Dienstag, 21. August 2018

Jahreshauptversammlung 2013 der Feuerwehr Ladenburg

Thomas Beidinger neuer stellvertretender Kommandant

Freuten sich ĂŒber das Wahlergebnis (von links): Ladenburgs BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, der frischgebackene stellv. Kommandant Thomas Beidinger und Kommandant Harald Lange.

 

Ladenburg, 16. Januar 2013. (red/aw) Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Ladenburg zieht eine positive Bilanz aus dem Einsatzjahr 2012. Ein Plus auf dem Konto, 110 EinsĂ€tze und „kein Nachwuchsproblem“ sorgen fĂŒr gute Stimmung in der FĂŒhrungsriege der Wehr. Überschattet wurde das vergangene Jahr durch den Tod des stellvertretenden Kommandanten Ralf Tiemann. Aber es mĂŒsse auch in seinem Sinne weitergehen, sagte Ladenburgs BĂŒrgermeister Rainer Ziegler: „Ralf Tiemann hat immer nach vorne geschaut.“ Die Aktiven wĂ€hlten Thomas Beidinger zu seinem Nachfolger.

Von Alexandra Weichbrodt

Der Saal im FeuerwehrgerÀtehaus ist proppevoll: 69 Aktive, zahlreiche junge FeuerwehrmÀnner und -frauen sowie die Vertreter von Alter- und Ehremannschaft waren gekommen, um die Bilanz des Kommandant Harald Lange zu hören und seinen neuen Stellvertreter zu wÀhlen.

Die Wahl ist nötig, da – der 2011 gewĂ€hlte – Ralf Tiemann im Oktober vergangenen Jahres verstorben war.

Es ist ein trauriger Augenblick, bei dem es mir eiskalt den RĂŒcken hinunter lĂ€uft,

leitete BĂŒrgermeister Rainer Ziegler die Wahl zur Nachfolge von Tiemann ein. Ralf Tiemann sei ein hervorragender Kamerad, Feuerwehrmann und stellvertretender Kommandant gewesen.

Aber es wÀre auch in seinem Sinne, nach vorne zu blicken,

so der BĂŒrgermeister. Bereits im Vorfeld hatte Kommandant Harald Lange, gemeinsam mit anderen Verantwortlichen, mögliche Kandidaten angesprochen. Denn ein solch verantwortungsvolles Ehrenamt fordert sehr viel und das schrĂ€nkt den Kreis der potenziellen Kandidaten ein.

Trotz Trauer: Die Feuerwehr blickt nach vorn

Auch wenn es nur einen Kandidaten gab, musste die Ordnung eingehalten werden. Das heißt: Geheime Wahl.

Die Leitung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute basiert auf klaren ZustĂ€ndigkeiten und AblĂ€ufen, aber noch viel mehr auf Vertrauen in die Kompetenz der verantwortlichen FĂŒhung. Ohne ein solches Vertrauen, können die EinsĂ€tze der freiwilligen Feuerwehrleute nicht funktionieren.

Harald Lange schlĂ€gt den Anwesenden daher Thomas Beidinger als Kandidat vor. Er habe sich bereit erklĂ€rt, diese Verantwortung innerhalb der Wehr zu ĂŒbernehmen. Weitere VorschlĂ€ge gibt es keine. Die Wahl findet geheim statt.

Thomas Beidinger hat Sinn fĂŒr Teamgeist

Von 69 möglichen Stimmzetteln, wurden 67 abgegeben. Davon waren wiederum 13 ungĂŒltig. Mit 54 „Ja-Stimmen“ und somit ohne Gegenstimme, wurde Thomas Beidinger zum stellvertretenden Kommandanten ernannt, kein perfektes, aber ein sehr gutes Ergebnis. Der 47-jĂ€hrige gebĂŒrtige Ladenburger ist bereits seit ĂŒber 30 Jahren Feuerwehrmitglied und ein humorvoller Typ.

Auch BĂŒrgermeister Ziegler kennt Beidinger seit Jahren und ist sich sicher:

Er gehört in unserer Riege. Er ist ein humorvoller Mensch, mit Sinn fĂŒr Teamgeist und Besonnenheit.

Auch Kommandant Harald Lange freut sich ĂŒber die neue VerstĂ€rkung:

Danke Thomas, gemeinsam werden wir das Schiff „Feuerwehr „weiter im sicheren Fahrwasser schaukeln lassen.

Dickes Plus in der Feuerwehrkasse

Peter JĂ€nner wurde als neuer KassenprĂŒfer einstimmig gewĂ€hlt. Eine Aufgabe, die im vergangenen GeschĂ€ftsjahr wahre Freude bereitet hat. Die wirtschaftlichen Zahlen sind positiv: Fast 5.000 Euro stehen auf der Haben-Seite. StĂ€rkster Faktor in Sachen Einnahmen sei vor allem der „Ă€ußerst erfolgreiche Tag der offenen TĂŒr“ gewesen, welcher der  Feuerwehr ĂŒber 4.000 Euro Umsatz bescherte. Die Entlastung der Kasse erfolgte einstimmig.

Bei so einem Kassenstand, hat auch keiner was zu beanstanden,

freute sich Kommandant Harald Lange ĂŒber die guten Zahlen. Und ging mit ebenso guter Laune zum TĂ€tigkeitsbericht des vergangenen Jahres ĂŒber. Seine PrĂ€sentation ist gespickt mit Bildern, die teils fĂŒr Heiterkeit sorgen. Erinnerungen an schwere, schweißtreibende EinsĂ€tze werden wach. Aber auch Momente der Freude und Kameradschaft kommen auf. Bilder von Ralf Tiemann erinnern an den beliebten Kameraden.

110 EinsĂ€tze, 812 Einsatzstunden – und das ist nur ein Bruchteil des Ehrenamts

Insgesamt hat Ladenburg 138 Feuerwehrangehörige, mit einem Altersdurchschnitt von 38 Jahren. 26 Mitglieder umfasst die Alters- und Ehrenmannschaft – in Feuerwehrkreisen auch liebevoll „junge Senioren“ genannt. Die aktive Mannschaft umschließt 80 Mitglieder, darunter fĂŒnf Frauen.

Der grĂ¶ĂŸte Stolz allerdings sei die Jugendfeuerwehr. 32 Jugendliche engagieren sich fĂŒr die Feuerwehr Ladenburg – darunter acht MĂ€dchen.

Bei dieser Jugend wird mir nicht bange beim Blick in die Zukunft,

sagt BĂŒrgermeister Ziegler. Überhaupt ist er stolz auf eine so „starke Wehr“. Es sei beruhigend zu wissen, dass es sie gibt. Herr Ziegler dankt den Anwesenden fĂŒr ihr aufopferndes Engagement. Denn die ehrenamtliche TĂ€tigkeit in der Feuerwehr nimmt viel Zeit in Anspruch.

Aktive Mannschaft um neun Mitglieder ergÀnzt

110 EinsĂ€tze im vergangenen Jahr, das sind ungefĂ€hr 812 Einsatzstunden. Bei Tag und bei Nacht. Dazu kommen etwa 1.204 Übungsstunden sowie 124 zusĂ€tzliche Termine, wie Seminare oder LehrgĂ€nge. Da mĂŒssen die Freiwilligen schon fĂŒr ihr Hobby „brennen“. So viel Einsatz ist nicht selbstverstĂ€ndlich und zeugt von einem guten Zusammenhalt innerhalb der Ladenburger Feuerwehr.

Ein weiteres Indiz dafĂŒr ist auch die Anzahl der „neuen Aktiven“. Kommandant Harald Lange konnte gestern acht MĂ€nnern und einer Frau die Urkunde fĂŒr eine erfolgreiche Absolvierung der Grundausbildung ĂŒberreichen. Von der Jugendfeuerwehr sind diese neun Mitglieder nun in den aktiven Dienst gewechselt.

Acht MĂ€nner und eine Frau absolvierten 2012 die Grundausbildung und sind nun aktive Mitglieder der Feuerwehr Ladenburg.

 

MerkwĂŒrdige Luxusdebatten

Feuer unterm DachschÀdel

Ladenburg, 21. Juli 2012. (red/pro) Die ausgefallene JahreshauptĂŒbung der Feuerwehr setzt ein Zeichen. Die Feuerwehr spart. Sie folgt dem Willen des Gemeinderats und muss sich dafĂŒr „merkwĂŒrdige“ Kommentare bieten lassen. Die Frage ist, ob manchen StadtrĂ€ten bewusst ist, dass sie die Feuerwehr beschĂ€digen.

Ein Kommentar von Hardy Prothmann

Kommandant Harald Lange lĂ€sst dieses Jahr die HauptĂŒbung der Feuerwehr ausfallen – um Kosten einzusparen. Und gewisse StadtrĂ€te sehen das als Affront gegen ihre Spar- und Streichpolitik gegenĂŒber der Feuerwehr und nehmen das „persönlich“.

Hallo? Geht’s noch? Insbesondere Dr. Rainer Beedgen (CDU), Dr. Peter Hilger (Freie WĂ€hler) und Wolfgang Luppe (FDP) sind drauf und dran, mit ihrer durchweg verqueren Haltung und ihren unpassenden Kommentaren der Stadt Ladenburg Kosten in ungeahnter Höhe „aufzunötigen“.

Warum? Die Logik ist ganz einfach. Jede Gemeinde ist gesetzlich verpflichtet, eine Feuerwehr zu unterhalten. Ob freiwillig oder beruflich, ist erst mal dahingestellt. Ab dem Moment, wo nicht mehr genug Freiwillige bereit sind, ihren Lebensrhythmus, ihr Familienleben, ihre Freizeit und auch ihr Arbeitsleben (oft ĂŒber Generationen) in den ehrenamtlichen Dienst der Feuerwehr zu stellen, muss eine Berufswehr her. Und die erzeugt Kosten, von denen die Herren Beedgen, Hilger und Luppe offensichtlich noch nicht mal im Ansatz irgendeine Ahnung haben.

Die unsachliche Kritik dieser StadtrĂ€te an der Feuerwehr und damit den Menschen, die sich besonders herausragend fĂŒr die Gemeinschaft und deren Schutz von Leben und Haben und Gut einsezten, wird hoffentlich keine Spuren hinterlassen. Sollte das doch der Fall sein, wird sich in Zukunft jeder Feuerwehrfreiwillige fragen, „ob man sich das gefallen lassen muss“.

Bei Tag und Nacht und Wind und Wetter sich fĂŒr andere einzusetzen und sich dann abwertende SprĂŒche anhören zu mĂŒssen ist sicher nicht motivierend.

Die Feuerwehr Ladenburg vereint – wie alle Wehren – Menschen, die sich ĂŒber GebĂŒhr fĂŒr die Gemeinschaft einsetzen. Man muss selbstverstĂ€ndlich auf die Kosten achten, was unter Kommandant Harald Lange verantwortungsvoll geschieht. Eine „Luxusdebatte“ zu fĂŒhren, reichlich ahnungslos die EinsatzfĂ€higkeit von Fahrzeugen anhand des Kilometerstands zu beurteilen oder pikiert zu reagieren, wenn man sich als Stadtrat bei Bier und Schnitzel nicht der Bevölkerung prĂ€sentieren kann, ist nicht zielfĂŒhrend, sondern extrem kontraproduktiv.

Aus unserer Sicht gibt es keinen Luxus bei der Feuerwehr Ladenburg. Es gibt eine Investition in die ZukunftsfĂ€higkeit der Wehr, das Feuerwehrhaus, Schutzkleidung fĂŒr die Mannschaft, neue Fahrzeuge, um effektiver EinsĂ€tze fahren zu können.

Aus unserer Sicht gibt es keine „unverstĂ€ndlichen“ Forderungen, sondern klare BedĂŒrfnisse im Sinne des Gemeinwohls. Je besser eine Wehr ausgestattet ist und ihre Mitglieder schulen und binden kann, umso grĂ¶ĂŸer ist der Schutz von Leib und Leben. Von Hab und Gut.

Im Ladenburger Gemeinderat fallen ĂŒber die Feuerwehr Äußerungen, die geradezu verstörend sind. Noch hat die Feuerwehr Ladenburg viele Jugendliche, die sich auf den freiwilligen Dienst im Sinne der Gemeinschaft vorbereiten und die Zukunft einer Freiwilligen Wehr bilden. Die meisten werden innerhalb der Feuerwehrfamilien rekrutiert. Wenn die Feuerwehr weiter so schlecht geredet wird, wie das gewisse GemeinderĂ€te tun, wird die Bereitschaft, sich zu engagieren, schlagartig abnehmen.

Und das wird schlagartig Kosten erzeugen, gegen die die „Einsparforderungen“ geradezu lĂ€cherlich sein werden. Und man darf vermuten, dass dann StadtrĂ€te der Kategorie Beedgen, Hilger und Luppe darĂŒber klagen, dass das „ehrenamtliche“ Engagement doch „zu wĂŒnschen ĂŒbrig lasse“. Und dass man dafĂŒr „kein VerstĂ€ndnis“ habe.

Es gibt keinen Luxus bei der Feuerwehr Ladenburg. Es gibt ein außergewöhnliches Engagement der Feuerwehrleute, Leben und Hab und Gut zu beschĂŒtzen und zwar fĂŒr alle Menschen in einer Gemeinde. Die Gemeinde stellt dafĂŒr das notwendige Geld zur VerfĂŒgung – die Freiwilligen in der Wehr bringen sich und ihre Zeit ein. Wenn die Gemeinde streicht, kann auch das Engagement gestrichen werden.

Unterm Strich verlieren alle.

Aus dem Gemeinderat: Haushaltsberatung

Streichungen bei Feuerwehr und Musikschule

Die Feuerwehr muss ZuschusskĂŒrzungen hinnehmen - damit gibt es auch weniger Gelder fĂŒr die Jugendfeuerwehr. Archivbild: Übung der Jugend am Neckar

 

Ladenburg, 20. MÀrz 2012. (red/sap) Die Haushaltsberatungen in der Sitzung des Ladenburger Gemeinderates zogen sich bis in die spÀten Abendstunden, vor allem Stadtrat Steffen Salinger hatte den Haushaltsplan 2012 akribisch gelesen und fragte immer wieder kritisch nach. Bei der Gemeinderatssitzung waren diesmal auch vier Mitglieder des Ladenburger Jugendgemeinerates dabei.

Von Sabine Prothmann

Bei der Haushaltsberatung standen zwei Positionen im Kreuzfeuer der Diskussion: Der Zuschussbedarf der Freiwilligen Feuerwehr und der Etat der StÀdtischen Musikschule.

Ohne Frage sei die Wehr wichtig fĂŒr die Stadt und sicherlich sei der Anstieg des Zuschussbedarfs um 60.000 Euro auf jetzt 262.000 Euro gut begrĂŒndet, und es zweifle auch nicht an der Notwendigkeit der Ausgaben, dennoch halte er eine Budgetierung fĂŒr richtig, erklĂ€rte Steffen Salinger (SPD) bei der Haushaltsberatung.

„Ich ziehe mir diesen Schuh nicht an“

„Ich ziehe mir diesen Schuh nicht an“, so BĂŒrgermeister Ziegler. Hier gehe es um Schutzkleidung und Fortbildung der Wehr, also um Sicherheit. Er sei nur fĂŒr Budgetierung, „wo es sinnvoll ist“.

„Die Frage ist, kommt ihr auch mit 240.000 anstatt 262.000 Euro aus?“, fragte Prof. Dr. Rainer Beedgen (CDU) den Kommandanten der Ladenburger Wehr, Harald Lange.

„Die Kosten steigen jedes Jahr“, kritisierte auch Wolfgang Luppe (FDP).

FrĂŒher lag der Zuschussbedarf bei rund 150.000 Euro, erinnerte Ilse Schummer (SPD), dann kam ein riesiger Sprung, „kann man in der Zukunft mit weniger rechnen?“

Lange erklĂ€rte den Anstieg des Zuschussbedarfs mit den hohen Wartungskosten fĂŒr die neuen GerĂ€te, den Austausch von Schutzkleidung oder auch die Fahrschulung fĂŒr die FĂŒhrerscheinklasse 2.

Aber natĂŒrlich auch aus den Aus- und Fortbildungsmaßnahmen fĂŒr die 35 Jugendlichen, denn „die junge Mannschaft tritt in die aktive Wehr ĂŒber“, so Lange.

Dr. Peter Hilger (FW) schlug eine Auflistung von allem, was gebraucht wĂŒrde, vor.

„Verschonen sie uns vor diesem bĂŒrokratischen Aufwand.“

„Verschonen sie uns vor diesem bĂŒrokratischen Aufwand“, entgegnete Ziegler merklich genervt.

Und Jugendgemeinderat Julian Albrecht empörte sich:

Ich halte diese Diskussion fĂŒr eine Gemeinheit.

Er habe Schulkameraden, die bei der Freiwilligen Feuerwehr dabei seien und hier gehe es um Sicherheit. Das Lobdengaumuseum bekomme 80.000 Euro mehr, das hieße „wir investieren mehr in alte Römer.“

Ziegler erklĂ€rte, nach drei Jahren Vakanz habe man nun wieder einen Leiter fĂŒr das wichtige Ladenburger Museum eingestellt. Zudem musste in eine TV-Überwachung investiert werden.

Dennoch stimmte der Ladenburger Gemeinderat mit einer knappen Mehrheit von neun zu acht Stimmen fĂŒr eine Budgetierung des Zuschussbedarfs der Freiwilligen Feuerwehr auf 230.000 Euro.

„Das Budget gerĂ€t außer Kontrolle“

Wenig VerstĂ€ndnis zeigte der Gemeinderat auch fĂŒr den gestiegenen Etat der StĂ€dtischen Musikschule von 215.000 auf 262.000 Euro.

Das Budget gerate aus Kontrolle, so Luppe (FDP). „Sind wir irgendwann bei 560.000 und ein Jahr spĂ€ter bei 598.000 Euro?“ Dann stellte er fest:

„Diese Steigerung trage ich nicht mit!“

Die KĂ€mmereimitarbeiterin Claudia Schmitt erklĂ€rte die Kostenerhöhung durch eine Steigerung beim Einzelunterricht und 18 zusĂ€tzliche Wochenstunden – das seine eine halbe Stelle. Zudem mache die auf 2,5 Prozent geschĂ€tzte Tariferhöhung allein 30.000 Euro aus.

Eine GebĂŒhrensteigerung hielt BĂŒrgermeister Ziegler fĂŒr ausgeschlossen. „Dann brechen uns die SchĂŒler weg“. FrĂŒher „hatten wir knapp 800, jetzt sind es noch rund 670 MusikschĂŒler“ und damit nehme man natĂŒrlich auch weniger Entgelte ein, so Ziegler.

Die Entwicklung an der Musikschule widerspreche dem Gemeinderatsbeschluss den Einzelunterricht zu reduzieren, sagte Ilse Schummer (SPD).

Ihr Antrag, den Zuschuss auf 230.000 Euro zu reduzieren, wurde bei fĂŒnf Gegenstimmen und einer Enthaltung vom Gemeinderat verabschiedet.

„Drei AtemzĂŒge bis zum Tod“ – Feuerwehr Ladenburg klĂ€rt vorbildlich auf und lĂ€sst sich begutachten


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Nach Ansicht von FDP-Stadtrat Luppe ein "Neuwagen" - tatsÀchlich scheidet der GerÀtewagen Transport nach 19 Jahren "Dienst" aus.

Ladenburg, 27. September 2011. (red) Der Tag der offenen TĂŒr war einer der „eingerannten“ TĂŒr fĂŒr die Feuerwehr Ladenburg. Dank bestem Wetter und einer bekanntermaßen sehr zugĂ€nglichen Feuerwehrtruppe war die Veranstaltung aus Sicht der Feuerwehr und der GĂ€stge ein voller Erfolg. Vorbildlich war die AufklĂ€rung in Sachen Brandvorsorge.

Von Hardy Prothmann

Eines der Ă€ltesten Fahrzeuge der Feuerwehr Ladenburg, den „GerĂ€tewagen Transport“ wollten viele Besucher gerne sehen. Dieses 19 Jahre alte Fahrzeug, das der Stadtrat Wolfgang Luppe wegen des Kilometerstands von rund 30.000 Kilometern als „Neuwagen“ bezeichnet hatte.

Überhaupt war das ein großes Thema in der Feuerwehr und bei allen, die sich fĂŒr die Feuerwehr interessieren und deren ehrenamtliche Arbeit schĂ€tzen. Die Äußerungen mancher StadtrĂ€te machte nicht wirklich wĂŒtend, sondern sehr enttĂ€uscht: „Die wissen ĂŒberhaupt nicht, wovon sie reden. Das ist Ă€rgerlich und frustrierend“, hörte man immer wieder.

Auch das Wort „Nikolausliste“ (Stadtrat Hilger, FW) machte die Runde. Manche Äußerungen in der vergangenen Gemeinderatssitzung haben die Feuerwehr schwer getroffen – oder auch nicht. Vielleicht sind deshalb noch mehr Besucher gekommen, aus SolidaritĂ€t.

Sehr informativ war das Brandschutzmobil des Kreisfeuerwehrverbands Rastatt. Das erst zwei jahre alte Fahrzeug zeigt mobil Brandgefahren sehr eindrĂŒcklich. In einer KĂŒche können verschiedene GerĂ€te „entflammt“ werden. TatsĂ€chlich ist es „Disco-Nebel“. Man kann sehr gut sehen, wie sich der Rauch verteilt, „von oben nach unten“, wie der Leiter des Arbeitskreis Brandschutz, Hans Riemer, erklĂ€rt.

Konkret gefragt, ist seine Antwort eindeutig: „Wenn es brennt, haben Sie keine Chance mit einem Lappen vor dem Mund. Das gibt es nur im Action-Film. In Wirklichkeit verlieren Sie in einem stark verrauchten Raum nach drei AtemzĂŒgen das Bewusstsein und sind so gut wie tot.“ Da gibt es nicht wirklich viel zu diskutieren. Sondern nur zu lernen.

Die Feuerwehren bewerben Rauchmelder: „Im Schlaf bemerken die meisten den tödlichen Rauch nicht. Rauchmelder sind ein absolutes Plus an Sicherheit.“ Dem stimmen auch Kommandant Harald Lange und sein Stellvertreter Ralf Tiemann zu. Da gibt es nichts zu diskutieren, das ist so.

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Volles Haus - viel Information - geselliges Beisammensein. Der Tag der offenen TĂŒr 2011 war ein voller Erfolg.

Mit verschiedenen VorfĂŒhrungen wurden die GĂ€ste „unterhalten“: Beispielsweise wurden Spraydosen zur Explosion gebracht. ErnĂŒchternd fĂŒr viele, die sich nicht vorstellen konnten, wie die „Dinger hochgehen“. Leider gibt es immer wieder Jugendliche, die damit rumspielen. Die Folgen können fĂŒrchterlich sein.

Der Tag der offenen TĂŒr war hingegen ein voller Erfolg. Das neue Feuerwehrhaus mit dem großzĂŒgigen Platz erweist sich als Magnet fĂŒr die Bevölkerung. Feuerwehr ist nicht nur Einsatz, sondern auch Gemeinschaft.

Übrigens darf der „Neuwagen“ bald nach 19 Jahren aus dem Dienst treten – die Mehrheit des Gemeinderats hat die Anschaffung eines neues GerĂ€tewagens Logistik genehmigt.

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Hoch hinaus zur Menschenrettung: Die Ladenburger Drehleiter.

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Feuerwehr erhĂ€lt neues Fahrzeug „GerĂ€tewagen Logistik 1“ (GW-L1)


Guten Tag!

Ladenburg, 21. September 2011. (red) Die Feuerwehr Ladenburg erhĂ€lt ein neues Fahrzeug im Wert von rund 125.000 Euro – allerdings nach umfangreicher „Beratung“. Die StadtrĂ€te Peter Hilger (FW) und Wolfgang Luppe (FDP) stimmten dagegen, Petra Erl und Ilse Schummer (beide SPD) enthielten sich.

Die Feuerwehr wartet schon seit mehreren Jahren auf ein neues Fahrzeug: „Ein Vollautomatikgetriebe muss sein, das bringt erhebliche Vorteile, kostet aber auch 15.000 Euro mehr.“o

Insgesamt kostet das Fahrzeug trotz eines Zuschusses des Rhein-Neckar-Kreieses von 10.500 Euro insgesamt 10.447 Euro mehr, als im Haushalt veranschlagt. Babei wird auf einen „nicht nachrĂŒstbaren Lichtmast“ fĂŒr rund 7.000 Euro verzichtet.

Stadtrat Gerhard Seidel (CDU) mahnte: „Mich stört die Mehrausgabe. Muss es denn ein Automatikgetriebe sein? Gibt es nicht genug kompetenten Fahrer?“

Wegen der technischen Fragen nahm Feuerwehrkommandant Harald Lange am Tisch Platz und sagte, dass es genug Fahrer gĂ€be, die das Fahrzeug fahren könnten, aber nicht alle dieselbe Erfahrung hĂ€tten. Überall wĂŒrde auf Automatik aus GrĂŒnden der Sicherheit umgestellt werde: „Die Maschinisten können sich auf den Verkehr konzentrieren und dass ist bei EinsĂ€tzen wichtig.“

Stadtrat Steffen Salinger (SPD) stellte mehrere Fragen, die wichtigste: „Können wir angesichts des Haushalts die Anschaffung nicht verschieben? Ist das Fahrzeug unbedingt nötig?“

Harald Lange sagte: „Sie kennen den Feuerwehrbedarfsplan, wir haben zurĂŒckgesteckt und wenn wir das jetzt wieder schieben, verschiebt sich alles weiter.“

Stadtrat Dr. Peter Hilger bezeichnete den Feuerwehrbedarfsplan als Nikolausliste, als Wunschzettel der Feuerwehr: „Wie oft wir das Fahrzeug genutzt, ist es fahrtauglich?“ Kommandant Lange erklĂ€rte, dass es fast immer bei den EinsĂ€tzen dabei ist und fahrtauglich ist.

„Die Feuerwehr sollte das bekommen, was sie dringend braucht, alles andere sind WĂŒnsche, die man nicht erfĂŒllen kann, wenn man sparen will. Man muss nicht alles haben, was es gibt, sondern das, was man dringend braucht. Ich verstehe ihe Wunschvorstellung als Interessenvertreter der Feuerwehr, aber meiner Meinung nach kann man diese Anschaffung schieben.“

BĂŒrgermeister Ziegler sagte: „Es gibt einen Einsatzzeit von 15 Jahren, dieses Fahrzeug ist seit 18 Jahren im Einsatz, also drei Jahre drĂŒber. Deswegen ist das kein Wunsch, sondern das Fahrzeug ist ĂŒber die Zeit. Das Fahrzeug ist einsatzbereit, entspricht aber nicht mehr dem Stand der Technik, der benötigt wird.“

Stadtradt Wolfang Luppe (FDP) frage, wieviele „Kilometer das Auto“ hat. Auf die Antwort 30.000 Kilometer sagte er: „Da ist doch ein neuwertiges Fahrzeug.“ Harald Lange erklĂ€rte: „Wir fahren mit diesen Fahrzeugen nicht spazieren, mehr Kilometer haben die Autos nicht in ihrer Lebenszeit. Aber es sind Einsatzfahrzeuge, die eben im Einsatz belastet werden.“

Kommandant Lange erklĂ€rte auf Anfrage die Vorteile: „Wir haben eine hydraulische ArbeitsbĂŒhne fĂŒr unsere Materialine, die wir heben mĂŒssen. Außerdem ersetzt es bis zu drei HĂ€nger, auf denen wir bisher ArbeitsgerĂ€t verlasten.“

BĂŒrgermeister Ziegler antwortete auf die Anfrage der StadtrĂ€tin Erl, ob diese „Dinge der Menschenrettung dienen?“: „NatĂŒrlich gehören die Materialien, die dieses Fahrzeug transportiert, zur Grundausstattung der Feuerwehr.“ Kommondant Lange ergĂ€nzte: „Dieses Fahrzeug und seine GerĂ€te sind stĂ€ndig im Einsatz.“

StadtrĂ€tin Ilse Schummer (SPD) sagte: „Ich habe den Eindruck, dass nur die HubbĂŒhne eine Verbesserung darstellt.“

Karl-Martin Hoffmann, Stadtrat der CDU sagte: „Verstehe das richtig? Die Feuerwehr spart beim Personal, um diese Investition ausgleichen zu können.“ Kommandant Lange sagte: „Richtig ist, dass wir viele Eigenarbeit leisten konnten und dadurch bei der Fahrzeugsunterhaltung einsparen konnten.“

Stadtrat Dr. Rainer Beedgen (CDU) sagte: „Also ich fahr auch Automatik, bin aber ein alter Mann, aber braucht die Feuerwehr das, die sind doch jĂŒnger.“

Kommandant Lange ergĂ€nzte: „Das Fahrzeug, das jetzt ersetzt wird, hatte eine Lebensdauer von 15 Jahren, das neue, grĂ¶ĂŸere eine von 30 Jahren. Das sollte man auch bedenken.“

Kommandant Lange sagte: „Nein, es gibt ganz praktische GrĂŒnde, beispielswiese bekommen wir Probleme bei der Ersatzteilbeschaffung und sogar bei den Reifen. Neulich war der Wagen fĂŒnf Tage nicht einsatzfĂ€hig, bis ein Ersatzteil eingetroffen ist.“

Der Gemeinderat stimmte fĂŒr die Beschaffung des Fahrzeugs laut Angebot. Dagegen stimmten die StadtrĂ€te Dr. Peter Hilger (Freie WĂ€hler) und Wolfgang Luppe (FDP), die SPD-StadtrĂ€tinnen Petra Erl und Ilse Schummer enthielten sich.

Beauftragt wird die Firma Hensel Fahrzeugbau in Waldbronn.

Ladenburger Menschen: Christina Lange und ihr Wunsch, Polizistin zu werden


Guten Tag!

Ladenburg, 01. MĂ€rz 2011. Christina Lange, Tochter des Ladenburger Feuerwehrkommandanten Harald Lange, ist in ihrer Freizeit Hilfspolizistin. Der „Job“ macht ihr so viel Spaß, dass sie gerne eine richtige Polizistin werden möchte.

Von Hardy Prothmann

Christina Lange (22) ist natĂŒrlich ausgebildete Feuerwehrfrau – das Engagement des Vaters hat auf sie „abgefĂ€rbt“. Wie so oft sind Kinder von Feuerwehrleuten spĂ€ter selbst in der Feuerwehr aktiv.

Seit gut einem Jahr ist sie aber auch „Hilfspolizistin„. Abends oder am Wochenende unterstĂŒtzt sie dann die „richtige“ Polizei bei der Arbeit. DafĂŒr trĂ€gt sie ebenfalls eine Uniform – ihr Status ist einem „Balken“ an der Schulterklappe erkennbar. Alle fĂŒnf Dienstjahre kann hier einer dazukommen.

Obwohl nur Hilfspolizistin, hat sie im Kern als solche dieselben Befugnisse wie eine Polizeibeamtin. HĂ€ufig kommen Hilfspolizisten im Straßenverkehr oder bei Sicherungsaufgaben zum Einsatz.

Die Aufgabe macht ihr solchen Spaß, dass sie fest entschlossen ist, eine „echte“ Polizistin zu werden. Sie macht gerade ihr Fachabitur nach und will sich dann um eine Ausbildung bei der Polizei bewerben. Sie arbeitet bei kaufmĂ€nnisch bei einem großen Unternehmen.

Bei der Fasnachtskontrolle am vergangenen Freitag war sie mit den „Kollegen“ unterwegs und hat uns die sympathische junge Frau ein Interview gegeben.

Kommandant Harald Lange bestĂ€tigt – Ralf Tiemann neuer Stellvertreter


Guten Tag!

Ladenburg, 26. Januar 2011. Die Wahl der Kommandanten der Ladenburger Freiwilligen Feuerwehr war eine „ausgemachte Sache“ – und doch nicht. Harald Lange stellte sich wieder zur Wahl, sein bisheriger Stellvertreter Josef Karlberger bekannterweise nicht- dafĂŒr aber Ralf Tiemann. Die Kandidaten wurden im ersten Wahlgang gewĂ€hlt – mit Gegenstimmen und Enthaltungen.

Von Hardy Prothmann

Harald Lange wird als „Chef“ fĂŒr weitere fĂŒnf Jahre in seiner vierten Amtszeit bestĂ€tigt und der neue Stellvertreter heißt Ralf Tiemann. Josef Karlberger hatte sich als Stellvertreter nach einer Amtsperiode aus „persönlichen GrĂŒnden“ nicht mehr zu Wahl gestellt.

Die Wahl der Kommandanten.

Anwesend waren 58 von 76 stimmberechtigten aktiven Feuerwehrleuten. Auf Herrn Lange entfielen 48 Ja-Stimmen, 8 Nein-Stimmen und je eine Enthaltung und eine ungĂŒltige Stimme. Herr Tiemann wurde mit 37 Ja-Stimmen, 20 Nein-Stimmen und einer Enthaltung gewĂ€hlt. FĂŒr die „geheime“ Wahl waren eine einfache Mehrheit der anwesenden Wahlberechtigten, also 30 Stimmen (29+1) notwendig. Weder Harald Lange noch Ralf Tiemann hatten einen Gegenkandidaten.

Die Kandidaten und deren Wahl war „ausgemacht“. Bereits im Vorfeld war klar, dass Herr Lange und Herr Tiemann gewĂ€hlt werden wĂŒrden. Das ist auch gut so. Denn die Wahl der Kommandanten folgt demokratischen Prinzipien, ist aber keine demokratische Wahl – sonst hĂ€tten die BĂŒrger wĂ€hlen mĂŒssen.

Die Feuerwehrleute bestimmen laut Satzung aus ihrer Mitte ihre „AnfĂŒhrer“. Das macht Sinn, denn die Leitung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute basiert auf klaren ZustĂ€ndigkeiten und AblĂ€ufen, aber noch viel mehr auf Vertrauen in die Kompetenz der verantwortlichen FĂŒhung. Ohne ein solches Vertrauen, auch Kameradschaft genannt, können die EinsĂ€tze der freiwilligen Feuerwehrleute nicht funktionieren.

Von links: BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, Kommandant Harald Lange, Stellvertreter Ralf Tiemann, frĂŒherer Stellvertreter Josef Karlberger. Bild: ladenburgblog.de

Nach „außen“ wird immer dargestellt, dass bei der Feuerwehr alles in Ordnung ist. Auch deswegen sind Wahlen sehr interessante Ereignisse. FĂŒr zehn der 56 „WĂ€hler“ ist nicht alles in Ordnung. Sie haben den alten, neuen Kommandanten nicht gewĂ€hlt. Und 21 „WĂ€hler“ haben den neuen Stellvertreter ebenfalls nicht gewĂ€hlt.

Der Kommandant Harald Lange, ein freundlicher Mensch ist eindeutig bestÀtigt, sein Stellvertreter Ralf Tiemann ist mehrheitlich gewÀhlt worden. Beide kennen sich lange und sind Freunde. Beide sind seit 1976 Mitglieder der Ladenburger Feuerwehr.

Der neue Stellvertreter: Ralf Tiemann.

Ralf Tiemann (47) ist ZugfĂŒhrer, hat drei Kinder im Alter von 9-12 Jahren, zwei Jungs und ein MĂ€dchen. Der Machinenbaumeister arbeitet bei G+H in Ladenburg und ist ein Sohn der Stadt.

Im GesprĂ€ch vor der Abstimmung sagt er: „Eigentlich Ă€ndert sich nicht viel – die Veranwortung ist grĂ¶ĂŸer.“ Er setzt sich nach wie vor fĂŒr die Grundausbildung der Feuerwehrleute ein, eine wichtige Aufgabe. Und er wird einen Kurs machen mĂŒssen, der ihn „zur Leitung einer Feuerwehr“ befĂ€higt. Das ist Vorschrift.

Ralf Tiemann ist eher ein ruhiger, nachdenklicher Charakter, wĂ€hrend sein Freund Harald Lange ein jovialer HĂŒne ist, der allein durch seine „Körperlichkeit“ dominiert. Der frĂŒhere Stellvertreter Josef Karlberger ist einer, der „die Ruhe weg hat“ und sicherlich seinem neuen und alten Kommandanten die Treue hĂ€lt, wie er den neuen Stellvertreter unterstĂŒtzen wird.

Die Kameradschaft, Ruhe, Nachdenklichkeit, Dominanz – all das gehört zu den Eigenschaften, die das neue FĂŒhrungsduo auszeichnen wird. Und das ist gut so.

Nicht gut wĂ€re es, die „Ablehnung“ der Kameraden, die die beiden nicht gewĂ€hlt haben, nicht ernst zu nehmen. Diese Stimmen zeigen, dass eben nicht alles „eitel Sonnenschein“ ist.

Und das muss nicht einmal „persönlich“ gemeint sein – negative Erfahrungen werden aber den FĂŒhrungspersonen zugewiesen, wem sonst?

Alles positiv?

Ganz sicher ist die Mitgliedschaft in der Feuerwehr, das Bewusstsein, anderen zu helfen und sich fĂŒr die Gesellschaft einzubringen, eine sehr positive Erfahrung. Und die Mitglieder der Feuerwehr können zu recht stolz auf ihre Leistung sein. Ihr Ehrenamt bedeutet eine hohe körperliche, zeitliche, persönliche und auch familiĂ€re Belastung.

FeuereinsÀtze sind selten. Quelle: Feuerwehr Ladenburg.

Doch was ist „negativ“? Was stimmt nicht? Ganz sicher stimmt hier und da die Ausstattung nicht – das mĂŒssen die Feuerwehrn ĂŒberall im Land hinnehmen. Wenn es an Geld fehlt, gibt es keine neuen „GerĂ€te“. Die Feuerwehr Ladenburg hat ein modernes, funktionales Feuerwehrhaus. Aber nicht alles, was darin ist, ist auf demselben Stand.

Mit 76 aktiven Mitgliedern ist die Ladenburger Feuerwehr im Vergleich zu manch anderen gut besetzt. Die Jugendfeuerwehr ist mit 36 Kindern und Jugendlichen im Vergleich sogar sehr gut besetzt. Doch die Belastung der aktiven Mitglieder ist und bleibt trotzdem hoch.

Wer zur Feuerwehr geht, den lockt sicher auch das Abenteuer. Fast alle „Homepages“ zeigen „BrandeinsĂ€tze“ mit Bildern von lodernden Flammen, da ist „Action“ geboten. Die RealtitĂ€t sieht anders aus. FeuereinsĂ€tze machen den geringsten Teil aus, die Rettung von Menschen ist auch nicht mehr Hauptaufgabe. Es werden Keller ausgepumpt, Sicherungen vorgenommen, Ölspuren beseitigt. Alles wichtige EinsĂ€tze, aber nicht sehr „spektakulĂ€r“. Vor allem Unwetter und andere Umwelt-„EinsĂ€tze“ wie Hochwasser sind heutzutage bestimmend.

Volles Haus: Zur "2." Jahreshauptversammlung. Die "1." am 11. Januar stand im Zeichen eines Einsatzes. Deswegen wurde die Wahl der Kommandanten ausgesetzt und zwei Wochen spÀter auf die Tagesordnung genommen. Bild: ladenburgblog.de

Die FĂŒhrung der Feuerwehr muss die freiwilligen Mitglieder trotzdem immer wieder motivieren, alles zu geben. Wenn der „Piepser“ losgeht, werfen die Feuerwehrleute alles hin, kommen zum Feuerwehrhaus und sind bereit fĂŒr den Einsatz.

Kommandant Harald Lange informierte auf der Hauptversammlung, dass kĂŒnftig ĂŒber „KleineinsĂ€tze“ per Signal unterrichtet werde. Das heißt fĂŒr die Feuerwehrleute, dass sie nicht „Hals ĂŒber Kopf“ aufbrechen mĂŒssen, weil es um Sekunden geht, sondern zĂŒgig zum Einsatz kommen sollen, aber „ohne heiße Reifen“: „Bei nicht kritischen EinsĂ€tzen spielen fĂŒnf Minuten keine große Rolle.“

Innere Kameradschaft und Transparenz.

Der Inhalt einer solchen Information ist klar: „Ihr werdet gebraucht, aber ihr könnt entspannter mit EinsĂ€tzen umgehen.“ Diese Botschaft dient sicher auch der „inneren Kameradschaft“.

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, der die Wahl leitete, unterstĂŒtzt durch seine Stellvertreterin Gudrun Ruster, den Stadtrat Uwe Wagenfeld und den Vertreter der „Alters- und Ehrenmannschaft, Stefan Himmler, lobte das alte Kommando, insbesondere Josef Karlberger: „Du warst ein hervorragender Stellvertreter und verkörperst fĂŒr mich den Charakter eines vorbildlichen Feuerwehrmanns. Ich bedaure, dass Du aufhörst.“

Zu Ralf Tiemann sagte er: „Mit Ihnen hat die Feuerwehr ebenfalls eine sehr gute Wahl getroffen“, und beglĂŒckwĂŒnschte den neuen Stellvertreter zur Wahl.

FĂŒr Ralf Tiemann wird es nicht sein wie frĂŒher. Der ZugfĂŒhrer ist nun stellvertretender Kommandant und hat neue, wichtige Aufgaben. Dazu gehört die Motivation der „Kameraden“, immer alles zu geben und Entscheidungen zu treffen.

Ganz sicher wird es in Zukunft neben all der fachlichen Ausbildung, die Herr Tiemann leistet, auch darum gehen, fĂŒr die Feuerwehr aktiv zu werben und sich auch selbstkritisch in der Öffentlichkeit zu positionieren.

Ralf Tiemann ist zum neuen stellvertretenden Kommandanten gewÀhlt worden. Bild: ladenburgblog.de

Herr Tiemann wird die Aufgabe haben, die, die ihn nicht gewĂ€hlt haben, davon zu ĂŒberzeugen, dass er eine gute Wahl als stellvertretender Kommandant ist.

Herr Lange wird zeigen mĂŒssen, dass er auch eine vierte Amtszeit mit Elan und Vorbild meistert und wenn er auch noch eine fĂŒnfte bestreiten will, dass er fĂŒr die „Zukunft der Feuerwehr“ steht oder einen geeigneten „Nachwuchs“ aufbaut.

Dass es keine „Gegenkandidaten“ gab, heißt, dass man den beiden schon viel zutraut, aber vielleicht auch, dass es sehr schwierig ist, jemanden zu finden, der bereit ist, diese Aufgaben zu ĂŒbernehmen.

Sowohl Harald Lange als auch Ralf Tiemann beweisen seit 1976, dass sie Feuerwehrleute mit Herzblut sind, sonst wĂ€ren sie nicht so lange dabei und wĂŒrden sich nicht so herausragend engagieren.

Trotzdem bleibt das Problem der Motivation und dem kritischen Umgang mit den „ZustĂ€nden“ bei der Feuerwehr.

Das ist keine Kritik an der Ladenburger Feuerwehr – es ist eine „kritische“ Beobachtung, die alle Feuerwehren in der Umgebung und darĂŒber hinaus angeht. Die Anforderungen rechtlicher und organisatorischer Art sind immens gewachsen. Die Verantworung ebenso. Und die Belastung umso mehr.

Zukunft der Feuerwehr(en).

Die Zukunft der freiwilligen Feuerwehren wird davon abhĂ€ngen, eine ordentliche Kultur der – auch öffentlichen – Kritik aufzubauen, diese zu managen und transparent offen zu legen.

Das Engagement der Feuerwehrmitglieder ist enorm. Es ist bewundernswert und verdient den Respekt aller BĂŒrgerinnen und BĂŒrger. Aber nicht, weil behauptet wird, dass alles „gut“ sei, sondern weil nachvollziehbar daran gearbeit wird, die Feuerwehren zukunftssicher zu machen. Die Ladenburger Feuerwehr ist auf einem guten Weg – der aber gegangen werden muss.

Dazu gehören auch „Streicheleinheiten“. Kommandant Harald Lange lobte zum Ende der Veranstaltung einen „zivilen“ Einsatz: „Was ihr beim Feuerwehrball geleistet habt, war außerordentlich. Am nĂ€chsten Morgen war der Einsatz gegen 10:00 Uhr beendet, dafĂŒr danke ich euch.“

Kommende Woche muss die Wahl der Kommandanten am 02. Februar 2011 durch den Gemeinderat bestÀtigt werden.

Fotostrecke: Feuerwehrball 2011


Guten Tag!

Ladenburg, 17. Januar 2011. Mit rund 700 GĂ€sten war der diesjĂ€hrige Feuerwehrball in der Lobdengauhalle fast bis auf den letzten Platz gut besucht. Vor einem vergnĂŒnglichen Abend standen RĂŒckblicke und Ehrungen und ein Abschied: Der stellvertretende Kommandant Josef Karlberger wird bei der anstehenden Wahl aus persönlichen GrĂŒnen nicht mehr zur VerfĂŒgung stehen.

Feuerwehrball, Ladenburg

Von links: Tobias Rell (Kreisfeuerwehrverband), Vize-Kreisbrandmeister Axel Schuh, Fritz Simons, Peter Ullrich, Willi Wolf, Bernd Schmitt, Herbert Hofherr, Vizekommandant Josef Karlberger, Werner Wagener, Kommandant Harald Lange sowie BĂŒrgermeister Rainer Ziegler.

Bevor zur Musik von „The Holidays“ getanzt werden durfte, gab es einen RĂŒckblick auf das Jahr 2010 und die EinsĂ€tze der Freiwilligen Feuerwehr. NatĂŒrlich fehlen die Ehrungen zu einem solchen Festakt nicht.

Raphael Greipel wurde fĂŒr zwölf Jahre aktiven Dienst geehrt, Bernd Schmitt, und Peter Ullrich mit dem Feuerwehrabzeichen des Landes in Silber fĂŒr 25 Jahre Mitgliedschaft, Willi Wolf und Fritz Simons fĂŒr 40 Jahre Mitgliedschaft mit dem Feuerwehrabzeichen in Gold. FĂŒr 40-jĂ€hrige Mitgliedschaft wurden die mittlerweile „inaktiven“ Mitglieder Werner Wagener sowie Herbert Hofherr und Lothar Vögele fĂŒr 50 Jahre „Mitgliedschaft“ geehrt.

Als Programmpunkte standen die Ilvesheimer Karnevalsprinzessin Jasmin I. von Lopodunum (Insulana Ilvesheim) und die ASV-Tanzgruppe „L.A. Surprise“ unter der Leitung von Henny Hoffmann auf dem Programm. Und natĂŒrlich gab auch der Feuerwehrchor, in dem BĂŒrgermeister Ziegler als einfaches Mitglied mitsingt, mehrere StĂ€ndchen unter der Leitung von Dietrich Edinger.

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Fotostrecke: Feuerwehr Ladenburg ehrt die Toten

Guten Tag!

Ladenburg, 04. Dezember 2010 (red). Am Sonntag, den 28. November 2010, erwies die Feuerwehr Ladenburg ihren toten Kameraden Ehre und marschierte fast vollzÀhlig zum Friedhof, wo ein Kranz niedergelegt wurde.

Die Totenehrung hat bei der Feuerwehr Ladenburg eine lange Tradition. Sie ist ein „Pflichttermin“, um der toten Kameraden zu gedenken. Gut 130 Mitglieder der Feuerwehr, aktive und passive, marschierten gemeinsam mit der Jugend zum Friedhof.

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Kranzniederlegung zur Erhrung der Toten.

Pfarrer Markus Wittig (Evangelische Kirchengemeinde Ladenburg) hielt eine Ansprache und betonte die Gemeinsamkeiten von GlĂ€ubigen und Feuerwehr: „Die Feuerwehr rettet, der Glaube rettet.“ Feuerwehr und Kirche verbinde darĂŒber hinaus „die gegenseitige Achtung in der Gemeinschaft.“ Der Feuerwehrchor begleitete die Andacht.

Im Anschluss wurde ein Kranz am „Kreuz“ auf dem Ladenburger Friedhof niedergelegt. Der Evangelische Posaunenchor begleitete die Veranstaltung musikalisch.
BĂŒrgermeister Rainer Ziegler nahm in Uniform an der Ehrung teil. Auch Kreisbrandmeister Peter Michels nahm an der Veranstaltung teil.

Nach der Prozession trafen sich Feuerwehrmitglieder und Familien im neuen Feuerwehrhaus zum geselligen Beisammensein – zum zweiten Mal. Das erste Treffen dieser Art hat im vergangenen Jahr zum 150-jĂ€hrigen JubilĂ€um stattgefunden. Feuerwehrkommandant Harald Lange sagte: „Vergangenes Jahr fand das noch im Domhof statt und die Resonanz war auch dieses Jahr wieder ĂŒberwĂ€ltigend.“

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140 Strohballen brennen in Ladenburg – Amtshilfe der Berufsfeuerwehr Mannheim

Guten Tag!

Ladenburg, 15. Oktober 2010. (red/sap, aktualisiert) Die Feuerwehr Ladenburg und die Berufsfeuerwehr Mannheim bekĂ€mpfen zur Zeit einen Strohballenbrand in der NĂ€he der Ilvesheimer Straße. Die Feuerwehr geht von vorsĂ€tzlicher Brandstiftung aus. Eine GefĂ€hrdung der Bevölkerung durch die starke Rauchentwicklung sehen die Feuerwehrleute nicht. Auch BĂŒrgermeister Rainer Ziegler machte sich vor Ort ein Bild von der Lage.

„Ein Blitzschlag war es nicht“, darin sind sich der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ladenburg Harald Lange und der Einsatzleiter Josef Karlberger einig.

Gegen 14.30 Uhr wurde bei der Freiwilligen Feuerwehr Alarm geschlagen, 140 Strohballen brennen auf dem Feld Richtung Ilvesheim an der Ilvesheimer Straße.

Dank der Überlandhilfe der Mannheimer Berufsfeuerwehr konnte in kĂŒrzester Zeit ein Teleskopradlader herbeigeschafft werden, der die brennenden Strohballen auseinanderzieht.

Immer wieder muss die Schaufel des Radladers mit Wasser gekĂŒhlt werden, damit die Hydraulik nicht durch die große Hitze zerstört wird.

Dann lĂ€sst man die Strohballen ausbrennen, „das dauert noch Stunden“, so Karlberger.

Der Rauch zieht nach Ilvesheim rĂŒber, aber die Bevölkerung wurde informiert. Gott sei dank brennten hier keine giftigen Stoffe, sondern nur Stroh, sagte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, der sofort zur Brandstelle gekommen war.

Ein Großteil der Abdeckungsfolie konnte runtergezogen werden, sagte Kommandant Lange.

Lange und Karlberger gehen von Brandstiftung aus, aber jetzt muss er mal die Polizei ermitteln. „Wenn hier niemand etwas beobachtet hat, verlaufen die Ermittlungen wahrscheinlich im Sande“, so Klaus Bernhard von der Polizei Ladenburg. Falls es konkrete Hinweise auf Brandstiftung gibt, werde die Kripo weiter ermitteln.

Gegen 18:00 Uhr schÀtzte Komandant Lange, dass der Brand noch zwei bis drei Stunden andauern wird.

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140 Strohballen brennen in Ladenburg.

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ZusÀtzliche Fotostrecke

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Fotostrecke: Neues Feuerwehrhaus eingeweiht

Guten Tag!

Ladenburg, 27. MĂ€rz 2010. FĂŒr die Freiwillige Feuerwehr Ladenburg ist der 26. MĂ€rz 2010 ein historischer Tag: Das neue Feuerwehrhaus ist offiziell eingeweiht. Unsere Fotostrecke zeigt Bilder der Eröffnungsfeier, zu der ĂŒber 300 GĂ€ste und Feuerwehrleute geladen waren.

"Geheimnis gelĂŒftet": Hier residiert ab sofort die Freiwillige Feuerwehr. Bild: hblog

Vollkommen entspannt verlief der Einsatz an diesem historischen Abend.

Gastgeber BĂŒrgermeister Ziegler und Kommandant Harald Lange war die gute Laune anzumerken, denn fĂŒr die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Ladenburg beginnt eine neue Ära: „Die Zeit der Improvisation ist vorbei“, sagte Lange.

Nach jahrzehntelanger „Unterbringung“ an mehreren Standorten in der Stadt hat die Ladenburger Feuerwehr nun einen strategisch gĂŒnstigen Standort bezogen: Das neue Feuerwehrhaus an der Wallstadter Straße.

BĂŒrgermeister Ziegler sagte im GesprĂ€ch mit dem ladenburgblog: „FĂŒr mich ist dieses Feuerwehrhaus eine persönliche Angelegenheit.“ Kommandant Harald Lange sagte: „Das Zeitalter der Scheunen und Improvisationen ist beendet. Dieser Standort ist optimal.“ Und im Scherz: „Dieser Bau ist tĂ€glich von uns Feuerwehrleuten ĂŒberwacht worden. Eins ist sicher: Hier fehlt kein StĂŒck Metall im Beton.“

Beide bedankten sich beim Bauherrn JĂŒrgen Machmeier (Inwo Bau GmbH), „der diese tolle Lösung zusammen mit dem Einkaufszentrum erst möglich gemacht hat.“

Landesbranddirektor Hermann Schröder sagte: „Feuerwehr bedeutet, Hilfe zu leisten. Wer erlebt hat, wenn ein Einsatz nicht erfolgreich war, weiß, was ich meine: Den Menschen helfen zu können, ist ein hohes Gut, ebenso die Kameradschaft. Nehmen Sie dieses schöne, funktionale Haus zum Anlass fĂŒr eine lange Kameradschaft.“

GrĂŒĂŸe und einen Wasserkrug als Geschenk ĂŒberreichte der österreichische Kamerad Johann Reuter. Kommandant der Feuerwehr in der Partnergemeinde Paternion (KĂ€rnten). FĂŒr die Feuerwehr Mannheim gratulierte Bernhard Kunkel.

Der Feuerwehrchor unter Leitung von Dietrich Edinger hatte drei Auftritte und begann mit „Hoch auf dem roten Wagen“.

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Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog