Mittwoch, 22. November 2017

Bilanz zur Wasserversorgung entspricht den Erwartungen

„Punktlandung per Salto“

Ladenburg, 05. Dezember 2014. (red/ms) Im Gemeinderat wurde die Jahresrechnung f√ľr die st√§dtische Wasserversorgung vorgestellt. Bei einer Bilanzsumme von gut 1,65 Millionen Euro entsprechen die Resultate mit einer Abweichung von nur 2.000 Euro¬†genau den Berechnungen¬†des¬†K√§mmerers. Stadtrat Steffen Salinger (SPD) schlug vor, den Wasserpreis in den kommenden Jahren zu erh√∂hen, um der Bev√∂lkerung zu signalisieren, wie wertvoll dieses Gut ist. [Weiterlesen…]

Pro-Kopf-Verschuldung steigt auf √ľber 1.000 Euro

53-Millionen-Euro-Haushalt beraten

Ladenburg, 19. M√§rz 2014. (red/ld) Gut 53 Millionen Euro schwer wird der Stadthaushalt im laufenden Jahr. Das will der Gemeinderat in seiner kommenden Sitzung am 26. M√§rz beschlie√üen. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist das enorm. Zwei Abende lang trafen sich die Stadtr√§te und die Verwaltung, um das Werk Seite f√ľr Seite durchzugehen.¬†√Ąnderungen wurden kaum beantragt. Nachfragen gab es vor allem f√ľr kleinere Posten. [Weiterlesen…]

Kassenpr√ľfung erfolgreich durchgef√ľhrt - Momentaufnahme ergibt 10.859.727,56 Euro im Stadts√§ckel

Haushaltsplanentwurf lässt auf sich warten

Ladenburg, 07. Februar 2013. (red/jsc) Der Haushaltsentwurf f√ľr das kommende Jahr liegt trotz entsprechender Planungen noch nicht vor. Dies teilte B√ľrgermeister Rainer Ziegler am Mittwoch in der Gemeinderatssitzung mit. J√§hrliche Kassenpr√ľfung einwandfrei abgewickelt. [Weiterlesen…]

Gemeinderatssitung am 18. Dezember 2013

√úberplanm√§√üige Mittel f√ľr die angemieteten Sporthallen

Ladenburg, 19. Dezember 2013. (red/sap) Der Ladenburger Gemeinderat beschlie√üt einstimmig die Bereitstellung von √ľberplanm√§√üigen Mitteln f√ľr die Mietkosten der angemieteten Sporthallen.

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Gemeinderatssitzung am 20. November 2013

Neue Telefonanlage f√ľr die Stadtverwaltung

Ladenburg, 22. November 2013. (red/sap) Nachdem die im Jahr 1999 installierte Telefonanlage f√ľr die st√§dtische Verwaltung und einige Au√üenstellen – zum Beispiel Schulen – in neuerer Zeit einige Funktionsst√∂rungen hatte und Ersatzteile immer schwieriger zu bekommen sind, hat die Verwaltung beschlossen, eine neue Anlage zu beschaffen. F√ľr die Erfassung der derzeitigen Strukturen des zuk√ľnftigen Bedarfs, der Vorbereitung der Ausschreibung, der Begleitung sowie der Abnahme der Installation soll ein Ingenieurb√ľro beauftragt werden. Nach l√§ngerer Diskussion wurde der Verwaltungsvorschlag angenommen.
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Wahlkampf: Ministerpräsident Winfried Kretschmann "hemdsärmelt" in Schriesheim

„Die Haushaltssanierung wird Sie alle schmerzen“

Winfried Kretschmann in der Mehrzweckhalle Schriesheim.

Landesvater Winfried Kretschmann als Wahlkampf-Unterst√ľtzer in der Mehrzweckhalle Schriesheim.

 

Schriesheim/Rhein-Neckar, 06. September 2013. (red) Bei seinen √∂ffentlichen Auftritten als baden-w√ľrttembergischer Ministerpr√§sident schl√ľpft Wilfried Kretschmann allzu gerne in die Rolle des pr√§sidialen Landesvaters und vertritt dabei h√§ufig √ľberparteiliche Positionen. Der 65-j√§hrige Gr√ľnen-Politiker kann auch anders – das stellt er bei seinem Auftritt in Schriesheim unter Beweis. Es ist Wahlkampf und insbesondere der Wahlkreis Heidelberg/Weinheim eine besondere Herausforderung. Wird Dr. Franziska Brantner ihrem Konkurrenten Dr. Karl A. Lamers (CDU) Prozente wegnehmen k√∂nnen? [Weiterlesen…]

Gemeinderat bewilligt Haushalt

Kritische Stimmen zum Ausbau der Sporthalle

Ladenburg, 26. M√§rz 2013. (red/sap) Bei drei Gegenstimmen wurde der Ladenburger Haushalt in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch beschlossen. B√ľrgermeister Rainer Ziegler bezeichnete den Haushaltsplan 2013 in seiner Etatrede als „wenig aufregend“. Die mittelfristige Finanzplanung mit den Projekten¬† CBG-Sanierung, Ausbau des Bahnhofs und Erweiterung der Lobdengauhalle stand im Mittelpunkt der Haushaltsreden der Fraktionsvorsitzenden.

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Halbjahresbericht √ľber die Haushaltsentwicklung 2012

Gesamtergebnis wird von der Gewerbesteuer abhängen

Ladenburg, 21. Juli 2012. (red/sap) Nach dem Jahresbericht 2010 legte der Ladenburger K√§mmerer Claus Hessenthaler dem Gemeinderat auch den Halbjahresbericht √ľber die Haushaltsentwicklungen zum 10. Juli 2012 vor. Und das war eindeutig erfreulicher, denn die Finanzsituation der Stadt Ladenburg im Haushaltsjahr 2012 hat sich gegen√ľber den Vorjahren wieder merklich verbessert.

Bei der Gewerbesteuer bel√§uft sich die Jahressollstellung derzeit auf rund 9.867.000 Euro und liegt somit um 3.117.000 Euro √ľber dem Ansatz. Von den veranschlagten Einnahmen des Verwaltungshaushalts in H√∂he von 29.863.350 Euro sind bis zum 10. Juli 2012 13.981.000 Euro eingegangen, das seien 46,82 Prozent.

Das Ministerium f√ľr Finanzen und Wirtschaft Baden-W√ľrttemberg geht davon aus, dass sich aufgrund der Ergebnisse der Mai-Steuersch√§tzung f√ľr den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer eine Erh√∂hung von 4,35 Milliarden auf 4,4 Milliarden Euro ergeben wird. F√ľr Ladenburg w√ľrde dies zu Mehreinnahmen von rund 67.000 Euro gegen√ľber dem bisherigen Ansatz von 5.500.000 Euro f√ľhren.

Im Vermögenshaushalt wurden Ausgaben in Höhe von 7.302.050 Euro veranschlagt, bis zum 10. Juli 2012 waren 408.736,92 Euro abgewickelt.

So wie es aussieht, werde eine gro√üe Position in die R√ľcklagen eingestellt werden k√∂nnen. Klar sei, dass das Gesamtergebnis von der Gewerbesteuer abh√§ngen wird.

Die Mehreinnahmen, betonten gleicherma√üen Wolfgang Luppe (FDP) und Wolfgang Zahner (SPD) sollten in die allgemeine R√ľcklage gehen, denn die kommenden Jahre werden nach Ansicht der Verwaltung „sicherlich wieder schwieriger“.

Stadt folgt Wunsch des BdS

Indisches Straßenpflaster kommt erst 2013

Flickwerk - auf Wunsch des BdS wird die Sanierung des Pflasters der Hauptstraße um ein Jahr geschoben. Was ändert das daran, dass dann die Baustelle kommt?

Ladenburg, 17. M√§rz 2012. (red/sap) Pflastererneuerung in der Hauptstra√üe wird auf Bitte des BdS Ladenburg f√ľr ein Jahr zur√ľckgestellt.

Bei der Haushaltsberatung in der Gemeinderatssitzung informierte B√ľrgermeister Rainer Ziegler dar√ľber, dass er der Bitte des BdS Ladenburg nachkomme und die Sanierung des Plasters zwischen Hauptstra√üe 4 und Brauergasse um ein Jahr verschiebe.

Im Haushalt 2012 waren 130.000 Euro f√ľr die Erneuerung bereit gestellt. Dieser Ansatz wurde auf 40.000 Euro verringert.

Die indischen Pflastersteine seien schon bestellt, aber zun√§chst „gleichen wir so gut es geht an den schlimmsten Stellen aus“, so Ziegler.

Auch eine Teilung der Baustelle sei f√ľr den BdS nicht m√∂glich, erkl√§rte der B√ľrgermeister:

Mir ist bewusst, dies ist betriebswirtschaftlich kein optimales Vorgehen und der Stra√üenzustand wird dadurch nicht besser. Aber wir wollen die Gesch√§ftsleute nicht wieder belasten.“

Ilse Schummer (SPD) sagte, „wir respektieren dies f√ľr den Frieden in der Stadt“.

Die Sanierung der Straße und des Kanals wird nun erst 2013 erfolgen.

Gabis Kolumne

Tupperparty – werden hier K√ľchentr√§ume wahr?

Rhein-Neckar, 27. Februar 2012. Seit ihrer Kindheit kennt Gabi Tupperware. Dieser Tage war sie zu einer Tupperparty eingeladen.

Tupperware - hier werden K√ľchentr√§ume wahr?

Schon meine Gro√ümutter schw√∂rte drauf und wehe ein Teil ging verloren, wurde sie sehr ungem√ľtlich. Die Rede ist von Tupperware.

Als Kind war ich sehr fasziniert von der Deckelhalterung im K√ľchenschrank meiner Gro√üeltern: Der Gr√∂√üe nach geordnet hingen hier die Deckel mit dem Blubb-Effekt – von meiner Gro√ümutter mehr geh√ľtet als die Weihnachtspl√§tzchen in der Adventszeit.

Die passenden Dosen in verschiedenen Gr√∂√üen und pastellfarben, wie in den 60er Jahren √ľblich, fand man im K√ľchenschrank ordentlich sortiert.

‚ÄěTupper ist Qualit√§t und das ist teuer‚Äú, pflegte meine Gro√ümutter zu sagen.

Die eine oder andere Tupperdose, von meiner Mutter abgestaubt, zog später auch in meinen Studentenhaushalt ein.

Und vor gut 15 Jahren, selbst inzwischen Mutter, wurde ich zu meiner ersten Tupperparty eingeladen.

Ich kann mich nur noch an eine geschmacklose Sch√§lchenkombination f√ľr N√ľsse, Salzbrezel und Co. und endlos Haushaltstipps erinnern. Mitgenommen habe ich damals zwei t√ľrkis-gr√ľnfarbige verschlie√übare Becher, ein ebenso farbiges K√§nnchen ‚Äď das war glaub ich das Gastgeschenk ‚Äď und eine mittelgro√üe Salatsch√ľssel, im ebenfalls in gr√ľnen Styling der 90er Jahre.

Ein lustiger Abend unter Frauen

Dieser Tage wurde ich jetzt wieder zu einer Tupperparty eingeladen. Gut, dachte ich nach Schmuck- und Kerzenabenden darf es jetzt auch mal wieder Tupper sein. Und ich freute mich auf einen lustigen Abend unter Frauen.

Sieben Frauen, ein Tisch voller Häppchen und eine engagierte Tupper-Beraterin der beinah ersten Generation. Seit gut 30 Jahren ist sie dabei, und Tupper in Deutschland ist gerade mal 20 Jahre älter, erfahren wir.

Die Beraterin nimmt es ernst, kurz will sie wissen, ob wir Tupper kennen und gibt dann eine kleine Einf√ľhrung. Wir schwatzen und lachen, das findet sie weniger gut, schlie√ülich geht es hier um ein ernstes Thema, denn, wer mit Tupper unzufrieden ist, hat bei der Beratung nicht aufgepasst, ist die Botschaft. Deswegen Aufmerksamkeit, meine Damen, scheint sie zu mahnen.

Und erzählt tragische Geschichten von unsachgemäßer oder falscher Behandlung. Wer mit Tupper nicht zu recht kommt, hat nicht aufgepasst, erklärt sie streng.

Viel hat sich getan seit meine Großmutter die ersten Dosen in ihrem Schrank bewachte. Die Farben sind frischer, die Funktionen raffinierter. Und immer klangvollere Namen lassen schon im Vorfeld erahnen, welchem Haushaltswunder man begegnen wird.

Die wahren Dinge des Lebens?

Wir begreifen schnell, hier geht es um die wahren Dinge des Lebens, wie kann ich in der Mikrowelle in k√ľrzester Zeit Spaghetti und Kartoffeln kochen, wie kann ich aus Resten kleine K√∂stlichkeiten zaubern und wie bewahre ich zweckm√§√üig und platzsparend und geruchsfrei alles auf.

Die Gastgeberin bringt Zutaten herbei und in Sekundenschnelle bereitet die Tupper-Beraterin mit dem ‚ÄěQuick Chef 3‚Äú einen k√∂stlichen Dip zu.

Das klingt alles einleuchtend und praktisch, aber wo bleibt hier das sinnliche K√ľchenerlebnis, das Ger√§usch, wenn Spaghettiwasser k√∂chelt, der Geruch von K√§se und Zwiebeln, der die K√ľche durchzieht. Tupper, das wird mir klar, hat mit Lust wenig zu tun.

Zu jedem Töpfchen gehört ein Deckelchen

Wie hei√üt es so sch√∂n, zu jedem T√∂pfchen geh√∂rt ein Deckelchen und demnach zu jedem K√ľchenbed√ľrfnis ein Tuppergef√§√ü. Selbst wenn ich noch gar nicht ahnte, dieses Bed√ľrfnis versp√ľrt zu haben.

Und das hat alles seinen Preis. Aber, so erklärt uns die Tupper-Dame, schließlich auch seine Qualität. Gut, denke ich, das hat schließlich auch schon meine Großmutter gesagt.

Dementsprechend folgsam schreiben wir unsere W√ľnsche auf den Bestellzettel und nur eine der Anwesenden entzieht sich dem Druck.

Als Gastgeschenk bekommen wir „Super-Teig-Fallen“ √ľberreicht, damit lassen sich tolle Teigtaschen zubereiten, werden wir belehrt.

‚ÄěMir w√§re das √úberraschungsgeschenk lieber‚Äú

Ich bin ehrlich, in meinem K√ľchenalltag habe ich daf√ľr keinen Bedarf und in meinem Schrank keinen Platz, ‚Äěmir w√§re das √úberraschungsgeschenk lieber‚Äú, erdreiste ich mich deswegen in die Runde zu werfen. Weitere Frauen schlie√üen sich an. Das sei ihr noch nicht passiert, beschwert sich die Tupper-Beraterin und versucht erst gar nicht ihr Missfallen zu verbergen.

Zudem sei sie hier gar nicht mit ihrem Programm durchgekommen, vieles konnte sie nicht vorstellen und √ľberhaupt merkt man ihr an, alles in allem waren wir zu undiszipliniert und mit leicht gekr√§nkter Miene packt sie ihre guten Sch√§tze wieder ein.

Das ist schade, denn was hilft neues Design und gute Qualität, wenn der Spaß an so einem Abend zu kurz kommt.

gabi

Gabis Kolumne

„Irgendwann klemmt die Schublade.“

Rhein-Neckar, 23. Januar 2012. Manche Dinge sollten erledigt werden, und zwar möglichst schnell. Andere möchte man gerne bald wiederholen, aber man bekommt sie im Alltag kaum unter. Das mit der Regelmäßigkeit ist so eine Sache, denkt Gabi.

Wegen √úberf√ľllung geschlossen.

Ich habe ihm Flur eine Schublade, da fliegt alles rein, was noch sortiert und abgeheftet werden muss: Kontoausz√ľge, √ľberwiesene Rechnungen, Garantien und Zettel jeglicher Art. Und alle paar Monate geht wegen √úberf√ľllung gar nichts mehr, sprich die Schublade geht nicht mehr zu.

Das ist dann der Zeitpunkt, an dem ich meine Ablage machen muss. Habe ich es hinter mich gebracht, denke ich meist, das war doch gar nicht so schlimm, das sollte ich viel regelmäßiger machen.

Unter diese Rubrik fällt auch Keller aufräumen, Kleiderschrank aussortieren, Auto und Fenster putzen …

Sind die Dinge erledigt, f√ľhlt man sich richtig gut, freut sich ob der getanen Arbeit und nimmt sich vor, so lange wird man es nie wieder liegen lassen.

Irgendwann klemmt die Schublade

Doch irgendwann klemmt die Schublade wieder und aus den Fenstern kann man kaum noch rausschauen.

Räum’ doch Deine Klamotten abends gleich weg, wenn du sie ausziehst, ermahne ich deswegen auch meine Tochter regelmäßig, denn schließlich soll sie es ja lernen.

Meine Gro√ümutter hatte ihren Haushalt noch gut organisiert, montags wurde gewaschen, dienstags demnach geb√ľgelt, mittwochs Staub gewischt und gesaugt, donnerstags das Bad geputzt und die B√∂den gewischt, freitags die Betten bezogen, samstags Kuchen gebacken und sonntags ausgeruht. Bei dieser Regelm√§√üigkeit blieb nichts liegen, es stapelte sich nichts, wie zum Beispiel meine B√ľgelw√§sche im Keller.

Ich wei√ü noch, wenn ich als junge Frau bei meiner Gro√ümutter vorbeischaute und es war beispielsweise Montag, fragte sie: ‚ÄěUnd Kind, hast du deine W√§sche schon gemacht?‚Äú Es war f√ľr sie kaum nachvollziehbar, dass man in der ‚Äěheutigen‚Äú Zeit noch so viel anderes zu tun hatte, erst in jungen Jahren Semesterarbeiten anfertigen, sp√§ter dann mit Kindern in die Krabbelgruppen zu gehen und schlie√ülich neben dem Haushalt noch zu arbeiten. Und dazu die ganzen Freizeitvergn√ľgen ‚Äď diesen Stress hatte meine Gro√ümutter nicht, aber einen gut aufger√§umten und ordentlichen Haushalt ‚Äď mit Regelm√§√üigkeit.

Szenenwechsel

K√ľrzlich war ich mit vier Freundinnen aus. Und wir waren nicht einfach nur im Kino oder was trinken, sondern wir waren auf einem Live-Konzert in einem Heidelberger Club. Es war laut, es war voll und es wurde sp√§t. Und es machte Spa√ü. ‚ÄěDas sollten wir bald wieder mal machen‚Äú, sagte eine der Freundinnen.

Vergangene Woche waren wir mit Freunden im Theater ‚Äď es war ein wunderbarer Abend. ‚ÄěDas sollten wir bald wieder mal machen‚Äú, dachte ich.

Die Liste der Dinge, die ich gerne ‚Äěbald wieder mal machen m√∂chte‚Äú ist ebenso endlos wie die der Dinge, die ich bald wieder machen sollte.

Es ist das Treffen mit einer Freundin, die im Elsass wohnt, die Wanderung in der Pfalz, der Tag in einem Wellness-Bad, der Besuch einer Lesung oder Ausstellung ‚Äď die Reihe ist beliebig erweiterbar.

Und auch hier: Setzt man das Vorhaben in die Tat um, scheint es kaum nachvollziehbar, warum man damit so lange gewartet hat, warum man sich zwischen Job, Kinder, K√ľche keinen Freiraum schaffen konnte und warum man sich immer so einen Ruck geben muss.

Einfacher ist es mit Dinge, die sich wiederholen, der wöchentliche Sportkurs, das monatliche Treffen mit Freunden. Sobald es in unserem Zeitablauf fest verankert ist, quasi auf regelmäßiger Wiedervorlage, gelingt es sehr gut es in den Alltag zu integrieren.

So wissen meine Kinder und mein Mann, dass ich montags und freitags abends zum Sport gehe, dass ich mich einmal im Monat mit meinem Literasturkreis treffe und dass sonntagsabend der Tatort fest auf dem Programm steht.

Will ich an anderen Abenden einen Film schauen ‚Äď wir haben nur einen Fernsehen ‚Äď tritt das meist gro√üe Diskussionen los, aber alle wissen ‚ÄěMama schaut am Sonntagabend Tatort und da f√§hrt kein Zug dr√ľber.‚Äú

Das ist planbar.

Ausreißer aus dem Alltag

Aber sind es nicht die kleinen Ausrei√üer aus dem Alltag, die unser Leben w√ľrzen.

Und das Salz in der Suppe ist wohl, dass wir es eben nur selten tun und somit die Sehnsucht die Antriebskraft ist.

Bei den l√§stigen Dingen ist der Sieg √ľber den inneren Schubladen-Schweinehund die wahre Befriedigung.

W√ľrden wir alles regelm√§√üig erledigen, k√∂nnten wir dieses Gef√ľhl nicht genie√üen. Und w√ľrden die sch√∂nen Augenblicke des Lebens zur Regelm√§√üigkeit, ginge das Besondere verloren.

So kämpfe ich mit den Unannehmlichkeiten und sehne mich nach den Auszeiten, denn ich will alles häufiger, aber bitte nicht regelmäßig tun.

gabi

Zahl der Einbr√ľche steigt leicht – aber nicht wegen der Lichtabschaltung

Hier wurde √ľber ein ungesichertes Kellerfenster eingebrochen. Archivbild: Polizei

Guten Tag!

Ladenburg, 20. Oktober 2011. Ein Kommentator (hier klicken) hat den Einbruch bei der B√§ckerei Knapp vergangene Woche zum Anlass genommen, dies mit der n√§chtlichen Abschaltung der Stra√üenbeleuchtung in Verbindung zu bringen. Unsere Nachfrage beim Polizeirevier Ladenburg „beleuchtet“ die Tatsachen..

Laut Revierleiter Frank Hartmannsgruber steht schon jetzt fest, „dass es statistisch gesehen einen, ich betone, leichten Anstieg der Einbruchsdiebstahldelikte im Jahr 2011 geben wird.“

Allerdings stehen diese nicht in Zusammenhang mit der n√§chtlichen Abschaltung der Stra√üenbeleuchtung zwischen 02:00-04:00 Uhr: „Der Anstieg l√§sst sich auf Einbr√ľche vor allem im Fr√ľhjahr zur√ľckf√ľhren.“ Wohlgemerkt – im Fr√ľhjahr gab es diese Sparma√ünahme aber noch nicht.

Die Stadt Ladenburg schaltet versuchsweise nachts f√ľr zwei Stunden die Beleuchtung aus, um damit rund 20.000 Euro einzusparen. Die Ma√ünahme ist nur eine von vielen, um den st√§dtischen Haushalt zu entlasten. Aus polizeilicher Sicht hat die Abschaltung bislang keine Auff√§lligkeiten erbracht.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das Ladenburgblog.de

Landrat Dallinger im Interview zur Finanzlage: „Wir stehen vor vielen Unw√§gbarkeiten im Sozialetat.“


Kreistagssitzung am 11. Oktober 2011 in Edingen-Neckarhausen: Der Haushaltsentwurf 2012 wurde angenommen.

Guten Tag!

Edingen-Neckarhausen/Rhein-Neckar, 16. Oktober 2011 (red) Am vergangenen Dienstag tagte der Kreisrat in Edingen-Neckarhausen. Hauptthema: Der Haushaltsentwurf 2012. Landrat Stefan Dallinger (CDU) stellte den Haushalt in einer halbst√ľndigen Rede vor: Oberstes Ziel ist die Reduzierung der Verschuldigung auf 100 Millionen Euro bis Ende 2015.

Von Hardy Prothmann

Insgesamt umfasst der Haushalt ein Volumen von rund 512 Millionen Euro f√ľr das Jahr 2012 – rund 28 Millionen mehr als f√ľr das Jahr 2011. Am Jahresende wird der Kreis voraussichtlich 115,5 Millionen Euro Schulden haben. Bis 2015 sollen der Schuldenstand auf 100 Millionen Euro gesenkt werden.

Landrat Stefan Dallinger, seit 2010 im Amt als Nachfolger von J√ľrgen Sch√ľtz, hat erstmals „Leits√§tze“ definiert. So sollen neben den gesetzlichen Aufgaben die Themenkomplexe Jugend und Soziales, Bildung, nachhaltige Finanzwirtschaft, Klimaschutz und Wirtschaftsf√∂rderung eine besondere Beachtung finden.

Der Kreisrat nahm den Entwurf an. Jetzt wird der Entwurf in den Fachaussch√ľssen nochmals beraten und soll am 13. Dezember 2011 verabschiedet werden.

Landrat Dallinger betonte, dass ihm an einer finanziellen Entlastung der Kommunen gelegen sei, was in diesem und im kommenden Jahr auch durch höhere Steuereinnahmen und einer kleinen Senkung der Kreisumlage um 0,5 Prozentpunkte auf dann 31 Prozentpunkte auch möglich ist.

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Die Spielr√§ume sind nicht gro√ü – vor allem im Sozialbereich gibt es „feste Kosten“ von knapp 162 Millionen Euro netto, ohne Personalkosten. In diesem Jahr wendet der Kreis erstmalig das neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen an und startete mit einer „Er√∂ffnungsbilanz“. Danach verf√ľgt der Kreis √ľber ein Basiskapitalverm√∂gen von 156,5 Millionen Euro – was wenig ist. Allerdings sind hier Immobilienwerte nicht eingerechnet, da diese an den Eigenbetrieb „Bau und Verm√∂gen“ ausgegliedert sind. Das ist leider wenig transparent.

Im Rhein-Neckar-Kreis (RNK) leben rund 537.000 Menschen in 54 Kommunen – womit der RNK der einwohnerreichste Kreis Baden-W√ľrttembergs und der f√ľnftgr√∂√üte in Deutschland ist.

Im Interview mit unserer Redaktion stellt Landrat Stefan Dallinger die Lage des Kreises aus seiner Sicht dar (Anm. d. Red.: „Wir bitten die leichte Unsch√§rfe infolge technischer Probleme zu entschuldigen).

Wir dokumentieren außerdem die Rede des Landrats bei der Kreistagssitzung in Edingen-Neckarhausen:

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Gabis Kolumne

Der K√ľchengau und Sp√ľl-Nostalgien

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Guten Tag!

Rhein-Neckar, 10. Oktober 2011. Regelm√§√üig gehen Dinge kaputt. Manches kauft man gleich wieder neu, andere Dinge braucht man nicht wirklich. Wenn aber die Sp√ľlmaschine kaputt geht – ist umgehendes Handeln angesagt. Ein Haushalt ohne Sp√ľlmaschine geht gar nicht, meint Gabi.

K√ľchengau: Die Sp√ľlmaschine ist kaputt.

Letzte Woche gab meine Geschirrsp√ľlmaschine den Geist auf – nach 15 Jahren, ihr sei-‚ā¨‚ĄĘs verg√∂nnt —¬† sie hatte ein langes, bewegtes Leben.

‚ÄěOh, nein, du Arme‚Äú, hallte mir allerorts entgegen – in erster Linie von Frauen. Denn die Sp√ľlmaschine rangiert bei der Liste der Top Ten unter den Haushaltsger√§ten, die dringend (!) notwendig sind, auf Platz 2, und zwar gleich nach der Waschmaschine. Der Verlust eines der Spitzenreiterger√§te ist eine Katastrophe.

Vielleicht ist dieser Verlust deswegen so besonders schmerzhaft, weil er uns zur√ľck katapultiert in unsere Kindheit und Jugend, wo Sp√ľlmaschinen in Privathaushalte noch Mangelware waren. Kaum jemand unter 35 Jahren wei√ü noch, wie es ist, mit der Hand W√§sche zu waschen, aber im Sp√ľlen und Abtrocknen sind wir erfahren.

‚ÄěWas haben meine Geschwister und ich uns gestritten, wenn-‚ā¨‚ĄĘ s ums Abtrocknen ging‚Äú, erz√§hlt mir eine Freundin, und man merkt gleich, das sitzt tief in der Schublade der ungeliebten Erinnerungen.

Die guten alten Zeiten – eine Sp√ľl-Nostalgie

Und auch ich wei√ü von den sonnt√§glichen Mittagessen bei meiner Gro√ümutter zu berichten – bei uns war das Wunderding schon eingezogen – wenn das Sonntagsessen mit Suppe, Braten und Nachtisch f√ľr mindestens sechs Personen im gemeinsamen Abwasch in der gro√üelterlichen K√ľche endete.

Gemeinsam, und das waren meine Gro√ümutter, meine Mutter und ich. Der Gro√üvater und mein Vater hatten sich zum verdienten Mittagsschlaf zur√ľckgezogen, die alten Tanten sa√üen auf dem Sofa und bl√§tterten Zeitschriften und mein kleiner Bruder sa√ü vorm Fernsehen und glotzte Kinderstunde. Von Emanzipation brauchen wir also gr nicht reden.

Nat√ľrlich habe ich es gehasst, aber – und das ist jetzt nicht nur eine verkl√§rte Erinnerung – wir drei ‚ÄěFrauen‚Äú lachten und schwatzen viel und es entstand ein Gemeinschaftsgef√ľhl.

Deshalb rief ich am ersten Abend des Totalausfalls meine beiden Kinder und meinen Mann in die K√ľche zum Abtrocknen. Meine Kinder, die Abtrocknen nur aus Urlauben kennen, wenn die Ferienwohnung nicht feudal ausgestattet ist, ergaben sich ihrem Schicksal und die Stimmung bekam sogar eine gewisse Leichtigkeit – wir lachten und schwatzten. Zumindest an diesem Abend.

Reparatur contra Neuanschaffung

In den n√§chsten Tagen – wir diskutierten noch √ľber Reparatur contra Neuanschaffung – verschlechterte sich die Stimmung rapide. ‚ÄěIch hab-‚ā¨‚ĄĘ doch erst gestern‚Äú und ‚Äěwarum immer ich‚Äú war die prompte Antwort sobald ich meinen Lieben ein Geschirrtuch in die Hand dr√ľcken wollte

Und auch mein G√∂ttergatte, der zun√§chst die Haltung vertrat, das ist doch kein Beinbruch, wie viele Menschen haben keine Sp√ľlmaschine und √ľberhaupt in Afrika -‚ā¨¬¶ und dementsprechend die ersten Tage wie ein Weltmeister absp√ľlte (aber nicht abtrocknete, so dass sich in der K√ľche das zwar saubere, aber nicht trockene Geschirr stapelte), schw√§chelte sp√§testens am vierten Tag.

Am f√ľnften Tag nach dem K√ľchengau beschloss ich, jetzt reicht-‚ā¨‚ĄĘs, ein neuer Geschirrsp√ľler muss her. Frei nach dem Motto ‚Äěich bin doch nicht bl√∂d‚Äú suchte ich den naheliegenden Elektrohandel auf und lie√ü mich beraten. Dort versicherte man mir – wen wundert-‚ā¨‚ĄĘs – dass man nach 15 Jahren bestimmt nicht mehr √ľber eine Reparatur nachdenken sollte – ich hab-‚ā¨‚ĄĘs ja gleich gewusst – und dass durch die Einsparung bei Strom und Wasser die Neuanschaffung quasi nahezu kostenlos sei. Denn immerhin h√§tte meine alte Sp√ľlmaschine so rund 30 Liter und die neue w√ľrde nur noch 7 Liter pro Sp√ľlgang brauchen.

Vollintegriert oder Edelstahl? Newcomer oder bewährte Marke?

Ehrlich, ich hab-‚ā¨‚ĄĘs dem Herrn Verk√§ufer auch nicht schwer gemacht, mich von einem Neukauf zu √ľberzeugen. Mit der Modell- und Designauswahl tat ich mich deutlich schwerer: Vollintegriert oder mit Edelstahlfront. Besonders das Design eines schwedischen Newcomers hatte es mir angetan. Aber auch hier erwies sich der Verk√§ufer als sehr kompetent (oder gesch√§ftst√ľchtig) und kl√§rte mich √ľber Vor- und vor allem √ľber Nachteile auf.

„Hier handelt es sich um ein Einsteigermodell, also nichts f√ľr eine Familie mit Kindern. Die Maschine ist sp√§testens nach f√ľnf bis sieben Jahren fertig. Aber es ist nat√ľrliche ihre Entscheidung.“ Das bew√§hrte (und teuerere) Modell eines deutschen Herstellers pries er in h√∂chsten T√∂nen und √ľberzeugte mich. „Da haben sie eine ausgezeichnete Wahl getroffen“, lobte er mich.

Letztlich unterschrieb ich gl√ľcklich meinen Kaufvertrag und als Sahneh√§ubchen bestellte ich gleich den Montageservice dazu, inklusive Mitnahme des Altger√§ts. Wohl wissend, dass mein G√∂ttergatte wahrscheinlich sagen w√ľrde, ‚Äěaber Schatz, das h√§tten wir uns doch sparen k√∂nnen, eine Sp√ľlmaschine habe ich schnell eingebaut und das Altger√§t kann zum Elektro-Schrott‚Äú.

Aber die harte Realit√§t sieht ja bekanntlich anders aus, so kann ein Geschirrsp√ľleinbau auch in einem handfesten Krach enden und die Altmaschine gammelt monatelang im Keller vor sich hin.

In drei Tagen ist es jetzt soweit, und mein schickes Edelstahlschnuckelchen zieht hier – inklusive minimalem Strom- und Wasserverbrauch – ein.

Seit dies meine Lieben wissen, habe ich die komplette Sp√ľlfunktion √ľbernommen und denke nostalgisch zur√ľck an den einen Abend, als wir uns lachend und schwatzend den Abwasch geteilt haben.

gabi

Licht f√ľr Ladenburg: Stadtr√§tin Ruster macht den „Dunkel“-Selbstversuch


Licht f√ľr Ladenburg - in wkw bereits mit 217 Gruppenmitgliedern. Auch auf Facebook wird die Aktion diskutiert.

Guten Tag!

Ladenburg, 19. Juli 2011. (red) Viele Ladenburgerinnen und Ladenburger sind mit der „Licht-aus-Sparpolitik“ der Stadt nicht einverstanden. Sie diskutieren heftig auf den Plattformen „wer-kennt-wen“ und Facebook √ľber ihren √Ąrger und wollen, dass die Stadt nachts wieder beleuchtet wird. Nun macht sich die stellvertretende B√ľrgermeisterin und Stadtr√§tin Gudrun Ruster selbst ein Bild: Nachts um 01:45 Uhr wird sie vom „L√∂wen“ aus die dunkle Altstadt erkunden.

Von Hardy Prothmann

Gudrun Ruster (Freie Wähler) war wie Ingrid Dreier (GLL) gegen den Beschluss, versuchsweise nachts zwischen zwei und vier Uhr die Straßenbeleuchtung abzuschalten.

Der Grund f√ľr die Ma√ünahme: Die Stadt will damit bis Jahresende rund 13.000 Euro einsparen. Der Haushalt der Stadt Ladenburg ist extrem belastet, die Schulden dr√ľcken und selbst „Kleckerles“ soll helfen, die finanzielle Situation zu verbessern.

„Meine Meinung ist, dass Beleuchtung da sein muss, f√ľr Sp√§theimkehrer, junge Leute oder Frauen, die vielleicht jemanden zum Flughafen fahren oder sp√§t aus der Schicht kommen oder fr√ľh zur Arbeit gehen“, sagt Gudrun Ruster.

Am kommenden Freitag, 22. Juli 2011, will sie sich mit einer Kundin selbst ein Bild von der Situation machen: „Wir treffen uns vorm L√∂wen und laufen die Altstadt ab, vor allem die S√ľdstadt und die Weiherg√§rten“, sagt die Gesch√§ftsfrau. „Ich will einfach pers√∂nlich wissen, wie das ist, ob Gesch√§fte noch beleuchtet sind und ob man sicheren Weges unterwegs sein kann oder ob Stolperfallen drohen.“

Mittlerweile hat Frau Ruster auch erfahren, dass die Aktion in Facebook und Wer-kennt-wen gelandet ist und ein Aufruf gemacht wurde, mitzulaufen: „Das habe ich geh√∂rt, wei√ü das aber nicht aus eigener Erfahrung, da diese Sachen nichts f√ľr mich sind. Ich bin da nicht drin. Ich habe auch keinen Aufruf gestartet und wei√ü nicht, wie viele Leute da erscheinen werden.“

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Bei der wkw-Gruppe „LICHT F√úR LADENBURG!!!“ sind schon 217 Mitglieder eingetragen. Dort wird eifrig diskutiert – auch √ľber eine Unterschriftenliste „Licht an“. Au√üerdem werden auf wkw und Facebook Nutzer animiert, mitzulaufen.

Es gibt auch eine Umfrage, ob die Aktion gut ist oder nicht. Zehn haben mit „Ja“ gestimmt, vier mit „Nein“. Die elfte Stimme ist von uns, weil wir das Ergebnis sehen wollen ūüėČ

Große Sorge um CBG-Sanierung РLadenburger Haushalt verabschiedet

Ladenburg, 04. Mai 2011. (red) Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung am 20. April 2011 wurde der Ladenburger Haushalt 2011 verabschiedet. Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer schaffen eine kurzfristig entspanntere Situation. Doch bei der mittelfristigen Finanzplanung stehen hohe Ausgaben bevor. Vor allem dieSanierung des Carl Benz Gymnasiums (CBG) bereitet den Stadtr√§ten Bauchschmerzen, wie man in den Haushaltsreden unschwer erkennen konnte. [Weiterlesen…]

Betreuungss√§tze steigen, Haushaltsentwurf und Info-Brosch√ľre vorgelegt

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Guten Tag

Ladenburg, 07. M√§rz 2011. Der Ladenburger B√ľrgermeister Rainer Ziegler brachte gleich drei Schriftst√ľcke mit in die Gemeinderatssitzung vom 02. M√§rz 2011: Den aktuellen Entwurf des Haushaltsplans, die Brosch√ľre „Spuren j√ľdischen Lebens in Ladenburg“ sowie eine B√ľrgerinformationsbrosch√ľre. Die Betreuungss√§tze f√ľr R√∂mernest und Haus des Kindes steigen auf Beschluss des Gemeinderats um f√ľnf Prozent ab September 2011.

Von Sabine Prothmann

Die farbige B√ľrgerinformationsbrosch√ľre wird in den n√§chsten Tagen fl√§chendeckend in die Ladenburger Briefk√§sten verteilt werde. Die Brosch√ľre ist durch Ladenburger Unternehmen werbegetragen und so f√ľr Stadt und B√ľrger kostenfrei.

Die neue B√ľrgerinformationsbrosch√ľre. Quelle: Stadt Ladenburg

Das zweite Schriftst√ľck ist die Brosch√ľre zu den ‚ÄěSpuren j√ľdischen Lebens in Ladenburg‚Äú, die ab sofort auch in Buchform vorliege und die es jetzt im Buchhandel zu laufen gibt.

Und als drittes brachte er den Haushaltsplan f√ľr 2011 mit: ‚ÄěSp√§t, aber aktuell‚Äú, erkl√§rte der B√ľrgermeister. Der Etatentwurf soll am 30. M√§rz √∂ffentlich beraten und am 20. April beschlossen werden.

Die Stadt muss j√§hrlich eine √∂rtliche Bedarfsplanung f√ľr Kinderbetreuung gem√§√ü dem Kinderbetreuungsgesetz erstellen und fortschreiben, diese muss dann von dem Gemeinderat beschlossen werden.

Aufgrund der vorliegenden und mit der Stadt Ladenburg abgestimmten Anmeldungen kann der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz f√ľr alle Kinder √ľber drei Jahren erf√ľllt werden.

Der Bedarf an Ganztagespl√§tzen f√ľr Kinder √ľber drei Jahren sei r√ľckl√§ufig, aber der Bedarf f√ľr Kinder unter drei Jahren sei weiterhin steigend.

‚ÄěWir m√ľssen hier alles tun, dass das vorhandene Angebot bestehen bleibt‚Äú, so Ziegler. Denn der Rechtsanspruch f√ľr alle Kinder ab dem 1. Lebensjahr gelte ab dem 1. August 2013. Zur Zeit decke man rund 34 Prozent, den tats√§chlichen Bedarf sch√§tzte der B√ľrgermeister auf 40 bis 45 Prozent.

‚ÄěDie Kindertagespflege ist uns sehr wichtig‚Äú, betonte Rainer Ziegler. Zehn Tagesm√ľtter in Ladenburg betreuen derzeit bis zu 31 Kinder. Dies m√ľsse weiter gef√∂rdert werden.

Auch Dr. Meinhard Georg (CDU) erkl√§rte: ‚ÄěWir freuen uns, dass es viele Tagem√ľtter gibt.‚Äú

160 Einheiten (das bedeutet 120 Stunden) ben√∂tigten die Tagesm√ľtter f√ľr ihre Ausbildung, erkl√§rte Gemeinder√§tin Ilse Schummer.

Dies ist zeitintensiv und teuer. Und es entlaste den st√§dtischen Haushalt. Im Jahre 2008 wurde der Etat mit 1,2 Millionen und 2010 mit 1,5 Millionen f√ľr Kinderbetreuung belastet, so Schummer.

B√ľrgermeister Ziegler informierte den Gemeinderat, dass k√ľnftig anstelle der kinder-eltern-heute e.V. der Verein Postillion e.V. als neue Betriebstr√§ger f√ľr die Betreuung von Kleinkindern trete. Man stehe in Verhandlung.

Die Bedarfsplanung f√ľr die Kinderbetreuung wurde einstimmig beschlossen.

Als nächster Punkt stand die Erhöhung der Beiträge in der kommunalen Kinderbetreuung auf der Tagesordnung

Ziegler bezeichnete eine Erh√∂hung um f√ľnf Prozent als sehr moderat. „Wir m√ľssen etwas tun“, so B√ľrgermeister Ziegler. Die derzeitigen Elternbeitr√§ge l√§gen weit unter den Empfehlungen des St√§dte- und Gemeindetages

‚ÄěMit Magengrummeln stimmen wir zu‚Äú, sagte Ilse Schummer (SPD). Auch Gudrun Ruster (FDP) bedauerte die Notwendigkeit einer Erh√∂hung, verwies aber auf die hohen Kosten und die im Vergleich bislang niedrigen Beitr√§ge.

Schummer bedauerte, dass der Geschwisterbonus nur bei Unterbringung in der gleichen Einrichtung gelte.

Stadtrat Gerhard Kleinb√∂ck bat die Verwaltung festzustellen, wie viele Familien in Ladenburg davon wirklich betroffen seien und meinte, es k√∂nne sich nicht um viele Familien handeln. Der B√ľrgermeister versprach, sich darum zu k√ľmmern.

Bei einer Enthaltung wurde die Erhöhung beschlossen.

Stadtr√§tin Petra Erl bat den B√ľrgermeister Rainer Ziegler den Gemeinderat bez√ľglich ihrer Anfrage zu dem Tadelladen vom DRK in Edingen-Neckarhausen aufzukl√§ren.

Der Tafelladen werde vom Deutschen Roten Kreuz zusammen mit Studentengruppen betreut. Und auch Ladenburger B√ľrger k√∂nnten dort an zwei Tagen die Woche einkaufen.

Einige wenige tun es schon, doch noch m√ľsse ein Fahrdienst organisiert werden, so Ziegler.

Es w√§re sch√∂n, wenn man einen ehrenamtlichen Fahrdienst finden w√ľrde, die rechtliche Situation sei schon abgekl√§rt. Interessierte k√∂nnten sich ans Sekretariat im Rathaus wenden.

B√ľrgermeister Ziegler: „Unter diesen Bedingungen f√ľr Stimmung zu sorgen ist sehr schwer.“

Guten Tag!

Ladenburg, 17. September 2010. Im Interview mit dem ladenburgblog zeigt sich B√ľrgermeister Rainer Ziegler zufrieden mit dem Altstadtfest. Trotz aller Widrigkeiten wie fehlenden F√§hnchen, L√§rmpegelbegrenzung, Haushaltslage und Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen. Er lobt die Vielfalt und die √ľberregionale Attraktivit√§t des Festes und k√ľndigt Ver√§nderungen an.

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B√ľrgermeister Ziegler: Begeisterter Musikfan und Festbesucher.

Herr B√ľrgermeister Ziegler: Das Programm des 37. Altstadtfestes war vielf√§ltig – was hat Ihnen am besten gefallen? Jetzt sagen Sie bitte nicht „einfach alles“…
Rainer Ziegler: „Die Vielfalt. Ich m√∂chte nichts herausheben, weil der Gedanke des Festes ist, allen etwas anzubieten: generationen√ľbergreifend f√ľr jung und alt und unterschiedliche Geschm√§cker. √úberall gibt es etwas anderes zu entdecken. Deswegen schlendere ich auch gerne wie andere Festbesucher √ľber das Fest und lasse mich √ľberraschen. Das ist das Konzept, das Herr Dietrich Edinger, der Leiter der Musikschule und meine Mitarbeiterin, Frau Stahl sowie ich verfolgen. Wobei ich klar sagen muss: Frau Stahl ist die Macherin des Altstadtfestes.“

Frau Stahl ist die Macherin des Altstadtfestes.

Das wird Frau Stahl gerne hören.
Ziegler: „Ich sage nur: 37 Altstadtfeste, die 37 mal von Frau Stahl organisiert worden sind.“

Was ist neben der Vielfalt das besondere am Altstadtfest?
Ziegler: „Die Stadt Ladenburg betreibt keine direkte Vereinsf√∂rderung. Das Fest wurde damals eingerichtet, um den Vereinen eine Einnahmem√∂glichkeit zu bieten. So ist das bis heute. Und wir sind √ľberraschend – haben immer wieder neue K√ľnstler im Programm – neben den Klassikern wie den Altstadtmusikanten. Fast alle Musikrichtungen sind vertreten, dazu gibt es Kinder- und Jugendprogramm, Kabarett und Angebote aus dem Ausland.“

Zur Er√∂ffnung haben Sie Ihren ersten Flashmob erlebt, rund 200 „Aktivisten“ wedelten mit wei√ü-blauen F√§hnchen. Was halten Sie davon?
Ziegler: „Sie haben mich l√§cheln sehen. Das war eine geniale Idee, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Das hat mir gefallen. Ich f√§nds toll, wenn die Menschen jedes Jahr mit den wei√ü-blauen F√§hnchen wedeln.“

Die Mutter aller Altstadtfeste: Brigitte Stahl hat alle 37 Altstadtfeste organisiert. Bild: ladenburblog.de

Unsere „Spa√üaktion“ Save the F√§hnchen“ hat gezeigt – nicht nur Ladenburger haben die Wimpel vermisst. Wird es die im kommenden Jahr wieder geben?
Ziegler: „Mir haben sie auch gefehlt, sie erinnern ja wei√ü-blau an unsere Stadtfarben silber-blau. Ich glaube aber, dass sie auf dem Fest gar nicht so sehr gefehlt haben, da gabs ja so viel anderes zu schauen, sondern vor allem im Vorfeld, weil die F√§hnchen in den vergangenen Jahren schon Wochen im voraus signalisiert haben: Achtung, das Altstadtfest steht an.“

Fähnchen-Demo.

Das hat meine Frage nicht beantwortet.
Ziegler:
„Ich war noch nicht fertig. Unsere Haushaltslage ist bekannt. Uns fehlten dieses Jahr schlicht und ergreifend die Mittel f√ľr diese sch√∂ne Nebens√§chlichkeit. Wir m√ľssen √ľberall einsparen, auch beim Altstadtfest. Man kann das nicht isoliert betrachten.“

Stimmen die 20.000 Euro, die eingespart sein sollen?
Ziegler: „Die Zahl ergibt sich aus der Berechnung der Arbeitszeit, dem Einsatz der Hubwagen und Arbeiten, die der Bauhof erledigen dann anstelle von Fremdfirmen erledigen kann. Die F√§hnchen sind ein enormer Aufwand, auch weil die meisten H√§user denkmalgesch√ľtzt sind und nicht einfach irgendwelche L√∂cher gebohrt werden d√ľrfen. Und um gleich zu beantworten, ob man das privat machen k√∂nnte. Nein – das kann ich nicht verantworten, wenn dabei etwas passieren w√ľrde.“

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Unsere Aktion "Save the Fähnchen" hat Spaß gemacht - das Thema wird aber ernsthaft diskutiert. Ein Festteilnehmer sagte uns: "Ohne Fähnscher is des Aldschdadfeschd naggisch."

Wie w√§re es mit einer Teill√∂sung, also nur den Marktplatz oder die Hauptstra√üe zu „bewimpeln“?
Ziegler: „Dann geht die Diskussion in den anderen Teilen des Festes los, warum dort und nicht bei uns. Ich h√§tte sie gerne aufh√§ngen lassen, das war uns nicht m√∂glich und ich wei√ü, dass die F√§hnchen wieder h√§ngen werden, sobald wir uns das finanziell leisten k√∂nnen. “

Wie wärs mit einer Wimpelabgabe?
Ziegler: „Jetzt sind Sie aber hartn√§ckig.“

Immer.
Ziegler (lacht): „Ich wei√ü. Nein, das ist keine L√∂sung, wir haben gerade die Geb√ľhren f√ľr die St√§nde erh√∂ht, das geht nicht. Aufgeschlossen bin ich nat√ľrlich gegen√ľber Spendenl√∂sungen, aber da muss man abwarten, ob dabei genug zusammenkommt.“

Harte Bedingungen.

Was kostet denn das Fest?
Ziegler: „Wir haben eine Haushaltsperre, auch auf die Kulturausgaben. Geplant waren mal 36.000 Euro, dann waren es nur noch 16.000 Euro. 12.000 Euro haben wird als Spenden und √ľber die Sponsoren des Festes erhalten, wof√ľr wir sehr dankbar sind. Dazu kommen vermischte Einnahmen, deren H√∂he ich noch nicht kenne. Ich hoffe, dass wir gerade so alles bezahlen k√∂nnen. Zum Vergleich: 2008 hatten wir 48.000 Euro zur Verf√ľgung.“

Die fortwährende Lärmpegelmessung hat Musikern und Festbesuchern am Markptlatz die Stimmung "begrenzt". Bild: ladenburgblog.de/local4u

Das Hauptthema war allerdings die Kritik an der Pegelbegrenzung und dem rigorosen Abschalten der Musik um 23:00 Uhr. Das war f√ľr viele Festbesucher ein √Ąrgernis. Die Stadt musste sich einem gerichtlichen Vergleich f√ľgen. Besteht Hoffnung, dass sich das wieder entspannt?
Ziegler: „Diese Hoffnung habe ich nicht. Wir haben sehr hart f√ľr diesen Vergleich k√§mpfen m√ľssen und das beste herausgeholt. Ganz klar ist das vielen sicher nicht genug. Ich h√§tte auch gerne mehr, mehr war aber nicht drin. In einer Auseinandersetzung zwischen Festbetreibern und Anwohner haben die Anwohner ganz einfach Vorteile vor Gericht. Jedes Fest √ľberall in Deutschland verst√∂√üt gegen die Vorschriften. Wo kein Kl√§ger ist kein Richter. Bei uns wurde geklagt, wir m√ľssen uns nun an die Vergleiche halten, die an der Gerberstiege und am Marktplatz getroffen wurden.“

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"Hallo, h√∂rt mich jemand?" Tamara Push hat mit ihrer Band eine √ľberzeugende Show hingelegt - die aber unter der Pegelbegrenzung litt.

Nicht nur die Besucher, auch die Musiker d√ľrften unzufrieden gewesen sein.
Ziegler: „Herr Prothmann, ich habe selbst miterlebt, wie die Bands abends k√§mpfen mussten, weil sie sich teils selbst nicht geh√∂rt haben. Unter diesen Bedingungen f√ľr Unterhaltung und Stimmung zu sorgen ist sehr schwer. Aber es ist nunmal so, dass das reine Festgeschehen einen L√§rmpegel von 70 dB(A) erzeugt und unsere Grenze im 16-Stunden-Mittelpegel bei 85 dB(A) liegt. Das w√ľssen wir einhalten. √úber Pausen und √ľber die Pegelbegrenzung.“

Klagen √ľber Klagen?

Deren Messung teuer ist. Trifft es zu, dass das 6.000 Euro kostet?
Ziegler: „Das ist die Zahl aus dem vergangenen Jahr f√ľr einen Tag. Bei diesem Fest waren es zwei Tage, an denen wegen des Vergleichs gemessen werden musste. Die Kosten liegen zwar nicht bei dem doppelten Betrag, aber deutlich √ľber denen vom vergangenen Jahr.“

Das ist teuer. Können Sie sich das in den kommenden Jahre leisten?
Ziegler: „Der Vergleich sieht vor, dass die Messergebnisse ausgewertet werden und ab dem kommenden Jahr die B√ľhnentechnik sich an den Erfahrungen dieses Jahres orientiert. Also vorerst werden keine Kosten entstehen.“

Außer, es wird nochmals geklagt. Es wird bereits kolportiert, dass es eine erneute Klage gibt. Trifft das zu?
Ziegler: „Davon ist mir nichts bekannt. Ich wei√ü nur, dass die Kl√§ger wieder unzufrieden waren. Aber auch die m√ľssen sich an den Vergleich halten und die Auswertungen abwarten.“

Rock at Church als Jugendmagnet.

Rock at Church kam bei den Jugendlichen gut an, die Konzerte auf dem Marktplatz hingegen nur bedingt. K√∂nnte es sein, dass die B√ľhne auf die Festwiese umzieht?
Ziegler: „Das ist √ľberhaupt nicht vorstellbar. Das Altstadtfest geh√∂rt in die Altstadt. Was Rock at Church angeht: Ich bin der evangelischen Kirche sehr dankbar f√ľr deren Einsatz. Die haben wieder ein sehr jugendbetontes Programm veranstaltet, nicht nur f√ľrs Publikum, sondern auch, was die K√ľnstler betrifft. Eine enorme Bandbreite wurde da geboten. Das ist zwar nicht alles meine Musik, aber ich konnte miterleben, wie sich die Jugendlichen wohl gef√ľhlt und die Bands begeistert angenommen haben. Das ist das, was z√§hlt.“

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Unauffällige Präsenz der Polizei, die mit Feuerwehr, Johannitern und Stadt ein gemeinsames Konzept erarbeitet hat.

Polizei, Feuerwehr, Johanniter und Stadt haben ein neues Sicherheitskonzept gehabt. Bilanzieren Sie das bitte aus Ihrer Sicht.
Ziegler: „Sie haben ja selbst positiv dar√ľber berichtet. Mir hat die unauff√§llige Pr√§senz der Polizei sehr zugesagt, das war genau richtig. Auch die Feuerwehr war gut vorbereitet und die Johanniter haben eine einwandfreie Arbeit geleistet, wobei die Zahl der F√§lle √ľberschaubar war und keine alkoholbedingten Ausf√§lle versorgt werden mussten. Dazu waren die Jugendsozialarbeiter im Einsatz. Das hat sehr √ľberzeugend ineinandergegriffen.“

Sicherheitskonzept √ľberzeugt – Alkohol bleibt ein Problem.

Es gab zwar keine bekannten alkoholbedingten „Ausf√§lle“ bei Jugendlichen – trotzdem musste die Polizei drei Platzverweise aussprechen. Besucher berichten von einem Massenbes√§ufnis rund um den Wasserturm. Wie ist Ihr Kenntnisstand in der Sache?
Ziegler: „Das sehe ich unabh√§ngig vom Altstadtfest. Das ist als generelles Problem bekannt. Leider nimmt der √ľberm√§√üige „Alkoholgenuss“ von Jugendlichen zu. Nicht nur bei uns. Wir kennen das Problem und jeder kleine Erfolg bringt uns weiter. Und es gibt Vorbilder wie den Jugendgemeinderat, der alkoholfreie Cocktails angeboten hat. Jedes Angebot, jeder Einsatz in dieser Richtung ist gut und hilft, auch wenn ich die Probleme nicht besch√∂nigen will.“

„Ich brauche keine weiteren Kl√§ger.“ BM Ziegler

Nochmal zur Polizei: Vereinsvertreter berichten, dass sie die Anordnung der Polizei als √ľberzogen betrachteten. Weiter gibt es Beschwerden, dass es „Ungleichbehandlungen“ gegeben habe. Was sagen Sie dazu?
Ziegler: „Sie k√∂nnen ein so gro√ües Fest nicht Punkt 23 Uhr ausschalten. Nat√ľrlich gibt es Kulanzen, die man aber auch nicht √ľbertrieben einfordern darf. Die Polizei hat ihren Rundgang gemacht und auf die Verordnung hingewiesen, die alle kannten. Je nach Wegstrecke waren eben die einen vor den anderen dran. Und bei einer zweiten Aufforderung wurde dann sicher darauf hingewiesen, dass eine Zuwiderhandlung die Lizenz f√ľrs n√§chste Fest kosten kann. Die abschlie√üende Runde wurde dann zum Ausschankende um 01:00 Uhr gemacht. Ich stehe dazu, denn ich brauche keine zus√§tzlichen Kl√§ger gegen das Fest. Das sollten die, die sich beschweren, bedenken.“

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Samstagabend war der Markplatz voll - am Sonntag bricht der Besucherandrang am Nachmittag ein.

Sie haben Gedanken ge√§u√üert, dass es ein neues Konzept geben k√∂nnte, weil der Sonntag „√ľberschaubar“ war, was die Besucherzahlen angeht. Haben Sie schon konkrete Ideen dazu?
Ziegler: „In welche Richtung sich unsere Ideen genau entwickeln, wird die Bilanzierung mit den Vereinen und Gastronomen zeigen, denn der Sonntag erweist sich nicht mehr so, wie manche sich das w√ľnschen. Die Geldbeutel sind enger und der Besucherstrom l√§√üt ab dem Nachmittag nach. Die Gerberstiege ist sehr gut frequentiert, der Bischofshof und der Marktplatz haben aber nachgelassen. Vielleicht m√ľssen wir das Fest am Sonntag mehr konzentrieren. Wir werden uns Gedanken machen, wie wir die Attraktivit√§t des Altstadtfestes hoch halten.“

Flashmob „Pro F√§hnchen auf dem Altstadtfest“ geplant

Guten Tag!

Ladenburg, 10. September 2010. Zum Altstadtfest plant eine Gruppe von „F√§hnchen-Fans“ einen Flashmob. Das ist eine Art kurzfristig zusammengerufene, friedliche Demonstration.

Nach Informationen der Redaktion ist ein so genannter Flashmob zu Beginn des Altstadtfestes geplant. Fans des Altstadtfestes wollen mit der Aktion auf das Fehlen der blau-weißen Fähnchen aufmerksam machen, die aus deren Sicht unbedingt zum Fest dazu gehören.

Die Stadt Ladenburg hat dieses Jahr auf das Aufh√§ngen der F√§hnchen aus Kostengr√ľnden verzichtet. Nach Informationen der Stadt k√∂nnen dadurch 20.000 Euro eingespart werden. Wegen der desolaten Haushaltslage hat der Gemeinderat eine Haushaltssperre beschlossen.

Seit Wochen sind die fehlenden F√§hnchen aber Thema bei den Altstadtfest-Besuchern. In Foren wie wer-kennt-wen, facebook oder twitter werden die fehlenden F√§hnchen deutlich beklagt und als „Verlust“ an Atmosph√§re wahrgenommen.

Die Initiatoren schreiben im Internet:

„“PRO F√§hnchen“

Es gab soviel Resonanz, dass wir uns spontan f√ľr einen Stillen aber effektvollen Protest entschlossen. Wir wollen „FLAGGE ZEIGEN“ und das w√∂rtlich.“

An die 200 F√§hnchen-Fans haben schon zugesagt, √ľber 800 weitere Personen sind √ľber die jeweiligen Netzwerke der Nutzer zur Teilnahme aufgefordert.

Die Initiative zu Flasmobs ist oft privater Natur. H√§ufig kennen sich die Teilnehmer nicht, verabreden sich √ľbers Internet und Handy, um eine kurzfristige Blitzaktion zu starten.

Bei wikipedia sind prominente Beispiele f√ľr Flashmobs nachzulesen:

* Am 20. Januar 2008 versammelten sich ca. 700 Menschen auf dem Odeonsplatz in M√ľnchen, st√ľrmten eine Filiale von McDonald-‚ā¨‚ĄĘs am Stachus und kauften dort auf einmal 4.385 Hamburger und Cheeseburger. Auf diese Art wurden bereits in vielen deutschen Gro√üst√§dten Flashmobs veranstaltet. Bei einer √§hnlichen Aktion am 29. M√§rz 2008 wurden in einer Berliner Filiale von McDonald-‚ā¨‚ĄĘs in einer Bestellung 10.355 Burger gekauft.

* Am 4. April 2009 um 16:00 Uhr trafen sich mehrere tausend Jugendliche (Angaben schwanken zwischen 1000 und 5000 Personen) aus Anlass des Pillow-Fight-Day zu einer Kissenschlacht vor dem Kölner Dom.

* Am 8. Juli 2009 trafen sich in Stockholm mehr als 300 Menschen zu Ehren von Michael Jackson. Diese versammelten sich an verschiedenen Orten der Stadt und tanzten zu Jacksons Lied ‚ÄěBeat it‚Äú.

Bislang gelten Flashmobs als gewaltfrei. Allerdings kam es im Fr√ľhjahr 2010 im amerikanischen Philadelphia zu Ausschreitungen.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das ladenburgblog

Haushalt genehmigt, Ank√ľndigungen gemacht, Anfragen gestellt, Geb√ľhren erh√∂ht

Guten Tag!

Ladenburg, 19. Mai 2010. (red) Das Kommunalrechtsamt hat den angespannten Haushalt der Stadt Ladenburg genehmigt. B√ľrgermeister Ziegler hat Ank√ľndigungen gemacht und im Gemeinderat gab es Anfragen.

Mal eine frohe Botschaft: Die Arbeiten am „Strand“ und der Flachwasserzone werden am 28. Mai 2010 um 15:00 Uhr begutachtet und zusammen mit Spendern und der √Ėffentlichkeit eingeweiht – nur schade, dass man den Neckar meiden sollte.

Am 19. Juni 2010 gibt es einen Empfang um 15:00 Uhr zur Wandereinstelllung 30 Jahre Landesgartenschau und Gr√ľnprojekte. Insgesamt 38 Zelte an der F√§hrwiese am Neckar pr√§sentieren die Ereignisse.

Am 27. April 2010 kamen drei Schreiben des Landratsamts in Ladenburg an. Der Haushalt ist mit vielen Anmerkungen genehmigt. Auch der des Wasserversorgungsbetriebs.

Die Bibliothek erh√∂ht ihre Geb√ľhr f√ľr den Ausweis von 12 auf 15 Euro, wer ausleiht und s√§umig wird, muss nun zwei statt einem Euro zahlen. Au√üerdem wird f√ľr 20 Euro die „Metropol-Card“ eingef√ľhrt: Damit kann man Medien in den Bibliotheken Mannheim, Ludwigshafen, Speyer, Frankenthal und Br√ľhl jeweils vor Ort ausleihen. Auch Heddesheim plant den Beitritt. Ingrid Dreier (GLL) sagte: „Ich freue mich sehr auf die Metropol-Card, finde es nur schade, dass wir bis Oktober warten m√ľssen.“

Kinder und Jugendliche bleiben von der Geb√ľhr befreit – nicht aber von Mahngeb√ľhren.

Rainer Beedgen (CDU) monierte, dass mit vier bis f√ľnf Mahnungen das Buch auch gekauft werden k√∂nne. Kleinb√∂ck hielt entgegen, „bis zur zweiten Mahnung ist das noch ertr√§glich“. Gudrun Ruster h√§tte gerne f√ľnf Euro Vers√§umniszuschlag gesehen.

Die Erh√∂hung fanden Gerhard Kleinb√∂ck (SPD) und Ingrid Dreier (GLL) „moderat“ – kommt drauf an, wie man das sieht, denn im Verh√§ltnis betrachtet handelt es sich um eine 25-prozentige Erh√∂hung.

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