Mittwoch, 20. September 2017

B├╝rgermeister Ziegler: "Danke f├╝r ihre Zeitspende"

Letzte Sitzung des alten Gemeinderats

Ladenburg, 25. Juli 2014. (red/ms) Bei 22 Stadtr├Ąten sind f├╝nf neue Gesichter dabei. Am vergangenen Mittwoch kam der „alte Gemeinderat“ ein letztes Mal zusammen, um die f├╝nf ausscheidenden Mitglieder zu verabschieden. B├╝rgermeister Ziegler bedankte sich bei jedem einzelnen und ganz besonders bei Prof. Dr. Rainer Beedgen, der 30 Jahre lang Stadtrat f├╝r die CDU gewesen ist. Neben den Verabschiedungen wurden acht Stadtr├Ąte f├╝r ihr langj├Ąhriges kommunalpolitisches Engagement ausgezeichnet. [Weiterlesen…]

Neue Gruppe im Haus des Kindes

H├Âhere Beitr├Ąge f├╝r R├Âmernest und Haus des Kindes

Ladenburg, 08. Mai 2014. (red/ld) Die von der Stadt erhobenen Elternbeitr├Ąge f├╝r die Kinderbetreuung liegt seit Jahren hinter den Empfehlungen des St├Ądte- und Gemeindetages Baden-W├╝rttemberg zur├╝ck. Um dies anzupassen hat die Verwaltung vorgeschlagen, die Beitr├Ąge zum 01. September um 3 Prozent zu erh├Âhen. Der Gemeinderat beschloss mehrheitlich mit vier Gegenstimmen und drei Enthaltungen. [Weiterlesen…]

Rede zum Haushalt von Alexander Spangenberg (GLL)

„Wir sind bei dem Haushalt nicht gerade ins Schw├Ąrmen geraten“

Ladenburg, 31. M├Ąrz 2014. (red/pm) Der Haushaltsplan 2014 war bei den Gr├╝nen umstritten: Zu kritisieren sei, dass man manche Risiken nicht unbedingt eingehen m├╝sse. Insgesamt w├Ąren die Vorschl├Ąge der Verwaltung aber gut begr├╝ndet. Martin Schmollinger und Alexander Spangenberg stimmten dem Haushalt zu, w├Ąhrend Ingrid Dreier eine eigene Stellungnahme vortrug und ank├╝ndigte, sich bei der Abstimmung zu enthalten. Wir dokumentieren die Rede. [Weiterlesen…]

Laufende Kosten sorgen f├╝r Kritik

Gemeinderat beschlie├čt Rekordhaushalt: 53.325.750 Euro

Ladenburg, 27. M├Ąrz 2014. (red/ld) Im vergangenen Monat wurde der Haushaltsplan 2014 in gleich zwei Gemeinderatsitzungen ├Âffentlich vorberaten. Die Abstimmung erfolgte erst am Mittwoch, dem 26. M├Ąrz. [Weiterlesen…]

Gemeinderat unterst├╝tzt die geplante AWO-Kita

„Eine gute Sache ist im Entstehen“

Ladenburg, 26. Oktober 2013. (red/sap) Der Ladenburger Gemeinderat hat in der Gemeinderatssitzung vom 23. Oktober 2013 beschlossen, dem AWO-Kreisverband Rhein-Neckar eine Zusage zu geben, die R├Ąume in der Bahnhofstra├če f├╝r eine Kinderkrippe f├╝r zwei Gruppen ├á zehn Kindern auszubauen. Schweren Herzens mussten Gemeinderat und B├╝rgermeister die anwesenden Eltern entt├Ąuschen, die unbedingt die Kinderkrippe „Postillion“ f├╝r ihre Kinder erhalten wollten. [Weiterlesen…]

Franziska Brantner im Gespr├Ąch mit B├╝rgermeister Rainer Ziegler

Wo in der Stadt „der Schuh dr├╝ckt“

Im September will sich Franziska Brantner in den Bundestag w├Ąhlen lassen. Bei B├╝rgermeister Rainer Ziegler fragte sie nach, wie man der Stadt auf Bundesebene helfen kann.

Die Europaabgeordnete Franziska Brantner kandidiert f├╝r den Bundestag. Bei B├╝rgermeister Rainer Ziegler fragte sie nach, wie man der Stadt auf Bundesebene helfen kann.

 

Ladenburg, 24. Mai 2013. (red/ld) Kinderbetreuung, L├Ąrmschutz, Klimaschutz und der Bahnhof nannte B├╝rgermeister Rainer Ziegler im Gespr├Ąch mit Franziska Brantner als Politikbereiche, die dringend L├Âsungen ben├Âtigen. Die Europaabgeordnete┬á (B├╝ndnis ’90/Die Gr├╝nen) bereitet sich auf ihren k├╝nftigen Job vor: Sie kandidiert bei der kommenden Bundestagswahl f├╝r den Wahlkreis Heidelberg/Weinheim. Aktuell ist sie auf Besuchsreisen zu den B├╝rgermeistern im Wahlkreis, um zu erfahren, „wo der Schuh dr├╝ckt“. Am Donnerstag traf sie sich mit dem B├╝rgermeister und den GLL-Stadtr├Ąten Ingrid Dreier, Georg Martin Schmollinger und Alexander Spangenberg. Beim Neujahrsempfang in Schriesheim hatte sie noch vor allem ├╝ber EU-Themen gesprochen. [Weiterlesen…]

Die "unechte Einbahnstra├če" bleibt

„Ein Schritt in die richtige Richtung“

Nach einem Jahr wurde Bilanz gezogen – jetzt wurde entschieden. Quelle: Stadt Ladenburg.

Ladenburg, 25. Oktober 2012. (red/sap) Bei sieben Gegenstimmen wurde in der gestrigen Gemeinderatssitzung beschlossen, dass die „unechte Einbahnstra├čen“-Regelung in der Ladenburger Altstadt bestehen bleibt. Aber auch den Bef├╝rwortern war klar, dass man mit dieser Entscheidung nicht allen Ladenburger Einwohnerinnen und Einwohnern „gerecht“ werde.

Von Sabine Prothmann

Am 25. Mai 2011 hatte der Ladenburger Gemeinderat den Beschluss gefasst, f├╝r ein Jahr auf Probe in der Altstadt das System einer „unechten Einbahnstra├če“ einzuf├╝hren.

Die „unechte Einbahnstra├če“ regelt den Verkehr in der Hauptstra├če und in der Kirchenstra├če. Es gibt ein Einfahrtsverbot in alle Stra├čen der Altstadt von Samstag 14:00 Uhr bis Montag 7:00 Uhr sowie an Feiertagen, mit Ausnahme der Anlieger.

Zudem gibt es ein Einfahrtsverbot und ein „Anlieger frei“ von der Kirchenstra├če in die Neugasse sowie am Wochenende ein Einfahrtshindernis in Form von Pollern am Neckartorplatz und am Schriesheimer Tor.

„Unecht“ ist die Einbahnstra├če, da man an manchen Stellen auch in die Gegenrichtung fahren kann, denn anders ist es f├╝r viele Anwohner der Altstadt nicht m├Âglich in ihre Einfahrten zu gelangen. An drei Stellen gibt es in der Altstadt Einfahrtsverbote und ansonsten „muss man nur den Verkehrsschildern folgen“.

Am 25. Juli 2012 hatte man in einer Informationsveranstaltung eine erste Bilanz gezogen und den Ladenburger B├╝rgerinnen und B├╝rgern, die Gelegenheit f├╝r einen Meinungsaustausch gegeben. Hier ├Ąu├čerten vor allem die Anwohner der Kirchenstra├če und der Neugasse ihren Unmut.

Mehr positive als negative Effekte

Die Verkehrsz├Ąhlung im Mai 2012 hatte ergeben, dass an mehren Stellen der Altstadt, am Alten (-24 Prozent) und am Neuen Rathaus (-16 Prozent) und an der Tr├Ąnke (-9 Prozent), der Verkehr deultich abgenommen habe, nur am Kirchenvorplatz habe der Verkehr wieder sehr deutlich, und zwar um 37 Prozent innerhalb eines Jahres, zugenommen. Es wurde festgestellt, dass viele Fahrzeuge aus der Altstadt raus ├╝ber die Kirchenstra├če und dann ├╝ber die Heidelberger Stra├če in die Trajanstra├če fahren.

Insgesamt bewertet der B├╝rgermeister die positiven Effekte h├Âher als die negativen und „ich bin daf├╝r die Reglung so bestehen zu lassen und sie nicht zur├╝ckzuf├╝hren“, erkl├Ąrte er in der gestrigen Gemeinderatssitzung.

Rainer Ziegler k├╝ndigte an, dass in n├Ąchster Zeit Verkehrskontrollen durchgef├╝hrt w├╝rden, aber es verstehe sich von selbst, dass er keinen genauen Termin nennen k├Ânne.

„Die Schlie├čung der Altstadt ist in keinster Weise gew├╝nscht“, betonte Stadtrat Prof. Dr. Rainer Beedgen (CDU).

Will man eine Wohnstadt gibt es kein st├Ądtisches Leben. Will man st├Ądtisches Leben, muss man Verkehr in irgendeiner Weise ertragen.

Ziel m├╝sse sein, den weiteren R├╝ckzug des Warenangebots zu verhindern. Beedgen sah Gefahr, dass sich in der Ladenburger Altstadt eine Monokultur der Gastronomie ausbreite. „Ich bin kein Fan der „unechten Einbahnstra├če“, dann lieber Chaos“, so Beedgen.

„Wir haben schon sehr viel gemacht, in kleinen behutsamen Schritten“, sagte Stadtrat Wolfgang Zahner (SPD) und erinnerte daran, dass fr├╝her der Nahverkehr durch die Altstadt fuhr und Marktplatz und Domhof gro├če ├Âffentliche Parkpl├Ątze waren. Heute habe man in der Altstadt eine Spielstra├čenregelung.┬á Es sei schon betr├Ąchlich ruhiger geworden.

Egal, was wir machen, es gibt immer Gegner und Bef├╝rworter. Wir k├Ânnen nichts schaffen, was f├╝r alle richtig ist.

Die „unechte Einbahnstra├če“ sei ein Schritt in die richtige Richtung, erkl├Ąrte Zahner.

„Wir brauchen das Auto in der Innenstadt. Mir ist es zu ruhig“, sagte Stadtr├Ątin Gudrun Ruster (FW) und deswegen wolle sie die alte Verkehrsf├╝hrung zur├╝ck. Damit stehe sie allein innerhalb ihrer Fraktion.

„Wir sind f├╝r die Beibehaltung der „unechten Einbahnstra├če“, erkl├Ąrte Ingrid Dreier f├╝r die GLL. Klar ist:

F├╝r die einen ist es zu viel, f├╝r die anderen zu wenig Beruhigung.

Doch insgesamt ├╝berwiegten die positiven Effekte in der gesamten Altstadt und jetzt wolle man Klarheit f├╝r die Zukunft, sagte die Stadtr├Ątin.

Das Warenangebot in der Altstadt nehme ab und damit g├Ąbe es weniger Eink├Ąufer oder es gibt weniger Eink├Ąufer und deshalb weniger Angebot. „Wo ist hier die Ursache, wo ist hier die Wirkung?“, fragte Dreier.

„Die jetzige Regelung ist keine L├Âsung, die alle befriedigt“, sagte Wolfgang Luppe, deshalb stelle seine Fraktion den Antrag, eine echte Einbahnstra├če einzuf├╝hren.

Es g├Ąbe zwei Gr├╝nde, die gegen eine echte Einbahnstra├čenregelung spr├Ąchen, erkl├Ąrte B├╝rgermeister Rainer Ziegler. Da sind zum einen die Einfahrten, die nur von einer bestimmten Richtung zu erreichen seien, und zum anderen die riesige Zahl an Schildern, die das zur Folge h├Ątte. Gut 40 Verkehrschilder m├╝ssten an den Stra├čeneinm├╝ndungen beidseitig aufgestellt werden.

Die Altstadt habe erheblich an Qualit├Ąt gewonnen, sagte Dr. Peter Hilger (FW) und bezeichnete die geltende Regelung als „tragbarsten Kompromiss“.

„Wir k├Ânnen es nicht allen Recht machen und wir k├Ânnen vor allem den Anwohnern der Kirchenstra├če nicht gerecht werden“, sagte abschlie├čend B├╝rgermeister Ziegler.

Bei der Abstimmung stimmten nur die beiden FDP-Stadtr├Ąte f├╝r Wolfgang Luppes Antrag, eine echte Einbahnstra├če zu realisieren.

Der Antrag von Gudrun Ruster, die jetzige Verkehrslenkung wieder aufzugeben und den alten Zustand wieder einzuf├╝hren, wurde bei acht zu elf Stimmen abgelehnt.

Bei sieben Gegenstimmen wurde beschlossen, die jetzige Situation zu belassen.

 

 

Gemeinderat genehmigt die Sanierung der "Kiste"/Pflasterm├╝hle

Gute Jugend- und Kulturarbeit oder doch nur ein Luftschloss?

Die alte Pflasterm├╝hle – die Sanierungsarbeiten k├Ânnen jetzt beginnen. Foto: Ladenburgblog.

Ladenburg, 28. September 2012. (red/sap) Der Gemeinderat genehmigte die ├╝berplanm├Ą├čigen Ausgaben f├╝r die Sanierung von Jugendzentrum und Pflasterm├╝hle in H├Âhe von 150.000 Euro. Nicht alle Stadtr├Ąte waren von der Investition ├╝berzeugt.

Schon im Juni diskutierte der Technische Ausschuss die Zukunft des Jugendzentrums/Pflasterm├╝hle. Jetzt legte Architekt J├╝rgen Borkowski konkretere Pl├Ąne und Zahlen dem Gemeinderat vor. Unterst├╝tzt wurde er von Johannes Weis vom „Kiste“-Tr├Ągerverein und von B├╝rgermeister Ziegler.

„Wir haben nur eine enge Zeitachse“, erkl├Ąrte der B├╝rgermeister und verwies damit auf die m├Âglichen F├Ârdermittel.

Das Ensemble „Kiste“/Pflasterm├╝hle sei in einem schlechten, energetisch geradezu in einem miserablen Zustand, sagte Ziegeler. Nur wenige R├Ąume k├Ânnten genutzt werden.

Die „Kiste“/Pflasterm├╝hle st├╝nden zum einen f├╝r gute Jugend- und Kulturarbeit und symbolisiertem zudem ein industriegeschichtliches Erbe.

Die Gesamtkosten der Sanierung betitelte Borkowski auf 390.000 Euro, in diesem Jahr sollten noch 340.000 Euro investiert werden, um die F├Ârdermittel von 170.000 Euro abgreifen zu k├Ânnen.

F├╝r erste Sanierungsarbeiten wurden bereits 31.000 Euro ausgegeben, so Ziegler. Die restliche 50.000 Euro werden auf 2013 geschoben.

„Sie haben Angst, dass wir die F├Ârdermittel nicht bekommen und Sie wollen ein durchdachtes Konzept“, wandte sich der B├╝rgermeister an den Gemeinderat. Hier soll, so Ziegler, nicht nur ein Jugendzentrum aufgewertet, sondern auch R├Ąume f├╝r andere Gruppen und Kultur geschaffen werden. Und betonte:

Dies liegt mir am Herzen.

Man wolle ein soziokulturelles Zentrum ausbauen und das Konzept entwickle sich an den Rahmenbedingungen, erkl├Ąrte Johannes Weis.

Das bauliche Konzept sieht flexible R├Ąume, St├Ąnderw├Ąnde und offene T├╝ren vor, so Architekt Borkowski. Hier solle kein edler Status geschaffen werden, sondern eine einfache Boden- und Wandstruktur, die Leitungen werden „auf Putz“ verlegt. 70 Prozent der Investition diene allein der statischen Grundsicherung.

Der historische Bachkanal┬á im Keller sei gesichert, das M├╝hlrad von 1870 ist ausgebaut. Dies werde man sp├Ąter wieder einsetzten und ├╝ber Fenster und L├Âcher werden man sp├Ąter selbst von Au├čen den Bach sehen k├Ânnen, sagte Borkowski.

Ein Ladenburger habe ihm geschrieben, dass er t├Ąglich nur f├╝nf bis sechs Jugendliche in der Kiste sehe, berichtete Stadtrat Uwe Wagenknecht. Das sei dann viel Geld f├╝r Wenige.

Dem widersprach Jugendsozialarbeiter Achim Kolb:

Es sind bis zu 70 Jugendliche, die unseren offenen Treff aufsuchen, wenn auch nicht t├Ąglich.

Die „Kiste“ und die Pflasterm├╝hle bezeichnete Sascha Barembruch als Heimst├Ątte des Jugendgemeinderates und f├╝r die Jugendarbeit und als alternativen Veranstaltungsort f├╝r Theater- und Musikgruppen.

„Die Jugend bestm├Âglichst zu f├Ârdern, schreiben wir uns bei Wahlen auf die Fahnen“. Dennoch sah auch er die Investition kritisch:

Man bekommt den Eindruck, die Stadt investiert ins Blaue.

Die „Kiste“ und die Pflasterm├╝hle verglich er mit einem Mosaik in ihrer Vielf├Ąltigkeit. Kleine Steine werden gesetzt, um ein Kunstwerk enstehen zu lassen.

Auch die Freien W├Ąhler sahen die Notwendigkeit, mehr Raum f├╝r die Jugend zu schaffen, erkl├Ąrte Stadtr├Ątin Gudrun Ruster.

„Wir stehen zu unserem Jugendzentrum“, sagte Ingrid Dreier (GLL). Doch 390.000 Euro sind viel Geld. Deshalb wusste die GLL zun├Ąchst nicht, ob sie zustimme:

Wir mussten gute Gr├╝nde h├Âren und die haben wir jetzt auch geh├Ârt.

Zudem unterstrich Stadtr├Ątin Dreier die Generationen ├╝bergreifenden M├Âglichkeiten.

„Wir haben Schmerzen mit dieser Vorlage“, sagte Wolfgang Luppe (FDP). Projekte sollten mit angespartem Geld und nicht mit Schulden realisiert werden. Wir f├╝hlen uns gezwungen, die F├Ârdermittel in Anspruch zu nehmen, dieser Automatismus st├Âre seine Fraktion:

Wir vertrauen Ihnen diesmal.

„Wenn man R├Ąumlichkeiten hat, hat man auch Ideen, denn neue R├Ąume schaffen neue M├Âglichkeiten“, meinte Wolfgang Zahner (SPD).

Anders sah es seine Fraktionskollegin Ilse Schummer:

F├╝r das Luftschloss der soziokulturellen Ideen kann ich mich nicht erw├Ąrmen.

Sie misstraue dem soziokulturellen Bereich, man schaffe Bedarf, der gar nicht da sei, sagte die Stadtr├Ątin.

Bei vier Enthaltungen (Ilse Schummer, Bernd Garbaczok , Karl Meng und G├╝nter Bl├Ą├č) stimmte der Gemeinderat schlie├člich den ├╝berplanm├Ą├čige Ausgaben in H├Âhe von 150.000 Euro f├╝r die Umbau- und Sicherungsma├čnahmen zu.

Gemeinderat beantragt F├Ârdermittel

Ein Signal f├╝r die CBG-Sanierung?

Ladenburg, 28. September 2012. (red/sap) Die Sanierung des CBGs ist ein leidiges Thema. Dringend notwendig, vielfach diskutiert und zur Zeit einfach zu teuer f├╝r die Stadt Ladenburg. Man hofft auf den Verkauf des ehemaligen Gel├Ąndes der Martinsschule und auf F├Ârdergelder. Und genau um diese F├Ârdergelder ging es bei der Beratung im Gemeinderat am 26. September. [Weiterlesen…]

Aus der Gemeinderatssitzung vom 26. September 2012

Auf dem Weg zur Ganztagesschule

Ladenburg, 27. September 2012. (red/sap) Der Abend war lang. 13 Punkte standen auf der Tagesordnung des Ladenburger Gemeinderates und darunter so „knackige“ Themen wie Ganztagesschule, Sanierung des Geb├Ąudeensembles Jugendzentrum/Pflasterm├╝hle und die F├Ârderantr├Ąge f├╝r die Sanierung des CBGs und den Neubau einer neuen Sporthalle. Da gab es viel Beratungs- und Diskussionsbedarf.

Ein weiteres brisantes Thema, die Verkehrslenkung in der Altstadt, wurde nach nahezu vierst├╝ndiger Sitzungsdauer auf Antrag von Stadtrat G├╝nter Bl├Ą├č vertagt.

„Das haben wir uns fast gedacht“, sagte eine Ehepaar, Anwohner der Kirchenstra├če, die genau deswegen gekommen waren und nun entt├Ąuscht nach Hause gingen. Jetzt hoffen sie, dass „ihr“ Thema bei der n├Ąchsten Gemeinderatssitzung ganz vorne auf der Tagesordnung steht.

Auf dem Weg zur Ganztagesschule

„Wir wollen die Werkrealschule „Unterer Neckar“ in eine gute Zukunft f├╝hren“, erkl├Ąrte B├╝rgermeister Ziegler. Deshalb habe eine Steuergruppe der Schule ein Konzept f├╝r eine Ganztagesschule ausgearbeitet.

Schulleiter Thomas Schneider stellte mit Unterst├╝tzung von Angelika Scherb im Gemeinderat diese Konzept vor. „Wir sind auf dem Weg zur Ganztagesschule“, so Schneider.

Dies ist laut Schneider auch ein erforderlicher Weg. Die Werkrealschule habe ein Imageproblem und der Standort sei gef├Ąhrdet. Mit der Ganztagesschule hoffe man, die Zwei-Z├╝gigkeit erhalten zu k├Ânnen.

Laut einer Befragung wollten 70 Prozent der Eltern unbedingt eine Ganztagesschule, 22 Prozent w├╝rden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit w├Ąhlen und nur acht Prozent s├Ąhen diesen Betrieb kritisch.

Ladenburg sei gerade durch seine zentrale Lage ein starker Werkrealschulstandort, die n├Ąchsten gebundenen Ganztagesschule g├Ąbe er erst wieder in Mannheim-Sch├Ânau und in Heidelberg-Kirchheim, sagte Schneider.

Individuelle F├Ârderung, handlungsorientiertes und soziales Lernen seien die Ziele seiner Schule. Die Schule als Lebensort, in der das p├Ądagogische Angebot sinnvoll verzahnt sei.

Angelika Scherb stellten den Schulalltag der Ganztagesschule vor: Ein offener Schulanfang ab 07:30 Uhr, feste Schulzeiten von 08:00 bis 16:00 Uhr, Unterrichtsbl├Âcke mit Pausen und ein Mittagsband von 13:10 bis 14:00 Uhr mit einem verpflichtenden Mittagessen. Am Nachmittag ein Freizeitangebot, selbstbestimmt und angeleitet. Angestrebt ist die Verzahnung von Unterricht und Freizeit.

Dazu kommen Kooperationen mit Verb├Ąnden, Vereinen und Wirtschaft und mit Ehrenamtlichen und dem Netzwerk Berufsfindung. „Wir brauchen diese Menschen, um unsere Sch├╝ler zu f├Ârdern“, sagte Angelika Scherb.

Schwerpunkt Berufsf├Ârderung

Das Profil der Schule werde eindeutig den Schwerpunkt auf die Berufsf├Ârderung legen. Das gehe in die Richtung eines dualen Systems, sagte Rektor Thomas Schneider.

Die Kosten f├╝r die erforderlichen baulichen Ma├čnahmen – Einrichtung einer Mensa und eines Versammlungsraums – belaufen sich auf rund 325.000 Euro inklusive Brandschutz, erkl├Ąrte der St├Ądtische Geb├Ąudemanager G├Âtz Speyerer. 70 Prozent davon sind f├Ârderf├Ąhig, 50 Prozent sind sicher. Die Mehrkosten f├╝r Personal werden sich auf rund 8.400 Euro j├Ąhrlich belaufen.

„Wir begr├╝├čen diesen Schritt zur Standortsicherung“, erkl├Ąrte B├╝rgermeister Ziegler.

„Wir waren vor Ort und uns hat das Konzept, die Sch├╝ler mit der Arbeitswelt vertraut zu machen, imponiert“, sagte Dr. Meinhard Georg (CDU).

Es ist eine Investition f├╝r und in die Zukunft,

erkl├Ąrte auch Petra Erl (SPD). Durch das Ganztagsmodell habe man ein Konzept gegen den Trend gegen die Werkrealschule gefunden. „Wir k├╝mmern uns um diese Kinder“, so Erl. Und lobte den Mut von Eltern, dieser Schulform nicht den R├╝cken zu kehren, sondern das Geeignete f├╝r ihre Kinder zu wollen.

Auch Gudrun Ruster (FW) bezeichnete den vorgeschlagenen Weg als richtig.

Ladenburg sei eine Schulstadt f├╝r Kinder mit verschiedenen Begabungen. „Wir brauchen die Werkrealschule f├╝r die Chancengleichheit“, sagte Ingrid Dreier (GLL), denn die Lebenswelten h├Ątten sich ge├Ąndert und manche Eltern k├Ânnten ihre Kinder in der Schule nicht unterst├╝tzen.

Als p├Ądagogisch sinnvoll bezeichnete auch Dr. Rudolf Lutz (FDP) die Entwicklung zur Ganztagesschule.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den Antrag zu stellen, die Werkrealschule „Unterer Neckar“ zur Ganztagesschule umzuwandeln und bei Bewilligung die notwendigen baulichen und personellen Ma├čnahmen vorzunehmen

Technischer Auschuss am 12. September 2012

Bauma├čnahme in der Neuen Anlage wird mit Auflagen verabschiedet

Ladenburg, 17. September 2012. (red/sap) Der Boden der Friedhofskapelle wird erneuert, Diskussion um eine Bauma├čnahme in der Neuen Anlage, Antrag auf Bau einer Oldtimergarage wird vertagt und die Rotbuche an der Bleiche bleibt erhalten.

Von Sabine Prothmann

B├╝rgermeister Rainer Ziegler informierte die ├ľffentlichkeit, dass in der nicht├Âffentlichen Sitzung des Technischen Ausschusses die Sanierung der Friedhofskapelle beschlossen wurde. Der Boden der Friedhofskapelle muss erneuert werden, da die Platten gerissen seien. Die Renovierungsarbeiten sollen auf keinen Fall den Beerdigungsbetrieb st├Âren. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 12.400 Euro, davon werden die Bauarbeiten 6.500 Euro und das Material 5.900 Euro kosten. Im Haushalt 2012 sind 9.500 Euro bereit gestellt.

Bauvorhaben in der Neuen Anlage wurde mit einigen Auflagen verabschiedet

Diskussionsbedarf gab es bei dem Antrag auf Umbau und Modernisierung mit Teilabriss und Wiederaufbau eines Wohn- und Gesch├Ąftshauses in der Neuen Anlage. Im Erdgeschoss des eingeschossigen Anbaus befand sich lange Jahre das Blumengesch├Ąft Lippl. Ein Teilbereich soll k├╝nftig als Personal-Trainingsstudio genutzt werden.

Der Verbindungsbau zwischen dem Schuppen und dem Hauptgeb├Ąude soll abgebrochen werden. Der eingeschossige, mit einem Flachdach bedeckte Anbau, soll dem restlichen Hauptgeb├Ąude angeglichen werden. Dabei wird der Bestand abgebrochen und das Haus insgesamt verl├Ąngert. Auf der Nordseite des Daches sollen vier Schleppdachgauben angebaut und die bestehende Satteldachgaube soll entfernt werden. Auf der S├╝dseite des Daches ist ein 4,75 Meter breiter Dacheinschnitt f├╝r eine Dachterrasse geplant, zudem sollen vier Dachfl├Ąchenfenster f├╝r ausreichend Belichtung sorgen.

Das Geb├Ąude ist das einzige Haus in der Neuen Anlage, bei dem die Altstadtsatzung greift. Deswegen dr├╝ckte Stadtbildpfleger Egon Lackner auch beide Augen zu, wie zum Beispiel bei dem Einbau der vier Dachfl├Ąchenfenster.

Dennoch m├Âchte er die Altstadtsatzung nicht „aufgeweicht“ sehen und zeigte sich mit einigen Details nicht einverstanden. So m├╝sse die Eingangst├╝r mindestens 15 Zentimeter ins Geb├Ąude einr├╝cken und eine Schwelle bekommen. Die Klappl├Ąden und die Lisenen (Mauerblenden) sollten erhalten bleiben und die Farbiggebung sollte mit Stadt abgesprochen werden. Alt- und Anbau sollten durch die Gestaltung optisch getrennt werden. Auch die Anordnung und Gr├Â├če der Fenster im Anbau sollten ├╝berdacht und mit der Verwaltung abgestimmt werden.

B├╝rgermeister Ziegler nahm die Anregungen von Egon Lackner als Bedingung in den Beschlussvorschlag auf und der Technische Ausschuss stimmte dem einstimmig zu.

Antrag vertagt

Im Gewerbegiebt „Hohe Stra├če“ soll eine Abstellhalle f├╝r Oldtimerfahrzeuge gebaut werden. Vorgesehen sind f├╝nf Zufahrten. Ein Teil der Mitglieder des Technischen Ausschusses konnte sich mit dem Vorhaben nicht anfreunden. „Wir schaffen hier einen Pr├Ąsidenzfall mit mehr Zufahrten f├╝r Edelgaragen“, meinte Gemeinder├Ątin Ingrid Dreier (GLL). Uwe Wagenfeld (CDU) sah durch die Zufahrten die Parksituation beeintr├Ąchtigt. „Wir reden hier ├╝ber ein Gewerbegebiet und nicht ├╝ber ein Naherholungsgebiet“, entgegnete Dr. Peter Hilger (FW).

Dem Antrag von Gemeinderat Uwe Wagenfeld, den Tagesordnungspunkt zu vertagen und der Verwaltung den Arbeitsauftrag zu geben, weitere Informationen einzuholen, wurde mit sechs Stimmen, vier Gegenstimmen und einer Enthaltung, zugestimmt.

Sechs weiteren Bauvorhaben wurde mehrheitlich zugestimmt.

Rotbuche bleibt erhalten

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ berichtete der stellvertretende Stadtbaumeister Gregor V├Âlker, dass eine Rotbuche an der Bleiche aufgrund von Pilzbefall gef├Ąllt werden sollte. Eine Schallimpulstomografie zeigte jedoch, dass der Baum noch ausreichend ├╝ber die Wurzeln versorgt wird, so dass man versuchen wird, ihn durch R├╝ckschnitt zu erhalten. Die Untersuchung kostete 500 Euro.

In j├╝ngster Vergangenheit sei es vermehrt zu Fahrrad-Unf├Ąllen durch hervorragende Gleise in der Industriestra├če gekommen, berichtete der B├╝germeister. Als Sofortma├čnahme werde man Asphalt aufsch├╝tten.

Weiter berichtete die Verwaltung ├╝ber energetische Sanierungsma├čnahmen an der Sporthalle der Astrid-Lingren-Schule. Das Flachdach soll durch ein Pultdach ersetzt werden.

Gemeideratssitzung am 18. Juli 2012

Richtlinien gegen den Plakate-Dschungel

Ladenburg, 20. Juli 2012. (red/sap) Die Erfahrung mit der bisherigen Plakatierungspraxis in Ladenburg – vor allem vor Wahlen – zeigte die Notwendigkeit auf, unerw├╝nschten Entwicklungen, insbesondere hinsichtlich des Erscheinungsbildes, mit einer Regelung entgegenzuwirken. Die Verwaltung legte den Stadtr├Ąten einen Entwurf von Richtlinien ├╝ber die tempor├Ąre Plakatierung im ├Âffentlichen Raum f├╝r Veranstaltungen, zu Wahlen und f├╝r die Darstellung politischer Inhalte, vor.

Das Regelwerk umfasst sieben Seiten und ist unterteilt in grunds├Ątzliche Regelungen, in Regelungen f├╝r politische Parteien, W├Ąhlervereinigungen, Gruppierungen und Einzelkandidaturen, in Regelungen f├╝r sonstige priviligierte Institutionen wie Vereine, Regelungen f├╝r sonstige Plakatierungen sowie Ausnahmen.

Es wird unter anderem festgehalten, dass das Aufstellen von Plakaten vorher angezeigt und in manchen F├Ąllen auch beantragt und bezahlt werden muss. Alle Plakate, au├čer denen auf den st├Ądtischen Stellw├Ąnden, m├╝ssen mit einem Aufkleber versehen werden.

Mit den Richtlinien hofft B├╝rgermeister Ziegler vor allem bei der Plakatierung vor Wahlen „Fehlentwicklungen“ zu vermeiden.

Die eigene Plakatierung der Stadt ist von dem Regelwerk ausgenommen

In den Richtlinien ist zum Beispiel geregelt, welche Plakatierungen nicht zu gelassen sind, wie gegen das Grundrecht oder andere Gesetze versto├čende Werbung oder Werbung, die zu Rechtsverst├Â├čen aufruft, aber auch Produktwerbung oder Werbung f├╝r Gastst├Ątten.

  • Prinzipiell ist das Anbringen von Plakaten an Verkehrszeichen oder in Kreuzungsbereichen untersagt.
  • Geregelt ist auch die Dauer der Plakatierung, fr├╝hestens drei Wochen vor Veranstaltungsbeginn ist die Plakatierung zul├Ąssig und die Plakate m├╝ssen innerhalb von drei Werktagen nach dem Veranstaltungstermin entfernt werden.
  • Die Plakatierung f├╝r die Darstellung politischer Ziele ist f├╝r eine Dauer von drei Wochen zul├Ąssig.
  • Die anzeigepflichtige Plakatierung f├╝r politische Parteien, W├Ąhlervereinigungen oder auch f├╝r sonstige priviligierte Institutionen, wie Vereine, ist geb├╝hrenfrei. Bei erlaubnispflichtigen Plakatierungen werden Geb├╝hren erhoben.
  • Je Plakatierungsanlass d├╝rfen im Stadtgebiet maximal 24 Plakate mit der Gr├Â├če von maximal DIN A 1 angebracht oder aufgestellt werden, davon h├Âchstens zehn Plakate im Altstadtbereich.

24 Plakate – zu viel oder zu wenig?

24 Plakate pro Veranstaltung, vor allem bei Wahlen, sei viel zu viel, monierte Stadtrat Karl-Martin Hoffmann (CDU) und schlug vor, sich auf 15 oder gar 12 zu beschr├Ąnken.

24 Plakate ├╝ber die Stadt verteilt, das sei nicht viel, sagte Ilse Schummer (SPD). Insgesamt fand sie das System sehr gut, aber die Kontrolle sei schwierig und kaum praktikabel. Wie sollten die Plakatierer da noch durchblicken.

Dieses Papier wird uns Arbeit machen,

best├Ątigte der B├╝rgermeister. Und f├╝r die Plakatierer gibt es die Richtlinien.

Auch Ingrid Dreier (Gr├╝ne Liste) war mit der Zahl 24 zufrieden, „wer weniger aufstellen will, kann das gerne tun“, meinte sie in Richtung CDU gewandt. Bei Wahlen sei die Plakatierung nur auf denen von der Stadt gestellten Stellw├Ąnden erlaubt und zwar maximal zwei Plakate pro Partei.

„Wir werden gr├Â├čere Stellw├Ąnde aufbauen und wir m├╝ssen lernen, damit umzugehen“, so Ziegler. In besonders gelagerten Einzelf├Ąllen, wie Stadtrat Dr. Rudolf Lutz (FDP) als Formulierung vorschlug, kann die Stadtverwaltung Ausnahmen von den Regelungen zulassen.

Der Antrag von Stadtrat Hoffmann, die Anzahl der Plakate vor Wahlen auf 12 zu beschr├Ąnken, wurde bei 11 Gegenstimmen und einer Enthaltung abgelehnt. Der Richtlinienentwurf wurde insgesamt bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung angenommen.

Technischer Ausschuss am 11. Juli

Mehr K├╝he, mehr G├╝lle und mehr Leistung

Ladenburg, 15. Juli 2012. (red/sap) Der Milchviehbestand auf dem Hof der Familie Maas in Neubotzheim w├Ąchst und gleichzeitig soll die bestehende Biogasanlage erweitert werden. Thomas Maas berichtete im Technischen Ausschuss. Zustimmung vom TA und positive Stellungnahme der Stadt.

Von Sabine Prothmann

Die Familie Maas betreibt nord-westlich ihres Hofes in Neubotheim eine baurechtlich genehmigte Biogasanlage. Schon 2009 wurde die Biogasanlage auf eine Leistung von einem Megawatt ausgeweitet.

Nun soll der Milchviehbestand um einen Stall vergr├Â├čert werden – anstelle von 33 K├╝hen sollen hier demn├Ąchst 80 K├╝he untergebracht werden, wie Thomas Maas, bei seinem Bericht im Technischen Ausschuss berichtete.

Der Stallausbau wurde bereits genehmigt und auch die Biogasanlage soll erweitert werden. Es sollen k├╝nftig zwei Blockheizkraftwerke mit je 629 kW Feuerw├Ąrmeleistung betrieben werden.

Um ausreichend Lagerkapazit├Ąt f├╝r das vergorene Substrat vorzuhalten, ist der Bau eines Endlagerbeh├Ąlters mit einem Durchmesser von 33 Metern und einer Bauh├Âhe von 6 Metern, also insgesamt 5.129 Kubikmetern vorgesehen.

Der erzeugte Strom wird ins ├Âffentliche Netz eingespeist. Die anfallende Motorw├Ąrme wird bereits genutzt, um die umliegenden Geb├Ąude zu beheizen.

Gef├╝ttert wird die Anlage mit Maissilage, zuckerr├╝benschnitzel, Ganzpflanzensilage, Grassilage, Sorghum, Getreide, Rinder- und Schweineg├╝lle sowie Rinder-, Schweine- und Pferdemist.

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass G├╝lle sechs Monate gelagert werden muss, das bedeutet bei mehr Tieren┬á braucht man also mehr Lager f├╝r den anfallenden Mist, erkl├Ąrt Thomas Maas,

Mehr G├╝lle bedeutet gleichzeitig eine Leistungssteigerung und dabei muss der Anteil an Mais nicht erh├Âht werden, erkl├Ąrte der Jungbauer.┬á Ganz im Gegenteil,┬á „wir brauchen zuk├╝nftig im Verh├Ąltnis nicht mehr so viel Mais.“

B├╝rgermeister Rainer Ziegler lobte die Investitionen des Familienbetriebs in Neubotzheim, dies verdiene „h├Âchste Anerkennung“.

„Wir k├Ânnen uns nur freuen, dass wir in Ladenburg Betriebe haben, die so arbeiten“, best├Ątigte Ingrid Dreier (GLL),┬á vor allem da es sich um einVorhaben handle, das nicht┬á „Vermaisung“┬á der Fl├Ąchen beitr├Ąge.

Der Technische Ausschuss stimmte einstimmig dem Bauvorhaben zu und die Stadt Ladenburg gab eine positive Stellungnahme im immissionsschutzrechtlichen Verfahren ab.

Technischer Ausschuss diskutierte Bau- und Sanierungsma├čnahmen der Pflasterm├╝hle

F├╝r die einen ein Traum, f├╝r die anderen ein Kostenfaktor

Die Pflasterm├╝hle an der Wallstadter Stra├če. Foto: Ladenburgblog.


Ladenburg, 16. Juni 2012. (red/sap) Die Schreinerei ist aus dem Ostteil der Pflasterm├╝hle gezogen. Nun soll die komplette Pflasterm├╝hle in der Wallstadter Stra├če zuk├╝nftig als Jugend-, Kultur- und Kleinkunstb├╝hne genutzt werden. W├Ąhrend f├╝r die Stadtr├Ątin Ingrid Dreier mit dem Um- und Ausbau der Pflasterm├╝hle ein Traum in Erf├╝llung geht, wollten die anderen Mitglieder des Technischen Ausschusses erst mal wissen, was das alles kostet.

Von Sabine Prothmann

Der Ladenburger Architekt J├╝rgen Borkowski stellte dem TA die geplanten Bau- und Sanierungsma├čnahmen vor.

Es sollen durch leichte Trennw├Ąnde im Erd- und Obergeschoss jeweils drei R├Ąume abgetrennt werden. Dies erm├Âgliche eine flexible Raumgestaltung ohne weitere Investitionen. Der Haupteingang soll verlegt werden und im Obergeschoss soll ein breites Gaubenband zur verbesserten Belichtung von drei R├Ąumen eingebaut werden. Desweiteren soll die Fassade konstruktiv gesichert und renoviert werden.

Hier ist schon lange das Jugendzentrum "Die Kiste" untergebracht. Foto: Ladenburgblog.

Im Zuge der Freilegung wurde im Kellergeschoss das alte Bachbett einschlie├člich des ehemaligen M├╝hlrads wiederentdeckt. Nach erfolgter Instandsetzung sollen B├╝rger und Besucher die Anlage besichtigen k├Ânnen.

Dies sei ein „echter Hingucker“,┬á meinte auch B├╝rgermeister Ziegler.

Der Geb├Ąudekomplex stehe zwar nicht unter Denkmalschutz, aber habe dennoch einen hohen Wert im Hinblick auf die Wirtschaftsgeschichte Ladenburgs.

Bie der Pflasterm├╝hle handelt es sich um 14.000 Kubikmeter umbauten Raum, so der Architekt. Das Geb├Ąude sei statisch okay und die Sanierung k├Ânne und m├╝sse in Stufen erfolgen. Zudem sei der Standard eines Jugendzentrums ein anderer als der eines Wohnhauses.

Nur das Dachgeschoss werde man d├Ąmmen und eine Beheizung ist nur tages- und stundenm├Ą├čig vorgesehen. Die Sanierung werde im Leichtbau erfolgen und die Elekrik k├Ânne „auf Putz“ verlegt werden.

Es sollen Gruppen- und Projektr├Ąume enstehen f├╝r die dynamische Jugendarbeit. Auch der Jugendgemeinderat soll hier seinen eigenen Raum bekommen.

Ein Traum aus meiner Jugend wird Wirklichkeit,

schw├Ąrmte Ingrid Dreier (GLL). Und der Jugendgemeinderat werde hier eine Heimat finden.

Petra Erl (SPD) wollte wissen, ob das als Jugend-, Kultur- und Kleinkunstb├╝hne nur der Jugend vorbehalten sei oder auch f├╝r breite Nutzung gedacht sei. B├╝rgermeister Rainer Ziegler sagte:

Die Pflasterm├╝hle soll ein kulturelles Zentrum werden – generations├╝bergreifend.

„Was ist die Endsumme?“

„Was kostet das?“, wollte Steffen Salinger (SPD) konkret wissen. „Was ist die Endsumme?“, fragte auch Gerhard Seidel (CDU).

Es seien 192.000 Euro F├Ârdermittel vorhanden, 60 Prozent werden dabei vom Land finanziert, informierte der Architekt. Zus├Ątzlich k├Ânnte noch einmal knapp die gleiche Summe durch Haushaltsreste und -posten bereitgestellt werden. Das hei├čt rund 400.000 Euro seien vorhanden.

Die Eigenarbeit von Jugendprojektgruppen, wenige Trennw├Ąnde, Nasszellen und D├Ąmmung w├╝rden die Kosten f├╝r die Bauma├čnahmen geringer halten. Au├čerdem machte der B├╝rgermeister darauf aufmerksam, dass der Umbau schrittweise erfolgen k├Ânne.

Rund eine halbe Million Kosten

Salinger beharrte auf die Nennung einer konkreten Summe und bekam schlie├člich rund 500.000 Euro genannt. Ein Projekt dieser Gr├Â├čenordnung von rund einer halben Million wollte der SPD-Stadtrat nicht ohne den Gemeinderat beschlie├čen.

Schlie├člich einigte man sich einstimmig darauf, den Bauantrag zu genehmigen – um durch eine Zeitverz├Âgerung die F├Ârdermittel nicht zu verlieren -, und auch gleichzeitig der Verwaltung den Auftrag zu erteilen, vor der ersten Auschreibung eines Gewerkes dem Gemeinderat einen konkreten Zeiten- und Kostenplan vorzulegen und dies dort zu beraten.

 

 

 

 

Der Technische Ausschuss tagte am 13. Juni 2012

„Ich bin froh, dass dieser Schandfleck weg ist“

Baustelle in der Luisenstra├če/ Ecke Weinheimerstra├če. Foto: Ladenburgblog.

Ladenburg, 16. Juni 2012. (red/sap) Der Antrag auf ein Mehrfamilienhaus in der Luisenstra├če/Ecke Weinheimer Stra├če wurde beschlossen. Ebenso eine Heizungs- und Bel├╝ftungsanlage f├╝r das Silogeb├Ąude der Firma BK Guilini GmbH. DieNebengeb├Ąude in der Donaustra├če sollen ├╝berpr├╝ft werden. Holzb├Ąnke kommen auf den Spielplatz an der Bleiche.

Im Zuge der Modernisierung und des Food-Upgrades bei der Firma BK Guilini GmbH soll in das bestehende Silogeb├Ąude C15 eine Heizungs- und Bel├╝fungsanlage eingebaut werden, bestehend aus einem Gas-Brennwertkessel mit einer Nenn-W├Ąrmeleistung von 895 kW und einem Blockheizkraftwerk mit einer Nenn-W├Ąrmeleistung von 207 kW.

├ťber die Bel├╝ftungsanlage wird Au├čenluft angesaugt, mittels der in der Heizungsanlage erzweugten W├Ąrme erw├Ąrmt und in die einzelnen Stockwerke des Silogeb├Ąudes verteilt.

Die Heizung ist im 6. Obergeschoss angeordnet; hier befindet sich der W├Ąrmespeicher und die Vorlauf- und R├╝cklaufverteilung des erw├Ąrmten Heizwassers, welches ├╝ber Rohrleitungen in die Erhitzer der einzelnen Stockwerke verteilt wird.

Standortsicherung und Klimaschutz

Die Stadt Ladenburg wird im Rahmen der Durchf├╝hrung des Bundesimmissionsschutzgesetzes zum Bauvorhaben BK Guilini GmbH angeh├Ârt. Das Regierungspr├Ąsidium Karlsruhe und das Baurechtsamt haben die Stadt aufgefordert, zum Bauvorhaben Stellung zu beziehen.

Der ermittelte Schallleistungspegel betr├Ągt 60 dB(A) und liegt somit unter den maximal zul├Ąssigen 70 db (A) f├╝r ein Industriegebiet. Die Festsetzungen des Bebauungsplans werden eingehalten.

Projektleiter Dr. Frank K├╝hn von der BK Guilini GmbH berichtete im TA ├╝ber die Upgrade-Ma├čnahmen seiner Firma. B├╝rgermeister Rainer Ziegler sagte:

Wir begr├╝├čen die Standortsicherung und den Beitrag der BK Guilini GmbH zum Klimaschutz.

Der Technische Ausschuss hatte gegen das Bauvorhaben keine Bedenken.

In zwei Antr├Ągen wurde ├╝ber die Befreiung von den Festsetzungen der Landesbauordung bei der Errichtung von zwei Doppelhaush├Ąlften in der Siemensstra├če beraten, bei der einen Bausachen ging es um einen Fahrradport und bei der anderen um einen Carport.

Gem├Ą├č der Landesbauordnung m├╝ssen die Abstandsfl├Ąchen auf dem Grundst├╝ck selbst liegen. In den vorliegenden Bauvorhaben soll die Abstandsfl├Ąche der Au├čenwand auf einem privaten Fu├čweg sowie teilweise auf zwei angrenzenden Grundst├╝cken liegen. Der Eigent├╝mer der entsprechenden Flurst├╝cke wird eine ├Âffentlich-rechtliche Verpflichtung (Baulast) zur Absicherung der Abstandsfl├Ąchen eingehen.

Beiden Antr├Ągen wurde einstimmig zugestimmt.

Der Schandfleck muss weg

In der Luisenstra├če/ Ecke Weinheimer Stra├če ist die Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit acht Wohneinheiten und Stellpl├Ątzen geplant. Ein bereits genehmigtes Bauvorhaben auf diesem Grundst├╝ck wurde nicht vollst├Ąndig realisiert. Die Baugenehmigung ist mittlerweile nicht mehr g├╝ltig. Aus dem Altvorhaben existieren bereits eine nichtvollendete Tiefgarage sowie ein Keller. Das Mehrfamilienhaus soll voll unterkellert werden und besteht aus Erd-, Ober-, Dachgeschoss und Speicher.

Die zus├Ątzliche GRZ wird um 4,7 Prozent, dies entspricht 20 Quadratmeter, ├╝berschritten Die Befreiung von dieser Festsetzung ist aus der Sicht der Verwaltung st├Ądtebaulich vertretbar. Die Zufahrt soll n├Ârdlich erfolgen. So kann ein vorhandener Baum an der Luisenstra├če erhalten werden. Der aktuell vorhandene Weg zum Hebewerk oll durch den Antragsteller ausgebaut und anschlie├čend ├Âffentlich gewidmet werden.

Der im Liegenschaftskataster eingetragene Weg existiert in Wirklichkeit nicht und soll zugunsten des realisierten Weges aufgegeben werden. Insgesamt stehen 15 Stellpl├Ątze zur Verf├╝gung, wobei laut Stellplatzsatzung nur 12 notwendig sind.

Ziegler zeigte sich erfreut, dass hier endlich etwas passiert und meinte:

Es ist eine der schlimmsten Baustellen unserer Stadt.

Und auch Ingrid Dreier (GLL) sah im geplanten Geb├Ąude einen Gewinn und sagte:

Ich bin froh, dass dieser Schandfleck bald weg ist.

Stadtbildpfleger Egon Lackner war von der Gestaltung nicht ├╝berzeugt und kritisierte, dass das geplante Mehrfamilienhaus deutlich h├Âher als die Nachbarbebauung ausfalle und, dass das „zur├╝ckspringende Mauerwerk“, wie urspr├╝nglich geplant, nicht umgesetzt werde.

Steffen Salinger und Pertra Erl (beide SPD) st├Ârten sich an der Gehwegbreite von 1,50 Meter. Dies sei urspr├╝nglich anders verhandelt worden. Vor allem an dieser un├╝bersichtlichen Stelle, sei ein breiterer Gehweg dringend notwendig.

Die beiden SPD-Stadtr├Ąte gaben deshalb auch nicht ihre Zustimmung und Stadtrat Karl Meng enthielt sich. Der Bauantrag wurde angenommen.

M├╝ssen die Nebengeb├Ąude abgerissen werden?

1957 wurde in der Donaustra├če das Wohnhaus und 1959 das Nebengeb├Ąude als Stall genehmigt. Seit mindestens 1983 wurde dieses Nebengeb├Ąude als Garage genutzt. Die Antragsteller erwarben 1992 das bebaute Grundst├╝ck. Auf diesem befanden sich laut Grundbuch das Wohnhaus mit Stall, Garage und Stallanhang.

Nach ├ťberpr├╝fung der baulichen Anlage durch das Baurechtsamt 2011 wurde festgestellt, dass das Nebengeb├Ąude hinter der Garage ohne Genehmigung errichtet worden war. Desweiteren wurde ein Hundezwinger an der ├Âstlichen und eine Gartenlaube an der n├Ârdlichen Grundst├╝cksgrenze errichtet.

Der Erwerb des Grundst├╝cks mit dem damals bereits vorhandenen Nebengeb├Ąude vor 20 Jahren erfolgte in dem Glauben, es w├Ąre genehmigt. Die Verwaltung ist der Ansicht, dass die ben├Âtigten Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans st├Ądtebaulich nicht vertretbar sind. Die ├ťberschreitung der Baugrenze ist zu massiv. Die Lage von Zwinger und die Gartenlaube widersprechen ebenfalls den Festsetzungen des Bebauungsplans.

„Es tut uns weh“, bekannte B├╝rgermeister Rainer Ziegler und kl├Ąrte die Ausschussmitglieder dar├╝ber auf, dass es eventuell zum R├╝ckbau der Geb├Ąude f├╝hren k├Ânnte.

Das Baurechtsamt werde es pr├╝fen und die Verh├Ąltnissm├Ą├čigkeit der Mittel – bis zum Abriss – muss festgestellt werden.

Stadtrat Steffen Salinger (SPD) merkte an, dass in der Donaustra├če mit gr├Â├čter Wahrscheinlichkeit viele Nebengeb├Ąude nicht genehmigt seien:

Wenn ich das sehe, muss ich den Bagger durch die ganze Stra├če schicken.

Der Technische Ausschuss einigte sich darauf, der Verwaltung den Arbeitsauftrag zu erteilen, zun├Ąchst die einzelnen Grundst├╝cke in der Donaustra├če zu ├╝berpr├╝fen. Der Tagesordnungspunkt sollte so lange vertagt werden.

In einem weiteren Bauantrag ist die Errichtung einer Garage in Fertigbauweise in der Eponastra├če beabsichtigt. Diese soll direkt an einen bereits vorhandenen Garagenriegel von neun Garagen angebaut werden. Diese soll unter anderem zur Unterstellung der M├╝lltonnen genutzt werden, da diese f├╝ die Kinder des Kindergartens unzug├Ąnglich sein m├╝ssen.

Die Verwaltung h├Ąlt das Bauvorhaben st├Ądtebaulich vertr├Ąglich, da es eine unmittelbare Fortsetzung des Garagenriegels darstellt. Der TA stimmte dem zu.

Zurzeit stehen am Spielplatz an der Bleiche auf der anderen Seite des Weges drei Holzb├Ąnke und an der Zwingermauer sechs Metallb├Ąnke. Die Lage der B├Ąnke an der Bleiche ist unvorteilhaft, da die Kinder auf dem Spielplatz spielen und die Begleitpersonen auf den B├Ąnken gegen├╝ber sitzen. Radfahrer, die den Radweg dazwischen nutzen, k├Ânnten Kinder gef├Ąhrden.

Die Verwaltung schlug deshalb vor, drei neue, seit dem Gr├╝nprojekt in Ladenburg verwendete Metallb├Ąnke direkt am Spielplatz unter dem Baum und die am Weg in der Bleiche befindlichen Holzb├Ąnke an der Zwingerpromenade aufzustellen. Eine weitere neue Metallbank soll im Bereich des Geheges im Waldpark aufgestellt werden. Bei der Beratung einigte man sich darauf, die drei Holzb├Ąnke direkt am Spielplatz und die Metallb├Ąnke in die Nischen an der Zwingermauer aufzustellen.

Familienheim darf Scheunen und Haus abbrechen und Mehrfamilienhaus errichten

Moderner Neubau statt historischem Bauernhof

Ab Juni wird das historische Gem├Ąuer in der Feuerleitergasse abgerissen.

Ladenburg, 19. April 2012. (red) Ein Wohnhaus und zwei Scheunen werden in der Feuerleitergasse voraussichtlich ab Juni abgerissen. Die Familienheim Rhein-Neckar will an dieser Stelle bis 2013 ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohneinheiten errichten. Der Technische Ausschuss hat beide Antr├Ąge gestern best├Ątigt. Stadtrat Wagenfeld kritisiert Sitzungsvorlagen.

Von Hardy Prothmann

Ist es ein Spiel oder Ernst? Der CDU-Stadtrat Uwe Wagenfeld hat gestern wieder viele Fragen zum Bauvorhaben gestellt und dabei bem├Ąngelt, dass den Gemeinder├Ąten nur unvollst├Ąndige Unterlagen vorl├Ągen. Die weit ├╝ber ein Dutzend G├Ąste konnten nicht entscheiden, ob sich Herr Wagenfeld nur profilieren wollte oder ob die Kritik gerechtfertigt ist. Zumindest wurden seine Fragen beantwortet.

1992 hat die Stadt Ladenburg die Immobilie an die Familienheim Rhein-Neckar verkauft, die nicht denkmalgesch├╝tzt ist. Vor zwei, drei Jahren habe die Stadt einen R├╝ckkauf angefragt, was aber aus finanziellen Gr├╝nden nicht erfolgt ist, best├Ątigte uns B├╝rgermeister Rainer Ziegler (seit 2001 im Amt) auf Anfrage.

Mehrfamilienhaus bis 2013

Die Familienheim Rhein-Neckar wird nun das Grundst├╝ck verwerten und mit einem Neun-Familienhaus neu bebauen. Daf├╝r werden ein Wohnaus und zwei Scheunen abgerissen. Der planende Architekt, der Ladenburger Holger Ueberrein, erl├Ąuterte in der Sitzung das geplante Projekt.

Auf der R├╝ckseite der Kirchen werden ein Wohngeb├Ąude entstehen sowie ein R├╝ckgeb├Ąude mit Garagen, Stellpl├Ątzen und Abstellr├Ąumen. Au├čerdem ist ein 30 Quadratmeter gro├čer Spielplatz f├╝r Kinder geplant. Ingrid Dreier (GLL) regte an, diesen auf dem Gel├Ąnde anders als bislang geplant unter eine dort befindliche Eiche zu verschieben, dann br├Ąuchte man keine Beschattungsma├čnahmen. Architekt Ueberrein sagte eine Pr├╝fung zu.

Das Wohnhaus wird aus zwei Vollgeschossen bestehen sowie zwei ausgebauten Dachgeschossen. Im Satteldach werden sich sieben Schleppgauben und zwei Zwerchhausgauben zur Feuerleitergasse hin befinden. Auf der R├╝ckseite sind f├╝nf Schleppgauben und ein Dachfenster geplant, das aber nur eine Ausstiegsfunktion habe.

Auch das zweigeschossige Nebengeb├Ąude erh├Ąlt ein Satteldach, ├╝ber den Garagen im Erdgeschoss wird es durch einen Laubengang erschlossene Abstellr├Ąume geben.

Ausnahmen genehmigt

Laut Baugenehmigung m├╝ssen 15 Stellpl├Ątze nachgewiesen werden – es sind aber nur 14. Einer muss deshalb entweder abgel├Âst oder an anderer Stelle nachgewiesen werden.

Zwei der historischen Keller werden erhalten, ein dritter aufgesch├╝ttet. Eine weitere Unterkellerung ist nicht geplant. Der Technische Ausschuss stimmte weiter der Befreiung der Vorgaben der Gestaltungssatzung f├╝r die historische Altstadt zu und genehmigte eine ├ťberschreitung der Gesamtbreite der Dachaufbauten von 35 Prozent.

Kritik kam vom Ausschlussmitglied Carolin Schuhmann, die sich im Namen des Heimatbundes gegen das Projekt aussprach:

Der Heimatbund bedauert sehr, dass eines der letzten b├Ąuerlichen Anwesen in der Altstadt abgerissen wird.

Die Familienheim Rhein-Neckar wird hier ein Mehrfamilienhaus mit Nebengeb├Ąude errichten.

Das aktuelle Baugeschehen erinnere sie an die „Nachkriegszeit“.: „Hier wurden leider alle Chancen verpasst.“ Auch Stadtbildpfleger Egon Lackner kritisierte, ein in hohem Ma├če stadtbildpr├Ągendes Geb├Ąude werde zerst├Ârt, in Zukunft m├╝sse man hier aktiver auf den Schutz solcher Geb├Ąude achten. B├╝rgermeister Ziegler entgegnete, dass in diesem Fall keine Einflussnahme m├Âglich sei.

Die Antr├Ąge auf Abriss und Neubau wurden bei zwei Gegenstimmen von Uwe Wagenfeld (CDU) und Dr. Peter Hilger (FW) best├Ątigt.

Zwei weitere Bauantr├Ąge, darunter eine energetische Dachsanierung in der Trajanstra├če, die Errichtung einer Doppelhaush├Ąlfte mit Carport in der Zwingertgasse wurden ohne gro├če Diskussion ebenfalls genehmigt.

Aus dem Gemeinderat

Haushaltsreden und Beschlussfassung zu den Haushaltspl├Ąnen 2012

Ladenburg, 29. M├Ąrz 2012. (red/jt) In der gestrigen Gemeinderatssitzung hielten die Gemeinderatsfraktionen ihre Haushaltsreden. Anschlie├čend wurde ├╝ber die gut 37 Millionen Euro schweren Haushaltspl├Ąne der Stadt Ladenburg abgestimmt.

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Technischer Ausschuss

Kein Einvernehmen f├╝r die Kinderbetreuungseinrichtung

Das ehemalige AWO-Geb├Ąude in der Wormser Stra├če.

Ladenburg, 22. M├Ąrz 2012. (red/sap) Auf der Tagesordnung des Technischen Ausschusses standen gestern Abend f├╝nf Bauanfragen sowie die Aussichtsplattform im Naturschutzgebiet und die Auftragsvergabe f├╝r die T├╝ren zur Realiserung des zweiten Rettungsweges am Carl-Benz-Gymnasium. Erneute Diskussion um die Kinderbetreuungseinrichtung in der Wormser Stra├če.

Von Sabine Prothmann

Bei der ersten Bauanfrage ging es wieder um das ehemalige AWO-Geb├Ąude in der Wormser Stra├če, in das die Kinderbetreuungseinrichtung Kinder-Laden-Burg einziehen soll. Dieser Bauantrag war in der vergangenen Ausschuss-Sitzung zur├╝ckgestellt worden.

Der Technische Ausschuss hatte der Nutzungs├Ąnderung schon im Dezember 2011 zugestimmt. In der Sitzung am 29. Februar 2012 wurde das Bauvorhaben erneut behandelt, der vorgelegten Planung konnte jedoch nicht entsprochen werden. Die gew├╝nschten ├änderungen wurde nun in die vorgelegte Planung einbezogen. Die Ausschussmitglieder mussten jetzt ├╝ber den Umbau des Geb├Ąudes entscheiden.

Zur Ausgangslage: Der Antragsteller plant, in einem bestehenden Wohn- und Gesch├Ąftshaus in den B├╝ror├Ąumen des Erdgeschosses eine Knderbetreuungseinrichtung f├╝r Kleinkinder (2 bis 3 Jahre, maximal 12 Kinder) einzurichten. Die Nutzfl├Ąche betr├Ągt rund 130 Quadratmeter. Die notwendigen Sozial- und Sanit├Ąrr├Ąume sind vorhanden bzw. werden neu eingerichtet.

Im Obergeschoss soll die Balkont├╝r vergr├Â├čert werden. Ein Teil des Daches des Nebengeb├Ąudes soll r├╝ckgebaut werden. Im Dachgeschoss sollen zwei Schleppgauben verbunden und zu einer ├╝berdachen Terrasse erweitert werden. Auf der Stra├čenseite sollen zwei Dachfl├Ąchenfenster als bauliche Rettungswege aus dem Dachgeschoss dienen. Auf der Hofseite sollen weitere Dachfl├Ąchenfenster sowie eine Loggia im zweiten Dachgeschoss eingebaut werden.

Das Treppenhaus soll getrennt werden. Der Zugang zur Kinderbetreuungseinrichtung im Erdgeschoss wird ├╝ber die Wormser Stra├če erfolgen. Der Zugang zum Treppenhaus zu den anderen Etage erfolgt ├╝ber den Hof.

Gem├Ą├č der „Stadtbildsatzung f├╝r die Umgebung der Altstadt“ sind charakteristische Dachaufbauten zu erhalten. Dies wurde durch die vorliegende Planung erreicht.

Die vorliegende Planung ist mit der Verwaltung und dem Stadtbildpfleger abgesprochen.

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses zeigten sich einverstanden mit den Umbauma├čnahmen im Dachgeschoss, aber die r├╝ckw├Ąrtige Bebauung, vor allem die Teil├╝berdachung des Hofes, stie├č auf viele kritische Stimmen

Die Bezeichnung ÔÇ×DachterrasseÔÇť sei nur durch „Teil├╝berdachung“ ausgetauscht worden, meinte Dr. Rudolf Lutz (FDP). Einer solchen werde er seine Zustimmung verweigern. Zudem sei weiterhin mit einer Dachterrasse zu rechnen, was von den Nachbarn abgelehnt w├╝rde.

„├ťber die Zukunft habe ich heute nicht zu befinden“, erkl├Ąrte B├╝rgermeister Rainer Ziegler. Auch wenn durch eine Email an die Stadtverwaltung das Vorhaben eine Terrrasse zu errichten, schon angek├╝ndigt worden sei, stehe diese Absicht am heutigen Tage nicht im Raum.

Stadtrat Dr. Peter Hilger (FW) kommentierte:

Sehe ich das richtig, wir stimmen ├╝ber eine ganze Salami ab, auch wenn es heute nur um eine Scheibe geht?

Auch Uwe Wagenfeld (CDU) und Steffen Salinger (SPD) lehnten die Zustimmung ab.

Eine Teil├╝berdachung g├Ąbe es schon, ebenfalls sei die Betonmauer schon vorhanden, „deshalb sehe ich keine Ver├Ąnderung f├╝r den Nachbarn“, erkl├Ąrte Ingrid Dreier (GLL), und demnach keinen Grund f├╝r eine Ablehnung.

Ziegler wies darauf hin, „versagen wir das Einvernehmen, wird das Baurechtsamt dies ersetzen.“

Der Verwaltungsvorschlag, dem vorliegenden Bauantrag zuzustimmen, folgten nur der B├╝rgermeister und Ingrid Dreier – damit ist das Baurechtsamt gefragt.

Die ├╝brigen Mitglieder des Technischen Ausschusses versagten das Einvernehmen zum r├╝ckw├Ąrtigen Bereich, was die ├ťberdachung und den R├╝ckbau betrifft, stimmten aber dem Umbau des Dachgeschosses zu.

Ein „Hoffnungsschimmer“ f├╝r den Verein

Im n├Ąchsten Tagesordnungspunkt ging es um die Einrichtung einer Versammlungsst├Ątte in den Gesch├Ąftsr├Ąumen eines Wohn- und Gesch├Ąftshauses in der Hauptstra├če. Es handle sich dabei um den t├╝rkisch-islamischen Kulturverein, erkl├Ąrte B├╝rgermeister Ziegler.

Der Verein war bislang im alten Feuerwehrhaus untergebracht und habe ├╝ber einen langen Zeitraum intensiv nach neuen R├Ąumlichkeiten gesucht. Die Versammlungsst├Ątte sei auf f├╝nf bis zehn Personen begrenzt und die R├Ąumlichkeit in der Hauptstra├če k├Ânne nur eine vor├╝bergehende L├Âsung sein, so Ziegler.

Dies sei ein „Hoffnungsschimmer“ f├╝r den Verein, so Ingrid Dreier (GLL).

Die ├ľrtlichkeit, direkt am Eingang der Altsstadt, bezeichnete Steffen Salinger (SPD) als ungeignet, zudem sei es schwierig, dieses Thema in einer ├Âffentlichen Sitzung zu diskutieren, da k├Ânne man leicht falsch verstanden werden. B├╝rgermeister Ziegler sagte:

Es ist nicht die beste L├Âsung, aber eine L├Âsung, die dem Verein f├╝r eine gewisse Zeit Heimat bietet, ansonsten kann der Verein nicht mehr existieren.

Bei zwei Gegenstimmen (G├╝nter Bl├Ą├č, Steffen Salinger) wurde der Nutzungs├Ąnderung zugestimmt.

Milchviehstall in Neubotzheim

Im n├Ąchsten Bauantrag ist die Errichtung eines Milchviehstalls f├╝r 165 Tiere in Neubotzheim. Das Geb├Ąude soll freistehend neben der bereits vorhandenen Biogasanlage errichtet werden. Die anfallende G├╝lle soll in die geplante Vorgrube und im Anschluss in die bestehende Biogasanlage eingeleitet werden. Hierbei handle es sich um den Hof der Familie Maas. Dies sei eine Zukunftsinvestition und auch die beiden S├Âhne seien im landwirtschaftlichen Betrieb. B├╝rgermeister Ziegler:

Wir begr├╝├čen dieses Bauvorhaben.

Das Bauvorhaben ist mit dem Amt f├╝r Landwirtschaft und Naturschutz abgestimmt. Ohne Gegenstimmen stimmte der Technische Ausschuss diesem Bauvorhaben zu.

Befreiung bevor Bebauungsplan in Kraft tritt

In einem Kenntnisgabeverfahren planen die Antragsteller die Errichtung eines Doppelhauses, eines Carports sowie eines Fahrradunterstandes. Das Geb├Ąude soll voll unterkellert werden. Das um 46 Grad geneigte Satteldach soll auf der Nordseite im ersten Dachgeschoss mit einer Schleppgaube und im zweiten Dachgeschoss mit zwei Dachfl├Ąchenfenstern elichtet werden. Auf der Sseite des Geb├Ąudes soll im ersten Dachgeschoss eine Terrasse eingebaut werden.

Das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Zehntstra├če“, im Geltungsbereich Altstadtsatzung, im Grabungsschutzgebiet sowie in der Gesamtanlage Ladenburg.

Es wurde ein Antrag auf Befreiung von den bauordnungsrechtlichen Festsetzungen des Bebauungsplans f├╝r den mit einem Gr├╝ndach bedeckten Carport beantragt. Die Ausf├╝hrung als Flachdach – anstelle eines im Bebauungsplan vorgesehenen geneigten Daches – vermeidet sowohl die Sichteinschr├Ąnkung auf die Giebelfassade der Zehntscheuer als Dach auf die S├╝dfassade des geplanten Doppelhauses.

Stadtrat Lutz (FDP) kritisierte, dass man schon eine Befreiung verabschieden sollte, bevor der Bebauungsplan ├╝berhaupt in Kraft trete.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Antrag einstimmig zu.

Im n├Ąchsten Bauantrag ist die Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit Garagen in der Zehentstra├če geplant. Es sollen sieben Wohnungen mit insgesamt rund 820 Quadratmetern Wohnfl├Ąche entstehen. Das Geb├Ąude wird mit einem Satteldach bedeckt. Insgesamt belichten sechs Gauben das Dachgeschoss. Sieben Garagen werden im Erdgeschos untergebracht, die restlichen f├╝nf Stellpl├Ątze entstehen auf dem Hof. Ein Kinderspielplatz ist f├╝r die n├Ârdliche Grundst├╝cksseite vorgesehen.

Das Bauvorhaben liegt ebenfalls im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Zehntstra├če“, im Geltungsbereich Altstadtsatzung sowie im Grabungsschutzgebiet. Die jeweiligen Festsetzungen werden eingehalten.

Das Vorhaben ist mit dem Stadtbildpfleger, der Denkmalschutzbeh├Ârde und der Stadtverwaltung abgesprochen, alle Anregungen wurden ber├╝cksichtigt. Die notwendigen Stellpl├Ątze werden nachgewiesen.

Das Bauvorhaben enstpreche in vollem Umfang den Vorgaben und Vorstellungen der Verwaltung und des Stadtbildpflegers, „wir haben eine optimale L├Âsung gefunden“, erkl├Ąrte B├╝rgermeister Ziegler. Das Geb├Ąude von 2012 f├╝ge sich wunderbar in die Altstadt ein.

Auch Uwe Wagenfeld (CDU) lobte das Ergebnis, das „nach langem hin und her“ f├╝r das Mehrfamilienhaus gefunden wurde.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Vorhaben einstimmig zu. Die Details, wie Balkon, Mauern, Farben etc., m├╝ssen noch abgestimmt werden.

Mit der Ma├čnahme, eine Aussichsplattform im Naturschutzgebiet zu errichten, war der Technische Ausschuss einverstanden.┬á Erfreulicherweise koste dass die Stadt kein Geld, da die Plattform vom der Werkstatt des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg gebaut w├╝rde, so Ziegler.

Au├čer Bauhofleistungen haben wir keine Kosten.

Als letzter Punkt stand die Auftragsvergabe f├╝r die T├╝ren zu Errichtung eines zweiten baulichen Rettungswegs am Carl-Benz-Gymnasium.

Den Zuschlag erhielt die Firma Heinen Innenausbau aus Ilsfeld. Mit rund 26.000 Euro legte sie das g├╝nstigste Angebot vor. Der Technische Ausschuss stimmte dem einstimmig zu.

Gemeinderat: Kinderbetreuung in Ladenburg

„Gute Erfahrung mit privaten Tr├Ągern“

Ladenburg, 17. M├Ąrz 2011. (red/sap) In gleich drei Tagesordnungspunkten auf der Ladenburger Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch, 14. M├Ąrz 2012, ging es um die Kinderbetreuung.┬á Hei├č diskutiert wurde die geplante Ganztagsbetreuung in der Astrid-Lindgren-Schule durch einen privaten Tr├Ąger.

Von Sabine Prothmann

Zu der ├Ârtlichen Bedarfsplanung f├╝r die Betreuung in Ladenburger Kindereinrichtungen f├╝r das laufende Kindergartenjahr 2011/2012 berichtete B├╝rgermeister Rainer Ziegler, dass unver├Ąndert insgesamt 368 Kindergartenpl├Ątze zur Verf├╝gung stehen. 380 Kinder im Geburtszeitraum 01. September 2005 bis 31. August 2008 haben einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz im Kindergartenjahr 2011/2012.

F├╝r das Kindergartenjahr 2012/2013 stehen wiederum insgesamt 368 Kindergartenpl├Ątze zur Verf├╝gung. Aber dann haben 406 Kinder einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz.

Der tats├Ąchliche Bedarf, so Ziegler, sei niedriger:

„Der Anspruch wird nie ganz ausgesch├Âpft.“

Zudem wurde festgestellt, dass der Bedarf an Pl├Ątzen f├╝r Kinder ├╝ber drei Jahren r├╝ckl├Ąufig sei, der Bedarf an Pl├Ątzen f├╝r Kinder unter drei Jahren aber weiterhin steige.

Gem├Ą├č der Zahlen h├Ąlt die Verwaltung die anerkannte Gruppenzahl der Ladenburger Kinderg├Ąrten der Stadt und der konfessionellen Tr├Ąger auch im n├Ąchsten Kindergartenjahr f├╝r erforderlich.

Nach Ansicht der Verwaltung sollte auch im kommenden Kindergartenjahr das Angebot zur Kleinkindbetreuung von privaten Anbietern, Kinder-Laden-Burg e.V., Postillion e.V. und Pfiff e.V., uneingeschr├Ąnkt aufgenommen werden.

Zudem wies der B├╝rgermeister auf den ab dem 01. August 2013 geltenden Rechtsanspruch f├╝r alle Kinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr hin.

Als wichtiges Element in der Kleinkindbetreuung bezeichnete der B├╝rgermeister die zw├Âlf Tagesm├╝tter in Ladenburg, die bis zu insgesamt 35 Kinder betreuen zu k├Ânnen.

„Gute Erfahrung mit privaten Tr├Ągern“

Prof. Dr. Rainer Beedgen (CDU) unterstrich das starke Engagement der privaten Tr├Ąger:

ÔÇ×Damit haben wir gute Erfahrung gemacht. Und teilweise sind die Privaten fortschrittlicher als wir.ÔÇť

In seinem Statement lobte Gemeinderat Sascha Barembruch (SPD) zum einen die gute Zusammenarbeit der Kinderbetreuungsst├Ątten und der Stadt und zum anderen die gr├╝n-rote Landesregierung. ÔÇ×Sie l├Ąsst uns als Kommune nicht im StichÔÇť, das Geld, was hier investiert werde, wirke nachhaltig durch die F├Ârderung der Kinder.

ÔÇ×Den Mix (├Âffentliche und private Tr├Ąger) begr├╝├čen wirÔÇť, sagte Wolfgang Luppe (FDP).

Der ├Ârtlichen Bedarfsplanung wurde einstimmig zugestimmt.

Ganztagsbetreuung an der Astrid-Lindgren-Schule

Hei├č diskutiert wurde der Antrag zur Einrichtung einer privaten ganzt├Ągigen Betreuung von Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern an der Astrid-Lindgren-Schule.

Im Moment gibt es an der Astrid-Lindgren-Schule eine Kernzeitbetreuung mit einer Kapazit├Ąt von 30 Pl├Ątzen. Mit den Abg├Ąngen und Neuanmeldungen ist es abzusehen, dass die Kernzeitbetreuung auch zum Schuljahresanfang 2012/2013 voll ausgelastet ist.

Eine Nachmittagsbetreuung gibt es momentan dort nicht.

Da aber dort ein Bedarf an ganzt├Ągiger Betreuung best├╝nde, haben betroffene Eltern die Initiative entwickelt, einen Verein zu gr├╝nden, der ein ganzt├Ągiges Betreuungsangebot anbietet.

In der nicht├Âffentlichen Sitzung des Gemeinderates im Februar 2012 w├╝rde ├╝ber dieses Konzept mit positiver Tendenz beraten. Daraufhin haben die Initiatoren eine Bedarfsabfrage im Einzugbereich der Astrid-Lindgren-Schule durchgef├╝hrt und das Ergebnis war so positiv, dass die Initiatoren ihr Betreuungskonzept als realisierbar bezeichnen.

Verzichtet Stadt auf Kernzeitbetreuung?

Bei den Verhandlungen zwischen Stadtverwaltung, Initiatoren und Schulleitung hat sich folgender Rahmen ergeben:

  • Das Angebot des k├╝nftigen Vereins ist nur dann wirtschaftlich darstellbar, wenn die Stadt Ladenburg ihr Angebot der Kernzeitbetreuung an der Astrid-Lindgren-Schule aufgibt und diese dem k├╝nftigen Verein ├╝berl├Ąsst.
  • Der Verein kann die R├Ąume und das Au├čengel├Ąnde sowie die Sporthalle der Schule kostenlos mitbenutzen. Sowie auch das Mobilar.
  • Die Stadt Ladenburg baut eine K├╝chenzeile ein und trennt diese r├Ąumlich ab. Die K├╝che wird von der Stadt erstausgestattet und kann w├Ąhrend der Unterrichtszeit von der Schule benutzt werden.
  • Der Verein erh├Ąlt von der Stadt keine finanziellen Zuwendungen; das Personal wird vom Verein eigenverantwortlich eingestellt.
  • Die Betragsgestaltung obliegt dem Verein. Das p├Ądagogische Konzept wird mit der Schulleitung abgestimmt.

„Stadt bislang verl├Ąsslicher Partner“

Die Stadt sei bislang ein verl├Ąsslicher Partner gewesen, hatte ein Vater in der Fragestunde der Einwohner angemerkt:

ÔÇ×Wie ist das jetzt mit einem privaten Anbieter und wie sieht das mit den Kosten aus?ÔÇť

B├╝rgermeister Ziegler verwies diesbez├╝glich auf einen Infoabend am 20. M├Ąrz 2012, falls der Beschlussvorschlag angenommen w├╝rde.

Ziegler betonte, die Stadt verzichte im Sinne der Subsidarit├Ąt und Tr├Ągervielfalt auf eine eigene Betreuung und der Verein biete ein gleichwertiges Angebot.

Die Stadt m├╝sste f├╝r die K├╝chenzeile und Erstausstattung 14.000 Euro investieren.

„Der Staat (Stadt) muss nicht alles machen“

ÔÇ×Wir werden zustimmenÔÇť, erkl├Ąrte Beedgen (CDU). Er verstehe die Bedenken bei Ver├Ąnderungen, aber der ÔÇ×Staat (Stadt) muss nicht alles machenÔÇť. So haben man mehr Chancen mehr Kinder zu betreuen. Seine Fraktion sei froh ├╝ber die private Initiative in der Weststadt, ÔÇ×wir heiraten ja nichtÔÇť, unterstrich Beedgen.

Auch seine Fraktion sehe darin eine gute Chance f├╝r einen Austausch zwischen Stadt und privatem Tr├Ąger, so Bernd Garbaczok (SPD). Zudem regte er an die beiden Damen der Kernzeitbetreuung bei dem neuen Betreuungskonzept einzubinden.

ÔÇ×Es muss einen Versuch wert seinÔÇť, meinte auch Gudrun Ruster (FW). Wenn der Verein scheitere, wovon sie nicht ausgehe, ÔÇ×dann sind wir als Stadt gefragt, die gleiche p├Ądagogische Qualit├Ąt auch f├╝r die Weststadt zu bieten.ÔÇť

Ingrid Dreier stellte f├╝r die GLL den Antrag, dass die Betreuung in st├Ądtischer Hand bleibe. Hier seien Fachleute gefragt. Die Betreuung der Sch├╝ler d├╝rfe nicht nur von engagierten Menschen ├╝bernommen werden, sondern m├╝sse auch von fachlich ausgebildeten P├Ądagogen ├╝bernommen werden.

„Stadt soll neben der Kernzeit- auch die Nachmittagsbetreuung ├╝bernehmen“

ÔÇ×Wir stimmen nicht generell gegen die BetreuungÔÇť, sondern die GLL wolle dass die Stadt neben der Kernzeit- auch die Nachmittagsbetreuung ├╝bernehme.

ÔÇ×Der Staat soll nur das machen, was der B├╝rger nicht kannÔÇť, meinte Wolfgang Luppe (FDP) und weiter ÔÇ×wir sehen keinen qualitativen Unterschied bei den Mitarbeiterinnen der KernzeitbetreuungÔÇť.

Der Verein habe angek├╝ndigt, auch p├Ądagogisches Personal, n├Ąmlich eine Erzieherin, einzusetzen, so entstehe eine Mischform, erkl├Ąrte der B├╝rgermeister.

Provokativ meinte Dr. Peter Hilger (FW):

Wir kennen Kinder von P├Ądagogen und Psychologen, die miserabel erzogen wurden.

Ilse Schummer (SPD) entgegnete scharf, man solle einen Beruf nicht in dieser Art herabw├╝rdigen.

Der Antrag der GLL wurde bei zwei Bef├╝rwortungen abgelehnt.

Auf Bitte von Ingrid Dreier stimmte B├╝rgermeister Ziegler den Beschlussvorschlag der Verwaltung in einer Einzelabstimmung ab.

Bei zwei Gegenstimmen (GLL) beschloss der Gemeinderat, dass die Stadt Ladenburg im Sinne der Subsidarit├Ąt und Tr├Ągervielfalt darauf verzichte, eine Ganztagsbetreuung in st├Ądtischer Tr├Ągerschaft einzurichten.

Bei einer Gegenstimme (Dreier) und einer Enthaltung (Spangenberg) wurde der Vorschlag der Verwaltung, die st├Ądtische Kernzeitbetreuung zum Schuljahresende aufzugeben, angenommen.

Bei einer Enthaltung (Dreier) wurde beschlossen, der Einrichtung einer privaten Ganztagesbetreuung an der Astrid-Lindgren-Schule grunds├Ątzlich zuzustimmen.

Einstimmig wurde beschlossen, die Ganztagesbetreuung dem zu gr├╝ndenden Verein, in den R├Ąumen der Schule zu gestatten, sowie die Mitbenutzung der R├Ąumlichkeiten. Zudem wurde der Investition von 14.000 Euro f├╝r den Einbau der K├╝che sowie der Erstausstattung zugestimmt.

Neue Hortgruppe in der Dalberg-Grundschule?

Der dritte Tagesordnungspunkt zur Kinderbetreuung war die Entwicklung der Hortbetreuung in der Dalberg-Grundschule.

In der Hortbetreuung an der Dalberg-Grundschule sind zur Zeit alle vorhandenen 50 Pl├Ątze belegt. Zum Schuljahresende 2011/2012 verlassen neun Kinder die Hortbetreuung, sieben Kinder stehen seit l├Ąngerer Zeit auf der Warteliste, diese ben├Âtigen sofort einen Hortplatz. Zum Schuljahresbeginn 2012/2013 liegen bereits jetzt 26 Anmeldungen vor. Somit ergibt sich ab dem neuen Schuljahr aus heutiger Sicht ein Bedarf von momentan 74 Hortpl├Ątzen.

Nachdem im Haus des Kindes im Obergeschoss durch den Auszug der Merian-Realschule R├Ąume frei geworden sind, besteht die M├Âglichkeit, die bestehenden Hortgruppen zu vergr├Â├čern. Nach R├╝cksprache mit dem Kommunalverband Jugend und Soziales k├Ânnen aufgrund der zus├Ątzlichen zur Verf├╝gung stehenden R├Ąume 18 weitere Kinder aufgenommen werden. Somit stehen ab dem neuen Schuljahr im Hort 68 Pl├Ątze zur Verf├╝gung.

Die Ausweitung des Hortes um 18 Kinder kann mit dem bestehenden Personal p├Ądagogisch nicht bew├Ąltigt werden. Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass auch an der Dalberg-Schule und damit auch im Hort die Inklusion von entsprechend bed├╝rftigen Kindern grunds├Ątzlich m├Âglich sein soll.

Deshalb werde aus Sicht der Verwaltung die Aufstockung des p├Ądagogischen Personals mit einer Fachkraft vor allem f├╝r den Nachmittag notwendig. Die w├Âchentliche Arbeitszeit w├╝rde 26 Stunden umfassen.

F├╝r die Einrichtung der zus├Ątzlichen R├Ąumlichkeit ist eine weitere Gaderobe mit Ranzenf├Ąchern erforderlich, die Kosten hierf├╝r betragen rund 8.000 Euro. Aufgrund der erh├Âhten Kinderzahl ist die herk├Âmmliche Sp├╝lmaschine durch eine Industriesp├╝lmaschine zu ersetzen, au├čerdem werden zwei W├Ąrmebeh├Ąlter, zus├Ątzliches Geschirr und ein zus├Ątzlicher Schrank f├╝r die K├╝che notwendig. Hierf├╝r werden rund 7.600 Euro ben├Âtigt.

F├╝r die zus├Ątzliche Fachkraft w├╝rden j├Ąhrlich Kosten in H├Âhe von 31.300 Euro anfallen, die Arbeitszeit der K├╝chenkraft muss infolge der erh├Âhten Kinderzahl t├Ąglich um eine halbe Stunde verl├Ąngert werden, damit sind Kosten in H├Âhe von 1.600 Euro j├Ąhrlich verbunden.

Durch die Neuaufnahme von 18 Kindern k├Ânnen zus├Ątzliche Elternbeitr├Ąge in H├Âhe von rund 30.800 Euro vereinnahmt werden.

Die laufenden Kosten des Hortes w├╝rden sich bei dieser Vorgehensweise um etwa 2.100 Euro pro Jahr erh├Âhen.

Erst Anmeldezahlen, dann Personal

Man m├╝sse erst mal sehen, wie das erweiterte Angebot angenommen werde, dann k├Ânne man ├╝ber mehr Personal sprechen, so Beedgen (CDU).

ÔÇ×Ich kann es nicht verantworten bei 18 Kindern mehr mit gleichem Personal ├╝ber zwei Stockwerke zu arbeitenÔÇť, erkl├Ąrte B├╝rgermeister Rainer Ziegler.

Die Erweiterung der Hortgruppe bezeichnete Petra Erl (SPD) als wichtiges Signal. ÔÇ×Aber auch wir wollen erst zahlenÔÇť und eventuell ben├Âtige man auch keine Fachkraft. Deshalb schlug die SPD-Fraktion vor, bei zehn weiteren Kindern, f├╝r 20 Stunden eine Nichtfachkraft zus├Ątzlich anzustellen. Damit k├Ânne man die Zeiten, die am meisten ben├Âtigt werden, abdecken, so Erl.

ÔÇ×Wir stimmen zuÔÇť, war die einhellige Meinung von FW und FDP.

Fachkraft oder Nichtfachkraft?

Es sind Elterngespr├Ąche, Elternberatung, Gespr├Ąche mit der Schule, mit Therapeuten notwendig, dies k├Ânne mit Nichtfachkr├Ąften nicht realisiert werden ÔÇô ÔÇ×die p├Ądagogische Qualit├Ąt kann so nicht gehalten werdenÔÇť, entgegnete Ingrid Dreier (GLL).

Dr. Georg (CDU) pl├Ądierte daf├╝r, den Antrag zur├╝ckzustellen.

ÔÇ×Ich schlie├če mich Frau Erl anÔÇť, erkl├Ąrte Prof. Dr. Beedgen.

ÔÇ×Ich will heute abstimmenÔÇť, entschied der B├╝rgermeister.

Einstimmig wurde beschlossen, die Hortgruppe um 18 zus├Ątzliche Kinder zu erweitern und die hierf├╝r einmalig anfallenden Ausgaben in H├Âhe von 15.600 Euro wurden bewilligt.

Die Einstellung einer weiteren Fachkraft mit 26 Wochenstunden wurde gegen sieben Ja-Stimmen abgelehnt.

Bei vier Enthaltungen wurde dem Vorschlag der SPD-Fraktion, bei einer Mindestzahl von zehn weiteren Kindern, eine Nichtfachkraft f├╝r 20 Stunden einzustellen und die Arbeitszeit der K├╝chenkraft zu verl├Ąngern, zugestimmt.

ÔÇ×Den Brandschutz m├╝ssen wir jetzt machenÔÇť – doch die Sanierung des CBG liegt in weiter Ferne

Brandschutz jetzt - Sanierung irgendwann. Bild: ladenburgblog.de

Guten Tag!

Ladenburg, 22. Juli 2011.(red) In der Gemeinderatssitzung vom 20. Juli 2011 wurde entschieden f├╝r die Errichtung des zweiten baulichen Rettungsweges am Carl-Benz-Gymnasium im Haushaltsjahr 2012 zus├Ątzliche 200.000 Euro bereit zu stellen. Der Beschlussvorschlag wurde bei einer Enthaltung (Petra Erl, SPD) angenommen. [Weiterlesen…]