Montag, 20. November 2017

Kontroverse Debatte um die Zukunft der Straßenbeleuchtung

Erhöhte Sicherheit oder Geldverschwendung?

Ladenburg, 27. November 2014. (red/ms) Ab 01:00 Uhr wird unter der Woche in Ladenburg das Licht ausgemacht. Dadurch spart die Stadt pro Jahr knapp 20.000 Euro. Doch das geht auf Kosten der BĂŒrger, sagen zumindest die Freien WĂ€hler: „AngstrĂ€ume entstehen und das muss vermieden werden“. Mit UnterstĂŒtzern aus der SPD reichte die Fraktion einen Antrag ein, die Beleuchtung wieder durchgĂ€ngig einzuschalten – das verursachte eine kontroverse Diskussion. [Weiterlesen…]

Ladenburg und Ilvesheim kooperieren bei der Instandhaltung ihrer Straßenbeleuchtungen

Gemeinsam die Lichter pflegen

Bürgermeister Rainer Ziegler (links) und Ilvesheims Bürgermeister Andreas Metz (Mitte) besiegeln die kommunale Kooperation. Mit dabei: Pascal Tholé vom Ilvesheimer Bauamt.

 

Ladenburg, 12. Juli 2012. (red/la) In Zukunft halten Ladenburg und Ilvesheim ihre Straßenbeleuchtung selbst instand. Nachdem sich bisher der Energieversorger EnBW darum gekümmert hat, soll die kommunale Kooperation dies nicht nur günstiger erledigen, sondern auch den Service verbessern.

Wenn im Haushalt eine Glühbirne durchbrennt, tauscht man sie aus und die Sache ist erledigt. Was in den eigenen vier Wänden einfach ist, war bei den Straßenlaternen in Ladenburg und Ilvesheim bislang schwieriger. Bis zum 31. März war hier der Energieversorger EnBW für die Instandhaltung der 1.500 Straßenleuchten Ladenburgs und die 940 in Ilvesheim zuständig. Das hatte zwei Nachteile: Die Dienstleistung war teuer und einzelne Reparaturen dauerten mitunter sehr lang. „Wegen einer kaputten Lampe haben wir nicht bei EnBW angerufen, sondern die Aufträge gebündelt“, sagt Ilvesheims Bürgermeister Andreas Metz. Hinzu kam, dass EnBW mit den Reparaturen vor Ort wiederum von einem Subunternehmer erledigen ließ. Damit zog sich die Zeit zwischen Ausfall und Reparatur oft zusätzlich in die Länge. Die Bürger wiederum machten  aber ihre Kommune dafür verantwortlich.

Nachdem der EnBW-Vertrag am 01. April auslief, haben sich beide Städte darauf geeinigt die Straßenbeleuchtung in Eigenregie zu pflegen. Die Bürgermeister Rainer Ziegler und Ilvesheims Andreas Metz unterzeichneten am Dienstag eine entsprechende Kooperationsvereinbarung im Ladenburger Bauhof. Was bei EnBW mitunter Wochen dauert, könne nun in maximal vierzehn Tagen abgehakt sein, glaubt Pascal Tholé vom Bauamt Ilvesheim.

Die Kollegen aus beiden Kommunen benutzen den Ladenburger Hubsteiger gemeinsam, um die rund 2.440 Leuchtpunkte instandzuhalten. „Dazu kommen noch Flutlichter oder die Weihnachtsdekoration“, wirft Metz ein. Ilvesheim bezahlt die Ladenburger für ihren Einsatz. 39 Euro kostet die Mannstunde, 32,50 Euro eine Hubsteigerstunde. „Für uns ist das viel günstiger, als wenn wir einen privaten Dienstleister beauftragen würden“, sagt Metz. Auch Ladenburg hofft mit der Kooperation 10.000 Euro pro Jahr einzusparen. Der vor vier Jahren gekaufte Ladenburger Hubsteiger fährt derzeit rund 100 Einsätze pro Jahr. Die Kooperation mit Ilvesheim erhöht die Auslastung des Gerätes und macht ihn noch wirtschaftlicher.

Kommunale Kooperationen haben Zukunft, glauben die beiden Bürgermeister. Ziegler sagte:

Die Kommunen müssen ihre Kräfte weiter bündeln, da Gelder, Personal und Ressourcen werden auch in Zukunft knapp bleiben.

Ilvesheim und Ladenburg kooperieren bisher bei der Werkrealschule (Ladenburg), Volkshochschule (Ilvesheim) und der Abwasserbeseitigung. „Jetzt können wir noch mehr auf dem kleinen Dienstweg regeln“, sagt Ziegler.