Montag, 25. Juni 2018

Internationaler Museumstag

Kostenlos ins Lobdengau-Museum

Ladenburg, 13. Mai 2014. (red/pm) Zum Internationalen Museumstag am 18. Mai öffnet das Lobdengau-Museum zum kostenfreien Besuch. Gemeinsam mit der jungen Stiftung Lobdengau-Museum, dem Heimatbund Ladenburg und der KĂŒnstlerinnengemeinschaft GEDOK Heidelberg wird auch diesmal im und neben dem Bischofshof ein vielfĂ€ltiges Programm zu Themen der Geschichte, der bildenden Kunst, der Sprache und der Technik geboten. [Weiterlesen…]

Deutsche Selbstbilder im Ersten Weltkrieg

„Ideen von 1914“

Ladenburg, 04. April 2014. (red/pm) Der Erste Weltkrieg ist Thema einer Vortragsveranstaltung am Donnerstag, 10. April um 19:30 Uhr im Domhof. Referent Gernod Jungcurt befasst sich unter anderem mit den „Ideen von 1914“ und der Selbstwahrnehmung der Deutschen in dieser Zeit. [Weiterlesen…]

Sommertagszug bei strahlendem Sonnenschein

Strih, Strah, Stroh – der Sommertag ist do

Ladenburg, 31. MĂ€rz 2014. (red) Der Winter hatte gestern gar keine Chance. Bei strahlendem Sonnenschein und frĂŒhlingshaften Temperaturen begingen die Ladenburger am Sonntag, 30. MĂ€rz, ihren Sommertagszug und verabschiedeten sich von der (naja) kalten Jahreszeit. Der Winter wurde traditionell in Form eines Schneemannes auf der Festwiese verbrannt. [Weiterlesen…]

Weihnachtsmarkt 2013 findet statt

„Ihr Kinderlein kommet“

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Weihnachtsmarkt mit LanzentrÀgern des Heimatbundes. Archivbild

 

Ladenburg, 13. Juni 2013. (red/pro) Der Ladenburger Weihnachtsmarkt findet auf dem statt. Ein Leser hat uns auf die Ausschreibung aufmerksam gemacht. Erstmals ist die Stadt Ladenburg der Veranstalter – mit der Acquisition der Aussteller ist die Ladenburger Agentur Dreiwerk beauftragt. [Weiterlesen…]

Internationalen Museumstag im Lobdengau-Museum

Vom alten Rom bis zur GrĂŒnderzeit

Ladenburg, 27. April 2013. (red/pm) Am 12. Mai findet der Internationale Museumstag unter dem Motto „Vergangenheit erinnern – Zukunft gestalten: Museen machen mit!“ statt. Auch in diesem Jahr ist Ladenburg wieder an dem bundesweiten Aktionstag beteiligt. [Weiterlesen…]

Änderungen im Ferienprogramm der Stadt Ladenburg

Baseball und römische Brötchen

Ladenburg, 27. Juli 2012. (red/pm) Soeben erreichte die Redaktion eine Änderungsmeldung des Ladenburger Ferienprogramms – die Stadt erweitert ihr Ferien- und Freizeitangebot um zusĂ€tzliche Termine.


Information der Stadt Ladenburg:

„Zwei weitere Angebote wird es beim Ferienprogramm fĂŒr Daheimgebliebene in Ladenburg geben.

Am Montag, dem 6.8.2012, von 14 – ca. 16 Uhr, bietet der Baseballclub Ladenburg Romans „Baseball im Römerstadion“ an. Treffpunkt ist der Baseballplatz im Römerstadion. Anmeldungen mĂŒssen bis 3.8.2012 an peter.schmiedel@romans.de erfolgen. Mitzubringen sind: Normale Sportkleidung, möglichst Kappe und Sonnenbrille.

Am Mittwoch, dem 22.8.2012, ab 15.00 Uhr, kann man mit dem Heimatbund Ladenburg römische Brötchen nach einem Originalrezept herstellen. Treffpunkt: Alte Kochschule, Lustgartenstraße 4a (NĂ€he Dalberg-Schule).“

Buntes Programm am Pfingstsonntag

Historisches Fest im Benzpark

Ladenburg, 24. Mai 2012. (red/pm) Ladenburg feiert am Pfingstsonntag, 27. Mai 2012, ein Historisches Fest im Benzpark. Die Erinnerung an die Familie Benz soll lebendig bleiben. Buntes Programm.

Information der Stadt Ladenburg:

„Ladenburg ist bekannt als Römerstadt, so steht es auf dem Hinweisschild an der Autobahn, aber Ladenburg ist mehr. Die Stadt blickt auf eine ĂŒber 1900-jĂ€hrige Geschichte zurĂŒck und in all diesen Jahren haben sich die Menschen in Ladenburg wohlgefĂŒhlt.

So ist die Geschichte der Stadt auch eng verbunden mit den Namen Carl und Bertha Benz. Diese Verbindung ist den Ladenburgern nicht erst seit dem Automobilsommer 2011 bekannt, denn 125 Jahre zuvor, am 29. Januar 1886, wurde schließlich das erste Automobil zum Patent angemeldet.

Dieses JubilĂ€um wurde im vergangenen Jahr in Ladenburg mit vielen AktivitĂ€ten rund um‘s Auto gewĂŒrdigt und damit das kulturelle Angebot in der Stadt bereichert. Das in diesem Rahmen geplante Historische Fest im Benzpark musste jedoch wetterbedingt ausfallen.

Die Erinnerung an das Leben der Familie Benz und das Automobil soll jedoch in Ladenburg nachhaltig lebendig bleiben.

So hat der Arbeitskreis „Automobilsommer“, bestehend aus dem Automuseum Dr. Carl Benz, dem Heimatbund, dem Kreis- und Stadtarchiv, dem Arbeitskreis Stadtmarketing, der Daimler- und Benz-Stiftung, dem Motorsportclub Dr. Carl-Benz und der Stadt Ladenburg, beschlossen, das Historische Fest in diesem Jahr zu veranstalten und damit auch einen kleinen Ausgleich fĂŒr das 2012 leider nicht in Ladenburg stattfindende Pfingsttreffen des Mercedes-Benz-Veteranen-Clubs zu schaffen.

So wird am Pfingstsonntag, dem 27. Mai 2012 das Historische Fest mit einem Programm fĂŒr die ganze Familie im Benzpark zu erleben sein (Programm siehe unten). Die Veranstalter hoffen auf einen mit Menschen gefĂŒllten Benzpark und wĂŒnschen sich, dass sich das Historische Fest zu einer wiederkehrenden Veranstaltung entwickelt, gerne auch im Zusammenhang mit dem in der Zukunft nach Ladenburg zurĂŒckkehrenden Pfingsttreffen der Benz-Veteranen.“

Programm:

11:15 Uhr BegrĂŒĂŸung durch BĂŒrgermeister Rainer Ziegler
bis 13:00 Uhr Konzert der Stadtkapelle Ladenburg
13:30 Uhr Moritaten aus Ladenburg mit der Drehorgel
14:00 Uhr Nostalgietanzgruppe des Tanzclubs Blau-Silber
14:00 Uhr StadtfĂŒhrung auf den Spuren von Carl-Benz (10 Euro pro Person incl. Eintritt ins Automuseum Dr. Carl Benz)
gegen 14:30 Uhr werden historische Fahrzeuge von einer Sternfahrt auf der Festwiese eintreffen.
15:00 Uhr Benz-Geschichten mit Jutta Benz und Winfried Seidel
16:00 Uhr Nostalgietanzgruppe des Tanzclubs Blau-Silber
16:00 Uhr StadtfĂŒhrung auf den Spuren von Carl-Benz (10 Euro pro Person incl. Eintritt ins Automuseum Dr. Carl Benz)
ab 18:00 Uhr singt Jeanette Friedrich

Weiteres:
Von 11:00 – 17:00 Uhr kann der Ausstellungsraum in der Benz-Villa besichtigt werden.
WĂ€hrend des ganzen Tages gibt es die Möglichkeit zum Erwerb des FĂŒhrerscheins (mit Beurkundung) auf dem Benz-Patent-Motorwagen.
Rund um die Benz-Garage gibt es FilmprÀsentationen zum Automobil.
Ebenfalls rund um die Benz-Garage prÀsentiert die Motorsportjugend ihre Gokarts.
FĂŒr ein kulinarisches Angebot, u. a. mit Essen aus der Zeit von „Mutter Benz“ und natĂŒrlich GetrĂ€nken ist bestens gesorgt.

Neue Öffnungszeiten ab 01. MĂ€rz 2012

Beate Glowinski arbeitet ab sofort in der Stadtinformation

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, Beate Glowinski , Rosemarie Auburger, Brigitte Nerreter und Brigitte Stahl (v.l.n.r.). Foto: ladenburgblog.

Ladenburg, 01. MĂ€rz 2012. (red/sap) Zum 1. MĂ€rz 2012 hat die Ladenburger Stadtinformation mit Beate Glowinski eine neue Mitarbeiterin und neue Öffnungszeiten.

Beate Glowinski, eine langjĂ€hrige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung und Ladenburg-Kennerin, wurde von BĂŒrgermeister Ziegler und Brigitte Stahl, Stabstelle Stadtmarketing und Kultur, vorgestellt.

Rosalinde GĂ€rtner, die vom Ausbau bis heute, die Stadtinformation begleitet habe, wechselt ab sofort in die „Freizeitphase Altersteilzeit“, so BĂŒrgermeister Rainer Ziegler.

Dadurch konnten zwei Halbtagsstellen geschaffen werden, eine davon erhielt Beate Glowinski, die andere wurde der Stabstelle Stadtmarketing und Kultur bei Brigitte Stahl zugeordnet.

2500 Besucher innerhalb eines halben Jahres

Vom Juli bis Dezember 2011 kamen 2500 Besucher in die Ladenburger Stadtinformation, viele weitere suchten Kontakt ĂŒber Telefon oder Email, sagte der BĂŒrgermeister.

Die Öffnungszeiten wurden konzentriert, ab dem heutigen 01. MĂ€rz ist die Stadtinformation dienstags bis freitags von 10:00 bis 14:00 Uhr und samstags und sonntags von 11:00 bis 13:00 Uhr geöffnet. „FrĂŒher waren wir zwar am Wochenende stĂ€rker aufgestellt, die Mittagszeiten geben wir aber auf“, so Ziegler

Die Damen vom Heimatbund werden auch weiterhin, in der Urlaubszeit und am Wochenende, die Stadtinformation unterstĂŒtzen. Dies erfolgt jetzt auf Honorarbasis, frĂŒher war das ehrenamtlich.
FĂŒr die breite UnterstĂŒtzung sowohl in der Stadtinformation als auch im Museum dankte Ziegler dem Heimatbund.

In seinen Urlauben „gehe ich ĂŒberall in die Stadtinformation“, erzĂ€hlt Ziegler, um herauszufinden wie diese andernorts aufgestellt sind.

Hier findet man alles Wissenwertes ĂŒber Ladenburg und die Region

In der Stadtinformation finden Besucher alles, was ĂŒber Ladenburg, aber auch ĂŒber die Region wichtig ist: Infomaterial, BĂŒcher, Prospekte, Veranstaltungshinweise, einen Stadtplan, Restaurants- und Übernachtungstipps.

Hier können RĂ€der ausgeliehen werden und man bekommt Informationen zu den StadtrundgĂ€ngen, die auch gerne fĂŒr Gruppen und Einzelpersonen organisiert werden, ganz spontan geht das aber leider nicht, erklĂ€ren Rosemarie Auburger und Brigitte Nerreter vom Heimatbund.

KĂŒrzlich sei sie mal gefragt worden, wo man besser ĂŒbernachtet, in Heidelberg oder in Ladenburg, erzĂ€hlt Brigitte Nerreter. Da war ihre Antwort eindeutig: „NatĂŒrlich in Ladenburg, denn hier ist es viel hĂŒbscher“.

KassenprĂŒfer Horst MĂŒller: "Irgendwann muss mer uffhere, und das is heid!"

Heimatbund verkleinert Vorstand – KassenprĂŒfer hört auf

Horst MĂŒller verabschiedete sich nach 30 Jahren von seinem Amt als KassenprĂŒfer.

 

Ladenburg, 26. Januar 2012 (red/jt) Am 22. Januar 2012 fand im Domhof in Ladenburg die 86. Jahreshauptversammlung des Heimatbund Ladenburg e.V. statt. Der Vorstand des Geschichtsvereins wurde dabei um zwei Mitglieder verkleinert. Auch KassenprĂŒfer Horst MĂŒller legte nach 30 Jahren sein Ehrenamt nieder.

Erster Vorsitzender Dr. Meinhard Georg fasste das Jahr 2011 in einem RĂŒckblick fĂŒr alle Anwesenden der 86. Jahreshauptversammlung des Heimatbund Ladenburg e.V. zusammen. [Weiterlesen…]

Basilika und Forum bereits im ersten Drittel des zweiten Jahrhunderts fertiggestellt?

Lopodunum V – Die Basilika und das Forum des römischen Ladenburg

Der fĂŒnfte Band der Reihe "Forschungen und Berichte zur Vor- und FrĂŒhgeschichte in Baden-WĂŒrttemberg" wurde vorgestellt. Auf dem Bild: Dr. Meinhard Georg, Prof. Dr. Johannes Eingartner, Dr. Britta Rabold, Prof. Claus Wolf, BĂŒrgermeister Rainer Ziegler (v.l.n.r.)

 

Ladenburg, 26. Januar 2012. (red/jt) Bei der 86. Jahreshauptversammlung des Ladenburger Heimatbundes stellte Professor Johannes Eingartner den fĂŒnften Band der Buchreihe „Lopodunum“ vor. Entgegen bisheriger Forschungsergebnisse sind Forum und Basilika womöglich bereits im zweiten Jahrhundert entstanden.

Unter dem dem Titel „Lopodunum V – Die Basilika und das Forum des römischen Ladenburg“ erschien der 124. Band der Reihe „Forschungen und Berichte zur Vor- und FrĂŒhgeschichte in Baden-WĂŒrttemberg“. Professor Johannes Eingartner von der UniversitĂ€t Augsburg stellte den rund 170 Besuchern das Buch sowie die neusten Forschungsergebnisse ĂŒber die Geschichte Ladenburgs vor.

Auf einer FlĂ€che von 130 m x 85 m erstreckten sich Basilika und Forum von Ladenburg zwischen St. Gallus-Kirche und Neugasse. Das einst ĂŒber 10.000 Quadratmeter große Bauensemble ist im gesamten sĂŒddeutschen Raum einmalig.

Bereits 1911 entdeckte Hermann Gropengießer Teile der Basilika. Unter der Leitung von Dr. Sebastian Sommer kam es von 1984 bis 1997 zu weiteren Grabungen. Damals legte man das der Basilika angeschlossene Forum frei und erlangte so neue Erkenntnisse ĂŒber das gesamte Bauwerk.

Eine der vielen Darstellungen im Buch - Rekonstruierte Ansicht der Basilika

Zum damaligen Stand der Forschung datierte man das Bauwerk auf den Beginn des dritten Jahrhunderts. Auch ging man auf Grund der damaligen AllemanenraubzĂŒge davon aus, dass die 19 Meter hohe Basilika niemals fertiggestellt wurde. Das will Eingartner mit den vorliegenden Forschungsarbeiten widerlegt haben.

FĂŒr die Fertigstellung spricht neben Kleinfunden aus dem zweiten Jahrhundert auch die Bauweise der Basilika. Eingartner stellte fest, dass das Bauwerk kein Pfahlbau sei, wie bisher vermutet.

Wir wissen nun, dass die Basilika tatsÀchlich vollendet wurde. Es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine SÀulenarchitektur.

Bis zum Auftreten der Konstantinsbasilika am Ende des dritten Jahrhunderts sei das die vorherrschende Bauweise gewesen. Anhand von Bildern verglich Eingartner die Ladenburger Basilika auch mit Bauten aus Lybien und Funden in RumÀnien.

Wichtige Arbeit zum HerzstĂŒck der Stadt

Die Fachbereichsleiterin fĂŒr ArchĂ€ologie beim RegierungsprĂ€sidium Karlsruhe, Dr. Britta Rabold, sagte zu der Veröffentlichung:

Es ist mehr als wichtig, diese Arbeit zum HerzstĂŒck der antiken Stadt zu veröffentlichen. Auch wenn ich zu den Leuten gehöre, die nicht glauben, dass die Basilika fertig gestellt worden ist. Ich werde das Buch sicher aufmerksam lesen.

Professor Claus Wolf, Leiter des Landesamts fĂŒr Denkmalpflege hofft, das möglichst viele weitere Leser sich fĂŒr das Buch und die Geschichte der zur Römerzeit weit und breit wichtigsten Stadt interessieren.

Sein VorgĂ€nger Professor Dieter Planck war vor 30 Jahren MitgrĂŒnder der Ladenburg-Kommission und hatte im Jahr 2005 Professor Eingartner mit der Auswertung bislang unbearbeiteter Funddokumentationen beauftragt.

Im Domhofsaal ĂŒbergab Professor Wolf die Arbeit ĂŒber die Geschichte Ladenburgs an BĂŒrgermeister Rainer Ziegler und den Chef des örtlichen Heimatbundes, Dr. Meinhard Georg. Auch dankte Wolf Professor Eingartner „fĂŒr ein neues Bild von Forum und Basilika“ sowie Heimatbund-Chef Georg, seinem VorgĂ€nger Egon Lackner und Dr. Sebastian Sommer fĂŒr ihr Wirken.

Das Buch:

Eingartner, Johannes

„Lopodunum V – Die Basilika und das Forum des römischen Ladenburg“

244 Seiten mit 29 Abbildungen, 70 Tafeln und 1 Beilage.

Herausgegeben vom RegierungsprĂ€sidium Stuttgart – Landesamt fĂŒr Denkmalpflege

ISBN 978-3-8062-2647-8 – 1. Auflage 2012 – EURO 54,00

„Kleine Sensation“: Das Ladenburger Richtschwert als LeihstĂŒck im Lobdengaumuseum

Guten Tag!

Ladenburg, 28. November 2010. Eine neue Ausstellung im frĂŒheren Arbeitszimmer des EhrenbĂŒrgers Dr. Berndmark Heukemes wurde am Samstag eröffnet. Durch die Integration des Erkerzimmers ist nun ein Rundgang im zweiten Stock des Lobdengaumuseums möglich. In den nĂ€chsten vier Wochen kann dort das „Richtschwert“ des Scharfrichters Johan Nicolaus Ostertag als Leihgabe besichtigt werden.

Von Hardy Prothmann

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BĂŒrgermeister Ziegler zerschneidet BĂ€nder, um die Ausstellung zu eröffnen. An seiner Seite Marianne Schwarz, eine Zeitzeugin des letzten "Ausschellers" Karl-Wilhelm Sauer.

Rund 40 Personen waren zur Eröffnung der Ausstellung ins Lobdengaumuseum gekommen. BĂŒrgermeister Ziegler begrĂŒĂŸte insbesondere die Enkelsöhne des stĂ€dtischen Ausschellers Karl-Wilhem Sauer, der bis 1956 die Bekanntmachungen der Stadt ausrief und dazu eine Glocke geschwungen hat. Diese und eine noch Ă€ltere Glocke sind hier ausgestellt.

Ebenso ein Bild des „Ă€ltesten“ bekannten Stadtsiegels aus der Zeit um 1313 bis 1317, das also fast 700 Jahre alt ist. Ebenfalls zu sehen sind zwei Siegel, ein „großes“ Siegel mit bedachtem Tor und darunterliegendem Fallgitter, sowie den dazwischen gekreuzten „Wormser SchlĂŒsseln“.

Siegel, Glocken, Möbel, Bilder, Richtschwert.

Das kleinere Siegel stammt aus der Zeit, als Ladenburg „Oberamtsstadt“ geworden war (siehe Fotos). Im neuen Zimmer sind auch Detaildarstellungen der Ladenburger KĂŒnstler Sachse und Geyer zu sehen, sowie von Konrad Seel III, „der fast ein Genie war“, wie BĂŒrgermeister Ziegler den Mann lobte, der es nicht immer ganz einfach in der Stadt hatte.

Dem Museumskurator Horst Hain dankte er in „Abwesenheit“ fĂŒr seine Verdienste um die Ladenburger Geschichte: „Er ist im Vorruhestand und kann leider nicht anwesend sein.“ Die Geschicke des Museums ĂŒbernehmen neben Heimatbund und Stadt nun Museumsmitarbeiterin Erika Duske und Stadtarchivar Oliver GĂŒlck.

Die Ausstellung ist eine Erweiterung der „Detailansichten von Ladenburg“ mit Möbeln und anderen Exponanten, beispielsweise einem Ohrensessel der Stifterin Dr. Maria Triebskorn, die dem Ladenburger Heimatbund ein bedeutendes finanzielles Erbe hinterlassen hat.

Ein „besonderes“ StĂŒck ist das Richtschwert des Scharfrichters Johan Nicolaus Ostertag. Dieses wurde von einem Sammler ersteigert, der es dem Lobdengau-Museum zur Ausstellung fĂŒr gut vier Wochen ĂŒberlassen hat.

Heimatbund-Vorsitzender Dr. Meinhard Georg holte das Schwert zur Eröffnung aus der Vitrine und prĂ€sentierte das doppelschneidige Todeswerkzeug dem Publikum. Herr Georg erlĂ€uterte, dass er selbst versucht hatte, das Schwert zu ersteigern, es ihm aber einen Tag zuvor weggeschnappt wurde. Nun sei er mit vielen Anrufen beim derzeitigen Besitzer bemĂŒht, es in den „rechtmĂ€ĂŸigen“ Besitz zurĂŒckzuholen: „Da bin ich guter Dinge, dass es, bis ich 100 bin, so sein wird.“

Eingraviert ist der Name des Scharfrichters sowie ein Balken. Auf der anderen Seite steht der Spruch (siehe Foto-Gallerie):

„Wann ich Das Schwerdt thu auffheben So wĂŒnsche Ich dem SĂŒnder Das Ewige Leeben“.

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Richtschwert als Leihgabe und "kleine Sensation".

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Impressionen von der Einkaufsnacht

Guten Tag!

Ladenburg, 11. Oktober 2010. 18 EinzelhĂ€ndler, die im Bund der SelbststĂ€ndigen organisiert sind, hatten am Freitagabend zur Ladenburger Einkaufsnacht geladen: „Einkaufen bis zum Lumbeglöckl“.

Einkaufsnacht

Einkaufen bis zum Lumbeglöckl...

Die beteiligten Unternehmen dĂŒrften ĂŒberwiegend mit der Aktion zufrieden sein – ebenso die Kunden, die bis 23:00 Uhr Zeit hatten, in aller Ruhe in den LĂ€den in aller Ruhe einzukaufen.

Meist gab es fĂŒr die GĂ€ste ein WillkommensgetrĂ€nk und reichlich Zeit fĂŒr einen Plausch und entspanntes Einkaufen. Wir waren von 21:30-22:30 Uhr vor Ort, um zu schauen, wie die Aktion angenommen wird.

Vor und in allen GeschĂ€ften herrschte Betrieb – kein Massenandrang, aber ein kontinuierliches Kommen und Gehen. Im GesprĂ€ch mit den beteiligten HĂ€ndlern zeigten sich diese ĂŒberwiegend zufrieden – ebenso die KundInnen, die bei herrlich mildem Wetter durch die Gassen der Altstadt schlenderten und auch bei den GeschĂ€ften außerhalb der Altstadt vorbeipendelten.

Der Heimatbund hatte zum kostenlosen Besuch des Lobdengaumuseums eingeladen und war mit einer Delegation von TorwĂ€chtern und BĂŒrgerfrauen unterwegs, um mittelalterliches Flair zu verbreiten.

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Einen schönen Tag wĂŒnscht
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Stadt und Heimatbund gewinnen Baden-WĂŒrttembergischen ArchĂ€ologiepreis

Guten Tag!

Ladenburg, 27. Juli 2010. Der Hauptpreis des Baden-WĂŒrttembergische ArchĂ€ologiepreises und damit ein Preisgeld von 5.000 Euro geht an die Stadt Ladenburg und den Heimatbund.

Stadt und Heimatbund werden gemeinsam fĂŒr das „jahrzehntelange ĂŒberdurchschnittliche Engagement der Stadt und des Heimatbundes fĂŒr die Erforschung und Bewahrung ihres historischen Erbes öffentlich gewĂŒrdigt“, heißt es in einem Schreiben des Leiters des Landesamtes fĂŒr Denkmalpflege des RegierungsprĂ€sidiums.

Der Preis wird am 12. Oktober 2010 um 18:00 Uhr im Weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart ĂŒberreicht.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Mit den TorwÀchtern unterwegs

Guten Tag!

Ladenburg, 30. Juni 2010. Am vergangenen Samstag fand die sechste „MittelalterfĂŒhrung“ des Heimatbunds e.V. sowie der Eheleute Ulrike und Martin Söhn statt. Mit dabei die TorwĂ€chter und ein Castellan, eine Schankmagd und ein Spielmann.

Text und Fotos: Horst Pölitz

Mittelalterliche StadtfĂŒhrung. Bild: lblog/pöl

Rund 50 interessierte BĂŒrger trafen sich um 14:00 Uhr am Wasserturm zur „MittelalterfĂŒhrung“. Dort wurden sie von den TorwĂ€chtern, dem Castellan, einer Schankmagd und Spielmann in mittelalterlicher Kleidung begrĂŒĂŸt.

Als Mittelalter bezeichnet man die Epoche etwa zwischen 500 und 1500 n. Chr. In diese Zeit fielen markante Ereignisse fĂŒr Ladenburg, beispielsweise die Erhebung zum Bischofssitz des Bistums Worms, sowie die Errichtung der Stadtmauer.

Die beiden TorwĂ€chter, Peter Klaus und Klaus Oberhettinger, brachten die Besucher mit ihrem Wissen immer wieder zum Staunen. Klaus ging vertiefend auf das Haus des Scharfrichters ein. Der Scharfrichter durfte innerhalb der Mauern wohnen und war nur fĂŒr die obere Klasse verantwortlich. Der Henker wohnte außerhalb und war nur fĂŒr das niedere Volk zustĂ€ndig.

1622 wurde Ladenburg durch den „Generalissimus“ Mannsfeld eingenommen. Deutlich sind noch die EinschlĂ€ge der Kanonnenkugeln am Martinstor zu sehen – 60 Geschosse trafen das Tor, bevor es gestĂŒrmt wurde.

Interessant waren die Details zum „romanischen Haus“. Weil die Grundsteuer auf die bebaute FlĂ€che erhoben worden war, baute man das Haus in der Höhe breiter, wĂ€hrend der Grund schmaler blieb und man so Geld sparte.

Die TorwĂ€chter fĂŒhrten Lanzspieße mit sich. Das sind historische Waffen – dafĂŒr braucht es eine Sondergenehmigung, weil diese immer noch als Waffen gelten, die man sonst nicht in der Öffentlichkeit mit sich fĂŒhren darf.

Nach eineinhalb Stunden FĂŒhrung war die Gruppe zu einem mittelalterlichen Mal im WĂŒrzberger Hof eingeladen. Bevor es zu Tisch ging, wurde den GĂ€sten erst mal mit Rosenwasser aus dem Holzuber die HĂ€nde gewaschen. Außerdem bekamen sie ein Latztuch umgehĂ€ngt.
Vom Spielmann Albrecht erfuhr die Gesellschaft die Tischregularien. Getafelt wird nur mit Löffel und Messer. Als Gabel „nimmt die menschlichen fĂŒnf Zacken“, so Spielmann Albrecht.

Einige Teilnehmer hatten die FĂŒhrung schon einmal mitgemacht und clevererweise Gabeln mitgebracht. Spielmann Albrecht spielte den Vorkoster – denn damals war es durchaus nicht unwahrscheinlich, dass eine Mahlzeit nicht wohl bekommt, sondern vergiftet war.

Das deftige Mahl bestand aus drei GĂ€ngen. Als Aperitiv gab es Met. Zwischen den einzelnen GĂ€ngen sorgte Spielmann Albrecht mit ĂŒber einen Dutzend zeitgenössicher Instrumente fĂŒr Unterhaltung.

Der Heimatbund organisiert StadtfĂŒhrungen auf Anfrage und mit festen Terminen.

Weitere Informationen: Heimatbund Ladenburg

Viel Freude mit den Bildern.

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Video: Ausgrabungen an der Merian-Realschule

Guten Tag!

Ladenburg, 29. Mai 2010. Die Grabungen an der Merian-Realschule dauerten sechs Monate – nur vier Monate konnte tatsĂ€chlich gearbeitet werden, denn das Wetter machte die Grabungsarbeiten oft unmöglich. Eine kleine MĂŒnze aus der „Karolinger“-Zeit gilt als bedeutender Fund. DarĂŒber hinaus haben die ArchĂ€ologen viele kleinere wichtige Funde gemacht und wieder etwas ĂŒber Ladenburg und seine Bedeutung gelernt. Ortstermin GrabungsstĂ€tte.

Von Hardy Prothmann

Rund 100 LadenburgerInnen kamen am Donnerstag zur GrabungsstĂ€tte an der Merian-Realschule. Frau Dr. Britta Rabold vom Landesamt fĂŒr Denkmalpflege beim RegierungsprĂ€sidium Karlsruhe prĂ€sentierte den GĂ€sten einen Überblick ĂŒber die Erfolge der Grabung und deren Bedeutung.

Eingeladen hatten die Stadt Ladenburg und der Heimatbund.

Jede Menge GrÀber und Skelette brachte die Ausgrabung ans Tageslicht. Bild: ladenburgblog

Klar wurde: Ladenburg ist nicht nur eine alte römische Stadtsiedlung, auch im Mittelalter spielte Ladenburg eine gewichtige Rolle. Es wurden keine sensationellen Funde gemacht, aber bedeutende. Neben der Realschule gab es wohl einen Markt mit Wirtschaften, eventuell eine Kirche, ganz sicher einen Friedhof. Nahezu 80 Gebeine konnten geborgen werden.

Es gab Katastrophen: Brandfunde zeugen davon. Vermutlich gibt es Spuren von Fachwerksbebauung. Die Grabung erfolgte unter großen Zeitdruck und verstĂ€rkte den auf die Arbeiten fĂŒr den Anbau der Merian-Schule.

Der Gemeinderat hatte fĂŒr den Mai einen weiteren Monat fĂŒr die Grabungsarbeiten genehmigt. Ab kommender Woche gehen die Arbeiten fĂŒr den Anbau weiter – außer, die Bagger fördern etwas zutage, was einen erneuten Baustopp rechtfertigt….

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