Mittwoch, 20. September 2017

Zweite Ausbaustufe der S-Bahn Rhein-Neckar

Erstes Anh├Ârungsverfahren eingeleitet

Laudenbach, 14. August 2014. (red/pm) Das Regierungspr├Ąsidium Karlsruhe hat das erste Anh├Ârungsverfahren zur zweiten Ausbaustufe der S-Bahn-Rhein-Neckar eingeleitet. Gegenstand der Ma├čnahme ist die Erneuerung und S-Bahn-gerechte Herstellung der Verkehrsstation am Haltepunkt Laudenbach (Bergstra├če). [Weiterlesen…]

Die letzte Reise des Ludwig Anton von Pfalz-Neuburg

Prinz, Soldat und Bischof

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 Die Bischofsgruft in der Ladenburger Sebastianskapelle nach der Entdeckung im Jahre 1969 (Foto: Berndmark Heukemes). Foto: Lobdengau-Museum

 

Ladenburg, 08. November 2013. (red/pm) Anl├Ąsslich des Wittelsbacher Jahres pr├Ąsentiert das Lobdengau-Museum die Ausstellung „Prinz, Soldat und Bischof. Die letzte Reise des Ludwig Anton von Pfalz-Neuburg“.┬á [Weiterlesen…]

Das Schulsystem in Hessen und Rheinland-Pfalz

Ein Blick ├╝ber die Landesgrenzen

Hessen/Rheinland-Pfalz, 14. M├Ąrz 2012. (red/jh) In Baden-W├╝rttemberg scheint man sich von dem mehrgliedrigen Schulsystem trennen zu wollen und tendiert zu Gemeinschaftsschulen (siehe hier). Und wie sieht es in den angrenzenden Bundesl├Ąndern Hessen und Rheinland-Pfalz aus? Ein kurzer ├ťberblick.

W├Ąhrend im S├╝d-Westen Deutschlands die Gemeinschaftsschule kurz vor dem Start steht, ist sie in Hessen und Rheinland-Pfalz nicht im Gespr├Ąch. Dort findet man eine Gliederung in Haupt- und Realschule sowie in das Gymnasium. In Gesamtschulen ist eine hinausgeschobene Selektion in Klasse 7 m├Âglich.

Keine Gemeinschaftsschulen in Hessen und Rheinland-Pfalz

Beide Bundesl├Ąnder erm├Âglichen es den Schulen, die Haupt- und Realschule zusammenzulegen. Somit bleiben zumindest die Haupt- und Realsch├╝ler bis zu ihren Abschl├╝ssen gemeinsam in einer Klassen. „Regionale Schule“, „Kooperationsklassen“ oder „Verbundsklassen“ nennen sich diese Modelle.

In Hessen wird derweil ├╝ber die sogenannte „Mittelstufenschulen“ diskutiert. Das Verfahren ist ├Ąhnlich wie eben beschrieben. Es gibt gemeinsame Eingangsklassen f├╝r die Haupt- und Realsch├╝ler und ab Klasse 8 kann dann in einem „praxisorientierten Bildungsgang“ der Hauptschulabschluss erreicht werden und im „mittleren Bildungsgang“ der Realschulabschluss.

„Unser Ziel ist, dass alle Jugendlichen einen Schulabschluss erreichen“, schreibt das Hessische Kultusministerium auf ihrer Internetpr├Ąsenz. Ob dies durch die Mittelstufenschule besser gelingt, bleibt auch hier abzuwarten.

Mit der radikalen Schulreform steht Baden-W├╝rttemberg im Dreil├Ąndereck (noch) alleine dar.

Gr├╝n-Rot gewinnt die Wahl in Baden-W├╝rttemberg – wahrscheinlich


Nach den Hochrechnungen von 18:20 Uhr hat Gr├╝n-Rot die Wahl gewonnen. Quelle Daten: ARD

Guten Tag!

Rhein-Neckar/Weinheim, 27. M├Ąrz 2011. (red) Nach den ersten Hochrechnungen steht fest: B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen und SPD k├Ânnen eine neue Regierungskoalition in Baden-W├╝rttemberg bilden. CDU und FDP sind abgew├Ąhlt. Diese Wahl wird in die Geschichte eingehen. Aber: Die Ausz├Ąhlung dauert an und kann noch andere Ergebnisse bringen.

Von Hardy Prothmann

Der neue baden-w├╝rttembergische Ministerpr├Ąsident hei├čt aller Voraussicht nach Winfried Kretschmann von B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen. Seine Partei kommt nach ARD-Hochrechnungen (Stand: 18:20 Uhr) auf 24,9 Prozent (+13,2). Der wahrscheinliche Koalitionspartner SPD erreicht nur 23,4 Prozent (-1,8).

Die CDU erreicht nur noch 38,2 Prozent (-6). Die FDP muss f├╝rchten, nicht in den Landtag zu kommen. F├╝r sie werden f├╝nf Prozent hochgerechnet (-5,7). Die Linke erreicht nur 2,8 (-0,3).

Gegen├╝ber dem dramatischen Absturz in Rheinland-Pfalz mit ├╝ber zehn Prozentpunkten Verlust ist die SPD in Baden-W├╝rttemberg „noch gut“ weggekommen: -1,8 Prozentpunkte sind aber trotzdem schmerzhaft, weil die SPD bei der Landtagswahl 2006 bereits ├╝ber zehn Prozent eingeb├╝├čt hat und offensichtlich keine neuen W├Ąhler f├╝r sich gewinnen konnte – von einem guten Ergebnis kann die SPD unter Nils Schmid also nicht reden.

Ganz anders B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen. Die „├ľko“-Partei darf sich als Wahlsieger auf der ganzen Linie freuen. Mit fast 25 Prozent und einem Plus von sagenhaften 13 Prozentpunkten ist die Partei bei den „gro├čen Volksparteien“ angekommen. In Rheinland-Pfalz schafft sie gut 12 Prozentpunkte mehr und erreicht 17 Prozent.

Gr├Â├čter Verlierer ist die FDP: In Rheinland-Pfalz verliert sie 50 Prozent und erreicht nur noch 4 Prozent und zieht damit nicht in den Landtag ein. In Baden-W├╝rttemberg scheint sie mit f├╝nf Prozent in den Landtag zu kommen, muss aber hier sogar mehr als 50 Prozent Verlust hinnehmen.

Die CDU verliert etwa sechs Prozentpunkte und f├Ąhrt mit 38,2 Prozent das zweitschlechteste Ergebnis ihrer Geschichte ein. Nur 1952 war mit 36 noch schlechter. Bei den f├╝nfzehn Wahlen nach dem 2. Weltkrieg erreichte sie damit zum vierten Mal einen Wert unter 40 Prozent. Bester Wert war 1976 mit 56,7 Prozent.
In Rheinland-Pfalz legt die CDU mit 1,4 Prozentpunkten zu.

Theoretisch sind noch die Regierungskoalitionen Schwarz-Rot oder Schwarz-Gr├╝n in Baden-W├╝rttemberg denkbar, was aber sehr unwahrscheinlich ist. Stefan Mappus w├Ąre aber sicher nicht Regierungschef einer solchen Koalition.

Wir berichten in K├╝rze von der Wahlparty der Gr├╝nen im Wahlkreis Weinheim (39), die in Schriesheim in der Gastst├Ątte Zur Pfalz feiern.

Hinweis: Die Ausz├Ąhlung dauert an und kann noch Ver├Ąnderungen bringen.

Bei der „Schicksalswahl“ zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab


Sollten die Prognosen eintreffen, bleibt die CDU zwar st├Ąrkste Fraktion, verliert aber die Macht im Land an Gr├╝n-Rot.

Guten Tag!

Rhein-Neckar/Weinheim, 27. M├Ąrz 2011. (red) Nach Agenturberichten zeichnet sich landesweit eine hohe Wahlbegteiligung ab. Im Vergleich zur Landtagswahl 2006 liegen die Werte gut 50 Prozent ├╝ber den vergangenen Wahlen.

„In Baden-W├╝rttembergs Landeshauptstadt Stuttgart hatten bis 11.00 Uhr 8,7 Prozent der Wahlberechtigten ihr Kreuzchen gemacht. Bei der Wahl vor f├╝nf Jahren waren es um diese Zeit nur 6,4 Prozent. In Heidelberg lag die Wahlbeteiligung am sp├Ąten Vormittag bei 8,4 Prozent, 2006 waren es zur gleichen Zeit nur 4,9 Prozent gewesen“, schreibt die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

2006 lag die Wahlbeteiligung bei 57,5 Prozent, landesweit war die Beteiligung noch schlechter, n├Ąmlich nur 53,4 Prozent. Bei den unter 30-j├Ąhrigen lag die Beteiligung gar nur bei 33 Prozent.

In Baden-W├╝rttemberg ist es die wohl spannendste Landtagswahl aller Zeiten: Seit 58 Jahren ist die CDU ununterbrochen an der Macht und k├Ânnte diese nun zum ersten Mal verlieren. CDU und FDP-W├Ąhler gelten als „pflichtbewusster“ bei Wahlen. Niedrige Wahlbeteiligungen schaden deshalb vor allem den anderen Parten. Eine hohe Wahlbeteiligung weist auf eine hohe Mobilisierung von Gr├╝nen und SPD-W├Ąhlern hin – aber auch f├╝r Die Linke.

Die CDU gilt als schwer angeschlagen. Nicht nur durch „├Ąu├čere Ereignisse“ wie die atomare Katastrophe in Japan, den B├╝rgerkrieg in Libyen und den schwachen Euro, sondern vor allem durch die politische Orientierungslosigkeit innerhalb der CDU. Der Atom-Freund und Ministerpr├Ąident Stefan Mappus meldete selbst Zweifel an, um sich dann wieder zur Atomkraft zu bekennen. Das sind rein wahltaktische Man├Âver, allerdings dilletantisch ausgef├╝hrt – wie die Bekenntnis des Bundeswirtschaftsministers Br├╝derle, der vor Managern das „Atom-Moratorium“ als Wahlkampfmittel bezeichnet hatte.

Die Gr├╝nen erlebten in den Umfragen einen H├Âhenflug – wenn die Prognosen eintreffen, werden sie in Baden-W├╝rttemberg ihre Anteile auf rund 24 Prozent verdoppeln und zusammen mit der SPD die Regierung stellen k├Ânnen. Der neue und erste gr├╝ne Ministerpr├Ąsident w├╝rde dann der 62-j├Ąhrige Winfried Kretschmann werden. Er gilt vielen Baden-W├╝rttembergen als w├Ąhlbar – durch seine besonnene Art. Zudem ist er gl├Ąubiger Katholik, was ihn CDU-Anh├Ąngern sympathischer macht.

Um 18:00 Uhr wird es erste Hochrechnungen geben. Wir informieren Sie umgehend mit Analysen zur Wahl.

Auch in Rheinland-Pfalz wird einer neuer Landtag gew├Ąhlt – die SPD unter Ministerpr├Ąsident Kurt Beck gewinnt dort sicher. Auch den Gr├╝nen werde gute Chancen einger├Ąumt, wieder in den Landtag zu kommen.

Einen sch├Ânen „Schicksalswahltag“ w├╝nscht
Das rheinneckarblog

In der Metropolregion steht die Atomgefahr „im Vorgarten“


Guten Tag!

Rhein-Neckar 15. M├Ąrz 2011. Wo ist nochmal Biblis, wo Philippsburg? F├╝r viele wahrscheinlich „weit weg“. Tats├Ąchlich liegen Nordbaden und S├╝dhessen im direkten Einzugsbereich in der „Gefahrenzone A“ von den alten Kernkraftwerden Biblis A und Philippsburg I.

In Japan weht der Wind derweil eine radioaktive Wolke vom havarierten Kernkraftwerk Fukushima in Richtung Tokio – das liegt 240 Kilometer vom Atomunfallsort entfernt.

Von Hardy Prothmann

├ťbersichtkarte deutsche Atomkraftwerke. Klicken Sie auf die Grafik f├╝r eine gr├Â├čere Darstellung. Quelle: Wikipedia/Lencer

Das Abschalten von alten Atomkraftwerken in Deutschland wird auf der politischen Ebene unter dem Eindruck der bevorstehenden Landtagswahlen in Baden-W├╝rttemberg und Rheinland-Pfalz von der Bundesregierung vorangetrieben.

Die CDU/FDP-Regierungskoaltion spricht pl├Âtzlich von „├ťberpr├╝fung“ der Sicherungssysteme und will sogar sieben alte Atommeiler, darunter Biblis A und Philippsburg I in K├╝rze still legen.

Erstaunlich, hatte diese Regierung doch gegen den Widerstand der Opposition im vergangenen Herbst die Laufzeit dieser Reaktoren erheblich verl├Ąngt. Damals war die „Welt noch in Ordnung“ und Atomkraftwerke angeblich sicher.

Auch der baden-w├╝rttembergische Ministerpr├Ąsident Stefan Mappus (CDU) gilt als Hardliner in Sachen Atompolitik. Bis zum Unfall in Japan hat er aus seiner bedingungslosen Unterst├╝tzung der Atomwirtschaft nie einen Hehl gemacht.

Die Siedewasserreaktoren in Biblis und Philippsburg sind immer wieder durch „Zwischenf├Ąlle“ aufgefallen und ├Ąhnlich konstruiert wie die im japanischen Fukushima, in denen aktuell eine Kernschmelze droht oder bereits eingesetzt hat.

Wie tr├╝gerisch „Entfernungen“ und Sicherheitszonen sind, zeigt die Lage in Japan.

Dort wurde „klassisch“ eine 20-Kilometer-Zone eingerichtet. Laut Medienberichten ist die Strahlenbelastung der Menschen in der Umgebung aber enorm. Wie viele Menschen bereits lebensgef├Ąhrlich oder -bedrohlich verstrahlt wurden, ist bislang nicht bekannt.

Die Belastung im Umkreis des AKW Fukushima soll bis zu 400 Millisievert pro Stunde betragen. Menschen k├Ânnen bereits ab 250 Millisievert Opfer einer Strahlenkrankheit werden.

In Tokio, also 240 Kilometer vom Ungl├╝cksort entfernt wird sei die Strahlung bereits etwa 22-mal h├Âher als ├╝blich, berichtete der japanische Fernsehsender NHK am Dienstag. Als Grund wird ein leichter Wind genannt, der die atomare Wolke mit einer Geschwindigkeit von 10-20 Kilometern pro Stunde ├╝ber Land tr├Ągt. Zudem droht Regen, der den Fall-Out noch beschleunigen w├╝rde.

Experten halten eine Evakuierung der 35-Millionen-Einwohner-Metropole Tokio f├╝r vollkommen ausgeschlossen.

Unsere ├ťbersicht zeigt die Luftlinienentfernung von Atomkraftwerken f├╝r einen Radius bis zu 300 Kilometern an. Messpunkt ist Mannheim.

Land Kraftwerk Reaktoren Entfernung Zone
D Philippsburg 2 25 A
D Biblis 2 26 A
D Neckarwestheim 2 70 F
D Grafenrheinfeld 1 135
F Cattenom 4 165
D Gundremmingen 2 177
F Fessenheim 2 188
CH Leibstadt 1 210
CH Beznau 2 215
CH Goesgen 1 240
B Tihange 3 256
F Chooz 2 273
D Grohnde 1 291
CH M├╝hleberg 1 293
D Isar 2 295

Mitarbeit: lokal4u