Donnerstag, 26. April 2018

Zweite Ausbaustufe der S-Bahn Rhein-Neckar

Erstes Anhörungsverfahren eingeleitet

Laudenbach, 14. August 2014. (red/pm) Das Regierungspr√§sidium Karlsruhe hat das erste Anh√∂rungsverfahren zur zweiten Ausbaustufe der S-Bahn-Rhein-Neckar eingeleitet. Gegenstand der Ma√ünahme ist die Erneuerung und S-Bahn-gerechte Herstellung der Verkehrsstation am Haltepunkt Laudenbach (Bergstra√üe). [Weiterlesen…]

Die letzte Reise des Ludwig Anton von Pfalz-Neuburg

Prinz, Soldat und Bischof

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 Die Bischofsgruft in der Ladenburger Sebastianskapelle nach der Entdeckung im Jahre 1969 (Foto: Berndmark Heukemes). Foto: Lobdengau-Museum

 

Ladenburg, 08. November 2013. (red/pm) Anl√§sslich des Wittelsbacher Jahres pr√§sentiert das Lobdengau-Museum die Ausstellung „Prinz, Soldat und Bischof. Die letzte Reise des Ludwig Anton von Pfalz-Neuburg“.¬† [Weiterlesen…]

Das Schulsystem in Hessen und Rheinland-Pfalz

Ein Blick √ľber die Landesgrenzen

Hessen/Rheinland-Pfalz, 14. M√§rz 2012. (red/jh) In Baden-W√ľrttemberg scheint man sich von dem mehrgliedrigen Schulsystem trennen zu wollen und tendiert zu Gemeinschaftsschulen (siehe hier). Und wie sieht es in den angrenzenden Bundesl√§ndern Hessen und Rheinland-Pfalz aus? Ein kurzer √úberblick.

W√§hrend im S√ľd-Westen Deutschlands die Gemeinschaftsschule kurz vor dem Start steht, ist sie in Hessen und Rheinland-Pfalz nicht im Gespr√§ch. Dort findet man eine Gliederung in Haupt- und Realschule sowie in das Gymnasium. In Gesamtschulen ist eine hinausgeschobene Selektion in Klasse 7 m√∂glich.

Keine Gemeinschaftsschulen in Hessen und Rheinland-Pfalz

Beide Bundesl√§nder erm√∂glichen es den Schulen, die Haupt- und Realschule zusammenzulegen. Somit bleiben zumindest die Haupt- und Realsch√ľler bis zu ihren Abschl√ľssen gemeinsam in einer Klassen. „Regionale Schule“, „Kooperationsklassen“ oder „Verbundsklassen“ nennen sich diese Modelle.

In Hessen wird derweil √ľber die sogenannte „Mittelstufenschulen“ diskutiert. Das Verfahren ist √§hnlich wie eben beschrieben. Es gibt gemeinsame Eingangsklassen f√ľr die Haupt- und Realsch√ľler und ab Klasse 8 kann dann in einem „praxisorientierten Bildungsgang“ der Hauptschulabschluss erreicht werden und im „mittleren Bildungsgang“ der Realschulabschluss.

„Unser Ziel ist, dass alle Jugendlichen einen Schulabschluss erreichen“, schreibt das Hessische Kultusministerium auf ihrer Internetpr√§senz. Ob dies durch die Mittelstufenschule besser gelingt, bleibt auch hier abzuwarten.

Mit der radikalen Schulreform steht Baden-W√ľrttemberg im Dreil√§ndereck (noch) alleine dar.

Gr√ľn-Rot gewinnt die Wahl in Baden-W√ľrttemberg – wahrscheinlich


Nach den Hochrechnungen von 18:20 Uhr hat Gr√ľn-Rot die Wahl gewonnen. Quelle Daten: ARD

Guten Tag!

Rhein-Neckar/Weinheim, 27. M√§rz 2011. (red) Nach den ersten Hochrechnungen steht fest: B√ľndnis90/Die Gr√ľnen und SPD k√∂nnen eine neue Regierungskoalition in Baden-W√ľrttemberg bilden. CDU und FDP sind abgew√§hlt. Diese Wahl wird in die Geschichte eingehen. Aber: Die Ausz√§hlung dauert an und kann noch andere Ergebnisse bringen.

Von Hardy Prothmann

Der neue baden-w√ľrttembergische Ministerpr√§sident hei√üt aller Voraussicht nach Winfried Kretschmann von B√ľndnis90/Die Gr√ľnen. Seine Partei kommt nach ARD-Hochrechnungen (Stand: 18:20 Uhr) auf 24,9 Prozent (+13,2). Der wahrscheinliche Koalitionspartner SPD erreicht nur 23,4 Prozent (-1,8).

Die CDU erreicht nur noch 38,2 Prozent (-6). Die FDP muss f√ľrchten, nicht in den Landtag zu kommen. F√ľr sie werden f√ľnf Prozent hochgerechnet (-5,7). Die Linke erreicht nur 2,8 (-0,3).

Gegen√ľber dem dramatischen Absturz in Rheinland-Pfalz mit √ľber zehn Prozentpunkten Verlust ist die SPD in Baden-W√ľrttemberg „noch gut“ weggekommen: -1,8 Prozentpunkte sind aber trotzdem schmerzhaft, weil die SPD bei der Landtagswahl 2006 bereits √ľber zehn Prozent eingeb√ľ√üt hat und offensichtlich keine neuen W√§hler f√ľr sich gewinnen konnte – von einem guten Ergebnis kann die SPD unter Nils Schmid also nicht reden.

Ganz anders B√ľndnis90/Die Gr√ľnen. Die „√Ėko“-Partei darf sich als Wahlsieger auf der ganzen Linie freuen. Mit fast 25 Prozent und einem Plus von sagenhaften 13 Prozentpunkten ist die Partei bei den „gro√üen Volksparteien“ angekommen. In Rheinland-Pfalz schafft sie gut 12 Prozentpunkte mehr und erreicht 17 Prozent.

Gr√∂√üter Verlierer ist die FDP: In Rheinland-Pfalz verliert sie 50 Prozent und erreicht nur noch 4 Prozent und zieht damit nicht in den Landtag ein. In Baden-W√ľrttemberg scheint sie mit f√ľnf Prozent in den Landtag zu kommen, muss aber hier sogar mehr als 50 Prozent Verlust hinnehmen.

Die CDU verliert etwa sechs Prozentpunkte und f√§hrt mit 38,2 Prozent das zweitschlechteste Ergebnis ihrer Geschichte ein. Nur 1952 war mit 36 noch schlechter. Bei den f√ľnfzehn Wahlen nach dem 2. Weltkrieg erreichte sie damit zum vierten Mal einen Wert unter 40 Prozent. Bester Wert war 1976 mit 56,7 Prozent.
In Rheinland-Pfalz legt die CDU mit 1,4 Prozentpunkten zu.

Theoretisch sind noch die Regierungskoalitionen Schwarz-Rot oder Schwarz-Gr√ľn in Baden-W√ľrttemberg denkbar, was aber sehr unwahrscheinlich ist. Stefan Mappus w√§re aber sicher nicht Regierungschef einer solchen Koalition.

Wir berichten in K√ľrze von der Wahlparty der Gr√ľnen im Wahlkreis Weinheim (39), die in Schriesheim in der Gastst√§tte Zur Pfalz feiern.

Hinweis: Die Auszählung dauert an und kann noch Veränderungen bringen.

Bei der „Schicksalswahl“ zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab


Sollten die Prognosen eintreffen, bleibt die CDU zwar st√§rkste Fraktion, verliert aber die Macht im Land an Gr√ľn-Rot.

Guten Tag!

Rhein-Neckar/Weinheim, 27. M√§rz 2011. (red) Nach Agenturberichten zeichnet sich landesweit eine hohe Wahlbegteiligung ab. Im Vergleich zur Landtagswahl 2006 liegen die Werte gut 50 Prozent √ľber den vergangenen Wahlen.

„In Baden-W√ľrttembergs Landeshauptstadt Stuttgart hatten bis 11.00 Uhr 8,7 Prozent der Wahlberechtigten ihr Kreuzchen gemacht. Bei der Wahl vor f√ľnf Jahren waren es um diese Zeit nur 6,4 Prozent. In Heidelberg lag die Wahlbeteiligung am sp√§ten Vormittag bei 8,4 Prozent, 2006 waren es zur gleichen Zeit nur 4,9 Prozent gewesen“, schreibt die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

2006 lag die Wahlbeteiligung bei 57,5 Prozent, landesweit war die Beteiligung noch schlechter, nämlich nur 53,4 Prozent. Bei den unter 30-jährigen lag die Beteiligung gar nur bei 33 Prozent.

In Baden-W√ľrttemberg ist es die wohl spannendste Landtagswahl aller Zeiten: Seit 58 Jahren ist die CDU ununterbrochen an der Macht und k√∂nnte diese nun zum ersten Mal verlieren. CDU und FDP-W√§hler gelten als „pflichtbewusster“ bei Wahlen. Niedrige Wahlbeteiligungen schaden deshalb vor allem den anderen Parten. Eine hohe Wahlbeteiligung weist auf eine hohe Mobilisierung von Gr√ľnen und SPD-W√§hlern hin – aber auch f√ľr Die Linke.

Die CDU gilt als schwer angeschlagen. Nicht nur durch „√§u√üere Ereignisse“ wie die atomare Katastrophe in Japan, den B√ľrgerkrieg in Libyen und den schwachen Euro, sondern vor allem durch die politische Orientierungslosigkeit innerhalb der CDU. Der Atom-Freund und Ministerpr√§ident Stefan Mappus meldete selbst Zweifel an, um sich dann wieder zur Atomkraft zu bekennen. Das sind rein wahltaktische Man√∂ver, allerdings dilletantisch ausgef√ľhrt – wie die Bekenntnis des Bundeswirtschaftsministers Br√ľderle, der vor Managern das „Atom-Moratorium“ als Wahlkampfmittel bezeichnet hatte.

Die Gr√ľnen erlebten in den Umfragen einen H√∂henflug – wenn die Prognosen eintreffen, werden sie in Baden-W√ľrttemberg ihre Anteile auf rund 24 Prozent verdoppeln und zusammen mit der SPD die Regierung stellen k√∂nnen. Der neue und erste gr√ľne Ministerpr√§sident w√ľrde dann der 62-j√§hrige Winfried Kretschmann werden. Er gilt vielen Baden-W√ľrttembergen als w√§hlbar – durch seine besonnene Art. Zudem ist er gl√§ubiger Katholik, was ihn CDU-Anh√§ngern sympathischer macht.

Um 18:00 Uhr wird es erste Hochrechnungen geben. Wir informieren Sie umgehend mit Analysen zur Wahl.

Auch in Rheinland-Pfalz wird einer neuer Landtag gew√§hlt – die SPD unter Ministerpr√§sident Kurt Beck gewinnt dort sicher. Auch den Gr√ľnen werde gute Chancen einger√§umt, wieder in den Landtag zu kommen.

Einen sch√∂nen „Schicksalswahltag“ w√ľnscht
Das rheinneckarblog

In der Metropolregion steht die Atomgefahr „im Vorgarten“


Guten Tag!

Rhein-Neckar 15. M√§rz 2011. Wo ist nochmal Biblis, wo Philippsburg? F√ľr viele wahrscheinlich „weit weg“. Tats√§chlich liegen Nordbaden und S√ľdhessen im direkten Einzugsbereich in der „Gefahrenzone A“ von den alten Kernkraftwerden Biblis A und Philippsburg I.

In Japan weht der Wind derweil eine radioaktive Wolke vom havarierten Kernkraftwerk Fukushima in Richtung Tokio – das liegt 240 Kilometer vom Atomunfallsort entfernt.

Von Hardy Prothmann

√úbersichtkarte deutsche Atomkraftwerke. Klicken Sie auf die Grafik f√ľr eine gr√∂√üere Darstellung. Quelle: Wikipedia/Lencer

Das Abschalten von alten Atomkraftwerken in Deutschland wird auf der politischen Ebene unter dem Eindruck der bevorstehenden Landtagswahlen in Baden-W√ľrttemberg und Rheinland-Pfalz von der Bundesregierung vorangetrieben.

Die CDU/FDP-Regierungskoaltion spricht pl√∂tzlich von „√úberpr√ľfung“ der Sicherungssysteme und will sogar sieben alte Atommeiler, darunter Biblis A und Philippsburg I in K√ľrze still legen.

Erstaunlich, hatte diese Regierung doch gegen den Widerstand der Opposition im vergangenen Herbst die Laufzeit dieser Reaktoren erheblich verl√§ngt. Damals war die „Welt noch in Ordnung“ und Atomkraftwerke angeblich sicher.

Auch der baden-w√ľrttembergische Ministerpr√§sident Stefan Mappus (CDU) gilt als Hardliner in Sachen Atompolitik. Bis zum Unfall in Japan hat er aus seiner bedingungslosen Unterst√ľtzung der Atomwirtschaft nie einen Hehl gemacht.

Die Siedewasserreaktoren in Biblis und Philippsburg sind immer wieder durch „Zwischenf√§lle“ aufgefallen und √§hnlich konstruiert wie die im japanischen Fukushima, in denen aktuell eine Kernschmelze droht oder bereits eingesetzt hat.

Wie tr√ľgerisch „Entfernungen“ und Sicherheitszonen sind, zeigt die Lage in Japan.

Dort wurde „klassisch“ eine 20-Kilometer-Zone eingerichtet. Laut Medienberichten ist die Strahlenbelastung der Menschen in der Umgebung aber enorm. Wie viele Menschen bereits lebensgef√§hrlich oder -bedrohlich verstrahlt wurden, ist bislang nicht bekannt.

Die Belastung im Umkreis des AKW Fukushima soll bis zu 400 Millisievert pro Stunde betragen. Menschen können bereits ab 250 Millisievert Opfer einer Strahlenkrankheit werden.

In Tokio, also 240 Kilometer vom Ungl√ľcksort entfernt wird sei die Strahlung bereits etwa 22-mal h√∂her als √ľblich, berichtete der japanische Fernsehsender NHK am Dienstag. Als Grund wird ein leichter Wind genannt, der die atomare Wolke mit einer Geschwindigkeit von 10-20 Kilometern pro Stunde √ľber Land tr√§gt. Zudem droht Regen, der den Fall-Out noch beschleunigen w√ľrde.

Experten halten eine Evakuierung der 35-Millionen-Einwohner-Metropole Tokio f√ľr vollkommen ausgeschlossen.

Unsere √úbersicht zeigt die Luftlinienentfernung von Atomkraftwerken f√ľr einen Radius bis zu 300 Kilometern an. Messpunkt ist Mannheim.

Land Kraftwerk Reaktoren Entfernung Zone
D Philippsburg 2 25 A
D Biblis 2 26 A
D Neckarwestheim 2 70 F
D Grafenrheinfeld 1 135
F Cattenom 4 165
D Gundremmingen 2 177
F Fessenheim 2 188
CH Leibstadt 1 210
CH Beznau 2 215
CH Goesgen 1 240
B Tihange 3 256
F Chooz 2 273
D Grohnde 1 291
CH M√ľhleberg 1 293
D Isar 2 295

Mitarbeit: lokal4u