bild: ladenburgblog

Ende März sind die Schülerinnen und Schüler mit der Unterstützung von Freunden und Eltern viele Runden im Römerstadion gelaufen, um Sponsorengelder einzusammeln: für ihr Zirkusprojekt.

Der Zirkuspädagoge Markus Kohne hatte von Montag bis Freitag am Vormittag mit den rund 90 Kindern trainiert – am Freitagabend gab es dann vor 400 Zuschauern die Aufführung in der Lobdengauhalle.

Sich etwas zutrauen, Grenzen überwinden, vertrauensvoll zusammen zu wirken. Das lernen die Kinder in diesem Projekt.

Der Erfolg kann sich sehen lassen, wie unser Video zeigt:

Einen schönen Tag wünscht
Das ladenburgblog

Jobs for Future mit hohen Besucherzahlen

Guten Tag!

Region Rhein-Neckar/Ladenburg, 25. Februar 2010. Bereits am ersten Tag der dreitägigen Messe für Arbeit, Aus- und Weiterbildung strömten 11.172 Menschen in die Mannheimer Maimarkthalle (Vorjahr erster Tag: 10.134 Besucher).

Am Vormittag besuchten in erster Linie Schülerinnen und Schüler die Messe – viele erkundeten mit Fragebögen mögliche Berufe zum Beispiel bei Anbietern von grünen Berufen, Medien und Veranstaltungsberufen, Studiengängen, von Berufen in der Kirche und im öffentlichen Dienst.

Berufsmesse Jobs for Future. Bild: hirschbergblog

Berufsmesse in Mannheim: Jobs for Future. Bild: ladenburgblog

Die Messe Jobs for Future ist auch am Freitag und Samstag noch von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Einen schönen Tag wünscht
Das ladenburgblog

Dokumentation: Die Rede von Landrat Schütz zur Einweihung der Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Der Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Dr. Jürgen Schütz, hat zur Eröffnung der neuen Martinsschule eine umfangreiche Rede gehalten. Da die Rede wichtige Aussagen zur Schule trifft und die hohe Bedeutung dieser Einrichtung unterstreicht, dokumentier die Redaktion die Rede in voller Länge

Rede zur offiziellen Einweihung der Martinsschule von Dr. Jürgen Schütz

„Verehrte Gäste,
heute ist einer der schönsten Tage meiner bald zu Ende gehenden 24-jährigen Amtszeit als Landrat. Denn jetzt weihen wir gemeinsam die neue Martinsschule hier in Ladenburg ein. Beinahe zehn Jahre lang hat dieses Projekt eines Neubaues unserer regionalen Schule für körper- und mehrfach behinderte Kinder mich in meiner Arbeit begleitet, ja, hatte sogar oberste Priorität. Und nun, nach vielen Gesprächen, Verhandlungen, Vereinbarungen, nach einem Architektenwettbewerb, Spatenstich, Richtfest, nach knapp zwei Jahren Bauzeit, dem Umzug einer ganzen Schule an einen neuen Standort, ist es soweit. Das erfüllt mich mit großer Freude, ebenso wie Ihrer aller Anwesenheit, und geteilte Freude ist bekanntlich doppelt so fein…

Aus der großen Schar der Gäste, die, wie schon beim Ersten Spatenstich und beim Richtfest zum Beginn ganz gekonnt von der Schülerfirma mit Cocktails bewirtet wurden – herzlich Dank Euch allen ebenso wie den Mitgliedern der Schülerband „Crazy-Schülers“ und den kooperativ-integrativen Klassen 6 und 8, die diese Feierstunde musikalisch und mit Beiträgen umrahmen, – will ich einige wenige namentlich begrüßen.

Ich heiße Herrn Regierungspräsidenten Dr. Rudolf Kühner, der nachher als Vertreter der Landesregierung zu uns sprechen wird, herzlich willkommen. Mit ihm und seinem Haus standen wir oft im Kontakt, wenn es um Raumplanung und Zuschüsse für die neue Schule ging. Gerne wäre auch Kultusstaatssekretär Wacker gekommen, doch da heute die neue Landesregierung vereidigt wird, muss er in Stuttgart anwesend sein. Voll Dankbarkeit erinnere ich an dieser Stelle noch einmal an den Besuch (2004) der damaligen Kultusministerin Dr. Annette Schavan, die sich von unseren Vorstellungen überzeugen ließ und ebenso wie Ministerpräsident Günter Oettinger (2006) einen Neubau der Martinsschule und eine finanzielle Förderung (6,4 Millionen Euro) durch das Land unterstützt hat.

Ich habe die neue Martinsschule einmal als Bauwerk mit Symbolcharakter bezeichnet. Dabei erinnerte ich mich noch gut, was mein ehemaliger Chef im Innenministerium und spätere Bundespräsident Roman Herzog einmal gesagt hat: „Über die Zukunft unserer Gesellschaft entscheidet die Gegenwart unserer Kinder“, waren seine Worte. Sicher war die alte Martinsschule noch gut in Schuss, doch sie wurde der ständig steigenden Zahl der schwerst mehrfach behinderten Kinder, die zudem oft Medizinische Behandlungspflege brauchen, nicht mehr gerecht. Deshalb ging es darum die Gegenwart zu verbessern, wofür sich alle kommunalen Partner dieser überregional bedeutenden Schule zu diesem Neubau am Ortsrand Ladenburgs entschlossen.
Herzlich begrüße ich meinen Kollegen Landrat Matthias Wilkes für den Kreis Bergstraße, der nachher ebenfalls zu uns sprechen wird, Erster Bürgermeister Christian Specht für die Stadt Mannheim sowie Herrn Brühl, den Leiter des Schulverwaltungsamtes für die Stadt Heidelberg. Lassen Sie mich Ihnen und den Vertretern Ihrer Gremien, die ich ebenfalls, wie unsere Kreisrätinnen und Kreisräte, herzlich willkommen heiße, auch an dieser Stelle noch einmal für die partnerschaftlich-kooperativen Beziehungen und die Finanzierung dieses 28,2 Millionen Euro-Projektes danken. Sie sind für die uns anvertrauten Kinder wirklich zukunftsweisend! Ein herzlicher Gruß gilt auch meinem Nachfolger, Stefan Dallinger, der heute ebenfalls mit dabei sein kann. Dieses Projekt ist abgeschlossen, aber er weiß, dass noch einige weitere, die es noch zu Ende zu bringen gilt, auf ihn warten-€¦

Ich glaube, auch für die Stadt Ladenburg ist heute ein großer Tag. Nicht nur, dass der Schulstadt ein weiterer Mosaikstein hinzugefügt wird, der eigentlich, auch diesen Begriff habe ich einmal verwendet, ein Edelstein ist. Denn mit ihrer anspruchsvollen Architektur und Umfeldgestaltung stellt die neue Martinsschule ein selbstbewusst-gelungenes städtebauliches Entree der alten Römerstadt dar. Bürgermeister Rainer Ziegler ist heute ebenfalls unter uns und wird ein Grußwort sprechen. Seien Sie und die Mitglieder des Stadtrates herzlich gegrüßt und bedankt für die Unterstützung der Stadt.

Wenn ich die Architektur anspreche, sind wir beim Architektenehepaar Maximilian Otto und Ursula Hüfftlein-Otto angelangt, die uns nachher ebenfalls einige Worte zu Ihrer Arbeit sagen werden. Ich begrüße Sie beide und Ihr Team des Stuttgarter Architektenbüros „OHO“ ganz herzlich und lehne mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage: Es hätte uns kaum etwas Besseres als die Zusammenarbeit mit Ihnen passieren können. Vom Planentwurf über die Ausführung und die Arbeit mit den am Bau beteiligten Ingenieurbüros und Firmen – denen ich alle für ihre Arbeit danke – bis hin zur Einhaltung von Zeit- und Kostenplan waren Sie unserem Eigenbetrieb Bau und Vermögen, uns allen ein ausgezeichneter Partner. Für die rund 240 Kinder, die künftig hier zur Schule gehen, haben Sie beinahe eine kleine Stadt geschaffen, die durch die verwendeten Baumaterialien und die Einbindung in die Landschaft zwischen Ladenburg und Schriesheim sowie das ihr eigene Modulkonzept schon für viel Aufsehen gesorgt hat. Wäre die Schule bereits im September fertig gewesen, hätten der Kreis und Sie beim Auszeichnungsverfahren „Beispielhaftes Bauen Rhein-Neckar-Kreis – 1999 bis 2009“ der Architektenkammer Baden-Württemberg ganz gewiss einen Preis eingeheimst, so begeistert war die Jury.

Apropos Modulkonzept: Das ist für Versorgung der schwerst-pflegebedürftigen und schwerst mehrfach behinderten Kinder und Jugendlichen eine ausgezeichnete Sache. Vor allem, weil wir damit noch bessere pädagogische Förderung, therapeutische Maßnahmen, Betreuung und Versorgung ermöglichen. Denn die Nähe im Modul erreicht viel Positives, die Kommunikation im Team, der Einsatz technischer Hilfsmittel bei der Pflege und Betreuung wird erleichtert, die physische und psychische Belastung der Mitarbeiter reduziert. Das gibt mir Gelegenheit, mich bei allen, die sich hier vor Ort für die Kinder der Martinsschule engagieren, ganz herzlich Danke zu sagen, von der Schulleitung über Pflegekräfte und Betreuungspersonal bis hin zum Elternbeirat mit Anita Baro und dem Förderverein mit Jürgen Vosslo an der Spitze. Sie alle haben sehr aktiv an der Ideenfindung und Planung der neuen Schule mitgewirkt – gerne nennen will ich auch die extra eingerichtete Projektgruppe mit Ursula Grabbert, Ingrid Linsenmeyer-Wenz und Peter Hellriegel, die unseren Schulleiter Kurt Gredel und dessen Vorgänger Paul Hennze, sowie die Stellvertreterin Brigitte Spies-Bechtel unterstützt haben. Ein Dankeschön gilt zudem den Mitgliedern des Kollegiums, die die Ferien geopfert haben, um den Umzug in der vergangenen Woche zu realisieren. Schön, dass Sie alle da sind, ebenso wie Pflegekräfte und Betreuungspersonal, die ich gerne in meinen Dank mit einschließe. Ohne jetzt alle namentlich erwähnen zu können, will ich hier nicht vergessen den großen Kreis der Kooperationspartner und das bestehende Netzwerk der Martinsschule, in dem sich Schulverwaltung und Schulen, die Bundesagentur für Arbeit und viele mehr engagieren. Dazu zähle ich auch die Vertreter der Presse, die uns über die ganze Zeit so ausführlich zu diesem Thema begleitet haben! Überblickt man dies alles, könnte man beinahe sagen, ein Märchen ist wahr geworden, denn selten bringen sich so viele Menschen über eine so lange Zeit so beharrlich, mit Fantasie und so intensiv für eine Sache ein.

In Abwandlung eines Bibelwortes könnte man auch sagen: Sie alle suchen der Kinder Bestes, was mir Gelegenheit gibt, die Vertreter der Kirchen in Ladenburg herzlich zu grüßen. Die Schule trägt ja den Namen eines der berühmtesten Heiligen, und vielleicht hat jeder, der sich für unsere Kinder und Jugendlichen hier in der Schule engagiert, ein klein wenig von St. Martin. Heute wie damals braucht es den Martin, der hinschaut, der Not wahrnimmt und seinen Mantel teilt. Und heute ist das der Mantel der Güte und Nähe, der Mantel der Sorge und Anteilnahme, der Mantel tatkräftiger Hilfe.
Damals war es ein frierender Bettler im Schnee. Wie Martin ihm in seiner Not begegnet ist, daran erinnert die große Stahlskulptur, die der in Hördt/Pfalz lebende Künstler Andreas Helmling für den Verkehrskreisel vor der Schule geschaffen hat. Trotz ihrer Dimension (6 to schwer, Gesamthöhe 3,50 m) strahlt die scherenschnittartige Skulptur eine unglaubliche Leichtigkeit aus und wirkt äußerst lebendig. Ich freue mich sehr, dazu schon viel Positives von Menschen aus der Stadt vernommen zu haben. Die Plastik schlägt so den Bogen von der Verehrung des heiligen Martin, die in Ladenburg eine lange Tradition hat, zur Moderne und fordert, wie auch der Künstler sagt, zu Humanität auf.

Eine ganz andere künstlerisch gestaltete Skulptur aus Aluminium steht direkt im Eingangsbereich der neuen Schule. Geschaffen hat sie der Heidelberger Künstler Pieter Sohl, der auch die weitere künstlerische Ausgestaltung der Schule übernommen hat. Es war für ihn eine echte Herausforderung besonders für die Kinder zu arbeiten, hat er mir gestanden. Zudem musste es zu der wunderschönen Architektur passen und die einzelnen Bauelemente unterstützen. Auch wollte Pieter Sohl nicht nur kindergerecht gestalten, sondern für Lehrer, Betreuer und Besucher insgesamt ein Seherlebnis schaffen. Ich denke, das ist ihm gelungen. Sein besonderer Wunsch war es, die Fantasie der Kinder anzuregen und nicht, wie meist üblich, nur vor dem Eingang als gängige Kunst am Bau ein „Schmuckstück“ zu platzieren. Diese Begrüßungsskulptur gibt es, und eigentlich besteht sie aus dem Grundriss der Schule (und wäre vielleicht auch ein schönes „Schullogo“). Doch auch innen entdeckt man, gleich wo man steht oder geht, immer wieder einen fröhlichen Farbtupfer. Und die beweglichen Wände innen sollen besonders einladen, sich nach Lust und Laune ein Bild zu drehen – auch mit dem Hintergedanken einer pädagogischen Funktion.

Meine Damen und Herren, wie man es also dreht und wendet: Mit der neuen Martinsschule haben wir eine moderne, offene und freundliche Schule geschaffen. Wir haben geduldig daran gearbeitet, den behinderten Kindern eine bessere Chance auf einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Die investierten Gelder sind gut angelegt, die Schule wird im Laufe der Jahre noch weiter an Kontur gewinnen und jedem einzelnen Kind und jedem Jugendlichen hier einen optimalen Weg der Förderung bieten. Ich hoffe und wünsche, dass auch Sie – so wie ich – heute damit einen Augenblick der Dankbarkeit erleben und dass sich alle, die hier arbeiten, und besonders die Kinder, in der neuen Martinsschule wohlfühlen und das Lernen Freude macht.“

Anmerkung der Redaktion: Es handelt sich um die schriftliche Fassung der Rede. Der mündliche Vortrag kann davon abweichen.

Einen schönen Tag wünscht
Das ladenburgblog

Fotostrecke: Die Einweihung der Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Die neue Martinsschule bietet zur Zeit 235 behinderten und schwerst-behinderten Kindern Ausbildung und Betreuung. Am 24. Februar wurde die Schule offiziell eingeweiht.

Spielecke: Die Martinsschule ist auf den ersten Blick eine Schule. Aber eine besondere. Bild: ladenburgblog

Gut 150 Gäste waren zur Einweihung der Martinsschule gekommen. Die Redaktion zeigt Fotos der Einweihung und Impressionen, wo und wie die Kinder dort unterrichtet und betreut werden.

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Einen schönen Tag wünscht
Das ladenburgblog

Hintergrund: Die neue Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Daten und Fakten zur heute eingeweihten Martinsschule in Ladenburg: 28,2 Millionen Euro hat der Schulbau gekostet. Unterrichtet werden aktuell 235 behinderte und schwerst-behinderte Kinder.

Der Rhein-Neckar-Kreis informiert in einer Presseinformation:

Zwei Freunde umarmen sich. Die Skulptur des Künstlers Pieter Sohl formt den Grundriß der Schule nach. Bild: lblog

„Die neue Martinsschule ist der Nachfolgebau für die bestehende Martinsschule, die momentan 235 Kinder aus Mannheim, Heidelberg, dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Kreis Bergstraße unterrichtet und seit 1978 als regionale Gemeinschaftsaufgabe geführt wird.

Ein Neubau war notwendig geworden wegen der sich stetig vergrößernden Schülerzahl, der Zunahme des Behindertengrades, darunter viele Schwerst-Mehrfachbehinderungen, den geänderten, sonderpädagogischen Gegebenheiten und den höheren baurechtlichen Anforderungen, insbesondere Sicherheitsansprüche aus dem Brandschutz.

Mit 28,2 Millionen Euro ist der Schulneubau das größte Hochbauprojekt des federführenden Rhein-Neckar-Kreises. Die Finanzierung erfolgt durch die regionalen Partner, entsprechend der Schülerzahlen vom Oktober 2005.

So entfallen auf den Rhein-Neckar-Kreis (65 Kinder, 30,5 %, 6,649 Millionen Euro; Heidelberg, 13 Kinder, 6 %, 1,308 Millionen Euro, Mannheim (90 Kinder, 42 %, 9,156 Millionen Euro und Kreis Bergstraße (46 Kinder, 21,5 %, 4,687 Millionen Euro; das Land zahlt einen Zuschuss von 6,4 Millionen Euro).

Die neue Martinsschule hat rund 12.600 qm Fläche, einen umbauten Raum von 51.000 Quadratmeter und steht auf einem knapp 19.000 qm großen Baugrundstück.

Das gesamte Schulgebäude ist in die Bereiche Zentralfunktionen und Klassenmodule gegliedert.

Die Zentralfunktionen – Foyer, Versorgungs- und Speisebereich, Sporthalle und Schwimmhalle sind im Erdgeschoss des Gebäudes angeordnet.

Die 8 Klassenmodule mit Klassenräumen, Therapie- und Pflegebereichen sind um -½ Geschoss nach unten bzw. ein -½ Geschoss nach oben an den Zentralbereich angebunden. Die Erschließung erfolgt über Rampen und 2 Aufzüge.

Das zweigeschossige Schulgebäude bildet verschiedene Höfe aus, die sich in Lage, Funktion und Ausstattung unterscheiden. Um allen Klassen einen ebenerdigen Ausgang in die Freiräume zu ermöglichen, befinden sich die Höfe hinsichtlich der Höhenabwicklung auf drei unterschiedlichen Niveaus (Niveau Eingang, Werkhof, Gartenflächen zwischen den grünen Klassenzimmern, Zentraler Pausenhof, Niveau für die unteren Klassenmodulen wie Mauerhof, Schulgarten, Wellengarten und Niveau für grüne Klassenzimmer). Die Niveauunterschiede sind mit Stützmauern aus Drahtschotterkörben bewerkstelligt.

Die Schule hat drei Schwimmbecken: Therapiebecken mit Hubboden, Whirlpool, Bewegungsbecken.

Bei der „Klimatisierung“ – außer der Möglichkeit der Fensterbelüftung – kommt das Bauer-Optimierungs-System zum Einsatz. Das System wird durch die meteorologischen Wetterlagen inspiriert und arbeitet mit unterschiedlichen Luftdrücken. Ergänzend hierzu werden keine festen Luftwechselraten verwendet, die Räume erhalten je nach gemessener Luftqualität mit variablen Volumenströmen.“

Einen schönen Tag wünscht
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„Zusammen sind wir eins“ – Einweihung der Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Der Schulbeginn war am Montag. Am Mittwoch, den 24. Februar 2010, wurde die Martinsschule in Ladenburg offiziell eingeweiht. In der Schule werden 235 behinderte und schwerst behinderte Kinder unterrichtet und betreut. Landrat Dr. Jürgen Schütz bezeichnete die neue Martinsschule als „Edelstein.“ Gut 150 Gäste waren zur Einweihung gekommen.

Von Sabine Prothmann

Die Kinder der Martinsschule haben bei der internen Einweihungsfeier vor zwei Tagen die Parole „Zusammen sind wir eins“ auf ein Plakat über ihren Alltag und ihr Leben in der Schule geschrieben. Kürzer und besser kann man kaum beschreiben, was die heutige Einweihungsfeier des Neubaus in der Hirschberger Allee 2 vermittelt hat.

Kinder führen den "Umzugszug" auf. Bild: ladenburgblog

Die Kinder, die Eltern und die Lehrer haben schon sehr früh erfahren, dass sie zusammenhalten müssen, um stark zu sein. Dass sie gemeinsam kämpfen müssen, um ihre Ziele zu erreichen. Und dass sie sehr viel Hilfe brauchen, um sich eine Zukunft zu realisieren. Mühe-, aber hoffnungsvoll.

Die Martinsschule wurde 1978 schon einmal eröffnet. Doch die alte Schule ist im Laufe der Zeit zu klein geworden. Die Konzeption, die Planung und die Finanzierung haben viel Mühe und Zeit gekostet – sehr viele Menschen haben an diesem Projekt gearbeitet. Am Montag konnten 235 Schüler zusammen mit 105 Lehrern und 46 Kreisbediensteten in diesen wunderbaren Neubau einziehen. Die Mühe hat sich gelohnt.

Oberste Priorität.

Einer dieser Menschen ist der Landrat Dr. Jürgen Schütz. Und man glaubt ihm, wenn er in seiner Ansprache sagt: „Dies ist heute ist einer meiner schönsten Tage. Beinahe zehn Jahre lang hast dieses Projekt eines Neubaus unserer regionalen Schule für körper- und mehrfach behinderte Kinder mich in meiner Arbeit begleitet, ja, hatte sogar oberste Priorität.“

28,2 Millionen Euro hat das Projekt gekostet. Das ist viel Geld, aber es ist gut investiert.

Schütz bezeichnete die neue Martinsschule als ein Bauwerk mit Symbolcharakter und zitierte den Bundespräsidenten a. D. Roman Herzog: „Über die Zukunft unserer Gesellschaft entscheidet die Gegenwart unserer Kinder.“

Landrat Dr. Jürgen Schütz: "Einer meiner schönsten Tage." Bild: lblog

Der Neubau war durch die ständig steigende Zahl der hier unterrichteten Kinder notwendig geworden. Diese benötigen oft eine medizinische Behandlungspflege.

„Edelstein“ in Ladenburg.

Mit ihrer anspruchsvolle Architektur und Umfeldgestaltung stelle die Martinsschule ein gelungenes städtebauliches Entrée zur alten Römerstadt dar – ein weiterer Mosaikstein der Schulstadt. „Ein Edelstein“, sagte Schütz. Die Einweihung sei damit auch ein großer Tag für die Stadt Ladenburg.

Das Architektenehepaar Maximilian Otto und Ursula Hüfftlein-Otto und ihr Team des Stuttgarter Architektenbüros „OHO“ haben beinahe eine kleine Stadt geschaffen, eingebunden in die Landschaft zwischen Ladenburg und Schriesheim.

Schütz hob das Modulkonzept des Neubaus besonders hervor. Dieses ermögliche mehr als nur eine Versorgung, bessere pädagogische Förderung sowie therapeutische Maßnahmen der schwerst mehrfach behinderten Kinder und Jugendlichen.

Enormer Einsatz.

Der Einsatz des Rektors Kurt Gredel, des Kollegiums, das seine Ferien für den Umzug opferte, das des Elternbeirats, des Fördervereins, der Pflegekräfte und des Betreuungspersonals so wie der Kooperationspartner und vieler anderer mehr hätten die Realisierung des Projekts erst ermöglicht.

„Ein Märchen ist wahr geworden, denn selten bringen sich so viele Menschen über eine so lange Zeit so beharrlich, mit Fantasie und so intensiv für eine Sache ein.“ Und: „Sie alle suchen der Kinder Bestes.“

Schütz erinnert auch an den Namenspatron der Schule, den Heiligen Martin. „Einer der hinschaut, der Not wahrnimmt und seinen Mantel teilt.“

Schulleiter Kurt Gredel (links) mit Bürgermeister Ziegler. Bild: lblog

Besonders lobte Schütz auch die Skulptur des Heidelberger Künstlers Pieter Sohl, die am Eingang steht: Zwei Freunde, deren Körper den Grundriss der Schule zeigen, umarmen sich.

Ort der Unterstützung.

Der Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner bezeichnete den Neubau der Martinsschule als Ort des Lebens, Ort der Beratung und Unterstützung. „Ja, sagen hier die Schüler, ja, sagen hier die Eltern, ja, sagen hier die Lehrer.“

Die Metropolregion und Baden-Württemberg könnten stolz sein auf diese Einrichtung, auf diesen Ort der Begegnung, des Miteinanders, des Lernens, des Förderns und Forderns, der zu einem Stück Heimat wurde.

„Die Finanzierung von sozialen Projekten ist ein Maßstab der Menschlichkeit und der Qualität einer Gesellschaft insgesamt“, sagte Landrat Matthias Wilkes als Vertreter der Kommunalen Partner für den Kreis Bergstraße.

Die staatlichen Vertreter seien oft weit entfernt, doch die Landes- und Kommunalpolitiker konnten und wollten beim Einsatz für behinderte Kinder nicht ausweichen. Wilkes ist so sozialisiert worden. Sein Vater war Lehrer für gehörlose Menschen.

Viel zu schultern.

„Es ist ein guter und großer Tag für unsere Stadt“, sagte Bürgermeister Rainer Ziegler in seiner Ansprache. Ladenburg sei gerne eine Schulstadt auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, doch „für die Martinsschule haben wir die Rolle des Schulträgers nicht, dafür bedarf es breiterer und stärkerer Schultern“.

"Lichtertanz" zur Einweihung. Bild: lblog

Aber, so betonte der Bürgermeister, Ladenburg sei von Herzen gerne Heimat für diese Schule: „Die Menschen in unserer Stadt freuen sich, wenn die Schüler unterwegs sind, teilnehmen und teilhaben.“

Die Lage des Neubaus sei angebunden an die Stadt und an die Natur, gelegen am Kandelbach und in der Nähe des Waldparks.

Es gab ein ehrgeiziges Ziel: Es sollten pädagogische und medizinische Voraussetzungen geschaffen werden, die sich baulich an die Stadt anschmiegen und in die Natur integrieren. „Das haben die Architekten mit diesem baulichen Ensemble überzeugend erreicht“, sagte Bürgermeister Ziegler: „Vor 32 Jahren war die Martinsschule ein Vorzeigeprojekt. Und dies ist auch jetzt wieder eindrucksvoll gelungen.“

Wie ein kleines Dorf.

Als eine Schule wie ein kleines Dorf zwischen Stadt und Landschaft beschrieb der Architekt Maximilian Otto bei der symbolischen Schlüsselübergabe an Landrat Dr. Schütz und den Sonderschulrektor Kurt Gredel seinen Neubau der Martinsschule.

Es gibt hier einen Bahnhof, einen Marktplatz, eine Cafeteria, Sporthalle und Schwimmbad, Häuser aus Backstein, aus Holz, eckig oder „kartoffelig“ rund, grau, blau, maigrün.

Es gibt Gassen, Plätze und selbständig „erfahrbare“ Wege. Spielräume innen wie außen, als Bühne für Begegnung und Kommunikation.

Besonders bedankte sich der Architekt dafür, „dass sie uns haben machen lassen“.

Beeindruckendes Miteinander.

Beeindruckender als die Architektur ist aber das Miteinander der Schüler, der Eltern und Lehrkräfte.

"Crazy Schülers" haben Spaß und rappen. Bild: lblog

Es ist beeindruckend, wenn die Schülerband „Crazy Schülers“ auftritt. Es ist berührend, wie die 6. Klasse ihren „Umzugszug“ darstellt. Es ist ergreifend, wie sich die 8. Klasse zum Lichtertanz bewegt und singt.

„Wir sind hier vier Schulen in einer“, sagt Peter Hellriegel, Leiter der Frühberatung: „Eine Grund-, eine Haupt-, eine Förderschule und eine Schule für Geistigbehinderte.“ Er und andere Lehrer führen die Gäste nach den Einweihungsreden durch das Schulgebäude.

Entdeckung der Langsamkeit.

Viele Menschen drängen durch die Flure, Rampen und Treppen. Dazwischen kommt man ins Stocken, wenn zum Beispiel eine gehbehinderte Schülerin die Treppen mühsam erklimmt. „Sich in einer Behinderten-Schule zu befinden, ist die Entdeckung der Langsamkeit“, sagt eine Mutter.

Dieses helle und freundliche Gebäude steckt voller Sonderanfertigungen und Sondereinrichtungen.

Ein Geländer kann nicht nur ein Geländer sein. Ein Schutz ist nötig, damit die Kinder sich nicht verletzen.

Ein Schwimmbad ist nicht einfach ein Schwimmbad. Es ist viel wärmer, 32-° Grad Celsius. Damit die behinderten Kinder nicht auskühlen, sondern ihre Körper und sich entspannen können. Es hat eine Transportschiene, damit auch Rollstuhlkinder in eines der drei Becken gehoben werden können.

125 Schüler sind Rollstuhlkinder.

Die vielen Details in diesem einzigartigen Gebäude sind teuer, aber sie tragen den Bedürfnissen der Kinder Rechnung.

Wie in der großen Turnhalle. Da gibt es Kletterwände für die, die viel können. Und Kletterebenen für die, die weniger können. Ein großes Trampolin für die, die hüpfen können. Aber auch für die, die nur gelagert werden und sich an den Schwingungen freuen.

Die Schülerschaft ist breit gefächert und so ist auch die Einrichtung. Hier muss auf jeden Einzelnen individuell eingegangen werden. Das geht gar nicht anders.

Und das tut man hier gemeinsam, denn „zusammen sind wir eins.“

Fotostrecke: Die Einweihung der Martinsschule
Hintergrund: Die neue Martinsschule

Tödlicher Stich ins Herz – weitere Waffen gefunden

Guten Tag!

Region Rhein-Neckar/Ludwigshafen, 19. Februar 2010. Gegen den 23-jährigen Mann, der gestern in Ludwigshafen einen 58-jährigen Lehrer niedergestochen hatte, erging heute Haftbefehl wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen. In der Wohnung des Mannes fanden die Ermittler weitere Waffen und Chemikalien, die eventuell für einen Bombenbau vorgesehen waren.

Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Frankenthal und des Polizeipräsidiums Rheinpfalz:

„Nach der noch gestern durchgeführten Obduktion bei der Rechtsmedizin in Mainz liegt das vorläufige Obduktionsergebnis vor. Danach fügte der 23-jährige ehemalige Schüler der BBS II seinem Opfer mehreren Messerstiche zu. Tödlich verletzt wurde der 58-Jährige durch einen Stich in die Brust, der das Herz verletzte.

Der 23-Jährige wurde heute um 11.30 Uhr dem Haftrichter vorgeführt. Die Vorführung erfolgte beim Polizeipräsidium Rheinpfalz in Ludwigshafen. Auf Antrag der zuständigen Staatsanwaltschaft Frankenthal erging Haftbefehl wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen.
Im Rahmen seiner richterlichen Vernehmung machte der Beschuldigte keine weiteren Angaben.

Bei der zwischenzeitlich erfolgten Durchsuchung seiner Wohnung in Ludwigshafen wurden 16 Schusswaffen, darunter Schreckschuss-, Luftdruck- und Gotcha-Waffen sichergestellt. Weiterhin entdeckte der Entschärfungsdienst des Landeskriminalamtes Chemikalien, die zum Bau von Sprengsätzen geeignet sein können. Sie werden zurzeit beim LKA untersucht. Zusätzlich wertet die Polizei derzeit schriftliche und elektronische Aufzeichnungen des Tatverdächtigen aus. Diese deuten darauf hin, dass er sich mit vorangegangen Amoktaten befasst und möglicherweise bereits vor einiger Zeit mit der Planung einer eigenen Gewalttat begonnen hat.“

Mord aus niedrigen Beweggründen – Ex-Schüler tötet Lehrer mit Messer

Guten Tag!

Region Rhein-Neckar/Ludwigshafen, 18. Februar 2010. An der Ludwigshafener Berufsfachschule Technik II in Mundenheim ist heute ein Lehrer von einem ehemaligen Schüler getötet worden. Als Tatmotiv hat der 23-jährige mutmaßliche Täter „Wut“ angegeben.

Die rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerin Doris Ahnen (SPD) und der leitende Oberstaatsanwalt Lothar Liebig. Bild: hblog

Die Teilnehmer der Pressekonferenz im Ludwigshafener Polizeipräsidium waren sichtlich erschüttert über die Tat: „Wir gehen von einer Tat aus niedrigen Beweggründen aus“, sagte der leitende Oberstaatsanwalt Lothar Liebig gegenüber der Presse.

Rund 70 Reporter filmten, fotografierten und schrieben mit. Noch gibt es wenige Details: Alles deutet darauf hin, dass es kein Amoklauf war, sondern eine gezielte Attacke auf den getöteten 58 Jahre alten Lehrer, der seinen Wohnsitz in Hessen hat.

Verletzt wurden ein weiterer Lehrer und der Schulleiter Walter Lautwein. Beide konnten sich aber in Sicherheit bringen. Die Schule wurde umgehend geräumt, Spezialkräfte der Polizei verhafteten kurz darauf den Tatverdächtigen.

Die Berufsbildende Schule Technik II in Ludwigshafen. Bild: hblog

Dieser soll strafrechtlich bislang nicht auffällig gewesen sein und habe nach eigenen Angaben die Schule bereits 2004 verlassen. „Wut“ über die schlechte Benotung sei angeblich das Tatmotiv gewesen.

Hinweis:
Der für dieses blog verantwortliche Journalist Hardy Prothmann auf Focus online: Trostlose Lebenssituation

Redaktion