Samstag, 18. November 2017

Vortrag am 11. Dezember im Domhof Ladenburg

„Die Ladenburger Krappmühle des Michael Eisenhardt“

Ladenburg, 08. Dezember 2014. (red/pm) Der Anbau der Krapppflanze in der Kurpfalz und die Ladenburger Krappmühle sind Thema eines Vortrags von Dr. Franz Waller aus Mannheim am Donnerstag, 11. Dezember um 19:30 Uhr im Domhof in Ladenburg, Hauptstraße 7. [Weiterlesen…]

Technischer Ausschuss tagte

Gedenktafel für die Krappmühle

Umfangreiche Auflagen der Denkmalschutzbehörde und des Stadtbildpflegers bei der Modernisierung der Krappmühle. Foto: Ladenburgblog

 

Ladenburg, 17. Mai 2012. (red/sap) Große Einigkeit herrschte bei der Sitzung des Technischen Ausschusses am gestrigen Mittwoch. Die Gemeinderäte folgten in allen Tagesordnungspunkten einstimmig den Vorschlägen der Ladenburger Verwaltung. Zunächst mussten fünf Bausachen beraten werden.

Von Sabine Prothmann

Bei dem Bauantrag im Stahlbühlring planen die Antragssteller die Errichtung eines Zwerchhauses an der westlichen Gebäudeseite und den Einbau einer Schleppgaube auf der östlichen Gebäudeseite ihres Reihenhauses. Die Gaube und das Zwerchhaus sollen jeweils eine Breite von drei Meter haben.

Das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Weihergärten I“ und gemäß den Festsetzungen des Bebauungsplans dürfen Gauben im liegenden Format zwei Meter nicht überschreiten.

Die Gesamtbreite aller Gauben dürfen maximal 50 Prozent der Trauflänge betragen., deshalb benötigt das Bauvorhaben eine Befreiung, berichtete Bürgermeister Rainer Ziegler.

Bislang wurde im Geltungsbereich einmal dieser Befreiung zugestimmt, in den weiteren Fällen wurde jeweils eine Ausführung als Zwerchhausgaube gefordert.

Dem Bauherrn war aufgrund des im ersten Stock liegenden Balkons auf der östlichen Gebäudeseite die Ausführung der Gaube als Zwerchhaus nicht möglich. Ursprünglich war auf der westlichen Gebäudeseite ebenfalls der Einbau einer Gaube geplant. Der Vorschlag der Verwaltung dort ein Zwerchhaus zu errichten, wurde angenommen.

Dem Bauantrag wurde einstimmig entsprochen.

Bauherr legt viel Wert auf gute Nachbarschaft

Als nächster Tagesordnungspunkt stand der Umbau eines Einfamilienhauses in ein Zweifamilienhaus in der Konrad-Seel-Straße auf der Tagesordnung.

Ein Bauvorbescheid vom Juni 2011 liegt mit abweichender Planung vor.

In diesem wurde folgenden Befreiungen zugestimmt: Überschreitung der Baugrenze im Norden um etwa einen Meter, Überschreitung der GFZ um 0,07 sowie die Errichtung eines Zwerchhauses mit einer Breite von 3,80 Meter.

Zum Bauvorbescheid gab es Einwendungen von Angrenzern, welchen nicht stattgegeben wurde. Die Bauherren legen jedoch großen Wert auf eine gute Nachbarschaft und eine einvernehmliche Planung.

Sie haben daher folgenden, mit den Angrenzern abgestimmten Antrag auf Baugenehmigung eingereicht: Im Norden soll ein eingeschossiger Anbau errichtet werden, welcher mit einer Terrasse bedeckt ist. Im Süden soll das Gebäude um etwa 1,20 Meter erweitert werden (Breite ca. 4,50 Meter). Dieser Anbau soll ebenfalls mit einer Terrasse bedeckt werden.

Das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Weihergärten IIb“. Die Baugrenze soll im Norden um zwei Meter überschritten werden. Die zulässige Grundflächenzahl soll um 12,77 Quadratmeter, also um 11,95 Prozent, die zulässige Geschossflächenzahl soll um 29,55 Quadratmeter, also um 21,57 Prozent überschritten werden.

„Das sind hohe Überschreitungen“, erklärte der Bürgermeister. Doch es sei eine für die Nachbarn verträgliche Lösung.

Dem Bauvorhaben und den notwendigen Befreiungen wurde deshalb einstimmig zugestimmt.

Maschinenhalle für Obsthof Schuhmann

Im nächsten Bauantrag ging es um den Neubau einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle am Schriesheimer Weg.

Der Obsthof Schuhmann plant die Errichtung einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle mit einer Grundfläche von etwa 570 Quadratmetern und einer Höhe von maximal 6,26 Metern.

Der Dachaufbau erfolgt als Satteldach mit einer Dachneigung von 12 Grad. Die Eindeckung erfolgt mit Thermodach-Stahlblechelementen. Auf dem 50 Meter starken Sockel der Halle soll eine Holz-Wandriegelkonstruktion errichtet werden. Das anfallende Niederschlagswasser wird in eine Versickerungsmulde eingeleitet.

Das Bauvorhaben liegt im Außenbereich und ist deshalb nur dann zulässig, wenn öffentliche Belange nicht entgegenstehen, die ausreichende Erschließung gesichert ist und wenn es zum Beispiel einem Betrieb der gartenbaulichen Erzeugung dient.

Dem Antrag wurde einstimmig entsprochen.

Keine Werbeanlage in der Boveristraße

Als nächstes wurde die Errichtung einer Werbeanlage in der Boveristraße beraten.

Die Antragsteller beabsichtigen, eine Werbetafel in der Größe von etwa 3,50 auf 2,50 Meter am Kreuzungsbereich Benzstraße/Boveristraße auf einem Grundstück zu errichten.

Das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Neuordnung der Nutzung östlich der Benzstraße und Neuerschließung der Hockenwiese westlich der Benzstraße“.

In dem neuen Bebauungsplan sind Anlagen der gewerblichen Fremdwerbung unzulässig, erklärte Ziegler.

Die Verwaltung lehne deshalb den Bauantrag ab. „Wir wollen keinen Präzedenzfall schaffen“, so der Bürgermeister.

Dem entsprach auch der Technische Ausschuss und stimmte dem Antrag nicht zu.

Mauerreste des ehemaligen Lustgartens

Im letzten Bauantrag plant der Bauherr die Modernisierung sowie den An- und Ausbau seines Mehrfamilienhauses in der Lustgartenstraße.

Dabei handelt es sich um die historische Krappmühle am Auktionshaus. Das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereich der „Stadtbildsatzung für die Umgebung der Altstadt“ und im Grabungsschutzgebiet. Es handelt sich bei dem Gebäude um ein Kulturdenkmal.

Bei der  Modernisierung und dem Umbau muss sich der Bauherr an umfangreiche Auflagen der Denkmalschutzbehörde halten.

Im August 2010 wurde eine im Grundsatz gleiche Anfrage als Bauvorbescheid genehmigt.

Geändert haben sich im Detail die Breite des Gartenzimmers von vormals 7,50 auf 8,80 Meter, die Anordnung der Fenster im Gartenzimmer und die Innengestaltung.

Für diesen Bereich gibt es keinen Bebauungsplan. Aus bauplanrechtlicher Sicht bestehen gegen das Vorhaben grundsätzlich keine Bedenken, da es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der überbaubaren Grundstücksfläche in die nähere Umgebung einfügt.

Das Vorhaben wurde intensiv mit der Denkmalschutzbehörde, dem Stadtbildpfleger und der Verwaltung abgestimmt.

In einer Tischvorlage ergänzte Stadtbildpfleger Egon Lackner:

Im westlichen Vorfeld des Krappmühlgebäudes werden Reste der Untermauerung des ehemaligen bischöflichen Lustgartens vermutet.

Deshalb schlug er eine teilweise Rekonstruktion dieser Mauer zur Bereicherung des  Stadtbild vor. Zudem, so hieß es in der Tischvorlage, würde eine Geländeanhebung zwischen dieser eventuell zu rekonstruierenden Mauer und dem Krappmühlgebäude die ungenügend in das Erdreich eingetieften Fundamente schützen und dadurch die Standsicherheit nachhaltig verbessern.

Diese optische Rekonstruktion soll nun mit dem Bauherrn abgestimmt werden.

Werner Molitor regte an, eine Tafel als Erinnerung an die ehemalige Krappmühle anzubringen. Dies sei eine gute Idee, so Ziegler.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Bauvorhaben mit der Maßgabe zu, dass die Auflagen der Denkmalschutzbehörde sowie die Ausführungen des Stadtbildpflegers eingehalten und die Ausführung aller Baudetails zuvor mit der Denkmalschutzbehörde, dem Stadtbildpfleger und der Stadtverwaltung abgestimmt werden.

Neuer Traktor für den Bauhof

Die Gemeinde hat im Zuge der Haushaltsverabschiedungen für das Jahr 2012 zur Beschaffung eines Ersatzfahrzeuges für den alten Traktor im Vermögenshaushalt Mittel in Höhe von 50.000 Euro bereitgestellt. Es ist unbedingt notwendig, den alten Traktor aufgrund seines technischen Zustandes zu ersetzen.

Aufgrund der Vielfalt von Anbietern im Bereich Traktoren hat sich der Bauhof Ladenburg mit Kollegen umliegender Kommunen in diesem speziellen Bereich kommunaler Fahrzeuge fachlich ausgetauscht.

Die Kollegen vom Bauhof Heddesheim haben mit dem Modell eines Kommunal-Traktors der Firma New Holland seit etwa fünf Jahren die besten Erfahrungen gesammelt. Eine dreijährige Garantie, ein 24-Stunden Service, die Bereitstellung eines kostenlosen Ersatzfahrzeuges, das Europa-Ersatzteillager in Heidelberg mit einem 12-Stunden Lieferservice spart dem Bauhof über einen Zeitraum von drei Jahren nicht unerhebliche Personalkosten ein. Die Firma Seitz aus Lingenfels, die den Bauhof Heddesheim sowie weitere Kommunen in der näheren Umgebung mit entsprechenden Traktoren beliefert hat, unterbreitet ein Angebot für einen auf den Bauhof Ladenburg zugeschnittenen Kommunal-Traktor in Höhe von 47.105 Euro inkl. Mehrwertsteuer. Gleichzeitig würde sie den alten Traktor für 5000 Euro ankaufen.

Bauhofleiter Harald Kramer zeigte sich begeistert von der geplanten Anschaffung.

Ein vergleichbares Fahrzeug, zum Beispiel des Herstellers Deutz, würde sich auf circa 58.000 Euro belaufen. Bürgermeister Ziegler kommentierte:

Man kann sich auch einen Mercedes auf den Bauhof stellen.

Der Traktor ist bereits so ausgestattet, dass er bei Bedarf auch für den Winterdienst eingesetzt werden kann. Das Fahrzeug hat Kommunalbereifung und findet so auch Einsatz auf Festwiese und im Römerstadion.

Der Technische Ausschuss stimmte dem zu.

Künftig keine Telefonzelle mehr in der Weststadt

Im letzten Tagesordnungspunkt ging es um die Strukturanpassung der öffentlichen Telefonie in Ladenburg.

Rainer Ziegler informierte, dass die Telekom drei Telefonzellen aus Ladenburg entfernen werde.

Künftig werde es in der Weststadt keine Telefonzelle mehr geben. Aber dem liegen wirtschaftliche Überlegungen zu Grunde. Die Telefonzelle in der Breslauer Straße habe gerade mal noch monatlich einen Umsatz von 20 Euro gebracht, so Ziegler.

Wir können uns dagegen nicht wehren.