Dienstag, 21. November 2017

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freundeskreis logoRhein-Neckar, 18. Juni 2013. (red) Ab heute gibt es den Freundeskreis f├╝r unsere Ortsblogs sowie das Rheinneckarblog. Was das ist? Eine Art freiwilliges Abo, mit der Sie unsere Arbeit unterst├╝tzen. F├╝r unsere Freunde haben wir in Zukunft besondere Angebote, mit denen wir uns f├╝r die Unterst├╝tzung bedanken. [Weiterlesen…]

Lokaljournalismus 2.0

Vier Jahre Heddesheimblog: Wie aus Zufall ein System wurde

moma_prothmann

Hardy Prothmann, Chefredakteur, in einem Beitrag von ARD-Morgenmagazin zur Krise des Journalismus.

Heddesheim/Rhein-Neckar, 12. Mai 2013. Das Heddesheimblog.de und die anderen Ortsblogs gibt es nun seit vier Jahren – wir freuen uns sehr, dass wir diese vier Jahre ├╝berstanden haben und uns vor Ort, in der Region und sogar dar├╝ber hinaus etablieren konnten. Ein Blick zur├╝ck ist immer auch einer nach vorne. [Weiterlesen…]

Geprothmannt: „Occupy“ ist kein Schlachtruf, sondern ein Bekenntnis


"Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der f├Ąlschlich glaubt, frei zu sein." Die junge Frau demonstriert mit einem Goethe-Zitat in New York bei "Occupy Wall Street". Foto: CC David Shankbone/wikipedia

Guten Tag!

Rhein-Neckar, 17. Oktober 2011 (red) Heute vor einem Monat „besetzten“ rund 1.000 Demonstranten die Wall-Street – also vielmehr Parks und Stra├čen in der N├Ąhe der New Yorker-B├Ârse. Als demokratische Vorbild nennen die Demonstranten den „arabischen Fr├╝hling“ – als Symbol f├╝r die Vertreibung der Diktatoren und Regimes. F├╝r die „Occupy“-Bewegung sind das im Westen vor allem die Banken. Aber auch Politiker, vornehmlich konservative, werden kritisiert.

Von Hardy Prothmann

Was hat man davon zu halten? Von „Occupy Wall Street“? Alles nur eine Art „Demo-Mode“ junger, wohlhabender Freizeitdemonstranten, die ein wenig „Action“ brauchen? Oder ist das eine ernstzunehmende Entwicklung eines politischen Protestes gegen Systeme, die das Volk nicht mehr versteht? Vor allem das der Spekulation der „Hochfinanz“?

Die Demonstranten nehmen sich die Aufst├Ąndischen des arabischen Fr├╝hlings zum Vorbild und sitzen oder marschieren gegen das Regime. Aus Ihrer Sicht nicht gegen waffenstarrende Dikatatoren, sondern gegen eine viel gr├Â├čere Macht. Das Regime des Geldes. Kontrolliert von den Banken. Und von der mit diesen auf vielf├Ąltige Weise verflochtetenen Politik.

Menschen haben Rechte – nicht nur die Pflicht zu zahlen

Es ist das gute Recht dieser Menschen, das sie wahrnehmen. Sie haben das Recht ihre Meinung zu ├Ąu├čern, sich zu versammeln und zu protestieren.

Auch in Deutschland haben mehrere zehntausend Menschen am Samstag demonstriert. Gegen die Banken. Gegen Geld-Systeme, die angeblich so erfolgreich sind und doch st├Ąndig „Rettungsschirme“ brauchen – also unser aller Geld. Weil sie sich mal eben „aus Versehen“ in ihrer Gier wieder verzockt haben. Die Boni der Manager sind meistens nicht gef├Ąhrdet.

Der Seele des Protestes der Demonstranten n├Ąhrt sich nicht aus Gier oder Neid. Sondern aus dem Austausch von Informationen. Und einer neuen Sicht auf die Welt. Und einer fehlenden Kontrolle der ehemaligen Kontrolleure ├╝ber Informationen.

Hardy Prothmann sieht die Welt mit seiner Kolumne "Geprothmannt" ganz subjektiv.

„Occupy“ hat als ein Vorbild den „arabischen Fr├╝hling“ – aber es steckt mehr dahinter. Beispielsweise Wikileaks – die Aufdeckungsplattform hat f├╝r viel Aufregung gesorgt. Durch die Weitergabe geheimer Informationen. Dadurch wurde der Schmutz, nein, der Dreck der angeblich sch├Ânen, reinen Welt der angeblich so verantwortungsvollen M├Ąchtigen nicht nur in Frage gestellt, sondern als System aus L├╝gen und Betrug entttarnt.

Wikileaks w├Ąre ohne vernetzte Computer nicht vorstellbar. Geheimnisse wurden schon immer verraten – aber noch nie in diesem Ausma├č. Mordende amerikanische Soldaten im Irak oder haarstr├Ąubende Politikerdepeschen – die Wahrheiten kommen ans Licht.

Aber Wikileaks und Occupy haben noch andere Vorl├Ąufer. Greenpeace und Attac beispielsweise – zwei Gruppen, die sich durch gute Vernetzung immer wieder Informationen verschaffen und ver├Âffentlichen konnten, die geheim bleiben sollten. Unsere heutige „moderne“ Umweltpolitik w├Ąre ohne Greenpeace nicht vorstellbar.

Occupy ist weit mehr als ein bislang ├╝berschaubarer Protest

Auch Gruppen wie Transparency International oder der deutsche Verein Foebud tragen zur Information der Gesellschaft und zur Abschaltung von Missst├Ąnden bei. Und ├╝berall gibt es jede Menge anderer „Aktivisten“, die nicht mehr hinnehmen, was ihnen vorgesetzt wird, sondern Fragen stellen, ihre Rechte einfordern und sich nicht einsch├╝chtern lassen.

Auch die Gegner von Stuttgart 21 sind eine Art „Occupy“-Bewegung. Ein knappes Dutzend B├╝rger haben in Stuttgart fluegel.tv gegr├╝ndet. Was mit einer Webcam begonnen hat, ist mittlerweile auch f├╝r die Politik ein ernstzunehmender „Medienpartner“. Denn fluegel.tv erreicht ├╝bers Internet so viele Menschen, wie sich erreichen lassen wollen. Und es sind viele. Und es werden immer mehr.

„Die Politik“ reagiert kopflos bis b├Âsartig. Als am „schwarzen Donnerstag“, dem 30. September 2010, die Demonstranten mit Wasserwerfern und Pfefferspray angegriffen worden sind, war das politische Schicksal des damals amtierenden Ministerpr├Ąsidenten Stefan Mappus (CDU) besiegelt.

Die Menschen, die Mappus als Chaoten bezeichnet hat, sind B├╝rgerinnen und B├╝rger. Keine Gesetzlosen. Sondern anst├Ąndige Leute, die ihre Rechte wahrnehmen. N├Ąmlich sich zu versammeln und ihre Meinung zu ├Ąu├čern. Und die ist halt nicht die der CDU, FDP und gro├čen Teilen der SPD. Was im Umkehrschluss nicht hei├čen muss, dass all „Gr├╝n“ oder „Links“ w├Ąhlen – manche w├Ąhlen aus „Pflichtgef├╝hl“ trotzdem CDU oder SPD. Manche sind unbelehrbar und w├Ąhlen FDP. Und andere die „Piraten“. Und viele vielleicht in Zukunft lieber die Stra├če als eine Partei.

Und jetzt steht fest, dass die CDU-Politiker Stefan Mappus und sein ehemaliger Finanzminister Willi St├Ąchele Verfassungsbrecher sind. Politische Ganoven, die vermutlich schadlos davonkommen.

Selbst die konservative Welt schreibt:

„Baden-W├╝rttembergs Landtagspr├Ąsident Willi St├Ąchele (CDU) ist zur├╝ckgetreten. ÔÇ×Ich gebe mein Amt zur├╝ck“, sagte St├Ąchele in Stuttgart. Damit zog er die Konsequenz aus einem Urteil des Staatsgerichtshofs vom vergangenen Donnerstag.

Die Richter hatten ihm einen Verfassungsbruch bescheinigt, weil er als Finanzminister Ende 2010 beim R├╝ckkauf der EnBW-Anteile durch das Land die Mitwirkungsrechte des Landtags umgangen hatte.“

Der „ehrenvolle“ Landtagspr├Ąsident St├Ąchele war sich vor seinem R├╝cktritt nicht zu schade, den Verfassungsbruch als „staatsm├Ąnnische Handlung“ zu umschreiben:

„St├Ąchele hatte bisher einen R├╝cktritt abgelehnt und betont, es sei ihm beim EnBW-Deal um eine schnelle Entscheidung im Interesse und zum Wohle des Landes gegangen.“

Es ging St├Ąchele also um das „Wohl des Landes“. Dass dabei Banken einen guten Schnitt gemacht haben und pers├Ânliche Verbindungen zwischen Mappus und Bankmanagern eine Rolle gespielt haben k├Ânnten – das soll man nicht denken d├╝rfen.

Auch Stuttgart 21 hat viel mit Geld von Banken und anderen „Interessierten“ dem „Wohl des Landes“ zu tun. Das Projekt, das angeblich mal keine zwei Milliarden Euro kosten sollte, soll aktuell 4,5 Milliarden kosten – es gibt genug Hinweise, dass es viel mehr kosten wird. Und der neue starke Mann der Baden-W├╝rttembergischen CDU, Peter Hauk, hat im Wahlkampf verk├╝ndet, dass es „Baden-W├╝rttemberg egal sein kann, ob es zehn oder f├╝nfzehn Milliarden Euro kostet„. Wei├č der Mann mehr als andere? Kennt er schon die „echten“ Zahlen?

Hat er „aus dem N├Ąhk├Ąstchen geplaudert“, vor einem Jahr in Hirschberg an der Bergstra├če, einem kleinen Ort, wo er niemanden vermutet hat, der seine Worte weitertr├Ągt? Unser Artikel ├╝ber seinen Auftritt hatte innerhalb von zwei Tagen 26.000 Leserinnen und Leser. Wir haben email aus Moskau, London und Istanbul erhalten.

Das Spiel hei├čt Monopoly – wie es ausgeht, wei├č jeder

Das ist noch nicht „Occupy“ – aber die Informationen f├╝hren dahin. Sie f├╝hren dazu, dass sich Menschen emp├Âren und dieses „Spiel“ nicht mehr mitmachen wollen.

Warum sind die Menschen in einigen arabischen L├Ąndern auf die Stra├če gegangen? Zuerst in Tunesien, dann in ├ägypten? Weil sie gut ausgebildet sind und Informationen austauschen. Und weil sie gemerkt haben, dass sie reingelegt werden.

Und weil sie merken, dass etwas nicht stimmt. Dass es der Mehrzahl immer schlechter geht, w├Ąhrend wenige immer mehr haben.

In Griechenland und Spanien (zwei L├Ąndern mit „erzkonservativen“ Gesellschaften) gibt es seit Monaten Massenproteste – in anderen L├Ąndern g├Ąrt es. Auch in Deutschland sind solche Proteste nur noch eine Frage der Zeit.

Wenn immer mehr Menschen in Billigjobs „besch├Ąftigt“ werden, die sp├Ąter noch nicht einmal eine Rente am Existenzminimum erm├Âglichen, dann steigen die Menschen aus. Das verstehen sie nicht mehr. Deswegen fordern sie Ver├Ąnderungen.

Niemand muss deswegen das Gespenst des Kommunismus an die Wand malen. Sondern einfach nur nachdenken, was man will und wo man leben m├Âchte.

F├╝r viele ist Amerika immer noch ein Land der unbegrenzten M├Âglichkeiten. Sofern man Geld hat, ist das gar nicht so falsch. Wenn man genau hinschaut, stellt man fest, dass Amerika pleite ist und die meisten B├╝rger dort vor existenziellen Fragen stehen.

Tunesien und ├ägypten waren bis vor den Revolutionen beliebte Urlaubsl├Ąnder – wenn man genau hinschaut, hat man aber nur gut bezahlte „Resorts“ gesehen und vom Elend der Leute nichts mitbekommen (wollen).

Auch in Deutschland w├Ąchst die Armut – auch wenn die Wirtschaft brummt

Und wenn man in Deutschland genau hinschaut, wei├č man, dass Kinder ein Armutsrisiko bedeuten. Wenn man genau hinschaut, sieht man, wie die Armut w├Ąchst – obwohl die Wirtschaft bis vor kurzem brummte.

Die Konsequenzen werden – wenn man nicht hinschauen will – so sein, wie in vielen Teilen der Welt. F├╝rchterlich. Dort sind die Stra├čen gef├Ąhrliche Orte und wer es sich leisten kann, meidet sie. Die „wohl“-habenden (siehe St├Ąchele und andere, deren „Wohl“ immer auch Haben bedeutet) leben in bewachten Quartieren hinter hohen Mauern – wie im Knast. Wer ein wenig au├čerhalb von „idyllischen Paradisen“ der Urlaubsscheinwelt herumgekommen ist, wei├č das.

Wer gerne daf├╝r eintritt, in einem freien Land zu leben, das B├╝rgerrechte sch├╝tzt und verteidigt, das die Zivilgesellschaft als Ziel hat und Bildung und Meinungs- sowie Informationsfreiheit als selbstverst├Ąndlich erachtet, der wird ab einem gewissen Punkt sehr genau dar├╝ber nachdenken m├╝ssen, ob „Occupy“ nicht nur ein Bekenntnis, sondern im Zweifel ein Schlachtruf sein sollte. F├╝r die Freiheit. Von m├Âglichst vielen Menschen.

Bleiben Sie aufmerksam!

Ihr

P.S.
Wer die Meinung des Autors f├╝r eine „Einzelmeinung“ h├Ąlt, kann gerne beim Debattenmagazin „Cicero“ weiterlesen.

Das Medienblog pushthebutton.de rangiert unter den 50 Top-Blogs

Heddesheim, 18. September 2011. (red) Der Dienst Virato.de hat die Top-50-Blogs in Deutschland nach dem SMQ-Index ver├Âffentlicht. SMQ-┬á(Social-Media-Quotient) ist die durchschnittliche Social-Media-Verbreitung (Facebook, Twitter) pro Artikel/Blogbeitrag einer Quelle.

„Diese Top 50 zeigen somit deutsche Blogs (oder blog├Ąhnliche Websites) an, die sehr beliebt sind und deren Content sehr oft von Usern ├╝ber soziale Netzwerke geshared wird. Andere bekannte Blogs, die man evtl. auch unter diesen Top 50 erwarten k├Ânnte, haben wahrscheinlich einen niedrigeren SMQ, da sie auch Artikel publizieren, die nicht so oft geshared werden und somit den Durchschnitt f├╝r die jeweilige Quelle herunterziehen“, schreibt Virato.de.

Das Blog pushthebutton.de des Journalisten Hardy Prothmann liegt deutschlandweit auf Platz 32, eingebettet zwischen dem lawblog.de von Udo Vetter, der dieses Jahr den Grimmepreis gewonnen hat und Ulrike Langer mit medialdigital.de, einer der renommiertesten Medienjournalistinnen in Deutschland. Auf Platz eins liegt der-postillon.com, Platz zwei belegt der Blog von Extra3 (NDR) und Platz drei das Nachrichtenportal gulli.com.

Hardy Prothmann betreibt sein Medienblog seit 2010, fr├╝her bei posterous.com, seit Fr├╝hjahr 2011 als eigenst├Ąndiges Blog. Die eingesetzte Software ist WordPress, das angepasste Theme „Magazine Premium“ des kanadischen Entwicklers C. Bavota.

Vor allem die medienkritischen Beitr├Ąge in Bezug auf Zeitungen werden in der Branche intensiv diskutiert und sich mehrfach von bildblog.de empfohlen worden. Zuletzt sorgte ein Artikel ├╝ber Leichenbilder des Regionalsenders Rhein-Neckar-Fernsehen f├╝r gro├čes Aufsehen.

Hardy Prothmann betreibt in Nordbaden und S├╝dhessen insgesamt sechs Lokalblogs f├╝r St├Ądte und Gemeinden sowie das Regionalblog rheinneckarblog.de. Bundesweit findet sein Projekt gro├če Beachtung und ist schon dutzendfach nachgeahmt worden. Im Dezember 2009 wurde er von der gr├Â├čten unabh├Ąngigen Fachzeitschrift f├╝r Journalisten unter die Top 100 auf Platz 3 in der Kategorie „Regionales“ gew├Ąhlt.

Zusammen mit dem Gmunder Kollegen Peter Posztos (tegernseerstimme.de) gr├╝ndet er zur Zeit das Unternehmen istlokal.de, das Lokaljournalisten bei ihrer Arbeit unterst├╝tzen wird. Die Beratungsgebiete sind Journalismus, Vermarktung, Technik und Recht. Im Netzwerk von istlokal.de befinden sich zur Zeit rund 70 lokale und regionale Internetzeitungen und Blogs, darunter die prenzlauerberg-nachrichten.de, regensburg-digital.de, ruhrbarone.de und pottblog.de.

Auszug aus der Top-50-Liste des Social Media Quotient (SMQ) bei virato.de

 

In eigener Sache: istlokal.de – Verein zur F├Ârderung des Lokaljournalismus gegr├╝ndet


Rhein-Neckar/N├╝rnberg, 12. Mai 2011 (red) Zusammen mit rund 20 anderen (hyper-)lokalen Nachrichten-Blogs und -Zeitungen im Internet haben wir am Samstag, den 07. Mai 2011 in N├╝rnberg den Verein istlokal.de gegr├╝ndet. Bundesweit ist dies der erste Zusammenschluss von verlagsunabh├Ąngingen Lokaljournalisten, die im Internet ihre Nachrichten pr├Ąsentieren.

Verein zur F├Ârderung des Lokaljournalismus.

├»┬╗┬┐Auf Initiative der Jounalisten Stefan Aigner (regensburg-digital.de), Hardy Prothmann (u.a. heddesheimblog) und Peter Posztos (tegernseerstimme.de) hat sich am vergangenen Wochenende der Verein „istlokal.de“gegr├╝ndet, der einen unabh├Ąngignen Lokaljournalismus f├Ârdern will. Unsere Blogs zu Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Weinheim, Viernheim und Rheinneckar sind Gr├╝ndungsmitglied. Der Verein wird seinen Sitz in Berlin haben.

Am vergangenen Samstag trafen sich in N├╝rnberg 21 Betreiberinnen und Betreiber von lokaljournalistischen Angeboten, darunter auch der Herausgeber Hardy Prothmann, um die Gr├╝ndung des Vereins in die Wege zu leiten. Acht Stunden lang wurde ├╝ber die Organisationsform und die Ziele beraten. Einstimmiges Ergebnis war, dass ein eingetragener Verein gegr├╝ndet werden soll. Um die daf├╝r notwendigen Schritte einzuleiten und wurde ein Gr├╝ndungsvorstand gew├Ąhlt.

Im Internet erreichbar http://istlokal.de.

Die Planung f├╝r die Gr├╝ndung lief seit Ende Dezember 2010. Istlokal.de ist als Unternehmerverband konzipiert, nimmt aber ausdr├╝cklich auch „nicht-kommerzielle“ Angebote auf, um B├╝rgerinnen und B├╝rgern mit ihren Publikaitonen zu unterst├╝tzen, aber auch deren Wissen zu nutzen.

Die Mitglieder bleiben f├╝r ihre Angebote selbst verantwortlich. Istlokal.de erarbeitet gemeinschaftliche oder im Auftrag L├Âsungen in den Bereichen Journalismus, Vermarktung, Technik und Recht. Seit einigen Wochen tauschen die Mitglieder schon Artikel und Informationen aus. ├ťber ein geschlossenes Forum wird technische Hilfe geleistet, Fragen zu Recht diskutiert und Vermarktungskonzepte entworfen.

Bundesweit ist dies der erste Zusammenschluss dieser Art. Istlokal.de wird vermutlich mit rund 40 Mitgliedern starten, die alle ein Ziel haben: zuverl├Ąssige und unabh├Ąngige lokale und regionale Berichterstattung zu bieten. Daf├╝r will der Verein auch Lobbyarbeit betreiben, weil Meinungsfreiheit und -vielfalt ein hohes Verfassungsgut sind.

Pressemitteilung: istlokal.de gegr├╝ndet

Ziel: F├Ârderung des unabh├Ąngigen Online-Lokaljournalismus├»┬╗┬┐

 

Zur konstituierenden Sitzung der Vereinsgr├╝ndung istlokal.de fanden sich am 07. Mai 2011 insgesamt 21 BetreiberInnen von lokaljournalistischen Angeboten in N├╝rnberg ein.

Die TeilnehmerInnen aus ganz Deutschland tagten von 11 Uhr bis 19 Uhr. Auf der Tagesordnung standen die Wahl zwischen einer Vereins- oder Genossenschaftsgr├╝ndung, sowie die inhaltlichen Ziele der Vereinigung und Aufgabenformulierungen f├╝r die k├╝nftige Arbeit.

Die Mitglieder einigten sich auf die Gr├╝ndung eines Vereins istlokal.de. Ziel ist die F├Ârderung des Lokaljournalismus. Auf diesem Weg sollen Alternativen zu den traditionellen Lokalmedien vorangetrieben und gef├Ârdert werden, um die Medienlandschaft in Deutschland zu bereichern.
Als Sitz des Vereins einigte man sich auf Berlin. Angestrebt sind weitere Dependenzen in den einzelnen Bundesl├Ąndern.

Mit istlokal.de entsteht ein Verband f├╝r unabh├Ąngige journalistische Angebote im Internet. Mitglieder k├Ânnen Betreiber lokal- und regionaljournalistischer Angebote werden, die entweder ein publizistisches Internetangebot betreiben oder betreiben wollen. Daneben k├Ânnen auch weitere publizistische Angebote wie Zeitschriften, Zeitungen oder Radio- und Fernsehdienste angeboten werden.

Diese Angebote m├╝ssen demokratische und rechtsstaatliche Ziele verfolgen. Angebote, die in welcher Form auch immer abh├Ąngig von traditionellen Medienh├Ąusern sind, k├Ânnen nicht Mitglied werden.

Auf Vorschlag der Gr├╝ndungsmitglieder wurden Hardy Prothmann als 1. Vorsitzender sowie Stefan Aigner als 2. Vorsitzender vorgeschlagen. Die Wahl erfolgte einstimmig.
Ka-Jo Sch├Ąfer wurde als Kassenwart vorgeschlagen. Die Wahl erfolgte einstimmig.
Als Beisitzer wurden Christoph von Gallera vorgeschlagen, der 13 Stimmen erhalten hat sowie Oliver Sigrist, der 19 Stimmen erhalten hat.

In der n├Ąchsten Zeit wird die Satzung des Vereins erarbeitet. Einigkeit bestand dar├╝ber, dass der Verein k├╝nftig drei Arten von Mitgliedschaften anbietet: F├Ârdermitglieder, nicht-kommerzielle Mitglieder und kommerzielle Mitglieder.

Die Gr├╝ndungsmitglieder vor Ort waren:

Aigner, Stefan,-┬áAlthaus, Peter,-┬áBa├č, Alexander,-┬áFeldkeller, Klaus,-┬áGallera von Christoph,-┬áGreschner, Steffen,-┬áHornstein, Christofer,-┬áH├╝mmler, Thomas,-┬áKnoke, Marlies,-┬áLevermann, J├Ârg,-┬áPosztos, Peter,-┬áProthmann, Hardy,-┬áSch├Ąfer, Ka-Jo,Semmler, Martin,-┬áSchw├Ârbel, Philipp,-┬áSigrist, Oliver,-┬áStascheit, Dirk,-┬áStenzel, Ralph,Stingl, Armin,-┬áStoffel, Carsten,-┬áWenzl, Michael.

Weitere rund 20 Interessenten konnten aus terminlichen Gr├╝nden nicht teilnehmen.

Geprothmannt: Mit „klassischen Medien“ werden Sie aus zweiter Hand informiert. Pr├Ądikat: „mangelhaft“.


Guten Tag!

07. Februar 2011. Haben Sie mitbekommen, dass in der arabischen Welt eine Revolution stattfindet? Ja? Wie haben Sie sich dar├╝ber informiert? ├ťber ARD und ZDF? In Ihrer lokalen Tageszeitung? Dann sind Sie leider vermutlich sehr schlecht informiert. Oder haben Sie sich online informiert? Dann k├Ânnten Sie besser informiert sein, wenn Sie die richtigen Quellen kennen.

Von Hardy Prothmann

Wer sich in Deutschland ├╝ber die Revolution in den arabischen Staaten informieren m├Âchte, ist denkbar schlecht beraten, wenn er daf├╝r ARD und ZDF oder „seine Zeitung“ benutzt und darauf vertraut, umfassend, hintergr├╝ndig und aktuell informiert zu werden.

Informationen? Klar – gibts im Ausland.

Tatsache ist: Man ist viel besser informiert, wenn man die Programme von Al Jazeera, CNN oder BBC einschaltet. Oder die Berichterstattung der amerikanischen New York Times, der spanischen El Pais, der franz├Âsischen Le Monde oder des britischen Guardian verfolgt.

Das Problem dabei ist: Man muss schon einigerma├čen gut Englisch k├Ânnen, um die Nachrichten der Sender und Zeitungen zu verfolgen. Oder ausreichend Spanisch oder Franz├Âsisch. Gute arabische Sprachkenntnisse w├Ąren noch mehr von Vorteil – denn dann k├Ânnte man viele Originalmeldungen verstehen.

Begrenzte Globalisierung.

Das gr├Â├čte Problem: Wenn man das nicht kann, ist man auf die Angebote von ARD und ZDF oder der Lokalzeitungen im wahrsten Sinne des Wortes „begrenzt“ – und das in Zeiten der Globalisierung.

Sie k├Ânnen sicher davon ausgehen, dass weder der Mannheimer Morgen, noch die Rhein-Neckar-Zeitung und schon gar nicht die Weinheimer Nachrichten irgendeine eigene redaktionelle Leistung zur Lage anbieten wollen oder k├Ânnen. Was Sie auf den Titelseiten lesen, sind ganz ├╝berwiegend „Agenturmeldungen“.

Die erscheinen auch in Dutzenden anderen Zeitungen. 1:1. Das sind Berichte, die wie industriell gefertigte Tielk├╝hlpizzen vervielf├Ąltigt werden. Ohne „eigenes Rezpt“, ohne eigene „Experten“, ohne eine eigenst├Ąndige Leistung der jeweiligen Redaktion.

Vor Ort ist immer lokal.

Unser Anspruch ist die lokale und regionale Berichterstattung – aber immer, wenn die Nachrichtenlage es erfordert, bringen wir auch die „Weltnachrichten“ zu unseren Leserinnen und Lesern. Denn wir alle leben vor Ort, interessieren uns aber auch daf├╝r, was woanders passiert.

Hardy Prothmann schreibt seine Meinung auf. Die ist "geprothmannt". Bild: sap

Unser Interview mit Christoph Maria Fr├Âhder, einem der erfahrensten und besten deutschen Krisenreporter der vergangenen Jahrzehnte auf dem Rheinneckarblog hat Wellen geschlagen. ARD und ZDF waren „not amused“ ├╝ber die klaren Worte und die eindeutige Kritik. „Intern“ haben wir erfahren, dass das ZDF „stinksauer“ auf uns ist.

„So what“, sagen wir und sind ebenfalls „stinksauer“ – ├╝ber die unzureichende und schlechte Berichterstattung der mit Milliarden an GEZ-Geb├╝hren „gepamperten“ Sender, von denen wir und unsere Leserinnen und Leser zu Recht mehr als diese schwachen Leistungen erwarten.

├ťber das Interview mit Herrn Fr├Âhder hinaus haben wir uns um exklusive Nachrichten bem├╝ht und „berichten“ anders, als das ├Âffentlich-rechtliche Sender und Zeitungen tun. Wir verlinken Quellen und kommentieren diese auf Facebook und Twitter. Zwei Internet-Dienste, die mit daf├╝r verantwortlich gemacht werden, dass die „arabische Revolution“ gegen den Terror und die Diktaturen ├╝berhaupt m├Âglich geworden ist.

Es gibt durchaus eine Verbindung zwischen den arabischen L├Ąndern und Deutschland. Wer sich hier wie dort auf die „klassischen Medien“ verl├Ąsst, erh├Ąlt immer nur gefilterte Nachrichten.

Zweifel an der Qualit├Ąt m├╝ssen immer m├Âglich sein.

ARD und ZDF sind ebenso wie Lokalzeitungen sicherlich nicht mit der Rolle von staatlich gesteuerten Medien in Diktaturen zu vergleichen – aber man darf durchaus Zweifel an der Qualit├Ąt ihrer Produkte haben. Vor allem dann, wenn man vergleicht, was das Produkt, in diesem Fall Journalismus, leistet.

W├╝rde man den Journalismus vieler deutscher Medien mit der Autoindustrie vergleichen, st├Ąnde unumst├Â├člich fest, dass deutsche Medien deutlich weniger Komfort, Leistung, Innovation bieten als „ausl├Ąndische Anbieter“, dass das Preis-Leistungsverh├Ąltnis ebenso wie die „Pannenstatistik“ und auch der „Service“ katastrophal sind und unterm Strich einfach nur ein „mangelhaft“ ├╝brig bleibt.

Das gilt selbst f├╝r den „gelben Faktor“, also die so genannte „Yellow-Press“. Alle interessanten „Nachrichten“ und „Infos“, die man hierzu in Deutschland lesen kann, sind nur ein „Ab-„Klatsch internationaler Meldungen und werden in Deutschland „wiederverwertet“. Ausnahmen liefern ab und an Bild und Bunte, die „Promis“ aus der vorletzten Reihe irgendwie „interessant“ machen.

Die Umbr├╝che in der arabischen Gesellschaft zeigen einen desastr├Âsen Zustand des deutschen Journalismus. Wo lesen, h├Âren, sehen Sie die Berichte von vor Ort ├╝ber das, was Muslime hier erleben, wenn diese die Nachrichten in Tunesien und ├ägypten verfolgen? Wo sind die Berichte, wie Deutschland sich mit seiner weltweit einzigartigen „Erfindung“ des Mauerfalls als Partner f├╝r europ├Ąische Nachbarl├Ąnder (und das sind alle Mittelmeer-Anreiner-Staaten) einsetzen k├Ânnte?

Geduld? hat die Welt nicht mehr.

Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel diskreditiert sich v├Âllig, wenn sie zur „Geduld“ mit einem Diktator wie Husni Mubarak aufruft. ├ťbersetzt hei├čt das: „Habt Geduld mit mir, denn ich habe keine Ahnung, wie ich mit der Situation umgehen soll.“

Was haben Tunesien und Ägypten nun mit unserer lokalen und regionalen Berichterstattung zu tun?

Sehr viel mehr, als heute, hier und jetzt auf den ersten Blick klar sein mag.

Zuk├╝nftig werden Entscheidungen und Entwicklungen, die in Bayern oder Schleswig-Holstein fallen, auch in Nordbaden ein Rolle spielen.

Warum? Weil man hier vor Ort erfahren kann, was dort vor Ort passiert oder passiert ist.

Facebook und Twitter schaffen Demokratie. Absurd? Nein. Real.

Man kann diese Informationen verwenden, um den Schaden, der woanders entstanden ist, abzuwenden. Und noch viel besser: Man kann das, was woanders gut oder sehr gut „gelaufen ist“ einfach ├╝bernehmen. Gut informiert – mit allen „problematischen“ und allen „positiven“ Erfahrungen.

Das ist ein Erfolg der „Facebook“-Generation, der freien Medien oder auch nur der „Handy-Revolution“, wie Beobachter ├ägypten einordnen. Man verbindet sich, man kommuniziert miteinander, man tauscht sich aus, man hat mehr als eine Quelle der Information.

Das ist die Basis f├╝r friedliche „Revolutionen“ – die ├Ągyptischen Regime-Gegner sind nicht als Brandschatzer und Gewaltverbrecher aufgefallen, sondern durch ihren Willen zur Demokratie – sehr zur Verwirrung „gepr├Ągter“ Meinungen, die sich schwer tun, eine Muslim-Bruderschaft als notwendige Organisation anzuerkennen.

Das ist neu, das ist einzigartig, das gibt Hoffnung.

Von den Medien darf man erwarten, dass sie Mubarak einen alten Mann sein lassen. Der 82-j├Ąhrige Diktator soll sich in Heidelberg behandeln lassen d├╝rfen. Egal, was das kostet. G├Ânnen wir ihm den „goldenen Abgang“ – der Mann ist so reich und hat sein Volk so sehr betrogen. Bringt irgendein „Tribunal“ eine Besserung f├╝r seine „Untaten“?

Eher nicht.

Tunesien und ├ägypten sind beliebte Reisel├Ąner der Deutschen – und mal ganz ehrlich? Lohnt es sich nicht, f├╝r einen entspannten Urlaub unter afrikanischer Sonne, ein wenig f├╝r Demokratie, gerechte L├Âhne und stabile Verh├Ąltnisse einzutreten?

Der „Service“ w├╝rde sicher davon profitieren. Oder auch unserer aller Bekenntnis zur Demokratie.

Deswegen: Nutzen Sie die neue Medien. Verfolgen Sie, was passiert.

Schreiben Sie Ihre Meinung auf. Schreiben Sie an die Programmbeir├Ąte von ARD und ZDF. Stellen Sie Forderungen. Schreiben Sie an die Zeitungen und fordern Sie mehr Informationen.

Die Menschen in Ägypten und Tunesien und anderswo tun das auch. Weil sie gerne in einer freiheitlichen Ordnung leben würden.

Diese Menschen gehen dabei ein hohes Risiko ein – wir haben die M├Âglichkeit, ohne Risiko f├╝r Menschenrechte, Freiheit und Demokratie einzutreten.

Tun wir das nicht, w├Ąchst das Risiko, dass wir das irgendwann nicht mehr ohne Risiko k├Ânnen.

Anmerkung der Reaktion:
Unsere „allererste“ Aufgabe, die lokale Berichterstattung mag etwas „gelitten“ haben – wir hoffen, Sie sehen uns das nach, angesichts der Belastung. Wir sind nur ein kleines Team. Sie k├Ânnen sicher sein, dass wir an den Themen vor Ort dranbleiben.

„Geprothmannt“ erscheint im Wechsel mit anderen Kolumnen immer montags.

In eigener Sache: rheinneckarblog istlokal.de


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 25. Januar 2011. Ende 2010 haben die Journalisten Stefan Aigner und Hardy Prothmann sowie der Diplom-Medienp├Ądagoge Thomas Pfeiffer das Netzwerk istlokal.de gestartet. Das Netzwerk unterst├╝tzt journalistische Angebote im Internet, die lokal oder regional informieren.

Von Hardy Prothmann

Die lokale Berichterstattung bietet die exklusivsten Nachrichten der Welt. Was vor Ort passiert, betrifft die Menschen, die dort leben. Egal ob in M├╝nchen, Berlin, K├Âln, Stuttgart, auf dem platten Land oder in einem Ballungsraum. Oder in New York, Los Angeles, Paris, London, Mailand, Barcelona.

In den vergangenen zwei Jahren sind in vielen Orten Deutschlands lokale „Blogs“ oder digitale Internet-Zeitungen entstanden und auch 2011 werden viele neue Angebote dazukommen. Mal sind es politisch engangierte B├╝rger, mal Journalisten, die das „nebenbei“ machen. Aber immer mehr Angebote werden mit dem Anspruch der Herausgeber betrieben, von dieser Arbeit auch leben zu k├Ânnen.

Kritischer Zustand des Journalismus.

Jeder, der ein kommerzielles Angbot betreibt, steht dabei vor denselben Problemen: Der lokale und regionale Werbemarkt im Internet ist noch nicht befriedigend entwickelt, noch nicht einmal ausreichend.

Das Portal von istlokal.de bietet vernetzten Journalismus.

Aus gutem Grund. Die Presselandschaft in Deutschland ist ├╝berwiegend monopolisiert. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es fast nur noch „Einzeitungskreise“ – sprich, es gibt keinen journalistischen Wettbewerb mehr vor Ort. Die Monopolzeitungen bestimmen, ├╝ber wen was wann wie berichtet wird.

Wozu das f├╝hrt, zeigt das Beispiel Stuttgart21 deutlich. Die Stuttgarter Zeitung hat kaum kritisch berichtet – aus gutem Grund. Wie der stern mit dem Hintergrundbericht „Fahrt auf schw├Ąbischem Filz“ offenlegte, geh├Ârt die Zeitung zur S├╝dwestdeutschen Medienholding (SWMH), die vor einiger Zeit die S├╝ddeutsche Zeitung gekauft hat.

„Fahrt auf schw├Ąbischem Filz.“

Ein schwerer finanzieller Brocken, der das Unternehmen in Schwierigkeiten brachte. ├ťber die Landesbank Baden-W├╝rttemberg nahm man ein Schuldscheindarlehen ├╝ber 300 Millionen Euro auf, so der Bericht.

Darin hei├čt es: „Die LBBW war hierf├╝r ein idealer Partner. Vorsitzender ihrer Tr├Ągerversammlung ist Ministerpr├Ąsident Mappus. In ihrem Verwaltungsrat hat die Politik das Sagen. Vorsitzender ist der CDU-Landtagsabgeordnete Peter Schneider, Pr├Ąsident des baden-w├╝rttembergischen Sparkassenverbands. Mitglieder des Verwaltungsrats sind unter anderem der Stuttgarter OB Wolfgang Schuster, die CDU-Landesminister Wolfgang Reinhart (Berlin/Europa) und Willi St├Ąchele (Finanzen), die Unternehmer Heinz D├╝rr und Dieter Hundt und Claus Schmiedel, Chef der SPD-Fraktion im Landtag. Der hielt Stuttgart 21 bis vor kurzem f├╝r „menschenfreundlich, umweltfreundlich und relativ schnell realisierbar.“

Solche Verbindungen lassen vermuten, dass eine objektive Berichterstattung nicht mehr gegeben ist.

Der stern berichtet ├╝ber die Verfilzung von Medien, Politik und Wirtschaft.

Zur├╝ck zum Werbemarkt – der wird von Zeitungen dominiert. Und jede Anzeige, die von Print nach Online abwandert, ist ein Verlust, der die Zeitungen trifft. Die haben folglich ├╝berhaupt kein Interesse, den Online-Werbemarkt zu entwickeln. Denn Online-Anzeigen sind g├╝nstiger, sprich, bringen den Zeitungen weniger Einnahmen.

Dramatische Entwicklung.

Und wer sich online informiert, auch durch Werbung, braucht keine Zeitung mehr – die teils dramatisch zur├╝ckgehenden Auflagen- und Abozahlen zeigen deutlich, unter welchem wirtschaftlichem Druck Zeitungen stehen.

Mit dramatischen Folgen f├╝r die B├╝rgerinnen und B├╝rger: Die Berichterstattung wird zunehmend flacher, da die Zeitungsverlage in den vergangenen Jahren hunderte Journalisten entlassen haben. Es gibt Regionen in Deutschland, ├╝ber die ├╝berhaupt keine Berichterstattung mehr stattfindet. Die ungepr├╝fte ├ťbernahmen von „PR-Artikel“ ist an der Tagesordnung.

Wer aufmerksam die Zeitung liest, stellt fest, dass der ├╝berwiegende Teil der Artikel nicht mehr redaktionell vor Ort erarbeitet wird, sondern au├čerhalb der Zeitung. Ob als Agenturmeldung oder PR-Text.

Und es gibt jede Menge Lokalredakteure, die eine Pressemitteilung ein wenig umschreiben und dann unter ihrem Namen als eigenen Artikel ver├Âffentlichen. Das ist Betrug am Leser. Und der findet t├Ąglich ├╝berall statt.

Journalismus ist wichtig f├╝r die Demokratie.

Und es schadet der Glaubw├╝rdigkeit des Journalismus, der eigentlich die „4. Macht“ im Staate sein soll. Durch kritisches Pr├╝fen von Informationen, durch Recherche von Hintergr├╝nden und Verbindungen, durch eine objektive Berichterstattung. Diese Aufgabe ist enorm wichtig, um eine Demokratie stabil zu halten.

Engagierte B├╝rger und freie Journalisten gr├╝nden deshalb ihre eigenen Medien – aus Frust ├╝ber die unzul├Ąngliche „Lobby“-Berichterstattung der Zeitungen, die oft mehr verschweigen, denn berichten. Aus der ├ťberzeugung heraus, dass dort immer weniger echter Journalismus stattfindet.

Die Alternative hei├čen Blog oder Internet-Zeitung – die Namensgebung spielt keine Rolle, sondern der Inhalt. Hier finden Dokumentation und kritische Berichte statt.

Vielf├Ąltige Herausforderungen.

„B├╝rgerjournalisten“ stehen dabei vor der Herausforderung, wie sie diese journalistische T├Ątigkeit wahrnehmen. Journalismus ist ein Handwerk, das man lernen kann und muss. Ohne Kenntnisse in Sachen Recherche, Schreiben und auch Medienrecht werden wichtige Informationen nicht gefunden oder es drohen Abmahnungen von denen, die sich durch die Berichte „gest├Ârt“ f├╝hlen – sei es die Kirche, seien es Unternehmen oder Politiker oder ├ämter.

Hardy Prothmann ist verantwortlicher Redakteur f├╝r die Angebote des rheinneckarblogs. Bild: sap

Professionelle Journalisten brauchen Einnahmen, von denen sie leben k├Ânnen und mit denen sie ihre Arbeit finanzieren. Also Werbeeinnahmen. Manche gr├╝nden auch F├Ârdervereine, die die Arbeit ├╝ber Mitgliedsbeitr├Ąge und Spenden finanzieren.

Das Netzwerk istlokal.de will eine Genossenschaft gr├╝nden, in der unabh├Ąngige Internet-Medien, die lokal und/oder regional berichten, sich organisieren. Um journalistische Aus- und Fortbildung anzubieten. Um sich bei technischen L├Âsungen zu unterst├╝tzen, um sich rechtlich wehren zu k├Ânnen und nat├╝rlich, um den lokal-regionalen Onlinewerbemarkt voranzubringen.

Wir stehen dabei in Konkurrenz zu den Tageszeitungen. Journalistisch und auch gesch├Ąftlich.

Vernetzter Journalismus.

Wo es schon teils herausragende lokale Angebote gibt, k├Ânnen Sie auf unserer Seite istlokal.de nachschauen. Wenn Sie selbst ein Angebot planen, k├Ânnen Sie sich gerne an uns wenden. Wenn Sie schon ein Angebot in Betrieb haben, schlie├čen Sie sich uns an. Die notwendigen Informationen finden Sie auf unserer Website.

istlokal.de wird seine Mitglieder, egal ob hauptberufliche Journalisten oder B├╝rgerjournalisten, unterst├╝tzen. Zum einen zur F├Ârderung der Presse- und Meinungsfreiheit, zum anderen als „Unternehmer“-Verband f├╝r professionelle Journalisten. Und wir sind ├╝berzeugt davon, dass wir auch die Wirtschaft, die Vereine, die Forschung und andere Bereiche der Gesellschaft mit einem verantwortungsvollen Journalismus unterst├╝tzen.

F├╝r das erste Halbjahr 2011 ist eine Informationsveranstaltung geplant. Wir werden Sie ├╝ber unsere Fortschritte zeitnah informieren.

Hintergrund:

Hardy Prothmann ist verantwortlich f├╝r das rheinneckarblog und betreibt zudem die lokalen Angebote heddesheimblog.de, hirschbergblog.de, ladenburgblog.de und weinheimblog.de. F├╝r seine Arbeit wurde er 2009 und die „100 Journalisten des Jahres“ durch eine unabh├Ąngige Jury der Fachzeitschrift „MediumMagazin“ auf Platz 3 in der Kategorie „Regionales“ gew├Ąhlt.

Er arbeitet seit 1991 als freier Journalist. W├Ąhrend des Studiums von 1991-1994 f├╝r den Mannheimer Morgen, ab 1995 ├╝berregional f├╝r fast alle gro├čen Medien sowie die ARD. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von netzwerk recherche und Mitglied des Frankfurter Presseclubs. Im Mai 2009 startete er das heddesheimblog.de.

Stefan Aigner ist freier Journalist in Regensburg. Er betreibt die Seite regensburg-digital.de und ist bundesweit durch seine kritische Berichterstattung bekannt geworden, die ihm schon drei Prozesse eingebracht hat. Aktuell hat ihn die Di├Âzese Regensburg verklagt, weil er die Zahlung von Geldern an die Eltern eines Missbrauchsopfers in Anlehnung an einen Spiegelbericht als „Schweigegeld“ benannt hat. Die katholische Kirche hat auf Unterlassung geklagt. Weil Stefan Aigner 10.000 Euro Spendengelder einwerben konnte, hat er sich auf den Prozess einlassen k├Ânnen. Das Hamburger Landgericht will das Urteil Ende Februar 2011 verk├╝nden.

Thomas Pfeiffer ist Diplom-Medienp├Ądagoge und Social Media-Experte. Er betreibt die Seite webevangelisten.de und ist Mitbegr├╝nder des Twittwoch, eines Vereins zur F├Ârderung von Social Media-Anwendungen. Der passionierte Bergsteiger unterst├╝tzt das Netzwerk istlokal.de mit seinen Expertenkenntnissen. Als politisch interessierter B├╝rger ist er zudem „Genosse“ der links-liberalen Tageszeitung die „taz“ aus Berlin.

istlokal.de wurde am 28. Dezember 2010 in Heddesheim gegr├╝ndet. Zur Zeit findet die Mitgliederwerbung statt. In K├╝rze wird der „Vorstand“ durch weitere Journalisten erweitert, die sich aktiv in das Netzwerk einbringen wollen. Geplant ist die Gr├╝ndung einer Genossenschaft sowie einer operativen GmbH, die die organisatorischen Arbeiten ├╝bernimmt.

Wir sind offen f├╝r Sponsoren, die zu uns passen und Kooperationspartner, die gerne mit istlokal.de zusammenarbeiten m├Âchten. Erste Gespr├Ąche werden mit der Fotografenagentur Freelens sowie dem Autoren-Netzwerk Freischreiber gef├╝hrt.

Interview: Rechtsanwalt Udo Vetter zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag

Guten Tag!

Ladenburg, 04. Dezember 2010. Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag sorgt f├╝r Aufregung. Mit seinen f├╝nf Buchstaben („JMStV“) h├Ąlt er die gesamte Blogosph├Ąre seit einigen Tagen in Atem. Dabei betrifft der Staatsvertrag ab 01.01.2011 alle Telemedien. Im ung├╝nstigsten Fall also auch ihre Homepage. Was der JMStV ├╝berhaupt ist und was er f├╝r Sie bedeuten kann, haben wir im Interview mit Udo Vetter, Fachanwalt f├╝r Strafrecht gekl├Ąrt.

Von Christian M├╝hlbauer und Hardy Prothmann

Felix Neumann meint bei Carta: Klagen statt Sperren!

Auf einschl├Ągigen Seiten ist der JMStV bereits seit mehreren Monaten ein wichtiges Thema. Immer wieder Flammen Zensur-Vorw├╝rfe auf. Mit diesem vermeintlich neuen Gesetz wolle man das Internet kontrollieren. Fakt ist: Der JMStV ist nicht neu. Er wird ab dem 01.01.2011 lediglich in aktualisierter Form in Kraft treten. Vorausgesetzt alle fehlenden Bundesl├Ąnder unterzeichnen ihn noch.

Wie der Name schon sagt, geht es um den Schutz der Jugendlichen gegen├╝ber Medien – oder vielleicht auch umgekehrt. Der Jurist Udo Vetter kann die Hysterie um den JMStV nicht teilen. Am 01. Dezember 2010 verdeutlichte er das auch in seinem Weblog. Der Beitrag „Blogger k├Ânnen leidlich gelassen bleiben“ war mehr oder weniger eine Reaktion auf die Ank├╝ndigung diverser Blogger, ihre Angebote ab dem 01.01.2011 einzustellen. So beispielsweise das „VZLog„.

Die Einsch├Ątzungen des Juristen zum JMStV sorgten binnen k├╝rzester Zeit f├╝r wahre Massen an weiteren Blogeintr├Ągen. Zustimmende, wie auch ablehnende Beitr├Ąge sprudelten f├Ârmlich hervor. Das Pottblog zeigte sich angriffsfreudig: Rechtsanwalt Vetter w├╝rde sich irren.

Das juristische Blog „Telemedicus“ besch├Ąftigte sich mit der Frage, ob das „Nachrichtenprivileg“ des JMStV auch f├╝r Blogs gelten w├╝rde. Der Jurist Thomas Stadler betonte, dass sein Blog online bleiben werde – auch ohne Alterskennzeichnung. Der Rechtsprofessor Dr. Thomas Hoeren bittet gar darum, dass man den Unsinn namens JMStV lassen solle.

Wir haben Rechtsanwalt Vetter kontaktiert, um mehr Details zu erfahren. Ist der JMStV nur Humbug oder tats├Ąchlich eine ernste Gefahr f├╝r alle Betreiber einer Webseite?

Miserables Wischwaschi

Herr Vetter, es gibt Aufregung um den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag. Warum?


Udo Vetter: ÔÇ×Das Problem ist die grunds├Ątzlich schlechte, weitgehend unverst├Ąndliche Formulierung des Gesetzes. Die Schwammigkeit l├Âst zu recht Bef├╝rchtungen aus. Selbst einer der Verfasser, Staatssekret├Ąr Martin Stadelmaier, ├Ąu├čert sich zum Text heute so, dass man fast annehmen kann, er versteht ihn selbst nicht mehr.

Was hei├čt ÔÇ×schlechte FormulierungÔÇť?

Vetter: ÔÇ×Salopp ausgedr├╝ckt, B├╝rokratendeutsch und Wischiwaschi von der ersten bis zur letzten Zeile. Selbst Juristen diskutieren nun sehr kontrovers, was da wie genau geregelt ist. Letztlich erzeugen die miserablen Formulierungen Unsicherheit und damit Aufregung und auch Angst.ÔÇť

„Glaube nicht an Abmahnwelle.“

Innerhalb der Bloggerszene wird Ihr Beitrag dazu kritisiert, denn Sie geben sich ÔÇ×entspanntÔÇť.

Das pottblog teilt die Einsch├Ątzung von Rechtsanwalt Vetter nicht

Vetter: ÔÇ×Bin ich auch. Ich glaube weder, dass es eine gro├če Abmahnwelle geben wird, noch glaube ich, dass die strikten Regelungen durchgesetzt werden k├Ânnen. Was ich aber dringend richtig verstanden wissen will: Ich unterst├╝tzte dieses Gesetz nicht. Ich halte es f├╝r ├╝berfl├╝ssig, weil es nichts f├╝r den Jugendschutz bringt. Das best├Ątigen auch namhafte Medienp├Ądagogen.ÔÇť

Die Politik scheint Ihnen f├╝r diese Einsch├Ątzung geradezu dankbar zu sein, wie man h├Ârt.

Vetter: ÔÇ×Ich habe verwundert festgestellt, wie man mich vereinnahmt. Dass mit dem Gesetz nicht das Internet untergehen wird, bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass wir die Regelung brauchen. Im Gegenteil: Der Entwurf ist weltfremd und er verbessert nicht den Jugendschutz.ÔÇť

„Vermeintliche Sachzw├Ąnge und Eitelkeiten.“

Irgendwie aber doch erstaunlich, welche ÔÇ×AuswirkungenÔÇť der JMStV so hat.

Vetter: ÔÇ×Erstaunlich finde ich die Haltung der SPD und der Gr├╝nen, die in NRW von Sachzw├Ąngen sprechen und deswegen bereits sind, ein anerkannt schlechtes Gesetz durchzuboxen, ÔÇ×blo├č weil es schon so weit fortgeschrittenÔÇť ist. Und in anderen L├Ąndern, wo zum Beispiel die SPD in der Opposition ist, lehnt diese das Gesetz als untauglich ab. Hier regiert nicht mehr der Verstand, sondern vermeintliche Sachzw├Ąnge und Eitelkeiten.ÔÇť

Lassen Sie uns doch mal ├╝ber das Ziel des Gesetzes reden. Ist es nicht n├Âtig, die Jugend zu sch├╝tzen?

Vetter: ÔÇ×Sicher ist das ein hehrer Anspruch. Nur wird mit diesem Gesetz kein einziger Jugendlicher besser gesch├╝tzt werden. Der JMStV ist ein organisatorisches Monster, dass nur einen Zweck erf├╝llt: Es ist ein ÔÇ×Schaut-her-wir-tun-wasÔÇť-Gesetz.ÔÇť

Trotzdem bef├╝rchten viele Blogger Abmahnungen und Probleme.

Vetter: ÔÇ×Die kann es im Einzelfall geben, das muss man abwarten. Tats├Ąchlich glaube ich nicht daran. Gerichte m├╝ssten erst einmal davon ausgehen, dass eventuelle Verst├Â├če gegen den JMStV wettbewerbsrechtlich relevant sind. Das ist l├Ąngst nicht ausgemacht.ÔÇť

Was ist mit redaktionell-journalistischen Blogs?

Vetter: ÔÇ×Die sind privilegiert. Das hei├čt, wer eine an die Allgemeinheit gerichtete, periodische, politische und gesellschaftliche Berichterstattung anbietet, f├Ąllt unter die ÔÇ×Lex BildzeitungÔÇť, die hier eingearbeitet worden ist.ÔÇť

„Lex Bildzeitung.“

Lex Bildzeitung? Erkl├Ąren Sie das doch genauer.

Vetter: ÔÇ×Na, wenn das Gesetz ernst gemeint w├Ąre, m├╝ssten bild.de und andere Boulevardmedien am 1. Januar 2011 ihr mit einer Altersfreigabe 16 oder vielleicht sogar 18 Jahren versehen. Nacktfotos und Ratgeber ├â┬í la ÔÇ×10 Tipps f├╝r tollen Sado-Maso-SexÔÇť sind nach den Ma├čst├Ąben des JMStV ÔÇ×desorientierendÔÇť und beeintr├Ąchtigen die Entwicklung junger Menschen.ÔÇť

Und Sie meinen, der Axel-Springer-Verlag…

Rechtsanwalt Udo Vetter

Vetter: ÔÇ×… hat ein W├Ârtchen mitgeredet? Das ist m├Âglich. Die Boulevardpresse will ihre freiz├╝gigen Inhalte weiter anbieten. Sex sells, das gilt insbesondere f├╝r sie. Aber ebenso f├╝r die Softporno-Portale. Diese m├╝ssen zwar eine Altersklassifizierung durchf├╝hren, daf├╝r d├╝rfen sie aber k├╝nftig ihre Angebote auch tags├╝ber ÔÇ×sendenÔÇť.ÔÇť

„Der gesunde Menschenverstand wird’s richten.“


Nochmal: Nicht alle Blogger sehen das so entspannt wie Sie. Was tun?

Vetter: ÔÇ×Der Jurist sagt jetzt, das h├Ąngt vom Einzelfall ab. Meine pers├Ânliche Einsch├Ątzung ist: Der gesunde Menschenverstand wird-ÔéČÔäós richten. Wer mit Google-Anzeigen die Serverkosten reinholen will, betreibt noch lange kein ÔÇ×GewerbeÔÇť und kann deshalb von jedermann abgemahnt werden. Abmahnfalle Nr. 1 w├Ąre ohnehin der fehlende Jugendschutzbeauftragte. Den kann man aber nun wirklich einfach ins Impressum aufnehmen, denn einen Qualifikationsnachweis muss der Beauftragte nicht erbringen.“

Und sonst?

Vetter: ÔÇ×Verweise ich auf die Impressumspflicht und die Welle, die darum gemacht wurde. Soweit mir bekannt ist, ist nicht viel passiert. Auch die erste Fassung des JMStV, die ja bereits viele ├Ąhnliche Regelungen wie etwa die ÔÇ×SendezeitenÔÇť verbindlich anordnet, h├Ątte eigentlich schon viel Potenzial f├╝r ÔÇ×AbmahnungenÔÇť haben m├╝ssen, wenn man alles sehr eng sind. Tats├Ąchlich ist nicht viel passiert.ÔÇť

Weiterf├╝hrende Links:

Zur Person:
Udo Vetter ist Fachanwalt f├╝r Strafrecht in D├╝sseldorf. Unter „Lawblog“ schreibt er ├╝ber die verschiedensten Themen. Meist sind diese juristischer Natur oder aus seiner eigenen beruflichen Erfahrung. Einer seiner bekanntesten Vortr├Ąge ist „Sie haben das Recht zu Schweigen„.

In eigener Sache: ladenburgblog beim 15. Mainzer MedienDisput

Guten Tag!

Ladenburg, 27. November 2010. Am Donnerstag, den 25. November 2010, war das ladenburgblog auf dem 15. MainzerMedienDisput vertreten. Hardy Prothmann war als Teilnehmer der Diskussionsrunde „David gegen Goliath – die digitale Steinschleuder“ geladen. Man stellte sich der Frage, welche Perspektive lokaljournalistische Onlineangebote haben und ob sie eine Konkurrenz zum etablierten Printmedienmarkt sind.

Von Christian M├╝hlbauer

Der rheinland-pf├Ąlzische Ministerpr├Ąsident Kurt Beck er├Âffnete die Veranstaltung und forderte mehr „Staatsferne“ in den Aufsichtsratsgremien der ├Âffentlich-rechtlichen Sender.

Die aktuelle Debatte ├╝ber eine gesetzliche Einschr├Ąnkung von Berichten in Zusammenhang mit m├Âglichen Terror-Akten kommentierte er: „Ich halte solche ├ťberlegungen f├╝r inakzeptabel. Die Medien in Deutschland berichten ganz ├╝berwiegend so, dass man erkennt, dass sich die Journalistinnen und Journalisten ihrer Verantwortung bewusst sind.“

Von Links: Alfons Pieter, Peter Schink, Dr. Christian St├Âcker, Thomas Mrazek, Stefan Aigner, Hardy Prothmann. Bild: Christian M├╝hlbauer

Zu den geladenen G├Ąsten des „Panel 4“ geh├Ârten Alfons Pieper (wir-in-nrw.de), Peter Schink (Blog Age), Dr. Christian St├Âcker (Stellv. Ressortleiter Spiegel Online, Netzwelt), Stefan Aigner (Regensburg Digital) sowie Hardy Prothmann (ladenburgblog). Die Moderation wurde von Thomas Mrazek (Vorsitzender DJV Fachausschuss Online) durchgef├╝hrt.

Gegen die Hofberichterstattung.

Nach einer kurzen Einf├╝hrung stellten die Teilnehmer ihre Projekte sowie ihre Sicht auf die aktuelle Lage dar. Der fr├╝here stellvertretende Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, Alfons Pieper (69), betreibt das wir-in-nrw.de-Blog erst seit Dezember 2009.

Sein Team umfasse 6-7 professionelle Journalisten, die alle anonym schreiben, „weil sie als Printjournalisten angestellt sind“. Ausl├Âser f├╝r die Schaffung des Blogs war die „Hofberichterstattung in Nordrhein-Westfalen“.

Die Berichterstattung hatte den fr├╝heren nordrhein-westf├Ąlischen Ministerpr├Ąsidenten J├╝rgen R├╝ttgers enorm unter Druck gesetzt.

Direkt im Anschluss stellte Hardy Prothmann seine lokalen Blogs zu Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg und ab kommender Woche Weinheim, vor. Wie er erkl├Ąrte, habe er das lokaljournalistische Angebot im Mai 2009 ins Leben gerufen. Aufh├Ąnger sei damals das Logistikzentrum „Pfenning“ gewesen, welches sich in der Gemeinde Heddesheim ansiedeln wolle.

Bei seiner Recherche fand er heraus, dass es in den Jahren zuvor zahlreiche negative Berichte ├╝ber „Pfenning“ gab. Nachdem sich das Unternehmen in Heddesheim ansiedeln wollte, blieben diese jedoch aus. Unzufrieden mit der „Hurra-Berichterstattung“ des Mannheimer Morgen nahm er die Berichterstattung selbst in die Hand.

Stefan Aigner aus Regensburg macht seinen Lokaljournalismus auf „regensburg-digital.de“ schon seit drei Jahren. Urspr├╝nglich war das Projekt aus einem Anzeigenblatt hervorgegangen. Inzwischen betreibt Aigner das Projekt in Eigenregie, unterst├╝tzt durch einen Kulturverein, ├╝ber den Aigner Spenden erh├Ąlt.

Unabh├Ąngig, mutig, unterfinanziert.

Mrazek merkte insbesondere den Untertitel des Blogs an: „Unabh├Ąngig, mutig, unterfinanziert“. Wie schlecht es um die Einnahmen bestellt ist, legte Aigner ebenfalls offen: „Ich lebe nur unwesentlich ├╝ber HartzIV-Niveau, aber ich komme zurecht.“

Ihm folgte die Vorstellung von Dr. Christian St├Âcker, stellvertretender Ressortleiter Netzwelt bei Spiegel Online. Gleich zu Beginn vermittelte er seine Kernbotschaft: „Die deutsche Bloggerszene ist eine Bereicherung f├╝r die Medienlandschaft.“ Dabei betonte er, dass es durchaus Blogs mit journalistischem Anspruch geben w├╝rde. „Blogs werden jedoch keinen Journalismus ersetzen, da sie sich nicht an Standards gebunden sehen“, so St├Âcker.

Es folgte Peter Schink. Schink war unter anderem f├╝r den Relaunch von Welt Online verantwortlich. Dar├╝ber hinaus ist er aktiver Blogger und betreibt eines der ├Ąltesten deutschen Blogs. Als Vertreter der Blogosph├Ąre warf er einen Blick auf die Stellung von Blogs im gegenw├Ąrtigen Mediensystem. „Was ist anders, wenn ein einzelner etwas publiziert statt eines Verlags?“, war seine Frage an die anwesenden Zuh├Ârer.

Hardy Prothmann hielt den beiden entgegen, dass „kleine Blogs“ oft kritischer als „gro├če Medienh├Ąuser“ berichten, weil die „Abh├Ąngigkeiten“ fehlten. Zudem w├╝rden viele Redaktionen nur vom Schreibtisch aus arbeiten und nicht drau├čen bei den Menschen sein. Standards wie Recherche, sichere Fakten, Quellenschutz und andere professionelle journalistische Qualit├Ąten finden selbstverst├Ąndlich bei guten Blogs statt – oft besser als in „Monopolredaktionen“.

Eine schwierige Situation

Auf die Frage, wie es um die Finanzierung und Akzeptanz der Angebote stehe, redeten alle Teilnehmer Tacheles. Das gr├Â├čte Problem sei, so Alfons Pieper, dass man „keine Rechtsabteilung in der Hinterhand“ habe. Eine Klage oder einen Prozess k├Ânne man faktisch nicht riskieren. Auch wenn man monatlich inzwischen 2,5 Millionen Seitenaufrufe erhalten w├╝rde. Das wir-in-nrw-Blog ist aber auch nicht-kommerziell angelegt.

Wie riskant die Situation sein kann, verdeutlichte Stefan Aigner. Er wurde bereits mit drei Klagen ├╝berzogen. Zwei davon konnte er gewinnen. Ein Prozess steht noch aus. Auf den juristischen „Streit“ mit der Erzdi├Âzese konnte er sich jedoch nur durch Spenden einlassen. „Momentan reicht es f├╝r 1,5 Instanzen“, so Aigner.

Aigner hatte in einem Missbrauchsfall durch einen katholischen Priester an einem Jungen eine sp├Ątere Geldzahlung als „Schweigegeld“ bezeichnet. Die Kirche will ihm das juristisch untersagen lassen. Die Prozesse wolle man grunds├Ątzlich durchfechten. Schlie├člich hat ein Gericht bei einem der beiden vorangegangenen Prozesse schon festgestellt, dass „Wahrheit grunds├Ątzlich nicht rechtswidrig“ ist.

Auch Hardy Prothmann hatte schon mehrere „Klage“-Drohungen: „Das ist schon erstaunlich – als ich noch f├╝r gro├če Medien berichtet habe, gab es keine einzige Klage, jetzt versucht man mich und andere damit einzusch├╝chtern.“

Ein Blick in die Zukunft

Das nach wie vor konkrete Problem ist und bleibt also die Finanzierung. Prim├Ąr w├╝rde diese bisher ├╝ber Werbung erm├Âglicht.

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Hardy Prothmann gibt im Anschluss an seine Podiumsdiskussion einer Journalsitensch├╝lerin ein Interview. Bild: Christian M├╝hlbauer

Wie es zuk├╝nftig mit lokaljournalistischen Blogs weitergehe, konnte man nicht abschlie├čend beantworten. Professioneller, journalistisch ausgebildeter Nachwuchs sei jedenfalls vorhanden. Vielleicht kommen in der Zukunft Zusammenschl├╝sse von journalistischen Blogs in Form von Netzwerken zustande. Man m├╝sse aber auch festhalten, so Peter Schink, dass die deutsche Blogosph├Ąre im Vergleich zu anderen L├Ąndern nicht gut entwickelt sei.

Auch die Frage der Refinanzierung werde sich ├╝ber kurz oder lang l├Âsen lassen, wie Dr. St├Âcker festhielt. So sei „viel Luft f├╝r Werbung“, wenn man den Anzeigenmarkt Print mit dem Anzeigenmarkt Online vergleiche.

Hardy Prothmann merkte an, dass Online-Werbung oft noch erkl├Ąrungsbed├╝rftig sei, sich der Trend aber eindeutig weg vom Print hin zu Online entwickle: „Printwerbung ist im Vergleich zu Onlinewerbung extrem teuer und wenig erfolgreich – online tr├Ągt weiter, ist schneller, flexibler und kann einfach mehr.“

Hinweis:
Der MainzerMedienDisput wurde 1996 erstmalig veranstaltet und wird von der rheinland-pf├Ąlzischen Staatskanzlei, der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Landeszentrale f├╝r Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz getragen. Die Medienpartner des Disputs sind der S├╝dwestrundfunk (SWR) und das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF).

Anmerkung der Redaktion:
Christian M├╝hlbauer absolviert ein redaktionelles Praktikum bei uns in der Zeit vom 22. November – 10. Dezember 2010. Herr M├╝hlbauer studiert an der Fachhochschule Ansbach „Ressortjournalismus.“

SWR-Landesschau berichtet ├╝ber unsere Blogs

Guten Tag!

Ladenburg/Heddesheim, 30. Oktober 2010. Die SWR-Landesschau Baden-W├╝rttemberg hat gestern in einem Beitrag ├╝ber uns berichtet – Sie k├Ânnen den Film auch ├╝ber die Mediathek anschauen.

Beitrag in der SWR-Landesschau

Im Beitrag des SWR geht es um Chancen und Risiken des Internet – Hardy Prothmann und seine lokaljournalistische Arbeit gelten als Synonym f├╝r kritischen Journalismus vor Ort.

Hier k├Ânnen Sie den Film anschauen: SWR-Mediathek

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das ladenburgblog

Fotostrecke zur Wahl der Miss Ladenburg 2010

Guten Tag!

Ladenburg, 04. Juli 2010. Unsere Fotostrecke zeigt auf 120 Bildern die Wahl zur Miss Ladenburg 2010 – Jeans-Lauf, Abendkleid-Lauf, Bikini-Lauf.

Die Kandidatinnen der Miss Ladenburgwahl 2010. Bild: local4u

Alle Fotos: local4u
Viel Freude mit den Bildern:

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Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das ladenburgblog

Miss Ladenburg 2010: „Was f├╝r ein toller Tag.“

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Guten Tag!

Ladenburg, 04. Juli 2010. Zehn Kandidatinnen aus der Region stellten sich zur Wahl der Miss Ladenburg – jede f├╝r sich eine tolle junge Frau. Nur eine konnte es werden, die hei├čt Jennifer Lehmann und kommt aus dem benachbarten Edingen. Unsere Reportage erz├Ąhlt von der Nervosit├Ąt der M├Ądchen, der Stimmung untereinander und im Publikum, der Hitze und dem Gl├╝ck.

Von Sabine Prothmann

Miss Ladenburg 2010: Jennifer Lehmann (Mitte), links: Platz 2 f├╝r Jana Seyfried, rechts: 3. Platz f├╝r Lorena Keller. Bild: local4u

Der 3. Juli ist ein hei├čer Tag. Deutschland gewinnt im Viertelfinale sensationell gegen Argentinien mit 4:0. Die Stimmung im Festzelt bei Fody-ÔéČÔäós ist gigantisch.

18:00 Uhr. Nach dem WM-Spiel leert sich das Zelt schnell. Zur├╝ck bleiben zehn M├Ądchen, die auf ihren Auftritt warteten. Zwei Stunden nach dem Fu├čballspiel wird die Miss Ladenburg 2010 gew├Ąhlt.

Die jungen Frauen sind aufgeregt.

Die M├Ądchen sind zwischen 15 und 24 Jahren alt, sie sind sehr aufgeregt, f├╝r die meisten ist es heute der erste Auftritt bei einer Misswahl, ein Gro├čteil hat noch ├╝berhaupt keine Modellerfahrung.

18:15 Uhr. Es ist hei├č. Alles klebt, die Haare, die Klamotten. Die M├Ądchen werden von Profis der Firma Mary Kay geschminkt. Ihre Haare werden gestylt. Ein Wunder, wie sch├Ân sie aussehen, weder gl├Ąnzen ihre Gesichter, noch kleben die Haare.

Miss Ladenburg 2010: Jennifer Lehmann. Bild: local4u

18:45 Uhr. Die Zeit geht langsam voran. Und das Zelt ist ziemlich leer. Werner Herrmann ist Jury-Mitglied und vertreibt Carat Design Jeans in Viernheim. In seinem Outfit werden die M├Ądchen ihren ersten Gang machen. Engsitzende, sexy Jeans, Fu├čballtrikots und Jeansjacken. Dazu ein Fu├čballschal, entworfen von dem Mannheimer K├╝nstler Charles Art. Unvorstellbar, diesen bei der Hitze zu tragen.

Es ist hei├č.

19:15 Uhr. Dieter Augstein, Modellprofi und Veranstalter der Misswahl, versammelt die Miss-Kandidatinnen. Er bespricht mit ihnen den Ablaufplan, gibt Tipps, muntert auf. Die M├Ądchen sind aufgeregt. Nadja Covic, heute Augsteins Assistentin hinter und auf der B├╝hne mit Modellerfahrung, probt mit den jungen Frauen Laufen. Sie wei├č, wie man-ÔéČÔäós macht.

19:30 Uhr. Die letzten Jury-Mitglieder sind eingetroffen. Neben Werner Herrmann von Carat Design Jeans, sitzen in der Jury: Klaudia Domagalski, Queen of Germany, Miss Globe Germany 2009, Deutsche Meisterin Rhythmische Sportgymnastik, Marianne D├Ârsam von Mary Kay, Tim Rubens, Besitzer der Mannheimer Boutique ÔÇ×Laisse toi taterÔÇť, Hardy Prothmann, verantwortlicher Journalist f├╝r das ladenburgblog, Karin Urbansky von dem Internetsender Bigfun Radio, Markus Storch ist Vertreter des Mannheimer K├╝nstlers Charles Art, der Immobilienmakler Nick Hinz, Beate D├Ąuwelt vom ÔÇ×Kinderhospiz SterntalerÔÇť und Hans-J├╝rgen Boysen, Trainer des FSV Frankfurt.

Die Jurymitglieder werden von Dieter Augstein eingewiesen. Worauf m├╝ssen sie achten, worauf kommt es an. Die Ausstrahlung ist mindestens genauso wichtig wie die perfekten Ma├če, die Bewegung, der Stil.

19:45 Uhr. Das Zelt f├╝llt sich allm├Ąhlich. Die M├Ądchen haben ihre Familie, ihre Fans mitgebracht. Zus├Ątzliche G├Ąste kommen.

Der Moderator DJ Peter Henninger stimmt langsam ein. Der Beginn wurde auf 20.15 Uhr nach hinten verschoben. Die M├Ądchen sind sehr nerv├Âs, jetzt sind sie froh, wenn es endlich beginnt.

Das Publikum geht mit.

20:15 Uhr. Zehn Modells betreten in engen Jeans die B├╝hne. Das Publikum ist begeistert. Dieser erste Lauf ist noch ohne Wertung.

20:30 Uhr. Jetzt wird es ernst. Die M├Ądchen m├╝ssen sich in selbst ausgew├Ąhlter eleganter Robe dem Publikum und der Jury stellen.

Die erste ist die Neckarst├Ądterin Valentina Jaha, 20 Jahre und B├Ąckereifachverk├Ąuferin. Der Laufsteg ist f├╝r sie neu, sie ist aufgeregt, etwas unsicher.

Die n├Ąchste ist die 16-j├Ąhrige Lorena Keller aus Br├╝hl. Sie besucht das Wirtschaftsgymnasium und war schon im vergangenen Jahr dritte bei der Miss Ladenburg-Wahl. Man merkt ihr die Erfahrung an. Sie l├Ąuft und post schon fast wie ein Profi. Ihr Auftritt ist im Hinblick auf ihr junges Alter erstaunlich elegant.

Zehn Kandidatinnen, eine Assistentin und Moderator. Bild: local4u

Harjrije Jaha, 24 Jahre, ist ebenfalls wie ihre Schwester Valentina B├Ąckereifachverk├Ąuferin. Beide haben sich f├╝r ein Outfit im Leopardenprint entschieden. Die Gemeinsamkeiten der Schwestern sind nicht zu leugnen, sagt Moderator Dieter Augstein.

Die 22-j├Ąhrige Lena Annese kommt aus Mannheim-Neckarstadt. Sie arbeitet als Sachbearbeiterin. Ihr Sohn wurde heute zwei Jahre alt. ÔÇ×Das war hart, ihn heute an seinem 2. Geburtstag allein zu lassen, aber, wenn ich die Wahl gewinne, ist es f├╝r ihnÔÇť, sagt sie. Auch wenn sie keine Modellerfahrung hat, geht sie doch selbstbewusst mit ihren knapp 1,65 Meter ├╝ber die B├╝hne.

Potenziale.

Als f├╝nfte betritt Jana Seyfried die B├╝hne. Sie ist mit 15 Jahren die j├╝ngste unter den Teilnehmerinnen, kommt aus Br├╝hl und geht noch zur Schule. Man sieht gleich, da steckt Potenzial dahinter, hier fehlt nur Erfahrung.

F├╝r die 16-j├Ąhrige Sch├╝lerin Laura Schreckenberger aus Seckenheim ist es heute als Fu├čballfan ein guter Tag. Erst das Spiel, dann ihr gekonntes Debut auf dem Laufsteg.

Die siebte, im kleinen Schwarzen, ist die 22-j├Ąhrige Isabella B.┬áaus Mannheim. Man merkt, sie ist nicht zum ersten Mal auf dem Laufsteg. Sie macht eine Ausbildung als Medizinische Fachangestellte und f├Ąhrt in ihrer Freizeit mit Begeisterung Kanu.

Fanclub von Jennifer Lehmann. Bild: local4u

Izabela Kesten macht eine Ausbildung zur Kinderpflegerin, sie ist 17 Jahre und kommt aus Mannheim-K├Ąfertal. Mit ihren 1.79 Meter hat sie die perfekte Modellgr├Â├če.

Als Vorletzte tritt Jennifer Lehmann auf. Die 23-j├Ąhrige Industriekauffrau aus Edingen hat viele Fans mitgebracht. Ihr Auftritt wird umjubelt. Ballett und Eiskunstlauf z├Ąhlen zu ihren Hobbies. Kein Wunder, dass auch ihre Bewegungen flie├čend und elegant sind.

Die 15-j├Ąhrige Natalie Morweiser aus B├╝rstadt ist noch Sch├╝lerin und in ihrer Freizeit begeisterte Reiterin. Sie macht das gut auf dem Laufsteg, auch wenn man ihr ihre Sch├╝chternheit anmerkt.

21.10 Uhr. Die M├Ądchen haben ihren ersten Wertungslauf hinter sich und haben allesamt eine gl├Ąnzende Vorstellung gegeben. Das Publikum und vorneweg, die Familien, sind begeistert.

Jetzt m├╝ssen sie sich umziehen, als n├Ąchstes steht der Lauf im Bikini auf dem Programm. In der Zwischenzeit unterh├Ąlt DJ Peter Henninger. Die Moderation von Dieter Augstein f├Ąllt das eine oder andere Mal schon recht schl├╝pfrig aus, aber das Publikum hat Spa├č an seinen Kommetaren. Profesionell und charmant begleitet ihn Nadja Covic in seiner Moderation.

21:25 Uhr. Die M├Ądchen pr├Ąsentieren sich in Bademoden. Alle zehn laufen selbstbewusst in knappen Bikinis ├╝ber die B├╝hne. Die Entscheidung wird nicht leicht f├╝r die Jury und das Publikum.

21:35 Uhr. Der Lauf ist beendet. Dieter Augstein sammelt die Wahlzettel der Jury und des Publikums ein. Er und seine Assistentin Nadja z├Ąhlen jetzt aus.

Spannung – was ergeben die Wahlzettel.

21:45 Uhr. W├Ąhrend ausgez├Ąhlt wird, f├╝hren die Miss-Wahl-Kandidatinnen Kleider aus der Boutique von Timo Rubens vor. Sch├Âne Kleider an sch├Ânen Frauen – eine perfekte Kombination.

22:00 Uhr. Die M├Ądchen sind sehr aufgeregt. Auch im Publikum und nat├╝rlich bei den mitgebrachten Fans wird diskutiert, wer den Miss-Titel nach Hause tragen wird.

Miss Ladenburg 2010: Jennifer Lehmann hat als einzige von allen Jury-Mitgliedern Stimmen erhalten. Bild: local4u

22:15 Uhr. Endlich betreten Dieter Augstein und Nadja die B├╝hne. Den Kandidatinnen ist die Nervosit├Ąt sichtlich anzusehen. Jede m├Âchte einen guten Platz und vor allem m├Âchten sie, dass die Entscheidung schnell f├Ąllt.

22:20 Uhr. F├╝nf M├Ądchen werden eine Wertung bekommen. Die 16-j├Ąhrige Laura Schreckenberger hat den f├╝nften Platz erreicht. Die Sch├╝lerin freut sich riesig, ein toller Erfolg f├╝r eine erste Teilnahme. Den vierten Platz konnte die 21-j├Ąhrige Isabella B. ergattern.

22:30 Uhr. Die Spannung steigt. Noch acht Kandidatinnen hoffen auf einen der drei ersten Pl├Ątze, hoffen den Miss-Titel nach Hause zu tragen.

22:33 Uhr. Den dritten Platz erreicht die Sch├╝lerin Lorena Keller aus Br├╝hl. ÔÇ×Zwei Mal der dritte Platz ist schon fast der ersteÔÇť, sagt Dieter Augstein zur Vorjahres-Dritten.

22:36 Uhr. Mit dem zweiten Platz h├Ątte sie selbst niemals gerechnet, die 15-j├Ąhrige Sch├╝lerin Jana Seyfried aus Br├╝hl wird Vize-Miss-Ladenburg.

22:41 Uhr. Die Spannung steigt ins Unermessliche. Wer wird Miss Ladenburg 2010 – noch sechs Kandidatinnen gibt es.

Es ist die 23-j├Ąhrige Jennifer Lehmann aus Edingen, mit gut 200 Punkten Vorsprung hat sie sich souver├Ąn den Misstitel erk├Ąmpft. Das Publikum jubelt und bei Jennifer flie├čen Freudetr├Ąnen.

Nur Jennifer Lehmann erh├Ąlt von allen Jury-Mitgliedern eine Wertung.

Dieter Augstein ist zufrieden. Die Entscheidung von Publikum und Jury war eindeutig. ÔÇ×Jenny war die einzige Kandidatin, die von allen Jurymitgliedern Punkte bekommen hat.ÔÇť

Die vierte Wahl zur Miss-Ladenburg war wieder ein gro├čer Erfolg und die ÔÇ×Musik war ein KnallerÔÇť bedankt sich Fody-ÔéČÔäós Gesch├Ąftsf├╝hrer Willy Koch bei DJ Peter Henninger.

Gemeinsam mit dem Mitorganisator der ÔÇ×Ladenburger Pop & SpassfestivalsÔÇť, Tim Nusselt, freut er sich, den drei Gewinnerinnen ihre Schleifen umzulegen und die Gewinne zu ├╝berreichen.

Und die Gewinne k├Ânnen sich sehen lassen, die Siegerin gewinnt ein Wellness-Wochenende im Luxushotel f├╝r zwei Personen, weiter gibt es einen Modell-Workshop mit Casting und Shooting, Mary Kay-Gutscheine, ein Jahresticket f├╝r die FSV Frankfurt, einmal Bodypainting vom Mannheimer K├╝nstler Charles Art, ein Flug ├╝ber die Rhein-Neckar-Region, eine Ausstattung aus der Boutique von Timo Rubens und Gutscheine f├╝r Fody-ÔéČÔäós. Das ladenburgblog wird Jennifer Lehmann, Jana Seyfried und Lorena Keller portr├Ątieren.

ÔÇ×Was f├╝r ein toller TagÔÇť, sagt eine aus Jennys Familie, ÔÇ×die Deutschen siegen mit 4:0 gegen die Argentinier und unsere Jenny wird Miss Ladenburg.ÔÇť

Zum Abschluss ein weiteres Gruppenfoto. Bild: local4u

Kommunalrechtsamt best├Ątigt „heddesheimblog-Erlass“

Guten Tag!

Heddesheim/Ladenburg, 23. Juni 2010. Die Dienstaufsichtsbeschwerde wegen Behinderung der Pressefreiheit durch den B├╝rgermeister Michael Kessler ist vom Kommunalrechts erwartungsgem├Ą├č zur├╝ckgewiesen worden. Diese Bewertung ├╝berrascht nicht, wohl aber das Verfahren und die Begr├╝ndung. Wir dokumentieren hier einen Text aus dem heddesheimblog. In Heddesheim wird unsere journalistische Arbeit durch den B├╝rgermeister Kessler und andere massiv behindert.

Von Hardy Prothmann

Das Kommunalrechtsamt des Rhein-Neckar-Kreises ist vor allem f├╝r eines nicht bekannt – f├╝r B├╝rgern├Ąhe.

Im Volksmund hei├čt es auch „Hau-den-B├╝rgermeister-raus-Amt“ – sprich: Das Amt wehrt nach M├Âglichkeit alles ab, was einem B├╝rgermeister in die „Quere“ kommt.

So auch im Fall unserer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Heddesheimer B├╝rgermeister Michael Kessler.

Hardy Prothmann, Journalist. Bild: sap

Die Redaktion des heddesheimblogs hatte bereits im Sommer 2009 eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen das inakzeptable Verhalten und die einseitige Bevorzugung anderer „Presseorgane“ durch Herrn Kessler eingereicht.

Im Kern beschwerten wir uns, dass es eine Bevorzugung des Mannheimer Morgens und anderer Presseorgane gebe. Der Landrat-Stellvertreter Dr. Bodo-Falk Hoffmann schrieb uns damals, dass dies nicht der Fall sei und ├╝berhaupt fraglich sei, ob unser „heddesheimblog“ ├╝berhaupt „Presse“ sei.

Mal abgesehen davon, dass der Jurist Herr Hoffmann mit diesem Schreiben eine peinliche Dokumentation seiner fachlichen Inkompetenz in Sachen Presserecht und Neue Medien dokumentiert hat, wurde die Gemeinde Heddesheim, respektive Herr Kessler aufgefordert, unsere Redaktion „gleichzubehandeln“.

Herr Kessler wertet das als ein „nicht-stattgegebene“ Dienstaufsichtsbeschwerde. Wir werten das als eine „geschwurbelte“ Ausrede.

Herr Kessler machte aus dieser Aufforderung ein Katz und Maus-Spiel und beschr├Ąnkt bis heute alle Information auf das absolut notwendige Ma├č.

Beispielsweise gab es ein Gespr├Ąch im Rathaus mit einem Landtagsabgeordneten zum Verkehr in Heddesheim. Der Mannheimer Morgen wurde eingeladen – das heddesheimblog nicht. Auf Nachfrage wurde uns erkl├Ąrt, nicht die Gemeinde habe eingeladen, sondern die CDU. (Das pressefeindliche Verhalten der CDU lassen wir mal au├čen vor….)

Der Abgeordnete hat uns auf Nachfrage best├Ątigt, dass auch die Gemeinde „Veranstalter“ gewesen sei und er nicht alleine eingeladen habe. Er war irritiert.

Das sind „Spielchen“.

Keine, die Spa├č machen. Aber solche, die allt├Ąglich sind und die Arbeit unserer Redaktion massiv behindern.

Vor allem dann, wenn es um Themen geht, die alle B├╝rger in Heddesheim betreffen. Der Verkehr ist ein solches Thema.

Zur├╝ck zum „heddesheimblog-Erlass“.

Am 15. April 2010 haben wir die Dienstaufsichtsbeschwerde erneut gestellt, weil wir vermuteten, dass es weiterhin eine „Ungleichbehandlung“ gegen├╝ber anderen Presseorganen gebe.

Denn die Redaktion des heddesheimblogs darf auf „Erlass“ des B├╝rgermeisters Kessler Anfragen ausschlie├člich an die email-Adresse „gemeinde@heddesheim.de“ stellen. Mitarbeitern ist die Auskunft gegen├╝ber uns durch den B├╝rgermeister untersagt worden.

(Wir berichten auch ├╝ber Hirschberg und Ladenburg. Dort d├╝rfen wir mit Zustimmung der B├╝rgermeister ohne Einschr├Ąnkungen von allen Mitarbeitern Informationen einholen,)

Wir haben bei der Gemeinde Heddesheim nachgefragt, ob das f├╝r „jede Presse“ gilt oder nur f├╝r uns. Die Antwort war: „Wir antworten nicht“.

Daf├╝r hat das Kommunalrechtsamt geantwortet und schreibt: „Die Organisationsbefugnis des B├╝rgermeisters berechtigt ihn jedoch auch, hiervon im Einzelfall abzuweichen. Insofern besteht kein Anspruch darauf, dass der Weg, wie die Presse an die Ausk├╝nfte durch die Beh├Ârde gelangen kann, immer gleich sein muss, vielmehr bezieht sich der Gleichbehandlungsanspruch naturgem├Ą├č auf das Ergebnis der Presseanfrage: Die eigentliche Auskunft der Gemeindeverwaltung.“

Haben Sie das verstanden?

Nein?

Wir auch nicht.

Im Ergebnis geht es um den Ablauf „Anfrage-Antwort“. Unsere Anfragen werden nicht oder erst nach vielen Tagen beantwortet. „Gef├╝hlt“ werden „Anfragen“ des MM sofort beantwortet.

Darum geht es: Um die „Ungleichbehandlung“. Presse lebt unter anderem von Aktualit├Ąt. Indem man Antworten verschleppt, benachteiligt man die betroffene Presse.

Bei uns ist das der gewollte Fall.

Anders ├╝bersetzt stellt der MM leichte Fragen, die man gerne sofort beantwortet – unsere Fragen sind zu komplex, egal wie einfach sie sind. Die Behinderung unserer Arbeit ist die Maxime des Pressefeinds Michael Kessler.

Das Kommunalrechtsamt, respektive Herr Gr├╝newald als kommissarischer Leiter, fragt sich, ohne sich dabei „entbl├Âdet“ zu f├╝hlen: „Warum dies zu einer Erschwernis der Auskunftseinholung gef├╝hrt haben soll, erschlie├čt sich dabei der Rechtsaufsichtsbeh├Ârde nicht.“

Herr Gr├╝newald h├Ątte die M├Âglichkeit gehabt, per Telefon, Fax, email oder wie auch immer, eine „Erschlie├čung“ zu erfahren, in dem er R├╝ckfragen stellt. Das hatte Herr Gr├╝newald nicht n├Âtig.

Herr Gr├╝newald hat kein Interesse, „etwas zu erschlie├čen“. Herr Gr├╝nwald hat ein vermutliches Interesse, n├Ąmlich sich keine Arbeit zu machen oder was? Einen B├╝rgermeister raus-zu-hauen? Die Vorstellung w├Ąre unertr├Ąglich.

Herr Gr├╝newald h├Ątte jederzeit eine R├╝ckfrage an die Redaktion stellen k├Ânnen, wieso die journalistische Arbeit „erschwert“ wird.

Das hat Herr Gr├╝newald nicht getan.

Herr Gr├╝newald hat aber gerne best├Ątigt, dass Herr Kessler alles richtig macht.

Leider hat Herr Gr├╝newald dabei nicht bedacht, dass es eine neue Form von ├ľffentlichkeit gibt, die die Arbeit von Beh├Ârden kritisch begleitet. Herr Gr├╝newald hat nicht bedacht, dass seine mangelhafte Leistung ihn selbst, sein Amt, seinen Arbeitgeber, den Kreis und insgesamt den Glauben der B├╝rger in eine funktionierende „B├╝rokratie“ besch├Ądigt.

Herr Gr├╝newald geht damit ungewollt in die Geschichte ein. Als „Hau-Raus-Gr├╝newald“.

Als inkompetenter Statthalter eines desolat gef├╝hrten Amtes, dass eigentlich eine Rechtsaufsicht f├╝hren sollte, dies aber nicht tut.

Bis zum heutigen Datum ist Herr Albin Hermann der Leiter dieses Amtes ausweislich des Internetangebots des Landratsamts.

Dabei ist Herr Albin Herrmann seit Anfang Oktober 2009 in den Ruhestand verabschiedet worden und – abgesehen von seinen Fehlleistungen zuvor – damit au├čen vor.

Der neue Landrat Stefan Dallinger und Matthias Kl├Âpfer, der neue Leiter des Kommunalrechtsamts, sollten dringend Abhilfe schaffen, wenn die B├╝rgerInnen im Rhein-Neckar-Kreis noch einen Hauch von Vertrauen in diese zentral wichtige Beh├Ârde haben k├Ânnen sollen.

Dem Herrn B├╝rgermeister Kessler mag man einmalig seinen „heddesheimblog-Erlass“ best├Ątigt haben.

Herr Dallinger w├Ąre sehr gut beraten, den „heddesheimblog-Erlass“ genau zu studieren und seine k├╝nftigen politischen Entscheidungen daran auszurichten, denn „Heddesheim ist ├╝berall“.

Wir werden ├╝brigens eine Anfrage an Herr Dallinger stellen, wie er zur Pressefreiheit steht. Die Antwort werden wir, wie gewohnt, transparent dokumentieren.

Dokumentation:
Schreiben des Kommunalrechtsamts.

Anmerkung der Redaktion:
Der f├╝r das heddesheimblog verantwortliche Journalist Hardy Prothmann ist in Heddesheim partei- und fraktionsfreier Gemeinderat.

In eigener Sache: dctp-tv interviewt Hardy Prothmann zum Lokaljournalismus der Zukunft

Guten Tag!

Ladenburg, 27. April 2010. Das Konzept des ladenburgblogs findet bundesweit Aufmerksamkeit. Es sind schon zahlreiche Portr├Ąts und Interviews ver├Âffentlicht worden. Das Unternehmen dctp (Spiegel TV, stern TV) hat sich auch f├╝r unsere journalistischen Angebote interessiert und den verantwortlichen Journalisten Hardy Prothmann zum Interview eingeladen.

Herausgekommen ist ein ungeschnittenes Interview von 37 Minuten L├Ąnge. Das Interview wurde am 16. April 2010 im Berliner Friedrichstadtpalast gef├╝hrt.

Philip Banse, der ├╝berwiegend f├╝r das Deutschlandradio arbeitet und hier im Auftrag von dctp, hat bereits mehrere Interviews mit „Meinungsmachern“ in dieser Reihe gef├╝hrt.

Im Interview ├Ąu├čert sich Hardy Prothmann ├╝ber die Motivation, lokale Nachrichtenangebote wie das ladenburgblog im Internet zu betreiben. ├ťber die Inhalte, das Gesch├Ąft, die t├Ąglichen Herausforderungen.

├ťber Ideale, Tr├Ąume, Ziele und Tatsachen.

├ťber Journalismus, Artikel 5 des Grundgesetzes, ├╝ber Leser und Leserinnen, das Internet und was die lokale Politik damit zu tun hat und wieso unsere Seiten ladenburgblog, heddesheimblog und hirschbergblog die „Zukunft des Lokaljournalismus“ sind.

Hier gehts zur Seite von dctp-tv.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das ladenburgblog

Anmerkung der Redaktion: Hardy Prothmann ist verantworlich f├╝r das ladenburgblog.

In eigener Sache: „Was ist die Nachricht wert?“ Live-Diskussion

Guten Tag!

Heddesheim, 16. M├Ąrz 2010. Der Gr├╝nder des ladenburgsblogs, Hardy Prothmann, diskutiert heute Abend zusammen mit anderen Journalisten den „Wert der Nachricht“. Die Diskussion wird live ├╝ber das Internet ausgestrahlt.

Das Institut f├╝r Publizistik (ifp) l├Ądt heute Abend in M├╝nchen zur Diskussion ein: „Der Wert der Nachricht.“

Die Podiumsteilnehmer: Hardy Prothmann, Gr├╝nder ladenburg.de, Ludwig Ring-Eifel, Chefredakteur kna, Jochen Wegner, Chefredakteur FOCUS online/Gesch├Ąftsf├╝hrer Nachrichten.de, Joachim Widmann, Chefredakteur ddp; Moderation: Christian Vogg, Redaktionsleiter WDR Mediathek.

Die Diskussion kann live ab 18:30 Uhr im Internet verfolgt werden: IfP im Gespr├Ąch.

Das Video kann auch nach der Live-├ťbertragung angesehen werden. Bei den ersten elf Minuten gibt es eventuell Probleme mit dem Ton – danach sollte es funktionieren.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das ladenburgblog

Das ladenburgblog ist online!

Guten Tag!

Ladenburg, 13. Februar 2010. Heute startet das ladenburgblog! Was das ist? Ganz einfach. Ein journalistisch-redaktionelles Informationsangebot f├╝r alle Ladenburgerinnen und Ladenburger und alle die sich f├╝r Ladenburg interessieren. Wir haben den Anspruch, innerhalb k├╝rzester Zeit zur Informationsadresse Nummer 1 f├╝r Ladenburg zu werden.

Liebe Leserinnen und Leser!

Ich darf Sie herzlich auf den Seiten des ladenburgblogs begr├╝├čen.

Hardy Prothmann, Journalist. Bild: sap

Mein Name ist Hardy Prothmann (43). Seit 1991 arbeite ich als freier Journalist.

Zun├Ąchst als freier Mitarbeiter f├╝r den Mannheimer Morgen (bis 1994) w├Ąhrend meines Studiums im Mannheim. Sp├Ąter f├╝r ├╝berregionale Zeitungen und Magazine, Fachmedien sowie H├Ârfunk- und Fernsehen der ARD.

Lokal-regionale Informationsplattform.

Seit Mai 2009 baue ich mit einem noch kleinen Team eine lokal-regionale Informationsplattform auf. Zuerst startete das heddesheimblog, im Dezember das hirschbergblog und heute das ladenburgblog.

Warum ein Blog?
Ein Blog nutzt eine spezielle Software, um Artikel zu ver├Âffentlichen. Im Gegensatz zu anderen Blog-Angeboten, die oft sehr pers├Ânlich sind oder nur zu bestimmten Themen informieren, ist das ladenburgblog „so etwas“ wie eine journalistische ÔÇ×Tageszeitung im InternetÔÇť.

Wir machen aber keine Zeitung. Wir machen mehr: ein Blog. Unsere Leserinnen und Leser k├Ânnen mitmachen und unsere Artikel kommentieren. Unsere Artikel erscheinen nicht einmal morgens, sondern ├╝ber den ganzen Tag verteilt – dann, wenn sie fertig sind. Auch am Wochenende.

Die Orientierung ist einfach: Auf der Startseite sehen Sie die neuesten Texte. ├ťber die oben angezeigten Rubriken, das Archiv, ├╝ber die Suche oder ├╝ber die Schlagworte finden Sie alle erschienenen Artikel.

Wir berichten auf unseren Internetseiten ├╝ber die Lokalpolitik, ├╝ber das Geschehen in der Kommune, ├╝ber Feste und Vereine, Sport und Kultur, ├╝ber die Wirtschaft, ├╝ber die Menschen – ├╝ber alles, was die Redaktion f├╝r berichtenswert h├Ąlt. Au├čerdem bieten wir Serviceartikel an zu Energie, Verkehr sowie f├╝r den Umgang mit dem Internet (Sicherheit und Datenschutz).

Wir berichten unabh├Ąngig und ├╝berparteilich.

Und wir bieten Ihnen auch regelm├Ą├čig Texte von Gastautoren und Interviews mit Experten. Und Kolumnen. Montags erscheint „Gabis Kolumne“: Geschrieben mit dem Blick einer Frau und Mutter schreibt Gabi ├╝ber Gott und die Welt. (Bisherige Gabi-Kolumnen auf dem heddesheimblog lesen Sie hier.)

Was wir nicht bieten sind ├╝berregionale Nachrichten. Das k├Ânnen spiegel.de, sueddeutsche.de, welt.de, zeit.de oder sogar bild.de besser als wir. Wir holen aber immer wieder wichtige ├╝berregionale Informationen auf die lokale und regionale Ebene. Beispiel Schweinegrippe: Alle Medien berichten – wir interviewen einen Arzt vor Ort. So werden Hintergr├╝nde und Auswirkungen von Politik „begreifbarer“.

Professioneller Journalismus.

Unser Anspruch ist professioneller Journalismus. Bestm├Âgliche Informationen f├╝r unsere Leserinnen und Leser. Auch darin unterscheiden wir uns von der Zeitung.

Wir langweilen unsere Leserinnen und Leser nicht mit ÔÇ×BratwurstjournalismusÔÇť, wie wir das nennen: ÔÇ×Der Wettergott zeigte sich gn├Ądig…ÔÇť, ÔÇ×Die Bratw├╝rste sind lecker…ÔÇť, ÔÇ×F├╝rs leibliche Wohl war gesorgt.ÔÇť Solche Floskeln werden Sie bei uns nicht finden. Auch keine Hofberichterstattung.

Daf├╝r aber jede Menge kritischen Journalismus, der nachhakt und nachfragt. Und starke Meinungsartikel, die die Sache auf den Punkt bringen.

Wir loben Lobenswertes und wir kritisieren hart aber fair in der Sache, wenn etwas nicht in Ordnung ist.

Wir recherchieren umfassend, berichten aktuell und spannend. Weil wir im Internet viel Platz haben, zeigen wir oft umfangreiche Fotostrecken und wir k├Ânnen, anders als die Zeitung, mit Audio und Video arbeiten.

Informationen, die mehr wert sind. F├╝r unsere Leserinnen und Leser.

Wir verlinken unsere Artikel mit zus├Ątzlichen Informationen im Internet – so erhalten unsere Artikel einen zus├Ątzlichen Mehrwert f├╝r Sie.

Im Dezember hat mich eine 60-k├Âpfige Jury f├╝r diese Arbeit auf Platz 3 unter die ÔÇ×100 Journalisten des JahresÔÇť im Bereich Regionales gew├Ąhlt.

Hier k├Ânnen Sie nachlesen, was die FAZ, epd Medien, Berliner Zeitung und viele andere ├╝ber unsere Arbeit berichtet haben. Manche nennen unser Konzept: „Zukunft des Lokaljournalismus“.

Unser Angebot ist frei zug├Ąnglich, 24 Stunden erreichbar und absolut kostenlos.

Und: Wir sind flei├čig. Auf dem heddesheimblog sind seit Mai ├╝ber 1.100 Artikel erschienen. Ganz ├╝berwiegend mit Heddesheimer Themen. Auf dem hirschbergblog seit Mitte Dezember 112 Artikel.

Werbung, die mehr kann als nur etwas „anzeigen“.

Unser Angebot ist werbefinanziert. Wir bieten der lokalen und regionalen Wirtschaft, vom Handwerker oder kleinen Laden ├╝ber die Dienstleister bis hin zu gro├čen Unternehmen eine ideale Werbeplattform – mit fairen Preisen.

Werbung, die mehr ist und mehr kann als eine gedruckte Anzeige. Auch darin unterscheiden wir uns von einer Zeitung.

Die Redaktion wird einige Wochen brauchen, um sich im sch├Ânen Ladenburg zu vernetzen. Wir laden alle Leserinnen und Leser, Vereine, Parteien, Institutionen ein, mit uns in Kontakt zu treten.

Wir interessieren uns f├╝r Ihre Themenvorschl├Ąge oder Hintergr├╝nde, die Sie uns ├╝bermitteln wollen.

Schauen Sie sooft vorbei, wie Sie wollen. Unser Informationsangebot wird mit jedem Tag wachsen.

Bringen Sie sich mit Themen und Ideen ein – wir sind daran sehr interessiert und nehmen Ihre Anliegen ernst. Nicht immer wird sofort eine Geschichte draus – aber wenn Sie uns gut informieren, werden wir Sie umso besser informieren k├Ânnen.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine email.