Sonntag, 15. September 2019

Altstadtfest mit Besuchern aus Garango und Paternion eröffnet

„Himmlische FreudentrĂ€nen“ zum 40. JubilĂ€um

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Ladenburg, 14. September 2013. (red/ld) Das Wetter macht den Ladenburgern und „außergewĂ€rdische Altstadtfest-Fans“ nichts aus. Heute frĂŒh sah es gerade noch so aus, als wĂŒrde das Altstadtfest buchstĂ€blich ins Wasser fallen, da hörte der Regen mit einem Mal auf, als BĂŒrgermeister Rainer Ziegler die BĂŒhne auf dem gut gefĂŒllten Marktplatz betrat, um es zu eröffnen: „Der Himmel sendet FreudentrĂ€nen“, sagte er und begrĂŒĂŸte den stellvertretenden MinisterprĂ€sidenten Nils Schmid (SPD), der auf Einladung des Landtagsabgeordneten Gerhard Kleinböck (GrĂŒne) zur Festeröffnung gekommen war. [Weiterlesen…]

Angelika Schlechter ĂŒberzeugte "100 Prozent"

Neue SozialpĂ€dagogin im Jugendzentrum „Kiste“

Gutes Team (v.l.n.r.): BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, Rainer Döhring (TrĂ€gerverein des Jugendhauses), Juli Döhring, Achim Kolb (SozialpĂ€dagoge), Angelika Schlechter (SozialpĂ€dagogin).

 

Ladenburg, 14. Februar 2012. (red) Die „Kiste“ hat nun wieder zwei Sozialarbeiter – allerdings trotzdem eine halbe Stelle weniger, weil Achim Kolb reduziert hat. Die restliche Zeit soll durch HonorarkrĂ€fte, Praktikanten und Ehrenamtliche aufgefangen werden. Ob das reicht? Das kann nur die Zukunft zeigen.

Von Jörg Theobald

Das Jugendzentrum „Kiste“ hat mit der 27-jĂ€hrigen Angelika Schlechter eine neue Mitarbeiterin. Die SozialpĂ€dagogin stellte sich heute als Nachfolgerin von Esther Wiechers vor – die Stelle hat sie bereits am 10. Januar angetreten und sich eingearbeitet.

Die aus Dossenheim stammende SozialpÀdagogin hatte sich im Bewerbungsverfahren unter ihren Mitbewerbern behaupten können.

Von insgesamt 17 Bewerbern kamen vier in die engere Wahl, laut BĂŒrgermeister Rainer Ziegler gelangte man jedoch „schnell und ohne Reibung“ zu einem einstimmigen Ergebnis:

Ich bin 100 Prozent ĂŒberzeugt, dass wir die richtige Wahl getroffen haben.

Transparentes Bewerbungsverfahren

An dem Bewerbungsverfahren waren neben dem BĂŒrgermeister und der Stadtverwaltung auch Sozialarbeiter Achim Kolb sowie der Jugendgemeinderat und Rainer Döhring vom TrĂ€gerverein des Jugendzentrums beteiligt.

Rainer Döhring lobte das „sehr angenehme und transparente Bewerbungsverfahren“. Es sei nicht selbstverstĂ€ndlich, dass die Stadt den TrĂ€gerverein und den Jugendgemeinderat von Anfang an so stark eingebunden habe.

BĂŒrgermeister Ziegler mit Rainer Döhring und dessen Tocher Juli im JUZ.

Angelika Schlechter hat 2011 ihr Studium in Coburg abgeschlossen und schloss ein Praxissemeter in der Dresdner Straßensozialarbeit an. Dort war sie fĂŒr das SuchtprĂ€ventionsprogramm „Keine Macht den Drogen“ tĂ€tig.

Neben dem Studium hat sie fĂŒr „Camp Adventure“ ErlebnispĂ€dagogik wie Klassenfahrten oder Zeltlager kennengelernt – der Umgang und die Arbeit mit Jugendlichen ist ihr also schon vertraut. Zur Zeit erarbeitet sich sich auch die Zusatzqualifiktion „ErlebnispĂ€dagogin“.

Ladenburg kennt die Dossenheimerin zwar gut – ihren neuen Arbeitgeber BĂŒrgermeister Ziegler hatte sie aber erst im Zuge des Bewerbungsverfahrens kennengelernt.

Viele VerÀnderungen

Achim Kolb hat seine Stelle ab Februar auf 50 Prozent reduziert. Schlecht fĂŒrs Angebot der Kiste: Montags ist kĂŒnftig geschlossen. Dienstags bis donnerstags wird es das „bekannte“ Programm geben, freitags ist Workshop- und Kooperationstag.

Wie die halbe Stelle kompensiert werden kann oder soll, dazu gab es noch keine verbindlichen Aussagen. Überlegt wird eine engere Kooperation mit Schulen und ein verstĂ€rktes multimediales sowie kĂŒnstlerisches Angebot.

 

BĂŒrgermeister kommt zur Jugendsprechstunde in die „Kiste“

Guten Tag!

Ladenburg, 15. Juli 2010. RegelmĂ€ĂŸig bietet der BĂŒrgermeister eine Jugendsprechstunde im Rathaus an – mit eher mĂ€ĂŸigem Zuspruch. Heute ist der Rathauschef zur Jugend gegangen. Erst wussten die Jugendlichen nicht so viel mit der Situation anzufangen, doch dann entwickelten sich interessierte GesprĂ€che.

Von Hardy Prothmann

Der Termin war nicht ideal gewĂ€hlt – ein Großteil der Jugendlichen, die gerne ins Jugendzentrum (JUZ) „Die Kiste“ kommen, war heute im Europapark Rust. FĂŒnf, sechs MĂ€dchen, drei Jungs aber waren da.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler bot sich an: „Ich fand die Idee gut, dass der BĂŒrgermeister mal zu den Jugendlichen kommt und nicht umgekehrt. Hier bin ich also. Habt ihr Fragen?“

ZunĂ€chst kamen keine Fragen. „Vielleicht habt ihr keine Fragen, weil wir uns ja oft begegnen“, dachte Ziegler laut oder auch in Richtung „Presse“. TatsĂ€chlich kennt er aber eins der MĂ€dchen.

BĂŒrgermeister Ziegler bei der Jugendsprechstunde. Er guckt einer Jugendlichen ĂŒber die Schulter, um zu lernen, was "wkw" ist. Bild: ladenburgblog

Dann fragt ein MĂ€dchen: „Haben Sie Hobbies?“ Der BĂŒrgermeister sagt: „FrĂŒher mal, Horn spielen. Aber wenn ihr so wollt, ist mein Hobby Ladenburg.“ Die MĂ€dchen grinsen und kichern. „Ladenburg, wie das denn?“

„Ladenburg ist total spannend“, sagt der BĂŒrgermeister: „Da bleibt kaum Zeit fĂŒr andere Hobbies.“ Wieso? Arbeitet er viel? „Siebzig bis neunzig Stunden in der Woche, aber das mache ich gerne“, sagt Ziegler. Die MĂ€dchen staunen. „Den Dienstagabend versuche ich mir freizuhalten, damit ich mit meiner Frau etwas unternehmen kann. Vorgestern waren wir im Kino, in „Vergebung“. Ich habe alle BĂŒcher von Stieg Larsson verschlungen und fand, dass das eine tolle Buchverfilmung war. Wahrscheinlich kennt ihr den aber nicht?“ Die MĂ€dchen kennen weder Buch noch Film.

„Machen Sie Sport?“ Auch hier muss der BĂŒrgermeister passen – zu wenig Zeit. „FrĂŒher habe ich mal Handball gespielt und war im Basketballverein.“

Small-Talk

Und gehts weiter mit „Small-Talk“. Die Jugendlichen erfahren, dass Rainer Ziegler aus Heidelberg-Kirchheim kommt, in Dossenheim wohnt und zwei erwachsene Söhne hat. Außerdem, dass er zwei Jahre bei der Bundeswehr bei der Flugsicherung war, Meeresbiologe werden wollte, dann aber „Verwaltung gelernt“ hat und vor seinem Antritt als BĂŒrgermeister Leiter des Umweltamts in Heidelberg war.

„Und wieso sind Sie dann in Ladenburg BĂŒrgermeister?“, will ein MĂ€dchen wissen? „Ich hatte einen guten Job in Heidelberg, aber Ladenburg gefĂ€llt mir so gut, dass ich mir vorstellen konnte, hier BĂŒrgermeister zu werden und das hat ja auch geklappt“, sagt Ziegler: „Jetzt bin ich 56 Jahre alt und in meiner zweiten Amtszeit.“

Probleme mit dem Fundament und Fußballtoren

„Wie gehts weiter mit dem Fundament?“, fragt plötzlich eine. Das JUZ hat ĂŒberall Risse, weil sich das Haus wegen des Untergrunds „bewegt“. „Daran arbeiten wird. Zur Zeit hoffen wir, dass sich das Haus nicht weiter bewegt und bald wird das Fundament saniert fĂŒr 120.000 Euro“, sagt Ziegler. „Und wir hoffen, dass wir bald mehr der anderen RĂ€umlichkeiten nutzen können, die werden fĂŒr euch gebraucht.“

Auch die beiden Jugendarbeiter, Achim Kolb und Esther Wiechers sind da und moderieren ein wenig das GesprÀch.

Ein MĂ€dchen sagt: „Ich verstehe nicht, dass wir gar nichts mehr auf dem Schulhof haben“, gemeint ist die Sickingen-Schule. „Was meinst du?“, fragt Ziegler. „Wir hatten da mal Fußballtore, aber die sind weg und wir wĂŒrden gerne Fußball spielen.“ Der BĂŒrgermeister weiß nicht, warum die Tore weg sind und will sich kĂŒmmern.

Ein Junge kommt dazu: „Wieso muss ich in Feudenheim auf die Realsschule, ich dachte Ladenburger werden bei der Merian-Realschule bevorzugt?.“ Der Junge war auf dem CBG und ist auf die Realschule gewechselt. „Normalerweise schon. Die Realschule ist knallvoll – vielleicht warst Du zu spĂ€t mit der Anmeldung? Ich kann das so nicht sagen“, antwortet der BĂŒrgermeister.

Dann geht das GesprĂ€ch weiter: Über die Baustelle an der Merian-Realschule, ĂŒber die Schulformen, was die Jugendlichen spĂ€ter mal vorhaben. Über die Sanierung des CBG.

BĂŒrgermeister Ziegler erkundigt sich zum Ferienprogramm und plaudert locker mit den Jugendlichen. „Am 15. August gehen wir beim Jugendferienprogramm ins neue Feuerwehrhaus, wahrscheinlich so gegen 15:00 Uhr. Ihr seid die ersten, die das erfahren. Vielleicht habt ihr ja Lust Euch das mal anzuschauen. Das wird bestimmt spannend, weil man mit den Spritzen hantieren kann und viel ĂŒber die Feuerwehr erfĂ€hrt.“

Die Idee, dass der BĂŒrgermeister zu den Jugendlichen geht, um dort mit ihnen zu sprechen, wo sie sich aufhalten, war eine gute Idee. Und wird sicher wiederholt werden.