Mittwoch, 13. Dezember 2017

Stadt sucht geeignete eigene Liegenschaften f├╝r Asylbewohnerheim oder Container-Siedlung

Ladenburg wird vermutlich Asylbewerber aufnehmen

Ladenburg, 03. September 2014. (red/pro) B├╝rgermeister Rainer Ziegler (SPD) und der Landtagsabgeordnete Hans-Ulrich Sckerl (B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen) stellten gestern Ergebnisse eines kommunalpolitischen Dialogs der ├ľffentlichkeit vor. Ein Top-Thema: Die Zahl der Asylbewerber steigt rasant an und Ladenburg pr├╝ft m├Âgliche Standorte. Wie viele Fl├╝chtlinge kommen werden, wann und wo sie untergebracht werden k├Ânnen ist allerdings noch offen. [Weiterlesen…]

Informationen, Hintergr├╝nde und Erl├Ąuterungen

So l├Ąuft das mit der Kreistagswahl

Rhein-Neckar, 14. April 2014. (red/ms) Parallel zu den Europa- und Gemeinderatswahlen wird im Rhein-Neckar-Kreis am 25. Mai ein neuer Kreistag gew├Ąhlt. Dieser repr├Ąsentiert die 540.000 Einwohner des Landkreises auf Kreisebene. Aus unserem Berichterstattungsgebiet d├╝rfen Menschen aus den Kommunen Weinheim, Schwetzingen, Ladenburg, Schriesheim, Edingen-Neckarhausen, Dossenheim, Hemsbach, Heddesheim, Hirschberg, Ilvesheim und Laudenbach zur Wahl antreten. Hier finden Sie Informationen und Hintergr├╝nde. [Weiterlesen…]

Die kalte Realit├Ąt des Schwetzinger Fl├╝chtling-Camps soll f├╝r humane dezentrale Unterbringung stehen

Fl├╝chtlinge: Ab in die Container

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Das Container-Camp in Schwetzingen. Kleine R├Ąume, keine Gemeinschaft, trostlose Atmosph├Ąre.

 

Schwetzingen/Rhein-Neckar, 12. Februar 2014. (red) Sie fliehen aus ihrer Heimat. Sie haben viel Leid erfahren. Deutschland ist f├╝r Fl├╝chtlinge aus der ganzen Welt das Ziel ihrer Hoffnungen. Doch in der Realit├Ąt werden sie abgestellt. Auf einem Parkplatz. Vollgestopft mit Containern. Jeder Gang zur Toilette f├╝hrt ├╝ber einen zugigen, kalten „Hof“. Vor allem f├╝r die Frauen und M├╝tter und die vielen oft sehr kleinen Kinder ein Ort der dauerhaften Besch├Ąmung. Doch das allerschlimmste, das wirklich allerschlimmste, sagt ein junger Mann, ist die Nutzlosigkeit dieses Lebens. Und die Langeweile. [Weiterlesen…]

Offener Brief an Landrat Stefan Dallinger (CDU)

Landratsamt behindert Recherchen

Hardy Prothmann, Journalist

Chefredakteur Hardy Prothmann fordert Landrat Stefan Dallinger (CDU) auf, keinen Einfluss auf journalistische Recherchen auszu├╝ben.

Rhein-Neckar, 11. Februar 2014. (red) Das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises mischt sich in unsere Recherchen ein. Das Thema Asylbewerber ist hochpolitisch – insbesondere wegen der bevorstehenden Kommunalwahl.┬áWir fordern den verantwortlichen Beh├Ârdenleiter, Landrat Stefan Dallinger (CDU) unmissverst├Ąndlich auf, dies zu unterlassen und die Meinungs- und Pressefreiheit sowie das Landespresserecht zu respektieren. Alles andere w├Ąre unertr├Ąglich. [Weiterlesen…]

Asylbewerber-Unterkunft in Heppenheimer Stra├če

Die Brombeerstr├Ąucher kommen weg. Auf dem Grundst├╝ck baut der Landkreis ein Asylbewerberheim f├╝r 200 Personen.

Die Brombeerstr├Ąucher kommen weg. Auf dem Grundst├╝ck wird der Landkreis einen Wohnkomplex f├╝r 200 Asylbewerber bauen.

 

Weinheim/Rhein-Neckar/Ladenburg, 03. Dezember 2013. (red/ld) Rund 200 Asylbewerber sollen ab Herbst 2015 (wir hatten zun├Ąchst 2014 berichtet) in Weinheim untergebracht werden. Zu diesem Zweck wird der Landkreis einen vierteiligen Geb├Ąudekomplex auf einem st├Ądtischen Grundst├╝ck an der Heppenheimer Stra├če neu bauen. Das verk├╝ndeten Oberb├╝rgermeister Heiner Bernhard (SPD) und Landrat Stefan Dallinger (CDU) heute bei einer Pressekonferenz im Rathaus. [Weiterlesen…]

Wahlkampfthema Asylbewerber

Von Terroristen und Schulkindern

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Seltsam, dass das Bundesamt f├╝r Verfassungsschutz von all dem, was die „Qualit├Ątspresse“ berichtet, nichts wei├č. Niemand ist alarmiert oder schl├Ągt Alarm. Quelle: Die Welt

 

Ladenburg/Rhein-Neckar, 12. August 2013. (red/pro) Angeblich steht der Rhein-Neckar-Kreis „mit dem R├╝cken zur Wand“ – die Zahl der Asylbewerber sei so gro├č, dass man in h├Âchster Not sei, diese unterzubringen. Vermutlich stimmt das sogar, doch es ist nur die halbe Wahrheit. Seit einigen Monaten wird das Thema „Asylbewerber“ angeheizt. Nicht nur von den ├╝blichen Verd├Ąchtigen, Rechtsradikalen und anderen Rassisten, sondern durch „konservative Kr├Ąfte“, womit nicht nur die CDU gemeint ist – auch die (rechts-)konservative Presse beteiligt sich an der Anti-Asylanten-Kampgagne. In Ladenburg werden Ende August insgesamt 160 Asylbewerber leben, zum Gro├čteil Familien. Neid- und Schuldkampagnen laufen bereits – und machen St├Ądten wie Ladenburg zus├Ątzlich Druck. Gezielt und nicht aus Versehen. Vor Ort m├╝ssen alle Menschen, die Einwohner und die Asylbewerber, damit zurechtkommen. [Weiterlesen…]

"Augen zu und durch-Strategie" k├Ânnte f├╝r enorme Probleme sorgen - dabei werden die Chancen ├╝bersehen

Problematische Sprachregelung statt ├Âffentlicher Information

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Dieser Bub spielt unter Aufsicht seines Vaters im neuen „Garten auf Zeit“ – im Hintergrund sieht man Blumen, die er gerade gepflanzt hat.

 

Ladenburg/Rhein-Neckar, 04. August 2013. (red) Landrat Stefan Dallinger (CDU) und B├╝rgermeister Rainer Ziegler (SPD) m├╝ssen die B├╝rger/innen schnell und umfassend einbeziehen und die Sprachregelung ver├Ąndern – sonst drohen m├Âglicherweise enorme Probleme f├╝r die Stadt, wie Beispiele in anderen Orten zeigen. Ladenburg hat eine Chance, tats├Ąchlich anders zu sein, als andere Gemeinden. [Weiterlesen…]

Wolf: Ein innovativer und Wirtschaftsstandort inmitten einer reizvollen Landschaft

Landtagspr├Ąsident Guido Wolf zu Besuch im Rhein-Neckar-Kreis

Ladenburg/Eppelheim, 16. April 2013. (red/pm) Landtagspr├Ąsident Guido Wolf (CDU) hat die Reihe seiner Kreisbesuche im Rhein-Neckar-Kreis┬á gestern, fortgesetzt. Zuerst besuchte er die Wild Werke in Eppelheim. Dort traf Wolf sich auch mit Landrat Stefan Dallinger und B├╝rgermeister Dieter M├Ârlein. [Weiterlesen…]

ILEK – Modellprojekt ÔÇ×Bl├╝hende Badische Bergstra├čeÔÇť

Heidelberg/Rhein-Neckar, 04. Mai 2012. (red/pm) Wandern in der freundlichen Landschaft der Bergstraße und gleichzeitig etwas über ILEK – Modellprojekt „Blühende Badische Bergstraße“ erfahren, dazu lädt Landrat Stefan Dallinger am Sonntag, dem 6. Mai 2012, alle Mitbürger und Mitbürgerinnen der Badischen Bergstraße herzlich ein. Die Veranstaltung geht von 14:00 – 18:30 Uhr, Treffpunkt ist die alte Turnhalle in Großsachsen, von dort wird zum Festplatz in Schriesheim gewandert, wo ab 17:30 Uhr die Übergabe des ILEK-Abschlussberichts und die Ziehung der Gartenquiz-Gewinner stattfinden.

Bewegung bei S-Bahn-Ausbau

Heidelberg/Rhein-Neckar, 23. M├Ąrz 2012. Die Deutsche Bahn AG will nun doch einen Teil der Bauma├čnahmen bis Ende 2015 fertig stellen, wie Landrat Stefan Dallinger gestern bekannt gab. Nach unseren Informationen sollen die Bahnh├Âfe in Heddesheim, Hirschberg und Ladenburg bis dahin umgebaut sein. In Weinheim soll ein Teil der Gleise bis Ende 2015 umgebaut sein, der Test bis Ende 2016.

Sind gute Nachrichten solche, dass die ganz schlechten nicht eintreffen? Wie auch immer. Nach einer Presseinformation des Landratsamts scheint der Ausbau der S-Bahn nun doch ein wenig schneller zu gehen und zumindest in Teilen nach dem alten Zeitplan zu laufen.

Vor allem ein anderes Bauverfahren f├╝r die Erneuerung von Kreuzungsbauwerken im Bereich Mannheim-Friedrichsfeld bringt anscheinend einen Zeitgewinn. Genaue Details sind noch nicht bekannt, sollen aber kommenden Mittwoch ver├Âffentlicht werden.

Information des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis:

Die S-Bahn Rhein-Neckar ist eines der wichtigsten Projekte der Region, bisher ein riesiges Erfolgsmodell. ÔÇ×Die Verhandlungen ├╝ber den Zeitplan des Umbaus der Bahnh├Âfe zur Realisierung der 2. Stufe der S-Bahn haben zu einem echten, aber tragf├Ąhigen Kompromiss f├╝r den Rhein-Neckar-Kreis gef├╝hrtÔÇť, sagte Landrat Stefan Dallinger nach der Sitzung der Verbandsversammlung des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar (VRN) am Donnerstag, 22. M├Ąrz 2012 und erg├Ąnzte: ÔÇ×Ich habe den aktualisierten Zeitplan f├╝r den Rhein-Neckar-Kreis akzeptiert. Nach den zahlreichen Gespr├Ąchen bin ich sicher, dass auch die Oberb├╝rgermeister und B├╝rgermeister der an den drei betroffenen S-Bahn-Linien im Rhein-Neckar-Kreis liegenden St├Ądte und Gemeinden diesem zustimmen k├Ânnen.ÔÇť

Die DB beabsichtigte, die zweite Stufe des S-Bahn-Ausbaus nicht wie bis vor wenigen Monaten noch vorgesehen, bis Ende Dezember 2015 betriebsbereit fertig zu stellen, sondern den Ausbau der Bahnh├Âfe im Rhein-Neckar-Kreis um bis zu drei Jahre hinauszuschieben. Die DB begr├╝ndete dies mit der Erneuerung von zwei Kreuzungsbauwerken im Bereich Mannheim-Friedrichsfeld. Diese Verz├Âgerung war nach Ansicht des Rhein-Neckar-Kreises und aller St├Ądte und Gemeinden, die an den Strecken ÔÇ×Mannheim ÔÇô Weinheim ÔÇô DarmstadtÔÇť, ÔÇ×Mannheim ÔÇô Schwetzingen ÔÇô Wagh├ĄuselÔÇť und ÔÇ×Heidelberg ÔÇô BruchsalÔÇť liegen, nicht akzeptabel. So forderte Landrat Stefan Dallinger im Einklang mit den Oberb├╝rgermeistern und B├╝rgermeistern die DB auf, den bisherigen Fertigstellungstermin zum Dezember 2015 einzuhalten. Der Rhein-Neckar-Kreis als Teil des siebtgr├Â├čten Ballungsraums in Deutschland braucht den Ausbau der S-Bahn, die gigantische Fahrgastzunahme der Vergangenheit unterstreicht dies und untermauerte die Forderung des Landrats und der B├╝rgermeister.

Die 2. Ausbaustufe der S-Bahn Rhein-Neckar umfasst die Modernisierung von insgesamt 87 Bahnh├Âfen, von denen bereits 38 Bahnh├Âfe bis Dezember 2011 realisiert wurden. 49 Stationen m├╝ssen noch umgebaut werden. Die urspr├╝nglich angestrebte Fertigstellung aller Infrastrukturma├čnahmen bis Ende 2015 wird aufgrund von l├Ąngeren Planungsabl├Ąufen sowie aus baubetrieblichen Gr├╝nden f├╝r einzelne Streckenabschnitte nicht erreicht. ÔÇ×Aber bis Ende 2015 werden weitere 29 Stationen modernisiert seinÔÇť, so Dallinger. ÔÇ×Der jetzt vorgestellte Bauzeitenplan ist ein mit den Vertragspartnern ausgehandelter Kompromiss zwischen maximalen Sperrpausen zum Bauen und m├Âglichst geringen Eingriffen in den FahrplanÔÇť, erl├Ąutert der Landrat weiter. Erm├Âglicht wurde dies unter anderem dadurch, dass f├╝r die Erneuerung von zwei Kreuzungsbauwerken im Bereich Mannheim-Friedrichsfeld nun alternative Baumethoden gew├Ąhlt wurden, die den S-Bahn-Ausbau nicht mehr beeintr├Ąchtigen.

So k├Ânnen die Bauma├čnahmen an der Strecke ÔÇ×Mannheim ÔÇô SchwetzingenÔÇť bis Ende 2015, diejenigen f├╝r ÔÇ×Schwetzingen ÔÇô Graben-NeudorfÔÇť bis Ende 2016 beendet werden. Der Zeitpunkt der Realisierung der Stationen ÔÇ×Schwetzingen-NordÔÇť und ÔÇ×HockenheimÔÇť wird derzeit gepr├╝ft. Der Ausbau der Gesamtstrecke bis Ende 2016 bleibt davon jedoch unber├╝hrt. Der Ausbau der Main-Neckar-Bahn ÔÇ×Mannheim ÔÇô Weinheim ÔÇô DarmstadtÔÇť wird bis Ende 2015, einschlie├člich der Restabwicklung des Bahnhofs Mannheim-Friedrichsfeld, abgeschlossen sein. F├╝r den Hauptbahnhof Weinheim gilt die Besonderheit, dass die Bahnsteige an den Gleisen 1 bis 3 ebenfalls bis 2015 S-Bahn-gerecht ausgebaut werden k├Ânnen, die ├╝brigen Bahnsteige dann 2016. Die geplanten Bahnsteigverl├Ąngerungen an der Strecke ÔÇ×Heidelberg ÔÇô BruchsalÔÇť k├Ânnen bis Ende 2017 fertig gestellt sein. Die DB betonte, dass die neue Zielsetzung zur Fertigstellung der Infrastruktur optimale Prozessabl├Ąufe sowie ein gemeinsames Handeln aller Projektbeteiligten voraussetzt.

Landrat Stefan Dallinger dankte abschlie├čend allen, die sich in den Prozesse eingebracht haben. ÔÇ×Mir pers├Ânlich war es wichtig, dass die Oberb├╝rgermeister und B├╝rgermeister der betroffenen Kreiskommunen von Anfang an in den Prozess eingebunden und auch regelm├Ą├čig ├╝ber den Fortgang der Verhandlungen informiert warenÔÇť, betont Dallinger. Am vergangenen Freitag hatte er final mit den Vertretern der DB verhandelt und konnte punktuell noch weitere Verbesserungen f├╝r den Rhein-Neckar-Kreis erzielen. Den abschlie├čend vereinbarten Zeitplan werden die Vertreter der DB bei einem Gespr├Ąch im Heidelberger Landratsamt am Mittwoch, 28. M├Ąrz 2012, den Oberb├╝rgermeistern und B├╝rgermeistern der an den drei S-Bahn-Strecken im Rhein-Neckar-Kreis liegenden St├Ądte und Gemeinden vorstellen.

ÔÇ×Ich freue mich, dass es gelungen ist, dem S-Bahn-Ausbau im Rhein-Neckar-Kreis zu einem weiteren Erfolg zu verhelfenÔÇť, so das Fazit von Dallinger.

Landrat Dallinger im Interview zur Finanzlage: „Wir stehen vor vielen Unw├Ągbarkeiten im Sozialetat.“


Kreistagssitzung am 11. Oktober 2011 in Edingen-Neckarhausen: Der Haushaltsentwurf 2012 wurde angenommen.

Guten Tag!

Edingen-Neckarhausen/Rhein-Neckar, 16. Oktober 2011 (red) Am vergangenen Dienstag tagte der Kreisrat in Edingen-Neckarhausen. Hauptthema: Der Haushaltsentwurf 2012. Landrat Stefan Dallinger (CDU) stellte den Haushalt in einer halbst├╝ndigen Rede vor: Oberstes Ziel ist die Reduzierung der Verschuldigung auf 100 Millionen Euro bis Ende 2015.

Von Hardy Prothmann

Insgesamt umfasst der Haushalt ein Volumen von rund 512 Millionen Euro f├╝r das Jahr 2012 – rund 28 Millionen mehr als f├╝r das Jahr 2011. Am Jahresende wird der Kreis voraussichtlich 115,5 Millionen Euro Schulden haben. Bis 2015 sollen der Schuldenstand auf 100 Millionen Euro gesenkt werden.

Landrat Stefan Dallinger, seit 2010 im Amt als Nachfolger von J├╝rgen Sch├╝tz, hat erstmals „Leits├Ątze“ definiert. So sollen neben den gesetzlichen Aufgaben die Themenkomplexe Jugend und Soziales, Bildung, nachhaltige Finanzwirtschaft, Klimaschutz und Wirtschaftsf├Ârderung eine besondere Beachtung finden.

Der Kreisrat nahm den Entwurf an. Jetzt wird der Entwurf in den Fachaussch├╝ssen nochmals beraten und soll am 13. Dezember 2011 verabschiedet werden.

Landrat Dallinger betonte, dass ihm an einer finanziellen Entlastung der Kommunen gelegen sei, was in diesem und im kommenden Jahr auch durch h├Âhere Steuereinnahmen und einer kleinen Senkung der Kreisumlage um 0,5 Prozentpunkte auf dann 31 Prozentpunkte auch m├Âglich ist.

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Die Spielr├Ąume sind nicht gro├č – vor allem im Sozialbereich gibt es „feste Kosten“ von knapp 162 Millionen Euro netto, ohne Personalkosten. In diesem Jahr wendet der Kreis erstmalig das neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen an und startete mit einer „Er├Âffnungsbilanz“. Danach verf├╝gt der Kreis ├╝ber ein Basiskapitalverm├Âgen von 156,5 Millionen Euro – was wenig ist. Allerdings sind hier Immobilienwerte nicht eingerechnet, da diese an den Eigenbetrieb „Bau und Verm├Âgen“ ausgegliedert sind. Das ist leider wenig transparent.

Im Rhein-Neckar-Kreis (RNK) leben rund 537.000 Menschen in 54 Kommunen – womit der RNK der einwohnerreichste Kreis Baden-W├╝rttembergs und der f├╝nftgr├Â├čte in Deutschland ist.

Im Interview mit unserer Redaktion stellt Landrat Stefan Dallinger die Lage des Kreises aus seiner Sicht dar (Anm. d. Red.: „Wir bitten die leichte Unsch├Ąrfe infolge technischer Probleme zu entschuldigen).

Wir dokumentieren au├čerdem die Rede des Landrats bei der Kreistagssitzung in Edingen-Neckarhausen:

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Landrat Dallinger vereidigt

Guten Tag!

Ladenburg/Rhein-Neckar, 21. Juli 2010. Bei der Kreistagssitzung am 20. Juli 2010 in Heddesheim wurde der Landrat Stefan Dallinger von Regierungspr├Ąsident Dr. Rudolf K├╝hner im Heddesheimer B├╝rgerhaus vereidigt. [Weiterlesen…]

Fotostrecke: Landrat Sch├╝tz geht in Ruhestand – Dallinger ├╝bernimmt

Guten Tag!

Rhein-Neckar-Kreis, 30. April 2010. Am 29. April 2010 hat sich der langj├Ąhrige Landrat Dr. J├╝rgen Sch├╝tz in den Ruhestand verabschiedet – der beginnt am 1. Mai 2010. Dann ist Stefan Dallinger der neue Landrat des Rhein-Neckar-Kreises.

Landrat Dr. J├╝rgen Sch├╝tz (links seine Ehefrau Gisela). Bild: rnb

Wir haben die Veranstaltung dokumentarisch fotografiert.

Viel Freude mit den Fotos:

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Anmerkung der Redaktion: Die Bildunterschriften folgen.

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Dokumentation: Die Rede von Landrat Sch├╝tz zur Einweihung der Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Der Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Dr. J├╝rgen Sch├╝tz, hat zur Er├Âffnung der neuen Martinsschule eine umfangreiche Rede gehalten. Da die Rede wichtige Aussagen zur Schule trifft und die hohe Bedeutung dieser Einrichtung unterstreicht, dokumentier die Redaktion die Rede in voller L├Ąnge

Rede zur offiziellen Einweihung der Martinsschule von Dr. J├╝rgen Sch├╝tz

„Verehrte G├Ąste,
heute ist einer der sch├Ânsten Tage meiner bald zu Ende gehenden 24-j├Ąhrigen Amtszeit als Landrat. Denn jetzt weihen wir gemeinsam die neue Martinsschule hier in Ladenburg ein. Beinahe zehn Jahre lang hat dieses Projekt eines Neubaues unserer regionalen Schule f├╝r k├Ârper- und mehrfach behinderte Kinder mich in meiner Arbeit begleitet, ja, hatte sogar oberste Priorit├Ąt. Und nun, nach vielen Gespr├Ąchen, Verhandlungen, Vereinbarungen, nach einem Architektenwettbewerb, Spatenstich, Richtfest, nach knapp zwei Jahren Bauzeit, dem Umzug einer ganzen Schule an einen neuen Standort, ist es soweit. Das erf├╝llt mich mit gro├čer Freude, ebenso wie Ihrer aller Anwesenheit, und geteilte Freude ist bekanntlich doppelt so fein…

Aus der gro├čen Schar der G├Ąste, die, wie schon beim Ersten Spatenstich und beim Richtfest zum Beginn ganz gekonnt von der Sch├╝lerfirma mit Cocktails bewirtet wurden – herzlich Dank Euch allen ebenso wie den Mitgliedern der Sch├╝lerband ÔÇ×Crazy-Sch├╝lersÔÇť und den kooperativ-integrativen Klassen 6 und 8, die diese Feierstunde musikalisch und mit Beitr├Ągen umrahmen, – will ich einige wenige namentlich begr├╝├čen.

Ich hei├če Herrn Regierungspr├Ąsidenten Dr. Rudolf K├╝hner, der nachher als Vertreter der Landesregierung zu uns sprechen wird, herzlich willkommen. Mit ihm und seinem Haus standen wir oft im Kontakt, wenn es um Raumplanung und Zusch├╝sse f├╝r die neue Schule ging. Gerne w├Ąre auch Kultusstaatssekret├Ąr Wacker gekommen, doch da heute die neue Landesregierung vereidigt wird, muss er in Stuttgart anwesend sein. Voll Dankbarkeit erinnere ich an dieser Stelle noch einmal an den Besuch (2004) der damaligen Kultusministerin Dr. Annette Schavan, die sich von unseren Vorstellungen ├╝berzeugen lie├č und ebenso wie Ministerpr├Ąsident G├╝nter Oettinger (2006) einen Neubau der Martinsschule und eine finanzielle F├Ârderung (6,4 Millionen Euro) durch das Land unterst├╝tzt hat.

Ich habe die neue Martinsschule einmal als Bauwerk mit Symbolcharakter bezeichnet. Dabei erinnerte ich mich noch gut, was mein ehemaliger Chef im Innenministerium und sp├Ątere Bundespr├Ąsident Roman Herzog einmal gesagt hat: ÔÇ×├ťber die Zukunft unserer Gesellschaft entscheidet die Gegenwart unserer Kinder“, waren seine Worte. Sicher war die alte Martinsschule noch gut in Schuss, doch sie wurde der st├Ąndig steigenden Zahl der schwerst mehrfach behinderten Kinder, die zudem oft Medizinische Behandlungspflege brauchen, nicht mehr gerecht. Deshalb ging es darum die Gegenwart zu verbessern, wof├╝r sich alle kommunalen Partner dieser ├╝berregional bedeutenden Schule zu diesem Neubau am Ortsrand Ladenburgs entschlossen.
Herzlich begr├╝├če ich meinen Kollegen Landrat Matthias Wilkes f├╝r den Kreis Bergstra├če, der nachher ebenfalls zu uns sprechen wird, Erster B├╝rgermeister Christian Specht f├╝r die Stadt Mannheim sowie Herrn Br├╝hl, den Leiter des Schulverwaltungsamtes f├╝r die Stadt Heidelberg. Lassen Sie mich Ihnen und den Vertretern Ihrer Gremien, die ich ebenfalls, wie unsere Kreisr├Ątinnen und Kreisr├Ąte, herzlich willkommen hei├če, auch an dieser Stelle noch einmal f├╝r die partnerschaftlich-kooperativen Beziehungen und die Finanzierung dieses 28,2 Millionen Euro-Projektes danken. Sie sind f├╝r die uns anvertrauten Kinder wirklich zukunftsweisend! Ein herzlicher Gru├č gilt auch meinem Nachfolger, Stefan Dallinger, der heute ebenfalls mit dabei sein kann. Dieses Projekt ist abgeschlossen, aber er wei├č, dass noch einige weitere, die es noch zu Ende zu bringen gilt, auf ihn warten-ÔéČ┬Ž

Ich glaube, auch f├╝r die Stadt Ladenburg ist heute ein gro├čer Tag. Nicht nur, dass der Schulstadt ein weiterer Mosaikstein hinzugef├╝gt wird, der eigentlich, auch diesen Begriff habe ich einmal verwendet, ein Edelstein ist. Denn mit ihrer anspruchsvollen Architektur und Umfeldgestaltung stellt die neue Martinsschule ein selbstbewusst-gelungenes st├Ądtebauliches Entree der alten R├Âmerstadt dar. B├╝rgermeister Rainer Ziegler ist heute ebenfalls unter uns und wird ein Gru├čwort sprechen. Seien Sie und die Mitglieder des Stadtrates herzlich gegr├╝├čt und bedankt f├╝r die Unterst├╝tzung der Stadt.

Wenn ich die Architektur anspreche, sind wir beim Architektenehepaar Maximilian Otto und Ursula H├╝fftlein-Otto angelangt, die uns nachher ebenfalls einige Worte zu Ihrer Arbeit sagen werden. Ich begr├╝├če Sie beide und Ihr Team des Stuttgarter Architektenb├╝ros ÔÇ×OHOÔÇť ganz herzlich und lehne mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage: Es h├Ątte uns kaum etwas Besseres als die Zusammenarbeit mit Ihnen passieren k├Ânnen. Vom Planentwurf ├╝ber die Ausf├╝hrung und die Arbeit mit den am Bau beteiligten Ingenieurb├╝ros und Firmen – denen ich alle f├╝r ihre Arbeit danke – bis hin zur Einhaltung von Zeit- und Kostenplan waren Sie unserem Eigenbetrieb Bau und Verm├Âgen, uns allen ein ausgezeichneter Partner. F├╝r die rund 240 Kinder, die k├╝nftig hier zur Schule gehen, haben Sie beinahe eine kleine Stadt geschaffen, die durch die verwendeten Baumaterialien und die Einbindung in die Landschaft zwischen Ladenburg und Schriesheim sowie das ihr eigene Modulkonzept schon f├╝r viel Aufsehen gesorgt hat. W├Ąre die Schule bereits im September fertig gewesen, h├Ątten der Kreis und Sie beim Auszeichnungsverfahren ÔÇ×Beispielhaftes Bauen Rhein-Neckar-Kreis – 1999 bis 2009ÔÇť der Architektenkammer Baden-W├╝rttemberg ganz gewiss einen Preis eingeheimst, so begeistert war die Jury.

Apropos Modulkonzept: Das ist f├╝r Versorgung der schwerst-pflegebed├╝rftigen und schwerst mehrfach behinderten Kinder und Jugendlichen eine ausgezeichnete Sache. Vor allem, weil wir damit noch bessere p├Ądagogische F├Ârderung, therapeutische Ma├čnahmen, Betreuung und Versorgung erm├Âglichen. Denn die N├Ąhe im Modul erreicht viel Positives, die Kommunikation im Team, der Einsatz technischer Hilfsmittel bei der Pflege und Betreuung wird erleichtert, die physische und psychische Belastung der Mitarbeiter reduziert. Das gibt mir Gelegenheit, mich bei allen, die sich hier vor Ort f├╝r die Kinder der Martinsschule engagieren, ganz herzlich Danke zu sagen, von der Schulleitung ├╝ber Pflegekr├Ąfte und Betreuungspersonal bis hin zum Elternbeirat mit Anita Baro und dem F├Ârderverein mit J├╝rgen Vosslo an der Spitze. Sie alle haben sehr aktiv an der Ideenfindung und Planung der neuen Schule mitgewirkt – gerne nennen will ich auch die extra eingerichtete Projektgruppe mit Ursula Grabbert, Ingrid Linsenmeyer-Wenz und Peter Hellriegel, die unseren Schulleiter Kurt Gredel und dessen Vorg├Ąnger Paul Hennze, sowie die Stellvertreterin Brigitte Spies-Bechtel unterst├╝tzt haben. Ein Dankesch├Ân gilt zudem den Mitgliedern des Kollegiums, die die Ferien geopfert haben, um den Umzug in der vergangenen Woche zu realisieren. Sch├Ân, dass Sie alle da sind, ebenso wie Pflegekr├Ąfte und Betreuungspersonal, die ich gerne in meinen Dank mit einschlie├če. Ohne jetzt alle namentlich erw├Ąhnen zu k├Ânnen, will ich hier nicht vergessen den gro├čen Kreis der Kooperationspartner und das bestehende Netzwerk der Martinsschule, in dem sich Schulverwaltung und Schulen, die Bundesagentur f├╝r Arbeit und viele mehr engagieren. Dazu z├Ąhle ich auch die Vertreter der Presse, die uns ├╝ber die ganze Zeit so ausf├╝hrlich zu diesem Thema begleitet haben! ├ťberblickt man dies alles, k├Ânnte man beinahe sagen, ein M├Ąrchen ist wahr geworden, denn selten bringen sich so viele Menschen ├╝ber eine so lange Zeit so beharrlich, mit Fantasie und so intensiv f├╝r eine Sache ein.

In Abwandlung eines Bibelwortes k├Ânnte man auch sagen: Sie alle suchen der Kinder Bestes, was mir Gelegenheit gibt, die Vertreter der Kirchen in Ladenburg herzlich zu gr├╝├čen. Die Schule tr├Ągt ja den Namen eines der ber├╝hmtesten Heiligen, und vielleicht hat jeder, der sich f├╝r unsere Kinder und Jugendlichen hier in der Schule engagiert, ein klein wenig von St. Martin. Heute wie damals braucht es den Martin, der hinschaut, der Not wahrnimmt und seinen Mantel teilt. Und heute ist das der Mantel der G├╝te und N├Ąhe, der Mantel der Sorge und Anteilnahme, der Mantel tatkr├Ąftiger Hilfe.
Damals war es ein frierender Bettler im Schnee. Wie Martin ihm in seiner Not begegnet ist, daran erinnert die gro├če Stahlskulptur, die der in H├Ârdt/Pfalz lebende K├╝nstler Andreas Helmling f├╝r den Verkehrskreisel vor der Schule geschaffen hat. Trotz ihrer Dimension (6 to schwer, Gesamth├Âhe 3,50 m) strahlt die scherenschnittartige Skulptur eine unglaubliche Leichtigkeit aus und wirkt ├Ąu├čerst lebendig. Ich freue mich sehr, dazu schon viel Positives von Menschen aus der Stadt vernommen zu haben. Die Plastik schl├Ągt so den Bogen von der Verehrung des heiligen Martin, die in Ladenburg eine lange Tradition hat, zur Moderne und fordert, wie auch der K├╝nstler sagt, zu Humanit├Ąt auf.

Eine ganz andere k├╝nstlerisch gestaltete Skulptur aus Aluminium steht direkt im Eingangsbereich der neuen Schule. Geschaffen hat sie der Heidelberger K├╝nstler Pieter Sohl, der auch die weitere k├╝nstlerische Ausgestaltung der Schule ├╝bernommen hat. Es war f├╝r ihn eine echte Herausforderung besonders f├╝r die Kinder zu arbeiten, hat er mir gestanden. Zudem musste es zu der wundersch├Ânen Architektur passen und die einzelnen Bauelemente unterst├╝tzen. Auch wollte Pieter Sohl nicht nur kindergerecht gestalten, sondern f├╝r Lehrer, Betreuer und Besucher insgesamt ein Seherlebnis schaffen. Ich denke, das ist ihm gelungen. Sein besonderer Wunsch war es, die Fantasie der Kinder anzuregen und nicht, wie meist ├╝blich, nur vor dem Eingang als g├Ąngige Kunst am Bau ein ÔÇ×Schmuckst├╝ckÔÇť zu platzieren. Diese Begr├╝├čungsskulptur gibt es, und eigentlich besteht sie aus dem Grundriss der Schule (und w├Ąre vielleicht auch ein sch├Ânes ÔÇ×SchullogoÔÇť). Doch auch innen entdeckt man, gleich wo man steht oder geht, immer wieder einen fr├Âhlichen Farbtupfer. Und die beweglichen W├Ąnde innen sollen besonders einladen, sich nach Lust und Laune ein Bild zu drehen – auch mit dem Hintergedanken einer p├Ądagogischen Funktion.

Meine Damen und Herren, wie man es also dreht und wendet: Mit der neuen Martinsschule haben wir eine moderne, offene und freundliche Schule geschaffen. Wir haben geduldig daran gearbeitet, den behinderten Kindern eine bessere Chance auf einen guten Start ins Leben zu erm├Âglichen. Die investierten Gelder sind gut angelegt, die Schule wird im Laufe der Jahre noch weiter an Kontur gewinnen und jedem einzelnen Kind und jedem Jugendlichen hier einen optimalen Weg der F├Ârderung bieten. Ich hoffe und w├╝nsche, dass auch Sie – so wie ich – heute damit einen Augenblick der Dankbarkeit erleben und dass sich alle, die hier arbeiten, und besonders die Kinder, in der neuen Martinsschule wohlf├╝hlen und das Lernen Freude macht.“

Anmerkung der Redaktion: Es handelt sich um die schriftliche Fassung der Rede. Der m├╝ndliche Vortrag kann davon abweichen.

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Fotostrecke: Die Einweihung der Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Die neue Martinsschule bietet zur Zeit 235 behinderten und schwerst-behinderten Kindern Ausbildung und Betreuung. Am 24. Februar wurde die Schule offiziell eingeweiht.

Spielecke: Die Martinsschule ist auf den ersten Blick eine Schule. Aber eine besondere. Bild: ladenburgblog

Gut 150 G├Ąste waren zur Einweihung der Martinsschule gekommen. Die Redaktion zeigt Fotos der Einweihung und Impressionen, wo und wie die Kinder dort unterrichtet und betreut werden.

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Hintergrund: Die neue Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Daten und Fakten zur heute eingeweihten Martinsschule in Ladenburg: 28,2 Millionen Euro hat der Schulbau gekostet. Unterrichtet werden aktuell 235 behinderte und schwerst-behinderte Kinder.

Der Rhein-Neckar-Kreis informiert in einer Presseinformation:

Zwei Freunde umarmen sich. Die Skulptur des K├╝nstlers Pieter Sohl formt den Grundri├č der Schule nach. Bild: lblog

„Die neue Martinsschule ist der Nachfolgebau f├╝r die bestehende Martinsschule, die momentan 235 Kinder aus Mannheim, Heidelberg, dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Kreis Bergstra├če unterrichtet und seit 1978 als regionale Gemeinschaftsaufgabe gef├╝hrt wird.

Ein Neubau war notwendig geworden wegen der sich stetig vergr├Â├černden Sch├╝lerzahl, der Zunahme des Behindertengrades, darunter viele Schwerst-Mehrfachbehinderungen, den ge├Ąnderten, sonderp├Ądagogischen Gegebenheiten und den h├Âheren baurechtlichen Anforderungen, insbesondere Sicherheitsanspr├╝che aus dem Brandschutz.

Mit 28,2 Millionen Euro ist der Schulneubau das gr├Â├čte Hochbauprojekt des federf├╝hrenden Rhein-Neckar-Kreises. Die Finanzierung erfolgt durch die regionalen Partner, entsprechend der Sch├╝lerzahlen vom Oktober 2005.

So entfallen auf den Rhein-Neckar-Kreis (65 Kinder, 30,5 %, 6,649 Millionen Euro; Heidelberg, 13 Kinder, 6 %, 1,308 Millionen Euro, Mannheim (90 Kinder, 42 %, 9,156 Millionen Euro und Kreis Bergstra├če (46 Kinder, 21,5 %, 4,687 Millionen Euro; das Land zahlt einen Zuschuss von 6,4 Millionen Euro).

Die neue Martinsschule hat rund 12.600 qm Fl├Ąche, einen umbauten Raum von 51.000 Quadratmeter und steht auf einem knapp 19.000 qm gro├čen Baugrundst├╝ck.

Das gesamte Schulgeb├Ąude ist in die Bereiche Zentralfunktionen und Klassenmodule gegliedert.

Die Zentralfunktionen – Foyer, Versorgungs- und Speisebereich, Sporthalle und Schwimmhalle sind im Erdgeschoss des Geb├Ąudes angeordnet.

Die 8 Klassenmodule mit Klassenr├Ąumen, Therapie- und Pflegebereichen sind um -┬Ż Geschoss nach unten bzw. ein -┬Ż Geschoss nach oben an den Zentralbereich angebunden. Die Erschlie├čung erfolgt ├╝ber Rampen und 2 Aufz├╝ge.

Das zweigeschossige Schulgeb├Ąude bildet verschiedene H├Âfe aus, die sich in Lage, Funktion und Ausstattung unterscheiden. Um allen Klassen einen ebenerdigen Ausgang in die Freir├Ąume zu erm├Âglichen, befinden sich die H├Âfe hinsichtlich der H├Âhenabwicklung auf drei unterschiedlichen Niveaus (Niveau Eingang, Werkhof, Gartenfl├Ąchen zwischen den gr├╝nen Klassenzimmern, Zentraler Pausenhof, Niveau f├╝r die unteren Klassenmodulen wie Mauerhof, Schulgarten, Wellengarten und Niveau f├╝r gr├╝ne Klassenzimmer). Die Niveauunterschiede sind mit St├╝tzmauern aus Drahtschotterk├Ârben bewerkstelligt.

Die Schule hat drei Schwimmbecken: Therapiebecken mit Hubboden, Whirlpool, Bewegungsbecken.

Bei der ÔÇ×KlimatisierungÔÇť – au├čer der M├Âglichkeit der Fensterbel├╝ftung – kommt das Bauer-Optimierungs-System zum Einsatz. Das System wird durch die meteorologischen Wetterlagen inspiriert und arbeitet mit unterschiedlichen Luftdr├╝cken. Erg├Ąnzend hierzu werden keine festen Luftwechselraten verwendet, die R├Ąume erhalten je nach gemessener Luftqualit├Ąt mit variablen Volumenstr├Âmen.“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das ladenburgblog

„Zusammen sind wir eins“ – Einweihung der Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Der Schulbeginn war am Montag. Am Mittwoch, den 24. Februar 2010, wurde die Martinsschule in Ladenburg offiziell eingeweiht. In der Schule werden 235 behinderte und schwerst behinderte Kinder unterrichtet und betreut. Landrat Dr. J├╝rgen Sch├╝tz bezeichnete die neue Martinsschule als „Edelstein.“ Gut 150 G├Ąste waren zur Einweihung gekommen.

Von Sabine Prothmann

Die Kinder der Martinsschule haben bei der internen Einweihungsfeier vor zwei Tagen die Parole ÔÇ×Zusammen sind wir einsÔÇť auf ein Plakat ├╝ber ihren Alltag und ihr Leben in der Schule geschrieben. K├╝rzer und besser kann man kaum beschreiben, was die heutige Einweihungsfeier des Neubaus in der Hirschberger Allee 2 vermittelt hat.

Kinder f├╝hren den "Umzugszug" auf. Bild: ladenburgblog

Die Kinder, die Eltern und die Lehrer haben schon sehr fr├╝h erfahren, dass sie zusammenhalten m├╝ssen, um stark zu sein. Dass sie gemeinsam k├Ąmpfen m├╝ssen, um ihre Ziele zu erreichen. Und dass sie sehr viel Hilfe brauchen, um sich eine Zukunft zu realisieren. M├╝he-, aber hoffnungsvoll.

Die Martinsschule wurde 1978 schon einmal er├Âffnet. Doch die alte Schule ist im Laufe der Zeit zu klein geworden. Die Konzeption, die Planung und die Finanzierung haben viel M├╝he und Zeit gekostet – sehr viele Menschen haben an diesem Projekt gearbeitet. Am Montag konnten 235 Sch├╝ler zusammen mit 105 Lehrern und 46 Kreisbediensteten in diesen wunderbaren Neubau einziehen. Die M├╝he hat sich gelohnt.

Oberste Priorit├Ąt.

Einer dieser Menschen ist der Landrat Dr. J├╝rgen Sch├╝tz. Und man glaubt ihm, wenn er in seiner Ansprache sagt: „Dies ist heute ist einer meiner sch├Ânsten Tage. Beinahe zehn Jahre lang hast dieses Projekt eines Neubaus unserer regionalen Schule f├╝r k├Ârper- und mehrfach behinderte Kinder mich in meiner Arbeit begleitet, ja, hatte sogar oberste Priorit├Ąt.“

28,2 Millionen Euro hat das Projekt gekostet. Das ist viel Geld, aber es ist gut investiert.

Sch├╝tz bezeichnete die neue Martinsschule als ein Bauwerk mit Symbolcharakter und zitierte den Bundespr├Ąsidenten a. D. Roman Herzog: ÔÇ×├ťber die Zukunft unserer Gesellschaft entscheidet die Gegenwart unserer Kinder.“

Landrat Dr. J├╝rgen Sch├╝tz: "Einer meiner sch├Ânsten Tage." Bild: lblog

Der Neubau war durch die st├Ąndig steigende Zahl der hier unterrichteten Kinder notwendig geworden. Diese ben├Âtigen oft eine medizinische Behandlungspflege.

„Edelstein“ in Ladenburg.

Mit ihrer anspruchsvolle Architektur und Umfeldgestaltung stelle die Martinsschule ein gelungenes st├Ądtebauliches Entr├â┬ęe zur alten R├Âmerstadt dar – ein weiterer Mosaikstein der Schulstadt. „Ein Edelstein“, sagte Sch├╝tz. Die Einweihung sei damit auch ein gro├čer Tag f├╝r die Stadt Ladenburg.

Das Architektenehepaar Maximilian Otto und Ursula H├╝fftlein-Otto und ihr Team des Stuttgarter Architektenb├╝ros ÔÇ×OHOÔÇť haben beinahe eine kleine Stadt geschaffen, eingebunden in die Landschaft zwischen Ladenburg und Schriesheim.

Sch├╝tz hob das Modulkonzept des Neubaus besonders hervor. Dieses erm├Âgliche mehr als nur eine Versorgung, bessere p├Ądagogische F├Ârderung sowie therapeutische Ma├čnahmen der schwerst mehrfach behinderten Kinder und Jugendlichen.

Enormer Einsatz.

Der Einsatz des Rektors Kurt Gredel, des Kollegiums, das seine Ferien f├╝r den Umzug opferte, das des Elternbeirats, des F├Ârdervereins, der Pflegekr├Ąfte und des Betreuungspersonals so wie der Kooperationspartner und vieler anderer mehr h├Ątten die Realisierung des Projekts erst erm├Âglicht.

ÔÇ×Ein M├Ąrchen ist wahr geworden, denn selten bringen sich so viele Menschen ├╝ber eine so lange Zeit so beharrlich, mit Fantasie und so intensiv f├╝r eine Sache ein.“ Und: „Sie alle suchen der Kinder Bestes.“

Sch├╝tz erinnert auch an den Namenspatron der Schule, den Heiligen Martin. „Einer der hinschaut, der Not wahrnimmt und seinen Mantel teilt.“

Schulleiter Kurt Gredel (links) mit B├╝rgermeister Ziegler. Bild: lblog

Besonders lobte Sch├╝tz auch die Skulptur des Heidelberger K├╝nstlers Pieter Sohl, die am Eingang steht: Zwei Freunde, deren K├Ârper den Grundriss der Schule zeigen, umarmen sich.

Ort der Unterst├╝tzung.

Der Regierungspr├Ąsident Dr. Rudolf K├╝hner bezeichnete den Neubau der Martinsschule als Ort des Lebens, Ort der Beratung und Unterst├╝tzung. ÔÇ×Ja, sagen hier die Sch├╝ler, ja, sagen hier die Eltern, ja, sagen hier die Lehrer.“

Die Metropolregion und Baden-W├╝rttemberg k├Ânnten stolz sein auf diese Einrichtung, auf diesen Ort der Begegnung, des Miteinanders, des Lernens, des F├Ârderns und Forderns, der zu einem St├╝ck Heimat wurde.

„Die Finanzierung von sozialen Projekten ist ein Ma├čstab der Menschlichkeit und der Qualit├Ąt einer Gesellschaft insgesamt“, sagte Landrat Matthias Wilkes als Vertreter der Kommunalen Partner f├╝r den Kreis Bergstra├če.

Die staatlichen Vertreter seien oft weit entfernt, doch die Landes- und Kommunalpolitiker konnten und wollten beim Einsatz f├╝r behinderte Kinder nicht ausweichen. Wilkes ist so sozialisiert worden. Sein Vater war Lehrer f├╝r geh├Ârlose Menschen.

Viel zu schultern.

ÔÇ×Es ist ein guter und gro├čer Tag f├╝r unsere StadtÔÇť, sagte B├╝rgermeister Rainer Ziegler in seiner Ansprache. Ladenburg sei gerne eine Schulstadt auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, doch ÔÇ×f├╝r die Martinsschule haben wir die Rolle des Schultr├Ągers nicht, daf├╝r bedarf es breiterer und st├Ąrkerer SchulternÔÇť.

"Lichtertanz" zur Einweihung. Bild: lblog

Aber, so betonte der B├╝rgermeister, Ladenburg sei von Herzen gerne Heimat f├╝r diese Schule: ÔÇ×Die Menschen in unserer Stadt freuen sich, wenn die Sch├╝ler unterwegs sind, teilnehmen und teilhaben.“

Die Lage des Neubaus sei angebunden an die Stadt und an die Natur, gelegen am Kandelbach und in der N├Ąhe des Waldparks.

Es gab ein ehrgeiziges Ziel: Es sollten p├Ądagogische und medizinische Voraussetzungen geschaffen werden, die sich baulich an die Stadt anschmiegen und in die Natur integrieren. „Das haben die Architekten mit diesem baulichen Ensemble ├╝berzeugend erreicht“, sagte B├╝rgermeister Ziegler: ÔÇ×Vor 32 Jahren war die Martinsschule ein Vorzeigeprojekt. Und dies ist auch jetzt wieder eindrucksvoll gelungen.“

Wie ein kleines Dorf.

Als eine Schule wie ein kleines Dorf zwischen Stadt und Landschaft beschrieb der Architekt Maximilian Otto bei der symbolischen Schl├╝ssel├╝bergabe an Landrat Dr. Sch├╝tz und den Sonderschulrektor Kurt Gredel seinen Neubau der Martinsschule.

Es gibt hier einen Bahnhof, einen Marktplatz, eine Cafeteria, Sporthalle und Schwimmbad, H├Ąuser aus Backstein, aus Holz, eckig oder ÔÇ×kartoffeligÔÇť rund, grau, blau, maigr├╝n.

Es gibt Gassen, Pl├Ątze und selbst├Ąndig ÔÇ×erfahrbareÔÇť Wege. Spielr├Ąume innen wie au├čen, als B├╝hne f├╝r Begegnung und Kommunikation.

Besonders bedankte sich der Architekt daf├╝r, ÔÇ×dass sie uns haben machen lassenÔÇť.

Beeindruckendes Miteinander.

Beeindruckender als die Architektur ist aber das Miteinander der Sch├╝ler, der Eltern und Lehrkr├Ąfte.

"Crazy Sch├╝lers" haben Spa├č und rappen. Bild: lblog

Es ist beeindruckend, wenn die Sch├╝lerband ÔÇ×Crazy Sch├╝lersÔÇť auftritt. Es ist ber├╝hrend, wie die 6. Klasse ihren „Umzugszug“ darstellt. Es ist ergreifend, wie sich die 8. Klasse zum Lichtertanz bewegt und singt.

„Wir sind hier vier Schulen in einer“, sagt Peter Hellriegel, Leiter der Fr├╝hberatung: „Eine Grund-, eine Haupt-, eine F├Ârderschule und eine Schule f├╝r Geistigbehinderte.“ Er und andere Lehrer f├╝hren die G├Ąste nach den Einweihungsreden durch das Schulgeb├Ąude.

Entdeckung der Langsamkeit.

Viele Menschen dr├Ąngen durch die Flure, Rampen und Treppen. Dazwischen kommt man ins Stocken, wenn zum Beispiel eine gehbehinderte Sch├╝lerin die Treppen m├╝hsam erklimmt. ÔÇ×Sich in einer Behinderten-Schule zu befinden, ist die Entdeckung der LangsamkeitÔÇť, sagt eine Mutter.

Dieses helle und freundliche Geb├Ąude steckt voller Sonderanfertigungen und Sondereinrichtungen.

Ein Gel├Ąnder kann nicht nur ein Gel├Ąnder sein. Ein Schutz ist n├Âtig, damit die Kinder sich nicht verletzen.

Ein Schwimmbad ist nicht einfach ein Schwimmbad. Es ist viel w├Ąrmer, 32-┬░ Grad Celsius. Damit die behinderten Kinder nicht ausk├╝hlen, sondern ihre K├Ârper und sich entspannen k├Ânnen. Es hat eine Transportschiene, damit auch Rollstuhlkinder in eines der drei Becken gehoben werden k├Ânnen.

125 Sch├╝ler sind Rollstuhlkinder.

Die vielen Details in diesem einzigartigen Geb├Ąude sind teuer, aber sie tragen den Bed├╝rfnissen der Kinder Rechnung.

Wie in der gro├čen Turnhalle. Da gibt es Kletterw├Ąnde f├╝r die, die viel k├Ânnen. Und Kletterebenen f├╝r die, die weniger k├Ânnen. Ein gro├čes Trampolin f├╝r die, die h├╝pfen k├Ânnen. Aber auch f├╝r die, die nur gelagert werden und sich an den Schwingungen freuen.

Die Sch├╝lerschaft ist breit gef├Ąchert und so ist auch die Einrichtung. Hier muss auf jeden Einzelnen individuell eingegangen werden. Das geht gar nicht anders.

Und das tut man hier gemeinsam, denn ÔÇ×zusammen sind wir eins.ÔÇť

Fotostrecke: Die Einweihung der Martinsschule
Hintergrund: Die neue Martinsschule