Freitag, 22. September 2017

Zweite Ausbaustufe der S-Bahn Rhein-Neckar

Erstes Anh├Ârungsverfahren eingeleitet

Laudenbach, 14. August 2014. (red/pm) Das Regierungspr├Ąsidium Karlsruhe hat das erste Anh├Ârungsverfahren zur zweiten Ausbaustufe der S-Bahn-Rhein-Neckar eingeleitet. Gegenstand der Ma├čnahme ist die Erneuerung und S-Bahn-gerechte Herstellung der Verkehrsstation am Haltepunkt Laudenbach (Bergstra├če). [Weiterlesen…]

50.000 Euro f├╝r den Feinschliff des F├Ârderantrags

Metropolregion kommt EU-Mitteln n├Ąher

RegioWIN-Foto

Vertreter der Metropolregion Rhein-Neckar mit Minister Alexander Bonde bei der Pr├Ąmierungsveranstaltung RegioWIN. Foto: Verband Region Rhein-Neckar

Rhein-Neckar, 16. Januar 2014. (red/pm) Der F├Ârderantrag der Metropolregion Rhein-Neckar mit dem Titel ÔÇ×Smart Innovation, Smart Distribution and Smart EnergyÔÇť wurde bei der Vorausscheidung des Wettbewerbs ÔÇ×RegioWinÔÇť in Stuttgart pr├Ąmiert und hat somit die erste gro├če H├╝rde genommen. [Weiterlesen…]

Bundestagswahl am 22. September

Dallinger: ÔÇ×Politische Verantwortung ernst nehmenÔÇť

Landrat_Stefan_Dallinger

Landrat Dallinger. Foto: LRA RNK

Rhein-Neckar, 06. September 2013. (red/pm) Am 22. September sind die B├╝rgerinnen und B├╝rger des Rhein-Neckar-Kreises zur Wahl ihrer Abgeordneten zum Deutschen Bundestag aufgerufen. Dabei sind die St├Ądte und Gemeinden des ├╝ber 525.000 Einwohner starken Rhein-Neckar-Kreises wie bei den vorangegangenen Bundestagswahlen drei verschiedenen Wahlkreisen zugeordnet. Die Zuschnitte haben sich gegen├╝ber der Wahl 2009 nicht ge├Ąndert. [Weiterlesen…]

Schnelles Internet f├╝r alle

fibernet_Vertragsunterzeichnung

Vertragsunterzeichnung f├╝r das landesweite Modellprojekt fibernet.rnk (vorne v.l.n.r.): Nils Drescher (Projektleiter, Rhein-Neckar-Kreis), Landrat Stefan Dallinger, Rudi Feil (Gesch├Ąftsf├╝hrer Geo Data), Jennifer Reckow (Projektleiterin, Gesch├Ąftsf├╝hrerin processline). (hinten v.l.n.r.): Prof. Dr. J├╝rgen Anders (HS Furtwangen), Volker Weink├Âtz (Vergabestelle, Rhein-Neckar-Kreis), Manuel Hommel und Werner Riek (beide Geodata GmbH), Ann-Katrin Schw├Âbel (processline), Kai-Markus Schenek (iuscomm), Detlef Brandt (processline). Foto: Landratsamt Rhein-Neckar

 

Rhein-Neckar, 05. August 2013. (red/pm) Welche Ma├čnahmen sind im Rhein-Neckar-Kreis notwendig, um die Haushalte und Unternehmen fl├Ąchendeckend mit schnellem Internet zu versorgen? Wie soll ein m├Âglicher Ausbau organisiert und finanziert werden? Am 31. Juli fiel im Landratsamt der Startschuss f├╝r das landesweite Modellprojekt fibernet.rnk, das Antworten auf diese zentralen Fragen geben wird. [Weiterlesen…]

Prof. Dr. Kurt Andermann referiert ├╝ber Adelssitze

Vortrag ├╝ber Architektur zwischen Nicht-Adel und Adel

Ladenburg, 22. Februar 2013. (red/pm) Am kommenden Mittwoch, den 27. Februar 2013 findet um 19.30 Uhr im Domhof ein Vortrag zur Architektur im Mittelalter und der fr├╝hen Neuzeit statt. Prof. Dr. Kurt Andermann erkl├Ąrt, wie Ritter und niederer Adel in D├Âfern und St├Ądten lebten.

Information des Landratsamtes Rhein-Neckar:

„In der Vortragreihe des Kreisarchivs Rhein-Neckar-Kreis in Zusammenarbeit mit der VHS Ladenburg-Ilvesheim e.V. und dem Heimatbund Ladenburg findet am kommenden Mittwoch, 27. Februar 2012, um 19.30 Uhr, im Domhof Ladenburg (Hauptstr. 7) ein interessanter Vortrag zur Architektur im Mittelalter und der fr├╝hen Neuzeit statt. [Weiterlesen…]

Bank├╝berfallserie: Polizei bittet um Hilfe bei der Fahndung

Phantombild des T├Ąters - Quelle: Polizei Mannheim

Guten Tag!

Rhein-Neckar, 03. November 2010 (cm/pm). Die Polizeidirektion Heidelberg, das Polizeipr├Ąsidium Mannheim sowie das Bundeskriminalamt (BKA) bitten um Mithilfe bei der Fahndung nach einem Bankr├Ąuber sowie seinen Komplizen. Seit 1995 haben die Personen insgesamt 20 Geldinstitute ├╝berfallen. Alle in den Bereichen Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg und S├╝dpfalz. F├╝r Hinweise, die zur Ergreifung der T├Ąter f├╝hren, ist eine Belohnung von insgesamt 50.000 Euro ausgesetzt.

Gemeinsam mit dem Polizeipr├Ąsidium Mannheim und der Polizeidirektion Heidelberg ist das Polizeipr├Ąsidium Karlsruhe zur Intensivierung der Fahndung nach den wegen ihres besonderen Vorgehens bezeichneten „Gentlemen-R├Ąubern“ eine enge Ermittlungskooperation eingegangen.

Die Fahnder schlie├čen nicht aus, dass die T├Ąter auch nach au├čen hin unbescholtene „B├╝rger von nebenan“ ohne kriminelle Vorgeschichte sein k├Ânnten, denen man eine derartige Tat nicht zutrauen w├╝rde.

Nur einer der T├Ąter ist bei allen Bank├╝berf├Ąllen derselbe. Seine Komplizen variieren. Das Bundeskriminalamt geht davon aus, dass die Bande aus 3-4 Personen besteht. Diese begehen in wechselseitiger Besetzung die Bank├╝berf├Ąlle.

Der Begriff „Gentlemen“ ist f├╝r diese R├Ąuber allerdings nicht zutreffend und wird der Schwere dieser Verbrechen nicht gerecht. Viele der ├╝berfallenen Bankbediensteten leiden aufgrund der Traumatisierung noch heute an den Folgen der Tat.

Die Personenbeschreibung:

45 bis 50 Jahre alt, 175 cm gro├č, kr├Ąftige Statur (nicht dick).
Die auf dem Bild angedeutete Frisur ist vage.

Das Polizeipr├Ąsidium Mannheim hofft unter der Rufnummer 0621 / 1740 auf Hinweise zur gezeigten Person.
Es besteht auch die M├Âglichkeit der Nutzung eines Vertraulichen Telefons unter 0621 / 10 43 43.

Dar├╝ber hinaus nimmt die Kriminalpolizei Karlsruhe Hinweise unter der Rufnummer0721 / 939-6666 entgegen.
Hier besteht ebenfalls die M├Âglichkeit der Nutzung eines Vertraulichen Telefons unter 0721 / 939-5555.

F├╝r Hinweise, die zur Ergreifung der T├Ąter f├╝hren, ist eine Belohnung von insgesamt 50.000 Euro ausgesetzt.

Weiterf├╝hrende Informationen und Bilder finden Sie unter www.bka.de

Der Vergleich, das Fest, die Sorge und das Recht – wie es mit dem Altstadtfest weitergeht

Guten Tag!

Ladenburg, 08. Juli 2010. B├╝rgermeister Rainer Ziegler versuchte eine „gute Miene zum b├Âsen Spiel“ zu machen. Die Rede ist vom Altstadtfest, einer Klage gegen den L├Ąrm, einem gefundenen Vergleich und der Sorge, ob das funktioniert. Im Kern geht es einfach um eine Veranstaltung, die nun unter Auflagen stattfinden muss. Tats├Ąchlich aber geht es um viel mehr – um eine Tradition, um Erwartungen, um die ├Âffentliche Meinung. Es geht knallhart um Politik.

Von Hardy Prothmann

Es gibt Tage, da hat man als B├╝rgermeister einfach keine Freude an seinem Job. Der Tag, an dem die Klage von zwei Anwohner-Parteien gegen das Altstadtfest auf dem Tisch von B├╝rgermeister Rainer Ziegler gelandet ist, war sicherlich kein guter Tag f├╝r ihn.

Volksfeste sind schon l├Ąngst nicht einfach mehr nur Feste – sie sind politisch. In jeder Hinsicht. Das Volk will sie – aber andere aus diesem Volk nicht. Und weil alle im Volk in einem Rechtsstaat leben, k├Ânnen wenige gegen├╝ber den vielen ihr Recht durchzusetzen versuchen. Denn vor dem Recht sollen alle gleich sein.

Das ist in Ladenburg geschehen. Zwei Anwohner-Parteien haben vor dem Verwaltungsgericht Karlsruhe Klage eingereicht – gegen die Stadt Ladenburg und damit irgendwie auch gegen alle, die gerne das Altstadtfest besuchen, das dieses Jahr doch noch zum 37. Mal stattfinden kann. Unter Auflagen.

Alle – das sind wahrscheinlich unterm Strich mehr Nicht-Ladenburger als Ladenburger B├╝rgerinnen. Denn das Ladenburger Altstadtfest ist legend├Ąr und ein Magnet ├╝ber die Stadtgrenzen hinaus.

In der heutigen Zeit ist das gut belegbar – in Internetforen wie Wer-kennt-wen und Facebook wird die Entwicklung um das Altstadtfest energisch diskutiert. Tausende sind Fans dieses traditionellen Festes – sehr viele davon aus der zum Teil auch weiten Umgebung der Stadt.

Auf Facebook haben sich bereits 769 Fans f├╝r das Altstadtfest angemeldet, bei Wer-kennt-wen gibt es Dutzende Kommentare zum Schicksal des Festes.

Die Emp├Ârung ist gro├č, dass zwei unzufriedene Anwohner ein Fest, das Tausende Menschen anzieht, „kaputt machen“ k├Ânnten.

Und hier wird es politisch.

Als guter Demokrat – und ein solcher ist der B├╝rgermeister Ziegler – muss man anerkennen, dass „Individualrechte“ unter Umst├Ąnden mehr wiegen als „Massenrechte“.

Als Politiker wei├č Herr Ziegler, dass die Masse immer Recht hat.

Als auf Harmonie bedachter B├╝rgermeister versucht er den Spagat und will beides vereinen – das individuelle Interesse und das der Masse.

Ein solcher Spagat kann schmerzhaft sein. Es ist gut und richtig, dass B├╝rgermeister Ziegler sich nicht davor scheut.

Der gefundene „Vergleich“ ist ein Spagat. Man will ├╝ber L├Ąrmpegelmessungen und -steuerungen einerseits das Fest als Volksfest und nicht als „Rentnerveranstaltung“ erhalten und andererseits dem Recht der Anwohner auf eine zumutbare „Bel├Ąstigung“ entgegenkommen.

Ob das gelingt, bleibt abzuwarten.

Die Volksseele hingegen kocht. Die Kommentare in den Internetforen wie Facebook und Wer-kennt-wen sprechen eine deutliche Sprache: Man hat kein Verst├Ąndnis f├╝r die „paar Spie├čer, die allen den Spa├č verderben wollen“.

Auch das ist verst├Ąndlich.

Der gefundene „Vergleich“, die Auflagen, sollen diesen Streit l├Âsen.

Wiederum ├╝ber das Internet ist zu erfahren, dass das Altstadtfest im Jahr 2009 von vielen als „langweilig“ und „nicht gut“ empfunden wurde, weil schon im vergangenen Jahr der (L├Ąrm-) Pegel begrenzt wurde.

Vielleicht war man 2009 aus Sorge vor einem Streit zu strikt dabei – vielleicht wird es aber auch 2010 so sein, dass die Festbesucher meinen, dass mit dem Altstadtfest in Ladenburg „nichts mehr los ist“.

Die Stadt Ladenburg kostet die Klage Geld. F├╝r den Gutachter, die Anw├Ąlte, das Gericht. Das ist kein „gut investiertes Geld“, sondern „notwendig ausgegebenes“.

Gewissheit wird man erst nach dem Fest haben. Dar├╝ber, ob alle „Auflagen“ erf├╝llt wurden und dar├╝ber, ob es trotzdem ein „tolles Fest“ gewesen ist.

Der Idealfall – und den hat B├╝rgermeister Ziegler angek├╝ndigt – ist, dass die G├Ąste ihren Spa├č haben und die „Anwohner“ dies im Rahmen des Vergleichs annehmen (m├╝ssen).

Der „Worst-Case“ wird sein, dass der Vergleich das Fest „l├Ąrmm├Ą├čig“ erstickt, die G├Ąste keinen Spa├č haben und absehbar ausbleiben, „weil nix mehr los ist, in Ladenburg“.

Das w├Ąre der Anfang vom Ende des legend├Ąren Ladenburger Altstadtfestes. Bleiben die G├Ąste aus, wird es weniger Angebot geben und schnell werden noch mehr G├Ąste ausbleiben. Der letzte macht dann das Licht aus.

Verantwortlich wird man daf├╝r den B├╝rgermeister machen – das wei├č Herr Ziegler genau.

Deswegen war der Tag, an dem die Klage auf seinen Tisch kam, kein guter Tag.

Und deswegen hofft er, dass der gefundene Vergleich ihn aus dem Dilemma herausbringt.

Erst Mitte September, nach dem Fest, wird die Abrechnung auf dem Tisch liegen.

Wurden alle „Auflagen“ erf├╝llt? Waren die G├Ąste trotzdem zufrieden? Hat das Altstadtfest eine Zukunft?

All das sind bange Fragen, die auf Antworten warten.

Einer, der sehr bangt, ist der B├╝rgermeister Ziegler.

Er will (und muss) alle widerstrebenden Interessen bedienen. Daf├╝r ist er nicht zu beneiden.

Andererseits ist das seine Aufgabe. Er ist als B├╝rgermeister der Meister aller B├╝rger und muss sich dem Konflikt stellen. Das tut er. Und das ist gut so.

Auch wenn Undank – von welcher Seite auch immer – der Lohn sein sollte.

Denn das ist Politik. Knallhart.