Freitag, 23. August 2019

Bürgermeister Ziegler: "Danke für ihre Zeitspende"

Letzte Sitzung des alten Gemeinderats

Ladenburg, 25. Juli 2014. (red/ms) Bei 22 Stadträten sind fünf neue Gesichter dabei. Am vergangenen Mittwoch kam der „alte Gemeinderat“ ein letztes Mal zusammen, um die fünf ausscheidenden Mitglieder zu verabschieden. Bürgermeister Ziegler bedankte sich bei jedem einzelnen und ganz besonders bei Prof. Dr. Rainer Beedgen, der 30 Jahre lang Stadtrat für die CDU gewesen ist. Neben den Verabschiedungen wurden acht Stadträte für ihr langjähriges kommunalpolitisches Engagement ausgezeichnet. [Weiterlesen…]

Kommunalwahl 2014

Grüne und Freie Wähler gewinnen

Ladenburg, 27. Mai 2014. (red) Die Grüne Liste Ladenburg und die Freien Wähler gewinnen je einen Gemeinderatssitz – CDU und FDP müssen jeweils einen abgeben, die SPD hält sich. Die CDU bleibt mit sieben Sitzen trotzdem stärkste Fraktion und das „konservative Lager“ hat mit 12 Stimmen weiterhin die Mehrheit. Immerhin: Es gibt fünf neue Stadträt/innen, gut ein Fünftel des Gemeinderats (22 Mitglieder + Bürgermeister) sind also Neuzugänge. Und das bei allen Fraktionen. [Weiterlesen…]

Niloofar Afschar ist Spitzenkandidat

CDU Ladenburg stellt Kandidaten zur Kommunalwahl auf

Ladenburg, 26. Februar 2014. (red/pm) Die CDU Ladenburg hat ihre Kandidaten für die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 aufgestellt. [Weiterlesen…]

LSV Ladenburg/Leichtathletik : Start am 29. März

Anmelden zum 24. Ladenburger Waldparklauf

Ladenburg, 13. Februar 2014. (red/pm) Im Rahmen des 150. Jubiläum der Ladenburger Sport-Vereinigung können alle Läufer in den Genuss der schönen Laufstrecke und des Laufens vor Publikum kommen. Wo das ganze Jahr über Spaziergänger zu Fuß die schöne Strecke erkunden, werden am 29. März die Sportler im Eiltempo die Strecke in mehreren Runden genießen können. [Weiterlesen…]

Jugendgemeinderat stellte Antrag im Gemeinderat

Entscheidung um Soccercourt vertagt

Ladenburg, 19. Dezember 2013. (red/sap) Der Jugendgemeinderat beantragte die Errichtung eines Soccercourts an einem noch festzulegenden Standort und die dafür benötigten Mittel in den Haushalt 2014 einzustellen. Da einige Punkte nicht geklärt werden konnten, wurde der Antrag vertagt.

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Gemeinderatssitzung am 20. November 2013

Neue Telefonanlage für die Stadtverwaltung

Ladenburg, 22. November 2013. (red/sap) Nachdem die im Jahr 1999 installierte Telefonanlage für die städtische Verwaltung und einige Außenstellen – zum Beispiel Schulen – in neuerer Zeit einige Funktionsstörungen hatte und Ersatzteile immer schwieriger zu bekommen sind, hat die Verwaltung beschlossen, eine neue Anlage zu beschaffen. Für die Erfassung der derzeitigen Strukturen des zukünftigen Bedarfs, der Vorbereitung der Ausschreibung, der Begleitung sowie der Abnahme der Installation soll ein Ingenieurbüro beauftragt werden. Nach längerer Diskussion wurde der Verwaltungsvorschlag angenommen.
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Spannender Spitzen- und Breitensport

Michael Göhner und Patrick Lange beim RömerMan

Patrick Lange (l.) will den 19. RömerMan gewinnen. Dessen sportlicher Leiter, Jürgen Hilberath (M.), und Gesamtorganisator Günter Bläß wünschen ihm Glück.

Patrick Lange (l.) will den 19. RömerMan gewinnen. Dessen sportlicher Leiter, Jürgen Hilberath (M.), und Gesamtorganisator Günter Bläß wünschen ihm Glück. Foto: Jürgen Bläß

 

Ladenburg, 11. Juli 2013. (red/pm) Am 20. Juli startet das Ladenburger Triathlonfestival der RömerMan in Ladenburg. 1.800 Meter Schwimmen, 42 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen stehen auf dem Programm. [Weiterlesen…]

Sondersitzung des Technischen Ausschusses am 26. Juni 2013

Jetzt gibt es doch eine Markise für den Pfarrer

Ladenburg, 27. Juni 2013. (red/sap) Aufgrund eines Verfahrensfehlers – in zwei Sitzungen hatte ein zusätzlicher Gemeinderat der Grünen mitabgestimmt – wurden die am 08. Mai vom Technischen Ausschuss gefassten Beschlüsse aufgehoben und der Gemeinderat gab dem Widerspruch des Bürgermeisters gegen die am 05. Juni gefassten Beschlüsse statt. Bei der gestrigen Sondersitzung wurden nun die Abstimmungen wiederholt. [Weiterlesen…]

Freie Wähler forderten 50 Prozent Reduzierung - abgelehnt

Saisonkarten werden günstiger

Ladenburg, 20. Juni 2013. (red/sap) Der Ladenburger Gemeinderat hat die Preissenkung der Saison- und Familienkarten fürs Freibad beschlossen. Ein Antrag der Freien Wähler wurde abgelehnt. Eröffnung voraussichtlich zum Rutschfest am 6. Juli. 2013. [Weiterlesen…]

Fördermittel für neue Sporthalle werden beantragt

„Eine neue Halle ist unheimlich wichtig für Ladenburg“

Ladenburg, 30. September 2012. (red/sap) Bei fünf Gegenstimmen entschied der Gemeinderat, einen Förderantrag für die Errichtung einer Ersatzsporthalle für die wegfallende Sporthalle der Martinsschule zu stellen. Es herrschte keine Einigkeit bei den Stadträten.

Ein weiteres „heißes Eisen“, wie Bürgermeister Ziegler betonte, ist die Sporthallen-Situation in Ladenburg. Wenn die Martinsschule am alten Standort abgerissen wird, betrifft dies auch die dortige Sporthalle. Das gesamte städtische Gelände soll möglichst verkauft werden.

Mit dem Wegfall der Sporthalle entstünde aber ein klares, eindeutiges Defizit für die Ausübung des Ladenburger Vereinssports, vor allem bezogen auf die Ballsportarten Basketball und Volleyball.

Sinnvoll erscheint ein Anbau einer neuen Sporthalle an die Lobdengauhalle, die dann auch von früh bis 17:00 Uhr als Schulsporthalle und anschließend für den Vereinssport genutzt werden könnte.

Nach erfolgter Baugrunduntersuchung, statischer Vordimensionierung und Vorentwurf durch das Büro Salinger und Partner ergeben sich nach derzeitigem Planungsstand Baukosten von rund 2,9 Millionen Euro. Durch die Tribüne biete sich die Halle auch für kulturelle Veranstaltungen an. Mehrkosten für die Kulturqualität, so Ziegler, belaufen sich auf rund 350.000 Euro.

Derzeit sei eine Landesförderung von etwa 265.000 Euro möglich. Und dieser Förderantrag soll nun gestellt werden.

Günter Bläß (CDU) betonte, ein Trainings-Engpass sei eklatant vorhanden. Man benötige dringend eine Halle zum Üben und Trainieren. Er schlug vor, die Baukosten zu senken und zu überlegen, wie man am günstigsten eine Halle realisieren könne:

Eine Halle ist unheimlich wichtig für Ladenburg – und ich spreche zunächst nur vom Jugendbereich.

Bernd Garbaczok (SPD) sagte: „Wir stimmen zu, wollen aber die konkrete Ausführung diskutieren.“

Alexander Spangenberg (GLL) schlug vor, die Halle im Pasivhaus-Standard zu errichten, so baue man nachhaltig und könne zukünftige Kosten einsparen.

„Wir müssen die Glaubwürdigkeit des Gemeinderates erhalten“, sagte Wolfgang Luppe (FDP) und ergänzte, „ich glaube nicht, dass wir das stemmen können“. So ein Betrag müsse man erst ansparen, dann ausgeben. Seine Priorität sei gesetzt: erst CBG, dann „Kiste“ und dann die Werkrealschule.

Bei fünf Gegenstimmen entschied der Gemeinderat, einen Förderantrag für die Errichtung einer Ersatzsporthalle für die wegfallende Sporthalle der Martinsschule zu stellen.

Aus der Gemeinderatssitzung vom 26. September 2012

Auf dem Weg zur Ganztagesschule

Ladenburg, 27. September 2012. (red/sap) Der Abend war lang. 13 Punkte standen auf der Tagesordnung des Ladenburger Gemeinderates und darunter so „knackige“ Themen wie Ganztagesschule, Sanierung des Gebäudeensembles Jugendzentrum/Pflastermühle und die Förderanträge für die Sanierung des CBGs und den Neubau einer neuen Sporthalle. Da gab es viel Beratungs- und Diskussionsbedarf.

Ein weiteres brisantes Thema, die Verkehrslenkung in der Altstadt, wurde nach nahezu vierstündiger Sitzungsdauer auf Antrag von Stadtrat Günter Bläß vertagt.

„Das haben wir uns fast gedacht“, sagte eine Ehepaar, Anwohner der Kirchenstraße, die genau deswegen gekommen waren und nun enttäuscht nach Hause gingen. Jetzt hoffen sie, dass „ihr“ Thema bei der nächsten Gemeinderatssitzung ganz vorne auf der Tagesordnung steht.

Auf dem Weg zur Ganztagesschule

„Wir wollen die Werkrealschule „Unterer Neckar“ in eine gute Zukunft führen“, erklärte Bürgermeister Ziegler. Deshalb habe eine Steuergruppe der Schule ein Konzept für eine Ganztagesschule ausgearbeitet.

Schulleiter Thomas Schneider stellte mit Unterstützung von Angelika Scherb im Gemeinderat diese Konzept vor. „Wir sind auf dem Weg zur Ganztagesschule“, so Schneider.

Dies ist laut Schneider auch ein erforderlicher Weg. Die Werkrealschule habe ein Imageproblem und der Standort sei gefährdet. Mit der Ganztagesschule hoffe man, die Zwei-Zügigkeit erhalten zu können.

Laut einer Befragung wollten 70 Prozent der Eltern unbedingt eine Ganztagesschule, 22 Prozent würden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit wählen und nur acht Prozent sähen diesen Betrieb kritisch.

Ladenburg sei gerade durch seine zentrale Lage ein starker Werkrealschulstandort, die nächsten gebundenen Ganztagesschule gäbe er erst wieder in Mannheim-Schönau und in Heidelberg-Kirchheim, sagte Schneider.

Individuelle Förderung, handlungsorientiertes und soziales Lernen seien die Ziele seiner Schule. Die Schule als Lebensort, in der das pädagogische Angebot sinnvoll verzahnt sei.

Angelika Scherb stellten den Schulalltag der Ganztagesschule vor: Ein offener Schulanfang ab 07:30 Uhr, feste Schulzeiten von 08:00 bis 16:00 Uhr, Unterrichtsblöcke mit Pausen und ein Mittagsband von 13:10 bis 14:00 Uhr mit einem verpflichtenden Mittagessen. Am Nachmittag ein Freizeitangebot, selbstbestimmt und angeleitet. Angestrebt ist die Verzahnung von Unterricht und Freizeit.

Dazu kommen Kooperationen mit Verbänden, Vereinen und Wirtschaft und mit Ehrenamtlichen und dem Netzwerk Berufsfindung. „Wir brauchen diese Menschen, um unsere Schüler zu fördern“, sagte Angelika Scherb.

Schwerpunkt Berufsförderung

Das Profil der Schule werde eindeutig den Schwerpunkt auf die Berufsförderung legen. Das gehe in die Richtung eines dualen Systems, sagte Rektor Thomas Schneider.

Die Kosten für die erforderlichen baulichen Maßnahmen – Einrichtung einer Mensa und eines Versammlungsraums – belaufen sich auf rund 325.000 Euro inklusive Brandschutz, erklärte der Städtische Gebäudemanager Götz Speyerer. 70 Prozent davon sind förderfähig, 50 Prozent sind sicher. Die Mehrkosten für Personal werden sich auf rund 8.400 Euro jährlich belaufen.

„Wir begrüßen diesen Schritt zur Standortsicherung“, erklärte Bürgermeister Ziegler.

„Wir waren vor Ort und uns hat das Konzept, die Schüler mit der Arbeitswelt vertraut zu machen, imponiert“, sagte Dr. Meinhard Georg (CDU).

Es ist eine Investition für und in die Zukunft,

erklärte auch Petra Erl (SPD). Durch das Ganztagsmodell habe man ein Konzept gegen den Trend gegen die Werkrealschule gefunden. „Wir kümmern uns um diese Kinder“, so Erl. Und lobte den Mut von Eltern, dieser Schulform nicht den Rücken zu kehren, sondern das Geeignete für ihre Kinder zu wollen.

Auch Gudrun Ruster (FW) bezeichnete den vorgeschlagenen Weg als richtig.

Ladenburg sei eine Schulstadt für Kinder mit verschiedenen Begabungen. „Wir brauchen die Werkrealschule für die Chancengleichheit“, sagte Ingrid Dreier (GLL), denn die Lebenswelten hätten sich geändert und manche Eltern könnten ihre Kinder in der Schule nicht unterstützen.

Als pädagogisch sinnvoll bezeichnete auch Dr. Rudolf Lutz (FDP) die Entwicklung zur Ganztagesschule.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den Antrag zu stellen, die Werkrealschule „Unterer Neckar“ zur Ganztagesschule umzuwandeln und bei Bewilligung die notwendigen baulichen und personellen Maßnahmen vorzunehmen

Römerman 2012 - Positive Bilanz

„Faszinierende Atmosphäre“

Der erste Text stammt vom Veranstalter, der zweite ist ein übernommener Artikel - ein Unterschied ist nicht zu erkennen. Quelle: Roemerman.de

 

Ladenburg, 24. Juli 2012. (red) Korrekturmeldung. An dieser Stelle wurde heute Abend kurz vor 20 Uhr ein Text veröffentlicht, den wir für eine zusammenfassende Mitteilung der Veranstalter des Römermans hielten und entsprechend als solchen kennzeichnet haben – dabei ist ein Fehler passiert.

Der Text las sich wie ein besserer Vereinsbericht oder eine Pressemitteilung. Tatsächlich handelte es sich dabei wohl um eine nur unzureichend gekennzeichnete textliche Übernahme eines Artikels aus dem Mannheimer Morgen. Der Text wurde im Fließtext unter „Pressemeldungen“ angeboten. Ganz am Ende gibt es einen abgesetzen Hinweis auf die Quelle, die wir übersehen haben.

Eine professionelle Pressearbeit trennt zwischen „Pressemeldungen“ oder „Presseinformationen“ und „Pressestimmen“. Auf der Seite des Römerman werden diese Texte gemischt, was uns nicht bekannt war. Weil die Veranstaltung außerordentlich gut organisiert ist, gingen wir davon aus, dass es sich bei Pressemeldungen um Informationen zur Verwendung durch die Presse handelt.

Eine saubere Trennung ist sowohl für Medien wichtig, als auch für Veranstalter. Leider ist das nicht die Realität. So veröffentlichen viele Medien Presseinformationen als eigene Artikel und viele Veranstalter Artikel als eigene Presseinformationen.

Wir haben nach Kenntnis den Artikel sofort gelöscht und in der Kategorie „Korrektur“ indexiert – in Deutschland gibt es nur sehr wenige Medien, die eigene Fehler als solche auch eindeutig kennzeichnen.

Wir haben den Veranstalter darauf hingewiesen, dass es von Vorteil wäre, Textübernahmen und Quellen deutlich zu kennzeichnen, weil wir ganz sicher kein Interesse haben, Texte anderer Medien zu verwenden. Und weil wir selbstverständlich Quellen und Fremdtexte immer kenntlich machen. Und zwar deutlich.

Unabhängig davon können Leserinnen und Leser davon ausgehen, dass wir größte Sorgfalt bei der Verarbeitung von Informationen walten lassen, aber selbst das nicht vor Irrtümern schützt. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Redaktion Ladenburgblog.de

Dokumentation: Auszug aus unserem Schreiben an die Veranstalter

„Wer unsere Berichterstattung verfolgt, weiß, wie viel Wert wir auf korrekte Informationen und die richtige Kennzeichnung der Quellen verwenden. Deswegen habe ich den Text auch als Information des Veranstalters gekennzeichnet, weil ich davon ausgegangen bin, dass er eine solche ist. Die Kategorie „Pressemeldungen“ und die Fließtextformatierung ließen darauf schließen.

Der Text las sich wie eine bessere Pressemitteilung und in meinem Verständnis bin ich davon ausgegangen, dass der sehr gut organisierte Römerman eben auch bessere Pressemitteilungen verfasst, als man das sonst von anderen Veranstaltern gewohnt ist. Dass es sich um einen Text des Mannheimer Morgen handelt, überrascht insofern nicht, als die Zeitung meist nicht über das Niveau besserer Pressemitteilungen hinauskommt, wenn sie nicht sowieso Pressemitteilungen als eigene Leistung veröffentlicht oder mit dem „redaktionellen“ Kürzel zg für „zugeschickt“ versieht.

Dass das Ladenburgblog nun ausgerechnet vom MM einen Text übernommen hat, den wir sonst sehr gerne kritisieren, ist „unschön“. Aber nach wie vor unser Fehler – unterm Text steht bei Ihnen die Quelle als „Kleingedrucktes“.

Meine Mitarbeiter bekommen als erste Regel von mir mit auf den Weg: „Traue keinem! – noch nicht mal Dir selbst“. Das heißt nicht, dass man aller Welt misstrauen muss, sondern das Fehler passieren und es nur einen Weg gibt: „prüfen, prüfen, prüfen“. In der kommenden Besprechung gehe ich als „gutes Beispiel“ voran, dass auch mir Fehler unterlaufen, weil ich nicht ausreichend „geprüft“ habe – alles schien ja so „eindeutig“.

Leider habe ich mich verlassen und das war ein Fehler. Euch würde ich bitten, im Sinne einer guten „Streckenführung“, künftig Pressestimmen und eigene Veröffentlichungen zu trennen und die Quellen deutlich erkennbar oben zu positionen. Dann kann man sich nicht verlaufen.“

Römerman 2012

Fotostrecke: Start und Ziel

Ladenburg, 22. Juli 2012. (red/pro) Das 18. Triathlon Festival „Römerman“ war trotz des unsicheren Wetters wieder einmal ein voller Erfolg. Das Organisationsteam um Günter Bläß hat eine hervorragende Arbeit geleistet – beim Römerman klappte alles wie am Schnürchen.

Der Schwimmwettbewerb musste allerdings wegen einer Unwetterwarnung ausfallen und für eine knappe Stunde war unklar, ob der Wettkampf insgesamt abgesagt wird. Nachdem sich die Lage besserte, konnten die Athleten zumindest auf die Rad- und Laufstrecke.

Wir präsentieren Ihnen hier Fotos aus dem Römerstadion – wo sich Start und Ziel befinden. Auf dem Dossenheimblog zeigen wir eine Fotostrecke vom „Hechelberg“ mit seinem 16-prozentigen Anstieg. Hier beißt der Berg das erste Mal so richtig heftig zu. Auch auf dem Hirschbergblog finden Sie eine Fotostrecke – denn die Radstrecke führt ebenfalls durch diese Gemeinde.

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Schwimm-Wettbewerb "fiel ins Wasser"

Lena Berg und Fabian Rahn gewinnen Römerman

Fabian Rahn ist der Römerman 2012.

 

Ladenburg/Rhein-Neckar, 21. Juli 2012. (red/pro) Die Sieger des Römerman-Triathlons 2012 heißen Lena Berg (Heidelberg) und Fabian Rahn (Karlsruhe). Wegen einer Unwetterwarnung hatte Organisationsleiter Günter Bläß den Schwimm-Wettbewerb richtigerweise abgesagt – die Sicherheit der Athleten ging vor.

Von Hardy Prothmann

Für die einen war es eine große Enttäuschung, dass aus Sicherheitsgründen das Schwimmen im Neckar ausgefallen ist – für den diesjährigen Sieger Fabian Rahn überhaupt nicht. Schwimmen ist nicht seine Stärke. Bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Siegerehrung sagte er:

Ich hätte vermutlich zwei Minuten Zeit verloren.

Das wäre dann nur der dritte, vielleicht auch der vierte Platz gewesen. Weil Rahn (01:42:40) beim Laufen „förmlich geflogen“ sein, konnte er den zweitplatzierten Michael Göhner (01:43:24)  dann hinter sich lassen. Göhner war der schnellste Radler und lag nach der Disziplin mit einer Minute vorne, kam aber erst 44 Sekunden nach Rahn ins Ziel im Römerstadion:

Ich konnte nur noch zugucken, wie Fabian weggezogen ist.

Lena Berg erkämpfte sich Platz 1 bei den Frauen mit 02:01:02. Die zweitplazierte Katja Rabe (02:03:49) war nur scheinbar knapp hinter der Siegerin, den Lena Berg lief eine Runde zu früh ins Ziel ein, bemerkte nach rund zehn Sekunden den Fehler und sputete dann die letzen vierhundert Meter zu ihrem Sieg.

Durch das vermeintlich schlechte Wetter bedingt kamen deutlich weniger Zuschauer als sonst zu dem sehr gut organisierten Event. Dabei hielt das Wetter in Ladenburg, wo es nur ab und an tröpfelte. Im Stadium war die Stimmung wie gewohnt großartig. Und auch die Sportler gehen außergewöhnlich freundlich miteinander um – egal mit welcher Zeit man ins Ziel kommt, das man ankommt zählt. Fabian Rahn sagte über die Strecke:

Der Römerman ist echt hart, die Anstiege haben es mächtig in sich.

Wegen der Unwetterwarnung stand gut eine Stunde der komplette Wettkampf auf der Kippe. Organisationsleiter Günter Bläß und sportlicher Leiter Jürgen Hilberath standen vor einer schwierigen Entscheidung – immerhin waren 600 Teilnehmer am Start. Der Ausfall des Schmimmteils wurde von allen als richtig empfunden. Den Wettkampf doch durchzuziehen erwies sich ebenso als richtig – Teilnehmer berichteten, dass die Strecke ganz überwiegend trocken war und somit wenig Unfallgefahr bestand.

Bei den Frauen kämpfte sich die Mannheimerin Eva Katz (Startnummer 327) überraschend auf den dritten Platz: „Ich bin so glücklich, nachdem ich einen nach dem anderen auf dem Rad überholt hatte, lief alles wie von selbst.“ Der Ladenburger Matthias Pfähler (01:46:49) kämpfte sich auf Platz 6. Platz 3-5 belegten Paul Schuster, Julian Mutterer und der Sieger von 2010 Johannes Moldan.

Siegerinnen, Sieger und Organisatoren sind glücklich, dass das Wetter doch gehalten hat und der Wettkampf stattfinden konnte.

Wir berichten morgen mit weiteren Artikeln und Fotostrecken ab 17 Uhr.

Gemeinderat beschließt weitere Halbtagsstelle

Jugendsozialarbeit wird verstärkt

Ladenburg, 27. Juni 2012. (red) Durch Änderungen der Förderungen von Stellen in der Schulsozialarbeit ist es für die Stadt möglich, für nur 4.500 Euro mehr pro Jahr eine zweite Stelle Halbtagsstelle in der Schulsozialarbeit zu schaffen.

Bislang gab es in Ladenburg eine Halbtagsstelle an der Werkrealschule Unterer Neckar und eine weitere mit zehn Wochenstunden an der Erich-Kästner-Schule. Bislang wurden hier Fördermittel des Rhein-Neckar-Kreises beansprucht. Seit 2012 gibt es zusätzlich eine Landesförderung, die ein Drittel der anfallenden Kosten fördert. Für beide Förderungen ist mindestens eine Halbtagsstelle zu schaffen.

Für die Gesamtkosten für zwei Halbtagsstellen von rund 45.000 Euro können so 23.000 Euro Fördergelder beantragt werden. Insgesamt kommen auf die Stadt also noch 22.000 Euro Lohnkosten zu. Die Stadt spart gegenüber den bisherigen Regelungen 13.000 Euro und für die Kinder und Jugendlichen steht mehr Zeit durch die neue Stelle zu Verfügung.

Die Leiterin der Merian-Realschule, Realschulrektorin Dr. Edeltrud Ditter-Stolz, betonte in der Sitzung, dass es viele Schülerinnen und Schüler gebe, die „Probleme“ haben. Zudem sei die Schule häufig mit den Klassenstärken „am Anschlag“, außerdem wachse der Druck durch die freie Schulwahl. Die Inklusion, also der Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kinder, werde ebenfalls neue Herausforderungen schaffen:

Wir brauchen dringend Unterstützung – auf für präventive Maßnahmen.

Gerade junge Menschen ohne familiären Ansprechpartner bräuchten diese Sozialarbeit sehr dringend. Die Rektorin sagte, sie höre immer, man habe keine Probleme an der Schule:

Nur weil wir sehr engagiert arbeiten, heißt das nicht, dass wir keine Probleme haben. Die haben wir.

Stadtrat Günter Bläß sagte, dass vor allem die Prävention wichtig sei, damit Konflikte vor einem Ausbruch gelöst werden könnten. Man sei zwar bestrebt, das Personal niedrig zu halten, aber in diesem Fall von der Notwendigkeit überzeugt.

Bürgermeister Rainer Ziegler sagte, die Kooperation zwischen Jugendzentrum und Schulsozialarbeit sei erfolgreich und könne ausgebaut werden.

SPD, Freie Wähler, GLL und FDP schlossen sich der Sichtweise an.

Stadtrat Dr. Rainer Beedgen (CDU) erkundigte sich, was denn die größten Probleme mache.

Frau Ditter-Stolz sagte:

Das sind die Probleme unserer Gesellschaft. Viele Kinder sind verwöhnt-verwahrlost. Viele haben viel, aber keine Zuwendung, hinzu kommt eine Überforderung durch die Medien.

Einweihung des Bachlaufs im Schriesheimer Viertel

In der Bach läufts Wasser

BM Ziegler eröffnet ein "Stück" Erbe im Gedenken an BM Schulz.

 

Ladenburg, 04. Mai 2012. (red) Bürgermeister Ziegler hat heute in die Hauptstraße geladen, um den freigelegten Bachlauf einzuweihen. Vor rund 150 Bürgerinnen und Bürgern ließ er die Geschichte des Wasserlaufs Revue passieren und nannte eine Zahl, die viele interessierte: 76.000 Euro zahlt Ladenburg für die Maßnahme, die insgesamt 183.000 Euro gekostet hat.

Von Hardy Prothmann

Die Kostenschätzung von 175.000 Euro war damit überschritten – da es aber höhere Zuschüsse durch Landessanierungsmittel gab, musste die Stadt nicht die veranschlagten 88.000 Euro übernehmen und zahlt nun 12.000 Euro weniger als angenommen. Noch fehlt der Bewilligungsbescheid, Bürgermeister Ziegler ist aber guter Dinge, dass die Abrechnung so stimmt.

76 Meter Bachlauf liegen frei.

Unter den Gästen waren einige Gemeinderäte, auch Günther Bläß (CDU), der gegen die Maßnahme gestimmt hatte: „Wir haben die Maßnahme beschlossen, als wir im Gemeinderat strenge Sparmaßnahmen einhalten wollten.“ Deswegen wollte er nicht zustimmen. Heute ist die Haushaltslage entspannter, darum tun die Kosten auch nicht „so weh“.

Bürgermeister Ziegler freute sich erkennbar, die „neue Attraktion“ offiziell vorstellen zu können. 145 Meter ist das Bachbett lang, davon sind 77 Meter offen. Im ehemaligen Bachlauf fließt Wasser, das von zwei Umwälzpumpen befördert wird, die je 5,5 kW Energie benötigen, die „Illumination“ am Abend kostet wegen stromsparender LEDs rund 100 Euro im Jahr.

350 Quadratmeter Natursteinpflaster wurden verlegt, rund 36 Quadratmeter Abdeckplatten aus Sandstein.

„Im Schriesheimer Viertel musste was getan werden und der Bachlauf ist eine deutliche Aufwertung“, sagte der Bürgermeister, der gleichzeitig die Belastung der Einwohner und Geschäfte nicht vergaß:

„Die Bauzeit war zwar mit 15 Wochen sehr schnell, trotzdem war es mit Sicherheit wegen Lärm, Staub und Baustellen eine Zeit, die nicht einfach war.“

Der Bauunternehmer Karl Schnell meinte stellvertretend für die andere beteiligten Unternehmen, man habe das trotz vieler „Überraschungen“ in einer „Bravour-Zeit“ hinbekommen.

Der Bachlauf musste saniert werden, weil die brüchigen Abdeckplatten nicht mehr „verkehrsfähig“ waren, so Ziegler. Darunter habe es dann manche Überraschung gegeben, durch Abwasserrohre, die auf keinem Plan standen beispielsweise.  Er persönlich habe hier ein Stück vom Erbe des früheren Bürgermeisters Reinhold Schulz übernommen, der persönlich zu Ziegler gesagt haben soll: „Einen Fehler hab ich gemacht, isch hätt die Bach in der Stadt losse solle.“

Jetzt ist die Bach wieder in der Stadt – es ist hübsch geworden und sicher eine Aufwertung für das Touristenziel Ladenburg, aber auch für die Einwohner. Nur ein klein wenig mehr Wasser in der Bach haben sich dann doch viele gewünscht.

 

BM Ziegler mit Bauunternehmer Schnell (rechts).

 

BM Ziegler mit Original Bachputzer: "Haltet den Bachlauf sauber."

 

Der neue Bachlauf könnte ein wenig mehr Wasser vertragen, meinen viele.

Rund 150 Interessierte waren gekommen.

Technischer Ausschuss

Kein Einvernehmen für die Kinderbetreuungseinrichtung

Das ehemalige AWO-Gebäude in der Wormser Straße.

Ladenburg, 22. März 2012. (red/sap) Auf der Tagesordnung des Technischen Ausschusses standen gestern Abend fünf Bauanfragen sowie die Aussichtsplattform im Naturschutzgebiet und die Auftragsvergabe für die Türen zur Realiserung des zweiten Rettungsweges am Carl-Benz-Gymnasium. Erneute Diskussion um die Kinderbetreuungseinrichtung in der Wormser Straße.

Von Sabine Prothmann

Bei der ersten Bauanfrage ging es wieder um das ehemalige AWO-Gebäude in der Wormser Straße, in das die Kinderbetreuungseinrichtung Kinder-Laden-Burg einziehen soll. Dieser Bauantrag war in der vergangenen Ausschuss-Sitzung zurückgestellt worden.

Der Technische Ausschuss hatte der Nutzungsänderung schon im Dezember 2011 zugestimmt. In der Sitzung am 29. Februar 2012 wurde das Bauvorhaben erneut behandelt, der vorgelegten Planung konnte jedoch nicht entsprochen werden. Die gewünschten Änderungen wurde nun in die vorgelegte Planung einbezogen. Die Ausschussmitglieder mussten jetzt über den Umbau des Gebäudes entscheiden.

Zur Ausgangslage: Der Antragsteller plant, in einem bestehenden Wohn- und Geschäftshaus in den Büroräumen des Erdgeschosses eine Knderbetreuungseinrichtung für Kleinkinder (2 bis 3 Jahre, maximal 12 Kinder) einzurichten. Die Nutzfläche beträgt rund 130 Quadratmeter. Die notwendigen Sozial- und Sanitärräume sind vorhanden bzw. werden neu eingerichtet.

Im Obergeschoss soll die Balkontür vergrößert werden. Ein Teil des Daches des Nebengebäudes soll rückgebaut werden. Im Dachgeschoss sollen zwei Schleppgauben verbunden und zu einer überdachen Terrasse erweitert werden. Auf der Straßenseite sollen zwei Dachflächenfenster als bauliche Rettungswege aus dem Dachgeschoss dienen. Auf der Hofseite sollen weitere Dachflächenfenster sowie eine Loggia im zweiten Dachgeschoss eingebaut werden.

Das Treppenhaus soll getrennt werden. Der Zugang zur Kinderbetreuungseinrichtung im Erdgeschoss wird über die Wormser Straße erfolgen. Der Zugang zum Treppenhaus zu den anderen Etage erfolgt über den Hof.

Gemäß der „Stadtbildsatzung für die Umgebung der Altstadt“ sind charakteristische Dachaufbauten zu erhalten. Dies wurde durch die vorliegende Planung erreicht.

Die vorliegende Planung ist mit der Verwaltung und dem Stadtbildpfleger abgesprochen.

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses zeigten sich einverstanden mit den Umbaumaßnahmen im Dachgeschoss, aber die rückwärtige Bebauung, vor allem die Teilüberdachung des Hofes, stieß auf viele kritische Stimmen

Die Bezeichnung „Dachterrasse“ sei nur durch „Teilüberdachung“ ausgetauscht worden, meinte Dr. Rudolf Lutz (FDP). Einer solchen werde er seine Zustimmung verweigern. Zudem sei weiterhin mit einer Dachterrasse zu rechnen, was von den Nachbarn abgelehnt würde.

„Über die Zukunft habe ich heute nicht zu befinden“, erklärte Bürgermeister Rainer Ziegler. Auch wenn durch eine Email an die Stadtverwaltung das Vorhaben eine Terrrasse zu errichten, schon angekündigt worden sei, stehe diese Absicht am heutigen Tage nicht im Raum.

Stadtrat Dr. Peter Hilger (FW) kommentierte:

Sehe ich das richtig, wir stimmen über eine ganze Salami ab, auch wenn es heute nur um eine Scheibe geht?

Auch Uwe Wagenfeld (CDU) und Steffen Salinger (SPD) lehnten die Zustimmung ab.

Eine Teilüberdachung gäbe es schon, ebenfalls sei die Betonmauer schon vorhanden, „deshalb sehe ich keine Veränderung für den Nachbarn“, erklärte Ingrid Dreier (GLL), und demnach keinen Grund für eine Ablehnung.

Ziegler wies darauf hin, „versagen wir das Einvernehmen, wird das Baurechtsamt dies ersetzen.“

Der Verwaltungsvorschlag, dem vorliegenden Bauantrag zuzustimmen, folgten nur der Bürgermeister und Ingrid Dreier – damit ist das Baurechtsamt gefragt.

Die übrigen Mitglieder des Technischen Ausschusses versagten das Einvernehmen zum rückwärtigen Bereich, was die Überdachung und den Rückbau betrifft, stimmten aber dem Umbau des Dachgeschosses zu.

Ein „Hoffnungsschimmer“ für den Verein

Im nächsten Tagesordnungspunkt ging es um die Einrichtung einer Versammlungsstätte in den Geschäftsräumen eines Wohn- und Geschäftshauses in der Hauptstraße. Es handle sich dabei um den türkisch-islamischen Kulturverein, erklärte Bürgermeister Ziegler.

Der Verein war bislang im alten Feuerwehrhaus untergebracht und habe über einen langen Zeitraum intensiv nach neuen Räumlichkeiten gesucht. Die Versammlungsstätte sei auf fünf bis zehn Personen begrenzt und die Räumlichkeit in der Hauptstraße könne nur eine vorübergehende Lösung sein, so Ziegler.

Dies sei ein „Hoffnungsschimmer“ für den Verein, so Ingrid Dreier (GLL).

Die Örtlichkeit, direkt am Eingang der Altsstadt, bezeichnete Steffen Salinger (SPD) als ungeignet, zudem sei es schwierig, dieses Thema in einer öffentlichen Sitzung zu diskutieren, da könne man leicht falsch verstanden werden. Bürgermeister Ziegler sagte:

Es ist nicht die beste Lösung, aber eine Lösung, die dem Verein für eine gewisse Zeit Heimat bietet, ansonsten kann der Verein nicht mehr existieren.

Bei zwei Gegenstimmen (Günter Bläß, Steffen Salinger) wurde der Nutzungsänderung zugestimmt.

Milchviehstall in Neubotzheim

Im nächsten Bauantrag ist die Errichtung eines Milchviehstalls für 165 Tiere in Neubotzheim. Das Gebäude soll freistehend neben der bereits vorhandenen Biogasanlage errichtet werden. Die anfallende Gülle soll in die geplante Vorgrube und im Anschluss in die bestehende Biogasanlage eingeleitet werden. Hierbei handle es sich um den Hof der Familie Maas. Dies sei eine Zukunftsinvestition und auch die beiden Söhne seien im landwirtschaftlichen Betrieb. Bürgermeister Ziegler:

Wir begrüßen dieses Bauvorhaben.

Das Bauvorhaben ist mit dem Amt für Landwirtschaft und Naturschutz abgestimmt. Ohne Gegenstimmen stimmte der Technische Ausschuss diesem Bauvorhaben zu.

Befreiung bevor Bebauungsplan in Kraft tritt

In einem Kenntnisgabeverfahren planen die Antragsteller die Errichtung eines Doppelhauses, eines Carports sowie eines Fahrradunterstandes. Das Gebäude soll voll unterkellert werden. Das um 46 Grad geneigte Satteldach soll auf der Nordseite im ersten Dachgeschoss mit einer Schleppgaube und im zweiten Dachgeschoss mit zwei Dachflächenfenstern elichtet werden. Auf der Sseite des Gebäudes soll im ersten Dachgeschoss eine Terrasse eingebaut werden.

Das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Zehntstraße“, im Geltungsbereich Altstadtsatzung, im Grabungsschutzgebiet sowie in der Gesamtanlage Ladenburg.

Es wurde ein Antrag auf Befreiung von den bauordnungsrechtlichen Festsetzungen des Bebauungsplans für den mit einem Gründach bedeckten Carport beantragt. Die Ausführung als Flachdach – anstelle eines im Bebauungsplan vorgesehenen geneigten Daches – vermeidet sowohl die Sichteinschränkung auf die Giebelfassade der Zehntscheuer als Dach auf die Südfassade des geplanten Doppelhauses.

Stadtrat Lutz (FDP) kritisierte, dass man schon eine Befreiung verabschieden sollte, bevor der Bebauungsplan überhaupt in Kraft trete.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Antrag einstimmig zu.

Im nächsten Bauantrag ist die Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit Garagen in der Zehentstraße geplant. Es sollen sieben Wohnungen mit insgesamt rund 820 Quadratmetern Wohnfläche entstehen. Das Gebäude wird mit einem Satteldach bedeckt. Insgesamt belichten sechs Gauben das Dachgeschoss. Sieben Garagen werden im Erdgeschos untergebracht, die restlichen fünf Stellplätze entstehen auf dem Hof. Ein Kinderspielplatz ist für die nördliche Grundstücksseite vorgesehen.

Das Bauvorhaben liegt ebenfalls im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Zehntstraße“, im Geltungsbereich Altstadtsatzung sowie im Grabungsschutzgebiet. Die jeweiligen Festsetzungen werden eingehalten.

Das Vorhaben ist mit dem Stadtbildpfleger, der Denkmalschutzbehörde und der Stadtverwaltung abgesprochen, alle Anregungen wurden berücksichtigt. Die notwendigen Stellplätze werden nachgewiesen.

Das Bauvorhaben enstpreche in vollem Umfang den Vorgaben und Vorstellungen der Verwaltung und des Stadtbildpflegers, „wir haben eine optimale Lösung gefunden“, erklärte Bürgermeister Ziegler. Das Gebäude von 2012 füge sich wunderbar in die Altstadt ein.

Auch Uwe Wagenfeld (CDU) lobte das Ergebnis, das „nach langem hin und her“ für das Mehrfamilienhaus gefunden wurde.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Vorhaben einstimmig zu. Die Details, wie Balkon, Mauern, Farben etc., müssen noch abgestimmt werden.

Mit der Maßnahme, eine Aussichsplattform im Naturschutzgebiet zu errichten, war der Technische Ausschuss einverstanden.  Erfreulicherweise koste dass die Stadt kein Geld, da die Plattform vom der Werkstatt des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg gebaut würde, so Ziegler.

Außer Bauhofleistungen haben wir keine Kosten.

Als letzter Punkt stand die Auftragsvergabe für die Türen zu Errichtung eines zweiten baulichen Rettungswegs am Carl-Benz-Gymnasium.

Den Zuschlag erhielt die Firma Heinen Innenausbau aus Ilsfeld. Mit rund 26.000 Euro legte sie das günstigste Angebot vor. Der Technische Ausschuss stimmte dem einstimmig zu.

Baustelle muss mit BDS abgestimmt werden

Neue Pflastersteine für die Altstadt

Ladenburg, 03. März 2011. (red/sap) Sieben Bauanträge, die Vergabe der Natursteinpflasterlieferung und die Einrichtung von Kurzzeitparkplätzen zwischen Benzhaus und Wasserturm standen am vergangenen Mittwoch, 29. Februar 2012, auf der Tagesordnung des Technischen Ausschusses in Ladenburg.

Beim ersten Bauantrag ging es um den Neubau einer Terrasse und Neuordnung im Hinterhof in der Metzgergasse.

Die Antragsteller planen im Hinterhof des Grundstücks eine Terrasse zu errichten. Diese soll die gesamte Fläche des hinteren Grundstücks einnehmen und den vorhandenen Wasch- und Trockenraum sowie den Abstellraum überdecken. Das Schleppdach soll über der Scheune erneuert werden.

Stadtbaumeister André Rehmsmeier erläuterte, dass durch die Baumaßnahmen, der historische Keller des denkmalgeschützten Gebäudes besser entlüftet werden könne.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Bauvorhaben einstimmig zu.

Wohncontainer für Saisonarbeiter auf dem Hegehof

Der Bauantrag zur Errichtung von zwei Wohncontainern für Saisonarbeitskräfte, die während der Erdbeerernte auf dem Hegehof in Neuzeilsheim tätig sein werden, sorgte für Diskussion.

Bürgermeister Rainer Ziegler erklärte, maximal 36 Damen und 48 Herren sollen hier untergebracht werden.

Die beiden Wohncontainer sollen jeweils rund 12 Meter breit und 49 beziehungsweise 40 Meter lang sein.

In den Zimmern sind vier bis sechs Personen untergebracht, zudem befinden sich in den Containern Sanitär- und Aufenthaltsräume und Küchen.

Die Errichtung von Wohncontainern wird notwendig, da die Unterbringungsmöglichkeiten in einem Altgebäude durch den Umbau für andere Zwecke entfallen. Dafür soll mit der Baumaßnahme Ersatz geschaffen werden.

Menschenunwürdige Unterbringung von Saisonkräften?

Eine positive Stellungsnahme des Amts für Landwirtschaft und Naturschutz liege vor, so der Bürgermeister.

Rehmsmeier erklärte auf Rückfrage von Stadtrat Günter Bläß (CDU), es gäbe keine Vorgaben für den Bau dieser Container.

Petra Erl (SPD) bezweifelte, ob es sich dabei um eine menschenwürdige Unterbringung handle. „Dies haben wir hier nicht zu entscheiden“, sagte Ziegler „, und verwies auf die Zuständigkeit des Landratsamtes für derartige Fragen.

Stadtbildpfleger Egon Lackner wies darauf hin, dass man auf eine Rückbauverpflichtung bestehen sollte, falls die Container ihren Zweck erfüllt hätten, da es sich hierbei um einen starken Eingriff ins Landschaftsbild handle. Der Bürgermeister versprach dies zu berücksichtigen.

Der Technische Ausschuss beschied auch diesen Antrag einstimmig.

Penthouse wird abgebrochen – Walmdach entsteht

In der Bahnhofstraße soll auf einem Wohn- und Geschäftshaus das mit einem Flachdach bedeckte Penthouse abgebrochen werden und stattdessen soll ein Ober- und Dachgeschoss mit Walmdach errichtet werden. Hinzu kommen ein Aufzug und ein Balkon an der Nordseite des Gebäudes. Auch dieses Bauvorhaben bekam die Zustimmung des Technischen Ausschusses.

Stadtbildpfleger Egon Lackner kritisierte heftig die Errichtung einer Fluchttreppe aus dem ersten Obergeschoss der Erich-Kästner-Schule.

„Schade, dass wieder ein neues Bauteil hinzukommt“, so Lackner.

„Wir sollten darauf achten, dass wir das Gebäude nicht sukzessive zum Negativen verändern“.

Diese Maßnahme werde aus Brandschutzmaßnahmen notwendig und auf Lackners Hinweis, damit verschandle man die schönste Seite des „Bauernschlösschens“, erklärte Gebäudemanager Götz Speyerer, dies sei die einzig mögliche Stelle gewesen.

Das schönste am Gebäude sei nach dem Abbruch des maroden Balkons jetzt der Erker aus Sandstein, und der sollte auf jeden Fall erhalten werden, sagte Egon Lackner. Ziegler versprach darauf hinzuwirken.

Der Technische Ausschuss stimmte dem Bauantrag einstimmig zu.

Garage wurde als zu massiv empfunden

In einem weiteren Bauantrag wurde über die Errichtung einer Garage sowie den Umbau und die Erweiterung eines bestehenden Wohnhauses entschieden.

Die Umbaumaßnahmen wurden von den Mitgliedern des Technischen Ausschusses als positiv und als Verbesserung des Gebäudes betrachtet, der Garagenneubau dagegen wurde kritisch gesehen, da die Garagenwand mit einer Länge von sechs Metern direkt an der Grundstückgrenze als zu massiv empfunden wurde.

Der Architekt, der an den Ratstisch gebeten wurde, versprach durch eine Untergliederung der Mauer oder durch einen eventuellen Bewuchs, eine optisch gute Lösung zu finden.

Auch diesem Vorhaben wurde einstimmig zugestimmt.

Ziegler: „Wir haben da ein bisschen Bauchweh“

Der Bauantrag zur Nutzungsänderung und Umbau der ehemaligen AWO-Geschäftsstelle in der Wormser Straße wurde nach längerer Diskussion vertagt.

In dieses Gebäude soll die Kleinkinderbetreuung des Vereins „Kinder-Laden-Burg“ einziehen.

„Wir haben da ein bisschen Bauchweh“, erklärte Bürgermeister Ziegler zu den geplanten Umbaumaßnahmen.

Im Obergeschoss soll die Balkontür vergrößert werden und der vorhandene Balkon soll bis über das Nebenhaus erweitert werden.

Ein Teil des Daches des Nebengebäudes soll daher rückgebaut werden und die Außenmauer soll im Bereich der Dachterrasse bis auf Geländerhöhe erhöht werden.

Im Dachgeschoss sollen zwei Schleppgauben auf der Straßenseite und auf der Hofseite durch Dachflächenfenster beziehungsweise eine Loggia ersetzt werden.

Diese Maßnahmen dienten dem Brandschutz.

Das Vorhaben als solches sei unumstritten, erklärte Ziegel, am Umbau des obersten Geschosses und des Daches habe man jedoch Zweifel.

„Es wäre schade, wenn das Haus kaputtsaniert würde“, sagte Egon Lackner.

Rechtliche Bedenken hatte Stadtrat Dr. Rudolf Lutz und verwies auf Beschwerden der Nachbarn bezüglich der Terrassenerweiterung.

Damit die Kinderbetreuung plangemäß starten kann, will die Stadt, anders als vom Baurechtsamt empfohlen, das Verfahren – Nutzungsänderung und Umbau – teilen. Der Bürgermeister hofft durch Gespräche eine für alle Seiten gute Lösung zu finden.

Indische Pflastersteine für die Hauptstraße

Im Haushalt 2012 ist vorgesehen das Pflaster im Bereich der Hauptstraße 4 bis zur Brauergasse auszutauschen. Dieser Bereich stelle eine Verkehrsgefährdung und das schlimmste Stück Straße der Altstadt dar. Es ist vorgesehen, den gleichen Pflasterbelag wie in dem Bereich der Hauptstraße zwischen Neugasse und Metzgergasse auszuführen. Es handle sich dabei um gemischtfarbiges Kleinpflaster aus indischem Sandstein, das in Segmentbögen verlegt werden soll.

Aufgrund der langen Lieferzeit wurde bereits mit Zustimmung des Technischen Ausschusses vom 18. Januar 2012 die Natursteinpflasterlieferung beschränkt ausgeschrieben. Mit rund 32.000 Euro kam das günstigste Angebot von der Firma Seib GmbH aus Karlsruhe.

Frühestens im Sommer könne das Pflaster verlegt werden und dies solle, so Bürgermeister Ziegler, in Abstimmung mit dem Ladenburger Einzelhandel geschehen.

Es handle sich hierbei um eine „sehr sensible Baustelle“. Der Stadteingang Neckartor muss sehr wahrscheinlich eine Zeit lang ganz gesperrt werden. „Wir werden Gespräche mit dem BDS führen, um eine gemeinsame Lösungen zu finden“, sagte der Bürgermeister.

Der Auftragsvergabe wurde einstimmig zugestimmt.

Kein Schilderwald vorm Benzhaus

Als letzter Punkt auf der Tagesordnung wurde die Einrichtung von Kurzzeitparkplätzen zwischen Benzhaus und Wasserturm beraten.

Diese Parktasche werde vermehrt von Dauerparkern genutzt, erklärte der Bürgermeister. Diese Parkplätze seien der Altstadt am nächsten und sollten daher auch vermehrt den Besuchern der Stadt und den Einkäufern zur Verfügung gestellt werden. Deshalb unterbreite die Verwaltung den Vorschlag, diese Parkplätze als Kurzzeitparkplätze, mit einer Parkdauer von zwei Stunden, auszuweisen.

Man solle auch die drei Parkplätze vor dem Benzhaus mit einbeziehen, forderte Stadtrat Uwe Wagenfeld (CDU). Die Verwaltung wies daraufhin, dass jeder einzelne Parkplatz mit einem Schild versehen werden müsse und damit auch vorm Benzhaus „ein Schilderwald“ entstünde. Das war nicht im Sinne der Ausschussmitglieder.

Dem Vorschlag, die sechs Parkplätze zwischen Wasserturm und Benzhaus in Kurzzeitparkplätze umzuwandeln, wurde einstimmig zugestimmt.

„Schon eine große Sache“ – Tribüne des Römerstadions wird überdacht


Guten Tag!

Ladenburg, 26. Oktober 2011. (red) Ein Investor baut eine Tribüne, bezahlt alle Kosten und schenkt diese der Stadt. Im Gegenzug kann der Investor die Tribüne für eine Photovoltaik-Anlage kostenfrei nutzen.

Von Hardy Prothmann

Selten gibt es Vorschläge, die eine Investition mit sich bringen, nichts kosten und viel bringen sollen. CDU-Gemeinderat Günter Bläß zeigte sich angenehm überrascht, „weil das den Wert den Stadtions hebt und eine sehr gute Sache für Besucher des Stadions ist.“

Der Investor Conceptplan4 aus Waldbronn bietet an, eine Tribünenbedachung auf 124 Metern zu bauen. Diese Investition in Höhe von 80.000 Euro (von nach Angaben des Investors) zahlt der Investor – die Tribüne geht in das Eigentum der Stadt Ladenburg über.

Im Gegenzug erhält der Investor das Recht, die Fläche mietfrei für einen Photovoltaik-Anlage über einen Zeitraum von 20-25 Jahre zu nutzen.

Vorbild ist die Gemeinde Ilvesheim – dort ist ein vergleichbares Projekt schon realisiert worden.

CDU-Gemeinderat Gerhard Seidel bezweifelte die Kosten von 80.000 Euro, sondern setzte diese mit 30.000 Euro mehr an. Bürgermeister Ziegler sagte, dass das keine Frage für den Gemeinderat sei, er sich aber vorstellen können, dass der Investor günstiger bauen könne, wenn er mehrere Gemeinden als Partner findet.

CDU-Gemeinderat Dr. Meinhard Georg frage, werde Nutznießer von Werbeflächen sei, der Bürgermeister verneinte eine solche Nutzung.

Römerman: Blick zurück nach vorn


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Timo Bracht (links) im Duell mit Helge Mütschard am "brutalen" Aufstieg in Dossenheim.

Ladenburg, 25. Juli 2011. (red) Der Ladenburger Triathlon „Römerman“ ist eine wirklich tolle Veranstaltung. Aber nichts ist so gut, dass man es nicht verbessern kann. Sportlich gesehen gehört die Kritik dazu. Und der Blick zurück nach vorn.

Von Hardy Prothmann

Kompliment an die Organisatoren und die vielen Helferinnen und Helfer. Günter Bläß (der auch CDU-Stadtrat ist) und sein 500-köpfiges Team (!) haben den Römerman wieder einmal sehr gut organisiert. Das ist für einen lokalen Verein wie die LSV eine absolute Herausforderung, aber eine, die in guter Zusammenarbeit auch mit den Behörden (Verkehrsbehörden, Polizeien, usw) gemeistert wird.

Das ist top und wird von allen geschätzt – von den Athleten und den Gästen.

Das kann man gerne loben – aber bitte nicht „voll des Lobes“ wie das immer so „schön“ in der Zeitung heißt. Man kann sich auch mit dem auseinandersetzen, was besser sein könnte. Denn das heißt „Kritik“ wörtlich übersetzt: sich mit einer Sache auseinandersetzen.

Für mich war es der zweite Römerman. Das ladenburgblog ist ja bekanntlich ein junges Medium in der Stadt und im Februar 2010 gestartet. Mit dem Start war eigentlich alles für unser kleines Team in Ladenburg neu, mittlerweile kennen wir uns ganz gut aus und wissen auch einigermaßen über den Römerman und Triathlon Bescheid.

Der beste Reporter ist aber nicht der, der so tut, als wüsste er alles, sondern der, der wie ein Zuschauer denkt, sieht und hört.

Ein guter Reporter kommt wie ein Gast, um einfach beim Event dabei zu sein. Um zu schauen, die Atmosphäre zu spüren, Leute zu treffen, sich auszutauschen.

Und dann für die Menschen zu berichten.

Randsport vs. Breitensport

Triathlon ist was anderes als ein Fußball- oder Handballspiel. So wie man sogar heute noch Leuten beim weltweit erfolgreichsten Sport, dem Fußball, die Abseitsregeln erklären muss, umso mehr „Erklärungsbedarf“ haben „Randsportarten“.

Dabei ist Triathlon auf dem besten Weg ein „Breitensport“ zu werden. Nicht in der ganz harten Variante wie ein Timo Bracht oder eine Jenny Schulz und die anderen Top-Athleten ihn betreiben. Aber doch ein Sport für jung und alt. Das sieht man an den gut 800 Teilnehmern beim Fitnesstriathlon und den „Römer-Kids“.

Und hier fehlt in meinen Augen ein zweiter Fokus auf den Nachwuchs und die Nicht-Top-Sportler, die sich aber mit aller Hingabe diesem Sport widmen. Das sieht man allein an den Veröffentlichungen der Römerman-Organisatoren selbst: Es geht nur um Spitzensport, „Zugpferde“, Top-Leute. Alles andere kommt zu kurz.

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Timo Bracht passiert die Versorgungstelle, "krallt" sich einen Becher. Der Top-Sportler braucht Kühlung.

Und es fehlt wie bei den allermeisten Vereinen eine ordentliche Öffentlichkeitsarbeit – dabei ist die äußerst wichtig. Meist macht das irgendjemand, der „gerne liest“ oder „ganz gut schreiben“ kann. Leider aber meist ein Laie und keiner, der wirklich weiß, was er tut. Der sich richtig gut auskennt. Eine sehr gute Öffentlichkeitsarbeit ist bei großen Unternehmen längst selbstverständlich, in der Politik sowieso und auch Verwaltungen erkennen hier und da schon die Bedeutung.

Was ist zu tun?

Und selbst wenn man die Bedeutung erkannt hat – was ist zu tun? Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Meist greift man auf lokale Kontakte zurück und gibt sich mit Lokalblättchen und – wenn vorhanden – einem lokalen Sender zufrieden, nimmt den Moderator, den man schon immer hatte. Man machts halt, wie mans kennt.

Irgendwie absurd – Triathlon ist eine Sport, einer, den Menschen machen, aber er ist auch High-Tech. Bestes Gerät und industrielle Produkte kommen zum Einsatz.

Die Jugend hat nichts mit Lokalblättchen und Spartenkanälen zu tun, die überwiegend für Rentner senden. Die Jugend ist im Internet. Die allermeisten Menschen sind heute im Internet und dort zunehmend in sozialen Netzwerken. Bevor die Nachrichten in den Lokalblättchen landen oder im Spartensender ausgestrahlt werden, sind sie schon längst im Internet öffentlich.

Weltweit ist Twitter mittlerweile einer der schnellsten "Nachrichtendienste" - der Dienst ist kostenlos, einfach zu bedienen und stellt eine große Öffentlichkeit her. Wer ihn nicht nutzt, handelt schon fast fahrlässig.

Der „Römerman“ ist im Gegensatz zu anderen Vereinsangeboten im eigenen Internetangebot sehr umfangreich abgebildet – aber absolut uninteressant aufgemacht. Es reicht eben nicht, Informationen einzustellen, man muss sie auch präsentieren, einordnen, darstellen. Lust darauf machen. Dafür braucht es Ideen und Konzepte.

Viele Möglichkeiten – harte Konkurrenz

Hier gibt es so viele Möglichkeiten, von denen fast keine genutzt wird. Das ist schade und bedauerlich und auf mittlere Sicht sogar gefährlich. Denn die, die sich auf der Informationsseite am besten aufstellen, werden künftig das „Rennen“ machen. Die schnellen, gut trainierten. Und garantiert nicht die, die sagen: „Des hämmer frieher so gemacht un mache des morje ah so.“

Die Konkurrenz ist groß – alle Veranstalter merken das. Der Römerman 2011 war längst nicht so gut besucht wie 2010 (davor wissen wir das nur vom „Hörensagen“, waren selbst nicht dabei). Aufs Wetter kann man es nicht schieben – das hat gehalten. Und eigentlich hatte man mit Timo Bracht einen Top-Star im Rennen – aus Waldbrunn im benachbarten Neckar-Odenwald-Kreis und von einem Mannheimer Team.

Die Kritik ist wohlwollend gemeint – der „Römerman“ ist eine super Veranstaltung und wir fänden es schön, im Sinne aller Beteiligten, wenn das auch künftig der Fall sein wird.