Mittwoch, 22. November 2017

Lahme Ente Tariftreue?

Wo kein Verdacht ist, wird nicht ├╝berpr├╝ft

Rhein-Neckar, 23. Oktober┬á2014. (red/ld/aw) Seit April 2013┬ád├╝rfen die Kommunen in Baden-W├╝rttemberg nur noch Unternehmen beauftragen, die ihren Mitarbeitern einen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde bezahlen. Dazu verpflichten sich die Unternehmen, wenn sie sich um einen Auftrag bewerben. Zudem willigen sie in Kontrollen ein. Beanstandungen habe es noch keine gegeben, sagen die angefragten Kommunen in unserem Berichtsgebiet – und deshalb hat es auch noch keine Kontrollen gegeben. Da stellt sich die Frage: Wie effektiv ist dieses gepriesene Tariftreuegesetz? [Weiterlesen…]

Vierk├Âpfige Familie in Ladenburg zahlt 17,22 Euro - in Schriesheim 39,65 Euro im Monat

Teils drastische Preisunterschiede beim Wasser in der Region

Rhein-Neckar, 18. Oktober 2014. (red/ld) Wer in Ladenburg lebt, kann sich am Ende des Jahres ├╝ber die Rechnung f├╝r den Wasserverbrauch freuen. Denn dort┬áist Trinkwasser am billigsten. Wer in Schriesheim wohnt, bezahlt dagegen mehr als doppelt so viel, wenn er die gleiche Menge Wasser verbraucht hat. Dabei beziehen beide St├Ądte ihr Trinkwasser gr├Â├čtenteils aus demselben Brunnen. Eigentlich sollte man erwarten, dass die Preise dann in beiden Kommunen doch etwa gleich sind – doch weit gefehlt. [Weiterlesen…]

Von wegen z├╝gig - das Prestigeprojekt lahmt und das auch noch richtig teuer

S-Bahn hat mindestens drei Jahre Versp├Ątung

Rhein-Neckar, 25. September 2014. (red/ld) Die Planfeststellungsverfahren f├╝r die neuen S-Bahnh├Âfe in Laudenbach, Heddesheim/Hirschberg, Ladenburg und Schwetzingen sind derzeit in der Offenlage. In Weinheim fiel der Beschluss im Juli vergangenen Jahres. Bis Ende 2017 will die Deutsche Bahn die Strecke in Betrieb nehmen. Doch weder ist sicher, ob der Zeitplan eingehalten werden kann, noch ob die Kosten sich nicht nochmals steigern. [Weiterlesen…]

Interessante Details zu den Europawahlen - teils deutliche Unterschiede

Europawahl: Unsere Gemeinden im Vergleich

Heidelberg/Mannheim/Rhein-Neckar, 26. M├Ąrz 2014. (red/pro) Aktualisiert. Bei der Europawahl lassen sich klare Aussagen treffen: SPD und AfD sind die Gewinner. Die FDP hat teils dramatische Verluste erlitten. Schaut man sich die Ergebnisse in den Gemeinden des Landtagswahlkreises Weinheim und im Rhein-Neckar-Kreis genauer an, gibt es interessante Details – beispielsweise ist die Wahlbeteiligung dieser Gemeinden besser als im Kreis insgesamt und die SPD gewinnt sogar ├╝ber den kreisweiten Vergleich. Wir haben f├╝r Sie die Zahlen mit teils ├╝berraschenden Zusammenh├Ąngen zusammengestellt. [Weiterlesen…]

10 Jahre DRK Service f├╝r Menschen zu Hause

ÔÇ×Wir werden ├Ąlter, bunter und wenigerÔÇť

Rhein-Neckar, 08. April 2014. (red/pm) ÔÇ×Wir werden ├Ąlter, bunter und wenigerÔÇť Mit diesen drei Adjektiven umschreibt die Weinheimerin Christiane Springer, Gesch├Ąftsf├╝hrerin des DRK KV Mannheim e.V. den demografischen Wandel. Auch wenn sich Zeitablauf und Ausma├č des Wandels in den einzelnen Kommunen unterschiedlich darstellen, m├╝ssen sich doch alle mit den Bedingungen einer alternden Gesellschaft intensiv auseinandersetzen. [Weiterlesen…]

Kommunale Kinderbetreuung im Vergleich

Enorme Unterschiede bei Kosten und Angeboten zur Kinderbetreuung

Rhein-Neckar/Ladenburg, 04. April 2014. (red/ae/ms) Seit dem 01. August 2013 haben Kinder ab Vollendung des ersten bis zum Ende des dritten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Tageseinrichtung oder einer Kindertagespflege. Reichen die Pl├Ątze in den Gemeinden des Landtagswahlkreis Weinheim? Wie viele Kinderg├Ąrten und Kindertagesst├Ątten gibt es in den Gemeinden? Was kostet welches Angebot? Wir haben f├╝r Sie recherchiert und liefern den ├ťberblick zu den Angeboten. [Weiterlesen…]

Deutsche Meisterschaften im Ringen

ASV Ringer k├Ąmpfen in Berlin

Berlin/Ladenburg, 26. M├Ąrz 2014. (red/pm) Die ASV Ringer Luciano Testas und Oskar Sobczak fahren zu den Deutschen Meisterschaften. [Weiterlesen…]

Das LTE-Netz hat noch L├Âcher

Rhein-Neckar, 21. M├Ąrz 2014. (red/ld) Das lange Warten auf die neuesten Nachrichten oder Informationen hat dank LTE-Technik (Long Time Evolution) ein Ende. ├ťber diesen Verbindungsstandard sind Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit/Sekunde m├Âglich. In unserem Berichtsgebiet ist die Technik schon weit verbreitet. Aber es gibt noch L├Âcher. [Weiterlesen…]

Deutlicher Anstieg der Kirchenaustritte in den meisten Gemeinden

„Tebartz-Effekt“ auch in der Metropolregion

kirche

 

Rhein-Neckar, 08. November 2013. (red/ms) Nach aktuellen Recherchen der Deutschen Presse Agentur ist die Anzahl der Kirchenaustritte vergangenen Oktober sprunghaft angestiegen. Hauptursache sei laut der ARD die Aff├Ąre um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Ist dieser bundesweite Trend auch in unserem Berichterstattungsgebiet festzustellen? Eine deutliche Tendenz nach oben ist zu beobachten. Allerdings nicht ├╝berall: W├Ąhrend sich etwa die Anzahl der Austritte in Laudenbach im Monatsvergleich mehr als versechsfacht hat, ist beispielsweise in Heddesheim kein Anstieg festzustellen. [Weiterlesen…]

Titelfavorit stellt schwach

Ladenburger Ringer Herbstmeister

ASV Ringen German Masters 2013-5919


Laudenbach/Ladenburg, 31. Oktober 2013. (red/pm) Mit einem knappen 19 – 21 Ausw├Ąrtssieg in Laudenbach konnten die Ladenburger Ringer ├╝berraschend die Herbstmeisterschaft erringen. Schon beim abwiegen der Mannschaften wurde den Ringern des ASV klar das der Favorit nicht unbedingt auf Sieg aus war, in dem er die 74 kg gr. r├Âm. Klasse mit einem Jugendlichen besetzte und den etatm├Ą├čigen Siegringer Christoph Ries „drau├čen lie├č“. [Weiterlesen…]

Bundestagswahl am 22. September

Dallinger: ÔÇ×Politische Verantwortung ernst nehmenÔÇť

Landrat_Stefan_Dallinger

Landrat Dallinger. Foto: LRA RNK

Rhein-Neckar, 06. September 2013. (red/pm) Am 22. September sind die B├╝rgerinnen und B├╝rger des Rhein-Neckar-Kreises zur Wahl ihrer Abgeordneten zum Deutschen Bundestag aufgerufen. Dabei sind die St├Ądte und Gemeinden des ├╝ber 525.000 Einwohner starken Rhein-Neckar-Kreises wie bei den vorangegangenen Bundestagswahlen drei verschiedenen Wahlkreisen zugeordnet. Die Zuschnitte haben sich gegen├╝ber der Wahl 2009 nicht ge├Ąndert. [Weiterlesen…]

Ladenburger nehmen Revanche und den 2. Tabellenplatz

ASV Ringer setzen den Joker ein

 

Ladenburg, 19. Dezember 2012. (red/pm) Zum letzten Heimkampf trafen die Ringer des ASV Ladenburg auf den Tabellenzweiten der Oberliga RSC Laudenbach. Bereits auf der Waage konnte man die ├╝berraschten Gesichter der RSC Ringer beobachten als im ASV Team Stanislaw Surdyka auftauchte um seinen 1. Saisonkampf zu bestreiten.

Information des ASV Ladenburg:

„In der Klasse bis 55 kg siegte Ahmed Taha Demirci gegen Florian Scheuer in drei Kampfrunden nach Punkten. Prompt glichen die Laudenbacher mit einem Sieg durch technische ├ťberlegenheit gegen Wolfgang Wiederhold aus. Kerim fand gegen Loosmann nicht in den Kampf und mu├čte dem Laudenbacher einen 1 – 3 Sieg in der 60 kg Klasse ├╝berlassen. Patrick Sauer kam kapflos zum Sieg, da Laudenbach seinen Ringer bereits auf der Waage streichen lie├č. Gehemmt durch eine Zerrung im Nacken rang Vasile Dobrea nur auf Sicherheit, konnte aber den RSC Ringer Schmitt sicher mit T├ť besiegen.

Christian Kopp ging mit zwei Kampfrunden gegen Adam Piela in F├╝hrung ,konnte aber dannach einen 2 – 3 Sieg des Laudenbachers nicht verhindern. Stanislaw Surdyka sorgte gegen Marcel Merz gleich wer der Herr auf der Matte ist und besiegte den RSC Ringer mit 19 – 0 Pukten. Der in die 84 kg Klasse aufger├╝ckte Patrick Karr konnte die Gr├Â├čenunterschiede gegen Christian G├Âtz nicht ausgleichen und G├Âtz kam zu einem schmeichelhaften 1 – 3 Sieg. Der RSC Ringer Gabriel Benchea konterte Dominik Schmitt dannach aus und kam zu einem Schultersieg.

Nun mu├čte im Abschlusskampf die Entscheidung fallen. Der 16 j├Ąhrige Djambulast Gadziev mu├čte gegen den erfahrenen Floritin Isa antreten. Der j├╝ngste im ASV Team zeigte das hier ein Juwel schlummert, bereits die 1. Kampfrunde gewann er mit 7 – 0. In der zweiten Kampfrunde setzte Isa auf Angriff mu├čte aber bald erkennen das der junge Ladenburger der bessere Mann ist. Schultersieg f├╝r Ladenburg. Endstand 23 – 17 f├╝r den ASV Ladenburg und damit der 2. Tabellenplatz, der im letzten Kampf gegen Kirrlach gefestigt werden soll.

ASV Reserve unterliegt im Kampf um die Meisterschaft der Landesliga

F├╝r die 2. Mannschaft reichte es nicht gegen die Reserve des RSC Laudenbach Revanche zu nehmen. Die v├Âllig unn├Âtige 46 kg Klasse konnten wieder einmal beide Teams nicht belegen. Im Schwergewicht kam Viktor H├Ârner zu einem 3 Runden Sieg gegen Imanuel B├Âhler. Kevin Gerlinski unterlag dannach gegen Loosmann nach Punkten. Max Purschke schulterte danach Nils Helling in der 96 kg Klasse. Oskar Sobczak schulteret dannach Schmitt in der 3. Runde. Verletzungsbedingt konnten die Ladenburger die 84 kg Klasse nicht besetzten. Manuel Maier war gegen Cedric Kriz machtlos und unterlag in der zweiten Runde. Herbert Maier holte gegen den passiv eingestellten Schmitt einen Rundensieg, unterlag aber mit 1 – 3. Timur Fuller mu├čte sich der Erfahrung von Frank Losmann beugen und unterlag auf Schulter. Janusz Sobczak unterlag dannach mit 2 – 3 gegen den Laudenbacher Schmitt. Sieg und Meisterschaft f├╝r die Ringer des RSC Laudenbach – Gl├╝ckwunsch aus Ladenburg.“

Landtagsabgeordnete begegnen Vorw├╝rfen und Ger├╝chten

„Realschulen sind die geborenen Gemeinschaftsschulen“

Lokalpolitiker, Eltern und Lehrer besch├Ąftigt die Ver├Ąnderung der Schullandschaft – nicht nur wie hier beim Infoabend in Hemsbach.

 

Hemsbach/Rhein-Neckar, 03. Dezember 2012. (red/ld) Die Landtagsabgeordneten┬áUli Sckerl (B├╝ndnis ’90/Die Gr├╝nen) und Gerhard Kleinb├Âck (SPD) wollen mit „Ger├╝chten und Spekulationen ├╝ber den Schulentwicklungsprozess aufr├Ąumen“. Der CDU-Abgeordnete Georg Wacker hatte im Vorfeld behauptet, Ministerpr├Ąsident Winfried Kretschmann habe eine „Zerschlagung der Realschulen“ vor. Bei einem Informationsgespr├Ąch im Alten Rathaus stellten sich Sckerl und Kleinb├Âck den Fragen von Gemeinder├Ąten, Lehrern und Eltern, auch aus den umliegenden Gemeinden. Dabei betonten sie, dass die Unterrichtsform der┬á Gemeinschaftsschule in vielen Realschulen bereits Praxis sei.

Von Lydia Dartsch

Die Entwicklung zu einer Gemeinschaftsschule sei freiwillig und z├Âge keine Benachteiligung f├╝r Realschulen nach sich, betonten Sckerl und Kleinb├Âck. Auch fordere der Handwerkstag seit langem l├Ąngeres gemeinsames Lernen. Sie hatten sich durch die ├äu├čerungen des CDU-Abgeordneten Georg Wacker zu diesem Schritt gen├Âtigt gesehen:

Wir haben uns bewusst aus dem Moderationsprozess rausgehalten. Da ist kein Platz f├╝r Parteipolitik.

sagte Sckerl. Wacker hatte auf seiner Internetseite sowie in den Weinheimer Nachrichten verlautbart, die Landesregierung plane die Zerschlagung der Realschulen. Er behauptet weiter, das von der Landesregierung vorangetriebene Modell der Gemeinschaftsschule benachteilige Realsch├╝ler sowie deren┬áEltern und Lehrer. Der Wirtschaft w├╝rde durch dieses Schulmodell der qualifizierte Fachkr├Ąftenachwuchs entzogen.

Das ist eine wissentliche Falschaussage.

emp├Ârte sich Sckerl. Eine Schulreform von oben sei nicht beabsichtigt. Die Gemeinden und B├╝rger sollen selbst entscheiden, ob sie eine Gemeinschaftsschule wollen oder nicht. Sollten sie sich daf├╝r entscheiden, Real- und Hauptschulen beizubehalten, erwachse den Schulen dadurch allerdings keine Nachteile.

Realschulen werden weiterhin gef├Ârdert wie bisher.

Uli Sckerl (links) und Gerhard Kleinb├Âck stellen sich Fragen und weisen „Zerschlagungsvorw├╝rfe“ als absurd zur├╝ck.

versicherte Sckerl. Die Empfehlungen aus dem Hemsbacher Moderationsprozess w├╝rden ernst genommen und soweit wie m├Âglich umgesetzt.

Eine neue Unterrichtsform

Wie soll das funktionieren, wenn Sch├╝ler mit verschiedenen Lernniveaus in einer Klasse unterrichtet werden, ist eine zentrale Frage der Eltern und Lehrer. Seit 2011 w├╝rden daf├╝r Fortbildungen f├╝r Lehrer angeboten, sagt Kleinb├Âck. Dabei lernen sie eine neue Form des Unterrichts, in dem Sch├╝ler entsprechend ihrer individuellen F├Ąhigkeiten gef├Ârdert w├╝rden.

Realschulen erf├╝llen bereits jetzt viele Voraussetzungen, die f├╝r eine Gemeinschaftsschule n├Âtig sind:

Realschulen sind die geborenen Gemeinschaftsschulen.

betonte Kleinb├Âck immer wieder.

Ein Experiment an Kindern sei das, wirft ein Zuh├Ârer in die Diskussion ein. Dem sei nicht so, erkl├Ąren Sckerl und Kleinb├Âck: Die bereits bestehenden Gemeinschaftsschulen h├Ątten diese Art des gemeinsamen Lernens schon vor l├Ąngerem in die Praxis umgesetzt und festgestellt, dass es funktioniere. Deshalb habe man auch keinen Schulversuch mit diesem Modell unternehmen m├╝ssen.

Chance, den Schulstandort zu halten

Zudem w├╝rden Gemeinschaftsschulen immer beliebter bei Eltern und jungen Lehrern, die diese neue Unterrichtsform bereits in ihrer Ausbildung gelernt haben.

Viele junge Lehrer bewerben sich direkt bei Schulen in den l├Ąndlichen Gebieten, weil sie l├Ąngst als Gemeinschaftsschule arbeiten.

sagte Kleinb├Âck. Zudem sei dieses Schulmodell gerade in Gemeinden eine Chance, trotz sinkender Sch├╝lerzahlen ihren Schulstandort zu halten und alle Abschl├╝sse der weiterf├╝hrenden Schulen anzubieten.

Wie der Abbau von Lehrerstellen dazu passe, wollte ein Besucher der Runde wissen. Schlie├člich m├╝sse die Betreuung durch die Lehrer doch intensiver werden. Lehrer w├╝rden nicht entlassen, sagte Kleinb├Âck. Jedoch w├╝rden nicht alle in Zukunft frei werdenden Lehrerstellen wieder besetzt. Bei weniger Sch├╝lern brauche man auch weniger Lehrer. Zudem w├╝rden die Lehrerdebutate f├╝r die Gemeinschaftsschulen um sechs Stunden pro Woche aufgestockt, um den gr├Â├čeren Betreuungsaufwand zu stemmen. Davon k├Ânnen die Schulen auch Hilfslehrer und Sozialarbeiter anstellen, so Kleinb├Âck.

Abitur an G9 m├Âglich

Am Ende m├╝sse man ├╝berlegen, was das beste f├╝r die Kinder sei, gab er zu bedenken. So w├╝nschten sich 80 Prozent der Eltern von Gymnasiasten eine R├╝ckkehr zu G9, was in einer Gemeinschaftsschule m├Âglich sei. Zudem seien an der IGMH 40 Prozent der Abiturienten mit einer Hauptschulempfehlung von der Grundschule gekommen.

Das muss uns zu denken geben.

sagte Kleinb├Âck.

Wie es im Schulentwicklungsprozess in Hemsbach weiter geht, wird im M├Ąrz in einer Grundsatzentscheidung beschlossen. Bereits am 19. Dezember tritt die Bildungsplankommission f├╝r Baden-W├╝rttemberg zusammen. Rund 120 Antr├Ąge f├╝r Gemeinschaftsschulen aus dem gesamten Bundesland seien bereits eingegangen. Nun muss gepr├╝ft werden, ob die Standorte die Kriterien daf├╝r erf├╝llen.

Die Debatte ├╝ber die zuk├╝nftigen Schulformen wird ├╝berall im Wahlkreis Weinheim gef├╝hrt – statt Parteipolemik sind pragmatische L├Âsungen angesagt, denn nur das bringt die Schulen und die Kinder weiter.

Abbau von Kunstwerken in f├╝nf Kreisverkehren werden gepr├╝ft

T├Âdliche Kreiselkunst?

Eine Sicherheits├╝berpr├╝fung stuft das Heddesheimer "Eingangstor" als potenziell gef├Ąhrlich ein.

 

Rhein-Neckar, 10. Juli. (red/la) Die Kunstwerke auf f├╝nf Verkehrskreiseln werden derzeit gepr├╝ft, ob sie „starre Hindernisse“ und damit verkehrsgef├Ąhrdend sind. Die Gr├╝nde daf├╝r sind eine EU-Vorschrift und die verkehrspolitische „Vision Zero“, die bis 2050 die Anzahl der Verkehrstoten in der EU auf Null senken soll.

Von Reinhard Lask

Seit November sind in Baden-W├╝rttemberg „starre Hindernisse“ in au├čer├Ârtlichen Stra├čenkreiseln nicht mehr erlaubt. Was manch einer aktuell als fixe Idee des gr├╝nen Verkehrsministeriums f├Ąlschlicherweise verdammt, beruht auf der EU-Verordnung 2008/96/EG ├╝ber „Sicherheitsmanagement f├╝r die Stra├čenverkehrsinfrastruktur“. Zu den potenziellen Abhilfema├čnahmen z├Ąhlt die „Beseitigung von neben der Stra├če befindlichen feststehenden Hindernissen“. In Nordbaden werden derzeit f├╝nf Kreisel – je einer in Ladenburg, Rauenberg, Hirschberg, Heddesheim und Laudenbach – als potenziell gef├Ąhrlich eingestuft. Ob die darauf stehenden Kunstwerke auch weg m├╝ssen, steht noch nicht fest. Niemand hat bisher genau festglegt, was unter „gef├Ąhrlich“ zu verstehen sein soll.

Z├Ąhlt jedes Kunstwerk als feststehendes Hindernis? Das Landesverkehrsministerium gibt den Schwarzen Peter weiter. Pressesprecherin Julia Piper sagt auf Anfrage:

Die Sicherheitsaudits sollen potenzielle Gefahrenquellen herausfinden.

Die „Sicherheitsaudits“ sind Ortstermine, bei denen Vertreter von Stra├čenbau├Ąmtern, Polizeipr├Ąsidien und Feuerwehr die Kreisel auf gef├Ąhrliche Hindernisse ├╝berpr├╝fen. Nach welchen Kriterien diese genau vorgehen, dazu wisse das Regierungspr├Ąsidium in Karlsruhe mehr.

Doch auch hier nennt man au├čer „feststehendes Hindernis“ keine weiteren Kriterien. Uwe Herzel, Pressesprecher des Regierungspr├Ąsidiums sagt, sei zwar klar, dass beispielsweise ein „Hinkelstein“ in der Kreiselmitte weg m├╝sse. Aber was wenn es nur eine Stange ist? Wie ein Kunstwerk aussehen muss, um als „strarres Hindernis“ zu gelten, wei├č auch in Karlsruhe noch niemand. „Zeitnah“ sollen Herzel zufolge die Ergebnisse der Audits aus den Kreisen hereinkommen. Erst dann werde ausgewertet und entschieden:

Wir m├╝ssen die Ergebnisse der Sicherheitsaudits abwarten ÔÇô und die laufen noch.

Auch Berno M├╝ller, Pressesprecher der Rhein-Neckar-Kreis, wei├č nur wenig mehr ├╝ber gef├Ąhrliche Kreiselkunst. Wichtig sei, wo der Kreisel sich befindet und wie die Stra├čen beschaffen sind, die dort einm├╝nden. Liegt er innerorts ist er ungef├Ąhrlicher, wenn er au├čerhalb liegt. Am Ortsrand gelegen, kann er einen au├čer├Ârtlichen Charakter haben. Genauer gesagt: Wenn eine schurgerade Stra├če auf der Tempo 70 erlaubt ist, auf einen Kreisel innerhalb der Ortsgrenzen m├╝ndet, hat er au├čer├Ârtlichen Charakter.

Nur potenziell gef├Ąhrlich

Wie unfalltr├Ąchtig sind jedoch Kreisel an sich? Es gibt spektakul├Ąre Unf├Ąlle, wie den in Heitersheim (bei Freiburg) im November 2009. Damals gab es zwei Tote und drei Schwerverletzte beim Aufprall auf eine Flugzeugskulptur, die auf einer massiven Stange stand. Im Rhein-Neckar-Kreis waren Unf├Ąlle in Kreiseln bisher kein Thema, sagt Berno M├╝ller:

Bisher hat sich auch noch niemand ├╝ber Gefahren von Kreiselkunst beschwert.

Auch das Verkehrsministerium r├Ąumt ein, dass Kreisverkehr nicht als unfalltr├Ąchtig gelten. Auch Martin Boll, Pressesprecher des Polizeipr├Ąsidiums Mannheim kennt keinen schweren Unfall an einem Kreisel im Bereich des Pr├Ąsidiums. Die tats├Ąchliche Anzahl von Verkehrstoten oder Schwerstverletzten sei aber f├╝r die Entscheidung nicht relevant, sagt Julia Piper:

Es geht um potenzielle vermeidbare Gefahrenquellen. Das Argument ‚hier ist noch nie was passiert‘, tr├Ągt bei der Kreiselpr├╝fung nicht.

Diese Ansicht deckt sich mit dem verkehrspolitischen Ziel „Vision Zero“, die im „Wei├čbuch Verkehr“ der Europ├Ąischen Union festgehalten wurde. Bis zum Jahr 2050 soll die Anzahl der Verkehrstoten auf Europas Stra├čen „Null“ betragen. Dabei ist das individuelle Verhalten von Autofahrern nicht zu ber├╝cksichtigen. Auch wenn der unverantwortlichste Raser alkoholisiert in einen Kreisel f├Ąhrt, z├Ąhlt allein die Frage, ob er beim Aufprall auf das darauf stehende Kunstwerk sterben k├Ânnte.

Noch ist nicht entschieden, ob ├╝berhaupt ein Kunstwerk weichen muss. Die Entscheidung liegt bei den Regierungspr├Ąsidien und h├Ąngt von den Berichten der lokalen Pr├╝fungskommissionen ab.

Auch das abstrakte Carl-Benz-Automobil in Ladenburg gilt als bedenklich.

Der Anker in Dossenheim gilt als ungef├Ąhrlich.

Auch diese Lore in Dossenheim stellt keine potenzielle Bedrohung dar.

In Hirschberg gelten zwar die Reben als Kunstwerk unbedenklich, allerdings k├Ânnte das Mauerwerk zu hoch sein.

Die Laudenbacher Fr├Âsche sind zwar ungef├Ąhrlich, die Steine und das Mauerwerk hingegen l├Âsten bereits Bedenken aus.

Die Dokumentation der Stimmergebnisse

Stuttgart 21: So stimmten die Gemeinden im Wahlkreis Weinheim ab

In Baden-W├╝rttemberg ist das Volk f├╝r die Umsetzung "Stuttgart 21". Im Wahlkreis Weinheim stellt sich ein anderes Abstimmungsergebnis dar.

In Baden-W├╝rttemberg ist das Volk f├╝r die Umsetzung "Stuttgart 21". Im Wahlkreis Weinheim stellt sich ein anderes Abstimmungsergebnis dar.

Rhein-Neckar/Wahlkreis Weinheim, 27. November 2011 (red/mh) Das Volk Baden-W├╝rttembergs hat gestern zur Zukunft „Stuttgart 21“ abgestimmt und sich f├╝r den unterirdischen Ausbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs entschieden. Acht von zehn Gemeinden des Wahlkreises 39 (Weinheim) stimmten bei der Volksabstimmung dagegen.

 

Von Martin Heilmann

106.241 Stimmberechtigte B├╝rgerinnen und B├╝rger hat der Wahlkreis 39 (Weinheim). 44.447 nutzen die Chance eine Stimme abzugeben. Das bedeutete eine durchschnittliche Beteiligung von 42,57 Prozent.

Die Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der wichtigsten Zahlen der jeweiligen Orte und St├Ądte des Wahlkreises 39 (Weinheim) [Weiterlesen…]

Vereine der Region machen Werbung f├╝r eine Bank und hoffen auf 1.000 Euro f├╝r die Vereinskasse


Auch Pokale wollen finanziert sein - Vereine k├Ânnen 1.000 Euro gewinnen. Foto: Archiv

Rhein-Neckar, 07. November 2011 (red/jl/ek) 1.000 Euro f├╝r den beliebtesten Verein: Die Ing-Diba unterst├╝tzt gemeinn├╝tzige Vereine in Deutschland und stellt daf├╝r eine Million –┬áEuro zur Verf├╝gung. 1.000 gemein├╝tzige Vereine haben die Chance durch Abstimmen ├╝ber ihre Beliebtheit 1.000 Euro f├╝r die Vereinskasse zu gewinnen – und die Ing-Diba macht damit Werbung f├╝r sich. Vereine, die gewinnen wollen, m├╝ssen sich sputen: Die Aktion l├Ąuft noch bis 15. November.

Von J├Ârg Levermann:

„Vielerorts wird gegen die Allmacht gro├čer Bankh├Ąuser protestiert. Dennoch gelingt einem Unternehmen der Finanzbranche ein genialer Werbeschachzug.

Anders ist die Kampagne der Ing-Diba AG mit Hauptsitz in Frankfurt am Main nicht zu bezeichnen. Rund eine Million Euro investiert das Unternehmen derzeit und verteilt jeweils 1.000 Euro an die 1.000 beliebtesten Vereine.

Wer diese Vereine sind, dar├╝ber k├Ânnen Mitglieder und Freude der Vereine selbst bestimmen.

Dazu k├Ânnen die Vereine auf ihren Websites eine Bannerwerbung der Bank platzieren, die zu einer Internetseite des Unternehmens f├╝hrt. Verpflichtet sind die Vereine dazu nicht, wenn sie bei der Aktion mitmachen wollen. Die Unterst├╝tzer des Vereins geben ihre Stimme auf der Website der Bank ab und m├╝ssen dabei ihre email-Adresse angeben.

Diese wird lediglich dazu genutzt, dass nicht mehr als maximal drei Stimmen von jedem Nutzer abgegeben werden k├Ânnen. Regelm├Ą├čige Werbe-email haben die Unterst├╝tzer nicht zu bef├╝rchten, da kein email-Abonnement in diesem Zusammenhang bestellt wird.

Vereine aus der Region hoffen auf Geldsegen von der Bank

Derzeit (Stand 06.11.2011, 14:45 Uhr) beteiligen sich 18.448 Vereine an der Aktion, in der Hoffnung ihre Vereinskassen aufzubessern. Auch Vereine aus der Region sind mit dabei.- Aus Heddesheim sind es derzeit der Glückliche Engelsherzen e.V. (Rang 12.033) und der DLRG OG Heddesheim e.V. (Rang 12.834).

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Ladenburg ist sogar mit 9 Vereinen dabei: Der TC Ladenburg e.V. (Rang 632), der DLRG Ladenburg/Edingen-Neckarhausen e.V. (Rang 884), der Tr├Ągerverein JUZ „DIE KISTE“ e.V. (Rang 3.466), der Ladenburger Sport-Vereinigung 1864 e.V. (Rang 9.076), der Auslandshelfer e.V. (Rang 9.296), die PLAN Ortsgruppe Mannheim (Rang 10.409), der LSV Ladenburg (Rang 11.331), die SV Ladenburg Romans (Rang: 14.004), der Arbeitskreis Netzwerk Berufsfindung (Rang 16.449).

Bannerwerbung der Bank haben diese Vereine nicht geschaltet. Sie hoffen, wie viele andere, auf Mund-zu-Mund-Propaganda, um m├Âglichst viele Stimmen f├╝r sich gewinnen zu k├Ânnen. Eifrige Vereinsmitglieder und Sympathisanten haben dazu bereits soziale Netzwerke wie Facebook und Google+ genutzt.

Aus Schriesheim bewerben sich sechs Vereine: der F├Ârderverein der KurpfalzGrund- und Werkrealschule Schriesheim e.V. (Rang 3.804), der SV 1919 Schriesheim (Rang 8.579), der Arbeitskreis Schriesheimer Senioren (Rang 10.030), der Reit- und Fahrverein Schriesheim (Rang 14.731), der Buddhistische Zentren Mittel-Rhein der Karma Kagy├╝ Linie e.V. (Rang 17.361) und der kulturkreis-Schriesheim (Rang 18.412).

Weinheim beteiligt sich mit den meisten Vereinen: Ganze 16 nehmen an der Aktion teil. Der Board-Sport-Weinheim hat hier mit 783 Stimmen (Rang 2.267) die Nase vorn. Dagegen haben die Vereine Job Central (Rang 17.167) sowie der HSG/TSG Weinheim TV Oberflockenbach (Rang 18.109) noch ├╝berhaupt gar keine Stimmen erhalten.

Edingen-Neckarhausen ist mit zwei Vereinen dabei: der „Haie“ TV Edingen (Rang 1.164) und der TTC Edingen-Neckarhausen (Rang 1.525).

Auch Hemsbach macht mit-  zwei Vereinen bei der Aktion mit: der Angelsportverein 1965 Hemsbach e. V. (Rang 12.615),- sowie der SSV Hemsbach (Rang 16.107) sind hier im Rennen und hoffen auf 1.000 Euro für die Vereinskasse.

In Viernheim sind es zehn Vereine, „Spitzenreiter“ ist auf Rang 1.478 „Focus e.V.“, die „Pfadfinder Viernheim“ kommen nur auf drei Stimmen.

Noch bis zum 15. November wird die Werbeaktion der Ing-Diba fortgesetzt. Mitmachen k├Ânnen alle gemeinn├╝tzigen Vereine, die eine Freistellung vom Finanzamt vorweisen k├Ânnen.

Kinder- und Jugendverein mit der Rettungshundestaffel an der Spitze

Wer vermutet, dass besonders bekannte Fu├čballvereine an der Spitze der Beliebtheitsskala stehen, wird ├╝berrascht sein. Auf Platz eins liegt derzeit der Verein Zebrakids aus Duisburg mit mehr als 12.850 Stimmen, gefolgt vom Verein Rettungshundestaffel Lippe Ems e.V. (Verl) auf Platz zwei mit 11.200 und der Verein Hebammen f├╝r Deutschland mit 10.632 Stimmen.

ÔÇ×Mit unserer Aktion sprechen wir als Bank f├╝r Privatkunden eine andere Klientel an als die gro├čen InvestmentbankenÔÇť, erkl├Ąrte-┬áEliza Manolagas, eine Sprecherin der ING DiBa AG. Die-┬áVereine sammelten jede Menge Stimmen und dadurch habe die Website gute Zugriffsraten gewonnen.

ÔÇ×Wir-┬ásind selbst ├╝berrascht, wie gut unsere Aktion angenommen wurde. Auch auf Facebook haben wir die Aktion bekannt gemachtÔÇť, sagte Manolagas. Dabei sei es zu Beginn fraglich gewesen, wie online-affin die Vereine tats├Ąchlich seien. Nun sei die Aktion ein Selbstl├Ąufer geworden.-┬áVor allem habe man die kleinen Vereine damit erreichen wollen.“

Anmerkung der Redaktion:
J├Ârg Levermann ist freier Journalist in Eichwalde (bei Berlin). Er betreibt dort das Blog Eichwalder Nachrichten und geh├Ârt zum deutschlandweiten Netzwerk der Lokalzeitungen im Internet „istlokal.de“, die sich gegenseitig bei ihrer Arbeit unterst├╝tzen.

Redaktionelle Bearbeitung: Eva Konrath

Analyse zur Landtagswahl: Die Farbenlehre der Kommunen im Wahlkreis Weinheim (39)


Guten Tag!

Rhein-Neckar/Weinheim, 25. M├Ąrz 2011. Geht es nach „The Trend is your friend“ – sieht es f├╝r die SPD im Wahlkreis Weinheim (39) schlimm aus. Die Gr├╝nen d├╝rfen sich wie die FDP ├╝ber weitere Zuw├Ąchse freuen und die CDU kann sich ausruhen. Doch das wird nicht so sein. Die Landtagswahl 2011 ist selten spannend und offen. Wir geben einen ├ťberblick ├╝ber die vergangene Wahl und was man daraus f├╝r die Zukunft die Wahl am Sonntag schlie├čen kann.

Bei der Landtagswahl 2006 war die CDU ist mit 42,6 Prozent (+/-0) st├Ąrkste Partei. Die SPD holte nur noch 27,2 Prozent (-10,7). Drittst├Ąrkste Partei sind B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen mit 12,6 Prozent (+4,4). Dann folgt die FDP mit 10,2 Prozent (+2,8).

Der ├ťberblick aus Sicht der Parteien:

CDU
Schriesheim ist die „neue“ CDU-Hochburg. 45,9 Prozent (+1,2) schaffte die Partei hier als bestes Gesamtergebnis. Danach folgt Laudenbach mit 45,6 Prozent, aber -2,3 Prozentpunkten Verlust. Edingen-Neckarhausen ist die einzige Gemeinde, wo die CDU nicht ├╝ber 40 Prozent kommt: Trotz Zuwachs sind es nur 39,7 Prozent (+2,3).

SPD
In Ilvesheim hat die SPD das beste Ergebnis: 32,9 Prozent (-11,5). Danach folgt Heddesheim mit 31,8 Prozent (-8,3). Zusammen mit Laudenbach (-9,4) sind das die einzigen Gemeinden, in denen die SPD bei der vergangenen Wahl weniger als 10 Prozentpunkte verliert.

B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen
Dossenheim ist die Gr├╝nen-Hochburg. 18,7 Prozent (+4,9) holt die Partei hier. Gefolgt von Schriesheim mit 15,7 Prozent (+5,4) und Ladenburg mit 14,3 Prozent, wo die Gr├╝nen mit +6,3 Prozentpunkten am meisten zulegen.

FDP
In Hirschberg ist die FDP am erfolgreichsten. Auf 13,2 Prozent (+4) folgt Schriesheim mit 12,2 (+5,3), wo sie am meisten zulegt. Schw├Ąchste Gemeinde ist Laudenbach mit 7,8 Prozent, wo sich die FDP hier um 2,8 Prozentpunkte verbessert hat. Nur in Edingen-Neckarhausen verliert die FDP 0,7 Prozentpunkte, bleibt aber mit 11,5 Prozent ├╝ber dem Durchschnitt von 10,2 Prozent im Wahlkreis.

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Klarer Verlierer der Landtagswahl 2006 war die SPD, die in Dossenheim (22,3), Hirschberg (22,7) und Schriesheim (22) nur noch knapp ├╝ber der 20 Prozentmarke liegt.

Die Gr├╝nen legten im Vergleich am meisten zu und k├Ânnen in Dosssenheim (18,7), Hirschberg (14,2), Ladenburg (14,3) und Schriesheim (15,7) hingegen hoffen, die 20 Prozentmarke zu erreichen oder zu ├╝berwinden.

Die FDP hat zwar nach den Gr├╝nen als einzige Partei hinzugewonnen, aber angesichts der Wahlumfragen muss sie Verluste f├╝rchten. Besonders in Ilvesheim (7,9) konnte sie nur leicht mit 1,3 Prozentpunkten zulegen, in Laudenbach hatte sie zwar das Durchschnittsplus von 2,8 Prozentpunkten erreicht, bleibt aber hier am schw├Ąchsten. Die einzige Kommune, in der die FDP (9,2) knapp vor den Gr├╝nen (9,0) liegt, ist Heddesheim.

Die CDU hat in sechs der zehn Kommunen verloren – kein gutes Omen f├╝r die bevorstehende Wahl. Zwar sind die Verluste mit -2,3 Prozentpunkten in Laudenbach bis -0,1 Prozentpunkte in Weinheim vergleichsweise niedrig, aber unterm Strich hat die Partei mit insgesamt -3.200 Stimmen nur Gl├╝ck gehabt, das Ergebnis von 2001 halten zu k├Ânnen.

Das „Gl├╝ck“ lag damals an den verlorenen Stimmen und der geringen Wahlbeteiligung. Die damalige WASG (3,8) (heute mit PDS zu Die Linke fusioniert) hatte zusammen mit den Grauen (1,4) insgesamt 5,2 Prozent der Stimmen auf sich gezogen, die f├╝r die anderen Partein „verloren“ waren. Die Grauen sind seit 2008 aufgel├Âst.

Traditionell sind CDU-W├Ąhler bislang immer noch „pflichtbewusster“ beim Wahlgang. Das wirft auch ein anderes Licht auf die leichten Verluste – trotz der Wahldisziplin hat die CDU bereits 2006 „verloren“.

Folgt man den Umfragen zu Gesamtwahl, k├Ânnte der CDU-Kandidat Georg Wacker f├╝nf bis sieben Prozent verlieren, bleibt aber als Gewinner des Direktmandats im Parlament. Die FDP-Kandidatin Birgit Arnold k├Ânnte knapp sechs Prozent verlieren – ihr erneuter Einzug ins Parlament w├Ąre damit gef├Ąhrdet.

Gerhard Kleinb├Âck w├╝rde demnach ebenfalls nochmals rund drei Prozent verlieren, d├╝rfte aber wieder ins Parlament einziehen.

Der „Wahlsieger“ d├╝rfte Uli Sckerl werden – geht es nach den Umfragen. Er w├╝rde gro├če Teile der Verluste der anderen einsammeln und k├Ânnte es nahe oder sogar ├╝ber 20 Prozent schaffen.

Die prognostizierten Wahlergebnisse w├Ąren damit nicht nur im Land, sondern auch im Wahlkreis Weinheim eine Sensation.

Doch das sind alles „Annahmen“ vor der Wahl. Nach der Wahl ist am Sonntag, ab 18:00 Uhr – dann wird ausgez├Ąhlt. ­čśë