Mittwoch, 13. Dezember 2017

Metropolregion Rhein-Neckar bedankt sich

Gastgeber-Kampagne der Metropolregion Rhein-Neckar

Ladenburg, 26. Juni 2014. (red/pm) Mit einem herzlichen Dankeschön wendet sich die Metropolregion Rhein-Neckar mit einer Gastgeber-Kampagne an alle MitbĂĽrgerinnen und MitbĂĽrger. Denn diese beherbergen den Löwenanteil der Touristen in der Region. [Weiterlesen…]

Interview mit BĂĽrgermeister Rainer Ziegler

„Der Weihnachtsmarkt war eine groĂźe Herausforderung“

Ladenburg, 13. März 2013. (red) BĂĽrgermeister Rainer Ziegler ist zufrieden mit dem Ergebnis des Weihnachtsmarkts. Es sei viel Zeit und Arbeit investiert worden. Angesichts der Tatsache, dass man erst spät mit der Planung begonnen habe, sei das Ergebnis aber sehr gut gewesen, sagt er uns vergangene Woche beim Interviewtermin. [Weiterlesen…]

Anstrahlung der Kirchen und des Wasserturms werden abgeschalten

Earth Hour 2013

Ladenburg, 20. März 2013. (red/pm) Gemeinsam mit tausenden Städten weltweit in über 150 Ländern beteiligt sich Ladenburg an der WWF-Earth-Hour 2013. Am kommenden Samstag, 23. März, wird deshalb die Beleuchtung der beiden Kirchen und des Wasserturms für eine Stunde abgeschaltet.

Information der Stadt Ladenburg

„Ab 20:30 Uhr wird fĂĽr eine Stunde die Anstrahlung der beiden Kirchen sowie des Wasserturms abgeschaltet, um symbolisch ein Zeichen fĂĽr mehr Umwelt- und Klimaschutz zu setzen und ein öffentliches Bekenntnis fĂĽr den Schutz unseres Planeten abzugeben.

Alle BĂĽrgerinnen und BĂĽrger sowie Vereine und Naturschutzverbände werden aufgerufen, sich an dieser Aktion ebenfalls zu beteiligen und gemeinsam eine beeindruckende wwf earth hour 2013 zu erzeugen. Unter www.earthhour.wwf.de werden vom Organisator u.a. Vorlagen fĂĽr Poster und Flyer sowie ein Online-Banner bereitgestellt.“

Auch bei uns verschreiben katholische Krankenhäuser keine Pille danach

Beratung ja – Pille nein

Beratung ja – Pille nein. Frauen, die die Pille danach brauchen – auch welchen GrĂĽnden auch immer – bekommen in katholischen Krankenhäusern wie dem Theresienkrankenhaus in Mannheim kein Rezept.

Rhein-Neckar, 05. Februar 2013. (red/ld) Es muss keine Vergewaltigung sein. Das sind die seltensten Fälle, in denen Frauen sich die „Pille danach“ verschreiben lassen. Eine wilde Nacht, ein gerissenes Kondom oder die Pille vergessen sind die häufigsten GrĂĽnde fĂĽr Frauen, die gynäkologische Notfallberatung der Krankenhäuser und Frauenärzte in Anspruch zu nehmen. Eile ist in jedem Fall geboten und auch in der Metropolregion verschreiben katholische Krankenhäuser die „Pille danach“ nicht.

Von Lydia Dartsch

Die „Pille danach“ ist keine Abtreibungspille,

sagt Dr. Kay Goerke, Chefarzt der Gynäkologie der GRN-Klinik Schwetzingen. Sie verhindere, dass sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einnisten kann. Von einer Abtreibung sprechen Mediziner erst, wenn sich die Eizelle eingenistet hat, wenn bereits Leben entstanden ist. Genau das wird durch die Pille verhindert: Die Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen, wie zur normalen Monatsblutung. Es kommt zu Zwischenblutungen und die befruchtete Eizelle wird mit der Schleimhaut ausgeschwemmt. Aus medizinischer Sicht kommt es zu keiner Schwangerschaft.

Nur 72 Stunden Zeit

Nach dem Sex rennt die Zeit: Ist das Kondom geplatzt und die „Pille davor“ vergessen, hat die Frau knapp 72 Stunden Zeit, die „Pille danach“ einzunehmen, also drei Tage danach. Um die Pille danach verschrieben zu bekommen, braucht es aufklärendes Gespräch mit einem Arzt, die sogenannte „Notfallberatung“. Darin wird die Patientin befragt – zu ihrer Vorgeschichte, ihrer Periode und ihrem Sexualverhalten. AnschlieĂźend fĂĽhrt der Arzt eine gynäkologische Untersuchung durch und macht einen Ultraschall.

Damit soll ausgeschlossen werden, dass die Patientin bereits schwanger ist.

sagt Dr. Goerke. Denn liegt bereits eine Schwangerschaft vor, darf die Pille danach nicht verschrieben werden. Die Gefahr, das ungeborene Kind zu schädigen, ist sonst zu groß. Außerdem darf die Pille nicht verschrieben werden, wenn die Pille im aktuellen Zyklus bereits einmal verschrieben worden ist. Dann ist die Wahrscheinlichkeit zu gering, dass sie wirkt. Außerdem sind die Risiken für den Körper zu hoch.

Die Patientin bezahlt die Pille selbst

Die Pille wird nur an einem speziellen Punkt im Zyklus verschrieben: Etwa drei Tage vor bis fĂĽnf Tage nach dem Eisprung. Dieser findet bei den meisten Frauen zwei Wochen nach ihrer Periode statt.

Wo kein Ei ist, kann keins befruchtet werden.

sagt Dr. Goerke. Nach der Notfallberatung und der Aufklärung über die Pille danach sowie zu sexuell übertragbaren Krankheiten, erhält die Patientin auf ihren Wunsch ein Rezept für die Pille danach, das sie bei der Apotheke einlösen kann. Das Medikament kostet zwischen 20 und 35 Euro und wird in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen. Ob die Pille gewirkt hat oder nicht, verrät ein Schwangerschaftstest, den die Frauen zwei Wochen später durchführen sollten. Minderjährige benötigen für die Verschreibung der Pille danach in der Regel die Zustimmung ihrer Eltern.

Nach drei Tagen hilft keine Pille mehr. Das Risiko, dass sich die befruchtete Eizelle eingenistet hat, ist dann zu groĂź. Es gilt, sich zu entscheiden: Kind ja oder nein? Steht eine Schwangerschaft und der Nachwuchs im Konflikt mit der aktuellen Lebenssituation oder Lebensplanung, helfen Beratungsstellen wie ProFamilia, oder die Caritas und die Diakonie weiter.

Kein Rezept von katholischen Kliniken

Notfallberatungen können alle Ärzte durchführen. In der Regel sind es niedergelassene Frauenärzte sowie Kliniken mit einer gynäkologischen Ambulanz. Rund 100 Patientinnen im Jahr nehmen die Notfallberatung beispielsweise in der GRN-Klinik Schwetzingen in Anspruch. Auch katholische Krankenhäuser führen sie durch, inklusive dem Hinweis auf die Pille danach. Möchte die Patientin ein Rezept dafür, wird dies nicht nur in Köln, sondern auch hier von katholischen Krankenhäuser abgelehnt. Die Frau werden fortgeschickt:

Das St. Josefskrankenhaus weist keine hilfesuchenden Menschen zurĂĽck, gleich ihrer medizinischen Indikation. Die Ă„rzte behandeln und beraten jeden Patienten nach bestem Wissen und Gewissen. Falls sich eine Frau dazu entscheidet, sich die Pille danach verschreiben zu lassen, so wird diese an einen niedergelassenen Arzt ĂĽberwiesen.

sagt Christian Klehr, Pressesprecher des katholischen St. Josephkrankenhaus Heidelberg und Theresienkrankenhaus Mannheim. Doch was, wenn Wochenende ist und die Frau schon Zeit hat verstreichen lassen mit der Frage, ob sie oder ob sie nicht diese Pille möchte? Was „nach bestem Wissen und Gewissen“ klingt, kann fĂĽr die Frau fatal sein. Die Zeit läuft. Und die Frage, ob eine „Beratung“ objektiv läuft, darf man getrost dahingestellt sein lassen. Die Haltung der katholische Kirche ist unmissverständlich.

Aus katholischer Sicht ist das Abtreibung

Nach der katholischen Auffassung beginnt die Schwangerschaft bereits mit der Befruchtung einer Eizelle. Also noch bevor Ärzte von einer Schwangerschaft sprechen. Wird nach der Befruchtung also eine Notfallkontrazeption, wie die Pille danach auch genannt wird, verabreicht und die Eizelle wird ausgeschwemmt, kommt das nach katholischen Gesichtspunkten einer Abtreibung gleich. Leben wird zerstört.

Diese unterschiedlichen Ansichten führen zu Konflikten, vor allem, weil es Aufgabe der Ärzte ist, Leben zu erhalten: In der Gynäkologischen Notfallberatung können sich Frauen nach einer Untersuchung durch den Frauenarzt die Pille danach verschreiben lassen.

Wenig Erfahrung mit Vergewaltigungsopfern

Opfer von Vergewaltigungen werden gleichfalls von katholischen Krankenhäusern behandelt, wie von allen anderen. Bei dieser Behandlung steht vor allem die Anonyme Spurensicherung (ASS) im Mittelpunkt. Allerdings haben nur wenige Gynäkologen Erfahrung mit der Behandlung von Vergewaltigungsopfern. Meist erstatten die Opfer zuerst Anzeige bei der Polizei, die dann mit ihnen einen Spezialisten aufsuchen, der die Untersuchung, die Spurensicherung sowie die Notfallberatung vornimmt.

Die Beamten wissen eigentlich, wohin sie sich mit den Opfern wenden mĂĽssen.

sagt Dr. Goerke von der GRN-Klinik Schwetzingen. Die Polizei in Mannheim wendet sich in solchen Fällen an die Universitätzsmedizin Mannheim (UMM):

Je nachdem, wie lange die Tat her ist, nimmt die gynäkologische Ambulanz die ärztliche Versorgung und gynäkologische Untersuchung vor. In besonderen Fällen rufen wir auch die Rechtsmedizin dazu, wenn beispielsweise besondere Verletzungsmuster vorliegen.

sagt Erster Kriminalhauptkommissar Otto Steinbrenner, Leiter Dezernat fĂĽr Sexualdelikte, in Mannheim. In der UMM erhalten die Opfer auf Wunsch auch die Pille danach.

In manchen Fällen kommen die Frauen zuerst ins Krankenhaus. In Schwetzingen kommt das im Schnitt drei Mal im Jahr vor, sagt Dr. Goerke. Dann nimmt der diensthabende Gynäkologe die Untersuchung und Spurensicherung vor. Anschließend werden die sichergestellten Spuren und Proben drei Monate lang aufbewahrt für den Fall, dass sich das Opfer erst nachträglich zu einer Strafanzeige entschließt.

Den Kommentar unserer Autorin Lydia Dartsch (29) zum Verhalten der katholischen Kirche lesen Sie hier.

„Was ist drin, im Rucksack?“

Mannheim/Rhein-Neckar, 21. Mai 2012. (red) Wir dokumentieren die Rede des renommierten Sozialethikers Friedhelm Hengsbach SJ vom 17. Mai 2012 in der Mannheimer Johanniskirche. Anlässlich des Katholikentages 2012 in Mannheim befasste sich der Jesuit mit dem „Aufbruch“, dem Weg aus der Krise der katholischen Kirche.

Friedhelm Hengsbach fordert eine politische Dimension im Zusammenhang mit Glauben – Politik als Sache der Gemeinschaft, als Hinwendung und Engagement. Die Umsetzung des Glaubens im Handeln. Er sagt:

Glaube ist Praxis und nicht irgendein Kult oder was die Kirche uns zu glauben lehrt.

Der 74 Jahre alte Friedhelm Hengsbach ist ein älterer Herr, der ĂĽberhaupt nicht wie ein „Revoluzzer“ wirkt. Seine Rede ist wohl formuliert und er trägt sachte und ĂĽberlegt vor. Die Inhalte seiner Rede aber fordern eine Reformation, die aus Sicht der katholischen Kirche eine Revolution sein wird. Und wenn die Kirchenoberen nicht mitmachen, dann sollen die Gläubigen den Umbau hin zu einer modernen Kirche selbst in die Hand nehmen.

Die Videos der Rede sowie das Redemanuskript finden Sie hier auf dem Rheinneckarblog.de.

Dokumentation: Was und wofĂĽr Pfarrer Heiner Gladbach gebetet hat

Guten Tag!

Ladenburg/Heddesheim, 09. April 2010. Die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche sind ein absolutes Politikum. Die Debatte beherrscht Deutschland seit Wochen. Nun ist das Thema Missbrauch von Kindern und Jugendlichen auch in der Seelsorge-Einheit Ladenburg-Heddesheim angekommen.

Die katholische Kirche Ladenburg-Heddesheim informiert trotz mehrfacher Aufforderung an den Pfarrer die Redaktion des ladenburgblog/heddesheimblog nicht ĂĽber das Geschehen in der Kirchengemeinde.

Die Redaktion bedauern dies zutiefst, weil wir davon ĂĽberzeugt sind, dass die Kirchen wie alle anderen Religionsgemeinschaften eine wichtige Rolle in der Gesellschaft einnehmen. Und darĂĽber wĂĽrden wir gerne kontinuierlich berichten. Das wird uns durch die Kirchengemeinde verwehrt.

Die Redaktion kann niemanden „zwingen“, zu informieren. Das will die Redaktion auch nicht. Unsere journalistischen Angebote stehen fĂĽr freiwillige, transparente und ehrliche Information.

Wir würden gerne das Gebet des katholischen Pfarrers Heiner Gladbach in voller Länger abbilden, befürchten aber, ohne Erlaubnis dafür eventuell rechtlich belangt zu werden.

Deswegen beschränken wir uns auf Auszüge und damit unser verbrieftes Recht, zu zitieren.

Am 14. März 2010 hält der katholische Pfarrer Heiner Gladbach ein Gebet ab. Dieses ist in der Ausgabe Nummer 11, vom 18. März 2010 im Heddesheimer „Mitteilungsblatt“ veröffentlicht und auch hier im Pfarrbrief.

Darin heiĂźt es:

“Ich bitte dich für die Opfer, die durch Missbrauch und Misshandlung lebenslange seelische Schäden davongetragen haben und tragen. (-€¦) Sieh auf die Fehler der Verantwortlichen in deiner Kirche: Jahre und Jahrzehnte haben sie geschwiegen und diese Vergehen zugedeckt. Dadurch haben sie ebenfalls schwere Schuld auf sich geladen.-€

“Es ist unverständlich, warum dies geschehen musste. Im Moment kann man – Jesus – an deiner Kirche verzweifeln. Als Priester fĂĽhle ich mich im Moment hilflos.-€

“Und es nützen mir nicht all die Versprechungen der lückenlosen Aufklärung, und es nützt mir erst recht nicht die Aussage: Das kommt auch in nichtkirchlichen Institutionen vor.-€

“Ich schäme mich manchmal Priester dieser Kirche zu sein.-€

„Was mir nĂĽtzen wĂĽrde, Jesus Christus, wäre die Demut der Verantwortlichen in der Kirche. Der Kniefall vor den Opfern dieser Verbrechen.“

Der Pfarrer Heiner Gladbach erinnert in seinem mit „Gebet“ ĂĽberschriebenem Text an den Papst Johannes Paul II., nennt ihn „einen alt und bucklig gewordenen Mann“, dem es „nicht mehr möglich war sich vor Gott, deinem Vater, niederzuwerfen“.

Und Pfarrer Gladbach beurteilt den Wunsch dieses Papstes nach Vergebung als eine „historisch einmalige Geste“.

Der Pfarrer betet: „Und ich bitte inständig: Herr verzeih die schweren Fehler so vieler in deiner Kirche.“

Anmerkung der Redaktion: Wir bemühen uns darum, das Gebet in voller Länge veröffentlichen zu können, benötigen dafür aber das Einverständnis des Verfassers, das wir angefragt haben, das aber noch nicht vorliegt.

Einen schönen Tag wünscht
Das ladenburgblog