Montag, 16. September 2019

Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Baden-WĂŒrttemberg mit neuem Internetportal

Alles zur Bundestagswahl

Rhein-Neckar, 20. Juni 2013. (red/pm) Ein neues Internetportal zur Bundestagswahl am 22. September ist ab sofort bei der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Baden-WĂŒrttemberg (LpB) abrufbar. [Weiterlesen…]

ZeitgemĂ€ĂŸes Design, "neue MaßstĂ€be" (bisher) Fehlanzeige

LÀndle mit neuer HomepÀdsch

Rhein-Neckar, 04. Februar 2013. (red/zef) Seit dem 01. Februar 2013 hat das Land Baden-WĂŒrttemberg eine neue Online-Plattform. Die Homepage soll neue MaßstĂ€be setzen, damit „sich die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger mit Politik auseinandersetzen“, sagt die Silke Krebs, Ministerin im Staatsministerium. Wir haben uns die Seite angeschaut: „Neue MaßstĂ€be“ gilt im Vergleich mit der alten Seite bestimmt, das Design ist frisch und modern – inhaltlich und konzeptionell kann die Seite aber durchaus noch zulegen. Immerhin: In den ersten drei Stunden nach dem Start am 1. Februar haben bereits 2.500 Menschen insgesamt 15.000 Seiten aufgerufen – und das innerhalb von drei Stunden.

Von Ziad-Emanuel Farag

Oben sind die fĂŒnf strukturierenden Elemtente zu sehen, darunter der anschauliche Slider mit aktuellen Artikeln. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

 

Sofort sticht der ansprechende Slider ins Auge. Dieser prĂ€sentiert aktuelle politische Themen anschaulich. Hier kommen nicht nur Artikel, sondern auch andere Medien wie Videos oder Fotostrecken zum Einsatz  Aktuelle Beispiele wĂ€ren: Ein Zeitstrahl darĂŒber,was die grĂŒn-rote Landesregierung bisher geleistet hat, die Ganztagsschule oder die Bildungsgerechtigkeit. Man kann den Slider automatisch die Artikel abspielen lassen oder einfach bequem per Pfeil in der Mitte oder der Navigationsleiste unten wechseln.

Besonders brisant wirkt der „transparente Landeshaushalt“. Hier gibt es zwar viel Zahlenwerk: Das RegierungsprĂ€sidium Stuttgart erhĂ€lt 8,4 Millionen Euro fĂŒr Bundesautobahnen, wĂ€hrend Kalrsruhe 4,4 Millionen Euro erhĂ€lt . Viele Fragen bleiben hier aber völlig unbeantwortet: Wieviel Geld wird in welche Autobahnen investiert? Da stehen viele Zahlen – ohne weitere Informationen sind sie kaum zu nutzen. Da steht gar nichts! Bei den Hochschulen ist der Landeshaushalt auch sehr pauschal: Einzeln aufgeschlĂŒsselt werden die aktuellen Zuwendungen fĂŒr Baumaßnahmen. Über die Verteilung der restlichen 336 Millionen Euro erfĂ€hrt man nichts. Bloß keine Verteilungskritik riskieren, scheint hier die Devise zu lauten. Der „transparente Landeshaushalt“ verspricht mehr als er hĂ€lt. Die Bedienung ist zudem Ă€ußerst umstĂ€ndlich.

Die Seite unterteilt sich ingesamt in fĂŒnf Rubriken: “Unser Land”, “Regierung”, “BW gestalten” “Service” und “Beteiligungsportal”. Die ersten vier ermöglichen eine einfache Orientierung. Legt man den Cursor auf einer dieser Buttons, wird eine umfangreiche, aber ĂŒbersichtliche Auflistung der Unterpunkte angezeigt. In der Rubrik „Regierung“ gelangt man schnell zu Vorstellungen der Regierungsmitglieder und ihrer Ministerien. „Unser Land“ bietet einen Überblick ĂŒber alles Erdenkliche zu Baden-WĂŒrttemberg. Geschichte, Geografie, Landesverfassung, ein Quiz zur Unterhaltung, Traditionen, hier ist alles dabei.

„BW gestalten“ erklĂ€rt, wie Baden-WĂŒrttemberg kĂŒnftig aussehen soll:  „Erfolgreiches Baden-WĂŒrttemberg“ (Wirtschaftspolitik), „Schlaues Baden-WĂŒrttemberg“ (Bildungspolitik), „Nachhaltiges Baden-WĂŒrttemberg (Energiepolitik)“, „BĂŒrgernahes Baden-WĂŒrttemberg (BĂŒrgerbeteiligung und Integration)“ und „Gerechtes Baden-WĂŒrttemberg (Gleichstellung, Inklusion, Gesundheitspolitik)“. Dies liest sich aber zunehmend fade, irgendwann hat man dann genug von Baden-WĂŒrttemberg. Wenigstens fasst die Landesregierung hierbei ihre politischen Ziele unter wenigen, verstĂ€ndlichen Schlagworten zusammen. In der Rubrik „Service“ erhĂ€lt der Leser viele Informationen, um Kontakt zu Ämtern aufzunehmen, sich einen Überblick ĂŒber Publiktationen zu verschaffen oder einfach einen Ansprechpartner zu erhalten.

Die Detailansicht in den einzelnen Rubriken. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

 

Das „Beteiligungsportal“ schließlich soll kĂŒnftig “Mehr Demokratie klicken” gewĂ€hrleisten. Dem mĂŒssen jedoch außer bloßen AnkĂŒndigungen Taten folgen. DafĂŒr gibt es bereits auf der Startseite einen Textkasten, in dem man schnell eine Frage an die Landesregierung eintippen kann. Wir haben diese Funktion mit einer Frage am Freitag selbst getestet. Bis heute, den 04. Februar 2013, 17:00 Uhr haben wir noch keine Antwort erhalten.  Am, Dienstag, den 05. Februar, wurde sie um 14:43 beantwortet.

Wir erinnern uns: Baden-WĂŒrttemberg soll gerecht werden. „Menschen mit Behinderung gehören in die Mitte der Gesellschaft. Deshalb bauen wir Barrieren und Benachteiligungen ab.“ Nirgendwo geht das schneller und einfacher als online. Eine Seite, die möglichst alle mit Behinderungen leicht nutzen können, ist unverhandelbar: Nirgendwo gibt es so wenige Barrieren wie am eigenenen Rechner. Hier scheitert die neue Homepage aber: Einige Artikel können zwar vorgelesen werden. Dies geschieht jedoch so blechern, dass man dem nicht folgen kann. Wenn doch, wĂŒrde man es nicht wollen. Mit den verbreiteten LesegerĂ€ten fĂŒr Blinden fĂ€llt es diesen also deutlich einfacher, sich zu informieren. Der Button dafĂŒr ist viel zu klein. Sehbehinderte dĂŒrften ihn nicht ausmachen können. Hier wĂ€re es ratsam, die entsprechende Funktion in der Zeile der Überschrift zu platzieren anstatt neben der UnterĂŒberschrift.

Die Vorlesefunktion ist in dieser Zeile nur schwer zu sehen. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

 

Der neue Maßstab muss also noch ordentlich Maß nehmen, um tatsĂ€chlich ĂŒberzeugen zu können. Immerhin, ein Anfang ist gemacht und man darf gespannt sein, was noch folgt.

Drachenboot: FV03-Drachenboot sÀuft im Internet ab


Eine aktuelle Seite, die nicht aktuell ist, ist.... Was bitte soll das? Wer hat die Dragons gezwungen, sich selbst zu blamieren?

Ladenburg/Rhein-Neckar, 08. Juli 2011. (red) Kurz vor dem Start des Drachenbootrennes „prĂ€sentieren“ sich der Verein FV03 und die Drachenbootabteilung „neu“ im Internet. Es hĂ€tte dramatisch schlechter nicht sein können.

Von Hardy Prothmann

Soviel vorab: Fehler machen wir alle. Fehler machen ist nicht schlimm. Aber sich ohne Grund so unterirdisch schlecht zu prĂ€sentieren, wie der FV03 und die Drachenbootler das vor dem „Top-Ereignis“ des Jahres machen, ist, nunja, schon fast fahrlĂ€ssig.

Ehrlich, liebe Drachenbootler: Was ist das? Was soll das? Welcher teuflische Drache reitet Euch, sowas als neu zu „prĂ€sentieren“?

Das ist sowas von vorvorvorgestern, was ihr da anbietet.

Eure Kernkompetenz ist das Vereinsleben, der Sport, die Gemeinschaft – was ihr hier im Internet anbietet, wird garantiert niemanden, also wirklich niemanden interessieren – und wenn, gibt es so gut wie keine Informationen.

Eure alte Homepage war auch „schlimm“. Wer hat Euch gezwungen, das „Schlimme“ zu aktualisieren und noch schlimmer zu machen?

Wer auf FV03 klickt, sieht das. Neuigkeiten leer. Termine leer. Wie peinlich ist das?

Ich bin echt erschĂŒttert. Über das Layout kann man geteilter Meinung sein. Aber die „Inhalte“ sind katastrophal.

Ok – wenn Ihr ein „Traditionsverein“ sein wollt, der zwar erst sieben Jahre alt ist, aber gerne 170 Jahre alt sein wĂŒrde, dann habt ihr es geschafft. Der Eindruck ist genau so. (Mal abgesehen, dass es da noch kein Internet gab.)

Ihr bietet ein so tolles Event. Einen klasse Sport. Natur und Gemeinschaft.

Und dann diese „Homepage“. Das versteht echt kein Mensch.

Jemand, der total auf das Drachenboot-Event „steht“ hat uns den Tipp gegeben, die „neue“ Seite anzuschauen. Und meinte, wir sollten „nix negatives schreiben, sonst kriegt ihr vielleicht keine Interviews mehr…“

Sorry, haben wir gesagt – wir arbeiten journalistisch, beschreiben Fakten, Ă€ußern Meinungen und wenn jemand beschließt, nicht mehr mit uns zu reden, schreiben wir auch darĂŒber.

Ehrlich, liebe Drachenbootler, wir können nicht anders als sportlich – wir meinen niemanden persönlich. Aber mit der „neuen“ Internetseite seid ihr total abgesoffen. Ihr mĂŒsst zu keinem Vergleich antreten – Ihr habt Euch einfach selbst versenkt.

Unser Angebot ist: Bis Samstag habt Ihr eine neue Seite, eine, die egal wie improvisiert, um LĂ€ngen besser ist als das, was Ihr gerade „anbietet“. Eine, die „suckt“. Eine, die dem Event gerecht wird. Ihr mĂŒsst nur sagen: Are you ready, Attention, Go.