Mittwoch, 18. September 2019

Fahndungserfolg: Rundklo-Randalierer ermittelt und gestÀndig

Guten Tag!

Ladenburg, 11. Juni 2010. Der Polizei ist es gelungen, die vier jungen MĂ€nner zu ermitteln, die vor einigen Wochen die Toilettenanlage an der Festwiese verwĂŒstet hatten. Die MĂ€nner, zwei Ilvesheimer und zwei Ladenburger, sind gestĂ€ndig.

Aus dem Polizeibericht:

Ende April hatten die ermittelten TĂ€ter das Rundklo zerlegt. Bild: Stadt Ladenburg

„Durch umfangreiche Ermittlungen gingen der Polizei Ladenburg nun die TĂ€ter einer gemeinschĂ€dlichen SachbeschĂ€digung ins Netz. Am 27.04.2010, in den Nachmittagsstunden wurde eine Toilettenanlage auf der Ladenburger Festwiese von unbekannten TĂ€tern demoliert. Hierbei wurden durch die Randalierer TĂŒren eingetreten, Heizkörper von der Wand gerissen und Seifenspender beschĂ€digt. Der Sachschaden belief sich auf mehrere hundert Euro. Vier junge MĂ€nner im Alter zwischen 17 und 19 Jahren wurden von der Polizei als TatverdĂ€chtige ermittelt und gaben die SachbeschĂ€digung zu. Nach eigenen Angaben hatten die Heranwachsenden auf der Ladenburger Festwiese gefeiert und vor der SachbeschĂ€digung reichlich dem Alkohol zugesprochen. Die Beschuldigten gelangen nun zur Anzeige und sehen einem Strafverfahren wegen gemeinschĂ€dlicher SachbeschĂ€digung entgegen. Des Weiteren werden ihnen die Reparaturkosten der Toilettenanlage auferlegt.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Polizei: „Wer sich korrekt verhĂ€lt, bekommt auch keinen Ärger.“

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Guten Tag!

Ladenburg, 18. Mai 2010. Frank Hartmannsgruber, Leiter des Polizeireviers Ladenburg, erklÀrt im Exklusiv-Interview mit dem ladenburgblog, warum er die PrÀsenz der Polizei an Orten wie der Festwiese erhöht hat und was er von seinen Beamten und der Bevölkerung erwartet.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Hartmannsgruber, wie beurteilen Sie das Verhalten der Polizisten, so wie in unserem Text beschrieben?
Frank Hartmannsgruber: „Ich habe versucht, die Begegnung zu rekonstruieren, aber im Text waren leider nur ungenaue zeitliche Angaben.“

Revierleiter Frank Hartmannsgruber. Bild: ladenburgblog

Danke fĂŒr Ihre MĂŒhe – wir haben den Text redaktionell so gestaltet, dass unsere Quelle nicht erkennbar ist, weil der Informant keinen „Ärger“ haben wollte.
Hartmannsgruber: „Wer sich korrekt verhĂ€lt, bekommt auch keinen „Ärger“.“

Das glauben wir Ihnen gerne. Trotzdem scheint die Lage angespannt zu sein. HÀtten die Polizisten nicht auch etwas freundlicher sein können?
Hartmannsgruber: „Da mir konkrete Informationen fehlen, kann ich das nur allgemein beantworten.“

„Ich erwarte korrektes Verhalten.“

Bitte.
Hartmannsgruber: „GrundsĂ€tzlich hat die Polizei das Recht bei Störungen der öffentlichen Ordnung einen Platzverweis zu erteilen – beispielsweise wegen Ruhestörung. Je nach Verhalten einer Person kann es notwendig sein, diese in Gewahrsam zu nehmen. Das entscheiden die Beamten vor Ort. Sicherlich ist es korrekt, wenn die Beamten eine Person darauf aufmerksam machen, was die Folgen eines nicht-kooperativen Verhaltens sein können.“

Zwischen „aufmerksam machen“ und „drohen“ gibt es einen Unterschied.
Hartmannsgruber: „Das haben Sie jetzt so formuliert. Aber ganz klar: Ich erwarte von meinen Beamten, dass sie sich tadellos und korrekt verhalten. Umgekehrt können Polizisten aber auch erwarten, dass man sie korrekt behandelt. Sie sind verpflichtet, im Sinne der öffentlichen Ordnung ihre Arbeit zu verrichten.“

„Polizisten sind auch Menschen.“

Das ist eine vernĂŒnftige und nachvollziehbare Einstellung. Andererseits muss man auch wissen, dass es bei der Polizei wegen Personalmangels, verbunden mit viel Arbeit, sicherlich auch viel Stress beim einzelnen Beamten gibt. Wie stellen Sie sicher, dass diese nicht ĂŒberzogen reagieren?
Hartmannsgruber: „Der korrekte Umgang mit der Bevölkerung ist Teil der Ausbildung und wird auch immer wieder in speziellen Seminaren geschult. Auch Polizisten sind Menschen und haben nicht immer ihren besten Tag. Ich erwarte von meinen Leuten trotzdem, dass sie absolut professionell auftreten, das erfordert sicherlich sehr viel Eigendisziplin. Die gehört aber auch zu unserer Arbeit.“

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Erhöhte PrÀsenz, um Vandalismus vorzubeugen. Bild: Stadt Ladenburg

Mal angenommen, die Polizisten haben sich in dem beschriebenen Fall tatsĂ€chlich nicht ganz korrekt verhalten. Wie wĂŒrden Sie reagieren?
Hartmannsgruber: „Ich habe schon reagiert – obwohl der Vorgang unklar ist und ich selbstverstĂ€ndlich davon ausgehe, dass sich die Beamten korrekt verhalten haben. Ich nehme den Bericht zum Anlass, um an das geforderte professionelle Vorgehen zu erinnern.“

„Wir haben unsere PrĂ€senz erhöht.“

Was hÀtten die Jugendlichen tun können?
Hartmannsgruber: „Wer mit dem Verhalten eines Polizisten nicht einverstanden ist, kann sich jederzeit an die PolizeifĂŒhrung, also mich oder das PolizeiprĂ€sidium wenden. Sie können sehr sicher davon ausgehen, dass das PolizeiprĂ€sidium Mannheim, zu dem das Polizeirevier Ladenburg gehört, ganz entschieden an einem korrekten Auftreten der Beamten interessiert ist.“

Gar nicht korrekt war in der jĂŒngsten Vergangenheit das Verhalten von Chaoten, die das Rundklo „zerlegt“ haben und die Festwiese zumĂŒllen. Was tun Sie dagegen?
Hartmannsgruber: „Die Ermittlungen laufen, mehr werde ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Tatsache ist, dass wir verstĂ€rkt Orte kontrollieren, wo Probleme auftreten, darunter die Festwiese. Die Beamten sind aufgefordert, nicht nur „Streife zu fahren“, sondern auch zu den Menschen hinzugehen und sie auf ein korrektes Verhalten hinzuweisen.“

„Den Zwiespalt der AnsprĂŒche zu lösen, ist eine schwierige Aufgabe.“

Womit wir wieder bei der berichteten Begegnung Polizei-Jugendliche sind. Wie lÀuft so ein Kontakt in Ihren Augen ideal ab?
Hartmannsgruber: „Die Beamten treten höflich und korrekt auf, selbst dann, wenn sie provoziert werden sollten. Leider erleben diese immer wieder, vor allem bei entsprechendem Alkoholkonsum von BĂŒrgern, dass „kommunikative Mittel“ nicht ausreichen. Die Beamten haben die schwierige Aufgabe, einen Zwiespalt der AnsprĂŒche zu lösen.“

Der wÀre?
Hartmannsgruber: „Die einen wollen feiern, die anderen ihre Ruhe und die Polizei steht mittendrin. Ich sage das ganz deutlich: Kein Polizist hat ein Interesse daran, den Menschen das feiern zu verbieten. Es geht aber nur miteinander. RĂŒcksicht kann und muss verlangt werden. Wenn die Einsicht dazu fehlt, ergreifen wir geeignete Maßnahmen.“

„Wir sind weder Spaß- noch Spielverderber.“

Wie lÀuft das praktisch?
Hartmannsgruber: „Wir zeigen mehr PrĂ€senz. Beispielsweise in der Nacht zum 1. Mai oder am Vatertag. Ich war mit meinen Leuten nachts unterwegs, weil ich wissen will, was draußen los ist. Wir haben ein Deeskalationsteam gebildet, unser Jugendsachbearbeiter Schuhmacher und eine Kollegin vom Bezirksdienst waren mit auf Streife und der Jugendsozialarbeiter der Stadt war zusĂ€tzlich mit seiner Kollegin unterwegs, um mögliche Konflikte ruhig zu lösen. Die Strategie ist aufgegangen. Meine Erfahrung ist, sowohl die Beamten als auch die Menschen haben sich ordentlich verhalten. Damit bin ich sehr zufrieden.“

Welchen Tipp geben Sie Jugendlichen und anderen im Umgang mit der Polizei und deren gesteigerter PrÀsenz vor allem auf der Festwiese?
Hartmannsgruber: „Wir sind weder Spaß- noch Spielverderber. Vandalismus und VermĂŒllung sind weder ein Spaß, noch ein Spiel. Ganz klar ist: Wer vor hat, sich ordentlich zu verhalten, den kann und muss die Anwesenheit eines Streifenwagens oder einer Polizeistreife nicht stören. Ganz im Gegenteil.“

„Dann können Dich Deine Eltern morgen auf dem Revier abholen“

Guten Tag!

Ladenburg, 10. Mai 2010. Die Polizei greift durch. Kontrollen auf der Festwiese finden statt. Fraglich ist nach Informationen des ladenburgblogs aber, ob die VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit gewahrt bleibt.

Von Hardy Prothmann

Die Geschichte geht so: Vor ein paar Tagen treffen sich Jugendliche auf der Festwiese.

So wie immer, wenn das Wetter es zulÀsst, seit Jahren, seit Jahrzehnten. Zum Quatschen, abhÀngen, reden, knutschen und feiern.

Ob frĂŒher „alles besser“ war? Wer weiß?

Im Moment gibt es Stress. Irgendwelche Vollidioten haben gerade mal wieder das teure „Rundklo“ verwĂŒstet.

Der BĂŒrgermeister Rainer Ziegler ist „fassungslos“ und beginnt mit diesem „Ärgernis“ die vergangene Gemeinderatssitzung. Die Fassungslosigkeit und der Ärger sind verstĂ€ndlich.

Vandalismus, Glasscherben, MĂŒll – all das muss nicht sein, sollte nicht sein.

Der BĂŒrgermeister, der Gemeinderat, die anwesenden BĂŒrger sind empört, die Medien berichten – das „Thema“ bekommt eine Bedeutung. Auch fĂŒr die Polizei.

Die Folge: Die Polizei kontrolliert verstĂ€rkt – als hĂ€tte sie unter all dem Personaldruck, den sie hat, nichts besseres zu tun.

Die Redaktion des ladenburgblogs erfĂ€hrt: Jugendliche treffen sich auf der Wiese. Gegen 23 Uhr abends hĂ€lt eine Polizeistreife und weist die Jugendlichen an, „den MĂŒll zu entfernen“.

Die sagen: „Ist nicht unserer.“ Die Jugendlichen finden die Polizisten aggressiv. Ein anderer sagt: „Ich rĂ€ume das nicht weg. Und ĂŒberhaupt, was wollen Sie uns verbieten? Ich habe nichts gemacht und ich weiß nicht, warum Sie uns hier jetzt unter Druck setzen.“

Der Polizist sagt: „Wenn Du vorlaut werden willst, können Dich Deine Eltern gerne morgen auf dem Revier abholen.“

Was stimmt? Die Darstellung der Jugendlichen oder die der Polizei?

Das wird nicht zu entscheiden sein, weil hier Aussage gegen Aussage stehen wird.

Fest steht: Der neue Revierleiter Frank Hartmannsgruber hat mehr PrĂ€senz angekĂŒndigt. Hartmannsgruber will durch PrĂ€senz und PrĂ€vention die Sicherheit und auch das SicherheitsgefĂŒhl gewĂ€hrleisten.

Dieser Ansatz ist gut und richtig.

Falsch wĂ€re, wenn seine Beamten aggressiv auftreten und Jugendliche unter Druck setzen – gerade solche, die eigentlich nicht „auffĂ€llig“ sind, aber es aus „Frust“ ĂŒber eine „falsche Behandlung“ durch die Polizei werden könnten.

Es ist ein Dilemma – der Druck der Beamten ist nachvollziehbar. Sie mĂŒssen fĂŒr Ordnung sorgen und sind doch unterbesetzt. Wenn sie eine „Ansage“ machen, mĂŒssen sie aber immer auf die „VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit“ achten, obwohl das „VerhĂ€ltnis“ ihrer Aufgaben zu dem, was sie leisten können, immer kritischer wird.

Fatal wird es, wenn es sich die Polizei mit jungen Leuten und deren Eltern und der Öffentlichkeit verdirbt, wenn sie „nicht nachvollziehbar“ auch gegen Personen durchgreift, die eigentlich kein Problem darstellen, sondern nur „augenscheinlich“ unter die „Problemgruppe“ Jugendliche fallen.

Die NervositĂ€t und der Druck auf die Beamten wird erkennbar, wenn es zu SĂ€tzen wie: „Dann können Dich Deine Eltern auf dem Revier abholen“ kommt.

Als Jugendlicher hĂ€tte ich geantwortet: „Das wĂŒrde ich gerne ausprobieren – und ich bin gespannt auf die Folgen, Herr Polizist. Nehmen Sie mich in Gewahrsam.“

Beides wĂ€re blöd gewesen – die Drohung und die Reaktion.

Bevor es blöd wird, mĂŒssen die Polizeibeamten ihr Verhalten ĂŒberprĂŒfen und zeigen, dass sie als Staatsdiener und OrdnungskrĂ€fte vorbildlich auftreten. Daran kann es ĂŒberhaupt keinen Zweifel geben.

Denn die Jugendlichen reagieren so sicher wie das Amen in der Kirche aus Protest auf „falsches Verhalten“.

Kontrollen sind notwendig. Kontrollen sind angesichts der UmstĂ€nde wichtig. Kontrollen mĂŒssen aber korrekt ablaufen.

Die Polizei ist gut beraten, so korrekt wir nur irgendwie möglich aufzutreten.

Wenn die Polizei den „starken Mann“ markiert, macht sie einen Fehler.

Wenn Jugendliche den „starken Mann“ markieren, machen sie auch einen Fehler.

Jugendliche auf der Festwiese haben das Recht, miteinander eine gute Zeit zu verbringen. Polizisten mĂŒssen nach dem Rechten schauen. Beides geht zusammen – wenn beide Seiten VerstĂ€ndnis fĂŒreinander haben.

Wenn nicht, kommt es unweigerlich zum Konflikt.

Was tun gegen die Zerstörungswut?

Guten Tag!

Ladenburg, 30. April 2010. Die verwĂŒstete Toilettenanlage spricht BĂ€nde: Hier tobte die reine Zerstörungswut ohne Sinn und Verstand. Wer tut so etwas? Und was macht man dagegen?

Kommentar: Hardy Prothmann

Nicht nur BĂŒrgermeister Ziegler ist fassungslos und dann wĂŒtend, wenn er sieht, was eine dumme Zerstörungswut anrichtet: Die Reparatur der verwĂŒsteten Toilettenanlage wird Tausende von Euro kosten. WofĂŒr? DafĂŒr, dass ein, zwei oder mehr Vollidioten ein paar Minuten „Spaß“ hatten?

Sind es „Vollidioten“? Oder sind Leute, die so etwas tun, „krank im Kopf“?

Oder sind sie vielleicht sogar „Opfer der Gesellschaft“? Arme, missverstandene und zu wenig behĂŒtete Jugendliche?

Wer ist schuld? Die Zerstörer, die Eltern, die Gesellschaft? Oder gar die Polizei, weil sie nicht da war? Oder Anwesende auf der Wiese, die nicht eingegriffen haben?

Was tun?

Diese Fragen und noch viele andere stellt man sich nicht nur im Gemeinderat. Was tun gegen diese Zerstörungswut?

Kein „auswĂ€rtiges Gesocks“ mehr nach Ladenburg lassen, wie CDU-Gemeinderat Gerhard Seidel folgerte?

Das hilft nur zu 25 Prozent. Drei Ladenburger und ein „AuswĂ€rtiger“ haben Platzverbote bekommen. Ladenburger Jugendliche machen in diesem Fall 75 Prozent des Problems aus. Ladenburger Jugendliche waren in diesem Fall das „Gesocks“.

Seidel forderte auch: „Man mĂŒsste mal knallhart fĂŒr zwei Jahre keine Veranstaltungen mehr auf der Festwiese und kein Grillen mehr auf der Neckarwiese erlauben. Die AnstĂ€ndigen werden dafĂŒr sorgen, dass das nicht mehr passiert.“

Nicht die AnstÀndigen bestrafen.

Die AnstĂ€ndigen? Die wĂŒrden dadurch bestraft. Die AnstĂ€ndigen rĂ€umen ihren Grillplatz auf und feiern auf der Festwiese schöne Feste.

Es geht um die Chaoten. Hier soll die Polizei mehr gucken, fordert StadtrĂ€tin Ilse Schummer (SPD): „Es braucht auch mehr Zivilcourage.“

Die arg unterbesetzte Polizei war in diesem Fall kurz nach der Randale zur Stelle. Mehr kann sie nicht tun oder soll man einen Beamten 24 Stunde vor dem Klo postieren?

Klar, die zivil Couragierten ĂŒberlegen es sich aber zwei Mal, ob sie im Zweifel das Schicksal der Toilettenanlage teilen wollen.

Es kann sicher etwas getan werden: Angefangen im Elternhaus, ĂŒber die Schulen, die Betriebe, die Sozialarbeit, Polizeiarbeit und Gerichtsbarkeit.

Wenn erst die Polizei und die Gerichte tĂ€tig werden mĂŒssen, ist die Toilette oder etwas anderes zerstört. Im schlimmsten Fall sind Menschen zu Schaden gekommen.

Das Problem: Man wird sich an die Folgen der Probleme gewöhnen mĂŒssen.

Es ist leider ein gesellschaftliches Problem, an das man sich gewöhnen muss.

Offensichtlich leisten die ElternhÀuser nicht mehr die notwendige Erziehungsarbeit, schlecht ausgestattete Schulen und Sozialarbeit können gewisse Jugendliche nicht mehr erreichen. Sonst könnte man hier Druck aufbauen und ein solches Verhalten gesellschaftlich Àchten.

Eine solche Ächtung funktioniert aber nur bei Menschen, die noch gewillt sind, an der Gesellschaft teilzunehmen. Chaoten, die Klos zerstören, haben lĂ€ngst jede Achtung vor fremdem Eigentum und allgemeinem Nutzen verloren. Sie verachten sich selbst und deshalb auch alles und jeden anderen.

Man kann nur hoffen, dass sie sich bei ihrer Zerstörungsorgie ordentlich weh getan haben – das ist wahrscheinlich der einzige GefĂŒhlsimpuls, denn solche Leute noch spĂŒren.

Fassungslos ĂŒber Vandalismus – Rundklo zerlegt

Guten Tag!

Ladenburg, 30. April 2010. Chaoten haben die Toilettenanlage an der Festwiese demoliert. BĂŒrgermeister Ziegler zeigt sich fassungslos und wĂŒtend. Polizei spricht Platzverweise aus.

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Bloße Zerstörungswut. Quelle: Stadt Ladenburg

Mehrere Tausend Euro Schaden haben Randalierer im Rundklo auf der Festwiese angerichtet. Die Bilder unserer Fotostrecke zeigen das Ergebnis der Zerstörungswut.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler eröffnete die Gemeinderatssitzung am 28. April 2010 mit den Worten: „Als ich heute morgen die die Toilettenanlage auf der Festwiese gesehen habe, war ich fassungslos. Die Fassungslosigkeit ist heftigem Ärger gewichen. Mit geht das derart auf den Geist, was hier immer und immer wieder passiert.“

SchĂŒler der Merianschule hatten am Dienstagabend auf der Wiese gefeiert. Die Polizei nahm drei Ladenburger Jugendliche fest und einen „AuswĂ€rtigen“.

Es wurde Strafanzeige erstattet. BĂŒrgermeister Ziegler betonte, dass man sich mit den Schulen und der Polizei besser absprechen mĂŒsse.

Gleichzeitig beklagte er: „Sind denn keine Eltern mehr da, die den Kindern den Umgang mit Werten beibringen?“

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