Montag, 22. Oktober 2018

Diese Woche: Tipps und Termine

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Tipps und Termine fĂŒr den 26. September bis 02. Oktober 2011. Jeden Montag erscheinen unsere Veranstaltungstipps fĂŒr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Termine finden Sie ins unseren Kalendern fĂŒr Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Viernheim, Weinheim und Rhein-Neckar.

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Montag, 26. September 2011, 20:00 Uhr, KulturbĂŒhne Alte Druckerei

Der Autor liest aus seinem Roman-DebĂŒt.

Weinheim. In der KulturbĂŒhne Alte Druckerei gibt es eine Autorenlesung mit JĂŒrgen Drawitsch. Er liest aus: „Eine Geschichte am Meer“.

JĂŒrgen Drawitsch, Lokalredakteur der Weinheimer Nachrichten, erzĂ€hlt in seinem Roman-DebĂŒt mit Poesie und Tiefe eine Geschichte von zwei Menschen, die das Meer verbindet. Am Strand und im Haus begegnen sie sich neu, werfen Blicke auf Vergangenes, verarbeiten und trĂ€umen von einer anderen Zukunft. Der Autor liest und signiert anschließend.

Ort: KulturbĂŒhne Alte Druckerei, Friedrichstraße 24, Weinheim.
Eintritt: 5 Euro, Kartenshop DiesbachMedien, Friedrichstraße 24, Telefon: 06201 / 81 345.

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Dienstag, 27. September 2011, 20:00 Uhr, BĂŒrgerhaus

Heddesheim. Die Komödie „Heimspiel“ von Charles Lewinsky mit Markus Majowski, Dietmar Pröll u. a. wird am Dienstag im BĂŒrgerhaus gezeigt.

Ein „Heimspiel“ im BĂŒrgerhaus.

Zum Inhalt: Sie sind nicht gerade geborene GlĂŒckspilze: Teddy, dessen Partner ihn mittellos zurĂŒckgelassen hat, der abgerissene Journalist Scoop und Martin, der im Sozialamt von einem Computer ersetzt wurde. Drei MĂ€nner um die fĂŒnfzig, ohne Job und Perspektive, die sich, um Miete zu sparen, zu einer Wohngemeinschaft zusammengetan haben. Doch dann kommt ihnen eine geniale Idee: Sie beschließen, ihre WG zum Altersheim zu erklĂ€ren und mit diesem Trick wohltĂ€tige Stiftungen abzuzocken. „Wenn uns die Gesellschaft schon zum alten Eisen erklĂ€rt“, lautet ihre Rechtfertigung, „dann wollen wir auch etwas davon haben.“

Der Plan scheint aufzugehen – doch bevor das Geld fließt, will die Stiftung dem privaten Heim „Abendsonne“ einen Kontrollbesuch abstatten. Kein Problem – wozu war Teddy schließlich Maskenbildner: Sehr ĂŒberzeugend schlĂŒpfen die drei fĂŒr Konrad Gerber, den PrĂŒfer der Stiftung, in die Rolle tattriger Greise. Auch die Bardame MĂ€ggi, die als seriöse Heimleiterin herhalten muss, scheint ihre Sache gut zu machen …

Mit „Ein Heimspiel“ gelang dem Autor Charles Lewinsky eine heitere Verkleidungskomödie, die zwar vor einem ernsten gesellschaftlichen Hintergrund spielt, aber dennoch beste Unterhaltung bietet und zugleich zeigt, dass man auch mit Mitte fĂŒnfzig noch lange nicht „weg vom Fenster“ ist. Die Situationskomik schlĂ€gt Kapriolen!

Ort: Unterdorfstr. 2, Heddesheim.
Eintritt: Karten gibt es im BĂŒrgerservice, Rathaus. Weitere Infos: Konzertdirektion Haas, Tel. 06228-1375.

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Mittwoch, 28. September, 20:00 Uhr, Olympia-Kino

Madeleine Sauveur kommt am 28. September ins Olympia-Kino.

Hirschberg. Der Förderkreis des Olympia-Kinos freut sich, wieder einmal Madeleine Sauveur prĂ€sentieren zu dĂŒrfen – diesmal mit: „Ich höre was, was du nicht sagst“, ihrem neuesten Programm.

Die Kabarettistin kĂŒndigt den Abend folgendermaßen an: „Mein Mann denkt, er hat ne Hauptrolle im Stummfilm, dabei leben wir im Informations- und Kommunikationszeitalter. Ich muss die Untertitel erfinden und dann haben wir den Salat! MissverstĂ€ndnisse! Er soll ja so bleiben wie er ist, aber reden und mich verstehen wie meine beste Freundin! Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt, oder? Alles chattet, bloggt, simst. Einen PC-Virus entdecken wir eher als eine Laus auf der Leber unserer Mitmenschen. Wir sind life dabei, wenn auf der anderen Seite der Erde der Wald abbrennt, aber schwelende Probleme unter dem eigenen Teppich nehmen wir gar nicht erst wahr. Sind wir auf den Mund gefallen, verstehen wir nur Bahnhof?“

Madeleine Sauveur möchte, dass zumindest das Publikum an diesem Abend weiß, wovon sie redet. Ihr Partner am Klavier, Clemens Maria Kitschen, hat die Lieder vertont: anspruchsvoll, unangepasst und trotzdem eingĂ€ngig.

Ort: Olympia-Kino, Hölderlinstr. 2, Hirschberg.
Eintritt: 15 Euro, Förderkreis-Mitglieder 13 Euro. Es empfiehlt sich eine rechtzeitige Voranmeldung unter 06201 – 53600 oder foerderkreis@olympia-leutershausen.de.

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Freitag, 30. September, Pflanzenschauhaus im Luisenpark

Mannheim. Die Ausstellung „Herbstzauber“ eröffnet am 30. September 2011 im Pflanzenschauhaus des Luisenparks.

„Herbstzauber“ im Pflanzenschauhaus.

Nicht nur im Garten herbstelt es, auch Besitzer von Balkon und Terrasse mĂŒssen auf diese wunderbare Stimmung nicht verzichten. Genießen Sie die
schönsten Momente dieser Jahreszeit mit farbenfrohen, herbstlichen Balkonfreuden. Die typischen Pflanzen dafĂŒr, die in diesen Tagen in GĂ€rtnereien und Gartencentern fĂŒr Blumen- und Gartenfreunde unter dem Namen „Herbstzauber“ zum Kauf angeboten werden, sind wirkungsvolle Pflanzen, die sich ansprechend miteinander kombinieren lassen. Die PflanzenzĂŒchter-Firma „Kientzler“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein breites Pflanzensortiment, bestehend aus den verschiedensten bunten Blatt- und BlĂŒtenpflanzen, sowie attraktiven GrĂ€sern fĂŒr Pflanzenliebhaber zur ideenreichen Gestaltung von herbstlichen Arrangements zusammen zu stellen.

In der Ausstellung werden aktuelle Trends fĂŒr die richtige Pflanzenauswahl und einige Tipps fĂŒr ein besonders langes Herbstzauber-Farbspektakel auf Balkon und Terrasse prĂ€sentiert. An manchen Sonntagen können auch Olivenöle aus einer kleinen QualitĂ€tsproduktion in Kalabrien von Amelia Schweig und eingemachte PfĂ€lzer WildfrĂŒchte von Alena Horejs aus Birkenheide gekostet und erworben werden.

Die Ausstellung ist bis zum 6. November 2011 zu sehen.

Ort: Pflanzenschauhaus, Luisenpark, Mannheim.
Eintritt: Parkeintritt muss entrichtet werden.

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Samstag, 1. Oktober, 19:30 Uhr, Glashaus Ladenburg

Ladenburg. Die KĂŒnstlervereinigung ‚Aufbruch 2001‘ veranstaltet auf Einladung der Initiative im Waldpark nun schon das dritte Jahr in Folge einen Salon im Glashaus Ladenburg. Diesmal unter dem Titel: „Kunst fĂŒr alle Sinne. In Musik, Bild, Wort und Tanz“.

Der Reiz des Programms liegt vor allem in der ungewohnten Zusammenstellung, die dem Publikum neue Blickwinkel ermöglicht und Hörgewohnheiten verÀndert.

Verdi-Arien treffen auf Lautenlieder von Dowland, gewĂŒrzt mit GemĂ€lden, Poesie und Piano-€”Jazz. Einige Texte und Lieder sind speziell fĂŒr diesen Abend entstanden.

Ort: Glashaus, Reinhold-Schulz-Park, Ladenburg.
Eintritt: 10 Euro, ermÀssigt 7 Euro.

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Samstag, 1. Oktober, 20:00 Uhr, Alte Turnhalle

Der OdenwĂ€lder Shanty Chor kommt in die Alte Turnhalle nach Großsachsen.

Hirschberg. Per B.E.M.B.E.L. durch die Galaxis – DerniÚre! Der letzte Flug der „Muschelknautz“. Sternzeit 8304. Bembelgeschwindigkeit erreicht. Auf der BrĂŒcke des Raumschiffs „Jakob „Muschelknautz“ herrscht ausgelassene Stimmung. Ein Shanty wird angestimmt. Warum auch „nicht?

Auch Raumschiffe sind Schiffe und die Tradition des Absingens von Seemannsliedern „in völlig trockener Umgebung erweist sich schon heute als zukunftstrĂ€chtig. Die ganze Crew „ist bereit, fremde Welten zu entdecken, unbekannte Lebensformen und neue Zivilisationen. „Die „Muschelknautz“ dringt dabei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. „

Das Jahr 2009: Im Institut fĂŒr spekulative Heimatgeschichte herrscht helle Aufregung. Zum „„20jĂ€hrigen JubilĂ€um des OdenwĂ€lder Shanty Chors hat Prof. Dr. Alfons Netwohr ein weiteres „Kapitel aus der Lebensgeschichte des OdenwĂ€lder Seefahrers Schann Scheid aufgeschlagen, „eine neue Spur aufgenommen, die aus der Vergangenheit direkt in eine ferne Zukunft fĂŒhrt. „Schann Scheid, der Held der sieben Weltmeere aus FrĂ€nkisch-Crumbach, ist wieder „unterwegs: Per B.E.M.B.E.L. durch die Galaxis.„ Mit seinem neuen Programm richtet der OdenwĂ€lder Shanty Chor in seinem JubilĂ€umsjahr „den Blick nicht zurĂŒck, sondern nach vorn, in eine Zukunft, in der die Kultur des Odenwalds „im wahrsten Sinn des Wortes universelle Bedeutung gewonnen hat.

Weitere Vorstellung am Sonntag, 2. Oktober 2011, 19 Uhr.

Ort: Alte Turnhalle, Hirschberg-Großsachsen.
Eintritt: Karten 18 Euro, SchĂŒler und Studenten 14 Euro.

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Ab Sonntag, 2. Oktober 2011, Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen

Jazzlegende Sonny Rollins.

Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen. Vom 2. Oktober bis zum 18. November 2011 findet zum 13. Mal das Festival „Enjoy Jazz“ in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen statt.

Das Konzert des legendĂ€ren Jazzsaxophonisten Sonny Rollins gehört zu den zahlreichen Highlights des diesjĂ€hrigen Festivalprogramms und wurde vom Enjoy Jazz-Publikum lang herbei gesehnt. Mit dem einzigen Deutschlandkonzert, das Rollins in diesem Jahr veranstaltet, erfĂŒllt die BASF SE als Mitveranstalter des Konzerts den Fans des Festivals einen Herzenswunsch. „Das ist vielleicht der letzte der ganz Großen, der uns noch gefehlt hat“, so Festivalleiter Rainer Kern.

Weitere glanzvollen Programmpunkte von Enjoy Jazz: Stars wie Wayne Shorter, Nailah Porter, Aloe Blacc, Craig Taborn und viele andere.

Infos: AusfĂŒhrliche Informationen zum Enjoy Jazz Programm und Tickets fĂŒr die Veranstaltungen erhalten Sie unter www.enjoyjazz.de und an allen bekannten Vorverkaufskassen. ErgĂ€nzend dazu können Sie sich ebenfalls unter www.basf.de/kultur ĂŒber die Konzerte der Trios von Colin Vallon und Pat Metheny im Rahmen von Enjoy Jazz 2011 informieren.


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Jeden Montag gibt es Tipps und Termine aus unserem Berichtsgebiet und der Region. Sie möchten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion. Wir ĂŒbernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgewĂ€hlte Termine in unsere Übersicht „Diese Woche“:

Termine Heddesheimblog.de, Termine Hirschbergbog.de, Termine Ladenburgblog.de, Termine Weinheimblog.de. Und fĂŒr Termine aus anderen Gemeinden an: Termine Rheinneckarblog.de.

Unsere Termine erfreuen sich großer Beliebtheit – Sie können hier auch gerne fĂŒr sich oder Ihre Veranstaltungen werben: Kontakt zu unserer Anzeigenabteilung.

Über unsere Blogs erreichen Sie tĂ€glich bis zu 5.000 LeserInnen und Leser. Die Preisjury des Fachblatts MediumMagazin wĂ€hlte uns Ende 2009 auf Platz 3 „Regionales“ unter die „100 Journalisten 2009“.
Eine schöne Woche wĂŒnscht Ihnen
Die Redaktion

„Die Dosis Adrenalin ist garantiert. Skaten gibt ein gutes GefĂŒhl.“

Guten Tag!

Ladenburg, 17. Mai 2010. FĂŒr Marco Masetti war das Skate-Event „Heimspiel #2“ eine mehr als gelungene Veranstaltung. Im Interview erklĂ€rt der Mitorganisator, was Skaten ist, wieso niemand Angst vor Skatern haben muss und warum man sich als Eltern freuen kann, wenn die eigenen Kinder skaten.

Was macht Skaten als Sport aus?
Marco Masetti: „Skaten ist eine Lebenseinstellung. Dazu gehört der Sport, die Klamotten, die Musik, das Verhalten.“

Die Jungs sehen ziemlich cool aus und nicht unbedingt so, wie sich anstĂ€ndige Eltern anstĂ€ndige Kinder wĂŒnschen?
Masetti (lacht): „Ja, das ist das Klischee. So denken viele: Gammler, AbhĂ€nger, Nichtsnutze. Skaten ist fĂŒr konventionell denkende Menschen einfach nichts gescheites. Die Kleidung muss locker sein, damit man sich gut bewegen kann und da schnell mal irgendwo ein Loch drin ist, zieht man sich nicht die besten Klammotten an. Irgendwie logisch, oder?“

Marco Masetti: Schreiner, Skater, Shopbetreiber. Bild: local4u

Wie erklÀren Sie einem konventionell denkenden Menschen, was Skaten bedeutet?
Masetti: „Skaten ist zwanglos – man skatet, wenn man Lust dazu hat und wo man Lust dazu hat und mit wem man Lust dazu hat. FrĂŒher waren Skater noch sehr politisch, eine Protestbewegung gegen die Konsumgesellschaft. Man wollte anders sein – typisch fĂŒr die Jugendkultur. Heute ist Skaten anders politisch: Respekt fĂŒreinander spielt bei Skatern eine große Rolle. Und ganz wichtig: Skater sind cool und kein bisschen aggressiv.“

„Respekt spielt eine große Rolle.“

Heißt?
Masetti: „Die AnfĂ€nger lernen von den Könnern. Die Könner respektieren die AnfĂ€nger, weil sie auch mal angefangen haben und wissen, wie schwer es ist, einen Trick zu beherrschen. Um was zu können muss man mindestens zwei, drei Jahre sehr viel ĂŒben. Man stĂŒrzt, man tut sich dabei weh, man verletzt sich manchmal, man steht wieder auf und probiert es nochmal. DafĂŒr braucht man Disziplin und Biss. Wie hart die StĂŒrze sein können, sieht man ja im Video.“

Ist Skaten eine gefÀhrliche Sportart?
Masetti: „Jeder Sport birgt in sich ein Verletzungsrisiko. Skaten ist gefĂ€hrlich, keine Frage. Aber auch das fĂŒhrt wieder zur Disziplin. Nach den ersten harten Landungen ĂŒberlegt sich jeder sehr genau, was er probiert und was er sich zutraut. Skaten schult also auch die Wahrnehmung und den Umgang mit der Gefahr: wer unbedacht ist, bĂŒĂŸt das sofort auf die ganz harte Weise.“

„Skater sind hart im Nehmen.“

Klingt doch eigentlich ganz vorbildlich, das mit der Disziplin.
Masetti: „Ist es auch. Beim Skaten gilt ein Gesetz: Wenn jemand stĂŒrzt, stĂŒrzt er gleich hart, egal ob Profi oder AnhĂ€nger, das liegt in der Physik der Sache. Bis man sich einigermaßen auf dem Brett halten kann, stĂŒrzt man oft. Plötzlich kommt man weiter. Dann stagniert es wieder monatelang. Skater sind hart im Nehmen, sind fair miteinander und genießen es, wenn es lĂ€uft.“

Der Heidelberger Frank Royal ist erst elf Jahre alt und ein Skater-Talent. Bild: local4u

Wie lief das Heimspiel #2 am Samstag?
Masetti: „Das war eine geile Sache – wir hatten jede Menge Spaß und haben richtig gutes Skaten gesehen. So solls sein.“

Es waren zwei Gruppen am Start, warum?
Masetti: „Das hĂ€ngt von den Leistungen ab. In der Gruppe A sind die gesponserten Fahrer angetreten, die sind so gut, dass sie national bei Contests mitfahren können, nicht unbedingt gewinnen, aber doch gut dabei sein. In der B Gruppe sind die gefahren, die schon viel können, aber noch auf dem Weg in die Gruppe A sind. Alles klar?“

„Skaten schult die Wahrnehmung.“

Verstanden. Gabs Verletzungen?
Masetti: „Zwei verstauchte Handgelenke – also nicht wirklich was schlimmes.“

Obwohl Skaten ein hohes Verletzungsrisiko birgt, hatte kein Fahrer Protektoren an. Warum?
Masetti: „Die Bahnregeln besagen, dass man einen Schutz tragen soll – jeder fĂ€hrt aber auf eigenes Risiko. Das Problem an Protektoren: Die schrĂ€nken einen in der Bewegungsfreiheit ein und behindern damit den Fahrer. Das Verletzungsrisiko ist ganz klar gegeben, aber wie ich eben schon erklĂ€rt habe: Die Leute wissen, wie weh es tun kann und verhalten sich sehr verantwortungsvoll. Beim Fußball oder Handball gibt es wahrscheinlich mehr Verletzungen.“

Der Skatepark Ladenburg ist die Top-Holzbahn im Rhein-Neckar-Kreis.

Sie haben den Skatepark hier in Ladenburg geplant und kennen sich in der Szene aus. Wo wĂŒrden Sie den Park einordnen?
Masetti: „Unter den Holzparks ist Ladenburg ganz sicher im Rhein-Neckar-Kreis die Nummer eins. Holz fĂ€hrt sich ĂŒbrigens weicher und es gibt weniger Verletzungen als bei reinen Betonparks, die auch viel schneller sind. Insgesamt wĂŒrde ich den Skatepark unter die Top 20 einordnen.“

Es gibt immer wieder Vandalismus und MĂŒll im Skatepark. Sind Skater eine Problemgruppe?
Masetti: „Jaja, ich kenne diese VorwĂŒrfe. Das ist kompletter Blödsinn. Die Skater sind froh ĂŒber die tolle Anlage. Warum sollten sie da was kaputtmachen? Oder Flaschen kaputt werfen? Um sich dann durch die Glasscherben ordentlich zu verletzen? Skaten ist ein rauher Sport, Skater sind aber keine Rowdies.“

Skater sind aktive Leute.

Also kein Rucksacktrinken und Àhnliches?
Masetti: „Die Skater, die ich kenne und alt genug sind, um Alkohol trinken zu dĂŒrfen, feiern sicher aber und an mal gerne. Euer Video zeigt es aber ziemlich gut: Die meisten Skater sind drahtige Typen. Man braucht Kraft, Ausdauer, Geschick und bedröhnt oder mit dickem Kopp fĂ€hrt es sich einfach nicht gut. Skater sind gerne an der frischen Luft, sind aktiv und in Bewegung.“

Es waren nur Jungs am Start. Ist Skaten ein MĂ€nnersport?
Masetti: „Skaten ist eine MĂ€nnerdomĂ€ne. Aber ganz langsam kommen auch immer mehr MĂ€dels dazu. Das Geschick bringen Frauen wahrscheinlich genauso gut wie MĂ€nner, aber es ist auch ZĂ€higkeit und Kraft notwendig.“

Was ist ein gutes Alter, um mit dem Skaten zu beginnen?
Masetti: „Frank Royal aus Heidelberg hat eine bockstarke Leistung gezeigt. Der Junge ist elf Jahre alt und fĂŒr ihn gibt es nichts anderes. Aber er ist ein echtes Talent. Typischerweise wĂŒrde ich sagen, etwa ab zwölf Jahre. Dann sind die Jungs motorisch, physisch und psychisch fit genug.“

„Um gut zu skaten, braucht es eine gewisse Reife.“

Warum psychisch?
Masetti: „Kinder wollen immer schnell Erfolgserlebnisse. Die kommen, wie gesagt, beim Skaten aber nicht sofort. Es braucht eine gewisse Reife, Engagement, Ehrgeiz und Lust, sonst hört man schnell wieder auf.“

Marcel Mink. Bild: local4u

Gibt es ein Höchstalter?
Masetti: „Eigentlich nicht. Ich kenne zwar keine 60-jĂ€hrigen Skater – so alt ist das ja auch noch nicht. Aber es gibt viele, die fahren auch ĂŒber 40 noch. Beispielsweise der „Vadder“, der auch am Start war, ist so Anfang 40 und ein echt cooler Skater.“

„Die Dosis Adrenalin ist garantiert.“

Warum wird Skaten so gut wie nie in einem Verein angeboten?
Masetti: „Weil die Leute keinen Bock haben, sich ihre Trainingszeiten vorschreiben zu lassen. Weil sie nicht in einem klassischen Leistungssystem eingebunden, sondern frei sein wollen. Trotzdem bringen sie eine enorme Leistung.“

Zusammengefasst: Was ist Skaten?
Masetti: „Es ist ein unglaubliches GefĂŒhl, wenn man einen Trick steht, egal obs ein Ollie ist oder ein Flip oder Slide. Die Dosis Adrenalin ist garantiert. Wer soweit ist, in der Halfpipe zu gleiten und einen richtig guten Run hat, der fĂŒhlt sich einfach gut und frei. Das ist Skaten.“

Hintergrund zum „Heimspiel #2“
Marco Masetti arbeitet als Schreiner beim Nationaltheater in Mannheim. Zusammen mit der Stadt Ladenburg hat er den Skatepark in Ladenburg entworfen. Gefertigt hat ihn Andreas SchĂŒtzenegger (iou-ramps), der heute zu den Top-Holzskatepark-Konstrukteuren gehört (siehe Skateistan).

In Heidelberg betreibt Masetti mit seinem Partner Philipp Hund einen Skateshop „pier seven“. Sein Herz schlĂ€gt fĂŒrs Skaten: „Einfach ein cooles LebensgefĂŒhl.“

Veranstalter des „Heimspiel #2“ ist das Ladenburger Jugendzentrum „Die Kiste“. Zusammen mit dem Jugendgemeinderat wurde nach dem „Heimspiel“ im Herbst dieses Jahr versucht, den Contest kommerziell zu organisieren, „weil das jede Menge Arbeit und Kosten macht“. „Das erste Heimspiel war ein Riesenspaß, aber auch eine hohe Belastung fĂŒr alle, die mitgemacht haben“, sagt Masetti.

Die Schreinerei Wolf hat eine Graffiti-Wand spendiert. „Besonders dankbar sind wir dem Autohaus Vogel, die haben uns finanziell ganz herausragend gesponsort“, sagt Masetti. EnttĂ€uscht zeigt sich der Ladenburger aber ĂŒber die Vereine und GeschĂ€ftsleute: „Wir haben wirklich viele angesprochen und es kam nichts.“

Insgesamt sieht Masetti eine große Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit, was die offene Jugendarbeit angeht: „StĂ€ndig wird darĂŒber gesprochen, was fĂŒr Probleme man mit der Jugend hat und wenn man dann etwas auf die Beine stellen will, macht kaum jemand mit.“

Nur der ASV habe sich sofort bereit erklĂ€rt, zu kleinen Preisen, „die sich Jugendliche auch leisten können“, einen Grillstand zu machen. Der Jugendgemeinderat bot Waffeln und Fruchtcockails an. Die evangelische Stadtmission besorgte eine Kletterwand, die Stadt spedierte den Strom, das THW besorgte die technischen AnschlĂŒsse.

Die Kosten fĂŒr die Bands MĂ€hthrĂ€sher und Baxter, die DJs Tommy D und Blastar und die „Free gifts“ wurden vom Skateshop und der „Kiste“ ĂŒbernommen.

Fotostrecke: Heimspiel #2 auf der Skate-Anlage

Guten Tag!

Ladenburg, 16. Mai 2010. Unsere Fotostrecke zum Scate contest „Heimspiel #2“ vom Samstag, den 15. Mai 2010 zeigt: Es waren viele, viele gute „Fahrer“ am Start. Die Tricks sind atemberaubend.

Frank Royal aus Heidelberg in Aktion. Bild: local4u/ladenburgblog

Viel Freude mit unseren Fotos:

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Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Video: Heimspiel – Skate – 2010 – Contest

Guten Tag!

Ladenburg, 16. Mai 2010. Zum „Heimspiel“ fanden sich am Samstag mehrere dutzend Skater ein – vorwiegend jung, vorwiegend cool, vorwiegend schmerzfrei – denn zu jedem coolen Trick gehört der Versuch oder das Risiko, richtig hart zu landen.

No comment. Bild: local4u

Neues Video – Longversion:

Viel Spaß mit dem ersten Video!

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog