Mittwoch, 22. November 2017

Sanierungsarbeiten dauern mindestens zwei Monate lÀnger als geplant

CBG geht ohne Fenster in den Winter

Ladenburg, 07. November 2014. (red/cb) BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, Götz Speyerer vom Liegenschaftsamt und Planer Michael Salinger teilten heute in einem PressegesprĂ€ch mit, dass sich die Fertigstellung der Sanierungsarbeiten des Carl-Benz-Gymnasiums um mindestens zwei Monate verzögert. Der Grund: Die beauftragte Fensterbaufirma hat Insolvenz angekĂŒndigt – deshalb können die Fenster erst zwei Monate spĂ€ter geliefert und montiert werden. [Weiterlesen…]

Viele Bauprojekte der Stadt noch in den Ferien fertig

Schaffe schaffe – statt Urlaub mache

Ladenburg, 04. September 2014. (red/ld/Fotos: Carolin Beez) Am Carl-Benz-Gymnasium wird es in den kommenden Tagen laut. WĂ€hrend andere Urlaub machen, wird auch an anderen GebĂ€uden der Stadt gearbeitet. PĂŒnktlich zum neuen Schuljahr sollen KindertagesstĂ€tten und SchulrĂ€ume fertig werden. Bei einer Baustellenbegehung am Mittwoch erklĂ€rten BĂŒrgermeister Rainer Ziegler und Götz Speyerer vom Liegenschaftsamt den Stand der aktuellen Baumaßnahmen. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beantragt Fördermittel

Ein Signal fĂŒr die CBG-Sanierung?

Ladenburg, 28. September 2012. (red/sap) Die Sanierung des CBGs ist ein leidiges Thema. Dringend notwendig, vielfach diskutiert und zur Zeit einfach zu teuer fĂŒr die Stadt Ladenburg. Man hofft auf den Verkauf des ehemaligen GelĂ€ndes der Martinsschule und auf Fördergelder. Und genau um diese Fördergelder ging es bei der Beratung im Gemeinderat am 26. September. [Weiterlesen…]

Bauunternehmer Salinger: „Mir ist ein großer Schaden entstanden – aber ich habe auch viel gewonnen.“


Ladenburg, 06. Oktober 2011. (red) Der Prozess um den Bebauungsplan im „Quartier“ ist entschieden. Die neuerliche Klage einiger Gewerbetreibender wurde abgewiesen. Zwischen die Fronten der streitenden Parteien Stadt Ladenburg und Gewerbetreibende geriet der Bauherr Michael Salinger (ses GmbH). Bedingt durch Baustopps und Anwaltskosten hat er eine halbe Million Euro verloren und muss nun seinerseits vermutlich klagen, um wenigstens einen Teil des Schadens ersetzt zu bekommen. Im GesprĂ€ch schildert Michael Salinger, was so ein Prozess fĂŒr Folgen hat und wie er damit umgegangen ist.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Salinger, das Verfahren ist abgeschlossen, die Klage gegen Ihre Bebauung im „Quartier“ ist abgewiesen. Haben Sie schon schmal einen solch langen Prozess erlebt?

Michael Salinger: „So was hab ich noch nie erlebt und kenne ich auch nicht woanders.“

Schildern Sie doch mal den Ablauf aus Ihrer Sicht.

Salinger: „Wir sind davon ausgegangen, dass alles seine Ordnung hat. Es gab einen gĂŒltigen Bebauungsplan, wir hatten die Baugenehmigungen, dann kam der erste Prozess und ein fĂŒnfmonatiger Baustopp.“

Michael Salinger ist froh, dass er nun endlich weiterbauen kann. Seine Kunden warten dringend auf die Fertigstellung der HĂ€user.

Sehr Ă€rgerlich fĂŒr Sie, aber auch fĂŒr Ihre Kunden.

Salinger: „Das können Sie laut sagen – ohne deren SolidaritĂ€t hĂ€tte ich das Verfahren nicht ĂŒberstanden.

ErklÀren Sie das bitte.

Salinger: „Ich habe aktuell einen Schaden von rund einer halben Million Euro. Die Banken haben enorm Druck gemacht, mir stand das Wasser bis zum Hals. Die Kunden hĂ€tten von den VertrĂ€gen zurĂŒcktreten können, das haben sie aber nicht gemacht. Auch Handwerker haben mir Rechnungen gestundet, Freunde haben mir privates Kapital geliehen, damit ich ĂŒber die Prozessphase komme. DafĂŒr bin ich sehr, sehr dankbar.“

Nach dem ersten Baustopp ging es weiter, dann kam die nÀchste Klage. Wie hÀlt man das aus?

Salinger: „Mit viel Kampfgeist und der oben beschriebenen SolidaritĂ€t und der UnterstĂŒtzung der Familie. Es war extrem belastend. Auch meine Mitarbeiter möchte ich gerne fĂŒr ihren Einsatz loben, die haben mir den RĂŒcken freigehalten, denn ich war ĂŒberwiegend mit diesem Prozess beschĂ€ftigt.“

Der nicht gegen Sie lief, die klagenden Betriebe hatten die Stadt und das Land verklagt.

Salinger: „So gesehen richtig, aber mir ist der Schaden entstanden.“

Bekommen Sie den geregelt?

Salinger: „Das wird sich zeigen. Ich hoffe, dass fĂŒr den ersten Teil die Stadt ĂŒber ihre Versichung aufkommt. Denn der Fehler lag ja eindeutig dort. Ich musste mich auf die Stadt verlassen. Die Fehler wurden „geheilt“, da wurde gute Arbeit geleistet. Trotzdem ist mir durch den neuerlichen Baustopp ebenfalls ein Schaden entstanden, den die KlĂ€ger vermutlich nicht tragen mĂŒssen – die hĂ€tten sich sonst die Klage wohl ĂŒberlegt. DarĂŒber werde ich mit meiner Versicherung vermutlich ebenfalls streiten mĂŒssen.“

Also sind die Prozesse nicht vorbei?

Salinger: „Vermutlich kommt es zu Folgeprozessen. Aktuell bin ich froh, dass wir die GebĂ€ude fertig stellen und die KĂ€ufer einziehen können – auch die waren natĂŒrlich belastet.“

Wie hoch waren die AnwaltsgebĂŒhren?

Salinger: „Knapp 100.000 Euro.“

Wie verstehen Sie das Urteil?

Salinger: „Es wurde festgestellt, dass die Planungshoheit bei der Gemeinde liegt. Das ist ein gutes Ergebnis, sonst kann man stĂ€dtebaulich nichts entwickeln.“

Haben Sie VerstĂ€ndnis fĂŒr die klagenden Betriebe?

Salinger: „Ganz ehrlich? Ich bin froh, dass dieser Teil rum ist. Was ich nicht verstanden habe ist – die Betriebe haben eine Bestandsgarantie, mĂŒssen also keine „Vertreibung“ fĂŒrchten. Alles ist geregelt und das Argument mit der Erweiterung ist ein wenig kurios – es gibt ja gar keine FlĂ€chen dafĂŒr.“

Gibt es auch positive Erfahrungen?

Salinger: „Wenn Sie feststellen, dass Sie in einer sehr schwierigen Lage sind und eine großartige UnterstĂŒtzung erhalten, von Menschen, die zu einem stehen, dann ist das sehr aufbauend. Und man ist hinterher ein anderer Mensch.“

Wann werden die Bauten fertig?

Salinger: „In der Aufeldstraße bis Anfang Dezember, die „Vogelbebauung“ bis Februar 2012 und die restliche Bebauung Siemensstraße zwischen Juli bis November 2012.“

Haben Sie schon alles verkauft?

Salinger: „Fast, es gibt noch eine Wohnung, vier DoppelhaushĂ€lften und zwei ReihenhĂ€user, die zum Verkauf stehen.“

Werden Sie kĂŒnftig noch mit der Stadt Ladenburg zusammenarbeiten?

Salinger: „SelbstverstĂ€ndlich – ich mache niemandem einen Vorwurf. Das war ein sehr kompliziertes Verfahren, BĂŒrgermeister Ziegler und seine Verwaltung haben einen guten Job gemacht. Ich sehe das positiv, sogar fĂŒr alle. Die klagenden Firmen haben ihren Bestandschutz erreicht, also einen Erfolg. Die Stadt hat einen gĂŒltigen Bebauungsplan und viel gelernt. Und ich kann weitermachen. Und weitere Klagen sind nicht zu befĂŒrchten“

Respekt fĂŒr ihre Gelassenheit. Was bleibt noch?

Salinger (lacht): „Viel Erfahrung – meine Firma feiert zwar nĂ€chstes Jahr 20-jĂ€hriges JubilĂ€um, aber einen solchen „Intensivkurs“ hatte ich noch nie. In Zukunft werde ich sehr viel vorsichtiger sein und weiß viel besser, auf was man alles achten muss.“

Dokumentation FußgĂ€ngerzone: Wie der MM das Thema treibt


Guten Tag!

Ladenburg, 02. MĂ€rz 2011. Wir haben die Berichterstattung im Mannheimer Morgen aus dem Monat Februar 2011 zum Thema „FußgĂ€ngerzone“ exemplarisch zusammengefasst – fĂŒr alle, die schon lĂ€ngst keine Zeitung mehr lesen und alle, die sich einen Überblick verschaffen wollen.

Vorbemerkung: Das Datum entspricht dem angegebenen Veröffentlichungsdatum der Zeitung. Alle Überschriften sind im Original von der Website des „MM“ ĂŒbernommen und zusammen mit dem Datum fett markiert. Zitierte Textstellen stehen in AnfĂŒhrungszeichen. Ohne AnfĂŒhrungszeichen stehen Zusammenfassungen der Redaktion. Anmerkdungen stehen in Klammern.

28. Februar 2011
SPD uneins ĂŒber das Thema FußgĂ€ngerzone / Vorsitzender Gerhard Kleinböck im Amt bestĂ€tigt
„Gemeinsamer Weg ist Illusion“

„Wir wollen möglichst viele Beteiligte ins Boot holen“, wird Altstadtrat Hermann GĂ€rtner zitiert. ZunĂ€chst will man „Überzeugungsarbeit, Experten- und BĂŒrgerdiskussionsrunden“ versuchen, „am Ende könnte eine BĂŒrgerbefragung zum Thema FußgĂ€ngerzone stehen“, so die SPD. „Ich gebe die Hoffnung auf einen Konsens nicht auf“, wird SPD-Chef Gerhard Kleinböck zitiert. „Der gemeinsame Weg ist eine Illusion. Der BĂŒrger erwartet die FußgĂ€ngerzone.“ Altstadtrat JĂŒrgen MĂŒller – als Kassenwart laut PrĂŒfbericht der Revisoren Manfred Ramm und Carsten Lutz tadellos – ist gegen einen „Wischiwaschi-Kurs“, schreibt der MM.

25. Februar 2011
BĂŒrgerentscheid laut Kleinböck erst der letzte Schritt
SPD will Konsens bei Verkehrsberuhigung

Laut Bericht sei die Situation aus Sicht der SPD „unbefriedigend“, „viele BĂŒrger“ sĂ€hen einen Handlungsbedarf.
„Die Entwicklung im Zentrum geht permanent bergab“, analysiert der Sozialdemokrat die Lage aus seiner Sicht und appelliert deshalb an die Gewerbetreibenden, „nicht immer nur dagegen“ zu sein.“
„Eine FußgĂ€ngerzone ist fĂŒr mich der Endausbau“, betont Kleinböck. Möglicherweise sei eine Einbahnstraße eine Alternative, deutet er einen Kompromiss an. Wenn es im Gemeinderat nicht zu einer Lösung kommt, dann er an seiner Forderung nach einem BĂŒrgerentscheid fest: „Aber wir mĂŒssen ja nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen.“

21. Februar 2011
FußgĂ€ngerzone Thema bei den Christdemokraten
Die „Glaubensfrage“ spaltet auch die Union

Im angeblich voll besetzen WĂŒrzburger Hof sei die Stimmung kontrovers, berichtet der MM. Die stellvertretende Vorsitzende des Bunds der SelbststĂ€ndigen, Renate Henseler-Sohn, wird zitiert, dass sie fĂŒr alle Mitglieder spricht: „Damit FußgĂ€ngerzonen funktionierten, bedĂŒrfe es einer MindestverkaufsflĂ€che, die man in Ladenburg nicht erreiche.“
Michael Salinger wird zitiert, dass er fĂŒr eine „Teil-FußgĂ€ngerzone“ plĂ€diere, er sieht laut Bericht ParkplĂ€tze durch Firmenmitarbeiter und Verwaltungsangestellte blockiert.
„Das Thema ist wahlkampfbelastet“, schickte Stadtrat Dr. Rainer Beedgen voraus. „Nicht grundsĂ€tzlich gegen eine FußgĂ€ngerzone“, warnte er aber im Interesse der GeschĂ€fte „vor zu viel Ruhe“. Als „Masche im Landtagswahlkampf“ des Ladenburger SPD-Stadtrats Gerhard Kleinböck sieht auch CDU-Altstadtrat Hans Sauer die Initiative an. „Wer in der Innenstadt sein Geld verdienen muss, ist dagegen“, meinte Sauer. „Denken sie an Behinderte und Kinderwagen. Ich stehe voll hinter Herrn Kleinböck. Die GeschĂ€fte wĂŒrden aufblĂŒhen“, argumentierte SU-Mitglied Irene Habel als Freie WĂ€hlerin.“

Themenseite "FußgĂ€ngerzone" im "MM. Quelle: Mannheimer Morgen

19. Februar 2011
Analyse: Checkliste aus Bayern auf Ladenburg ĂŒbertragen
Was dafĂŒr und was dagegen spricht

„Anhand einer Studie des bayerischen Einzelhandelsverbands haben wir ĂŒberprĂŒft, welche Faktoren fĂŒr (+) und welche gegen (-) eine FußgĂ€ngerzone in Ladenburg sprechen sowie welche neutral sind (0)“, schreibt der MM.

Von 19 Faktoren sind laut „ÜberprĂŒfung“ 11 postitiv, 6 neutral, 2 negativ.

(Anmerkung der Redaktion: Siehe hierzu unseren Text.)

19. Februar 2011
An der Frage der Verkehrsberuhigung scheiden sich in der Römerstadt am Neckar die Geister
Die Altstadt ganz ohne Auto ein Alptraum?

Laut MM fordert die SPD ein BĂŒrgerbegehren und einen BĂŒrgerentscheid, kann aber nicht genau trennen, was was ist. Thematisiert wird, dass die AnkĂŒndigung eines Antrags auf „BĂŒrgerentscheid“ durch die SPD an den „gesetzlichen Fristen“ scheitere.
„Ladenburg erfĂŒllt heute eine ganze Reihe von Voraussetzungen dafĂŒr, dass eine FußgĂ€ngerzone erfolgreich eingerichtet werden könnte. Das attraktive Umfeld der historischen Altstadt, Brunnen auf dem Gockelsmarkt und auf dem Marktplatz, Kunst im öffentlichen Raum, Gastronomie mit Außenbewirtschaftung, das alles sind Faktoren, die Erfolg versprechen, wenn Autos aus dem Kern der Altstadt verbannt werden.

Doch es sprechen auch jede Menge Aspekte dagegen. So gibt es beispielsweise trotz der großen Zahl von GeschĂ€ften keine durchgehende Schaufensterfront in der Stadt. Es fehlt ein Konzept zum Stadtmarketing und ein Citymanagement. Die Stadt Ladenburg hat keine Zentrenfunktion in der Region, und ParkplĂ€tze sind – trotz anderslautender Statistiken – hĂ€ufig Mangelware. Vor allem aber fehlt es an einem Miteinander der BefĂŒrworter und der Gegner.“

19. Febraur 2011
Kritisches Beispiel: In Lampertheim ein Zankapfel
In der Kaiserstraße nimmt das Angebot ab

Der MM berichtet ĂŒber Lampertheim (22.000 Einwohner), dort sei die FußgĂ€ngerzone seit 20 Jahren ein „Zankapfel“. Es wird der BĂŒrgermeister zitiert:
„Tendenziell hat sich die Versorgung in den vergangenen zwei Jahrzehnten eher verschlechtert“, berichtet Maier, doch das liege nicht unbedingt an der FußgĂ€ngerzone. Dass es immer weniger GeschĂ€fte werden, fĂŒhrt er unter anderem auf die hohen Mietpreise zurĂŒck. LeerstĂ€nde sind ebenfalls ein Problem in der City.“

Die Erfahrungen seien aber nicht „ĂŒbertragbar“: „Überlegt’s euch gut.“ Gegen die „geballte Macht des Einzelhandels“ jedenfalls, so lĂ€sst er durchblicken, sei die Entscheidung fĂŒr eine FußgĂ€ngerzone sehr problematisch.“

19. Februar 2011
Es geht nur mit dem Handel
Hans-JĂŒrgen Emmerich warnt vor Schnellschuss bei FußgĂ€ngerzone

„Auch die ÜberprĂŒfung der Fakten lĂ€sst auf den ersten Blick vermuten, dass vieles dafĂŒr spricht. Es gibt allerdings auch gravierende Gegenargumente.“

„Der örtliche Einzelhandel lehnt sie nahezu einhellig ab, weil er um seine Existenz fĂŒrchtet. Und ohne den Handel ist das Projekt zum Scheitern verurteilt.“

19. Februar 2011
Gelungenes Beispiel: Bummeln und Schlendern mit Blick auf die Alpen
FĂŒr das StĂ€dtchen Murnau ein Segen

Der MM prĂ€sentiert Murnau (12.200 Einwohner, laut MM: 12.400 Einwohner) als positives Beispiel fĂŒr eine „FußgĂ€ngerzone“:
„Rund 60 GeschĂ€fte, schĂ€tzt Rebhold, gibt es in der Marktstraße. Der MĂŒnchner Architekt Emanuel Seidl, Planer des Tierparks Hellabrunn, hat sie 1906 neu gestaltet, unter anderem mit Fassadenmalereien. In der historischen Bausubstanz steht Haus an Haus, befindet sich GeschĂ€ft an GeschĂ€ft, wie Angelika Rebhold im GesprĂ€ch mit dem „MM“ erlĂ€utert.

Über eine LĂ€nge von rund 350 Meter erstreckt sich die FußgĂ€ngerzone von Murnau. Der Bereich dĂŒrfe nicht zu lange sein, mahnt die Vorsitzende des Vereins zur Wirtschaftsförderung. Vor allem mĂŒssten ausreichend ParkplĂ€tze in nĂ€chster NĂ€he vorhanden sein. „Es ist wichtig, dass Leben drin ist in einer solchen Zone“, schildert sie weiter ihre Erfahrung.“

„Anders als das Unterzentrum Ladenburg ist Murnau ein Mittelzentrum, das den umliegenden Dörfern und Gemeinden als Einkaufsziel dient. Die nĂ€chstgrĂ¶ĂŸere Stadt im SĂŒden ist das 25 Kilometer entfernte Garmisch-Partenkirchen, im Norden sind es knapp 20 Kilometer bis Weilheim.“

??. Februar 2011
Braucht Ladenburg eine FußgĂ€ngerzone in der Altstadt?

Der MM startet eine Online-Umfrage. Es fehlen alle Angaben zur SeriositĂ€t dieser „Umfrage“ – es fehlt ein Startdatum, die Zahl der abgegebenen Stimmen, Hinweise zu Methode der Umfrage. Seltsamerweise halten sich FĂŒr und Wider die Waage – obwohl es doch angeblich laut der Berichterstattung eine große Mehrheit dafĂŒr geben soll, wĂ€hrend die Minderheit von der „Macht“ des Einzelhandels bestimmt wird.

(Siehe hierzu unseren Kommentar.)

17. Februar 2011
RĂŒckschlag fĂŒr Vorstoß von SPD-Chef Kleinböck / Landtagswahl als Termin zu frĂŒh
Vorerst kein BĂŒrgerentscheid in Sachen FußgĂ€ngerzone

Der MM berichtet ĂŒber gesetzliche Fristen, die fĂŒr einen von der SPD geplaten BĂŒrgerentscheid nicht eingehalten werden könnten.

„Abgesehen von der Frist, die nicht eingehalten werden kann, war es ohnehin fraglich, ob sich der SPD-Partei- und Fraktionschef Gerhard Kleinböck mit seinem Antrag hĂ€tte durchsetzen können. Denn im Gemeinderat ist eine Zweidrittelmehrheit fĂŒr die DurchfĂŒhrung eines BĂŒrgerentscheids erforderlich, und eine solche ist nach Äußerungen aus den Reihen von CDU, Freien WĂ€hlern und FDP in der jĂŒngsten Ratssitzung nicht unbedingt zu erwarten.

Aktuell bleibt das Thema trotzdem.“

Weiter berichtet der MM: „Im niedersĂ€chsischen Hameln scheiterte im April 2009 ein BĂŒrgerbegehren gegen den vier Millionen Euro teuren Umbau der bestehenden FußgĂ€ngerzone knapp. Obwohl ĂŒber 80 Prozent der WĂ€hler fĂŒr den Erhalt der FußgĂ€ngerzone stimmten, wurde das notwendige Quorum um 412 Stimmen verpasst.“

(Anmerkung der Redaktion: Gescheitert ist der „BĂŒrgerentscheid“ am Quorum, nicht das BĂŒrgerbegehren. Das war erfolgreich und Voraussetzung fĂŒr den BĂŒrgerentscheid.“ Siehe hierzu „Mehr Demokratie e.V.„)

11. Februar 2011
Nach SPD-Vorstoß zu BĂŒrgerentscheid lĂ€uft der Einzelhandel Sturm
Am Thema FußgĂ€ngerzone scheiden sich weiter die Geister

„Nach dem Willen der SPD-Fraktion im Ladenburger Gemeinderat sollen die BĂŒrger entscheiden, ob in Teilen der Altstadt eine FußgĂ€ngerzone eingerichtet wird oder nicht. Was der Fraktionschef Gerhard Kleinböck in der jĂŒngsten Sitzung des Gemeinderates angekĂŒndigt hatte, wird wohl in der nĂ€chsten Sitzung am 2. MĂ€rz als Antrag auf der Tagesordnung stehen“, schreibt der MM.

Der BdS mit rund „50 GeschĂ€ften“ fĂŒrchte um die Existenz der Gewerbetreibenden, so die Zeitung.

„Der Vorschlag, in Ladenburg eine FußgĂ€ngerzone einzurichten, ist nicht neu. Ein unter BĂŒrgermeister Rolf Reble im Auftrag der Stadt erstelltes Verkehrsgutachten schlug zur Verkehrsberuhigung in der Altstadt eine Einbahnregelung vor, die in vier Stufen hĂ€tte realisiert werden können. Die vierte und letzte Stufe wĂ€re dabei eine FußgĂ€ngerzone im inneren Ring aus Hauptstraße, Kirchenstraße und Neugasse gewesen.“

10. Februar 2011
Walter Roznawski schließt GeschĂ€ft zum 31. MĂ€rz / Neuanfang mit „Musik-Box“ in Wald-Michelbach
Musik-Boutique klappt LĂ€den fĂŒr immer zu

Der MM berichtet ĂŒber einen Lade auf der Hauptstraße 30, der nach 31 Jahren schließt:

„Viele Kunden sind traurig“, weiß Roznawski, „aber die letzten vier Jahre ging es rapide bergab.“ Die Möglichkeiten, die das Internet jungen Musikhörern bietet, machten Roznawski zu schaffen. „Das Musikhören, wie wir es in den 70er und 80er Jahren getan haben, ist verloren gegangen“, bedauert Roznawski. Dazu kommt: „Viele Stammkunden sind verstorben oder weggezogen. Ich hatte zuletzt fast mehr Kunden von außerhalb als aus Ladenburg.“

Aber auch das Einkaufszentrum an der Wallstadter Straße sieht Roznawski als mit ursĂ€chlich fĂŒr den Niedergang an: „Die Innenstadt wird deshalb aussterben“, glaubt der Musikboutique-Mann. Die derzeit wieder intensiv diskutierte FußgĂ€ngerzone wĂŒrde nach Roznawskis Ansicht den Prozess sogar beschleunigen: „Dann wird es doch noch ruhiger in den Straßen der Innenstadt, als es jetzt schon die meiste Zeit ĂŒber ist.“ Ob jemand sein gemietetes LĂ€dchen im Erdgeschoss ĂŒbernimmt oder was mit dem ĂŒber 500 Jahre alten Altstadt-GebĂ€ude geschieht, weiß Roznawski nicht.

4. Februar 2011
Verkehr in der Altstadt bleibt ein heißes Eisen / Stadt legt Ergebnisse von Messungen vor
SPD will FußgĂ€ngerzone mit BĂŒrgervotum durchsetzen

„Die SPD Ladenburg will ihre Forderung nach einer FußgĂ€ngerzone in der Altstadt notfalls mit einem BĂŒrgerbegehren durchsetzen. Das hat der Fraktionsvorsitzende Gerhard Kleinböck am Mittwoch Abend im Gemeinderat angekĂŒndigt. Zuvor hatte die Stadtverwaltung eine Auswertung von Geschwindigkeitsmessungen vorgelegt. Danach ist das gefahrene Tempo im vergangenen Jahr insgesamt merklich zurĂŒckgegangen, es sind aber immer noch viele Autos deutlich zu schnell unterwegs. In der Altstadt ist nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt.

Am Thema Verkehrsberuhigung in der Altstadt scheiden sich seit Jahren die Geister. Ein Kompromiss war nach einer Klausur des Gemeinderates die EinfĂŒhrung einer unechten Einbahnstraße. Dies wĂŒrde bedeuten, dass im inneren Ring der Altstadt der Verkehr nur in eine Richtung fließen darf. Vom Rat beschlossen wurde der Kompromiss jedoch nicht. In letzter Minute kippte die vermeintliche Mehrheit. Auf Druck des örtlichen BdS wurde stattdessen entschieden, auf die Vernunft der Verkehrsteilnehmer und auf verstĂ€rkte AufklĂ€rung zu setzen. Nach einem Jahr legten BĂŒrgermeister Rainer Ziegler und Herbert Felbek vom Stadtbauamt jetzt eine vorlĂ€ufige Bilanz vor.“

„FĂŒr die SPD erklĂ€rte deren Sprecher Kleinböck: „Wir sind wild entschlossen, eine Entscheidung herbeizufĂŒhren.“ Wenn die von ihr geforderte FußgĂ€ngerzone nicht im Gemeinderat beschlossen werde, sollten die BĂŒrger das Wort bekommen. Ein BĂŒrgerentscheid sei bereits mit der Landtagswahl am 27. MĂ€rz möglich, wenn sich die nötige Zweidrittelmehrheit im Rat dafĂŒr finde. Wenn nicht, dann werde die SPD den schwierigeren Weg des BĂŒrgerbegehrens gehen. Die BĂŒrger zu befragen oder sie in einer Versammlung zu hören, forderte auch Ingrid Dreier von der GrĂŒnen Liste.“

04. Februar 2011
Endlich die BĂŒrger hören
Hans-JĂŒrgen Emmerich zur Verkehrspolitik in der Altstadt

„Die Verkehrsberuhigung in Ladenburg bleibt ein heißes Pflaster. WĂ€hrend Einzelhandel und Gastronomie eine FußgĂ€ngerzone kategorisch ablehnen, wĂŒnschen sich viele BĂŒrger und Besucher von außerhalb genau das. Ein Dilemma, das man im Gemeinderat mit einem zweifelhaften Kompromiss zu lösen versucht hat, der in letzter Sekunde im Rat scheiterte, nicht zuletzt am Widerstand des BdS. Die jĂŒngste Diskussion im Gemeinderat macht deutlich, dass die Mehrheit des Gremiums nach wie vor keine schĂ€rfere Reglementierung des Verkehrs will.

Durch die von der Verwaltung vorgelegten Zahlen fĂŒhlen sich beide Seiten in ihrer Haltung bestĂ€tigt.“

Der MM thematisiert weiter, dass sich die Menschen in der Altstadt unsicher fĂŒhlten und es an BĂŒrgernĂ€he fehle.

04. Februar 2011
Renate Henseler-Sohn (BdS) verlangt AufklĂ€rung vor BĂŒrgerentscheid
„Ohne GeschĂ€fte ist eine Stadt keine Stadt“

Der BdS wolle erst einmal die vorgelegten „Zahlen“ zur Verkehrsberuhigung „studieren“, schreibt der MM.

„Dass eine Mehrheit der BĂŒrger fĂŒr die Schaffung einer FußgĂ€ngerzone ist, glaubt auch Henseler-Sohn. Allerdings seien sich viele nicht ĂŒber die Konsequenzen im Klaren. Nirgendwo in Deutschland gebe es eine solche Zone mit weniger als 10 000 Quadratmetern VerkaufsflĂ€che, in Ladenburg seien dagegen nur rund 1000 vorhanden. Eine FußgĂ€ngerzone zwischen Altem Rathaus (VHS) und Domhof wĂŒrde die GeschĂ€fte ruinieren: „Und ohne GeschĂ€fte ist eine Stadt keine Stadt.

02. Februar 2011
Heute steht im Gemeinderat eine „Lex Altwasser“ auf der Tagesordnung / Bahnhof und Verkehrsberuhigung in der Altstadt sind weitere Themen
Stadt will Nutznießer zur Kasse bitten

„Die EinfĂŒhrung einer unechten Einbahnstraße in der Altstadt, auf die sich die Fraktionen in einer Klausurtagung bereits geeinigt hatten, war vor allem auf Druck des BdS aufgegeben worden, der auch die von vielen BĂŒrgern geforderte FußgĂ€ngerzone ablehnt.“