Mittwoch, 22. November 2017

Kontroverse Debatte um die Zukunft der Straßenbeleuchtung

Erhöhte Sicherheit oder Geldverschwendung?

Ladenburg, 27. November 2014. (red/ms) Ab 01:00 Uhr wird unter der Woche in Ladenburg das Licht ausgemacht. Dadurch spart die Stadt pro Jahr knapp 20.000 Euro. Doch das geht auf Kosten der B√ľrger, sagen zumindest die Freien W√§hler: „Angstr√§ume entstehen und das muss vermieden werden“. Mit Unterst√ľtzern aus der SPD reichte die Fraktion einen Antrag ein, die Beleuchtung wieder durchg√§ngig einzuschalten – das verursachte eine kontroverse Diskussion. [Weiterlesen…]

Gemeinderat entscheidet f√ľr Bebauungsplan

Weitere Altstadtsanierung auf den Weg gebracht

Ladenburg, 29. September 2014. (red/ld) Bebauungsplan oder Erhaltungssatzung? Am Mittwochabend versuchte der Gemeinderat, den Spagat zu schaffen zwischen der Konservierung des Altstadtviertels an der Rheingaustra√üe und einer Weiterentwicklung. Der Streit entbrannte um die Frage, welches daf√ľr das wirksamere Mittel sei und welche st√§dtebaulichen Ziele die Stadt dort verfolgt. [Weiterlesen…]

B√ľrgermeister Ziegler zeigt sich konsterniert und verschiebt TOP auf September

„Das ist ein ziemlicher Klotz“ – Martinsh√∂fe in der Kritik

Ladenburg, 18. Juli 2014. (red/pro) Zwei Sitzungsunterbrechungen, gegenseitige Vorw√ľrfe, ein verschobener Tagesordnungspunkt – das gibt es selten im Ladenburger Gemeinderat. Doch am Mittwoch sorgte TOP 5 „Bebauungsplan der Innenentwicklung Martinsh√∂fe“ f√ľr √Ąrger. B√ľrgermeister Rainer Ziegler war „not amused“ und nahm den Punkt lieber von der Tagesordnung, statt bei einer Abstimmung eine Ablehnung in Kauf zu nehmen. [Weiterlesen…]

Gemeinderat spricht sich mehrheitlich f√ľr S√ľdanbau aus

Standort f√ľr Lobdengauhallenanbau diskutiert

Ladenburg, 08. Mai 2014. (red/ld) Der Anbau einer Einfeldsporthalle an die Lobdengauhalle geht voran. Am Mittwoch diskutierte der Gemeinderat √ľber den Standort des Anbaus. Die Mehrheit sprach sich f√ľr eine Variante an der S√ľdseite aus. Uwe Wagenfeld (CDU) stimmte dagegen. Er bevorzugt den Anbau an der Nordseite. Zwei Stadtr√§te enthielten sich. [Weiterlesen…]

Pro-Kopf-Verschuldung steigt auf √ľber 1.000 Euro

53-Millionen-Euro-Haushalt beraten

Ladenburg, 19. M√§rz 2014. (red/ld) Gut 53 Millionen Euro schwer wird der Stadthaushalt im laufenden Jahr. Das will der Gemeinderat in seiner kommenden Sitzung am 26. M√§rz beschlie√üen. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist das enorm. Zwei Abende lang trafen sich die Stadtr√§te und die Verwaltung, um das Werk Seite f√ľr Seite durchzugehen.¬†√Ąnderungen wurden kaum beantragt. Nachfragen gab es vor allem f√ľr kleinere Posten. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beschließt einstimmig Bedarfsplanung

Genug Betreuungspl√§tze f√ľr alle Kinder

Ladenburg, 13. M√§rz 2014. (red/ld) In Ladenburg wird es f√ľr das kommende Kindergartenjahr vermutlich 402 Kinder geben, die einen Rechtsanspruch auf Betreuung haben – zur Verf√ľgung stehen insgesamt 368 Pl√§tze. Bislang zeigte sich das als ausreichend, denn es komme nie vor, dass alle Kinder ihren Anspruch auf einen Betreuungsplatz in der Gemeinde geltend machen, sagte B√ľrgermeister Rainer Ziegler gestern. [Weiterlesen…]

Versammlungsstättenqualität löst Diskussion aus

Anbau an Lobdengauhalle beschlossen

Die Einfeldhalle soll auf dem orange eingefärbten Bereich angebaut werden. Bild: Gemeinderatsvorlage Anlage 1

Die Einfeldhalle soll auf dem orange eingefärbten Bereich angebaut werden. Bild: Gemeinderatsvorlage Anlage 3

 

Ladenburg, 28. November 2013. (red/ld) Am Ende gab es doch eine Mehrheit f√ľr den Anbau an die Lobdengauhalle: Dort soll ab 2015 eine Einfeldhalle in sogenannter „Versammlungsst√§ttenqualit√§t“ gebaut werden. Diese soll dem Schul- und Vereinssport der Stadt als Ersatz f√ľr die Sporthalle in der Martinsschule dienen, die nach der Sanierung des Carl-Benz-Gymnasiums gemeinsam mit der Martinsschule abgerissen wird. [Weiterlesen…]

Sanierung unstrittig - Diskussion um Zeitpunkt

Pflaster der Kirchenstraße wird spätestens 2015 erneuert

pflaster-131126- 2013-11-26 16.25.43Ladenburg, 23. November 2013. (red/sap) Die SPD-Fraktion hatte einen Antrag zur Bereitstellung von Mitteln f√ľr einen ersten Bauabschnitt f√ľr Neupflasterung der Kirchenstra√üe vom Marktplatz bis zur Heidelberger Stra√üe und f√ľr die komplette Wormserstra√üe im Haushalt 2014 gestellt. Die Notwendigkeit der Sanierungsma√ünahmen war bei allen Gemeinder√§ten unstrittig. √úber den richtigen Zeitpunkt wurde diskutiert.

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Gemeinderat unterst√ľtzt die geplante AWO-Kita

„Eine gute Sache ist im Entstehen“

Ladenburg, 26. Oktober 2013. (red/sap) Der Ladenburger Gemeinderat hat in der Gemeinderatssitzung vom 23. Oktober 2013 beschlossen, dem AWO-Kreisverband Rhein-Neckar eine Zusage zu geben, die R√§ume in der Bahnhofstra√üe f√ľr eine Kinderkrippe f√ľr zwei Gruppen √† zehn Kindern auszubauen. Schweren Herzens mussten Gemeinderat und B√ľrgermeister die anwesenden Eltern entt√§uschen, die unbedingt die Kinderkrippe „Postillion“ f√ľr ihre Kinder erhalten wollten. [Weiterlesen…]

Knapp gerechnete Kosten

Wiesenstraße wird erneuert

Ladenburg, 25./26. September 2013. (red/hp) Der Stra√üenabschnitt Wiesenstra√üe zwischen Ostlandstra√üe und Breslauer Stra√üe muss dringend erneuert werden. Daf√ľr stehen im Haushalt 170.000 Euro bereit. Neun Firmen wurden f√ľr diese Arbeiten angeschrieben, nur vier reichten ihre Unterlagen ein. Selbst das g√ľnstigste Angebot ist noch ein gutes Drittel teurer als man kalkuliert hatte: 230.000 Euro verlangt die Firma HLT aus Neckargerach f√ľr die Arbeiten – das ist mehr als man im Gemeinderat ausgeben will. [Weiterlesen…]

Stadträtin Schummer stimmt gegen das "nette Extra"

Stra√üenbeleuchtung in der S√ľdstadt per LED

Ladenburg, 25./26. September 2013. (red/hp) Die Stra√üenbeleuchtung in der S√ľdstadt soll auf LED-Technologie umger√ľstet werden. Das spart CO2 und rentiert sich auch von den Stromkosten auf Dauer. F√ľr die Umr√ľstung waren im Haushaltsplan 110.000 Euro vorgesehen. Nun kommt man billiger davon als erhofft.¬†Stadtr√§tin Ilse Schummer (SPD) nutze das Thema f√ľr eine „Grundsatzrede“

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Verwaltungsvorlage mit 10:10 Stimmen gescheitert

Keine Beregnung f√ľr die Festwiese

Ladenburg, 25./26. September 2013. (red/hp)¬†Auf der Festwiese wird es bald eine Beregnungsanlage geben – allerdings nur in einer abgespeckten Form, zu dem, was urspr√ľnglich einmal geplant war. Wie es bei der Festwiese in der Vergangenheit schon h√§ufiger vorkam, hat man sich bei der Ausschreibung dazu entschieden, die Arbeiten aufzuteilen. Nun gibt es eine Basis, die nur die Hauptfl√§che umfasst, und Erweiterungsoptionen, die auch den Ankerplatz und die Rasenb√∂schungen beinhalten. Es gingen drei Angebote ein, die mit Kosten zwischen 146.000 Euro und 171.Euro allesamt deutlich √ľber dem Haushaltsansatz liegen. Nun wird auf die Erweiterungsoptionen ersatzlos verzichtet.¬† [Weiterlesen…]

Polizei kritisiert Verstöße gegen die Auflagen

Ladenburg setzt klares Zeichen gegen rechts

Ladenburg/Rhein-Neckar, 17. August 2013. (red/ch/pro) Der NPD Kreisverband Rhein-Neckar hatte f√ľr heute eine Kundgebung gegen 160 Asylbewerber in Ladenburg angemeldet. Statt der genannten 30 Teilnehmer kamen nur neun Neonazis. Rund 300 Gegendemonstranten setzten wenige Meter entfernt am Wasserturm ein klares Zeichen gegen rechts. Die Polizei hatte alle H√§nde voll zu tun, die neutrale Zone zwischen den beiden Gruppen aufrecht zu erhalten. Nach rund 45 Minuten zogen die Neonazis wieder ab. Die Polizei zeigte sich „gerade noch zufrieden“ mit dem Verlauf der beiden Kundgebungen. [Weiterlesen…]

Verlängerte Betreuungszeit wird ausgesetzt

Römernest und Haus des Kindes werden teurer

Ladenburg, 16. Mai 2013. (red/ld) Die Kindertagesst√§tte „R√∂mernest“ und das Haus des Kindes erh√∂hen ab 01. September ihre Beitr√§ge um drei Prozent. Das beschloss gestern der Gemeinderat. Auch die verl√§ngerten Betreuungszeiten werden ab dem kommenden Kindergartenjahr ausgesetzt. [Weiterlesen…]

Altstadtfest wird nicht betroffen sein

Kanalarbeiten in der Hauptstraße werden teurer

Ladenburg, 16. Mai 2013. (red/ld) Die Kanalarbeiten und Straßenausbesserungsarbeiten, die zwischen der Hauptstraße 4 und der Brauergasse anstehen, werden 70.000 Euro mehr kosten als im Haushalt vorgesehen. Der Gemeinderat beauftragte die Hoch- und Tiefbaufirma Heberger aus Schifferstadt mit den gut 215.000 Euro teuren Maßnahmen. Die Bauarbeiten sollen noch im Mai beginnen und im August abgeschlossen werden. Die Heberger GmbH war bereits im vergangenen Jahr mit der Kanalerneuerung in der Trajanstraße beauftragt worden.

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R√∂merman-Triathleten m√ľssen Alternativen suchen

Freibadsanierung dauert an

Römerman im Freibad

Römerman im Freibad. Archivild

 

Ladenburg, 16. Mai 2013. (red/ld) Die Wintersanierung des Freibades k√∂nnte in den n√§chsten Wochen abgeschlossen werden und das Freibad endlich wieder √∂ffnen. Darauf hofft die Stadtverwaltung. Als Grund f√ľr die Verz√∂gerungen der Auswinterungsarbeiten nannte B√ľrgermeister Rainer Ziegler in der gestrigen Gemeinderatsitzung die Witterungsverh√§ltnisse. Eine Erm√§√üigung f√ľr Dauerkarten soll nicht gew√§hrt werden. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beschließt Bedarfsplanung Kindereinrichtungen

„Das sind tolle Zahlen“

Ladenburg, 23. M√§rz 2013. (red/sap) Von der Stadt Ladenburg muss j√§hrlich eine √∂rtliche Bedarfsplanung f√ľr die Kinderbetreuung gem√§√ü dem Kindertagesbetreuungsgesetz erstellt und fortgeschrieben werden. Laut Stadtr√§tin Ilse Schummer herrscht in Ladenburg eine „sehr zufriedenstellende Situation“. Die Bedarfsplanung wurde einstimmig beschlossen.

F√ľr das laufende Kindergartenjahr 2012/2013 stehen gem√§√ü den Betriebserlaubnissen unver√§ndert insgesamt 368 Kindergartenpl√§tze zur Verf√ľgung. Insgesamt 392 Kinder haben einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz im Kindergartenjahr 2012/2013. Auch f√ľr das Kindergartenjahr 2013/2014 stehen wiederum 368 Pl√§tze zur Verf√ľgung und 385 Kinder haben in dieser Zeit einen Rechtsanspruch. [Weiterlesen…]

Gemeinderat genehmigt die Sanierung der "Kiste"/Pflasterm√ľhle

Gute Jugend- und Kulturarbeit oder doch nur ein Luftschloss?

Die alte Pflasterm√ľhle – die Sanierungsarbeiten k√∂nnen jetzt beginnen. Foto: Ladenburgblog.

Ladenburg, 28. September 2012. (red/sap) Der Gemeinderat genehmigte die √ľberplanm√§√üigen Ausgaben f√ľr die Sanierung von Jugendzentrum und Pflasterm√ľhle in H√∂he von 150.000 Euro. Nicht alle Stadtr√§te waren von der Investition √ľberzeugt.

Schon im Juni diskutierte der Technische Ausschuss die Zukunft des Jugendzentrums/Pflasterm√ľhle. Jetzt legte Architekt J√ľrgen Borkowski konkretere Pl√§ne und Zahlen dem Gemeinderat vor. Unterst√ľtzt wurde er von Johannes Weis vom „Kiste“-Tr√§gerverein und von B√ľrgermeister Ziegler.

„Wir haben nur eine enge Zeitachse“, erkl√§rte der B√ľrgermeister und verwies damit auf die m√∂glichen F√∂rdermittel.

Das Ensemble „Kiste“/Pflasterm√ľhle sei in einem schlechten, energetisch geradezu in einem miserablen Zustand, sagte Ziegeler. Nur wenige R√§ume k√∂nnten genutzt werden.

Die „Kiste“/Pflasterm√ľhle st√ľnden zum einen f√ľr gute Jugend- und Kulturarbeit und symbolisiertem zudem ein industriegeschichtliches Erbe.

Die Gesamtkosten der Sanierung betitelte Borkowski auf 390.000 Euro, in diesem Jahr sollten noch 340.000 Euro investiert werden, um die Fördermittel von 170.000 Euro abgreifen zu können.

F√ľr erste Sanierungsarbeiten wurden bereits 31.000 Euro ausgegeben, so Ziegler. Die restliche 50.000 Euro werden auf 2013 geschoben.

„Sie haben Angst, dass wir die F√∂rdermittel nicht bekommen und Sie wollen ein durchdachtes Konzept“, wandte sich der B√ľrgermeister an den Gemeinderat. Hier soll, so Ziegler, nicht nur ein Jugendzentrum aufgewertet, sondern auch R√§ume f√ľr andere Gruppen und Kultur geschaffen werden. Und betonte:

Dies liegt mir am Herzen.

Man wolle ein soziokulturelles Zentrum ausbauen und das Konzept entwickle sich an den Rahmenbedingungen, erklärte Johannes Weis.

Das bauliche Konzept sieht flexible R√§ume, St√§nderw√§nde und offene T√ľren vor, so Architekt Borkowski. Hier solle kein edler Status geschaffen werden, sondern eine einfache Boden- und Wandstruktur, die Leitungen werden „auf Putz“ verlegt. 70 Prozent der Investition diene allein der statischen Grundsicherung.

Der historische Bachkanal¬† im Keller sei gesichert, das M√ľhlrad von 1870 ist ausgebaut. Dies werde man sp√§ter wieder einsetzten und √ľber Fenster und L√∂cher werden man sp√§ter selbst von Au√üen den Bach sehen k√∂nnen, sagte Borkowski.

Ein Ladenburger habe ihm geschrieben, dass er t√§glich nur f√ľnf bis sechs Jugendliche in der Kiste sehe, berichtete Stadtrat Uwe Wagenknecht. Das sei dann viel Geld f√ľr Wenige.

Dem widersprach Jugendsozialarbeiter Achim Kolb:

Es sind bis zu 70 Jugendliche, die unseren offenen Treff aufsuchen, wenn auch nicht täglich.

Die „Kiste“ und die Pflasterm√ľhle bezeichnete Sascha Barembruch als Heimst√§tte des Jugendgemeinderates und f√ľr die Jugendarbeit und als alternativen Veranstaltungsort f√ľr Theater- und Musikgruppen.

„Die Jugend bestm√∂glichst zu f√∂rdern, schreiben wir uns bei Wahlen auf die Fahnen“. Dennoch sah auch er die Investition kritisch:

Man bekommt den Eindruck, die Stadt investiert ins Blaue.

Die „Kiste“ und die Pflasterm√ľhle verglich er mit einem Mosaik in ihrer Vielf√§ltigkeit. Kleine Steine werden gesetzt, um ein Kunstwerk enstehen zu lassen.

Auch die Freien W√§hler sahen die Notwendigkeit, mehr Raum f√ľr die Jugend zu schaffen, erkl√§rte Stadtr√§tin Gudrun Ruster.

„Wir stehen zu unserem Jugendzentrum“, sagte Ingrid Dreier (GLL). Doch 390.000 Euro sind viel Geld. Deshalb wusste die GLL zun√§chst nicht, ob sie zustimme:

Wir mussten gute Gr√ľnde h√∂ren und die haben wir jetzt auch geh√∂rt.

Zudem unterstrich Stadtr√§tin Dreier die Generationen √ľbergreifenden M√∂glichkeiten.

„Wir haben Schmerzen mit dieser Vorlage“, sagte Wolfgang Luppe (FDP). Projekte sollten mit angespartem Geld und nicht mit Schulden realisiert werden. Wir f√ľhlen uns gezwungen, die F√∂rdermittel in Anspruch zu nehmen, dieser Automatismus st√∂re seine Fraktion:

Wir vertrauen Ihnen diesmal.

„Wenn man R√§umlichkeiten hat, hat man auch Ideen, denn neue R√§ume schaffen neue M√∂glichkeiten“, meinte Wolfgang Zahner (SPD).

Anders sah es seine Fraktionskollegin Ilse Schummer:

F√ľr das Luftschloss der soziokulturellen Ideen kann ich mich nicht erw√§rmen.

Sie misstraue dem soziokulturellen Bereich, man schaffe Bedarf, der gar nicht da sei, sagte die Stadträtin.

Bei vier Enthaltungen (Ilse Schummer, Bernd Garbaczok , Karl Meng und G√ľnter Bl√§√ü) stimmte der Gemeinderat schlie√ülich den √ľberplanm√§√üige Ausgaben in H√∂he von 150.000 Euro f√ľr die Umbau- und Sicherungsma√ünahmen zu.

Gemeideratssitzung am 18. Juli 2012

Richtlinien gegen den Plakate-Dschungel

Ladenburg, 20. Juli 2012. (red/sap) Die Erfahrung mit der bisherigen Plakatierungspraxis in Ladenburg – vor allem vor Wahlen – zeigte die Notwendigkeit auf, unerw√ľnschten Entwicklungen, insbesondere hinsichtlich des Erscheinungsbildes, mit einer Regelung entgegenzuwirken. Die Verwaltung legte den Stadtr√§ten einen Entwurf von Richtlinien √ľber die tempor√§re Plakatierung im √∂ffentlichen Raum f√ľr Veranstaltungen, zu Wahlen und f√ľr die Darstellung politischer Inhalte, vor.

Das Regelwerk umfasst sieben Seiten und ist unterteilt in grunds√§tzliche Regelungen, in Regelungen f√ľr politische Parteien, W√§hlervereinigungen, Gruppierungen und Einzelkandidaturen, in Regelungen f√ľr sonstige priviligierte Institutionen wie Vereine, Regelungen f√ľr sonstige Plakatierungen sowie Ausnahmen.

Es wird unter anderem festgehalten, dass das Aufstellen von Plakaten vorher angezeigt und in manchen F√§llen auch beantragt und bezahlt werden muss. Alle Plakate, au√üer denen auf den st√§dtischen Stellw√§nden, m√ľssen mit einem Aufkleber versehen werden.

Mit den Richtlinien hofft B√ľrgermeister Ziegler vor allem bei der Plakatierung vor Wahlen „Fehlentwicklungen“ zu vermeiden.

Die eigene Plakatierung der Stadt ist von dem Regelwerk ausgenommen

In den Richtlinien ist zum Beispiel geregelt, welche Plakatierungen nicht zu gelassen sind, wie gegen das Grundrecht oder andere Gesetze versto√üende Werbung oder Werbung, die zu Rechtsverst√∂√üen aufruft, aber auch Produktwerbung oder Werbung f√ľr Gastst√§tten.

  • Prinzipiell ist das Anbringen von Plakaten an Verkehrszeichen oder in Kreuzungsbereichen untersagt.
  • Geregelt ist auch die Dauer der Plakatierung, fr√ľhestens drei Wochen vor Veranstaltungsbeginn ist die Plakatierung zul√§ssig und die Plakate m√ľssen innerhalb von drei Werktagen nach dem Veranstaltungstermin entfernt werden.
  • Die Plakatierung f√ľr die Darstellung politischer Ziele ist f√ľr eine Dauer von drei Wochen zul√§ssig.
  • Die anzeigepflichtige Plakatierung f√ľr politische Parteien, W√§hlervereinigungen oder auch f√ľr sonstige priviligierte Institutionen, wie Vereine, ist geb√ľhrenfrei. Bei erlaubnispflichtigen Plakatierungen werden Geb√ľhren erhoben.
  • Je Plakatierungsanlass d√ľrfen im Stadtgebiet maximal 24 Plakate mit der Gr√∂√üe von maximal DIN A 1 angebracht oder aufgestellt werden, davon h√∂chstens zehn Plakate im Altstadtbereich.

24 Plakate – zu viel oder zu wenig?

24 Plakate pro Veranstaltung, vor allem bei Wahlen, sei viel zu viel, monierte Stadtrat Karl-Martin Hoffmann (CDU) und schlug vor, sich auf 15 oder gar 12 zu beschränken.

24 Plakate √ľber die Stadt verteilt, das sei nicht viel, sagte Ilse Schummer (SPD). Insgesamt fand sie das System sehr gut, aber die Kontrolle sei schwierig und kaum praktikabel. Wie sollten die Plakatierer da noch durchblicken.

Dieses Papier wird uns Arbeit machen,

best√§tigte der B√ľrgermeister. Und f√ľr die Plakatierer gibt es die Richtlinien.

Auch Ingrid Dreier (Gr√ľne Liste) war mit der Zahl 24 zufrieden, „wer weniger aufstellen will, kann das gerne tun“, meinte sie in Richtung CDU gewandt. Bei Wahlen sei die Plakatierung nur auf denen von der Stadt gestellten Stellw√§nden erlaubt und zwar maximal zwei Plakate pro Partei.

„Wir werden gr√∂√üere Stellw√§nde aufbauen und wir m√ľssen lernen, damit umzugehen“, so Ziegler. In besonders gelagerten Einzelf√§llen, wie Stadtrat Dr. Rudolf Lutz (FDP) als Formulierung vorschlug, kann die Stadtverwaltung Ausnahmen von den Regelungen zulassen.

Der Antrag von Stadtrat Hoffmann, die Anzahl der Plakate vor Wahlen auf 12 zu beschränken, wurde bei 11 Gegenstimmen und einer Enthaltung abgelehnt. Der Richtlinienentwurf wurde insgesamt bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung angenommen.

Kinderbetreuung: Benutzungsordnungen verändert

„R√∂mernest“ wird teurer

Die "Entgelte" im Römernest steigen um drei Prozent.

 

Ladenburg, 27. Juni 2012. (red) Die Betreuung im „R√∂mernest“ wird teurer, die Preise im „Haus des Kindes“ bleiben gleich. F√ľr beide Betreuungseinrichtungen wurden die Benutzungsordnungen angepasst – vor allem ist jetzt Inklusion m√∂glich.

Die Benutzungsordnung der st√§dischen Kindertagesst√§tte „R√∂mernest“ und „Haus des Kindes“ wurden ver√§ndert. Die Geb√ľhren f√ľr das „R√∂mernest“ sind um drei Prozent angehoben worden.

Die Benutzungsordnung ist in ¬ß 3 Abs. 7 nun soweit ver√§ndert werden, dass eine Aufnahme von Kindern, die k√∂rperlich, geistig, oder seelisch beeintr√§chtigt sind, in die Einrichtung m√∂glich ist. Dies war bisher nicht der Fall. Diese √Ąnderung basiert auf der im Jahr 2008 in Kraft getretenen Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Desweiteren folgen weitere wesentliche als auch unwesentliche √Ąnderungen in der Benutzungsordnung.

Die derzeitigen Entgelte, die seit 01. September 2011 gelten, liegen weit hinter den Empfehlungen des St√§dte- und Gemeindetags Baden-W√ľrttemberg. Um eine weiteren, gr√∂√üeren Spanne von Einnahmen und Ausnahmen entgegen zu wirken, schl√§gt die Verwaltung in Verbindung mit den Kindertagesst√§tten vor, die Entgelte um rund drei Prozent zum 01. September 2012 zu erh√∂hen. Das Entgelt f√ľr die „Kinderbetreuung unter 3“ soll, unter Abstimmung, ebenfalls zu Beginn des neuen Kindergartenjahres um drei Prozent erh√∂ht werden.

Auch im Haus des Kindes ist die Benutzungsordnung in ¬ß 3 Abs. 7 soweit ver√§ndert worden, dass eine Aufnahme von Kindern, die k√∂rperlich, geistig, oder seelisch beeintr√§chtigt sind, in die Einrichtung m√∂glich ist. Diese √Ąnderung basiert ebenfalls auf der im Jahr 2008 in Kraft getretenen Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Ausw√§rtige Kinder kommen nur noch unter, wenn die Pl√§tze nicht von Ladenburger Kindern ben√∂tigt werden.

Im Schuljahr 2011/2012 kam es im Hort an der Schule, vor allem aber bei der Kernzeitbetreuung, h√§ufiger zu Abmeldungen. Eltern beklagten zu hohe Geb√ľhren. Im Vergleich zu den Nachbargemeinden sind die Entgelte f√ľr die Betreuung im Haus des Kindes in Ladenburg sehr hoch festgesetzt. Am 10. September 2011 wurden zuletzt die privatrechtlichen Entgelte ge√§ndert. Deswegen ist eine aktuelle Erh√∂hung des Entgelts im „Haus des Kindes“ f√ľr das neue Schuljahr nicht vorgesehen.

Stadträtin Ilse Schummer (SPD) konnte dem nicht folgen und sagte:

Das sind pro Monat je nach Zahl der Kinder drei bis neun Euro mehr – das ist doch nicht viel.

Die Beiträge steigen ab 01. September 2012. Der Gemeinderat beschloss dies einstimmig.