Dienstag, 21. November 2017

Geheime Noten fĂŒr die Schulen

Rhein-Neckar, 09. Mai 2014. (red/ld) Halten Schulen, was sie in ihren Leitbildern versprechen? Das untersuchen 90 Mitarbeiter des Landesinstituts fĂŒr Schulentwicklung in Baden-WĂŒrttemberg im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Fremdevaluation. Die Ergebnisse veröffentlicht das Kultusministerium aber nicht – um ein Schulranking zu vermeiden. [Weiterlesen…]

Eltern wĂŒnschen sich inklusiven Unterricht, der bisher als Schulversuch lĂ€uft

Nele ist ein Kind wie alle anderen – nur gehörlos

Nele und Linn SchĂŒĂŸler besuchen die selbe Grundschule in Heddesheim. Ohne ihre Implantate wĂ€re Nele taub.

Nele und Linn SchĂŒĂŸler besuchen dieselbe Grundschule in Heddesheim. Ohne ihre Implantate wĂ€re Nele (links) aber taub.

Heddesheim/Weinheim/Rhein-Neckar, 16. Oktober 2013. (red/ld) Ihre Taubheit sieht man Ihr nicht an: Sie mag Musik, egal ob laut oder leise. Sie liebt Hip-Hop und Tanzen, Voltigieren und Karate. Nele ist von Geburt an gehörlos. Trotzdem geht die SiebenjĂ€hrige auf dieselbe Schule wie ihre Schwester. Seit drei Jahren haben Eltern beeintrĂ€chtigter Kinder das Recht, ihre Kinder auf eine Regel- und nicht auf die Sonderschule zu schicken. Und das wird sehr gut angenommen – trotz vieler HĂŒrden. [Weiterlesen…]

Stadt will handeln

Angriff auf die Sauf-Parties

Bier, Wein, Schnaps - es wurde ordentlich gekippt rund ums Drachenboot-Festival. Die Stadt will dagegen vorgehen. Wie, ist noch unklar.

 

Ladenburg, 20. Juli 2012. (red) Hinter den Kulissen gibt es Bewegung – eine „gezwungene“. Die haltlosen Sauf-Parties auf SchulgelĂ€nde, SpielplĂ€tzen oder anderen Orten im Umfeld des Drachenboot-Festivals sollen kĂŒnftig nicht mehr geduldet werden. Wie man die negative Entwicklung stoppen kann, ist unklar – dass die Entwicklung negativ ist, nicht.

Von Hardy Prothmann

Nach uns vorliegenden Informationen ist die Stadt, respektive BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, entschlossen zu handeln. Die Vorkommnisse rund um das Drachenbootfestival hĂ€tten sich in den vergangenen Jahren zunehmend negativ entwickelt.

Strategien gegen das jugendliche Saufen

Die Stadt plant, das Netzwerk der in der Jugendarbeit Beteiligten „zusammenzurufen, um ĂŒber Strategien“ zu beraten. Stadt, SozialpĂ€dagogen, Jugendgemeinderat und Polizei sowie Schulen und Lehrer sollen hier gemeinsam „Lösungen entwickeln“.

Auf Anfrage Ă€ußert sich BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, dass „man das Thema nicht dramatisieren muss“. „Alkoholkonsum von Jugendlichen“ sei „prĂ€sent“ – allerdings nicht in der „jetzt erlebten Dimension“.

Klar ist: Bei der Masse von Teilnehmern an den Sauf-Parties kamen viele von „außerhalb“. Uns liegen Informationen vor, nach denen auch viele Ladenburger Jugendliche, die teils engagierte Positionen innerhalb der Jugend einnehmen, ebenfalls beteiligt waren.

Klar ist auch, dass gerade diese „engagierten Personen“ ĂŒberhaupt kein Interesse haben, erkannt zu werden – wĂŒrde das doch ein „negatives Bild“ auf sie werfen.

Klar ist noch mehr, dass es eine Zeit der Besinnung im Schatten des besinnungslosen Besaufens geben muss.

Juristische Konsequenzen

Fest steht auch, dass wir im Zuge unserer Berichterstattung mit „juristischen Konsequenzen“ bedroht worden sind. Eltern (darunter ein vorgeblicher „Journalist“) und Sauf-Party-Teilnehmer haben uns zum Löschen von Fotos aufgefordert. Die BegrĂŒndung: Wir hĂ€tten „Persönlichkeitsrechte“ verletzt.

Wir sind dem nachgekommen – nicht in Anerkennung des Vorwurfs -, sondern zur Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten und weil unser Anwalt gerade im Urlaub ist und wir nach dessen RĂŒckkehr die Fotos prĂŒfen lassen.

(Anm. d. Red.: Die Betroffenen werden von uns vor einer Veröffentlichung informiert und können also zeitnah eine Unterlassung fordern. Eine „vorbeugende“ Unterlassungsforderung ist nicht „notwendig“ und wird nicht akzeptiert.)

Null Einsicht bei den „Ehrenwerten“

Erstaunlich ist, dass die Abmahner sich mit keinem Wort von der unhaltbaren Tatsache distanziert haben, dass die Beteiligten auf dem GelĂ€nde einer Grundschule fĂŒr Dreck und Scherben gesorgt und ihre Sauf-Utensilien zurĂŒckgelassen haben. Dass es keine Entschuldigung oder irgendeine Äußerung von Bedauern gab, dass man der Stadt und dem Steuerzahler Kosten aufbĂŒrdet und riskiert, dass sich kleine Kinder verletzen oder vielleicht aus einer der „limo-mĂ€ĂŸig-aussehenden“ Alko-Pop-Flaschen ein SchlĂŒcklein wagen. Das interessiert die Abmahner nicht im geringsten. Ihr Eigeninteresse steht vor dem aller anderen. Sie sind Ego-Assis.

Um eins klar zu stellen: Wir reden nicht ĂŒber „sozial-schwache“ Menschen am „Rande der Gesellschaft“, sondern von angeblich „vorbildlichen“ Ladenburger SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern, deren Eltern sich ebenso „vorbildlich“ engagieren und die angeblich selbst „vorbildliche“ Positionen innehaben. Wir reden also von „ehrenwerten“ Teilen der Ladenburger Gesellschaft. Wir reden von Personen, die ein Bild „vorgeben“ und gegen Bilder, die „aufgenommen“ wurden und der „Eigendarstellung“ widersprechen, mit Klage drohen.

Recht brechen – Recht fordern

Also von Leuten, die selbstverstĂ€ndlich „Rechte einfordern“, nachdem sie oder deren Kinder Gesetze, Verordnungen oder einfach nur die „guten Sitten“ einfach missachtet und weggesoffen haben. Irgendeine Form von Schuldbewusstsein, Scham oder VerantwortungsgefĂŒhl gibt es in eigener Sache nicht. Wer das dokumentiert oder danach fragt, wird mit „juristischen Schritten“ bedroht. Die Logik: Auf öffentlichen PlĂ€tzen zu saufen und die Ordnung zu stören ist O.K. – das öffentlich zu dokumentieren ist eine „Persönlichkeitsrechtsverletzung“. Na, denn: Prost. Man „kennt“ also vermeintlich seine „Rechte“.

Haben GrundschĂŒler ein Recht auf einen sauberen Hof ohne Scherben und sonstigen Dreck? Hat die Öffentlichkeit ein Recht, sich nicht durch Horden besoffener Jugendlicher verunsichert zu fĂŒhlen?

Offensichtlich ist das gewissen „vorbildlichen“ Mitgliedern der Ladenburger Gesellschaft mehr als egal.

ZwickmĂŒhle oder klarer „Zug“?

Die Drachenbootabteilung des FV 03 muss sich diesem Problem abseits aller „vorbildlichen“ AbsurditĂ€ten stellen. Denn der Verein ist der Veranstalter des Events und in dessen Umfeld „passieren“ diese ĂŒberaus unerfreulichen und fĂŒr den Ruf Ladenburgs schĂ€dlichen „Ereignisse“.

Das hat sicher auch damit zu tun, dass das Drachenboot-Festival immer hĂ€rter auf den Event-Charakter als auf das sportliche Ereignis getrimmt worden ist. Ganz sicher ist der Verein gut beraten, hier „zurĂŒck zu paddeln“, um nicht in „unbefahrbares Wasser“ zu geraten.

Vorbild „Römerman“

Ein Beispiel könnte man sich am Römerman nehmen. Die nach Teilnehmern rund drei Mal grĂ¶ĂŸere Veranstaltung der LSV setzt auf das, was das Vereinsziel ist: Sport. Und zwar von der Jugend an ĂŒber Spitzensport bis hin zu Breitensport.

Dieses noch viel grĂ¶ĂŸere Mega-Event kommt seit Jahren ohne Skandale aus, rĂŒhmt den Ruf der Sportstadt Ladenburg und ist eine durchweg positive Veranstaltung.

Auch hier gibt es eine „Finisher“-Party. Die ist immer gesittet und vollstĂ€ndig unproblematisch. Es gibt keine „Begleit-Sauf-Parties“ und auch wenig Beschwerden ĂŒber „Verkehrs-Assis“.

Der Römerman ist allerdings auch durchweg als vereinsorganisiertes Sport-Event geplant. FĂŒr das Drachenboot-Festival muss man diesen Anspruch im Vergleich in Frage stellen.

Der Arbeitskreis in Sachen „Alkohol-Exzesse“ wird das mit berĂŒcksichtigen mĂŒssen und eins wird klar sein mĂŒssen: Eine Steigerung der aktuellen Entwicklung bedeutet das Aus fĂŒrs Drachenboot-Festival.

Das wÀre zum Kotzen. Aber unausweichlich, wenn zuviel gesoffen wird.

Persönliche Note

Persönlich ist fĂŒr mich klar: Wir sind alle keine Heiligen und sollten die Kirche im Dorf lassen. Jugendliche mĂŒssen sich ausprobieren und ihre Grenzen finden. Ein oder zwei „Bierchen“, mal mehr Wein als gut tut oder auch mal die Grenzen durch Schnapsgenuss kennenzulernen – wer von uns Erwachsenen hat da nicht aus „was zu erzĂ€hlen“?

Es geht aber um Respekt – vor sich selbst und vor anderen. Auf dem Schulhof einer Grundschule, auf SpielplĂ€tzen Scherben und Dreck zu hinterlassen, ist respektlos und unverantwortlich. Und ganz sicher nicht im Sinne von „Erfahrungen sammeln“ zu tolerieren.

Schon gar nicht, wenn 14- und 15-jĂ€hrige Kinder buchstĂ€blich auf der Strecke bleiben und besinnungslos besoffen „eingesammelt“ werden mĂŒssen.

Dann hört der „Spaß“ ganz einfach auf.

Die Vertreter der „ehrenwerten“ Gesellschaft haben wir diesmal nicht benannt – nach dem Motto: „Einen Fehlgriff hat jeder frei“.

FĂŒr die Zukunft ist klar, dass sich die Exzesse nicht mehr wiederholen dĂŒrfen, weil sonst viele Menschen aufgrund der Dummheit von wenigen – und seien sie noch so „ehrenwert“ –  Schaden nehmen.

 

 

 

 

 

Kinder besuchen Polizeirevier: „Wow! Das ist cool.“

Guten Tag!

Ladenburg, 07. November 2010. Am Donnerstag besuchten Kinder aus Neckarhausen das Polizeirevier in Ladenburg. FĂŒr alle ist das sehr spannend. Es gibt jede Menge Fragen, die Jugendsachbearbeiter Bernhard Schuhmacher problemlos „aufklĂ€ren“ kann.

Von Anna Ewald

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Spannender und spaßiger Polizeieinsatz.

„Wow! Das ist ja cool!“ war am 4. November in der Ladenburger Polizeistation von vielen Kindern zu hören. Die 14 Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren kommen von der Kernzeit und Ferienbetreuung der Grundschule in Neckarhausen. Heute machen sie mit Jugendsachbearbeiter Bernhard Schuhmacher eine knapp zweistĂŒndige Tour durch das Ladenburger Polizeirevier und staunen nicht schlecht.

Die Tour beginnt im „Lehrraum“ der Polizei. Bernhard Schuhmacher erklĂ€rt die Arbeit der Polizei sehr geduldig und vor allem kindgerecht – es geht darum, „BerĂŒhrungsĂ€ngste“ zu nehmen. Von: „Was ist eigentlich ein StraftĂ€ter?“ bis „WofĂŒr gibt es unterschiedliche MĂŒtzenfarben?“, klĂ€rte er jede Frage.

„Warum gibt es Uniformen?“ und andere Fragen.

„Stellt euch vor, der kleine Bernhard geht mit seinen Eltern auf den Weihnachtsmarkt und geht verloren! Was macht er dann um seine Mama wieder zu finden?“, so fĂ€ngt der Jugendsachbearbeiter seine Geschichte zur Frage: „Warum gibt es Uniformen?“ an. „Er geht zur Polizei!“ ruft eines der Kinder begeistert.

Auf diese Weise wird jedes Thema den kleinen MÀdchen und Jungs durch eine Geschichte nÀhergebracht, so wird auch mal von einem erfundenen Schokoladendieb im Neckarhausener Aldi erzÀhlt.

Die Kinder hören aufmerksam zu, was durch eine kindgerechten Vortragsweise einfach ist und erzÀhlen von sich und ihren Familien, denn Bernhard Schuhmacher geht auf jede einzelne Meldung der Kinder ein und hilft wo es noch Unklarheiten gibt.

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Spurensicherung: Bernhard Schuhmacher zeigt, wie man FingerabdrĂŒcke sichtbar macht.

Knifflige FÀlle werden gelöst.

Den Kindern gefĂ€llt das sichtbar und beim Interesse kann man keinen Unterschied zwischen Jungs uns MĂ€dchen erkennen. Sie machen alle begeistert mit und bereichern das „LehrgesprĂ€ch“ mit ihren eigenen Ideen, wie man manche kniffligen FĂ€lle lösen kann.

Ein paar der Kinder waren schon einmal in der Polizei Ladenburg, denn die Kernzeitbetreuung organisiert hÀufig Exkursionen, auch mal bei der Feuerwehr, im Rathaus oder auf dem Hundeplatz. Trotzdem sind sie nicht gelangweilt, sondern lachen und melden sich fröhlich weiter.

Spurensicherung.

„Alle, die schon mal da waren, verraten den anderen jetzt nichts!“, flĂŒstert der geduldige Jugendsachbearbeiter den unternehmungsfreudigen Kindern zu, als er anfĂ€ngt aus seinem „GeheimkĂ€stchen“ unbekannte Dinge zu holen. Spannung macht sich breit, aber bald schon versteht jeder was vor sich geht. FingerabdrĂŒcke werden sicher gestellt.

Das macht sichtlich Spaß – die Kinder dĂŒrfen ihre „sichergestellten“ FingerabdrĂŒcke mit nach Hause nehmen. Aber nicht nur das. Auch Handschellen werden mit einem freundlichen „Uffpasse!“ (Aufpassen!) einmal durch gereicht und auch eine Kugelschutzweste und die passende MĂŒtze darf von jedem, der will, anprobiert werden. „Ganz schön schwer“ bemerkte ein Junge. Aber es gibt auch das ein oder andere neue Topmodel, das mit Weste und MĂŒtze posiert wie ein richtiger Polizist.

Auf Streife.

Nicht nur „Theorie“ wird besprochen, denn jetzt geht es raus auf den Hof, wo die Kinder einen echten „Streifenwagen“ vorfinden. Alle drĂ€ngeln sich darum, bis Bernhard Schuhmacher die AutotĂŒren öffnet und jeder mal Probe sitzen darf. Und so steht auf dem Hof der Polizeiwache ein Polizeiauto mit rund fĂŒnf Kindern „beladen“. Das Staunen ist nicht zu ĂŒbersehen, als die Blaulichter angehen und sich jeder wie ein echter Polizist fĂŒhlen kann.

Weiter geht-€ℱs in das „GefĂ€ngnis“. Ein paar der Kinder schauen skeptisch und nicht alle wollen mit rein. Bei anderen löst das Wort allerdings Neugierde aus. Die Gruppe, allen voran der Jugendsachbearbeiter, ĂŒbrigens in echter, grĂŒner Uniform, marschiert los in Richtung Arrestzellen.

AusnĂŒchterungszelle.

„Hier stinkts!“, ist die erste Bemerkung von einem der Jungs. Das ist auch kein Wunder, denn die Arrestzellen werden meistens als AusnĂŒchterungszellen gebraucht.

Als die Kinder die Zellen sehen, die nur mit einer Holzpritsche ausgestattet sind, wird ihnen ein wenig mulmig. Doch der verstĂ€ndnisvolle Jugendsachbearbeiter nimmt ihnen schnell die Angst: „ Kinder werden hier niemals eingesperrt!“

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Staunen in der Einsatzzentrale: So viele Telefone und Bildschirme.

Ein MĂ€dchen aus der Gruppe, Paulina, antwortete auf die Frage, was ihr am besten gefallen hat: „Da wo er alles ĂŒber das GefĂ€ngnis erzĂ€hlt hat.“ Das hat also Eindruck hinterlassen.

Dann folgte noch eine kurze FĂŒhrung durch die restliche Wache, unter anderem die Zentrale, mit vielen Telefonen und Monitoren, die den lebhaften Kleinen imponieren.

Ihnen wird erklĂ€rt, fĂŒr was jeder einzelne Hörer oder Bildschirm da ist, bis sie dann ihre wichtigsten Fragen, wie: „Wie viele Waffen gibt-€ℱs hier denn?“, stellen dĂŒrfen. Die kleine Talessa findet die FĂŒhrung „ richtig lustig und spannend“ und besonders die Zentrale beeindruckt sie, wie sie mir ganz aufgeregt erzĂ€hlt.

Am Ende verlassen alle bestens informiert die Wache. Und wer weiß, vielleicht wird ja der ein oder andere spĂ€ter auch ein Polizist – immerhin kennen sie sich jetzt schon richtig gut aus.

Zur Person:
Bernhard Schuhmacher ist Jugendsachbearbeiter bei der Polizei Ladenburg und das schon seit 1996. Vorher war er im gleichen Berufsfeld, fĂŒr das ein besonderer Lehrgang vorausgesetzt wird, in Mannheim-Sandhofen von 1992 an tĂ€tig, bis er nach Ladenburg wechselte.

In seinen Aufgabenaufgabenbereich fallen hauptsĂ€chlich Jugendstraftaten, aber auch die PrĂ€ventionsarbeit, zum Beispiel an Schulen, ist dem 53-JĂ€hrigen wichtig. Schuhmacher ist zudem immer „draußen“ im Einsatz, wenn die Arbeit mit Jugendlichen gefragt ist, beispielsweise an „Halloween“.

FĂŒhrungen fĂŒr Kinder macht er natĂŒrlich auch, wie man sich am Donnerstag ĂŒberzeugen konnte. Hier zeigt er Kindern spielerisch und informativ, dass sie vor der Polizei „keine Angst“ haben mĂŒssen.

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LĂ€ngere Betreuung im „Haus des Kindes“ – Kritik am „Sharing“

Guten Tag!

Ladenburg, 28. Juni 2010. Ab September 2010 wird die Betreuungszeit im „Haus des Kindes“ von 07:00-16:30 Uhr angeboten, in der KindertagesstĂ€tte (Kita) „Römernest“ gibt es drei Betreuungszeiten. Bei beiden Einrichtungen kann eine „optionale“ Betreuungszeit bis 17:00 Uhr gegen GebĂŒhr in Anspruch genommen werden.

Die Betreuungszeit im Haus des Kindes (Hort an der Schule) wird von Montag bis Freitag um je eine halbe Stunde verlĂ€ngert. Die Betreuung ist ab dem Hortjahr 2010/11 von 07:00 – 16:30 Uhr gewĂ€hrleistet – bei Bedarf gegen GebĂŒhr auch bis 17:00 Uhr.

Hortkinder können ab September 2010 von 07:00-16:30 Uhr betreut werden (Anm. d. Red.: Zeiten je Montag-Freitag). Kita-Kinder werden von 07:00-13:30 Uhr, von 07:30-14:00 Uhr oder von 07:00-16:30 Uhr betreut. FĂŒr Hort- und Kita-Kinder gibt es zusĂ€tzlich ein Betreuungsangebot fĂŒr eine altersgemischte Gruppe von 16:30-17:00 Uhr. DafĂŒr wird eine GebĂŒhr von 25 Euro fĂ€llig

Das erweiterte Angebot nahmen bislang drei Kita-Kinder und vierzehn Grundschulkinder in Anspruch. Ab September 2010 sind zur Zeit ein Kindergartenkind und zehn Grundschulkinder dafĂŒr angemeldet – was sich natĂŒrlich aber noch verĂ€ndern kann.

Ab September gilt eine Vereinheitlichung der GebĂŒhrensĂ€tze fĂŒr den Hort und die Kita. Die Beitragstabelle des Hort mit bislang sechs Einkommensstufen wird an die fĂŒnf Einkommensstufen der Kita angepasst.

Außerdem wird ein „Sharing“ angeboten. Danach können sich Eltern Betreuungszeiten fĂŒr ihre Kinder teilen. Beispielsweise wird das Kind aus Familie A von Montag bis Mittwoch betreut – ein Kind aus der Familie B von Donnerstag bis Freitag. Die BeitrĂ€ge werden entsprechend der Betreuungszeiten aufgeteilt.

Hintergrund ist die Anfrage durch Eltern, die Betreuung flexibler zu handhaben. Von Seiten der Stadt habe man darauf reagiert. Bislang gibt es „Sharing“-Anfragen fĂŒr die Regelzeiten, aber noch keine fĂŒr die erweiterte Betreuung bis 17:00 Uhr.

GLL-GemeinderĂ€tin Ingrid Dreier bedankte sich fĂŒr die Zusammenarbeit zwischen Hort und Kita, kritisierte aber: „Die Kinderbetreuung unterliegt eigentlich einem pĂ€dagogischen Konzept. Ich lehne ein „Sharing“ deswegen ab.“ BĂŒrgermeister Rainer Ziegler stimmte der Kritik zu: „Das ist pĂ€dagogisch sicher keine optimale Lösung – andererseits versuchen wir den ElternwĂŒnschen zu entsprechen.“

Die Kritik zielt auf altersgemischte Gruppen und eine hohe Belastung der Erzieherinnen, die bei gleichem Personalstand eine höhere planerische Leistung und mehr ElterngesprĂ€che fĂŒhren mĂŒssten.

In der Praxis bedeutet die neue Regelung fĂŒr Hortkinder, vornehmlich der 1. Klasse, dass diese bei spĂ€terem Schulbeginn in der Kita betreut werden. Hortkinder, fĂŒr die die Schule um 07:30 Uhr beginnt, werden vom Hort in die Schule geschickt, die anderen wechseln bis zu deren Schulbeginn vom Hort in die Kita.

Die Betreuungsentgelte werden zum kommenden Hort-/Kita-Jahr um „moderate“ zehn Prozent angehoben. FĂŒr bestehende VertrĂ€ge gilt eine „Übergangslösung“. Der Gemeinderat nahm die Beschlussvorlage mit zwei Gegenstimmen der GLH an.

Download: Die neuen GebĂŒhrensĂ€tze.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog