Donnerstag, 24. Oktober 2019

Atelier 47: Zu schade, wenn es zu „intim“ bleibt


Guten Tag!

Ladenburg, 26. Mai 2011. (red) Gestern hat der Mannheimer Morgen ĂŒber ein Konzert in Ladenburg berichtet: „Intime AtmosphĂ€re inspiriert„. Das machen Zeitungen und andere Medien so – sie berichten ĂŒber dies und das. Leider war uns ein Bericht zu „dies und das“ nicht möglich, denn wir unterliegen einem Bann. Das Ladenburgblog hat „Hausverbot“ im Atelier 47. Wieso, weshalb, warum? Die GrĂŒnde sind nicht genau bekannt. Oder doch?

Von Hardy Prothmann

Am 06. Oktober 2010 haben wir zum ersten Mal ĂŒber das Atelier 47 berichtet (Berichte siehe am Schluss des Artikels unter „Diese Artikel könnten Sie auch interessieren“). Mit viel Wohlwollen. Ein KĂŒnstleratelier am Marktplatz von Ladenburg. Siegmund Eibel – ein Maler, „Phil Leicht“ – ein Foto-Impressionist . Beide zusammen wollen „Zimmer-Konzerte“ veranstalten. Das kennt man sonst in Deutschland nur aus Hamburg oder Berlin.

Einmal im Monat soll es ein „großes Konzert“ vor „kleinem Publikum“ geben. Keine Massenveranstaltung zu ĂŒberhöhten Preisen also. Sondern eine bewusst verknappte Öffentlichkeit, eine „intime“ AtmosphĂ€re. Besondere Veranstaltungen eben, wie man sie nicht immer erlebt. Auch Lesungen sollen geboten werden. Soweit uns bekannt, gab es bislang nur eine einzige, ĂŒber die wir nicht berichtet haben.

Warum? Weil eine Hamburger KĂŒnstlerin zu viel kurpfĂ€lzische Sonne bei zuviel pfĂ€lzer Wein abbekommen hatte. Ein Bericht ĂŒber die misslungene Lesung hĂ€tte nur „negativ“ ausfallen können. Wir haben Milde walten lassen, weil wir die Idee nicht beschĂ€digen wollten (was wir nach wie vor nicht wollen).

Wir haben die ersten Konzerte mit viel Wohlwollen begleitet. Gut 30 Personen finden Platz bei diesen Konzerten – wenn man eng steht, könnten es auch 40 sein. Leider kamen fast nie mehr als ein Dutzend GĂ€ste und hĂ€ufig dieselben. Wieso es dem Veranstalter nicht gelingt, den Raum voll zu bekommen, ist ein RĂ€tsel. Die AtmosphĂ€re hat was, die KĂŒnstler sind klasse.

Aktuell berichtet der MM von „20 GĂ€sten“ – bei Zahlenangaben dieser Zeitung sind wir immer sehr vorsichtig, denn meistens stimmen sie nicht. Sind mal hoch-, mal runtergerechnet. Die Rechnung kann so und so gehen: Nur GĂ€ste. Oder auch plus Veranstalter, plus Darsteller, plus Familienangehörige. Wir gehen von unserer Erfahrung aus und wir haben bei Zahlenangaben immer „freundlich“ gerechnet – aus der Überzeugung heraus, dass man kleinen Projekten gerne Raum geben darf. Also anwesende Personen minus der Atelier-KĂŒnstler und der auftretenden KĂŒnstler.

Die GĂ€ste können eine exklusive Vorstellung von tollen KĂŒnstlern genießen, fĂŒr einen wahrhaft guten Preis von 14 Euro. Man sitzt zwar auf BiertischbĂ€nken, aber egal ob ganz vorne oder ganz „hinten“, man ist wirklich in der ersten Reihe.

Ganz besonders hat mich persönlich gefreut, die Veranstaltung mit dem Ditzner-Lömsch-Duo zu besuchen. Erwin Ditzner hat schließlich 2009 zusammen mit Laurent LeRoi und einem Bassisten mein Hochzeitsfest ganz hervorragend musikalisch begleitet – davon schwĂ€rmen noch heute alle HochzeitsgĂ€ste. Abgesehen davon kenne ich den herausragenden Schlagzeuger schon seit gut 20 Jahren und seine immerglĂŒhende Leidenschaft und sein Humor sind außergewöhnlich.

Anfang Januar haben wir den KĂŒnstler Siegmund Eibel portrĂ€tiert – danach war es vorbei mit dem guten VerhĂ€ltnis zum „Atelier 47“. Nicht zu Siegmund Eibel – aber zu Herrn „Phil Leicht“ – der im echten Leben Schmitt heißt.

Vielleicht oder sogar sehr wahrscheinlich hat Herr Schmitt uns das „persönlich“ genommen, dass wir nicht „ihn“, sondern den eigentlichen Inhaber des Ateliers portrĂ€tiert haben. Vielleicht war das der Grund. Vielleicht war es ein anderer.

Ganz plötzlich war es vorbei mit dem guten Kontakt.

Ganz plötzlich hat sich auch der Mannheimer Morgen fĂŒr diese kleine Konzertreihe interessiert und berichtet „außer Konkurrenz“ – denn wir haben „Hausverbot“.

Herr Schmitt zeigt sich sehr glĂŒcklich, in der Zeitung erwĂ€hnt zu sein – obwohl er eigentlich ein „KĂŒnstler“ der Neuen Medien ist. Er experimentiert mit digitalen Fotos und verdient sein Geld in einem SteuerbĂŒro.

Sein Konzept ist charmant – in kĂŒnstlerischer Umgebung wird Musik geboten und nach den Konzerten soll es weiter mit „Impressionen“ gehen. Das Publikum ist danach zum Restaurantbesuch geladen. Seit Oktober allerdings schon in die dritte LokalitĂ€t – vielleicht wird das als FlexibilitĂ€t angepriesen, tatsĂ€chlich könnte es aber auch mit Kommunikationsproblemen zusammenhĂ€ngen.

Wie auch immer, was auch immer, warum auch immer. Die Konzertreihe im Atelier 47 ist eine klasse Idee.

Wir finden es sehr schade, per „Hausverbot“ ausgeladen zu sein und damit all unseren Leserinnen und Lesern keine unabhĂ€ngige Berichterstattung anbieten zu können.

Wir haben Herrn Schmitt darauf hingewiesen, dass sein selbstgewĂ€hlter Weg mindestens „steinig und hart“ sein kann. SelbstverstĂ€ndlich hat er als privater Veranstalter ein Hausrecht. Aber auch eine Pflicht gegenĂŒber den engagierten KĂŒnstlern, die sich sicher gerne einem Publikum prĂ€sentieren. Und einem unabhĂ€ngigen Journalismus.

Die Entscheidung von Herrn Schmitt, Öffentlichkeit per Hausrecht, also „Hausverbot“, aus vermutlich „persönlichen GrĂŒnden“ zu bannen, ist nicht nachvollziehbar – vor allem, wenn die KĂŒnstler mehr als eine „Kritik“ erhalten könnten. Und mehr als ein „abgesoffenes“ Bild ohne Aussage, einem dahingeschriebenen Text, an einem Tag, in einer Zeitungsausgabe.

Die AtmosphĂ€re ist klasse im Atelier 47 und sicher tritt hier kein KĂŒnstler auf, um Geld zu verdienen. Hier kann in „intimer AtmosphĂ€re“ geprobt werden, ausprobiert werden, versucht werden, der Kontakt zum Publikum gesucht werden. Das ist das Honorar fĂŒr die KĂŒnstler – plus Fotos, plus eine verstĂ€ndige Berichterstattung, plus eine Verbreitung von Text und Bild ĂŒber das Internet und Social Media – also Aufmerksamkeit.

Einer unserer Fotografen, wollte sehr, sehr gerne Thomas Siffling, einen Ausnahme-Trompeter, fotografieren. Ohne Auftrag von uns – weil der Fotograf aber fĂŒr uns tĂ€tig ist, unterliegt er der „Sippenhaft“, wie Herr Schmitt per email mitteilte. Auch er hat Hausverbot – seit er fĂŒr das Ladenburgblog tĂ€tig ist.

Herr Schmitt hat nicht nur vielleicht, sondern ganz klar entschieden, dass die KĂŒnstler, die im Atelier 47 auftreten, auf eine kritische Begleitung im Ladenburgblog verzichten mĂŒssen. Zu schade.

Offener Brief an Phil Leicht (Atelier 47): Sie sollten Ihr Verhalten dringend ĂŒberdenken


Guten Tag!

Ladenburg, 06. April 2011 (red) Was wie ein verspĂ€teter April-Scherz klingt, ist bittere RealitĂ€t: Phil Leicht, einer der KĂŒnstler des „Atelier 47“ am Marktplatz hat heute einem unserer freien Mitarbeiter ein „Hausverbot“ ausgesprochen. Einfach so. Der Grund: Vor ein paar Tagen hatte der Fotograf zum ersten Mal fĂŒr uns Bilder gemacht. Von einem Ereignis, dass nichts mit dem Atelier 47 zu tun hat. Aus Sicht von Phil Leicht ein schwerwiegender Fehler. Denn damit fĂ€llt unser Mitarbeiter unter „Sippenhaft“. „UnumstĂ¶ĂŸlich“. Der „Bann“ kam per email auf Facebook.

Von Hardy Prothmann

"Phil Leicht" erteilt jedem Hausverbot, der mit dem Ladenburgblog zu tun hat: "unumstĂ¶ĂŸlich".

Sehr geehrter Herr „Leicht“ (Anm. d. Red. „Phil Leicht“ ist ein „KĂŒnstlername“),

Sie haben heute Mittag um 12:13 Uhr einem unserer freien Mitarbeiter ein „Hausverbot“ erteilt.

TatsĂ€chlich war Ihnen dieser Fotograf vor kurzem bei einer Veranstaltung noch sehr „willkommen“ und sie lobten die QualitĂ€t seiner Bilder. Die können wir bestĂ€tigen, deswegen sind wir froh, dass er ab und an auch fĂŒr uns arbeitet.

„UnumstĂ¶ĂŸliches Hausverbot“

Vor einigen Tagen hat er dies zum ersten Mal getan und kurz darauf erkundigen Sie sich bei ihm ĂŒber Facebook, ob er „nun auch fĂŒr das Ladenburgblog arbeitet?“ Der Fotograf bestĂ€tigt das, woraufhin Sie ihm schreiben:

„ups, dann hast du bei uns ja auch Hausverbot .o(
Herr Prothmann, seine Blogs und seine Mitarbeiter haben bei mir Hausverbot!
unumstĂ¶ĂŸlich!

Warum schreiben wir Ihnen diesen offenen Brief? Am einfachsten wĂ€re es, Sie und Ihr Verhalten zu ignorieren. Ab so „einfach“ ist das nicht – weil wir uns als Redaktion vor unsere freien Mitarbeiter stellen und diese schĂŒtzen. Und weil die Öffentlichkeit ĂŒber Ihr absurdes Verhalten informiert sein muss.

Auf den Hinweis zu einer Urheberrechtsverletztung folgt das Hausverbot. Klicken Sie auf das Bild fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Darstellung.

Ihr Verhalten, Herr Phil Leicht, ist nicht akzeptabel. Es ist sogar mehr als das, es ist skandalös.

SelbstverstĂ€ndlich können Sie ein „Hausrecht“ ausĂŒben – als Veranstalter von öffentlichen Konzerten wĂ€re es aber selbst nach einer „negativen Berichterstattung“ nicht hinnehmbar, wenn deswegen Journalisten an einer weiteren Berichterstattung gehindert werden.

„UnumstĂ¶ĂŸliche“ Missachtung der Presse- und Kunstfreiheit – von einem „KĂŒnstler“…

Wer Öffentlichkeit herstellt, sollte sich immer auch der Öffentlichkeit stellen können und wollen – vor allem der nach Artikel 5 grundgesetzlich garantierten Meinungs- und Pressefreiheit.

Diese gilt fĂŒr alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger Deutschlands, aber insbesondere fĂŒr kritische Journalisten und KĂŒnstler und ist einer der wertvollsten Artikel des Grundgesetzes als Reaktion auf die Nazi-Diktatur, die eine freie Meinung und deren Bildung mit allen Mitteln der Verfolgung bis hin zu Todesstrafen unterdrĂŒckt hat.

Insbesondere Menschen, die sich als „KĂŒnstler“ sehen oder Kunst vermarkten und eine Öffentlichkeit suchen, mĂŒssten also das vorrangigste Interesse haben, eine zensurfreie Berichterstattung immer vor jedes andere Interesse zu stellen. Sie, Herr Phil Leicht, tun exakt das Gegenteil.

Sie hatten mir und meiner Frau bereits am 30. Januar 2011 ein „Hausverbot“ ausgesprochen. Wir haben das bislang nicht thematisiert, aus RĂŒcksicht auf den anderen KĂŒnstler im Atelier 47, Herrn Siegmund Eibel, der nichts mit Ihrem Verhalten zu tun hat.

Vorgeschichte

Was war passiert? Das ist schnell erzĂ€hlt: In insgesamt acht Artikeln haben wir zwischen September 2010 und Januar 2011 ĂŒber das „Atelier 47“ berichtet. Zwei Mal sind Sie persönlich nur namentlich erwĂ€hnt, es gab zwei TerminankĂŒndigungen, ein PortrĂ€t zum Start der Konzertreihe, zwei Konzertkritiken und ein PortrĂ€t ĂŒber Siegmund Eibel.

Alle Artikel haben eine positive Aussage und Sie, Herr Phil Leicht, zeigten sich sehr bemĂŒht um uns, denn schließlich hatte sich sonst kein Medium fĂŒr Ihre Veranstaltung interessiert. Und selbst wenn die Berichte kritisch-negativ gewesen wĂ€ren, wĂ€re Ihr Verhalten nicht zu rechtfertigen.

Ganz im Gegenteil haben wir sehr zugewandt berichtet, weil uns bis heute das Konzept gut gefĂ€llt, Zimmerkonzerte in kleiner Gesellschaft zu veranstalten. Wir haben darauf verzichtet zu berichten, dass es Ihnen nicht ein Mal gelungen ist, 30 GĂ€ste zusammen zu bekommen, obwohl durchaus bekannte KĂŒnstler aufgetreten sind.

Wir haben auch auf einen „Verriss“ ĂŒber eine Lesung verzichtet, weil eine der Performance-KĂŒnstlerinnen aus Hamburg die Wirkung von Sonne und pfĂ€lzischem Wein ĂŒberschĂ€tzt hatte und sturzbesoffenen eine katastrophale „Vorstellung“ ablieferte. Warum? Aus dem Wohlwollen heraus, dass jeder Anfang schwer ist. Und der AbwĂ€gung, ob ein negativer Bericht die insgesamt gute Idee unnötig beschĂ€digt.

Den Schaden richten nun Sie selbst an. Vermutlich aus verletzter Eitelkeit oder kleinem Selbstbewusstsein oder einer Mischung aus beidem. Das kann fatal sein.

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Solche Fotos und eine Berichterstattung sind von "Phil Leicht" unerwĂŒnscht. Bild: ladenburgblog.de

Kurz nach dem von meiner Frau geschriebenen PortrĂ€t ĂŒber Herrn Eibel, haben Sie Mitte Januar den Kontakt zu uns eingestellt und beispielsweise auf Facebook alle „Freundschaften“ zu unseren Blogseiten gekĂŒndigt. Ohne Nachricht, ohne BegrĂŒndung. Wir können nur vermuten, dass Sie sich selbst als „zu wenig berĂŒcksichtigt“ empfunden haben, aber das ist reine Spekulation.

Sie nutzten aber weiterhin urheberrechtlich geschĂŒtzte Fotos von uns (unter anderem eines, das den BĂŒrgermeister Ziegler beim Besuch im Atelier zeigt), was wir aus Freundlichkeit geduldet haben. (Dokumentation auf Facebook – Sie brauchen dafĂŒr einen Facebook-Zugang.)

Wie wichtig ein Urheberrecht ist, mĂŒssten Sie als „KĂŒnstler“ eigentlich wissen. Wir haben Sie nach Ihrem unfreundlichen Verhalten darauf aufmerksam gemacht, dass sie die Bilder zu entfernen haben.

„Sippenhaft

Daraufhin erhielten wir von Ihnen besagtes Hausverbot, das aber nicht nur mich und meine Frau als Journalisten betrifft, sondern offenbar eine Art „Sippenhaft“ darstellt.

Herr Phil Leicht – Ihr Verhalten ist leider nicht nur absurd, es ist jeder Kunst und jedem KĂŒnstler unwĂŒrdig. Unsere Leserinnen und Leser bilden sich selbst eine Meinung und entscheiden auf dieser Grundlage, ob sie einen Veranstalter mit Ihrer Haltung weiter durch den Besuch von Konzerten unterstĂŒtzen wollen.

Bedauerliche Haltung

Wir nehmen an, dass einige die einzig richtige Konsequenz ziehen und dies solange nicht mehr tun, bis Sie diesen absurden „Bann“ mit einer entsprechenden Entschuldigung aufheben. WĂ€re die Bedeutung, Ihre mindestens zur Zeit vollstĂ€ndig undemokratische Haltung nicht so erschreckend, mĂŒsste man Ihr Verhalten als lĂ€cherlich empfinden.

Mit dem Wissen, was eine solche Haltung fĂŒr fĂŒrchterliche Folgen schon hatte und ĂŒberall auf der Welt in repressiven Systemen hat, vergeht einem aber das Lachen.

Wenn Sie einen lichten Moment haben sollten, werden Sie verstehen, was wir meinen. Und keine Sorge, wir haben in nĂ€chster Zeit nicht vor, ĂŒber eine Ihrer Verstaltungen zu berichten. Auch wenn das aus Sicht der auftretenden KĂŒnstler sicherlich bedauerlich ist. Ebenso aus Sicht der interessierten Öffentlichkeit.

Inge May aus Heddesheim ersteigert Weihnachtsbaum fĂŒr 70 Euro


Guten Tag!

Ladenburg, 19. Dezember 2010. Bei der heutigen Versteigerung der WeihnachtsbĂ€ume auf dem Weihnachtsmarkt wurde ein echtes Bieterfinale geboten. Inge May aus Heddesheim wollte unbedingt einen Weihnachtsbaum ersteigern und tat das auch: fĂŒr 70 Euro.

Das freut den Bund der SelbststĂ€ndigen und vor allem die KindergĂ€rten, die die BĂ€ume geschmĂŒckt hatten. Zu Preisen von 15 Euro aufwĂ€rts wurden die BĂ€ume versteigert.

Beim letzten Baum wurde es richtig spannend. Moderator Peter Henniger machte SpĂ€ĂŸle mit den Weihnachtsmarktbesuchern, als der Preis von zwei Frauen hochgetrieben wurde.

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Zuvor war ein Baum auch mal „nicht weggegangen“ und der Höchstpreis waren 35 Euro. DafĂŒr hatte hatte Phil Leicht vom „Atelier 47“ den Zuschlag erhalten.

Die „35 Euro“ hatten die beiden Frauen schnell hinter sich gebracht und dann ging es mal in „Ein-Euro“-Schritten, mal gleich mit „FĂŒnf-Euro“-Schritten nach oben.

Bei 70 Euro war dann Schluss und Inge May hatte ihren Weihnachtsbaum ersteigert: „Ich wollte den einfach haben.“

Voraussichtlich im Januar werden die Erlöse an die KindergĂ€rten ĂŒberreicht.

Viel Freude mit den Fotos.

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Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Atelier 47: Silke Hauck bezaubert

Guten Tag!

Ladenburg, 10. Dezember 2010. Musiker ganz nah zu erleben – das gibt es bei „Hauskonzerten“ in Hamburg oder Berlin – und seit ein paar Monaten auch in Ladenburg. Im Atelier 47 treten Musiker vor kleinem Publikum auf. Gestern Abend war es die Mannheimer KĂŒnstlerin Silke Hauck, begleitet vom Pianisten Michael Quast.

Von Sabine Prothmann

Das Atelier 47 ist nicht viel grĂ¶ĂŸer als ein mittleres Wohnzimmer. Auf der einen Wand hĂ€ngen die Bilder des KĂŒnstlers Sigmund Eibel, auf der anderen die von Phil Leicht. Ein schwerer roter Samtvorhang wirkt als BĂŒhnenhintergrund fĂŒr die Musiker. Im Raum stehen mit schwarzen Hussen ĂŒberzogene BierbĂ€nke. Darauf sind immer kleine „PrĂ€sente“ verteilt. Heute NikolĂ€use und Schokolade, es darf ruhig ein bisschen „weihnachten“. Die AtmosphĂ€re ist entspannt, so, als wĂŒrde man sich bei Freunden treffen.

Exklusiver kann man einen Abend mit KĂŒnstlern nicht verbringen.

Dann steht Silke Hauck im Raum.

Silke Hauck - zierliche Frau mit großer Stimme

Silke Hauck ist klein und zierlich und weiblich. Sie begrĂŒĂŸt und beginnt zu singen: Ihre Stimme ist rauchig und jazzig und soulig.

Die SĂ€ngerin gewinnt sofort mit ihrer Ausstrahlung und ihrer Stimme die knapp 20 Zuschauer im Atelier 47.

Sie singt weihnachtliche Jazz-Standards, aber auch „Route 66“, „Valerie“ von Amy Winehouse und so wundervolle StĂŒcke wie „Halleluja“ von Leonard Cohen (besser bekannt in einer Version von Jeff Buckley oder auch als „Shrek Song„).

Es geht unter die Haut, als sie als Hommage an John Lennons 30. Todestag „Imagine“ sehr gefĂŒhlvoll interpretiert und man ihr anmerkt, dass sie nicht einfach nur singt, sondern eine enge Beziehung hat.

Hautnah

Das kleine Atelier ermöglicht den Zuschauern die KĂŒnstlerin ganz nah zu erleben und umgekehrt. Wenn sie sagt: „Hey, eigentlich brauchen wir ein Schlagzeug fĂŒr das nĂ€chste StĂŒck, das haben wir aber nicht dabei, also mĂŒsst ihr uns unterstĂŒtzen“, macht das Publikum gerne mit. Wenn sie die Zuschauer animiert Tonfolgen zu singen, mĂŒssen sich auch die Zuschauer trauen, mitzumachen. Silke Hauck animiert so sympathisch, das einige auch bei anderen Liedern mitsingen. Einfach so.

WĂ€hrend des Konzerts zeichnet der KĂŒnstler Siegmund Eibel Portrait-Skizzen der GĂ€ste. Denn man ist ja in einem Atelier und da wird Kunst gemacht, die musikalische und die bildnerische.

Mit dem Konzert von Silke Hauck hat das Atelier 47 einen neuen Standard gesetzt, man darf auf die nĂ€chsten „Hauskonzerte“ gespannt sein.

Auch „Up and Down“ stand auf dem Programm.

Internet:
Homepage von Silke Hauck

Viel Freude mit den Fotos!

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SchwoinemĂ€ĂŸiger Start im Atelier 47 mit Ditzner und Lömsch

Guten Tag!

Ladenburg, 17. Oktober 2010. „Große Konzerte vor kleinem Publikum“ nennt das Atelier 47 seine Konzertreihe – mit dem Ditzner Lömsch Duo ist der Start am 15. Oktober 2010 mehr als gelungen. Gut zwanzig GĂ€ste waren gekommen – dreißig passen vielleicht rein in dieses kleine Atelier. Heißt – zehn Personen haben gefehlt und ein musikalisches Bild verpasst, das nur fĂŒr diesen Abend ausgestellt worden ist.

Von Hardy Prothmann

Ich habe jetzt fĂŒnf Mal das Album „Schwoine“ auf CD gehört – zusammen mit dem Konzert von Erwin Ditzner (Schlagzeug) und Lömsch Lehmann (Saxophon, Klarinette) im Atelier 47 also sechs Mal.

Lömsch Lehmann hatte mir nach dem Konzert empfohlen, zur CD eine gute Flasche Wein aufzumachen, „dann kummschd gut druff, glaab mers“, meinte der Speyerer Musiker. Das habe ich gemacht – beim ersten Mal. Die restlichen Male habe ich auf den Wein verzichtet und nur die CD genossen – ich komme auch ohne Wein mit diesen Aufnahmen gut drauf.

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Lömsch und Ditzner eröffnen Konzertreihe im Atelier 47.

Musikkritiken zu schreiben ist schwer, weil man Musik nicht argumentieren kann. Sie gefĂ€llt einem oder eben nicht. Das gilt ganz sicher auch fĂŒr das, was Ditzner und Lömsch im Atelier 47 aufgefĂŒhrt haben. Nebenbei hören kann man das nicht.

Nach Erwin Ditzners Schlagzeug könnte man Schweizer Uhren stellen – so prĂ€size, so gerade, so erbarmungslos genau spielt dieser Mann. Und dazwischen zieht er einen in den Bann mit vielen kleinen Spielereien. Herausragende Schlagzeuger sind feinsinnige GeschichtenerzĂ€hler. Erwin Ditzner ist so einer. Immer konzentriert, immer auf den Punkt, auch wenn er die SchlĂ€ge verteilen kann, wo und wie er will. Die „Eins“ ist immer ĂŒberall. Das macht sein Spiel so faszinierend. Wenn er zwischen den StĂŒcken ins Publikum lĂ€chelt, dann ist er einfach ein netter Mensch.

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Erwin Ditzner bearbeitet die Schweine.

Lömsch Lehmann erscheint dagegen wie ein Klotz. Mit riesigen HÀnden, ein fleischiger Typ mit einer wirren MÀhne. Er flegelt sich auf den Stuhl und wenn er seine Instrumente in die Hand nimmt, dann hat man fast Angst, dass ihnen was passieren könnte.

Und das tut es auch. Lömsch passiert mit seinem Spiel Musikgeschichte.

Lömsch spielt ĂŒber die ganze Breite des Instruments. Er beatmet sein Instrument. Er schmust es, er lĂ€sst ihm Luft, er quetscht es aus und sich, so als gĂ€be es einen letzten Ton. Und Ditzner taktet und treibt voran, lĂ€sst Lömsch machen, um dann wieder seine Akzente zu setzen.

Die beiden prĂ€sentieren ihre Version von Jimi Hendrix „Up from the skies“ und Lömsch hat das, was sich viele Musiker wĂŒnschen: Er kopiert niemanden, sondern hat seinen ganz eigenen Sound. Der ist teils so wuselig wie seine Korkenzieherlocken, und wenn er gerade richtig globig wird, ist er im nĂ€chsten Moment so zart, wie man es einem massigen Kerl wie ihm nie zutrauen wĂŒrde.

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Lömsch Lehmann beatmet sein Instrument.

Das schwierigste StĂŒck ist sicherlich „Disznó“ – verstörrend und faszinierend wie ein Buch von Stephen King – mit einem unerwarteten Ende. „Schwoine“ ist, das muss man klar sagen, eine absolute Headbanger-Nummer. Lömsch phrasiert dazwischen, aber eigentlich geht es um einen Ton und Ditzner treibt ihn.

Das StĂŒck, mit dem man das Konzert, die CD, die Idee und das GefĂŒhl am besten beschreiben kann, ist fĂŒr mich eindeutig „Ghosts“ von Albert Ayler. Der Jazz-Musiker bekannte sich gnadenlos zu Volks- und Marschmusik, Kinderliedern, zu eingĂ€ngigen Melodien, die jeder nachsingen kann. Was Ayler daraus machte, war seins, „„geisterhafte Interpretationen“„.

Viele der StĂŒcke, die Ditzner/Lömsch spielen haben ganz eingĂ€ngige, einfache Phrasen: „In-A-GADDA-DA-VIDA“ ist sicherlich das lustigste StĂŒck. Eigentlich ein Rocksong, der dank grunsender Schweine voll eingĂ€ngig ist, was Lömsch mit Röhren, Tuten und klarem Sound zum MĂ€rchen macht. Nebenbei lehrt die Bassdrum von Ditzner jeder Techno-Maschine das FĂŒrchten.

Eigentlich mĂŒsste man erwarten, dass Musiker, die Plastikschweine bearbeiten, das irgendwie selbstironisch meinen. Und das tun sie auch – ganz „ernst“.

Das StĂŒck von den Iron Butterfly stammt aus dem Jahre 1968. Ayler nahm sich 1970 im Alter von 34 Jahren wahrscheinlich wegen Drogenproblemen das Leben. Ditzner und Lömsch setzen einen Link in die Vergangenheit und wecken deren alten Geister, die sich, wiedererweckt, in unserer Gegenwart sehr wohl fĂŒhlen.

Die beiden Ausnahmemusiker verlinken Jazz, Rock, Volksmusik, Klassik und Moderne. Was ĂŒberhaupt nichts mit „Cross-Over“ zu tun hat, sondern? Ja, mit was? Mit der Geschichte hinter der Geschichte. Und den Verbindungen, den „Links“.

Das passt zum Atelier 47 und ist ein gelungener Auftakt. Die beiden KĂŒnstler Siegmund Eibel und Phil Leicht wollen ebenfalls „Links“ setzen, fĂŒr Vernetzung sorgen. Die Keimzelle soll das Atelier sein – das Netz die Kunst, die Menschen und ihre Sinne.

Ditzner und Lömsch von der CD zu hören ist klasse, sie zu erleben ist…? Ja was? Klassischer? Es ist unwiderbringlich. Es bedient auf jeden Fall mehr Sinne und das ist der Anspruch, den das Atelier 47 erfĂŒllen will und erfĂŒllt hat. Die Musik lebt weiter auf CD – das Event in der Erinnerung.

Es war ein großes Konzert vor kleinem Publikum – das Interesse wird schnell grĂ¶ĂŸer werden. Der Raum im Atelier ist begrenzt. Die Idee dahinter nicht.

Viel Freude mit den Fotos und dem Video des Rockhousechannel:

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Es leuchtet orange in Ladenburg – Das Atelier 47

 

Guten Tag

Ladenburg, 06. Oktober 2010. Zu dieser Jahreszeit, werden die Tage grauer und dunkler. Wenn man jedoch durch die Hauptstraße in Ladenburg geht, entdeckt man einen kleinen Lichtblick. In Orange leuchten die Buchstaben ĂŒber dem Eingang des Ateliers 47. Das kleine Atelier ist der Werkraum der KĂŒnstler Siegmund Eibel und Phil Leicht .

Von Sabine Prothmann

Die Bezifferung soll die RĂ€umlichkeit als ArbeitsstĂ€tte charakterisieren. Denn nach der christlichen Zahlensymbolik steht die Zahl 4 fĂŒr Geburt, als Anfang, und die 7 als Zahl der VollstĂ€ndigkeit. Zusammen stehen somit die beiden Zahlen fĂŒr den Anfang und das Ende eines Schaffensprozesses, erklĂ€rt Phil Leicht.

Ein Ort der Begegnung

Die Farbe Orange wiederum steht in der Farbenlehre fĂŒr Freude, Spaß und Geselligkeit. So ist das Atelier 47 nicht nur Ort der BeschĂ€ftigung, sondern auch ein Ort der Begegnung.

Umgeben von bereits fertigen Werken, die die RĂ€ume des Ateliers schmĂŒcken, kann man unter der Woche dem KĂŒnstler Siegmund Eibel bei der Erstellung neuer Bilder zusehen und sich mit ihm ĂŒber seine Technik oder Motivwahl unterhalten.

Ab November wird es in den RĂ€umen der Hauptstr. 43 eine Kunstschule fĂŒr Kinder und Erwachsene geben, die von Siegmund Eibel und Christine Liebenstein geleitet wird. Die beiden Dozenten möchten Kunstinteressierten in Techniken, Farbgebung und Materialkunde unterrichten und zwar in kleinen Gruppen von höchstens 5 Teilnehmern.
Anmeldungen fĂŒr die Kurse werden gerne unter der E-Mailadresse mundei@arcor.de entgegengenommen.

„Wir haben ganz bewusst die Farbe Orange fĂŒr das Atelier 47 gewĂ€hlt“, sagt Phil Leicht. Denn auf der seelisch-geistigen Ebene fördert Orange das Vertrauen und die Lust am Leben. Die Sinne können sich entfalten, Aufgeschlossenheit und Zusammenhalt stellen sich ein.

So beschloss der Artist Phil Leicht die RĂ€ume nicht nur als Ausstellungs-, Verkaufs- oder Werkraum zu nutzen, sondern einen Ort zu schaffen, an dem sich Bildende KĂŒnstler, Musiker, TĂ€nzer, Schauspieler und Selbstdarsteller treffen. Ein Netzwerk zu schaffen, das sich verschrieben hat, die Sinne zu bedienen und dessen Zentrum das Atelier 47 sein wird.

Einmal im Monat werden Konzerte stattfinden, die nur fĂŒr ein kleines Publikum gedacht sind. Vor 25 Besuchern spielen Musiker – hauptsĂ€chlich aus dem Bereich Jazz – unplugged und hautnah!

Konzerte – unplugged und hautnah

Am 15. Oktober startet die Konzertreihe mit dem Ditzner Lömsch Duo. Musiker wie Chris Finnsome, Silke Hauck, Jem Cooke, Thomas Siffling und Claus Boesser-ferrari werden in den nÀchsten Monaten folgen.

Die Konzertreihe wird dokumentarisch von Hermann Erbrecht und seinem Team von der Rhein Neckar Film GmbH gefilmt und am Ende eines jeden Jahres als DVD herausgebracht. Zudem erscheint eine „Atelier 47 Collection“ CD, die zum Verkauf angeboten wird.

Eine AuffĂŒhrung im Atelier 47 ist immer ein Gesamtkunstwerk, bei dem die Elemente des Bildnerischen, der Optik und des Lichts eine genauso wichtige Rolle spielen wie die sensationelle Musik.

Das Atelier 47 bedient die Sinne Sehen, Hören, Tasten und manchmal auch Riechen. „Doch der Mensch hat bekannter Weise fĂŒnf Sinne!“

Um diesen fĂŒnften, das „Schmecken“, abzudecken, konnte der Initiator Phil Leicht die „Zwiwwel“ in der Kirchenstr. 24, Ladenburg als Partner gewinnen. Die Besucher seiner Konzertreihe erhalten zum Eintrittspreis einen Verzehrgutschein. Die „Zwiwwel“, die fĂŒr eine natĂŒrliche feine deutsche KĂŒche im gehobenen Stil steht, bietet in einem ganz besonderen Ambiente an den Konzertabenden extra fĂŒr die GĂ€ste aus dem Atelier 47 ein speziell angerichtetes Essen, das im Rosenzimmer unter den Bildern des KĂŒnstlers Siegmund Eibel serviert wird. Ideal fĂŒr einen Abschluss eines feinen Abends in geselliger Runde, in welcher der ein oder andere Musiker auch mit anwesend sein wird.

Ziel des Ateliers 47 ist es, Netzwerke zu schaffen. Deshalb fordert Phil Leicht auf: „Werden Sie ein Teil dieser Vernetzung, wir freuen uns auf Ihren Besuch“.

Termine

15.10.10 20:00 Uhr Ditzner Lömsch Duo
15.11.10 Beginn Kunstschule
19.11,10 20:00 Uhr Chris Finnsome
9.12.10 20:00 Uhr Silke Hauck und Michael Quast
21.02.10 20:00 Uhr Jem Cooke – The Princess of Hearts!

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