Freitag, 20. Juli 2018

Bebauungsplan Altwasser: „Doch keine unendliche Geschichte.“

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Die Nabelschnur Ladenburgs: Das Industriegebiet Altwasser. Bild: local4u

Guten Tag!

Ladenburg, 27. Juli 2011. (red) In der heutigen Sitzung wurden nochmals Stellungnahmen und Behandlungen zum Bebauungsplan „Altwasser“ vorgestellt, der immerhin seit 1975 nicht fertig gestellt worden ist. Der Gemeinderat beschloss ohne nennenswerte öffentliche Beratung heute einstimmig den Bebauungsplan, der mit seiner Veröffentlichung zum Ortsrecht wird.

„Es ist die Nabelschnur, an der wir hängen“, sagte Bürgermeister Rainer Ziegler zum Beginn der Behandlung von TOP4 „Bebauungsplan 9.1 Altwasser“. „Wenn diese Firmen prosperieren, geht es uns gut.“

Der Bürgermeister verwies auf viele Gutachten, juristische Beratungen und die Schwierigkeiten, das 1975 (sic!) begonnene Verfahren nun abzuschließen. Stadtbaumeister André Rehmsmeier verwies darauf, dass die Unterlagen den Vorlagen vom 13. April 2011 entsprechen und in Form gebracht worden sind.

Das Industriegebiet Altwasser. Quelle: Stadt Ladenburg

Tatsächlich gab es gleich zu Beginn der Beratung die Feststellung, dass eine Seite der Zusammenfassung fehlt und die Behandlung der Stellungnahmen unvollständig seien. Bürgermeister Ziegler verwies auf den Versand von CDs zum Technischen Ausschuss im April (unsere Redaktion hat keine CD erhalten). Keiner der Stadträte protestierte.

Ute Mitschang, Geschäftsführerin des Planungsbüros, referierte die Stellungnahmen und die Lösungen – allerdings war es kaum möglich, ihr zu folgen, da die Dame sehr „nuschelig“ vorgetragen hat. Irgendwann bat auch Stadrat Wolfgang Luppe (FDP): „Könnten Sie vielleicht das Mikrofon näher ranziehen?“ – was aber nur eine leichte „Verbesserung“ darstellte.

Der Bürgermeister informierte, dass alle nötigen Ausgleichsflächen nun im Besitz der Stadt seien.

Stadtrat Steffen Salinger (SPD) erkundigte sich über die „Interimsnutzung“ der Zufahrt von der L597: „Wer trägt denn die Kosten, wenn das umgebaut werden muss? Diese Zufahrt ist doch nur für die Betriebe. Wenn wir wollen, dass das Gewerbe prospiert, wird auch der Verkehr zunehmen. Gibt es keine Möglichkeit, die Betriebe daran zu beteiligen?“

Stadtrat Salinger erkundigte sich nach den Ausbaukosten für die "Interimszufahrt" von der L597 zum Industriegebiet Altwasser. Wenn der Verkehr zunimmt, muss hier ausgebaut werden - hier drohen der Stadt in Zukunft enorme Kosten, an denen sich die Industrie nicht beteiligen wird.

 

Stadtbaumeister Rehmsmeier sagte: „Es kommt darauf an, wer Baurechtsträger ist und das sind wir.“ Bürgermeister Ziegler sagte: „Die Betriebe waren nicht bereit mit uns einen Städtebaulichen Vertrag in dieser Richtung zu schließen. Auch bei den Planungskosten sind wir zuständig.“

Stadtrat Salinger erkundigte sich weiter zum Lärmschutz und einem „städtebaulichen Vertrag“ der Stadt mit der BK Giulini GmbH, der offensichtlich dem Gemeinderat unbekannt ist. Nach Auskunft des Bürgermeisters enthält der Vertrag eine Selbstverpflichtung des Unternehmens, Lärmreduzierungen vorzunehmen, um auf der anderen Seite erweitern zu können.

Eine weitere Diskussion fand nicht statt.

Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, dass Stellungnahmen und Erwiderung der Verwaltung zur Kenntnis genommen wurden. Der Bebauungsplan „9.1 Altwasser“ wurde als Satzung beschlossen.

Bürgermeister Ziegler sagte: „Damit beschließen wir eine langjährige Geschichte.“ Die dauerte immerhin 36 Jahre.

+++ Gerhard Kleinböck will Gemeinderatsmandat niederlegen +++ Ärger wegen „Drachenboot-Partys“


Guten Tag!

Ladenburg, 20. Juli 2011. (red) In der heutigen Gemeinderatssitzung gab Stadtrat Gerhard Kleinböck (SPD) bekannt, dass er sein Gemeinderatsmandat niederlege. Bürgermeister Rainer Ziegler gab bekannt, dass ihm diesbezüglich vom vergangenen Samstag, 15. Juli 2011, ein Schreiben von Kleinböck vorliege. +++ Wegen des Lärms der Drachenboot-Partys gibt es Ärger – ein runder Tisch soll Abhilfe schaffen.

In einer Sondersitzung des Gemeinderates am kommenden Mittwoch, 27. Juli 2011, werde darüber und über die Nachfolge beraten, erklärte Bürgermeister Rainer Ziegler.

Unter dem Tagesordnungspunkt Anfragen, las Stadtrat Sascha Barembruch (SPD) aus einem Email-Verkehr mit Bekannten aus Neckarhausen vor, die sich über die Partys am Neckar im Zusammenhang mit dem Drachenbootrennen aufs Heftigste beschwerten: Die Lautsprecher seien in Richtung Neckar und damit auf Neckarhausen gerichtet und somit von Ladenburg abgedreht aufgestellt gewesen, und die Lärmbelästigung sei damit“unerträglich“ geworden..

Bürgermeister Ziegler (SPD) zeigte sich informiert und kündigte an, dass man sich gemeinsam mit dem Bürgermeister aus Edingen-Neckarhausen, Roland Marsch (SPD), den betroffenen Anwohnern aus Neckarhausen sowie den Veranstaltern des Drachenbootrennens nach der Sommerpause an einem runden Tisch zusammensetzen werde.

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Altstadtfest mit Auflagen

Guten Tag!

Ladenburg, 07. Juli 2010. Die Stadt Ladenburg hat heute auf einer Pressekonferenz die Bedingungen vorgestellt, unter denen das Ladenburger Altstadtfestival stattfinden kann.

So sollen die Pegel verlaufen - während des Festes werden die Lärmpegel ständig durch eine Ingenieursfirma gemessen und an das Schema angepasst. Klicken Sie auf das Bild für eine größere Darstellung. Grafik: Stadt Ladenburg

Bürgermeister Rainer Ziegler betonte auf der Pressekonferenz, dass die Stadt Ladenburg immer zwei Seiten im Blick hatte: „Wir wollten ein Fest mit hoher Qualität und gleichzeitig eine Einigung mit den klagenden Anwohnern. Dies ist uns gelungen.“

Demnach wird das Fest vom Ingenieurbüro Genest und Partner begleitet. Diese führen jeweils über 16 Stunden am Samstag und Sonntag Schallmessungen durch und sollen „steuernd“ eingreifen, wenn das „Schallkontingent“ überschritten werden sollte.

Im Kern geht es darum, einen „Mittelungspegel“ von 85 dB(A) über den gesamten Zeitraum nicht zu überschreiten. In der Spitze darf der „mittlere Maximalpegel“ 92 dB(A) nicht überschreiten.

Zwei Parteien hatten geklagt. Die Lärmmessung wird aber nur an einem Standort durchgeführt „und zwar an dem Fenster, dass der Lärmquelle am nächsten liegt“, sagte Diplom-Ingenieur Roland Jöckel: „Damit ist der andere Standort mit inbegriffen.“

Das wissenschaftlich-technische Verfahren ist eine logarithmische Rechnung. Vereinfacht ausgedrückt gibt es ein Lärmkontingent von 16 Stunden mal 85 dB(A), also in der Summe 1.360 dB(A), das insgesamt nicht überschritten werden darf. „Sie können sich das ungefähr wie die Verbrauchsmessung bei einem Auto vorstellen“, erläuterte Jöckel auf Nachfrage der Redaktion: „Auch hier ist der Verbrauch ein Mittelwert, der mal unter- und mal überschritten wird.“

Die Messung erfolgt im laufenden Betrieb – die Ingenieure geben dabei der Tontechnikfirma Anweisungen, wie der „Lärm“ zu fahren ist. Im Jahr drauf soll die Tontechnikfirma aus diesen Erkenntnissen heraus dann ohne zusätzliche Messung die entsprechenden Pegel einstellen.

Ab 23:00 Uhr wird es am Samstag vorbei sein mit der Musik. Das ist im Vergleich festgelegt. Der Ausschank geht bis 1:00 Uhr in der Nacht.

„Sollte hier und da Musik aus der Konserve gemacht werden, die niemanden stört, ist das sicherlich zulässig“, sagte Bürgermeister Ziegler.

Das Argument, dass der Lärm Schäden an Gebäuden anrichten könnte, kam beim Prozess nicht mehr auf: „Wir sind hier weit unterhalb möglicher schädlicher Wirkungen“, sagte Jöckel auf Anfrage. Zudem seien die Basslautsprecher auf Untersetzern montiert, die die Schwingungen dämpfen. Hinter der Bühne wird eine schallabsorbierende Matte aufgehängt.

Download: Der gerichtliche Vergleich
Download: Das vorläufige Programm

Link: Hier finden Sie unseren Kommentar zum Thema.

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