Donnerstag, 26. April 2018

BĂŒrgermeister Ziegler: "Danke fĂŒr ihre Zeitspende"

Letzte Sitzung des alten Gemeinderats

Ladenburg, 25. Juli 2014. (red/ms) Bei 22 StadtrĂ€ten sind fĂŒnf neue Gesichter dabei. Am vergangenen Mittwoch kam der „alte Gemeinderat“ ein letztes Mal zusammen, um die fĂŒnf ausscheidenden Mitglieder zu verabschieden. BĂŒrgermeister Ziegler bedankte sich bei jedem einzelnen und ganz besonders bei Prof. Dr. Rainer Beedgen, der 30 Jahre lang Stadtrat fĂŒr die CDU gewesen ist. Neben den Verabschiedungen wurden acht StadtrĂ€te fĂŒr ihr langjĂ€hriges kommunalpolitisches Engagement ausgezeichnet. [Weiterlesen…]

Neue Gruppe im Haus des Kindes

Höhere BeitrĂ€ge fĂŒr Römernest und Haus des Kindes

Ladenburg, 08. Mai 2014. (red/ld) Die von der Stadt erhobenen ElternbeitrĂ€ge fĂŒr die Kinderbetreuung liegt seit Jahren hinter den Empfehlungen des StĂ€dte- und Gemeindetages Baden-WĂŒrttemberg zurĂŒck. Um dies anzupassen hat die Verwaltung vorgeschlagen, die BeitrĂ€ge zum 01. September um 3 Prozent zu erhöhen. Der Gemeinderat beschloss mehrheitlich mit vier Gegenstimmen und drei Enthaltungen. [Weiterlesen…]

Rede zum Haushalt von Alexander Spangenberg (GLL)

„Wir sind bei dem Haushalt nicht gerade ins SchwĂ€rmen geraten“

Ladenburg, 31. MĂ€rz 2014. (red/pm) Der Haushaltsplan 2014 war bei den GrĂŒnen umstritten: Zu kritisieren sei, dass man manche Risiken nicht unbedingt eingehen mĂŒsse. Insgesamt wĂ€ren die VorschlĂ€ge der Verwaltung aber gut begrĂŒndet. Martin Schmollinger und Alexander Spangenberg stimmten dem Haushalt zu, wĂ€hrend Ingrid Dreier eine eigene Stellungnahme vortrug und ankĂŒndigte, sich bei der Abstimmung zu enthalten. Wir dokumentieren die Rede. [Weiterlesen…]

Laufende Kosten sorgen fĂŒr Kritik

Gemeinderat beschließt Rekordhaushalt: 53.325.750 Euro

Ladenburg, 27. MĂ€rz 2014. (red/ld) Im vergangenen Monat wurde der Haushaltsplan 2014 in gleich zwei Gemeinderatsitzungen öffentlich vorberaten. Die Abstimmung erfolgte erst am Mittwoch, dem 26. MĂ€rz. [Weiterlesen…]

Gemeinderat unterstĂŒtzt die geplante AWO-Kita

„Eine gute Sache ist im Entstehen“

Ladenburg, 26. Oktober 2013. (red/sap) Der Ladenburger Gemeinderat hat in der Gemeinderatssitzung vom 23. Oktober 2013 beschlossen, dem AWO-Kreisverband Rhein-Neckar eine Zusage zu geben, die RĂ€ume in der Bahnhofstraße fĂŒr eine Kinderkrippe fĂŒr zwei Gruppen Ă  zehn Kindern auszubauen. Schweren Herzens mussten Gemeinderat und BĂŒrgermeister die anwesenden Eltern enttĂ€uschen, die unbedingt die Kinderkrippe „Postillion“ fĂŒr ihre Kinder erhalten wollten. [Weiterlesen…]

Franziska Brantner im GesprĂ€ch mit BĂŒrgermeister Rainer Ziegler

Wo in der Stadt „der Schuh drĂŒckt“

Im September will sich Franziska Brantner in den Bundestag wĂ€hlen lassen. Bei BĂŒrgermeister Rainer Ziegler fragte sie nach, wie man der Stadt auf Bundesebene helfen kann.

Die Europaabgeordnete Franziska Brantner kandidiert fĂŒr den Bundestag. Bei BĂŒrgermeister Rainer Ziegler fragte sie nach, wie man der Stadt auf Bundesebene helfen kann.

 

Ladenburg, 24. Mai 2013. (red/ld) Kinderbetreuung, LĂ€rmschutz, Klimaschutz und der Bahnhof nannte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler im GesprĂ€ch mit Franziska Brantner als Politikbereiche, die dringend Lösungen benötigen. Die Europaabgeordnete  (BĂŒndnis ’90/Die GrĂŒnen) bereitet sich auf ihren kĂŒnftigen Job vor: Sie kandidiert bei der kommenden Bundestagswahl fĂŒr den Wahlkreis Heidelberg/Weinheim. Aktuell ist sie auf Besuchsreisen zu den BĂŒrgermeistern im Wahlkreis, um zu erfahren, „wo der Schuh drĂŒckt“. Am Donnerstag traf sie sich mit dem BĂŒrgermeister und den GLL-StadtrĂ€ten Ingrid Dreier, Georg Martin Schmollinger und Alexander Spangenberg. Beim Neujahrsempfang in Schriesheim hatte sie noch vor allem ĂŒber EU-Themen gesprochen. [Weiterlesen…]

Die "unechte Einbahnstraße" bleibt

„Ein Schritt in die richtige Richtung“

Nach einem Jahr wurde Bilanz gezogen – jetzt wurde entschieden. Quelle: Stadt Ladenburg.

Ladenburg, 25. Oktober 2012. (red/sap) Bei sieben Gegenstimmen wurde in der gestrigen Gemeinderatssitzung beschlossen, dass die „unechte Einbahnstraßen“-Regelung in der Ladenburger Altstadt bestehen bleibt. Aber auch den BefĂŒrwortern war klar, dass man mit dieser Entscheidung nicht allen Ladenburger Einwohnerinnen und Einwohnern „gerecht“ werde.

Von Sabine Prothmann

Am 25. Mai 2011 hatte der Ladenburger Gemeinderat den Beschluss gefasst, fĂŒr ein Jahr auf Probe in der Altstadt das System einer „unechten Einbahnstraße“ einzufĂŒhren.

Die „unechte Einbahnstraße“ regelt den Verkehr in der Hauptstraße und in der Kirchenstraße. Es gibt ein Einfahrtsverbot in alle Straßen der Altstadt von Samstag 14:00 Uhr bis Montag 7:00 Uhr sowie an Feiertagen, mit Ausnahme der Anlieger.

Zudem gibt es ein Einfahrtsverbot und ein „Anlieger frei“ von der Kirchenstraße in die Neugasse sowie am Wochenende ein Einfahrtshindernis in Form von Pollern am Neckartorplatz und am Schriesheimer Tor.

„Unecht“ ist die Einbahnstraße, da man an manchen Stellen auch in die Gegenrichtung fahren kann, denn anders ist es fĂŒr viele Anwohner der Altstadt nicht möglich in ihre Einfahrten zu gelangen. An drei Stellen gibt es in der Altstadt Einfahrtsverbote und ansonsten „muss man nur den Verkehrsschildern folgen“.

Am 25. Juli 2012 hatte man in einer Informationsveranstaltung eine erste Bilanz gezogen und den Ladenburger BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern, die Gelegenheit fĂŒr einen Meinungsaustausch gegeben. Hier Ă€ußerten vor allem die Anwohner der Kirchenstraße und der Neugasse ihren Unmut.

Mehr positive als negative Effekte

Die VerkehrszĂ€hlung im Mai 2012 hatte ergeben, dass an mehren Stellen der Altstadt, am Alten (-24 Prozent) und am Neuen Rathaus (-16 Prozent) und an der TrĂ€nke (-9 Prozent), der Verkehr deultich abgenommen habe, nur am Kirchenvorplatz habe der Verkehr wieder sehr deutlich, und zwar um 37 Prozent innerhalb eines Jahres, zugenommen. Es wurde festgestellt, dass viele Fahrzeuge aus der Altstadt raus ĂŒber die Kirchenstraße und dann ĂŒber die Heidelberger Straße in die Trajanstraße fahren.

Insgesamt bewertet der BĂŒrgermeister die positiven Effekte höher als die negativen und „ich bin dafĂŒr die Reglung so bestehen zu lassen und sie nicht zurĂŒckzufĂŒhren“, erklĂ€rte er in der gestrigen Gemeinderatssitzung.

Rainer Ziegler kĂŒndigte an, dass in nĂ€chster Zeit Verkehrskontrollen durchgefĂŒhrt wĂŒrden, aber es verstehe sich von selbst, dass er keinen genauen Termin nennen könne.

„Die Schließung der Altstadt ist in keinster Weise gewĂŒnscht“, betonte Stadtrat Prof. Dr. Rainer Beedgen (CDU).

Will man eine Wohnstadt gibt es kein stÀdtisches Leben. Will man stÀdtisches Leben, muss man Verkehr in irgendeiner Weise ertragen.

Ziel mĂŒsse sein, den weiteren RĂŒckzug des Warenangebots zu verhindern. Beedgen sah Gefahr, dass sich in der Ladenburger Altstadt eine Monokultur der Gastronomie ausbreite. „Ich bin kein Fan der „unechten Einbahnstraße“, dann lieber Chaos“, so Beedgen.

„Wir haben schon sehr viel gemacht, in kleinen behutsamen Schritten“, sagte Stadtrat Wolfgang Zahner (SPD) und erinnerte daran, dass frĂŒher der Nahverkehr durch die Altstadt fuhr und Marktplatz und Domhof große öffentliche ParkplĂ€tze waren. Heute habe man in der Altstadt eine Spielstraßenregelung.  Es sei schon betrĂ€chlich ruhiger geworden.

Egal, was wir machen, es gibt immer Gegner und BefĂŒrworter. Wir können nichts schaffen, was fĂŒr alle richtig ist.

Die „unechte Einbahnstraße“ sei ein Schritt in die richtige Richtung, erklĂ€rte Zahner.

„Wir brauchen das Auto in der Innenstadt. Mir ist es zu ruhig“, sagte StadtrĂ€tin Gudrun Ruster (FW) und deswegen wolle sie die alte VerkehrsfĂŒhrung zurĂŒck. Damit stehe sie allein innerhalb ihrer Fraktion.

„Wir sind fĂŒr die Beibehaltung der „unechten Einbahnstraße“, erklĂ€rte Ingrid Dreier fĂŒr die GLL. Klar ist:

FĂŒr die einen ist es zu viel, fĂŒr die anderen zu wenig Beruhigung.

Doch insgesamt ĂŒberwiegten die positiven Effekte in der gesamten Altstadt und jetzt wolle man Klarheit fĂŒr die Zukunft, sagte die StadtrĂ€tin.

Das Warenangebot in der Altstadt nehme ab und damit gĂ€be es weniger EinkĂ€ufer oder es gibt weniger EinkĂ€ufer und deshalb weniger Angebot. „Wo ist hier die Ursache, wo ist hier die Wirkung?“, fragte Dreier.

„Die jetzige Regelung ist keine Lösung, die alle befriedigt“, sagte Wolfgang Luppe, deshalb stelle seine Fraktion den Antrag, eine echte Einbahnstraße einzufĂŒhren.

Es gĂ€be zwei GrĂŒnde, die gegen eine echte Einbahnstraßenregelung sprĂ€chen, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler. Da sind zum einen die Einfahrten, die nur von einer bestimmten Richtung zu erreichen seien, und zum anderen die riesige Zahl an Schildern, die das zur Folge hĂ€tte. Gut 40 Verkehrschilder mĂŒssten an den StraßeneinmĂŒndungen beidseitig aufgestellt werden.

Die Altstadt habe erheblich an QualitĂ€t gewonnen, sagte Dr. Peter Hilger (FW) und bezeichnete die geltende Regelung als „tragbarsten Kompromiss“.

„Wir können es nicht allen Recht machen und wir können vor allem den Anwohnern der Kirchenstraße nicht gerecht werden“, sagte abschließend BĂŒrgermeister Ziegler.

Bei der Abstimmung stimmten nur die beiden FDP-StadtrĂ€te fĂŒr Wolfgang Luppes Antrag, eine echte Einbahnstraße zu realisieren.

Der Antrag von Gudrun Ruster, die jetzige Verkehrslenkung wieder aufzugeben und den alten Zustand wieder einzufĂŒhren, wurde bei acht zu elf Stimmen abgelehnt.

Bei sieben Gegenstimmen wurde beschlossen, die jetzige Situation zu belassen.

 

 

Gemeinderat genehmigt die Sanierung der "Kiste"/PflastermĂŒhle

Gute Jugend- und Kulturarbeit oder doch nur ein Luftschloss?

Die alte PflastermĂŒhle – die Sanierungsarbeiten können jetzt beginnen. Foto: Ladenburgblog.

Ladenburg, 28. September 2012. (red/sap) Der Gemeinderat genehmigte die ĂŒberplanmĂ€ĂŸigen Ausgaben fĂŒr die Sanierung von Jugendzentrum und PflastermĂŒhle in Höhe von 150.000 Euro. Nicht alle StadtrĂ€te waren von der Investition ĂŒberzeugt.

Schon im Juni diskutierte der Technische Ausschuss die Zukunft des Jugendzentrums/PflastermĂŒhle. Jetzt legte Architekt JĂŒrgen Borkowski konkretere PlĂ€ne und Zahlen dem Gemeinderat vor. UnterstĂŒtzt wurde er von Johannes Weis vom „Kiste“-TrĂ€gerverein und von BĂŒrgermeister Ziegler.

„Wir haben nur eine enge Zeitachse“, erklĂ€rte der BĂŒrgermeister und verwies damit auf die möglichen Fördermittel.

Das Ensemble „Kiste“/PflastermĂŒhle sei in einem schlechten, energetisch geradezu in einem miserablen Zustand, sagte Ziegeler. Nur wenige RĂ€ume könnten genutzt werden.

Die „Kiste“/PflastermĂŒhle stĂŒnden zum einen fĂŒr gute Jugend- und Kulturarbeit und symbolisiertem zudem ein industriegeschichtliches Erbe.

Die Gesamtkosten der Sanierung betitelte Borkowski auf 390.000 Euro, in diesem Jahr sollten noch 340.000 Euro investiert werden, um die Fördermittel von 170.000 Euro abgreifen zu können.

FĂŒr erste Sanierungsarbeiten wurden bereits 31.000 Euro ausgegeben, so Ziegler. Die restliche 50.000 Euro werden auf 2013 geschoben.

„Sie haben Angst, dass wir die Fördermittel nicht bekommen und Sie wollen ein durchdachtes Konzept“, wandte sich der BĂŒrgermeister an den Gemeinderat. Hier soll, so Ziegler, nicht nur ein Jugendzentrum aufgewertet, sondern auch RĂ€ume fĂŒr andere Gruppen und Kultur geschaffen werden. Und betonte:

Dies liegt mir am Herzen.

Man wolle ein soziokulturelles Zentrum ausbauen und das Konzept entwickle sich an den Rahmenbedingungen, erklÀrte Johannes Weis.

Das bauliche Konzept sieht flexible RĂ€ume, StĂ€nderwĂ€nde und offene TĂŒren vor, so Architekt Borkowski. Hier solle kein edler Status geschaffen werden, sondern eine einfache Boden- und Wandstruktur, die Leitungen werden „auf Putz“ verlegt. 70 Prozent der Investition diene allein der statischen Grundsicherung.

Der historische Bachkanal  im Keller sei gesichert, das MĂŒhlrad von 1870 ist ausgebaut. Dies werde man spĂ€ter wieder einsetzten und ĂŒber Fenster und Löcher werden man spĂ€ter selbst von Außen den Bach sehen können, sagte Borkowski.

Ein Ladenburger habe ihm geschrieben, dass er tĂ€glich nur fĂŒnf bis sechs Jugendliche in der Kiste sehe, berichtete Stadtrat Uwe Wagenknecht. Das sei dann viel Geld fĂŒr Wenige.

Dem widersprach Jugendsozialarbeiter Achim Kolb:

Es sind bis zu 70 Jugendliche, die unseren offenen Treff aufsuchen, wenn auch nicht tÀglich.

Die „Kiste“ und die PflastermĂŒhle bezeichnete Sascha Barembruch als HeimstĂ€tte des Jugendgemeinderates und fĂŒr die Jugendarbeit und als alternativen Veranstaltungsort fĂŒr Theater- und Musikgruppen.

„Die Jugend bestmöglichst zu fördern, schreiben wir uns bei Wahlen auf die Fahnen“. Dennoch sah auch er die Investition kritisch:

Man bekommt den Eindruck, die Stadt investiert ins Blaue.

Die „Kiste“ und die PflastermĂŒhle verglich er mit einem Mosaik in ihrer VielfĂ€ltigkeit. Kleine Steine werden gesetzt, um ein Kunstwerk enstehen zu lassen.

Auch die Freien WĂ€hler sahen die Notwendigkeit, mehr Raum fĂŒr die Jugend zu schaffen, erklĂ€rte StadtrĂ€tin Gudrun Ruster.

„Wir stehen zu unserem Jugendzentrum“, sagte Ingrid Dreier (GLL). Doch 390.000 Euro sind viel Geld. Deshalb wusste die GLL zunĂ€chst nicht, ob sie zustimme:

Wir mussten gute GrĂŒnde hören und die haben wir jetzt auch gehört.

Zudem unterstrich StadtrĂ€tin Dreier die Generationen ĂŒbergreifenden Möglichkeiten.

„Wir haben Schmerzen mit dieser Vorlage“, sagte Wolfgang Luppe (FDP). Projekte sollten mit angespartem Geld und nicht mit Schulden realisiert werden. Wir fĂŒhlen uns gezwungen, die Fördermittel in Anspruch zu nehmen, dieser Automatismus störe seine Fraktion:

Wir vertrauen Ihnen diesmal.

„Wenn man RĂ€umlichkeiten hat, hat man auch Ideen, denn neue RĂ€ume schaffen neue Möglichkeiten“, meinte Wolfgang Zahner (SPD).

Anders sah es seine Fraktionskollegin Ilse Schummer:

FĂŒr das Luftschloss der soziokulturellen Ideen kann ich mich nicht erwĂ€rmen.

Sie misstraue dem soziokulturellen Bereich, man schaffe Bedarf, der gar nicht da sei, sagte die StadtrÀtin.

Bei vier Enthaltungen (Ilse Schummer, Bernd Garbaczok , Karl Meng und GĂŒnter BlĂ€ĂŸ) stimmte der Gemeinderat schließlich den ĂŒberplanmĂ€ĂŸige Ausgaben in Höhe von 150.000 Euro fĂŒr die Umbau- und Sicherungsmaßnahmen zu.

Gemeinderat beantragt Fördermittel

Ein Signal fĂŒr die CBG-Sanierung?

Ladenburg, 28. September 2012. (red/sap) Die Sanierung des CBGs ist ein leidiges Thema. Dringend notwendig, vielfach diskutiert und zur Zeit einfach zu teuer fĂŒr die Stadt Ladenburg. Man hofft auf den Verkauf des ehemaligen GelĂ€ndes der Martinsschule und auf Fördergelder. Und genau um diese Fördergelder ging es bei der Beratung im Gemeinderat am 26. September. [Weiterlesen…]

Aus der Gemeinderatssitzung vom 26. September 2012

Auf dem Weg zur Ganztagesschule

Ladenburg, 27. September 2012. (red/sap) Der Abend war lang. 13 Punkte standen auf der Tagesordnung des Ladenburger Gemeinderates und darunter so „knackige“ Themen wie Ganztagesschule, Sanierung des GebĂ€udeensembles Jugendzentrum/PflastermĂŒhle und die FörderantrĂ€ge fĂŒr die Sanierung des CBGs und den Neubau einer neuen Sporthalle. Da gab es viel Beratungs- und Diskussionsbedarf.

Ein weiteres brisantes Thema, die Verkehrslenkung in der Altstadt, wurde nach nahezu vierstĂŒndiger Sitzungsdauer auf Antrag von Stadtrat GĂŒnter BlĂ€ĂŸ vertagt.

„Das haben wir uns fast gedacht“, sagte eine Ehepaar, Anwohner der Kirchenstraße, die genau deswegen gekommen waren und nun enttĂ€uscht nach Hause gingen. Jetzt hoffen sie, dass „ihr“ Thema bei der nĂ€chsten Gemeinderatssitzung ganz vorne auf der Tagesordnung steht.

Auf dem Weg zur Ganztagesschule

„Wir wollen die Werkrealschule „Unterer Neckar“ in eine gute Zukunft fĂŒhren“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Ziegler. Deshalb habe eine Steuergruppe der Schule ein Konzept fĂŒr eine Ganztagesschule ausgearbeitet.

Schulleiter Thomas Schneider stellte mit UnterstĂŒtzung von Angelika Scherb im Gemeinderat diese Konzept vor. „Wir sind auf dem Weg zur Ganztagesschule“, so Schneider.

Dies ist laut Schneider auch ein erforderlicher Weg. Die Werkrealschule habe ein Imageproblem und der Standort sei gefĂ€hrdet. Mit der Ganztagesschule hoffe man, die Zwei-ZĂŒgigkeit erhalten zu können.

Laut einer Befragung wollten 70 Prozent der Eltern unbedingt eine Ganztagesschule, 22 Prozent wĂŒrden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit wĂ€hlen und nur acht Prozent sĂ€hen diesen Betrieb kritisch.

Ladenburg sei gerade durch seine zentrale Lage ein starker Werkrealschulstandort, die nÀchsten gebundenen Ganztagesschule gÀbe er erst wieder in Mannheim-Schönau und in Heidelberg-Kirchheim, sagte Schneider.

Individuelle Förderung, handlungsorientiertes und soziales Lernen seien die Ziele seiner Schule. Die Schule als Lebensort, in der das pÀdagogische Angebot sinnvoll verzahnt sei.

Angelika Scherb stellten den Schulalltag der Ganztagesschule vor: Ein offener Schulanfang ab 07:30 Uhr, feste Schulzeiten von 08:00 bis 16:00 Uhr, Unterrichtsblöcke mit Pausen und ein Mittagsband von 13:10 bis 14:00 Uhr mit einem verpflichtenden Mittagessen. Am Nachmittag ein Freizeitangebot, selbstbestimmt und angeleitet. Angestrebt ist die Verzahnung von Unterricht und Freizeit.

Dazu kommen Kooperationen mit VerbĂ€nden, Vereinen und Wirtschaft und mit Ehrenamtlichen und dem Netzwerk Berufsfindung. „Wir brauchen diese Menschen, um unsere SchĂŒler zu fördern“, sagte Angelika Scherb.

Schwerpunkt Berufsförderung

Das Profil der Schule werde eindeutig den Schwerpunkt auf die Berufsförderung legen. Das gehe in die Richtung eines dualen Systems, sagte Rektor Thomas Schneider.

Die Kosten fĂŒr die erforderlichen baulichen Maßnahmen – Einrichtung einer Mensa und eines Versammlungsraums – belaufen sich auf rund 325.000 Euro inklusive Brandschutz, erklĂ€rte der StĂ€dtische GebĂ€udemanager Götz Speyerer. 70 Prozent davon sind förderfĂ€hig, 50 Prozent sind sicher. Die Mehrkosten fĂŒr Personal werden sich auf rund 8.400 Euro jĂ€hrlich belaufen.

„Wir begrĂŒĂŸen diesen Schritt zur Standortsicherung“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Ziegler.

„Wir waren vor Ort und uns hat das Konzept, die SchĂŒler mit der Arbeitswelt vertraut zu machen, imponiert“, sagte Dr. Meinhard Georg (CDU).

Es ist eine Investition fĂŒr und in die Zukunft,

erklĂ€rte auch Petra Erl (SPD). Durch das Ganztagsmodell habe man ein Konzept gegen den Trend gegen die Werkrealschule gefunden. „Wir kĂŒmmern uns um diese Kinder“, so Erl. Und lobte den Mut von Eltern, dieser Schulform nicht den RĂŒcken zu kehren, sondern das Geeignete fĂŒr ihre Kinder zu wollen.

Auch Gudrun Ruster (FW) bezeichnete den vorgeschlagenen Weg als richtig.

Ladenburg sei eine Schulstadt fĂŒr Kinder mit verschiedenen Begabungen. „Wir brauchen die Werkrealschule fĂŒr die Chancengleichheit“, sagte Ingrid Dreier (GLL), denn die Lebenswelten hĂ€tten sich geĂ€ndert und manche Eltern könnten ihre Kinder in der Schule nicht unterstĂŒtzen.

Als pÀdagogisch sinnvoll bezeichnete auch Dr. Rudolf Lutz (FDP) die Entwicklung zur Ganztagesschule.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den Antrag zu stellen, die Werkrealschule „Unterer Neckar“ zur Ganztagesschule umzuwandeln und bei Bewilligung die notwendigen baulichen und personellen Maßnahmen vorzunehmen

Technischer Auschuss am 12. September 2012

Baumaßnahme in der Neuen Anlage wird mit Auflagen verabschiedet

Ladenburg, 17. September 2012. (red/sap) Der Boden der Friedhofskapelle wird erneuert, Diskussion um eine Baumaßnahme in der Neuen Anlage, Antrag auf Bau einer Oldtimergarage wird vertagt und die Rotbuche an der Bleiche bleibt erhalten.

Von Sabine Prothmann

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler informierte die Öffentlichkeit, dass in der nichtöffentlichen Sitzung des Technischen Ausschusses die Sanierung der Friedhofskapelle beschlossen wurde. Der Boden der Friedhofskapelle muss erneuert werden, da die Platten gerissen seien. Die Renovierungsarbeiten sollen auf keinen Fall den Beerdigungsbetrieb stören. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 12.400 Euro, davon werden die Bauarbeiten 6.500 Euro und das Material 5.900 Euro kosten. Im Haushalt 2012 sind 9.500 Euro bereit gestellt.

Bauvorhaben in der Neuen Anlage wurde mit einigen Auflagen verabschiedet

Diskussionsbedarf gab es bei dem Antrag auf Umbau und Modernisierung mit Teilabriss und Wiederaufbau eines Wohn- und GeschĂ€ftshauses in der Neuen Anlage. Im Erdgeschoss des eingeschossigen Anbaus befand sich lange Jahre das BlumengeschĂ€ft Lippl. Ein Teilbereich soll kĂŒnftig als Personal-Trainingsstudio genutzt werden.

Der Verbindungsbau zwischen dem Schuppen und dem HauptgebĂ€ude soll abgebrochen werden. Der eingeschossige, mit einem Flachdach bedeckte Anbau, soll dem restlichen HauptgebĂ€ude angeglichen werden. Dabei wird der Bestand abgebrochen und das Haus insgesamt verlĂ€ngert. Auf der Nordseite des Daches sollen vier Schleppdachgauben angebaut und die bestehende Satteldachgaube soll entfernt werden. Auf der SĂŒdseite des Daches ist ein 4,75 Meter breiter Dacheinschnitt fĂŒr eine Dachterrasse geplant, zudem sollen vier DachflĂ€chenfenster fĂŒr ausreichend Belichtung sorgen.

Das GebĂ€ude ist das einzige Haus in der Neuen Anlage, bei dem die Altstadtsatzung greift. Deswegen drĂŒckte Stadtbildpfleger Egon Lackner auch beide Augen zu, wie zum Beispiel bei dem Einbau der vier DachflĂ€chenfenster.

Dennoch möchte er die Altstadtsatzung nicht „aufgeweicht“ sehen und zeigte sich mit einigen Details nicht einverstanden. So mĂŒsse die EingangstĂŒr mindestens 15 Zentimeter ins GebĂ€ude einrĂŒcken und eine Schwelle bekommen. Die KlapplĂ€den und die Lisenen (Mauerblenden) sollten erhalten bleiben und die Farbiggebung sollte mit Stadt abgesprochen werden. Alt- und Anbau sollten durch die Gestaltung optisch getrennt werden. Auch die Anordnung und GrĂ¶ĂŸe der Fenster im Anbau sollten ĂŒberdacht und mit der Verwaltung abgestimmt werden.

BĂŒrgermeister Ziegler nahm die Anregungen von Egon Lackner als Bedingung in den Beschlussvorschlag auf und der Technische Ausschuss stimmte dem einstimmig zu.

Antrag vertagt

Im Gewerbegiebt „Hohe Straße“ soll eine Abstellhalle fĂŒr Oldtimerfahrzeuge gebaut werden. Vorgesehen sind fĂŒnf Zufahrten. Ein Teil der Mitglieder des Technischen Ausschusses konnte sich mit dem Vorhaben nicht anfreunden. „Wir schaffen hier einen PrĂ€sidenzfall mit mehr Zufahrten fĂŒr Edelgaragen“, meinte GemeinderĂ€tin Ingrid Dreier (GLL). Uwe Wagenfeld (CDU) sah durch die Zufahrten die Parksituation beeintrĂ€chtigt. „Wir reden hier ĂŒber ein Gewerbegebiet und nicht ĂŒber ein Naherholungsgebiet“, entgegnete Dr. Peter Hilger (FW).

Dem Antrag von Gemeinderat Uwe Wagenfeld, den Tagesordnungspunkt zu vertagen und der Verwaltung den Arbeitsauftrag zu geben, weitere Informationen einzuholen, wurde mit sechs Stimmen, vier Gegenstimmen und einer Enthaltung, zugestimmt.

Sechs weiteren Bauvorhaben wurde mehrheitlich zugestimmt.

Rotbuche bleibt erhalten

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ berichtete der stellvertretende Stadtbaumeister Gregor Völker, dass eine Rotbuche an der Bleiche aufgrund von Pilzbefall gefĂ€llt werden sollte. Eine Schallimpulstomografie zeigte jedoch, dass der Baum noch ausreichend ĂŒber die Wurzeln versorgt wird, so dass man versuchen wird, ihn durch RĂŒckschnitt zu erhalten. Die Untersuchung kostete 500 Euro.

In jĂŒngster Vergangenheit sei es vermehrt zu Fahrrad-UnfĂ€llen durch hervorragende Gleise in der Industriestraße gekommen, berichtete der BĂŒgermeister. Als Sofortmaßnahme werde man Asphalt aufschĂŒtten.

Weiter berichtete die Verwaltung ĂŒber energetische Sanierungsmaßnahmen an der Sporthalle der Astrid-Lingren-Schule. Das Flachdach soll durch ein Pultdach ersetzt werden.

Gemeideratssitzung am 18. Juli 2012

Richtlinien gegen den Plakate-Dschungel

Ladenburg, 20. Juli 2012. (red/sap) Die Erfahrung mit der bisherigen Plakatierungspraxis in Ladenburg – vor allem vor Wahlen – zeigte die Notwendigkeit auf, unerwĂŒnschten Entwicklungen, insbesondere hinsichtlich des Erscheinungsbildes, mit einer Regelung entgegenzuwirken. Die Verwaltung legte den StadtrĂ€ten einen Entwurf von Richtlinien ĂŒber die temporĂ€re Plakatierung im öffentlichen Raum fĂŒr Veranstaltungen, zu Wahlen und fĂŒr die Darstellung politischer Inhalte, vor.

Das Regelwerk umfasst sieben Seiten und ist unterteilt in grundsĂ€tzliche Regelungen, in Regelungen fĂŒr politische Parteien, WĂ€hlervereinigungen, Gruppierungen und Einzelkandidaturen, in Regelungen fĂŒr sonstige priviligierte Institutionen wie Vereine, Regelungen fĂŒr sonstige Plakatierungen sowie Ausnahmen.

Es wird unter anderem festgehalten, dass das Aufstellen von Plakaten vorher angezeigt und in manchen FĂ€llen auch beantragt und bezahlt werden muss. Alle Plakate, außer denen auf den stĂ€dtischen StellwĂ€nden, mĂŒssen mit einem Aufkleber versehen werden.

Mit den Richtlinien hofft BĂŒrgermeister Ziegler vor allem bei der Plakatierung vor Wahlen „Fehlentwicklungen“ zu vermeiden.

Die eigene Plakatierung der Stadt ist von dem Regelwerk ausgenommen

In den Richtlinien ist zum Beispiel geregelt, welche Plakatierungen nicht zu gelassen sind, wie gegen das Grundrecht oder andere Gesetze verstoßende Werbung oder Werbung, die zu RechtsverstĂ¶ĂŸen aufruft, aber auch Produktwerbung oder Werbung fĂŒr GaststĂ€tten.

  • Prinzipiell ist das Anbringen von Plakaten an Verkehrszeichen oder in Kreuzungsbereichen untersagt.
  • Geregelt ist auch die Dauer der Plakatierung, frĂŒhestens drei Wochen vor Veranstaltungsbeginn ist die Plakatierung zulĂ€ssig und die Plakate mĂŒssen innerhalb von drei Werktagen nach dem Veranstaltungstermin entfernt werden.
  • Die Plakatierung fĂŒr die Darstellung politischer Ziele ist fĂŒr eine Dauer von drei Wochen zulĂ€ssig.
  • Die anzeigepflichtige Plakatierung fĂŒr politische Parteien, WĂ€hlervereinigungen oder auch fĂŒr sonstige priviligierte Institutionen, wie Vereine, ist gebĂŒhrenfrei. Bei erlaubnispflichtigen Plakatierungen werden GebĂŒhren erhoben.
  • Je Plakatierungsanlass dĂŒrfen im Stadtgebiet maximal 24 Plakate mit der GrĂ¶ĂŸe von maximal DIN A 1 angebracht oder aufgestellt werden, davon höchstens zehn Plakate im Altstadtbereich.

24 Plakate – zu viel oder zu wenig?

24 Plakate pro Veranstaltung, vor allem bei Wahlen, sei viel zu viel, monierte Stadtrat Karl-Martin Hoffmann (CDU) und schlug vor, sich auf 15 oder gar 12 zu beschrÀnken.

24 Plakate ĂŒber die Stadt verteilt, das sei nicht viel, sagte Ilse Schummer (SPD). Insgesamt fand sie das System sehr gut, aber die Kontrolle sei schwierig und kaum praktikabel. Wie sollten die Plakatierer da noch durchblicken.

Dieses Papier wird uns Arbeit machen,

bestĂ€tigte der BĂŒrgermeister. Und fĂŒr die Plakatierer gibt es die Richtlinien.

Auch Ingrid Dreier (GrĂŒne Liste) war mit der Zahl 24 zufrieden, „wer weniger aufstellen will, kann das gerne tun“, meinte sie in Richtung CDU gewandt. Bei Wahlen sei die Plakatierung nur auf denen von der Stadt gestellten StellwĂ€nden erlaubt und zwar maximal zwei Plakate pro Partei.

„Wir werden grĂ¶ĂŸere StellwĂ€nde aufbauen und wir mĂŒssen lernen, damit umzugehen“, so Ziegler. In besonders gelagerten EinzelfĂ€llen, wie Stadtrat Dr. Rudolf Lutz (FDP) als Formulierung vorschlug, kann die Stadtverwaltung Ausnahmen von den Regelungen zulassen.

Der Antrag von Stadtrat Hoffmann, die Anzahl der Plakate vor Wahlen auf 12 zu beschrÀnken, wurde bei 11 Gegenstimmen und einer Enthaltung abgelehnt. Der Richtlinienentwurf wurde insgesamt bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung angenommen.

Technischer Ausschuss am 11. Juli

Mehr KĂŒhe, mehr GĂŒlle und mehr Leistung

Ladenburg, 15. Juli 2012. (red/sap) Der Milchviehbestand auf dem Hof der Familie Maas in Neubotzheim wÀchst und gleichzeitig soll die bestehende Biogasanlage erweitert werden. Thomas Maas berichtete im Technischen Ausschuss. Zustimmung vom TA und positive Stellungnahme der Stadt.

Von Sabine Prothmann

Die Familie Maas betreibt nord-westlich ihres Hofes in Neubotheim eine baurechtlich genehmigte Biogasanlage. Schon 2009 wurde die Biogasanlage auf eine Leistung von einem Megawatt ausgeweitet.

Nun soll der Milchviehbestand um einen Stall vergrĂ¶ĂŸert werden – anstelle von 33 KĂŒhen sollen hier demnĂ€chst 80 KĂŒhe untergebracht werden, wie Thomas Maas, bei seinem Bericht im Technischen Ausschuss berichtete.

Der Stallausbau wurde bereits genehmigt und auch die Biogasanlage soll erweitert werden. Es sollen kĂŒnftig zwei Blockheizkraftwerke mit je 629 kW FeuerwĂ€rmeleistung betrieben werden.

Um ausreichend LagerkapazitĂ€t fĂŒr das vergorene Substrat vorzuhalten, ist der Bau eines EndlagerbehĂ€lters mit einem Durchmesser von 33 Metern und einer Bauhöhe von 6 Metern, also insgesamt 5.129 Kubikmetern vorgesehen.

Der erzeugte Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Die anfallende MotorwÀrme wird bereits genutzt, um die umliegenden GebÀude zu beheizen.

GefĂŒttert wird die Anlage mit Maissilage, zuckerrĂŒbenschnitzel, Ganzpflanzensilage, Grassilage, Sorghum, Getreide, Rinder- und SchweinegĂŒlle sowie Rinder-, Schweine- und Pferdemist.

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass GĂŒlle sechs Monate gelagert werden muss, das bedeutet bei mehr Tieren  braucht man also mehr Lager fĂŒr den anfallenden Mist, erklĂ€rt Thomas Maas,

Mehr GĂŒlle bedeutet gleichzeitig eine Leistungssteigerung und dabei muss der Anteil an Mais nicht erhöht werden, erklĂ€rte der Jungbauer.  Ganz im Gegenteil,  „wir brauchen zukĂŒnftig im VerhĂ€ltnis nicht mehr so viel Mais.“

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler lobte die Investitionen des Familienbetriebs in Neubotzheim, dies verdiene „höchste Anerkennung“.

„Wir können uns nur freuen, dass wir in Ladenburg Betriebe haben, die so arbeiten“, bestĂ€tigte Ingrid Dreier (GLL),  vor allem da es sich um einVorhaben handle, das nicht  „Vermaisung“  der FlĂ€chen beitrĂ€ge.

Der Technische Ausschuss stimmte einstimmig dem Bauvorhaben zu und die Stadt Ladenburg gab eine positive Stellungnahme im immissionsschutzrechtlichen Verfahren ab.

Technischer Ausschuss diskutierte Bau- und Sanierungsmaßnahmen der PflastermĂŒhle

FĂŒr die einen ein Traum, fĂŒr die anderen ein Kostenfaktor

Die PflastermĂŒhle an der Wallstadter Straße. Foto: Ladenburgblog.


Ladenburg, 16. Juni 2012. (red/sap) Die Schreinerei ist aus dem Ostteil der PflastermĂŒhle gezogen. Nun soll die komplette PflastermĂŒhle in der Wallstadter Straße zukĂŒnftig als Jugend-, Kultur- und KleinkunstbĂŒhne genutzt werden. WĂ€hrend fĂŒr die StadtrĂ€tin Ingrid Dreier mit dem Um- und Ausbau der PflastermĂŒhle ein Traum in ErfĂŒllung geht, wollten die anderen Mitglieder des Technischen Ausschusses erst mal wissen, was das alles kostet.

Von Sabine Prothmann

Der Ladenburger Architekt JĂŒrgen Borkowski stellte dem TA die geplanten Bau- und Sanierungsmaßnahmen vor.

Es sollen durch leichte TrennwÀnde im Erd- und Obergeschoss jeweils drei RÀume abgetrennt werden. Dies ermögliche eine flexible Raumgestaltung ohne weitere Investitionen. Der Haupteingang soll verlegt werden und im Obergeschoss soll ein breites Gaubenband zur verbesserten Belichtung von drei RÀumen eingebaut werden. Desweiteren soll die Fassade konstruktiv gesichert und renoviert werden.

Hier ist schon lange das Jugendzentrum "Die Kiste" untergebracht. Foto: Ladenburgblog.

Im Zuge der Freilegung wurde im Kellergeschoss das alte Bachbett einschließlich des ehemaligen MĂŒhlrads wiederentdeckt. Nach erfolgter Instandsetzung sollen BĂŒrger und Besucher die Anlage besichtigen können.

Dies sei ein „echter Hingucker“,  meinte auch BĂŒrgermeister Ziegler.

Der GebÀudekomplex stehe zwar nicht unter Denkmalschutz, aber habe dennoch einen hohen Wert im Hinblick auf die Wirtschaftsgeschichte Ladenburgs.

Bie der PflastermĂŒhle handelt es sich um 14.000 Kubikmeter umbauten Raum, so der Architekt. Das GebĂ€ude sei statisch okay und die Sanierung könne und mĂŒsse in Stufen erfolgen. Zudem sei der Standard eines Jugendzentrums ein anderer als der eines Wohnhauses.

Nur das Dachgeschoss werde man dĂ€mmen und eine Beheizung ist nur tages- und stundenmĂ€ĂŸig vorgesehen. Die Sanierung werde im Leichtbau erfolgen und die Elekrik könne „auf Putz“ verlegt werden.

Es sollen Gruppen- und ProjektrĂ€ume enstehen fĂŒr die dynamische Jugendarbeit. Auch der Jugendgemeinderat soll hier seinen eigenen Raum bekommen.

Ein Traum aus meiner Jugend wird Wirklichkeit,

schwÀrmte Ingrid Dreier (GLL). Und der Jugendgemeinderat werde hier eine Heimat finden.

Petra Erl (SPD) wollte wissen, ob das als Jugend-, Kultur- und KleinkunstbĂŒhne nur der Jugend vorbehalten sei oder auch fĂŒr breite Nutzung gedacht sei. BĂŒrgermeister Rainer Ziegler sagte:

Die PflastermĂŒhle soll ein kulturelles Zentrum werden – generationsĂŒbergreifend.

„Was ist die Endsumme?“

„Was kostet das?“, wollte Steffen Salinger (SPD) konkret wissen. „Was ist die Endsumme?“, fragte auch Gerhard Seidel (CDU).

Es seien 192.000 Euro Fördermittel vorhanden, 60 Prozent werden dabei vom Land finanziert, informierte der Architekt. ZusĂ€tzlich könnte noch einmal knapp die gleiche Summe durch Haushaltsreste und -posten bereitgestellt werden. Das heißt rund 400.000 Euro seien vorhanden.

Die Eigenarbeit von Jugendprojektgruppen, wenige TrennwĂ€nde, Nasszellen und DĂ€mmung wĂŒrden die Kosten fĂŒr die Baumaßnahmen geringer halten. Außerdem machte der BĂŒrgermeister darauf aufmerksam, dass der Umbau schrittweise erfolgen könne.

Rund eine halbe Million Kosten

Salinger beharrte auf die Nennung einer konkreten Summe und bekam schließlich rund 500.000 Euro genannt. Ein Projekt dieser GrĂ¶ĂŸenordnung von rund einer halben Million wollte der SPD-Stadtrat nicht ohne den Gemeinderat beschließen.

Schließlich einigte man sich einstimmig darauf, den Bauantrag zu genehmigen – um durch eine Zeitverzögerung die Fördermittel nicht zu verlieren -, und auch gleichzeitig der Verwaltung den Auftrag zu erteilen, vor der ersten Auschreibung eines Gewerkes dem Gemeinderat einen konkreten Zeiten- und Kostenplan vorzulegen und dies dort zu beraten.

 

 

 

 

Der Technische Ausschuss tagte am 13. Juni 2012

„Ich bin froh, dass dieser Schandfleck weg ist“

Baustelle in der Luisenstraße/ Ecke Weinheimerstraße. Foto: Ladenburgblog.

Ladenburg, 16. Juni 2012. (red/sap) Der Antrag auf ein Mehrfamilienhaus in der Luisenstraße/Ecke Weinheimer Straße wurde beschlossen. Ebenso eine Heizungs- und BelĂŒftungsanlage fĂŒr das SilogebĂ€ude der Firma BK Guilini GmbH. DieNebengebĂ€ude in der Donaustraße sollen ĂŒberprĂŒft werden. HolzbĂ€nke kommen auf den Spielplatz an der Bleiche.

Im Zuge der Modernisierung und des Food-Upgrades bei der Firma BK Guilini GmbH soll in das bestehende SilogebĂ€ude C15 eine Heizungs- und BelĂŒfungsanlage eingebaut werden, bestehend aus einem Gas-Brennwertkessel mit einer Nenn-WĂ€rmeleistung von 895 kW und einem Blockheizkraftwerk mit einer Nenn-WĂ€rmeleistung von 207 kW.

Über die BelĂŒftungsanlage wird Außenluft angesaugt, mittels der in der Heizungsanlage erzweugten WĂ€rme erwĂ€rmt und in die einzelnen Stockwerke des SilogebĂ€udes verteilt.

Die Heizung ist im 6. Obergeschoss angeordnet; hier befindet sich der WĂ€rmespeicher und die Vorlauf- und RĂŒcklaufverteilung des erwĂ€rmten Heizwassers, welches ĂŒber Rohrleitungen in die Erhitzer der einzelnen Stockwerke verteilt wird.

Standortsicherung und Klimaschutz

Die Stadt Ladenburg wird im Rahmen der DurchfĂŒhrung des Bundesimmissionsschutzgesetzes zum Bauvorhaben BK Guilini GmbH angehört. Das RegierungsprĂ€sidium Karlsruhe und das Baurechtsamt haben die Stadt aufgefordert, zum Bauvorhaben Stellung zu beziehen.

Der ermittelte Schallleistungspegel betrĂ€gt 60 dB(A) und liegt somit unter den maximal zulĂ€ssigen 70 db (A) fĂŒr ein Industriegebiet. Die Festsetzungen des Bebauungsplans werden eingehalten.

Projektleiter Dr. Frank KĂŒhn von der BK Guilini GmbH berichtete im TA ĂŒber die Upgrade-Maßnahmen seiner Firma. BĂŒrgermeister Rainer Ziegler sagte:

Wir begrĂŒĂŸen die Standortsicherung und den Beitrag der BK Guilini GmbH zum Klimaschutz.

Der Technische Ausschuss hatte gegen das Bauvorhaben keine Bedenken.

In zwei AntrĂ€gen wurde ĂŒber die Befreiung von den Festsetzungen der Landesbauordung bei der Errichtung von zwei DoppelhaushĂ€lften in der Siemensstraße beraten, bei der einen Bausachen ging es um einen Fahrradport und bei der anderen um einen Carport.

GemĂ€ĂŸ der Landesbauordnung mĂŒssen die AbstandsflĂ€chen auf dem GrundstĂŒck selbst liegen. In den vorliegenden Bauvorhaben soll die AbstandsflĂ€che der Außenwand auf einem privaten Fußweg sowie teilweise auf zwei angrenzenden GrundstĂŒcken liegen. Der EigentĂŒmer der entsprechenden FlurstĂŒcke wird eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung (Baulast) zur Absicherung der AbstandsflĂ€chen eingehen.

Beiden AntrÀgen wurde einstimmig zugestimmt.

Der Schandfleck muss weg

In der Luisenstraße/ Ecke Weinheimer Straße ist die Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit acht Wohneinheiten und StellplĂ€tzen geplant. Ein bereits genehmigtes Bauvorhaben auf diesem GrundstĂŒck wurde nicht vollstĂ€ndig realisiert. Die Baugenehmigung ist mittlerweile nicht mehr gĂŒltig. Aus dem Altvorhaben existieren bereits eine nichtvollendete Tiefgarage sowie ein Keller. Das Mehrfamilienhaus soll voll unterkellert werden und besteht aus Erd-, Ober-, Dachgeschoss und Speicher.

Die zusĂ€tzliche GRZ wird um 4,7 Prozent, dies entspricht 20 Quadratmeter, ĂŒberschritten Die Befreiung von dieser Festsetzung ist aus der Sicht der Verwaltung stĂ€dtebaulich vertretbar. Die Zufahrt soll nördlich erfolgen. So kann ein vorhandener Baum an der Luisenstraße erhalten werden. Der aktuell vorhandene Weg zum Hebewerk oll durch den Antragsteller ausgebaut und anschließend öffentlich gewidmet werden.

Der im Liegenschaftskataster eingetragene Weg existiert in Wirklichkeit nicht und soll zugunsten des realisierten Weges aufgegeben werden. Insgesamt stehen 15 StellplĂ€tze zur VerfĂŒgung, wobei laut Stellplatzsatzung nur 12 notwendig sind.

Ziegler zeigte sich erfreut, dass hier endlich etwas passiert und meinte:

Es ist eine der schlimmsten Baustellen unserer Stadt.

Und auch Ingrid Dreier (GLL) sah im geplanten GebÀude einen Gewinn und sagte:

Ich bin froh, dass dieser Schandfleck bald weg ist.

Stadtbildpfleger Egon Lackner war von der Gestaltung nicht ĂŒberzeugt und kritisierte, dass das geplante Mehrfamilienhaus deutlich höher als die Nachbarbebauung ausfalle und, dass das „zurĂŒckspringende Mauerwerk“, wie ursprĂŒnglich geplant, nicht umgesetzt werde.

Steffen Salinger und Pertra Erl (beide SPD) störten sich an der Gehwegbreite von 1,50 Meter. Dies sei ursprĂŒnglich anders verhandelt worden. Vor allem an dieser unĂŒbersichtlichen Stelle, sei ein breiterer Gehweg dringend notwendig.

Die beiden SPD-StadtrÀte gaben deshalb auch nicht ihre Zustimmung und Stadtrat Karl Meng enthielt sich. Der Bauantrag wurde angenommen.

MĂŒssen die NebengebĂ€ude abgerissen werden?

1957 wurde in der Donaustraße das Wohnhaus und 1959 das NebengebĂ€ude als Stall genehmigt. Seit mindestens 1983 wurde dieses NebengebĂ€ude als Garage genutzt. Die Antragsteller erwarben 1992 das bebaute GrundstĂŒck. Auf diesem befanden sich laut Grundbuch das Wohnhaus mit Stall, Garage und Stallanhang.

Nach ÜberprĂŒfung der baulichen Anlage durch das Baurechtsamt 2011 wurde festgestellt, dass das NebengebĂ€ude hinter der Garage ohne Genehmigung errichtet worden war. Desweiteren wurde ein Hundezwinger an der östlichen und eine Gartenlaube an der nördlichen GrundstĂŒcksgrenze errichtet.

Der Erwerb des GrundstĂŒcks mit dem damals bereits vorhandenen NebengebĂ€ude vor 20 Jahren erfolgte in dem Glauben, es wĂ€re genehmigt. Die Verwaltung ist der Ansicht, dass die benötigten Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans stĂ€dtebaulich nicht vertretbar sind. Die Überschreitung der Baugrenze ist zu massiv. Die Lage von Zwinger und die Gartenlaube widersprechen ebenfalls den Festsetzungen des Bebauungsplans.

„Es tut uns weh“, bekannte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler und klĂ€rte die Ausschussmitglieder darĂŒber auf, dass es eventuell zum RĂŒckbau der GebĂ€ude fĂŒhren könnte.

Das Baurechtsamt werde es prĂŒfen und die VerhĂ€ltnissmĂ€ĂŸigkeit der Mittel – bis zum Abriss – muss festgestellt werden.

Stadtrat Steffen Salinger (SPD) merkte an, dass in der Donaustraße mit grĂ¶ĂŸter Wahrscheinlichkeit viele NebengebĂ€ude nicht genehmigt seien:

Wenn ich das sehe, muss ich den Bagger durch die ganze Straße schicken.

Der Technische Ausschuss einigte sich darauf, der Verwaltung den Arbeitsauftrag zu erteilen, zunĂ€chst die einzelnen GrundstĂŒcke in der Donaustraße zu ĂŒberprĂŒfen. Der Tagesordnungspunkt sollte so lange vertagt werden.

In einem weiteren Bauantrag ist die Errichtung einer Garage in Fertigbauweise in der Eponastraße beabsichtigt. Diese soll direkt an einen bereits vorhandenen Garagenriegel von neun Garagen angebaut werden. Diese soll unter anderem zur Unterstellung der MĂŒlltonnen genutzt werden, da diese fĂŒ die Kinder des Kindergartens unzugĂ€nglich sein mĂŒssen.

Die Verwaltung hÀlt das Bauvorhaben stÀdtebaulich vertrÀglich, da es eine unmittelbare Fortsetzung des Garagenriegels darstellt. Der TA stimmte dem zu.

Zurzeit stehen am Spielplatz an der Bleiche auf der anderen Seite des Weges drei HolzbĂ€nke und an der Zwingermauer sechs MetallbĂ€nke. Die Lage der BĂ€nke an der Bleiche ist unvorteilhaft, da die Kinder auf dem Spielplatz spielen und die Begleitpersonen auf den BĂ€nken gegenĂŒber sitzen. Radfahrer, die den Radweg dazwischen nutzen, könnten Kinder gefĂ€hrden.

Die Verwaltung schlug deshalb vor, drei neue, seit dem GrĂŒnprojekt in Ladenburg verwendete MetallbĂ€nke direkt am Spielplatz unter dem Baum und die am Weg in der Bleiche befindlichen HolzbĂ€nke an der Zwingerpromenade aufzustellen. Eine weitere neue Metallbank soll im Bereich des Geheges im Waldpark aufgestellt werden. Bei der Beratung einigte man sich darauf, die drei HolzbĂ€nke direkt am Spielplatz und die MetallbĂ€nke in die Nischen an der Zwingermauer aufzustellen.

Familienheim darf Scheunen und Haus abbrechen und Mehrfamilienhaus errichten

Moderner Neubau statt historischem Bauernhof

Ab Juni wird das historische GemÀuer in der Feuerleitergasse abgerissen.

Ladenburg, 19. April 2012. (red) Ein Wohnhaus und zwei Scheunen werden in der Feuerleitergasse voraussichtlich ab Juni abgerissen. Die Familienheim Rhein-Neckar will an dieser Stelle bis 2013 ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohneinheiten errichten. Der Technische Ausschuss hat beide AntrÀge gestern bestÀtigt. Stadtrat Wagenfeld kritisiert Sitzungsvorlagen.

Von Hardy Prothmann

Ist es ein Spiel oder Ernst? Der CDU-Stadtrat Uwe Wagenfeld hat gestern wieder viele Fragen zum Bauvorhaben gestellt und dabei bemĂ€ngelt, dass den GemeinderĂ€ten nur unvollstĂ€ndige Unterlagen vorlĂ€gen. Die weit ĂŒber ein Dutzend GĂ€ste konnten nicht entscheiden, ob sich Herr Wagenfeld nur profilieren wollte oder ob die Kritik gerechtfertigt ist. Zumindest wurden seine Fragen beantwortet.

1992 hat die Stadt Ladenburg die Immobilie an die Familienheim Rhein-Neckar verkauft, die nicht denkmalgeschĂŒtzt ist. Vor zwei, drei Jahren habe die Stadt einen RĂŒckkauf angefragt, was aber aus finanziellen GrĂŒnden nicht erfolgt ist, bestĂ€tigte uns BĂŒrgermeister Rainer Ziegler (seit 2001 im Amt) auf Anfrage.

Mehrfamilienhaus bis 2013

Die Familienheim Rhein-Neckar wird nun das GrundstĂŒck verwerten und mit einem Neun-Familienhaus neu bebauen. DafĂŒr werden ein Wohnaus und zwei Scheunen abgerissen. Der planende Architekt, der Ladenburger Holger Ueberrein, erlĂ€uterte in der Sitzung das geplante Projekt.

Auf der RĂŒckseite der Kirchen werden ein WohngebĂ€ude entstehen sowie ein RĂŒckgebĂ€ude mit Garagen, StellplĂ€tzen und AbstellrĂ€umen. Außerdem ist ein 30 Quadratmeter großer Spielplatz fĂŒr Kinder geplant. Ingrid Dreier (GLL) regte an, diesen auf dem GelĂ€nde anders als bislang geplant unter eine dort befindliche Eiche zu verschieben, dann brĂ€uchte man keine Beschattungsmaßnahmen. Architekt Ueberrein sagte eine PrĂŒfung zu.

Das Wohnhaus wird aus zwei Vollgeschossen bestehen sowie zwei ausgebauten Dachgeschossen. Im Satteldach werden sich sieben Schleppgauben und zwei Zwerchhausgauben zur Feuerleitergasse hin befinden. Auf der RĂŒckseite sind fĂŒnf Schleppgauben und ein Dachfenster geplant, das aber nur eine Ausstiegsfunktion habe.

Auch das zweigeschossige NebengebĂ€ude erhĂ€lt ein Satteldach, ĂŒber den Garagen im Erdgeschoss wird es durch einen Laubengang erschlossene AbstellrĂ€ume geben.

Ausnahmen genehmigt

Laut Baugenehmigung mĂŒssen 15 StellplĂ€tze nachgewiesen werden – es sind aber nur 14. Einer muss deshalb entweder abgelöst oder an anderer Stelle nachgewiesen werden.

Zwei der historischen Keller werden erhalten, ein dritter aufgeschĂŒttet. Eine weitere Unterkellerung ist nicht geplant. Der Technische Ausschuss stimmte weiter der Befreiung der Vorgaben der Gestaltungssatzung fĂŒr die historische Altstadt zu und genehmigte eine Überschreitung der Gesamtbreite der Dachaufbauten von 35 Prozent.

Kritik kam vom Ausschlussmitglied Carolin Schuhmann, die sich im Namen des Heimatbundes gegen das Projekt aussprach:

Der Heimatbund bedauert sehr, dass eines der letzten bÀuerlichen Anwesen in der Altstadt abgerissen wird.

Die Familienheim Rhein-Neckar wird hier ein Mehrfamilienhaus mit NebengebÀude errichten.

Das aktuelle Baugeschehen erinnere sie an die „Nachkriegszeit“.: „Hier wurden leider alle Chancen verpasst.“ Auch Stadtbildpfleger Egon Lackner kritisierte, ein in hohem Maße stadtbildprĂ€gendes GebĂ€ude werde zerstört, in Zukunft mĂŒsse man hier aktiver auf den Schutz solcher GebĂ€ude achten. BĂŒrgermeister Ziegler entgegnete, dass in diesem Fall keine Einflussnahme möglich sei.

Die AntrÀge auf Abriss und Neubau wurden bei zwei Gegenstimmen von Uwe Wagenfeld (CDU) und Dr. Peter Hilger (FW) bestÀtigt.

Zwei weitere BauantrĂ€ge, darunter eine energetische Dachsanierung in der Trajanstraße, die Errichtung einer DoppelhaushĂ€lfte mit Carport in der Zwingertgasse wurden ohne große Diskussion ebenfalls genehmigt.

Aus dem Gemeinderat

Haushaltsreden und Beschlussfassung zu den HaushaltsplÀnen 2012

Ladenburg, 29. MĂ€rz 2012. (red/jt) In der gestrigen Gemeinderatssitzung hielten die Gemeinderatsfraktionen ihre Haushaltsreden. Anschließend wurde ĂŒber die gut 37 Millionen Euro schweren HaushaltsplĂ€ne der Stadt Ladenburg abgestimmt.

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Technischer Ausschuss

Kein Einvernehmen fĂŒr die Kinderbetreuungseinrichtung

Das ehemalige AWO-GebĂ€ude in der Wormser Straße.

Ladenburg, 22. MĂ€rz 2012. (red/sap) Auf der Tagesordnung des Technischen Ausschusses standen gestern Abend fĂŒnf Bauanfragen sowie die Aussichtsplattform im Naturschutzgebiet und die Auftragsvergabe fĂŒr die TĂŒren zur Realiserung des zweiten Rettungsweges am Carl-Benz-Gymnasium. Erneute Diskussion um die Kinderbetreuungseinrichtung in der Wormser Straße.

Von Sabine Prothmann

Bei der ersten Bauanfrage ging es wieder um das ehemalige AWO-GebĂ€ude in der Wormser Straße, in das die Kinderbetreuungseinrichtung Kinder-Laden-Burg einziehen soll. Dieser Bauantrag war in der vergangenen Ausschuss-Sitzung zurĂŒckgestellt worden.

Der Technische Ausschuss hatte der NutzungsĂ€nderung schon im Dezember 2011 zugestimmt. In der Sitzung am 29. Februar 2012 wurde das Bauvorhaben erneut behandelt, der vorgelegten Planung konnte jedoch nicht entsprochen werden. Die gewĂŒnschten Änderungen wurde nun in die vorgelegte Planung einbezogen. Die Ausschussmitglieder mussten jetzt ĂŒber den Umbau des GebĂ€udes entscheiden.

Zur Ausgangslage: Der Antragsteller plant, in einem bestehenden Wohn- und GeschĂ€ftshaus in den BĂŒrorĂ€umen des Erdgeschosses eine Knderbetreuungseinrichtung fĂŒr Kleinkinder (2 bis 3 Jahre, maximal 12 Kinder) einzurichten. Die NutzflĂ€che betrĂ€gt rund 130 Quadratmeter. Die notwendigen Sozial- und SanitĂ€rrĂ€ume sind vorhanden bzw. werden neu eingerichtet.

Im Obergeschoss soll die BalkontĂŒr vergrĂ¶ĂŸert werden. Ein Teil des Daches des NebengebĂ€udes soll rĂŒckgebaut werden. Im Dachgeschoss sollen zwei Schleppgauben verbunden und zu einer ĂŒberdachen Terrasse erweitert werden. Auf der Straßenseite sollen zwei DachflĂ€chenfenster als bauliche Rettungswege aus dem Dachgeschoss dienen. Auf der Hofseite sollen weitere DachflĂ€chenfenster sowie eine Loggia im zweiten Dachgeschoss eingebaut werden.

Das Treppenhaus soll getrennt werden. Der Zugang zur Kinderbetreuungseinrichtung im Erdgeschoss wird ĂŒber die Wormser Straße erfolgen. Der Zugang zum Treppenhaus zu den anderen Etage erfolgt ĂŒber den Hof.

GemĂ€ĂŸ der „Stadtbildsatzung fĂŒr die Umgebung der Altstadt“ sind charakteristische Dachaufbauten zu erhalten. Dies wurde durch die vorliegende Planung erreicht.

Die vorliegende Planung ist mit der Verwaltung und dem Stadtbildpfleger abgesprochen.

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses zeigten sich einverstanden mit den Umbaumaßnahmen im Dachgeschoss, aber die rĂŒckwĂ€rtige Bebauung, vor allem die TeilĂŒberdachung des Hofes, stieß auf viele kritische Stimmen

Die Bezeichnung „Dachterrasse“ sei nur durch „TeilĂŒberdachung“ ausgetauscht worden, meinte Dr. Rudolf Lutz (FDP). Einer solchen werde er seine Zustimmung verweigern. Zudem sei weiterhin mit einer Dachterrasse zu rechnen, was von den Nachbarn abgelehnt wĂŒrde.

„Über die Zukunft habe ich heute nicht zu befinden“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler. Auch wenn durch eine Email an die Stadtverwaltung das Vorhaben eine Terrrasse zu errichten, schon angekĂŒndigt worden sei, stehe diese Absicht am heutigen Tage nicht im Raum.

Stadtrat Dr. Peter Hilger (FW) kommentierte:

Sehe ich das richtig, wir stimmen ĂŒber eine ganze Salami ab, auch wenn es heute nur um eine Scheibe geht?

Auch Uwe Wagenfeld (CDU) und Steffen Salinger (SPD) lehnten die Zustimmung ab.

Eine TeilĂŒberdachung gĂ€be es schon, ebenfalls sei die Betonmauer schon vorhanden, „deshalb sehe ich keine VerĂ€nderung fĂŒr den Nachbarn“, erklĂ€rte Ingrid Dreier (GLL), und demnach keinen Grund fĂŒr eine Ablehnung.

Ziegler wies darauf hin, „versagen wir das Einvernehmen, wird das Baurechtsamt dies ersetzen.“

Der Verwaltungsvorschlag, dem vorliegenden Bauantrag zuzustimmen, folgten nur der BĂŒrgermeister und Ingrid Dreier – damit ist das Baurechtsamt gefragt.

Die ĂŒbrigen Mitglieder des Technischen Ausschusses versagten das Einvernehmen zum rĂŒckwĂ€rtigen Bereich, was die Überdachung und den RĂŒckbau betrifft, stimmten aber dem Umbau des Dachgeschosses zu.

Ein „Hoffnungsschimmer“ fĂŒr den Verein

Im nĂ€chsten Tagesordnungspunkt ging es um die Einrichtung einer VersammlungsstĂ€tte in den GeschĂ€ftsrĂ€umen eines Wohn- und GeschĂ€ftshauses in der Hauptstraße. Es handle sich dabei um den tĂŒrkisch-islamischen Kulturverein, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Ziegler.

Der Verein war bislang im alten Feuerwehrhaus untergebracht und habe ĂŒber einen langen Zeitraum intensiv nach neuen RĂ€umlichkeiten gesucht. Die VersammlungsstĂ€tte sei auf fĂŒnf bis zehn Personen begrenzt und die RĂ€umlichkeit in der Hauptstraße könne nur eine vorĂŒbergehende Lösung sein, so Ziegler.

Dies sei ein „Hoffnungsschimmer“ fĂŒr den Verein, so Ingrid Dreier (GLL).

Die Örtlichkeit, direkt am Eingang der Altsstadt, bezeichnete Steffen Salinger (SPD) als ungeignet, zudem sei es schwierig, dieses Thema in einer öffentlichen Sitzung zu diskutieren, da könne man leicht falsch verstanden werden. BĂŒrgermeister Ziegler sagte:

Es ist nicht die beste Lösung, aber eine Lösung, die dem Verein fĂŒr eine gewisse Zeit Heimat bietet, ansonsten kann der Verein nicht mehr existieren.

Bei zwei Gegenstimmen (GĂŒnter BlĂ€ĂŸ, Steffen Salinger) wurde der NutzungsĂ€nderung zugestimmt.

Milchviehstall in Neubotzheim

Im nĂ€chsten Bauantrag ist die Errichtung eines Milchviehstalls fĂŒr 165 Tiere in Neubotzheim. Das GebĂ€ude soll freistehend neben der bereits vorhandenen Biogasanlage errichtet werden. Die anfallende GĂŒlle soll in die geplante Vorgrube und im Anschluss in die bestehende Biogasanlage eingeleitet werden. Hierbei handle es sich um den Hof der Familie Maas. Dies sei eine Zukunftsinvestition und auch die beiden Söhne seien im landwirtschaftlichen Betrieb. BĂŒrgermeister Ziegler:

Wir begrĂŒĂŸen dieses Bauvorhaben.

Das Bauvorhaben ist mit dem Amt fĂŒr Landwirtschaft und Naturschutz abgestimmt. Ohne Gegenstimmen stimmte der Technische Ausschuss diesem Bauvorhaben zu.

Befreiung bevor Bebauungsplan in Kraft tritt

In einem Kenntnisgabeverfahren planen die Antragsteller die Errichtung eines Doppelhauses, eines Carports sowie eines Fahrradunterstandes. Das GebÀude soll voll unterkellert werden. Das um 46 Grad geneigte Satteldach soll auf der Nordseite im ersten Dachgeschoss mit einer Schleppgaube und im zweiten Dachgeschoss mit zwei DachflÀchenfenstern elichtet werden. Auf der Sseite des GebÀudes soll im ersten Dachgeschoss eine Terrasse eingebaut werden.

Das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Zehntstraße“, im Geltungsbereich Altstadtsatzung, im Grabungsschutzgebiet sowie in der Gesamtanlage Ladenburg.

Es wurde ein Antrag auf Befreiung von den bauordnungsrechtlichen Festsetzungen des Bebauungsplans fĂŒr den mit einem GrĂŒndach bedeckten Carport beantragt. Die AusfĂŒhrung als Flachdach – anstelle eines im Bebauungsplan vorgesehenen geneigten Daches – vermeidet sowohl die SichteinschrĂ€nkung auf die Giebelfassade der Zehntscheuer als Dach auf die SĂŒdfassade des geplanten Doppelhauses.

Stadtrat Lutz (FDP) kritisierte, dass man schon eine Befreiung verabschieden sollte, bevor der Bebauungsplan ĂŒberhaupt in Kraft trete.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Antrag einstimmig zu.

Im nĂ€chsten Bauantrag ist die Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit Garagen in der Zehentstraße geplant. Es sollen sieben Wohnungen mit insgesamt rund 820 Quadratmetern WohnflĂ€che entstehen. Das GebĂ€ude wird mit einem Satteldach bedeckt. Insgesamt belichten sechs Gauben das Dachgeschoss. Sieben Garagen werden im Erdgeschos untergebracht, die restlichen fĂŒnf StellplĂ€tze entstehen auf dem Hof. Ein Kinderspielplatz ist fĂŒr die nördliche GrundstĂŒcksseite vorgesehen.

Das Bauvorhaben liegt ebenfalls im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Zehntstraße“, im Geltungsbereich Altstadtsatzung sowie im Grabungsschutzgebiet. Die jeweiligen Festsetzungen werden eingehalten.

Das Vorhaben ist mit dem Stadtbildpfleger, der Denkmalschutzbehörde und der Stadtverwaltung abgesprochen, alle Anregungen wurden berĂŒcksichtigt. Die notwendigen StellplĂ€tze werden nachgewiesen.

Das Bauvorhaben enstpreche in vollem Umfang den Vorgaben und Vorstellungen der Verwaltung und des Stadtbildpflegers, „wir haben eine optimale Lösung gefunden“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Ziegler. Das GebĂ€ude von 2012 fĂŒge sich wunderbar in die Altstadt ein.

Auch Uwe Wagenfeld (CDU) lobte das Ergebnis, das „nach langem hin und her“ fĂŒr das Mehrfamilienhaus gefunden wurde.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Vorhaben einstimmig zu. Die Details, wie Balkon, Mauern, Farben etc., mĂŒssen noch abgestimmt werden.

Mit der Maßnahme, eine Aussichsplattform im Naturschutzgebiet zu errichten, war der Technische Ausschuss einverstanden.  Erfreulicherweise koste dass die Stadt kein Geld, da die Plattform vom der Werkstatt des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg gebaut wĂŒrde, so Ziegler.

Außer Bauhofleistungen haben wir keine Kosten.

Als letzter Punkt stand die Auftragsvergabe fĂŒr die TĂŒren zu Errichtung eines zweiten baulichen Rettungswegs am Carl-Benz-Gymnasium.

Den Zuschlag erhielt die Firma Heinen Innenausbau aus Ilsfeld. Mit rund 26.000 Euro legte sie das gĂŒnstigste Angebot vor. Der Technische Ausschuss stimmte dem einstimmig zu.

Gemeinderat: Kinderbetreuung in Ladenburg

„Gute Erfahrung mit privaten TrĂ€gern“

Ladenburg, 17. MĂ€rz 2011. (red/sap) In gleich drei Tagesordnungspunkten auf der Ladenburger Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch, 14. MĂ€rz 2012, ging es um die Kinderbetreuung.  Heiß diskutiert wurde die geplante Ganztagsbetreuung in der Astrid-Lindgren-Schule durch einen privaten TrĂ€ger.

Von Sabine Prothmann

Zu der örtlichen Bedarfsplanung fĂŒr die Betreuung in Ladenburger Kindereinrichtungen fĂŒr das laufende Kindergartenjahr 2011/2012 berichtete BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, dass unverĂ€ndert insgesamt 368 KindergartenplĂ€tze zur VerfĂŒgung stehen. 380 Kinder im Geburtszeitraum 01. September 2005 bis 31. August 2008 haben einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz im Kindergartenjahr 2011/2012.

FĂŒr das Kindergartenjahr 2012/2013 stehen wiederum insgesamt 368 KindergartenplĂ€tze zur VerfĂŒgung. Aber dann haben 406 Kinder einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz.

Der tatsÀchliche Bedarf, so Ziegler, sei niedriger:

„Der Anspruch wird nie ganz ausgeschöpft.“

Zudem wurde festgestellt, dass der Bedarf an PlĂ€tzen fĂŒr Kinder ĂŒber drei Jahren rĂŒcklĂ€ufig sei, der Bedarf an PlĂ€tzen fĂŒr Kinder unter drei Jahren aber weiterhin steige.

GemĂ€ĂŸ der Zahlen hĂ€lt die Verwaltung die anerkannte Gruppenzahl der Ladenburger KindergĂ€rten der Stadt und der konfessionellen TrĂ€ger auch im nĂ€chsten Kindergartenjahr fĂŒr erforderlich.

Nach Ansicht der Verwaltung sollte auch im kommenden Kindergartenjahr das Angebot zur Kleinkindbetreuung von privaten Anbietern, Kinder-Laden-Burg e.V., Postillion e.V. und Pfiff e.V., uneingeschrÀnkt aufgenommen werden.

Zudem wies der BĂŒrgermeister auf den ab dem 01. August 2013 geltenden Rechtsanspruch fĂŒr alle Kinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr hin.

Als wichtiges Element in der Kleinkindbetreuung bezeichnete der BĂŒrgermeister die zwölf TagesmĂŒtter in Ladenburg, die bis zu insgesamt 35 Kinder betreuen zu können.

„Gute Erfahrung mit privaten TrĂ€gern“

Prof. Dr. Rainer Beedgen (CDU) unterstrich das starke Engagement der privaten TrÀger:

„Damit haben wir gute Erfahrung gemacht. Und teilweise sind die Privaten fortschrittlicher als wir.“

In seinem Statement lobte Gemeinderat Sascha Barembruch (SPD) zum einen die gute Zusammenarbeit der KinderbetreuungsstĂ€tten und der Stadt und zum anderen die grĂŒn-rote Landesregierung. „Sie lĂ€sst uns als Kommune nicht im Stich“, das Geld, was hier investiert werde, wirke nachhaltig durch die Förderung der Kinder.

„Den Mix (öffentliche und private TrĂ€ger) begrĂŒĂŸen wir“, sagte Wolfgang Luppe (FDP).

Der örtlichen Bedarfsplanung wurde einstimmig zugestimmt.

Ganztagsbetreuung an der Astrid-Lindgren-Schule

Heiß diskutiert wurde der Antrag zur Einrichtung einer privaten ganztĂ€gigen Betreuung von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern an der Astrid-Lindgren-Schule.

Im Moment gibt es an der Astrid-Lindgren-Schule eine Kernzeitbetreuung mit einer KapazitÀt von 30 PlÀtzen. Mit den AbgÀngen und Neuanmeldungen ist es abzusehen, dass die Kernzeitbetreuung auch zum Schuljahresanfang 2012/2013 voll ausgelastet ist.

Eine Nachmittagsbetreuung gibt es momentan dort nicht.

Da aber dort ein Bedarf an ganztĂ€giger Betreuung bestĂŒnde, haben betroffene Eltern die Initiative entwickelt, einen Verein zu grĂŒnden, der ein ganztĂ€giges Betreuungsangebot anbietet.

In der nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderates im Februar 2012 wĂŒrde ĂŒber dieses Konzept mit positiver Tendenz beraten. Daraufhin haben die Initiatoren eine Bedarfsabfrage im Einzugbereich der Astrid-Lindgren-Schule durchgefĂŒhrt und das Ergebnis war so positiv, dass die Initiatoren ihr Betreuungskonzept als realisierbar bezeichnen.

Verzichtet Stadt auf Kernzeitbetreuung?

Bei den Verhandlungen zwischen Stadtverwaltung, Initiatoren und Schulleitung hat sich folgender Rahmen ergeben:

  • Das Angebot des kĂŒnftigen Vereins ist nur dann wirtschaftlich darstellbar, wenn die Stadt Ladenburg ihr Angebot der Kernzeitbetreuung an der Astrid-Lindgren-Schule aufgibt und diese dem kĂŒnftigen Verein ĂŒberlĂ€sst.
  • Der Verein kann die RĂ€ume und das AußengelĂ€nde sowie die Sporthalle der Schule kostenlos mitbenutzen. Sowie auch das Mobilar.
  • Die Stadt Ladenburg baut eine KĂŒchenzeile ein und trennt diese rĂ€umlich ab. Die KĂŒche wird von der Stadt erstausgestattet und kann wĂ€hrend der Unterrichtszeit von der Schule benutzt werden.
  • Der Verein erhĂ€lt von der Stadt keine finanziellen Zuwendungen; das Personal wird vom Verein eigenverantwortlich eingestellt.
  • Die Betragsgestaltung obliegt dem Verein. Das pĂ€dagogische Konzept wird mit der Schulleitung abgestimmt.

„Stadt bislang verlĂ€sslicher Partner“

Die Stadt sei bislang ein verlÀsslicher Partner gewesen, hatte ein Vater in der Fragestunde der Einwohner angemerkt:

„Wie ist das jetzt mit einem privaten Anbieter und wie sieht das mit den Kosten aus?“

BĂŒrgermeister Ziegler verwies diesbezĂŒglich auf einen Infoabend am 20. MĂ€rz 2012, falls der Beschlussvorschlag angenommen wĂŒrde.

Ziegler betonte, die Stadt verzichte im Sinne der SubsidaritÀt und TrÀgervielfalt auf eine eigene Betreuung und der Verein biete ein gleichwertiges Angebot.

Die Stadt mĂŒsste fĂŒr die KĂŒchenzeile und Erstausstattung 14.000 Euro investieren.

„Der Staat (Stadt) muss nicht alles machen“

„Wir werden zustimmen“, erklĂ€rte Beedgen (CDU). Er verstehe die Bedenken bei VerĂ€nderungen, aber der „Staat (Stadt) muss nicht alles machen“. So haben man mehr Chancen mehr Kinder zu betreuen. Seine Fraktion sei froh ĂŒber die private Initiative in der Weststadt, „wir heiraten ja nicht“, unterstrich Beedgen.

Auch seine Fraktion sehe darin eine gute Chance fĂŒr einen Austausch zwischen Stadt und privatem TrĂ€ger, so Bernd Garbaczok (SPD). Zudem regte er an die beiden Damen der Kernzeitbetreuung bei dem neuen Betreuungskonzept einzubinden.

„Es muss einen Versuch wert sein“, meinte auch Gudrun Ruster (FW). Wenn der Verein scheitere, wovon sie nicht ausgehe, „dann sind wir als Stadt gefragt, die gleiche pĂ€dagogische QualitĂ€t auch fĂŒr die Weststadt zu bieten.“

Ingrid Dreier stellte fĂŒr die GLL den Antrag, dass die Betreuung in stĂ€dtischer Hand bleibe. Hier seien Fachleute gefragt. Die Betreuung der SchĂŒler dĂŒrfe nicht nur von engagierten Menschen ĂŒbernommen werden, sondern mĂŒsse auch von fachlich ausgebildeten PĂ€dagogen ĂŒbernommen werden.

„Stadt soll neben der Kernzeit- auch die Nachmittagsbetreuung ĂŒbernehmen“

„Wir stimmen nicht generell gegen die Betreuung“, sondern die GLL wolle dass die Stadt neben der Kernzeit- auch die Nachmittagsbetreuung ĂŒbernehme.

„Der Staat soll nur das machen, was der BĂŒrger nicht kann“, meinte Wolfgang Luppe (FDP) und weiter „wir sehen keinen qualitativen Unterschied bei den Mitarbeiterinnen der Kernzeitbetreuung“.

Der Verein habe angekĂŒndigt, auch pĂ€dagogisches Personal, nĂ€mlich eine Erzieherin, einzusetzen, so entstehe eine Mischform, erklĂ€rte der BĂŒrgermeister.

Provokativ meinte Dr. Peter Hilger (FW):

Wir kennen Kinder von PĂ€dagogen und Psychologen, die miserabel erzogen wurden.

Ilse Schummer (SPD) entgegnete scharf, man solle einen Beruf nicht in dieser Art herabwĂŒrdigen.

Der Antrag der GLL wurde bei zwei BefĂŒrwortungen abgelehnt.

Auf Bitte von Ingrid Dreier stimmte BĂŒrgermeister Ziegler den Beschlussvorschlag der Verwaltung in einer Einzelabstimmung ab.

Bei zwei Gegenstimmen (GLL) beschloss der Gemeinderat, dass die Stadt Ladenburg im Sinne der SubsidaritÀt und TrÀgervielfalt darauf verzichte, eine Ganztagsbetreuung in stÀdtischer TrÀgerschaft einzurichten.

Bei einer Gegenstimme (Dreier) und einer Enthaltung (Spangenberg) wurde der Vorschlag der Verwaltung, die stÀdtische Kernzeitbetreuung zum Schuljahresende aufzugeben, angenommen.

Bei einer Enthaltung (Dreier) wurde beschlossen, der Einrichtung einer privaten Ganztagesbetreuung an der Astrid-Lindgren-Schule grundsÀtzlich zuzustimmen.

Einstimmig wurde beschlossen, die Ganztagesbetreuung dem zu grĂŒndenden Verein, in den RĂ€umen der Schule zu gestatten, sowie die Mitbenutzung der RĂ€umlichkeiten. Zudem wurde der Investition von 14.000 Euro fĂŒr den Einbau der KĂŒche sowie der Erstausstattung zugestimmt.

Neue Hortgruppe in der Dalberg-Grundschule?

Der dritte Tagesordnungspunkt zur Kinderbetreuung war die Entwicklung der Hortbetreuung in der Dalberg-Grundschule.

In der Hortbetreuung an der Dalberg-Grundschule sind zur Zeit alle vorhandenen 50 PlÀtze belegt. Zum Schuljahresende 2011/2012 verlassen neun Kinder die Hortbetreuung, sieben Kinder stehen seit lÀngerer Zeit auf der Warteliste, diese benötigen sofort einen Hortplatz. Zum Schuljahresbeginn 2012/2013 liegen bereits jetzt 26 Anmeldungen vor. Somit ergibt sich ab dem neuen Schuljahr aus heutiger Sicht ein Bedarf von momentan 74 HortplÀtzen.

Nachdem im Haus des Kindes im Obergeschoss durch den Auszug der Merian-Realschule RĂ€ume frei geworden sind, besteht die Möglichkeit, die bestehenden Hortgruppen zu vergrĂ¶ĂŸern. Nach RĂŒcksprache mit dem Kommunalverband Jugend und Soziales können aufgrund der zusĂ€tzlichen zur VerfĂŒgung stehenden RĂ€ume 18 weitere Kinder aufgenommen werden. Somit stehen ab dem neuen Schuljahr im Hort 68 PlĂ€tze zur VerfĂŒgung.

Die Ausweitung des Hortes um 18 Kinder kann mit dem bestehenden Personal pĂ€dagogisch nicht bewĂ€ltigt werden. Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass auch an der Dalberg-Schule und damit auch im Hort die Inklusion von entsprechend bedĂŒrftigen Kindern grundsĂ€tzlich möglich sein soll.

Deshalb werde aus Sicht der Verwaltung die Aufstockung des pĂ€dagogischen Personals mit einer Fachkraft vor allem fĂŒr den Nachmittag notwendig. Die wöchentliche Arbeitszeit wĂŒrde 26 Stunden umfassen.

FĂŒr die Einrichtung der zusĂ€tzlichen RĂ€umlichkeit ist eine weitere Gaderobe mit RanzenfĂ€chern erforderlich, die Kosten hierfĂŒr betragen rund 8.000 Euro. Aufgrund der erhöhten Kinderzahl ist die herkömmliche SpĂŒlmaschine durch eine IndustriespĂŒlmaschine zu ersetzen, außerdem werden zwei WĂ€rmebehĂ€lter, zusĂ€tzliches Geschirr und ein zusĂ€tzlicher Schrank fĂŒr die KĂŒche notwendig. HierfĂŒr werden rund 7.600 Euro benötigt.

FĂŒr die zusĂ€tzliche Fachkraft wĂŒrden jĂ€hrlich Kosten in Höhe von 31.300 Euro anfallen, die Arbeitszeit der KĂŒchenkraft muss infolge der erhöhten Kinderzahl tĂ€glich um eine halbe Stunde verlĂ€ngert werden, damit sind Kosten in Höhe von 1.600 Euro jĂ€hrlich verbunden.

Durch die Neuaufnahme von 18 Kindern können zusÀtzliche ElternbeitrÀge in Höhe von rund 30.800 Euro vereinnahmt werden.

Die laufenden Kosten des Hortes wĂŒrden sich bei dieser Vorgehensweise um etwa 2.100 Euro pro Jahr erhöhen.

Erst Anmeldezahlen, dann Personal

Man mĂŒsse erst mal sehen, wie das erweiterte Angebot angenommen werde, dann könne man ĂŒber mehr Personal sprechen, so Beedgen (CDU).

„Ich kann es nicht verantworten bei 18 Kindern mehr mit gleichem Personal ĂŒber zwei Stockwerke zu arbeiten“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler.

Die Erweiterung der Hortgruppe bezeichnete Petra Erl (SPD) als wichtiges Signal. „Aber auch wir wollen erst zahlen“ und eventuell benötige man auch keine Fachkraft. Deshalb schlug die SPD-Fraktion vor, bei zehn weiteren Kindern, fĂŒr 20 Stunden eine Nichtfachkraft zusĂ€tzlich anzustellen. Damit könne man die Zeiten, die am meisten benötigt werden, abdecken, so Erl.

„Wir stimmen zu“, war die einhellige Meinung von FW und FDP.

Fachkraft oder Nichtfachkraft?

Es sind ElterngesprĂ€che, Elternberatung, GesprĂ€che mit der Schule, mit Therapeuten notwendig, dies könne mit NichtfachkrĂ€ften nicht realisiert werden – „die pĂ€dagogische QualitĂ€t kann so nicht gehalten werden“, entgegnete Ingrid Dreier (GLL).

Dr. Georg (CDU) plĂ€dierte dafĂŒr, den Antrag zurĂŒckzustellen.

„Ich schließe mich Frau Erl an“, erklĂ€rte Prof. Dr. Beedgen.

„Ich will heute abstimmen“, entschied der BĂŒrgermeister.

Einstimmig wurde beschlossen, die Hortgruppe um 18 zusĂ€tzliche Kinder zu erweitern und die hierfĂŒr einmalig anfallenden Ausgaben in Höhe von 15.600 Euro wurden bewilligt.

Die Einstellung einer weiteren Fachkraft mit 26 Wochenstunden wurde gegen sieben Ja-Stimmen abgelehnt.

Bei vier Enthaltungen wurde dem Vorschlag der SPD-Fraktion, bei einer Mindestzahl von zehn weiteren Kindern, eine Nichtfachkraft fĂŒr 20 Stunden einzustellen und die Arbeitszeit der KĂŒchenkraft zu verlĂ€ngern, zugestimmt.

„Den Brandschutz mĂŒssen wir jetzt machen“ – doch die Sanierung des CBG liegt in weiter Ferne

Brandschutz jetzt - Sanierung irgendwann. Bild: ladenburgblog.de

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Ladenburg, 22. Juli 2011.(red) In der Gemeinderatssitzung vom 20. Juli 2011 wurde entschieden fĂŒr die Errichtung des zweiten baulichen Rettungsweges am Carl-Benz-Gymnasium im Haushaltsjahr 2012 zusĂ€tzliche 200.000 Euro bereit zu stellen. Der Beschlussvorschlag wurde bei einer Enthaltung (Petra Erl, SPD) angenommen. [Weiterlesen…]