Samstag, 23. September 2017

Die Polizeidirektion Heidelberg nutzt die Social Media jetzt dauerhaft

„Facebook ersetzt keinen Notruf“

Bild: Facebookseite der Polizeidirektion Heidelberg

Bild: Facebookseite der Polizeidirektion Heidelberg

 

Heidelberg/Rhein-Neckar, 10. Mai 2013. (red/ld) Die Facebook-Seite der Polizeidirektion Heidelberg hat sich bewährt. Seit Montag betreut die Pressestelle den Social Media-Auftritt dauerhaft. Im Februar war die Seite gestartet worden, um besondere Polizeieinsätze wie Fußballspiele oder Abschlussfeiern von Schülern zu begleiten. Die Beamten wollen Facebook ab sofort zur Vorbeugung gegen Straftaten und zur Zeugensuche nutzen. Den Notruf 110 oder die persönliche Anzeigenerstattung ersetzt die Seite aber nicht. [Weiterlesen…]

Pflichten für Güterhändler gesetzlich verschärft - Strafen bis 100.000 Euro möglich

Vom Immobilienmakler zum „IM Makler“

Der Immobilienverband Deutschland informiert seine Mitglieder derzeit intensiv über das Geldwäschegesetz und die damit einhergehenden Pflichten. (Quelle: ivd.net)

 

Rhein-Neckar, 13. Dezember 2012. (red/aw) Die Bundesregierung hat Ende 2011 das Geldwäschebekämpfungsrecht mit einem “Gesetz zur Optimierung der Geldwäscheprävention” verschärft. Davon betroffen sind „Güterhandler“ wie Steuerberater, Anwälte, Treuhänder und auch Immobilienmakler. Mit fragwürdigen Verpflichtungen sollen diese Berufsgruppen die Bundesregierung im Kampf gegen Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche unterstützen.

Besonders die Immobilienmakler haben mit den Auflagen des Geldwäschegesetzes (GWG) zu kämpfen. Laut dem GWG sind Makler dazu verpflichtet “angemessene geschäfts- und kundenbezogene Sicherungssysteme und Kontrollen zu entwickeln, diese zu dokumentieren und fortlaufend zu aktualisieren”. Was soviel bedeutet wie: Der Makler soll den potenziellen Kunden bereits im ersten Kontakt „ausspionieren“.

Tut er dies nicht, begeht er eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 100.000 Euro Bußgeld bestraft werden kann. Der Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V. (IVD) kritisiert vor allem den frühen Zeitpunkt der Identifizierung. Nicht wenige Kunden werden von dem ungewohnten Interesse an persönlichen Informationen beim ersten Kontakt abgeschreckt.

Verweigert der Kunde die Informationen oder kommt dem Makler etwas seltsam am Verhalten des Kunden vor, etwa weil der Befragte ausweichend antwortet, dann ist er verpflichtet eine Verdachtsmeldung bei der zuständigen Behörde abzugeben. Es ist davon auszugehen, dass durch dieses Verfahren eine Vielzahl von unbescholtenen Personen auf den schwarzen Listen der Behörden landen, nur weil diese sich wie auch immer „nicht normal“ verhalten haben.

Baden-Württemberg ist bei der Durchsetzung dieser Pflicht für Immobilienmakler deutschlandweit ganz vorne. Bereits seit Februar 2011 werden Makler-Büros verstärkt überprüft, um zu gewährleisten, dass sie ihrer Nachweispflicht nachkommen.

Den vollständigen Bericht von unserer Autorin Alexandra Weichbrodt lesen Sie auf unserem Regionalportal Rheinneckarblog.de.

Demografie-Woche: Theater- und Informationsabend des AK Ladenburg

Süßes ausdrücklich erlaubt!

Lotte und Ferdinand haben „Zucker“. Doch müssen sie deswegen all ihre Träume aufgeben?

 

Ladenburg, 19. Oktober 2012. (red/aw) Musikalisch, humorvoll, aber vor allem lebensbejahend war das Theaterstück „Die Süße des Lebens“, das vom Präventions-Theater Galli im evangelischen Gemeindehaus am Abend des 18. Oktober aufgeführt wurde. Das Stück über das Leben mit Diabetes mellitus, im Volksmund „Zucker“ genannt, soll Betroffenen Mut machen und zeigen, dass mit der Diagnose nicht alles bitter wird.

Von Alexandra Weichbrodt

Unsere Gesellschaft wird immer älter. Der demografische Wandel ist allgegenwärtig. Besonders in den vergangenen Wochen, als der Regionalverband Rhein-Neckar erstmalig die Demografie-Woche veranstaltet hat. Über 450 Veranstaltungen fanden dazu in den Gemeinden und Städten der länderübergreifenden Metropolregion statt. Am vergangenen Abend auch in Ladenburg.

„Die Süße des Lebens“ ist ein etwas anderes Theaterstück. Es geht nicht vorrangig um die Unterhaltung des Publikums, sondern um innovative Aufklärung und Prävention der Krankheit Diabetes mellitus. Diese chronische Erhöhung des Blutzuckerspiegels ist verbunden mit schweren Begleit- und Folgeerkrankungen. Die Zuckerkrankheit tritt in unterschiedlichen Typen vorwiegend bei älteren Menschen auf, aber auch vermehrt bei Kinder- und Jugendlichen. Etwa fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden an Diabetes mellitus. Sieben Prozent der Gesamtbevölkerung.

„Ich werde niemals…“

Diabetes bedeutet Verzicht. Das dieser das Leben aber nicht dauerhaft negativ beeinflussen muss, zeigt „Die Süße des Lebens“. Das Zwei-Personen-Stück macht deutlich, dass auch Diabetiker ihre Träume verwirklichen können. Diabetes muss kein Drama sein. Für diese Erkenntnis brauchen Lotte und Ferdinand rund 40 Minuten. Im Wartezimmer von Dr. Zucker warten sie auf die nächste Blutzuckermessung. Und blasen trübsal. Was ist das Leben mit Diabetes doch tragisch.

Messen, spritzen, essen – messen, spritzen, essen – und Bewegung nicht vergessen.
Messen, spritzen, essen – messen, spritzen, essen – und Bewegung nicht vergessen.

Das das Leben mit Diabetes nicht bitter sein muss, zeigt das Theaterstück „Die Süße des Lebens“ humorvoll und unterhaltsam.

 

Was haben sie nur für Träume gehabt? Der Ferdinand und die Lotte. Architekt wollter er werden. Oder Pilot, oder Rockstar. Und Lotte? Ja, die träumte vor der Diagnose von einem eigenen kleinen Resturant in der Ladenburger Altstadt. Oder wäre gerne Modedesignerin geworden. Doch mit Diabetes sei das doch alles zu gefährlich, unverantwortungsvoll, anstrengend. Doch träumen, dass können sie noch.

Die Einstellung macht’s

Und während sie so ihre Träume träumen, in Gedanken Flamenco tanzen oder Busfahrer sind, kommen sie ins Schwärmen. Und ins Grübeln. Wer sagt denn, dass sie ihre Träume nicht mehr leben können? Müssen sie tatsächlich auf alles Liebliche verzichten?

Nein! Wir blicken ab sofort nicht mehr in die Dunkelheit, sondern in die Sonne

sprechen sie sich Mut zu. Es ist die „Einstellung“, die das Leben ausmacht. Im Falle der Diabetes sogar wortwörtlich. Ob mit Typ 1, also Insulinabhängigkeit, oder Typ 2, einer Form von gestörter Insulinfreisetzung und verminderter Insulinempfindlichkeit, kann der Betroffene durchaus normal leben. Wenn auch mit Einschränkungen. Die sind jedoch in keinster Weise so bitter, wie viele vermuten.

Ladenburgs Bürgermeister Rainer Ziegler war begeistert von der Darbietung und dem Inhalt.

Dr. Oliver Ahrens bestätgt das im Anschluss an die Aufführung bei einer offenen Gesprächsrunde zu dem Thema „Leben mit Diabetes“.

Es ist toll, wie hier eben aufgezeigt wurde, welche Facetten das Leben mit der Krankheit und trotz allen Umstellungen haben kann.

Der Allgemeinmediziner aus Ladenburg rät Diabetikern nicht zu verzagen, das Leben zu bejahen und die neuen Gegebenheiten anzunehmen. Er empfiehlt eine gesunde, ausgeglichene Ernährung mit viel Bewegung. Sowohl für bereits Erkrankte als auch zur Prävention. Es gibt Formen der Diabetes, die sind vererbbar. Allerdings führt immer noch häufig die falsche Ernährung und das damit einhergehende Übergewicht bei vielen Menschen zu „Zucker“.

Von Diabetiker-Lebensmitteln, hält er nicht viel. Die Unterschiede der dort verwendeten Arten von Zucker seien nur marginal  gegenüber der herkömmlichen Zuckervarianten. Sie seien teilweise sogar kontraproduktiv und auf die Dauer garantiert keine Lösung. Dr. Ahrens empfiehlt verantwortungsvollen Genuss:

Sünden sind erlaubt. Allerdings in Maßen. Lust auf Schokolade? Kein Problem. Aber belassen Sie es bei einen Stückchen. Oder zwei.

Bittersüße Unterhaltung

Es hat den Anschein, als wären manche im Saal erleichtert. Zumindest sind sie gut gelaunt. Die Stimmung ist ausgelassen, es wird erzählt und gelacht. Auch Bürgermeister Rainer Ziegler ist begeistert:

Das Theaterstück zeigt mit sehr, sehr viel spielerischem Charme und Witz, wie an solch ein schwieriges Gesundheitsthema herangegangen werden muss.

Die Betroffenen dürften sich nicht aus der Gesellschaft ausgegrenzt fühlen. Sie sollten viel eher aktiv am Leben teilnehmen und Freude haben, so Rainer Ziegler, der selbst Diabetiker in der Familie hat. Er ist stolz, dass der Arbeitskreis Senioren mit diesem Abend, die (leider) einzige Veranstaltung im Rahmen der Demografie-Woche in Ladenburg veranstaltet hat.

Diese Veranstaltung sollte als Multiplikator für die Zukunft dienen.

Den rund 60 Besucher des Stückes hat es gefallen. Die Aufführung war wirklich unterhaltend. Bittersüße Komik durchzieht die Geschichte. Sie macht gute Laune. Nicht zuletzt, weil die beiden Darsteller ,Marion Martinez und Josef Stier, alles geben haben und das Publikum herrlich frech mit einbeziehen. Zum Ende der Vorstellung steht der ganze Saal und tanzt ausgelassen.

Es ist noch nicht zu spät. Behaltetet diese Fröhlichkeit in Euren Herzen,

wünscht Ferdinand zum Abschluss.

Zum Abschluss sind alle auf den Beinen und wie aus dem Häuschen. Die gute Laune von Lotte und Ferdinand steckte an.

 

Einbrüche in Ladenburg und Heddesheim

Guten Tag!

Ladenburg/Heddesheim, 17. Dezember 2010. Am Donnerstag wurde sowohl in Ladenburg als auch in Heddesheim eingebrochen. Der Ladenburger Revierleiter Frank Hartmannsgruber bittet die Bevölkerung, aufmerksam zu sein, sich in Sachen Einbruchssicherung beraten zu lassen und die Polizei über „Auffälligkeiten“ zu informieren.

Von Hardy Prothmann

Keine zehn Tage ist es her, dass Frank Hartmannsgruber mit seinen Beamten im Ladenburger Viertel „Weihergärten“ aktive Präventionsarbeit geleistet hat. Sie verteilten Flyer und sprachen BürgerInnen an, um sie in der „dunklen Jahreszeit“ auf die steigende Gefahr von Einbruchsdelikten hinzuweisen. Und prompt kommt es zu Einbrüchen.

Die Einbrüche bestätigen die vorbeugende Aktion der Polizei und zeigen, wie wichtig Aufklärung ist und Sicherungsmaßnahmen zu treffen.

Am Donnerstagnachmittag ist ein bislang unbekannter Täter in ein Ladenburger Einfamilienhaus eingebrochen. Der Dieb überstieg den Gartenzaun und hebelte die Balkontür des Anwesens auf

Hier wurde über ein ungesichertes Kellerfenster eingebrochen. Archivbild: Polizei

Im Haus durchsuchte er Schränke und Schubladen. Der Unbekannte konnte 550 Euro Bargeld und diverse Schmuckstücke entwenden. Die Höhe des Gesamtschadens ist noch unklar. Hinweise auf die Identität des Einbrechers gibt es bislang nicht.

Am frühen Abend gab es einen weiteren Einbruch in Heddesheim. Hier liegt noch keine Schadensbilanz vor. Ob die beiden Einbrüche durch dieselben oder verschiedene Täter begangen wurden, wird noch untersucht.

„Melden Sie uns Auffälligkeiten.“ Frank Hartmannsgruber

„Ich möchte die Bevölkerung dringend bitten, die Polizei zu unterstützen“, sagt Frank Hartmannsgruber auf Nachfrage: „Wenn jemand „auffallende“ Beobachtungen macht, sei es, dass unbekannte Personen sich in einem Gebiet aufhalten und merkwürdig verhalten oder Fahrzeuge mit „fremden“ Kennzeichen Straßen abfahren, zögern Sie nicht, uns darüber zu informieren. Es ist besser, wir kontrollieren einmal zu viel, als einmal zu wenig.“

Das Polizeirevier hat die Präsenz der Streifen schon erhöht und legt nochmals nach: „Wir werden zu Fuß und im Fahrzeug noch häufiger Präsenz zeigen.“

Klar ist – die Polizei kann nicht zu jeder Zeit überall sein. Herr Hartmannsgruber betont: „Wir nehmen solche Hinweise ernst und überprüfen die Lage vor Ort. Niemand muss sich scheuen, der Polizei „Auffälligkeiten“ zu melden.“

Gleichzeitig erhöht das Revier die Präventionsarbeit und wird in den kommenden vierzehn Tage vermehrt vor Ort „nach dem rechten schauen“ und informieren.

Fenster im Erdgeschoss und die Terrassentüren sind die „beliebtesten“ Angriffspunkte für Einbrecher. Die Polizei bietet hier einen kostenfreien Service an.

Polizeipräsidium Mannheim bietet individuelle Beratung

Wer sein Haus zukünftig besser absichern möchte, kann auf die fachkundige Beratung der Polizei zählen. Das Polizeipräsidium Mannheim bietet Interessierten kostenfrei eine individuelle Beratung inklusive Hausbegehung an. Die Beamten machen vor Ort auf etwaige Sicherheitslücken aufmerksam und geben Tipps, wie diese behoben werden können.

Service:
Das Polizeirevier Ladenburg ist unter dieser Nummer zu erreichen: 06203 9305-0

Polizei informiert über Einbruch-Prävention

Guten Tag!

Ladenburg, 08. Dezember 2010. In diesen Tagen führt die Polizei Ladenburg eine Einbruchs-Präventionswoche durch. Die Bevölkerung soll aufgeklärt werden, wie sie sich besser vor Einbrechern schützen kann. Eine gute Nachbarschaft ist der Schlüssel.

Von Christian Mühlbauer

„Das Fenster da mach ich in einer Minute auf“, erklärt Frank Hartmannsgruber, als er vor einem gekippten Fenster steht. Er „versetzt sich in einen Einbrecher“ und sucht nach Gelegenheiten. Ebenso seine Kollegen Bernd Schmidt und Martin Jost, die seit einigen Stunden zu Fuß unterwegs waren, um Informations-Flyer zu veteilen, Bürger anzusprechen und „die Lage“ zu erkunden.

Denn die Zahl der Einbrüche ist im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr (6) gestiegen: Bislang habe man für ganz Ladenburg insgesamt 11 Einbruchdiebstähle gezählt. Da es ab Herbst draußen früher dunkel wird, nehme auch die Zahl der Einbrüche erfahrungsgemäß zu. Mit der Präventionswoche wolle man dem entgegenhalten.

Polizei Prävention

(von rechts) Martin Jost und Bernd Schmidt informieren Bürger über Einbruchsschutz.

Insbesondere im Gebiet Weihergärten sieht man hier Handlungsbedarf. Bei der Auswertung der Daten hat man festgestellt, dass es hier vermehrt zu Einbruchdiebstählen gekommen ist. „Von einem Schwerpunkt kann man aber nicht reden“, sagte Polizeirat Hartmannsgruber. Zwar habe sich die Zahl der Einbrüche gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt, „aber das sind im Vergleich zur Großstadt Mannheim oder Orten an der B3 sehr wenige insgesamt, wenngleich jeder einer zuviel ist“, sagt Bernd Schmidt vom Bezirksdienst.

Denn oftmals sei der materielle Schaden dabei gar nicht so sehr von Bedeutung. Für die Menschen ist es eine psychische Belastung. Es entsteht Angst, dass man im eigenen Haus nicht mehr sicher ist. Oder es werden Gegenstände entwendet, die einen hohen emotionalen Wert haben.

„Tatgelegenheitsstrukturen“ verringern.

Für Polizeihauptkommissar Bernd Schmidt geht es bei der Prävention vor allem um zwei Dinge: „Einerseits wollen wir eine Flächenwirkung erzielen, also möglichst viele Menschen im Gebiet auf die Problematik aufmerksam machen. Zweitens wollen wir erreichen, Tatgelegenheitsstrukturen zu verringern.“

Gemeint ist damit die Beseitigung von Mängeln, die Einbrecher geradezu anlocken. Wie beispielsweise eine Leiter im Garten oder ein Schlüssel unter der Türmatte.

Prävention durch Abschreckung und Technik.

Die Polizei versucht auch die „Attraktivität“ des Gebiets zu schmälern. Dies geschieht durch Polizeipräsenz, aktuell in Form eines Streife fahrenden Dienstwagens sowie Polizeibeamten, die zu Fuß unterwegs sind. Auch in Ilvesheim plane man eine derartige Präventionswoche. Für die Hausbesitzer gäbe es drei wichtige Tipps, die sie beachten sollten, so Polizeihauptkommissar Bernd Schmidt:

  1. Verriegelungen an der Terrassentür sowie an den Fenstern im Erdgeschoss anbringen.
  2. Querriegel und ein Kastenschloss an der Haustür.
  3. Kellerschächte absichern.

Inzwischen habe man bereits 250 Flyer mit den wesentlichen Informationen an die Haushalte verteilt.

„Ich kam bis ins Schlafzimmer.“

Während die Polizei ihre Flyer verteilte, prüfte man auch die gegenwärtige Lage. Dabei stieß man auf einige bemerkenswerte „Gelegenheiten“. Einmal gelang es Polizeihauptkommissar Schmidt über eine offene Terrassentür ins Haus zu gelangen. Polizeikommissar Martin Jost fand einen Schlüssel am Gartenzaun. Über diesen ließ sich die Gartentür öffnen, so dass man problemlos bis an die Terrassentür gelangen konnte.

Einbrecher suchen die schwächste Stelle.

Neben den Tipps von Polizeihauptkommissar Bernd Schmidt sollte man es Einbrechern so schwer wie möglich machen, indem man ihnen keine leicht zugänglichen Stellen bietet: „Die suchen immer die schwächste Stelle am Haus.“ Schlecht einsehbare Bereiche, eine Leiter im Garten oder Schlüssel unter der Türmatte seien problematisch.

Aber auch halb oder ganz geschlossene Rollladen oder ein überlaufender Postkasten können Einbrecher anlocken. Das seien Indizien dafür, dass niemand zu Hause ist. „Hier ist Nachbarschaftshilfe angesagt, um den Briefkasten zu leeren oder den Schnee zu räumen, wenn man selbst nicht da ist“, sagt Herr Schmidt.

Bernd Schmidt gibt nicht nur theoretische und praktische Tipps, er hat sich übrigens auch selbst beraten lassen: „Die Kollegen haben sich mein Haus angeschaut und danach habe ich zusätzliche Sicherungen anbringen lassen.“

Polizeipräsidium Mannheim bietet individuelle Beratung

Wer sein Haus zukünftig besser absichern möchte, kann auf die fachkundige Beratung der Polizei zählen. Das Polizeipräsidium Mannheim bietet Interessierten kostenfrei eine individuelle Beratung inklusive Hausbegehung an. Die Beamten machen vor Ort auf etwaige Sicherheitslücken aufmerksam und geben Tipps, wie diese behoben werden können.


Anmerkung der Redaktion: Christian Mühlbauer absolviert ein redaktionelles Praktikum bei uns in der Zeit vom 22. November – 10. Dezember 2010. Herr Mühlbauer studiert an der Fachhochschule Ansbach „Ressortjournalismus“