Donnerstag, 20. Juni 2019

Verdienter Sieg über die Dänen – Einzug ins Viertelfinale

Rhein-Neckar, 18. Juni 2012. (red/mb) Das letzte Spiel der Gruppenphase ist getan! Die Deutschen gingen gestern Abend nach einer Zitter-Partie mit dem 2:1 als verdienter Sieger vom Feld. Jedoch fiel der deutschen Nationalelf dieser Sieg nicht einfach in den Schoß. Die Dänen waren ein starker Gegner, sodass die deutsche Mannschaft kämpfen musste. Das letzte Spiel der Gruppenphase ist rum und der Sieg bedeutet für die Deutschen den Einzug ins Viertelfinale.

Von Michèle Baumann

Es war ein spannendes Spiel. Sowohl die deutsche als auch die dänische Mannschaft präsentierten sich stark. Trotzdem dominierten die Deutschen das Spiel, hatten mehr Ballbesitz und Torchancen. Gleich zu Spielbeginn ergaben sich für die Mannschaft einige Torchancen, diese konnten sie aber nicht erfolgreich verwerten. Der Wille, das Spiel zu gewinnen war klar zu sehen und die deutsche Mannschaft präsentierte sich spielsicherer als zuvor. Im Vergleich zu den vergangenen Spielen gegen Portugal und Holland, konnten die Deutschen den Ball besser halten und erkämpften ihn sich durch Schnelligkeit. Sie ließen sich auch nicht abwimmeln, gewannen die Zweikämpfe.

Trotz der Steigerung war zu erkennen, dass die deutsche Mannschaft noch nicht auf ihrem Spielniveau angelangt ist. Wir kennen sie noch stärker, noch ballsicherer als sie sich die letzten Spiele präsentierten. Auch Trainer Jogi Löw weiß, dass es noch einiges an Verbesserungen zu erledigen gibt. Er ist jedoch stolz auf seine Mannschaft mit einem solchen Ergebnis über eine so starke Vorrundengruppe in das Viertelfinale einzuziehen. Bis zum Freitag wollen sie im Spiel gegen die Griechen bestens vorbereitet sein und ihre Leistung noch weiter steigern, um auch diesen starken Gegner zu besiegen. Bis dahin sollen auch Schweinsteiger, der lange verletzt war, und Özil wieder auf ihrem Spielniveau angekommen sein. Die beiden konnten bis jetzt leider noch nicht so glänzen, wie sie es sonst tun.

Bender-Klasse

Die Abiturientin Michèle Baumann (17) ist Fußball-Fan, absolviert bei uns ein Praktikum und kommentiert die deutschen Spiele der EM 2012 bei uns.

Nach vielen Torchancen der deutschen Mannschaft schoß Lukas Podolski in der 19. Minute das 1:0. Das Tor verschaffte der jungen Mannschaft Sicherheit. Jedoch folgte bereits in der 24. Minute der Gleichstand durch Michael Krohn-Dehli. Nach dem schnellen Ausgleich zeigten sie die Deutschen verwirrt, schienen das Spiel ein wenig schleifen zu lassen. Kurz vor der Halbzeitpause hatten Müller und Gomez Rießenchancen, jedoch blieb ein Tor aus und so ging die deutsche Mannschaft mit einem Unentschieden vom Platz. In der zweiten Halbzeit dominierten die Jogi-Jungs weiterhin. In der Mitte der zweiten Halbzeit führten sie überwiegend den Ball, kamen jedoch auf Grund der starken dänischen Abwehr nicht richtig in den Strafraum. Die Dänen zeigten sich offensiv eher zurückhaltend und kamen deswegen kaum nach vorne. Trotzdem war es weiterhin ein Zitter-Spiel, da sowohl die deutsche als auch die dänische Mannschaft mit einem Sieg vom Spielfeld gehen wollten.

In der letzten Viertelstunde drehte die deutsche Mannschaft nochmal auf und präsentierte sich sehr sicher. Dies zahlte sich aus. Der Ersatzspieler Lars Bender, 23 Jahre alt, der für den gesperrten Boateng, eingesetzt wurde, erzielte in der 80. Minute das 2:1 für Deutschland. Ein äußerst wichtiges Tor! Ein Tor der „Bender-Klasse“. Im Stadion hört man die Fans bereits „Sieg“ rufen und auch ich war erleichtert – wenngleich nicht über das skandierte „Sieg“, das klang unheimlich.  Die letzten zehn Minuten waren trotzdem noch nervenaufreibend, man hoffte das jetzt nicht noch ein Anschlusstreffer der Dänen fallen würde. Dem war glücklicherweise nicht so. Mit dem Führungstreffer von Lars Bender ging die deutsche Mannschaft nicht nur als verdienter Sieger vom Platz, sondern sicherte sich auch den Einzug ins Viertelfinale. Das Finale rückt immer näher! JIPPIEEEE! Ich bin mir sicher, dass die Deutsche Mannschaft auch am Freitag als Sieger vom Platz gehen wird und freue mich schon auf ein hoffentlich spannendes Spiel!

Bens WM-Kolumne: Gewonnen aber nicht geglänzt!

Guten Tag!

Ladenburg, 24. Juni 2010. Das 1:0 gegen Ghana war verdient, aber auch glücklich, meint unser WM-Kolumnist Ben. Ganz nüchtern betrachtet, hat ihn das Spiel nicht vom Hocker gerissen – dafür muss die deutsche Mannschaft besser werden. Nicht in der Verteidigung – die hat gut gearbeitet.

Von Benedikt Siegfanz

WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

So leicht wie einige Fans der deutschen Nationalmannschaft sich den Sieg gegen Ghana vorgestellt hatten, ist es dann doch nicht gewesen. Mit Ghana man ein fast ebenbürtiges Team in „Soccer City“ aufs Feld und spielte über weite Strecken gut mit. Für einen Sieg reichte es nicht, dennoch für das Weiterkommen.

Nach einem schweren Start gelang es dem jungen Team aus Deutschland nur mit großer Anstrengung ins eigene Spiel zu finden, Torchancen herauszuspielen und schließlich den erlösenden Treffer zu landen. Nachdem Mesut Özil in der ersten Halbzeit eine riesen Torchance vergeben hatte, zweifelten die ersten schon an dem Einsatz des Deutsch-Türken und generell an dem Sieg unserer Mannschaft. Das Spiel fand Großteils im Mittelfeld statt und brachte auf beiden Seiten kaum nennenswerte Torchancen.

So war die Stimmung in der Halbzeitpause eher angespannt als befreit und man wartete auf neue taktische Maßnahmen von Joachim Löw. In der 60. Minute schließlich lockerte sich der Druck etwas, als der 21 Jahre junge Mesut Özil mit einem Distanzschuss aus 18 Metern einnetzte. Trotzdem erspielten sich die Ghanesen auch danach noch einige weitere Torchancen, die nur mit viel Glück von unserem Kapitän Philipp Lahm und Jerome Boateng vereitelt wurden.

Wieder einmal zeigte sich, dass unsere Mannschaft neben der Kampfeslust der jungen Spieler auch dringend erfahrene Teamkollegen, wie z.B. Arne Friedrich braucht, der in der Abwehr einen guten Job machte. Auch Manuel Neuer überzeugte mich mit seiner Leistung, da er durch viele starke Paraden der deutschen Mannschaft den Rücken freihielt. Als positiv erwies sich letztendlich die Leistung des Schiedsrichters, der trotz aller Vorwarnungen, kaum zu seinen geliebten Karten griff, was bei diesem Spiel allerdings auch kaum nötig war.

In der 66. Minute musste Fußballdeutschland wirklich zittern: der Ghanese Andre Ayew hatte eine brandgefährliche Torchance nicht genutzt.

Vor 83.391 Zuschauern spielte unsere Mannschaft mittelmäßig und begeisterte trotz Sieg nicht wirklich. Selbst die eigenen Spieler haben gemerkt, dass es Lücken gibt, die man für die weiteren Begegnungen unbedingt stopfen muss.

Gewonnen ist gewonnen, jetzt sind wir weiter.

Die Leistungen unserer Mannschaft lassen jedoch leider etwas zu wünschen übrig. Bisher ist es gut gegangen, die überragende Leistung aber, wie gegen Australien, muss abgerufen, Nervosität abgelegt und Torchancen besser verwandelt werden. Vielleicht kommen wir so wie bisher noch ein wenig weiter über die Runden, aber Weltmeister wird man so nicht.

Wir sind uns aber sicher, dass unsere junge, deutsche Mannschaft mehr Potential hat, also Jungs, zeigt uns am Sonntag, was ihr draufhabt!

Bens WM-Kolumne: Auf zum hoffentlich nicht letzten Tanz

Guten Tag!

Ladenburg, 23. Juni 2010. Für das heddesheimblog berichtet Benedikt Siegfanz über die deutschen Spiele – der 14-jährige Ben liebt, leidet und lebt Fußball. Sein Traumberuf: Sportjournalist. Und er zittert: Wird es die deutsche Elf schaffen, gegen Ghana zu bestehen?

Von Benedikt Siegfanz

Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Ein Sieg muss her! Egal ob mit oder ohne guten Schiedsrichter!

Es kommt am Abend zum Entscheidungsspiel für unsere Jungs gegen Ghana. Diese „Zwangsposition“ schlägt sehr auf das Gemüt, da man eigentlich klarer Favorit der Gruppe war.

Nun sind wir da, stehen wieder einmal vor einer machbaren Aufgabe. Ob die Elf von Jogi Löw diese aber besser als gegen Serbien bestreitet, steht offen. Wir werden es sehen.

Auch ohne den verletzten Topstar Michael Essien vom FC Chelsea, sind die Ghanesen eine leichtfüßige, listige Mannschaft, die man auf keinen Fall unterschätzen darf. Der 1:0 Sieg gegen Serbien und die 4 Punkte in der Gruppe sprechen für das Team aus Afrika.

Der serbische Trainer Milovan Rajevac hat es geschafft, aus einigen unbekannten Spielern eine gute Elf zu formen, die vor allem spielerisch überzeugt und gut kombinieren kann, auch wenn man es seiner Mimik nicht immer ansieht.

Im Augenblick muss man bedenken, dass Ghana erster der Gruppe D ist, aber natürlich nicht bleiben soll. Auch Namen aus der Bundesliga kennen wir von der „Tanzelf“, wie z.B. den Verteidiger Hans Sarpei, von Bayer 04, oder Stürmer Prince Tagoe, von 1899 Hoffenheim.

Interessant wird sicher auch das Brüdertreffen zwischen dem Hamburger Jerome Boateng und Kevin-Prince Boateng, dessen Namen durch Ballacks Verletzung bei vielen Deutschen einen schlechten Beigeschmack hat.

Spielerisch ist das Team aus Ghana mit unserer technisch begabten Elf sicher zu schlagen, ob unsere junge Mannschaft aber mit der Situation und dem Druck klar kommt, wird sich weisen. Vielleicht sollte auch die deutsche Mannschaft mal „tanzend“ den Rasen betreten.

Die Mannschaften treffen am Abend in Johannesburg, „Soccer City“ aufeinander. Das Stadion wurde mit 145 Mio. Euro komplett renoviert und ist mit 94700 Plätzen das größte WM-Stadion Südafrikas. Auf den Klang der Vuvuzelas „freuen“ wir uns jetzt schon. 😉

Hoffentlich pfeift der Skandalschiedsrichter Carlos Simon aus Brasilien nicht zu kleinlich… Dass er gerne sowohl gelbe, als auch rote Karten verteilt, ist allseits bekannt. Für beide Mannschaften ist der Schiedsrichter spätestens seit 2006 kein unbeschriebenes Blatt.

Aller Voraussicht nach, wird für den rot-gesperrten Miroslav Klose Cacau das gegenerische Tor stürmen. Ob es weitere Veränderungen in der Mannschaftsaufstellung gibt, soll im Vorfeld nicht bekannt gegeben werden. Vielleicht eine Taktik von dem Trainerstab?! Oder wird Löw weiterhin auf das Können seiner Stammspieler vertrauen?

Ich persönlich würde mir wünschen, dass unser Trainer noch wagemutiger agieren würde und z.B einmal Stefan Kießling, Marko Marin, oder Toni Kroos auflaufen lassen würde. Aber das ist ja nicht mein Job.

Heute gibt es keine Ausrede mehr, nur noch ein Sieg zählt. Machbar, aber nicht leicht.

Auf geht’s in Richtung Achtelfinale!

Oder nach Hause.

Ich hoffe, keiner hat Heimweh!