Samstag, 15. Juni 2019

Wechsel im Schulleitungsteam der Martinsschule Ladenburg

Josef Jatzkowski ist stellvertretender Schulleiter

msl

Auf dem Foto sind zu sehen (v.l.n.r.): Schulleiter Kurt Gredel, Brigitte Spies-Bechtel, Josef Jatzkowski. Foto: Martinsschule Ladenburg

 

Ladenburg, 31. Juli 2013. (red/pm) Ab dem 01. August besetzt die Schulgemeinschaft der Martinsschule Ladenburg die Stelle des stellvertretenden Schulleiters mit dem Lehrer Josef Jatzkowski. [Weiterlesen…]

Wolf: Ein innovativer und Wirtschaftsstandort inmitten einer reizvollen Landschaft

LandtagsprÀsident Guido Wolf zu Besuch im Rhein-Neckar-Kreis

Ladenburg/Eppelheim, 16. April 2013. (red/pm) LandtagsprĂ€sident Guido Wolf (CDU) hat die Reihe seiner Kreisbesuche im Rhein-Neckar-Kreis  gestern, fortgesetzt. Zuerst besuchte er die Wild Werke in Eppelheim. Dort traf Wolf sich auch mit Landrat Stefan Dallinger und BĂŒrgermeister Dieter Mörlein. [Weiterlesen…]

Elf SchĂŒler werden mit einem Festakt in die Freiheit entlassen.

„Die Martinsschule war mein zweites Zuhause“

Die Absolventen sind stolz auf ihre Leistung.

 

Ladenburg, 20. Juli 2012. (red/cr) FĂŒr drei SchĂŒler der Berufsschulstufe und acht SchĂŒler der Klasse 9a ist das Lernen erstmal vorbei. Erfolgreich werden sie nun auf ihren weiteren Lebensweg entlassen. FĂŒr einige bedeutet dies in ein Förderzentrum zu gehen, andere wollen ihren Hauptschulabschluss, vielleicht sogar mehr.

Von Christian Ruser

Mit im Abschlussjahrgang: Melissa Noe, Birsen Yildiz und Duran Kapli (v.l.)

„Ohne dich kann ich nicht sein“ und „Du bist mein aller bester Freund“, sind die Botschaften der Lieder, mit denen die SchĂŒlerband Crazy SchĂŒlers die Entlassungsfeier eröffnet. Drei der Musiker gehören selbst zum Abschlussjahrgang. Man merkt deutlich, dass ihnen der Abschied nicht leicht fĂ€llt. Auch die anderen Musiker werden die drei vermissen, so gehen doch eine Keyboarderin und zwei Rapper.

Ein guter Lehrer hat zu kehren wie man ohne ihn auskommt

Rektor Kurt Gredel spricht in seiner Ansprache von einem Verlust fĂŒr die Martinsschule. Vieles haben SchĂŒler und Lehrer gemeinsam erlebt. Doch ist dies ein notwendiger Schritt. Es lag immer im Bestreben der Schule, den SchĂŒlern beim Erkennen der eigenen StĂ€rken zu helfen. Er wĂŒnscht den Absolventen, dass sie auf ihrem Lebensweg ihre persönliche Bestimmung finden und dabei nicht vergessen sollen, dass jeder von ihnen ein SchmuckstĂŒck fĂŒr seine Eltern ist.

Rektor Kurt Gredel bei der ZeugnisĂŒbergabe

Anschließend beginnt er mit der Zeugnisausgabe. Zuerst erhalten Nedjib Stanka, Max Villhauer und Christina Stumpf aus der Berufsschulstufe ihre Zeugnisse. Dann folgt eine kleine Show-Einlage mit Handpuppen durch die Berufsschulgruppe.

Anschließend ist die Klasse 9a an der Reihe. Die stellvertretende Rektorin Brigitte Spieß-Bechtel hebt hervor, dass sich die Klasse auf einzigartige Weise durch ihren sozialen Zusammenhalt ausgezeichnet hat. Auch unter diesem Aspekt wird sie jeden einzelnen vermissen.

Antonio Capalbo, Theerapong Dechbamrung, Adam Moldovan, Isabella Sauer und Birsen Yildiz werden zur Berufsvorbereitung die Stephen-Hawking-Schule besuchen. Duran Kapli, Melissa Noe und Halit Yildiz werden an der Julius-Liebig-Schule eine zweijÀhrige Vorqualifikation durchlaufen, um danach einen Hauptschulabschluss machen zu können.

Auch die SchĂŒler blicken auf eine schöne Zeit zurĂŒck. FĂŒr Duran Kapli ist die Martinsschule zu einem zweites Zuhause geworden. Halit Yildiz bedankt sich bei den Lehrern:

In der Schule wurde mir viel gegeben. Ich weiß nicht, ob ich es geschafft habe, eben so viel zurĂŒckzugeben.

 

 

1. Sommerfest an der neuen Martinsschule

Jede Spende ist hier gut investiert

Spaß und gute Laune zum 1. Sommerfest in der neuen Martinsschule.

 

Ladenburg/Rhein-Neckar, 03. Juli 2012. (red/la) Die Ladenburger Martinsschule ist eine normale Regelschule fĂŒr besondere Menschen. Am Wochenende wurde Sommerfest und das 30-jĂ€hrige JubilĂ€um des Fördervereins gefeiert. Die Martinsschule ist aber auch ein besonderer Ort – der Freude und Zuneigung.

Von Reinhard Lask

Ich bin zum ersten Mal in der Martinsschule. Heute ist ein schöner Tag. Heute wird Sommerfest gefeiert. Doch mir stehen nach kurzer Zeit die TrĂ€nen in den Augen – ich muss den Anblick von so vielen schwerstbehinderten Kindern erst einmal fĂŒr mich selbst verkraften.

Gerade schiebt eine Mutter einen vermutlich spastisch gelĂ€hmten Jungen an mir vorbei. Ihm lĂ€uft der Speichel aus dem Mund und seine HĂ€nde und Arme sind seltsam verdreht. Aber er lĂ€chelt, freut sich wie ein Schneekönig. Ich schaue seiner Mutter in die Augen – auch sie strahlt, ist freudig, denn heute ist ein Festtag. Und den wollen alle gemeinsam mit guter Laune feiern.

Tradition fortfĂŒhren

Es ist das erste Sommerfest im neuen GebĂ€ude der Martinsschule. Denn erst seit Februar 2010 unterrichten hier 130 Lehrer rund 195 schwer- und schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche. 65 weitere SchĂŒler lernen in Inklusionsklassen außerhalb der Martinsschule.

Rektor Kurt Gredel eröffnet das Fest:

In der alten Schule haben wir alle zwei Jahre unser Sommerfest gefeiert. Diese Tradition wollen wir hier weiterfĂŒhren.

Seit acht Jahren ist Kurt Gredel der Rektor – mit Leib und Seele. Er strahlt viel WĂ€rme und eine schier grenzenlose Freundlichkeit aus – so wie alle, die hier mit den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern arbeiten. Heute ist nicht nur Sommerfest – es ist auch das 30-jĂ€hrige JubilĂ€um des Fördervereins der Martinsschule.

Herzlichkeit

Ein SchĂŒler kommt an die BĂŒhne. Er heißt Kevin und stakst mit seinen verdrehten Beinen langsam auf die Rampe zu. JĂŒrgen Vosloh, der Vorsitzende des Fördervereins muss den Jungen dabei stĂŒtzen, wĂ€hrend dieser zitternd einen Fuß vor den anderen setzt. „Super machst Du das, Kevin“, lobt Rektor Gredel. Er weiß, was der Junge leistet.

Er freut sich, Kevin es am Ende die ganze Rampe hoch bis auf die BĂŒhne geschafft hat. Kevin ĂŒbergibt Vosloh einen Gutschein. Die SchĂŒler schenken dem Förderverein eine mobile Stellwand, auf der sie in Zukunft ihre Arbeit prĂ€sentieren können. Kevin sagt etwas. Die einzelnen Wörter verstehe ich kaum. Aber ich verstehe auch so, was er sagt. Alle im Foyer verstehen ihn. Kevin bedankt sich – aufrichtig. Der darauf folgende Applaus ist herzlich.

Seit 30 Jahren versucht der Förderverein den MartinsschĂŒlern WĂŒnsche zu erfĂŒllen: 1,1 Millionen Euro hat der Verein seit seiner GrĂŒndung gesammelt. Eine ganz ĂŒberragende Summe, die einem außerordentlich guten Zweck zugekommen ist.

Tiefer Respekt

Der nĂ€chste Spender ĂŒberrascht:  Elmar Ludwig ist ein BĂ€r von einem Mann, der eine schwarze Lederkluft trĂ€gt. Er sieht aus wie ein Rocker, ist das auch, aber ein ganz harmloser – die meisten Klubmitglieder sind Beamte, darunter viele Polizisten. Der KlubprĂ€sident des Motorradklubs „Excubitores“ (lateinisch fĂŒr „Die WĂ€chter“) spendet 500 Euro in bar. Bei seiner Ansprache kĂ€mpft er mit seiner Stimme. Auch er ist bewegt:

Wir haben tiefsten Respekt fĂŒr das, was sie alle hier leisten und wollen das auch in Zukunft weiter mit Spendensammlungen unterstĂŒtzen.

Alle Kinder dĂŒrfen die schweren Maschinen anschauen, mit denen die Klubabordnung gekommen ist – kurz mal mitfahren ist allerdings nicht möglich:

Wir hatten auch mal ĂŒberlegt, dass wir mit denen im Kreis fahren, aber das ist zu gefĂ€hrlich.

Herr Ludwig erzĂ€hlt mir, dass ein Kollege eine schwerstbehinderte Tochter hat. Die lag immer wieder auf der Intensivstation. Die Eltern kĂŒmmen sich wunderbar aufopfernd um sie: „Das kostet so viel Kraft“, sagt er. Immer wieder ringt der stĂ€mmige Mann mit seiner Stimme: „Wir haben schon viele andere Spenden gemacht. Hier wollen wir auch weiter helfen“, sagt er. Und: „Ohne meinen Kollegen wĂ€re ich wohl nie hierher gekommen.“

Lebenslange Hilfe nötig

Alle Kinder, die die Martinsschule besuchen brauchen ihr Leben lang Hilfe. So wie ein MÀdchen, das auf einem Pflegebett liegt. Ich erfahre, dass das MÀdchen die meiste Zeit nur im Bett liegen kann. Es kann nicht alleine laufen, nur liegen und sich winden. Das macht sie, wenn sie Musik hört. Dann dreht sie sich im Takt von einer Seite auf die andere. Ich bin froh, dass Musik ihr Freude macht.

Das MĂ€dchen sieht aus, als lĂ€ge es noch immer im Brutkasten. Vielleicht ist es auch so. Manche Menschen mĂŒssen ihr Leben lang im Brutkasten verbringen. Doch die Martinsschule ermöglicht ihnen ein menschenwĂŒrdiges Leben. Eines mit Perspektive. Was viele nicht wissen: Die Martinsschule ist zwar eine Schule fĂŒr Schwerstbehinderte – aber sie ist eine Regelschule. Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler machen hier ihren Hauptschulabschluss.

NatĂŒrlich gibts in der Römerstadt auch echte Römer.

Mit den Einnahmen des Sommerfestes soll der Schulgarten ausgebaut werden. Bisher sind die Wege fĂŒr Pflegebetten nicht breit genug, sodass das bettlĂ€gerige MĂ€dchen draußen noch keine Pflanzen und Erde fĂŒhlen kann: „FĂŒr den Ausbau brauchen wir zwischen 40.-50.000 Euro“, sagt Rektor Gredel. Landrat Stefan Dallinger hat fĂŒr den Kreis 5.000 Euro gespendet.

Liebe und Förderung

Jede Spende ist hier gut investiert. Ich bin sehr beeindruckt – von der freundichen AtmosphĂ€re und dem liebevollen Umgang mit den Kindern. Von der Offenheit des Hauses und der SelbstverstĂ€ndlichkeit eine normale Schule fĂŒr besondere Menschen zu sein.

In anderen LĂ€ndern sieht man keine Behinderten auf der Straße oder in Schulen. Eine Martinsschule, die vielen der Kinder einen regulĂ€ren Schulabschluss ermöglicht? Undenkbar in vielen LĂ€ndern. Diesen besonderen Menschen einen wĂŒrdevollen Platz inmitten der Gesellschaft geben? Kaum vorstellbar.

Hier in der Martinsschule ist das anders. Auch wenn diese jungen Menschen nicht das GlĂŒck hatten, in „normale“ Körper hineingeboren zu werden, sie haben das GlĂŒck, einen Platz in der Martinsschule gefunden zu haben. Eine Schule voller Menschen, die alles daran setzen, diesen Kindern alle Liebe und die Förderung zu geben, die sie brauchen.

Hintergrund: Die Martinsschule wird von den StĂ€dten Mannheim und Heidelberg sowie dem Rhein-Neckar-Kreis und Kreis Bergstraße getragen.

Spendenkonten des Fördervereins Martinsschule Ladenburg:

Volksbank Kurpfalz H+G Bank
BLZ 672 901 00
Kontonummer: 502 401 00

Sparkasse Rhein Neckar Nord
BLZ 670 505 05
Kontonummer 660 032 21

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Doppelausstellung - 23. Kreiskulturwoche gestartet

Kunst und Mensch – hautnah

Ausstellungseröffnung "Atelier und KĂŒnstler" in der Martinsschule.

Ladenburg/Hirschberg/Rhein-Neckar, 08. MĂ€rz 2011. (red/sap) Am Sonntag startete zum 23. Mal die Ausstellung „Atelier und KĂŒnstler“ zur Kreiskulturwoche, und zwar diesmal mit einer Doppelausstellung in Ladenburg und Hirschberg. Möglich macht es das im vergangenen Jahr entwickelte Ausstellungskonzept, das den individuellen KĂŒnstlerpersönlichkeiten grĂ¶ĂŸerer Raum zur Darstellung gibt.

Von Sabine Prothmann

Acht KĂŒnstler, die nicht unterschiedlicher sein könnten, zwei Orte, die eine ganz unterschiedliche AtmosphĂ€ren vermitteln.

Die Ladenburger Martinsschule ist ein Vorzeigeobjekt, kĂŒnstlerisch, architektonisch, menschlich – sie wurde vor zwei Jahren eröffnet.

In der Martinsschule werden ganz besondere Kinder unterrichtet, es sind körperbehinderte Kinder, sie sind SchĂ€tze, wie der Schulleiter Kurt Gredel in seiner BegrĂŒĂŸung betonte.

Zehn Kinder stehen oder sitzen in ihren RollstĂŒhlen auf der BĂŒhne, es sind die „Crazy SchĂŒlers“, die Schulband. Sie umrahmen mit ihren Songs die Ausstellungseröffnung – es ist ein ganz besonderer Moment.

Schulband "Crazy SchĂŒlers".

 

Kurt Gredel erzĂ€hlt wie dieser Tage die Kunstobjekte gebracht und aufgebaut wurden. Wie die KĂŒnstler ihre Kostbarkeiten enthĂŒllten und wie besonders sie hier an der Martinsschule empfangen wurden.

In seiner BegrĂŒĂŸung schlĂ€gt er die BrĂŒcke von der Kunst zu den Kindern, die hier unterrichtet werden, zu den ganz besonderen SchĂ€tzen, die „anders sind als normal“ in einer Welt des Normalen, die wertvoll sind, um die man sich kĂŒmmern muss, bei denen man noch nicht weiß, wohin sie sich entwickeln.

„Entdecken, sich auseinandersetzen“ – Gredel spricht von seinen SchĂŒlern und er spricht von der Kunst der vier regionalen KĂŒnstlern, die hier jetzt ausgestellt werden.

„Kunst und Martinsschule passen gut zusammen“

„Kunst ist das ganz andere, es ist das Entdecken des ganz anderen in der Welt der NormalitĂ€t“, sagt Gredel.

Deswegen passen Kunst und Martinsschule gut zusammen.

Das Foyer der Martinsschule ist gut gefĂŒllt, die Menschen, die hier versammelt sind, achten die SchĂŒler und die Kunst.

Auch BĂŒrgermeister Rainer Ziegler freut sich hier begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen, nicht als Hausherr, aber als BĂŒrgermeister der Stadt.

Ziegler erinnert an die 1. Kreiskulturwoche, die am 4. MĂ€rz 1990 im Domhof Premiere gefeiert hatte.

Kunst und Rhein-Neckar-Kreis sei eine großartige VerknĂŒpfung. Doch es brauche Strukturen, um dies zusammenzubringen und entsprechende Signale. In Ladenburg beginne sich ein Kunstverein zu bilden, das sei hervorragend, denn Ladenburg sei ein Ort der Kunst:

Kunst in der Martinsschule ist Kunst in einem Kunstwerk.

Die Ludwigshafener Kunsthistorikerin Barbara Auer hĂ€lt die EinfĂŒhrung zu der Ladenburger Ausstellung und erzĂ€hlt von den vier KĂŒnstlern, die hier ihre Kunst zeigen.

Es sind: Elsa Becke aus Heidelberg, Cholud Kassem aus Heidelberg, Wolfgang Blanke aus Kuhardt und Siegfried Reißing aus Ladenburg.

Schwebende PostkartenhÀuschen in Hirschberg.

Siegfried Reißing stellt Fotografien aus. Er reduziere die Architektur auf die Geometrie, auf die Linien. Er arbeite im Geiste des Konstruktivismus. Die Farbpalette ist minimalistisch, die Architektur erkennt man nicht mehr, es sind Ausschnitte, Lichtblicke, Farben, so Barbara Auer.

Die Heidelberger KĂŒnstlerin Elsa Becke ist Fotografin und Malerin. In der Martinsschule werden nur ihre Fotografien gezeigt. Es sind Foto-Paintings, es geht um RĂ€ume, vom Außenraum zum Innenraum.

Distanz im alltÀglichen Treiben

Der Maler Wolfgang Blanke hat eine ganz besondere Art, seine Farben an zu mischen. Emulsion und Farbpigmente werden auf der Leinwand aufgetragen. Er modeliert mit dem Pinselstrich, Farbschichten werden ĂŒbereinander gelegt.

Er malt Szenen aus dem Alltag, wo sich Menschen begegnen. Es sind vertraute Situationen, aus der Vogelperspektive betrachtet. Damit schafft er eine große Distanz zum alltĂ€glichen Treiben.
Die Bilder sind lichtdurchflutet und haben etwas momenthaft FlĂŒchtiges.

Mit „Kleidchen und GewĂ€nder“ sind die Arbeiten von Cholud Kassem ĂŒberschrieben. „Der Mensch existiere nicht, ist aber dennoch anwesend“.

Es sind die Kleidchen von kleinen MĂ€dchen, GewĂ€nder von geistigen WĂŒrdetrĂ€gern. GewĂ€nder fĂŒr einen rituellen Zweck, fĂŒr die christliche Taufe, fĂŒr ein Bar Mizwa – die KĂŒnstlerin lĂ€sst alles offen.

Zarte Pastelltöne werden auf Fotokarton gebracht. Ganz viele Malschichten werden aufgetragen bis sich die Formen zeigen. Kassem gebe sich der Malerei ganz hin, sagt Auer. Das Motiv schÀle sich heraus, kantig und steif.

„Ihr seid das Synonym fĂŒr gelebtes Miteinander“.

Landrat Stefan Dallinger eröffnet die Ausstellung. Er begrĂŒĂŸt die „Crazy SchĂŒlers“, „das hier ist ein megacooles Fest“, sagt er zu der Band gewandt. Die Jugendlichen strahlen, denn sie sind bedeutend, sie haben ihren Teil beigetragen an diesem besonderen Tag, bei dieser Eröffnung. Er habe die „Crazy SchĂŒlers“ schon gehört, „ich war hier schon sieben Mal zu Gast und ihr werdet immer besser“:

Ihr seid das Synonym fĂŒr gelebtes Miteinander.

Auch Dallinger erinnerte an die 1. Ausstellung der Kreiskulturwoche im Ladenburger Domhof:

Ich hĂ€tte mir kaum einen besseren Ort fĂŒr den Auftakt der Ausstellung vorstellen können.

Sein besonderer Dank galt Dr. Hans-JĂŒrgen Buderer, Direktor Kunst- und Kulturgeschichte an den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim. „Er war der Spiritus Rektor der neuen Idee.“

Vier Sammlerinnen in der Hirschberger Rathausgalerie

Szenenwechsel, ein paar Stunden spÀter wird an einem anderen Ort, in der Rathausgalerie in Hirschberg, eine zweite Ausstellung eröffnet.

Vier KĂŒnstlerinnen prĂ€sentieren ihre Installationen und gehen einen Dialog ein mit dem Raum. Es sind: Angelika Dirscherl aus Heidelberg, Andrea Niessen aus Speyer, Christine Fischer aus Ludwigshafen und Ulrike Thiele Mosbach.

Die „Anonymen Saxophonisten“ von der Weinheimer Musikschule umrahmen musikalisch die Vernissage. Das ist richtig gut.

Mit dem Hölderlin-Zitat „Lern im Leben die Kunst, im Kunstwerk lerne das Leben! Siehst du das eine recht, siehst du das andere auch“ beginnt BĂŒrgermeister Manuel Just seine BegrĂŒĂŸung.

Hirschberg sei die heimliche Hauptstadt des Rhein-Neckar-Kreises, meint Just und zwinkert, denn schließlich wohne Landrat Dallinger im Ortsteil Großsachsen.

Bewusst karg ist die Rathausgalerie: Holzbalken, weiße WĂ€nde, Estrich. Der Raum tritt zurĂŒck fĂŒr die Kunst:

Wir wollen der Kunst Raum einrÀumen.

„Es ist nicht hĂ€ufig, dass Kommunen Kunst anhĂ€ufen“, sagt die Kuratorin Julia Philippi in ihrer EinfĂŒhrung. Das Rathaus sei ein Ort der Dienstleistung, offen fĂŒr BĂŒrger, ein öffentlicher Raum der Begegnung und sei ein Ort der Kunst.
Es wurden hier vier KĂŒnstlerinnen ausgewĂ€hlt, die das urweibliche verbindet: Die Frau als Sammlerin.

Angelika Dirscherl sammelt alles aus Papier. Postkarten gebaut zu kleinen HĂ€usern, die von den Balken im Raum schweben. Das Postkartenmotiv ist immer der gleiche Ort, aber zu unterschiedlicher Zeit. „Es ist ein gemeinsamer Erinnerungsort, es ist Heimat“, sagt Julia Philippi.

Metaphysische Wesen aus Stoff

Auch Christine Fischer sammelt. Sie sammelt Stoffe und textiles Gewebe. Es entstehen metaphysische Wesen, die sich in der Galerie verteilen. Es sind keine Kuscheltiere – die Formen sind fast unheimlich, bedrohlich.

Helle, leichte wĂŒrfelartige Gewebe schweben in der Luft – es sind die Kunstwerke der KĂŒnstlerin Andrea Niessen. Sie sammelt weibliche Haare. Mit Leim vermischt entsteht ein starkes Geflecht, hautĂ€hnliches Material. Kleine Holzstiegen ermöglichen das Hineintauchen in die Welt aus Transparenz und Haar. Ein Stock höher wachsen die Haare aus dem Boden.

Ulrike Thiele sammelt Holz, Kunststoff, Metall, Kabelbinder. Es sind AlltagsgegenstĂ€nde, die sie zu einem neuen Kontext verbindet, wie ihre Bodeninstallation „Kartenhaus“. Massive Objekte halten sich gegenseitig im Gleichgewicht und scheinen dann fast zu kippen.

„Wo ziehe ich die Grenze zwischen Ă€ußerem und inneren Raum?“ Mit seiner raumgreifenden PrĂ€senz wird die Kunst nicht zum Gegenstand, sondern zum Erlebnis.

Die Kunst ist dort, wo sie uns ergreift,

sagt Philippi. So sind auch die Kunstobjekte dieser Ausstellung nicht in Reih und Glied aufgestellt. Sie haben ihre eigen Unordnung, der Betrachter muss fast drĂŒbersteigen oder hineinkriechen.

Landrat Stefan Dallinger schafft es auch hier wieder seine Eröffnung sehr persönlich zu gestalten.

Dallinger lobt den Kunsteinsatz seiner Heimatgemeinde, „es ist nicht selbstverstĂ€ndlich, dass so viel Kunst angekauft wird“, sagt der Landrat.

Er stellt die „Anonymen Saxophonisten“ aus Weinheim vor. Er wirkt persönlich, ungezwungen.

Das neue Konzept geht auf, der Start der Doppelausstellung war ein voller Erfolg. DafĂŒr verantwortlich sind KĂŒnstler und Macher, die Menschen im Hintergrund und im Vordergrund und die vielen Besucher. Es sind Kunst und Mensch hautnah.

Ausstellungseröffnung "Atelier und KĂŒnstler" in der Rathausgalerie.

 

Info: Die Ausstellung in der Martinsschule geht vom 04. MĂ€rz bis 06. Mai. Sie ist (außer in den Schulferien) geöffnet von Montag bis Donnerstag 09:00 Uhr bis 12.30 Uhr, Mittwochs von 15.30 Uhr bis 19:00 Uhr, und an den Sonntagen 11. MĂ€rz., 25. MĂ€rz., 22. April und 06. Mai, jeweils von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr.

Ab 2012 veranstaltet der Kreis nun keine große Wanderausstellung mehr, vielmehr stehen nun spezielle Gruppenausstellungen mit wenigen KĂŒnstlern an ausgewĂ€hlten Orten im Fokus, an deren konzeptioneller Erarbeitung die KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler selbst zusammen mit den Kuratoren (den Mitgliedern der Jury: Barbara Auer, Ludwigshafen, Hans-JĂŒrgen Buderer, Mannheim, Hans Gercke, Heidelberg und Julia Philippi, Heidelberg) ganz unmittelbar beteiligt sind. Weitere Ausstellungsorte sind Eberbach, Sinsheim und Walldorf.

Von insgesamt 225 Kunstschaffenden aus der Metropolregion Rhein-Neckar, die sich fĂŒr das Projekt beworben haben, wĂ€hlte die Jury 17 KĂŒnstler aus.

Zur Rahmen 23. Kreiskulturwoche 2012 erschien der Band 8 des „AtelierfĂŒhrers“. Der Kunstkatalog ist an jedem Ausstellungsort fĂŒr einen Unkostenbeitrag von 15 Euro erhĂ€ltlich. Er kann aber auch beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis ĂŒber Anja Sauer, Telefon-Nummer 06221/522-1356, E-Mail anja.sauer@rhein-neckar-kreis.de bestellt werden.

Viel Freude mit den Bildern!

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27. Februar bis 04. MĂ€rz 2012

Diese Woche: Tipps und Termine

Tipps und Termine fĂŒr den 27. Februar bis 04. MĂ€rz 2012. Jeden Montag erscheinen unsere Veranstaltungstipps fĂŒr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Termine finden Sie ins unseren Kalendern fĂŒr Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Viernheim, Weinheim und Rhein-Neckar.

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Dienstag, 23. Februar 2012, 20:00 Uhr, „Hutter im Schloss“

"Hutter im Schloss".

Weinheim. Am Dienstag, 23. Februar 2012, hauen sich Hobby-Poeten aus der Region beim Weinheimer „Poetry Slam“ wieder ihre gereimten Emotionen um die Ohren. Das altehrwĂŒrdige Schloss, genauer das Restaurant „Hutter im Schloss“, bildet dafĂŒr wieder eine wahrlich (dichter-) fĂŒrstliche Kulisse. Die verbalen FaustkĂ€mpfe der Literaten gehören seit zwei Jahren zur Kulturszene der Zweiburgenstadt. Dabei hat KulturbĂŒro-Chef Gunnar Fuchs gleich ein eigenes Profil geschaffen – ohne Ungereimtheiten. Als Moderator und kĂŒnstlerischen Berater fungiert wieder Alex Dreppec aus Darmstadt, ein wahrer Kenner der „Poetry-Szene“. Er war selbst schon „Slam-Sieger“ unter anderem in Frankfurt, Mainz und Wiesbaden.

Es sollen bis zu zehn Spontan-Dichter auftreten. Jeder „Slammer“ hat sieben Minuten Zeit, seine Texte vorzutragen, wer gewinnt, entscheidet das Publikum.

Ort: Hutter im Schloss, Weinheim.
Anmeldung: kulturbuero@weinheim.de oder 06201 / 82 592.

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Mittwoch, 29. Februar 2012, 20:00 Uhr, Stadthalle Weinheim

"Pasta e Basta" . Szenenfoto.

Weinheim. Unter dem Titel „Pasta e basta“ findet in der Stadthalle ein italienischer Liederabend von Dietmar Loeffler mit Liedern von Eros Ramazotti, Adriano Celentano, Gianna Nannini bis Paolo Conte statt.

An diesem Abend heißt es: KĂŒche frei fĂŒr eine große Musik-Show! In der KĂŒche eines kleinen italienischen Restaurants, zwischen Töpfen, Tellern und dreckigem Geschirr trĂ€umen zwei Köche, ein Kellner und eine TellerwĂ€scherin von dem großen GlĂŒck, als SĂ€nger endlich erfolgreich zu sein. Sehr zum Leidwesen der GĂ€ste. Denn statt in der KĂŒche köstliche Pasta-Gerichte vorzubereiten, werden hier Kochlöffel zu Schlagzeugstöcken, der KĂŒchenbesen wird zum Bass umfunktioniert, und der Herd muss einem Klavier weichen, wĂ€hrend die Nudeln ĂŒberquellen und Kundenbestellungen nur noch beilĂ€ufig berĂŒcksichtigt werden.

Ort: Birkenauertalstr. 2, Weinheim.
Karten: Im Vorverkauf bei der GeschÀftsstelle der Kulturgemeinde Weinheim, Tel. 06201/12282..

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Dienstag, 28. Februar 2012, 19:00 Uhr, Volkshochschule Weinheim

David Gilmore.

Weinheim. „Die Kraft des Lachens“ ist ein Erlebnisabend mit David Gilmore.

Das Lachen ist ein wesentlicher Teil unserer wahren Natur. Humor ist ein Ausdruck wahrer Freiheit. David Gilmore bietet an diesem Abend einen Freiraum, sich durch Spiel und Dialog in einem humorvollen Raum mit Lachen, Humor, KreativitĂ€t kennen zu lernen. Es werden Übungen angeboten, die in prĂ€gnanter Weise David Gilmores Arbeit mit Humor erlebbar und verstĂ€ndlich machen.

Ort: Luisenstraße 1, 69469 Weinheim.
Teilnahmebeitrag: 19 Euro. Voranmeldung notwendig, Tel. 06201/9963-0.

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Freitag, 02. MĂ€rz 2012, 19:00 Uhr, Kulturscheune

Charlotte Herzog von Berg.

Viernheim. Vom 02. MĂ€rz bis zum 28. April 2012 findet in der Kulturscheune die Ausstellung „FrĂŒhlingsboten“ mit Bildern und Farbradierungen von Charlotte Herzog von Berg statt.

Die Ausstellung wird am Freitag, 02. MĂ€rz 2012, um 19.00 Uhr eröffnet. Die KĂŒnstlerin ist anwesend. Die EinfĂŒhrung hĂ€lt Dr. Gabriele Berrer-Wallbrecht, Musikalische Umrahmung: A. von Berg.

Charlotte Herzog von Berg: Geboren in Mannheim. Kunststudium in MĂŒnchen und Berlin. Hochschulabschluss an der jetzigen UDK Berlin als MeisterschĂŒlerin bei Hann Trier. Lebt als freischaffende Malerin in Berlin und Ladenburg am Neckar.  Die KĂŒnstlerin ist Mitglied des Deutschen KĂŒnstlerbundes und des KĂŒnstlersonderbundes in Deutschland.

Ort: Kulturscheune, Satonévri Platz 1, Viernheim.
Öffnungszeiten: Dienstag 10 – 17 Uhr, Mittwoch 14 – 17 Uhr, Donnerstag 10 – 13 und 15 – 19 Uhr, Freitag 14 – 17 Uhr, Samstag 10 – 12 Uhr, und nach Vereinbarung

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Martinsschule Ladenburg.

Sonntag, 04. MĂ€rz 2012, 11:00/14:00 Uhr, Martinsschule Ladenburg/Rathausgalerie Hirschberg

Ladenburg/Hirschberg.Die Ausstellung „Atelier und KĂŒnstler“ wird am 04. MĂ€rz 2012 in Ladenburg und Hirschberg eröffnet.

Bei der 23. Kreiskulturwoche steht die Bildende Kunst wieder im Mittelpunkt. Mit einer Art Doppelpremiere startet am Sonntag, 4. MĂ€rz, um 11 Uhr in der Martinsschule in Ladenburg und um 14 Uhr in der Rathausgalerie in Hirschberg das bundesweit beachtete Ausstellungsprojekt „Atelier und KĂŒnstler“ mit der PrĂ€sentation von KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler aus der Metropolregion..

Rathausgalerie Hirschberg.

Im Vergleich zu den Ausstellungen der Vorjahre haben sich die Kreiskulturkommission und der Kreistag ab 2012 dafĂŒr entschieden, nicht mehr eine große Wanderausstellung mit allen von der Jury ausgewĂ€hlten KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstlern, sondern spezielle Gruppenausstellungen mit wenigen KĂŒnstlern an ausgewĂ€hlten Orten, die von ihnen zusammen mit den Kuratoren konzipiert wurden. Das gibt den individuellen kĂŒnstlerischen AnsĂ€tzen weiteren Raum zur Darstellung und ermöglicht eine viel intensivere PrĂ€sentation der KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler in einer Ausstellung als frĂŒher.

Eröffnet werden beide Ausstellungen von Landrat Stefan Dallinger, in der Rathausgalerie in Hirschberg begrĂŒĂŸt um 14:00 Uhr BĂŒrgermeister Manuel Just, in Ladenburg um 11:00 Uhr begrĂŒĂŸt Schulleiter Kurt Gredel in der Martinsschule.

Orte: Großsachsener Straße, Hitschberg und Hirschberger Allee 2, Ladenburg.

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Chansonfestival in Heidelberg.

Bis 24. MĂ€rz 2012, Opernzelt Heidelberg

Heidelberg. Unter dem Titel „schöner lĂŒgen“ findet ab dem 04. Februar 2012 das 12. Festival fĂŒr neue deutsche Chansons im Heidelberger Opernzelt statt.

Neue deutsche Chansons und Lieder mit intelligentem Humor prĂ€sentieren die „Macher“ von „schöner lĂŒgen“ im zwölften Jahr. Alle Liebhaber des Chanson dĂŒrfen sich auf poetische, freche, skurrile Abende im Kulturfenster in Heidelberg-Bergheim und im Opernzelt in Heidelberg freuen.

„schöner lĂŒgen“ ist nach Berlin das Ă€lteste und noch vor Berlin sogar das grĂ¶ĂŸte Chansonfestival der Republik.

Infos: www.schoenerluegen.de

Ort: Opernzelt Heidelberg, Emil-Maier-Straße 16, 69115 Heidelberg.

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Indoor-Spielplatz im Pflanzenschauhaus.

Bis 18. MĂ€rz 2012, Pflanzenschauhaus Luisenpark

Mannheim. Der Indoor-Spielplatz im Pflanzenschauhaus des Luisenparks wurde am 27. Januar 2012 eröffnet.

In diesem Jahr dreht sich alles um die gigantische Kletterattraktion: Mit einem Durchmesser von 8 Metern und einer Höhe von 4 Metern macht die „Dschungel-Arena“ der Berliner Corocord GmbH mĂ€chtig Eindruck – und vor allem Spaß! Von der Affenschaukel ĂŒber das Dschungel-Segel, etlichen Kletternetzen bis zu den Baum-dicken Riesentauen ist immer wieder neues Abendteuer geboten. Und das Beste: Das Mammut-Spielzeug wird nach dem Winterspielplatz im Park bleiben und ab Ostern seinen festen Platz im Luisenpark einnehmen.

„Tiefbau“-Experten oder jenen, die sich noch nicht so hoch hinaus trauen, liefern 12 LKW-Ladungen Sand auf 420 Quadratmeter genĂŒgend Stoff zum Baggern.

Eintritt: Bis 18. MĂ€rz 2012, tĂ€glich 10.30 – 16.30 Uhr (ab MĂ€rz 10.00 – 17.30 Uhr, Pflanzenschauhaus). Nur der Parkeintritt ist zu entrichten, die Ausstellung selbst ist kostenfrei!“
Ort:
Luisenpark, Mannheim.

Das Mannheimer Prinzenpaar zu Gast in der Martinsschule

Die Schule hat dabei des öfteren „gebebt“.

Mannheimer Prinzenpaar, Prinzessin Eva-Maria I. und Prinz Marco der I.

 

Ladenburg, 16.Februar.2012. (red/pm) Durch den Besuch des Mannheimer Prinzenpaars, Prinzessin Eva-Maria I. und Prinz Marco der I., wurde dieses Jahr der Schulfasching der Martinsschule geadelt. FĂŒr die passende Stimmung beim Tanzen sorgte die SchĂŒlerband “Crazy SchĂŒlers”, so wie DJ Martin Gehring. Höhepunkt der Veranstaltung war der mit GummibĂ€rchen prĂ€mierte KostĂŒmwettbewerb.

Information der Martinsschule:

“Fetzige und ausgelassene Stimmung herrschte in der toll dekorierten Aula der Martinsschule Ladenburg. Die Lehrerinnen der SMV Frau Julia Knebelspieß und Frau Nicole Kailich fĂŒhrten mit Witz und Humor durch das Programm. Alle SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren originell verkleidet und freuten sich ĂŒber die bevorstehenden Tanz – und Showeinlagen der unterschiedlichen Klassenstufen.

Die Schule hat dabei des öfteren „gebebt“. Eingeheizt von der SchĂŒlerband „Crazy SchĂŒlers“ mit Martin Gehring und Monika Herber waren die Songs „Wochenende“, „Urlaub“ sowie „Nun ist es soweit!“ eine erste Rakete im Programm, viele rockten mit, wie auch bei der anschließenden Disco-Musik, die DJ Martin Gehring vorbereitet hatte.

Weitere Programmpunkte waren: „Der Hexentanz“ der Klasse 4, das „Manamana“ der Berufsschulstufe, sowie der „Malertanz“ der Klasse 9. Dabei wurde eine lebende „LitfaßsĂ€ule“ von den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern gekonnt bemalt.
Immer wieder fĂŒllte sich die TanzflĂ€che. Und dann war es soweit: Das Mannheimer Prinzenpaar, Prinzessin Eva-Maria I. und Prinz Marco der I. mit einer kleinen Gardebegleitung betraten die BĂŒhne. Ein tolles und aufgewecktes Paar, das vom Schulleiter Kurt Gredel in seinem TierkostĂŒm mit einem krĂ€ftigen „MUUH“ und „Ahoi“ begrĂŒĂŸt wurde. Der Funken des Paares sprang gleich auf die gesamte Faschingsgemeinde ĂŒber.

Zusammen mit der Klasse 5 wurde das Fliegerlied angestimmt und von allen getanzt. Dann verließen beide die BĂŒhne, konnten von den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern befragt, berĂŒhrt und in voller Pracht bestaunt werden. Ein Prinzenpaar zum Anfassen – beide lobten die tollen KostĂŒme und die ausgelassene Stimmung in der Aula.

Beide werden ihre EindrĂŒcke in ihrer Amtszeit nicht vergessen, wie sie beim Hinausgehen versicherten. Gespannt erwarteten alle nun die KostĂŒm-Preisverleihung zum Abschluss der Veranstaltung. Den ersten Preis erhielt „ein besonders hĂŒbsches MĂ€dchen“ (Jonathan M.), den zweiten Preis ein „Hippie – kunterbuntes BlumenkostĂŒm, mit grĂŒnen Schuhen“ (Anna M.) sowie den dritten Preis eine wundersame Hexe (Helena B.). Als Preise gab es große TĂŒten GummibĂ€rchen. Somit ging die Faschingsfeier der Martinsschule zu Ende. Wir freuen uns auf das nĂ€chste Jahr.”

SchĂŒlercafĂ© fĂŒr Garango in der Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg, 19. November 2011. (red/pm) Der Erlös aus dem SchĂŒlercafĂ© geht an die Gehörlosenschule in Garango. Auch der Partnerschaftsverein war begeistert.

Information der Martinsschule:

„Im Anschluss an ihren Schulgottesdienst vor den Herbstferien veranstalteten die SchĂŒler der Berufschulstufe der Martinsschule ein SchĂŒlercafĂ©. Sie organisierten ein großes Sortiment an Kuchen, belegten Brötchen und GetrĂ€nken und verkauften an ihre MitschĂŒler, Lehrer und etliche Eltern, die an diesem Tag schon zum Schulgottesdienst gekommen waren.

SchĂŒler der Berufschulstufe in der LehrkĂŒche wĂŒnschen den SchĂŒlern der Gehörlosenschule in Garango mit der GebĂ€rde der deutschen GebĂ€rdensprache „Viel GlĂŒck!“

Nach Abrechung aller Kosten blieben 241 Euro, die nun dem Partnerschaftsverein ĂŒbergeben wurden. Mit diesem Betrag soll die sonderpĂ€dagogische Zusatzqualifikation eines Lehrers fĂŒr die Gehörlosenschule in Garango mitfinanziert werden.

Dass Lehrer fĂŒr den Unterricht mit SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern mit einer Behinderung auch besondere Kenntnisse und FĂ€higkeiten brauchen, wissen die SchĂŒler der Martinsschule aus eigener Erfahrung. Zum Beispiel gibt es an der Martinsschule viele SchĂŒler, die nicht lautsprachlich kommunizieren können und deshalb auf GebĂ€rden und anderen Kommunikationshilfen angewiesen sind.

Rektor Kurt Gredel dankte der Berufschulstufe im Namen der Schulgemeinschaft fĂŒr diese vorbildhafte Aktion. Auch Ulla Roßkopf vom Garango-Verein war sehr begeistert und angetan.“

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Entlassfeier Martinsschule: „Es war schön mit Euch!“


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Rektor Kurt Gredel verabschiedet MartinsschĂŒler.

Rhein-Neckar/Ladenburg, 22. Juli 2011. (red) 22 Absolventen der Martinsschule wurden heute in Ladenburg feierlich entlassen. Der Rektor Kurt Gredel verabschiedete seine SchĂŒlerinnen und SchĂŒler mit seiner positiven Lebensfreude und Stolz: „Ihr habt das gelernt, was euch möglich war und uns alle und eurer Eltern damit beschenkt.“

Von Hardy Prothmann

Die Martinsschule in Ladenburg ist eine ganz normale Schule fĂŒr besondere Kinder – 254 Kinder wurden hier im vergangenen Schuljahr unterrichtet, 22 wurden heute aus ihrer Schulzeit entlassen, fĂŒnf davon absolvierten die Außenklasse an der Werkrealschule Unterer Neckar.

Die MartinsschĂŒler sind körperbehindert, teils schwerst. Lernen ist fĂŒr viele von ihnen mit großen MĂŒhen verbunden – ebenso fĂŒr alle, die sie dabei unterstĂŒtzen, ob Lehrer, SonderpĂ€dagogen, Therapeuten, Hausmeister oder das KĂŒchenpersonal.

Auf die SchulabgĂ€ngerinnen und -abgĂ€nger warten neue Herausforderungen außerhalb der Schule. Einige wechseln zu beruflichen BildungstrĂ€gern, andere beginnen direkt ein „Arbeitsleben“ in speziellen Einrichtungen wie BehindertenwerkstĂ€tten.

Rektor Kurt Gredel betonte die besonderen Eigenschaften seiner nun ehemaligen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler: „Bei euch stand immer die SolidaritĂ€t mit den anderen im Vordergrund. Ihr habt euch gegenseitig geholfen, gegenseitig gelacht und auch gegenseitig getrauert. Und ihr habt das gelernt, was euch möglich war und uns alle und eure Eltern damit beschenkt.“

Gredel ist ein Mensch, der den Mut nie verliert, sondern gibt: „Wer euch genau kennenlernen möchte, muss „gewohnte“ Spuren verlassen – um eine Spur zu finden.“ Weiter betonte der Rektor den besonderen Charakter der Schule als „offene“ Schule, „in der sich viele begegnen können“. Sehr herzlich und ergriffen sagte er: „Es war schön mit Euch!“

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Große Freude ĂŒber den besonderen Tag und die Zeugnisse.

Auf dem Programm standen PrĂ€sentationen der Klassen von Anke Stone und Ingrid Siller – humvorvolle Bildershows, die an die gemeinsame Zeit erinnerten. Die SchĂŒlerband und der Lehrerchor unterhielten musikalisch. Danach standen die ZeugnisĂŒbergaben auch fĂŒr die Klassen von Bernd Nagel und Dagmar Pesek auf dem Programm.

Insgesamt wurde viel gelacht bei dieser Entlassfeier – wĂ€hrend der ZeugnisĂŒbergaben sah man aber auch viele nachdenkliche Gesichter bei Eltern, Familienangehörigen und Freunden, dem Personal der Martinsschule oder Vertretern anderer Schulen, die ganz sicher die vergangenen Jahre erinnerten und an die kommende Zeit dachten.

Die SchulabgĂ€nger/innen waren da viel entspannter und freuten sich sehr stolz ĂŒber ihre Zeugnisse.

Vertreter der Stadt Ladenburg, des Gemeinderats oder des SchultrĂ€gers Rhein-Neckar-Kreis waren, soweit wir das beobachten konnten, nicht anwesend – was von vielen Anwesenden bedauert worden ist.

Die Bildergalerie zur Entlassfeier finden Sie beim rheinneckarblog.de.

„Unsere Welt – ein Geschenk Gottes“ – Erntedankfeier in der Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg, 02. November 2010. „Unsere Welt – ein Geschenk Gottes“ unter diesem Motto wurde am Freitag, den 29. Oktober 2010, das Erntedankfest in der Ladenburger Martinsschule gefeiert. Der Reinerlös aus den Einnahmen des SchĂŒlercafés geht an die Behindertenschulen in Burkina Faso.

Mit vielen Liedern, einem geschmĂŒckten Altar und einer gespielten Bibelstelle dankten die Kinder und Lehrer mit ihren Familien Gott fĂŒr „die eine Welt“.

„Der Gott aller Religionen hat uns ein Leben geschenkt, wir danken ihm fĂŒr das, was wir bekommen haben“, sagte die Religionslehrerin Susanne Brennberger in ihrer Ansprache.

Ein Gott aller Menschen, Nationen und Religionen

Wenn der SchĂŒler Baris mit der Al Fatiha, der ersten Sure aus dem Koran, den Gottesdienst eröffnet, zeigt das symbolisch, dass dies eine Erntedankfeier ist fĂŒr den Gott aller Menschen und Nationen und aller Religionen.

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Erntedankfest in der Martinsschule.

Kurt Gredel, Leiter der Martinsschule, erinnert in seiner BegrĂŒĂŸung an den Besuch einer Delegation der Ladenburger Partnerstadt aus Garango im vergangenen Schuljahr.

Diese Begegnung mit den Menschen aus Afrika habe bei den „MartinsschĂŒlern“ und ihren Lehrern einen tiefen Eindruck hinterlassen, so dass es fĂŒr alle Beteiligten selbstverstĂ€ndlich war, die Tradition des „Erntedank-SchĂŒlercafés fĂŒr Garango“ fortzufĂŒhren.

So solle auch in diesem Jahr der Erlös aus dem Verkauf des SchĂŒlercafés wieder dem Bereich der Behindertenschulen in Burkina Faso zu Gute kommen. Diesmal soll der Bau des Schulgartens damit unterstĂŒtzt werden.

Szenisches Spiel und Lieder.

Die Klasse 5 (Gruppe Bock/Brennberger) hatte fĂŒr das Erntedankfest ein szenisches Spiel ĂŒber die Bibelstelle vom „reichen Kornbauer“ vorbereitet.

Mit dem afrikanischen Lied „Dass die Liebe Gottes mit uns ist“ endete der Gottesdienst.

SchĂŒler der Berufschulstufe luden alle Kinder, Familien und Freunde zu dem, von ihnen organisierten, SchĂŒlercafé ein.

Durch den Verkauf konnte an diesem Tag ein Reinerlös von 301,30 Euro erzielt werden: „Ein stolzes Ergebnis-€”die Schulgemeinschaft freut sich sehr darĂŒber“, so Kurt Gredel.

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„Schicker“ Auftritt: Wenn eine Kultusministerin das reale Leben trifft, wird viel gelĂ€chelt

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Guten Tag

Ladenburg/Hirschberg, 22. September 2010. (red) Der 20. September 2010 ist fĂŒr Hirschberg ein besonderer Tag. Die neue baden-wĂŒrttembergische Kultusministerin Marion Schick trĂ€gt sich ins goldene Buch der Gemeinde ein und redet ĂŒber „Inklusion“ – so nennt man die Teilnahme von behinderten SchĂŒlerinnen in „normale“ Klassen. Frau Schick gibt sich offen, lĂ€chelt viel, redet viel und ist bester Laune. Viele der GĂ€ste habe hingegen Sorgen.

Von Hardy Prothmann

Ich bin nun schon zwanzig Jahre „im GeschĂ€ft“. Als Journalist habe ich viel gesehen, erlebt, erfahren. Aber ich lerne immer wieder neu dazu.

So geschehen am Montag, den 20. September 2010. Frau Kultusministerin Prof. Dr. Marion Schick besucht die Martinsschule in Ladenburg und „stellt“ sich dann der „Diskussion“ zum Thema „Inklusion“ in der Martin-Stöhr-Grund-und Hauptschule Hirschberg, die sich aber ausweislich eines an eine Leinwand gebeamten Textes „Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim“ nennt. Der Name ist weder offiziell noch richtig.

Schick. Adrett. Beredt.

Frau Schick ist eine adrette Person. Anfang 50, schlank, AnzugtrĂ€gerin, Kurzhaarfrisur. Sie hat ein fröhliches Naturell und lacht gerne. Dabei kann sie auch reden wie ein Wasserfall. Die bayerische Herkunft kann sie nicht verleugnen, sie jauchzt und juxt. Und sie redet und redet. Über „Inklusion“, also das gemeinsame Unterrichten behinderter und „normaler“ Kinder. Über Kosten, Gelder, PlĂ€ne und vor allem Erfolge und dann sagt sie fröhlich: „Ich habe Sie jetzt wahrscheinlich provoziert und freue mich auf Ihre Fragen.“

LÀcheln, lachen, jauchzen. StaatssekretÀr Wacker und seine Chefin Schick.

Zuvor hat allerdings der Hirschberger BĂŒrgermeister Manuel Just provoziert. Der Hirschberger BĂŒrgermeister bezeichnete den integrativen Unterricht von behinderten Kindern in „normalen“ Schulen als „eines der wichtigsten Themen ĂŒberhaupt“ und zeigte sich in seiner engagierten Rede in einer ganz ungewohnt sozialpolitischen Position, die er einfĂŒhlend und glaubhaft vertrat: „Wir stehen alle am Anfang eines Prozesses der Akzeptanz, der einen moralischen Diskurs ersetzt.“

Er verweist auf wissenschaftlicher Erkenntnisse, die die Sorgen der Eltern „normaler SchĂŒler“ beruhigen kann – „stĂ€rkere SchĂŒler“ werden durch „schwĂ€chere“ nicht „behindert“.

Wer soll das bezahlen?

BĂŒrgermeister Manuel Just wĂ€re nicht er selbst, wenn er nicht ĂŒber Zahlen reden wĂŒrde: „Doch wer soll das, was von uns Kommunen abverlangt wird, bezahlen?“ Er redet ĂŒber die Belastungen der Kommunen. Dann ist die Frau Ministerin an der Reihe.

Die redet engagiert und lacht und zeigt ZĂ€hne und sagt: „Gerade ist es es mir kalt den RĂŒcken hinunter gelaufen“, und meint damit das, was der frĂŒhere KĂ€mmerer Manuel Just gefragt hat: „Wer soll das bezahlen?“ Sie redet ĂŒber den „Beginn eines tiefgreifenden Prozesses“: „Wir kommen aus den 60-er Jahren als die Schulpflicht fĂŒr behinderte Kinder ĂŒberhaupt erst eingefĂŒhrt wurde.“ Über ein neues Lehramt fĂŒr SonderpĂ€dagogik. SonderpĂ€dagogische Kompetenzzentren. Und die Sorgen und Ängste der Eltern, deren Kinder auf „Regelschulen“ gehen, in denen „SonderschĂŒler“ mitlernen sollen: „Es geht darum, sich auf den Weg zu machen“, sagt die fröhliche Ministerin und verweist auf geltendes Recht: „Wir mĂŒssen die UN-Konvention umsetzen.“

Dann fordert sie die rund 70 GĂ€ste auf, „alles zu fragen, was sie wollen.“

In der „Martin-Stöhr-Schule“, die laut Beamer „Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim“ heißt, hat anscheinend niemand Fragen an die fröhliche Frau Ministerin.

Niemand will sich melden, bis der Ladenburger BĂŒrgermeister Rainer Ziegler den „Eisbrecher“ macht, die peinliche Situation löst und um das Mikrofon bietet. Er spricht die gewĂŒnschte Barrierefreiheit in den Schulen an, fragt nach finanzieller UnterstĂŒtzung vom Land und auch der „Inklusion“ in die Realschulen.

Schicke Selbstinszenierung.

Die Frau Ministerin redet wieder lange und fröhlich und ernst: „Wir beziehen PrĂŒgel von der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Menschenrechte….“ und endet: „Es kann nicht sein, dass wir eine positive Diskriminierung schaffen.“

Damit meint sie, dass es nicht angehen könne, dass man zum Nachteil der „normalen“ SchĂŒler die „SonderschĂŒler“ bevorteile: „DafĂŒr halten Herr Wacker und ich unsere RĂŒcken hin.“ Und dann jauchzt und lĂ€chelt die Frau Ministerin.

Scheinbar steht sie auf Schmerzen – von denen berichten dann viele. Denn das „Eis“ ist nun gebrochen. Die Offenheit, die sich die Ministerin durch ihre „Provokationen“ gewĂŒnscht hat, ermuntert die GĂ€ste, nach dem Mikrofon zu verlangen.

Mehrere Lehrerinnen, Schulrektorinnen und BĂŒrgermeister beschreiben ihre Lage, allesamt respektvoll vor dem Status der Ministerin. Allesamt offen und glaubwĂŒrdig. Allesamt progressiv und offen fĂŒr die „Inklusion“, diesem schrecklichen Wort fĂŒr die normalste Sache der Welt, „SonderschĂŒlern“ eine große Chance zu geben.

Sorgen und Ängste werden weggelĂ€chelt.

Und es werden auch „Sorgen und Ängste“ geĂ€ußert, ob es „Quoten“ geben werde, also „ProzentsĂ€tze“, wie viele „SonderschĂŒler“ in den „normalen Klassen“ unterrichtet werden könnten.

Die Ministerin lacht, zeigt ZĂ€hne, jauchzt, verweist auf die Kosten, dass alles „individuell“ entschieden werden mĂŒsse, fĂŒr manche auch die „Sonderschule“ die beste Lösung sei und auf Investitionen, die „aber erst ab 2012 getĂ€tigt“ werden könnten.

BĂŒrgermeister Manuel Just sitzt bei dieser „Diskussion“ zwar auch auf dem Podium, sagt aber kein Wort mehr. Der BĂŒrgermeister Ziegler und sein Kollege aus Schriesheim, Hansjörg Höfer, haben sich einmal zu Wort gemeldet, schweigen dann aber.

Kurz vor Schluss, meldet sich der Rektor der Martinsschule in Ladenburg, Kurt Gredel und bittet die Ministerin: „Sie haben immer wieder von Regelschulen gesprochen, in denen behinderte Kinder unterrichtet werden. Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass auch die Martinsschule eine Regelschule ist.“

Kurz zuvor hatte die Ministerin die neu gebaute Vorzeigeschule in Ladenburg besucht.

Die Ministerin lacht und jauchzt: „Das habe ich mir notiert. Das wird mir nicht mehr passieren. NatĂŒrlich ist auch ihre Schule eine Regelschule“, sagt sie und gibt sich offen und transparent und fröhlich und lernbegierig. Sie lĂ€chelt die Peinlichkeit ihres eigenen Auftritts einfach weg. Hatte sie nicht gerade die Regelschule fĂŒr Behinderte aus den 60-er Jahren als große Entwicklung benannt, unterschied sie 50 Jahre spĂ€ter ganz aktuell und life zwischen „Regelschule“ und „Sonderschule“. Herr Gretel lĂ€chelt auch, setzt sich und denkt sich wahrscheinlich seinen Teil.

Die gute Laune ist das Signal.

StaatssekretĂ€r Georg Wacker (CDU) lĂ€chelt mit seiner „Chefin“ Schick um die Wette und versucht gute Laune zu signalisieren. Dabei redet er mehrmals was vom „schönsten Landkreis in Baden-WĂŒrttemberg“ und zeigt sich vor allem unterwĂŒrfig gegenĂŒber seiner Chefin: „Ich wĂŒrde mir niemals anmaßen….“ Das soll irgendwie „Gentlemen-like“ wirken.

Nach gut 70 Minuten ist die VorfĂŒhrung zu Ende.

Es wurde vor allem viel geredet und noch mehr gelÀchelt und gute Laune gezeigt. Von Frau Schick und Herrn Wacker.

Der Rektor, der wie auch immer heißenden Schule, Jens Drescher, war aufgeregt, sicher auch stolz, aber auch ehrlich: Er will, wie die vielen seiner Rektoren- und Lehrerkollegen ganz klar mitmachen bei der „Inklusion“.

Er fragt aber auch, wie das gehen soll, also nach Geld und Personal.

Schema F.

Die Ministerin jauchzt und lĂ€chelt und ist guter Laune wĂ€hrend ihres Auftritts, der wahrscheinlich weniger der Lösung finanzieller und personeller Fragen galt, sondern vielmehr der Auftakt des Wahlkampfes ist: „Wir machen in der Schulpolitik nichts nach Schema F“, sagt sie kĂ€mpferisch.

Nur schade, dass Herr StaatssekretÀr Wacker mich nicht drangenommen hat, obwohl ich mich ausgiebig und deutlich als Fragesteller gemeldet habe.

Ich wollte die Ministerin fragen, wie denn die schwierigen Fragen zur „Inklusion“ gelöst werden können, wenn sie selbst gerade in einer Schule referiert, die eine „individuelle Lösung“ in Sachen „Werkrealschule“ zum „Wohle der Kinder“ gemeinsam mit Heddesheim vorgelegt hat. Diese Lösung wurde nach „Schema F“ abgelehnt.

Die Schule hat bis heute, ein halbes Jahr nach der Verwaltungsentscheidung keinen offiziellen Namen. Der neue Leiter, Rektor Jens Drescher, ist bislang nur „kommissarischer Leiter“. Als solcher verdient er weniger Geld als ihm fĂŒr seine Arbeit zusteht.

Frau Schick sagte zuvor, lĂ€chelnd und jauchzend und auch ein wenig ernst, dass „man auch von den Lehrern erwarten muss, sich an neue Arbeitsbedingungen anzupassen“ und lobte das Schulamt fĂŒr dessen „Leistungen“, in diesem Jahr 2.500 „neue Lehrer“ eingestellt zu haben.

DarĂŒber, dass viele Lehrer nur ZeitvertrĂ€ge erhalten und zum Ende des Schuljahres arbeitslos werden, um dann nach 6-wöchiger Arbeitslosen-Phase wieder eingestellt zu werden, sagt sie nichts.

Komplexes Thema – Hilfe gewĂŒnscht.

Das Thema ist fraglos komplex. Ich kann als Journalist zu diesem Zeitpunkt nur berichten, was ich gesehen und erlebt habe.

Das Thema „Inklusion“ ist wichtig und wird durch unsere Redaktion weiter bearbeitet werden.

Im Mannheimer Morgen, der Rhein-Neckarzeitung und den Weinheimer Nachrichten wurde kaum kritisch ĂŒber das wichtige Thema „Inklusion“ und dessen gesellschaftliche und finanzielle Umsetzung berichtet. Hier durften die Ministerin und ihre StaatssekretĂ€r gute Laune verbreiten.

Wenn Ihnen diese vergangen ist, wenn Sie mehr zu erzĂ€hlen haben, als die verkĂŒrzten Zeitungsberichte „verkĂŒndet“ haben, dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Wir wĂŒnschen uns Ihre UnterstĂŒtzung. Als Eltern, als Lehrer, als Rektoren. Kommen Sie auf uns zu, berichten Sie uns von dem, was ist, was Sie sich wĂŒnschen und von Ihren Sorgen und Nöten. Wir garantieren Ihnen Vertraulichkeit – aber gleichzeitig Öffentlichkeit fĂŒr das, was wir durch Sie als Informanten erfahren.

Das „Thema“ ist zu wichtig, um nur fĂŒr ein paar Monate Wahlkampf missbraucht zu werden.

Kontakt:
Telefon: 06203/ 49 23 16
email: redaktion (at) ladenburgblog.de


Bericht im Mannheimer Morgen

Bericht in der Rhein-Neckar-Zeitung
Bericht in den Weinheimer Nachrichten

Dokumentation: Die Rede von Landrat SchĂŒtz zur Einweihung der Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Der Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Dr. JĂŒrgen SchĂŒtz, hat zur Eröffnung der neuen Martinsschule eine umfangreiche Rede gehalten. Da die Rede wichtige Aussagen zur Schule trifft und die hohe Bedeutung dieser Einrichtung unterstreicht, dokumentier die Redaktion die Rede in voller LĂ€nge

Rede zur offiziellen Einweihung der Martinsschule von Dr. JĂŒrgen SchĂŒtz

„Verehrte GĂ€ste,
heute ist einer der schönsten Tage meiner bald zu Ende gehenden 24-jĂ€hrigen Amtszeit als Landrat. Denn jetzt weihen wir gemeinsam die neue Martinsschule hier in Ladenburg ein. Beinahe zehn Jahre lang hat dieses Projekt eines Neubaues unserer regionalen Schule fĂŒr körper- und mehrfach behinderte Kinder mich in meiner Arbeit begleitet, ja, hatte sogar oberste PrioritĂ€t. Und nun, nach vielen GesprĂ€chen, Verhandlungen, Vereinbarungen, nach einem Architektenwettbewerb, Spatenstich, Richtfest, nach knapp zwei Jahren Bauzeit, dem Umzug einer ganzen Schule an einen neuen Standort, ist es soweit. Das erfĂŒllt mich mit großer Freude, ebenso wie Ihrer aller Anwesenheit, und geteilte Freude ist bekanntlich doppelt so fein…

Aus der großen Schar der GĂ€ste, die, wie schon beim Ersten Spatenstich und beim Richtfest zum Beginn ganz gekonnt von der SchĂŒlerfirma mit Cocktails bewirtet wurden – herzlich Dank Euch allen ebenso wie den Mitgliedern der SchĂŒlerband „Crazy-SchĂŒlers“ und den kooperativ-integrativen Klassen 6 und 8, die diese Feierstunde musikalisch und mit BeitrĂ€gen umrahmen, – will ich einige wenige namentlich begrĂŒĂŸen.

Ich heiße Herrn RegierungsprĂ€sidenten Dr. Rudolf KĂŒhner, der nachher als Vertreter der Landesregierung zu uns sprechen wird, herzlich willkommen. Mit ihm und seinem Haus standen wir oft im Kontakt, wenn es um Raumplanung und ZuschĂŒsse fĂŒr die neue Schule ging. Gerne wĂ€re auch KultusstaatssekretĂ€r Wacker gekommen, doch da heute die neue Landesregierung vereidigt wird, muss er in Stuttgart anwesend sein. Voll Dankbarkeit erinnere ich an dieser Stelle noch einmal an den Besuch (2004) der damaligen Kultusministerin Dr. Annette Schavan, die sich von unseren Vorstellungen ĂŒberzeugen ließ und ebenso wie MinisterprĂ€sident GĂŒnter Oettinger (2006) einen Neubau der Martinsschule und eine finanzielle Förderung (6,4 Millionen Euro) durch das Land unterstĂŒtzt hat.

Ich habe die neue Martinsschule einmal als Bauwerk mit Symbolcharakter bezeichnet. Dabei erinnerte ich mich noch gut, was mein ehemaliger Chef im Innenministerium und spĂ€tere BundesprĂ€sident Roman Herzog einmal gesagt hat: „Über die Zukunft unserer Gesellschaft entscheidet die Gegenwart unserer Kinder“, waren seine Worte. Sicher war die alte Martinsschule noch gut in Schuss, doch sie wurde der stĂ€ndig steigenden Zahl der schwerst mehrfach behinderten Kinder, die zudem oft Medizinische Behandlungspflege brauchen, nicht mehr gerecht. Deshalb ging es darum die Gegenwart zu verbessern, wofĂŒr sich alle kommunalen Partner dieser ĂŒberregional bedeutenden Schule zu diesem Neubau am Ortsrand Ladenburgs entschlossen.
Herzlich begrĂŒĂŸe ich meinen Kollegen Landrat Matthias Wilkes fĂŒr den Kreis Bergstraße, der nachher ebenfalls zu uns sprechen wird, Erster BĂŒrgermeister Christian Specht fĂŒr die Stadt Mannheim sowie Herrn BrĂŒhl, den Leiter des Schulverwaltungsamtes fĂŒr die Stadt Heidelberg. Lassen Sie mich Ihnen und den Vertretern Ihrer Gremien, die ich ebenfalls, wie unsere KreisrĂ€tinnen und KreisrĂ€te, herzlich willkommen heiße, auch an dieser Stelle noch einmal fĂŒr die partnerschaftlich-kooperativen Beziehungen und die Finanzierung dieses 28,2 Millionen Euro-Projektes danken. Sie sind fĂŒr die uns anvertrauten Kinder wirklich zukunftsweisend! Ein herzlicher Gruß gilt auch meinem Nachfolger, Stefan Dallinger, der heute ebenfalls mit dabei sein kann. Dieses Projekt ist abgeschlossen, aber er weiß, dass noch einige weitere, die es noch zu Ende zu bringen gilt, auf ihn warten-۩

Ich glaube, auch fĂŒr die Stadt Ladenburg ist heute ein großer Tag. Nicht nur, dass der Schulstadt ein weiterer Mosaikstein hinzugefĂŒgt wird, der eigentlich, auch diesen Begriff habe ich einmal verwendet, ein Edelstein ist. Denn mit ihrer anspruchsvollen Architektur und Umfeldgestaltung stellt die neue Martinsschule ein selbstbewusst-gelungenes stĂ€dtebauliches Entree der alten Römerstadt dar. BĂŒrgermeister Rainer Ziegler ist heute ebenfalls unter uns und wird ein Grußwort sprechen. Seien Sie und die Mitglieder des Stadtrates herzlich gegrĂŒĂŸt und bedankt fĂŒr die UnterstĂŒtzung der Stadt.

Wenn ich die Architektur anspreche, sind wir beim Architektenehepaar Maximilian Otto und Ursula HĂŒfftlein-Otto angelangt, die uns nachher ebenfalls einige Worte zu Ihrer Arbeit sagen werden. Ich begrĂŒĂŸe Sie beide und Ihr Team des Stuttgarter ArchitektenbĂŒros „OHO“ ganz herzlich und lehne mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage: Es hĂ€tte uns kaum etwas Besseres als die Zusammenarbeit mit Ihnen passieren können. Vom Planentwurf ĂŒber die AusfĂŒhrung und die Arbeit mit den am Bau beteiligten IngenieurbĂŒros und Firmen – denen ich alle fĂŒr ihre Arbeit danke – bis hin zur Einhaltung von Zeit- und Kostenplan waren Sie unserem Eigenbetrieb Bau und Vermögen, uns allen ein ausgezeichneter Partner. FĂŒr die rund 240 Kinder, die kĂŒnftig hier zur Schule gehen, haben Sie beinahe eine kleine Stadt geschaffen, die durch die verwendeten Baumaterialien und die Einbindung in die Landschaft zwischen Ladenburg und Schriesheim sowie das ihr eigene Modulkonzept schon fĂŒr viel Aufsehen gesorgt hat. WĂ€re die Schule bereits im September fertig gewesen, hĂ€tten der Kreis und Sie beim Auszeichnungsverfahren „Beispielhaftes Bauen Rhein-Neckar-Kreis – 1999 bis 2009“ der Architektenkammer Baden-WĂŒrttemberg ganz gewiss einen Preis eingeheimst, so begeistert war die Jury.

Apropos Modulkonzept: Das ist fĂŒr Versorgung der schwerst-pflegebedĂŒrftigen und schwerst mehrfach behinderten Kinder und Jugendlichen eine ausgezeichnete Sache. Vor allem, weil wir damit noch bessere pĂ€dagogische Förderung, therapeutische Maßnahmen, Betreuung und Versorgung ermöglichen. Denn die NĂ€he im Modul erreicht viel Positives, die Kommunikation im Team, der Einsatz technischer Hilfsmittel bei der Pflege und Betreuung wird erleichtert, die physische und psychische Belastung der Mitarbeiter reduziert. Das gibt mir Gelegenheit, mich bei allen, die sich hier vor Ort fĂŒr die Kinder der Martinsschule engagieren, ganz herzlich Danke zu sagen, von der Schulleitung ĂŒber PflegekrĂ€fte und Betreuungspersonal bis hin zum Elternbeirat mit Anita Baro und dem Förderverein mit JĂŒrgen Vosslo an der Spitze. Sie alle haben sehr aktiv an der Ideenfindung und Planung der neuen Schule mitgewirkt – gerne nennen will ich auch die extra eingerichtete Projektgruppe mit Ursula Grabbert, Ingrid Linsenmeyer-Wenz und Peter Hellriegel, die unseren Schulleiter Kurt Gredel und dessen VorgĂ€nger Paul Hennze, sowie die Stellvertreterin Brigitte Spies-Bechtel unterstĂŒtzt haben. Ein Dankeschön gilt zudem den Mitgliedern des Kollegiums, die die Ferien geopfert haben, um den Umzug in der vergangenen Woche zu realisieren. Schön, dass Sie alle da sind, ebenso wie PflegekrĂ€fte und Betreuungspersonal, die ich gerne in meinen Dank mit einschließe. Ohne jetzt alle namentlich erwĂ€hnen zu können, will ich hier nicht vergessen den großen Kreis der Kooperationspartner und das bestehende Netzwerk der Martinsschule, in dem sich Schulverwaltung und Schulen, die Bundesagentur fĂŒr Arbeit und viele mehr engagieren. Dazu zĂ€hle ich auch die Vertreter der Presse, die uns ĂŒber die ganze Zeit so ausfĂŒhrlich zu diesem Thema begleitet haben! Überblickt man dies alles, könnte man beinahe sagen, ein MĂ€rchen ist wahr geworden, denn selten bringen sich so viele Menschen ĂŒber eine so lange Zeit so beharrlich, mit Fantasie und so intensiv fĂŒr eine Sache ein.

In Abwandlung eines Bibelwortes könnte man auch sagen: Sie alle suchen der Kinder Bestes, was mir Gelegenheit gibt, die Vertreter der Kirchen in Ladenburg herzlich zu grĂŒĂŸen. Die Schule trĂ€gt ja den Namen eines der berĂŒhmtesten Heiligen, und vielleicht hat jeder, der sich fĂŒr unsere Kinder und Jugendlichen hier in der Schule engagiert, ein klein wenig von St. Martin. Heute wie damals braucht es den Martin, der hinschaut, der Not wahrnimmt und seinen Mantel teilt. Und heute ist das der Mantel der GĂŒte und NĂ€he, der Mantel der Sorge und Anteilnahme, der Mantel tatkrĂ€ftiger Hilfe.
Damals war es ein frierender Bettler im Schnee. Wie Martin ihm in seiner Not begegnet ist, daran erinnert die große Stahlskulptur, die der in Hördt/Pfalz lebende KĂŒnstler Andreas Helmling fĂŒr den Verkehrskreisel vor der Schule geschaffen hat. Trotz ihrer Dimension (6 to schwer, Gesamthöhe 3,50 m) strahlt die scherenschnittartige Skulptur eine unglaubliche Leichtigkeit aus und wirkt Ă€ußerst lebendig. Ich freue mich sehr, dazu schon viel Positives von Menschen aus der Stadt vernommen zu haben. Die Plastik schlĂ€gt so den Bogen von der Verehrung des heiligen Martin, die in Ladenburg eine lange Tradition hat, zur Moderne und fordert, wie auch der KĂŒnstler sagt, zu HumanitĂ€t auf.

Eine ganz andere kĂŒnstlerisch gestaltete Skulptur aus Aluminium steht direkt im Eingangsbereich der neuen Schule. Geschaffen hat sie der Heidelberger KĂŒnstler Pieter Sohl, der auch die weitere kĂŒnstlerische Ausgestaltung der Schule ĂŒbernommen hat. Es war fĂŒr ihn eine echte Herausforderung besonders fĂŒr die Kinder zu arbeiten, hat er mir gestanden. Zudem musste es zu der wunderschönen Architektur passen und die einzelnen Bauelemente unterstĂŒtzen. Auch wollte Pieter Sohl nicht nur kindergerecht gestalten, sondern fĂŒr Lehrer, Betreuer und Besucher insgesamt ein Seherlebnis schaffen. Ich denke, das ist ihm gelungen. Sein besonderer Wunsch war es, die Fantasie der Kinder anzuregen und nicht, wie meist ĂŒblich, nur vor dem Eingang als gĂ€ngige Kunst am Bau ein „SchmuckstĂŒck“ zu platzieren. Diese BegrĂŒĂŸungsskulptur gibt es, und eigentlich besteht sie aus dem Grundriss der Schule (und wĂ€re vielleicht auch ein schönes „Schullogo“). Doch auch innen entdeckt man, gleich wo man steht oder geht, immer wieder einen fröhlichen Farbtupfer. Und die beweglichen WĂ€nde innen sollen besonders einladen, sich nach Lust und Laune ein Bild zu drehen – auch mit dem Hintergedanken einer pĂ€dagogischen Funktion.

Meine Damen und Herren, wie man es also dreht und wendet: Mit der neuen Martinsschule haben wir eine moderne, offene und freundliche Schule geschaffen. Wir haben geduldig daran gearbeitet, den behinderten Kindern eine bessere Chance auf einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Die investierten Gelder sind gut angelegt, die Schule wird im Laufe der Jahre noch weiter an Kontur gewinnen und jedem einzelnen Kind und jedem Jugendlichen hier einen optimalen Weg der Förderung bieten. Ich hoffe und wĂŒnsche, dass auch Sie – so wie ich – heute damit einen Augenblick der Dankbarkeit erleben und dass sich alle, die hier arbeiten, und besonders die Kinder, in der neuen Martinsschule wohlfĂŒhlen und das Lernen Freude macht.“

Anmerkung der Redaktion: Es handelt sich um die schriftliche Fassung der Rede. Der mĂŒndliche Vortrag kann davon abweichen.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
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Fotostrecke: Die Einweihung der Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Die neue Martinsschule bietet zur Zeit 235 behinderten und schwerst-behinderten Kindern Ausbildung und Betreuung. Am 24. Februar wurde die Schule offiziell eingeweiht.

Spielecke: Die Martinsschule ist auf den ersten Blick eine Schule. Aber eine besondere. Bild: ladenburgblog

Gut 150 GĂ€ste waren zur Einweihung der Martinsschule gekommen. Die Redaktion zeigt Fotos der Einweihung und Impressionen, wo und wie die Kinder dort unterrichtet und betreut werden.

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Hintergrund: Die neue Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Daten und Fakten zur heute eingeweihten Martinsschule in Ladenburg: 28,2 Millionen Euro hat der Schulbau gekostet. Unterrichtet werden aktuell 235 behinderte und schwerst-behinderte Kinder.

Der Rhein-Neckar-Kreis informiert in einer Presseinformation:

Zwei Freunde umarmen sich. Die Skulptur des KĂŒnstlers Pieter Sohl formt den Grundriß der Schule nach. Bild: lblog

„Die neue Martinsschule ist der Nachfolgebau fĂŒr die bestehende Martinsschule, die momentan 235 Kinder aus Mannheim, Heidelberg, dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Kreis Bergstraße unterrichtet und seit 1978 als regionale Gemeinschaftsaufgabe gefĂŒhrt wird.

Ein Neubau war notwendig geworden wegen der sich stetig vergrĂ¶ĂŸernden SchĂŒlerzahl, der Zunahme des Behindertengrades, darunter viele Schwerst-Mehrfachbehinderungen, den geĂ€nderten, sonderpĂ€dagogischen Gegebenheiten und den höheren baurechtlichen Anforderungen, insbesondere SicherheitsansprĂŒche aus dem Brandschutz.

Mit 28,2 Millionen Euro ist der Schulneubau das grĂ¶ĂŸte Hochbauprojekt des federfĂŒhrenden Rhein-Neckar-Kreises. Die Finanzierung erfolgt durch die regionalen Partner, entsprechend der SchĂŒlerzahlen vom Oktober 2005.

So entfallen auf den Rhein-Neckar-Kreis (65 Kinder, 30,5 %, 6,649 Millionen Euro; Heidelberg, 13 Kinder, 6 %, 1,308 Millionen Euro, Mannheim (90 Kinder, 42 %, 9,156 Millionen Euro und Kreis Bergstraße (46 Kinder, 21,5 %, 4,687 Millionen Euro; das Land zahlt einen Zuschuss von 6,4 Millionen Euro).

Die neue Martinsschule hat rund 12.600 qm FlĂ€che, einen umbauten Raum von 51.000 Quadratmeter und steht auf einem knapp 19.000 qm großen BaugrundstĂŒck.

Das gesamte SchulgebÀude ist in die Bereiche Zentralfunktionen und Klassenmodule gegliedert.

Die Zentralfunktionen – Foyer, Versorgungs- und Speisebereich, Sporthalle und Schwimmhalle sind im Erdgeschoss des GebĂ€udes angeordnet.

Die 8 Klassenmodule mit KlassenrĂ€umen, Therapie- und Pflegebereichen sind um -Âœ Geschoss nach unten bzw. ein -Âœ Geschoss nach oben an den Zentralbereich angebunden. Die Erschließung erfolgt ĂŒber Rampen und 2 AufzĂŒge.

Das zweigeschossige SchulgebĂ€ude bildet verschiedene Höfe aus, die sich in Lage, Funktion und Ausstattung unterscheiden. Um allen Klassen einen ebenerdigen Ausgang in die FreirĂ€ume zu ermöglichen, befinden sich die Höfe hinsichtlich der Höhenabwicklung auf drei unterschiedlichen Niveaus (Niveau Eingang, Werkhof, GartenflĂ€chen zwischen den grĂŒnen Klassenzimmern, Zentraler Pausenhof, Niveau fĂŒr die unteren Klassenmodulen wie Mauerhof, Schulgarten, Wellengarten und Niveau fĂŒr grĂŒne Klassenzimmer). Die Niveauunterschiede sind mit StĂŒtzmauern aus Drahtschotterkörben bewerkstelligt.

Die Schule hat drei Schwimmbecken: Therapiebecken mit Hubboden, Whirlpool, Bewegungsbecken.

Bei der „Klimatisierung“ – außer der Möglichkeit der FensterbelĂŒftung – kommt das Bauer-Optimierungs-System zum Einsatz. Das System wird durch die meteorologischen Wetterlagen inspiriert und arbeitet mit unterschiedlichen LuftdrĂŒcken. ErgĂ€nzend hierzu werden keine festen Luftwechselraten verwendet, die RĂ€ume erhalten je nach gemessener LuftqualitĂ€t mit variablen Volumenströmen.“

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„Zusammen sind wir eins“ – Einweihung der Martinsschule

Guten Tag!

Ladenburg/Region Rhein-Neckar, 25. Februar 2010. Der Schulbeginn war am Montag. Am Mittwoch, den 24. Februar 2010, wurde die Martinsschule in Ladenburg offiziell eingeweiht. In der Schule werden 235 behinderte und schwerst behinderte Kinder unterrichtet und betreut. Landrat Dr. JĂŒrgen SchĂŒtz bezeichnete die neue Martinsschule als „Edelstein.“ Gut 150 GĂ€ste waren zur Einweihung gekommen.

Von Sabine Prothmann

Die Kinder der Martinsschule haben bei der internen Einweihungsfeier vor zwei Tagen die Parole „Zusammen sind wir eins“ auf ein Plakat ĂŒber ihren Alltag und ihr Leben in der Schule geschrieben. KĂŒrzer und besser kann man kaum beschreiben, was die heutige Einweihungsfeier des Neubaus in der Hirschberger Allee 2 vermittelt hat.

Kinder fĂŒhren den "Umzugszug" auf. Bild: ladenburgblog

Die Kinder, die Eltern und die Lehrer haben schon sehr frĂŒh erfahren, dass sie zusammenhalten mĂŒssen, um stark zu sein. Dass sie gemeinsam kĂ€mpfen mĂŒssen, um ihre Ziele zu erreichen. Und dass sie sehr viel Hilfe brauchen, um sich eine Zukunft zu realisieren. MĂŒhe-, aber hoffnungsvoll.

Die Martinsschule wurde 1978 schon einmal eröffnet. Doch die alte Schule ist im Laufe der Zeit zu klein geworden. Die Konzeption, die Planung und die Finanzierung haben viel MĂŒhe und Zeit gekostet – sehr viele Menschen haben an diesem Projekt gearbeitet. Am Montag konnten 235 SchĂŒler zusammen mit 105 Lehrern und 46 Kreisbediensteten in diesen wunderbaren Neubau einziehen. Die MĂŒhe hat sich gelohnt.

Oberste PrioritÀt.

Einer dieser Menschen ist der Landrat Dr. JĂŒrgen SchĂŒtz. Und man glaubt ihm, wenn er in seiner Ansprache sagt: „Dies ist heute ist einer meiner schönsten Tage. Beinahe zehn Jahre lang hast dieses Projekt eines Neubaus unserer regionalen Schule fĂŒr körper- und mehrfach behinderte Kinder mich in meiner Arbeit begleitet, ja, hatte sogar oberste PrioritĂ€t.“

28,2 Millionen Euro hat das Projekt gekostet. Das ist viel Geld, aber es ist gut investiert.

SchĂŒtz bezeichnete die neue Martinsschule als ein Bauwerk mit Symbolcharakter und zitierte den BundesprĂ€sidenten a. D. Roman Herzog: „Über die Zukunft unserer Gesellschaft entscheidet die Gegenwart unserer Kinder.“

Landrat Dr. JĂŒrgen SchĂŒtz: "Einer meiner schönsten Tage." Bild: lblog

Der Neubau war durch die stÀndig steigende Zahl der hier unterrichteten Kinder notwendig geworden. Diese benötigen oft eine medizinische Behandlungspflege.

„Edelstein“ in Ladenburg.

Mit ihrer anspruchsvolle Architektur und Umfeldgestaltung stelle die Martinsschule ein gelungenes stĂ€dtebauliches Entrée zur alten Römerstadt dar – ein weiterer Mosaikstein der Schulstadt. „Ein Edelstein“, sagte SchĂŒtz. Die Einweihung sei damit auch ein großer Tag fĂŒr die Stadt Ladenburg.

Das Architektenehepaar Maximilian Otto und Ursula HĂŒfftlein-Otto und ihr Team des Stuttgarter ArchitektenbĂŒros „OHO“ haben beinahe eine kleine Stadt geschaffen, eingebunden in die Landschaft zwischen Ladenburg und Schriesheim.

SchĂŒtz hob das Modulkonzept des Neubaus besonders hervor. Dieses ermögliche mehr als nur eine Versorgung, bessere pĂ€dagogische Förderung sowie therapeutische Maßnahmen der schwerst mehrfach behinderten Kinder und Jugendlichen.

Enormer Einsatz.

Der Einsatz des Rektors Kurt Gredel, des Kollegiums, das seine Ferien fĂŒr den Umzug opferte, das des Elternbeirats, des Fördervereins, der PflegekrĂ€fte und des Betreuungspersonals so wie der Kooperationspartner und vieler anderer mehr hĂ€tten die Realisierung des Projekts erst ermöglicht.

„Ein MĂ€rchen ist wahr geworden, denn selten bringen sich so viele Menschen ĂŒber eine so lange Zeit so beharrlich, mit Fantasie und so intensiv fĂŒr eine Sache ein.“ Und: „Sie alle suchen der Kinder Bestes.“

SchĂŒtz erinnert auch an den Namenspatron der Schule, den Heiligen Martin. „Einer der hinschaut, der Not wahrnimmt und seinen Mantel teilt.“

Schulleiter Kurt Gredel (links) mit BĂŒrgermeister Ziegler. Bild: lblog

Besonders lobte SchĂŒtz auch die Skulptur des Heidelberger KĂŒnstlers Pieter Sohl, die am Eingang steht: Zwei Freunde, deren Körper den Grundriss der Schule zeigen, umarmen sich.

Ort der UnterstĂŒtzung.

Der RegierungsprĂ€sident Dr. Rudolf KĂŒhner bezeichnete den Neubau der Martinsschule als Ort des Lebens, Ort der Beratung und UnterstĂŒtzung. „Ja, sagen hier die SchĂŒler, ja, sagen hier die Eltern, ja, sagen hier die Lehrer.“

Die Metropolregion und Baden-WĂŒrttemberg könnten stolz sein auf diese Einrichtung, auf diesen Ort der Begegnung, des Miteinanders, des Lernens, des Förderns und Forderns, der zu einem StĂŒck Heimat wurde.

„Die Finanzierung von sozialen Projekten ist ein Maßstab der Menschlichkeit und der QualitĂ€t einer Gesellschaft insgesamt“, sagte Landrat Matthias Wilkes als Vertreter der Kommunalen Partner fĂŒr den Kreis Bergstraße.

Die staatlichen Vertreter seien oft weit entfernt, doch die Landes- und Kommunalpolitiker konnten und wollten beim Einsatz fĂŒr behinderte Kinder nicht ausweichen. Wilkes ist so sozialisiert worden. Sein Vater war Lehrer fĂŒr gehörlose Menschen.

Viel zu schultern.

„Es ist ein guter und großer Tag fĂŒr unsere Stadt“, sagte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler in seiner Ansprache. Ladenburg sei gerne eine Schulstadt auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, doch „fĂŒr die Martinsschule haben wir die Rolle des SchultrĂ€gers nicht, dafĂŒr bedarf es breiterer und stĂ€rkerer Schultern“.

"Lichtertanz" zur Einweihung. Bild: lblog

Aber, so betonte der BĂŒrgermeister, Ladenburg sei von Herzen gerne Heimat fĂŒr diese Schule: „Die Menschen in unserer Stadt freuen sich, wenn die SchĂŒler unterwegs sind, teilnehmen und teilhaben.“

Die Lage des Neubaus sei angebunden an die Stadt und an die Natur, gelegen am Kandelbach und in der NĂ€he des Waldparks.

Es gab ein ehrgeiziges Ziel: Es sollten pĂ€dagogische und medizinische Voraussetzungen geschaffen werden, die sich baulich an die Stadt anschmiegen und in die Natur integrieren. „Das haben die Architekten mit diesem baulichen Ensemble ĂŒberzeugend erreicht“, sagte BĂŒrgermeister Ziegler: „Vor 32 Jahren war die Martinsschule ein Vorzeigeprojekt. Und dies ist auch jetzt wieder eindrucksvoll gelungen.“

Wie ein kleines Dorf.

Als eine Schule wie ein kleines Dorf zwischen Stadt und Landschaft beschrieb der Architekt Maximilian Otto bei der symbolischen SchlĂŒsselĂŒbergabe an Landrat Dr. SchĂŒtz und den Sonderschulrektor Kurt Gredel seinen Neubau der Martinsschule.

Es gibt hier einen Bahnhof, einen Marktplatz, eine Cafeteria, Sporthalle und Schwimmbad, HĂ€user aus Backstein, aus Holz, eckig oder „kartoffelig“ rund, grau, blau, maigrĂŒn.

Es gibt Gassen, PlĂ€tze und selbstĂ€ndig „erfahrbare“ Wege. SpielrĂ€ume innen wie außen, als BĂŒhne fĂŒr Begegnung und Kommunikation.

Besonders bedankte sich der Architekt dafĂŒr, „dass sie uns haben machen lassen“.

Beeindruckendes Miteinander.

Beeindruckender als die Architektur ist aber das Miteinander der SchĂŒler, der Eltern und LehrkrĂ€fte.

"Crazy SchĂŒlers" haben Spaß und rappen. Bild: lblog

Es ist beeindruckend, wenn die SchĂŒlerband „Crazy SchĂŒlers“ auftritt. Es ist berĂŒhrend, wie die 6. Klasse ihren „Umzugszug“ darstellt. Es ist ergreifend, wie sich die 8. Klasse zum Lichtertanz bewegt und singt.

„Wir sind hier vier Schulen in einer“, sagt Peter Hellriegel, Leiter der FrĂŒhberatung: „Eine Grund-, eine Haupt-, eine Förderschule und eine Schule fĂŒr Geistigbehinderte.“ Er und andere Lehrer fĂŒhren die GĂ€ste nach den Einweihungsreden durch das SchulgebĂ€ude.

Entdeckung der Langsamkeit.

Viele Menschen drĂ€ngen durch die Flure, Rampen und Treppen. Dazwischen kommt man ins Stocken, wenn zum Beispiel eine gehbehinderte SchĂŒlerin die Treppen mĂŒhsam erklimmt. „Sich in einer Behinderten-Schule zu befinden, ist die Entdeckung der Langsamkeit“, sagt eine Mutter.

Dieses helle und freundliche GebÀude steckt voller Sonderanfertigungen und Sondereinrichtungen.

Ein GelÀnder kann nicht nur ein GelÀnder sein. Ein Schutz ist nötig, damit die Kinder sich nicht verletzen.

Ein Schwimmbad ist nicht einfach ein Schwimmbad. Es ist viel wĂ€rmer, 32-° Grad Celsius. Damit die behinderten Kinder nicht auskĂŒhlen, sondern ihre Körper und sich entspannen können. Es hat eine Transportschiene, damit auch Rollstuhlkinder in eines der drei Becken gehoben werden können.

125 SchĂŒler sind Rollstuhlkinder.

Die vielen Details in diesem einzigartigen GebĂ€ude sind teuer, aber sie tragen den BedĂŒrfnissen der Kinder Rechnung.

Wie in der großen Turnhalle. Da gibt es KletterwĂ€nde fĂŒr die, die viel können. Und Kletterebenen fĂŒr die, die weniger können. Ein großes Trampolin fĂŒr die, die hĂŒpfen können. Aber auch fĂŒr die, die nur gelagert werden und sich an den Schwingungen freuen.

Die SchĂŒlerschaft ist breit gefĂ€chert und so ist auch die Einrichtung. Hier muss auf jeden Einzelnen individuell eingegangen werden. Das geht gar nicht anders.

Und das tut man hier gemeinsam, denn „zusammen sind wir eins.“

Fotostrecke: Die Einweihung der Martinsschule
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