Samstag, 18. November 2017

Nachbesserungen bei Bebauungsplan „Sportzentrum“

Zweiter Reiterhof verhindert

Ladenburg, 29. September 2014. (red/ld) Die Reitervereine Ladenburg und Heidelberg wollen fusionieren und den Reiterhof am Sportzentrum zu einem Reitsportzentrum ausbauen. Um zu verhindern, dass in dem Gebiet ein weiterer Reiterhof entsteht, wurde der Geltungsbereich am Mittwochabend erweitert. [Weiterlesen…]

BĂŒrgermeister Ziegler: "Danke fĂŒr ihre Zeitspende"

Letzte Sitzung des alten Gemeinderats

Ladenburg, 25. Juli 2014. (red/ms) Bei 22 StadtrĂ€ten sind fĂŒnf neue Gesichter dabei. Am vergangenen Mittwoch kam der „alte Gemeinderat“ ein letztes Mal zusammen, um die fĂŒnf ausscheidenden Mitglieder zu verabschieden. BĂŒrgermeister Ziegler bedankte sich bei jedem einzelnen und ganz besonders bei Prof. Dr. Rainer Beedgen, der 30 Jahre lang Stadtrat fĂŒr die CDU gewesen ist. Neben den Verabschiedungen wurden acht StadtrĂ€te fĂŒr ihr langjĂ€hriges kommunalpolitisches Engagement ausgezeichnet. [Weiterlesen…]

Rege Diskussion im Gemeinderat

Masterplan Nordstadt nach TĂŒbinger Vorbild

Ladenburg, 08. Mai 2014. (red/ld) Die Entwicklung eines neuen Baugebietes Nordstadt soll vorankommen. Gemeinsam mit dem Urban Index Institut aus Darmstadt will die Stadtverwaltung einen Masterplan dafĂŒr entwickeln und sich dabei an TĂŒbingen orientieren. Im Gemeinderat ergab sich daraus am Mittwoch eine Diskussion darĂŒber wie schnell dieser Plan fertig werde, und ob die BĂŒrger an der Ausarbeitung beteiligt wĂŒrden. [Weiterlesen…]

Niloofar Afschar ist Spitzenkandidat

CDU Ladenburg stellt Kandidaten zur Kommunalwahl auf

Ladenburg, 26. Februar 2014. (red/pm) Die CDU Ladenburg hat ihre Kandidaten fĂŒr die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 aufgestellt. [Weiterlesen…]

„Schon eine große Sache“ – TribĂŒne des Römerstadions wird ĂŒberdacht


Guten Tag!

Ladenburg, 26. Oktober 2011. (red) Ein Investor baut eine TribĂŒne, bezahlt alle Kosten und schenkt diese der Stadt. Im Gegenzug kann der Investor die TribĂŒne fĂŒr eine Photovoltaik-Anlage kostenfrei nutzen.

Von Hardy Prothmann

Selten gibt es VorschlĂ€ge, die eine Investition mit sich bringen, nichts kosten und viel bringen sollen. CDU-Gemeinderat GĂŒnter BlĂ€ĂŸ zeigte sich angenehm ĂŒberrascht, „weil das den Wert den Stadtions hebt und eine sehr gute Sache fĂŒr Besucher des Stadions ist.“

Der Investor Conceptplan4 aus Waldbronn bietet an, eine TribĂŒnenbedachung auf 124 Metern zu bauen. Diese Investition in Höhe von 80.000 Euro (von nach Angaben des Investors) zahlt der Investor – die TribĂŒne geht in das Eigentum der Stadt Ladenburg ĂŒber.

Im Gegenzug erhĂ€lt der Investor das Recht, die FlĂ€che mietfrei fĂŒr einen Photovoltaik-Anlage ĂŒber einen Zeitraum von 20-25 Jahre zu nutzen.

Vorbild ist die Gemeinde Ilvesheim – dort ist ein vergleichbares Projekt schon realisiert worden.

CDU-Gemeinderat Gerhard Seidel bezweifelte die Kosten von 80.000 Euro, sondern setzte diese mit 30.000 Euro mehr an. BĂŒrgermeister Ziegler sagte, dass das keine Frage fĂŒr den Gemeinderat sei, er sich aber vorstellen können, dass der Investor gĂŒnstiger bauen könne, wenn er mehrere Gemeinden als Partner findet.

CDU-Gemeinderat Dr. Meinhard Georg frage, werde Nutznießer von WerbeflĂ€chen sei, der BĂŒrgermeister verneinte eine solche Nutzung.

Kinder- und Jugendbereich der Bibliothek erhÀlt neue Möbel


Guten Tag!

Ladenburg, 27. Juli 2011. (red) Der Gemeinderat hat nach kritischen Stimmen von CDU und FDP eine neue Möblierung des Kinder- und Jugendbereichs in der Stadtbibliothek zu erneuern. Die Kosten liegen ĂŒber ein Drittel des ursprĂŒnglichen Ansatzes. Gegen die Stimmen von Peter Hilger, Karl-Martin Hoffman und GĂŒnter BlĂ€ĂŸ (alle CDU) und drei weiteren Enthaltungen von Stadtrat Karl Meng, Meinhard Georg, Christian Vögele (ebenfalls alle CDU) wurde der Antrag mit 13 Stimmen von SPD, Freie WĂ€hler, GLL und FDP sowie BĂŒrgermeister Ziegler angenommen.

„Das Wort ĂŒberplanmĂ€ĂŸig stĂ¶ĂŸt mit auf“, sagte Stadtrat Gerhard Seidel(CDU) und wollte wissen, ob es sich um angefertigte Möbel handle und ob sich Lohnkosten und Materialkosten „aufschlĂŒsseln“ ließen.

Die Verwaltung informierte, dass es „Module“ seien, die angepasst werden mĂŒssten. Die Verwaltung schlĂ€gt eine komplette Neumöblierung vor, da eine Möblierung in zwei Schritten Mehrkosten in Höhe von rund 6.000 Euro erzeugen wĂŒrde.

Im Haushalt waren nur 15.000 Euro vorgesehen, die Angebotskosten belaufen sich laut Antrag auf 21.944 Euro.

Stadtrat Peter Hilger (CDU) kritisierte, dass solche Anbieter „Mondpreise“ machen wĂŒrden und dass auch örtliche Schreiner diese Möbel herstellen könnten. Die Verwaltung informierte den Stadtrat, dass diese Möbel gewisse Zertifizierungen haben mĂŒssten, die örtliche, nicht-spezialisierte Betriebe hĂ€tten.

Auch CDU-Stadtrat GĂŒnter BlĂ€ĂŸ kritisierte, man solle bei der Sparlinie bleiben: „Wir lassen hier die Leute durchs Dunkle stolpern und hier geben wir mehr aus.“

BĂŒrgermeister Ziegler sagte: „Es ist ganz einfach, entweder entscheiden wir ĂŒber eine Neumöblierung oder alles bleibt, wie es ist.“

StadtrĂ€tin Ingrid Dreier (GLL) sagte: „Wir wir A sagen und renovieren, mĂŒssen wir auch B sagen und neu möblieren.“

Steffen Salinger (SPD) sagte: „Ich kann die Notwendigkeit des Möbelaustauschs nicht beurteilen – vielleicht sollten sich die Fraktionsvorsitzenden einen Eindruck vor Ort verschaffen.“ Petra Erl (SPD) wies daraufhin, dass der Hersteller ab September eine Preiserhöhung von 10 Prozent angekĂŒndigt hat, was Salinger zurĂŒckwies und meinte: „Wenn wir signalisieren, dass wir einen Kauf planen, aber noch in der Entscheidungsfindung sind, wird sich das sicher verhandeln lassen.“

BetreuungssĂ€tze steigen, Haushaltsentwurf und Info-BroschĂŒre vorgelegt

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Guten Tag

Ladenburg, 07. MĂ€rz 2011. Der Ladenburger BĂŒrgermeister Rainer Ziegler brachte gleich drei SchriftstĂŒcke mit in die Gemeinderatssitzung vom 02. MĂ€rz 2011: Den aktuellen Entwurf des Haushaltsplans, die BroschĂŒre „Spuren jĂŒdischen Lebens in Ladenburg“ sowie eine BĂŒrgerinformationsbroschĂŒre. Die BetreuungssĂ€tze fĂŒr Römernest und Haus des Kindes steigen auf Beschluss des Gemeinderats um fĂŒnf Prozent ab September 2011.

Von Sabine Prothmann

Die farbige BĂŒrgerinformationsbroschĂŒre wird in den nĂ€chsten Tagen flĂ€chendeckend in die Ladenburger BriefkĂ€sten verteilt werde. Die BroschĂŒre ist durch Ladenburger Unternehmen werbegetragen und so fĂŒr Stadt und BĂŒrger kostenfrei.

Die neue BĂŒrgerinformationsbroschĂŒre. Quelle: Stadt Ladenburg

Das zweite SchriftstĂŒck ist die BroschĂŒre zu den „Spuren jĂŒdischen Lebens in Ladenburg“, die ab sofort auch in Buchform vorliege und die es jetzt im Buchhandel zu laufen gibt.

Und als drittes brachte er den Haushaltsplan fĂŒr 2011 mit: „SpĂ€t, aber aktuell“, erklĂ€rte der BĂŒrgermeister. Der Etatentwurf soll am 30. MĂ€rz öffentlich beraten und am 20. April beschlossen werden.

Die Stadt muss jĂ€hrlich eine örtliche Bedarfsplanung fĂŒr Kinderbetreuung gemĂ€ĂŸ dem Kinderbetreuungsgesetz erstellen und fortschreiben, diese muss dann von dem Gemeinderat beschlossen werden.

Aufgrund der vorliegenden und mit der Stadt Ladenburg abgestimmten Anmeldungen kann der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz fĂŒr alle Kinder ĂŒber drei Jahren erfĂŒllt werden.

Der Bedarf an GanztagesplĂ€tzen fĂŒr Kinder ĂŒber drei Jahren sei rĂŒcklĂ€ufig, aber der Bedarf fĂŒr Kinder unter drei Jahren sei weiterhin steigend.

„Wir mĂŒssen hier alles tun, dass das vorhandene Angebot bestehen bleibt“, so Ziegler. Denn der Rechtsanspruch fĂŒr alle Kinder ab dem 1. Lebensjahr gelte ab dem 1. August 2013. Zur Zeit decke man rund 34 Prozent, den tatsĂ€chlichen Bedarf schĂ€tzte der BĂŒrgermeister auf 40 bis 45 Prozent.

„Die Kindertagespflege ist uns sehr wichtig“, betonte Rainer Ziegler. Zehn TagesmĂŒtter in Ladenburg betreuen derzeit bis zu 31 Kinder. Dies mĂŒsse weiter gefördert werden.

Auch Dr. Meinhard Georg (CDU) erklĂ€rte: „Wir freuen uns, dass es viele TagemĂŒtter gibt.“

160 Einheiten (das bedeutet 120 Stunden) benötigten die TagesmĂŒtter fĂŒr ihre Ausbildung, erklĂ€rte GemeinderĂ€tin Ilse Schummer.

Dies ist zeitintensiv und teuer. Und es entlaste den stĂ€dtischen Haushalt. Im Jahre 2008 wurde der Etat mit 1,2 Millionen und 2010 mit 1,5 Millionen fĂŒr Kinderbetreuung belastet, so Schummer.

BĂŒrgermeister Ziegler informierte den Gemeinderat, dass kĂŒnftig anstelle der kinder-eltern-heute e.V. der Verein Postillion e.V. als neue BetriebstrĂ€ger fĂŒr die Betreuung von Kleinkindern trete. Man stehe in Verhandlung.

Die Bedarfsplanung fĂŒr die Kinderbetreuung wurde einstimmig beschlossen.

Als nÀchster Punkt stand die Erhöhung der BeitrÀge in der kommunalen Kinderbetreuung auf der Tagesordnung

Ziegler bezeichnete eine Erhöhung um fĂŒnf Prozent als sehr moderat. „Wir mĂŒssen etwas tun“, so BĂŒrgermeister Ziegler. Die derzeitigen ElternbeitrĂ€ge lĂ€gen weit unter den Empfehlungen des StĂ€dte- und Gemeindetages

„Mit Magengrummeln stimmen wir zu“, sagte Ilse Schummer (SPD). Auch Gudrun Ruster (FDP) bedauerte die Notwendigkeit einer Erhöhung, verwies aber auf die hohen Kosten und die im Vergleich bislang niedrigen BeitrĂ€ge.

Schummer bedauerte, dass der Geschwisterbonus nur bei Unterbringung in der gleichen Einrichtung gelte.

Stadtrat Gerhard Kleinböck bat die Verwaltung festzustellen, wie viele Familien in Ladenburg davon wirklich betroffen seien und meinte, es könne sich nicht um viele Familien handeln. Der BĂŒrgermeister versprach, sich darum zu kĂŒmmern.

Bei einer Enthaltung wurde die Erhöhung beschlossen.

StadtrĂ€tin Petra Erl bat den BĂŒrgermeister Rainer Ziegler den Gemeinderat bezĂŒglich ihrer Anfrage zu dem Tadelladen vom DRK in Edingen-Neckarhausen aufzuklĂ€ren.

Der Tafelladen werde vom Deutschen Roten Kreuz zusammen mit Studentengruppen betreut. Und auch Ladenburger BĂŒrger könnten dort an zwei Tagen die Woche einkaufen.

Einige wenige tun es schon, doch noch mĂŒsse ein Fahrdienst organisiert werden, so Ziegler.

Es wĂ€re schön, wenn man einen ehrenamtlichen Fahrdienst finden wĂŒrde, die rechtliche Situation sei schon abgeklĂ€rt. Interessierte könnten sich ans Sekretariat im Rathaus wenden.

„Kleine Sensation“: Das Ladenburger Richtschwert als LeihstĂŒck im Lobdengaumuseum

Guten Tag!

Ladenburg, 28. November 2010. Eine neue Ausstellung im frĂŒheren Arbeitszimmer des EhrenbĂŒrgers Dr. Berndmark Heukemes wurde am Samstag eröffnet. Durch die Integration des Erkerzimmers ist nun ein Rundgang im zweiten Stock des Lobdengaumuseums möglich. In den nĂ€chsten vier Wochen kann dort das „Richtschwert“ des Scharfrichters Johan Nicolaus Ostertag als Leihgabe besichtigt werden.

Von Hardy Prothmann

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BĂŒrgermeister Ziegler zerschneidet BĂ€nder, um die Ausstellung zu eröffnen. An seiner Seite Marianne Schwarz, eine Zeitzeugin des letzten "Ausschellers" Karl-Wilhelm Sauer.

Rund 40 Personen waren zur Eröffnung der Ausstellung ins Lobdengaumuseum gekommen. BĂŒrgermeister Ziegler begrĂŒĂŸte insbesondere die Enkelsöhne des stĂ€dtischen Ausschellers Karl-Wilhem Sauer, der bis 1956 die Bekanntmachungen der Stadt ausrief und dazu eine Glocke geschwungen hat. Diese und eine noch Ă€ltere Glocke sind hier ausgestellt.

Ebenso ein Bild des „Ă€ltesten“ bekannten Stadtsiegels aus der Zeit um 1313 bis 1317, das also fast 700 Jahre alt ist. Ebenfalls zu sehen sind zwei Siegel, ein „großes“ Siegel mit bedachtem Tor und darunterliegendem Fallgitter, sowie den dazwischen gekreuzten „Wormser SchlĂŒsseln“.

Siegel, Glocken, Möbel, Bilder, Richtschwert.

Das kleinere Siegel stammt aus der Zeit, als Ladenburg „Oberamtsstadt“ geworden war (siehe Fotos). Im neuen Zimmer sind auch Detaildarstellungen der Ladenburger KĂŒnstler Sachse und Geyer zu sehen, sowie von Konrad Seel III, „der fast ein Genie war“, wie BĂŒrgermeister Ziegler den Mann lobte, der es nicht immer ganz einfach in der Stadt hatte.

Dem Museumskurator Horst Hain dankte er in „Abwesenheit“ fĂŒr seine Verdienste um die Ladenburger Geschichte: „Er ist im Vorruhestand und kann leider nicht anwesend sein.“ Die Geschicke des Museums ĂŒbernehmen neben Heimatbund und Stadt nun Museumsmitarbeiterin Erika Duske und Stadtarchivar Oliver GĂŒlck.

Die Ausstellung ist eine Erweiterung der „Detailansichten von Ladenburg“ mit Möbeln und anderen Exponanten, beispielsweise einem Ohrensessel der Stifterin Dr. Maria Triebskorn, die dem Ladenburger Heimatbund ein bedeutendes finanzielles Erbe hinterlassen hat.

Ein „besonderes“ StĂŒck ist das Richtschwert des Scharfrichters Johan Nicolaus Ostertag. Dieses wurde von einem Sammler ersteigert, der es dem Lobdengau-Museum zur Ausstellung fĂŒr gut vier Wochen ĂŒberlassen hat.

Heimatbund-Vorsitzender Dr. Meinhard Georg holte das Schwert zur Eröffnung aus der Vitrine und prĂ€sentierte das doppelschneidige Todeswerkzeug dem Publikum. Herr Georg erlĂ€uterte, dass er selbst versucht hatte, das Schwert zu ersteigern, es ihm aber einen Tag zuvor weggeschnappt wurde. Nun sei er mit vielen Anrufen beim derzeitigen Besitzer bemĂŒht, es in den „rechtmĂ€ĂŸigen“ Besitz zurĂŒckzuholen: „Da bin ich guter Dinge, dass es, bis ich 100 bin, so sein wird.“

Eingraviert ist der Name des Scharfrichters sowie ein Balken. Auf der anderen Seite steht der Spruch (siehe Foto-Gallerie):

„Wann ich Das Schwerdt thu auffheben So wĂŒnsche Ich dem SĂŒnder Das Ewige Leeben“.

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Richtschwert als Leihgabe und "kleine Sensation".

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ArchĂ€ologiepreis fĂŒr „ĂŒberdurchschnittliches Engagement“ fĂŒr Stadt und Heimatbund

Guten Tag!

Ladenburg, 14. Oktober 2010. Die Stadt Ladenburg und der Heimatbund Ladenburg e.V. sind von Wirtschaftsminister Ernst Pfister mit dem ArchĂ€ologiepreis 2010 ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wurde am 12. Oktober 2010 in Stuttgart ĂŒberreicht.

Information des Wirtschaftsministeriums:

„FĂŒr ihr jahrzehntelanges ĂŒberdurchschnittliches Engagement bei der UnterstĂŒtzung archĂ€ologischer Forschungen und deren PrĂ€sentation in der Öffentlichkeit verlieh Wirtschaftsminister Ernst Pfister heute in Stuttgart der Stadt Ladenburg und dem Heimatbund Ladenburg e.V. den ArchĂ€ologiepreis Baden-WĂŒrttemberg 2010 in Höhe von 5.000 Euro.

Der Förderpreis in Höhe von 2.500 Euro ging an Gertrud Boley, Armin KrĂŒger, Friedrich O. MĂŒller und Herbert Paul – vier engagierte BĂŒrger der Stadt Asperg, die sich ehrenamtlich große Verdienste um die Vermittlung landesarchĂ€ologischer Ergebnisse an die breite Öffentlichkeit erworben haben. Der ArchĂ€ologiepreis Baden-WĂŒrttemberg wird alle zwei Jahre von der WĂŒstenrot Stiftung Ludwigsburg vergeben.

Die Veranstaltung wurde von Dr. Claus Wolf, Leiter des Landesamtes fĂŒr Denkmalpflege im RegierungsprĂ€sidium Stuttgart, und Professor Dr. Wulf D. von Lucius von der WĂŒstenrot Stiftung eröffnet.

ĂŒrgermeister Rainer Ziegler bei seiner Dankesansprache, Wirtschaftsminister Ernst Pfister, den Vorsitzenden des Heimatbundes Dr. Meinhard Georg sowie den Leiter des Landesamts fĂŒr Denkmalpflege und gleichzeitigen Vorsitzenden des Preisgerichts Dr. Claus Wolf. Foto: Karl Fisch, Landesamt fĂŒr Denkmalpflege im RegierungsprĂ€sidium Stuttgart

Der Minister betonte, dass die Stadt Ladenburg eine Vielzahl archĂ€ologischer Zeugnisse aufweise – unter anderem die Reste aus römischer Zeit und eine der grĂ¶ĂŸten stadtartigen Siedlungen rechts des Rheins. Wichtige Grundlagen legte Dr. Berndmark Heukemes, EhrenbĂŒrger der Stadt und spiritus rector der frĂŒhen archĂ€ologischen Forschungen. Sein Einsatz fĂŒhrte zur GrĂŒndung des Lobdengau-Museums.

Der seit 1926 bestehende und heute rund 560 Mitglieder zĂ€hlende Heimatbund Ladenburg unterstĂŒtzte die Ausgrabungen von Heukemes und dokumentierte selbststĂ€ndig archĂ€ologische AufschlĂŒsse. Der Heimatbund betreibt das Lobdengau-Museum, das nur durch erhebliche Finanzmittel der Stadt realisiert und erweitert werden konnte. Die Mitglieder des Heimatbundes fĂŒhren die Aufsicht, betreuen ein archĂ€ologisches Depot, geben Schriften heraus und bieten Museums- sowie StadtfĂŒhrungen an. Im Jahr 1979 wurde die Ladenburg-Kommission ins Leben gerufen.

Der hochrangig besetzten Kommission gehören Vertreter der Stadt, der ArchĂ€ologischen Denkmalpflege und der universitĂ€ren Forschung an. „Die Kommission ist ein Musterbeispiel fĂŒr die Zusammenarbeit zwischen einer Stadt und institutionalisierter Denkmalpflege“, so Ernst Pfister. „Die Stadt Ladenburg und der Heimatbund Ladenburg e.V. haben ein jahrzehntelanges ĂŒberdurchschnittliches Engagement bei der UnterstĂŒtzung archĂ€ologischer Forschungen und deren PrĂ€sentation in der Öffentlichkeit geleistet – eine beispielhafte Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt, kommunalen und anderen staatlichen Stellen.“

Im Mittelpunkt der Arbeit der vier BĂŒrgerinnen und BĂŒrger der Stadt Asperg stand die Vorbereitung der sehr erfolgreichen Ausstellung „Die Kelten kommen zurĂŒck“, die 2008 in Asperg stattfand. Dabei prĂ€sentierten die PreistrĂ€ger ganz bedeutende Funde und Befunde der frĂŒhkeltischen Zeit in Asperg und stellten diese archĂ€ologische Thematik professionell und didaktisch vorbildlich dar. In diesem Jahr veröffentlichten die vier Autoren das Buch „Kelten am Hohenasperg“. „Sowohl die Ausstellung als auch das daraus entstandene Buch stellen ein exzellentes Beispiel fĂŒr engagierte und kompetente heimatgeschichtliche Arbeit engagierter BĂŒrger dar“, erklĂ€rte der Minister.

Er wies daraufhin, dass das Wirtschaftsministerium als Oberste Denkmalschutzbehörde seit Jahren rund 4,5 Millionen Euro fĂŒr Projekte der ArchĂ€ologie bereitstellt.

Ernst Pfister betonte, Baden-WĂŒrttemberg habe in den vergangenen Jahren bemerkenswerte ArchĂ€ologie-Ereignisse vorzuweisen. Er nannte hier unter anderem das Ă€lteste gefundene Musikinstrument der Welt – eine Flöte aus dem FlĂŒgelknochen eines GĂ€nsegeiers und die „Venus vom Hohlen Fels“ bei Schelklingen – eine mindestens 35.000 Jahre alte Frauengestalt.

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Eiszeitliche TierfigĂŒrchen aus den Höhlen des Lone-, Blau- und Achtals gehören zu den Ă€ltesten Kunstwerken der Menschheit. „Deshalb wollen wir die Aufnahme der eiszeitlichen Siedlungslandschaft mit den Höhlen am SĂŒdrand der SchwĂ€bischen Alb in die Liste der WelterbestĂ€tten der UNESCO vorbereiten“, so der Minister. Derzeit sei Baden-WĂŒrttemberg auch maßgeblich am multinationalen UNESCO-Antrag zur Aufnahme der jungsteinzeitlichen und bronzezeitlichen Pfahlbausiedlungen um die Alpen beteiligt. Mit der Entscheidung sei im Sommer 2011 zu rechnen.

Aktuelle Arbeitsthemen der LandesarchĂ€ologie sind derzeit beispielsweise die Schwerpunktgrabungen, die groß angelegte Bauprojekte aus denkmalpflegerischern Sicht begleiten, damit der Verlust oder die Zerstörung von archĂ€ologischen Denkmalen bei linearen Großprojekten in Grenzen gehalten wird. Derzeit finden etwa auf den Trassen der neuen ICE-Strecke Stuttgart-Ulm und der Ethylen Pipeline SĂŒd entsprechende Grabungen statt.

Anerkennung erhĂ€lt die archĂ€ologische Forschung in Baden-WĂŒrttemberg durch eine vielfĂ€ltige und beachtliche Drittmittelförderung zahlreicher landesarchĂ€ologischer Projekte etwa durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft. In diesen Projekten werden neueste Methoden angewendet wie beispielsweise eine 3D-Computertomographie beim Projekt zur Aufarbeitung der frĂŒhmittelalterlichen Grabfunde von Lauchheim. „Die 3D-Aufnahmen erlauben ganz neue Einsichten in die materielle Welt der Alamannen und Franken, da nun auch Textilien und kleinste Details der Grabbeigaben erkannt und zerstörungsfrei untersucht werden können“, so Ernst Pfister. Die technische AusrĂŒstung wurde aus Innovationsfördermitteln und aus Denkmalfördermitteln vom Wirtschaftsministerium finanziert.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Was vom Strande ĂŒbrig bleibt…

Guten Tag

Ladenburg, 01. Oktober 2010. Der Ladenburger „Sandstrand“ wurde Ende Mai noch als „Kleinod“ prĂ€sentiert. Fein die Körnung, schön das Ambiente, ökologisch die Anlage. Vier Monate spĂ€ter hat sich das Idyll in einen Kieselstein-durchsetzten Abschnitt verwandelt, der angeblich „nicht mehr besonders hĂŒbsch anzusehen“ ist.

Von Hardy Prothmann

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"Unschön"? - Das ist eine keine Geschmacks-, sondern eine VerstÀndnisfrage.

Was ist passiert? Der schöne Sandstrand, so eine Art Kleinst-Copa Cabana am Neckar, ist nicht mehr „schön“ anzusehen.

Das hĂ€ngt natĂŒrlich davon ab, was man als „schön“ ansieht.

Am 28. Mai 2010 prĂ€sentierte sich hier noch ein „perfekter“ Sandstrand – BĂŒrgermeister Ziegler hatte zur Einweihung eingeladen. Gekommen waren Jörg Huber, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Heidelberg. 200 Tonnen Kies habe man umgebaggert. Martin MĂŒller, GeschĂ€ftsfĂŒhrer vom Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim, lobte als „Impulsgeber“ und Koordinator den Sandstreifen.

Der Stuttgarter GrĂŒnprojekt-Planer Christof Luz sagte damals fast melancholisch und doch bedeutend: „Wir haben unser Projekt erledigt.“

Das „Projekt“ Sandstrand wĂ€re fast zuvor wegen fehlender Mittel „erledigt“ gewesen. Nur private und Firmenspenden machten die Realisierung möglich. Die Stadt zahlte nur 2.000 Euro „drauf“.

Nun scheint der Neckar das Projekt zu „erledigen“.

Jetzt steht die Frage im Raum, wer fĂŒr den „Unerhalt“ aufkommt. Denn der „unschöne“ Anblick, den der CDU-Gemeinderat Dr. Meinhard Georg per Fotobeweis im Gemeinderat dem BĂŒrgermeister Ziegler belegte, ist deshalb unschön, weil er mal anders war. Zumindest anders „geplant“. Zumindest anders schön definiert.

Der Plan war anscheinend, an einem Fluss, eine Copa Cabana zu errichten. Unbeeindruckt davon, dass es sich um Hochwassergebiet handelt. Seit die Copa Cabana eingeweiht wurde, gab es noch kein echtes Hochwasser, wohl aber „Wellenschlag“. Die Kiesel stammen vermutlich aus der Flachwasserzone, heißt es.

Ja woher den sonst? Vom Mars?

Der Neckar ist ein Fluss und sowas sind nun mal im Fluss. Fließend, mit unterschiedlichen Wasserhöhen. Da wirken KrĂ€fte, da wird Material transportiert. Den Fluss interessiert keine „Flachwasserzone“ oder ein „feinkörniger“ Sandstrand, der den „Ă€sthetischen“ Idealen eines Zahnarztes oder dessen Patienten entsprechen: Alles weiß in Reih und Glied – scheinbar makellos.

Der Neckar ist Natur. Pur. UnabhÀngig von jedem Konzert auf der Festwiese.

Die Erkenntnis ist einfach. Man ĂŒberlĂ€sst dem Fluss den Sandstrand und der macht eine Kieselablage daraus. Oder man rĂ€umt ein ums andere Mal die Kiesel weg und schĂŒttet Sand nach. Damit es „schön“ aussieht. Makellos. Wie im Prospekt. Copa Cabana eben. Davon trĂ€umen nicht nur ZahnĂ€rzte.

Ich finde, es sieht schön aus, an diesem Strand. NatĂŒrlich uneben.

Ärgerlich ist es sicherlich fĂŒr alle die, die privat oder geschĂ€fltich gespendet haben, um einen „reinen“ Strand zu erhalten.

Die hat Herr Dr. Georg aber nach unserer Kenntnis bislang nicht gefragt.

In der Gemeinderatssitzung hat er ausdrĂŒcklich einen seiner „Patienten“ genannt, der mit der Unordnung offensichtlich sehr unzufrieden ist, was Herr Dr. Georg als Dienstleister im Gemeinderat sofort weitergetragen hat.

Ohne weitergehende Informationen, ob der Patient ein Spender oder nur ein Nutznießer mit „eigenen“ Vorstellungen ist.

Wie auch immer. Der „Patient“ hat immer recht. Und Herr Dr. Georg hat sich souverĂ€n zum Boten gemacht.

Auch das ein „Naturprinzip“, in dem alles fließt.

Klar geht es um Geld – haben die „Investoren“ vergebens bezahlt?

Das ist eine interessante Frage.

Die sollte man aber den „Investoren“ stellen.

Natur pur. Der Strand, wie der Neckar ihn gestaltet.
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Saubere Arbeit. Der reine Strand.
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