Montag, 23. Oktober 2017

Große Party beim Heddesheimer Straßenfest – frische Modenschau bewegt Ladenburg


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Sonnenschein, Marktplatz, Modenschau - Ladenburg bewegt am Sonntag.

Guten Tag!

Heddesheim/Ladenburg, 27. Juni 2011. (red) In Heddesheim wurde am Samstag bis in die Nacht Party gefeiert – in Ladenburg war nur wenig los. Am Sonntag war es umgekehrt – die Ladenburger Altstadt war voller Besucher, das Straßenfest eher mau besucht. Unsere Fotostrecken zeigen Impressionen.

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Gute Laune, frische Mode.

Das schöne Sonntagswetter hat Ladenburg bewegt gerettet, zumindest, was sie Zahl der GĂ€ste angeht. Zu den Modenschauen waren auf dem Markplatz fast alle SitzplĂ€tze besetzt. Das Modeteam zeigte flotte Sommerkleidung und Assecoires – gut moderiert machte die vom Ladenburger Kaffeehaus und von Vanité organisierte Show den GĂ€sten viel Freude.

Der Samstag kann aus Sicht des BdS nur nicht als zufriedenstellend bezeichnet werden. Ein paar hundert GĂ€ste waren unterwegs – wie es in den GeschĂ€ften aussah, ob die teilnehmen Firmen zufrieden waren, werden wir nachberichten.

Ganz sicher war es mehr als unglĂŒcklich, dass in Heddesheim und Seckenheim Straßenfeste angeboten wurden und auch in Schriesheim und Viernheim Veranstaltungen lockten – ebenso in Ludwishafen mit dem Stadtfest. Und das auch noch am letzten Pfingstferien-Wochenende.

Ladenburg tafelt am Samstag ein Reinfall

Das von den Gastronomen angebotene „Ladenburg tafelt“ war am Samstag ein absoluter Reinfall. Überall leere BĂ€nke und Tische. Nur hier und da fanden sich ein paar GrĂŒppchen zusammen.

Das „Casting der Miss Ladenburg“ war eine Zumutung. Die teils schlĂŒpfrige Moderation des Mannheimer Agenturinhabers Dieter Augstein ist schlicht und ergreifend unprofessionell und wenig geeignet, die ĂŒberhaupt nicht vorbereitet wirkenden jungen Damen zu begleiten.

Die Idee einer „Miss Ladenburg“ ist gut, das von Kaffeehaus Ladenburg und Vanité gestaltete Ambiente sehr schön – aber die Umsetzung unter aller WĂŒrde. Leider scheint das Konzept nur aus einer Fleischbeschau zu bestehen, der Veranstalter Fody’s sollte sich ĂŒberlegen, ob das nicht deutlich besser geht.

Gute Laune in Heddesheim

In Heddesheim war das Straßenfest gut besucht, aber auch nicht sehr gut und deutlich weniger als im vergangenen Jahr. Das kulinarische Angebot war ĂŒberschaubar, BratwĂŒrste, Pizza und natĂŒrlich der obligatorische KĂ€seteller am Stand der französischen Delegation aus Nogent-Le-Roi.

Trotz heftigem Alkoholzuspruch vieler GÀste berichtet die Polizei einen ruhigen Verlauf. SachbeschÀdigungen oder Körperverletzungen sind nicht bekannt. Zwei Platzverweise wurden ausgesprochen und eine Anzeige wegen Beleidigung eines Polizeibeamten. Eine Geldbörse wurde als gestohlen gemeldet. Der Kehraus dauerte aber bis in die Nacht.

Voll, wenn auch nicht ganz so gut besucht wie vergangenes Jahr - das Heddesheimer Straßenfest.

An der Oberdorfstraße/Vortstadtstraße unterhielt vor allem die Fortuna das jĂŒngere Publikum mit Partymusik und „StimmungsgetrĂ€nken“, auf der anderen Seite Vorstadtstraße/Nuitsstraße am Abend die Band „Die dicken Kinder“ fĂŒr ein gemischtes, im Vergleich aber Ă€lteres Publikum. Dazwischen ging der Strom die Straße rauf und runter.

Schöner Sonntag rettet Ladenburg bewegt

Am Sonntag war die Party in Heddesheim vorbei und der Zuspruch eher mĂ€ĂŸig. Ganz anders in Ladenburg, wo die GĂ€ste das schöne Wetter in der fĂŒr den Verkehr gesperrten Altstadt genossen.

Ganz sicher haben sich die Veranstalter keinen Gefallen getan, die Angebote gegeneinander zu-  programmieren und das auch nocht in der Ferienzeit.

Starker Sonntag in Ladenburg

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Schwacher Samstag in Ladenburg

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Die Bilder vom Straßenfest in Heddesheim finden Sie hier.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Gabis Kolumne

Der Tag der Liebe war gestern. Und heute?

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Guten Tag!

Ladenburg, 15. Februar 2010. Gestern war der Tag der Liebe – heute ist ein neuer Tag. Ohne Liebe? Das wĂ€re aber sehr schade, meint zumindest Gabi. Und ĂŒberhaupt: Was ist das eigentlich? Nur ein Marketing-Schachzug der Floristen oder hat „Valentin“ tatsĂ€chlich eine Tradition? Gabi hat recherchiert und ihre Gedanken zum Ergebnis aufgeschrieben. Wie immer montags – den soviel ist sicher: Montag kommt Gabis Kolumne.

Haben Sie gestern etwas zum Valentinstag bekommen? Vielleicht einen Strauß Rosen oder ein Schokoladenherz oder gar einen Gutschein fĂŒr Schuhe, denn die halten ja bekanntlich lĂ€nger als Blumen, wie ich vor ein paar Tagen gerade in der Werbung gehört habe. Dann freue ich mich fĂŒr Sie, ehrlich.

Ich habe nichts bekommen – und das ist auch gut so, denn mich verbindet nichts mit dem „Tag der Liebe“, den in meiner Jugend noch niemand zelebrierte. Ich freue mich auch an anderen Tagen ĂŒber die Aufmerksamkeiten meines Liebsten.

Marketing oder Tradition?

„Ist das nach dem „Muttertag“ wieder eine gutgemachte PR-Kampagne der BlumengeschĂ€fte oder steckt mehr dahinter?“, fragte ich mich und fing an zu googlen.

Als erstes fand ich heraus, dass dieser Tage der Film „Valentinstag“ angelaufen ist. Shortcuts rund um den „Tag der Liebe“ mit vielen Hollywoodstars. Hier dreht sich alles darum, ob und wie man diesen Tag begeht, ob man ein Geschenk oder einen Heiratsantrag bekommt oder vergessen wird.

Auch in einer bekannten deutschen Daily Soap stand der Valentinstag in dieser Woche im Mittelpunkt. Ganz klar, bei den jungen Leuten ist dieser Tag angekommen.

„Aha!“, denke ich: Fleurop macht an diesem Tag zehn Prozent des Jahresumsatzes.

In Mannheimer Schulen konnte man in dieser Woche auch Rosen verschicken, die nach den Ferien auch ĂŒber die Grenzen der eigenen Schule verteilt werden – schlecht, wenn man keine bekommt. Es geht um Liebe und Anerkennung – das kann bei Jugendlichen leicht zur Hysterie fĂŒhren.

Liebe ist gut fĂŒrs GeschĂ€ft.

Ob Blumen, Schmuck oder Pralinen der „Valentinstag“ kurbelt eindeutig das GeschĂ€ftsleben an – und das können wir ja gebrauchen, denke ich, vor allem in Krisenzeiten.

Aber ist der Valentinstag jetzt wirklich nur eine gute GeschÀftsidee?

Ich googelte weiter und fand Bischof Valentin auf den dieser Tag namentlich zurĂŒckgehen soll.

Valentin war im dritten Jahrhundert nach Christus der Bischof der italienischen Stadt Terni. Er hatte laut dieser Legende einige Verliebte christlich getraut, darunter Soldaten, die nach damaligem kaiserlichen Befehl unverheiratet bleiben mussten. Zudem hat er der Legende nach den frisch verheirateten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt.

Der arme Valentin wurde geköpft.

Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, haben der Überlieferung nach unter einem guten Stern gestanden. Auf Befehl des Kaisers Claudius II. wurde er am 14. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens enthauptet.

Aber ich finde noch mehr: Eine andere Legende bringt das Datum in Zusammenhang mit dem römischen Fest Lupercalia, die Nacht vom 14. auf 15. Februar. Es ist das Fest der großen Göttin er Göttin des „Liebesfiebers“.: Römische junge MĂ€nner zogen die Namen von römischen jungen Frauen aus einer Urne, um mit diesen eine Partnerschaft zu bilden.

In Japan beschenken am 14. Februar Frauen ihre EhemĂ€nner, mĂ€nnliche Kollegen, Chefs usw. mit Schokolade. DafĂŒr dĂŒrfen sie dann einen Monat spĂ€ter am „White Day weiße Schokolade als Gegengeschenk erwarten.

YstĂ€vĂ€npĂ€ivĂ€ – so heißt Valentin auf finnisch.

Nicht ganz so romantisch ist der Valentinstag in Finnland („YstĂ€vĂ€npĂ€ivĂ€“). Dort ist er ein Freundschaftstag, an dem gute Freunde sich gegenseitig mit Valentinskarten und Valentinsgeschenken bedenken.

Die PopularitĂ€t des Datums im angelsĂ€chsischen Bereich beruht auf einem Gedicht des englischen Schriftstellers Geoffrey Chaucer, „Parlament der Vögel“, das 1383 vermutlich aus Anlass einer Valentinsfeier am Hof Königs Richard II. fertig gestellt und erstmals öffentlich vorgetragen wurde. In dem Gedicht von Chaucer wird dargestellt, wie sich die Vögel zu eben diesem Feiertag um die Göttin Natur versammeln, damit ein jeder einen Partner finde.

Seit dem 15. Jahrhundert werden in England Valentinspaare gebildet, die sich kleine Geschenke oder Gedichte schicken. Die Verbindung mit Blumengeschenken könnte auf die Gattin des Dichters Samuel Pepys zurĂŒckgehen, die 1667 mit einem Blumenstrauß auf Pepys‘ Liebesbrief reagierte. Von da an wurde die Verbindung von Brief und Blumen in der noblen britischen Gesellschaft nachgeahmt.

Valentin gibt es bei uns in Deutschland seit 1950.

Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit in die „Neue Welt“, die USA – und die US-Soldaten brachten nach dem Zweiten Weltkrieg diesen Brauch mit nach Deutschland. So veranstaltete man 1950 in NĂŒrnberg den ersten „Valentinsball“; der Valentinstag wurde offiziell eingefĂŒhrt.

Was ich gefunden habe, hat mich erstaunt: Dann ist dieser „Tag der Verliebten“ doch mehr als eine PR-Kampagne der BlumenlĂ€den, Juweliere und Geschenkeproduzenten.

Wie schon gesagt: Ich habe noch nie etwas zum Valentinstag bekommen und das stört mich auch gar nicht. Aber ich freue mich fĂŒr all-€ℱ die Jungverliebten, die sich gestern beschenkt haben.

Und „Ich denk-€ℱ an Dich“ zu sagen, ob mit Gedichten, Blumen oder kleinen Geschenken ist an jedem Tag im Jahr schön, ĂŒberall auf der Welt – auch am Valentinstag.

P.S. Hier noch eine „herzige“ Geschichte auf dem KopfschĂŒttel-Blog