Donnerstag, 26. April 2018

Kripo bestätigt Kontrolle

Gerüchte um Schulverweis und Drogen am CBG ohne Basis

Ladenburg, 16. April 2013. (red/pro) Mehrere Eltern von Schülern des Carl-Benz-Gymnasiums hatten sich in den vergangenen zwei Wochen an die Redaktion gewandt: Angeblich soll ein 14-jähriger Heddesheimer Cannabis-Produkte in der Schule gedealt haben. Dieser sei daraufhin „von der Schule geflogen“. Außerdem habe man verdächtige Personen im Umfeld des Schulgeländes bemerkt. [Weiterlesen…]

Professor Bauer aus Freiburg hält die Festansprache

Carl-Benz-Gymnasium feiert 150-jähriges Jubiläum

Ladenburg, 18. März 2013. (red/ms) Das Carl-Benz-Gymnasium hat am Freitag sein 150-jähriges Bestehen gefeiert. In der größtenteils gefüllten Lobdengauhalle gratulierten neben dem Schulleiter auch zahlreiche Ehrengäste. Die Festansprache hielt Professor Bauer von der Universität Freiburg.

Von Minh Schredle 

Wer (so wie ich) den historischen Hintergrund der Schule noch nicht gekannt hat, wird sich womöglich gewundert haben, wie sie jetzt schon ihr einhundertfünfzigstes Jubiläum feiern kann – schließlich ist Namensgeber Carl Benz selbst erst 1844 geboren und wäre gerade mal neunzehn Jahre alt gewesen, als ein Gymnasium nach ihm benannt wurde. [Weiterlesen…]

Drogen und Alkohol bei Jugendlichen: Ignoranz löst keine Probleme


Guten Tag!

Ladenburg, 18. Februar 2011. Nur 28 Eltern von CBG-Schülern haben die Chance genutzt, sich vom Drogen-Experten der Mannheimer Polizei informieren zu lassen. Von einem „Interesse“ kann also keine Rede sein – eher von Ingnoranz. „Drogen oder Alkohol? Bei meinen Kindern? Nein“, mögen viele Eltern „Probleme“ von sich weisen. Die Realität ist nicht „nüchterner“, sondern bedenklich zugedröhnt.

Kommentar: Hardy Prothmann

Die Zahlen sprechen für sich: 28 anwesende Eltern sind bei 1.150 Schülern gerade mal 2,5 Prozent. Geht man davon aus, dass alle Schüler zwei Eltern haben, sind es noch 1,25 Prozent der Eltern, die sich für den Aufklärungsvortrag des Polizeihauptkommissars Willi Stier interessierten.

Vielleicht sind das auch nur die Eltern, die sich noch nicht informiert haben und die restlichen rund 98 Prozent wissen schon Bescheid, „was so alles geht“. Und vielleicht ist es auch so, dass es am CBG keine Drogen- und Alkoholprobleme bei Schülern gibt.

143 Prozent mehr Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen. Stand: 2007

Damit wäre das Ladenburger CBG die rühmlichste Ausnahme der Republik. Bundesweit sehen die Zahlen anders aus, wie der Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2009 ausweist:

„Im Jahr 2007 wurden 23.165 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren aufgrund einer Alkoholvergiftung stationär im Krankenhaus behandelt. Das ist die höchste Zahl seit der Ersterhebung im Jahr 2000 und entspricht einer Zunahme um 143 %.“

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Eltern informieren sich über Drogen- und Alkoholmissbrauch bei einer Informationsveranstaltung im CBG.

Das sind nur die „statistisch“ erfassten Fälle. Wie viele Kinder und Jugendliche sich die „Seele aus dem Leib gekotzt“ oder sich mit Drogen vergiftet haben und am Krankenhaus gerade nochmal vorbei gekommen sind, ist und bleibt eine Dunkelziffer.

Bei der Einnahme von Cannabis-Produkten liegen die Zahlen bei einer Zunahme von sechs bis zwölf Prozent. Diese Daten stammen aus dem Jahr 2007. Seither sind keine neuen Daten veröffentlicht worden. Wie die Entwicklung 2008-2010 war? Das ist nicht zu belegen.

Wer denkt, dass sein(e) Kind(er) nicht betroffen sind, verschließt die Augen. Drogen- und Alkoholmissbrauch finden nicht erst statt, wenn es eine amtliche Erfassung gibt, sondern haben meist eine lange „Karriere“ hinter sich. Immer wieder, immer häufiger, immer exzessiver – bis der „Extremfall“ eingetreten ist und man die Augen nicht mehr verschließen kann.

Und machmal ist das sehr bitter: Immer häufiger, so Willi Stier, werden „k.o.“-Tropfen eingesetzt und die Opfer, meist junge Frauen, vergewaltigt. Die Dunkelziffer ist hoch: „Die Mädchen können sich an nichts erinnern und schämen sich.“

Keine Frage der Schule oder der Milieus.

Man darf davon ausgehen, dass sowohl das CBG, als auch die Merian-Realschule oder die Sickingenschule und andere Schulen in anderen Orten ungefähr gleich von all diesen „Entwicklungen“ betroffen sind. „Drogen-Willi“, wie sich Polizeihauptkommissar Stier selbst scherzhaft nennt, sagt: „Es ist keine Frage der Schule oder der Milieus. Es ist ein allgemeines Problem.“

Und es ist ein Problem in den Familien. Wo sonst? Sind es immer nur die anderen Kinder – nie die eigenen?

Alle Eltern, die mit übermäßigem Alkoholkonsum ihrer Kinder konfrontiert werden oder gar mit Drogen, werden zunächst mit Schutzreflexen reagieren. Es darf nicht sein, was nicht sein darf. Es muss ein „Ausrutscher“ sein, eine „Jugendsünde“ und wie die Schutzbehauptungen auch heißen mögen.

Der Reflex zu Scham, Sorge und es „wieder gut haben zu wollen“, ist verständlich und nachvollziehbar – aber leider wenig hilfreich zur Lösung der Probleme.

Durch einen Hinweis aus der Bevölkerung hat die Redaktion im November 2009 von zwei alkoholisierten Mädchen auf der Heddesheimer Eisbahn erfahren. Beide waren zwölf Jahre alt und wurden in einer Weinheimer Klinik behandelt. Ein Mädchen ist aus Ladenburg, wo das andere Mädchen wohnt, haben wir nicht erfahren.

Nichts sehen. Nichts hören. Nichts sagen.

Die Reaktion der Gemeinde Heddesheim war bezeichnend: Der Vorfall wurde verschwiegen. Durch hartnäckiges Nachfragen bekamen wir nur die Informationen bestätigt, die wir schon wussten. Andere Medien haben darüber nicht berichtet. Auch die Stadt Ladenburg hat sich unserer Kenntnis nach nicht dazu geäußert – vielleicht, weil es dort keine „Erkenntnisse“ gab.

Der „Affenreflex“, „Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen“, ist verbreitet.

Seither sind die Kontrollen angeblich verstärkt worden. Und selbst wenn. Willi Stier schilderte, wie es abläuft. Bei „Adler“-Spielen wird eben schon vorher „geschluckt“, „Aufreißer“ in den Taschen enthalten hochprozentiges und schmecken süß. Selbst geschulte „Türsteher“ können diese „Mitbringsel“ nur schwer entdecken.

Woran es fehlt, ist der Wille zur Aufklärung. Sowohl bei Eltern, als auch bei Behörden. Und der Wille zur echten Prävention. Ein paar Unterrichtseinheiten, wie sie der MM „lobend“ in seinem Bericht erwähnt, dienen nur den „Formalitäten“, nichts sonst: „Alles ok bei uns, keine „bekannten“ Probleme.“

Wie passen aber eine bundesweite Zunahme von 147 Prozent „mehr“ stationär behandelter Alkoholvergiftungen mit dieser „Realität“ zusammen? Wohl eher gar nicht.

Solche Zahlen muss man nicht „künstlich“ dramatisieren, wie man das dann der „Presse“ gerne vorwirft – sie sind dramatisch (auch wenn die Kritik an der Presse oft berechtigt ist – wir sparen ja auch nicht damit).

Wo gedeckelt wird, gibt es keine Probleme. Nur woanders.

Gehören die Saufgelage auf der Neckarwiese und das zertrümmerte Rundklo nicht zu diesem Thema? Sind Alkoholmissbrauch und Drogenkonsum in Ladenburg, Heddesheim und anderswo nicht bekannt? Ist das so?

Solange man es irgendwie „deckeln“ kann, ist das so. Denn dann gibt es keine Probleme.

Auch nicht zu anderen „Problemfeldern“.

Unser Bericht über SchülerInnen des CBG, die sich mit „Hitlerscherzen“ die Zeit vertreiben, hatte genau keine „Nachwirkungen“ – bis auf Anfeindungen und Drohungen und üble Nachreden gegen unsere Redaktion.

Obwohl – das stimmt nicht ganz.

Seither erhalten wir durch die Schulleitung fast keine Termineinladungen oder andere Informationen mehr zum CBG. Rektor Günter Keller und sicher auch andere haben unsere Redaktion offensichtlich als „Problem“ identifiziert.

Das Problem sind nicht die Berichte, sondern die Haltung dazu.

Ganz sicher werden „interessierte Kreise“ nach unserem Bericht und diesem Kommentar sich in ihrer Haltung bestärkt fühlen. Unseren „Blogs“ werden dann gerne die abstrusesten Motive unterstellt, warum wir „negativ“ berichten.

Wer sich nüchtern zurücklehnt, wird feststellen, dass wir einfach nur „informieren“, anstatt eine Schönwetter-„Berichterstattung“ zu betreiben und alles zu ignorieren, was „nicht ins Bild passt“. Wir berichten nicht „negativ“, sondern kritisch. Das ist ein bedeutender Unterschied.

Die Tageszeitung „Die Welt“ schreibt:
„Es gab Zeiten, da war Lokalzeitungen jeder Jugendliche eine Meldung wert, der mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Heute sind die Koma-Mädchen und Koma-Jungs verschwunden – aus den Nachrichtenspalten; denn ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren in einer Weise explodiert, die eine tägliche Berichterstattung unmöglich macht.“

Nicht die Zahl der Fälle verhindert eine Berichterstattung, sondern die Ignoranz. Und die löst keine Probleme, sondern hofft, dass sie vorbeigehen.

Wir gehen nicht vorbei, sondern halten an, schauen hin, recherchieren und schreiben auf. Ob das nun „gefällt“ oder nicht.

„Gefallen zu wollen“ hat mit Journalismus nichts zu tun.

Drogenexperte Willi Stier: „Cannabis ist nicht am Kommen, sondern am Explodieren.“


Guten Tag!

Ladenburg, 18. Februar 2011. Polizeihauptkommissar Willi Stier sparte nicht mit drastischen Schilderungen, harten Fakten über „harten Drogenmissbrauch“ und krassen Bildern am Dienstag, den 15. Februar 2010, zum Thema: „Drogengefährdung bei Jugendlichen, Infoabend am CBG.“ Nur 28 Gäste waren gekommen, überwiegend Mütter, aber auch ein paar Väter. Der Vortrag Stier war eindringlich und informativ und schonungslos.

Von Hardy Prothmann

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Polizeihauptkommissar Willi Stier beim Vortrag - im Fordergrund seine "Mitbringsel" in Sachen Drogen.

Willi Stier nimmt kein Blatt vor den Mund: „Cannabis ist nicht am Kommen, sondern am Explodieren“, so der Drogenexperte des Polizeipräsidiums Mannheim.

Er erzählt Geschichten aus dem Alltag der Polizei – also wahre Begebenheiten, angezeigte und aufgenommen Fälle, Realitäten, die sich nicht leugnen lassen. Alkoholmissbrauch und Vollsuff sind längst kein „Jungsproblem“ mehr. Willi Stier hat die Fakten. Über ein 12-jähriges Mädchen mit 2,16 Promille Blutalkohol und sagt: „Mädchen zwischen vierzehn- und sechzehn Jahren mit mehr als zwei Promille sind längst keine Seltenheit mehr.“

Hauptsache, es wirkt.

Es wird alles gesoffen, geschnupft, gespritzt, sonstwie dem Körper zugeführt, „Hauptsache, es wirkt.“ Da wird giftiges Sekret von Kröten abgeschleckt, Gartenblumen „veredelt“, Küchenkräuter zu Drogen umgewandelt oder auch Dünger geschluckt: „Es wird gebacken, gekocht, aufgelöst. Es gibt eine große Fantasie“, sagt Stier und belegt seine drastischen Beispiele mit Statistiken und Fotos.

Die 28 Eltern im Raum sind sehr still, sehr konzentriert.

Warum sind sie hier? Weil zuhause bei den eigenen Kindern alles in Ordnung ist und sie sich nur über die Gefahren informieren wollen? Oder gibt es hier und da schon ein Problem bei den eigenen Kindern?

Willi Stier fragt das nicht und das ist auch in Ordnung. Sein Job ist Aufklärung. Sensibilisierung. Und nicht eine Adhoc-Beratung bei tatsächlichen Problemen. Als Polizist sagt er: „Wenn ich von illegalem Drogenkonsum erfahren, bin ich von Amts wegen verpflichtet zu handeln.“

Steigender Cannabis-Konsum – Koma-Saufen alarmierend.

Der Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung von 2009 (2010 gab es keinen, der nächste soll im Mai 2011 vorgestellt werden), zeichnet sich angeblich eine leichte „Entspannung“ – tatsächlich war die Erhebungsmethoden fragwürdig und wurden bezweifelt. Stiers Aussage zu Cannabis liest sich in Zahlen so: Die Einnahme von Haschisch (+5,6 Prozent) und Marihuana (+12,7 Prozent) ist deutlich gestiegen und das „Koma“-Saufen bleibt nach wie vor ein alarmierendes Problem.

Die körperlichen, aber vor allem die psychischen Schäden können enorm sein: „Haben Sie schon mal was von Cannabis-Psychose gehört?“. Die Eltern schweigen. Dann fragt eine Mutter: „Was ist das?“ Willi Stier erklärt, dass der „Konsum“ von Cannabis zu massiven Persönlichkeitsstörungen führen kann.

Und erklärt auch, warum: „Das Cannabis von heute ist hochgezüchtet. Der Inhaltsstoff THC war vor zwanzig Jahren im Bereich von zwei bis drei Prozent, heute liegt er um das zehnfache höher.“ Das diene in erster Linie der „Gewinnmaximierung“ der Drogenhändler, die mit derselben Menge Cannabis nun mehr Gewinn machen könnten, dafür werde allerdings der „Stoff“ gestreckt. Im Einzelfall kann aber das THC um ein Vielfaches höher liegen als früher – „ein Joint“ sind dann fünf, sechs oder mehr.

„Schlumpfpisse“ und andere „Aufreißer“.

„Magic Mushrooms“, also Pilze mit psychedelischen Wirtstoffen seien sehr im Trend, aber auch andere Pflanzen, die wie auch immer wirken – auch tödlich.

Und Willi Stier informiert umfangreich über Alkohol, die Hauptdroge. Da wird „Schlumpfpisse“ getrunken – Wodka, in dem blaue Hustenbonbons aufgelöst werden: „Für Mädels ist Wodka oft zu scharf, die Bonbons machen den süß.“ Im Supermarkt gibt es „Aufreißer“ zu kaufen. Die sehen aus wie Süßigkeiten, der Inhalt ist hochprozentig.

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Willi Stier präsentiert eine Bierflasche mit "Stürzer2-Aufsatz: "Das batscht mehr."

„Die kleinen Päcken lassen sich gut verstecken und werden bei Kontrollen nicht so schnell gefunden“, sagt Stier. Beispielsweise bei „Adler“-Spielen. Flaschen sind nicht erlaubt: „Die Fantasie und die Möglichkeiten, Alkohol durch die Kontrollen zu schmuggeln sind vielfältig.“

Und die Statistik einer Befragung, die Willi Stier an die Wand wirft, ist alarmierend: 52 Prozent der Jugendlichen kommen schon „mit“ zu den Spielen, 36 Prozent trinken in der Halle – aus welcher Quelle auch immer.

„Beim Führerschein werden einige nachdenklich.“

Vor Jugendlichen hält Willi Stier einen anderen Vortrag: „Die hier gezeigten Bilder und Infos würde ich so nicht weitergeben“, sagt er. Er hat einen „Schlüssel“ zu den Jugendlichen gefunden, von dem er glaubt, dass er wirkt: „Die wollen alle den Führerschein machen. Und wenn ich denen erzähle, dass man den auch „abgenommen“ kriegt, wenn man ihn noch gar nicht hat, werden einige doch nachdenklich.“

Und: „Wenn ich frage, wer selbst schon Erfahrungen mit Drogen gemacht hat, gehen 20-30 Prozent der Hände hoch. Wenn ich wissen will, wer jemanden kennt, dann sind es schon manchmal mehr als die Hälfte.“

Eine Mutter fragt: „Kann es nicht sein, dass sich da manche wichtig machen wollen?“ Willi Stier will das für einzelne Schüler nicht ausschließen – die Zahlen bestätigen allerdings seine Erfahrung.

„Da wird einer mit Cannabis erwischt. Ist ein guter Schüler. Bislang noch nicht aufgefallen. Der Staatsanwalt verfolgt das nicht weiter. Was die meisten nicht wissen: Die Führerscheinstelle wird trotzdem benachrichtigt“, sagt Stier und weiter: „Eine Medizinisch-Psychologische-Untersuchung (MPU), auch Idiotentest genannt, dauert etwa ein Jahr und kostet rund 3.000 Euro.“

Volltreffer und Verdachtsfälle.

Dann zeigt Willi Stier Bilder von „Treffern“ – Frontalzusammenstößen, ausgebrannten Autos mit verkohlten Leichen junger Erwachsener und zitiert Pressemeldungen mit krassen Zahlen zu Alter und Promillewerten. Wer jetzt noch denkt: „Mein Gott, was es für schlimme Sachen gibt“, will nicht daran denken, dass es einen auch „selbst treffen“ kann.

Am Ende des Vortrags wollen die Eltern wissen, was die Schule tut. Es gebe Drogen- und Suchtaufklärung ab der fünften Klasse, sagt die CBG-Lehrerin Susanne Koch, die mit „Suchtvorbeugung“ beauftragt ist. Auch Rektor Günter Keller versichert, dass man der Aufklärung nachkomme. Aber die Hauptverantwortung liege bei den Eltern.

Bei Verdachtsfällen vermittle man an Drogenberatungsstellen. Willi Stier empfiehlt Dr. Diehl beim Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim – muss hier aber seinen Vortrag aktualisieren, denn nach unseren Informationen arbeitet Dr. Diehl seit über einem Jahr dort nicht mehr.

1.150 Schüler hat das CBG. Auf die Frage, wie viele Vermittlungen es im Jahr 2010 gegeben hat, antwortet Frau Koch: „Zwei.“

Lesen Sie zum Thema unseren Kommentar.

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Hitlerbart-Debatte: Was von der Diskussion übrig bleibt

Guten Tag!

Ladenburg, 17. November 2010. Unser Text über das Fehlverhalten einiger CBG-Schüler hat erstaunliche Reaktionen zu Tage gefördert. Wut- bis Hass-Äußerungen, Beleidigungen bis Diffamierungen, Androhung von Gewalt und Verschwörungstheorien. Das Aggressionspotenzial ist mehr als erstaunlich und macht nachdenklich.

Von Hardy Prothmann

Am Abend des 17. November sind 144 153 Kommentare zum Text „Hitlerbart und Nazi-Symbole – wie sich ein Teil der CBG-Jugend im Internet auslebt-€ veröffentlicht worden, rund ein Dutzend wurden mangels „Gedanken“ oder wegen verfassungsfeindlicher Aussagen nicht veröffentlicht. Nach der internen Statistik wurde der Text bis 23:30 Uhr genau 4.008 Mal aufgerufen.

Auf Facebook wurden gestern über 240 Kommentare bei einem Teilnehmer geschrieben – ich hatte mich dort der Diskussion mit „Freunden“ derer „gestellt“, über die im Artikel berichtet wurde. Wüste Beschimpfungen und Unterstellungen bestimmten lange Zeit die „Debatte“, zum Ende hin wurde es etwas vernünftiger, was allerdings nur einigen wenigen Kommentatoren zu verdanken war.

In den Kommentaren hier auf dem Blog wurden „Meinungen“ zu verschiedenen Themenbereichen geschrieben. Eine detaillierte Zusammenfassung ist angesichts der Fülle kaum möglich, eine Sammlung hingegen schon.

Auffällig ist, dass allen Kommentatoren, die den Artikel negativ bewertet haben, eine wenigstens noch ausreichende Medienkompetenz abgesprochen werden muss.

Wir bedanken uns für die positiven Kommentare, wenngleich wir kritisch anmerken, dass auch hier teils deutliche Übertreibungen stattgefunden haben.

Zu den „Vorwürfen“:

Der Staatsschutz wurde eingeschaltet.
Mal abgesehen davon, dass der Staatsschutz kein Lichtschalter ist, wurde der Staatsschutz nicht über Namen informiert, sondern nur grundsätzlich über den Vorfall, mit der Bitte um ein Interview über „fließende Grenzen“ vom „provokanten Spiel“ hinein in rechtsradikale Netzwerke.

Im Text steht lediglich, dass der Staatsschutz soziale Netzwerke beobachtet und sich für solche Verhaltensweisen interessiert, da die Behörde auch ohne „Anzeigen“ von sich aus tätig ist.

Der Staatsschutz ist auch nicht der Verfassungsschutz, sondern eine Polizeibehörde. Und hat beim besten Willen aber auch gar nichts mit der „Staatssicherheit“ zu tun.

Facebook-Nutzer wurden „ausspioniert“, Datenschutz, Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht.
Mal abgesehen davon, dass „Spionnage“ ganz andere Ziele verfolgt und ganz andere, nicht-öffentliche Methoden anwendet, wurde niemand ausspioniert, sondern nur „öffentlich“ zugängliche Informationen zur Kenntnis genommen. Diese wurden dokumentiert und transparent im Zuge der Berichterstattung veröffentlicht.

Das Profil weist eindeutig eine journalistische Redaktion aus. Als solche achten wir auch die Privatspähre, selbst im öffentlichen Raum. Wie im „realen“ öffentlichen Raum berichten wir aber über besondere Vorkommnisse, die eine gesellschaftliche Relevanz haben. Im vorliegenden Fall wurde der „Hitlerbartträger“ im Vorfeld ausführlich über einen email-Briefwechsel informiert. Wir hatten eine „vertrauliche“ Berichterstattung ohne Recherche an der Schule vorgeschlagen, was abgelehnt worden ist.

Dass Personen aus dem näheren Umfeld der betroffenen Schülerinen und Schüler diese „erkennen“ ist nicht auszuschließen. Gegenüber der breiten Öffentlichkeit wurden diese ausreichend anonymisiert.

Informanten hätten wir vollends unkenntlich gemacht. Es besteht aber ein großer Unterschied zwischen einem Informanten, der Missstände aufklären hilft und Personen, die sich missständlich verhalten.

Die verwendeten Materialien dienen der journalistischen Dokumentation – eine Urheberrechtsverletzung hat nicht stattgefunden.

„Hinreichend bekannte Aversionen“ gegen Schüler und das CBG.
Es gibt keine „Aversion“ gegen Schüler oder das CBG. Schon gar keine „hinreichend bekannten“.
Hier finden Sie alle Artikel unter dem Stichwort „Gymnasium„, die bislang auf dem Ladenburgblog erschienen sind.

Hass gegen den Mannheimer Morgen.
Es gibt weder Hassgefühle gegen Zeitungen, Gegenstände noch Personen. Kritik hingegen schon.

„Alle“ Schüler, „das“ CBG „sind so“.
Im Artikel steht kein Wort davon. Es ist von zehn namentlich bekannten Schülerinnen und Schülern die Rede. Nicht mehr und nicht weniger.

„Neonazistische Unterwanderung“ oder „brauner Sumpf“.
Im Artikel steht kein Wort davon – weder über die betroffenen Schülerinnen und Schüler, noch über sonstige Schüler.

Privatspähre kontra Kontrolle.
Mit 14 Jahren beginnt laut Gesetz die Strafmündigkeit. Eltern kann und muss eine Aufsichtspflicht über ihre Kinder, die unter ihrem Dach leben, sicherlich nach wie vor erlaubt sein. Verantwortliche Eltern kommen dieser sicherlich überwiegend nach.

„Kleiner Journalist, drittklassiker Journalist, lächerlich, unfähig, Gier nach Aufmerksamkeit usw.“
Ich bin 1,74 Meter groß. Nicht größer und nicht kleiner.
Wer sich dafür interessiert, wie echte Experten und andere Medien unsere Arbeit beurteilen, infomiert sich hier: Berichte über unsere Blogs.

Das mit der Aufmerksamkeit hat geklappt 😉

„Arsch, Schreiberling, Boykott“ usw.
Im Artikel steht: „Bleiben die Fragen: Wie werden andere Jugendliche der Schule den Text in emails, Chats, SMS und Foren kommentieren?“
“Hast Du den Artikel von dem “Schreiberling-€ gelesen? Der hat doch eh keine Ahnung, was abgeht? Egal 😀 . Wo ist die Party? Geiles Foto. Höhö. Ich knall mich weg. Scheiße, hab ich Kopfschmerzen. Wo geht was? Scheiß Wichser. Päderast. Harzer. Wir wissen, was kommt. Boykottiert den Arsch. xx ist in einer Beziehung. Ich habs gern auf dem Schreibtisch. Glücksnuss. Farmville. Das gefällt mir.-€

Diese Reaktionen sind dann mehr oder weniger eingetroffen. Wörtlich als Kommentare und ganz konkret, was den „Boykott“ angeht. Etwa 70 90 (auch ehemalige) Schülerinnen und Schüler sind dem Aufruf gefolgt und haben uns auf Facebook „die Freundschaft gekündigt“. Rund ein Dutzend neue „Freunde“ sind hinzugekommen, 150-200 aus dieser Gruppe haben die „Freundschaft gehalten“.

Geldeinnahmen oder anderer Nutzen für das Blog durch hohe Klickzahlen.
Die Inhalte des ladenburgblogs sind für alle kostenfrei. Der Aufruf des Blogs oder eines Artikels ergibt nicht einen Cent, sondern nur einen statistischen Zähler bei den Besuchern und den Seitenaufrufen.

Geld verdienen wir unter anderem mit Klicks auf Werbeanzeigen und deren Verkauf. Die Zahl der Klicks auf Werbeanzeigen ist nicht signifikant gestiegen, gemessen an der Zahl der Klicks auf den Artikel. Wir und unsere Werbekunden freuen uns über jeden Klick auf die Anzeigen. 🙂

Ganz im Gegenteil haben wir bewusst einkalkuliert, dass dem Artikel zunächst zwar eine hohe Aufmerksamkeit zukommt, unter Umständen aber auch viele Menschen zunächst negativ reagieren – ein typischer Reflex auf Kritik. Vor allem die, denen unsere kritische Berichterstattung nicht gefällt – zum Teil, weil wir über diese selbst schon, Freunde oder Verwandte kritisch geschrieben haben (siehe Hinweise auf heddesheimblog). Die betreffenden Personen wissen, wer gemeint ist…

Einen vorübergehenden Verlust an Aufmerksamkeit haben wir ebenso einkalkuliert, was unsere kritische Berichterstattung aber nicht behindern wird. Andere Medien verhalten sich da anders und vermeiden jede kritische Berichterstattung aus Angst, noch mehr Auflage zu verlieren. Alle Leserinnen entscheiden selbst, welches Medium sie nutzen möchten.

Verursacher-Prinzip und „Stalking“, Denunziation.
Wir können nicht jede falsche Verwendung von Begriffen korrigieren. Informationen zu Stalking finden Sie hier. Die betreffenden Jugendlichen wurden nicht durch das ladenburgblog angeregt, eine Hitlerpose einzunehmen und diese zu kommentieren, sondern haben das aus freien Stücken selbst entschieden. Wir haben darüber berichtet.

Zitiert wurde auch August Heinrich Hoffmann von Fallersleben „Der größte Lump im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant.“ Mal angesehen davon, dass das kein Argument ist, sondern nur ein Zitat und der Mann neben Kinderliedern die Deutsche Nationalhymne gedichtet hat, war er ein ausgemachter Antisemit und ist als zitierte Person in diesem Zusammenhang sicher kein gutes Beispiel.

„Jugendlicher Leichtsinn, dumme-Jungs-Streich“.
Im Artikel steht ausdrücklich, dass aus Sicht der Redaktion kein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt. Nichtsdestotrotz haben Bild und Äußerungen Grenzen verletzt, die angesichts des Alters der betroffenen Schülerinnen und Schüler und des gewählten „Themas“ ganz sicher nicht unter „jugendlichen Leichtsinn“ fallen. Deutlich wurde das auch in der verhementen Verteidigung des Verhaltens und den Versuchen, eine Begründung zu liefern. „Leichtsinn“ kommt ohne Begründung aus.

Ausgeliehene Zitate oder andere Werke als „Beleg“ sowie „Parodie, Satire“.
Weder das Foto noch die Kommentare lassen irgendeine parodistische oder satirische Absicht erkennen. Der immerwiederkehrende relativierende Vergleich zu Chaplins „Der große Diktator“ zeigt, dass viele den Chaplin-Film wohl nicht kennen, ebensowenig wie andere Filme aus dieser Zeit.

Ebensowenig wird dabei zur Kenntnis genommen, dass Chaplin sich später geäußert hat, den Film nicht oder anders gemacht zu haben, hätte er die „Realität“ des Dritten Reiches geahnt. Auch Helge Schneider hat sich von seinem Film distanziert und naja, wer „Switch reloaded“ lustig findet, darf das.

Tatsächlich gibt es aber einen enormen Unterschied zwischen einem Hitlernachahmerbild und eindeutigen Kommentaren und dem Versuch einer dramaturgischen Bearbeitung. Es gibt auch einen großen Unterschied zwischen „Pausenunsinn“, der im Moment vor einer kleinen Gruppe von Menschen passiert und einer Veröffentlichung im Internet.

Hitlerbart und Nazi-Symbole – wie sich ein Teil der CBG-Jugend im Internet „auslebt“

Guten Tag!

Ladenburg, 16. November 2010. Ein Abiturient des Carl-Benz-Gymnasiums stellt sich im Internet mit Hitlerbart, schmalen Mund und irrem Blick dar. Seine Freunde kommentieren das mit Sätzen wie „Adolf xxx wurde in Berlin gesichtet“, „Whos your führer?“ oder „Good old 88“. [Weiterlesen…]

Zwei Schulen – ein Ziel – ein erstes Ergebnis: 5.000 Euro

Guten Tag!

Ladenburg, 16. Juni 2010. Rund 5.000 Euro kamen bei der Benefiz-Veranstaltung am 12. Juni 2010 im CBG zusammen. Das Geld geht hälftig an die Eltern-Initiative, die damit „Verschönerungen“ im CBG bezahlen will und an die Karlheinz Böhm-Stiftung „Menschen für Menschen“ zum Bau von Schulen in Äthopien.

Von Sabine Prothmann

Unter dem Motto: „Zwei Schulen – Ein Ziel“ veranstaltete am vergangenen Samstag das Carl-Benz-Gymnasium in Ladenburg eine Benefizveranstaltung.

Aufgereihte Renovierungsgegenstände: Tun statt Ruh'n. Bild: ladenburgblog.de

Die eine Schule ist ein 40 Jahre altes Gebäude in Ladenburg mit großem Sanierungsbedarf, die andere Schule soll in Äthiopien stehen, einfach, aber stabil.

Stinkende Toiletten, fehlende Farbe, schlechtes Licht, Papierkörper, die Raben zum Wühlen einladen – die Liste der Mängel am CBG ist lang. Und die Staats- und Stadt-Kassen sind leer.

Die Organisation „Menschen für Menschen“ hat ein Wettbewerb unter den Schulen ausgeschrieben, wo es darum geht, durch Aktionen Geld für den Schulbau in Äthiopien zu sammeln. Zu gewinnen gibt es ein Unplugged-Konzert der „Killerpilze“ und ein professionelles Foto-Shooting mit Topmodel Sara Nuru.

Anfang des Jahres gründeten die beiden Schülerinnen Elisabeth Fuhry und Rebecca Rössling die AG „Menschen für Menschen“ am Ladenburger Gymnasium.

Gemeinsam mit der Elterinitiative „Sanierung CBG“ beschloss man eine Benefizveranstaltung zugunsten der Schule in Ladenburg und zugunsten des Schulbaus in Afrika.

„Hier wollen wir renovieren, dort soll aufgebaut werden, deshalb haben wir den Slogan entworfen: „Zwei Schulen – ein Ziel“, erklärte Inge Bördlein-Wahl, die die Elterninitiative gegründet hat.

Die Benefiz-Gala präsentierte ein buntes Programm aus Kinderanimation, Musik- und Theatervorführungen, darunter Sketche und Comedy, Auftritt der CBG Schülerband und dem Höhepunkt des Abends dem Auftritt der CBG Schüler-Lehrerband.

Die Organisation sei „super gelaufen“, gut ein Dutzend Eltern haben aktiv an den Vorbereitungen für die Benefiz-Gala mitgearbeitet und die reichlichen Spenden für das Kuchen- und das herzhafte Buffet hätten ihre Erwartungen weit übertroffen, sagte Bördlein-Wahl.

Das denken Schüler. Bild: privat

Die Elterninitiative war zuständig für die Essensspenden, die „Menschen für Menschen AG“ für die Tombola. Beides hat sich im Laufe des Tages gut entwickelt.

Nach eineinhalb Stunden waren 700 Lose für die Tombola verkauft und bis zum frühen Abend hatte man über den Losverkauf 500 Euro und über den Buffetverkauf knapp 1000 Euro eingenommen. Bis zum Ende der Veranstaltung gegen 23:00 Uhr kam noch einiges zusammen. Unterm Strich sind es rund 5.000 Euro.

Die Hälfte der Einnahmen geht an die Schüler-AG, die andere an die Elterninitiative.

Die Elterninitiative wisse, dass es sich bei diesen Spendengeldern nur um einen Tropfen auf einem heißen Stein handeln kann, so Bördlein-Wahl: „Doch wir wollen etwas bewegen, wir wollen den schlechten Zustand der Schule öffentlich machen und ein Zeichen setzen.“

Dass man mit Spendengeldern keine Schule sanieren kann, sei ihnen bewusst, aber man könne kleine Dinge verändern und verbessern: Spiegel in den Toiletten aufhängen, rabenfeste Papierkörbe aufstellen oder auch Klassenzimmer schön gestalten.

Demonstrieren, unterstützen, helfen.

„Ich war beeindruckt von der Schülerdemo, die Anfang des Jahres stattfand. Das wollte ich unterstützen und habe deswegen bei der Elterninitiative mitgemacht“, erklärte eine Mutter.

Der Elternbeiratsvorsitzende Günter Reiß bezeichnete die Elterninitiative als weiteres Standbein, um die notwendigen Sanierungsmaßnahmen anzustoßen. „Das war super Elternarbeit, ich bin wahnsinnig glücklich“, so Reiß.

Die Elterninitiative habe Signalkraft. Sie mache aufmerksam und erzeuge Druck bei den politisch Handelnden. „Wenn du politisch nicht handelst, erreichst du selten was“ ist die Überzeugung von Günter Reiß. Es sei immer auch eine Frage der Taktik, wie man die Politik mit einbindet für das Sanierungskonzept. Es sind kleine Schritte, aber immerhin habe die Stadt jetzt für hellere Leuchten gesorgt.

„Je breiter man sich aufstellt, um so besser“, erklärte Bürgermeister Reiner Ziegler. Alle Kräfte arbeiteten hier zusammen. Die Stadt, die Schule, die Eltern. Es sei wichtig, auf sich aufmerksam zu machen und in die Schule zu investieren.

Neben den Kleinigkeiten, die durch die Benefizaktionen realisiert werden können, betonte auch Udo Wagner vom Elternbeiratsteam die Signalwirkung der Elterninitiative.

Inge Bördlein-Wahl (2.vl.) mit Rebecca Rössling, Elisabeth Fuhry und Rektor Keller. Bild: privat

Rektor Günter Keller konnte nur am Anfang der Veranstaltung dabei sein. „Wir hatten die Benefiz-Gala erst zu einem früheren Zeitpunkt geplant und heute hatte Herr Keller leider noch einen anderen wichtigen Termin“, sagte eine der Veranstalterinnen.

Als „Zweiklang“ bezeichnete Radio-Moderator Christian Scharff die beiden Projekte. Über dringenden Bedarf an Schulen in Äthiopien berichtete Axel Haasis, Geschäftsführer von „Menschen für Menschen“ der Karlheinz Böhm-Stiftung. Ziel sei es, stabile einfache Schulen zu bauen, die man für 50 Jahre nutzen könne, so Haasis. Beeindruckt war er von der gebürtigen Äthiopierin und Topmodel Sara Nuru. Schon zu Beginn der Staffel sei man mit ihr in Kontakt getreten. Ein Tag nach dem Finale und ihrem Sieg habe sie bei ihm angerufen und gesagt: „Jetzt habe ich gewonnen, jetzt kann ich mich engagieren.“

„Menschen für Menschen“

Engagiert haben sich auch rund 15 Schüler und Schülerinnen des CBGs in der AG „Menschen für Menschen“, die Anfang des Jahres von Elisabeth Fuhry und Rebecca Rössling gegründet wurde. Ziel ist es natürlich den ausgeschrieben Wettbewerb zu gewinnen, Ziel ist es aber durch Aktionen genügend Geld für Schulen in Äthiopien zusammen zu bekommen.

Die Benefiz-Gala ist nicht die erste Aktion der AG. Eine Schlafanzug-Aktion brachte die Lehrer im Nachtgewand in die Schule und der Spendenkasse Euros ein. Erfolgreich war auch eine Winter-Schneebar. Bis zum 31. Juli 2010 haben die Ladenburger Schüler noch Zeit um weitere Aktionen durchzuführen. Eine schulinterne WM und Schüler-Lehrer-Wetten stehen als nächstes auf dem Plan, erzählen Johannes Seitz und Verena Schöchlin.

Die Schüler-AG war bei der Benefizveranstaltung zuständig für die Tombola. Bei den attraktiven Preisen, gestiftet durch Ladenburger und Heddesheimer Geschäften, war es kein Wunder, dass die Lose so schnell verkauft wurden. Darunter gab es beispielsweise Mappen von Prada und Dior, ein Bild einer Ladenburger Künstlerin und als Hauptpreis einen antiken Kaugummiautomat, den ein Lehrer gespendet hat. „Den hätte ich auch gerne gehabt“, meinte Selma Sadikovic.

Ihrem Motto „Zwei Schulen – ein Ziel“ ist das CBG mit seiner Benefiz-Veranstaltung somit ein Stückchen näher gekommen.

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Elterninitiative will „Sanierung“ des Carl-Benz-Gymnasiums voranbringen

Gemeinsame Benefiz-Veranstaltung.

Guten Tag!

Ladenburg, 20. Mai 2010. (red) Eine Elterninitiative will sich in Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat und der Schulleitung für dringend notwendige „Sanierungen“ am Carl-Benz-Gymnasium einsetzen. Zusammen mit der Schüler AG „Menschen für Menschen“ wird eine Benefiz-Gala veranstaltet.

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Inge Bördlein-Wahl stellte am Dienstag, den 18. Mai 2010, für die neue Elterninitiative „Sanierung CBG“ die erste Benefiz-Aktion vor, die zusammen mit der Schüler AG „Menschen für Menschen“ am Samstag, den 12. Juni 2010 von 15:00-23:00 Uhr veranstaltet werden wird.

Die Elterninitiative will durch Geldspenden Mittel einwerben, um „dringend nötige Renovierungsmaßnahmen finanziell zu unterstützen“. „Unsere Kinder sollen ein ansprechenderes Lernumfeld vorfinden“, sagte Bördlein-Wahl.

Rund 130 Eltern hätte sich inzwischen „spontan“ bei der Initiative gemeldet, erste Geldspenden in Höhe von 150 Euro seien eingetroffen. Bis zum Herbst soll eine Sanierungsgutachten des Architektenbüros Salinger vorliegen. Danach könne man entscheiden, welche kleineren Sanierungsmaßnahmen sinnvoll möglich seien. Sinnvoll heißt: Die Investitionen sollen eine spätere Großsanierung „überleben“ und nicht durch die Sanierung zunichte gemacht werden.

Die Initiative stimmt sich dabei mit der Stadt, dem Elternbeirat und der Schulleitung ab.

Die Erlöse der geplanten Benefizveranstaltung teilen sich die Initiative und die Schüler AG „Menschen für Menschen“, die der Organisation des früheren Schauspielers Karlheinz Böhm „Menschen für Menschen“ zuarbeitet. Unterstützt wird das Projekt „Generation ABC 2015“ und damit der Bau von Schulen in Äthopien.

Das Programm der Benefiz-Gala „Tun statt Ruh’n“ haben die AG-Mitglieder Rebecca Rössling und Elisabeth Fuhry (beide 12. Klasse) zusammengestellt. Die Programmpunkte sind: Kinderanimation, Gesangsstücke von Schülern und Schülerinnen der Musikschule, die CBG-Schülerband, die Präsentation des Äthiopien-Projekts sowie des CBG-Sanierungsprojekts, Sketche der Theater-AG und „Black“ Comedy mit Uli Black. Zum Ende tritt die CBG Schüler-Lehrerband auf.

Rund 30 der 130 Eltern seien schon konkret eingebunden. Bedarf bestehe noch an „Zulieferungen“ für das „bunte Buffet“, Kuchen und Preisen für eine Tomobla, für die Lose zu einem Euro verkauft werden.

Die Elternbeiratsvorsitzenden Günter Reiß und Ariane Wolf sicherten ebenso wie Rektor Günter Keller ihre Unterstützung zu.

Kontakt:
Inge Bördlein-Wahl email
Ariane Wolf email

Service:
Spendenkonto
Sparkasse Rhein-Neckar-Nord
Konto: 389 638 13
BLZ 670 505 05
Empfänger: Verein der Freunde und Förderer des CBG

Video: CBG-Frühlingskonzert in der Stadtkirche

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