Dienstag, 17. Juli 2018

"Ein todsicherer Plan" - Preview mit Hauptdarsteller Richy MĂŒller und Regisseur Roland Suso Richter

„Der Film ist ein Hammer“

Ladenburg/Rhein-Neckar, 10. Mai 2014. (red) Weit ĂŒber 800 Zuschauer kamen zur Preview am Dienstagabend in die Lobdengauhalle nach Ladenburg, um den SWR-Thriller „Ein todsicherer Plan“ zu sehen. NatĂŒrlich auch Richy MĂŒller, den Hauptdarsteller, der sich ohne AllĂŒren zeigt und mit Fans fotografieren lĂ€sst. Vor einem Jahr war der Marktplatz in Ladenburg fĂŒr Wochen Schauplatz fĂŒr die Dreharbeiten – jetzt wird der Film gezeigt. Ein Thriller, aber eigentlich ein tödliches Drama mit vielen humorvollen Szene, spannend inszenierten Rollen, einer hervorragenden Kamera und einer immens dichten Geschichte, die rasant vorantreibt, dabei aber einen tiefen Eindruck hinterlĂ€sst. Am kommenden Mittwoch lĂ€uft „Ein todsicherer Plan“ im Ersten. [Weiterlesen…]

LĂ€nder uneins ĂŒber staatliche Hilfe

Schlecker-ArbeitsplĂ€tze hĂ€ngen von BĂŒrgschaft ab

Rhein-Neckar/Stuttgart/Ulm, 28. MĂ€rz 2012. Verlieren rund 11.000 Mitarbeiter bei Schlecker ihren Arbeitsplatz, weil eine benötigte BĂŒrgschaft ausbleibt? Heute wurde das Insolvenzverfahren vor dem Amtsgericht Ulm eröffnet. Baden-WĂŒrttemberg will eine BĂŒrgschaft ĂŒber 70 Millionen Euro geben – aber nur, wenn andere LĂ€nder rĂŒckbĂŒrgen, um die Lasten zu verteilen. Vor allem die niedersĂ€chsische CDU/FDP-Regierung mauert aber.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss des Landtags entscheidet heute in Stuttgart darĂŒber, ob das Land mit rund 70 Millionen Euro eine BĂŒrgschaft stellt. Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland, ThĂŒringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein signalisierten Hilfen. Niedersachsen und Sachsen hingegen Ablehnung.

Einem Bericht einer Unternehmensberatung zufolge seien die Aussichten auf eine erfolgreiche Sanierung gering. Laut Wirtschaftsministerium gÀbe es konstruktive GesprÀche mit den LÀndern, um schnell eine Lösung zu finden.

Schlecker schließt auch in der Region Filialen

Dieser Markt in Edingen-Neckarhausen schließt.

 

Rhein-Neckar, 14. März 2012. Ausweislich einer durch Schlecker im Internet veröffentlichten Liste sind die Standorte Mannheim, Heidelberg, Hemsbach und Edingen-Neckarhausen betroffen. Hier werden mit großer Wahrscheinlichkeit Filialen geschlossen. In den anderen Gemeinden des Wahlkreises 39 Weinheim bleiben die Schleckermärkte zunächst noch erhalten.

Die Schließung der Märkte auf der 40-seitigen „Liste des Grauens“ gilt als sicher. Diese Liste wurde heute von Schlecker auf dem Unternemensblog veröffentlicht.

Die betroffenen Filialen beginnen ab sofort mit dem Räumungsverkauf. So bitter die Schließung für die Angestellten ist – Schnäppchenjäger dürfen sich über 30 Prozent Preisnachlass auf Produkte freuen, die nicht preisgebunden sind.

Rund 12.000 Menschen werden ihren Arbeitsplatz verlieren, vornehmlich Frauen. Gut 40 Prozent der 5.400 Filialen sollen geschlossen werden. Nach unseren Informationen sind es im Rhein-Neckar-Gebiet sogar 50 Prozent der Filialen.

Laut Informationen von Spiegel Online seien die betroffenen Filialen Montagabend per Fax über die Schließung unterrichtet worden. Danach werden die Filialen bis zum 24. März geschlossen.

Schlecker informiert im Internet, dass eine Schließung nicht unbedingt eine Kündigung bedeute:

Neben der Information, ob der jeweilige Markt voraussichtlich geschlossen wird, hat Schlecker gegenüber den Mitarbeitern nochmals deutlich erläutert, dass die Schließung eines Markts nicht zwangsläufig mit dem Verlust des Arbeitsplatzes einhergeht.

Tatsächlich dürfte das ein schwacher Trost sein – die Bundesregierung hat Stützungsgelder über die bundeseigenen Förderbank KfW abgelehnt, die Verhandlungen mit der Gewerkschaft verdi haben noch keine Ergebnisse gebracht.

Das baden-württembergische Unternehmen Schlecker (Ehingen/Donau) war ehemals Deutschlands größte Drogeriemarkt-Kette.

Die Schlecker-Tochter „Ihr Platz“ ist ebenfalls insolvent – was mit deren Filialen passiert, ist noch nicht offiziell. Angeblich soll ein Viertel aller Filialen geschlossen werden.

Ende 2011 waren massive Liquiditätsprobleme bei Schlecker bekannt geworden, am 24. Januar 2012 wurde der Insolvenzantrag beim Amtsgericht Ulm gestellt.

Schlecker war in der Vergangenheit wegen schlechter Bezahlung, Überwachung von Mitarbeitern und rigidiger Management-Methoden immer wieder in die Kritik geraten.

 

Download:

Die „Liste des Grauens“

Unklare Zukunft der Schlecker-MĂ€rkte

For you. Vor Ort. Vorbei?

Wie lange gibt es den Schleckermarkt vor Ort noch? Wie viele verlieren Ihre ArbeitsplÀtze? Was, wenn es nur noch einen Versorgen im Ort gibt? Viele Fragen - keine Antworten.

 

Rhein-Neckar, 24. Januar 2012 (red/jt) Nach Bekanntwerden der Insolvenz der Drogeriekette Schlecker herrscht große Unsicherheit – bei Mitarbeitern und bei Kunden. Welche Filialen bleiben bestehen, wo gibt es Schließungen, wer verliert seinen Job? Auch die Metropolregion Rhein-Neckar ist betroffen.

Die Schlecker-Pleite kostet deutschlandweit vermutlich 30.000 Menschen ihren Arbeitsplatz. Viele davon auch in der Region Rhein-Neckar. Im benachbarten Neckar-Odenwald-Kreis hat das Filialsterben bereits angefangen. Die Filiale in Seckach hat laut Rhein-Neckar-Zeitung bereits zum 24. Dezember 2011 ihre TĂŒren geschlossen. Auch die Filialen Buchen, Osterburken und Höpfingen wurden bereits 2011 dicht gemacht.

In der Metropolregion Rhein-Neckar gibt es ebenfalls erste Opfer unter den Filialen. In Ilvesheim schließt man zum 08. Februar die TĂŒren. Die Regale sind schon großenteils leer gerĂ€umt.

Ungewiss ist die Zukunft der dortigen Mitarbeiter. „Vermutlich werden wir zunĂ€chst Krankheitsvertretung in den Nachbarfilialen machen“, sagt uns eine Mitarbeiterin. Erfahren habe man von der Schließung ĂŒbrigens erst vor einer Woche.

Um uns ein genaueres Bild von der Lage vor Ort machen zu können, haben wir auch die Filialen in Edingen-Neckarhausen, Heddesheim und Ladenburg persönlich besucht.

Presse nicht erwĂŒnscht

In Ladenburg verweist man mich direkt an die Filialleiterin. Die Dame ist um die 50 Jahre alt. Sie rĂ€umt gerade Regale ein. Fragen möchte sie keine beantworten. Die anderen Mitarbeiter sehen verstohlen zu uns herĂŒber. Antworten gibt es hier keine, bis auch diese: „Die Presse ist hier nicht erwĂŒnscht.“

Klare Auskunft in Ladenburg:

 

Ähnlich die Reaktion in Heddesheim. Auch dort verweist man an die Filialleitung. Antworten? Fehlanzeige. Die Nummer der Pressesprecherin könne man uns geben. Diese Auskunft gibt es zwischen TĂŒr und Angel. Von einem Fax oder Brief schreibt die Filialleiterin die Nummer ab. Dazu kommt sie nicht mal aus ihrem BĂŒro hervor. Sie reicht einen kleinen Zettel mit einer Handynummer darauf. Selbst der Name der Ansprechperson fehlt.

Auf die Nachfrage, ob man denn schon etwas zum Schicksal der Filiale weiß, verweist man mich mit einem LĂ€cheln und Augenzwinkern an die Pressestelle. „Netter Versuch!“, soll das wohl heißen.

Verunsicherte Kunden

In Edingen-Neckarhausen antwortet mir ein Mitarbeiter. Die Filialleitung lĂ€sst sich nicht blicken. Der Mitarbeiter scheint besorgt. Von der Insolvenz habe man durch die Firmenleitung erfahren, ungefĂ€hr zur gleichen Zeit als es auch in den Medien bekannt wurde. Viele Kunden seien verunsichert, wĂŒrden nachfragen, ob die Filiale erhalten bleibt.

Der Ilvesheimer Markt wird schließen - wann ist noch unklar.

 

Von der Schließung in Ilvesheim weiß man hier bereits. Wenn die Presse positiv berichtet, könnte das vielleicht helfen. Eine diffuse Hoffnung. Tatsache ist, neben dem Edeka-Markt ist die Schleckerfiliale die einzige Einkaufsmöglichkeit am Ort. Im Ortsteil Neckarhausen wurde der dortige Drogeriemarkt schon vor einiger Zeit geschlossen.

Ein Passant erzÀhlt uns, die Filiale sei so etwas wie ein Tante Emma Laden.

Das ist das einzige GeschÀft direkt hier im Ortskern!

Viele Ă€ltere Menschen wohnen in Edingen, der Weg zum Industriegebiet ist fĂŒr sie zu weit und zu beschwerlich. Als wir ein Bild der Filiale machen, witzelt ein weiterer Passant:

„Sie machen wohl das letzte Bild, was?“

Keine Informationen durch die Pressestelle

ZurĂŒck in der Redaktion versuchen wir die Pressestelle zu erreichen. Der Anruf unter der uns mitgeteilten Telefonnummer bleibt erfolglos. Wie zu erwarten. Per email fragen wir erneut nach.

Bitte haben Sie VerstĂ€ndnis, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussagen ĂŒber einzelne MĂ€rkte, StĂ€dte oder Regionen treffen können.

Das ist der Informationsgehalt der erhaltenen Antwort. Einen Namen des Pressesprechers sucht man hier ĂŒbrigens vergebens. Die Mail ist lediglich mit „Pressestelle Schlecker“ unterzeichnet.

 

Deutschlandweite Kritik

Das Thema „Schlecker“ ist zur Zeit fast ĂŒberall zu finden. Die Unternehmerfamilie Schlecker steht stark in der Kritik. Auch Trigema-Chef Wolfgang Grupp geht hart mit Anton Schlecker ins Gericht.

GegenĂŒber der „WirtschaftWoche“ Ă€usserte er, Schlecker habe das Geld, das er mithilfe seiner BeschĂ€ftigten verdient habe, fĂŒr sich behalten. Weiter kritisierte er:

Hier werden diejenigen belohnt, die dem GrĂ¶ĂŸenwahn und der Gier frönen, wĂ€hrend die AnstĂ€ndigen die Dummen sind.

Laut Informationen der Financial Times Deutschland (FTD) soll nun eine sogenannte Planinsolvenz in die Tat umgesetzt werden. Dabei handelt es sich um ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung. Das Unternehmen legt dem Insolvenzrichter dabei ein Sanierungskonzept vor, mit dem es entschuldet werden soll.

Die Familie Schlecker könnte so EigentĂŒmer der Kette bleiben. Wichtig dabei ist: Der Insolvenzverwalter ĂŒbernimmt nur die Aufsicht bei einem solchen Verfahren. Die GeschĂ€ftsfĂŒhrung bleibt weiter im Amt.

Danach wĂŒrde auch die GeschĂ€ftsfĂŒhrung PlĂ€ne vorlegen wie es mit Filialschließungen, Stellenabbau und Kostensenkungen weitergeht, nicht der Insolvenzverwalter.

Auf der Facebook-Seite des Unternehmens kommentiert eine Nutzerin das angekĂŒndigte Planinsolvenzverfahren wie folgt:

Das rettet unsere ArbeitsplÀtze auch nicht mehr. Danke Anton.

Laut Spiegel geht es aber nicht nur um die ArbeitsplĂ€tze, auch die GehĂ€lter sind in Gefahr. Mit einer Planinsolvenz kann das Unternehmen auch die bestehenden TarifvertrĂ€ge mit ver.di ausserplanmĂ€ssig kĂŒndigen. Schlecker wĂ€re sonst bis Juni an einen BeschĂ€ftigungssicherungs-Tarifvertrag gebunden gewesen, der Entlassungen nicht möglich macht.

Seit 2010 waren die Kinder von FirmengrĂŒnder Anton Schlecker fĂŒr eine Neuausrichtung des Unternehmens zustĂ€ndig.

Sie versprachen mehr Offenheit – umgesetzt wurde die aber nicht. Das zeigen solche versteckten SchachzĂŒge im Insolvenzverfahren ebenso, wie der mangelhafte Umgang mit Presse und Öffentlichkeit.

KundennĂ€he und unternehmerische Verantwortung fĂŒr die Mitarbeiter geht anders.

„Niedriges Bildungsniveau“ bei Schlecker-Kunden? Unternehmensbrief sorgt fĂŒr Ärger und UnverstĂ€ndnis


Der neue Slogan "For you. Vor Ort." soll "niedrigere und mittlere Bildungsniveaus" ansprechen. Dazu zÀhlt Schlecker 95 Prozent seiner Kunden, so Unternehmensprecher Florian Baum in einer ersten Reaktion auf Kritik am denglischen (deutsch-englischen) Werbespruch. Foto: soso

Guten Tag!

Rhein-Neckar, 29. Oktober 2011. Ein bislang nicht bekannter Briefschreiber beschwert sich bei Schlecker ĂŒber den neuen Werbe-Slogan „For you. Vor Ort“. Der Unternehmenssprecher Florian Baum antwortet auf diesen Brief und sorgt mit seiner Antwort fĂŒr das, was man gut und gerne einen Kommunikationsgau nennen kann. Danach haben die meisten Schlecker-Kunden ein „niedriges bis mittleres Bildungsniveau“. Das Unternehmen versucht sich nun in Schadensbegrenzung.

Von Hardy Prothmann

Bekannt wurde der Brief durch die Fachzeitschrift „Deutsche Sprachwelt“, die das Schreiben zugespielt bekommen und veröffentlicht hatte. Daraufhin entwickelte sich im Internet ein „Shitstorm“ – eine wĂŒtende Kettenreaktion mit Kritik am Unternehmen. (Hier Reaktionen auf Twitter.)

Wie man die Antwort von Schlecker-Sprecher Florian Baum zu werten hat, bleibt jedem selbst ĂŒberlassen. Sehr viele Kundinnen und Kunden haben sich aber mehr als geĂ€rgert.

In einer Antwort auf eine Kritik am neuen Werbe-Slogan „For you. Vor Ort“ schreibt Baum, dass er persönlich die Kritik verstehen kann. Immerhin ist er „Geisteswissenschaftler“ und fĂŒhlt sich dem „Sprachgebrauch der Latinitas verpflichtet“ – sprich, persönlich wĂŒrde er so einen Slogan nicht verwenden.

Aus Unternehmenssicht aber schon. Und dafĂŒr liefert er eine BegrĂŒndung, die wenig schmeichelhaft fĂŒr die Kundinnen und Kunden ist:

„Das Motto sollte die durchschnittlichen Schlecker-Kunden, die niederen bis mittleren Bildungsniveaus zuzuordnen sind, ansprechen.“

Und weiter:

„Die Zielgruppe unseres Werbeslogans sind auch nicht die vielleicht 5 Prozent der Bevölkerung, zu denen Sie und Ihre Mitunterzeichner gehören (nĂ€mlich promovierte Akademiker, Philologen und andere reflektierte Sprachverwender) – sondern die ĂŒbrigen 95 Prozent.“

Wie soll man das verstehen? Dass die „ĂŒbrigen 95 Prozent“ nicht reflektiert mit der Sprache umgehen? Oder das Schlecker die 5 Prozent gar nicht im Blick hat und auch nicht als Kunden gewinnen will, weil denen der „denglische“ Werbeslogan zu blöd ist?

Die Financial Times Deutschland schrieb: „Schlecker hĂ€lt die eigenen Kunden fĂŒr blöd.“ Ein Schluss, den wohl viele aus dem arroganten Schreiben des Unternehmenssprechers Baum Ă€hnlich gezogen haben dĂŒrften. Das Handelsblatt formuliert: „Schlecker nennt Kunden ungebildet.“

Das dachten viele nach dem Brief von Schlecker, der fĂŒr viel Empörung gesorgt hat.

Anstatt sich klar zu entschuldigen und Druck aus der Debatte herauszunehmen, legt Schlecker auf seinem Unternehmens-Blog nach kritischen Presseberichten und Protesten aus der Bevölkerung nach:

„Und ja, wir stehen zu diesem Motto, wie wir auch zu einer unserer wichtigsten Zielgruppen stehen: Menschen mit einfachem bis mittlerem Bildungsniveau.“

Vollkommen unverstĂ€ndlich, wie ich meine. Denn Schlecker verknĂŒpft das „Bildungsniveau“-Thema ohne Not mit den eigenen Kundinnen und Kunden. Und lĂ€sst auf den ersten Fehler den zweiten folgen. Und selbst ein richtiger Ansatz, um aus dem Desaster rauszukommen, wird wieder mit der VerknĂŒpfung „Bildungsniveau-Dummheit“ verwendet:

„Wer will, mag unser Unternehmensmotto diskutieren, gut finden oder fĂŒr dĂŒmmlich halten. Unsere Mitarbeiter, die zum ĂŒberwiegenden Teil schon seit 15 und mehr Jahren im Unternehmen arbeiten, wie auch unsere Kunden sind es ganz sicher nicht.“

Die andauerende VerknĂŒpfung von Bildungsniveau und Dummheit in bezug auf die eigenen Kundinnen und Kunden ist das Problem dieser Kommunikationspanne, durch die viele unterstellen, Schlecker habe keine besonders gute Meinung von der eigenen Klientel.

Eine positive Formulierung dieser Art hÀtte Schlecker und der Klientel sicher mehr gedient:

„Wie achten und schĂ€tzen unsere Kundinnen und Kunden als gute Menschen. Wer bei uns einkauft, ist schlau – denn wir bieten gute Ware zu gĂŒnstigen Preisen. For you. Vor Ort.“

Das ist aber der „Unternehmenskommunikation“ und dem „Geisteswissenschaftler“ Florian Baum nicht eingefallen. Was man auch indirekt als Beweis anfĂŒhren könnte, dass eine akademische Bildung und eine Zugehörigkeit zur „Latinitas“ nicht unbedingt vor Dummheit schĂŒtzt.

Diese Aussage sorgte fĂŒr jede Menge VerĂ€rgerung.

Vielleicht sollte sich Schlecker zuallererst einen neuen Unternehmenssprecher suchen, der die Kundenansprache besser beherrscht.

Wer den Brief nachlesen möchte, findet ihn beim Facebook-Account von „Deutsche Sprachwelt.“

Weitere Infos:

Siehe auch einen Bericht des Mediendienstes „meedia“ zum Thema.

Werben und Verkaufen

Scilogs: For you – verbohrt

Stelllungnahme von Schlecker